#366 Der Pipi-Trick beim Reitturnier

In Folge #366 „Der Pipi-Trick beim Reitturnier“ des Pferdepodcasts geht es um ein Thema, das auf den ersten Blick kurios klingt – auf den zweiten aber ziemlich sinnvoll ist: Unsere Hörerin Christyn hat gefragt, ob es wirklich stimmt, dass Jenny ihrem Haflinger AC/DC beigebracht hat, vor dem Reiten auf Kommando zu pinkeln. Spoiler: Ja, es stimmt – und Jenny erklärt im Podcast, wie das funktioniert und warum es gerade auf Turnieren ein echter Vorteil sein kann.


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Sind Benny und KLex zu schüchtern?

Dabei wird deutlich: Während AC/DC der Pipi-Trick ganz selbstverständlich gelingt, scheitern Benny und Klex bislang. Womöglich an ihrer eigenen Schüchternheit? Jenny beschreibt anschaulich, wie wichtig Beobachtung, Timing, Kekse und Geduld beim „Toilettentraining“ mit dem Pferd sind – und warum es bei manchen Pferden vielleicht auch gar nicht so wichtig ist, wenn es nicht klappt.

Doch die Folge dreht sich nicht nur um Pippi, Äppel & Co., sondern auch um Jennys jüngsten Start mit AC/DC in einer Dressurprüfung der Klasse L auf Kandare. Trotz durchwachsener Wetterbedingungen und einer eher mittelmäßigen Form reicht es für ein Schleifchen – und sogar das „Kaderkind“ bleibt hinter den beiden zurück. Jenny analysiert die Prüfung, spricht über getrenntes Richten und über eine Kurzkehrt, die aus Sicht der Richter entweder eine glatte 7 oder eine wacklige 4 war. Trotz der fragwürdigen Varianz bleibt sie bei ihrem Fazit: Das getrennte Richten schafft mehr Objektivität und Fairness – und sollte viel öfter Standard sein.


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Zu Gast in der Folge: Henner Hoeschen und der smarte Hufschuh

Ein weiteres Highlight der Folge ist das Interview mit Henner Hoeschen, bekannt als Stimme des Reitsport-Senders ClipMyHorse. Doch Henner ist nicht nur Moderator, sondern auch Mitentwickler eines faszinierenden Produkts: einem intelligenten Hufschuh, der mithilfe von Sensoren und Künstlicher Intelligenz frühzeitig Lahmheiten erkennen kann – noch bevor sie für das menschliche Auge sichtbar werden. Besonders für Tierärzte, Reha-Zentren oder Besitzer von verletzungsanfälligen Pferden bietet dieser Schuh spannende Perspektiven.

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Jetzt reinhören: Der Pipi-Trick beim Reitturnier
Ob Trainingstipps für Vierbeiner mit Lampenfieber oder technologische Innovationen rund ums Pferd: Diese Folge steckt voller spannender Einblicke – und einer Prise Humor. Wie immer mit Jenny und Chris, zwischen Schleifchen, Schnupfen und schrägen Haflingerträumen. 🎙️🐴


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Hier geht’s zum vollständigen Transkript der Folge

[0:00] Jenny, du sagst nix. Wir spielen jetzt den Hafer- und Bananen-Blues und du sagst erst was. Du sagst erst was, wenn ich es sage. Also es ist einfach wie immer. Das ist der Hafer- und Bananen-Blues. Das ist das, was jedes Pferd haben muss.

[0:20] Folge 366 des Pferdepodcasts startet mit einer Premiere. 365 folgen lang war es so dass wenn hier jemand zu beginn der sendung gejammert hat ein jammer ein jammerlappen war dann war ich dass der mann und jetzt die wurst wird vegan barbie gibt es jetzt auch mit dunklen Haaren. Jenny. Sag was. Dann heißt es aber Ken. Die Mrs. Barbie gibt es jetzt auch dunkelheilig. Du weißt schon, was ich meine. Sondereditionen mäßig. Ich jammer nicht. Du jammerst trotzdem nicht. Nein, natürlich nicht. Ich jammer nie. Wir sind alle krank. Du dürftest jetzt jammern. Du hast keinen Podcast-Berechtigungsschein. Aber du hast einen Jammer-Berechtigungsschein. Ich will gar nicht jammern. Wir spielen jetzt einfach den Money und machen eine ganz normale Folge. Ja, nur nicht so lang, weil ich so Halsweh habe. Aber du jammerst nicht. Wir halten einfach sachlich festgestellt, bisschen Halsweh, bisschen kürzer heute, aber alles, es wird nicht gejammer. Wow, du dürftest jammern. Ich finde so diese Berechtigung. Ich will ja gar nicht jammern. Ich schon. Ich finde es auch gut. Das hat auch was Gutes, mal zu jammern.

[1:37] Bemitleidet werden. Es ist ja niemand da, der mich bemitleidet. Ich? Hallo bin ich niemand? Bist du bescheuert? Und mich bemitleiden. Den Tag, der muss noch erfunden werden. Ja, würde ich machen. Nee, machst du nie. Aber auch so dieses… Du sagst immer, halt dein Maul, stell dich nicht so an. Aber auch so dieses… Wer reiten kann, kann auch das und jenes und selbe. Wer reiten kann, kann immer alles. Früher hieß es immer, wenn du noch rauchen kannst, dann ist es nicht so schlimm. Das ist ja jetzt nicht mehr ganz so. Ja, das ist nicht mehr zeitgemäß, aber früher hieß das so.

[2:04] Wenn meine Mutter krank war und dann hat sie sich eine Kippe angesteckt und dann habe ich gesagt, wenn du noch rauchen kannst, dann ist alles nicht so schlimm. Heute raucht ja keiner mehr. Es ist ja so dieses Gedankliche, weißt du, man könnte jammern und dann würde man so denken, man stellt sich dann vor, also viele andere bedauern einen durch Bemerkenswert. Ich will ja gar nicht bedauert werden, da bin ich ja weit weg von, dass mich jemand bedauert.

[2:27] Nee, das will ich nicht. Wir haben eine sehr interessante Hörerinnenfrage in dieser Folge 366. Ich musste ein bisschen schmunzeln, worüber Hörerinnen so stolpern, woran sie sich erinnern und wo sie jetzt nochmal nachfragen und was sie dann doch irgendwie als wichtig offensichtlich für das eigene Tun mit den Pferden, was sie als wichtig einnorden. Wir haben noch nachzutragen den Turnierstart mit ACDC, deinem Haflinger, den jüngsten vor einer Woche mittlerweile. Wir haben schon gespoilert in der kleinen Folge, es gab immerhin ein Schleifchen,

[3:04] aber du warst nicht so, es war jetzt nicht die große Erfüllung. Und wir haben Henna Hülschen bei uns, die Stimme oder eine der Stimmen von Clip My Horse und ganz nebenbei auch noch einer der Erfinder des Hufschuhs, der früher als das menschliche Auge Larmheiten erkennen kann. Dank vieler Sensoren drin, dank künstlicher Intelligenz. Für wen das was ist, wie viel es kostet und was sie sich von dem Produkt erhoffen und so weiter, darüber sprechen wir. Und wir sprechen über deine Bewerbung bei Clip My Horse. Ich habe die mal abgegeben. So.

[3:43] Da lacht sie. Ich will gar nicht zu Clip My Horse. Was willst du? Also du willst nicht bedauert werden. Nein, ich will auch nicht zu Clip My Horse. Und ich habe auch gesagt, warum? Jetzt stell dir mal vor, die arme Kim Krehling muss so ein Grand Prix kommentieren bei Clip My Horse. Da sitzt sie ja jetzt bei der Olympiade zum Beispiel. Da sitzt sie ja Stunde um Stunde und jeden Ritt kommentierst du da. Aber für den ganzen Ruhm, du bist zu destruktiv. Welcher Ruhm? Ja schon, man ist bekannt, berühmt auch. Du bist zu eitel. Ja, du sagst die ganze Zeit, was du nicht willst. Jetzt erzähl doch mal, du überlegst dir jetzt, während der Manni die Hymne fiedelt, überlegst du dir jetzt mal, was du willst.

[4:24] Ein 80-jähriger Millionär heiraten, der herzkrank ist.

[4:28] Music.

