#348 Hilfe! Mein Pferd möchte nicht ins Gelände

Viele Pferdebesitzer kennen das Problem: Das Pferd ist im heimischen Stall und auf dem Reitplatz motiviert, aber sobald es ins Gelände geht, verändert sich das Bild. Genau dieses Dilemma beschreibt auch unsere Hörerin Christyn, die sich an uns gewandt hat: Ihr Pferd möchte einfach nicht ausreiten. Es zieht es vor, in der vertrauten Umgebung zu bleiben, und zeigt keinen großen Enthusiasmus, wenn es auf den Pfad geht.

In der aktuellen Folge 348 des Pferdepodcasts haben wir über Christyns Frage gesprochen und darüber gehirnt, was helfen könnte. In diesem Artikel möchten wir diese Ideen noch einmal aufgreifen und praktische Lösungen anbieten, um deinem Pferd zu helfen, das Ausreiten als entspannende Erfahrung zu erleben – ohne Anspruch auf Vollständigkeit.


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was steckt hinter der Angst vorm Gelände?

Bevor wir in die Tipps einsteigen, ist es wichtig zu verstehen, warum viele Pferde sich im Gelände unwohl fühlen. Es gibt verschiedene Gründe, die dazu führen können, dass Pferde beim Ausreiten nervös oder sogar ängstlich reagieren. Spoiler: Im Fall von Christyn scheinen all diese Faktoren nicht wirklich der Kern des Problems zu sein, was ihren Fall besonders knifflig macht. Aber dazu später mehr…

Mangelndes Vertrauen in den Reiter: Manche Pferde fühlen sich unsicher, wenn sie alleine im Gelände unterwegs sind. Wenn sie keinen festen Anker in der vertrauten Bezugsperson spüren, kann das dazu führen, dass sie sich lieber zurückziehen.

Fehlende Erfahrung: Besonders junge oder unerfahrene Pferde kennen das Ausreiten oft nur als stressige oder unübersichtliche Erfahrung. Sie sind es nicht gewohnt, in einer offenen Landschaft zu gehen, wo viele Eindrücke auf sie einprasseln.

Negative Erfahrungen: Wenn ein Pferd in der Vergangenheit schlechte Erlebnisse im Gelände hatte – sei es durch unangenehme Situationen wie stürmisches Wetter oder unvorhersehbare Geräusche – kann es diese Ängste mit der Umgebung verbinden und sich dementsprechend zurückhalten.


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Die Lösung: Kleine Schritte, viel Lob und Belohnung

Jetzt aber endlich zu unserer Hörerin Christyn: Sie hat bereits einige hilfreiche Ansätze ausprobiert, die auch in vielen anderen Fällen gut funktionieren – unter anderem das Reiten mit einem Handpferd und Ausritte in der Gruppe. Aber es gibt noch weitere Möglichkeiten, um deinem Pferd das Ausreiten schmackhaft zu machen und das Vertrauen zu stärken.

1. Kleine Schritte gehen:
Fang mit sehr kurzen Ausritten an. Verlasse den Stall nur für eine kurze Strecke und kehre dann wieder zurück. So baust du eine positive Erfahrung auf, die nicht überwältigend für das Pferd ist. Wichtig ist, dass du diese Ausritte regelmäßig machst und dich langsam von kurzen zu längeren Strecken steigerst.

2. Positive Verstärkung:
Verbinde das Ausreiten mit positiven Erlebnissen. Während des Ausritts kannst du zum Beispiel das Halfter mitnehmen und deinem Pferd eine Pause gönnen, indem du es grasen lässt oder es mit einem Leckerli belohnst. Diese kleinen Auszeiten im Grünen können helfen, dass dein Pferd die Zeit draußen als angenehm und entspannend empfindet.

3. Erhöhte Sicherheit:
Manchmal kann es helfen, das Pferd erst einmal mit einem erfahrenen Begleiter auszuführen. Der Senior von Christyn ist eine gute Option, da Pferde oft von der Gesellschaft eines vertrauten Artgenossen profitieren. So fühlt sich das Pferd sicherer und ist eher bereit, das Abenteuer Ausritt zu wagen.

4. Das richtige Mindset:
Ein sehr wichtiger Punkt, den wir in der Episode angesprochen haben, ist das eigene Mindset. Pferde sind äußerst sensibel und spüren, wie sich der Reiter fühlt. Wenn du innerlich schon mit einer negativen Erwartungshaltung in den Ausritt gehst, wird sich das wahrscheinlich auch auf dein Pferd übertragen. Versuche also, möglichst ruhig und entspannt zu bleiben und das Ausreiten mit einer positiven Einstellung zu begleiten.

5. Geduld und Konsistenz:
Es kann einige Zeit dauern, bis dein Pferd das Ausreiten wirklich als etwas Positives und Entspannendes empfindet. Bleibe geduldig und konsistent in deinem Vorgehen. Mit der Zeit wird dein Pferd Vertrauen aufbauen und das Ausreiten wird zu einer gewohnten und angenehmen Aktivität.

Fazit:
Christyn hat bereits vieles richtig gemacht, aber vielleicht hilft es ihr, noch gezielter kleine Schritte zu gehen, das Ausreiten immer wieder mit positiven Erlebnissen zu verknüpfen und die Erwartungen bewusst zu steuern. Mit Geduld und einer ruhigen, positiven Einstellung wird das Ausreiten vielleicht bald ein Highlight für sie und ihr Pferd – und auch du kannst diese Tipps anwenden, um das Vertrauen deines Pferdes im Gelände zu stärken.

Hast du auch ähnliche Erfahrungen gemacht? Oder hast du noch einen zusätzlichen Tipp für Christyn und die anderen Hörer*innen? Teile es mit uns in den Kommentaren oder auf unseren Social-Media-Kanälen!


Weitere Themen aus Folge 348

In der gleichen Podcastfolge haben wir natürlich auch über weitere spannende Themen gesprochen. Hier ein kleiner Überblick:

Benny und Klex im Wald: Warum Jenny in ihren Bergauf-Touren mit Benny und Klex ganz gezielt die Arschmuskeln der beiden Pferde trainiert und welche Bedeutung diese speziellen Übungen für den Muskelaufbau und die Fitness der Pferde haben.

Jenny und AC/DC in der M-Dressur: Jenny hat mit ihrem Haflinger AC/DC in der M-Dressur erneut eine Schleife beim Turnier geholt. Wir sprechen darüber, wie die neuen Trainingsansätze aus den Übungseinheiten mit Andrea zu diesem Erfolg beigetragen haben.

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Hier geht’s zum vollständigen Transkript der Folge:

[0:00] Das ist der Hafer- und Bananenblues. Das ist das, was jedes Pferd haben muss.

