
Ein Highlight der Folge ist das Lehrgangswochenende mit dem renommierten Reitlehrer Reimund Wille, der erneut in „The Länd“ zu Gast war. Jenny hat diesmal mit Nesthäkchen Benny teilgenommen. Sein Trainingsprogramm wird nun stetig gesteigert – behutsam, aber kontinuierlich. Welche Fortschritte er gemacht hat und an welchen Baustellen noch gearbeitet wird, erfährst Du in der neuen Episode.
Benny: Der unkomplizierte Lausbub mit zwei Gesichtern
Passend dazu setzen wir in dieser Folge unsere kleine Vorstellungsrunde der Pferdepodcast-Herde fort. Nach Oldtimer Globus in der letzten Folge ist nun Benny an der Reihe. Jenny beschreibt ihn als „unkomplizierten Lausbub“ – und das trifft es perfekt.
Ein freundliches Wesen mit einem Lächeln im Gesicht
Benny ist super umgänglich, immer kooperativ und bringt eine unglaubliche Leichtigkeit mit. Seine Standardantwort scheint stets zu sein: „Ja, okay, mache ich.“ Er erschrickt mal oder bockt, wie es sich für ein junges Pferd gehört, aber insgesamt ist er ein unkomplizierter und angenehmer Partner. Jenny schwärmt: „Er lächelt einfach immer.“
Benny checkt seine Rolle in der Herde
Neben seinem freundlichen Wesen zeigt sich Benny jedoch auch von einer anderen Seite: Er testet langsam aus, welchen Platz er in der Herde einnehmen kann. Ranghöhere Pferde zu vertreiben, klappt mal mehr, mal weniger – aber Benny bleibt gelassen: „Heute nicht? Okay, dann probiere ich es morgen nochmal.“ Seine Ambitionen könnten ihn schon bald an die Spitze der Gruppe bringen.
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Training für die richtige Muskulatur
Ein weiteres spannendes Thema in dieser Folge: Jennys Trainingseinheit für Nachwuchsreiterinnen mit dem Fokus auf gezielten Muskelaufbau. Eine starke Oberlinie ist essenziell, um die Pferde optimal auf L-Dressur oder VL vorzubereiten.
Gezieltes Training für eine starke Oberlinie
Jenny setzte auf Übungen zur Stärkung der Halsmuskulatur und erklärte unter anderem:
- Übergänge innerhalb der Gangart: Ständiges Anspannen und Loslassen fördert gezielt den Muskelaufbau.
- Volten und Zirkel reiten, um Stellung und Biegung zu fördern.
- Innen überstreichen: Das Pferd lernt, sich selbst zu tragen, ohne übermäßige Einwirkung der Reiterhand.
- Mähnenkamm als Indikator: Ein kippender Mähnenkamm zeigt, dass die richtigen Muskeln aktiviert werden.
Durch konsequente Wiederholung kann sich die Muskulatur nachhaltig entwickeln. Ziel ist nicht nur ein optisch „aufgemuskeltes“ Pferd, sondern eines, das sich wirklich selbst tragen kann – ohne 50 Kilo in der Reiterhand.
Interview mit S-Dressur-Reiterin Christina Boos
Ein weiteres Highlight der Folge ist das Interview mit der erfolgreichen bayerischen S-Dressur-Reiterin Christina Boos. Sie war kürzlich im Schwarzwald zu Gast und hat Jennys Pferde AC/DC und Klex kennengelernt. Im Gespräch gibt sie Einblicke in ihre Arbeit mit jungen Pferden und spricht über ihre internationalen Erfolge.
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Hier geht’s zum vollständigen Transkript der Folge:
[0:00] Das ist der Hafer- und Bananenblues. Das ist das, was jedes Pferd haben muss.
[0:07] Der Pferdepodcast ist hier, Folge 330. Und ich glaube, es wird wieder alles drin sein in der Sendung, was die Hörerinnen und Hörer vom Pferdepodcast so kennen und hoffentlich auch mögen. Wir sind in einem Lehrgangswochenende.
[0:24] Ich finde es ja geil, dass die Saison jetzt so gefühlt wieder losgeht und dass es so einen gewissen Rhythmus gibt aus, du startest mal beim Turnier, mal sind Lehrgänge. Raimund Wille ist in The Land und du hast dich dazu entschieden, mit Benni an diesem Wochenende am Start zu sein. Die erste Trainingseinheit ist schon rum. Ihr kennt das schon. Wir nehmen Samstagmittags auf und die zweite Trainingseinheit steht morgen dann noch an. Wieder mit Benni? Die Fragezeichen, wo wir gerade bei Benni sind. Wir können ja vielleicht auch unsere kleine Miniserie fortsetzen. Könnt ihr eure Pferde mal vorstellen? Jenny, du hast unter der Woche lange über Globus gesprochen. Wir haben ein sehr, wie soll ich sagen, ein Pferde gewordenes Naturereignis kennengelernt. Ein Pferd mit vielen Eigenarten. Was ist Benni so für ein Typ? Was ist er für ein Charakter? Vielleicht können wir das an der Stelle auch mal mit erwähnen. Wir haben Christina Boos im Interview, habe ich schon erwähnt. Muss man vielleicht auch noch eine kleine Bemerkung vorab machen, weil es gibt so Interviews, wo nicht alle Fragen beantwortet werden und auch bei mir im Nachhinein noch Fragezeichen geblieben sind. Vielleicht kannst du da auch noch ein bisschen Licht ins Dunkel bringen. Und bevor der Manni die Hymne spielt, will ich dich noch erfreuen, Jenny.
[1:42] Überraschend. Überraschend. Ich glaube, ich habe zwei Sachen für dich, wo du voll drauf abfährst. Kleiner Insider-Gag, ich würde dir gerne was vorlesen.
[2:00] Da habe ich heute schon große Erfolge mit gefeiert, dir was vorzulesen. Transparenzhinweis, also Insiders. Streit ist jetzt ein großes Wort. Aber wie die Kesselflicke haben wir gestritten, weil du mir was vorgelesen hast und ich habe gesagt, ich will das nicht hören und gehen weg. Warum liest du mir so eine Scheiße vor? Und jetzt habe ich ein ganzes iPad mitgebracht und da ist viel drin, was man vorlesen kann. Und bei der Gelegenheit muss ich dir das Geständnis machen, dass ich kurzzeitig gedanklich fremdgegangen bin. Aber ich habe schon wieder Schluss gemacht mit der Carvalho-Redakteurin des Artikels, den ich dir zumindest in Auszügen vorlese. Und damit fangen wir auch gleich die Sendung an. Aber bevor das passiert, wird erstmal der Manni, unser Orchestermusiker, ganz kurz die Pferde-Podcast-Hymne spielen. Und los geht’s.
[2:51] Music.
[3:09] Die Cavallo-Redakteurin, mit der ich mir eine gemeinsame Zukunft zumindest kurzzeitig hätte vorstellen können, heißt Christina Hofer. Und sie hat einen Artikel geschrieben, der überschrieben war mit der Schlagzeile eine haarige Beziehung. Und ich, also kurz der Antext, dreckige Reitstiefel im Flur, müffelnde Jacken an der Garderobe, Alltag im Zusammenleben mit einer Reiterin und Grundlage für so manchen Zwist. Und da habe ich gedacht, endlich mal eine, die mich wirklich versteht. Und dann so die ganzen, also nur die Zwischenüberschriften so. Ich lasse jetzt alles in meinem Auto. Mein Auto stinkt halt jetzt. Ständig stehen deine Stiefel im Weg. Wieso liegt deine Reithose auf dem Bett? Im Flur stinkt es schon wieder nach Pferd. Das Auto sieht schon wieder aus wie Sau. Und in dem Artikel, der sehr liebevoll und gut geschrieben ist, also ich fühlte mich einfach erst mal abgeholt. Mit den Themen, die da so angesprochen wurden.