[4:49] So krank ist er dann auch wieder nicht. Und wenn der dann tot ist, dann kaufe ich so eine richtig geile Reitanlage von dem Erbe. So würde ich das machen. Tja, dann drücken wir mal. Also ich weiß gar nicht, ob man jetzt wirklich die Daumen drücken soll, dass das klappt. Also das ist auf vielen Ebenen, ich wollte es gerade sagen, auf vielen Ebenen auch ein kleines bisschen schräg. Aber ich glaube, da träumen alle Pferdemädels von. Da haben wir früher schon davon geträumt. Wir heiraten mal einen Millionär, der schon ganz alt ist und dann bald stirbt und dann kaufen wir uns so eine richtig geile Reitanlage. Also ich würde ja mal die steile These aufstellen wollen, dass der Traum bei vielen oder bei den meisten der Pferdemädels zu einem späteren Zeitpunkt einsetzt, weißt du? Also erst nach, dass man sagt, okay, die Vorgeschichte interessiert uns jetzt nicht so in dem Traum, sondern wir fangen gleich mal mit den Millionen an.

[5:48] Jenny, wir beantworten Hörerinnenfragen ja bevorzugt in der kleinen Folge unter der Woche, die ist ja immer dazu reserviert, aber natürlich können wir das auch machen in den großen Folgen, die wir immer am Wochenende aufnehmen und so machen wir das auch heute. Ich musste wirklich schmunzeln. Die liebe Christine, die schon häufiger mal mit verschiedenen Sachen irgendwie immer sich gemeldet hat und zu der wir so einen lockeren Kontakt haben, schreibt folgendes. Moin, ich habe nochmal eine Frage an Jenny. Sie erzählte mal im Podcast, dass sie ACDC beigebracht hatte vor dem Reiten, sie entschuldigt sich für den Ausdruck, warum eigentlich, zu pinkeln. Ich meine mich zu erinnern, dass Klecks das nicht verstanden hat. Ich würde ihm jederzeit zutrauen, dass Klecks das nicht verstanden hat. Jetzt meine Frage. Macht Jenny das immer noch mit AC und hat sie versucht, das Benni beizubringen?

[6:44] Liebe Grüße und ein schönes Wochenende. Christine PS, ich wünsche eine schnelle Genesung für Chris. Wir fügen gedanklich hinzu, auch wenn du da keinen Wert drauf legst, dann wünscht sie bestimmt auch dir eine schnelle Genesung. Natürlich lege ich da Wert drauf. Ja, okay, na dann.

[6:58] Also, pinkeln vor dem… Ist das so, wie sie schreibt? Ich mache das auf Kommando, auch wenn nur ein paar Tropfen kommen. Also bevor ich aufsteige, macht der Pipi. Der kriegt immer einen Keks dafür. Auch für einen Tropfen kriegt der einen Keks. Und das Problem nur bei Benni und bei Glex ist, dass die beide sehr schenant sind und eigentlich fast nie pinkeln, wenn ich dabei bin. Nie. Und das ist Voraussetzung dafür, dass man den Pferden das beibringen kann. Man muss immer einen Keks einstecken haben und für das Pipi, wenn so ein Pferd einfach jetzt mal hingeht und Pipi macht dieses Wort Pipi, Pipi, Pipi, Pipi, Pipi, sagen und sofort einen Keks ans Pferd. Dann verknüpfen die das und dann kann man denen beibringen, auf dieses Wort Pipi zu pinkeln. Bei AC ging das relativ einfach, weil der irgendwie, der hatte auch gepinkelt, wenn ich nebendran stand. Der hat sich da nicht geschämt. Machen Klecks und Benni beide nicht. Also die sehe ich ganz, ganz selten pinkeln.

[7:53] Und dann ist es ein bisschen schwierig. Deswegen hat das bei Klecksi nicht funktioniert, weil ich glaube, ich sehe den einmal im Jahr, dass er pinkelt, wenn ich dabei bin. Und den Benni habe ich glaube ich noch nie gesehen, dass er pinkelt, wenn ich da bin. Das immer alles andere ist viel zu aufregend. Wenn Frauli da ist, dann kann man nicht pinkeln. Das kann man machen, wenn es langweilig ist. Und du glaubst, die machen das nicht wegen, sie sind zu doof, das zu kapieren, sondern wegen Ginant hast du jetzt gesagt? Also keine Ahnung. Es gibt ja Pferde, die halt zum Beispiel auch auswärts nicht pinkeln oder mit Kacken hat AC so ein bisschen das Problem. Also tatsächlich, also Äppeln ist schwieriger bei AC.

[8:35] Ich bin ja immer froh, wenn er, bevor wir in eine Prüfung reiten, dann irgendwann nochmal kackt. Also er kackt meistens, bevor er in den Hänger steigt und dann nicht mehr. Und eigentlich muss er vor der Prüfung nochmal äppeln, weil sonst wird es zu viel da hinten drin. Und man merkt es auch beim Reiten, wenn er muss und wenn zum Beispiel jetzt er äppeln müsste, vor der kurz kehrt, dann würde er einfach stehen bleiben. Er würde einfach stehen bleiben. Während des Galopps oder Traab wohl nicht, aber wenn gerade die Schritttour wäre, würde er einfach stehen bleiben. Deswegen bin ich total froh, wenn er vor der Prüfung kackt. Das ist immer noch so ein bisschen schwierig. Also ich wollte jetzt gerade sagen, es tut mir auch leid, dass ich da jetzt so reingestolpert bin und ich hatte eigentlich auch damit gerechnet, dass die Antwort etwas weniger kompliziert ist, weil die Leute, die jetzt nicht so im Thema sind, die fragen sich vielleicht, ist es hier der Pipi-Kacka-Podcast oder was. Also das ist ja der Hintergrund. Also man will ja, dass die vor einer Prüfung sich nochmal erleichtern, damit also solche menschlichen, aber auch pferdischen Bedürfnisse dann irgendwie eine Prüfung nicht beeinträchtigen. Das ist ja überhaupt mal der Hintergrund, warum man sich überhaupt damit beschäftigt. Das muss man ja erstmal sagen. Bei manchen Pferden schon. Bei Glexi ist es völlig egal. Okay. Dem ist es egal, ob der vorher gekackt hat oder hinterher. Der kackt halt einfach auch während des Laufens. Das ist völlig egal bei Klexi und bei Benni auch.

[10:01] Achso, und deshalb ist es dir dann auch am Ende des Tages egal und du hast da jetzt keinen Ehrgeiz, denen das beizubringen. Warum, wieso, weshalb die sich das nicht beibringen lassen, ist dir am Ende des Tages auch egal. Eigentlich schon. Also bei Klexi merke ich keinen Unterschied, ob er vorher Pippi oder er gekackt hat. Das ist egal bei ihm. Und Benni kackt auf dem Turnier so viel vor lauter Aufregung, dass das auch egal ist, ob er vorher nochmal geäppelt hat oder nicht. Er äppelt sowieso am laufenden Band auf dem Turnier. Das ist bei ihm sozusagen das Zeichen für Prüfungsangst und Stress. Nee, der hat Stress. Der hat einfach Stress. Auch wenn er auswärts ist, äppelt er immer dreimal so viel als zu Hause. Heißt das jetzt alt oder wie? Dreimal so viel wie zu Hause. Liebe Anna, dieses Mal heißt es wie?

[10:53] Und die Grammatikregel dazu reichen wir nach, natürlich. Ja, deswegen ist es bei den beiden auch mit dem Pipi, glaube ich, wurscht. Also die Haflinger sind ja oft sehr eigen mit Pinkeln und Kacken. Das war der Nixen auch. Der konnte auch nicht laufen, wenn er vorher nicht gekackt hat. Und der konnte das auch mit dem vor dem Aufsteigen Pipi machen. Auf Kommando sozusagen, animiert mit irgendwie Keks und so weiter. Deshalb haben wir uns überhaupt damit oder deshalb hast du dich damit beschäftigt. Aber die Haflinger sind eh so schlau. Ich glaube, die lernen das alle viel, viel schneller als die Warmblöds. Die Warmblöds sind halt Warmblöds. Sie sind nicht so schnell im Kopf wie die Hafis. Okay. Ja, es ist auch wie. Die Sendung der steilen Thesen heute. Okay, also wir halten fest, liebe Christine, du hast dem mehr gemerkt als ich vom Pferdepodcast. Wahnsinn. Und also es stimmt im Prinzip und genau, also und Klecks und Benni können es sozusagen nicht, aber bei denen ist es auch nicht so wichtig offensichtlich. Und du sagst, es spielt in der Prüfung nicht so die große Rolle. Und fertig. Vielleicht spielt es irgendwann bei Benni mal eine Rolle, da sind wir aber noch lange nicht. Genau, richtig. Die Geschichte bei Benni ist noch nicht auserzählt. Sagen wir mal so, okay. Okay.

