#324 Turnierstart 2025 und Social-Media-Tipps von Laura Tröger

Haflinger AC/DC gewinnt seine erste Schleife des Jahres

Wenn du bei dieser Folge des Pferdepodcasts auf „Play“ drückst, stolperst du mitten hinein in Jennys erstes Turnierwochenende des Jahres. Wochenlang haben sie und ihr Haflinger AC/DC auf dem heimischen Reitplatz am Kloster geübt und trainiert – und ihr, unsere treuen Hörerinnen und Hörer, habt sie dabei begleitet. Nun ist es endlich soweit: Die Wertungsrichter nehmen Jennys Ritt in der Dressurreiterprüfung der Klasse L auf Trense genau unter die Lupe.

Dressurprüfung: Licht und Schatten

Spoiler: Das Folgenfoto zeigt, dass es nicht ganz schlecht war….;-) Trotzdem: Was genau lief gut in der Prüfung, und wo gibt es noch Verbesserungsbedarf? Vor allem: Teilt Jenny die Einschätzung der Wertungsrichter oder sieht sie selbst noch ganz andere Baustellen? Wie hat es sich für sie im Sattel angefühlt? Und wagt sie am Sonntag sogar den Sprung in die Klasse M? All das erfahrt ihr in dieser Folge!


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Special Guest: Laura Tröger – Social Media Expertin im Pferdesport

Im zweiten Teil der Sendung freuen wir uns auf einen spannenden Gast: Laura Tröger! Sie ist eine vielseitige Expertin im Bereich Pferdesport und Marketing. Besonders intensiv beschäftigen wir uns mit ihrem Fachwissen als Social Media Expertin. Laura gibt wertvolle Tipps für alle, die in sozialen Netzwerken erfolgreich, sympathisch und authentisch auftreten möchten. Worauf sollte man achten? Welche Fehler sollte man vermeiden? Diese und viele weitere Fragen beantwortet sie in der Folge.

Wer ist Laura Tröger?

Laura Tröger hat einen Bachelor of Science in Pferdewirtschaft von der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt (HfWU). Seit 2019 arbeitet sie als Event Managerin auf dem Hof Bettenrode der Familie Hess und startete 2022 in die hauptberufliche Selbstständigkeit.


Laura Tröger im #doitride-Talk:


Lauras Fachgebiete:

Online Marketing

  • Entwicklung von Online-Marketing-Strategien
  • Social Media Management (Instagram, Facebook, YouTube, TikTok, LinkedIn)
  • E-Mail Marketing
  • Webseiten- und Landing-Page-Erstellung
  • Creator Marketing
  • Zusammenarbeit mit namhaften Persönlichkeiten aus der Reitsportszene, darunter Olympiasiegerin Julia Krajewski, Dressur-As Carina Harnisch und Paradressur-Kaderreiterin Gianna Regenbrecht

Event Management

Krisenmanagement für Pferdebetriebe

  • Zusammenarbeit mit der RISK-Management GmbH und der Uelzener Versicherung
  • Vorträge zum Thema Krisenmanagement in Pferdebetrieben

Expertise und Auftritte

  • Expertin für Marketing Management und Event Organisation im Reitsport
  • Speakerin zum Thema Krisenmanagement im Pferdebetrieb
  • Leitung eines PM-Online-Seminars über Social Media

Team und Netzwerk 

Laura Tröger hat ein 10-köpfiges Team aus Experten in verschiedenen Bereichen des Online- und Offline-Marketings aufgebaut. Ihr Netzwerk nutzt sie gezielt zur Sponsorensuche, für Influencer-Marketing und viele weitere Bereiche.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Laura verbindet ihre Leidenschaft für Pferde mit professionellem Know-how und bietet eine umfassende Palette an Dienstleistungen für den Reitsport.

Hört rein und lasst euch inspirieren!

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Hier geht’s zum vollständigen Transkript der Folge:

[0:00] Das ist der Hafer- und Bananenblues. Das ist das, was jedes Pferd haben muss.

[0:07] Hier ist der Pferdepodcast, Folge 324. Und Jenny, du drückst aufs Tempo. Du bist ungemütlich. Du hast, weil ich arbeite an dem Wochenende, hast du dir ein Bier aufgemacht und ich darf kein Bier trinken. Das ist äußerst ungerecht. Ich weiß, aber heute kann ich leider keine Rücksicht nehmen. Ich brauche jetzt mal ein Bier. Und die schlechten Nachrichten aus meiner Sicht reißen nicht ab, weil ich weiß, dass du gleich, also du kommst gerade vom Turnier, Transparenzhinweis und ich war damit beauftragt, fürs Essen einzukaufen. Ich habe schon gesehen im Kühlschrank, lauter leckeres Zeug. Und ich habe aber was vergessen. Brot.

[0:52] Und ich habe nämlich gedacht, okay, ach du Scheiße, ich weiß, und auf den Punkt reagierst du allergisch und ich weiß jetzt schon, dass du sauer sein wirst. Und ich hatte gedacht, dass ich dann kontern kann, naja, du hast auch was vergessen mitzubringen. Vom Turnier ein Schleifchen. Gar nicht. So, und jetzt ist nämlich meine Ausrede weg. Genau. Ich weiß, ich habe in der Datenbank, ich habe in unserer gemeinsamen Foto Cloud schon geguckt und habe gedacht, scheiße Schleife, jetzt habe ich, jetzt bin ich gelackt. Was hast du vergessen? Ja. Wenn du sagst, bring doch mal sowas mit, so, dass wir nur so Kleinigkeiten, so ein Brot essen und dann aber so Töpfchen hier in Käse, dann was weiß ich, eine Fisch. Jetzt sag schon. Sonst wie, was muss immer dabei sein bei dir? Na Brot. Und noch was? Brot und? Weiß ich nicht. Weintrauben. Ich habe ja eine Mango, ist nicht so schlimm.

[1:51] Aber Weintrauben fände ich ja schon besser. Normalerweise ist es bei dir immer Pflicht, wenn es um irgendwie Brot, Käse, sonst wie. Ja, da gehören Trauben dazu. Immer Weintrauben. Und mir ist das tendenziell scheißegal und deshalb lade ich ja den Weintrauben vorbei, weißt du. Und dann bin ich nach Hause gekommen und hatte den nackten Angst, weil es auf den Schweiß… Aber da wärst du einfach nochmal gefahren. Ist ja nicht so weit. Kann ich gleich auch machen, weil du hast ja ein Schleifchen mitgebracht vom Turnier. Darüber reden wir jetzt. Das wird eines unserer Themen sein. Und das zweite Thema ist ein ganz fantastischer Gast, den wir heute haben. Laura Tröger ist nämlich bei uns und sie ist Pferdemädchen. Das ist ja mal so die wichtigste Eigenschaft. und ansonsten ist sie in dieser Pferdewelt ganz, ganz viel. Sie ist Social-Media-Expertin, sie vermarktet in sozialen Netzwerken ganz viele namhafte Menschen, so aus der Reitsportszene, unter anderem Carina Harnisch. Also das wäre auch noch so ein Life-Goal, dass du so erfolgreich wirst. Dass sie mich vermarktet. Genau. Und dass wir dann ausgesorgt haben. Du meinst beim Reiten so erfolgreich? Das ist ein enges Ding. Beim Reiten so erfolgreich und infolgedessen kann Laura dich dann auch finanziell ganz nach vorne petern. Weißt du, du müsstest nicht mehr arbeiten und ich müsste nicht mehr Geld für die Pferde ausgeben und so. Also unser Geld. Du weißt schon, was ich meine. Aber sie macht noch ganz viel anderes. Sie macht Krisenmanagement für Ställe, sie…

[3:16] Organisiert Reitsportveranstaltungen, also ein toller Gesprächsgast. Du warst beim Turnier und ich glaube ehrlich gesagt, damit ist die Sendung schon pickepacke voll, was ich aber nicht verschweigen will. Und das ist dann so eine kleine Beruhigungspille für die Menschen, die uns fleißig Nachrichten schreiben. Du erinnerst dich, wir haben doch dazu aufgefordert, Isländer mit dem Tölt, also dass wir da mal eine Nachhilfestunde, das würden wir in die kleine Folge schieben, wo wir uns ja mit den Hörerszuschriften und Fragen und Anmerkungen und so weiter beschäftigen. Also nur an der Stelle kurz das Signal, wir haben das nicht übersehen oder so. Das ist nicht so, dass wir das sagen und dann ist es uns irgendwie in der nächsten Sekunde schon wieder egal. Das Gegenteil ist der Fall. Wir freuen uns da total drüber, wenn ihr uns schreibt. Aber es ist dann letzten Endes so viel, dass wir nicht alles in eine Folge packen können. Jetzt spielt der Manni, unser Orchestermusiker, die Pferde-Podcast-Hymne und dann geht’s rein ins erste Turnierwochenende des Jahres 2025. Musik Musik Musik Musik.

[4:26] Music.

[4:34] Musik.

[4:45] Jenny, du hast ein Schleifchen mitgebracht. Ich habe keine Weintrauben mitgebracht, aber du hast ein Schleifchen mitgebracht. Du hast den besseren Job gemacht als ich heute. Wollen wir gleich mal offen fragen. Ich habe es ja quasi nur am Handy verfolgt und man musste da so ein bisschen zittern mit der Schleife. Ich hatte irgendwie so gedacht, okay, es wird ganz, ganz knapp und eng. Ganz wenige Starter, da werden immer nur vier platziert. Ich hatte die Befürchtung, dass vielleicht sogar nur drei platziert werden. Nein, es werden immer vier platziert. Es werden immer vier platziert, okay. Mindestens vier werden immer platziert, ansonsten ein Viertel, nee, Drittel und ein Viertel kriegt Geld. So rum. Irgendwie so, genau. Es war jedenfalls, also du hast noch nicht alles in Grund und Boden geritten. Das ist mal, also die… Nein, die Konkurrenz war sehr groß. Erkenntnis Nummer eins, du sagst jetzt genau, und da fangen wir schon an, in den Bereich vorzudringen, wo ich sage, okay, das kann ich ja gar nicht wissen. Ich war ja nicht mit dabei. Das ist immer so ein bisschen undankbar, wenn man so nur die Zahlen sieht und da nur so mitfiebert. Und man kann das dann oft nicht so richtig interpretieren. Kann sein, dass du sagst, ich hätte eigentlich gewinnen müssen von meinem Gefühl her oder es war so und so. Deshalb schließen sich da immer ganz viele Fragen an. Und das ist ja auch immer so, so eine Premiere eines Jahres ist ja auch immer so ein bisschen wundertütig. Man hat viele Wochen gearbeitet.