[4:12] Welche Lösungsmöglichkeiten gibt es? Vielleicht eine zweite Waschmaschine haben wir ja auch. Und vielleicht irgendwie ein Lager, eine Kiste, wo man müffelnde Sachen reintun kann. Aber da stinken sie ja auch in der Kiste. Genau, also sie diskutiert es alles so an und wir nähern uns auch schon dem Punkt, an dem ich gesagt habe, okay, ich muss mit Christina, ich mache wieder Schluss mit ihr, weil es wird so andiskutiert, aber so ein bisschen, also für meinen Geschmack halbherzig, genau. Also mein Geschmack. Meine Vorstellung ist ja, also wenn man den Film Outbreak kennt, mit den Viren, dass man also quasi so, wenn du vom Stall kommst, dass man da auch so einen Quarantäne, so ein, weißt du, so mit Duschen und so. Ich hatte mal einen Nachbar, dessen Freundin war auch Reiterin. Das war gerade in meiner Reitpause, da war ich noch ein ganz junges Mädel. Und die musste sich immer im Keller umziehen. Egal, ob es kalt war oder warm. Das wäre doch mal. Da dachte ich ja damals so, echt, du schickst die jetzt in den Keller zum Umziehen? Ja, wie? Geht’s noch? Alter, war immer arschkalt. Das geht doch nicht. Also ich gehe nicht in den Keller, um mich umzuziehen. Und ich hätte jetzt gedacht, nachdem mich Christina so abgeholt hat, habe ich gedacht, okay, sowas kommt jetzt dabei raus und ich hätte es als Diskussionsbeitrag zu schätzen gewusst. Aber, und jetzt die Schlussbemerkung dieses Artikels.
[5:31] Schließlich kann man sich einigen. Pferdegeruch ist kein Makel, sondern ein Lebensstil. Liebe Nichtreiter da draußen, seid nachsichtig mit uns. Wir lieben euch, aber unsere Pferde eben auch. Und manchmal, nun ja, hinterlassen sie ihre Spuren im Auto, in der Wohnung, in unserer Beziehung. Aber sind wir doch mal ehrlich, ohne Pferdehaare wäre das Leben doch nur halb so schön. Auf jeden Fall. Pferde machen glücklich. Manchmal auch unglücklich. Und da habe ich mich in eine Falle gelockt gefühlt von Christina, von der Zeitschrift Cavallo, wo ich sage, da will ich nicht reinlaufen in diese Falle.
[6:08] Gut Jetzt haben wir gelernt, wie ich fremdgehe Und jetzt geht es endlich los mit dem Pferde-Podcast Lehrgangswochenende Bei Raimund Wille, Wir haben unter der Woche den Oldtimer Globus so ein bisschen vorgestellt und du hast die Eigenarten von ihm erzählt. Was für ein verrückter Knabe der war, was für verrückte Sachen der gemacht hat. Mit einem BH hast du ihn einfangen müssen, weil er nach der ersten Nacht bei dir im Stall ausgebrochen ist, in den Weinberg und abgehauen ist. Alles klar, Tschüssikowski. Jetzt warst du mit dem Nesthäkchen unterwegs. Also wir switchen von deinem ältesten Pferd in der Sammlung hin zum jüngsten, das du hast, Benni. Bevor du erzählst, was du mit ihm gemacht hast heute bei Raimund Wille, hartes Training, es geht ja jetzt so langsam, geht es ja los für ihn, der Ernst des Lebens beginnt, Dressurtraining, du führst ihn da so peu à peu ran.
[7:06] Wie würdest du Benni so als Charakter beschreiben, wenn also Globus, der verrückte Russe mit den vielen Marotten und mit dem Fass mich nicht an und man darf mich nur von einer Seite besteigen. Wie ist Benni, also was ist der so für ein Typ? Benni ist der unkomplizierte Lausbub. Ich glaube, so kann man es sagen. Der unkomplizierte Lausbub. Ja, der ist super umgänglich, der ist immer kooperativ. Was möchtest du? Ja, okay, mache ich. Der hat noch keinen falschen Schritt gemacht, seit ich dieses Pferd kenne. Wirklich noch keinen einzigen. Und der ist so, ja, der erschreckt sich auch mal und der bockt auch mal. Das muss er aber auch. Er ist ein junges Pferd. Aber der ist so folgsam und so leicht zu erziehen. Das macht so viel Spaß mit diesem Pferd. Der ist einfach so, der will immer gefallen, der will alles richtig machen, der lächelt immer. Das ist so ein richtiger, so ein unkomplizierter Laus. So, das ist, glaube ich, ganz kurz zusammengefasst. Ich würde gerne noch auf einen Punkt, und dann steigen wir ein ins Lehrgangswochenende, ich würde gerne noch auf einen Punkt irgendwie hinweisen oder was mir so auffällt. Du kannst die alle sehr gut charakterisieren und du bringst es auch total gut auf den Punkt. Aber, es gibt ein Aber, ich habe immer so das Gefühl, die haben mindestens zwei Gesichter. Also zum Beispiel Benni. Ein Pferdegesicht und ein Menschengesicht.
[8:34] Ja, aber auch so von Ihrem Charakter oder von dem, was man Ihnen so zuschreibt. Wir hatten ja zum Beispiel bei Benni so nach dem Motto, der ist das Nestekchen, den muss man in Schutz nehmen. Der wurde am Anfang ja auch böse weggeschickt und so weiter und war ganz unten. Also er war so ein bisschen der Fußabtreter in der Hierarchie und dann dauert das irgendwie zwei, drei, vier Monate und dann rumpelt es mal im Stall und du denkst, okay, jetzt kommt bestimmt gleich der Benni rausgejagt, weil sie ihn wieder rausgeschmissen haben. Wer aber rausgelaufen kam, fluchtartig, waren die beiden anderen. Nee, war nur der AC. Oder nur der AC. Also das, wo man dann so denkt, also… Klecksi hat sich nicht beeindrucken lassen von ihm. Okay, aber das ist ja schon, wo man dann so denkt, guck mal an, der kann ja auch anders. Und bei Globus ist es ja genauso. Also der steht oft abseits und so. Also ich erinnere mich an diesen einen Winter, da hast du noch geweint.
[9:29] Da stand er auf so einer Reha-Wiese, es war bitterer, tiefer Schnee und der stand abseits. Abseits des Futters und der Herde, weil er da nicht hin wollte. Und dann hat der liebe Bauer noch einen extra Heuballen für ihn dahingestellt, dass er auch was zu essen hat. Und das war so ein trostloses, trauriges, schreckliches Bild. Und du hast bittere Tränen geweint. Also das war so hessisch Sibirien und er ist ganz allein. Und dann kommen wir aber zwei Wochen später dahin. Und er war der Chef und er hatte alle Stuten unter sich und bei sich. Und wo man so denkt, alles klar, mein Pferd hat mindestens zwei Gesichter, oder?
[10:09] Ja, also zu den Pferden ist Benni auch nicht zimperlich. Also der kann sich schon sehr gut durchsetzen, der macht das aber sehr charmant. Also der hat das so, das kam so schleichend, dass er zumindest mal im Rang über AC steht. Und das ist so ein bisschen merkwürdig, weil, also Benni ist im Rang über AC, aber AC ist über dem Klecks, aber Benni ist unter dem Klecks. Also das ist irgendwie nicht so eine richtige Reihenfolge, eins, zwei, drei, sondern das ist so gemixt. Also AC kann den Klecksi wegjagen, aber nicht den Benny. Benny kann den AC wegjagen, aber nicht den Klecks. Klecks kann den Benny wegjagen, aber nicht den AC. So rum. Also das ist irgendwie, habt ihr es verstanden? Ich verstehe es manchmal auch nicht. Also ich würde es mal aufschreiben. Die sind schon relativ gleichberechtigt. Relativ. Wenn es ums Essen geht, ist Benni schon sehr nachdrücklich, weil AC immer da hinten steht und guckt, könnte ich was essen.
[11:03] Klecks und Benni können auch zusammen aus einem Napf fressen, Benni und AC nicht. Also das traut sich der AC nicht, da hinzugehen.
