
In dieser Folge begrüßen wir eine echte Expertin in Sachen Maßsättel: Louisa Koehne, Sattlermeisterin aus Berlin, fertigt für unser Nachwuchspferd Benny einen individuell angepassten Sattel – und nimmt uns dabei mit in ihre faszinierende Welt aus Leder, Präzision und Handwerkskunst.
Seit über 22 Jahren ist Louisa im Sattlerhandwerk zuhause. Ihre Maßsättel entstehen mit viel Herzblut, technischer Raffinesse und dem Anspruch, Pferd und Reiter gleichermaßen gerecht zu werden. Was ihre Sättel so besonders macht? Jedes Detail – von der Kissenform über die Kammerweite bis hin zur Gurtung – ist individuell anpassbar und bleibt auch im Nachhinein flexibel. Das ist gerade bei jungen Pferden wie Benny ein großer Vorteil, denn Körperbau und Muskulatur verändern sich mit dem Training stetig.
Wie läuft das Anpassen des Sattels genau ab?
Mit uns spricht Louisa über die wichtigsten Fragen rund um Maßanfertigungen:
🔹 Wie läuft eine individuelle Sattelanpassung ab?
🔹 Welche Investition muss man einplanen – finanziell und zeitlich?
🔹 Welche Vorteile bietet ein Maßsattel im Vergleich zur Stangenware?
🔹 Wie lange dauert die Herstellung eines Sattels „Made in Germany“?
Louisa gibt nicht nur fachliche Einblicke, sondern erzählt auch von ihrer spannenden Handwerkstradition, ihrem Team in Berlin und den Herausforderungen, denen sie sich als selbstständige Unternehmerin stellt.
Natürlich spricht Jenny in dieser Folge auch über anderen beiden Pferde AC/DC und Klex – und wie es kam, dass eine ihr bis dahin fremde Person vergangenen Woche mit Klex ins Gelände reiten durfte.
Ein Sahnehäubchen in der Folge: Chris hat den neuesten Trend bei Chat GPT ausprobiert und ein Foto unserer drei Pferde hochgeladen. Die Aufgabe für die Künstliche Intelligenz: Wie sähen die drei Pferde wohl aus, wenn sie Menschen wären? Hier ist das Foto, das wir dem Programm zur Verfügung gestellt haben:

Und das hat das Programm daraus gemacht:
1. Klex (links – der Kasper der Gruppe)
Klex wäre dieser eine Typ, der immer einen Spruch auf den Lippen hat. Ungekämmte Haare, verschmitztes Grinsen, vielleicht ein bisschen zu groß geratene Klamotten, weil er morgens keine Zeit hatte, lange zu überlegen. Er hat ständig neue Ideen, macht Quatsch, aber auf eine charmante Art. Wahrscheinlich trägt er ein buntes Shirt mit einem albernen Aufdruck und Crocs – und kommt trotzdem irgendwie damit durch. Der Klassenclown mit Herz.
2. AC/DC (Mitte – das Oberhaupt, vernünftig)
AC/DC wäre der ruhige, charismatische Typ, den alle respektieren. Vielleicht ein sportlicher Anführer-Typ, gepflegter Bart, klare Augen, trägt eine dunkelblaue Softshelljacke, saubere Sneaker, wirkt wie der Fels in der Brandung. Wenn’s Stress gibt, ist er der Erste, der ruhig bleibt und vermittelt. Er hat Stil, aber ohne anzugeben – ein stiller Boss, den man sich als großen Bruder wünscht.
3. Benny (rechts – der Jüngste, wild und ein Racker)
Benny ist der kleine Wirbelwind, der ständig in Bewegung ist. Wilde Haare, zerzaustes T-Shirt, ein bisschen Dreck im Gesicht, aber mit einem Lachen, das Herzen schmelzen lässt. Er fragt „Warum?“ zehnmal hintereinander und kann keine fünf Minuten stillsitzen. Vielleicht trägt er ein Superhelden-Shirt und hat immer ein neues Abenteuer im Kopf. Der kleine Rebell mit großem Herz.

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Hier geht’s zum vollständigen Transkript der Folge:
[0:00] Achtung, sie kommt. Sie kommt und sie hat den Mund noch voll. Sag mal was.
[0:05] Schokomassin. Schokomassin? Da könnten wir ja noch schnell den Hafer- und Bananenblues einschieben, bevor ich dir sage, dass du schon wieder ziemlich viel kaputt gemacht hast. Ich sag dir auch gleich warum. Das ist der Hafer- und Bananenblues. Das ist das, was jedes Pferd haben muss. Der Pferde-Podcast Folge 334. Und du hast insofern schon wieder ziemlich viel kaputt gemacht, weil du gesagt hast, ich komme gleich, ich mache noch schnell im Büro was fertig.
[0:36] Und das ist, wenn man mir Zeit lässt, so quasi sinnlos, sinnlose Zeitlöcher schafft, dann fülle ich die halt auch mit sinnlosem Unsinn sozusagen. Habe ich gemacht, aber es ist sehr lustig geworden. Wie immer. Genau. Und da ist nämlich der Fehler, was du kaputt gemacht hast. Ich wollte eigentlich sehr stringent anfangen und zwar im Sinne dieses Podcasts über das Podcasten. Weißt du, wir wollen besser werden und deshalb müssen wir sagen, wer wir sind, Jenny und Chris. Wir haben keinen Podcast-Berechtigungsschein, aber Jenny bildet sich ein, Ahnung zu haben von Pferden. Deshalb erzählen wir über unsere drei Pferde. Ich glaube, habe ich auch. ACDC, Klecks und Benni. Ja, du hast Ahnung von Pferden schon. Ja, und ich habe ein tolles Lob bekommen von meiner Schwester und meiner Freundin. Die waren ja jetzt letzte Woche, war ja meine ganze Familie hier. Genau, deshalb gibt es eigentlich auch gar nicht so viel zu erzählen. Das ist immer so ein kleines bisschen anstrengend, aber auch schön. Und die wollten unbedingt den Benni sehen, unterm Sattel. Das Nesthäkchen. Genau.
[1:41] Und was war jetzt das Lob? Das Lob, ich habe gedacht, das kommt dann in der Sendung. Ach so, ja, ja, nein, nein, nein, alles gut, genau. Genau. Also das ist, ich wollte ja erstmal das Stringente, weißt du? Also dass wir im Sinne von… Was war jetzt nochmal stringent? Wichtig. Na…, Im Sinne von, wir optimieren unseren Podcast. Weißt du, dass man in den ersten drei Minuten sagt, wer wir sind und dann habe ich noch was gelernt. Man muss den Hörern, man sollte den Hörerinnen und Hörern auch sagen, was sie davon haben, wenn sie uns zuhören. Und das kann man ja eigentlich in dieser Folge auch ziemlich klar sagen, weil man wird etwas lernen zum Thema Sattelkauf. Oh ja. Wie gehe ich es an? Wir haben einen tollen Besuch. Wir haben eine Sattlermeisterin bei uns, die ganz fantastisch ist.
[2:31] Luisa Mercedes. Und warte mal, sie heißt Köhne. Ja genau, also sie heißt mit Mädchennamen, hat sie mal geheißen Luisa Mercedes. Also so heißt sie logischerweise immer noch Maristani.
[2:45] Genau und der Name hat mir sogar noch was gesagt. Maristani-Sappel. Genau. In meinem alten Stall in Hessen hatte er einen Maristani-Sattel. Da kann ich mich noch gut dran erinnern. Und also eigentlich, und das muss ich selbst anzeige gleich, also die Frage, die sich am meisten aufdrängt, habe ich natürlich nicht gestellt. Wie kann man, wenn man Luisa Mercedes Maristani heißt, diesen Namen abgeben? Okay, aber sie hat Ahnung von, es geht hier nicht ums Heiraten und um welcher Name ist es schöner. Und sie heißt Köhne, also nicht Müller-Meyer-Schulzer. Deswegen habe ich dich geheiratet, weil ich hatte so einen blöden Namen von meinem ersten Mann. Und dann dachte ich, wenn ich den heirate, heiße ich Bairdrow. Das ist ja wohl mal schön. So, guck mal, jetzt hätten wir eigentlich, stimmt, so und jetzt, im Grunde wäre jetzt alles perfekt gerichtet für, wir gehen direktement, die Hörer wissen, was sie lernen können und wir gehen dahin und das ist so handfest und jetzt hast du mir Zeit gegeben, mich mit Unsinn zu beschäftigen und dann muss ich das natürlich auch erzählen. Das heißt, wir werden, nachdem der Manni, unser Orchestermusiker, die Pferde-Podcast-Hymne gespielt hat, muss ich dir den jüngsten Unsinn-Shit erzählen, den ich getrieben habe, gerade als du noch im Büro saß. Das ist sehr lustig, finde ich zumindest. Ja, du findest immer alle deine Witze lustig.
