
Die neueste Episode unseres Pferdepodcasts ist da – und sie steckt voller spannender Geschichten, wertvoller Tipps und einem Hauch von Erkältungsviren (Vorsicht!). Vor allem aber gibt es jede Menge Inspiration und aktuelle Updates zu unseren quirligen Vierbeinern AC/DC, Klex und Benny.
Unser Gast: Social-Media-Star Lara Holzmann
Diesmal haben wir einen phantastischen Gast aus Österreich: Lara Holzmann (25), die mit ihrem Welsh-Pony Mr. Jim-Dandy (genannt Dandy) ein TikTok-Phänomen erschaffen hat. Ihr Tanzvideo zur La-La-La-Challenge wurde bereits von mehr als 100 Millionen Menschen gesehen und hat es sogar ins US-Fernsehen geschafft!
Lara gibt uns exklusive Einblicke in ihre Karriere als Social-Media-Influencerin, die mit der Liebe zu Pferden begann und mittlerweile ein erfolgreiches Business umfasst. Neben ihren viralen Videos bietet sie unter ihrem eigenen Label „Dandywear“ Reitmode an – darunter eine exklusive Reitleggins. Ihre Community von mehr als 400.000 Followern begleitet sie täglich auf YouTube, TikTok und Instagram.
Authentizität statt Perfektion
Besonders wichtig ist Lara, dass sie nicht nur die glanzvollen Seiten ihres Lebens zeigt. Sie dokumentiert ihren Alltag mit Dandy authentisch und nimmt ihre Follower mit in den Stall, auf Ausritte sowie zu Pferdeshows und Messen. Ihr Ziel: Ein ehrliches Bild der Pferdewelt vermitteln.
Auf ihrer Website beschreibt sich Lara selbst mit diesen Worten:
„Es gibt viele Begriffe, die meine Arbeit beschreiben, aber nur wenige, die die facettenreiche Natur meiner Tätigkeiten vollständig erfassen. Deshalb beginne ich lieber so: Hallo! Ich bin Lara, ich bin 25 Jahre alt, komme aus Österreich und drehe gerne Videos für Social Media, zusammen mit meinen Pferden und weiteren Tieren. Ich stecke hinter dem Account @dandylearns, den ihr auf Instagram, TikTok & YouTube verfolgen könnt und biete Unternehmen damit eine effektive und authentische Möglichkeit, ihre Produkte oder Dienstleistungen einem engagierten und leidenschaftlichen Publikum zu präsentieren.“
Ein kleiner Fun Fact am Rande: Lara ist sich sicher, dass ihr kluges Pony Dandy genau wüsste, wie erfolgreich ihre Videos sind – und dass er als Gegenleistung eine ordentliche Menge Möhren erwarten würde.
Hier siehst Du die Video-Weihnachtsfolge, die wir dieses Jahr mit Europameisterin Carmen Vollbach, Nicole Weidner und ihrem Daniel aufgenommen haben:
Winter, Wetter & Turnierplanung
Neben dem inspirierenden Interview mit Lara sprechen wir in dieser Episode auch darüber, welchen Einfluss das kalte Winterwetter auf das Verhalten von Pferden hat. Außerdem wagt Jenny einen ersten vorsichtigen Blick auf die Turnierplanung für dieses Jahr. Hör unbedingt rein – wir wünschen viel Spaß mit der neuen Folge!
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Hier geht’s zum vollständigen Transkript der Folge:
[0:00] Das ist der Hafer- und Bananenblues. Das ist das, was jedes Pferd haben muss.
[0:07] Jenny, Folge 318. Der Arbeitstitel ist so irgendwas mit, die mit dem Pferd tanzt. Werden wir gleich erklären, die Hintergründe. Aber bevor wir inhaltlich einsteigen, die Frage an dich. Weißt du, was das Schönste ist am Kranksein? Nee, das habe ich noch nicht rausgefunden. Das Jammern. Ich jammer ja gar nicht so viel. Aber du musst das mal ausprobieren. Aber du weißt ja, wie das ist, wenn Männer Schnupfen haben. Also es regnet. Männer gehen raus, haben keinen Schirm, braucht keinen Schirm. Dann kommen sie wieder rein, kriegen Schnupfen und sterben. Ja, genau. Aber also bis dahin, weißt du, ist ja noch das Jammern. Und das ist dir auf unerklärliche Weise ziemlich fremd. Und du musst es mal ausprobieren. Das hat auch was Feines. Meinst du, ich soll ein bisschen mehr jammern? Ja. Das ist schön. So, man kann mal, weißt du, ohne dass sich jemand… Ich bin schon wieder krank. Es geht mir auf den Wecker. Erst hatte ich Halsweh, dann hatte ich kein Schnupfen. Jetzt habe ich Schnupfen, aber kein Halsweh. Das ist ja auch doof. Vielleicht, also, ja, what’s next, ne? Ist dann die Frage, die sich da anschließt. Schnupfen und Halsweh gleichzeitig. So. Jenny ist vielleicht auch… Also, erstmal muss man wissen, liebe Hörers, Jenny ist krank.
[1:28] Theoretisch hättest du ja auch den Klecks machen können und die Sache mit dem gelben Zettel. Machst du aber nicht. Bist du nicht der Typ dazu? Und vielleicht ist das auch mal was, was man, bevor wir hier den Manni spielen lassen, unseren Orchestermusiker einfach mal erwähnen kann, dass, ich sag mal so, wenn man es kann und krank ist.
[1:47] Hauen sich ja viele auch völlig zurecht und es ist auch völlig legitim ins Bett. Also gehen zum Arzt, lassen sich krankschreiben, gehen ins Bett. Wenn man Pferde hat … So wie du, noch im Selbstversorger-Modus, also so einfach ist es nicht. Das macht ja schon was mit einem, oder? Also es ist immer so ein bisschen auch eine Frage der Perspektive, wenn man quasi so eine Verpflichtung nicht hat. Also wenn ich die Pferde nicht versorge, muss ich ohnmächtig oder im Koma irgendwo liegen, sonst geht es immer.
[2:16] Genau, es geht immer. Aber weißt du, also ist immer eine Frage auch der Perspektive, wenn man es kann und sozusagen in einem Büro ist. Also da kann man das ja sogar zu einem Akt der Nächstenliebe stilisieren, so nach dem Motto, ich bin so fürsorglich. Ich könnte mich ja vielleicht ins Büro schleppen, aber ich würde ja die anderen auch anstecken. Und dann ist man auch dazu angehalten, zu sagen, bleib mal lieber im Bett. Also das macht schon was. Weißt du, was ich meine? Also ich muss auch sagen, es ist auch anders. Als ich noch angestellt war und war krank, dann war ich halt dann auch krank. Dann habe ich den ganzen Tag doch rumgelungert, im Bett gelegen und es war so schön, mir keinen Kopf zu machen. Ich muss ja dies noch machen und jenes noch machen. Ich kann mir das gar nicht leisten, krank zu sein, weil ich muss ja. Doch, ich habe ja Termine und dann bin ich krank und dann liege ich mal eine Stunde im Bett und dann komme ich jetzt nochmal eine halbe Stunde an. Schreiblich ist ja nicht so weit, kann ich in der Pupslochhose hingehen und dann ist das Aber so richtig entspannen und krank sein, das ist irgendwie, deswegen, ich will ja auch gar nicht krank sein. Aber nicht, dass du so. Ich bin ja auch nicht krank, ich habe einen Schnupfen. Meine Güte, das ist ja jetzt nicht krank. Du klingst schon so ein bisschen so, wie soll ich sagen. Aber krank ist anders.
[3:25] Okay, also nicht, dass das falsche Vibes bekommt. Es ist völlig okay, wenn man krank ist, dass man dann ins Bett geht und zum Arzt und sich krank schreiben lässt. Das war ich, ja.
[3:34] Jenny, aber so dieses, das, was man Kindern immer sagt, so nach dem Motto, du willst gerne ein Tier haben, Aber da musst du aber auch immer und da gibt es aber nicht irgendwie, jetzt will ich mal in die Disco, jetzt will ich mal dies, jetzt will ich mal das. Also das ist so ein bisschen Anschauungsunterricht, selbst mit Ü50. Wie Ü50? Wer ist denn Ü50? Also ich jetzt, theoretisch. Manni? Wer ist Ü50? Der U40-Podcast, der einzige, der hier Ü50… Der UU-Podcast ist es, unter 100 sind wir alle. Der Einzige, der hier Ü50 ist, ist der Manni, unser Orchestermusiker. Und wir lassen den jetzt mal spielen. Wir sagen nach der Pferde-Podcast-Hymne,
[4:18] was wir uns alles vorgenommen haben. Für seine 54 sieht er aber echt noch gut aus. Kaum falten und so.
[4:23] Music.