[11:12] Aber Klecks und Benni können auch zusammen aus einer Schüssel fressen. Also das ist schon so ein bisschen, ja. Aber Benni ist, also der ist schon relativ ranghoch und ich glaube, das dauert auch nicht mehr lange, dann ist er auch Chef in dieser Gruppe. Also der testet immer schon mal an, kann ich das braune Ding da auch wegschicken? Oh, der geht nicht, scheiße. Probe ich morgen nochmal. Aber er testet schon, alles klar. Er testet und er hat immer ein Lächeln auf dem Gesicht. Hast du gesehen? Ich habe mal versucht, ging nicht, macht nichts. Morgen wieder, alles klar. Und wir haben ja aber auch gelernt, bloß weil da mal ausgetestet wird, heißt das ja nicht, dass die sich nicht auch gut verstehen und gut miteinander klarkommen. Also das ist ja, das eine schließt das andere ja mitnichten aus. Von daher, alles gut. Jetzt drücke ich mal den Themenwechselknopf, weil wir wollen natürlich auch wissen, Wie ist es denn weitergegangen mit der Dressurarbeit?
[12:03] Du hast dich dazu entschieden, Benni mitzunehmen zu Raimund Wille, den du ja immer so als Reitlehrer, bei dem eine gewisse Ernsthaftigkeit immer mitkommt. Also da kann man nicht, das ist nicht so, dass man sagt, ich bereite heute mal Unterricht und also ich sitze oben und der Lehrer steht unten und sagt dann, wie toll ich bin. Also so läuft es ja nun eher nicht ab. Also da gibt es ja immer klare Vorstellungen, auch von Raimund Wille, auch so eine gewisse Anspruchshaltung, der man gerecht werden muss. Und dann hast du dich dafür entschieden, das zarte kleine Bennilein anzusehen. Der ja aber auf dem Weg zum Chef ist, bla bla bla. Nein, aber so ein bisschen Nestekien-Status hat er schon noch, aber das ist ja auch so ein gewisses Signal, der Ernst des Lebens beginnt und du nimmst ihn jetzt mit in so ernsthafte Trainingseinheiten. Kann man schon so sehen, oder? Ja, also ich habe ja auch das erste Turnier geplant in zwei Monaten.
[12:55] Es gibt ja nicht so viele Reitpferdeprüfungen. Hört, hört. Und da gibt es eine ausgeschrieben auf 60 Meter in einer Halle. Ich glaube, das ist eine ganz gute Location, um das einfach mal zu testen, wie der sich so benimmt. Und dafür brauchen wir Schritt, Trab, Galopp, bisschen zulegen, Schritt, also dann wird er vorgemustert und so. Also das, glaube ich, kriegen wir hin. Und ich wollte natürlich auch, Raimund Willis, Urteil, auf welchem Weg sind wir denn? Ist das denn gut so, was ich da mache? Bitte einmal checken, kann ich so weitermachen? Ist das okay oder mache ich irgendeinen Fehler und wir müssen jetzt sofort abwenden? Und ist es eine gute Idee, in zwei Monaten da hinzugehen? Das habe ich nicht mit ihm besprochen. Das mache ich, also das entscheide ich dann auch für mich, also eine Woche vorher, ob ich da hinfahre oder nicht. Und wenn ich, das ist ja so dieses, ich fahre da nur hin, wenn die Chance besteht, dass er auch gewinnt. Also ich werde ihn nicht auf dem Turnier vorstellen, um ihn vorzustellen.
[13:48] Sondern ich will mit ihm aufs Turnier gehen, wenn die Chance besteht, er kann das gewinnen. Und wenn ich nicht das Gefühl habe, dass er gewinnen kann, werde ich nicht starten. Also das ist so, er muss schon auch imstande sein, da gut mitzulaufen. Und die Einschätzung von Raimund Wille ist dann dir einfach wichtig, so als eine Meinung, die du da mal so dann in deine Erwägung mit einbaust. Also genau. Und das….
[14:13] Das nimmst du halt mit und zur Kenntnis und das ist dir schon wichtig, wie schätzt er die Dinge denn ein? Wie schätzt er die Dinge denn ein? Gibt es denn schon sowas wie ein Zwischenfazit? Ja, klar gibt es das und er hat dann gefragt, wie hat es sich denn entwickelt? Weil als wir das letzte Mal bei ihm waren, war Benni ja noch weit weg von einer Anlehnung, weit weg von Hals fallen lassen, wo er mich ja dann hat auch an einem längeren Zügel wirklich hat viel galoppieren lassen und lass den sich mal selber ausbalancieren. Stimmt, ich erinnere mich. Wir haben dann kurz so ein bisschen drüber gesprochen. Ich habe gesagt, ich bin dann irgendwann dazu übergegangen, ihn auch so ein kleines bisschen fester zu, also eine Verbindung herzustellen, dass er auch eine Anlehnung findet, wenn er sie sucht. Und das habe ich ihm gesagt. Ich habe das nicht so lange gemacht mit dem langen Zügel, weil ich das Gefühl hatte, dass er doch sehr alleine war und gar nicht so richtig wusste, was soll ich denn eigentlich? Hat er geschimpft? Nee, er hat überhaupt nicht geschimpft. Also ich habe gesagt, er ist auch immer noch manchmal so ein bisschen maulig. Also, dass er sich raushebt und dass er sagt, nee, das will ich nicht, das macht er immer noch gelegentlich, aber kein Vergleich noch, wann war das vor sechs Wochen oder acht Wochen, als Herr Wille da war.
[15:22] Na ja, dann sagt er, dann reit mal los, erst mal Schritt und dann haben wir ja schon mal gepunktet im Schritt, wo er gesagt hat, ja, also besser geht das ja nicht. Also, der Schritt, der ist super und jetzt noch ein bisschen Runde, noch ein bisschen Nase vor und dann, das wird mal ein geiles Pferd, war so die Aussage von Herrn Wille. Und an dem Schritt hat er null zu mäkeln gehabt. Das war alles super. Ich habe ihm auch angewöhnt, dem Benni, dass er halt einfach schreitet. Ich will gar nicht so viel machen, aber der hat jetzt gelernt, okay, die will Schritt, dann muss ich da marschieren und richtig schreiten und fleißig nach vorne gehen und mich strecken und den Hals lang machen. Und das macht er inzwischen auch echt gut. Wenn er nicht aufgeregt ist, dann kann er das ganz prima sich entspannen im Schritt. Und die Trabarbeit, wir sind heute…
[16:09] Haben wir auch mehr so an dem Runden, also mach ihn ein bisschen runder, lass ihn ein bisschen Nase vor, aber doch Nasehöhe, Buggelenk, dass er einfach auch lernt, den Rücken aufzumachen. Und das hat er heute wirklich schon richtig gut gemacht. Also wir sind, ich habe gar nicht so lange gebraucht, bis er losgelassen hat und bis er wirklich super schön groß getrabt ist mit der Hals, den Hals hat er fallen lassen, er hat losgelassen und ich musste aussitzen. Damit habe ich ja nicht gerechnet. Und das war sehr anstrengend. Also dieses Pferd zu sitzen ist wirklich mega anstrengend. Also auch wenn er einen mitnimmt in der Bewegung und er auch einen schönen Schwung hat, ist es schwierig, die das Video so kommentiert haben, an einem ruhigen Bein arbeiten. Ah ja, ja, ja, okay, verstehe. Da muss ich sehr an einem ruhigen Bein arbeiten. Also dieses Pferd hat so viel Schwung, dass es schon schwierig ist, den auszusitzen. Vor allem jetzt schon.
[17:09] Aber Herr Wille hat gesagt, das machen wir jetzt mal zehn Minuten, das schadet dem nicht. Ich habe ihn noch nie ausgesessen, also ich würde ihn immer leicht traben, ich würde auch die jungen Pferde immer mehr leicht traben, aber na klar müssen die das lernen und die müssen auch lernen, dass sie halt trotzdem, auch wenn der Reiter sitzen bleibt, trotzdem den Rücken loslassen und trotzdem locker vor sich hin traben. Und wir haben das heute ein bisschen geübt. Es war für mich echt eine Herausforderung, also so an meiner Atemfrequenz. Also es war schon super anstrengend, aber es hat ganz gut geklappt. Und dann, wir haben gar nicht so viel gemacht. Schritttrab, Galopp geradeaus, Übergänge und auch mal so ein kleines bisschen Schenkel weichen und ein kleines bisschen aus der Ecke kehrt und an Travers denken, wenn du zurückreitest.