[4:05] Also, meine lustigen Erlebnisse. Damit werden wir die Folge gleich beginnen. Dann werden wir Luisa Mercedes Köhne bei uns haben. Es geht um den neuen Sattel, den Benni in Kürze bekommen wird von ihr, von Luisa. Und wir haben uns mal darüber unterhalten, so über das Thema Sattel. Was ist da wichtig? Wie geht sie da vor bei dem Maß anfertigen? Warum funktioniert das häufiger dann doch besser als irgendwie ein Sattel, bei dem man nichts anfertigt, sondern den man einfach kauft und so weiter. Was sind so die Unterschiede auch? Was bedeutet das auch preislich? Wie lange musst du jetzt warten? Das ist das Schlimmste an der ganzen Aktion, dass das jetzt… Ja, und ich habe hier einen Leihsattel, Gott sei Dank, der dem Benni echt gut passt, in dem ich aber total scheiße sitze. Aber okay, da muss ich jetzt durch. So ist es dann.
[5:00] Dann ist ein bisschen was liegen geblieben, weil wir arbeiten ja normalerweise Hörerfeedback und nette Post, die wir bekommen und Fragen und so weiter. Das arbeiten wir ja häufig unter der Woche ab in den kleinen Folgen. Da haben wir aber am vergangenen Donnerstag eine Videofolge gemacht. Du hast in deinen Stall eingeladen und hast mal gezeigt, auch im Video, was sich alles so getan hat. Und deshalb ist so ein bisschen was an Hörerspost liegen geblieben und es ist tolle Post gekommen. Das müssen wir noch nachholen und dann wirst du so ein bisschen erzählen, was ist reiterlich passiert in der vergangenen Woche. Kleiner Spoiler, die bucklige Verwandtschaft aus Norddeutschland war da, nicht so ganz so viel. Und dann haben wir aber, hoffe ich, glaube ich, eine tolle Podcast-Folge Nummer 334 des Pferde-Podcasts zusammen.
[5:54] Bevor ich mit meinem Unsinn ums Eck komme. Also jetzt wird es aber mal Zeit hier. Du kündigst das Kurs an und wann kommt es jetzt? Nach dem Money. Okay, dann kann ich mir doch schnell einen Schokomuffin holen.
[6:03] Music.
[6:21] Jetzt ist sie wirklich verschwunden in unserer Vorratskammer. Wie viele Schokomuffins sind denn da eigentlich? Wahnsinn.
[6:31] Ich habe beim Joggen heute Morgen einen Podcast gehört über künstliche Intelligenz. Damit beschäftige ich mich ja im Moment sehr und habe da folgendes gelernt. Es gibt einen neuen Trend, nämlich nimm ein Tierfoto, tu es in ChatGPT und stell die Frage, wie würde dieses Tier aussehen, wenn es ein Mensch wäre? Und da gibt es wohl also sehr lustige Memes, irgendwelche Katzen, die sich auf dem Teppich flözen und wenn man das dann quasi, mach mir das als Mensch, dann liegt da halt irgendwie ein Mensch, der sich auf dem Teppich flözt und grenzdebil in die Kamera guckt. Und dann habe ich jetzt das Foto genommen von Klecks, ACDC und Benni, wie sie zu dritt an der Heuraufe stehen und zusammen Heu fressen. Und ich habe gesagt, könntest du mir bitte die drei Flitzpiepen darstellen, wenn sie Menschen wären. So, dann hat mich ChatGPT gefragt, ja, sie bräuchte noch ein bisschen Kontext, was das denn so für Typen wären und wie die auch heißen würden. Am besten so von links nach rechts. Da dachte ich, alles klar, du bist aber neugierig. Da hat er also geschrieben, Klecks, der Kasper der Gruppe, links, ACDC ist in der Mitte, das Oberhaupt, der eher vernünftige Typ und Benni rechts, er ist der jüngste, wild und ein kleiner Racker.
[7:52] Und dann hat Chachipiti gesagt, alles klar, ich kann dir so eine kleine Geschichte entwerfen. Und ich würde die so darstellen. Klecks wäre dieser eine Typ, der immer einen Spruch auf den Lippen hat. Ungekämmte Haare, verschmitztes Grinsen, vielleicht ein bisschen zu groß geratene Klamotten, weil er morgens keine Zeit hatte, lange zu überlegen. Er hat ständig neue Ideen, macht Quatsch, aber auf eine charmante Art. Wahrscheinlich trägt er ein buntes Shirt mit einem albernen Aufdruck und Koks und komm trotzdem irgendwie damit durch. Der Klassenclown mit Herz. Würdest du also… Kann man so stehen lassen.
[8:29] ACDC in der Mitte. Wäre der ruhige, charismatische Typ, den alle respektieren. Vielleicht ein sportlicher Anführertyp. Gepflegter Bart, klare Augen, trägt eine dunkelblaue Softshelljacke, saubere Sneaker, wirkt wie der Fels in der Brandung. Wenn es Stress gibt, ist er der Erste, der ruhig bleibt und vermittelt. Er hat Stil, aber ohne groß anzugeben, ein stiller Boss, den man sich als großen Bruder wünscht. Ja, passt auch, bis auf, dass er immer ruhig bleibt. Genau. Also wenn der Trigger kommt, ist er der Erste, der abhaut. Ich hätte jetzt aber auch Angst gehabt, wenn Chad GPT alles erahnt, weißt du? Also dann ist dieses Ding, die Weltherrschaft übernimmt. Aber wenn die anderen streiten, ist er wirklich derjenige, der den kühlen Kopf bewahrt und sagt, jetzt beruhigt euch mal, Jungs. Ja, siehste. Komm, wir gehen neu essen. So, jetzt Benni, Der Jüngste und der Racker ist der kleine Wirbelwind, der ständig in Bewegung ist. Wilde Haare, zerzaustes T-Shirt, ein bisschen Dreck im Gesicht, aber mit einem Lachen, das Herzen schmelzen lässt. Na, das, also, treffender geht’s kaum. Er fragt, warum? Zehnmal hintereinander und kann keine fünf Minuten still sitzen. Vielleicht trägt er ein Superhelden-Shirt und hat immer ein neues Abenteuer im Kopf. Der kleine Rebell mit großem Herz.
[9:50] Und dann hat ChatGPT gefragt, wie soll ich dir die darstellen? Vielleicht so in der Schule, in der Schulklasse? So, und jetzt Achtung, das ist jetzt natürlich ein bisschen gemein, weil man kann das, ja im Podcast kann man ja das Bild nicht sehen, aber ChatGPT hat… Das ist ja auf unsere Seite stellen. Genau, ich würde das öffentlich machen, also quasi… Ja, könnte passen. Coole Geschichte, ich hatte so viel Spaß dran. Du fünf Minuten noch irgendeinen Quatsch im Büro gemacht hast. Tut mir leid. Jetzt haben wir so ein bisschen den Faden verloren. Du hast jetzt den Faden verloren. Ich bin schuld. Jetzt schüttelt sich der Hund, es ist extrem laut, weil sie hat eine, normal haben wir ja immer auch über den Hund erzählt, sie hat eine Beule auf dem Kopf, sie hat einen Abstess auf dem Kopf und jetzt hat sie so einen Kragen an, die arme, kleine Maus.
[10:45] Jenny, wir reden jetzt aber dann doch nicht über den Hund, sondern über die Pferde. Komm, wir sind ein Pferdepodcast. Jetzt reiß dich mal zusammen. Genau. Was ist die Woche passiert? Ich hätte ja gesagt, die Hölle friert ein bisschen zu. Deine drei Pferde und fremde Menschen. Das ist ja ein Thema.