[4:43] Wir reichen so einen halben gelben Zettel ein für dich diese Woche, okay? Dass man so ein bisschen Nachsicht und so weiter. Also andere hätten gesagt, ach, Podcast wird auch überschätzt. Und, aber solange du noch multitasking kannst, Das haben jetzt die Hörers nicht sehen können, weil wir ja kein Videopodcast sind. Aber ich rede hier und das Handy macht irgendeine Zuckung, auf lautlos gestellt, aber nicht auf tot. Und dann guckst du da, es ist furchtbar. Hallo. Ja komm, das ist doch nicht so schlimm. Ich habe nur gerade geguckt, wer unseren Reel geliked hat. Ich habe den Reel selber noch nicht gesehen. Wollte ich mal draufklicken, was ist denn das eigentlich für ein Reel? Das führt uns zum ersten Thema oder zu einem der Themen, über die ich mal sprechen wollte. Ich lag heute im Bett und dann kriegt man ja manchmal von dem Handy so automatisiert KI-mäßig Themen in die Timeline gespült. Und unter anderem ich jetzt heute Morgen Erinnerungen an das Haflingerturnier 2022 in Hessen vom hessischen Haflinger Zucht- und Sportverein auf der Ronneburg. Richtig, auf der Ronneburg. Du mit der Scherpe, du und unsere Lieblings-Europameisterin Nicole. Und dann habe ich gedacht einfach, bevor ich mir jetzt die Diskussionen gebe, da habe ich ja meine Falte zu viel im Gesicht. Oh nee, das will ich nicht und so. Ich habe es einfach gepostet. Oh Gott. Weißt du? Ja, ja, genau. Da gucke ich auch wieder so bescheuert aus der Wäsche. Kann sein.
[6:10] Als ich Champion geworden bin. Oder der AC. So sieht es aus. Silbertour-Champion waren wir da. Und ich dachte, wir könnten ja vielleicht mal so einen kleinen Lupschi riskieren auf das Turnierjahr 2025.
[6:24] Was weiß man denn schon, worauf hofft man? Was weiß man, was garantiert nicht kommt? Ist ja immer so ein bisschen, ich habe schon gelernt, du wolltest das Thema schon wieder kaputt reden. Ich finde es gut. Ich weiß ja noch gar nicht so genau, was kommt. Es ist ja noch gar nicht so viel draußen an Ausschreibungen. Also bis Ende März sind die Ausschreibungen draußen. Und davon habe ich zwei Turniere genannt. Eins mit dem AC, eins mit dem Klexi. Ruhig. Ich wollte nur das Stichwort droppen. Darüber reden wir kurz. Wir reden auch über das Thema, also über das Thema krank sein wollen wir natürlich nicht reden. Aber wir reden auch so ein bisschen über das Thema krank sein im Winter mit den Pferden. Weil die Sache mit dem Schnee verlässt uns gerade nicht im Schwarzwald. Das ist so ein bisschen hartnäckig. Aber heute scheint die Sonne. Blauer Himmel. Es ist schön. Also es ist wirklich schön. Aber man kann trotzdem ja mal so ein bisschen darüber reden, Also was macht das A mit Pferden, so diese Keltwinter-Hösener und auch was… Hösener.
[7:24] Kälte, Winter. Neues Wort erfunden. Auch das, was Carina Hanisch in der vergangenen Folge so erwähnt hatte, so nach dem Motto, wenn es so kalt ist, dann sind die jungen Pferde immer lustig, dann muss ich mich anschnallen und so weiter.
[7:38] Also kennst du das auch? Was muss man da so beachten? Was gilt es da im Blick zu haben? finde ich ja auch aus Laien-Sicht mal ganz interessant, ehrlich gesagt. Du hast schon gesagt, dass bei dir, also dass auch die Haltungsform, also wie werden die Pferde gehalten und so weiter, da eine sehr große Rolle spielt. Können wir vielleicht auch nachher mit anfangen. Und wir haben einen fantastischen Gast, nämlich die liebe Lara, ihres Zeichens Influencerin und Unternehmerin aus Österreich. Und sie hat, also um es kurz zu sagen, sie hat mit ihrem Welsh Pony Dandy die 100 Millionen Marke bei TikTok geknackt und man kennt sie jetzt auch in den USA, die mit den Pferden tanzt und es ist eine irre Geschichte. Bitte nachmachen. Also hier ist ja keiner Ü50, also du bist auch jung, du hast drei Flitzpiepen da rumstehen, tanzen, reich werden. Los.
[8:36] Ja, okay. Ja, alles klar, so machen wir es. Jenny, dann fangen wir doch mal an, wie immer, mit deinen drei Pferden. Und ich finde diese Frage ja wirklich ganz interessant, so daran anknüpfend, was die Top-Dressurreiterin Carina Harnisch bei uns so erzählt hat. So nach dem Motto, ins Gelände gehen. Ich muss da einmal zweimal drüber nachdenken, was ist das für ein Pferd bei diesen knackigen Temperaturen? Da sind die zum Teil sehr lustig unterwegs. Und die Gefahr, dass man da im hohen Bogen in den Dreck gesetzt wird, steigt sozusagen bei solchen äußeren Bedingungen. Du hast gesagt, bei dir ist das nicht so. Warum? Nee, heute nicht mehr. Ich kenne das noch von früher, als so diese Offenstallhaltung noch nicht so Thema war, sondern als die Pferde halt auch noch viel in den Boxen standen und tagsüber mal ein paar Stunden aufs Paddock, ja, ja.
[9:31] Aber also ich habe festgestellt, die Pferde sind immer draußen, die können sich immer bewegen, wie sie wollen, die können auch galoppieren, die können auch bocken. Das machen die auch, ja. Das machen die auch und deswegen, ich merke keinen Unterschied, wenn ich jetzt ins Gelände gehe, ob Sommer oder Winter ist. Also das ist für mich völlig egal. Die Pferde sind wie immer. Also ob es jetzt minus drei Grad hat oder plus 30, das ist egal.
[9:51] Bei 30 Grad sind sie ein bisschen gechillter, aber da geht keins irgendwie wegen der Temperaturen, dass es dann rumbockt oder so. Das habe ich nicht. Also rumbocken ist schon drin, aber aus anderen Gründen sozusagen. Aus Spaß an der Bewegung und gut drauf sein, aber dann ist es egal, was es für eine Temperatur hat. Aber ich kenne das auch noch von ganz früher, als ich anfing zu reiten, also ich bin doch schon ziemlich alt, da standen die Pferde noch in Ständen. Also diese Anbindehaltung. Und es war wirklich diese Schulfärde in der Reitschule, wo ich Reiten gelernt habe. Das war mitten in der Stadt. Da gab es keine Koppel, da gab es keinen Paddock. Die Pferde haben den ganzen Winter den Himmel nicht gesehen. Die sind aus ihrem Ständer raus, in die Reithalle, Unterricht und wieder rein. Und die hatten ab Samstagmittag bis Montagmittag, hatten die frei.
[10:36] Wie grausam. 48 Stunden stehen und angebunden sein. Furchtbar, ja. Also man kann sich das heute gar nicht mehr vorstellen. Und die waren lustig. Montags, mittags. Immer. Und wenn die die erste Stunde draußen auf dem Reitplatz hatten, das war auch immer lustig, wenn die das erste Mal wieder den Himmel gesehen haben. Und da gab es nichts mit vorher ablongieren oder so, sondern draufgeschnallt, Reitstunde. Okay, sofort wieder runtergeflogen. Ja, also jetzt wollen wir Carina Hanisch um Gottes Willen nicht unterstellen, dass sie ihre Pferde immer noch in Ständerhaltung hat. Also das Gegenteil wird der Fall sein. Aber okay, also es hat, ich sag mal so, wenn die jetzt so rumwaltern wie deine da am Fuße des Klosters, dann trägt das schon deutlich zur Entspannung bei. Und wir wissen aber schon auch, dass das sozusagen, also dass das halt nicht,
[11:20] also dass nicht jedes Pferd in Deutschland so gehalten wird. Ja, und das sind auch die modernen, hochwertigen Dressurpferde und so, dass man die jetzt nicht bei minus fünf Grad auf die Koppel schickt, wo die sich vielleicht die Haxen brechen können. Das sehe ich auch ein, das verstehe ich auch total.
[11:37] Die stehen wahrscheinlich irgendwie in Paddockboxen oder so, aber trotzdem ist natürlich dieser Bewegungstrang ist natürlich trotzdem da, auch wenn… Wenn die Pferde relativ artgerecht gehalten werden, so wie es denn halt geht, wie es die Umstände halt dann zulassen. Und die wissen ja nicht, wie preis sie sind. Genau, das wissen die ja nicht. Deswegen, es kann schon sein, dass wenn man die auf die Koppel lässt, ich stand mal in einem Stall, da haben die bei Minusgraden, okay, jetzt machen wir die Koppeln auf. Konntest du nicht hingucken. Also ich habe mich nie getraut, da hinzugucken und mein Pferd ist da auch nicht mit galoppiert. Da habe ich immer gesagt, es ist mir viel zu gefährlich. Das kann ich total verstehen, wo die Pferde natürlich Spaß haben. Wenn die aber immer draußen sind, dann ist es was anderes. Dann haben die keinen Grund, einfach mal so loszubocken oder so, weil sie haben es ja immer. Deswegen ist es viel, viel besser, wenn man diese Haltung dann halt für 24 Stunden hat und dann kommen die Pferde gar nicht auf die Idee, darum zu spaßen und sich vielleicht die Haxen zu brechen. Also dieses Gefühl, da könnte was passieren, das hast du jetzt gar nicht so präsent. Das ist wie so eine Art Dauer-Dings, das Leben ist risikoreich. Ich denke da schon auch mal drüber nach, wenn ich manchmal auf der Kamera sehe, wie die da rumalbern und dann galoppieren die durch den Stall und so. Ja, die Alternative ist, ich sperre sie ein und das ist für mich keine Alternative. Und natürlich, es kann immer alles passieren, nichts ist einfach tot umgefallen. Und keiner konnte was dafür.
