#325 Was tun, wenn mein Pferd im Gelände die Nerven verliert?

Foto: Chat GPT

In dieser kleinen Folge unter der Woche beschäftigen wir uns wieder mit Fragen und Beiträgen von euch. Bei dieser Gelegenheit müssen wir einmal sagen: Vielen Dank, dass ihr unser Angebot so großartig annehmt und vertrauensvoll mit den verschiedensten Fragen an uns wendet. Wir schätzen auch sehr euren Input zu Themen, die wir in unseren Podcastfolgen diskutieren: Vielen Dank!

Und jetzt aber zum aktuellen Anliegen unserer Hörerin Katharina, die uns über Instagram angeschrieben hat. Sie hat folgendes Problem (und ist damit sicher nicht allein):

Hallo ihr Lieben. Ich hab mal wieder eine Frage: meine Stute ist ein sehr unsicheres Pferd. Vor allem im Frühling ist sie gestresst. Wenn ich mit anderen ausreite und mich dann trennen muss, wir sie leider völlig kopflos. Das geht soweit, dass sie mich überrennen würde, wenn ich am Boden bin. Meine Reaktion ist, dass ich so ruhig wie möglich bleibe und tief durchatme. Das juckt sie nur leider überhaupt nicht. Wie kann ich ihr begegnen und was kann ich tun, damit das Ganze deeskaliert? Liebe Grüsse und ich verfolge euch ja schon ewig und bin sehr inspiriert von eurem Podcast. Katharina

Jenny erklärt in dieser Folge, welche Ansatzpunkte sie für Katharina und ihr Pferd sieht und erzählt auch, dass sie ähnliche Situationen auch selbst schon erlebt hat.


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Zusätzliches Thema: Tölt und Islandpferde

Außerdem in dieser Mini-Folge: Ein Beitrag unserer Hörerin Martina, die uns via TikTok angeschrieben hat. Stichwort: Tölt. Wir hatten im Podcast darüber philosophiert, ob Isländer diese Gangart exklusiv beherrschen und uns generell ein paar mehr Informationen dazu gewünscht. Martina hat geliefert… Dankeschön!

Podcast-Tipp der Woche

Auch diese Woche haben wir wieder einen Podcast-Tipp für euch mitgebracht: Folge 24 von Heu, Hafer und Co ist gerade erschienen. Pferde-Ernährungsexpertin Isabel aus Österreich erklärt, welche Besonderheiten nach dem Winter zu beachten sind. Es geht zum Beispiel um die Frage, ob der Fellwechsel durch Zusatzfutter unterstützt werden kann oder Anpassungen bei der Fütterung sinnvoll sind, wenn die Trainingsintensität für die Pferde im Frühling erhöht wird.

Wir wünschen viel Spaß beim Anhören der Folge!

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Hier geht’s zum vollständigen Transkript der Folge:

[0:00] Music.

[0:17] Hier ist der Pferde-Podcast-Folge 325. Jenny, du grinst schon. Warum? Du grinst.

[0:23] Keine Ahnung, warum du grinst. Ich grinst, weil du grinst. Ach so, weil ich dich vorgewarnt habe. Genau.

[0:30] Du hast gesagt, du hättest einen Knaller. Ja, du warst am vergangenen Wochenende auf dem Turnier und wir haben über den ersten Turniertag, die Turnierpremiere des Jahres 2025 schon kurz gesprochen. War ja ganz erfolgreich. Du hast mit ACDC ein Schleifchen mit nach Hause gebracht in einer L-Dressur auf 60 Meter. Das war die Besonderheit.

[0:53] Und wir sind noch Tag zwei schuldig. Da bist du ja noch in der M-Dressur angetreten und das war desaströs. Das können wir relativ schnell machen, oder? Du hast dich dreimal verritten. Ja, und sie haben mich nicht abgeklingelt, haben mich weiter reiten lassen und das hat sich natürlich in der Note trotzdem niedergeschlagen. Das ist übrigens gegen das Reglement. Also wenn die Richter bemerken, dass man sich verreitet, müssen sie einen abklingeln. Dann haben die gefälligst zu klingeln. Genau, dann haben die gefälligst zu klingeln, dann hätte ich mich ja nicht noch zweimal verrippt. Die lassen mich fertig reiten, wo ich dann so denke, echt jetzt? Egal, wir vergessen das ganz schnell. Wenn das unsere Lieblings-Europameisterin Nicole Weidner hört, wir können sie jetzt nie mehr im Pferdepodcast aufziehen mit ihrem Fehler, dass sie sich… Die weiß das schon, das habe ich ihr erzählt. Und sie hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass das gegen die Regeln ist. Wenn die Richter es bemerken, müssen sie klingeln. Wenn sie es nicht bemerken, dürfen sie es nicht abziehen. Ja, gut. Also wir vernuscheln jetzt quasi so ein bisschen noch einen Aspekt, der ja auch eine Rolle gespielt hat an diesem ersten Tag. Da hattest du, also du warst ja zufrieden, Schleife mitgebracht und so weiter und.