[6:08] Am heimischen Kloster, für sich alleine. Und dann ist es ja doch immer was Besonderes, finde ich, wenn es dann heißt, Hosen runter. Jetzt gucken die Wertungsrichter zu.

[6:18] Andere Atmosphäre. Man weiß einfach, jetzt gilt es.

[6:22] Also zu Hause kann man immer nochmal üben, aber da hat man halt nur einen Versuch. Von daher, Schleife mitgebracht, ist ja schon mal gut. Ja, ist schon mal gut. Also man muss auch dazu sagen, es waren zwei L-Tressuren, nur zwei L-Tressuren, aber beide ausgeschrieben auf 60 Meter. Einmal die Dressurreiter L, die F4, die bin ich noch nie geritten, eine Dressurreiter auf 60 Meter, deswegen war die Konkurrenz auch recht groß. Also die, die nicht so gut sind, sage ich jetzt mal, die reiten da nicht. Also da geht dann auch zum Beispiel in der Kandarren L auch eine Doris Heizmann an den Start, die normalerweise S startet und die war in der Kandarren L. Wir waren übrigens in der zweiten Prüfung beide auf dem sechsten Platz, ich zusammen mit der Frau Heizmann. Hat mich ein bisschen getröstet. Es waren nicht so viele Starter, also ich glaube in der ersten Prüfung waren es elf Starter, in der zweiten waren es nur sechs Starter, sieben, ich weiß gar nicht, sechs Starter. Es war ein ganz, ganz kleines Starterfeld.

[7:20] Auf 60 Meter ist natürlich für AC schon eine Herausforderung mit seinen kurzen Beinen Und es waren einige großrahmige Pferde am Start. Eine Stute, ein Verkaufspferd, die wurde da vorgestellt von der Bereiterin, hat beide Prüfungen mit großem Abstand gewonnen. Ein tolles Pferd. Wirklich, also aber 1,80 Meter groß, die ist dann durch dieses Viereck geschwebt, wo man wirklich gedacht hat, wow, also verdient gewonnen mit hohen siebener Noten. 1,80 Meter groß, gleich ab zu Carina Hanisch. Die ist, oder? Also die war wirklich toll, verkaufsfähig. Ich hatte ja so ein bisschen geliebäugelt, aber es war halt eine Stute. Also dann habe ich direkt wieder gesagt, nee, also ist nicht. Da haben wir nochmal Glück gehabt, ne? Nochmal Glück gehabt, ja. Okay. Nein, Essie hat einen guten Job gemacht. Also die erste Prüfung, die Dressurreiter L, ist ja wirklich… Super toll durchgelaufen. Es gab eine 6,8. Damit war ich erst mal zufrieden. Also ich hatte eigentlich ein siebener Gefühl und ich dachte so, okay, ich lese mal mein Protokoll und gucke einfach mal, was sie gesehen haben, was ihnen nicht so gut gefallen hat.

[8:25] Ich war mit dieser 6,8 auf dem vierten Platz. Damit war ich auch fein, also platziert, ein Schleifchen, alles gut. Die zweite Prüfung, eine Kandarren LDL 10, auch auf 60 Meter, da war schon so ein bisschen die Luft raus. Also AC hatte so ein bisschen mit diesem Sahara-Staub zu kämpfen. Beim Abreiten für die zweite Prüfung hat er mehrfach gehustet. Das ist dann für uns immer so ein kleines bisschen schwierig. Dann kommt er vorne nicht mehr hoch. Also wenn ich immer so in der Prüfung das Gefühl habe, er müsste eigentlich jetzt mal husten und dann liegt er wirklich sehr vorne drauf. Das hat es mir total schwer gemacht, ihn so ein bisschen hochzuholen und in die Versammlung, dann gab es Galoppwolten, Trabwolten, also da muss er schon sich aufrichten und muss wirklich da sein. Und er ist mir teure Fehler in einigen Übergängen einfach vorne runtergefallen, also wo er einfach auch auf der Vorhand so abgekippt ist und er einfach die Kraft nicht hatte, da wirklich unter seinen Schwerpunkt zu treten, Last aufzunehmen.

[9:25] Das war alles nicht so schlimm, da gab es eine 6,5, da war ich auch fein mit, also da habe ich überhaupt gar nicht irgendwie damit gehadert, aber ich habe dann auch meine beiden Protokolle abgeholt und in der zweiten Prüfung war ich komplett bei den Richtern, also die haben genau das gesehen und bemängelt, was ich auch gefühlt habe, dass er halt wirklich bei den Übergängen nicht so gerne die Last aufgenommen hat, dass alles so ein kleines bisschen schwerfällig war, dass es nicht so frisch nach vorne war. Ja, das habe ich auch gefühlt und damit war ich fein. Und das Protokoll von der ersten Prüfung, muss ich wirklich sagen, hat mich so ein kleines bisschen, wie soll ich sagen, auch verunsichert, weil es hat mich ja wirklich interessiert, wieso gab es keine sieben. Es war eine gute Vorstellung. Und ich lese dann das Protokoll und es war bei allen Lektionen, also Einreiten gerade, Antritt prompt, alle Lektionen am Punkt, Kurzkehrten mitgetreten, Mittelgalopp gezeigt, Mitteltrab gezeigt. Also es war nichts dabei, wo ich jetzt sagen könnte, ah ja, okay, da war ein Patzer. Und wo man dann sagt, dann schreibt doch mal hin, was euch nicht gefällt. Und am Ende stand, noch viel wichtiger am Ende, es gibt ja dann immer so ein Fazit, eine sehr, das sehr war unterstrichen, sehr korrekte Vorstellung. Man wünscht sich im versammelten Trab etwas mehr Ausdruck. Und das war eine Dressurreiterprüfung und da bin ich dann schon so ein bisschen, wo ich sage, wieso gibt ihr mir keine 7 für eine sehr korrekte Vorstellung. Also sehr heißt ja schon ziemlich gut.

[10:54] Und da habe ich dann schon so ein bisschen so ein bisschen ja hat mich so ein kleines bisschen geärgert weil ich dann nicht verstehe wieso da keine sieben vorm Komma steht das kann ich nicht nachvollziehen wenn es so korrekt war und das war auch gefühlt sehr korrekt das war auf den punkt geritten weil ich gewusst habe dass es eine dressurreiterprüfung das ist wichtig dass man da korrekt reitet es ist nicht so wichtig dass er sich die ohren abtritt aber er muss die lektion korrekt ausführen ich muss einwirkung haben auf das pflegen, Der muss durchlässig sein und das war alles gegeben. Und dann beim Mängeln, er tritt sich nicht die Ohren ab, ist halt schon so ein bisschen… Ja, also der Ausdruck im versammelten Trab hat ihnen gefehlt. Ja, wenn ich dann natürlich im Vergleich zu den anderen, die da gestartet sind… Die Schwebestute hat wahrscheinlich ein bisschen mehr Ausdruck im versammelten Trab gehabt. Die hatten alle mehr Ausdruck. Das waren alles hochbeinige Warmblüter. Ja, im Vergleich zu den anderen, das stimmt. Aber im Vergleich zu den anderen waren, die anderen haben auch nicht so eine korrekte Vorstellung gezeigt. Also das, was ich gesehen habe, war auch alles gut. Also war niemand dabei, wo ich gesagt habe, oh, das war aber jetzt kauselig. Aber reiterlich warst du schon bei der Musik, also absolut so, wenn ich dich richtig verstehe. Ja, absolut. Und dann ärgert mich dann, dass ich dann nur eine 6,8 kriege. Also das ist dann sowas, was ich nicht nachvollziehen kann, weil ich lese sehr ganz gerne meine Protokolle und nehme ja auch gerne mit, was die da schreiben. Dafür reite ich ja auch Turnier, um meine Leistung zu überprüfen, bin ich denn auf dem richtigen Weg. Und dann finde ich so ein Protokoll immer ganz wichtig.

[12:20] Aber damit kann ich nichts anfangen. Sorry, 166, ihr lieben Richter. Also da wird man dann auch so den Verdacht nicht los, dass wenn du so einen Ofen wie Benni unter dem Hintern gehabt hättest, also Klammer auf, noch ein, zwei Jahre weiter, dann… Der Gedanke drängt sich natürlich auf. Drängt sich auf, oder? Also Entschuldigung, du bist hier reingekommen, wir haben noch nicht geredet. Es gab kein Vorgespräch und gar nichts. Ich frage jetzt einfach ins Blaue rein. Sorry, also das ist so, wenn du sagst, ich rede Unsinn, dann sag’s, aber der Gedanke drängt sich wirklich auf, so ein bisschen. Ja, und so Freunde oder auch so Bekannte, die fragen dann immer, wenn ich so schwärme von dem AC, dass das so ein tolles Pony ist, dass der alles sofort versteht, dass der so rittig ist und so. Und dann fragen die immer, wieso hast du denn nicht noch einen Haflinger gekauft? Genau deshalb habe ich nicht noch einen Haflinger gekauft. Weil ich halt auch einfach wissen will, wie ist es denn mit so einem Pferd wie Benni?

[13:14] Mal schauen, wie es dann ist. Ja, genau. Absolut. Das werden wir ja dann auch irgendwie in, also nicht in naher Zukunft, aber so in der mittleren Zukunft dann auch mal sehen, wenn es dann so an solche Aufgaben geht. Benni, das Nesthäkchen, das wird ja langsam gehen und das wird so vielleicht dieses Jahr, haben wir ja auch schon besprochen, dann so die ersten Tuchfühlungen mal mit Turnierreiten. Aber trotzdem, ich sag mal so, es ist ja jetzt auch kein Jammern und kein Wehklagen, sondern du bist ja trotzdem mit guten Noten da rausgegangen. Du bist mit einem Schleifchen belohnt worden.