[11:04] Deine Schwester ist natürlich nicht fremd, aber es war eine sehr große Gruppe an Menschen, die uns in dieser Woche besucht hat. Die waren zu zehnt oder so, die Lübecker. Und da waren auch welche dabei, die, die wir noch nie vorher gesehen haben und du hast jemanden, den du noch nie vorher gesehen hast, auf dein Pferd gelassen. Ich habe gedacht, was ist denn da los? Manchmal ist es so, man sieht jemanden und hat sofort ein gutes Bauchgefühl und hat sofort auch so eine Connection und weiß, das ist ein Pferdemensch. Das spürt man einfach. Also ich würde ja auch Menschen, die ich kenne, gibt es einige, wo ich sage, never auf mein Pferd, niemals. Und bei die liebe Jana hatte ich sofort so dieses, der kann man vertrauen Gefühl. Und das, also ich habe ja eine sehr gute Menschenkenntnis und mich drückt mein Gefühl auch nicht. Und da habe ich dann kurzerhand, also sie wollten alle das Pferd sehen. Und ich war noch am Reiten, die kam relativ früh. Ich bin dann noch AC geritten und dann kam meine Schwester und ihre Freundin Jana und kam dann so. Und ich dann so zur Jana. Gutes Gefühl, ich mag sie. Hast du Reitsachen dabei? Komm anziehen, Klecksi reiten. Und meine Schwester hat vorher schon gesagt, Jana reitet wirklich gut, die hat sehr viel Gefühl für die Pferde. Ich habe mich total darauf verlassen und Jana war Feuer und Flamme, na klar, Klecksi reiten.
[12:25] Und sie hat das wirklich gut gemacht. Und was mich wirklich auch so ein bisschen getröstet hat, er hat genau dasselbe bei ihr gemacht wie bei mir auch. Am Anfang so ein bisschen, oh nee, ich möchte nicht so gerne laufen und so. Das erleichtert mich ja immer, dass es anderen guten Reitern dann auch so geht, dass sie so ihre Probleme mit dem Pferd haben. Und ich habe ihr aber dann auch erklärt, der braucht so ein bisschen, der ist so ein bisschen wie ein Dieselmotor. Lass dir ein bisschen Zeit und nach vier Stunden, 20 Minuten fängt er an Spaß zu machen. Und Jana ist ihn wirklich super gefühlvoll geritten. Sie hat ihn ganz langsam so dahin geführt, dass er Schwung entwickelt, dass er loslässt, dass er ausatmet. Also sie hat das total toll gemacht.
[13:03] Und deswegen habe ich auch voller Vertrauen dann gesagt, wir hatten am nächsten Tag, sind meine Schwester und ich nochmal familiär unterwegs gewesen. Und dann habe ich zu Jana gesagt, Klexi verträgt es nicht so gut, wenn er nicht bewegt wird, magst du ihn reiten morgen? Und dann hat Jana das gemacht. Wir haben das natürlich alles akribisch beobachtet über die Kamera, ist klar. Nein, Spaß. Aber Jana hat sich toll gekümmert und das war wirklich großartig. Und auch, was wirklich großartig ist, mein Pferd mal unter jemandem zu sehen, der es auch kann. Und einfach mal wieder zu sehen, was für ein tolles Pferd der Klecks ist. Super elegant, der bewegt sich toll. Und wenn der wirklich mal, wenn der da ist und läuft, ist es eine Augenweide, muss man wirklich sagen. Ja, also das war irgendwie eine schöne Erfahrung auf vielen verschiedenen Ebenen. Und ich glaube, es hat auch allen extrem viel Spaß gemacht und so weiter. Und genau, also das, was wir hier im Podcast vergangene Woche dargeboten haben, das gab es dann für die Lübecker sozusagen auch live und haben sich alle wohlgefühlt da am Kloster.
[14:05] Deshalb, also aber weil die Woche auch so ein bisschen davon geprägt war, war jetzt nicht ganz so viel mit, ich fahre, keine Ahnung, nach Aachen, um zu trainieren oder ich mache irgendwelche, ich bin unterwegs auf irgendwelchen Turnieren. Also wir haben dann uns schon auch Zeit genommen für die Freunde und Verwandten und so weiter. Deshalb hat sich alles, was sich abgespielt hat, hat sich am Kloster abgespielt. Du hast gerade schon gesagt, der Benni, dafür war dann ja doch noch Zeit, hat eine große Rolle gespielt mit dem Stichwort dieser Termin mit dem Sattel. Der stand ja auch schon längere Zeit sozusagen fest.
[14:41] Luisa war da und da der ja auch neu ist, der Benni, wollten natürlich alle das Nesthäkchen Benni mal so sehen und wie bewegt der sich denn. Und du hast erzählt, dass das… Ich reite ja normalerweise sehr früh morgens, wenn keiner da ist und keiner guckt. Genau, alleine für dich. Du sagst auch immer auf dem Turnier, du bist eigentlich nicht so der nervöse Typ. Also das kennst du eigentlich nicht, so Lampenfieber und das ist jetzt nicht so dein großes Problem. Und da hattest du welches, da musste ich ja dann wiederum in mich reinschmunzeln. Und da waren natürlich dann auch die Ansage, es sind ja auch alles Pferdeleute, meine Schwester hat ja auch drei Pferde und wir wollen natürlich den Benni unterm Sattel sehen. Dann war ich dann schon ein bisschen nervös, oh Gott, mit dem jungen Pferd und werden die dich auseinandernehmen, machst du das alles richtig? Und ich habe mir schon so ein bisschen Gedanken gemacht, dass dann so, ja, das machst du aber doof und das ist auch nicht so und ja, reiten, alles klar. Ich habe dann alles klar, ich mache den mal fertig und longiere den ab und dann setze ich mich mal drauf und die beiden haben sich, also meine Schwester und Diana haben sich dann auch dezent ein bisschen im Hintergrund gehalten. Und dann bin ich einfach geritten, so wie ich das Pferd normalerweise auch immer reite. Also mit ganz viel Ruhe und langsam anfangen, ihn nicht irgendwie überfallen oder so. Ich bin ganz normal in mein Programm geritten und keine halbe Stunde oder so. Und dann war er auch fertig und alles gut. Und dann war ich natürlich auch gespannt auf das Urteil.
[16:09] Und beide waren sehr angetan von dem Pferd natürlich.
[16:14] Also tolles Pferdchen, bewegt sich grandios. Und sie haben auch beide gesagt, du machst das toll mit ganz viel Ruhe, ganz ruhige Hand. So eine schöne Anlehnung, der hat einen super reinen Takt, läuft wirklich total zufrieden. Also es hat mich so gefreut, dass wir das geschafft haben, dahin zu kommen. Wenn ich noch daran denke, die Anlehnung war ja quasi am Anfang gar nicht vorhanden, er hat sich ganz oft rausgehoben, er hatte sich oben hingestellt, wollte nicht ans Gebiss, hat sich eng gemacht. Also es war wirklich auch ein gutes Stück Arbeit und mit dieser Methode von Herrn Wille bin ich ja auch einen großen Schritt nach vorne gekommen. Also dieses, lass ihn einfach mal selber seine Balance finden und mittlerweile sind wir ja wirklich schon da, dass er auch an die Hand zieht, dass er eine super konstante Anlehnung hat. Ab und zu passiert es noch, dass er so ein kleines bisschen mault, aber ich war auch so ein kleines bisschen stolz, dass dann auch jemand Fremdes sagt, schön anzugucken, den hast du so toll geritten. Also das war für mich dann auch schon eine große Erleichterung, dass ich auf dem richtigen Weg bin und dass ich nicht alles falsch mache mit dem jungen Pferd. Man hat ja auch immer so ein bisschen Angst, dass man es kaputt macht und ich bin auch immer so ein kleines bisschen vorsichtig auch mit dem Benni, dass ich gar nicht so viel Druck machen will und gar nicht so doll was von ihm erwarte. Der soll einfach entspannen, der soll loslassen. Das ist die oberste Priorität, die ich erstmal bei diesem Pferd habe, das loslassen und an die Hand herantreten.