[13:03] Und ich denke nicht so oft darüber nach, was alles passieren kann und natürlich sind die Pferde auch wertvoll, also sowohl finanziell als auch im emotionalen Sinn, aber trotzdem kann ich sie ja nicht, kann es nicht verhindern. Hier im Schwarzwald sagt man, das hebt schnett. Da kannst du nichts dran machen, wenn du willst, dass deine Pferde glücklich sind. Ich wollte gerade sagen, die Schwarzwälder sind ja sehr lustig darin, Worte zu erfinden. Wir hatten schon mal irgendwo, hatten wir schon mal so einen Sprachkurs hier im Pferde-Podcast gemacht. Also wer jetzt dazu kommt, das Hebschnitt, das ist Kannste mal mein Pferd, Hebe. Das war auch, als wir das zum ersten Mal gehört haben, war das schon auch sehr lustig, wo man so denkt. Entschuldigung. Gesundheit. Gesundheit.
[13:50] Entschuldigung. Andere, da sind wir bei dem Thema, wir bitten um Nachsicht. Andere Podcasterinnen hätten einen gelben Zettel eingereicht, aber wir halten hier durch. Das Hebschnitt. Auch wenn es jetzt nochmal passiert und da ist gerade schon Luft geholt. Das Hebschnitt, wenn es jetzt nochmal. Du kennst es, oder? Wenn die Nase juckt und man will niesen und es geht nicht. Ja, ja, ich kenne es aber auch, wenn man es verhindern will und es geht nicht. Das ist noch schlimmer, verhindern. Oder wenn du gerade ein Gummibärchen im Mund hast und du niest das Gummibärchen an die Windschutzscheibe von deinem Auto. Und es bleibt da kleben. Das ist mir auch schon passiert. Ich habe mal den Themenwechsel. Fühl dich frei. Das Gummibärchen klebt übrigens immer noch. An der Windschutzscheibe. Ja. Und mein Kaugummi an der Außenseite der Autotür. Der geht auch nicht mehr ab. Ist jetzt kein… Ist ernst? Ja, ist ernst. Ich weiß ja, dass man das nicht darf. Man darf den Kaugummi ja nicht aus dem Auto spucken. Und deswegen mache ich das immer. Ich nehme den aus dem Mund, mache die Scheibe so ein bisschen runter und dann schmeiße ich den da so, lasse ich den da so fallen, obwohl man das nicht darf. Und der hat dann irgendwann, hat der geklebt da am Auto und es ist dann irgendwann nicht mehr abgegangen. Da habe ich jetzt Kaugummi im Auto. Jetzt ist es dir zu eklig, dein eigenes Kaugummi da abzuknibbeln. Ja, aber frisst du kein Brot? Stört ja niemanden.
[15:10] Meine Güte. Können wir mal eins weiter. Was macht denn dieses Ganze? Also wir haben gelernt, deine Pferde sind eigentlich, trotz Winterwetters, trotz Schnee auf dem Platz und so weiter, ganz entspannt. Wir haben in der kleinen Folge unter der Woche auch so ein bisschen, da hast du sehr, Ja, mal wieder so eine kleine Unterrichtsstunde im Podcast gegeben. Gerne nochmal nachhören. Da ging es um das ruhige Angaloppieren und auch um das ruhige dann, also gesittet vom Galopp in den Trab durchparieren und so weiter. Heute gibt es jetzt mal keine Reitstunde, aber mal so generell gefragt, was machen denn so diese äußeren Bedingungen mit deinem Dressurtraining und mit deinem Training mit den drei Jungs, weil, da kommen wir gleich auch noch kurz drauf, Man hat ja schon so im Hinterkopf, demnächst geht es dann irgendwann mal los mit den Turnieren. Mit AC und Klecks hast du auch schon die ersten Nennungen bei der FN gezeichnet und so weiter. Also da gibt es schon so Termine gedanklich im Kalender und man muss dazu sagen, da am Kloster, wo du stehst, ist ja alles schön und gut, aber es gibt halt keine Halle, haben wir auch schon ein paar Mal erwähnt und so weiter.
[16:24] Und die Tage mit den Pferden werden jetzt so lang und länger in dem Sinne, als dass sich das so ein bisschen sehr verteilt. Also so dieses Kompakte, ich fahre da jetzt mal drei Stunden hin und dann habe ich alle abgefrühstückt. Das geht im Moment irgendwie nicht. Ja, also letzte Woche hatten wir ja gefühlt, oder nicht nur gefühlt, tatsächlich glaube ich 48 Stunden am Stück Regen. Und das flutet auch unseren Platz, obwohl der wirklich schon gut ist. Man kann den wirklich fast immer benutzen, aber da waren es halt einfach zwei Tage. Man will auch nicht reiten bei zwei Grad und strömendem Regen. Also man ist halt sofort nass und krank, wie man hört. Und da waren wirklich zwei Tage, da ging halt gar nichts. Also ich habe meine Regenpause genutzt, um ins Gelände zu gehen. Das ging dann. Also wirklich den Benni als Handpferd mitgenommen.
[17:08] Auf Klexi drauf gesessen und mit dem AC nochmal alleine gehen. Aber so wirklich Dressurtraining ging nicht. Jetzt habe ich heute Morgen, gestern Abend, habe ich mir den Platz nochmal so schön gefahren und dachte, wenn es so ein bisschen friert, kann ich vielleicht heute Morgen reiten. Mit AC ging das, also AC konnte ich reiten, aber mit Klexi traue ich mich dann nicht, weil das schon, diese Schnipsel sind so ein bisschen angefroren und dann mit den Hufeisen, die stollen dann auch auf, wenn keine Grips drin sind. Also sammelt sich Schnee drin an? Ja, diese Schnipsel sammeln sich dann drin, wenn die halt noch so ein bisschen gefroren sind. Und das macht dann halt auch tiefe Löcher, wenn dann so Brocken im Eisen hängen bleiben. Und dann bleibt natürlich ein Loch zurück.
[17:50] Und deswegen habe ich den Klecksi nur ein bisschen longiert. Und jetzt gucke ich mal, jetzt haben wir vier Grad und Sonne. Vielleicht kann ich heute Mittag den Benni noch ein bisschen reiten. Muss ich erst mal gucken, wie der Platz so ist. Ansonsten bei dem Kleinen mache ich mir überhaupt gar keinen Kopf. Dann wird der halt mal vier Tage nicht geritten. Das macht überhaupt gar nichts. Okay, also das ist dann schon so ein bisschen, wo du dann einfach da auch entspannt rangehst. Aber ich sage mal, wenn man jetzt so eine Carina Harnisch wäre mit so Ambitionen von einer Carina Harnisch, dann ist das so quasi… Die Ambitionen habe ich ja auch. So, alles klar. Das ist jetzt kein Spaß. Natürlich. Aber ich bin natürlich auch realistisch, dass ich das nicht mehr schaffen werde in meinem Leben, in den Nationalkader zu kommen. Das ist dafür… Die Ambitionen sogar auch. Ja, die hätte ich auch. Alles klar, verstehe. Na klar, wenn ich 30 Jahre, naja, 10 Jahre jünger wäre, dann hätte ich diese Ambitionen auch, ganz ehrlich. Dann würde ich auch wirklich gucken, kann ich mir so ein Pferd kaufen, das halt auch diese Qualität hat, um da ganz oben mitzumischen. Dann würde ich das, ich kann das total nachvollziehen und total verstehen, dass man da ganz nach oben will.
[18:54] Wer bezahlt das? Na du, ist klar, gell? Ja. Nein, aber es ist alles gut, so wie es ist und wenn die Pferde halt auch nicht immer draußen sind, musst du sie ja auch jeden Tag bewegen. Ich sehe das ein bisschen lockerer, weil ich ja weiß, wenn die sich bewegen wollen, dann machen die das einfach. Und deswegen bin ich da auch ein bisschen entspannter mit, ich muss da jeden Tag Training machen. Nee, muss ich nicht. Also das macht auch nichts, wenn die mal drei Tage nichts machen. Plexi wird halt nur immer fetter dann. Aber okay, ich verstehe, das ist tatsächlich ja dann so ein bisschen Fluch mit Segen. Wenn man auf der einen Seite die hundertprozentige Kontrolle hat und die stehen immer im Warmen und im Trockenen und man kann die rausholen, wann immer man will, dann hat man im Zweifelsfall halt diesen schönen Effekt nicht, dass du sagst, die können sich auch mal selber miteinander verdullen. Also das ist halt tatsächlich, was von beidem will man denn jetzt. Und die pferdefreundliche Variante ist, glaube ich mal, zweifelsohne das, was die Jungs da jetzt haben. Also muss man so sagen. Ja, auch obwohl, also ich gebe ja zu, ich habe auch schon bei diesem Wetter, dann habe ich schon den Gedanken, oh, so drei Paddockboxen, geile Haller.