[2:02] Damit auch gut. Eigentlich so. Jetzt, ich will das ja und das ist ja der Knaller.

[2:08] Und du schüttelst schon den Kopf. Das ist das Geilste. Genau darum geht es ja. Genau darum geht es ja. Nur ganz kurz. Also nur so eine Überlegung. Also wenn es mal so Momente gibt während eines Turnierwochenendes, theoretisch, theoretisch, irgendwann, wo man sagt, man ist nicht einverstanden mit dem, was die Leute, die da so bewerten, die dann sagen 6,9, 7, irgendwas, 9,0. Wenn man da sagt, also man, nee, nö, dann ist ja, es gibt hier ja eine eiserne Regel, dass wir das in dem Podcast, also wir machen hier keine Richterschelte. Genau, das macht immer so den Eindruck, als würde man auf die Richter schimpfen und wäre nicht zufrieden. Alles klar verstanden.

[2:55] Dann gibt es ja nur mal theoretisch, man wäre nach so einem Turnierwochenende jetzt so, also man hätte wirklich Wut im Bauch und man sagt aber, nein, wir haben die Regel. Wir haben ja die Regel, wir machen das nicht theoretisch. Hallo, theoretisch. Also jetzt nur mal so ein Gedankenspiel. Wir haben ja ein Pay-Angebot, mit dem man uns unterstützen kann. Steady, ne? Das ist ja hinter einer Paywall, dass man da quasi auch so Folgen hinterlegt, wo man alles rauslassen kann. So eine Art Pferde-Podcast-Plus. Weißt du, dass wenn jemand sagt, ich bin bereit, jetzt einen Euro zu bezahlen, wenn ich Jenny mal ungefiltert hören will. So nach dem Motto Pferde-Podcast, Wertungsrichter, jetzt wird es schmutzig.

[3:41] Du willst nur die Leute dahin locken. Und man sagt, dass man auch mit allem vom Leder ziehen, das hätte auch den Vorteil, dass wenn sich das dann durchspricht bis zu der Wertungsrichterin und die meldet sich dann auch bei uns an, weil sie hören will, wie wir die beschimpfen. Wenn wir sehen, die E-Mail-Adresse von der kommt, dann können wir es noch löschen.

[4:03] Nein, komm, dann sagen wir es auch ganz kurz. Haben wir es nicht auch schon gesagt? Ja, ich glaube schon. Genau, wo ich so ein bisschen gestutzt habe über mein Protokoll. Das war eine Tressur-Reiterprüfung auf 60 Meter, die L-Tressur. Und ich hatte eine 6,8 und war damit platziert, alles fein. Und dann habe ich mein Protokoll gelesen, das haben wir in der Sendung schon gesagt. Ich habe mich so ein bisschen gewundert über dieses sehr korrekte Vorstellung. Ja, der Ausdruck im versammelten Trab könnte noch ein bisschen mehr sein. Und das hat mir ja keine Ruhe gelassen. Und dann habe ich gefragt, wieso gibt es denn dann keine Sieben in einer Tresurreiterprüfung, wo alles Tutti ist? Also alle Lektionen auf den Punkt sehr korrekte Vorstellung, sehr, sehr stand da. Schwarz auf weiß. Schwarz auf weiß. Und dann kam die Antwort, naja, das ist ja halt nur ein Haflinger und der kann ja natürlich nicht so einen Schwung entwickeln wie ein Warmblut. Ja, ja, aber deswegen reite ich ja auch eine Tristurreiterprüfung. Und das war dann so eine Antwort, wo ich dann so gedacht habe, ach, eigentlich reicht mir das nicht als Begründung, weshalb da keine Sieben vorm Komma steht. Das ist doch nur ein Haflinger, daran kann man ja… Genau, das ist ja irgendwie schon so ein bisschen, hat mich so ein kleines bisschen gefuchst und ich dachte so, bewerte doch in einer Reiterprüfung bitte die Pferde im Rahmen ihrer Möglichkeiten, aber doch hauptsächlich der Reiter und eine korrekt gerittene Prüfung, sehr korrekt, da gehört eine 7, Punkt.