[12:13] Stichwort der Haflinger, Stichwort eine Prüfung reiten. Hat er auch beim letzten Turnier, hast du ihn da auch noch mal Pipi machen lassen? Ja. Bevor er da ins Dressurviereck? Also daran lag es jetzt also nicht, dass du nicht komplett zu 100% zufrieden aus dieser L-Dressur rausgegangen bist. Kandarren L. Es hat für ein Schleifchen gereicht. Du hast schon so ein bisschen verschämt gesagt. Ja, aber es war jetzt kein Starterfeld von 60 Teilnehmern, sondern es war nur, also man kann die Null dahinter streichen, es waren nur sechs. Aber wir haben uns dann auch darauf geeinigt, Schleifchen ist Schleifchen. So muss man das ja trotzdem sagen. Absolut, ja, schlupp und schlupp und dann ist es am Ende des Tages egal, wie viel da gestartet sind. Es war generell nicht unsere beste Leistung am letzten Wochenende und das ist auch ganz viel dem Wetter geschuldet gewesen. Das war ja am Sonntag, war ja dieser Tag mit diesem Starkregen und Hagel und das war so ein Suppenküchenwetter. Also es war, für Elsie war es echt schwierig. Er hat auch beim Abreiten ein paar Mal gehustet. Er hat nicht so gut Luft gekriegt und ich habe schon gemerkt, dass er relativ…

[13:22] Nicht schlappi, aber nicht so da ist wie sonst oder noch einen Tag vorher. Da war das Wetter noch nicht ganz so schwül und es war zwar warm, aber die Schwüle war noch nicht so stark. Und ich habe das auch beim Abreiten schon gemerkt, dass er manchmal so ein bisschen kämpft mit, er muss mal husten und er schnauft viel schneller, viel mehr, obwohl er sich noch gar nicht so sehr angestrengt hat. Und deswegen war das nicht unsere beste Runde. Das war insgesamt ein kleines bisschen müde und das war so die eine oder andere Lektion, die uns nicht gelungen ist. Also zum Beispiel die Kurzkehrt, die habe ich total versaut, also die ist uns nicht gelungen.

[14:01] Dann ansonsten gab es einen einfachen Wechsel, der übertrab war. Also es waren so Kleinigkeiten. Ich bin relativ korrekt geritten. Ich glaube das Einreiten, genau, bei dem Einreiten hatte ich sogar dreimal sieben. Es war getrenntes Richten, also das Einreiten war gut. Also da hat sich das ausgezahlt, dass ihr da so intensiv drauf geguckt habt. Absolut, genau. Aber es gab halt auch wirklich so verpatzte Lektionen in dem Protokoll. Und ich finde ja dieses getrennte Richten, man kriegt ja für jede Lektion drei Noten, von jedem Richter eine. Und da war es wieder sehr verwunderlich, wie oft doch die Meinungen der Richter wirklich auseinander triffen. Also nicht nur einen Punkt oder einen halben Punkt, sondern viele, viele Punkte. Es war auch eine Mitreiterin, die erste Reserve geworden ist, die hatte, da habe ich später nochmal in die Ergebnislisten geguckt, die hatte von einem Richter 10 Prozent insgesamt weniger bekommen als von den anderen beiden Richtern.

[14:55] Da fange ich dann schon an zu stutzen und denke so, okay, was sehen die denn, was der andere nicht sieht? Oder ist denn diese Wahrnehmung wirklich so weit auseinander?

[15:05] Keine Ahnung, ob das wirklich so war, ob das der Platz war, wo der Richter gesessen hat oder die anderen Richter gesessen haben. Jedenfalls ist das extrem aufgefallen, gerade in dieser Prüfung, dass dass die Richterbewertungen wirklich sehr unterschiedlich waren. Deswegen, also ich hatte auch gar nicht mehr mit einer Platzierung gerechnet. Wir hatten, glaube ich, 63 Prozent irgendwas noch hintendran. Ich weiß es schon gar nicht mehr und hatte den AC schon auf dem Hänger und dachte, da kommt noch das Kaderkind und da kommt der noch und der noch und die sind auf jeden Fall besser. Weit gefehlt. Das Kaderkind hinter uns gelassen und dann irgendwann sagte dann meine Freundin, du müsstest mal dein Pony holen oder du bist platziert. Oh scheiße, dann habe ich den innerhalb von drei Minuten aus dem Hänger gezerrt, gesattelt, drauf gesessen und noch ein Schlüppchen abgeholt. Das freut einen natürlich, obwohl das, wie gesagt, nicht unsere beste Leistung war. Kaderkind, muss man vielleicht auch kurz erklären, Pferdepodcast-Sprech hier für die Kinder, die in irgendwelchen Auswahlkadern reiten und die deshalb dann das Emblem und das Wappen des Bundeslandes, glaube ich, oder des Reiterrings oder sowas, auf dem Arm aufgenäht, so als Aufnäher haben. Das wird hier so pauschal als das Kaderkind.

[16:11] Meine Freundin sagt immer, die hatte vor zwei Wochen, glaube ich, die Zwei-Sterne-Adressur gewonnen und hat gesagt, ich habe beide Kaderkinder hinter mir gelassen. Ja, Strike. Wir machen uns ein bisschen den Spaß draus. Ja, als ich noch ein Kind war, kann ich mich erinnern, da gab es so ein Videospiel, da war man Autofahrer und man musste Omas überfahren. Das würde heutzutage gar nicht mehr gehen. Heute ist das sozusagen, also aufs Reiten übertragen ist es Kaderkinder hinter sich lassen. Also das ist die PC-Variante. Wenn man als Reitoma Kaderkinder schlägt, dann ist es ein guter Tag. So gesehen war es natürlich nicht nur so, naja, ging so, sondern es war, yes, wir haben das Kaderkind geschlagen. Das sind ja wirklich gute Reiterinnen, diese Kinder. Und die sehen ja alle nur aus wie ein Grashalm. Also die sitzen auf diesem Pferdchen drauf wie festgeklebt. Und diese Ponys zuren halt auch einfach durch diese Dressurprüfung. Und wenn ich Richter wäre, würde ich das auch gut bewerten, weil das einfach gut ist. Und dann so ein Kaderkind hinter sich zu lassen. Das ist schon ein erhebendes Gefühl. Schon immer gut.

[17:11] Ich bin ja drüber gestolpert. Da können wir vielleicht noch kurz drüber quatschen und dann quälen wir uns vielleicht auch nicht beide noch länger durch diese Folge. Aber dieses getrennte Richten, ich weiß ja, dass du ein Fan davon bist. Und als ich hörte, die machen das da jetzt, da war ich ganz überrascht. Ich hatte immer gedacht, das ist nur so bei, also blöd gesagt, nicht nur bei Heckenfesten, sondern nur bei so. Du willst doch nicht etwa sagen, dass ich auf dem Heckenfest war. Ja, genau. Wir lernen. Es war kein Heckenfest, aber es war natürlich ein Heckenfest. Und dann in so einer, in Anführungszeichen, ich sage das jetzt nicht mit popelig, aber in einer nur, in einer L-Dressur. Ich dachte, dass das irgendwie erst so bei MS überhaupt irgendwie ein Thema ist mit dem getrennten Richten. Und ich war ein bisschen überrascht, dass es das da gab.

[18:03] Und dann hast du gesagt, es ist einfach eine Frage, wie es ausgeschrieben ist. Und es ist auch immer eine Frage der Richterverfügbarkeit. Man braucht ja vier Richter beim getrennten Richten, also drei in der Prüfung und einen beim Abbreiten. Und man braucht vier Richter, die das auch richten dürfen. Also es ist ja jetzt so, hat uns ja auch Anne Rehberger erklärt, man darf ja nur, weil man Richter ist, noch lange nicht alles richten. Also man muss ja schon auch das richten dürfen, also dass man ein M-Tressur richten darf oder auch eine Kandaren-L richten darf. Und ich glaube, dass das ganz oft der Grund ist, weshalb nicht getrennt gerichtet wird, weil ansonsten braucht man nur zwei Richter. Weil sozusagen einer dieser Bausteine, die du gerade aufgezählt hast, eben einfach fehlen und dann richtet man sozusagen herkömmlich und normal. Ich persönlich finde das getrennte Richten viel, viel besser, weil, also ich habe ja auch schon oft genug geschrieben neben den Richtern. Und ich weiß ja, was da auch gesprochen wird.

[18:56] Und in dem Moment, wenn getrenntes Richten ist, unterhalten die sich nicht mehr miteinander. Also die sagen dann nicht mehr, oh, wie fandest du den denn? Und oh, nee, das war jetzt aber scheiße, sondern die müssen hingucken und müssen eine Note vergeben. Die müssen die eigenen Karten auf den Tisch legen. Und die müssen halt auch hingucken, um zu bewerten, was sie sehen. Also es ist keiner da, der sie ablenkt. Sie können nicht irgendwie über, keine Ahnung, die Sauftour der letzten Nacht erzählen, sondern sie müssen wirklich da… Was natürlich nie vorkommt, Das ist jetzt ein ausgedachtes Beispiel. Und deswegen bin ich davon eigentlich echt ein Fan, weil der Richter das bewertet, der guckt dahin und der gibt mir eine Note für jede einzelne Lektion. Und ich bin ein totaler Fan davon und eigentlich würde ich gerne nur noch Prüfungen reiten, die getrennt gerichtet werden, weil es auch ganz oft so ist.