[20:00] Wer dachte, der Longier-Zirkel, großer Reitplatz, das wäre auch geil. Also so ein kleines bisschen wehmütig bin ich da schon, dass ich so denke, oh, bei so einem Wetter wäre das halt auch schön, dass du jetzt einfach reiten kannst und dir nicht Gedanken machen musst, ist das jetzt zu viel gefroren oder nicht? Oder ist zu viel Wasser oder nicht? Oder kommt es von oben, kommt es von unten? Egal. Also ja, das habe ich auch. Ist wahrscheinlich immer so diese ganz normale menschliche Regung, so das, was man gerade nicht hat. Da guckt man so ein bisschen sehnsüchtig hin. Und wenn ich reich wäre und die Welt wäre ein großes Blumenbeet, so wie für Elon Musk oder so, dann würde ich mir da… Ich wüsste, wie meine Reitanlage aussehen würde. Ich wollte gerade sagen, oder? Und ich hätte keine Einsteller.
[20:44] Alles für mich gehört mir, mir, mir, meinen. Wenn, dann höchstens ganz ausgesuchte Einsteller. Da können jetzt mal alle drüber nach. Jetzt zeigst du dein wahres Gesicht. Du reißt dir gerade im Fieberwahn selbst die Maske runter. Ich habe gar kein Fieber. Nicht, dass das jetzt gerade unsympathisch wird. Wieso? Ich glaube, dass ganz viele mich verstehen können. Vor allem die Stallbesitzer können mich, glaube ich, verstehen. Ich wollte nicht tauschen. Den Job wollte ich nicht machen. Stallbesitzer sein? mit so vielen verschiedenen Befindlichkeiten und Charaktere. Also jeder liebt sein Pferd natürlich sehr, sehr, sehr, und will immer das Beste für sein Pferd. Aber das kann, glaube ich, für so einen Stallbesitzer ganz schön anstrengend sein. Das wäre, glaube ich, auch mal ein geiles Interview hier im Pferdepodcast, wenn wir den Heiko hier einfach mal hinpflanzen würden. Und wir wissen ja, dass der Heiko vielleicht nicht den Podcast hört, aber seine Lebensgefährtin hört den Podcast. Also die Einladung ist hiermit ausgesprochen, dass man so einen Heiko hier mal hinsetzt und dass der ihm einfach mal erzählt.
[21:41] Aber der Heiko ist ja gechillt. Der ist ja echt gechillt, was so Einsteller angeht. Absolut. Ich glaube, der hat ja die richtige Einstellung dazu. Aber trotzdem kann der, glaube ich, eine ganze Menge Geschichten erzählen von verrückten Pferdeweibern. Die sind meistens sogar die Mädels. Würde ich mal so sagen, oder? Die dann aber dies und das und auch jenes haben wollen. Am besten alles gleichzeitig und morgen wieder anders. Und die nächste Fahrt geht rückwärts. Also ich glaube, der könnte viel erzählen. Das stimmt, ja. Aber ich weiß nicht, ob wir den hierher kriegen in den Podcast. Ich würde auch, ich könnte mir vorstellen, dass das Interview auch noch lustiger wird, wenn man so 7 bis 23 Tannenzäpfle dazu spendiert, dass man so ins Reden kommt vielleicht. Also wir alle, meine ich jetzt. Achso, wir alle. Ja, wir alle. Dass man so mal, komm, wir reden jetzt auch mal Klartext und lassen mal die Diplomatie weg. Nichts guterisch, sondern mehr so Klartext. Soll ich mal den Tipps? Machen wir den Tipps, bevor wir uns jetzt hier, genau, ganz ohne Alkohol Kopf und Kragen reden.
[22:48] Machen wir das und gucken noch mal so kurz. Du hast schon gesagt, es gibt gar nicht so furchtbar viel. Hier gibt es nichts zu sehen. Gehen Sie weiter. Aber das Turnierjahr 2025 hat ja für Carina Hanisch auch noch nicht so ganz angefangen, haben wir gelernt.
[23:02] Und man weiß auch einfach noch nicht alles, was ist so geboten. Bei manchen Sachen weiß man es aber schon. Wir hatten ja den lieben Peter Schreier hier im Interview und wissen, dass es zumindest von den Altenstädtern zum Beispiel.
[23:15] Kein Haflingerturnier geben wird. Und so wie es aussieht, wird es Gar kein Hafi-Turnier dieses Jahr. Also ich wüsste nicht, vielleicht oben im Norden, ob Haden steht oder so, die machen immer nochmal so ein Hafi-Turnier, ist für uns aber eindeutig zu weit. Also das ist durch ganz Deutschland fahren, das machen wir nicht für ein Haflinger-Turnier.
[23:32] Von daher ist es immer so ein bisschen sowas so auf Sicht fahren oder wie machst du das? Du guckst dann immer so in gewissen Zeiträumen, was wird denn so ausgeschrieben? Man hat so bestimmte Sachen im Hinterkopf und da guckst du dann und was könnte mir in den Kram passen? Ja, ich kenne ja mittlerweile hier so die Umgebung auch schon und weiß auch, wo ich auf gar keinen Fall nochmal hinfahre. Es gibt so ein paar Turniere, da fahre ich ganz sicher nicht mehr hin, die halt wirklich für den AC und auch für den Klecks teilweise wirklich anstrengend waren wegen des Viehzeugs. Also hier gibt es ja schon so Gegenden, wo ganz, ganz viel Mücken sind und so, was in Rheinnähe ist, Rheinebene. Und das kann ich mir einfach sparen, weil das für die Pferde, die sind, also vor allem mit dem AC brauche ich auf so ein Turnier nicht zu fahren. Und mit dem AC will ich auch jetzt eigentlich so relativ viel, so bis Ende Mai. Und dann ist für den, glaube ich, die Saison auch schon wieder rum, weil der kein Sommerpferd ist.
[24:25] Also der läuft im Sommer auf dem Turnier auch nicht so gut, weil der mit der Temperatur und vor allem halt mit der Sonne und mit den Fliegen nicht so gut zurechtkommt. Und öfter auch mal hustet, wenn die Luft so warm ist und staubig und das tut dem nicht so gut. Deswegen ist es ein Winterfährt und da versuche ich wirklich so die Turniere jetzt am Anfang oder ans Ende der Saison zu legen. Okay, das bedeutet also, und du hast ja auch schon jetzt für den März, geht’s los? Genau, jetzt am 8. März haben wir das erste Turnier. Anfang März, genau. Und mehr ist noch nicht ausgeschrieben. Ende März haben wir eins mit dem AC, da gibt es nur zwei L-Tressuren. Und da werde ich mit dem Klexi nochmal an den Start gehen und mal gucken, wie er sich so…
[25:11] Und du hast auch gesagt, dass du auch in diesen höherwertigeren L-Dressuren auch mit ACDC antreten willst. Also du bist da jetzt, das Kriegsbein mit L begraben. Nein, also das sind auf dem Turnier da im März, das sind zwei L-Dressuren auf 60 Meter. Genau. Und die werde ich, zumindest eine davon werde ich auf jeden Fall reiten auf 60 Meter auf Kandare. Und dann ist am nächsten Tag sind noch zwei M-Dressuren. Ich muss einfach mal gucken, wie er dann so drauf ist, ob er zwei Prüfungen zwei Tage hintereinander schafft. Das ist schon immer sehr anstrengend für die Pferde. Und dass ich vielleicht nur jeden Tag eine Prüfung reite, das reicht dann auch. Jenny, reicht dann auch? Für gelben Zettel eingereicht? Hast du gut durchgehalten, würde ich sagen. Sind wir schon fertig? Wie wolltest du noch? Echt? Wolltest du noch? Ich war einfach mir so kurz vor. Es gibt auch wirklich nicht so viel zu erzählen diese Woche, weil wie gesagt, das Wetter war echt eklig. Und dann habe ich nicht so viel gemacht und war halt krank. Ich bin so krank. Ich kann mal ein bisschen jammern, oder? Ja, du hast noch nicht einmal gejammert. Also du hast ein paar Mal genießt, aber du jammerst halt nicht. Heute Morgen bin ich schon eins geritten. Hab schon gemistet und hab schon die kleine Eva auf dem Turnier ein bisschen gecoacht, dass die da ordentlich durch die Dressur kommt. Hat sie geschafft, 6,6. Wir sind ganz stolz.
[26:26] Und jetzt noch schnell mal gucken, ob ich den Benni jetzt noch halten kann. Du redest schon so wie im Fieberwahn. Da merkt man schon so dieses Rechtfertigungsding irgendwie. Ich hab ja schon dies gemacht und jenes gemacht. Dann sind wir echt schon fertig. Und ich könnte ja auch noch ein bisschen was von der kleinen Eva und sonst was vom Pferd erzählen. Nee, es ist alles gut. Chill doch mal. Jammer ein bisschen rum, leg dich ins Bett. Ich würde mich jetzt gerne ins Bett legen. Ja, oder in die Badewanne. Kippst du erst so ein Glas Big Vaporub rein und dann dich selber. Und so, weißt du, also es ist doch okay.