[17:52] Das sind so Dinge, die das Pferd einfach so ein kleines bisschen mehr schließen. Man reitet das ja noch nicht, so Traversartig, natürlich nicht. Du kannst es nur denken. Und dann habe ich aber schon gemerkt, okay, und jetzt lässt er noch ein bisschen mehr fallen. So dieses einmal kurz seitwärts hilft den Pferden wirklich loszulassen. Und das haben wir heute geschafft. Also Herr Wille war, glaube ich, ganz angetan von dem Pferd. Also der gefällt ihm, glaube ich, gut. Und ich habe gesagt, ich würde ihn morgen auch nochmal mitbringen und keinen von den anderen. Und ja, das fand er sehr gut. Also der kann auch jetzt ruhig lernen, auch mal zwei Tage hintereinander zu arbeiten. Und dann hat er zwei Tage frei, gar keine Frage. Aber morgen nochmal mit Benni und dann werden wir noch so ein bisschen an diesem, bisschen runder, bisschen tiefer, Rücken aufmachen, Hinterhand wirklich benutzen. Also manchmal, am Ende hat man schon gemerkt, dass das Hinterbein so ein bisschen langsamer wurde. Wo er dann gesagt, jetzt lässt er ein bisschen nach mit dem Hinterbein. Aber dann habe ich wirklich einen kurzen Impuls mit dem Schenkel und ich habe es im Spiegel gesehen. Wieder auf einmal, oh, alles klar, da war das Hinterbein wieder elektrisch. Also er reagiert schon gut auf die Hilfen und er reagiert auch mittlerweile sehr gut auf die vorwärtstreibenden Hilfen, wo er ja anfangs echt noch träge war und ich so gedacht habe, boah, der geht nicht vorwärts, der ist faul. Aber das funktioniert mittlerweile auch.
[19:09] Also wenn du morgen wieder mit ihm da bist, dann kann ich ja morgen mal kommen, um nicht zu filmen. Das habe ich schon mal gelernt. Also ganz wichtig. Wir können es filmen, aber wir zeigen es nicht. Aber wir zeigen es nicht, genau.
[19:20] Und sind wir da auch beim Thema, also das Gegenteil von Aussitzen ist doch Leichtraben. Genau. Ich hätte jetzt jede Wette geschworen, dass Leichtraben grundsätzlich immer und in allen Fällen anstrengender ist als Aussitzen. Weit gefehlt, laienhafte Sicht, offensichtlich. Das ist schwerer schon für einen Anfänger. Das Leichtraben ist schon schwerer für jemanden, der anfängt mit dem Reiten. Allein also Körperspannung und da hochzukommen. Also ich als Sack, wie ich da damals auf dem Oscar saß, das habe ich fünfmal geschafft und dann war aber auch schon jetzt mal Ende Gelände. Aber dieses Aussitzen und locker bleiben in der Hüfte und mitschwingen, das ist schon auch, man benötigt schon viel Körperspannung, um das durchzuhalten bei einem Pferd mit so viel Schwung. Und ich habe nur darauf gewartet, dass er gesagt hat, so jetzt galoppieren wir an. Er hat es aber nicht gesagt. Wir galoppieren immer noch nicht an. Also aussitzen im Galopp ist dann nochmal eine Spur. Das ist einfacher. Also im Galopp, da nimmt er einen schön mit. Man kann das gut sitzen. Verstehe. Und im Trab aussitzen ist schon noch schwer für mich. Aber übernächste Woche kommt die Sattlerin und dann würde ich gerne einen Schraub-mich-fest-auf-dem-Fernspartier stellen. Das lag mir jetzt gerade, also du nimmst mir jetzt die Frage aus dem Mund sozusagen, mit diesem, also wenn du sagst aussitzen auf Benni, anstrengen,
[20:35] puh, das ist also ganz schön fordernd. Da sind wir aber dann auch fünf vor dem Thema Sattel.
[20:40] Der Sattel kann da helfen. Also das ist irgendwie, also spielt da eine Rolle bei dem Thema. Ja, ich habe eine gute Bekannte, die jetzt auch einen neuen Sattel hat mit diesen großen aufgesetzten Pauschen. Die hat auch ein Pferd, das sehr viel Schwung hat und wo wir immer uns kaputt gelacht haben in der Dressurprüfung. Oh du, ich konnte schon wieder nicht sitzen. Ja, man hat es gesehen, hat aber der Vorstellung keinen Abbruch getan. Aber sie hat jetzt auch einen Sattel mit wirklich so Pauschen, die den Reiter einfach ein bisschen sicherer halten und man kann das Bein ein bisschen ruhiger halten. Also wenn es diese Hilfsmittel gibt, warum soll man sie nicht benutzen? Also das ist schon auf AC oder so würde ich mich da nicht wohlfühlen, weil ich da das brauche ich einfach nicht. Da habe ich gerne mehr Platz und da brauche ich keine Pauschen, die mir helfen, ruhig zu sitzen. Du willst schon den Knopf drücken? Ich wollte den Knopf drücken. Du guckst immer nach dem Hund, ne? Ich glaube, die muss mal… Nee, ich glaube, die ist so ein bisschen… Jetzt hat sie sich hingelegt.
[21:38] Entspannung. Wir nehmen den Themenwechselknopf zurück. Erzähl doch ein bisschen.
[21:44] Bevor wir zu Christina Boos kommen, wollte ich, habe ich noch einen Themenwunsch. Wir haben ja in der kleinen Folge unter der Woche immer die Hörersfragen, aber ich habe ja auch manchmal eine Frage.
[21:55] Und wir sind da eigentlich auch ganz nah beim Thema Arbeit mit dem jungen Pferd. Und so weiter und was sind die richtigen Übungen und wie baut man das alles so auf. Stichwort, wenn du in der Rolle der Dressur-Trainerin bist, manchmal, haben wir ja schon mal erzählt, gibst du ja auch den jungen Talenten oben auf dem Berg, Trainerstunden und es war mal wieder so weit in den letzten Tagen. Und da bist du zurückgekommen und hattest so gesagt, dass ihr an dem Tag auch das Thema angesprochen habt, dass du den Kindern so ein bisschen mitgegeben hast, welche Übungen sind sozusagen wichtig, damit die Pferde auch an den richtigen Stellen aufmuskeln. Ihr müsst die Pferde so und so trainieren oder diese und jene Übungen machen, dass an den richtigen Stellen bei den Pferden Muskulatur entwickelt wird. Ich bin jetzt zu sehr Laie, dass ich jetzt wirklich so beurteilen könnte. Also es war in dem Fall Silvia, die ja jetzt auch so hinarbeitet auf ältere Sohe. Aber also offensichtlich ist das jetzt kein Spezialproblem, sondern das haben mit Sicherheit ganz viele Reiterinnen und Reiter so dieses Thema, dass man also quasi beim Trainieren auch darauf achten sollte, müsste, wie auch immer, die richtigen Muskeln zu trainieren. Und das ist eben manchmal, wenn es nicht passiert, dann merkt man halt, dass einem Pferd an einer bestimmten Stelle hier und da was fehlt. Worum ging es denn in dem konkreten Fall und ist das irgendwie beispielhaft oder sagst du.
[23:24] Themenwechselknopf, nächstes Thema war ein Spezialproblem und das hat keine, aber ich bin ja nicht falsch, wenn ich sage, das hat auch eine gewisse Allgemeingültigkeit, das Thema. Oder es ist ein Thema, was hier und da immer wieder mal aufploppt. Das dachte ich mir nämlich schon und dachte, deshalb spreche ich es mal an. Also die Pferde brauchen ja auch eine Muskulatur, um ihre Aufgaben zu erledigen. Das weißt du ja selber auch als Sportler. Du brauchst die Muskeln an den richtigen Stellen, um bestimmte sportliche Leistungen zu bringen. Und jetzt gerade in dem Fall mit Silvia und Püppi, die ja auf die VL hinarbeitet. Und da haben wir dann wirklich den Fokus in dieser Stunde mal auf die Halsmuskulatur gelegt, dass das Pferd muss die Oberlinie einfach mehr bemuskeln, dass das Pferd in der Lage ist, sich auch selber zu tragen. Also dieser obere Halsmuskel, dass der wirklich auch sichtbar wird beim Reiten. Wir haben das dann auch wirklich trainiert, wo ich dann auch sage, jetzt reite das Pferd mal tief und rund.