[5:29] Boom. Theoretisch hätten wir unser Steady-Angebot mit dieser Folge nach oben petern können. Mit einem jetzt wird’s schmutzig, ihr Wertungsrichter, und jetzt hast du es dann doch einfach reudig verschenkt. Das ist aber gut.

[5:45] Damit Haken dran, oder? Und du gehst fröhlich in die nächsten Herausforderungen, die vor dir liegen im Turnierjahr 2025.

[5:56] Erstmal kleiner Fettschmuckler dran, der Klexi. Der Klexi. Darüber erzählen wir in der großen Folge, weil wir ja versprochen haben, dass wir in den kleinen Folgen unter der Woche uns beschäftigen mit den Zuschriften aus unserer Hörerschaft. Du erinnerst dich, wir hatten eine Folge, da hatten wir gesprochen über die Isländer und über das Tölten. Das war, glaube ich, auch eine Frage, ob du das schon mal gemacht hast und ob du schon mal auf so einem Easy gesessen hast und schon mal getöltet bist. Antwort, ja, ja, ja, es sind da so ein paar Fragen noch offen geblieben. Schrapp, Schrapp, genau. Können das mit dem Tölten nur die Easys? Können das andere auch? Und unsere Hörerin Martina hat sich gemeldet und zwar via TikTok. Und sie hat so ein bisschen was dazu aufgeschrieben, was uns schlauer macht. Ich lese mal kurz vor.

[6:44] Trab, Zweitakt, ist gleichzeitig, aber nicht gleichseitig und hat eine Schwebephase. Also der normale Trab, den wir kennen, tölt Viertakt, gleichseitig, aber nicht gleichzeitig, ohne Schwebephase, so wie der Schritt. Also quasi… Wie das Kamel, nur im Trab. Genau, richtig. Also doch Schrab. Doch, Schrab, so ein bisschen genau. Und sie schreibt jetzt noch, das trifft so überwiegend auf Isländer zu, es gibt aber viele verschiedene Gangpferde mit unterschiedlichsten, vom Menschen gewollten Tölt-Variationen.

[7:25] Je nach Rasse werden oft eher trabigere oder passigere Tölt-Variationen gewünscht. Pass hattest du ja auch erklärt, was das ist. Tempo gibt es von zackigem Schritttempo bis zum Renntempo.

[7:40] Also die Isis haben es nicht exklusiv, lerne ich daraus. Auch andere Pferderassen haben, es gibt Tölt-Variationen, die auch von anderen Pferderassen irgendwie, keine Ahnung, praktiziert werden, aber es ist dann doch so Aber deshalb ist das auch so bequem, weil es keine Schwebephase hat. Keine Schwebephase. Auch ein wichtiges Stichwort. Also ich fand das tatsächlich alles sehr… Vielen Dank, liebe Martina. Ich fand das sehr interessant und spannend. Es gibt noch eine Frage von Katharina. Und das ist, glaube ich, ein Problem, mit dem Katharina nicht alleine ist. Vielleicht also weg von den Isländern, hin zu einem Problem, was das Ausreiten betrifft. Sie schreibt, hallo ihr Lieben, ich habe mal wieder eine Frage. Meine Stute ist ein sehr unsicheres Pferd, vor allem im Frühling ist sie gestresst. Wenn ich mit anderen ausreite und mich dann trennen muss, wird sie leider völlig kopflos. Das geht so weit, dass sie mich überrennen würde, wenn ich am Boden bin. Meine Reaktion ist, dass ich so ruhig wie möglich bleibe und tief durchatme. Nur, das juckt sie leider überhaupt nicht. Wie kann ich ihr begegnen und was kann ich tun, damit das Ganze deeskaliert? Liebe Grüße und ich verfolge euch ja schon ewig und bin sehr inspiriert von eurem Podcast.

[9:02] Vielen Dank, liebe Katharina und ich glaube, sie ist nicht allein. Das kann man, glaube ich, schon mal festhalten. Was fällt dir denn so spontan dazu ein? Also spontan fällt mir tatsächlich ein versuchtes Mal am Boden. Ich weiß nicht, ob sie es schon probiert hat, weil sie schreibt ja, sie würde mich wahrscheinlich umrennen.