[17:44] Und das ist mir ganz gut gelungen. Und da war ich wirklich auch stolz und habe mich sehr gefreut über diese positiven Worte von den beiden.
[17:54] Also voll cool, hört man natürlich auch gerne und du kannst ja auch beurteilen, ob das nur so dahingesagt ist, sondern, also das war es in dem Fall nicht. Es hat mir auch gesagt, es hat auch wirklich gut geklappt, aber was mir jetzt so gerade kommt, ist so der Gedanke, dass wenn sie jetzt zufälligerweise schon vor drei oder vier Wochen da gewesen wären, also so die Aufs und Abs in so einer Entwicklung, die gibt es da ja schon und wenn man den falschen Zeitpunkt gerade erwischt, also den hirschigen Zeitpunkt sozusagen, dann hat man halt ein Pferd und dann sieht man ein Pferd, was so hirscht und was eben nicht an die Hand dran tritt. Also das ist halt so und es sind immer tatsächlich Momentaufnahmen, die man dann sieht. Genau und ich weiß ja, wie schwierig das am Anfang auch war und es ging jetzt gar nicht so sehr darum, das Gute zu zeigen oder so, sondern es ging einfach darum für mich auch dieses Feedback. Wir sind auf dem richtigen Weg und ich habe ein gutes Stück Arbeit geschafft und habe das Pferd wirklich dahin gebracht, dass es loslässt und eine konstante Anlehnung hat. Das hätte ja auch, AC zum Beispiel, hat das von Anfang an gemacht. Mit AC war es überhaupt gar kein Problem, den auszubilden. Der hat sich nicht gegen die Hand gewehrt, der hat sich nicht rausgehoben. Der war von Anfang an so, wie der Benni jetzt ist. Aber ich weiß ja, wie schwierig das auch am Anfang war, das Pferd nach vorne zu kriegen und Zug auf die Hand zu kriegen.
[19:16] Und deswegen ist es für mich ein totaler Erfolg, dass wir das jetzt so geschafft haben und dass es auch so aussieht, dass man sieht, dass das Pferd sich entspannt und losgelassen ist. Und das ist ja mein Ziel. Man soll ja auch sehen, dass ich in ein entspanntes Pferd reite.
[19:31] Jenny, ich hätte jetzt fast gesagt, du hast also ein wichtiges Stichwort hast du schon genannt. Die wollten den Benni unter dem Sattel sehen, unter dem sogenannten Sattel. Also wir könnten eigentlich dieses Sattelthema in Angriff nehmen. Ich würde nur gerne zwischendurch einen herzlichen Glückwunsch noch loswerden.
[19:52] Und zwar herzlichen Glückwunsch Heu, Hafer und Co. Der Pferdefutter-Podcast aus Österreich, wo wir ja immer so ein bisschen mithelfen dürfen, dass das alle zwei Wochen erscheint, dass die liebe Isabel und die Janika, die meistens die Co-Moderatorin ist, dass das tatsächlich online geht in den Spotify und Apple Podcasts dieser Welt. Seit einem Jahr gibt es Heu, Hafer und Co. Kürzlich gefeiert, das Jubiläum und in der aktuellen Folge, da lassen die beiden mal so ein bisschen Revue passieren. Was waren eigentlich so ihre Lieblingsfolgen? Was hat sie am meisten so angesprochen im Nachhinein? Was fanden sie selber auch am interessantesten? Ich meine, Isabel hätte wie gesagt Übergewicht bei Pferden, also so ältere Pferde, Übergewicht, so dieses Thema. Da gab es mal eine Folge. Die beiden haben auch erzählt, welche kuriosen Aufnahmesituationen gab es schon. Da bin ich ein bisschen neidisch geworden. Janika hat mal auf dem Schiff in einem Hafen eine Podcast-Folge aufgenommen. Das ist natürlich sehr snobby und sehr cool. Jedenfalls große Empfehlung ist gerade erschienen. Heu, Hafer & Co. Die Jubiläumsfolge zum ersten Geburtstag. Ein bisschen der Blick hinter die Kulissen.
[21:08] Lieblingsfolgen. Wie nehmen die beiden auf? Wie finden die beiden Themen? Und es gibt auch wieder handfeste Tipps zum Mitnehmen, zum handfeste Tipps für die Hosentasche, sagen sie immer. Empfehlung, Euer Hafer und Co.
[21:21] Jenny, der Benni und unter dem Sattel. Wichtiges Stichwort. Du greifst in die Familienschatulle. Ach, egal. Ja, ich bin da ja abgehärtet. Ja, und du hast gesagt, er soll demnächst in den nächsten Wochen auch mal zum ersten Mal auf dem Turnier vorgestellt werden. Ist ja jetzt auch kein Geheimnis. Haben wir nie ein Geheimnis draus gemacht, dass das sozusagen der Plan ist, ihn langsam und behutsam vorzubereiten, dass du mit ihm irgendwann dann auch mal ihn auf Dressurturnieren vorstellst und so. Es könnte demnächst dann auch mal so weit sein. Und eigentlich war relativ schnell klar, er braucht auch einen eigenen Sattel. Wie war das? Du hattest bisher immer einen verwendet, den du auch… Den von Klecks. Genau, der auch auf dem Klecks liegt. Und das ging ganz gut, aber es war nicht optimal. So kann man… Genau. Und dann, ich glaube, so handfeste Themen. Wie gehst du dies und das an? Also wir merken das ja auch immer an den Hörerinnenfragen, die so kommen. Das ist ja schon immer ganz interessant für die Leute. Was soll man kaufen? Wie geht man vor? Man muss vielleicht an der Stelle mal sagen, es gibt ganz viele tolle Sattelhersteller. Es gibt Hennig, es gibt Passier, es gibt den Butterfly, es gibt…
[22:36] Du weißt schon. Und also keine Werbung, wir werden nicht dafür bezahlt. Darauf will ich hinaus. Also das ist jetzt natürlich kein Zufall, dass du Luisa ausgesucht hast. Aber keine Ahnung. Also sie bezahlt uns kein Geld dafür, dass wir jetzt darüber sprechen. Es ist nur einfach, also sie hat sich einen Namen gemacht, so in der Sattlerei-Szene, kann man so sagen. Man kennt sie auch und von daher war sie oder ist sie jetzt einfach auch eine gute Ansprechpartnerin für uns. Was war denn so der Punkt, dass du gesagt hast oder wann war denn für dich klar, es muss ein Maß angefertigter Sattel sein? Das ist ja so ein bisschen, wo ich jetzt aus Laien-Sicht schon mal outschen würde. Das Pferd ist noch gar nicht so alt, das verändert sich noch. Und okay, ich habe gelernt, das ist jetzt nicht das große Problem. Nein, der Sattel wächst mit. Der Sattel wächst mit. Trotzdem ist ja die Frage, Maß angefertigt oder in Anführungszeichen von der Stange. Letzteres ist natürlich ein bisschen günstiger.
[23:33] Und günstiger ist ja auch immer ein Argument. Also was waren so die Überlegungen, die zu Luisa Mercedes geführt haben? Also die Überlegungen, die zu einem Maßsattel führen als erstes Mal. Also ich habe die Erfahrung gemacht, dass ein Sattel von der Stange nicht günstiger ist. Der muss natürlich auch passen und der muss angepasst werden. Und am Ende des Tages haben die Sättel nie 100 Prozent gepasst. Also die liebe Pia hat es vor zehn Jahren schon zu mir gesagt, du kaufst einen Sattel von der Stange. Also wenn du einen billigen Sattel kaufst, dann gibst du mehr Geld aus, als wenn du einmal einen guten Sattel kaufst, der maßangefertigt ist auf das Pferd und sie hatte recht. Also ich habe schon viel Lehrgeld bezahlt mit Sätteln, wo ich gedacht habe, oh ja, von der Stange geht, liegt gut, passt, wackelt, hat Luft. Aber die Kosten entstehen, weil die immer wieder verändert werden müssen. Da wird hier nachgeschustert und so. Und sie passen einfach nicht 100 Prozent. Also ich hatte bisher keinen, wo ich gesagt habe, oh ja, das ist super, den kann ich da drauf liegen lassen. Das ist aber vielleicht auch nur Zufall, dass ich kein Glück hatte mit einem Sattel von der Stange. Also bei keinem meiner Pferde hatte ich Glück mit einem normalen Sattel von der Stange. Also Glück kann man ja auch immer haben, deshalb um Gottes Willen.