[0:07] Hier ist der Pferdepodcast Folge 348. Und ich muss mich noch bevor sozusagen das erste Wort gesprochen ist, muss ich um Nachsicht bitten. Kleiner Disclaimer. Ich befinde mich zwischen zwei Nachtschichten und bin deshalb mental und geistig. Und äußerlich auch. Du hast eine witzige Frisur. Und intellektuell. Wie sieht die aus? Wie der Tim aus Tim und Struppi. Die Älteren unter uns kennen diese Comicserie sicher noch. Oder wie das Kind aus den Simpsons. Der Bart Simpson, genau.

[0:41] So muss man sich das vorstellen. Ich sage es nur deshalb, weil es auch, also was das viel schlimmere Problem ist, ich meine Podcast, man sieht ja nichts, aber meine Gedanken sind auch nicht so ganz beieinander mit irgendwie ein paar Stündchen Schlaf nur und irgendwie man, also nach dem Schlaf, ist vor dem Schlafen und die Dinge sind kompliziert. Ich sage es nur, ich finde es ja auch ganz praktisch. Das heißt ja nicht, dass ich nicht auch im Normalfall Sachen vergessen würde. Da kommen wir gleich dazu. Aber jetzt habe ich wenigstens eine Ausrede. Also es ist auch nicht so ganz unkomfortabel.

[1:15] Worüber sprechen wir heute? Wir machen so ein bisschen Ablage, weil es gibt noch interessante Zuschriften, die ich einfach, ich also selbst anzeige, die ich beim letzten Mal vergessen habe, die wir aber, also die unbedingt noch gepostet werden müssen, hier im Podcast. Du warst mit Haflinger ACDC mal wieder on Tour bei einem Turnier und du warst erfolgreich. Ihr habt ein Schleifchen mit nach Hause gebracht, war am vergangenen Sonntag schon, aber die treuen Hörer wissen natürlich, die Podcast-Folge ist da ja schon aufgezeichnet für unsere Follower bei Steady. Die uns unterstützen, damit die in der Regel die Aufnahme immer schon samstags anhören können. Und so ist es halt. Und dann ist, es war schon Redaktionsschluss. Aber der Gute hat nach Redaktionsschluss noch ein Schleifchen geholt. Darüber sprechen wir noch kurz. Ich habe eben gerade ein Video gepostet. Hast du? Ja. Echt? Von einem, Nicht jetzt angucken, wir nehmen jetzt die Folge auf von einem sehr platten Benni.

[2:22] Gestern war der sehr platt. Gestern war der sehr platt und der hat sich paniert. Und die Frage ist, was ist denn da los? Ich habe den Hörern bei Instagram und TikTok und Co. Schon mal versprochen, dass wir darüber in der Folge sprechen. Und du so ein bisschen, das hat ja auch alles Sinn und Verstand und einen Plan. Und dass du so ein bisschen darüber erzählst, Was hast du mit dem Nesthäkchen schon wieder veranstaltet eigentlich?

[2:48] Nichts Schlimmes. Und dann haben wir noch eine Hörerinnenzuschrift, weil wir keinen Interviewgast haben heute. Wir hatten in der letzten großen Ausgabe das fantastische Interview mit Adina. Gerne nochmal nachhören. Sie spricht über ihre Geschichte sozusagen. Schwerer Sturz, Querschnittslähmung, die Stichworte. Also wer es verpasst hat, unbedingt nochmal reinhören. Aber deshalb haben wir in dieser Folge ein bisschen Platz und wir haben die Zuschrift deiner Hörerin. Du hast dich intensiv damit beschäftigt. Du hast gegoogelt, du hast Fachliteratur nochmal nachgelesen. Nichts. Huch, mein Pferd mag nicht so gerne ins Gelände. Was ist denn da los? Wenn es jemand beurteilen kann, dann natürlich du. Trotz fehlenden Podcast-Berechtigungsscheins. Das war grammatikalisch immerhin korrekt. Ja, das habe ich ja von dir gelernt, richtiges Deutsch. Das heißt als und nicht wie. Also wer das nie lernen wird mit der deutschen Grammatik, ist natürlich unser

[3:49] Orchestermusiker Manni. Aber der soll ja auch hier nicht reden, sondern er soll die Pferde-Podcast-Hymne spielen. Das macht er jetzt und dann geht’s los.

[3:57] Music.

[4:17] Jenny, wir können zwei Sachen perfekt miteinander verknüpfen, nämlich unter der Überschrift, unter der großen Überschrift Turnier. Zum einen, ich habe es eben gerade gesagt, du warst mit ACDC unterwegs.

[4:30] Dressurprüfung der Klasse M und da wirst du gleich ein bisschen drüber erzählen. Ist ja immer interessant, was macht der Hafi so im Nach-Europa-Championatsjahr. Aber wir können da auch schnell noch mit reinpacken, die Zuschrift, die eigentlich danach schreit, hier kurz vorgelesen zu werden, weil wir uns in einer kleinen Folge sehr intensiv mit ihr beschäftigt hatten. Du erinnerst dich an Melissa, die uns geschrieben hat, ihre Turnierpremiere, das allererste Turnier in ihrem Leben. Jenny, hast du noch ein paar Tipps irgendwie von wegfahren am Stall? Wie mache ich das am Turnierplatz? Ich muss nochmal, ich weiß gar nicht mehr, welche Folge war das? Ich glaube 346. Man kann bei Spotify jetzt nämlich immer so verknüpfen sozusagen. Was gehört zu was? Und dann kann man gleich weiterhören. Ich würde das bei Spotify nochmal drunter packen. Die Folge, in der wir uns mit der Frage von Melissa beschäftigt hatten. Tipps fürs allererste Turnier. Und dieses Turnier hat jetzt stattgefunden und Melissa hat uns nochmal geschrieben und das ist mega, wir reichen das gerne nach. Hey, also zu meinem Turnier, es war mega cool und ich bin eine E-Dressur und einen Springreiter-Wettbewerb gegangen. Wir haben uns ja noch gefragt, was reitet sie denn eigentlich, Dressur oder Spring? Antwort, beides, sie ist flexibel.

[5:55] Und sie schreibt, es ist super gelaufen. Ich war zweite und dritte, bin mega happy. Wow, voll gut. Und danke für die Tipps. Herzlichen Glückwunsch. Ja, herzlichen Glückwunsch. Wenn die Tipps ja auch dazu beigetragen haben, umso besser. Also man… Meine Tipps haben mir leider nicht geholfen bei dem ersten Turnierstart mit Benni. Das stimmt, davon hatten wir es ja auch.