[19:41] Dass wenn zum Beispiel in so einer M-Tressur am Tag vorher was gemeinsames Richten, zwei Richter und dann hat man einen Richter da sitzen, der vielleicht den Haflinger nicht so toll findet und hat eine Richterin da sitzen, die den Haflinger toll findet, dann müssen die sich ja einigen. Also die müssen sich ja schon auf eine Note einigen. Und dann kann auch jetzt zum Beispiel die Richterin sagen, ich fand den aber gut und der hat das super gemacht. Und dann sagt er aber, nö, also der hat mir ja zu wenig Schwung und das ist ja bloß ein Haflinger. Und das finde ich immer so ein bisschen schwierig, dass dann der gewinnt, der sich mehr durchsetzt. Das finde ich so ein bisschen unsympathisch. Naja, wo man dann ganz weg ist von dem, jetzt sagt doch mal, was ihr gesehen habt, sondern da spielen dann so Dynamiken eine Rolle, wo man eigentlich denkt, das hat eigentlich bei der Ermittlung der Note gar keine… Genau, man hat ja immer so einen Gesamteindruck und ich finde halt auch, dass wenn man so den Anfang einer Prüfung sieht und das ist alles toll und dann passiert irgendwie in der Mitte der Prüfung vielleicht ein Patzer und das hinterlässt dann so einen Eindruck. Und ich denke ja, dass halt so der letzte Eindruck, den man von einem Reiter in einer Dressurprüfung hat, dass der schon auch hängen bleibt. Und das war ja so, als ich mit ACDM Dressur gewonnen habe, habe ich ja tatsächlich relativ am Ende einen Patzer gehabt. Und zwar dieser fehlerhafte Wechsel von rechts nach links, wo er so ein bisschen gekickt hat.

[21:01] Die Richterin hat sich davon nicht abbringen lassen, zu beurteilen. Das war eine tolle Vorstellung. Und sie hat mir ja auch ins Protokoll geschrieben, der fehlerhafte Wechsel mindert die Wertnote.

[21:12] Aber trotzdem hat sie gesagt, insgesamt war das eine tolle Vorstellung. Ich glaube, es ist ja alles nur menschlich. Ich meine das jetzt auch nicht irgendwie böse oder so. Also es ist keine Selbstverständlichkeit, dass sie das so gemacht hat, wie sie es gemacht hat. Genau, und es gibt mit Sicherheit auch Richter, die nehmen das so mit in diese Endnote. Ja, aber der Wechsel war ja scheiße. Dann geben wir nur eine 6,8. Also ich glaube schon, dass das das schon auch beeinflusst, wie dann am Ende die Bewertung ausfällt. Und wenn ich so eine einzelne Lektion habe, ich habe da so ein Protokoll, da sind so Kästchen für jede Lektion. Und dann reite ich einen fliegenden Wechsel und dann ist es eine 7 oder eine 5. Punkt. Da muss ich am Ende noch einen Gesamteindruck beurteilen und muss vielleicht noch einen kleinen Schlusssatz drunter schreiben. Aber insgesamt, die Noten werden vergeben für jede einzelne Lektion. Dann kann ich mir auch mal einen Patzer erlauben. Wenn der Rest super war, dann ist am Ende des Tages die Note doch gut. Es wird mehr zu einer Rechenaufgabe und geht so ein bisschen weg von wir beurteilen mal so Pi mal Daumen mäßig den Gesamteindruck. Wo man manchmal wirklich den Eindruck hat, sie bewerten so Pi mal Daumen. So manche Dichte, wo man echt so denkt, okay ja und letzte Bemerkung.

[22:22] Dieses, dass die Richter, also es war ja eine Prüfung, die dann einzeln bewertet wurde, die einzelnen Lektionen und also eigentlich so, wie du das willst. Und das, was du von der Mitreiterin, die erste Reserve war, beschrieben hast, dass da die Richter so weit auseinander lagen, das war ja bei dir nicht so. Aber bei einzelnen Lektionen war das sehr wohl so, dass du bei manchen Sachen drüber gestolpert bist. Wie weit liegen die denn auseinander? Die einen fanden es super, die anderen fanden es irgendwie ganz… Ich hatte zum Beispiel auf die Kurzkehrt eine 7 und eine 4. Also die 4 war durchaus berechtigt, die war halt nichts. Aber wo die 7 herkam, weiß ich auch nicht. Also was Daniel Richter gesehen hat, keine Ahnung. Gefühlt war es die 4. Also es war eher die 4 als die 7, aber trotzdem ist das ja so ein bisschen die Frage, Okay, am Ende des Tages spielt das aber bei dem getrennten Richten, fällt es nicht so stark ins Gewicht, egal wie auch immer. Aber trotzdem sagst du, wie kann das eigentlich sein? Der eine sieht eine 4, der andere sieht eine 7.

[23:22] Eigentlich ja, weil zumal die Kurzkehrt bei X war. Also die war noch nicht mal auf einer langen Seite oder so, dass man sagen könnte, der Richter hat irgendwie blöd gesessen, sondern die Kurzkehrt war bei X. Alle Richter haben es gut sehen können. Also es war keiner da. An der langen Seite kann es manchmal passieren, wenn man es nur von hinten sieht oder nur von vorne, dass man da vielleicht gerade nicht sieht, ob er jetzt mitgetreten ist oder nicht. Also das kann schon mal sein. Aber die Kurzkehrt war bei X. Ich drücke mal den Themenwechsel-Knopf. Und habe eine Frage. Bevor wir zu Henna Höschen kommen und dem Hufschuh der Larmheiten erkennen kann, ist das so ein, also ich könnte mir vorstellen, das ist so ein Produkt und so ein Stichwort, wo du sagst, interessant für Pferdeleute, oder? Also das… Ja, also ja, für Pferdeleute. Ich glaube, insbesondere für Tierärzte. Ja. Weil ich glaube, wenn ich so ein Ding zu Hause hätte.

[24:21] Wie oft wird es? Wenn ich dir jetzt sage, was das auch noch kann. Das kann auch messen, wie gut, und darauf will ich eigentlich hinaus mit meiner Frage, wie gut tritt ein Pferd unter den eigenen Schwerpunkt. Also sprich, so dieses quasi Sichtbarmachen auch von Trainingserfolgen, Lastaufnahme. Das ist ja, also da muss ich jetzt sagen, da habe ich besonders hingehört, weil ich irgendwie diese Stichworte von dir immer wieder höre. Wenn wir jetzt im Pferdepodcast drüber sprechen, dass das so Themen sind, die dich im Training besonders beschäftigen und wo du besonders drauf guckst. Wenn man sowas quasi mit so einem technischen Hilfsmittel sichtbar machen kann, das stelle ich mir eigentlich als coolen Gedanken vor. Aber als Reiter merke ich es natürlich auch, wenn ich oben drauf setze, ob das Pferd Last aufnimmt oder nicht. Okay, würdest du sagen, spürt man schon auch im Sattel? Ja, natürlich spürt man das, ob das Pferd Last aufnimmt und unter seinen Schwerpunkt tritt. Also ja, das spürt man auch im Sattel. Aber wenn ich jetzt so einen Schuh anhätte und der würde irgendwie piepsen bei, oh, läuft nicht ganz klar.

[25:27] Ich weiß nicht, es kann ja auch manchmal auch nur eine Unebenheit sein oder so, dass das Pferd nicht 100 Prozent im Takt ist. Also mich würde das, glaube ich, verrückt machen. Und ich würde vielleicht so bei allem reagieren und so, oh nee, dann machen wir heute mal kein Training, weil es könnte ja sein, dass. Also, weiß nicht. Also das ist ja jetzt nicht… Wenn man nicht zu sehr sensibilisiert

[25:48] ist darauf, ist das Pferd jetzt lahm oder nicht. Also ich sehe, wenn ein Pferd lahm geht. Ich merke auch, wenn ich drauf sitze, wenn ein Pferd nicht takt reinläuft. Und ich verlasse mich da immer sehr auf mein Gefühl und auch sehr auf mein Auge. Also man sieht es. Natürlich sieht man ganz, ganz minimale Nuancen, sieht man nicht mit dem menschlichen Auge. Das glaube ich schon, dass dieser Schuh… Also der ist besser als das menschliche Auge. Logisch. Ja, wobei ich eine Sache auch gleich enthüllen muss und damit will ich dir jetzt auch und damit, das soll dann vielleicht auch das Entree in das Gespräch sein. Henna sagt, das menschliche Auge ist schon das wichtigste Tool in Anführungszeichen, das will er gar nicht in Abrede stellen, dass das quasi das Wichtigste ist bei allem und das ist das wichtigste Tool. Insofern ist quasi, also die Bedenken sind total berechtigt und die nimmt Henna aber auch sofort weg. Außerdem gebe ich deine Bewerbung ab für Clip My House.