[13:50] Hilf mir noch mal ganz kurz, du hast gerade den Namen genannt, die Frau Sitzmann. Ist das so? Doris Heizmann. Es ist hier unten in Baden-Württemberg eine bekannte Dressurreiterin, die auch den Dressurunterricht für die Vielseitigkeits-goldenen Scherbenkinder macht. So weit ich das jetzt richtig zusammenkriege. Genau. Eine super tolle Reiterin. Ich mag sie auch. Sie ist sehr sympathisch. Wir kennen uns nur vom Sehen auf dem Turnier. Und in der zweiten Prüfung wart ihr sozusagen? Ja, sie hatte ein sehr schwieriges Pferd, glaube ich. dabei, ein super hübscher Fuchs und der war in der Prüfung nicht so ganz einfach. Ich denke, dass Doris dann solche Pferde dann auch mal in einer Ältressur vorstellt, um die auch einfach so ein bisschen ans Turnier zu gewöhnen und so. Also ich habe ihre Vorstellung gesehen, sie war Starterin vor mir und da waren auch ein paar Patzer drin. Also da war auch einfach, da waren wirklich auch ein paar teure Feder drin und sie hat dieselbe Wertnote gekriegt wie ich, 6,5, obwohl dieses Pferd also sehr viel Ausdruck im versammelten Drab hatte. Aber trotzdem, also sehr gut vorgestellt, aber ein, glaube ich, schon recht schwieriges Pferd. Ja, also um Gottes Willen, das ist ja, es hat ja immer damit zu tun, welche Pferde stellen die guten Reiter vor. Und das ist ja dann manchmal so ein bisschen, es hat auch viel mit der Tagesform zu tun und so. Das ist ja, kannst du dich erinnern, wo wir noch, das ist immer, wenn man so nur auf die Ergebnisse guckt und dann.

[15:19] Mal einen guten Tag hatte und die namenhaften Reiter haben vielleicht einen schlechten Tag gepaart mit einem Pferd, das irgendwie eine besondere Geschichte hat, dann sagt man, ich habe geschlagen oder war gleich auf. Das haben wir auch schon gemacht im Podcast, Selbstanzeige, wenn du dich erinnerst. Mit Franziska Keat. Mit Franziska Keat. Oh Mann, ich habe mich vor Franziska Keat platziert. Wow, wie geil. Und unsere Lieblings-Europameisterin, die Kroll Weidner, war auch noch hinter dir. Und dann haben wir ja ein Späßchen darauf rumzureiten und manche empört es dann so ein bisschen. Also Augenzwinkern, wir wissen das sehr wohl einzuschätzen und so. Aber ich sage mal so, in dem Fall dieser konkreten Prüfung zeigt es so ein bisschen das, was du gesagt hast. Es war insofern eine besondere Prüfung, 60 Meter, da nimmt nicht jeder teil. Man hat da nicht so, sagen wir mal, wenn man so ein Teilnehmerfeld hat, da gibt es ja häufig dann auch mal Reiterinnen und Reiter, die vielleicht wirklich nicht ganz so erfahren sind, die nicht ganz so gut sind. Aber wenn ich dich richtig verstehe, diese 60 Meter Nummer, das macht halt wirklich nicht jeder. Also das ist dann schon so eine besondere… Also das ist auch eine Herausforderung, auch in dieser L10 geht der Mitteltrab über die komplette Diagonale. Also das ist wirklich sogar meine Hängerpark-Nachbarin, die sagte dann auch, oh mein Gott, der Mitteltrab durch die komplette Diagonale, ab X kann ich schon nicht mehr sitzen.

[16:45] Das ist sehr weit. Und für den Haflinger natürlich mit den kurzen Beinen, der muss natürlich viel mehr traben als jetzt so ein großes Pferd. Und das macht es natürlich schon so ein bisschen tricky, diese L10, aber auf Kandara und mal auf die 60 Meter so zum Reinkommen in die Saison ist es gar nicht so schlecht, aber natürlich liegen uns die 40 Meter sehr, sehr viel mehr. Das ist gar keine Frage, also gerade mit dem Hafi, der ja nicht so lange Beine hat, fühle ich mich natürlich auf 40 Metern viel, viel wohler.

[17:18] Morgen Träsurreiter M auf 40 Meter. Das wäre jetzt, du nimmst mir die Frage aus dem Mund sozusagen. Die Hörer, die bei dieser Folge auf Play gedrückt haben, stolpern ja quasi mitten rein in das Turnierwochenende. Und das ist wörtlich zu meinen, also wörtlich zu verstehen. Du bist hier, wir haben Samstagabend, du bist nach Hause gekommen und hast gesagt, also ungeduscht, egal, Bier auf, sofort Podcast aufzeichnen.

[17:44] Morgen ist noch ein Tag, die Folge wird dann aber schon fertig sein. Also du reitest morgen und das wäre dann jetzt die nächste Frage. Du bist ja immer flexibel, du hast gesagt, die zweite Prüfung heute ist ihm schwergefallen. Hast du denn morgen vor, dann auch in den Prüfungen der Klasse M anzutreten? Oder sagst du, jetzt ist genug für das Wochenende? Nee, es gibt morgen noch einen Tag. Genau, es gibt morgen noch zwei M-Tressuren. Es gibt die Tressurreiter M auf Trense auf 40 Metern und es gibt die M6 auf Kandara. Auf 60 Metern, die werde ich nicht reiten. Das ist zu viel für ihn. Ich habe das heute schon gemerkt, dass er einfach noch nicht so im Training ist. Und dann sind es 19 Grad und er hat immer noch die Winterstiefel an. Er ist ja so halb geschoren und das fällt ihm wirklich total schwer. Auch bei diesem Wetter jetzt zwei Prüfungen und dann die M-Tressur, die M6, die ist sehr anspruchsvoll. Und ich denke, also ich habe sie noch nicht abgehakt. Wenn, dann würde ich es kurzfristig machen. Wenn ich gucke, wie hier morgen drauf ist. Aber ich denke nicht, dass ich die M-Tressur, die M6 noch reite, sondern wirklich nur die Tressur reite M und dann einfach nach Hause fahre.

[18:52] Also du hast aber schon vor, morgen nochmal hinzufahren, ist ja auch ein bisschen weg. Also das machst du auf jeden Fall und hast dir vorgenommen, eine Prüfung der Klasse M zu reiten mit ihm und dann mal zu, also wenn du dann das Gefühl hast, er hat über Nacht auf dem Supermann-Heft gelegen und ein Sauerstoffzelt entdeckt und irgendwie wie auch immer. Also dann, klar kann immer alles passieren, aber eigentlich wäre der Plan eine Prüfung reiten und es dann gut sein lassen und mal gucken.

[19:19] Wo euch das dann hinführt, darüber würden wir dann auch das Transparenzhinweis, wir machen ja die Folge jetzt am Samstagabend auch schon fertig sozusagen und das, was dann in der M-Prüfung rausgekommen ist, würden wir dann auch noch kurz in der kleinen Folge unter der Woche erzählen. Jenny, dann also erfolgreiche Turnierpremiere, kann man glaube ich schon so sagen und mal gucken, was morgen noch passiert. Spannend. Was hat es denn sonst noch so gegeben? Ich habe ja quasi, als du quasi auf dem Pferd gesessen hast, habe ich noch, nach dem Arbeiten hatte ich dann doch noch Spaß, ein Video fertig zu machen mit den beiden anderen Flitzpiepen. Und dem Fiji. Die ja heute frei hatten, nee, hatten sie frei? Nein, hatten nicht frei. Hatten nicht frei, okay. Ein intensiver Tag, aber die jedenfalls keinen Turniereinsatz hatten, das kann man ja schon mal sagen und die hatten, als ACDC dann unterwegs war, viel Zeit, sich mit sich selber zu beschäftigen und das Video, das ich gepostet habe in sozialen Medien, da konnte man sehen, mit was die sich dann so bisweilen ihre Zeit vertreiben.

[20:27] Ein Gummipferd spielt dabei nach wie vor eine Rolle. Da gab es übrigens eine Rückrufaktion bei Amazon für dieses Gummipferd. Macht Krebs, Pferdekrebs. Das hat irgendwelche, ach was weiß ich. Schwermetalle. Ja. Alles klar, es ist immer dasselbe Öko-Test. Graufgeschissen. Genau, also so sehe ich das auch. Die haben so viel Spaß damit, lassen wir ihn bis hier. Es ist sehr niedlich, ja. Nein, aber was gibt es sonst so Neues? Also mit Benni mache ich wirklich so im Moment zwei Schritte nach vorne, einen zurück. Also das ist wirklich jetzt so eine Phase, wo er wirklich lernt und wo ich auch bei der nächsten Einheit darauf aufbauen kann, was wir zwei Tage vorher gemacht haben. Also ich bin jetzt dazu übergegangen, mich die Methode von Herrn Wille anzuwenden mit diesem mehr so lockeren Zügel und lass ihn sich ausbalancieren. Und er soll das selber finden? Er soll es selber finden. Also ich habe so ein bisschen rumprobiert, weil mir das eigentlich nicht so behakt hat mit diesem echtes Jungpferd so einfach alleine lassen da vorne.

[21:32] Das hat sich irgendwie, bei mir hat sich alles gesträubt dagegen. Und dann habe ich mir Videos angeguckt, so AC in dem Alter, die Reitpferdeprüfung in Gunzenhausen und so und wie ich AC angeritten habe damals. Und da habe ich immer im Kopf Zügel kurz, dass der eine Verbindung hat, stelle die Hände da vorne hin und reite ihn vorwärts. Und so mache ich das jetzt mit dem Benni. Und der kriegt so langsam, weiß er, wo seine Nase hingehört. Also man hat so das Gefühl, er zieht ran und ich habe ihn vor meinen Hilfen und Er trabt fleißig nach vorne, er schnickt nicht mehr mit dem Kopf, also ab und zu natürlich hebt er sich noch raus, ganz klar, aber ich habe ein viel ruhigeres, zufriedeneres Pferd, der oftmals abschnaubt und der sich entspannt im Trab und im Galopp. Bei den Übergängen habe ich immer noch dieses Problem, dass er sich raushebt und so, aber er ist dreieinhalb, also das darf er auch noch, aber ich habe diese Methode von Herrn Wille, hat mir nicht so behakt, habe ich anders gemacht. Für dich so ein bisschen verworfen. Ist ja, glaube ich, auch wichtig, weil möglicherweise, wenn wir hier im Podcast, die Gefahr gibt es ja immer, wenn wir sowas erzählen und du probierst das gerade aus und so, dass Menschen das auch nachmachen. Um Gottes Willen, also da muss man vielleicht auch mal sagen, wir sagen das immer ohne Gewehr und es ist tatsächlich auch, dass du manchmal Dinge ausprobierst und sagst, das habe ich heute gehört, ich muss das erstmal verarbeiten.