[24:44] Und deswegen habe ich ja auch bei AC schon direkt gesagt, der kriegt einen Marssattel von Anfang an. Und bei Kleksi bin ich mal wieder umgeschwenkt und dachte so, ach nee, das braucht ja jetzt nicht unbedingt einen Marssattel. Wir kaufen von der Stange. Ich hatte zwei von der Stange, die auch nicht billig waren. Und am Ende ist es doch ein Marssattel geworden. Deswegen habe ich bei Benny jetzt gesagt, also das mit dem Sattel von Kleks, das geht jetzt mal zum Anreiten. Der liegt ganz okay. Der ist aber kein Dauerzustand, weil der Klecks einfach einen anderen Rücken hat und wir haben den so ein kleines bisschen angepasst für den Benni, aber das ist noch nicht optimal und ich hätte schon gerne, gerade für das junge Pferd, hätte ich gerne was, was… Ganz nah rankommt an optimal. Das kriegt man natürlich bei so einem jungen Pferd nie 100 Prozent hin. Aber deswegen die Entscheidung für den Maßsattel und die Entscheidung für Luisa war, ich folge ihr bei Insta und habe gesehen, was sie so macht. Und sie hat immer für mich einleuchtende Argumente, warum sie was wie macht. Und ich habe mir das sehr genau angeguckt, habe mit einer Freundin gesprochen, die auch einen Sattel von ihr hat. Wie bist du denn zufrieden? Ist das denn okay? Und dann habe ich mich entschieden, alles klar, Luisa muss her, weil die Ideen, die sie hat und auch die Ansätze, die sie hat.
[25:56] Mir völlig einleuchten und ich das richtig, richtig gut finde, wie sie da rangeht. Und ja, dann haben wir einen Termin ausgemacht vor, ich weiß gar nicht, vor acht Wochen oder so und dann war, letzte Woche war dann der Termin. Da war es soweit. Und ich habe vorab Fotos geschickt von Benni. Okay. Und also von allen Seiten, von oben, von unten, von der Seite, von hinten, von vorne, dass sie schon mal eine ungefähre Idee hat, was ist es denn für ein Pferd und was könnte man denn da drauflegen. Und die Tatsache, dass sie den ersten Sattel, den sie ausgepackt hat und draufgelegt hat, ein Wahnsinn, wie dieser Sattel auf dem Pferd lag. Ich habe ihn erst ablongiert, der Sattel hat sich keinen Millimeter bewegt, null. Der lag einfach auf diesem Pferd, der lag da einfach. Und das war großartig. Also was für ein tolles Auge sie hat und schon direkt einen Sattel aussucht, der wie für dieses Pferd gemacht ist.
[26:47] Bevor wir in das Interview mit Luisa einsteigen, ein interessantes Gespräch. Wir haben so einen kleinen Streifzug gemacht, auch so, wie geht sie vor?
[26:56] Wie lange musst du jetzt auch warten? Wie viel kostet alles? Welche Materialien verwendet sie? Was war eigentlich so ihr Lebensweg innerhalb des Sattlereiberufs und so weiter? Also spannendes Gespräch. Viertelstündchen haben wir uns Zeit genommen am Fuße des Klosters. Das hat schon Spaß gemacht. Sag noch ganz kurz vorher, weil das logischerweise in dem Gespräch jetzt nicht auftaucht, sie hat dir jetzt ja einen Sattel quasi dagelassen, so übergangsweise, bis der dann Maßangefertigte, den du ausgesucht hast und den sie jetzt nach deinen Vorgaben ja macht, bis der dann tatsächlich da ist. Da hast du gesagt, der passt für Benni super, für dich nicht. Was ist denn so jetzt das Momentum oder was ist der Punkt, der dich sagen lässt, also für dich passt es nicht? Was sind so Faktoren? Ich frage deshalb laienhaft, weil ich bin in dem Sattel-Game. Also für mich ist halt ein Sattel ein Sattel. Ich weiß wohl, dass, keine Ahnung, die Sättel, die die da in Yellowstone haben, da ist ja so ein Knauf, ne? Das ist ein Western-Sattel. In der Dressurreiterei, nicht? Na, alles klar, das weiß ich schon. Aber warum ist jetzt der, den du jetzt quasi übergangsweise hast, also für Benni wäre der schon toll, wenn ich es richtig verstehe. Ja, auf Benni liegt der wirklich gut. Aber für mein Bein ist der nicht so gut. Das Sattelblatt ist zu lang für mein Bein. Mein Oberschenkel ist auch irgendwie zu groß für diesen Sattel insgesamt. Also mein Knie kommt über die Pausche. Er setzt mich nicht so optimal hin. Mein Bein rutscht nach hinten.
[28:24] Also ich komme nicht ganz so gut klar mit dem Sattel. Das war auch der zweite, den ich probiert habe und wo ich dir angetrappt bin und direkt gesagt habe, nee, das ist nicht mein Sattel. Und der passt aber ganz gut aufs Pferd und dann beiße ich mich da jetzt durch. Also wenn es dem Pferd passt und er läuft, auch Benni läuft damit wirklich super zufrieden und ich muss mich immer wieder so ein bisschen zurechtsetzen. Also er setzt mich so ein kleines bisschen nach vorne und ich habe immer so das Gefühl, ich falle nach vorne. Und liegt vielleicht auch daran, dass Luisa ja auch sagt, dass gerade bei den jungen Pferden der Schwerpunkt ganz, also sie macht das so, dass der Schwerpunkt immer ein kleines bisschen weit, also ein bisschen nach vorne geht, um auch einfach den Rücken so zu entlasten, dass der auch hochkommen kann. Also das leuchtet mir natürlich auch ein, aber dadurch, dass halt mein Bein einfach nicht passend ist für diesen Sattel, habe ich da nicht so viel Halt drin und ich habe immer so das Gefühl, ich rutsche da so ein bisschen rum.
[29:21] Und muss mir vielleicht auch die Pauschen noch mal richtig einstellen oder ganz rausmachen oder, oder, oder. Jedenfalls, Benni läuft damit super und ich reite ihn auch mit diesem Leihsattel, bis der Maßangefertigte.
[29:34] Gebaut ist und ausgeliefert wurde. Also was ich aber aus allem, was du so sagst, raushöre, ist, der Sattel ist schon enorm wichtig, wenn man über das Dressurreiten, generell über das Reiten redet. Also wenn das nicht passt, dann ist das für die Reiterei, für den Reiter und auch für das Pferd, das kann ein echter Faktor sein im Sinne von gut und schlecht reiten. Absolut. Also und auch vor allem, wie bewegt sich das Pferd unter mir? Also wenn das Pferd sich natürlich mit dem Sattel nicht wohlfühlt, wenn der irgendwo drückt oder quetscht oder was auch immer und das Pferd sich nicht frei bewegen kann, dann ist das natürlich eine Vollkatastrophe. Also man will ja natürlich, dass das Pferd sich unter dem Sattel auch wohlfühlt, auch mit Reitergewicht drauf. Und das ist wie wenn du jetzt zu enge Schuhe anziehen würdest oder zu große oder zu kurz, zu lang, zu breit. und dann kannst du ja auch nicht joggen, locker, flockig und nichts tut dir weh. Also du willst dich ja auch bewegen, ohne dass dich irgendwas einengt. Du willst dich frei bewegen mit Schuhen und willst ja nicht, dass irgendwo was drückt oder dir weh tut. Und genauso ist das mit dem Sattel und dem Pferd. Also der Sattel muss wirklich 100 Prozent auf das Pferd passen und darf das Pferd in keiner Weise einschränken in seiner Bewegung.
[30:50] Also sagen wir mal so, der Druck, der jetzt auf Luisa lastet, Ich möchte den nicht haben, aber wir wollen mal gucken, wie sie damit umgeht. Jetzt holst du nochmal Luft. Ja, ich habe ihr ja auch die Geschichte erzählt. Ich kann mich noch ganz gut erinnern an den ersten Mars-Sattel, als ich damals Nixen hatte.
