#379 Europameister barfuß, Kita „Kleine Traber“ & ein Blick zurück nach Mailand

In unserer kleinen Ausgabe vorm Wochenende (#379 Europameister Justin: Dressur-Schnuckel mit Barfuss-Geheimnis“) geht es diesmal um ganz unterschiedliche Themen – von kurios bis sportlich ernst. Jenny und Chris plaudern über den Alltag mit Pferden, das Leben in Berlin und einen ganz besonderen Europameister.


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Barfuß zum Titel: Justin Verboomen überrascht die Dressurwelt

Normalerweise ist es selbstverständlich, dass Pferde im großen Dressursport beschlagen sind. Doch Europameister Justin Verbumen zeigt, dass es auch anders geht: Sein Pferd läuft barfuß – und das auf höchstem Niveau. Ein Thema, das auch Jenny im Alltag mit ihren Pferden beschäftigt. Denn gerade ihr Benny kommt mit Eisen nicht immer gut zurecht. Grund genug, genauer hinzuschauen, warum Barhuf nicht nur eine Ausnahme, sondern manchmal sogar ein Vorteil sein kann.

Kita „Kleine Traber“ – Pferdeliebe in Berlin

Daneben geht es auch um Chris‘ bevorstehenden Umzug. Die neue Wohnung liegt in der Nähe einer Trabrennbahn – und eine Kindertagesstätte in der Nähe bringt uns sofort zum Schmunzeln: Die Kita hat den Namen „Kita Kleine Traber“. Gibt an der Galopprennbahn in Iffezheim eine „Kleine-Galopper“-Kita? Und wenn nein: Warum nicht? Wir bleiben dran.

Zehn Jahre zurück: Jennys erster internationaler Turnierstart

Ein weiterer roter Faden dieser Folge: die Erinnerung an Jennys ersten großen internationalen Auftritt mit Haflinger Nixon. Vor genau zehn Jahren startete sie beim Europachampionat in Mailand – damals noch völlig neu im internationalen Turnierzirkus, heute eine erfahrene Turnierreiterin. Ein perfekter Anlass, beim nächsten Mal auf die wichtigsten Learnings der letzten zehn Jahre zu blicken.

👉 In dieser kleinen Folge gibt es also viel zu entdecken – vom Pferdesport auf höchstem Niveau bis hin zu liebenswerten Alltagsgeschichten.


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Hier geht’s zum vollständigen Transkript der Folge:

[0:16] Hier ist der Pferde-Podcast, Folge 379, die kleine Ausgabe vorm Wochenende. Hier sind Jenny, das Pferdemädchen, bestens gelaunt. Sie lächelt über das ganze Gesicht. Komm, musst du zu? Wir sind ja kein Videopodcast. Wären wir einer, hätte man sehen können, wie du gerade mich amüsiert und freundlich anlächelst. Warum eigentlich? Weiß ich auch nicht. Aber ist so.

[0:41] Jenny, das Pferdemädchen, die Reiterin von ACDC, dem Haflinger, den wir vom Pferdekindergarten ins große Dressurviereck begleiten und Chris, der hier die doofen Fragen stellt. Der kurz weg war, aber man hat es gar nicht gemerkt als Pferdepodcast-Hörer. Nee, ich habe es gemerkt. Du hast es gemerkt, genau. Ich habe nichts zu essen. Kein Frühstück. Wir machen keinen Beziehungspodcast. Ich habe mir vorgenommen, das am Ende der Folge noch mal kurz zu beklagen. Aber in der Tat war ich, Hashtag aus Gründen, wie viele Tage war ich weg? Drei oder so. Und hier läuft alles. Zweieinhalb. Zweieinhalb. Und hier läuft alles aus dem Ruder. Alles. Gar nicht. Also doch schon. Also, ja gut, der Kühlschrank, es gibt keine Zu- und Abgänge aus dem Kühlschrank, ne? Also, du lebst wieder von Brezeln und… Wir haben ja am Sonntag Nudeln gekocht mit Gemüse und du hast so viel gekocht, dass ich zwei Tage Nudeln essen musste. Wohnung sauber machen, nada. Was soll ich denn sauber machen? Ich bin alleine, ich mache doch gar keinen Dreck.