[22:55] Ich probiere das jetzt mal aus. Und dann stellt man für sich selber aber auch so fest, okay, manches funktioniert für einen und anderes funktioniert eben nicht so gut. Und das zählt zu dieser Kategorie. Und deshalb finde ich es eigentlich auch ganz gut, dass du es jetzt einfach mal sagst und erzählst, okay, also dieses ganz…

[23:15] Züge langlassen und wir hatten über dieses Giraffieren, haben wir es glaube ich genannt. Also irgendwie ist nicht so deins und nicht so der Weg, den du für dich als den Goldenen irgendwie ausgemacht hast. Genau und ich habe mir auch heute auf dem Turnier, ich war ein bisschen früher da und habe mir die Reitpferdeprüfung angeguckt und muss sagen, ich glaube Benni hätte da gegen angestunken. Der hätte da mitlaufen können. Also die waren durchweg, bis auf einen, der hat auch gewonnen, alle. Viel zu eng, viel zu sehr hinter der senkrechten.

[23:45] Also es war keins dabei. Ich habe die erste Gruppe angeguckt und es war keins dabei, wo ich gesagt hätte, oh, das gefällt mir. Also die waren wirklich nicht so schön vorgestellt. Und dann bin ich zur Abreiterhalle und habe geguckt, was da noch so reitet. Es waren nur fünf Starter und da war halt ein großer Braune dabei, wo ich gedacht habe, das gefällt mir.

[24:04] Der war so ein bisschen Nase vor, Nasehöhe, Buggelenk. Der war schön frisch nach vorne vorgestellt. Der war mit lockerem, schwingendem Rücken. Und der hat auch mit acht der Noten gewonnen. Also ich glaube, der hatte nur 8,0, 8,5 und so. Und der hat auch zu Recht gewonnen. Aber wenn ich so die anderen so angeguckt habe, dachte ich so, Autsch, nee, das hat mir nicht gefallen. Und so will ich eigentlich auch das Jungpferd nicht ausbilden. Also ich will dann mehr so, dass das Genick ein bisschen freier ist. Und die Nase ein bisschen mehr nach vorne und Benni macht das auch gar nicht mehr so mit diesem Engen und mit dem Verkriechen und ich habe aber gesehen, dass andere mit ihren Jungpferden genau das gleiche Problem haben, dass die viel zu eng sind und dass die einfach mehr von hinten nach vorne und Nase vor und dann war ich so ein bisschen erleichtert, dass ich nicht so alleine bin mit diesem, okay, Jungpferd ausbilden ist so schwer, ja. Aber man muss einfach auch so ein bisschen rumprobieren und so ein bisschen auf sein Gefühl hören, was dem Pferd gut tut und in welcher Situation entspannt sich das Pferd und wann ist er denn jetzt locker? Und dann klappt es auch. Aufs eigene Gefühl hören, das hast du aber auch schon immer gesagt, hier im Podcast ist ganz wichtig irgendwie und auch ganz wichtig.

[25:18] Es gibt nicht den einen goldenen Weg, der für jedes Pferd und für jede Reiterin oder jeden Reiter also richtig ist und dass man sagen kann, okay, so machen und das führt dann zum Erfolg, sondern die Wege können durchaus unterschiedlich sein. Und na gut, also ich habe ja schon gesagt mit Benni, du wirst ihn mit Sicherheit bei dem Laufe des Jahres, wenn dir danach ist oder wenn du das Gefühl hast, so jetzt könnte man mal ihn einpacken und mal vorzeigen. Das wird dann sehr spannend. Ja, das wird sicher noch. Zwei, drei, vier, fünf Monate dauern. Also eher so nach der Mitte des Jahres, weil jetzt wäre es einfach auch noch zu früh für ihn. Also so dieser mentale Stress auch für die Jungpferde, der ist schon enorm. Man darf das nicht unterschätzen. Die waren heute alle, das waren ja alles drei oder noch nicht mal Vierjährige. Also ich habe geguckt in der Starterliste, ja, und die sind, ist ja auch immer nur ausgeschrieben für vierjährige Pferde. Und die sind ja teilweise noch gar nicht mal vier, sondern wenn die halt erst im Sommer vier werden, dann sind die halt noch drei. Das ist ja bei Benni genauso, oder? Genau, Benni wird am 30. April vier und die sind halt noch sehr jung und dann denke ich immer so, die waren alle nass geschwitzt und die hatten alle Stress. Also man hat es schon gesehen. Und das wird bei Benni ja mutmaßlich nicht anders sein und von daher ist auch immer, auch da ist so ein bisschen, also du sagst dann auch.

[26:45] Der hätte da mitlaufen können, hätte der bestimmt auch, aber also dass man so sagt, der macht das jetzt alles locker und gelassen und also das ist ja glaube ich auch, also zu Hause vielleicht schon, aber dann, der ist auch aufgeregt und. Ist ja noch nicht mal zu Hause immer locker und gelassen. Eben drum, genau. Also jetzt, die Woche hat er das erste Mal einen kleinen Bocksprung gemacht unter dem Sattel. Also er hat sich vor was erschrocken, ist auf die Seite und hat dann vor lauter Übung, oh, ich bin zur Seite gesprungen, da muss ich auch mal bocken. Da war er locker und gelassen. Genau, und locker und gelassen ist er auch zu Hause nicht immer. Also er ist auch schon sehr klotzig. Er guckt immer nach den Rehen, die da wohnen, nach diesen Bäumen, nach diesem Heuschober. Also er guckt nach allem, nachdem die anderen Pferde auch gucken. Na klar.

[27:32] Cool. Dann und auch mit Blick auf die Uhr, weil kleine Selbstanzeige. Okay, Klexi. Kleine Selbstanzeige. Ich habe mich mit Laura verquatscht. Ich weiß es ja schon vorher. Deshalb, aber Klexi, also bevor der hier. Klexi gibt nichts Neues. Er ist ein bisschen schlanker geworden. Den können wir überspringen. Das Abnehmprogramm. Aber bevor der jetzt hier auf der Matte steht und sagt, ihr Arschkrampen. Ihr redet über alle Pferde. Ausführlich. Nur nicht über mich. Was ist hier los? Kleksi ist schon ein Herzchen. Total. Eben drum. Und du liebst ihn ja auch sehr. Ja. Hast du mit ihm auch Turnierpläne dieses Jahr? Ja, nach zwei Wochen. Dann geht es mit ihm auch los. Dann geht es mit Kleksi auch los. Also dann bitten wir ihn jetzt mal um Nachsicht.

[28:21] Und würden zu unserer Interviewpartnerin, zu unserem Gast kommen, weil, ich hatte es glaube ich schon erwähnt eingangs, unser Gast in dieser Folge 324 ist großartig. Laura Tröger, sie arbeitet mit namhaften Menschen aus der Reitsportszene, zusammen mit Julia Krajewski, mit Carina Harnisch, mit Influencerin, die man kennt. Sie ist Expertin für Krisenmanagement in Stellen. Laura kann auch noch eine ganze Menge. Sie ist total vielseitig, sie organisiert Reitsportveranstaltungen und.

[28:57] Bevor ich jetzt hier noch, also wenn ich jetzt alles aufzählen wollen würde,

[29:01] was sie so macht, dann würden wir gar nicht mehr fertig. Und deshalb sagen wir jetzt erst mal, wir freuen uns sehr, dass sie heute da ist. Hallo und herzlich willkommen, Laura im Pferde-Podcast. Hallo, danke, dass ich da sein darf. Laura, ich weiß ehrlich gesagt gar nicht mehr, was den Ausschlag gegeben hat, wo ich über dich gestolpert bin. Und zwar war das eine Diskussion bei YouTube, die ich gesehen habe unter dem Hashtag DoItRight. Das ist ja so ein Hashtag, der sich sehr durchgesetzt hat in den letzten Wochen und Monaten, wo es verschiedene Veranstaltungen, Diskussionsrunden gibt. Viele Reitsport- und Pferdemedien machen Aktionen und stellen sozusagen Berichterstattung unter dieses Motto. Und da habe ich tatsächlich eine Diskussionsrunde von dir gesehen und habe gedacht, diese Laura Tröger ist irgendwie eine interessante Persönlichkeit in dieser Pferdewelt. Und es hat mich dazu gebracht, mal zu googeln. Und dann habe ich gedacht, es wird ja wirklich immer interessanter, was du alles machst. Und das hat dann am Ende des Tages dazu geführt, dass ich gefragt habe, ob wir nicht mal reden können.

[30:10] Laura, ich sage einfach mal drei Stichworte und die Mischung ist also wirklich heiß. Ich habe es gerade schon so ein bisschen angerissen. Du berätst tatsächlich namhafte Menschen so aus der Reitsport- und Pferdewelt in Sachen Social Media. Du bist engagiert bei Reitsportveranstaltungen und hilfst damit, Reitsportveranstaltungen auf die Beine zu stellen. Und du bist Expertin für, sagen wir mal, Krisenmanagement, was so Pferdeställe angeht, also Stallbesitzern kannst du mit deinem Fachwissen auch sehr weiterhelfen. Das hat mich so zu der ersten Frage geführt, das ist ja mal eine heiße Mischung, wie kommt denn sowas zustande? Wahnsinn! Ja, also ich sage tatsächlich immer, ich bin da so reingerutscht, aber ich kann ja mal ein bisschen ausholen, wie ich da reingerutscht bin.

[31:04] Also klassisch bin ich schon, seitdem ich klein bin, geritten, bin also Pferdemädchen durch und durch und wollte auch immer Pferdewirtin werden zunächst. Das war für meine Eltern natürlich jetzt vielleicht nicht so der Traumberuf, den man sich für seine Tochter vorstellt. Und dann ist es das Studium aber geworden, Pferdewirtschaft, das war dann in Ordnung. Also ich habe an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt in Nürtingen studiert, am Pferdewirtschaft, im Bachelor. Und dort meine Bachelorarbeit, und da kommen wir zu dem ersten Themenbereich, meine Bachelorarbeit zum Thema Risiko und Krisenmanagement in Pferdebetrieben geschrieben. Genau. Was mich bis heute begleitet. Genau. Und das hätte ich auch damals nie gedacht. Aber das Thema war dann einfach so relevant, dass sich immer weitergezogen hat, so weit, dass ich heute eben auch noch als Kino-Speakerin dazu gebucht werde, oder genau, ich mit der Oelsner Versicherung zusammen ein Buch dazu geschrieben habe. Genau, das ist so dieser eine Pfad. Und dann habe ich aber in meinem Studium auch zwei Auslandssemester gemacht in den Niederlanden.