[6:17] Ja. Genau, also man kann daraus schließen, sie bedankt sich für die Tipps, dass die Tipps zumindest mal nicht geschadet haben. Also das wollen wir doch mal festhalten. Das ist die gute Nachricht. Jetzt hast du gesagt, deine Turnierpremiere, es war ja nicht deine Turnierpremiere, aber die Turnierpremiere mit Benni, kann man auch gerne nochmal nachhören, war so, naja, aber du hast viel Wissen mitgenommen. Aber du hast natürlich auch so ein bisschen die Luxussituation, mehrere verschiedene Pferde zu haben und die bringen ja ganz andere Voraussetzungen mit. ACDC war mal wieder dran. Das ist ja jetzt nicht so, dass du an jedem Wochenende alles reitest, alle Turniere reitest, die nicht bei drei auf dem Baum sind sozusagen. Sondern du suchst ja sehr genau aus und das muss so ein bisschen auch in euren Plan passen und so.

[7:10] Und du musst auch relativ weit fahren. Daran sieht man auch schon, dass das so immer sehr, also mit der Lupe suchen, was passt in meinen Plan. Und wenn man dann halt irgendwie anderthalb Stunden fahren muss, dann wäre es halt so. In dem Fall war es tatsächlich so. Eine. Ich hoffe, ich habe es richtig im Kopf. M-Dressur, eine Einsterne M. Genau, auf Kandare geritten, aber 40 Meter. 40 Meter auf Kandare geritten, genau, 40 Meter, das etwas kürzere Viereck.

[7:38] Kommt AC immer, weil er ja so klein ist. Ja, der hat ja jetzt im Gegensatz zu den Warmblütern echt kurze Beine und für den sind die 60 Meter immer lang. Obwohl ich ja lieber auf 60 Metern reite, weil ich da irgendwie… Hat ein bisschen mehr Luft so, ne? Ja, ich kann mir die Lektion viel besser einteilen auf 60 Meter. Aber ich merke schon, dass es für AC auch anstrengend ist, wenn da zum Beispiel der Mitteltrab oder der starke Trab durch die komplette Diagonale. Das ist natürlich für den Haflinger wirklich eine Herausforderung. Und da zum Ende durchzuhalten und so. Deswegen ist es für uns ein kleines bisschen einfacher auf den 40 Metern. So war es. Du hast dich in den Stau gestellt. Das kam zu allem Überfluss auch noch dazu. Aber ihr seid dann da angekommen. Also ich glaube, du musstest dich sogar noch zurücksetzen lassen in der Startfolge. Ich stand im Stau und habe dann auf mein Handy geguckt und habe nochmal die Startliste angeguckt und dann haben die die Prüfung eine halbe Stunde vorgezogen. Okay. Und dann habe ich in der Meldestelle angerufen, ich hätte neunter Starter sein sollen und habe gesagt, das schaffe ich nicht. Also wenn ihr noch eine halbe Stunde vorverlegt, also ich kann es vielleicht gerade so pünktlich schaffen, so als neunter Starter, wenn die Prüfung pünktlich anfängt, aber mit einer halben Stunde früher, no way. Die war super freundlich, die hat mich dann an, ich glaube, 21. Stelle oder so hat sie mich gesetzt. Ich glaube, es waren 22 Starter oder 20. Stelle.

[8:59] Und genau, dann hatte ich ein bisschen Luft und konnte ein bisschen aufatmen und dachte so, okay, da habe ich wenigstens keinen Stress. Komme da hin, da war es, ich glaube, es war 5 vor 3, 3 Uhr ursprüngliche Zeit, 14.30 Uhr neue Zeit. Also es war schon im Gange sozusagen. Aber der erste Starter war gerade drin. Also wir hätten dieses Ganze nach hinten setzen gar nicht machen müssen, weil die nämlich ihre vorverlegte Prüfung doch zu spät angefangen haben. Egal, also ich hatte dann ein bisschen Zeit, ich habe AC noch ein bisschen krasen lassen und habe wirklich ganz gemütlich, habe ein bisschen zugeguckt bei den anderen und habe die ersten paar Starter gesehen. Das fing ja ganz stark an. Die erste Reiterin gleich mit der 7,4, die zweite glaube ich mit einer 7,2, waren auch ordentliche Vorstellungen. Die dritte Reiterin hatte, glaube ich, eine 6,5, obwohl sie sich einmal verritten hat und auch Lektionen nicht gezeigt hat. Und dann dachte ich schon so, okay, haben sie wahrscheinlich nicht gesehen oder so. Jedenfalls, ich bin dann zurück zu meinem Pony und habe dann nur online immer die Ergebnisse verfolgt. Ich auch, ich war ja nicht dabei. Dann hat es gehagelt, echt hier, 4,8, 5,0, 5,1, 4,8, 4,8. Da hast du Angst gekriegt, ob du den wieder einpackst. Scheiße, ja. Dann fahre ich wieder nach Hause.

[10:11] Und ich bin aber dann irgendwie so, ach, das fährt vor mir, bin ich so langsam zum Abreiten und bin einen langen Schritt geritten. Racy hat Gott sei Dank, ich glaube, zwei, dreimal beim Antraben abgehustet und dann war alles fein. Er hat nicht gehustet, er war fit und ich hatte ihn super schön vor meinen Hilfen. Also der Unterricht bei Andrea, der ja wirklich sehr darauf zielt, du willst doch gar nicht so viel erkennen, sondern das Pony soll laufen und du willst da oben schön sein. Genau, wir hatten es davon. Genau, das hat super gut geklappt auf diesem Turnier. Ich habe ihn zwei, dreimal aufgefordert und habe gesagt, hier, du läufst, ich nix hier so viel mit Sporen und Beinen, sondern ich will ganz, ganz gemütlich da oben drauf sitzen und ich will dich nicht jeden Tritt treiben müssen.

[10:56] Hat auch in der Prüfung wirklich super geklappt. Also ich hatte ihn so schön vor mir, er hatte das Genick oben, er ist fleißig getrabt, er ist einen tollen Schritt gegangen, also er war auch gar nicht irgendwie, dass er mit dem Kopf geschüttelt hat, weil es war schon so schwüles Wetter mit Regen und dann wieder Sonne und da war viel Viehzeug unterwegs, aber er hat das super toll gemacht, er hat die Lektionen wirklich schön gemacht. Ich bin also korrekt auf der Linie geritten und ich habe eine korrekte Linienführung im Protokoll gehabt.

