
In der neuesten Folge 314 unseres Pferdepodcasts widmen wir uns intensiv der Ausbildung unseres jungen Pferdes Benny. Dabei steht eine zentrale Frage im Fokus: Wie bekomme ich eine gefühl- und vertrauensvolle Anlehnung zwischen Reiterhand und Pferdemaul zustande?
Eine intensive Trainingseinheit mit Reimund Wille
Jenny hat mit Benny eine lehrreiche und herausfordernde Trainingseinheit bei dem renommierten Reitlehrer Reimund Wille absolviert. Es war eine Einheit voller neuer Erkenntnisse, in der Jenny ihre eigenen Grenzen überwinden und gegen tief verankerte Impulse ankämpfen musste. Doch am Ende zahlte sich die harte Arbeit aus: Benny zeigte große Fortschritte! Spannend war dabei insbesondere der sogenannte Hirsch-Trick. Auch wenn das Hirschen – das Hochziehen des Kopfes – und das „Giraffieren“ oft als unerwünschte Bewegungsmuster gelten, können sie doch wichtige Hinweise auf die Balance und das Körpergefühl des Pferdes geben. Wie genau das funktioniert, erfahrt ihr in dieser Episode.
Aktuelles aus dem Stall: AC/DC und Klex
Natürlich geht es nicht nur um Benny. Auch unsere anderen Pferde AC/DC und Klex spielen in dieser Folge eine Rolle. Besonders Klex hat momentan mit einer leichten Lahmheit zu kämpfen – eine Folge des letzten Hufschmied-Besuchs. Die Entscheidung, Klex‘ Hufe „neu einzustellen“, wurde bewusst getroffen: Bisher stand er etwas zu flach, nun wurde er steiler gestellt. Auch wenn diese Umstellung kurzfristig zu Problemen führen kann, hoffen wir langfristig auf positive Effekte. Jenny erklärt in der Folge genau, warum dieser Schritt sinnvoll ist und wie sich die Umstellung auf die Bewegungsmechanik des Deutschen Reitponys auswirkt.
Nachtrag zu Folge 313: Linneas Pferd und der geschorene Schopf
In der letzten Episode haben wir über Linneas Pferd gesprochen, dessen Schopf unschön abgeschnitten wurde. Unsere Stammhörerin Mareike hat einen interessanten Tipp beigesteuert, der helfen könnte, das Haarwachstum zu beschleunigen. Sie schwört auf ein bestimmtes Mittel, das wahre Wunder wirken soll. Vielleicht ist es ja einen Versuch wert?

Hier siehst Du die Video-Weihnachtsfolge, die wir dieses Jahr mit Europameisterin Carmen Vollbach, Nicole Weidner und ihrem Daniel aufgenommen haben:
Tinder, Narri Narro und gut aussehende Hufschmiede
Neben den ernsten Themen gibt es auch wieder einiges zu lachen! Wir sprechen über ein für jeden Pferdepodcast extrem wichtiges Thema: Gut aussehende Hufschmiede bei Tinder. Außerdem erklären wir, warum das Schlagwort „Narri Narro“ nicht nur in der schwäbisch-alemannischen Fastnacht eine Rolle spielt, sondern auch Auswirkungen auf die Reiterwelt hat.
Viel Spaß beim Hören!
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Hier geht’s zum vollständigen Transkript der Folge:
[0:00] Das ist der Hafer und Bananenblues. Das ist das, was jedes Pferd haben muss.
[0:07] Der rote Knopf leuchtet. Der rote, das ist schon mal gut. Und er. Mittlerweile überprüfst du das, dass das leuchtet. Dass wir nicht wieder so Reinfälle erleben, dass wir eine komplette Sendung aufzeichnen, die wir dann gar nicht aufgezeichnet haben. Ist uns leider auch schon passiert. Dir. Selbstanzeige. Dir. Mir ist es, ich bin schuld gewesen. Sowieso. Eindeutig. Genau, ich war schuld. Wir nutzen eine Mittagspause, die Mittagspause an diesem Samstag im Schwarzwald, um Folge 314 aufzuzeichnen. Es ist fantastisches Wetter und man fragt sich, warum bist du nicht schon geritte? Aber es gefroren war heute. Es war halt, genau, die Sonne hat ihren Preis und zwar, der Preis für die Sonne ist das Eis gewesen heute. Also es war richtig, richtig kalt heute früh und der Boden war knochenhart und du hast gesagt, ich muss jetzt noch, wen musst du noch reiten? Den AC. Den AC DC, okay. Mit dem Klexi und mit dem Benni war ich im Geländer.
[1:07] Der Klexi geht so ein bisschen lahm, so öfter mal, so nach dem Schmied, weil wir den ja gerade so ein bisschen umstellen.
[1:15] War das der Schmied-Termin, also der Schmied, der dich versetzt hatte, wo wir es in der letzten Folge… Zweimal versetzt. Grabesstimme. Ja, wirklich jetzt so, echt jetzt? Erst ist das Kind krank, dann hat er Migräne. Oh, ich habe Migräne. Ein Schmied mit Migräne. Auch Männer haben Migräne. Also wenn wir jetzt keine albernen Folgentitel mehr machen würden, dann wäre das, also der Schmied hat Migräne, das wäre sozusagen, aber Kevin Marvin Robin hat es verboten, kleiner Insider. Okay, echt? Keine lustigen Titel mehr? Ne, wir machen jetzt welche, die man suchen kann. Also wo quasi Menschen online nachsuchen, damit sie dann unsere Podcast-Folge finden. Aber wir müssen ja jetzt auch nicht alle Karten aufdecken hier in diesem kleinen Vorgespräch, wie wir sozusagen unsere Hörers mehren wollen. Also dürfen wir auch zum Beispiel nicht halbnackte Hufschmiede in Ketten oder so, das dürfen wir auch nicht mehr machen. Halbnackte Hufschmiede in Ketten mit Migräne. Das hätten wir früher gemacht, aber ich würde es vielleicht als Untertitel einfach nochmal versuchen. Aber der Titel muss googelbar sein. Egal. Jedenfalls klägt es, ach nicht schlimm, nur so ein bisschen unsauber. Und dann gehe ich immer lieber drei, vier, fünf Tage Schritt. Und dann hat er sich an das neue Eisen wieder gewöhnt und an die neue Stellung. Und dann läuft er sich quasi wieder ein. Er sollte ja eigentlich morgen früh mit zu Hubi. Dann hat er sich das gespart. Also muss AC mit zu Hubi. Okay.