[9:18] Aber Pferde folgen ja ihrem Leittier am Boden. Wenn der Reiter auf dem Pferd sitzt, dann ist es nicht mehr dasselbe, als wenn der Mensch am Boden ist. Also so ein Pferd, das Vertrauen zu einem hat, das hat zu dem Menschen Vertrauen am Boden und folgt ihm. Wenn derjenige aber aufsteigt, dann ist das wieder eine ganz andere Sache. Dann kann das sein, dass die Pferde sehr viel unsicherer sind, weil sie das erstmal nicht so verknüpfen mit, ja da oben sitzt ja der, der es auch kann. Ruhig bleiben sowieso. Manchmal ist es aber, wenn ein Pferd sich wirklich so reinsteigert und man sitzt oben drauf, dann kommt es manchmal nicht so an bei dem Pferd. Also mein erster Impuls wäre, alles klar, wenn du dich trennen musst, absteigen, laufen. Und das Pferd wird dir wahrscheinlich ruhiger folgen, als wenn du drauf sitzt. Das machst du auch, ne? Das mache ich auch. Also ich habe das manchmal schon so gehört, wenn ihr von den Nonnen mit dem Rollator, wenn du davon erzählst, dass du dann sagst, ich bin dann abgestiegen und habe ihn vorbeigeführt.

[10:18] Das habe ich früher auch mit Globus gemacht. Also mit Globus, als der noch ganz jung war, der war auch sehr ängstlich im Gelände. Der ist auch nicht vorbeigegangen und der stand dann und das kann ich jetzt nicht. Und ich bin immer abgestiegen und habe ihn an den gruseligen Dingen vorbeigeführt. Und irgendwann hat sich das Vertrauensverhältnis dann so wirklich gefestigt, dass er kapiert hat, die, die oben drauf sitzt, ist dieselbe, wie wenn sie absteigt. Und das habe ich mit Chloris früher auch so gemacht, absteigen, vorbeiführen, irgendwo wieder aufsteigen. Also das hat ganz gut funktioniert. Es wäre ein Versuch wert, wenn sie es noch nicht versucht hat, vielleicht auch einen Strick mitnehmen, dass man das Pferd nicht nur am Zügel hat, sondern vielleicht einen bisschen längeren Strick, falls es doch irgendwie mal so ein bisschen zur Seite springt, dass man einen kleinen, bisschen größeren Radius hat. Genau. Also das wäre so mein erster Impuls, dass man sowas mal probiert.

[11:13] Kann man es trainieren? Ja, man kann es auch trainieren. Man kann zum Beispiel üben, wenn man mit der Gruppe ausreitet und trennt sich, dass man erst mal nur fünf Meter weg geht. Und dann kommt man wieder zusammen und dann geht man mal sechs Meter weg und dann mal sieben Meter, mal acht Meter. Dass man das Ganze so ein bisschen langsam trainiert, dass dieses Pferd nicht sofort diese Verlustangst hat, wenn es auf einmal die Kumpels nicht mehr sieht, sondern dass man sich Zeit nimmt und sich wirklich mit der Gruppe abspricht. Wir üben das jetzt, dass man weggeht von der Gruppe, man geht mal zu zweit weg von der Gruppe, man geht mal alleine weg von der Gruppe, kommt aber immer wieder zurück, bis so ein Pferd auch genügend Vertrauen hat, das weiß, da passiert mir nichts. Auch wenn ich jetzt von der Gruppe weggehe, ist das Leben trotzdem schön. Und irgendwann kommen die schon mal wieder. Interessant finde ich, dass du nicht über eine Stelle stolperst, über die ich irgendwie total gestolpert bin. Nämlich so dieses, wenn wir uns trennen müssen, also so nach dem Motto, naja, wenn ihr doch gemeinsam ausreitet, warum trennt ihr euch dann eigentlich? Aber offensichtlich, also du sagst, das passiert halt beim Ausreiten. Vielleicht trifft man sich irgendwo, dass man sich verabredet hat, komm, wir gehen zusammen ausreiten, wir treffen uns da und trennen uns da wieder oder manchmal ist es auch so.

[12:24] Einer will ein bisschen länger noch, aber ich muss jetzt die Abkürzung und muss wieder nach Hause oder so, kann ja tausend Gründe geben, warum man sich trennt. Also ich merke schon, da stolperst du gar nicht drüber. Das ist ganz normal irgendwie. Gemeinsam ausreiten heißt nicht nebeneinander losreiten und auch nebeneinander wieder zurückkommen, sondern das ist halt so. Und also von daher keine ungewöhnliche Situation, die sie beschreibt. Das ist Gang und Gäbe.