[32:09] Dort ist das Studium, unterscheidet sich schon von dem Deutschen. Also es ist nicht so klassisch dieses, was man kennt, Vorlesungen, man hört es sich an, lernt es auswendig und schreibt dann Prüfungen, sondern es sind sehr, sehr viele Projekte gewesen, die wir da praktisch auch schon am Unternehmen gemacht haben. und ich habe relativ viele Marketing-Module dort gewählt. Das bedeutet, dass ich dann dort an die ersten Kunden tatsächlich aus diesen Projekten raus im Marketing-Bereich auch geraten bin und mich da schon als Freelancerin dann auch selbstständig gemacht habe.

[32:39] Und das hat sich dann natürlich so weiter aufgebaut, sodass ich da eben, das ist ja heute auch mein Haupt-Business, sage ich mal, wirklich diese Marketing-Manager-Tätigkeit habe. Und dann der dritte Pfad, das Eventmanagement, kam durch mein Praxissemester. Also es hat sich tatsächlich alles so aus dem Studium heraus ergeben. Und ich habe einen Teil meines Praxissemesters auf dem Hof von Philipp Hess absolviert. Das ist der Sohn von Christoph Hess. Er hat einen großen Dressurstall in der Nähe von Göttingen im Gleichen. Und dort fanden damals schon, bevor ich dahin kam, jährlich die Bettenröder Dressurtage statt. Ein großes Trenzurturnier bis zur Klasse S, auch relativ renommierte Serien fanden da immer statt, also Nürnberger Burgpokal, auch mal der Luidor-Preis, Piaf.

[33:29] Bundeschampionatsqualifikation und da habe ich quasi als Praktikantin dann angefangen und das hat so gut funktioniert und ich habe mich da so wohl gefühlt im Team, dass ich dann da auch geblieben bin und da auch ein paar Jahre tatsächlich auf dem Hof mit meinen Pferden gewohnt habe und bis letztes Jahr dort im Eventmanagement tätig war. Und dadurch kamen dann natürlich auch verschiedene andere Event-Management-Tätigkeiten dazu. Okay, also was von außen betrachtet erstmal als eine wilde Mischung aussieht und Pferde sind so ein bisschen die Klammer, hat sich für dich eigentlich dann ganz organisch entwickelt. Und so ist es ja auch einfach manchmal, dass also so eins zum anderen kommt und man sich auch gar nicht so die Frage stellt, passt das jetzt alles so? Also ich glaube, wenn es sich gut anfühlt, dann ist es ja auch einfach voll okay. Und offensichtlich, wer viele Talente hat, der muss sie dann auch irgendwie ausleben. Du hast gerade schon selber die Antwort gegeben auf die Frage, was so die größte Rolle spielt. Du hast gesagt, das Marketing von den Menschen und Persönlichkeiten, oder? Also Stichwort auch Social Media nimmt den größten Platz ein, Fragezeichen. Richtig, genau. Weil natürlich, wie du jetzt auch gerade festgestellt hast, das ist natürlich eine Breite und große Mischung. Und dann muss ich dann schon irgendwann, das habe ich dann auf meinem Weg gemerkt, irgendwo auch spezialisieren und einen Fokus setzen.

[34:48] Nichtsdestotrotz sind auch eben das Eventmanagement und das Risiko- und Krisenmanagement für die Pferdebetriebe weiterhin Leidenschaften, die ich mache. Aber das würde ich eher als Nebentätigkeiten sehen. Ja, ich finde ja dieses Thema oder ich bin ja fast dankbar dafür, dass du sagst, okay, du hast dich darauf spezialisiert, weil, oder ich sage mal so, für uns als Pferdepodcast ist es auch deshalb, glaube ich, besonders spannend, weil natürlich mit diesem Thema Social Media und Zeigen, was man so macht, also nicht nur, dass wir selber das machen. Ich glaube, dass das auch für ganz viele, sag ich jetzt mal so Freizeitreiterinnen und Reiter oder also es fängt bei den Freizeitreitern an und geht aber natürlich auch bis ganz hoch, spielt ja so dieses Thema Social Media, wie zeige ich mich da, was zeige ich, kann ich damit vielleicht sogar Geld verdienen. Ich glaube, das treibt tatsächlich ganz viele um. Insofern finde ich das super spannend, dass wir heute mal so ein bisschen darüber reden können. Wie hat man sich das, da du das jetzt ja professionell sozusagen für andere auch betreibst, wie hat man sich das konkret vorzustellen? Kommen die Leute zu dir? Akquirierst du die? Und was konkret machst du für die? Also berätst du deine Kunden sozusagen, so und so musst du es machen? Oder sagst du, gib mir deine Zugangsdaten für Instagram und ich, Laura Trüger, poste für dich?

[36:14] Sowohl als auch. Ich glaube, was nochmal ganz wichtig ist, ist erstmal davon auszugehen, ja, ich habe mich spezialisiert auf Personen. Wir haben auch noch das eine oder andere Unternehmen und es gibt ja auch noch andere Agenturen im Breitsport, die vor allem sich auf Unternehmen konzentrieren. Aber wir haben halt gemerkt, dass oder ich habe gemerkt, dass mir das besonders liegt, Personen zu vertreten. Was ist da das Besondere? Das ist natürlich, also erstmal für mich, mir macht das irgendwie mehr Freude. Also das ist natürlich immer ein Grund, warum man sich für eine Spezialisierung dann auch entscheidet. Aber es hat insofern eine andere Komponente, dass ich natürlich die Sprache der Person, die ich vertrete, sprechen muss, wenn ich sie komplett vertrete, weil das ja das Profil mit dem Gesicht der Person XY oder mit dem Sportler oder Influencer XY ist. Aber um zu deiner Frage zurückzukommen, wie genau läuft das? Es gibt verschiedene Modelle.

[37:10] Zur ersten Frage, ja, meistens kommt die Person an mich ran oder man, also das ist ja im Reitsport das Schöne, man hat irgendwann ein großes Netzwerk und der eine spricht mit dem anderen und dann wird man weiterempfohlen. Also das ist bei mir derzeit schon so, dass das eigentlich alles über Weiterempfehlungen kommt und ich nicht akquiriere. Klar, ich bin natürlich auch nach außen hin sichtbar, versuche auch selber meine eigenen sozialen Medien gut zu bespielen, wobei ich immer den Fokus natürlich beim Kunden habe und das für mich vorgeht. Und dann ist es so, ich habe Personen, die möchten sich nur beraten lassen. Also das bedeutet, so wie wir jetzt heute hier in diesem Zoom-Raum sitzen sozusagen, dass ich dann online quasi wie eine Coaching-Session, ich finde Coaching immer nicht so ein schönes Wort, aber so eine Beratungssession gebe quasi.

[37:59] Und klassischerweise, das ist eher die Seltenheit, klassischerweise ist es schon so, dass jemand auf mich zukommt, sagt, hey, ich brauche da Unterstützung und dann übernehmen wir Schritt für Schritt den Kanal. Weil, also Schritt für Schritt, wir machen dann natürlich erstmal einen Plan und wir müssen, wie gesagt, erstmal lernen, die Sprache der Person zu sprechen und das bedarf schon einer, sag ich mal, Eingewöhnungszeit, wo man sehr, sehr eng zusammenarbeitet noch und wo natürlich beim Kunden vielleicht auch noch relativ viel Arbeit ist, erst mal das mit uns zu konzipieren und aufzustellen. Und dann verselbstständigt sich das aber nach und nach. Genau. Noch eine Sache vielleicht. Bei den Influencern ist das ein bisschen anders. Die bespielen ihren Kanal meistens selbst und wir kümmern uns dort tatsächlich hauptsächlich um Partner- und Sponsorenakquise. Also alles, was Werbekooperationen sind. Genau. Okay, also auch da eine sehr vielseitige Palette und auch wenn das sozusagen alles unter dem Stichwort Social Media und Personen läuft, dann doch auch wieder im Detail sehr unterschiedlich. Das muss man ja tatsächlich auch für die Klienten sagen. Also wenn man so drauf guckt, so ein richtiges vollständiges Muster, also hilf mir, du kennst deine Kunden natürlich noch viel besser. Aber wenn ich so drauf gucke, wir haben zum Beispiel, und da ist auch wieder so eine Überschneidung zu uns, wir hatten kürzlich Carina Hanisch bei uns im Interview.

[39:28] Super erfolgreiche Dressurreiterin auf dem Weg nach oben. Also wir haben festgestellt, da kann noch einiges gehen. Dann Julia Krajewski, Vielseitigkeit, Olympia, Gold. Aber zum Beispiel ist auch eine Paradressursportlerin mit dabei. Es ist ein männliches Paar, ERS-Reiter und der andere ist Anfänger. Die kannte ich jetzt ehrlich gesagt, die habe ich quasi über deine Homepage so ein bisschen kennengelernt. Wie passt das alles so zusammen? Also es ist schon auch eine.

[40:05] Ein bisschen eine wilde Mischung oder geht es nur mir so, dass ich das Schema nicht erkannt habe? Also tatsächlich ist es das absichtlich, weil wenn wir jetzt mal da bleiben, was ich gerade als letztes gesagt habe und wir an Sponsoren und Partner denken, dann ist natürlich.

[40:22] Also ich weiß nicht, ob das ein guter Vergleich ist, das kannst du mir vielleicht sagen, aber wenn man sich so eine Modelagentur vorstellt, dann möchte man da, also gehe ich jetzt mal davon aus, Ich bin in dem Business natürlich nicht so drin, aber so ein bisschen sehe ich das bei mir. Verschiedene Typen haben, die für verschiedene Kampagnen und für verschiedene Kunden passen. Und also wenn ich jetzt zehn Tressurreiterinnen hätte, dann wäre das, glaube ich, schwieriger, weil ich somit mit dieser breit aufgestellten, sage ich mal, also jeder ist natürlich einzigartig. Das will ich damit jetzt nicht sagen, dass dann zehn Tresurreiterinnen sind, auch alle anders. Aber für unsere Arbeit macht es, und da tatsächlich wähle ich auch gezielt aus, macht es mehr Sinn zu sagen, hey, wir haben jemanden aus dem Vielseitigkeitssport, wir haben jemanden aus dem Tresursport, wir haben jemanden aus dem Parasport, dann haben wir vielleicht noch einen Trainer, dann haben wir noch Influencer, der sich konzentriert auf vor allem Pferdeausbildung. Dann haben wir einen Influencer, der konzentriert sich vielleicht mehr um das Drumherum, auch hat vielleicht ein Kind oder baut noch ein Haus oder so. Und somit habe ich dann, was Partner und Sponsoren zum Beispiel angeht, viel mehr Möglichkeiten, was anzubieten.