[2:39] Also man merkt schon, man piekst dich nur so ein kleines bisschen an. Mit, also man muss im Grunde genommen sinngemäß nur sagen, es ist Samstag und die Sonne scheint und schon sprudelt es aus dir los. Du hast schon Angst, ich hätte nichts zu erzählen. Warum haben wir nicht früher schon mit diesem Podcast angefangen? Wir machen ja schon sechs Jahre. Nein, wir machen erst sechs Jahre Podcast, muss man fairerweise sagen. Der Manni spielt mal die Hymne, weil die Inhaltsangabe ist dieses Mal schnell erzählt. Wir sprechen über deine Pferde. Wir haben, nachdem wir jetzt ja viele, viele Wochen lang wirklich tolle Interviewgäste hatten, ergibt es sich mal wieder, dass wir allein allein sind.
[3:22] Nur wir zwei. Nur wir zwei. Genau, nur wir zwei und der Hund. Und das ist ehrlich gesagt auch mal schön, weil wir haben ja schon in der kleinen Folge gesagt, wir haben eigentlich wirklich was Spannendes zu erzählen. Stichwort Benni, Stichwort Junge Pferde, Ausbilden, Raimund Wille, mit auch für dich irgendwie, Also du musstest dich selber überwinden, Dinge zu tun und so weiter. Also das ist wirklich total interessant gewesen. Und dann haben wir noch ein bisschen dies und das. Und das reicht dann, glaube ich, auch mal. Ich glaube, die Menschen wissen das auch zu schätzen, wenn man sich sozusagen auf, also wenn man nicht auf tausend Hochzeiten tanzt, sondern so vielleicht ein, zwei Themen sich rausschnappt und die in Ruhe bespricht. Und das haben wir heute vor. Dazu gibt es natürlich immer noch so ein bisschen so den üblichen Schnack über deine drei Flitzpiepen da drüben im Kloster. Vermissen die dich jetzt schon eigentlich? Also gucken die gedanklich irgendwie innerlich vielleicht schon auf die Uhr, dass die denken, okay, die Olle müsste nochmal kommen. Also wenn dann nur der Benni, weil der Einzige, der abends noch Futter kriegt, ist der Benni, die anderen beiden nicht, die sind fett. Und der Einzige, der vielleicht auf die Uhr guckt, ist der Kleine. Aber die liegen in der Sonne wie so flundern. Die haben alle die Decken ausgezogen. Kleck, sie hat eh keine Decke. Aber AC hat ja eine Decke wegen Scheren und Benni wegen kein Fell.
[4:41] Und die stehen alle in der Sonne und genießen es total. Also die genießen wirklich das Leben. Ich habe ja heute Morgen so ein Foto. Es muss man jetzt, also kleiner Transparenzhinweis, schon ein bisschen älter. Aber das von der Überwachungskamera, wo AC, DC und Benni nebeneinander flunderartig auch oben im Stall liegen und so weiter. Der alte Gag, ein Kopf, ein Arsch, neu aufgeführt, in dem Fall jetzt von AC und Benni. Kannst du vielleicht das alte Bild noch posten? AC und Nixon. Am ersten Tag, als AC damals kam, lagen die beiden schon, ein Kopf und ein Arsch, nebeneinander zusammen auf der Koppel. Das Foto gibt es noch irgendwo in der Mediathek 2019. Ich suche es raus. Wir lernen, dein AC DC der Haflinger, der bei der Europameisterschaft so erfolgreich war, ist eigentlich ein ziemlich sozialer Kumpeltyp. Muss man schon sagen. Ja, eigentlich schon. Also AC könntest du bedenkenlos in jede Herde stecken. Da würde nichts passieren. Außer die anderen würden ihn hauen. Aber er würde, glaube ich, keinen verhauen. Würde der auch unseren Manni in die Herde aufnehmen, der ACDC? Ja, ich weiß nicht. Ist ja eine andere Spezi.
[5:51] Spezies. Unser Orchestermusiker spielt die Pferde-Podcast- Und dann geht’s los mit Folge 314.
[5:58] Music.
[6:17] Ein Mini-Nachtrag habe ich noch zu Folge 313, der wir uns ja unter der Woche beschäftigt haben. Da ging es, ihr erinnert euch vielleicht, um das Pferd unserer Hörerin Linea, das von der Pflegebeteiligung, wo der Schopf geschoren wurde, abgeschnitten. Das hat sie nicht geschrieben. Sie hat aber geschrieben und sich für die vielen Tipps bedankt, die wir mal so gegeben haben. Und sie hat gesagt, sie probiert das aus und sie will uns auf dem Laufenden halten und auch mal ein Foto schicken, wie sich das Ganze so entwickelt. Und deine Freundin Mareike, du bist ja nicht so die Instagram-Frau, hat uns bei Instagram ein Foto geschickt von einem angeblichen, also ich hätte gesagt angebliches Wundermittel, das ist jetzt mein Wording, von einem Mittel, das bei Haaren, die schnell nachwachsen sollen, wohl sehr gut hilft. Da war die Rede von der Mähne. Das würde ich nochmal in unseren Online-Artikel dazu irgendwie einhekeln heute Nachmittag, wenn wir die Folge aufgezeichnet haben. Ich habe es mir nur angeguckt, ist irgendwie ein Produkt englischer Name und es ist schweineteuer. Die Flasche kostet knapp 50 Euronen.
[7:26] Jenny, der Reihe nach. Wollen wir vielleicht kurz einen Haken dran machen noch unter, also wir haben ja schon gelernt, Deine Pferde, denen geht es gut. Die genießen die Sonne. Die fühlen sich pudelwohl gerade im Schwarzwald am Fuße des Klosters. Aber der Klecksi lahmt so ein bisschen. Wir hatten es auch schon beim letzten Mal, dass du immer gesagt hast, der ist sehr sensibel, wenn der Schmied kommt. Und das ist gerade jetzt so ein bisschen der Fall, weil ihr den umstellt, weil ihr die Hufe ein bisschen anders schneidet. Das ist so relativ lange. Habt ihr das so ein bisschen schleifen lassen und das war nicht so optimal. Und also jetzt auch beim… Wir haben es nicht schleifen lassen. Es war ein anderer Schmied. Er hat es anders gemacht. Er hat es einfach anders gemacht. Er hat es anders, alles klar. Und was ich ja gelernt habe als Laie, also als sogenannter Laie, wenn man einem Schmied reinredet, dann sind die sehr empfindlich. Das hätte ich dir aber sagen können. Also habe ich gedacht, naja, der weiß schon, was er tut. Das ist auch ein netter Typ und sehr hübsch und überhaupt. Warte mal. Sehr schön anzugucken. Moment. Aber der hat es nicht so optimal hingekriegt. Warte mal, ich muss dir ganz kurz noch was reinhauen. Sag mal, hast du kein Hirn? Nö. Wen interessiert jetzt genau, dass der Schmied hübsch ist eigentlich? Ich hatte immer Spaß, den anzugucken. Wenn der so im Sommer kam und nicht so viel anhatte, fand ich das immer ganz amüsant, dem zuzugucken. Nein, das war ja auch ein Netter und der kam ja dann nicht mehr, als wir umgezogen sind, hat er gesagt, nee, das ist ihm zu weit zu fahren.