[12:47] Und man müsste dann einfach die Mitreiter bitten, so ein bisschen vielleicht mitzuhelfen. Du, ich habe das Problem, lass uns doch mal üben. Also das wäre… Genau, also wir haben das früher auch trainiert, dieses Wegreiten von der Gruppe. Also mit den jungen Pferden mache ich das sowieso immer. Also das ist auch, ich gehe auch mit jedem Pferd immer mal wieder alleine ins Gelände. Also weg von zu Hause, alleine. Acy ist der Schlimmste, wenn er alleine ist. Der ist total außer sich und hat Angst vor allem und ist total angespannt. Und bei Benni ist es so, je nachdem, wie weit weg wir von zu Hause sind. Der ist ganz cool, wenn der Klecksi oder der AC dabei sind. Aber je weiter wir wegkommen von zu Hause, umso aufgeregter wird der. Das hallert der offensichtlich. Okay, wir gehen hier immer weiter weg. Die führt mich jetzt ins Verderben, ins sogenannte Verderben. Und das übe ich auch, indem ich immer, ach, ich gehe heute mal zehn Meter weiter als das letzte Mal. Und dann drehen wir wieder um. Guck mal an. Also dann ist es doch interessant. Also ich hatte vorher so unterstellt, sie ist damit bestimmt nicht allein, dass selbst du jetzt sagst und zu erkennen gibst, also auch dich treibt das um und das ist so Work in Progress. Also umso deutlicher, finde ich, wird, dass das ein Problem ist, was bestimmt ganz viele haben und was auch du ja offensichtlich hast.

[14:05] Aber ich finde, so ein Pferd sollte einfach auch zuverlässig alleine ins Gelände gehen. Also es lohnt sich, es ist eine total sinnvolle Investition, sich damit zu beschäftigen, dass man das hinbekommt. Ich hätte also als Globus noch ganz jung war, hätte ich auch nie gedacht, dass der mal so ein zuverlässiges Pferd wird, ohne andere Pferde bei sich im Gelände. Und der war, ich bin ja ganz, ganz viel mit dem ausgeritten, ganz lange Touren alleine mit dem gemacht. Und der war wirklich, irgendwann war der eine Bank, also da wäre nichts passiert. Da hätte ich meine Hand für ins Feuer gelegt, dass der…

[14:37] Überall vorbeigegangen ist, überall drüber gegangen ist und sich nicht irgendwie

[14:41] angestellt hat, ich bin hier ganz allein. Aber es war ein Weg, um da hinzukommen und von daher, also Katharina, du bist nicht allein. Jenny will noch was sagen. Es hilft auch immer mit den Pferden ganz viel alleine spazieren zu gehen. Wie mit dem Benni, immer mal ein Stück weiter, immer mal ein Stück weiter. Das kann man auch trainieren. Also, da ist man wieder bei der Logik, spazieren gehen.

[15:04] Frauchen ist am Boden und damit das Leittier ist am Boden und umso stärker wird die Bindung. Aber dann hat man nicht diese Situation, weg von den Kumpels und dann regt sich das Pferd schon mal auf. So hat man schon ein ruhiges Pferd und geht damit spazieren. Alles klar. Katharina, du hast eine Aufgabe zu erledigen. Ich habe noch einen Podcast-Tipp mitgebracht. Folge 24 von Heuhafer & Co. ist heute erschienen. Ich weiß das, weil ich es selber publiziert habe und es geht um die Fütterung von Pferden im Frühjahr. Welche Besonderheiten gibt es da? Manchmal wird ja auch das Training umgestellt, wenn sozusagen nach einer Winterpause, hast du jetzt nicht so, aber das gibt es so hier und da, dass irgendwie dann so mit dem Frühjahr auch wieder die Trainingsintensität erhöht wird. Sollte man da von der Fütterung her was umstellen? Kann man den Fellwechsel, kann oder sollte man oder müsste man den Fellwechsel von Pferden mit Zusatzfutter unterstützen oder ist es in der Regel gar nicht nötig? Bei welchen Pferden ist es nötig?

[16:06] Mit solchen Fragen beschäftigt sich Fütterungsexpertin Isabel mit ihrer Kollegin Janika. Große Empfehlung, Heu, Hafer und Co. gerne mal reinhören. Wir bedanken uns fürs Zuhören und habt eine pferdige Zeit. Bis nächsten Montag. Ich habe jetzt Hunger, komm. Ja, wir frühstücken jetzt. Also, tschüss.


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