[1:44] Genau, alles voll mit Hundehaaren, die ganze Bude hier, der ganze Bums, also das wird noch alles sehr… Aber da wusste ich doch, du kommst wieder und du staubsaubst. Und ich mache es dann. Ja, schon klar. Ja, ich weiß nicht, wollen wir da vielleicht auch noch, es ist eine nette Anekdote damit verbunden. Ich werde ja im neuen Jahr umziehen und ich ziehe in die Nähe, und das fand ich so lustig, und nur deshalb erzähle ich es, nicht weil wir hier ein Beziehungspodcast sind. Die Schweineöde. Als wäre. In die Schweine, ja genau. Und zwar in die Nähe einer Trabrennbahn. Schweineöde.

[2:18] In die Nähe einer Trab, da ist eine Trabrennbahn in der Nähe. Und ein Pferdesportzentrum. Ein Pferdesportzentrum in Berlin. Und das hat mich natürlich bei der Entscheidung, wo ich mein Ei lege, in der Hauptstadt entscheidend beeinflusst, dass da irgendwas mit Pferden in der Nähe ist. Und ich erzähle es deshalb, weil ich das so niedlich fand. Und den Gag muss ich zu Beginn machen. Das ist also eine Trabrennbahn in der Nähe. Und ich bin da so mit der Straßenbahn vorbeigefahren und sah dann in der Nähe davon so eine Kita und da stand oben so als Schild Kita kleiner Traber. Und jetzt frage ich dich, hat man in Iffesheim, hier im Schwarzwald, ums Eck, hat man da jemals in Iffesheim, wo ja die berühmte Galopprennbahn ist, Deutschlands größte und wichtigste und umsatzstärkste Galopprennbahn, Hat man da je eine Kita zum kleinen Galoppa gesehen? Das weiß ich gar nicht. Auf keinen Fall.

[3:18] Vielleicht gibt es da wirklich eine, die so heißt, zum kleinen Galoppa. Das googeln wir jetzt. Voll der süße Name. Der kleine Galoppa. Das googeln wir jetzt. Und wenn es es nicht gibt, dann kann ich Ifezeim nicht mehr ernst nehmen. Das sage ich dir jetzt. Das sind aber harte Worte. Ja, das sind harte Worte. Dann muss man wirklich sagen, hier, Germany East, der kleine Traber, das ist süß, weißt du? Das ist pferdeverbunden. Da geht es schon los. Dann galoppier mir noch einmal am 5. Oktober da drüber über die Rennbahn und dann nicht mehr. Und danach wird nur noch getrappt in Berlin.

[3:48] Wir wechseln die Gangart. Jenny, es ist ja die kleine Folge, das kleine Lebenszeichen. Ich habe dreieinhalb Tage, zweieinhalb, weiß gar nicht, im Schwarzwald verpasst. Du musst mich kurz auf den Stand bringen. Ich bin jetzt quasi genauso gespannt wie die Hörers. Ist alles noch…

[4:05] Sind alle Beine noch dran? Leben alle noch? Sind alle fit? Gibt es irgendwas Einschneidendes, was ihr gemacht habt? Ja, nein? Kannst du kurz erzählen? Ich habe eine kleine… Nein, es gibt nichts Einschneidendes. Nichts Einschneidendes.