[26:57] Hier, nur die Harten kommen in den Garten. Wir sagen jetzt… Hallo und herzlich willkommen. Wir haben nämlich noch einen Gast bei uns im Pferde-Podcast. Und das ist die liebe Lara aus Österreich mit einer unfassbaren Geschichte. Denn Lara ist, so wie wir auch, bei TikTok und sie hat da, wolltest du nochmal niesen, nur gehen, sie hat absolut den Vogel, sie hat den sogenannten Vogel abgeschossen mit einem Video mit ihrem Welsh Pony Dandy. Und sie ist die, die mit dem Pferd tanzt und es ist mehr als 100 Millionen Mal angeschaut worden. Gerne mal bei uns auf die Homepage gehen, da würden wir dieses Video auch verlinken und da ist auch, also man kann das fast so sagen, dieser Erfolg in sozialen Medien hat auch so ein kleines Business angestoßen bei ihr. Also es ist eine irre Geschichte und wir denken uns jetzt die Nationalhymne dazu.
[28:00] Quatsch. Wir denken uns jetzt die Eurovisionshymne dazu, denn wir schalten Österreich dazu in unseren Pferde-Podcast und sagen Hallo und herzlich Willkommen.
[28:10] Lara aus Österreich, die mit ihrem Insta- und TikTok- und YouTube-Account Dandy Learns ausgesprochen erfolgreich ist. Hallo Lara. Hallo, ich freue mich irrsinnig, dass ich dabei sein kann. Ich war tatsächlich noch nie irgendwo in einem Podcast zu Gast. Also das ist wirklich Premiere für mich. Deswegen bin ich auch ein bisschen aufgeregt und bin gespannt, über was wir heute so sprechen werden. Wir müssten aufgeregt sein, Lara.
[28:38] Um dir so ein bisschen vielleicht die Scheu zu nehmen und die Nervosität zu nehmen, kann ich vielleicht kurz erklären, wie es dazu kam, dass ich dich überhaupt angeschrieben habe. Weil ich weiß gar nicht, ob du dir das so klar gemacht hast, aber es gibt tatsächlich so ein paar Parallelen zwischen uns, weil du bist ja Influencerin, du bist in den sozialen Netzwerken unterwegs, Instagram, TikTok, YouTube und so weiter. Wir machen einen Podcast, aber wir machen eigentlich schon ein bisschen auch ähnliche Dinge, weil wir jeweils ein junges Pferd begleiten und das so ein bisschen dokumentieren. Was ist der Werdegang von dem jungen Pferd und so weiter. Und wir machen ja, obwohl wir ein Podcast sind, sind wir ja auch bei YouTube und TikTok und Insta und so weiter unterwegs. Und das erste Mal bin ich über dich gestolpert, tatsächlich wegen der Schlagzeile, wegen der du wahrscheinlich auch, im Moment total oft angesprochen wirst, dieser Millionen-Hit bei TikTok. Klar sprechen wir da auch gleich drüber.
[29:48] Und wir haben das, also das muss ich vielleicht auch kurz sagen, also wir haben einmal ein Video gehabt bei TikTok, das die Ein-Millionen-Marke durchbrochen hat. Aber über eine Million kannst du ja nur müde grinsen. Nein, das auch nicht. Okay, aber trotzdem. Du hast ein Video gelandet. Also wie oft ist es angeschaut worden oder ausgespielt worden bei TikTok? Ich glaube, wir sind jetzt tatsächlich bei 107 Millionen Aufrufen. Also es ist schon eine Hausnummer.
[30:26] Mit dem habe ich auch überhaupt nicht gerechnet. Also wie du sagst, so eine Million, das erreicht man hier und da einmal ganz selten mit einem Video. Aber alles darüber hinaus ist einfach undenkbar und unbeschreiblich. Und das ist wirklich eigentlich in der ganzen Welt angezeigt worden. Wahnsinn. Es kam bei dir ja, also bei dir kommt ja noch hinzu, ich habe gelesen, das ist sogar dann auch im Fernsehen ausgespielt worden in den USA. Also unsere TikTok-Geschichte, um da einen kurzen Haken dran zu machen und nur, dass du das auch weißt. Also wir hatten ein Video mal, das war so ein 15 oder 20 Sekünder. Unser Haflinger, um den es in unserem Podcast in erster Linie geht, hat ein Baustellenradio, was so auf der Bande von der Reithalle stand, mit seinen Lippen, mit seinem Pferdemaul quasi lauter gedreht. Und das war sowas wie der perfekte Schnappschuss so ein bisschen. Worum ging es in deinem Video? Weil wir wollen natürlich, davon träumt glaube ich jeder, der da unterwegs ist, also eine Million ist gut, mehr als 100 Millionen sind besser.
[31:36] In meinem Video geht es darum, oder es ist eigentlich ein Trend, den wir sozusagen nachgemacht haben. Da gibt es ein Video von Sam, ein Lied von Sam Smith, das nennt sich La La La. Ich weiß nicht, ob du das vielleicht kennst. Klar, kennst du. Genau und daraus ist so ein Trend entstanden auf TikTok, wo Personen einfach dazu tanzen. Also es sind immer zwei oder drei Personen. Eine Person ist direkt nah an der Kamera und lip-synct und die andere tanzt ganz verrückt und ganz komisch dazu. Also jetzt wirklich ohne Rhythmus einfach irgendetwas. und ich habe mir gedacht, weil mein Pony doch sehr, sehr viele Tricks auch kann, warum probieren wir diesen Trend nicht mal zu zweit? Und dann habe ich ihn geschnappt und wir haben das Video abgedreht und dann ist das wirklich so ein Hit geworden, weil natürlich, also die Medien berichten von einem tanzenden Pferd. Das ist es ja natürlich so nicht jetzt eigentlich, wenn man das so anschaut als Pferdekenner. Aber die Tricks haben wir da wirklich gut einarbeiten können.
[32:36] Okay, also du hast mit deinem Pferd Tricks geübt und es war dann ein Teil des Videos sozusagen. Man konnte die ganz gut einbauen und so kam dann irgendwie eins zum anderen so ein bisschen. Genau, ja. Also wenn es sein Part war, vor der Kamera zu stehen, also das hat immer so abgewechselt. Einmal die Person vor der Kamera, einmal das Pferd vor der Kamera und eben der andere Teil jeweils im Hintergrund. Und immer wenn das Pferd vorne war, hat er halt den Trick Smile gemacht. Da flämt er so in die Kamera. Sieht natürlich aus, als würde er den Text dazu sprechen. Und das hat natürlich viele Leute begeistert, weil vor allem Leute, die jetzt nicht mit Pferden irgendetwas am Hut haben, die können sich das sowieso nicht erklären, wie man das dem Pferd beibringt oder wie das Pferd das machen kann. Beispielsweise gibt es auch eine Sequenz im Video, wo er einfach rückwärts geht, so im Takt natürlich. Und da schreiben die Leute drunter, ja, das Pferd macht einen Moonwalk. Dabei ist das eigentlich eine sehr einfache Übung, die man dem Pferd halt ganz schnell beibringen kann in der Freiarbeit. Verstehe, alles klar. Also du profitierst ein bisschen davon, dass viele der Zuschauer jetzt das nicht ganz so genau wissen, wie das mit den Pferden so genau funktioniert. Man muss aber auch dazu sagen, dass diese TikTok-Challenge ja eigentlich jetzt keine Challenge war, so nach dem Motto, mach lustige Sachen mit deinem Tier. Sondern ich glaube, da sollten eigentlich Menschen miteinander tanzen und du hast halt dein Pferd genommen. Genau, genau so war es, ja.
[34:01] Okay, verstehe. Es ist nicht nur bei TikTok ausgespielt worden, sondern auch noch im Fernsehen. Wie bekommt man sowas mit? Von Österreich aus? Man muss es ja auch dazu sagen, du bist ja nicht in, also wir sind ein deutscher Podcast, du bist aber nicht in Deutschland zu Hause, sondern in Österreich in der Steiermark, ne? Genau. Das war gar nicht erwähnt. Genau, ja. Also das mit den Anfragen hat eigentlich gestartet mit Meme-Seiten. Das war ganz interessant. Habe ich auch nicht gewusst, dass da so eine Nachfrage dahinter ist bei solchen Trends. Da haben mir ganz viele Meme-Seiten die Rechte abkaufen wollen zu dem Video oder einfach die Rechte für sich beanspruchen, damit sie das anderen Seiten weiterverkaufen können. Und ich glaube, mit der steigenden Reichweite von diesem Video auch in den USA haben das natürlich dann verschiedenste Sender und Nachrichtenreporter aufgefasst. Gefasst und mir ist da ganz einfach über meine Collaboration-Anfrage E-Mail, also eine Nachricht eingegangen von beispielsweise Fox News in Cleveland und die haben das dann eben in ihrer Morningshow gezeigt und auch in Deutschland bei, ich glaube, Punkt 12 ist es gezeigt worden und jetzt eben morgen haben wir auch einen Videodreh für das regionale Fernsehen bei uns in Österreich. Also das hat schon, okay, also das hat schon richtig was gemacht.