[24:25] Dann kommst du ins Loslassen, aber die muss erstmal runter und die muss erstmal am Widerest öffnen und dann benutzt sie natürlich auch den richtigen Muskel, um sich selber zu tragen. Und den muss man trainieren, dass das Pferd in der Lage ist, sich zu versammeln. Das braucht das Pferd, um in einer L-Tressur, auch in einer VL ist schon so gefordert, zumindest mal Versammlungsbereitschaft. Und wenn das Pferd diese Muskeln nicht hat, um diese Last hinten aufzunehmen und sich so ein bisschen zu schließen und zu versammeln, dann geht es gar nicht. Da geht es nicht, genau. Und deswegen ist es so wichtig, dass das Pferd jetzt auch wirklich die Muskeln an den richtigen Stellen aufbaut, um in dieser L-Tressur auch wirklich korrekt und wirklich reell auch durch diese Prüfung läuft. Natürlich kann ich immer den Kopf runterziehen und kann sagen, ich laufe da jetzt durch.
[25:19] Aber das Ziel ist ja, dass dieses Pferd sich selber trägt und dass Silvia nicht keine 50 Kilo in der Hand hat. Und selber tragen kann sie sich halt nur mit der richtigen Muskulatur. Und dann haben wir hauptsächlich daran gearbeitet, immer wieder Wolten, Innen loslassen, Übergänge reiten, innerhalb der Gangart. Also so trainiert man halt auch wirklich diese Muskeln, die das Pferd nachher braucht, dass wir ganz viele wollten, Zirkel verkleinern, Zirkel wieder vergrößern, wieder rausreiten und immer wieder innen überstreichen, immer wieder versuchen loszulassen. Kann sie sich selber tragen, mit dem äußeren Zügel in die Wendung. Und ich habe zu Silvia auch gesagt, wenn du diesen Muskel, man sieht den, wenn die Pferde den benutzen, sieht man den von oben. Und dann machst du es richtig, habe ich gesagt. Der Mähnenkamm, wenn der so ein bisschen kippt, wenn man das Pferd umstellt, dann ist es richtig. Also dann benutzen die Pferde die richtigen Muskeln und die dann halt auch entwickelt werden. Und dass so eine Muskulatur aufgebaut wird, muss man natürlich immer wieder anspannen, loslassen, anspannen, loslassen. Und das haben wir in der Reitstunde wirklich auch nachhaltig gemacht, dass ich ihr gesagt habe, und jetzt wieder Nase vor und wieder loslassen. Und jetzt nimmst du sie wieder auf und dann wieder loslassen. Also und dann bildet sich auch Muskulatur. Okay. Und man kann vom, das ist ja schon praktisch, dass man quasi vom Sattel aus sehen kann, bewegen sich die richtigen Muskeln, werden die angespannt, das ist schon interessant. Und du hast jetzt auch wichtige Stichworte, welche Übungen man konkret, also da konkret bei diesem Problem eine Rolle spielt.
[26:48] Wir sind ja bei den Übergängen, bei den Wolken und so. Und das ist ja so ein bisschen eigentlich, also du bist quasi, wie wenn man als Mensch ins Fitnessstudio kommt und du bist der Trainer und sagst, geh mal an das Gerät. Also so ein bisschen ist es so ein bisschen. Also man kann, das ist ja eigentlich ganz cool, dass man sehr konkret sagen kann, mach das und das und das und dann werden eben diese Muskeln trainiert.
[27:14] Wenn du einverstanden bist, könnten wir uns jetzt mit Christina Boos unterhalten. Eine sehr erfolgreiche S-Dressur-Reiterin, international gestartet aus Bayern, zweifache bayerische Meisterin, international bis Grand Prix unterwegs und du hattest das Vergnügen, sie an einem Lehrgangswochenende zu erleben. Einen Tag mit ACDC, einen Tag mit Klecks. Wir haben ja im Podcast auch schon drüber gesprochen. Wir haben in den Tagen danach dann die Gelegenheit gehabt, mal mit ihr zu reden.
[27:49] Man merkt so ein bisschen, und ich mache ja selten so Disclaimer vor Interviews, also man merkt zum einen so ein bisschen, dass ihr euch jetzt noch nicht so gut kennt. Also sie hat beide Pferde jeweils 20 Minuten gesehen. Das ist ja auch klar, dass sie da noch nicht jetzt irgendwie Opern quatschen könnte über dich und deine beiden Pferde. Ist klar. Und manche, ich habe dir auch so davon erzählt, manche Fragen bleiben, wie soll ich sagen, auch so ein kleines bisschen offen. Also sie macht aus vielen Dingen auch so ein bisschen ein Geheimnis. Sie sagt, sie hat sensationelle Pferde, Nachwuchspferde, die auch gut wären zum Beispiel für das Bundesnachwuchschampionat. Aber sie will sie nicht beim Turnier vorstellen, wo ich dann so, ich hatte. Aus persönlichen Gründen, hat sie gesagt. Aus persönlichen Gründen und als ich dann hörte, persönliche Gründe, also seht es mir bitte nach, dass ich da nicht so nachgesetzt habe. Das will ich gerne, ich glaube, das muss man irgendwie dann auch respektieren, wenn jemand sagt, ich mache das aus. Ich kann das sogar sehr gut nachvollziehen. Ist das so? Okay. Ich bin auch am überlegen, ob ich das noch möchte.
[28:53] Okay. Also das ist wirklich so, ich komme immer mehr dahin, dass es mir reicht, meine Pferde zu Hause gut zu reiten. Ich muss es nicht unbedingt zeigen. Natürlich jetzt mit dem Benni habe ich natürlich auch den Ehrgeiz, den mal vorzustellen, gar keine Frage. Aber so prinzipiell geht bei mir der Weg auch eher so dahin, Du bist dir selbst genug. Genau, ich muss nicht unbedingt mehr jedes Turnier mitnehmen.
[29:16] Also das ist, glaube ich, keine Ahnung, ob sich das nochmal ändert, aber im Moment habe ich so diese Phase, ach nee. Also wenn es zu Hause super ist und ich ein tolles Gefühl habe und tolle Pferde habe, dann finde ich das im Moment für mich auch genug. Natürlich ist auch jetzt wie letztes Wochenende, wenn man aufs Turnier geht und ist erfolgreich, ist es natürlich auch toll. Also man nimmt Schleifen mit und natürlich gibt es immer so ein tolles Gefühl. Aber ob ich das jetzt unbedingt noch so oft brauche, das weiß ich nicht. Okay. Und du sagst, du kannst es nachvollziehen. Ich wollte es nur vorab kurz erwähnt haben, weil ich Verständnis dafür habe, wenn Leute vielleicht sich die Frage stellen, warum fragt er da jetzt nicht nach oder so. Das ist so ein bisschen der Grund. Wir kennen uns noch nicht so gut. Und persönliche Gründe, da habe ich dann gedacht, komm, persönliche Gründe sind halt persönliche Gründe und das ist dann auch okay. Trotzdem war es, wie ich finde, ein interessantes Gespräch. Und wir sagen Hallo und herzlich willkommen, Christina Boos bei uns im Pferde-Podcast. Ja, hallo, grüße euch zusammen. Reitlehrer stimmt nicht ganz, weil ich bin eigentlich Sportwissenschaftler und habe immer das Reiten quasi nebenbei gemacht und bin sehr erfolgreich geritten und habe aber jetzt so Spaß am Trainieren. Wenn meine Zeit das erlaubt, dann mache ich gerne auch Trainings. Und auch das machst du sehr erfolgreich, wenn ich das mal so sagen darf. Dann habe ich dir jetzt gerade Lorbeeren zuteilwerden lassen.
[30:38] Von denen du selber sagst, die stehen dir gar nicht zu. Aber du hast ja Jenny am vergangenen Wochenende trainiert mit zwei Pferden. Wir werden gleich kurz drüber sprechen.