[4:21] Einschneidend. Sehr gut. Dann, ich habe eine nette Nachricht. Die kleine Folge ist ja auch immer so ein bisschen reserviert für die Hörerinnenzuschriften, für Fragen, für Feedback, für, wie sagt man, Neudeutsch? Q&A, also wenn jemand irgendwie also ernsthaft jetzt mal eine Frage hätte an dich nach dem Motto What would Jenny do? Ich habe dieses und jenes Problem. Wirklich gerne her damit. Kann man vielleicht an der Stelle auch nochmal posten. Wir nehmen aber natürlich auch total gerne entgegen Nachrichten, wie Anja Fisser sie geschrieben hat über Instagram. Die lese ich jetzt kurz vor. Es ist einfach nur wirklich nettes Feedback, über das wir uns total freuen. Und weil du ja unsere Social-Media-Kanäle quasi, also noch nicht mal als, also allenfalls dann und wann als Nutzerin mal verfolgst. Aber Du bist doch hier unser Social-Media-Redakteur. Anja, Nachricht, hörst du jetzt zum ersten Mal? Ja. Ist so, ne?

[5:21] Entschuldigung. Aber ich hab gar keine Zeit zum Social-Media. Das ist dein Podcast, Mann!

[5:27] Anja schreibt, sie hat gerade offensichtlich die Folge gehört, die wir, bei unserem Besuch am Rande unseres Besuchs in Moritzburg veröffentlicht haben, weil Anja schreibt, hallo ihr zwei, ich höre gerade eure Moritzburg-Folge und finde diese Folge einfach so mega. Und sie hat so ein Smiley dazu gepostet mit diesen Sternchen-Leuchtaugen, du kennst ihn, als, und jetzt kommt’s, Sächsin, Besitzerin eines echten Moritzburger Wallachs und Ehefrau und Beifahrerin eines Turnierfahrers. Ist das eine grandiose Folge? Das kann man nachvollziehen. Das ist die Folge, in der Katrin Carossa bei uns zu Gast war, sozusagen das Bayern München der.

[6:18] Kutschfahrerinnen. Genau. Und Anja weiß das zu schätzen. Sie musste mal gesagt werden. Daumen hoch und überhaupt. Und Anja, wir freuen uns so. Ich habe es dir auch schon geschrieben. Das macht uns Spaß, dass ihr und dass du Spaß hattet und habt mit unseren Folgen.

[6:39] Jenny, kurz Redaktionssitzung live, wenn du magst. Wenn du sagst, aktuell gibt es nicht so viel zu erzählen. Benni hat sich in Eisen abgetreten, aber das ist ja irgendwie nicht der Rede wert. Aber Sonic Plus geht auch barfuß. Ich stelle jetzt wieder um auf barfuß. Ich habe jetzt keinen Bock mehr. Wer geht barfuß? Du weißt nicht, wer Sonic Plus ist? Okay, geh, stirb. Als Pferdepodcaster musst du wissen, wer das ist. Sonic Plus, na klar. Sonic Plus, ach schätze, wer kennt denn bitte Sonic Plus nicht? Alles klar. Man möge schreiben, wer ihn nicht kennt. Ist das ein neues Game? Ist das ein Pferd wahrscheinlich, ne? Wenn du sagst, der geht auch barfuß, und Sonic Plus muss man kennen, ne? Ja. Wenn man was mit Pferden zu tun hat, muss man ihn kennen und vor allem muss man den Reiter kennen. Ein Bild von einem Reiter. Also wirklich jetzt. Alle Frauenherzen schmelzen dahin. Und er reitet auch noch toll. Und der sieht toll aus. Und das Pferd ist eine Schönheit, ist Europameister. Das Pferd ist eine Schönheit und Europameister. Okay. In der Dressur. In der Dressur. Wir haben einen männlichen Europameister. Weiter. Ist das so? Ja.