[8:50] Und deswegen musste ich mir einen neuen suchen. Und ich hatte ja vorher schon überlegt, den Schmied zu wechseln, weil mir das schon eine längere Zeit nicht so gefallen hat, wie der Klecksi da steht mit den Hufen. Die wurden immer flacher und irgendwie immer länger und der konnte auch nicht mehr so schön vorne, der kam nicht mehr so schön aus der Schulter, der konnte nicht mehr so gut abrollen. Aber ja, dann muss man glaube ich irgendwann auch mal sagen, nee, kann man das irgendwie anders machen. Und da hat sich das erledigt, dadurch, dass er schon gesagt hat, er kommt nicht mehr, alles klar, dann muss ich mir einen anderen suchen. Und da habe ich direkt gesagt, was meinst du denn? Der steht ein bisschen flach oder der kommt nicht aus der Schulter und der, ja, ja, den müssen wir ein bisschen umstellen und dass der besser abrollen kann. Und ah, alles klar, da versteht mich einer. Und dann hat er das gemacht. Hast du den neuen Schmied bei Tinder oder bei schmied.de gefunden?
[9:41] Nee, den habe ich tatsächlich gefunden über eine Kundin, die ich betreue, buchhaltungstechnisch, und die den Schmied hat. Und dann habe ich die gefragt, ist der denn gut, kann man den nehmen? Ja, der ist gut, den kannst du nehmen. Dann hast du gefragt, sieht der auch gut aus? Die Frage muss ja bestimmt gekommen sein. Nee, da bin ich auf seiner Homepage und habe gesehen, dass er ganz hübsch ist. Ach so, alles klar. Er hat übrigens einen Stadel-Paurer gelernt. Das haben wir schon mal erzählt. Ich bin alt und senil. Ich glaube, den gleichen Dialog haben wir schon mal geführt. Deshalb machen wir jetzt, also wir spulen ein bisschen vor. Die Dinge sind auf dem Weg, hufemäßig bei Klexi, aber wir lernen immer, wenn sozusagen der Schmied da ist und nachschneidet nach dem Kurswechsel, dann, ouch, ist noch so ein bisschen und es läuft so ein bisschen unrund. Wie lange meinst du, dauert das jetzt? Es hat das letzte Mal drei, vier Tage gedauert und dann war es wieder okay. Gut. Spricht was dagegen? Warte, und du warst mit den beiden im Gelände heute Morgen, ne? Genau, geht über den Schritt, spazieren, reiten. Und das geht dann? Ja, habt den Benni als Handpferd. Und auf dem Klexi sitze ich drauf, weil ich ja da ein bisschen faul bin zu laufen. Und er ist ja auch nicht stocklarm, wie man so schön sagt, sondern es ist so ein bisschen, ne? Also, alles klar.
[10:59] Dann spricht, glaube ich, nichts dagegen, das Thema in Angriff zu nehmen, von dem wir ja schon in der kleinen Folge gesprochen hatten. Und wer uns regelmäßig verfolgt, der weiß ja aus der letzten großen Folge, du hattest das von dem Lehrgangswochenende mit Reim und Wille. Das ist ja immer sehr wertvoll. Das empfindest du so. Du hast ja, also was dir so ein bisschen fehlt, ist so der dauerhafte Trainer, die dauerhafte, regelmäßige Trainerin, die dich ständig betreut. Und das hat sich so ein bisschen eingebürgert, dass du immer so Lehrgangstermine bei sehr guten Trainern in Anspruch nimmst, die aber halt nicht so ganz so oft da sind. Das heißt, es liegen immer so ein bisschen auch mal ein paar Wochen dazwischen. Es war wieder soweit und du warst mit zwei Pferden bei Raimund Wille. ACDC, da haben wir schon ausführlich drüber gesprochen. Und dann am zweiten Tag der Beni. Wir haben auch ein Video davon gepostet. Das heißt, wer da mal gucken will online, der konnte gucken, der kann immer noch gucken, war ja schon ganz interessant. Und wir haben im Teaser, hast du schon gesagt, dass du da so ein paar Dinge machen musstest, die du selber, wenn du so vor dich hingeritten wärst, die du nicht gemacht hättest. Was war die Aufgabe? Was war sozusagen der Anspruch? Und wo war der Punkt, wo du gesagt hattest, eigentlich so, echt jetzt? Und dann solltest du doch drüber gehen. Ja, also …
[12:25] Die Aufgabe war, also das Pferd soll nach vorne gehen, der soll selber nach vorne gehen, der soll mich mitnehmen und der soll die Anlehnung suchen.
[12:35] Ich muss so ein bisschen weiter ausholen. Also AC habe ich ja auch selber angeritten und habe den auch selber ausgebildet und habe bei Benni das im Prinzip so gemacht, wie ich das bei AC auch gemacht habe, weil der Erfolg gibt mir recht, ich habe es nicht so schlecht gemacht, aber man kann diese beiden Pferde nicht miteinander vergleichen. Und das ist mir so, beim alleine vor mich hin reiten, ist mir das so ein bisschen verloren gegangen, dass das zwei völlig unterschiedliche Pferde sind, die man nicht, also ich kann den Benny nicht genauso ausbilden wie den AC, weil der Benny ein ganz anders gezüchtetes Pferd ist. Also Essie war ja schon, der war sehr viel stabiler, der war sehr viel ausbalancierter als Dreijähriger und den konnte ich ja schon relativ früh, auch schon wo ich so gesagt habe, komm jetzt Anlehnung, jetzt bleibt die Nase mal unten, da konnte ich schon relativ früh anfangen auch mal so ein bisschen Stellung zu fordern oder dass er sich biegt, ohne dass er die Balance verliert. Bei Benni ist das nicht so. Also diese modern gezüchteten Pferde, die sind ja auch dahin gezüchtet, dass die ganz leicht im Genick sind, dass die einfach so Gummipferde sind. Also sowohl die werden gezüchtet auf Bewegung, also spektakuläre Bewegung und auf, dass die halt wirklich so in sich auch sehr biegsam sind und ganz leicht im Genick und ganz fein in der Hand. Und so ist Benni auch. Also Benni ist so ein wirklich hochmodern gezüchtetes Pferd.