[35:22] Darf man das, also, reden wir über große Summen? Also, oder musst du noch arbeiten? Nee, anders. Ich würde über diesen wirtschaftlichen Aspekt, weil ich glaube ja tatsächlich, dass so dieses, also es fing ja eigentlich so an, dass du den Werdegang deines Welch Ponys, denn die so ein bisschen dokumentieren wolltest, oder? Genau, das mache ich auch weiterhin. Ja, genau, das machst du auch. Und du bist nicht angetreten,
[35:50] um daraus ein Geschäft zu machen, oder? Also das war nicht der Gedanke. Nein, ursprünglich nicht. Also ich habe angefangen, da war ich noch in der Schule, habe das nebenbei gemacht eigentlich. Hier und da auch mal längere Pausen, wenn Schularbeiten, Prüfungszeit war. Und erst eigentlich so neben meinem Vollzeitjob im Marketing und Sales habe ich da angefangen, wieder zu posten, auch regelmäßig zu posten. Und dann hat sich das eben so entwickelt. Aber ich muss auch ehrlich sagen, dieses Video, das jetzt so extrem viral gegangen ist, Das ist ein Video, das eigentlich überhaupt nicht typisch für unseren Account ist, weil ich eben eher Wissenswertes rund ums Pferd zeige, eher Tipps und Tricks oder unseren Stallalltag, die Ausbildung von meinem Welchbony auch. Also ich habe ihn bekommen, da war er zweieinhalb Jahre alt. Ich habe die Leute bei der gesamten Ausbildung eben auch mitgenommen.
[36:40] Und ja, dieses Video war eigentlich nur ein Versuch, zu schauen, ob etwas Lustiges quasi auch ankommt. Und das ist dann halt wirklich so eingeschlagen. Monetär, muss ich dazu sagen, habe ich mit dem Video 0 Euro verdient, weil man auf TikTok in Österreich nicht in diesem Partnerprogramm sein kann. Also das existiert bei uns leider nicht.
[37:01] Demnach habe ich damit auch nichts verdient. Und auf TikTok kann man in Österreich, soweit ich weiß, auch gar nichts verdienen. Es sei denn, man macht Livestreams und bekommt da die Geschenke von den Zuschauern. Okay, also jetzt reden mal die TikToker so unter sich so ein bisschen. Also auch für unser Millionen-Video, auch wenn es jetzt keine 100 Millionen waren, sondern nur eine Million. Also wenn wir nichts dafür bekommen, ist eigentlich ganz ähnlich. Es war auch jetzt nicht besonders typisch für uns oder nicht das, was wir mit unserem Podcast wollen. Und das stelle ich manchmal auch so fest. Also manche Sachen laufen bei TikTok oder in anderen Netzwerken total super, aber wo ich denke, naja, eigentlich, also mit dem Podcast hat es eigentlich gar nichts zu tun so großartig. Also das ist so ein Effekt irgendwie, wo ich auch dachte, interessant eigentlich. Jetzt kann man sich darüber freuen, wie viel Verbreitung man da hat, aber so richtig was davon haben. In dem Sinne, viele Leute hören den Podcast jetzt mehr. So war es bei uns zum Beispiel gar nicht. Aber wie ist es denn bei dir? Weil wenn ich es richtig verstanden habe und du kannst vielleicht auch selber einfach mal erzählen, wie das so war, hat sich bei dir ja schon so ein Business daraus entwickelt aus dieser Social-Media-Geschichte.
[38:14] Hatte das jetzt nur was mit dem Video zu tun oder womit hatte es zu tun? Und ist es überhaupt so? Oder ist der Eindruck richtig? Du bist schon so eine professionelle oder halb professionelle Influencerin und du verdienst damit schon Geld? Genau, ich verdiene schon Geld damit, aber das hat nichts mit dem Video zu tun. Ich bin seit Anfang 2024, also jetzt gerade ein bisschen mehr als ein Jahr, eigentlich selbstständig in dem Bereich.
[38:41] Natürlich haben sich die Aufrufezahlen, die Engagementzahlen etc. Da durch dieses Video verdoppelt, verzehnfacht. Ich weiß es gar nicht genau. das schon, aber da das ja auch nicht nur im deutschsprachigen Raum so war, sondern wirklich weltweit, also es waren ganz viele asiatische Kommentare, es waren ganz viele englische Kommentare, also im englischen Raum, teilweise Schriften, die ich nicht mal entziffern kann, bringt mir das natürlich jetzt als Influencer bei meiner Reichweite für meine Werbekooperationen nicht wirklich viel, weil das gar nicht meine Zielgruppe ist, die ich ursprünglich erreichen möchte oder wollte damit. Mhm.
[39:23] Okay, verstehe. Hat sich denn an deinem Konzept so, also wenn ich es richtig verstanden habe, du willst schon auch dokumentieren, dein Welsh Pony, Dandy, haben wir noch gar nicht so, also ist der Star ja auch so ein bisschen, also das so ein bisschen zu zeigen, was du mit ihm machst, das ist ja schon eine der Grundideen von deinem Account. Und ich habe auch mal so ein bisschen durchgeguckt. Du bist auch viel unterwegs. Du nimmst deine Follower mit auf die Termine, bei denen du so bist. Das sind auch Messen, das sind auch Pferdeschauen und, und, und. Also viel rund ums Pferd. Wie würdest du dein eigenes Tun da so beschreiben? Also wenn man dir folgt, was bekommt man dann da und was ist deine Idee dahinter? Also ich zeige auf jeden Fall unseren Alltag. Ich nehme die Leute, wie du schon gesagt hast, überall hin mit. Sei das jetzt eine Pferdemesse, auf der wir mit unserem eigenen Stand sind. Ich habe ja seit letztem Jahr auch einen eigenen Online-Shop mit eigenen Produkten. Sei es verschiedenste Reisen, die sind bei uns natürlich alle in die Richtung Pferd angelehnt, weil das natürlich meine Passion ist und auch die meiner Mama. Mit der mache ich das zusammen. Das ist ganz schön, dass man das Hobby teilen kann. Man sieht aber ganz, ganz viel aus dem Alltag. Also wir sind Selbstversorger, wir haben einen eigenen Stall, machen da wirklich alles selbst. Also ich stehe jeden Tag in Gummistiefeln im Stall und misste da den Dreck aus.
[40:49] So glamourös ist es dann auch nicht bei uns. Von der Heuanlieferung bis hin zur medizinischen Versorgung, da ist wirklich alles dabei. Und ich glaube, das ist es auch, was die Zuschauer dann so interessiert, weil sie eben von der Pferdeausbildung über lustige Videos bis hin zum ganz normalen Alltag mit den Pferden alles sehen und da überall direkt hautnah dabei sein können. Cool. Und das ist dann, ich sage mal so, das gucken dann nicht 110 Millionen Menschen eine treue Followerschaft, die sagt, ich will gucken, wie Lara dies macht, jenes macht. Es gibt einfach viele Pferdeleute, die sich auch dafür interessieren. Also kann ich mir irgendwie einen Tipp holen? Solche Dinge. Genau.
[41:37] Genau sowas. Also wir haben zum Beispiel auch einen eigenen Reitplatz gebaut. Da habe ich die Leute in einer Videoreihe mitgenommen. Jetzt kommt die Videoreihe online, wie ich die Reitleggins, also ich habe eben meine eigene Reitleggins designt und entwickelt. Der Shop ist erst seit Oktober 2024 online, also noch alles sehr, sehr frisch. Diese Videoreihe kommt jetzt online, also wirklich von der Produktidee über die Entwicklung bis hin zur Produktionsfindung, Ups und Downs. Also da ist wirklich alles ganz nahbar auch dabei und wird gezeigt, genauso wie es war. Und ich glaube, ja, das ist es auch, was die Leute wirklich interessiert. Nicht immer diese heile Welt, sondern auch wirklich die Dinge, die gezeigt, also dass auch wirklich Dinge gezeigt werden, die schieflaufen vielleicht auch. Oder wenn sich ein Pferd verletzt, wie das versorgt wird. Also ganz vieles Unterschiedliches einfach. Also ein total breites Themenspektrum, was du da so abhandelst und auch durchaus auch mal Rückschläge, also nicht nur schöne heile Welt, sondern du zeigst eben einfach alles und bist da total transparent, das habe ich kapiert.
[42:48] Diese Idee sozusagen, auch eigene Produkte an den Start zu bringen, kommt es dann auch so ein bisschen aus der Beobachtung heraus, okay, ich habe hier jetzt so eine Follower-Schaft und daraus könnte man was machen? Das wäre zumindest ein sehr naheliegender Gedanke. Ja, also das war eigentlich schon der Grundgedanke, als ich angefangen habe mit diesem Influencer-Dasein. Also ich habe, wie gesagt, ganz normal einen Vollzeitjob gehabt, Ich habe 40 Stunden in Marketing und Sales gearbeitet und habe dann eben gemerkt, als die Reichweite mehr wurde, dass da auch Unternehmen aus dem Pferdebereich, aus dem Tierbereich dahinter sind, die eben da auch wirklich Geld dafür zahlen würden, dass ich ihre Produkte zum Beispiel zeige oder ihre Dienstleistungen promote. Und genau das Gleiche war dann auch mit den eigenen Produkten. Es war schon immer so eine Herzensangelegenheit oder ein Herzenswunsch, der irgendwo so in meinem Hinterkopf angefangen hat zu reifen.