[26:47] In diesem Sinne, hallo und herzlich willkommen bei uns im Pferde-Podcast. Wir freuen uns sehr, Henna Höschen, einer der Miterfinder des Schuhs der Larmheiten erkennt. Hallo Chris.

[27:02] Henna. Ich bin etwas hin- und hergerissen. Man muss sagen, wir kannten uns vor diesem Gespräch heute noch nicht. Wir wollten und ich hatte erwartet, monothematisch über einen Hufschuh zu erzählen mit dir und danach zu fragen, den ihr entwickelt habt. Jetzt hast du mir im Vorgespräch gesagt, dass du nicht nur sozusagen einer der Erfinder von diesen Hufschuhen bist, sondern du hast auch noch eine Stimme, die wirklich viele Menschen aus der Pferdewelt kennen. Bevor wir jetzt gemeinsam das Risiko eingehen und die Leute sich, ich weiß nicht, 10 Minuten, 15 Minuten lang fragen, den kenne ich doch, ich habe doch diese Stimme schon mal gehört. Henna, klär uns kurz auf, damit die Leute, man kennt es ja, so diese Unruhe, dass wenn man so denkt, Mensch, da muss doch jetzt dieser Groschen fallen, aber er fällt nicht. Mach uns schlau, Pferdeleute kennen deine Stimme oder können deine Stimme kennen.

[28:01] Also ich gehe fast sogar so ein bisschen davon aus, dass sie meine Stimme kennen, dass wenn in dem Moment, wenn sie den großen Sender Clip Morons aufmachen und auf eine Veranstaltung tippen und die dann wählen, ob es ein Aachen ist oder auch irgendeine andere Veranstaltung.

[28:19] Dann werden sie tatsächlich meine Stimme hören und die dann eben den Sport begleitet. Das Ganze schon von Anfang an, das heißt, seitdem es schon seit gut 17, 18 Jahren Clip Morons gibt, bin ich mit dabei und das mit einer enormen Freude und jetzt wieder zurückkommend auf das Thema. Warum? Ganz einfach deshalb, weil ich einfach ein, ja schon auch ein bisschen fast ein Pferdemaniac bin, ein Pferdeverrückter, wie man ja so häufig sagt, wobei das eigentlich ja nichts Verrücktes ist, sondern es ist halt einfach nur eine großartige Verbindung, die man sehr, sehr leidenschaftlich mit den Pferden eben dann lebt. Und das tue ich eben auf der einen Seite eben mit Clip Marantz und seit jetzt ungefähr zweieinhalb Jahren eben auch für Constit, schrägstrich für Continental. Und das ist der Grund, wo wir uns jetzt hier heute konzentrieren wollen.

[29:12] Nämlich diese Hufschuhe, wie du gesagt hast, unser System, was wir haben, den Smart Horse Sneaker, wo wir jetzt die restliche Zeit darüber diskutieren werden. Ganz genau so ist es. Du hast schon gesagt, Constit muss man sich so ein bisschen vorstellen wie ein Start-up innerhalb des großen Konzerns Continental. Und in diesem Start-up, du hast es gesagt, habt ihr diesen Hufschuh, diesen intelligenten Hufschuh entwickelt. Es heißt, er könne sozusagen besser als das menschliche Auge Lahmheiten erkennen. Bei Pferden ist ja ein ganz wichtiges Thema.

[29:49] Hilf mir ganz kurz. Wir haben uns hier im Podcast-Team, Jenny und ich, wir haben uns mal drüber unterhalten. Und ich habe dann gesagt, Mensch, faszinierend, der Hufschuh, der Lahmheiten erkennt. Jenny sagte so spontan, warum brauche ich das? Ich habe doch meine Augen im Kopf.

[30:06] Du sollst auch garantiert deine Augen nicht schließen. Ganz besonders nicht, wenn du eben mit dem Pferd zusammen bist, wenn du dein Pferd natürlich einfach auch kennen möchtest, es spüren möchtest, es verstehen möchtest. Das ist das Auge, glaube ich, das wichtigste Tool. Und das wollen wir gar nicht in Frage stellen. Ich möchte es ein ganz klein wenig vielleicht auch ausholen bezüglich der Entstehungsgeschichte, wie das Ganze eben kommt. Sondern es liegt einfach auch mit daran, dass Conti, auch wenn man vielleicht immer so ein bisschen diesen Reifen so im primären Blick hat, das ist es nicht alleinig, sondern eben als Automobilzulieferer ist es auch ganz, ganz stark eben die Drucksensorik, die eine absolute Kompetenz hier im Hause ist. Und dann hat man sich tatsächlich auch mal überlegt in einem besonderen Panel, dass man gesagt hat, wo könnte man diese Sensorik denn noch weiter eben einsetzen? Dann geht man relativ schnell eben in diesen humanen Bereich eben mit hinein. Dort kam die Idee einer Golfsohle, die man umgesetzt hat. Das heißt, bei einem Golfschlag verschiebt sich die Belastung eben von dem Rechten auf das linke Bein, um das zum Beispiel einfach auch genau mit Drucksensorik belegen zu können, hatte man das gemacht. Zum Glück waren aber nicht nur Golfer eben dann dabei, eben in dem Vorstand, sondern auch eine große Pferdefreundin. Und die sagte sofort ein, ein, die Achillesferse des Pferdes ist nun mal eben Eben sind die vier Beine.

[31:29] Und wäre das nicht denkbar, dass wir einfach auch mit dieser Drucksensorik damit eben einfach auch den Bewegungsablauf scannen können? Oder besser gesagt, was wir hier machen, ist ja, wir messen die Bodenreaktionskräfte. Das heißt, mit welchen Kräften eben die Pferde mit ihren vier Hufen eben auftreten. Und das ist das, was wir eben im Vergleich setzen, vorne, rechts, zu vorne, links, hinten, rechts, zu hinten, links, in den Diagonalen und von vorne nach hinten.

[31:59] Und das ist am Ende ja dieses Tool, was wir machen. Das ist dann eben auch die Verbindung, warum Continental sich jetzt dann eben auch in dem Reitsport dann eben mit eben als Fokus dort konzentriert. Okay, also sehr sensible Sensoren verbaut. Du hast gerade schon so ein bisschen geschildert, was wird da mit was verglichen? Wie hat man sich das Produkt so in der Praxis vorzustellen? Also wir haben von Hufschuhen gesprochen und das, was am Pferd ist sozusagen, sieht auch tatsächlich aus wie ein Hufschuh, in dem eben diese Technik verbaut ist. Und dann hat man als Benutzer was noch? Hat man eine App, wo man dann die Daten ablesen kann? Also wie spielt das alles zusammen sozusagen? Also die Kernkompetenz, du hast es angesprochen, wie vorhin eben auch schon sind, sieben Sensorpunkte, die wir eben haben, die wir auf einer Platte haben. Und dann ging es ja dann darum, wie bekomme ich die jetzt eben unter das Pferd? Wie bekomme ich es variabel eben unter das Pferd? Und da hat man dann gesagt, okay, auch wenn man vielleicht denkt, Reifen, große Hauptkompetenz, wussten wir, dass gerade eben auch der Hufschuh selber einfach auch schon ein sehr, sehr diffiziles Gerät ist oder besser gesagt ein diffiziles Gerät.

[33:21] Tool ist, um das unter das Pferd zu bekommen. Und deshalb haben wir dort uns einem der bekanntesten Hufschuh-Produzenten, kommt nicht aus Europa, sondern kommt aus Kanada, dem haben wir uns angenommen und der hat für uns diesen Hufschuh entwickelt, wo wir.

[33:34] Unsere Sensorik dort dann eben haben einbauen können. Und diese sieben Sensorpunkte, die sind dann eben verbunden mit einer ECU, das ist eine Control Unit, die dann eben die Möglichkeit hat, Diese Informationen, die dort gesammelt werden, muss darüber hinaus sagen, nicht nur alleinig über die Drucksensoren, sondern auch noch weitere Möglichkeiten, die wir dort dann eben ermitteln und dann eben weitergegeben werden eben an das Endgerät. Und du hast es vorhin angesprochen, heutzutage ist es eben gebräuchlich und einfach, dass man dafür, dafür ist eben in-house bei uns eben eine App konzipiert worden, die dann eben ob auf dem Handy, ob auf dem normalen Smartphone oder eben auf Tablets und so weiter dann eben nutzbar gemacht werden. Und je nachdem, wie man es gerne hätte, ich gerne zum Beispiel mache das als alter Mann mit meinem Hand und dann doch lieber mit einem Tablet, um dann eben diese Daten, die ermittelt werden, dann dort eben ja nicht nur eingesehen werden können, sondern verarbeitet werden können, verglichen werden können etc.