[13:59] Und wenn man die zu früh in die Stellung und Biegearbeit, beziehungsweise auch an die Anlehnung nimmt, dann bekommen die keine Balance. Ich habe gemerkt, dass es Probleme gibt. Und deswegen habe ich auch zu Herrn Wille gesagt, ich würde gerne, der wollte den AC nochmal sehen sonntags. Und dann habe ich gesagt, nee, ich würde gerne den Kleinen mitbringen. Ich komme da jetzt gerade nicht so viel weiter. Und er hat natürlich auch sofort gesehen, wo das Problem ist. Also der muss sich ausbalancieren. Der muss selber die Anlehnung suchen. Und dann hat er mir gesagt, jetzt nimmst du mal die Hand weg und lässt den mal traben und galoppieren.
[14:33] Oberstes Gebot ist, der muss jetzt mal seinen Takt finden und muss sich selber ausbalancieren. Der muss selber hinkriegen, dass er in den Wendungen die Balance behält. Der braucht seinen Hals zum Ausbalancieren. Diese jungen Gummipferde, die müssen sich erst mal in sich stabilisieren und in sich eine Balance finden, bevor man anfangen kann, die Anlehnung zu fordern und vielleicht auch mal gebogene Linien biegen und stellen. Das ist für den Benni einfach noch zu früh. Und wir haben das dann auch so gemacht in dieser Unterrichtseinheit. Also er hat mich sehr lange galoppieren lassen am Stück. Also gefühlt bin ich eine halbe Stunde galoppiert. Also ich war ja dabei, ich habe gefilmt. Es war wirklich, wo ich dachte, boah, das muss anstrengend sein. Sowohl für mich als auch für das Pferd. Aber ich habe gemerkt, so im Laufe der Einheit, dass er mehr loslässt. dass er, wer will, sagt, jetzt lässt er die Bauchdecke fallen. Er hat mal ausgeatmet und er hat geschnaubt und er hat sich mal lang gemacht. Was er die ganze Zeit, als ich ihn so alleine vor mich hingeritten bin, habe ich immer so diesen Impuls gehabt, ja, die Nase muss vor, die muss hohe Buckelenk, der Hals muss fallen und so. Der Hals kann noch nicht fallen, weil er einfach noch nicht ausbalanciert ist. Er braucht diesen Hals noch zum Balancieren und deswegen…
[15:47] Muss ich einfach das Genick viel freier lassen. Ich muss ihn so laufen lassen, dass er den Hals auch wirklich als Balancierstange nutzen kann. Und das hat er getan in dieser Einheit. Er hat sich ausbalanciert über seinen Hals. Das geht dann auf Kosten, aber von halt verschiedenen anderen Dingen, die man eigentlich gerne sehen würde, die dann aber in dem Moment logischerweise einfach nicht gehen. Es wird ja manchmal gesprochen von… Es ist noch zu früh für Anlehnung und es ist noch zu früh für eine Wendung zu reiten und das Pferd ein bisschen stellen und versuchen so ein bisschen zu biegen. Dafür ist es einfach noch zu früh. Das Pferd ist noch zu unausbalanciert und zu wenig bemuskelt, um das zu leisten. Okay, dann passiert ja, also ich will nur mal den Anblick so ein bisschen schildern für Menschen, die das Video nicht gesehen haben. Dann passiert, glaube ich, das, was ihr Pferdeleute immer so unter die Schlagworte… Zügel wegschmeißen. Also Zügel wegschmeißen zum einen und das Pferd hirscht rum, oder? Genau. Und es wird so eine Giraffe. Also eigentlich könnte man sagen, mit dem Giraffen-Trick zur besseren Anlehnung. So ein bisschen. Gefühlt war es viel, viel schlimmer. Als ich dann das Video angeguckt habe, fand ich, so muss ein junges Pferd laufen. Genau so. Wenn man oben drauf sitzt, denkt man so, ach du Scheiße, was macht der denn da? Ach komm.
[17:02] Gefühlt war es wirklich viel, viel schlimmer. Dann habe ich mir das Video angeguckt und habe gedacht, das gefällt mir. Genau so muss man ein dreijähriges Pferd reiten. Und ich sehe ja natürlich auch so, ich habe ja viele Leute in meinen Kontakten und auch einige, die junge Pferde reiten und dann sehe ich im Status immer, oh guck mal, der ist genauso alt wie der Benni und der läuft ja schon wie so, der Leute, der kann ja schon in eine Art Ressour gehen. Dann sehe ich das immer und denke immer, oh das müssen wir auch schon können. Und, Deswegen habe ich auch so ein bisschen, ich mache irgendwas falsch oder der muss ja jetzt eigentlich schon viel weiter sein und Herr Wille hat mich wieder so schön auf den Boden zurückgebracht. Nee, muss er gar nicht. Also das Pferd muss noch nicht weiter sein, der kann auch noch gar nicht weiter sein, der braucht auch ein bisschen länger, um seinen Körper zu kontrollieren, weil der auch im Moment wirklich extrem wächst. Die Beine werden immer länger, also der wird super elegant, aber der wächst auch im Moment und er kann gar nicht irgendwie den Hals fallen lassen, er braucht wirklich noch diese Balancierstange, um sich auszubalancieren und Herr Wille hat auch mehrfach gesagt, jetzt Handvoll, Handvoll und ich hatte ganz viel durchhängenden Zügel, das ist ja sowas, wo ich immer sage, der Zügel darf nicht durchhängen, weil sonst kann das Pferd ja gar keine Anlehnung finden.