[31:08] Und dann habe ich mir einen Mars-Sattel machen lassen von Hennig. Und du warst gar nicht so begeistert. Und der Sattel kam und legte den drauf. Und es war damals noch der Hennig Senior, der die ausgeliefert hat und auch noch angepasst hat, der ja immer sich super viel Zeit genommen hat. Und ich steige das erste Mal auf und habe gedacht, ach du Scheiße, was ist das denn?
[31:27] Ich konnte null sitzen in diesem Sattel. Ich habe mich total unwohl gefühlt und dachte, sowas habe ich gemacht, so viel Geld ausgegeben für so ein Ding, in dem ich nicht sitzen kann und in dem ich mich total unwohl fühle. Und der Hennig Senior hat sich damals wirklich sehr viel Mühe gegeben, mir das so angenehm wie möglich zu machen und er sagte auch, mit diesen aufgesetzten Pauschen, das ist gewöhnungsbedürftig, aber du sitzt toll, der Sattel setzt dich richtig hin. Vielleicht habe ich die ganze Zeit falsch gesessen und hat mir deshalb so schwer gefallen, mich an diesen Sattel zu gewöhnen. Es hat tatsächlich auch so vier bis sechs Wochen gedauert, bis ich so wirklich gesagt habe, ja, ich fühle mich wohl und ich kann mal Platz nehmen auf meinem Pferd. Und die Geschichte habe ich Luisa auch erzählt und habe gesagt, das möchte ich nicht nochmal erleben. Da hat sie gelacht und dann hat sie gesagt, hoffentlich, das wird wohl nicht passieren. Also wir schauen mal, wie sie mit dem Druck umgeht. Und wir begrüßen an dieser Stelle Luisa Köhne bei uns im Pferde-Podcast. Hallo Luisa, schön, dass du heute bei uns bist. Vielen Dank, dass ich da sein darf. Ich habe noch nicht so richtig Podcast gemacht. Ich muss mich einmal kurz aufhärmen damit. Luisa, wir werden das locker hinbekommen. Wir reden über Sättel und zwar…
[32:42] Ist es so, dass wir in unserem Podcast ja über Jennys drei Pferde regelmäßig sprechen. Der Haflinger und Klecksi, der Braune, die sind ja schon so ein bisschen ältere Turnierhasen. Und du hast den Benni heute kennengelernt. Das ist der Youngster, das Nesthäkchen. Und der soll jetzt so langsam ans Turnierreiten auch rangeführt werden. Und Jenny hat gesagt, natürlich braucht der jetzt auch quasi einen eigenen Sattel.
[33:09] Und Jenny ist so ins Schwärmen geraten. Ich weiß gar nicht, wie sie dich genau gefunden hat, aber sie sagte so, das ist eine Sattelrei, die Luisa, die macht so neue Sachen und das ist so ein bisschen was anderes und die wagt sich was und so. Und also bei mir sind ganz viele Fragezeichen ehrlich gesagt entstanden, wo ich dachte, okay, wie kann man denn in diesem Sattelgame, also was ist jetzt das Neue, was ist das Besondere? Deshalb würde ich einfach mit der Frage, die sich mir sozusagen aufgedrängt hat, einfach mal loslegen. Was würdest du sagen, ist das Besondere an deinen Sätteln? Ich denke, dass der neue Ansatz, den wir fahren, ist, dass wir die Pferde nicht nur da abholen, in dem Ausbildungsstand, wo sie sind, sondern auch auf dem Weg mit dem Reiter zusammen. Das heißt, es ist zum Beispiel so, wenn ich jetzt ein junges Mädchen habe, was auf einem sehr stark motorisierten Pferd sitzt, dann setzt sich dieses Mädchen so dahin, dass dieses Pferd auch reiten kann und sitzen kann.
[34:02] Das heißt, und das nächste ist zum Beispiel bei dem jungen Youngster, Benni hieß er. Genau. Bei Benni ist es halt so, der ist halt noch jung und kann das noch nicht so halten. Und normalerweise würde man sagen, wenn ich ihn jetzt normal im Schwerpunkt habe, dass das gut passt. Für Benni holen wir ihn ganz ein bisschen weiter nach vorne, weil er das noch nicht so gut tragen kann und weil der schnell sonst den Rücken wegdrückt, weil er das einfach noch nicht halten kann. Das heißt, den Reiter ein Stückchen weiter an den Schwerpunkt setzen. Die ganze Sache würde jetzt aber nur so für ein halbes, dreiviertel Jahr gut funktionieren, bis er ordentlich Bauchmuskulatur hat. und dann hole ich einen ganz normalen Schwerpunkt und dann ändern wir die Begurtung nochmal. Und ich glaube, der neue Ansatz ist zum einen, dass ich ganz offen darüber spreche, was ich mache und allen erkläre, ich mache das so und so. Und zum anderen, dass ich das halt situationsbedingt für beide anpasse. Ganz blöd gefragt, wie viel kann man so einem Sattel, also so ein Pferd, du hast es eben gerade selber gesagt, verändert sich ja auch. Der ist jetzt noch zwei und irgendwie, nee, Entschuldigung, vier.
[34:54] Zwei wäre ein bisschen sehr früh. Der ist jetzt erst vier Jahre alt und der wird sich aber körperlich in der nächsten Zeit sicherlich auch durch zusätzliches Training und so weiter, du hast es ja gerade auch schon angedeutet, noch weiter verändern. Man muss aber dann nicht quasi immer einen komplett neuen Sattel machen, sondern man kann dann einen einmal ausgesuchten Sattel schon so verändern, dass man die Sache dann Pferd und Reiter anpasst, richtig? Genau, genau. Ich sage mal, man kann im Grunde ganz viele Sättel anpassen. Das ist jetzt nicht super speziell für meine Sättel, dass man die super anpassen kann. Man kann sie super anpassen, ist alles anpassbar, außer die Sitzgröße und Sitztiefe, weil das ist der Sattelbaum und der ist halt fix. Aber selbst um den Sattelbaum rum, das heißt die Talge und die Kopfeisenlänge und diese ganzen Sachen, selbst die kann man hinterher noch machen. Das kann man tatsächlich bei relativ vielen Sätteln machen. Das Ding ist, dass es immer weniger Leute gibt, die das können. Das heißt, du brauchst halt einen Sattler, der das Ding auseinandersimmt, das umbaut und wieder zusammenbaut. Und oftmals ist es so, dass man halt sagt, okay, ich bräuchte jetzt ein größeres Kissenvolumen in dem Kissen. Die Firma XY bietet aber dieses Kissenvolumen nicht an, standardmäßig. Da gäbe es jetzt einen Sattler, der könnte ein neues Kissen bauen. Aber den muss man erstmal finden. Also man hört so ein bisschen raus, es kommt eigentlich weniger auf die Sättel an, sondern ganz viel auch auf die Sattler, oder?
[36:10] Total, total. Vor allem bei der Anpassbarkeit auf Dauer. Da ist immer die Sache, dass man halt jemanden hat, der das technisch, handwerklich umsetzen kann. Zum Beispiel, wenn er jetzt zu eng geworden ist. Oder auch ganz klassisches Beispiel, mein Sattel ist Schrott, weil das Kopfeisen gebrochen ist. Man kann ein neues Kopfeisen einziehen. Das ist nicht so das Ding. Man muss es halt nur machen. Okay, verstehe. Jennys Antwort war so ein bisschen, ja, von der Stange, man kann da schon Glück haben, aber dann muss es halt irgendwie passen. Also was wäre deine Antwort auf diese Frage?
[37:08] Die Sache ist, das ist ein guter Punkt, weil diese Anpassungsleistung und natürlich auch das Können, was dahinter ist, um das zu machen und auch der Service dahinter, der ist relativ kostenintensiv. Das ist einfach so. Das heißt, wenn man sich da so einen Sattel holt, bei uns liegen die Leute so zwischen 4.500 und 5.000 Euro, wenn sie sich einen Sattel kaufen. Und dementsprechend versprechen wir oder geben unseren guten Willen dazu ab, dass wir die halt dauerhaft anpassen wollen. Wenn man sich jetzt natürlich so, ich sag mal, einen gebrauchten Sattel von der Stange holt, von einem sehr guten Sattelfitter, der damit handelt, das mag alles super sein und auch günstiger sein, aber das Ding ist halt, dass du dann eventuell neu kaufen musst, weil du halt diese Anpassungsleistung nicht mehr hast. Das heißt, das kann funktionieren, ja. Genau, wir sind natürlich auch in unserem Sattel im High-End-Bereich unterwegs, muss man einfach so sagen.