[41:37] Verstehe. Was wahrscheinlich eine große Rolle spielen wird, ist einfach mal der Faktor Reichweite, tippe ich mal. Gibt es da so, also kannst du oder ist es der entscheidende Faktor und kannst du so eine Hausnummer sagen, ab wann das so interessant wird? Oder sagst du, Reichweite ist gar nicht so das Killerkriterium, sondern es geht auch um die Punkte XYZ noch?

[42:01] Also vielleicht als allererstes, weil ich das auch für mich dieses Jahr nochmal ganz stark festgestellt habe, ein Auswahlkriterium ist tatsächlich der Pferdewohlaspekt auf den Kanälen, der uns ganz, ganz wichtig ist und der, finde ich, einfach für die Branche auch immer, immer wichtiger ist. Also das ist ein Kriterium, wobei das natürlich sehr subjektiv eben von unserer Seite ist, um zu diesen Social Media Zahlen zu kommen. Da ist es tatsächlich so, natürlich gucken Unternehmen noch auf die Follower schafft. Also wie groß ist der Kanal? Aber auch viel wichtiger für uns auf jeden Fall und auch zunehmend der Reitspur, der ist ja schon, was Social Media angeht, teilweise noch ein bisschen immer ein Jahr zurück.

[42:48] Aber was man immer mehr merkt und wie gesagt, darauf lege ich auch besonders viel Wert, dass das Publikum engaged ist, also die Engagement Rate besonders hoch ist, Interaktion, also alles, was eben Kommentare sind. Und die schreiben viele Nachrichten an die Person XY, die teilen die Inhalte der Person an Freunde. Diese ganzen Parameter sind viel, viel wichtiger, auch für den Kunden im Endeffekt. Also den, der die Werbung bucht zum Beispiel oder der, wo die Person dann als Markenbotschafter steht, als jetzt die reine Followerschaft oder Reichweite. Weil, wenn jemand engaged ist zu einer Person, dann ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass er über diese Person auch Produkte kauft und ihr vertraut, nach Kaufempfehlungen zum Beispiel. Ja, klar. Alles klar, verstanden. Das ist, also stelle ich mir vor, auch eine Aufgabe, die quasi…

[43:44] Also das ist ganz viel Work in Progress immer. Das ist nicht, dass man das nur mal fertig baut und dann läuft, sondern man muss da, glaube ich, auch ständig dranbleiben. Also dir wird nicht langweilig, dir und deinem Team schätze ich mal. Wenn wir vielleicht mal darauf kommen, sozusagen, du hast ja gesagt, Stichwort Coaching, auch das machst du. So grundsätzliche Tipps geben, wenn ich in sozialen Netzwerken unterwegs bin, wenn mir das Thema Pferdewohl am Herzen liegt, dann stellen sich glaube ich auch viele die Frage, was sollte ich, also wie sollte ich da vorgehen, was sollte ich von mir zeigen, was sind so Do’s und Don’ts. Gibt es Fehler, die man unbedingt vermeiden sollte? Gibt es so Gebote, die man vielleicht unbedingt beachten sollte? Was sind so grundsätzliche Tipps und Hinweise, die du Leuten gibst, die sagen, hey, Social Media, ich will das irgendwie angehen. Ich habe Lust, einen Kanal zu bespielen. Ich habe Lust, ein bisschen was von mir zu zeigen. Ich will aber auch nicht irgendwelche Fallen tappen, in die man da tappen kann. Und davon gibt es eine ganze Menge.

[44:53] Also auch da glaube ich, dieses erst mal zu starten ist ganz wichtig. Also ich denke, viele gerade, die sich vielleicht diese Frage oder die genau in dieser Situation sind, soll ich jetzt oder ich würde gerne Social Media machen, aber ich weiß nicht so richtig wie, die starten nie. Und Social Media ist tatsächlich ja erst sehr schnelllebig. Und das bedeutet, man kann da auch viel ausprobieren. Es gibt natürlich ein paar Regeln, da komme ich vielleicht gleich zu, aber grundsätzlich kann man sich da auch erst mal selbst verwirklichen sozusagen und testen, weil auch das beste Feedback im Endeffekt ist, wenn ich anfange, dann das auszuwerten, was ich gemacht habe. Also darüber bekomme ich eigentlich am meisten Informationen, deswegen wird es auch nie langweilig, weil ich eben nicht, wie du das ja auch eben gerade schon gesagt hast. Sagen kann, ich fahre jetzt Schema X und das mache ich jetzt die nächsten zehn Jahre. Genau.

[45:50] Deswegen erstmal meine erste Empfehlung, starten und nicht warten und auch keine Angst haben. Weil ich sehe das auch gerade ganz, oder was mir aufgefallen ist, auch in den letzten Monaten, immer weniger, also es gibt immer weniger Reitvideos. Weil genau, glaube ich, da Angst ist vor negativen Kommentaren, negativen Feedback, unkonstruktiven Feedback. Aber meiner Meinung nach ist die falsche Schlussfolgerung, keine Reitvideos mehr hochzuladen, sondern da würde ich eher empfehlen, ganz transparent zu sein. Und das ist generell meine Empfehlung.

[46:25] Authentizität und Transparenz. Also erstmal, wie gesagt, jeder hat diesen Unique Selling Point, weil jede Person ist einzigartig. Und ich brauche was, was mich hervorhebt auf Social Media, um Follower aufzubauen. Also ich brauche diese Uniqueness, sage ich mal, um jemand zu sein, der interessant für eine Followerschaft ist. Und dann aber auch im Reitsport und eben mit der Situation, in der wir vielleicht auch gerade sind, dass wir sehr viel Kritik auch innerhalb des Sports erfahren oder untereinander auf Social Media, dann zu sagen, ich bin nicht nur authentisch, sondern ich bin auch transparent, dass es mal nicht so läuft. Also das bedeutet, wenn ich einen Ritt teile und der nicht perfekt ist, dass ich selber meine Erkenntnisse, was ich schon sehe zum Beispiel da oder was ich in dem Moment gefühlt habe, das kann jetzt eine Turniersituation sein oder auch eine Trainingssituation, hey, es lief heute nicht so, weil XY oder wir hatten heute Schwierigkeiten mit XY.

[47:24] Also da quasi schon von sich aus zu sagen, ja, ich weiß, es ist nicht perfekt oder sogar direkt die Community mit einzubeziehen und zu sagen, hey, ich habe ein Problem mit XY, habt ihr Tipps? Seid ihr vielleicht damit umgegangen? Und das muss ja nicht immer beim Reiten sein. Das kann auch im Umgang sein. Das kann auch mit Krankheiten sein, oder ein gesundheitliches Problem, was ich gerade mit meinem Pferd habe. Und das, meiner Erfahrung nach, kommt eben gut an. Okay. Und konstruktives Feedback dann auch anzunehmen. Also Community Management ist dann sicherlich das Nächste, wo man wieder viele Tipps geben kann. Also das ist dann ganz, ganz wichtig. Aber du beschreibst tatsächlich was, was auch uns sehr umtreibt, so diese Frage, Reitvideos teilen. Ja, nein, ich mache den Podcast. Ja, also ich bin so ein bisschen eher der Pferdeleihe in dem Podcast. Meine Frau Jenny ist diejenige, die reitet und einen jungen Haflinger sozusagen mit dem Ziel ausbildet, irgendwann mal S-Dressuren zu reiten. Und sie hat also quasi ihn selber ausgebildet. Das ist so ein bisschen die Story von unserem Podcast.

[48:33] Theoretisch, wenn nach erfolgreichen S-Dressuren wäre der Podcast zu Ende. Wir haben aber noch ein bisschen, wir sind jetzt beim Buchstaben M angekommen. Also da ist noch ein Weg zu gehen sozusagen. Sagen, aber tatsächlich genau das, was du beschreibst, so dieses, man postet ein Video und dann sind ja die Kommentare, also die Klugscheißer, sage ich jetzt mal, so ein bisschen platt, die sind ja schnell auf dem Plan, dann wird hier kommentiert und ist der da nicht zu eng, ist hier nicht zu dies und da nicht zu jenes. Also ich habe schon verstanden, du sagst Transparenz und auch wenn man selber schon sieht, ja, das ist nicht optimal und so weiter, da ruhig offen mit umgehen, aber so ein gewisses Maß an Diskussionen und Kommentaren, also dazu muss man, glaube ich, auch bereit sein, das dann hinzunehmen und zu sagen, das gehört dazu, oder?

[49:22] Auf jeden Fall. Also ich glaube, da ist auch der Appell an die Kommentierenden tatsächlich, die jetzt hier vielleicht zuhören, sich vielleicht seinen Kommentar vorher auch noch ein zweites Mal durchzulesen, weil es einfach auf Social Media schnell passiert und ich kann das irgendwo auch nachvollziehen, weil man der Person nicht in die Augen schaut dabei, dass man viel heftiger kommentiert, als man eben mit jemandem sprechen würde. Und das geht ja dann auch schon manchmal in die Richtung Mobbing. Also ich finde, dass da viel, viel auch psychische Themen natürlich für die, die diese Kommentare abbekommen, daraus resultieren können. Also gerade wenn ich jetzt an das kleine Mädchen XY denke, was auf Social Media postet, weil es Spaß daran hat und dann aber heftige Kommentare, also als Szenario.

[50:14] Und da glaube ich auch der Appell natürlich an die Kommentierenden vielleicht da noch einmal drüber nachzudenken, dass man den Kommentar konstruktiver einfach setzt. Weil man kann ja Kritik üben oder auch sagen, was einem nicht gefällt. Aber ich finde, auf Social Media haben wir halt gerade häufig, dass das so sehr unkonstruktiv wird. Noch dazu, also ich will auch noch eine Sache sagen. Ich habe gesagt, authentisch sein, transparent sein, aber es gibt natürlich so ein paar Punkte, die gehen einfach nicht. Also wenn das Pferd das Maul so krass sperrt oder der Sporn richtig heftig drin ist oder der Schweif in die Luft steht oder das Pferd offensichtlich ein Schmerzgesicht hat oder oder oder. Also es gibt schon so ein paar Punkte, die wir ja auch aus der Praxis, zum Beispiel Richter, die am Abreiteplatz sitzen, worauf die achten,

[51:07] die wir natürlich auch auf Social Media nicht sehen wollen und sollten. Also es gibt schon No-Gos.