[7:53] Der Justin Verbumen. Wie spricht man das aus? Muss ich jetzt erst mal googeln, wie man das ausspricht. Ach, ihr seid doch schon per Du, Justin. Oh, der ist so jung. Okay. Und du hast es nicht mitgekriegt, ne? Ne, hast du nicht? Also dann, ach so, es waren, ja, ja, ja, doch, es waren kürzlich Dressur-Europameisterschaften und da hat er den Titel gewonnen. Genau. Und Verbumen, das klingt so nach Niederländer, Holländer, Belgier und sowas irgendwie. Belgier. Belgier, alles klar. Und das Pferd hat alle geschlagen. Also auch eine Isabel Wehrt mit ihrer Wendy und hat in der Kür total abgeliefert. Hat in Aachen mehrere Prüfungen gewonnen. Also ein tolles Pferd. Und alles mit einem Eisen. Und alles ohne Eisen. Ach, ohne Eisen. Barfuß. Barfuß. Ist das so?

[8:46] Aber jetzt mal, also das ist schon ungewöhnlich, oder? Absolut. Das ist total ungewöhnlich, dass Pferde, die auf diesem Niveau im Sport gehen, unbeschlagen sind. Das ist wirklich ungewöhnlich. Hast du, also da du das ja so genau, also du würdest das nicht wissen, wenn es nicht ungewöhnlich wäre und darüber berichtet worden wäre.

[9:06] Also macht der da so ein Prinzip draus oder hat der eine Eisenallergie oder weiß man das? Keine Ahnung, weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass der barfuß geht. Also irgendjemand hat es gesagt, hast du gewusst, dass der nicht beschlagen ist? Oh nee, echt? Und auf dem Niveau? Super, siehst du, das zeigt wieder, man braucht gar keine Eisen. Und die laufen besser mit Eisen, Benni läuft tatsächlich besser ohne Eisen, weil der hat ja so ein bisschen eine kleine Fehlstellung. Das heißt also, die innere Hufwand ist ein bisschen steiler und dann müssen die Eisen immer so da drauf, dass die innen so ein bisschen überstehen und er tritt sie sich halt regelmäßig ab. Also beim Reiten, beim Traben, ich habe Hufglocken an, also ich mache wirklich alles, dass diese Eisen dranbleiben, aber das ist dann einmal zack, zack, dann stolpert er und Eisen ist ab. Also das geht rucki zucki und ohne Eisen läuft der sehr viel entspannter. Aber ich habe es ein bisschen so verstanden, also gerade was du jetzt sagst, so mit Huffehlstellung und so weiter, dass unsere Hufmarie, die ja auch schon mal bei uns zu Gast war und so weiter.

[10:06] Dass sozusagen durch das Beschlagen auch immer so ein bisschen die Chance besteht, solche Fehlstellungen dann irgendwie so ein bisschen auszugleichen, oder? Ist das nicht auch so bei Klaim? Das ist so, aber das kriege ich auch so mit Barrufbearbeitung, kriege ich das zwar nicht so hin wie mit Hufeisen, aber so, dass er ordentlich laufen kann. Er läuft ja auch ordentlich und das ist auch, er läuft sein ganzes Leben lang damit schon ordentlich. Und ich glaube, das ist so ein bisschen das Auge des Betrachters, die sind aber jetzt nicht so gleich und dann läuft der da, ist die Wand ein bisschen steiler und die sollte, idealerweise müsste das so sein und so sein. Ja, ja, das hätte man aber alles als Fohlen schon so korrigieren müssen, dass das sich anders entwickelt. Jetzt ist es sowieso zu spät. Man kann diese Fehlstellung nur so ein bisschen ausgleichen mit einem Beschlag, muss man aber nicht. Also es tut seiner Bewegungsqualität überhaupt gar keinen Abbruch. Okay. Ja, dann werde ich mir jetzt, also erstmal, ich habe das natürlich gewusst, Justin und so.

[11:07] Na, scheiße, ich habe es nicht gewusst. Vielleicht googelst du das mal. Nein, das ging wirklich an mir vorbei. Und ich google jetzt auch mal, wie der aussieht und wenn ich da was merke, dann, ich bin ja bald weg und dann tanzen die Mäuse auf den Tischen. Ich weiß doch, wie es ist, wenn der Kater aus dem Haus ist. Das ist ein ganz junger Kerl, Schätz. Du brauchst keine Angst haben. Der muss nicht mal ein bisschen auf die Weide zusammen mit seinem Pferd. Wahrscheinlich.