[11:26] Uns sind zwei kleine Fehler passiert. Der ungeliebte Wechsel von rechts nach links hat nicht so toll geklappt und dann hatten wir einen Taktfehler in starken Trab. Also da war der Platz war sehr matschig und da ist er da irgendwie in so eine Unebenheit getreten und da gab es einen Taktfehler passiert. Okay, also mit dem kleinen Pony ist das natürlich, man merkt es sofort, wenn da eine Unebenheit ist. Aber alles in allem war es wirklich eine ordentliche Vorstellung. Ich war ganz, ganz zufrieden mit AC. Er ist auch auf die Mittellinie, also bei dem zweiten Aufmarschieren, Mittellinie und bei G erst halten. Normalerweise ist er bei X ja schon so, dass er mir vorne runterfällt und sagt, also ich will jetzt hier stehen. So wie der Roadrunner in diesen Comics. Aber er ist super schön bergauf, Mittellinie galoppiert. Das, was wir mit Andrea wirklich geübt haben, ganz gerade und wirklich jetzt lass doch das Pony mal gerade. Das ist uns wirklich gut gelungen. Und jetzt Trommelwirbel, 7, noch was, 4,8, die Richter, verrückte Menschen, was kommt raus? Ich hatte die Ergebnisse gar nicht mehr verfolgt. Ich bin dann rausgeritten und habe dann gewartet auf meine Wertnote. Scheiße, gab keine. Die nächste Starterin schon drin und die Scheiße, die haben die Wertnote nicht gesagt.

[12:34] Online war es auch noch nicht. Sie hatten auch keine Tafel. Ich wusste also, als der letzte Starter drin war, wusste ich gar nicht, okay, kann ich jetzt eigentlich gehen oder nicht? Und dann war so eine Reitkollegin mit Handy auf dem Pferd und dann sage ich, kannst du mal gucken, was ich für eine Wertnote hatte. Und dann guckt die und dann sagt die 5,9. Ich so, okay, danke. War so ein bisschen enttäuscht, weil ich echt so gedacht habe, ach, das war aber mehr als eine 5. Ja, zwei kleine Fehler. Aber im Vergleich zu den anderen, die dritte Starterin, die ich gesehen habe, mit ihrer 6,5, die sich einmal verrippen hat und die auch eine Lektion nicht gezeigt hat, dachte ich so, okay, so mit der 6 vom Komma hätte ich schon gerechnet. Also das war vom Gefühl her war es ein bisschen besser. Und dann drehe ich mich um und will so wegreiten. Und dann sagt sie, wo geht es denn hin? Sag ich, naja, 5,9. Ja, nee, nee, du bist noch in der Platzierung. Echt? Ja, ja, du bist jetzt gerade sechste. Von ein paar und zwanzig, ne? Von 22. Und da war die letzte Starterin gerade noch drin in der Prüfung. Und die hatte dann, glaube ich, eine 6,7. Die war mit ihrem zweiten Pferd da. Das erste Pferd war die 7,4. Und dann die letzte Starterin 6,7. Und da waren wir tatsächlich noch in der Platzierung mit unserer ein bisschen peinlichen 5,9.

[13:47] Aber ich hatte so ein bisschen das Gefühl, dass den Richtern der Haflinger ganz gut gefallen hat. Das kann man ja mal daraus schließen eigentlich. Genau. Also sie wollten ihn, glaube ich, in der Platzierung, aber sie wollten ihn nicht vor diesen Lampenaustretern. Das war dann doch, glaube ich, so der Punkt, wo die Richter dann gesagt haben, okay, wo sind wir jetzt? Ich weiß ja, wie sowas dann geht bei den letzten Startern. Was haben wir denn noch nicht? Wer ist denn in der Platzierung? wer soll da rein und der Haftlinger war aber so gut, dass er doch bitte noch ein Schleifchen kriegt. Und dann waren sie mit ihrer 5,9, waren sie auf der sicheren Seite, weil es waren noch zwei Starter und ich wäre auf jeden Fall drin gewesen. Aber ich sollte nicht mit der 6 vor das Warmblut, was an 6 der Stelle platziert war. Und naja, okay, damit kann ich ganz gut leben. Das ist auch nur so eine Vermutung. Ich weiß nicht. Also ich glaube aber… Wir haben nichts gesagt. Das kann auch ganz anders gewesen sein. Das Protokoll war sehr wohlwollend. Also es war wirklich nicht irgendwie demotivierend oder so, sondern wirklich korrekte Vorstellungen und ansprechendes Pony.

[14:46] Aber natürlich die Kadenz und der Ausdruck, das ist natürlich mit dem Haflinger immer schwieriger als mit so einem Warmblut, das sich schon von Grund auf ganz anders bewegt. Das haben sie auch bemängelt im Protokoll, dass ihnen halt wirklich die Kadenz und der Ausdruck im versammelten Trab fehlt und dass der starke Schritt natürlich nicht so durch den Körper geht wie bei einem ganz langbeinigen Pferd. Also das sehe ich auch alles ein und ich war dann aber eigentlich auch ganz zufrieden damit und war ganz happy mit meinem Schleifchen und bin dann nach Hause gefahren. Also man lernt, ich weiß schon, was du meinst, wenn man so psychologisch erzählt, ich habe eine 5,9 gehabt, dann verrollen die Leute so innerlich die Augen, dann sagt man, naja, da gab es aber auch, das waren verrückte Vögel an dem Tag und die haben halt auch viele Vierernoten gegeben, was ja eher unüblich ist. Also wenn man das dann so, und wenn dann quasi die Reihenfolge dann doch wieder so halbwegs stimmt, dann sind das so diese beiden Prohle. Also ich habe so den einen oder anderen 5,1, 5,0 Ritt gesehen, wo ich tatsächlich gesagt hätte, das ist jetzt aber abgestraft. Also ich hätte das nicht so schlecht bewertet, wie die Richter das bewertet haben. Aber wenn du einmal mit den Vierern anfängst, dann ist es wahrscheinlich irgendwie in einer gewissen Logik wieder, weißt du, was ich meine? Du hast deinen ersten Starter in der Prüfung und alle anderen werden an diesem Starter gemessen. War der jetzt besser oder schlechter? Wie viel schlechter, wie viel besser?