[51:19] Ich finde es gut, dass du es sagst, auch wenn es ein bisschen eine Selbstverständlichkeit ist, weil nicht jeder Kommentar wird ja zu Unrecht abgegeben. Nicht alle Kommentare sind per se böse oder falsch. Das ist auch die Botschaft, die dahinter steckt. Und dieser Appell, Augen auf bei dem, was man postet, das gilt dann eben auch.

[51:46] Ich nehme so mit, Beide Seiten müssen einen Umgang finden, so ein Bewusstsein entwickeln, wie man vernünftig damit umgeht. Und auch das ist, also du hast dir Tätigkeiten ausgesucht, die man nicht von heute auf morgen klären kann, sondern die so kontinuierliches Arbeiten einfach verlangen. Also das ist mal so. Aber irgendwer muss es ja angehen, sagen wir mal so. Ich glaube auch, dass wir, klar reden wir jetzt über Social Media, weil ich Personen auf Social Media betreue, aber wenn wir mal ehrlich sind, fängt das ja nicht auf Social Media an, also wenn wir jetzt bei diesem Pferdewohlgedanken sind. Also das ist ja nur eine Fortsetzung von dem, was wir offline haben. Deswegen ist eigentlich mein Appell immer, wenn man offline alles richtig mit seinem Pferd macht und das mit einem guten Gewissen machen kann und immer den Pferdewohlaspekt vorne anstellt oder das Pferd vorne anstellt und sein Ego hinten, dann ist eigentlich alles, dann kann ich auch alles zeigen, weil dann kann ich immer transparent eben erklären, warum ich nie was mache. Ja, ja. Und also ich glaube auch, um das vielleicht noch mal kurz rauszustellen, so dieses Stichwort authentisch sein und offen mit Dingen umgehen. Also ich sage mal so, es gibt ja….

[53:10] Mal blöd formuliert, gibt es ja viele Marketing-Menschen, die sowas daher sagen. Aber ich habe ja auch vor unserem Gespräch mal so ein bisschen durchgeswiped, wie sieht dein persönlicher Account so aus? Und man hat so das Gefühl, dass du das auch tatsächlich sehr lebst, was du so sagst. Also wenn man bei dir mal so durchswiped so ein bisschen, dann erfährt man ganz viel über Laura Und wo man so denkt, wow.

[53:39] Was diese Laura so von sich selber auch preisgibt, das ist auf der einen Seite mutig, auf der anderen Seite habe ich aber zum Beispiel, wenn wir uns jetzt unterhalten, habe ich das Gefühl, so ein bisschen was von dir zu wissen und gleich so eine Basis zu haben und so eine Ahnung davon zu haben, was du so für ein Mensch und was du so für ein Typ bist. Also du hast zum Beispiel in deinem Account geschrieben, was dir persönlich so wichtig ist, woran du Freude hast, woran du Spaß hast und so, dass dir als junger Mensch auch unschöne Dinge widerfahren sind, Stichwort Mobbing und so weiter und da setzt sich dann so ein Bild zusammen. Und man hat so das Gefühl, man hat es nicht mit einer gelackten Marketingfrau zu tun, sondern mit einem Menschen, der Stärken, Schwächen, Freuden, Vorlieben hat und so. So ein bisschen ist die Frage, welche Frage sich damit verbindet. Aber ich wollte das vielleicht einfach mal sagen und irgendwie auch mal deutlich machen, sozusagen, dass das als besonderes Statement auch irgendwie, also dass ich das als besonders empfinde und dass es so angekommen ist. Und die Frage, die sich damit verbindet, ist vielleicht, ist das so ein bisschen die Botschaft, was du auch mit authentisch sein tatsächlich meinst? Also zu sagen, es ist nicht immer alles super im Leben, aber es ist halt so und das zeichnet, das ist eben auch Teil meiner Persönlichkeit.

[55:05] Genau, also ich meine, erst mal vielen Dank dafür. Das ist auch das, was ich damit irgendwo erreichen möchte. Also weil ich der Meinung bin, eben auch bei allen Personen, die wir, ich vertreten.

[55:21] Dass das so eine Vorbildwirkung irgendwie sein kann und dass sie auch sehen, wie ich das mache und dass wir das gleichzeitig eben für jeden Einzelnen so versuchen. Weil genau ich glaube, dass eben dieser Gamechanger sein kann, eine ganz verbundene Community zu haben. Also wirklich eine starke Community, die sich mit der Persönlichkeit identifizieren kann von der Person, die mitfühlt, die interessiert ist, was passiert da gerade bei dem Mensch. Und die dann natürlich auch im Endeffekt, und da sind wir wieder bei der Wirtschaftlichkeit natürlich auch irgendwo, die dann natürlich auch so vertraut ist, also man kennt das vielleicht noch kurz zwischendrin, wenn man auf einer Veranstaltung eine Person trifft, das erste Mal, die man sonst online verfolgt hat. Und wenn die das gut gemacht hat, dann fühlt man sich nämlich so, als würde man die schon total gut kennen.

[56:22] Und dann fühle ich mich ja, und das ist ja genau diese Verbundenheit, die wir eben wieder, und da bin ich eben bei meinem letzten Punkt, die wir dann erreichen wollen, damit dann auch natürlich Partnerschaften mit Unternehmen, die dann auch wieder übrigens so realistisch und authentisch aufgebaut sein müssen, aber die dann wieder erfolgreich sind, weil die Community dem oder der Person dann auch vertraut und sagt, hey, wenn die das gut findet, dann finde ich das auch gut und dann habe ich vielleicht auch eine Kaufentscheidung. Ja, und? Dann ist das möglicherweise auch für mich interessant und ein cooles Gedankenspiel, so nach dem Motto, wenn man es hinbekommt, dass die Leute, die einen nach längerer Zeit im realen Leben treffen, wenn die das Gefühl haben, sie kennen einen schon, dann hat man in der virtuellen Welt nicht alles falsch gemacht. Laura, auch wenn der Bruch jetzt vielleicht ein kleines bisschen hart ist, Ich würde gerne wenigstens noch so ein, zwei Fragen loswerden zu dem Thema Krisenmanagement von Stellen. Auch das ist ja eine Geschichte, wo du jetzt sagst, es ist nicht mehr dein Hauptthema, aber es war das Hauptthema, wenn ich es richtig verstanden habe, in deiner Studienarbeit und in deinem Studium. Und du bist da ja auch nach wie vor noch als Ansprechpartnerin, stehst du zur Verfügung und man kann deinen Rat auch einholen als Stallbesitzer, als Pferdebetrieb.

[57:49] Krisenmanagement in Stellen, das ist ja tatsächlich, wenn es solche Krisen gibt, irgendwie eine Krankheit bricht aus oder, oder, oder. Für Ställe keine einfache Situation. Wie häufig kommt das vor und was sind dann so die größten Herausforderungen, mit denen du dann da auch konfrontiert wirst? Welche Fragen werden dann an dich herangetragen?

[58:11] Also erstmal glaube ich, dass es ein sehr unterschätztes Thema ist in unserer Branche. Also man kennt ja auch so in mittelständigen Unternehmen anderer Branchen, da gibt es dann Normen dafür, da gibt es diese sogenannten DIN-Normen und Indexe und so.

[58:30] Und das ist genau auch der Punkt eigentlich, wo ich ansetze, ist, dass man häufig erst sich überlegt, was man tun kann, wenn der Moment da ist. Also wenn ein Feuer da war, wenn eine Seuche ausgebrochen ist, wenn ein Hochwasser gekommen ist. Also das sind ja häufig diese krassen Krisen, wenn man das mal so ausdrücken möchte, da sind ja dann wirklich eben solche extremen Ereignisse. Und wir erleben das dann eben häufig, dass sich dann erst die Gedanken gemacht werden, was tue ich denn jetzt? Und das ist aber genau eben dieser Fehler, denn ich muss ja eigentlich schon vorher mir überlegen, wenn XY kommt und das ist dann eben dieses Risikomanagement auch, dass ich dann schon schaue, welche Risiken habe ich überhaupt, also welchen Risiken bin ich potenziell ausgesetzt und wie, wenn sie eintreten, also erstmal natürlich, wie kann ich verhindern, dass sie eintreten und dann, wenn sie eintreten, wie kann ich dann damit umgehen. Und das ist so wichtig. Der Hintergrund hinter dem Ganzen, dass man dann eben die Betriebe an die Hand nimmt und sagt, hey, wir schauen uns mal an, was sind eben hier potenzielle Risiken und dann, wie kann man da diese Risiken eben behandeln. Und jetzt musst du nochmal deine konkrete Frage wiederholen, weil ich habe sie jetzt noch nicht richtig beantwortet.

[59:53] Aber das vielleicht erstmal zum Hintergrund, warum Risiko und Krisenmanagement wichtig ist. Also meine Frage unterstellte, dass wahrscheinlich das mit der Vorsorge von den Betrieben häufiger mal nicht so gut klappt. Das hast du ja eben gerade schon angedeutet, dass viele erst dann reagieren, wenn die Kacke sozusagen am Dampfen ist und dass dann Laura Tröger gerufen wird.

[1:00:14] Könnte ich mir vorstellen, wird wahrscheinlich häufig so sein. Und die Frage ist dann, was sind dann die Dinge, die du in erster Linie tun musst? Also oder was ist dann zu tun, wenn um bei dem Beispiel Tierseuche ist, glaube ich, ein durchaus gängiges Problem, was immer wieder mal aufkloppt. Wie sollten Städte dann damit umgehen oder was tust du dann, wenn dieser Katastrophenfall eintritt? Genau, also wie gesagt, wichtig ist, dass ich schon vorher weiß, was ich dann tue. Und wenn wir den Fall jetzt einfach mal nehmen, Seuche, Herpes, was auch immer, dann ist es natürlich wichtig, dass ich mir erstmal überlege.