[11:31] Oder so. Aber ein sehr, sehr ansehnlicher, attraktiver junger Mann, der wirklich auch super toll reitet. Ich wollte gerade sagen, also reiten kann er ja offensichtlich auch noch und das mit der Besonderheit tatsächlich dann ein Europameister fährt zu haben, das nicht beschlagen ist. Also da muss ich jetzt auch erstmal drauf klarkommen. Ich dachte tatsächlich, das sei so üblich und es ist es ja im Grunde genommen auch, sonst würden wir jetzt ja auch nicht drüber reden.

[11:57] Jenny, dann noch ganz kurz vielleicht, es ist ja nur die kleine Folge, die sozusagen auch die große Folge so ein bisschen vorbereitet jetzt in dem Fall, Redaktionssitzung live. Als ich unterwegs war, Anfang der Woche, hast du ja, kleine Rüge, wieder nur auf deinem Privatkanal gepostet. Eine Erinnerung, die dir wahrscheinlich über Facebook oder so reingespült wurde. Heute vor zehn Jahren, kurz vor dem Start zur Hafflinger Europameisterschaft. Nixen stärkt sich ein letztes Mal vor der Abreise. Und wir erinnern uns, das war die Abreise zum Europachampionat. Das fand damals in Mailand statt. Das klang natürlich, also ich finde ja immer, also Stadel, Paura, Österreich, alles mega, ist wahrscheinlich die Anlage. Wenn man mal ehrlich ist, ist die auch toller als in Mailand. Aber Mailand klingt noch so ein bisschen exotischer. Weißt du, was ich… Ach, das war auch schon ein tolles Erlebnis. Und das war ja wirklich für mich das erste große Turnier. Ist so, oder? Also ja, aus Deutschland. Ich bin noch nie im Ausland geritten. Hattest du schon mal ein Übernachtungsturnier bis dahin?

[13:10] Auch eigentlich? Mit deinen Globus Wildfangs? Nee, hatte ich noch nie. Mit dem Nixen, genau. Ich hatte mich ja eher zufällig qualifiziert. Ich wollte ja gar kein Turnier reiten. Und das war ja damals so, dass Pia gesagt hat, komm, jetzt nenn doch mal mit dem Vierjährigen eine Reitpferdeprüfung. Und er auch gegen die Warenblüte. Ach nee, doch, mach doch mal, komm, reit doch da mal mit. Und da war der Vier. Genau, da war er Vier. Und dann hat er gewonnen gegen die Warenblüte eine Reitpferdeprüfung. Und dann war noch eine Dressurpferde-A, da war er, glaube ich, Zweiter, wenn ich mich richtig entsinne. Und damit waren wir qualifiziert, uns zu bewerben für die Europahaflingermeisterschaft. Und ich wusste gar nicht, dass es das gibt. Diana Stange, ich erinnere mich noch, war das nicht so, dass Diana dich in Altenstadt so auf Zugruf? Genau, und hat gesagt, du bist qualifiziert für die Europameisterschaft, bewirb dich doch. Als Altenstadt noch in Altenstadt war. Genau, als Altenstadt noch in Altenstadt war. Genau so. Und dann habe ich mich beworben bei der FN und habe ja nie damit gerechnet, dass ich da auch wirklich hinfahre. Ich habe mich wirklich so beworben und dachte, das klappt ja eh nicht. Und wenn das klappt, dann kann ich immer noch Nein sagen. Genau, ich wollte da gar nicht hin. Du hattest sozusagen so eine doppelte Hürde da eingebaut. Also eigentlich war so im Vorhinein, das mache ich eh nicht. Aber in Gottes Namen, wenn alle sagen, lasse ich mich mal dazu treiben,

[14:29] mich wenigstens zu bewerben. Und dann wollten sie dich auch noch. Dann hat Diana irgendwann angerufen, du bist nominiert.