[30:49] Und an dem Sonntag war ja das deutsche Reitpony Klecks dran und Jenny ist eben gerade hier eingelaufen vom Turnier. Sie hat mit Klecks teilgenommen an zwei L-Dressuren und sie war zweimal platziert, sie ist zweimal Dritte geworden.
[31:05] Ja, ist doch super. Klecks ist der Braune, ja? Klecks ist der Braune, genau so sieht es aus, ja. Ja, der war doch da auch sehr gut beim Training. Also herzlichen Glückwunsch, freut mich sehr. Alles klar, du bist nicht sonderlich überrascht, aber genau, wir sind es auch nicht wirklich. Er ist ja immer mal für eine Schleife gut, aber das hat uns tatsächlich auch sehr gefreut und das war sehr erfolgreich heute.
[31:29] Christina, ich muss vielleicht mal kurz, weil du bist ja in diesen Podcast reingeraten und du weißt gar nicht so recht, wie dir geschieht. Ist deine Podcast-Premiere auch, stimmt’s? Ja, ist richtig. Genau, ich muss vielleicht mal kurz erzählen, was wir hier überhaupt machen. Wir haben irgendwann mal gesagt, wir haben Spaß dran oder wir würden das gerne mal ausprobieren, einen solchen Podcast zu machen. Und wir haben uns gedacht, über die Pferde so ein bisschen zu erzählen, die Arbeit mit den Pferden und wie entwickelt sich das alles. Das wäre eine ganz gute Idee. Und der Dreh- und Angelpunkt ist so ein bisschen der junge Haflinger ACDC, wo wir gesagt haben, wir begleiten den vom Pferdekindergarten hin ins große Dressurviereck, Und theoretisch, wenn Jenny irgendwann mal erfolgreichen Estressuren startet, dann wäre der Podcast zu Ende, dann wäre die Geschichte auserzählt. Jetzt sind wir noch nicht ganz so weit und ich glaube, wir haben noch ein paar Folgen und ein paar Sendungen, die wir machen können. Und wir nutzen aber eigentlich immer so die Gelegenheit, wenn sich das anbietet, auch so links und rechts mal zu schauen und wenn Jenny an Lehrgängen teilnimmt, wie jetzt in der vergangenen Woche bei dir, dann sind es für uns immer so willkommene Anlässe zu sagen, Mensch, mit der Reitlehrerin in dem Fall, mit der Trainerin unterhalten wir uns mal und gucken mal, ob wir vielleicht auch so ein bisschen was mitnehmen können und gucken mal, ob wir so ein bisschen was abstauben können, was auch unseren Hörerinnen und Hörern irgendwie weitergeht.
[32:57] In diesem Sinne, ihr habt euch ja an dem Wochenende auch tatsächlich kennengelernt. Ihr habt euch vorher noch nie gesehen und du hast ACDC, den Haflinger, den Blonden noch nie gesehen. Mal so ganz offen gefragt, was war denn so dein Eindruck von ihm, als du dir das dann mal so zwei, drei, vier, fünf Minuten angeschaut hast? Ja, ich hatte eigentlich von Anfang an einen positiven Eindruck. Da passte sehr viel zusammen, von der Reiterei, vom Pferd her und das machte erstmal auf den ersten Blick einen guten harmonischen Eindruck. Das finde ich ja sehr wichtig, dass die Harmonie zwischen Reiter und Pferd passt und das alles andere muss man erarbeiten. Das ist im Dressursport so und da geht einfach kein Weg dran vorbei. Aber der erste Eindruck, der war wirklich gut.
[33:46] Talentiertes, talentierter Haarflinger und ja, gute Reiterin und da kann man was draus machen. Es ist natürlich schwer, wenn man die Vorgeschichte nicht kennt und sieht, so ein Pferd, so ein Pferdreiterpaar das erste Mal, müssen sich auch erstmal ein bisschen reinschauen und ja, mal auf sich wirken lassen und dann versuch mal demjenigen ein bisschen zu helfen. Total, also kann ich absolut gut nachvollziehen. Ich entnehme deinen Worten auch, dass du nicht zu den Estressurreiterinnen gehörst, die sozusagen mit so einem Hafflinger fremdeln. Man erlebt es so dann und wann mal, dass so Wertungsrichter, dass man so das Gefühl hat, so mit einem Hafflinger wird man nicht so ganz für ernst genommen. Das gibt es bei dir aber offensichtlich nicht.
[34:34] Also ich habe ja auch sehr erfolgreiche Mädels, die Ponys reiten, die bis zur deutschen Meisterschaft reiten. Und mein Mann hatte immer, der war Pferdewirtschaftsmeister und der hat auch Lehrling, die den Weltmeister der Haflinger sogar hatten aus Österreich. Und wir hatten einen Haflinger in Ausbildung, der mit Lehrling von meinem Mann auch erfolgreich bis Estressur gegangen ist. Also insofern bin ich da nicht skeptisch gegenüber. Alles klar. Also dieses Thema mit Haflingern reiten und auch den Wunsch zu haben, auch in höheren Klassen anzutreten, ist dir offensichtlich gar nicht fremd. Und also von daher war das schon mal eine gute Grundlage, die ihr so hattet. Frage, Jenny hat ja auch so ein bisschen so die Themen genannt, an denen sie so arbeitet und wo sie sagt, da würde ich gerne noch so ein bisschen weiterkommen und so. Wenn du dir sowas anguckst, wie gehst du so grundsätzlich vor? Also du guckst also du verschaffst dir erstmal den Eindruck und dann sagst du, also sagst du dann, okay, jetzt nehme ich mir für diese Einheit dieses und jenes Thema konkret vor? Also was ist so dein Vorgehen?
[35:47] Ja, ich habe ja erst immer mal ein kurzes Gespräch mit dem Teilnehmer, so eine Info übers Pferd, über den Reiter, Ausbildungsstand und wo eben so die, Hauptproblematik liegt. Und die Jenny hatte mich ja gleich informiert mit den fliegenden Wechseln und das hat sich ja dann auch bewahrheitet, der eine Wechsel, ich kann jetzt natürlich nicht mehr sagen, zu welcher Seite, ich glaube nach rechts war es gut, nach links war es Noch nicht so gefestigt und da hat man schon gesehen, dass da ein Problem liegt. Also muss man natürlich nach der Ursache forschen. Warum ist da jetzt ein Problem? Und das Problem war einfach so am Genick und am Grundgalopp und dann haben wir ja da versucht, ein bisschen dran zu arbeiten. Das ist ja auch nur eine Momentaufnahme und man kann nur so für die weitergehende Arbeit ein paar Tipps geben. Das ist ja der Sinn von so einem Lehrgang. Es war ja schade, dass ich ihn nicht am zweiten Tag dann nochmal gesehen habe.
[36:42] Aber ja, der andere war ja auch lustmüsterisch. Ja, das ist auch generell so ein bisschen was, was wir so bemengen oder was wir so ein bisschen vermissen, Dass sozusagen eine Trainerin, ein Trainer hier bei uns im Schwarzwald so in der Nähe ist, mit dem man auch kontinuierlicher arbeiten kann. Von daher schlagen immer mehrere Herzen in Jennys Brust auch so die Frage, welchen nehme ich jetzt mit? Sie hat jedenfalls quasi gesagt, so nach der ersten Stunde mit dem Haflinger, okay, ich habe mir auch so ein paar Hausaufgaben davon mitgenommen. Ich weiß jetzt sozusagen, also ich habe wichtige Inputs mitgenommen und weiß jetzt, woran ich arbeiten muss und daran kann ich dann auch für mich selber so ein bisschen weiterarbeiten.
[37:26] Wie würdest du das, weil du bist ja auch sehr erfolgreich in Estressuren geritten. Ich habe heute mal versucht, so ein bisschen zu googeln. Ich habe Artikel gefunden, die auch viele Jahre schon zurückliegen, wo du sogar international gestartet bist bei, korrigiere mich, Weltcup. Also bei internationalen Turnieren. Ich habe irgendwie von Budapest gelesen, wo auch Dorothee Schneider angetreten ist und so weiter. Also du bist so richtig hochgeritten. Also ich reite nicht nur Estrosu, ich bin erfolgreich international bis Grand Prix geritten. Ich habe mit über 50 Grand Prix, also drei Sterne gewonnen, auch international. Wir waren zweimal bayerische Meisterin, einmal bayerische Vizemeisterin. Ja, und wir waren auch viel im Ausland unterwegs. Viele junge Pferde, von jung auf bis zum Bundeschampionat und selber ausgebildet in großen Sportgruppen.