[16:11] Und das ist natürlich schon schwierig. Also auch wenn ich dann so hoch anfange und dann auf einmal die Kurve so steil nach unten und dann hagelt es nur noch vierer Noten und niedrige fünfer Noten. Das ist für mich so ein bisschen schwer nachvollziehbar. Also so weit auseinander waren die Starter da nicht, dass man sagt, wir haben hier eine 4,8 und wir haben eine 7,4. Also das war für mein Empfinden nicht so weit auseinander. Macht es für die Richter natürlich ein bisschen einfacher, das alles einzusortieren, wenn man sich das wie so eine Stecktabelle vorstellt. Also man muss dann da nicht so im Nachkommastellenbereich arbeiten, sondern wenn man hier die 7 und da die 4, dann ist dazwischen halt noch eine Menge Platz. Aber wie du schon sagst, offensichtlich habt ihr denen ja dann doch ganz gut gefallen. Und wenn ich jetzt mal so an Konstanze denke, mit nicht das einzelne Turnier zählt, sondern so dieses mittel- und langfristige Ziel, dann…

[17:06] Hätte ich jetzt so gesagt, okay, die Themen, die du immer wieder hier auch angesprochen hast mit irgendwie Kadenz, Ausdruck, so ein bisschen die natürlichen Schwächen, dass die der Hafi halt so mitbringt, an denen zu arbeiten, die auszugleichen, das ist so euer Thema, das kannst du ja auch gut nachvollziehen. Genau, ja. Und was aber das Allerwichtigste ist, dass so diese neuen Trainingsimpulse von Andrea, dass du da sagst, du hast das Gefühl, dass man dann doch relativ kurzfristig schon so Ergebnisse sieht. Wenn man in Trainingseinheiten, wie oft war das dann, ein, zwei Mal oder so, was anstößt, dann, also es ist ja noch nicht perfekt, was ist schon perfekt, aber es geht so in die richtige Richtung. Und man merkt schon den Effekt, das kann man ja eigentlich relativ klar sagen. Absolut, ich war auch mit Klecks bei ihr in der vergangenen Woche und auch da muss ich sagen.

[17:58] Gab es so den einen oder anderen Hinweis, also alles, auch Andrea findet das Rad nicht neu, aber die hat nochmal so Ansätze, die mir besser liegen, die ich besser umsetzen kann. Also bei Klexi ist es ja wirklich so, dass ich auch so ein bisschen inkonsequent reite und Andrea wirklich nochmal sehr nachdrücklich gesagt hat, du darfst ihn da nicht so rauslassen. Also der muss lernen, da zu bleiben. Das hat ja auch Christina aus München, die Trainerin aus München, hat das ja auch schon zu mir gesagt, also sei nicht so inkonsequent, sondern der muss da mal bei dir bleiben. Das war so in etwa der gleiche Ansatz. Und ich habe mich dann auch wieder daran erinnert. Das ist natürlich, wenn man so alleine reitet und dann ist man ja manchmal so mit, ach, Naja, das schleifen sich so Sachen ein oder aus. Da war es halt wirklich so, dass wir wirklich daran gearbeitet haben, dass der so ein bisschen zündet. Und ich habe Andrea dann natürlich auch erzählt, dass Kleksi, wenn man ihn zu sehr anpackt, dass der dann auch ganz schnell mal selbst bockig wird. Und der halt wirklich richtig bockt.

[19:07] Und wir haben es dann so ein bisschen Schritt für Schritt. Also kannst jetzt probier mal, ob du ein bisschen mehr. Und sobald du aber dann denkst, oh jetzt bockt der gleich los, dann machen wir was anderes. Dann wendest du ab, dann machen wir was anderes. Aber ich habe ihn schon anpacken können. Und wenn ich alleine bin, mache ich das ja nicht so, weil ich schon immer noch so ein bisschen die Hosen voll habe, wenn ich da richtig zupacke, dann bin ich halt weg. Dann schmeißt er mich über den Zaun. Und du bist nicht mit Gaffer-Tape festgetackert da oben wie in Yellowstone. Und deswegen bin ich bei Kleckse ja auch immer so ein bisschen behutsamer. Also den packe ich ja nicht so an wie zum Beispiel AC. Den würde ich, wenn der so Sperrenzchen machen würde, Dem würde ich in den Arsch treten. Und dann sage ich, ja, hallo, geht’s noch? Und bei Kleksi bin ich ja immer noch so ein bisschen defensiv beim Reiten. Weil er eher offensiv sein kann, verstehe alles. Aber er hat es ganz gut abgekonnt. Also das hätte ich jetzt nicht erwartet. Ich habe es ja auch schon lange nicht mehr so probiert, wie jetzt in der letzten Einheit mit Andrea. Habe ich ja auch gesagt, ich bin ihn lange nicht mehr so geritten, dass ich ihn mal so wirklich angepackt habe und gesagt habe, du zündest jetzt mal auf mein Bein.

[20:13] Und es ging. Also es ging wirklich. Ich musste dann später wirklich nur noch die Wade dran und das Pferdchen ist losgetrabt. Also das war wirklich super und wahrscheinlich hat mir das auch geholfen, dass da unten nochmal jemand steht und bei mir ist. So mental auch bei mir ist und das… Dass ich mich dann einfach mehr getraut habe. Und wenn ich so alleine war, habe ich mich oft nicht so getraut, den wirklich so anzupacken. Aber das hat gar nicht lange gedauert. Und dann lief der wirklich, der ist geschnurrt wie ein Kätzchen. Und Andrea sagte auch, und wenn er dann halt eine Viertelstunde braucht, bis er da ist, dann ist das so.

[20:45] Mach dir doch da deswegen mal nicht so den Kopf, sondern wenn am Ende das Ergebnis so ist wie heute. Wenn man ihn da hinkriegt, wo man ihn hinhaben will, ist doch gut. Dann hast du halt mal eine Viertelstunde Arbeit, dann musst du mal eine Viertelstunde ein bisschen ackern. Und du findest bestimmt noch raus, wo da diese Punkte sind, wo man ihn jetzt mal piesacken kann oder mal anpacken kann und wo man sagt, oh, da ist man lieber noch ein bisschen defensiv. Und sie sagte auch, ich kann ihn ja ruhig auch am Anfang in seinem Tempo einfach mal so ein bisschen schlurfen lassen. Das ist überhaupt gar nicht schlimm, da muss ich mir auch keine Gedanken machen, das ist legitim. Und wenn du ihn aber dann irgendwann aufforderst und sagst, so jetzt mach, dann muss er aber sofort zünden. Also Bein heißt nach vorne, immer, egal ob der noch schnarcht oder nicht, der muss lernen, das Bein kommt und er muss nach vorne gehen. Ich wollte gerade sagen, das wird ja eine spannende Frage sein, zu beobachten, ob diese Logik mit man gibt einen Impuls und dann ist das, was aus dem Impuls folgt sozusagen, das wird dann erstmal gemacht, solange bis es einen anderen Impuls gibt. Ob also in den Kleckskopf das dann auch so einzupflanzen ist, wie es ja bei ACDC offensichtlich ganz gut geklappt hat. Das wird noch ganz spannend sein.

[21:57] Jenny, nach dem Schlafen ist vor dem Schlafen. Ich drücke mal den Themenwechselknopf.