[14:36] Und wofür genau? Ja, du darfst nach Mailand. Und da bin ich dann, okay, da muss ich auch hin. Dann muss man Transport organisieren. Also was da alles so dranhängt, wusste ich ja alles nicht. Das war ja das erste Mal für mich. Jetzt bin ich ja ein alter Hase mit im Ausland starten, was man dafür alles braucht und so. Jetzt weiß ich ja genau, wie das so vor sich geht. Aber damals war ich ja echt noch grün. Also da wusste ich überhaupt nicht, wie sowas funktioniert. Und dann habe ich genannt, genau, die Jungpferdetressur, Nixon war ja erst vier, das war quasi eine Reitpferdeprüfung einzeln, also zwei Prüfungen. Zwei Prüfungen, ich wollte gerade sagen, zweimal starten, genau. Genau, und die sind wir dann damals in Mailand geritten. Und damals war die Technik noch nicht so weit und da weiß ich noch, du hast es live gefilmt und dokumentiert, was war das nochmal für eine App? Aber alle haben zugeguckt im Stall, also wirklich alle. Ich meine, die App hieß Periscope. Like, wer es noch kennt. Genau, alle haben geguckt und das war voll cool. Gab es da noch nicht Clip My Horse?

[15:39] Bestimmt gab es schon Clip My Horse, aber ob man… Aber waren die da? Das weiß ich nicht mehr. Das ist zehn Jahre her, keine Ahnung. Vielleicht war Clip My Horse da auch noch nicht so groß, wie die Leute sind. Aber ich glaube, wenn es das damals gegeben hätte, dann hätte man gesagt, wir gucken es bei Clip My Horse. Weißt du, was ich meine? Ja, aber man kann ja bei Clip My Horse auch den Namen eingeben und dann kommen ja alle Prüfungen, die jemals gefilmt wurden. Mailand ist nicht dabei. Also Stadel und so kann man mich immer noch angucken bei beiden Europameisterschaften, aber Mailand ist da nicht. Da war Clip My Horse wahrscheinlich gar nicht. Also wir halten mal fest, herzlich willkommen im Pferde-Podcast. Wir sind nicht nur der Pferde-Podcast, wir sind auch die Erfinder von Clip My Horse. Das kann man, glaube ich, mit Fug und Recht. Mit Periscope, ja. Genau, das kann man mit Fug und Recht so sagen. Also ist faktisch einfach so. Die haben das abgeguckt bei uns, gell? Ja, klar, absolut, genau. Als wir da die Live-Übertragung gemacht haben. So sieht es aus. Mit einem erfahrenen Reporter. Mit mir und einer erfahrenen Expertin, nämlich Diana Stange. Genau, die hat nämlich live meine Prüfung kommentiert. So sieht es aus, genau, richtig. Und lag gar nicht so schlecht, auch was die Tipps bei der Benotung und so weiter, bei der Bewertung dann anging. Wir wollen aber jetzt nicht nochmal, ich glaube, wir wollen das alles nochmal nacherzählen. Dann dauert es lange. Dann wird es keine kleine Folge, sondern eine große Folge. Meine Idee für die große Folge war…

[16:55] Dass wir vielleicht das mal zum Anlass nehmen, weil zehn Jahre ist ja auch so eine schöne, runde Zahl.

[17:02] Dass du vielleicht einfach mal oder dass wir mal drüber reden, was hast du in den zehn Jahren, du hast schon gesagt, das erste große internationale Turnier sogar.

[17:12] Was hast du in den zehn Jahren so gelernt? So in der Kürze und Knappheit, aber doch in vielleicht auch so verschiedene Kategorien irgendwie. Wie bereite ich so ein großes Turnier vor? Was sind so die wichtigsten Unterschiede? reiterlich? Was würdest du sagen?