[18:13] Stimmt in dem Fall auch, aber, nee, stimmt in dem Fall nicht. Der braucht noch keine Anlehnung zu finden. Der wird die irgendwann suchen und dann muss meine Hand da sein. Aber bevor der die Anlehnung sucht, muss er erst ausbalanciert sein. Und das haben wir in dieser Einheit gemacht. Traben, galoppieren, Takt muss erhalten bleiben und er muss selber sich ausbalancieren. Und er ist auch ein paar Mal dann im Kreuzgalopp, im Außengalopp. Und Herr Willer hat immer gesagt, weiter galoppieren. Der muss sich selber korrigieren, der muss selber seine Balance finden und muss merken, dass das unangenehm ist, im Kreuzgalopp durch die Gegend zu eiern. Und er hat es auch selber korrigiert. Das hat drei Runden gedauert und dann auf einmal ist er in den Handgalopp gesprungen und dann konnte er ganz flüssig galoppieren und hat auch mehrfach abgeschnaubt. Und das war wirklich eine gute Erfahrung und auch so, ich bin so ein bisschen weggekommen davon, ich muss den so ausbilden wie den AC. Nee, dieses Pferd muss ich ganz anders ausbilden. Wenn er lange halten soll, dann muss ich sehr behutsam sein mit ihm und darf nicht so schnell, zum Beispiel wie bei AC, der ist ja vierjährig schon Tresurpferde A gegangen und das war gut, der hatte hohe siebener Noten, der war auch direkt platziert in der Tresurpferde A gegen Warmblüter. Das wird Benni nicht können. Dafür ist er einfach ein ganz, ganz anderes Pferd.
[19:26] Du hast ja aber auch schon gesagt, also in der kleinen Folge, das ist zum Teil auch ein bisschen rassebedingt, also dass die Haflinger generell auch so als Pferde nochmal, also dass es nicht nur sehr viel stabiler sind und dass es nicht nur von der Züchtung abhängt, sondern auch einfach der Hafi ist, also scheint nochmal auf so einem anderen Platz zu stehen, wenn ich es richtig verstanden habe.
[19:46] Kurze Zwischenfrage, wenn du sagst, es gibt Videos von Gleichaltrigen, die wie der Benni sind und die das schon irgendwie können. Also was machen die jetzt anders? Sind das Ausreißer oder sind das dann Ausnahmen? Also hier Wunderpferd, guckt mal hier. Und das ist nicht die Regel. Also ich traue so einem Raimund Wille zu, dass er beurteilen kann, was die Regel ist und was nicht die Regel ist. Ja, natürlich kann er das beurteilen. Und ich glaube, Raimund Wille hat ein sehr gutes Auge und hat auch gesehen, dass dieses Pferd einfach noch klein ist. Also das ist wirklich noch ein Hosenscheißer scheiße und den muss man erst mal, stabilisieren, bevor man den so ein bisschen anfassen kann.
[20:28] Und bei der ersten Einheit mit Raimund Wille haben wir ja mehr so den Fokus gelegt, auf die Nase muss noch mehr vor. Da bin ich auch ganz anders geritten. Da hat er ihn das erste Mal gesehen und hat sich erst mal ein Bild gemacht. Und als er uns jetzt nach acht Wochen wieder gesehen hat, hat er gesagt, oh nee, das war der falsche Ansatz und wir probieren das jetzt anders. Spannend. Und ich glaube, dass er auch Recht hat damit, dass wir einfach noch mal zwei Schritte zurückgehen und Und noch nicht versuchen, irgendwie eine Anlehnung oder beziehungsweise einen Hals fallen lassen oder eine Beizäumung zu fordern. Das wäre einfach noch zu früh. Er hat mir auch empfohlen, ein anderes Trensengebiss zu nehmen und ein hannoversches Reithalfter zu nehmen, weil das auch ein bisschen stabiler im Maul liegt. Also ich hatte jetzt ein D-Trensengebiss, hat er gesagt, das ist für die jungen Pferde nicht so gut.
[21:14] Es gibt natürlich immer viele Meinungen. Ich kam damit ganz gut klar bei AC, aber ich muss wirklich zugeben, ich habe jetzt ein anderes Gebiss drin, dass das besser funktioniert. Und Benni ist sehr viel zufriedener damit. Und auch mit dem hannoverischen Reithalfter sehr viel zufriedener, weil das Gebiss sehr viel ruhiger im Maul liegt. Und ich bin auch jetzt diese Woche nach dem Lehrgang schon zweimal geritten. Ich war noch einmal in der Halle und habe das genau so gemacht und hat wirklich gut funktioniert. Also ich bin ihn wirklich nur getrabt und galoppiert, habe den Fokus auf Takt gelegt und auf vorwärts, also er muss einfach vorwärts gehen. Und wenn er sich so ein bisschen verheddert hat, habe ich das Bein dran gemacht, mich mal einmal kurz reingesetzt und gesagt, komm, du läufst weiter. Und er darf Hirsch, er darf Giraffe, kein Problem. Also er darf die Nase dahin tun, wo er im Moment braucht, um sich auszubalancieren und wenn das dann halt einmal rumhirschen ist, dann ist das so. Und wenn er seine Balance wieder hat und dann ist er ja auch wieder wirklich mit freiem Genick, aber schön nach vorne und losgelassen. Er hat ganz viel geschnaukt, als ich ihn geritten bin und das zeigt mir ja, dass er auch wirklich auch loslässt und dass er auch atmet. Und dann denke ich, dass wir, Herr Wille hat gesagt, mach das mal so zwei, drei Wochen und dann wirst du merken, dass der sehr viel entspannter ist. Wäre jetzt mal eine Frage gewesen, gibt es so einen Zeitstrahl, eine zeitliche Vorstellung? Ich habe damit gerechnet mit der Antwort, nein, gibt es nicht. Aber wenn du sagst, komm, gib erst mal zwei, drei Wochen Zeit, dann ist es ja doch so eine Pi mal Daumen Nummer, dass wir jetzt auch im Podcast wissen, wann kann man denn nochmal nachfragen sozusagen.