[22:03] Wir haben noch den Benni. Ja, eben drum. Und das Video von Benni, wie er quasi erschöpft. Abgemagert. Nee, abgemagert nicht. Wann ist das Futter von Kervallo eigentlich da? Keine Ahnung. Also die Sendungsverfolgung. Gestern haben sie es, glaube ich, abgeholt. Und es ist jetzt unterwegs von Österreich zu Benni. Ein persönlicher österreichischer Postbote. für Benni ist quasi unterwegs.

[22:31] Wir haben es ja gemacht. Ich weiß gar nicht, haben wir das schon so klar gesagt? Du hast das alles durchgeeiert und das bestellt und Formulare ausgefüllt und hin und her. Es wird das persönlich zusammengestellte Futter für Benni geben. Es ist unterwegs, aber es ist eine Frage von wenigen Werktagen, um nicht zu sagen, am Montag müsste eigentlich da sein, sonst ist hier mal Zucht. Ich muss mal gucken. Egal, wie auch immer. Also jedenfalls, das Futter kommt. Auch darüber können wir dann ja mal sprechen. Das bedeutet, noch ist er sehr geschwächt, der Kleine. Er hat noch kein individuelles Futter, keine… Also da fehlt es an allem. Und das kann man in dem Video, das ich heute gepostet habe, bei Instagram auch ganz gut sehen. Er sinkt quasi auf den Boden und also… Also muss ich erst mal hinlegen in den Sand, in den warmen Sand. Nach dem anstrengenden Arschmuskeltraining. Absolut, ein bemitleidenswertes Pferdchen. Was hat dich dazu gebracht, das zu tun, was du getan hast und was hast du eigentlich getan? Also wir waren ja am Dienstag auf dem Berg und dann war meine liebe Ex-Stahlkollegin Katja, die Wanderreite, die Westernpferde hat und mit der ich schon ganz oft in unserem geliebten Kaya, dieses Gebiet heißt so, dieser Wald. Wald, Berge, Schwarzwald. Genau, wo ich immer hingefahren bin zum Ausreiten, Schwarzwald, genau.

[23:58] Und wir haben irgendwie so am Tisch gesessen und ach, warst du mal wieder im Kaya? Sag ich, nee, auch schon ganz lange nicht mehr und ich würde so gerne. Aber alleine und ich würde den Benni gerne mitnehmen als Handpferd. Und alleine ist immer so ein bisschen doof, beim ersten Mal in fremder Umgebung mit zwei Pferden. Ja komm, lass uns treffen. Und gesagt, wir haben uns gestern Nachmittag getroffen in Kaya und ich hatte Benni dabei und den Klexi.

[24:21] Und habe das wirklich alleine gemanagt mit zwei Pferden. Da sagst selbst du, zu schaffen, offensichtlich ja, du hast es dir zugetraut, aber du kommst dann schon nach Hause und sagst so, das war jetzt nicht so für jeden Tag. Man muss die Sinne beieinander haben und wissen, was man tut. Also mit AC und Klecks, das sind alte Hasen. Das habe ich ja auch schon gemacht. Mit denen kann ich ganz gut alleine fahren. Also die kann ich alleine beide verladen, satteln, das ist alles kein Problem. Aber mit dem Jungpferd dabei und alleine und zwei Pferde, da habe ich schon so, okay, Katja ist da, wenn ich Hilfe brauche, kann ich sie rufen. War so ein bisschen Lebensversicherung schon. Genau, also dass ich nicht so ganz alleine da stehe mit zwei Pferden, wenn irgendwas ist. Und sie haben sich zu Hause, also ich habe wohlweislich die Trense für den Benni, die habe ich unter das Halfter gezogen, weil ich gedacht habe, oh, wenn ich den nicht getrenzt kriege da vor Ort, dann habe ich die Trense lieber schon drauf und ziehe das Halfter drüber und bin mit beiden Pferden an den Hänger, habe den Benni an der Seite angebunden, den Klecksi reingeschickt. Da war Benni schon so, oh Gott, der ist weg, der ist weg. Ja, ja, kein Problem. Also gute Entscheidung. Genau.

[25:33] Und habe dann beide Pferde verladen und bin losgetuckert und die fahren ja, wenn sie zu zweit sind, fahren sie ja total brav. Und ich habe einen guten Parkplatz gehabt im Wald und ich habe auch gesehen, Katja ist schon da, die hat ein Stückchen weiter weggeparkt. Und dann habe ich überlegt, okay, wie mache ich das jetzt? Ich muss ja beide Pferde ausladen. Und Benni hat ja bisher nur gelernt, nach vorne auszusteigen, weil ich vermeiden wollte, dass die Pferde rückwärts rennen, wenn hinten die Klappe aufgeht, wie Klecksi das zum Beispiel macht. Die Klappe geht auf und der drängelt sofort mit dem Arsch gegen die Stange. Obwohl die Stange noch da ist. Obwohl die Stange noch zu ist, genau.

[26:10] Und ich habe dann wirklich so gedacht, okay, ich mache sie vorne beide los, dann mache ich hinten die Stange, die Klappe auf und lasse den Klecks rückwärts rauskommen und mal gucken, was Benni macht. Also die Stange war hinten offen. Spannende Frage. Er ist noch nicht rausgekommen. Er ist einfach stehen geblieben, obwohl Klecks sie ausgestiegen ist, weil Benni das nicht kennt, dass er rückwärts aussteigt. Ach, der weiß gar nicht, dass es überhaupt machbar ist. Er wusste auch gar nicht, dass die Stange offen ist, sondern der hat halt vorne den Kopf rausgesteckt und dann, wo geht der Klecks jetzt hin, wo kommt der? Und dann konnte ich natürlich perfekterweise den Klecks direkt an der Seite anbinden, wo Benni rausguckt und konnte den in Ruhe fertig machen und Benni stand die ganze Zeit im Hänger drin. Und hat noch überlegt, wie du da jetzt den großen Houdini gemacht hast, dass das andere Pferd auf Erwecknis war. Genau, aber die Stange hinten war immer noch offen und er ist nicht auf den Gedanken gekommen, da rückwärts rauszusteigen, weil ich das nie mit ihm gemacht habe. Irgendwann müsste ich das schon auch mal üben. Dass er auch rückwärts aussteigen kann, aber im Moment, ich habe den Hänger mit Frontausstieg, warum soll ich das tun? Und es erleichtert mir natürlich, wenn ich mit beiden Pferden fahre, erleichtert es mir total, dass ich einen ausladen kann und der andere einfach noch drin bleibt.