[34:39] Ist das für mich als Pferdebesitzer, der das Produkt dann benutzt? Wir können ja auch gleich nochmal kurz drüber sprechen, wie weit ist das eigentlich? Wenn ich es richtig verstanden habe, kann man das ja noch nicht im Handel kaufen. Das ist so kurz davor irgendwie. Ist das dann für mich nachvollziehbar? Weil es klingt im Moment noch so ein bisschen datenlastig. Also kann ich auch als normaler Pferdebesitzer dann erkennen, ist alles okay mit meinem Pferd oder muss ich was tun?

[35:05] Wie hat man sich das vorzustellen? Ja. Also der erste Hinweis, wir haben unseren Shop, der ist geöffnet und da kann man reingehen und kann das Produkt erwerben. Also wir sind eben schon raus aus dieser klassischen, aus diesen Beta-Phasen und wir sind eben auch, wie gesagt, schon in der Verkaufsphase. Okay, alles klar. Das ist jetzt glücklicherweise auch mit einem tollen, mit einem sehr, sehr tollen Feedback, was jetzt einfach dann eben auch kommt. Also das ist am Ende jetzt eben auch schon gegeben. Und wir haben natürlich die Daten, die dort rauskamen, die natürlich generell sind Daten immer, ich sag mal, relativ nüchtern, die haben wir natürlich so verarbeitet, dass natürlich eben auch ein Pferdemensch einfach auch gerade eben diese diese Daten, die dort dann eben entstehen, dann sehr, sehr, sehr gut am Ende eben auch auf sein Pferd natürlich einfach auch vergleichbar dann eben getacht. Wenn du möchtest, können wir gerne mal so ein Beispiel eben durchspielen, wie man das zum Beispiel tun würde, um einfach einen genaueren Blick am Ende zu bekommen.

[36:15] Die Einsatzmöglichkeiten werden wir vielleicht gleich nochmal so ein bisschen verdeutlichen, verdeutlichen, aber du hast eben das Gefühl, entweder dein Pferd, kommt von einem Turnier, hat einen sehr großen Einsatz dort gehabt, viel, und das ist natürlich auch ein Verschleiß, der dort ist, oder du bist vorbelastet, weil dein Pferd einfach vielleicht eben schon einmal eine Erkrankung hatte, und du eben neben dem, was du vorhin gesagt hast, deinem Auge, was untrüglich ist, dann aber noch einfach eine weitere eine unterstützende Datenlage haben möchtest, um dort einfach sicherzugehen.

[36:54] In dem Falle machst du das dann eben, dass du eben die vier Hufschuhe dann anlegst, was recht einfach geht. Was geht dann mit dem Klettverschluss? Geht das zu? Du öffnest dann eben deine App und dann gehst du eben erst einmal im Schritt auf einer geraden Strecke rauf und runter. Das ist egal, ob das eine geflasterte Strecke ist oder eben ein klassischer Halmboden zum Beispiel. Das ist anders wie beim Tierarzt. Der möchte das ja lieber immer auf einem harten Boden, damit die Kräfte härter sind. Und dann, wenn es was Schmerzhaftes ist, noch deutlicher sehen kann. Bei uns ist das nicht erforderlich. Und danach trabt man dann eben. Und dann werden eben diese vorhin angesprochenen Bodenreaktionskräfte, die wir dort dann eben haben, die werden gemessen und, wie vorhin gesagt, eben in den Vergleich gesetzt. Und das ist eben das Interessante, dass du dann eben diese Vergleiche dann eben einschätzen kannst. Das heißt, in dem Moment, wo eben die Kräfte, ich sag mal zwei, drei Prozent nur auseinander liegen, vorne links, rechts, dann ist das absolut noch in einem absoluten Normbereich. Dann geht es eben in diesen, bei uns sind diese Bereiche dann tatsächlich auch schon gelb markiert. Wenn es dann eben schon so auch in etwas höheren einstelligen Bereich dann geht.

[38:11] Dann kann man vielleicht schon auch von einer kleinen Asymmetrie reden, die man dort eben einmal hat. Und wenn es dann eben in den zweistelligen Bereich hineingeht, dann ist es schon fast auch mehr als Asymmetrie. Man kann dann eben auch schon von Lahmheiten reden. Und um das jetzt nochmal im Vergleich mit deinem Auge dann zu sehen, das sind dann auch die Bereiche, die du dann eben auch schon mit dem Auge erkennst. Und da ist was, was mir einfach auch am Gangbild meines Pferdes dann eben auch, sprich der Asymmetrie, einfach dann auch schon stört. Also die Sensoren… Schlagen aber oder nehmen tatsächlich Dinge wahr, weil du gerade sagtest, das ist dann ein Bereich, den du auch mit deinem Auge siehst. Das bedeutet aber, die Sensoren spüren auch schon Abweichungen oder nehmen auch schon Abweichungen wahr, die deutlich unter dem liegen, was man mit dem Auge sehen kann.

[39:08] Genau. Und das ist eben das Interessante, dass eben diese Sache schon so ist, dass es auch schon recht fein einfach ist, das Ganze. dass du eben einfach auch anfängliche Schwierigkeiten eben einfach auch erkennen kannst. Oder unser Tool ist ja jetzt eben auch nicht nur für den einmaligen Gebrauch gedacht, sondern, du hast vorhin gesagt, Mensch, wir wollen ja unsere Pferde permanent eben auch einschätzen. Und damit ist das eben auch hochinteressant, dass wenn du über einen gewissen Zeitraum dein Pferd einfach scannst oder besser gesagt einfach testest und dann einfach Tendenzen erkennst. Ob ein Pferd eben in der Rekonvaleszenz ist, weil es zum Beispiel aus einem Krankheitsfall kommt. Und die dauern ja meistens auch recht lange. Und dann sagt der Tierarzt, jetzt wollen wir mal gucken, was in sechs Wochen ist. Wollen wir hoffen, dass es vielleicht sogar ein bisschen besser schon wird. Und dann musst du diese sechs Wochen dann vielleicht auch mit täglicher Betrachtung musst du sehen, wird es Stück für Stück schlechter oder besser. Und diese Nuancen, die du hast, die kannst du dann einfach sehr, sehr gut eben einfach auch mit einer validierten Datenlage, damit dann natürlich einfach auch sehr, sehr gut dann einfach unterstützend, nie eben ausschließlich, sondern unterstützend, damit dann immer auch noch begleiten können. Ja, und du hast eben gerade auch ein Beispiel genannt für eine Prozentzahl an Abweichung und hast erwähnt, das markieren wir dann gelb. Also hat man sich vorzustellen wie so ein Ampelsystem mit Rot, Gelb, Grün irgendwie?

[40:37] Also es ist natürlich so, dass wir, die Zielgruppe, die wir ansprechen wollen, ist sehr, sehr groß. Es hat nicht nur damit zu tun, dass wir natürlich eben von der Conti einfach auch wissen, größer desto einfacher wird es einfach auch einen Markt durchdringen zu können. Es hat auch damit zu tun, dass wir natürlich mit dem Ursprung des Großkonzerns von oben herabgehen wollten. Das heißt, wir wollten wirklich das beste Tool erlangen oder die besten Möglichkeiten aus diesem Tool. Einfach herausnehmen, was geht. Und somit haben wir unser System mit der TIO validiert. Also das heißt, die ersten Untersuchungen, die gemacht wurden, die sind also auf höchstem wissenschaftlichen Niveau passiert. Und damit haben wir das am Ende von oben runtergebrochen, aber eben nicht nur für die Wissenschaft zum Einsatz bringt, sondern eben auch für, ich nenne sie uns mal, uns normalen Pferdebesitzer. Und da ist es natürlich dann eben auch so, dass man die nicht nur konfrontieren möchte, einfach mit Prozentzahlen, sondern man möchte das eben einfach auch in der Optik erleichtern. Und da haben wir gesagt, okay, es gibt definitiv einen Bereich, der noch okay ist. Es gibt einen Bereich, der eben nicht mehr ganz okay ist. Es gibt einen kritischen Bereich. Und das haben wir dann eben auch mit Farben versehen. Also das heißt, wie du vorhin schon angesprochen hast, eben auch mit einem klassischen Ampelsystem. Okay.