[22:42] Ja, ich sage mal so, also man hat ja total das Gefühl, dass Dinge dann auch wirklich vorangehen, wenn ihr sie in Angriff nehmt, aber trotzdem dann mal zu fragen, ist es der richtige Weg und so weiter, Da ist ja dann schon ganz interessant. Wir halten also auch fest, weil meine Frage war ja, was machen denn die anderen, die das schon können, anders oder so? Was ist die Regel? Also es kann schon sein, dass andere vielleicht weiter sind, warum auch immer in der Entwicklung ist möglich. Aber die Lehre ist auf jeden Fall, man darf sich davon nicht kirre machen lassen und nicht so viel auf andere gucken, sondern auf sich selbst. Genau, und man muss immer so ein bisschen gucken, was habe ich denn für ein Pferd? Und es kommt auch immer so ein bisschen auf das Pferd an, wenn ich zum Beispiel Nicole Weidner hat ja auch im Moment diese kleine Stute, die Nuki, die ist genauso alt wie Benni, dreieinhalb, das ist kein Vergleich, wenn man die sieht, dann denkt man so, wow, also die läuft ja wirklich schon super toll und die ist ja schon Reitpferdeprüfungen gegangen mit ihr und wenn sie manchmal Videos schickt, dann denke ich so, ach Gott, was die schon alles kann und die ist genauso alt wie meine. Man kann aber die Pferde nicht miteinander vergleichen. Und man muss immer gucken, was habe ich denn für ein Pferd? Und natürlich könnte ich das mit dem Benni jetzt auch machen. Aber wenn ich möchte, dass er möglichst lange hält und stabil bleibt und nicht kaputt geht, dann lasse ich ihm lieber ein bisschen mehr Zeit. Also man darf nicht denken, ach was, ein nettes Pferd, leider ein bisschen zurückgeblieben. Das wäre der falsche Ansatz. Ja, absolut.
[24:06] Eine Frage noch zu Raimund Wille und dann können wir vielleicht, wobei, also so viele Punkte haben wir ja gar nicht mehr. Einer fällt mir noch ein. Aber bevor wir hoch auf den Berg noch mal kurz gehen, thematisch wäre noch eine Frage. Er hat also Reib und Wille. Er stand ja neben mir. Er war zum Teil sehr laut, weil das warst du jetzt so als so selbstverständlich. Und dann haben wir das gemacht, dann haben wir jenes gemacht. So selbstverständlich war das während der Reitstunde jetzt nicht. Und er musste da schon Zügel loslassen bei einem dreieinhalbjährigen. Muss man erst mal machen. Genau, also das war schon nicht ohne und deshalb, ich habe ja eingangs gesagt, du musstest da schon auch gewisse Impulse überwinden. Also kann man ja vielleicht auch nochmal festhalten, weil wo du es jetzt so erzählt hast, das ist jetzt nicht so deutlich geworden. Also klingt alles schlüssig, aber man muss als Reiter also da auch zum Teil… loslassen können. Und was ich auch mitgenommen habe, ist so dieses am langen Zügel.
[25:06] Mache ich ja bei den jungen Pferden eigentlich nie. Warum eigentlich nicht? Na klar kann ich, ich kann mich da draufsetzen, das habe ich die Woche auch gemacht, ich habe mich draufgesetzt und habe den Zügel an der Schnalle angefasst bei Benni und bin so Schritt geritten und das war fantastisch und der Schritt ging durch den Körper, ich habe ihn nicht festgehalten, ich habe ihn einfach laufen lassen und er hat sich total wohl gefühlt. Und als Reiter muss man auch mal loslassen können, nicht nur bei den jungen Pferden, auch bei den älteren. Ich sehe das ja auch ganz oft, dass viele sich gar nicht trauen, den Zügel an der Schnalle anzufassen. Dass viele immer so ein bisschen den Zügel noch so und man wirkt automatisch mit der Hand auf das Pferd ein. Und eigentlich sollten wir vielmehr die Hand weglassen. Und wirklich mal dem Pferd auch vertrauen. Und dann, wenn man innerlich dem Pferd vertraut, meistens passiert auch nichts. Und ich bin jetzt auch dazu übergegangen, bei Klexi den Zügel an der Schnalle anzufassen. Oh, okay. Und bei AC auch, obwohl AC ja wirklich so, dem traue ich ja am wenigsten. Der springt ganz gerne mal weg. Der AC? Ja, AC ist sehr kuckig, auch bei uns zu Hause auf dem Platz. Wenn andere Pferde da sind, ist es immer okay. Aber wenn er alleine ist, ist er super kuckig und erschreckt sich vor jedem Platz. Und dann auf einmal sieht er, oh Gott, da liegt ja ein Stein.
[26:20] Also da bin ich sowieso vorsichtig bei AC, auch im Gelände. Also AC ist nicht so ganz ohne. Der hat Angst dann wirklich vor allem, weil er immer denkt, oh Gott, das frisst kleine Haflinger. Und auch da versuche ich jetzt wirklich den Zügel immer länger zu lassen, auch wenn ich im Gelände Schritt reite, ihn wirklich mal so ganz lang zu lassen. Habe ich noch nie gemacht. Und da gehe ich jetzt so ein bisschen dazu über, dass ich die Pferde einfach mal so ein bisschen mehr machen lasse. Ich habe ja oder selbst als Laie habe ich ja eine Ahnung, warum Reiterinnen und Reiter das tendenziell eher nicht machen, mit dem Züge langlassen. Wir haben es ja auch eingangs schon gesagt, Stichwort Anlehnung. Eigentlich will man ja dahin. Man hat immer so das Gefühl, das will man erreichen. Und ich weiß gar nicht, wie oft Reim und Wille reingerufen hat in eure Reitstunde. Er muss die Anlehnung selber suchen. Er muss das suchen. Jetzt war das ja, wenn ich es richtig sehe, also in Ansätzen war es zu sehen, oder? Während eurer Reitstunde aber noch nicht so richtig. Also Frage, kommt das, oder andersrum noch, wenn man die Zügel nicht locker lässt, sondern ein bisschen fester nimmt oder ein bisschen enger nimmt, dann ist das ja sozusagen, okay, wenn du es nicht suchst, ich zeige es dir mal, so der freundliche Hinweis. Das hier will ich gerne von dir.
[27:36] Bei dem anderen oder bei der Variante jetzt von dem Reim und Wille ist ja der Gedanke, die werden das schon selber suchen woher wissen die dass die das suchen sollen oder also wird es von alleine passieren mutmaßlich dann früher oder später und werden die das dann auch gerne haben und so weiter weil das ist doch eigentlich was ich meine man hat ja so dass man man macht es ja mit dem zügel nicht locker lassen um dahin zu kommen mit der anlehnung jetzt soll so ein bisschen in anführungszeichen von alleine passieren.
[28:07] Aber offensichtlich eine berechtigte Hoffnung, dass es auch passiert. Ja, das wird ganz sicher passieren. Und das Ziel ist ja, ich will ja das Pferd von hinten nach vorne reiten. Ich will ja dieses Pferd vor meinen Sitz und vor meinen Schenkel kriegen.