[38:19] Wir haben da gar nicht drüber gesprochen oder ich glaube Jenny hat auch nicht mit dir drüber gesprochen. Bist du professionelle Reiterin? Weil du hast eben gerade gesagt, als ich gesagt habe, Reitlehrerin. Nee, stimmt nicht. Ich bin Sportwissenschaftlerin und halt nur erfolgreiche Reiterin. Also das muss man aber auch erstmal so ein bisschen sortiert bekommen. Mein Mann, der hatte ja immer einen Dressurausbildungsstall. Ich bin immer die ganzen Turniere geritten. Und mein Mann hatte sich aus dem aktiven Selberreiten auf ein Turnier zurückgezogen, hatte sehr viel Trainertätigkeit und ich habe halt dann die guten Pferde von uns vorgestellt. Und mein Mann hat die mit ausgebildet und ich habe die ausgebildet. Und ja, dann waren wir mega erfolgreich, kann man schon sagen. Absolut, ja. Und also professionelle Reiterin, würdest du das, Also du bist viel geritten auf jeden Fall.
[39:06] Wie viele? Viele eigene Pferde, so 3, 4, 5G. Also aktiv am Turniersport von Jungen bis eben dann die internationalen Grand Prix Pferde. Ja, es war immer so eine Mischung zwischen Jungen und dann eben die Grand Prix Pferde. Und ja, haben wir die Jungen ausgebildet, weiter gefördert. Und ja, hatten sogar einen, der ist mal Olympiade gegangen. Von uns und Blickfang, der ist noch gar nicht so lange her, der ist Union-Europameister geworden. Das sind alles Pferde, die sind durch unsere Hand gegangen.
[39:43] Wow, also immer gute Pferde da gewesen, aber gute Pferde sind ja das eine, man muss sie aber halt dann auch entsprechend vorstellen und reiten können. Das ist das andere. Aber es muss schon eins zum anderen kommen. War offensichtlich, du hast es gerade beschrieben, bei dir der Fall. Also von daher kannst du das ja schon sehr gut beurteilen, was man sozusagen mitbringen muss, um sportlich sozusagen wirklich in die höchsten Klassen vorzudringen. Jetzt ist es so, dass Jenny auch einem normalen Beruf nachgeht. Was muss man denn mitbringen, um so hoch zu reiten? Mal ganz blöd gefragt.
[40:23] Also erstens ist es so, wir haben ja immer junge Pferde gehabt. Wir haben die also nicht fertig gekauft, sondern wir haben, mein Mann hat ja ein sehr gutes Auge für die jungen Pferde und wir haben die selber ausgebildet. Und dann ist es wirklich, sagen wir mal, mit dem ersten Pferd in den Essbereich zu gehen, ist schon schwierig. Aber ich habe das schon in jungen Jahren, Junioren, jungen Reiterzeit gehabt und bin da reingewachsen. Aber es ist ein langer, steiniger Weg mit auch vielen Rückschlägen und man muss schon ein Durchhaltevermögen haben. Und eben die Liebe zum Pferd, das darf man nie vergessen, trotz allem Ehrgeiz. Das muss immer an erster Stelle stehen. Das Pferd muss sich wohlfühlen, der muss mitarbeiten, sonst geht es nicht. Sonst kannst du dir noch so viel Mühe geben, du musst das Pferd auf deiner Seite haben.
[41:13] Das ist ein guter Satz, du musst das Pferd auf deiner Seite haben, weil ich stelle mir das so vor, ehrgeizig zu sein ist das eine, aber ich sage mal so, die Gefahr, dass das in so eine Verbissenheit kippt Und dass dann auch noch andere Sachen mitkippen, die ist, glaube ich, auch nicht zu unterschätzen, oder? Ja, genau, das ist es. Man sieht das ja auch in der Neuesten. Das habt ihr ja alle mitgekriegt, die sich ein bisschen mit dem Dressurstaat befassen, was da alles abgelaufen ist. Das ist ja eben wegen Ehrgeiz, wegen Geld, großes Geld machen, die Pferde müssen laufen. Da ist schon einiges im Argen gewesen. Aber das war wirklich nie unsere Arbeit. Wir haben das immer versucht auf unsere Weise zu machen und sind da einfach top mitgefahren. Und das hat dann auch immer sehr, sehr viel Spaß gemacht, wenn man dann gemerkt hat, die machen mit, die lernen gut. Natürlich kannst du das auch nicht mit jedem Pferd machen. Die müssen schon auch begeistert sein für den Sport. Die müssen einfach mitmachen. Das ist ja Grundvoraussetzung. Aber das macht, habt ja euer Haflinger, der ACDC macht das ja auch. Der ist ja auch voll bei der Sache. Und der andere auch.
[42:29] Beide sind Ressursport geeignet, würde ich sagen. Die haben ja Spaß, die haben gut mitgearbeitet und das ist die Voraussetzung. Und alles andere muss man auch an sich arbeiten. Also das finde ich auch tatsächlich, also das, was Jenny immer sagt, der Haflinger ist immer arbeitswillig sozusagen. Also diese Einstellung Ich muss dazu sagen, ich bin ja kein Reiter. Ich komme auch nicht vom Reitsport und von daher ist das für mich immer doppelt interessant. Und ich kann das oft, also zwar natürlich verstehen, wenn du das sagst, aber so selber nachfühlen, das fällt mir schwer. Aber so dieses, dass man spürt, ein Pferd macht mit, ist arbeitswillig und so. Also das kann man als Reiter absolut spüren. und du würdest sagen, das ist eine Grundvoraussetzung dafür dann auch erfolgreich zu sein. Ja, auf jeden Fall.
[43:22] Also, sag mal mal, du hast mich ja auch kennengelernt. Ich bin jetzt nicht von der Statur der Stärkste und habe nicht so viel Kraft, dass man das mit Kraft erzielen kann in der Prüfung. Das geht auch schief. Du musst es wirklich mit keinem Gefühl und wirklich wie gesagt, Pferde müssen mitarbeiten und du musst die abstimmen und dann, Ich habe eigentlich sonst nie Stuten gehabt, aber die letzten Erfolgspferde waren Stuten und die haben dann echt im Viereck gekämpft und mussten es nur den Weg zeigen und dann haben die sich präsentiert. Also das ist schon dann ein tolles Reitergefühl. Das ist eigentlich auch der Sinn des ganzen Versurreitens für mich. Im Viereck wirklich, das gelingt ja nicht immer, aber wenn du eben wirklich genau den Moment erwischst und eine tolle Prüfung hast, dann hast du einfach ein Megareitgefühl. Und das muss ein tolles Gefühl sein. Jenny erzählt das auch manchmal. Das kann ich mir auch gut vorstellen, dass das so ist. Ich würde gerne noch eine Frage stellen zu dem Klecks. Das ist der Braune, der am zweiten Tag mit Jenny bei dir war. Da hatte Jenny ja wahrscheinlich auch so ein bisschen erzählt, dass das manchmal, also dass im Gegensatz zu dem Haflinger, dass der manchmal so ein bisschen braucht, um auf Touren zu kommen. Wir haben öfter mal im Podcast gesagt, er braucht den zweiten Kaffee, um so richtig wach zu sein.