[1:00:53] Also man kann natürlich insofern diese Seuche vielleicht verhindern, wenn es sich jetzt um einen Verkaufsstall handelt oder wo sehr viele Pferde ein- und ausgehen, dass ich da schon ein System habe, die Pferde erstmal in Quarantäneboxen zu stellen, bevor sie überhaupt mit den anderen Pferden auf meinem Betrieb in Kontakt kommen. Das wäre so der erste Step. Oder auch Impfungen zu checken im Liquidenpass, wenn ich jetzt einen neuen Einstaller habe oder eben ein neues Berittverkaufsfährt, was auch immer so. Wenn ich jetzt aber ein Pferd habe, was erkrankt ist oder wo ich das vermute, auch das übrigens alles, was ich mir vorher überlegen muss, dann sollte schon klar sein, wie kann ich das Pferd absondern. Also auch da wieder zum Beispiel Quarantäne boxen oder ich, Ich habe auf dem eigenen Betrieb keine Möglichkeiten, kann ja auch sein, dann muss ich mir überlegen, was sind meine Alternativen? Habe ich irgendwo entweder vielleicht noch eine Wiese mit einem Unterstand oder einen benachbarten Stall? Kommt ja auch immer darauf an, um was für ein Pferd sich das auch handelt. Ich kann nicht jedes Pferd einfach auf die Wiese stellen.

[1:01:58] Und dann, ich meine, wenn man das jetzt im größeren Maße mal sich anschaut, also vielleicht ist nicht nur ein Pferd erkrankt, sondern dann mehrere, ist ja dann häufig auch die Schlussfolgerung. Weil man es vielleicht nicht rechtzeitig bemerkt hat, dass dieses eine Pferd krank ist.

[1:02:15] Dann und auch in größeren Betrieben sind zum Beispiel auch, sag ich mal, Versorgungsketten eine Lösung. Also das bedeutet, ich habe dann vielleicht zehn Mitarbeiter und fünf sind nur für die kranken Pferde zuständig und fünf nur für die gesunden. Oder ich brauche eben eine Schleuse, wo die sich dann auch desinfizieren können. Also das sind ganz, ganz viele Maßnahmen, die ich mir dann natürlich überlegen kann. Und ganz wichtig ist, dass ich mir die nicht alleine als Betriebsleiter übrigens nur überlege, sondern dass ich die dann entweder sogar schon gemeinsam mit meinem Team erarbeite, egal ob das jetzt Familie oder Mitarbeiter sind, oder dann zumindest präsentiere und das alle auf demselben Wissensstand ist. Also auch zum Beispiel beim Thema Feuer jetzt nochmal, dass nicht nur eigentlich auch mein Betrieb Bescheid weiß, sondern dass ich zum Beispiel auch mit der örtlichen Feuerwehr mal eine Übung mache. Also das ist nochmal, Feuer ist nochmal ein ganz anderes Thema, weil ich das ja nicht alleine sozusagen lösen kann. Und mit Menschen in dieser Situation zusammenarbeiten muss, die gar nichts vom Pferd verstehen vielleicht, die noch nie ein Pferd in der Hand hat. Total, ja. Aber genau, also es sind ganz, ganz, also und es ist vor allem auch sehr betriebsindividuell. Alles, was ich jetzt gesagt habe, kommt natürlich, ich habe das versucht schon so ein bisschen zu sagen, kommt natürlich darauf an, wie viele Mitarbeiter, wie viele Pferde habe ich, züchte ich oder habe ich eben eine Reitschule. Also auch in der Corona-Pandemie zum Beispiel haben wir gesehen, da brauche ich für verschiedene Betriebsstrukturen natürlich auch verschiedene Lösungen, je nachdem, welche Personengruppen sich auch auf meinem Betrieb auch aufhalten.

[1:03:45] Ja, verstehe. Also da gibt es nicht das Pauschalrezept. Fakt ist, wenn man Laura Tröger anruft und Laura Zeit hat, dann kann man als Betrieb mit dir ein solches Konzept erarbeiten oder ein vorhandenes Konzept mal abklopfen und checken, ist das ausreichend? Also das wäre dann sozusagen die Rolle, die du einnimmst und du schaust dir das dann an und erarbeitest solche Lösungen, richtig? Richtig. Und ich habe dabei Unterstützung, und das möchte ich auch nochmal sagen, von der Uelzner Versicherung. Und die Uelzner Versicherung hat eine Tochtergesellschaft, die heißt Rima, Risk Management GmbH, die auch sich genau mit solchen Sachen beschäftigen. Und ich bin, ich würde sagen, ich kenne mich inzwischen sehr gut eben mit Risiko- und Krisenmanagement und so in Konzepten aus. Aber zum Beispiel was Versicherungen angeht oder rechtliche Themen, da brauchst du dann natürlich nochmal andere Personen, weil da kann ich nicht beraten.

[1:04:41] Auch wenn wir das Thema nur gestreift haben, finde ich es trotzdem wichtig. Möglicherweise hört ja auch der ein oder andere Stallbesitzer zu oder jemand, der sagt, oh, da bin ich vielleicht noch nicht ganz so gut aufgestellt, also wenn es da Bedarf gibt. Auch das sind Themen, mit denen du dich beschäftigst. Laura, wir könnten noch stundenlang weiterreden.

[1:05:01] Das liegt auch an der enormen Bandbreite dessen, was du so beruflich beackerst. Mit Blick auf die Uhr wäre ich jetzt für meinen Teil soweit zu sagen, ich habe so die wichtigsten Fragen und so den mal für einen Eindruck bin ich eigentlich durch mit dem, was ich so auf dem Zettel hatte. Gibt es aus deiner Sicht noch irgendwas, was du unbedingt loswerden möchtest, wo du sagst, also wenn wir jetzt schon so locker plaudern für den Podcast, dann das würde ich gerne noch loswerden?

[1:05:32] Also ich glaube, wenn ich nochmal davon ausgehe, dass ich hier vielleicht verschiedene Themen bediene, Marketing, Event und Risiko- und Krisenmanagement oder das ist mir auch gerade nochmal im letzten Feld gekommen, was wir besprochen haben, Risiko- und Krisenmanagement, dann ist glaube ich für mich ganz wichtig, immer mit auf den Weg zu gehen, mutig zu sein, also in all diesen Themen. Und wenn man eben eine Idee hat oder, und das geht mir eben genauso, einfach zu starten, das, was ich vorhin im Social-Media-Bereich auch gesagt habe, weil ich glaube, bei uns in unserer Branche, im Reitsport ist noch so viel Platz für tolle Ideen und gerade natürlich auch mein Herzensthema irgendwo, das Thema Pferdewohl, da auch Ideen und Projekte zu entwickeln, also wirklich. Ja, das ist vielleicht mein Appell an alle, die irgendwie schon lange denken, ich würde gern das machen oder ich hätte die und die Idee, einfach starten. Und ihr könnt ja vor eurer Haustür immer im Kleinen starten quasi oder in eurem Stall und dann wird es vielleicht was Großes.

[1:06:34] Also ich finde es ganz wichtig, dass man seine Wünsche, Träume und Ideen verwirklicht. Und das ist eigentlich das, was ich auch nur gemacht habe und deswegen sitze ich heute hier so. Das war, um wieder den, vielleicht auch nochmal diesen Bogen zum Anfang zu schlagen. Ich habe als erstes, glaube ich, gesagt, ich bin so reingerutscht und ich habe einfach immer nur gemacht, was mir Freude macht und was ich für meine Ideen irgendwie gelebt. Und ich glaube, das wäre was, was ich noch allen mitgeben möchte. Laura, das ist ein mega Schlusswort. Vielen, vielen Dank für das tolle Gespräch.

[1:07:06] Danke. Laura Tröger bei uns im Pferde-Podcast. Jenny, wir haben was gelernt, was das Posten angeht in sozialen Medien. Ich mache das ja nicht, du machst das. Ja, Transparenz, genau. Und ich versuche dich ja immer dazu zu animieren. Und du hast immer so ein bisschen, wie soll ich sagen, Beißhemmung. Ich gucke ja meinen eigenen Account kaum an. Keine Lust, aber auch auf Kommentare und Reitvideos zeigen, ja oder nein. Und da finde ich, hat Laura jetzt ja doch so ein paar Hinweise gegeben, wie man Wind aus den Segeln nimmt, wie man das sympathisch und authentisch macht, indem man vielleicht doch selber schon mal sagt, wir wissen schon, das ist nicht perfekt und hier und da und guck doch mal. Und in die Richtung machen wir es ja auch schon so ein bisschen, wenn wir was posten, so nach dem Motto Selbstanzeige, Transparenzhinweis.

[1:07:57] Die Dinge sind noch nicht perfekt, sie sind auf dem Weg, guckt doch mal und eine gute Strategie, finde ich. Also sollte man die Frank Trullers einfach ignorieren?

[1:08:08] Die Frank Trullers, das muss man nochmal nachhören. Die Frank Trullers, das ist jetzt sehr Insider-Talk mäßig. Aber also Frank ist einer, der unter einer Diskussion von Pferdemädels unter einem Rimondo-Post, glaube ich. Alle, die da was kommentiert haben, erst mal als Trullas bezeichnet. Als ungebügelte Trullas. Trullas beschimpft hat, genau. So sollte man, ich glaube, das würde nicht die Gnade von Laura finden. Wie man sich in sozialen Netzwerken bewegen sollte. Wir fanden es trotzdem auch hier, Transparenzhinweis, ein kleines bisschen lustig. Aber nur ein kleines bisschen. Frank, der Terminator, der allemal. Günther hat gesagt, du musst den interviewen. Ich muss ihn interviewen. Genau, du musst ihn anfragen, ob er ein Interview gibt, wieso er so eine Scheiße schreibt bei Facebook. Alles, das machen wir. Nicht. Bevor wir uns verquatschen, du musst in die Badewanne, du musst, und du hast bestimmt auch Hunger, oder? Ja. Oder?

[1:09:10] Genau, ich kenne dich doch. Wir bedanken uns fürs Zuhören. Das war Folge 324 des Pferdepodcasts. Hat viel Spaß gemacht. Und ja, wir beschäftigen uns mit euren Zuschriften. Es gibt auch wieder, ich habe das nur mit einem Auge heute gelesen, also du wirst als Feuerwehrfrau, ist dein Rat gefragt. What? Hektische Pferde, die verrückte Dinge tun. Was kann man tun? Ich hatte auch mal ein hektisches Pferde. Ja, genau. Also, es wird nicht langweilig im Pferde-Podcast. Wir wünschen dir erstmal eine pferdige Zeit. Macht’s gut und bis dahin. Vielen Dank fürs Zuhören. Tschüss.


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