[28:20] Und wenn ich erst den Zügel annehme und dann versuche, an meine Hand ranzutreiben,
[28:25] dann geht das nicht mehr. Dann geht das nicht. Also das funktioniert nicht, weil ich dann von vorne nach hinten reite. Und dann werde ich das Pferd nicht vor meine Hilfen kriegen. Und wenn ich die Hand einfach, also wenn ich den Zügel möglichst locker lasse, also eine ganz, ganz leichte Verbindung habe und wirklich die Hand immer nur in der Vorwärtstendenz habe, so aus dem Ellbogen raus locker nachgeben können und wirklich nach vorne reiten, dann wird das Pferd irgendwann diese Hilfe verstehen und wird auch ranziehen an die Hand. Also das ist so dieses Anlehnung suchen, wenn das reell von hinten nach vorne passiert. Und je mehr ich am Anfang Zügel annehme, wird das von vorne nach hinten passieren. Und das funktioniert nicht. Also das wird kein reell gerittenes Pferd werden, sondern der wird sich dann oben hinstellen, was er ja auch schon gemacht hat. Der falsche Knick, dann ist nicht das Knick der höchste Punkt, sondern der dritte Halswirbel ist der höchste Punkt. Und dann wird dieses Pferd nie über den Rücken laufen und nie den Rücken aufwölben beim Reiten. Und jetzt muss ich ihn dahin kriegen, dass er wirklich von hinten nach vorne die Anlehnung an meine Hand sucht. Und die muss dafür einfach ganz ruhig bleiben und darf nicht rückwärts wirken.
[29:36] Ich drücke mal den Themenwechselknopf. Jetzt kannst du es nicht mehr hören oder was? Ich hätte jetzt noch ein bisschen referiert.
[29:44] Narina Roh Der Schwarzwald ist gefühlt taumelt der Schwarzwald in die Ich gehe auch auf die Fasennacht als Nonne Hallemannisch, Stingsbums, Fasennacht, als was? Als Nonne, ist doch klar, oder? Die Alice hat noch eine Also die Schwarzwaldreide kommt ja an Fasennacht, wir gehen auf den Umzug hier bei uns in Aachen auch hin, und ich habe gesagt, ich habe kein Kostüm Ich bringe die Nonne mit, oh ja, sehr geil Da kann ich auch eine Kutte über mein Gesicht ziehen, dann kennt mich keiner. Vielleicht kommt ja noch der Schmied als Schmied verkleidet und dann auch gut. Der wohnt zu weit weg. Ach so.
[30:22] Also die Frage zielt ja eigentlich so ein bisschen darauf, du hast ja gesagt, dass du die Kinder auf dem Berg, die großen Talente auf dem Berg auf die goldene Scherpe vorbereiten willst, was die Dressur angeht. Goldene Scherpe, wichtiger Vielseitigkeits- und Geländewettbewerb. Die Dressur gehört dazu. Gibt es Fortschritte oder liegt es gefühlt im Moment so ein bisschen brach? Ich glaube, es ist so. Also das Wetter war total beschissen. Es sind auch mal Reitstunden ausgefallen oder habe ich es irgendwie falsch abgespannt? Es gibt bestimmt Fortschritte, aber nicht mit mir. Alles klar, genau. Die Kinder reiten super viel Lehrgänge, auch Springen und so und auch Dressur. Also die sind sowieso schon viel unterwegs und wir quetschen diese Dressurstunden halt immer so zwischendurch. Versuchen wir die mal rein zu quetschen, aber es ist noch nicht so viel passiert. Ist denn absehbar, dass es vielleicht mal irgendwie so demnächst, dass mal was terminiert ist und man mal darüber erzählen kann? Vielleicht morgen. Wenn morgen der Platz zu gefroren ist zum Springen, also morgen ist Sonntag, also es ist schon rum, wenn ihr es am Montag hört.
[31:27] Wenn der Platz gefroren ist und nicht gesprungen werden kann, dann haben wir gesagt, dann machen wir morgen Mittag mal ein bisschen Dressurstunde. Alles klar, man sieht schon, die Zeit ist knapp, das Wetter ist ein bisschen eigen und man, also gar nicht so unanspruchslos, das so auszutarieren, dass da alles. Ja, also terminlich ist es halt auch einfach ein Problem, weil wenn ich Zeit habe, sind die halt wirklich oft unterwegs auf diesen ganzen Förderlehrgängen, weil die sind ja alle in Fördergruppen, Kader und so weiter und da wird ja auch, da werden ja viele Lehrgänge, Pflichtlehrgänge oder man kann freiwillig teilnehmen, aber die werden ja auch subventioniert, diese Lehrgänge vom Verband und dann nehmen die natürlich auch teil und manchmal müssen sie halt auch einfach, weil es Pflichtveranstaltungen sind. Ja, weißt du, was ja das Schlimme ist an dem ganzen Bums? Man weiß ja genau, dass es alles schön und gut ist, was die da treiben, aber die Dressur ist halt das ungeliebte Stiefkind und das ist das fünfte Rad am Wagen und irgendwann, irgendwann kriegst du die kaputtgeschlagene China-Vase vor die Füße geknallt und dann heißt es, du darfst jetzt die Scherben zusammenkleben.
[32:35] Mach mal, dass die da irgendwie mit einer, weiß ich nicht, was ist da eine akzeptable Note? Sieben wäre schon gut. Wäre schon gut, dass da die Sieben vorm Komma steht. Aber da reiten ja auch bei der goldenen Scherbe, da gibt es in der Dressur ja auch neuner Noten.
[32:49] Also das Niveau ist schon extrem hoch. Und sieben ist zu wenig eigentlich. Eigentlich, ja. Um vorne mitzureiten ist sieben zu wenig.
[32:58] Aber das wäre so der Anspruch, dass die Kids wenigstens eine sieben schaffen. Das wäre schon gut. Viele Termine, aber die Zeit wird kommen, wo quasi, wo die Dressur dann auch in den Mittelpunkt rückt und dann.
[33:13] Und dann, und es ist ja auch nicht so, dass gar nichts passiert, so immer wenn es geht, schiebt ihr Stunden ein und dann wird gearbeitet und auch auf die Dressur geguckt. Man versteht es ja auch, dass in der Vielseitigkeit die Dressur nicht so ganz im Schaufenster steht. Springen ist halt viel geiler und Gelände ist am allergeilsten. Für die jungen Mädels. Man versteht das ja schon alles, man versteht das ja schon alles. Aber trotzdem, dann bist du, du bist die Ruferin in der Wüste. In der Dressurwüste. Ah ja, bei Hubert arbeitet er auch so ein bisschen an der Tressur, an der Springtressur auf jeden Fall. Apropos Hubert.