[27:18] Und ja, wir sind losgeritten, ich habe den Klexi gesattelt, wir sind losgeritten und Benni war vorbildlich, also der war wirklich vorbildlich. Wir haben wirklich Arschmuskeltraining gemacht, sehr viel bergauf. Also sie waren schon alle wirklich geschafft. Wir waren ein bisschen was über eine Stunde unterwegs. Wir sind nur Schritt geritten. Und gezielt die Berge hoch. Und die Berge hoch, genau. Gibt es einen Grund dafür, speziell das zu tun? Also im Zusammenhang mit Benni habe ich ja auch mitbekommen, dass so immer wieder mal dieses Thema war, es wäre ganz gut für das Pferd irgendwie feste Böden irgendwie zu haben, Ein fester Untergrund, das hat dann auch so ein bisschen was zu tun mit, womit eigentlich? Ja, diese modern gezüchteten Pferde, die sind ja, ziemlich viele sind immer relativ weich gefesselt und da halt wirklich die Sehnen und Fesselträger und so zu stärken, ist von Vorteil, wenn man auch zwischendurch feste, harte Böden geht. Das stärkt die Sehnen und das stärkt auch so diesen ganzen Bewegungsapparat. Und dann noch bergauf ist dann wahrscheinlich umso effektiver, oder? Ja, das ist eher effektiv für die Muskeln. Also das gibt halt auch Arschmuskeln und je mehr Muskeln Benni hat, umso besser kann der Bewegungsapparat ihn natürlich auch tragen. Das ist ganz klar.

[28:34] Und dieses Training, dieses vielseitige Training mit unterschiedlichen Böden, das mache ich ja so oder so. Also ich gehe ja auch ganz viel bei uns, diese Teerstraßen, dass der einfach auch immer mal wieder geraden Boden, festen Boden unter den Hufen hat. Und da trabe ich auch manchmal ein kleines Stück, dass halt die Pferde wirklich, weil unser Boden extrem weich ist. Wir haben ja diesen S-Cround, diese Teppichschnipsel und der ist super weich und nachgiebig. Und um das einfach so ein bisschen auszugleichen, dass die nicht nur auf diesem weichen Boden laufen, gehe ich ganz viel auch harte Böden. Also das ist, glaube ich, ein ganz wichtiger Tipp, auch für Leute, die es vielleicht nicht so auf dem Deckel haben wie du jetzt, weil du dich auch viel austauscht mit, keine Ahnung, Hufschmiede, Hufmarie und also was nicht alles. Genau, Huforthopädin, genau, Orthopädin, das war das Wort, was mir fehlte. Oder Huftechnikerin. Also dieses tatsächlich irgendwie harte Böden sind speziell für diese modern gezüchteten Pferde eine wirklich gute Sache, sollte man auf jeden Fall… ist klar, also man muss immer so ein gutes Mittelmaß finden und nicht mehr… Aber einbauen, also Genau, harte Böden sind generell gut für die Seen. Okay. Also auch bei allen Pferden, immer mal zwischendurch mal harte Böden trainieren und das ist gut für die Seen. Und hat geklappt und hatte den Effekt, dass sie ganz schön platt waren. Und das sieht man in dem Video. Genau, also sie waren beide. Kleksi hatte heute frei, der hat nochmal nie frei, aber der hat sichtlich Muskelkater.

[30:01] Benni hatte auch Muskelkater, aber den habe ich so ganz locker nur ein kleines bisschen an der Longe mal draben galoppieren lassen. Dass der so ein bisschen wieder da hinten. Also man hat richtig gesehen, die Pferde haben Muskelkater. Also auch bei denen kommt es vor. Und bei Klexi ist es dann besser, ich lasse den mal einen Tag in Ruhe und der bewegt sich nur so, wie er das mag, weil dann macht Reiten keinen Spaß. Das weiß ich schon bei Klexi. Und deswegen habe ich den heute einfach in Ruhe gelassen. Aber das war ein super schönes Training und wir sind neue Wege gegangen, die ich noch gar nicht kannte.

[30:31] Und ich muss wieder viel öfter in den Wald fahren zum Ausreiten. Das ist einfach toll. Jenny, nach der Nacht ist vor der Nacht.

[30:39] Und deine Pferde, Klecks und Benni, haben offensichtlich nicht das Problem, dass die Pferde von der lieben Christine haben. Und wir haben in dieser Folge 348 tatsächlich noch zum Schluss die Zeit,

[30:56] um uns damit kurz zu beschäftigen. Ich habe dir das vor ein paar Tagen schon zugeschubst. Du hast dich gewissenhaft vorbereitet. Du hast nachgelesen. Es wird ein Fest jetzt. Ich lese erstmal vor, was das Problem von Christine ist. Hallo, ich habe nochmal eine Frage an Jenny. Ich habe das Gefühl, meine Pferde gehen nicht gerne ausreiten. Ich habe einen Rentner in Klammern 29 Jahre, huiuiui, das ist sehr alt, und mein Reitpferd 12 Jahre. Als mein Senior von mir noch geritten wurde, hatte er nie so richtig Freude ausreiten zu gehen. Ich musste mit ihm im Gelände immer diskutieren. Egal ob alleine, zu zweit oder in der großen Gruppe. Auf dem Reitplatz hatten wir nie Probleme.

[31:44] Und dasselbe erlebe ich mit dem anderen jetzt auch. Er kam achtjährig zu mir, kannte kein Ausreiten, nur Halle und Turniere. Zu Anfang sind wir viel spazieren gegangen. Mittlerweile gehe ich mit ihm auch alleine oder zu zweit oder zu dritt ins Gelände. Aber er entspannt nicht, sondern er ist froh, wenn wir Richtung Zuhause einbiegen. Wenn ich meinen Senior als Handpferd mitnehme, funktioniert das eigentlich sehr gut. Da kann ich aber natürlich nicht alle Strecken reiten, weil der Senior ist ja schon ziemlich alt. Galopp gibt es gar nicht und die Runde fällt dann auch kürzer aus. Ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass er auch alleine lernt, also der Junge, dass er auch alleine lernt, dass Ausreiten keinen Stress bedeutet, sondern eher Entspannung.