[43:50] Dass man eben ein eigenes Produkt mal designt. Und bei Reitleggins war es halt wirklich so, ich ziehe fast jeden Tag eine Reitleggins an. Und bei jeder Reitleggins, die ich habe oder hatte, habe ich so ein paar Dinge gemerkt, die mir eben nicht so gut gefallen haben oder die teilweise von der Qualität her nicht gepasst haben, die vielleicht auch für den weiblichen Körper gar nicht so vorteilhaft waren. Und deswegen habe ich mir gedacht, das kann ich auch und das kann ich vielleicht sogar besser, wenn ich meine Ideen der jahrelangen Ride-Leggings-Nutzung da einfließen lasse. Und dann habe ich mich da wirklich drüber getraut und habe eigentlich meine gesamten Ersparnisse in die Hand genommen das letzte Jahr und das da rein investiert in den eigenen Traum.
[44:38] Ich wollte gerade sagen, das klingt ja nach so einem, also ich glaube viele Pferdemädchen oder so könnte ich mir vorstellen, die auch solche Träume haben, die denken sich so tausend und eine Nacht, alles super. Aber ich glaube, das ist halt tatsächlich auch mit Risikobereitschaft verbunden, mit Geld investieren und auch mit der Gefahr, das Geld, was man investiert, dass es eben verloren geht. Also das ist schon so eine Sache, nicht so ganz ohne, aber bei dir ist es gut gegangen. Ja, also es ist noch am Werden, sagen wir mal so. Ich habe es ja, wie gesagt, erst seit Oktober 2024 jetzt online und bin gerade am Aufbauen der Marke. Also die Marke nennt sich Dandy Wear,
[45:22] abgeleitet vom Instagram-Namen oder Nutzernamen generell Dandy Learns. Dandy ist ja, wie schon gesagt, mein Pony. und da ich ihm alles zu verdanken habe, habe ich mir gedacht, er muss natürlich auch in den Markennamen mit rein.
[45:36] Und ja, also ich bin im Aufbauen. Wir fahren auf Messen mit den Produkten und bringen das raus in die Welt. Die Nachfrage ist auf jeden Fall da und ich freue mich natürlich über jeden einzelnen Verkauf. Also ich packe auch alle Bestellungen selbst. Das ist natürlich schon ein irrsinniger Aufwand jetzt nebenbei noch zu dem Job jetzt mit Social Media.
[45:58] Aber mir macht es irrsinnige Freude. Also ich muss ehrlich sagen, dass Bestellungen verpacken, dieses eigene Produkt dann reinzulegen in dieses Paket und das dann zu versenden an die Leute und denen damit eine Freude zu machen, das erfüllt mich persönlich noch viel mehr, als jetzt die Videos selbst zu machen. Ich weiß nicht warum, aber ich habe auch nicht gedacht, dass das wirklich passieren wird und dass ich das so toll finde. Aber es ist wirklich jedes Mal, also ich muss jetzt schmunzeln, wenn ich daran denke. Es ist einfach toll. Vielen Dank. Aber wir halten fest, du bist noch nicht Millionärin, sondern du bist auf dem Weg dorthin. Und du hast eben gerade das Schlagwort Dandy Learns ja auch schon gesagt. Also Dandy, das ist der Name deines Ponys. Und dieses Pony ist, glaube ich, bis jetzt in unserem Gespräch auch noch ein bisschen zu kurz gekommen. Ich habe in der österreichischen Pferderevue ja gelesen, da bist du auch gefragt worden, wenn Dandy ein Geschäftsmann wäre, was würde der denn zu all dem sagen? Und da hast du geantwortet, also wenn der Spitz kriegen würde, dass du mit seinem Video zum Beispiel Geld verdienst, der würde schon Ansprüche anmelden. Ja, auf jeden Fall 50 Prozent in Möhren, ganz sicher.
[47:12] Dandy, sag ganz kurz, ist ein Welsh-Pony und eigentlich, also du hast jetzt gerade gesagt, als du angefangen hast mit Social Media, da war schon ein Plan dahinter. Du bist da nicht ganz planlos reingestolpert. Aber zu Dandy bist du ja schon gekommen. Das war nicht so ganz geplant. Ich würde sagen teilweise, aber eher jetzt explizit nicht. Nein, also Dandy ist ein Welsh B-Pony. Die werden maximal 1,37 Meter oder 1,38 Meter groß.
[47:44] Wollte ich nie. Ich wollte auch nicht einen Hengst von Anfang an, aber ich glaube… Wollte ich nie, ich wollte nie einen Hengst. Genau, das passiert dann immer einfach so. Das ist tatsächlich auch ein bisschen aus einem traurigeren Anlass heraus entstanden, weil mein damaliges Pony leider ganz unerwartet verstorben ist. Und wir dann nach ein paar Monaten wieder auf Pferdesuche waren, beziehungsweise war da eigentlich meine Mama eher dahinter und meinte, hey, komm, schau dich mal um. Für mich hat es sich damals immer angefühlt, dass würde ich mein damaliges Pony, also das verstorbene Pony, so ein bisschen, wie soll ich das jetzt sagen, hintergehen? Ich weiß nicht, das war das Pony, mit dem ich aufgewachsen bin einfach. Und das hat sich für mich nicht gut angefühlt, da jetzt irgendwie in den Stall zu fahren, ohne dass das Pony da war. Meine Mama hat mich dann eben, wie gesagt, Wir haben wirklich so ein bisschen aufgerafft und auch dazu genötigt, dass wir wieder auf Pferdesuche gehen. Und dann haben wir uns viele Pferde auch angesehen, aber da waren halt nie wirklich das Pony jetzt dabei, wo man sagt, das passt gut. Und dann auf der Heimreise von einer Besichtigung, von einem Probereiten, habe ich dann über Willhaben. Das ist wie es so Kleinanzeigen nur in Österreichisch oder Kleinanzeigen quasi aus Österreich.
[49:10] Habe ich den Dandy entdeckt und wollte da auch am Anfang gar nicht hinfahren, weil er so eine ganz spezielle Blässe hat, die durch seine Nüstern verläuft. Und seine gesamte Blässe sieht aus wie so ein J, wenn man sich das vorstellen mag und kann. Und ich habe das vorher noch nie gesehen und habe mir gedacht, komisch. Komisch weiß ich jetzt nicht, wie ich mit dem umgehen soll und habe es dann wieder gelassen. aber wir sind dann wirklich hingefahren nach einem Gespräch auch mit meiner Mama und, Das war dann eigentlich Liebe auf den ersten Blick, weil wir sind dorthin. Er stand in einer Box und hat dann gleich, als wir hingekommen sind, die Ohren angelegt und Drohgebärden irgendwie in unsere Richtung gemacht und hat halt richtig Charakter gezeigt. Okay. Und ich fand das so lustig und so, ich weiß nicht, er hat einfach irgendwie rausgestochen dadurch. Es ist total, es hört sich total blöd an auch teilweise, aber wir haben den raus… Also es war jetzt kein Einladen mit dem Liste. Nein, nein, überhaupt nicht. Es war überhaupt nicht einladend, aber es hat so Charakter gezeigt einfach und er war auch nicht bösartig. Also das muss man auch dazu sagen, das war eher so ein Bluff. Er hat halt einfach gezeigt, dass ihm das überhaupt nicht passt, dass er da jetzt in der Box stehen muss.
[50:26] Und dann haben wir ihn eigentlich, ja, ich glaube, zweimal noch besichtigt, weil ich mir eben unsicher war. Und dann haben wir ihn aber doch gekauft. Und im Endeffekt ist es dann halt eben der Hengst geworden, der zweieinhalbjährige, den man auch nicht reiten konnte damals. Was aber eigentlich ganz gut war, weil ich da so vom Boden aus, also mit der Bodenarbeit, Freiarbeit, beim Spazierengehen, einfach jetzt auch eine ganz andere Bindung aufbauen konnte mit ihm, als wenn ich jetzt einfach drauf losgeritten wäre. Und ich habe das, glaube ich, auch ein bisschen gebraucht durch den Verlust von meinem anderen Pony noch, diese Pause. Und du machst viel so Tricks mit ihm auch und so, ne? Genau, das habe ich von Anfang an wirklich schon angefangen, weil wir eben nicht reiten konnten. Das Anreiten bei Welch-Pony ist auch immer relativ spät erfolgt. Also ich glaube, ich habe da erst mit… Viereinhalb oder fünf Jahren so ein bisschen angefangen, mit ganz vielen Pausen immer, weil die relativ spät Entwickler sind. Wie geht es denn jetzt bei dir sozusagen? Gibt es konkrete weitere Termine, Pläne, wie es so weitergeht oder hat man sich das auch so ein bisschen so vorzustellen?