[44:45] Jenny war begeistert in dem Sinne, dass sie so das Gefühl hatte, du machst da gar nicht so viel Gewese drum, sondern du sagst und jetzt, wir machen jetzt das und das und das. Und also ihr Fazit war, es ist Wahnsinn, was die Christina aus diesem Klecks rausgeholt hat. Das war so der Spruch. Ist es manchmal auch ein Vorteil, dass du jetzt gar nicht so die Probleme kennst, mit denen Jenny so zu kämpfen hat und dass du da so auch so eine gewisse, wie soll ich sagen, dass du da so ein bisschen freier vorgehen kannst, möglicherweise. Ich hatte so den Eindruck. Ja, sie hatte mir am Tag vorher ja schon gesagt, ob sie am nächsten Tag den anderen mitbringen könnte. Der wird nicht so gut mitarbeiten. Da habe ich nur gesagt, wir schauen uns das an. Und also durch die, der Reihenfolge der Lektionen oder was wir geritten haben, da wurde der nachher so schön locker und ich hatte nicht den Eindruck, dass der nicht gut mitmacht oder der war voll begeistert und der arbeitete echt dann sehr gut mit. Also ich kann nur von dieser einen Trainingseinheit sagen, was ich für einen Eindruck hatte und das war wirklich gut. Okay.
[45:54] Prima. Dann Christina, ich glaube ehrlich gesagt, ich glaube, wir können gar nicht viel mehr über die Pferde, über Jennys Pferde sprechen, weil du hast sie ja beide tatsächlich nur jeweils so 20, 30 Minuten gesehen. Aber wir werden uns ja bestimmt auch nochmal über den Weg laufen und keine Ahnung, vielleicht können wir das Gespräch dann auch noch fortsetzen. Dein Name, du hast es gesagt, der ist ja schon seit vielen, vielen Jahren in dieser Reitsportszene auch ein Begriff für Menschen, die sich da intensiver mit beschäftigen. Ganz am Anfang, als ich gesagt habe, die Reitlehrerin Christina Booster, hattest du gesagt, okay, das stimmt nicht ganz. Trotzdem gibst du ja Lehrgänge. Wenn es Leute gibt, die sich dafür interessieren, von deinem Wissen zu profitieren oder die sich dafür interessieren,
[46:41] mal mit dir zu trainieren, machst du das regelmäßig? Welche Möglichkeiten gibt es denn da? Wie sieht es bei dir aus? Naja, ich bin ja zu euch gekommen über die Nadja. Das sind ja sehr gute Freunde von uns, die ja schon sehr lange bei mir reitet.
[46:58] Und dann bin ich ja immer nach Bühl dann schon mal zum Lehrgang gefahren. Und habe ja gut freundschaftlichen Kontakt zu ihnen und habe auch das Bild mit ausgesucht. Ja, so kam das. Natürlich trainiere ich zu Hause ein paar Schüler von mir und so. Ich wollte nur damit sagen, Reitlehrer, diese Berufsbezeichnung, ich habe das nicht als Beruf gelernt, sondern ich habe eben Sportwissenschaften studiert und der Ausbilder, der das als Beruf hatte, das war mein Mann für den Wirtschaftsmeister.
[47:29] Natürlich laufe ich auch auf dem Turnier als Profi, weil ich ja viele Jahre Leistungsklasse 1 war, da bist du automatisch Profi. Verstehe. Okay, aber also wenn ich es richtig verstehe, das war dann eher so eine freundschaftliche Beziehung jetzt so und in dem Sinne, also und das ist auch einfach so, du sagst nicht, ich bin von Beruf Reitlehrerin und ich bin auf der, also keine Ahnung, du hast jetzt nicht unbedingt so, dass du irgendwie auf Werbetour bist, dass du neue Schüler haben willst oder so, das ist alles gar nicht der Fall. Nein, auf keinen Fall. Auf keinen Fall. Ich bin mit meiner Zeit sehr, sehr eingeschränkt. Ich habe zwei Top-Pferde, die ich selber reite und habe bei mir im Stall ein paar Schüler. Und mehr schaffe ich gar nicht eigentlich, das ist nicht. Und nach Mallorca, da habe ich auch Freunde, denen ich helfe und so beim Training. Und ja, dann bin ich alle drei Monate in Basel bei Freunden, die ich auch betreue. Mit meiner Zeit ist es einfach chaotisch. Also neue Schüler, nein. Alles klar, das ist ja ein Wahnsinn. Und wenn du sagst, du hast zwei Top-Pferde, die du selber reitest und vorstellst. Das heißt, du bist auch selber durchaus so unterwegs, dass du sportliche Ziele hast. Und darf ich fragen, was reitest du so in dieser Saison? Was hast du dir vorgenommen? Was sind möglicherweise auch Saisonziele? Ich reite keine Turniere mehr seit letztem aus privaten Gründen. Ah, okay.
[48:58] Genau. Ich habe zwei tolle Pferde. Die eine, das ist eine Achtjährige Stute, die hat siebenjährig schon erst gewonnen. Und einen super sechsjährigen Farnheit, der ist auch so auf Level, Tresor Pferde M.
[49:12] Ja, wäre auch gut genug für das Bundeschampionat, aber ich reite zu 99,9 Prozent keine Turniere mehr. Ich werde von allen Seiten noch versucht zu überreden, aber das sind ganz private Gründe. Verstehe, um Gottes Willen, also da will ich auch gar nicht dir irgendwie zu nahe treten, aber es ist schon so, dass du mit den Pferden arbeitest und die weiterentwickelst und du machst diese Pferde besser. Den Ehrgeiz hast du offensichtlich schon. Ja, natürlich. Ich bin ja Dressurreiter durch und durch. Das kannst du nicht ablegen. Nur so für mich dahin reiten. Das wird mir keinen Spaß machen. Ich bilde die aus und, Ich habe unheimlich Spaß damit. Die kommen direkt los aufs Turnier, aber muss nicht sein mehr für mich. Alles klar, aber möglicherweise ist es ja auch eine Möglichkeit, dass dir jemand anders dann vorstellt oder denkst du da gar nicht dran, diese Pferde dann auch erfolgreich zu sehen auf Turnieren? Nein, entweder mit mir oder gar nicht.
[50:09] Nee, nee, da verlassen mein Stall nicht fürs Turnieren mit anderen Leuten, das machen. Okay, alles klar. Ja, dann wünsche ich dir weiterhin viel Freude und auch viel Erfolg mit deinen jungen Pferden und bei dem, was du tust. Und wir freuen uns schon darauf, wenn du das nächste Mal zu uns in den Schwarzwald kommst. Und wir hoffen, dass wir dann wieder einen Platz bei dir ergattern. Ja, ich wünsche euch auch jetzt, die Saison startet ja jetzt gerade, wünsche euch eine erfolgreiche Saison. Schöne Weiterarbeit mit den Pferden, schön das beherzigen, was ich so als Tipp mitgegeben habe. und dann wird das schon eine gute Saison. Und ja, mit Sicherheit, die Nadja, mich überreden, dass ich mal wieder komme zu euch. Dann freue ich mich, wenn wir uns wieder sehen. Also wie man sieht, es hat schon gewirkt mit dem Klecks. Also die Generalprobe sozusagen, Turnier 1 nach Christina Boos war schon sehr erfolgreich. Von daher, wir haben sehr von deinem Input profitiert.
[51:06] Vielen Dank. Liebe Grüße an die Jenny und an die Pferde. Grüße zurück und herzlichen Dank für das Gespräch. Tschüss. Christina Boos, zweifache bayerische Meisterin, international gestartet mit Dorothee Schneider zusammen im Pferde-Podcast. Vielen Dank für das Gespräch. Und Jenny, wir hoffen doch tatsächlich sehr, dass Ihre Schwarzwälder Freundin Sie bei Gelegenheit dann nochmal überredet, wie sie sagt, und dass sie nicht nur auf Mallorca in Basel trainiert. Ich würde das sehr begrüßen. Wir hatten gleich Draht zueinander. Manchmal ist es ja so, man sieht sich und mag sich nicht. Und ich hatte so das Gefühl, dass wir ganz gut connected haben. Absolut. In diesem Sinne hoffen wir, dass das nochmal zustande kommt. Und Christina hat ja auch so ein bisschen durchblicken lassen, dass es kein Ding der Unmöglichkeit ist, sie da vielleicht nochmal zu überreden, zu uns in den Schwarzwald zu kommen. Dann würde ich den Benni mitnehmen. In diesem Sinne bedanken wir uns fürs Zuhören. Das war Folge 330, hat viel Spaß gemacht. Und habt eine pferdige Zeit. Wir melden uns wie immer mit der kleinen Folge unter der Woche. Macht’s gut, bis dahin. Tschüss.
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