[42:00] Jetzt hast du ein Thema schon angesprochen, das natürlich auf der Hand liegt bei so einem Produkt. Wen wollt ihr damit erreichen? Für wen ist es gedacht? Für wen lohnt es sich? Also wer ist der Adressat sozusagen? Sagen, man hätte sich ja auch vorstellen können, dass ihr sagt, okay, das ist eine Handreichung für Tierärzte zum Beispiel, die mit Sicherheit so zu den Heavy-Usern zählen, so sie denn Käufer des Produkts sind, aber ihr zielt schon auch auf die in Anführungszeichen normalen Pferdebesitzer ab. Also für wen lohnt es sich aus deiner Sicht? Was sind Anwendungsfälle, Szenarien, wo man sagt, da macht so ein Tool Sinn?

[42:41] Wie ich gerade schon unsere Herangehensweise angesprochen habe, betrifft es wirklich tatsächlich jeden. Also der Tiermediziner, der zum Beispiel eben seine Lahmheitsuntersuchung macht, der liebt am Ende einfach auch Datenunterstützung. Das heißt, neben seinem enormen Wissen ist das für ihn ein großer Bereich,

[43:00] der einfach das für ihn auch vorteilhaft macht. Dann geht es zu den nächsten Schritten, die darunter kommen und dann kommen eben einfach auch schon Dienstleister, wie zum Beispiel eben Therapeuten, Physiotherapeuten etc., die damit eben auch ihre Arbeit eben auch so ein bisschen erkennbar machen. Also das heißt, wenn ein Kunde zu einem Therapeuten kommt und sagt, ich habe eine sehr, sehr starke Rechtsstellung, also auf einer Seite ist die Biegung einfach schwieriger, dann kann er das eben auch mit diesem System, mit diesem vergleichenden System natürlich darstellen und kann sehr, sehr gut zum Beispiel eben nach Behandlung einfach auch zeigen, wie eine Verbesserung dann passiert. Dann hatte ich darüber hinaus vorhin ja gesagt, wir haben insgesamt sieben Sensorpunkte eben in dem Schuh. Und damit vergleichen wir ja nicht nur alleinig das rechts von links, sondern wir können das genaue Abfußverhalten, das genaue Abrollverhalten eines Hufes dann natürlich auch anhand der Drücke der Bodenreaktionskräfte dann natürlich dann eben darstellen.

[44:02] Und da kommt sofort der Schmied. Die Schmiede waren also tatsächlich gerade diejenigen, die sehr, sehr interessiert, eben einfach auch so ein bisschen in das tiefergründige Sinn. Die waren sofort gesagt, Mensch, das ist für uns ein Tool, wo wir wirklich einfach auch noch mehr erkennen können, neben dem Optischen das zu haben. Und jetzt sind das so die Spezialfälle. Und jetzt kommen wir zu der ganz großen Gruppe. Und das sind eben Reiter, die Pferdebesitzer.

[44:31] Die verständlicherweise einfach auch aufgrund nicht nur des Tierwohls, sondern einfach auch des permanenten Bestrebens nach dem idealen Wohlergehen ihres Pferdes einfach auch Systeme suchen, um die vorhin angesprochene Achillesferse, also das heißt dem Gangbild, am Ende ideal auf den Grund gehen zu wollen. Und somit haben wir dann natürlich ganz klar natürlich eben auch hier die als Mit-Hauptzielgruppe dann einfach auch gesehen. Aber man kann eben, man nutzt das Ganze eben nicht nur aus rein medizinischen Hintergründen, das heißt, geht er gut oder geht er nicht gut, sondern wenn man sich vorstellt, dass wir, wenn wir die Daten in Addition bringen, dann kommen wir zum Beispiel auch sehr, sehr schnell darauf, dass wir den Körperschwerpunkt darüber dann eben auch ermitteln können. Und ein Körperschwerpunkt hat eben auch was natürlich mit einem, ja nicht nur einem Fitnessgrad zu tun, sondern eben auch mit einem, wie gut ein Pferd geritten ist.

[45:37] Das heißt, einen sehr, sehr gut gehörten Körperschwerpunkt, weil das versucht man eben auch zu erreichen und natürlich durch die Lastaufnahme in der Hinterhand versucht man ja permanent eben auch diesen Körperschwerpunkt weiter nach hinten zu bekommen. Und auch gerade für diese Punkte sind diese Zusatzinformationen, die man dann eben durch das System erhält, einfach wichtige Punkte, die eben über das Wohlergehen hinausgehen, sondern dann tatsächlich auch eben diese Sachen der guten Reiterei dann ebenfalls auch erklären können. Ich wollte gerade sagen, also gerade dieses Thema Lastaufnahme, wie weit ist ein Pferd in seiner sportlichen Entwicklung, wir sprechen da häufig bei uns im Podcast auch drüber. Also das geht ja dann aus diesem medizinischen Bereich eindeutig raus und wo man schon sagen kann, das zielt so auf die Frage, welche Fortschritte macht mein Pferd jetzt mit Blick auch auf die Trainingsarbeit und so. Das ist ja schon spannend. Es klingt, wenn man dir so zuhört, nicht so ganz unkompliziert. Würdest du sagen, man kommt damit klar als Pferdemensch in der Anwendung oder muss man erst mal da irgendwie lange die Bedienungsanleitung lesen, laienhaft gesprochen?

[46:53] Ja, also ich bin ja der Pferdemensch. Also ich bin tatsächlich, ich komme nicht von der ganz technisch affinen Seite. Deshalb, ich will nicht sagen, stoße ich hier natürlich auch in unserem Team manchmal vielleicht eben auch auf diejenigen, die anders ticken. Aber wir wissen und wir wussten natürlich einfach auch sehr, sehr stark, dass Pferdeleute haben einen Fokus und dieser Fokus ist ihr Pferd. Und das heißt, wenn du ein Tool kreieren möchtest, was denen behilflich sein soll, dann muss das sehr, sehr einfach zu bedienen sein. Es muss im Endeffekt sehr, sehr einfach am Ende auch vom Verständnis sein, weil einfach auch so ein Zeitbedarf, was wir nachvollziehen können, morgens schon füttern, da muss ich reiten etc., darf eben nicht so groß sein wie für einen Technik-Nerd, der sich am Ende darüber freut, dass er mehrere Stunden am Tag eben damit verbringt. Und so ist das Ganze eben dann auch konzipiert worden, dass es wirklich so einfach wie möglich ist. Das heißt, du startest am Ende deine App, du bringst die vier Hufschuhe an und dann geht es schon los. Und dann kannst du relativ schnell und selektiv die Informationen dann eben rausfiltern, die für dich dann eben gerade heute wichtig sind.

[48:09] Okay. Ich war ja gerade so ein bisschen irritiert. Hast du gemerkt vielleicht in den Zeitschriftenstand, dass ihr sozusagen noch in der Entwicklungsphase seid? Jetzt hast du gesagt, der Verkauf hat schon losgelegt. Das heißt, also allzu lange kann es ja eigentlich noch nicht sein. Leute wollen ja auch immer wissen, wie viel kostet es denn so? Deshalb die Frage, wie viel kostet es denn so?

[48:29] Also wir haben uns natürlich, wir haben uns, wir haben sehr, sehr lange haben wir natürlich geforscht, das heißt, es sind da natürlich einfach auch sehr, sehr, sehr viel Gelder natürlich einfach auch in die Entwicklung einfach hinein geflossen und diese Punkte waren für uns natürlich auch wichtig, aber dadurch, dass wir natürlich eben auch einen großen Markt am Ende eben auch ansprechen, wussten wir natürlich auch, wir müssen, wir müssen da ja einfach auch gucken, dass wir da sind. Und deshalb haben wir uns gar ganz klein entschlossen, dass wir eben, es ist ja immer ein Paar, das Ganze ist ja größenabhängig, das heißt, du misst eben dann die Hufgröße, die du ja eben hast und mit dieser Hufgröße erwirbst du dann eben dieses eine Paar und da liegen wir dann eben deutlich unter 2000 Euro. Okay, also ich würde mal sagen, das ist so, also jetzt nicht was, was man sich einfach mal so im Vorbeigehen zulegt. Das ist schon eine relevante Summe, aber Entwicklungskosten, ihr habt da ja auch lange getestet mit Tierärzten zusammen und so weiter, kann man sich vorstellen. Auch das ist ja nicht so ganz banal, sowas zu entwickeln. Ja, sehr spannend.

[49:38] Und seit wann habt ihr das im Verkauf? und wie ist die Resonanz auch damit verbunden? Also wir haben es jetzt, Aachen war für uns der ganz klare Star, das wird dann eben beim Event in Aachen, das heißt, es ist jetzt etwas über zweieinhalb Wochen ist es jetzt eben her, dass eben unser Online-Shop da natürlich eben offen ist und da natürlich die Bestellung entgegennehmen kann.