[37:52] Dann erzähl noch mal so ein bisschen was über das High End. Wir sitzen jetzt hier, Fuße des Klosters, neben Jennys Reitplatz sozusagen und haben so ein bisschen auch ausgebreitet, so die verschiedenen Materialien, die man aussuchen kann. Also das geht dann los von dem eigentlichen Sattel, wo man drauf sitzt, welches Leder. Ja, du hast auch viel Bling, also bei mir läuft es unter der Überschrift Bling, Bling hast du auch mitgebracht.
[38:18] Also sind das auch besondere Materialien, die du verwendest?
[38:21] Und also dann die Frage, da geht es ja dann wahrscheinlich los mit den Unterschieden. Kaufe ich ein günstigeres Modell von der Stange oder gehe ich zu Luisa und lasse selber anfertigen? Also mit welchen Materialien arbeitest du? Und zwar, da werde ich ganz, ganz stark unterstützt. Das mache tatsächlich nicht ich, sondern die Dame heißt Frau Kirstein. Die macht den Einkauf und sie ist diejenige, die quasi auf Messen fährt, mit den Leuten redet, mit den Lederproduzenten spricht und die Kontakte hat und das für uns macht. Ohne Sandra wären wir, also ich hätte gar nicht die Zeit dafür. Aber sie ist halt diejenige, die halt, wie gesagt, auf Messen fährt und die Sachen noch ausprobiert. Wie lässt sie das verarbeiten? Wie ist die, die auch guckt, wie sind die Abriebfähigkeiten? Was ist preisleistungsmäßig noch gerechtfertigt? Denn auch für Leder kann man unverhältnismäßig viel Geld ausgeben. So, auch wenn man sonst ein anderes gutes Leder findet, was nicht ganz so teuer ist. Und genau, das heißt, Sandra ist tatsächlich die, die für den Einkauf bei uns das macht. Okay, also das heißt das Material, ihr habt Fachleute in deiner Firma, die das tatsächlich dann für dich aussuchen, du verarbeitest das weiter und hast dann natürlich auch ein Gefühl dafür, fühlt sich das gut an, also sind das gute Materialien.
[39:36] Vielleicht mal, um so mal deinen Background so ein bisschen abzuchecken, wo hast du das gelernt? Ich glaube, du warst vorher bei der berühmten Sattlerei Hennig beschäftigt, oder? Also da hast du das gelernt. Ist das so? Genau, genau. Also ich habe eine Sattlerei Hennig gelernt und habe dann schon mal eine eigene Sattlerei, ich bin ja schon seit 21 Jahren dabei und habe dann eine eigene Sattlerei gehabt von, ich muss jetzt mal lügen, von 2008 bis 2010 so in dem Dreh oder 2006 bis 2010 und habe da unter meinem Mädchennamen damals noch Maristani im Marsettel gebaut, aber nur in Berlin und vielleicht einen Monat. Das war damals eine ganz andere Zeit. Das war auch eine andere Zeit mit dem Sattelgeschäft. Und dann habe ich nochmal bei VW gearbeitet zwischendurch. Und zwar als Leder-Experte. Und da habe ich sozusagen im internationalen Produktionsnetzwerk Qualitätsmanagement für Leder gemacht.
[40:24] Und dann bin ich schwanger geworden. Und dann habe ich erstmal vier Jahre lang gar nichts gemacht. Also natürlich mit meinem Baby unterwegs gewesen. Und 2018, 2019 habe ich dann die Sattlerei, so wie sie heute existiert, gegründet, ja. Okay, also du bist von deinem Mädchennamen Maristani, habe ich mir gemerkt, und einen Sattel im Monat, das klingt wesentlich exklusiver noch, aber alles klar, ich verstehe schon, das ist in die richtige Richtung gegangen bei dir auf jeden Fall. Und also was für eine Laufbahn, also quasi von den Pferdestärken im Pferd hin zu einem Automobilkonzern, Wahnsinn. Darf ich eine Sache sagen? Und zwar die Sättel, die ich damals gebaucht habe. Ich habe nie wieder einen gesehen. Ich gucke immer auf eBay Kleinanzeigen und so. Also wenn jemand so einen Maristani-Sattel zu verkaufen hat, ich bin sofort da. Ich hätte so gerne einen von damals. Ich habe leider keinen. Frau Maristani, äh, Frau Luisa, formerly known as Maristani, würde gerne einen ihrer Sättel zurückkaufen. Ist aber eigentlich das beste Kompliment, was man kriegen kann, ehrlich gesagt, oder? Oder sind alle kaputt? Nein.
[41:25] Okay, das wäre die schlechte Variante. Wir unterstellen natürlich nur das Beste. Wenn man so Sättel macht, ist es dann von Vorteil, also wenn man dich anguckt, Du hast auch Reitklamotten an. Also ich unterstelle jetzt mal, du kennst auch das Gefühl, im Sattel zu sitzen. Also bist du selber Reiterin? Was sind da so deine Skills und ist wahrscheinlich eine Grundvoraussetzung, oder, wenn man Pferdesättel macht? Also aus meiner Sicht ja so, dass man dann auch selber das fühlen kann und dass man weiß, wie sich das anfühlt. Auch dass man sich reinempfinden kann, wenn der Kunde zum Beispiel sagt, ich habe das Gefühl, ich sitze weit weg. Ich habe das Gefühl, ich sitze nach links oder es macht das und dass ich da eine Vorstellung habe, damit ich den Sattel dementsprechend ändern kann. Meine Skills halten sich tatsächlich, was die Reihe 3 geht, in Grenzen. Also ich kann da nicht drauf sitzen. Ich würde mir auch ein Hausturnier… Zutrauen. Aber es ist so, dass meine Ahnung kommt daher, dass ich mit einem, er heißt David Kuhner, dass ich mit ihm zusammenarbeite. Er ist ein Grand Prix Trainer und er hat auch im maßlichen Sinne die Sättel mit mir zusammen in der heutigen, wie sie heute existieren, entwickelt. Und er ist auch derjenige, der sich quasi am Wochenende in neue Entwicklungen von mir reinsetzt und mir ganz gnadenlos sagt, was los ist.
[42:36] Das ist sehr, also ich könnte mir vorstellen, manchmal vielleicht schmerzhaft, aber wahrscheinlich eine Grundvoraussetzung dafür, dass dass das alles so klappt. Ich würde gerne noch einmal zurück zu unserem Termin jetzt heute, weil ich glaube, das ist ja tatsächlich auch ein gutes Beispiel, wo man sich das nochmal so vorstellen kann, wie läuft sowas ab. Du bist jetzt hier angefahren mit deinem Auto aus Berlin. Ich habe gelernt, du bist immer mal so auf Deutschland-Tour und klapperst dann auch deine Kunden und Neukunden ab und so. Und dann, also du lernst dann Benni kennen und dann geht es los. Du holst so einen Schemel da raus und hast ein Auto, Da sind so 10, 15 Muster drin oder so. Was machst du dann? Du hast unseren Benni erstmal bemalt, habe ich gesehen. Genau, das Erste ist, dass ich mir die Kunden erstmal interviewe. Also ich frage immer, was ist los bei euch? Und dann erzählen die Leute mir schon, was es ist. Ich habe ein Jungpferd, ich habe ein altes Pferd, ich habe ein Pferd, da rutscht alles nach vorne. Ich habe ein Pferd, da passiert das. Und dann frage ich, wie viele Reiter auf dem Pferd sitzen. Und dann male ich das Pferd einmal an, um mir so eine kleine Landkarte zu machen, wie lang ist er, wie viel hoch ist er wieder ist, wie ist so die Form vom Rücken, also eher rund oder eher dachförmig. Und dann lege ich ein 1, 2 auf und gucke, in welche Richtung die Reise geht. Und dann wird einmal Probe geritten. Und dann weiß ich meistens schon ganz genau, was ich für die Pferde mache. Und der Rest des Termins ist dann für den Kunden. Wie er sich drauf wohlfühlt, wie viel Power-Shift der Sitz sein soll. Danach wird ausgemessen, das Pferd vermessen. Ich mache mir die ganzen Notizen dazu und dann geht es ans Glitzer.