[33:51] Nächste Woche habe ich vor, den Benni mitzunehmen. In die Cavaletti-Stunde zu Hubi. Ist das eigentlich, also wäre das Premiere? Ja, na klar. Ach komm, was sagt denn der Benn dann dazu? Das muss ich mal gucken, aber ich nehme ihm zur Gesellschaft noch den Klecksi mit. Ich habe dann mal angefragt, wenn ich mit zwei Pferden komme, ob ich vielleicht eine leere Box haben kann, um ein Pferd in der Zeit da reinzustellen. Und die lieben Paulshöfe haben gesagt, na klar, kein Problem, kannst du aber noch haben. Und dann habe ich mich voll gefreut und dachte so, supi, dann nehme ich den Klecks mit als Gesellschaft, dann ist der Benni nicht so alleine. Und dann ist erst der Benni dran und dann der Klecksi. Das ist ja geil. Mal gucken, ob ich das dann alleine hinkriege. Ich bin ja ganz alleine. Es wäre schon gut, wenn irgendjemand helfen würde. Habe ich meine liebe Freundin Vanessa gefragt, hast du nächsten Sonntagmorgen Zeit? Nö, Samstag bin ich auf der Fasnacht, vergiss es. Alles klar. Danke, liebe Ballerina. Narina Ro. Narina Ro, ja. Narina Ro. Mal gucken, ob ich jemanden verpflichten kann, mit mir zu fahren und mir zu helfen.
[34:50] Ist schon interessant, aber schon, also man versteht auch den Gedanken, der Benni soll nicht so, also das ist schon so ein bisschen unberechenbar, oder? Also er wird jetzt ja nicht völlig austitschen, du fährst ja auch mit ihm regelmäßig nach Achan, aber neue Umgebung, viele Pferde, ein Fragezeichen erstmal. Man muss ihn ja erstmal ausprobieren, was er dazu sagt. Genau, also ich würde ihn mitnehmen und habe auch die erste Stunde schon gebucht, weil ich muss vorher, muss ich ihn einmal in der Halle kurz an der Longe traben und galoppieren lassen, weil so direkt da drauf sitzen ist glaube ich keine gute Idee und da gibt es ja zwar einen Roundpen zum Longieren, aber das ist halt eine andere Umgebung und wenn er so ganz neu ist, ist es mir sicherer, wenn er einfach in der Halle einmal galoppiert ist an der Longe und ich dann erst drauf sitze. Das kann ich nur machen, wenn wir in der ersten Stunde sind und vorher noch keiner da ist. Interessante Sachen, Jenny, kommen auf dich, kommen auf uns, kommen auf unsere Hörer zu. Wer hat am nächsten Sonntagmorgen Zeit, mit mir zu fahren? Und ist nicht bei der Fassenacht als Nonne verkleidet und noch halbwegs nüchtern. Genau, nüchtern, halbwegs, ich fahre ja. Also Restalkohol ist auf jeden Fall, geht. Alles klar. Kein Problem. Gerne auch verkleidet. Da kann man gleich so ein bisschen Gelassenheitstraining für Benni. Kann er auch mal gucken, wenn so der Clown kommt, weißt du? Mit den Clown-Schuhen und der Clowns-Nase oder so.
[36:13] Jo, dann bedanken wir uns fürs Zuhören. Das war Folge 314. Ja, wir sind fertig, oder? Hast du noch irgendwas? Jetzt guckst du enttäuscht. Ja, jetzt guck ich enttäuscht. Ja, so ist es. Alles gut. Wir müssen uns jetzt noch über den Folgentitel unterhalten. Ist ja alles komplizierter geworden hier. Alle Schmiede zu Tinder.
[36:35] Alle meine Bekannten sind alle Singles und haben jetzt alle einen Kerl bei Tinder kennengelernt. Und wenn wir uns dann alle treffen, ich hab schon gesagt, dann wird das ja ein Tindermann treffen. Und dann hast du gesagt, als ich gesagt hab, du gehst mit, und dann hast du gesagt, nee, du gehst da als Single hin.
[36:53] Okay. Was? Du hast gesagt, ich soll da alleine hingehen. Du gehst nicht mit mit den ganzen Tindermännern. Mit den Tindermännern? Also, ja, ja.
[37:03] Aber du willst ja immer in die ganzen Handys gucken und dann mal so für die anderen immer mal so eine halbe Stunde rumtindern. Und du machst denen dann den Algorithmus kaputt, weißt du? Das ist doch eigentlich die Wahrheit. Das ist ein Riesenspaß, wenn ihr euch, aber wir schwimmen jetzt gerade raus. Es hat auch gerade so gar nichts mit Pferden zu tun. Wir könnten vielleicht mal so einen Tinder-Podcast machen oder sowas. Ich gucke da ja voll gerne, wer da so, was da alles so keucht und fleucht auf dieser App. Und du hast schon gesagt, dass du dir irgendein Prepaid-Handy kaufen willst, Um einen Tinder-Account zu machen. Nur fürs Tindern. Ich habe ja gar nichts dagegen, aber ohne, dass dann quasi das zu Ende getindert wird. Weißt du, was ich meine? Nein, das will ich ja gar nicht. Ich will dir nur gucken. Weißt du, ich will dir gar nichts machen. Ich will nur gucken.
[37:44] Ach, wir bedanken uns fürs Zuhören. Aber ernsthaft lernt man denn heute jemanden kennen, wenn nicht auf Tinder? Zu unserer Zeit war das noch anders. Wir haben uns im echten Leben kennengelernt. Aber heutzutage ist das, glaube ich, echt schwierig. Das hat ja jetzt mit Pferde-Podcast nichts mehr zu tun. Das ist mir jetzt aber gerade so eingefallen. Das ist wie Pferde, kaufst du auch online. Früher standen die Pferdeanzeigen in der Cavallo, weißt du, zu verkaufen und dann hast du da angerufen und kann ich mir den mal angucken. So habe ich damals den Wildfang gekauft. Wollen wir jetzt mal die Hörers mal verabschieden damit? Aber ich wollte nur sagen, das war so eine geschriebene Anzeige in einer Pferdezeit. Und dann habe ich da angerufen und bin da hingefahren und habe ihn gekauft. Heute wird getindert. Heute wird getindert, geihorst und getindert. In diesem Sinne, danke fürs Zuhören. Tschüss.
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