[51:33] Gibt es auch so geregelte Tagesabläufe so ein bisschen? Ja, eigentlich schon, oder? Ja, auf jeden Fall. Also ich habe einen ganz strukturierten Plan, weil ich sonst nicht nachkommen würde, jeden Tag ein Kurzvideo beispielsweise hochzuladen und einmal in der Woche ein YouTube-Video. An meinen YouTube-Videos sitze ich nämlich alleine, was den Schnitt angeht, zwischen fünf und sechs Stunden, bis das fertig ist. Da ist der Drehtermin noch gar nicht eingerechnet. Also da fließt schon sehr, sehr viel Zeit rein. Und ich arbeite jetzt viel mehr als jetzt in meinem vorherigen 40-Stunden-die-Woche-Job, also Vollzeit-Job. Was mich aber eben nicht stört, weil es natürlich jetzt für mich selbst ist und ich lebe ja quasi mein Hobby jetzt auch in meiner Arbeit aus. Da ist es eher so, dass man wirklich, wenn man im Stall ist, sich auch mal extra die Zeit nehmen muss, um zu sagen, jetzt lege ich das Handy weg, jetzt genieße ich die Zeit und es ist nicht Arbeit. Also es ist ganz interessant, wie sich das entwickelt. Kannst du das denn? Also das kriegst du schon hin. Ja. Weil die Grenzen sind ja schon total fließend. Ja.
[52:39] Ja, es ist schwierig, aber vor allem, wenn ich merke, ich bin jetzt sehr angestrengt, ich will einfach nur den Kopf ausschalten, also ich lasse das Handy nicht zu Hause, einfach wegen der Sicherheit, aber ich stecke es ein und nehme es mit und gehe dann mit dem Dandy in den Wald ausreiten und da habe ich sowieso keinen Empfang, also keinen Internetempfang und dann bin ich auch wirklich mal offline und bin weg und das ist, glaube ich, auch sehr, sehr wichtig, dass man das macht. Absolut, weil das ist ja, ich sage mal so, das ist ja sozusagen der Grund, warum sich viele Menschen ein Pferd kaufen und also um genau das zu erreichen, offline sein, sich nicht damit irgendwie abschalten können. Und ich kann das sehr gut verstehen, dass bei dir, also dass die Versuchung quasi immer da ist, dann Inhalte zu produzieren. Und aber also das finde ich total sympathisch, dass du das offensichtlich hinbekommst, auch da so eine Grenze zu ziehen. Muss man, glaube ich, auch aber wirklich machen, weil sonst wäre es, also es wäre ja schlimm, wenn du die Freude daran verlieren würdest, einfach die Freude daran, mit deinem Pferd zusammen zu sein. Ja, also das ist wichtig. Das ist natürlich auch für das Pferd und für die Beziehung zwischen Mensch und Pferd, glaube ich, auch ganz wichtig. Weil man merkt schon beispielsweise, wenn ich jetzt den Dandy beim Longieren abfilme und ich eben in einer Hand das Handy halte, in der anderen Hand die Longe. Die Peitsche kann ich sowieso nirgends mehr unterbringen, die liegt dann am Boden. Klappt auch so.
[54:04] Wie schnell das Pferd dann auch merkt, dass man nicht mehr zu 100% bei der Sache ist. Das ist wirklich, also der Dandy ist auch sehr intelligent, würde ich mal sagen, weil der versteht die Tricks zum Beispiel auch eh sinnig schnell und er checkt aber auch total schnell, wenn ich eben, wie gesagt, nicht hundertprozentig bei der Sache bin. Dann bleibt er meistens stehen oder kommt gleich ganz zu mir rein. Und da merke ich dann auch oft, das stimmt. Es ist schon wichtig, eben das Handy auch wegzulegen, weil die Beziehung auch, glaube ich, irgendwo darunter leidet und dieser ganz hundertprozentige Fokus aufs Pferd schon sehr wichtig ist. Total.
[54:41] Lara, das ist alles super sympathisch, was du erzählst. Alle Daumen sind gedrückt, dass das mit deinen Social-Media-Inhalten, mit den Videos und vor allen Dingen aber auch mit deiner Kollektion, die du am Start hast, dass es alles gut funktioniert. Wir könnten wahrscheinlich noch stundenlang weiterreden. Das liegt immer so ein bisschen in der Natur der Sache, dass aber irgendwann auch, dass man einfach dann vielleicht sagen muss, jemand, der da noch tiefer eintauchen will in deine Welt.
[55:11] Das kann man ja auch wirklich einfach an der Stelle super machen, dass man sagt, es gibt eben die Möglichkeit dazu, genau das zu tun. Du hast einen tollen YouTube-Kanal, man kann dir folgen bei Social Media. Wir würden das alles verlinken, auch auf unserer Seite. Gibt es irgendwas, was dir noch am Herzen liegt, was wir jetzt vergessen haben beim Reden? Wenn nicht, auch nicht weiter schlimm, dann haben wir einen guten Job gemacht. Aber manchmal ist es ja so und es wäre mir jetzt nicht recht, wenn du sagen würdest, Mensch, jetzt reden wir hier eine halbe Stunde, aber darüber haben wir nicht geredet, obwohl es mir total wichtig ist. Nein, eigentlich nicht. Also das Wichtigste wurde gesagt. Ich muss nochmal erwähnen, das Ganze habe ich meinem Pony zu verdanken, weil der eben überall dabei ist und alles mitmacht und halt auch so eine witzige Persönlichkeit ist, dass Leute ihn gerne zuschauen.
[56:03] Ich bin froh über diese Beziehung, die wir aufbauen haben können in dieser letzten Zeit und es ist einfach ein Wahnsinn, dass durch dieses Pferd, durch meinen Freund, meinen Tierfreund quasi, mir jetzt eine Karriere dadurch ermöglicht wird.
[56:19] Also ich bin einfach extrem dankbar dafür, muss ich jetzt auch mal so sagen. Und wenn irgendjemand Fragen zu uns hat, könnt ihr mir auch gerne einfach auf Instagram schreiben beispielsweise. Ich bin da auch immer ganz bemüht, dass ich wirklich, auch wenn es etwas dauert, jedem Einzelnen persönlich antworte und mir da die Zeit nehme und auch mal diskutiere eventuell oder mich einfach gerne mit den Leuten unterhalte, weil ich glaube, das macht Social Media auch so ein bisschen aus. Total. Und irgendwie, also das ist eine Erfahrung, die wir auch gemacht haben, also man hat, Viele positive Begegnungen, auch einfach durch Social Media. Man hat auf einmal Kontakt mit Leuten, mit denen man vorher so nie Kontakt gehabt hätte und so. Geht uns auch so und ich finde das auch ganz toll, dass du das so für dich und für deine Arbeit sagst, weil du bist ja jetzt noch mehr auf diese Plattformen und so weiter fokussiert, auf Insta und so ist jetzt nicht unsere Kernkompetenz sozusagen. Sagen und also das finde ich total sympathisch und ich kann das auch aus eigenem Erleben sagen, ich habe dich ja auch einfach angeschrieben bei Insta und du hast geantwortet und wir haben uns total nett unterhalten heute. Dafür wirklich vielen Dank für das spannende Gespräch. Das hat sehr viel Spaß gemacht, Lara. Danke dir. Danke für die Einladung. Hey, cool, das war mein allererster Podcast.
[57:44] Ja, und es hat so, es hat sich nicht angehört wie dein allererster Podcast. Du solltest es häufiger machen. Dankeschön. Lara Holzmann und ihr Dandy bei uns Pferde-Podcast. Jenny, das war Folge 318, die mit dem Pferd tanzt. Wir bedanken uns fürs Zuhören. Bist du noch da oder bist du schon weggedämmert? Ich bin doch da. Ich sehe nur gerade, dass jemand uns in seiner Story erwähnt hat vom Reitclub Aachen. Ich bin gespannt. Das sind ja immer diese Nicknames. Da muss ich immer erst mal gucken, wer sich dahinter verbirgt. Und uns oder dich? Ich bin wieder erkannt worden. Bestimmt. Uns oder dich? Ja, den Pferdepodcast. Ach komm. Ja. Ja, dann guck mal nach, ob irgendwie… Ja, es ist Turnier 2025, Reitclub Aachen. Ja, sehr gut. Hatte ich in einem Reel erwähnt. Soll ich mal gucken, was das ist? Ja, guck mal. Guck mal, wer uns da erwähnt hat.
[58:39] Wir bedanken uns derweil schon mal. Siehst du? Und schon kommt hier die Musik. Ich habe es jetzt wieder ausgemacht. Jenny lernt Instagram kennen. Oh Gott, oh Gott. Also wir werden das jetzt mal checken. In diesem Sinne, schreibt uns, wir freuen uns über Nachrichten auf allen erdenklichen Plattformen, die es so gibt.
[58:55] Abonniert auch gerne unseren WhatsApp-Kanal, den gibt es auch. Da posten wir immer regelmäßig, was wir so posten. Wer nicht auf den ganzen Social-Media-Plattformen sein will, sondern einfach sagen will, die Inhalte des Pferde-Podcasts und die Shownotes und es gibt eine neue Folge und so weiter, das erfahre ich dann auch in dem WhatsApp-Kanal. Jenny, gute Besserung. Macht gut. Jammer nicht rum. Genau, niesen nochmal. Wollen wir die Folge mit so einem schönen Nieser beenden? Jetzt kommt er nicht. Man darf nicht drüber reden, dann kommt der Nieser. Das ist wie bei dem anderen. Wenn man drüber redet, kommt er auch nicht. Witzig. Tschüss. Tschüss.
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