[17:28] Welche Fehler hast du damals gemacht und würdest du heute nicht nochmal machen? Könntest du dich damit anfreunden? Ja, gute Idee. Gute Idee? Ja, können wir machen. Und vor allem halt auch mal, wie sich die Reiterei in den zehn Jahren auch verändert hat. Auch, genau. Das ist schon auffallend große Veränderung, dass man heute auch sagt, das ist ja so old school in der Reiterei, man reitet heute so nicht mehr. Also das hätte ich ja nie gedacht, dass man das über die Reiterei mal sagt, aber tatsächlich ist es ja mittlerweile, ist es ja gang und gäbe, dass man sagt, man reitet modern. Auch die Reiterei hat sich weiterentwickelt, also zumindest bei einigen, nicht bei allen. Es gibt immer noch welche, die reiten old school. Dann wäre mein Vorschlag, wir hirnen bis zum Wochenende, dann nehmen wir das ja auf, vielleicht mal so ein bisschen drauf rum, ob wir irgendwie so eine Top 3 oder Top 5 Kategorien machen, So irgendwie Reiterei, Turniervorbereitung, vielleicht auch mentales Training oder so. Keine Ahnung, was da sich so anbietet.

[18:30] Und dann, der Hund macht sich bemerkbar, wir haben so eine Jalousie innen und sie rasselt dann dran, wenn sie raus will, auf den Balkon. Jenny macht jetzt gerade mal die Tür auf. Ja, genau. Also wir werden ein bisschen rumhirnen und so irgendwie drei oder die besten fünf Kategorien uns mal raussuchen, was sind so die wichtigsten Learnings. Turnierstart vor zehn Jahren mit Nixen in Mailand im Vergleich zu heute. Du hast insgesamt, also wie viele Europa-Championale? Drei waren es dann, ne? Ich glaube, es gab so eine Corona-Pause mal irgendwie. Nee, es gab eine Nixen-ist-gestorben-Pause. Es gab, richtig. Es gab bestimmt auch eine Corona-Pause, oder? Weiß ich nicht, oder es wurde ein Jahr verschoben. Es gab keine Nixen-ist-Gestorben-Pause, sondern es gab eine Pause und zwar 2018, da hat Nixen ja noch gelebt, da wollte ich ja eigentlich die L-Tour reiten, aber mit Nixen war keine Kür möglich, wegen der Musik. Weil er so Angst hatte vor der Musik. Genau, und deswegen habe ich gesagt, brauche ich gar nicht hinfahren, ich werde in der Kür nicht in die Halle kommen. Wenn da Musik läuft, dann wird der da nicht reingehen. Genau, man wird ihn an der Landesgrenze des Staates, in dem es stattfindet, da werden Grenzbeamte ihn aufhalten, aber so weit wird er erstmal davonrennen. Und deswegen war ich 2018 nicht dabei und dann erst wieder 2021.

[19:47] Da kümmern wir uns am Wochenende drum und gucken mal, was es bis dahin sonst noch so gibt, rechts und links des Weges. Wir bedanken uns bis hierhin erstmal fürs Zuhören. Ich habe mit einem Auge immer so die Uhr im Blick. Wir nehmen uns immer vor, kurz zu sein, aber wir sind immer eigentlich auch in den kleinen Folgen. Das Gegenteil von kurz. So, ich google jetzt, ob es in Iffesheim eine Kita gibt, der kleine Galopper. Und wenn nicht, dann zieht euch warm an. Den kleinen Traber gibt es nämlich. Und google mal den Sonic, dass du mal weißt, worüber wir hier reden. Ich google den Justin und der kommt erstmal auf die Liste hier. Macht’s gut. Kannst du googeln und dann auf Bilder klicken und dann kommt sein Gesicht. Herzchen in den Augen. Mach ich erstmal ein Deepfake mit dem oder was auch immer man da machen kann. Kannst du mal anschreiben, vielleicht spricht er mit uns. Macht’s gut. Tschüss. Tschüss.


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