[50:01] Ja, und wie ich es anfänglich schon sagte, ist es schon wirklich sehr, sehr interessant, dass wirklich aus den unterschiedlichen Sparten einfach sehr, sehr schnell, weil wir schon natürlich auch präsent auch in den letzten Monaten schon eben auch waren, dort wirklich einige schon eben waren, die sich eben ihr Frühsystem damit jetzt natürlich eben auch schon dann eben auch gesichert haben. Ich glaube, das Interessante ist auch, wir haben jetzt ganz klar eben auch nur die Bodenreaktionskräfte angesprochen. Ich hatte diese ECU, die Control Unit noch mit angesprochen und da liegen zum Beispiel ja auch noch Lage- und Bewegungssensoren. Das heißt, neben diesen klassischen Bodenreaktionskräften, die wir messen, haben wir über Lage und Giro- und Bewegungssensoren dann natürlich ebenfalls auch noch die Möglichkeit, den kompletten Ablauf des Gangbildes dann natürlich einfach auch noch mit abzulichten. Und was natürlich auch der Fall ist, viele nehmen es natürlich heutzutage in den Mund, aber wir haben tatsächlich eben auch die Möglichkeit, mit den passenden Leuten hier vor Ort zusammenzuarbeiten. KI ist natürlich einfach ein großes und ein wichtiges Thema und dadurch, dass du viele Daten eben ermitteln kannst, wie wir das ja eben hier der Fall haben, ist das natürlich wie ein gefundenes Fressen für KI.

[51:24] Weil damit dann natürlich einfach auch die KI im Endeffekt Vergleiche einfach auch anstellen kann. Und deshalb ist, glaube ich, gerade eben auch dieser Prozess, den wir in Zukunft einfach auch mit diesem Tool haben werden, einfach unglaublich interessant, unglaublich interessant eben für jedermann, weil eben Krankheitsbilder noch eher erkannt werden können, zum Beispiel einfach durch Lernwert, die durch KI einfach auch entstehen. Und andere Details auch. Also es wird gerade für die Zukunft eben auch noch weiterhin ein sehr, sehr spannendes Thema werden. Total. Das glaube ich sofort. Henna, es liegt immer so ein bisschen in der Natur der Sache, dass man in so einem Gespräch nicht jede einzelne Facette, jedes Detail klären kann, auch so ein bisschen mit Blick auf die Uhr, würde ich sagen, also wer da dann noch tiefer eintauchen will, der muss, glaube ich, auch einfach direkt auf euch zugehen. Es gibt eine Homepage, die wir verlinken. werden und dann glaube ich, kann man das Gespräch ja auch mit euch nochmal suchen und sich mit dem Produkt dann noch eingehender beschäftigen. Trotzdem die Frage, haben wir noch irgendwas vergessen mit Blick auf den Hufschuh? Ich hätte nämlich darüber hinaus auch noch eine andere Sache, die ich noch kurz fragen wollte.

[52:40] Auch gerade, dass wir eben auch noch diese Punkte eben mit KI, mit eben auch mit Lage- und Bewegungssensorik eben auch noch haben, das ist, glaube ich, haben wir den Großteil der Technik eben einfach auch schon erklärt. Und genau wie du gesagt hast, es ist ein unglaublich mit einer großen Informationsfülle versehenes System und auch Thema. Und deshalb ganz, ganz klar, wenn Leute da Interesse daran haben, dann empfehlen wir wirklich auch, dass sie wirklich den direkten und schnellen Kontakt einfach auch zu uns suchen, um es ihnen dann einfach auch näher zu erklären. Wir sind auf den Events, wir haben zum Beispiel jetzt das nächste, zum Beispiel auch das Bundeschampionat zum Beispiel. Okay. Da sind wir nicht nur vor Ort, sondern da haben wir dann eben auch Pferde mit dabei, wo wir das dann eben auch im Einsatz sehen, um einfach auch hier im Einsatz das eben auch deutlich zeigen zu können, auch mit Therapeuten, mit Physiotherapeuten, die eben auch ihre Arbeit mit dem System zeigen, mit Schmieden, die dann eben auch zeigen, wie es Veränderungen geben kann, wo Schwierigkeiten sind. Diese klassische Hufrehe, wo eben dann eben aufgrund krankheitsbedingt eine andere Belastung ist, wie man das erkennen kann. Und diese Punkte, die muss man erleben. Und dafür sind wir eben auch in Zukunft natürlich auch viel auf Events, auf Bundesschampionat oder bei uns in Hannover gibt es eben diese Passion Pferd als klassische Messe.

[54:07] Und da sind wir dann gleich, glaube ich, auch schon dann gut aufgestellt, wenn Leute Interesse haben, an uns wenden oder bei den Events eben vorbeikommen. Das ist, glaube ich, sehr, sehr interessant. Und da wird man auf jeden Fall dann eben auch mehr erfahren können. Henna, sehr schön. Ich habe noch eine Frage und ich komme noch mal zurück auf das, was wir eingangs besprochen hatten, nämlich dass du die Stimme oder eine sehr prägende Stimme bei Clip My Horse bist. Mal angenommen, ich hätte jetzt so eine Idee, also ich hätte ein Talent gesehen im Blick und man würde sagen, man gibt mal eine Bewerbung ab bei Clip My Horse.

[54:47] Du hast gesagt, dass du dich viel mit Springen beschäftigst. Bei mir, in meinem Fall, den ich da im Hinterkopf habe, geht es um das Thema Dressur. Jemand, der da wirklich, also der auch in ein Mikrofon sprechen kann, der eloquent ist, der Ahnung hat von Dressur, der das, glaube ich, gut einschätzen kann. Weil angenommen, man wollte da so eine Bewerbung abgeben bei Clip My Horse, wie würde man da vorgehen?

[55:10] Also, es gibt, glaube ich, die Möglichkeit schon bei Clip Marantz, da gibt es eben auch nicht nur diese klassischen Support-Hotlines, sondern eben, glaube ich, einfach auch da die klassischen Telefonnummern, wo man einfach sich mal durchfragt und dann gibt es schon die Möglichkeit, einfach auch sein Talent dort ebenfalls einfach auch dann mal zur Sprache zu bringen. Und ich glaube, dass da bestimmt ein Clip Mahors auch wirklich sehr offen ist und da bestimmt Lust zu hat, was alleinig daran liegt, nicht nur, weil man uns die Arbeit wegnehmen möchte, sondern wenn man eben auch bei Clip Mahors schaut, wie viel sie unterwegs sind, auf wie vielen Events sie sind. Und da ist es bestimmt auch toll, wenn dann eben Unternehmen breit aufgestellt ist und da vielleicht eben noch ein paar weitere dann eben dabei sind, die das Ganze dann eben auch verbal eben auch mit passend begleiten und untermalen. Also den Tipp kann ich wirklich nur geben. Da kommt man schon hin, also vielleicht ist es nicht gleich die erste Nummer, sonst muss man einfach auch mal wirklich hinschreiben und dann vielleicht eben auch mal seine Bewerbung loswerden. Das ist sehr ermutigend, was du sagst, Henna, und das macht mir große Freude. Vielen Dank auf ganz vielen Ebenen. Hat viel Spaß gemacht. Danke für das Gespräch.

[56:24] Recht herzlichen Dank, Chris. Zu Gast bei uns im Pferde-Podcast Henna Hülschen von Konstit. Die Firma, die den Hufschuh entwickelt hat, der Larmheiten erkennen kann. Der Schuh des Manitou. Der Schuh des Manitou. Wir haben gelernt und das ist quasi… Entschuldigung. Ach du, sag mal. Mir wird geschnübelt im Pferde-Podcast. Alle sind krank. Der Schuh, der auf den Markt gekommen ist, das wollte ich noch sagen, so ist es manchmal, so schnell geht es manchmal. Zwischen der Tatsache, wo ich das Thema wahrgenommen habe, das mit der Anfrage und der Zusage fürs Interview, das ging extrem schnell und in dieser Zeit ist das quasi, kann man es sich angucken und auch kaufen. Wir werden das verlinken bei uns auf der Homepage, wer da noch tiefer in das Thema einsteigen will. Jenny, dann machen wir, glaube ich, Schluss mit Pferdepodcast-Folge 366. Wir gucken mal, wie die Genesungsprozesse so laufen und sagen vielen Dank fürs Zuhören. Hat trotz Schniefnase viel Spaß gemacht. Gehst du noch zu den Pferden? Na klar.

[57:32] Bist du geritten heute? Nein, es hat ja schon wieder gepest. Gefühlt regnet es seit vier Wochen. Ist das mit dem Regnen jetzt nur eine Ausrede oder bist du nicht geritten wegen Kronk? Ich bin nicht geritten wegen krank. Oha. Ich konnte mich nicht anstrengen heute. Und willst trotzdem nicht bedauert werden. Also wir halten fest, du willst weiter nicht bedauert werden. Tschüss. Tschüss.


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