[44:00] Und was in Jennys Welt natürlich ein nicht ganz unwesentlicher Teil dieses Geschäfts ist.
[44:07] Ich habe es vorhin, als wir an der Bande standen, schon mal gefragt, gibt es so eine Anzahl von, ich sage mal, Grundmodellen, wie bei, was weiß ich, Levi’s Jeans, da gibt es dann die 501 und es gibt die mit der etwas breiteren Hüfte irgendwie, aber dann doch so irgendwie, also du weißt, was ich meine, es gibt so Grundmodelle und dann gibt es es noch in blau und in schwarz oder so. Ist es bei dir auch so oder ist wirklich, wenn du sagst, ein Maßsattel, also fängt man dann wirklich bei null an und es kann sozusagen alles variiert werden, wie man es haben will? Wie hat man sich das so vorzustellen? Die Entwicklung dahin war auch ein Prozess. Und zwar früher, als ich noch unter Maristani Sattel gebaut habe, da habe ich mir das dann für jeden Einzelnen eine Schablone gemacht, habe mir das aufgemalt und habe dann quasi, was ich mir vorstellen konnte für die Kunden, den Sattel so gebaut. Das Problem dabei ist, dass das, was du dir da am besten vorstellst, dass das nicht immer das Beste für die Kunden ist. Das heißt, die Kunden müssen schon in was drin sitzen, indem sie sich zu 90 Prozent wohlfühlen und nur noch so eine Kleinigkeit ist, wie zum Beispiel die Pausche muss ein bisschen weiter nach vorne, Sattelblatt muss ein bisschen kürzer, so in die Richtung. Weil ansonsten hast du die Gefahr, dass du dich in deinen Maßsättel setzt. Das ist wie jetzt, wenn man sich ein Kleid beim Schneider macht. Das sieht genauso aus, wie du es dir vorgestellt hast, aber es gefällt dir nicht. Und deswegen ist es so, wir machen das so, wir haben halt einen Grundschnitt und von dem aus gehen wir zentimeterweise halt weiter. Das heißt, ich mache jetzt die Pausche zu gehen weiter nach vorne, Sattelblatt ist ein bisschen kürzer, von der Breite war es super, sodass sich die Entwicklung im Maßen hält und so, dass das Ergebnis als Ausputt auch stimmt. Das habt ihr jetzt alles gemacht.
[45:30] Bling Bling und Glitzer ist auch schon ausgesucht. Wie lange dauert es jetzt? Das wollen wahrscheinlich die Ungeduld, könnte ich mir vorstellen. Jenny ist ein nicht sehr geduldiger Mensch und am liebsten hätte man gerne alles sofort. Ganz so schnell geht es natürlich nicht. Dafür ist es dann halt auch Maß angefertigt. Wie lange dauert denn das Maß anfertigen? Also was sind so die Wartezeiten,
[45:52] auf die man sich dann auch einfach einrichten muss, wenn man bei dir einen Sattel kauft? Also wir sind aktuell bei einer Produktionszeit von zehn Wochen und das versuchen wir auch stramm einzuhalten. Das heißt, wir haben eine interne angelegt an acht Wochen, sodass wir noch zwei Wochen Toleranz haben. Und spätestens zehn Wochen bekommen die Kunden Fotos von ihren Sätteln, wenn sie fertig sind. Und dann versuchen wir natürlich, nachdem sie fertig sind, so schnell wie möglich auszuliefern. Wenn wir haben, geben wir gerne Leihsättel raus. Das Ding ist aber, dass oftmals kommen die Leute zu uns, weil sie halt wirklich eine echt schwierige Sattellage haben. Wenn ich nichts da habe, dann habe ich da nichts da. Also besonders runde Ponys oder so. Aber man kann sich darauf verlassen, nach zehn Wochen ist das Ding fertig. Dann harren wir dir Dinge und bis dahin bedanken wir uns sehr für das tolle Gespräch. Ich danke auch, vielen Dank.
[46:35] Luisa Mercedes-Köhne bei uns im Pferde-Podcast. Und wer noch einen Sattel hat, den sie unter ihrem Mädchennamen gefertigt hat. Her damit. Dann her damit, sie würde den kaufen. Ihr habt es. Und also kurioserweise, du kennst ja sogar, also du hast ja mal gehört, noch aus dem alten Stall in Hessen, aber du hast leider keinen Namen mehr und auch keine Telefonnummer. Ich weiß noch, wie das Mädel aussah und ich weiß auch noch, welches Pferd das war, aber ich weiß nicht mehr, wie die hieß. Und ich habe auch, glaube ich, keine Telefonnummer oder so. Ich müsste mal alte Stallmädels anfragen und wisst ihr noch, die mit der Stute, wie hieß die nochmal? Und die hatte so einen Sattel.
[47:17] Aber ich habe es nicht mehr, ich weiß auch den Namen nicht mehr, leider. Wir haben ja auch Hörer. Was man ja auch sagen.
[47:24] Vielleicht hört ihr das Mailen mit der Stute zu. Exakt. Bitte melde dich. Wir würden gerne den Kontakt herstellen. Und das wäre ja tatsächlich ganz lustig, wenn Luisa einen ihrer alten Sättel dann zurückkaufen könnte. Wenn denn die jetzige Besitzerin ihn überhaupt hergibt. Wer weiß das schon.
[47:43] Wir halten euch jedenfalls auf dem Laufenden in Sachen Sättel. Jenny, mit Blick auf die Uhr haben wir eben gerade kurz uns sozusagen darauf verständigt, Wir haben nämlich noch ganz fantastische Hörerinnenpost bekommen und zwar von unserer Lieblingshörerin, möchte ich fast sagen, Allegra aus Österreich. Sie war ja bei uns zu Gast und zwar gemeinsam mit Konstanz Wiesner und es ging um ihr Problem. Du erinnerst dich, dass sie diese mentale Blockade hatte, weil sie an einem Hindernis, an so einem Cavalletti, da hat ihr Pferd gestockt und sie ist sozusagen aus dem Sattel abgehoben und hat dann also quasi auf dem Pferdehals, also quasi zwischen Sattel und Hals und so weiter gesessen und fortan geschlafen. Ging das nicht mehr richtig und Konstanze Wiesner hat sie so ein bisschen gecoacht, mentales Training, wir haben das hier live gemacht im Pferde-Podcast und es gibt jetzt den ersten Erfahrungsbericht so nach ein paar Wochen, ich glaube im März war das, wo die beiden bei uns waren und der Lega hat sich gemeldet und hat mal geschrieben.
[48:45] Wie es so läuft und hat auch ein Video geschickt und die Mail ist sehr spannend. Das machen wir aber tatsächlich dann mit Blick auf die Uhr in der nächsten kleinen Folge unter der Woche.
[48:56] Du grinst schon wieder so verschmitzt. So hält man die Hörer bei der Stange. Ja, hoffentlich. Wenn man so ein bisschen den Knochen dahin hält. Komm, komm, komm, komm. Aber erst nächste Woche. Du kriegst ihn auch nicht. Ja, genau. Vielen Dank fürs Zuhören. Das war Folge 334. Augen auf beim Sattelkauf. Ich bin so gespannt. Und ich habe ja blaues Glitzer ausgesucht. Ah, ganz wichtig. Das haben wir jetzt noch gar nicht erzählt. Und irgendwie sowas im Krokoleder-Style. Ja, aber nur so den Keder und so außenrum so ein bisschen Kroko. Aber ich habe mich für schwarz entschieden, wieder mal. Weil wenn man braun nimmt, muss man immer alles passt in braun dazu kaufen. Und ich habe alles in schwarz. Und das eine oder andere von Nixen habe ich ja noch. Und dann müsste ich alles neu kaufen. Und das brauchst du dann nicht. So Kandara, Trense und so weiter. Ich ziehe mir jetzt auch was im schwarzen Krokoleder Style an. Lass dich überraschen. Wir wünschen eine pferdige Zeit. Tschüss.
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