[32:32] Jetzt die Killerfrage. Hat Jenny Tipps? Liebe Grüße. Also sie hat ja wirklich schon alles gemacht, was ich jetzt auch geraten hätte. Ich wollte gerade sagen, da steckt schon ganz viel drin. Ich sage mal so, wenn du nicht weiter weißt, man kann vielleicht auch eine Frage mal an die Community auslagern. Und also möglicherweise gibt es ja auch andere Hörerinnen, die da wirklich einen goldenen Tipp haben. Das, was sie jetzt schon gemacht hat, wäre mir auch eingefallen. Nimm ein Handpferd mit, geh viel spazieren, probier es mal in der Gruppe und dann mal alleine. Und der einzige Tipp, den ich jetzt noch hätte, dass man vielleicht nochmal anfängt, nur so kleine Runden oder gar nicht mal so weit vom Stall weg, sondern erstmal so mit kurzen Strecken anfängt und dann wieder nach Hause geht und ihn ganz toll lobt und so. Und dass man halt so Zug um Zug die Ausreitentfernung etwas vergrößert, dass er wirklich vielleicht da nochmal ein bisschen mehr zum Entspannen kommt, wenn er nicht ganz so weit von zu Hause weg ist und dann so peu a peu immer ein bisschen weiter von zu Hause weg geht. Keine Ahnung, ob sie das schon gemacht hat und ob das vielleicht….

[33:40] Ob das hilft? Also dass man quasi so nach dem Motto, es ist ja immer nur ganz kurz. Genau, genau. Und ihn dann auch wirklich lobt und draußen und ihm auch vielleicht mal einen Keks gibt oder mal absteigt und ihn krasen lässt. Und dass man einfach dieses Ausreiten mit was Angenehmem verbindet. Also zum Beispiel wirklich Halfter mitnehmen, unterwegs absteigen und mal krasen lassen. Das finde ich noch immer eine ganz gute Sache, dass die Pferde, die im Gelände so ein bisschen aufgeregt und spannig sind, dass die da wieder so ein bisschen runterkommen. Und damit dann verbinden, wir gehen raus und dann komme ich irgendwann auf die Wiese. Okay, weil das wäre jetzt tatsächlich, also ich habe mir ja, ich muss ja zu meiner Schande gestehen, vor der Nacht ist nach der Nacht. Ich habe mir da, also ich habe gedacht, wenn ich sowas auslagern kann, dann schubse ich dir das Problem zu, beschäftige dich mal damit. Und also ich habe mir keine Gedanken darüber gemacht. Aber jetzt, wo du so sprichst, ob man das mit einer Belohnung verbindet, ob man irgendwie einen Punkt mit einem, keine Ahnung, Leckerlis, wie auch immer. Aber sind Pferde da bestechlich ja eigentlich schon Futter und leckeres Futter finden die ja schon gut.

[34:45] Also das wäre noch so ein… Das ist so das Spontane, was mir einfällt, dem Pferd das Ausreiten so angenehm wie möglich machen und mit ganz vielen angenehmen Dingen verbinden, die das Pferd gut findet. Also Leckerli grasen lassen oder vielleicht vorher unterwegs mal eine Schüssel Hafer platzieren und dann einfach das Futter draußen geben. Das muss ja nicht so weit weg sein vom Stall, sondern dass man wirklich sagt, wenn wir weggehen vom Stall und wir gehen ins Gelände, gibt es immer was richtig Tolles. Und eine gute Zeit. Und eine gute Zeit, genau. Also das wäre so mein Tipp. Aber wenn draußen die Hörer vielleicht noch den ultimativen Tipp haben. Ich habe auch noch einen Gedanken vielleicht.

[35:26] Wo wir jetzt so drüber sprechen und weil du schon so häufig gesagt hast, dass sozusagen auch die innere Einstellung, die man auf dem Pferd hat oder die man so generell hat in Anwesenheit des Pferdes, dass sich das ja dann auch sehr schnell überträgt auf die Pferde. Und wenn Christine jetzt schon so ein Mindset hat, wir gehen raus und es wird bestimmt wieder scheiße. Und ich merke schon, der wackelt einmal mit dem Ohr falsch oder zuckt oder guckt blöd oder wie auch immer. Und dass dann so eine Anspannung bei ihr da ist und auch das Pferd dann irgendwie möglicherweise, also genau das nicht passiert, dass was angenehm ist, sondern oh, Frauchen ist irgendwie gestresst, genervt. Also bin ich es auch, dass möglicherweise so eine Dynamik da ist und vielleicht sowas.

[36:17] Also ich finde, dass sie sehr klar ist in dem, was sie sagt. Und ich glaube, dass sie sich auch sehr bewusst ist, wie sie wirkt auf ihr Pferd. Also das lese ich zumindest so raus, dass sie sehr klar ist in dem Beschreiben, wie das Pferd reagiert. Und dass sie auch schon ganz viele Dinge probiert hat, die ja wirklich super sind und die eigentlich auch helfen müssten.

[36:37] Vielleicht hat sie sich aber auch für die Mail nur sehr zusammengerissen. Und sie ist es gar nicht. Also kann sie, falls das so sein sollte. Und da, Christi, musst du jetzt in dich selber mal reinhören. Wir haben ja im Gespräch mit Konstanze Wiesner, fällt mir jetzt gerade so ein, mentales Coaching quasi macht nicht nur Sinn für so Turniervorbereitungen, sondern auch, wenn man irgendwie so konkrete Probleme in Angriff nehmen mag. Also möglicherweise schlummert da auch noch ein Ansatz, wenn sich Christine selber fragt, gibt es möglicherweise irgendwas, was ich persönlich finde? Nicht richtig mache, hilft mir ein anderes Mindset oder wie auch immer, dass man sich da vielleicht nochmal so mit beschäftigt. Aber das ist immer schwierig mit so Ferndiagnosen, aber das wäre noch so ein Gedanke, der mir in den Kopf schießt, mal zu überlegen, könnte so, keine Ahnung, irgendwie eine Session mit Konstanze vielleicht auch noch irgendwie was bringen. Du guckst gerade sehr skeptisch. Ich habe Heuschnupfen in meine Augen gejucken. Ach so, alles. Siehste, man muss drüber reden. Und, wir haben es gesagt, Und möglicherweise haben die Hörers ja noch einen goldenen Tipp. Sollte das so sein, dann wirklich gerne her damit in sozialen Netzen. Aber ohne Berechtigungsschein.

[37:55] Sie hörten den Gong zum Ende des Pferdepodcasts und der Hund ist am Tisch angestoßen. Hoffentlich hat man es nicht so gehört.

[38:03] Oh Mann. Sie wird unruhig und ungeduldig. Das war Folge 348. Hat viel Spaß gemacht, war viel drin. Ganz ohne Interviewgast heute. Wir bedanken uns fürs Zuhören. Folgt uns bei Spotify zum Beispiel. Nicht vergessen, die… Ja, es gibt eine Glocke. Folgt uns. Das hilft sehr, sowohl euch keine Folge zu verpassen, als auch der Verbreitung unseres Podcasts. Habt eine pferdige Zeit. Und wir melden uns zum Ende der Woche hin wieder. Tschüss, Sikowski. Tschüss.


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