
Vor zehn Jahren stand Jenny zum ersten Mal auf richtig internationalem Parkett: dem Haflinger-Europachampionat in Mailand. Ein Meilenstein, der damals mit viel Aufregung, Vorfreude – und auch einer Portion Unsicherheit verbunden war.
In unserer aktuellen Podcastfolge nehmen wir euch mit auf diese Zeitreise. Jenny erinnert sich daran, wie es sich anfühlte, plötzlich Teil einer großen Reitsportbühne zu sein – von der chaotischen Anreise über das erste Abreiten bis hin zu den Momenten im Viereck, die heute noch in Erinnerung sind.
Vorbereitung, Coaching, mentale Stärke
Doch der Rückblick bleibt nicht bei den Anekdoten stehen. Spannend wird es vor allem da, wo Jenny erzählt, welche Erfahrungen sie seitdem gesammelt hat und was sie heute anders machen würde. Denn in den vergangenen zehn Jahren hat sich nicht nur ihr eigenes Reiten weiterentwickelt – auch die Perspektive auf Themen wie Vorbereitung, Coaching, mentale Stärke und Teamarbeit ist gewachsen.
👉 Warum Selbstvertrauen manchmal mehr wert ist als die perfekte Vorbereitung,
👉 wie kleine Fehler zu den größten Learnings werden können,
👉 und was wir alle aus Jennys Mailand-Erfahrung für unseren Alltag mitnehmen können – darum geht’s in dieser Folge.
Wenn ihr Lust habt, euch inspirieren zu lassen, in Erinnerungen zu schwelgen und gleichzeitig praktische Tipps mitzunehmen, dann hört rein.
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Hier geht’s zum vollständigen Transkript der Folge:
[0:00] Das ist der Hafer- und Bananenblues. Das ist das, was jedes Pferd haben muss.
[0:05] Hallo zusammen, der Pferdepodcast hier, Folge 380. Hier sind Jenny, das Pferdemädchen, die gerade von ACDC kommt und noch den Stallgeruch mit hier reinbringt in unser virtuelles, in unser improvisiertes Podcaststudio. Und Chris, der Typ, der die dummen Fragen stellt und der eigentlich keine Ahnung hat von Pferden. Jenny, wir haben uns ja in der kleinen Folge, kurz vorm Wochenende, haben wir uns ja schon so ein Thema gesetzt, so ein bisschen. Wir haben gesagt, das ist zehn Jahre nach deinem ersten Start bei einem Haflinger Europa-Championat, damals in Mailand. Und wir hatten so als Idee, ob man das nicht zum Anlass nehmen könnte, einfach mal so ein bisschen drauf zu gucken, so auf diese Entwicklung.
[0:55] Das war dein erster wirklich großer Start auch im Ausland und so. Und zehn Jahre ist so eine schöne runde Zahl. Und wir haben gesagt, wir gucken mal drauf. Gibt es so irgendwie, also was sind Dinge, die du in der Zeit gelernt hast, wo du dir im Rückgriff oder im Rückblick so an den Kopf greifst und sagst, also das würde ich auf keinen Fall nochmal machen. Oder das war eigentlich auch ganz cool. Du hattest auch so als Wunsch noch gesagt, vielleicht so generell mal zu gucken, wie hat sich die Reiterei an sich verändert, dass es da auch ganz schön viele Veränderungen gab aus deiner Sicht. Also da können wir vielleicht mal drauf gucken. Ich habe mir auch Kategorien überlegt. Du auch, ne? Wir können uns austauschen kurz. Also ich habe einen Zettel geschrieben.
[1:35] Ich kann ja nochmal vorlesen, was ich auf dem Zettel habe an Kategorien. Und dann lese ich meinen Zettel vor. Dann liest du deinen Zettel vor und dann machen wir das, was auf meinem Zettel steht. Also ahne ich mal, vielleicht.
[1:45] Und ansonsten? Ich habe da keinen Zettel. Ach komm, ehrlich nicht normalerweise bist du immer top vorbereitet mit quellen mit internet recherche ich habe hier dies nachgelesen und dort steht jenes was los heute gemacht und dann haben wir noch so ein bisschen nachlese also ich habe noch so ein bisschen nachlese weil man muss ja sagen nach der kleinen folge so einen richtigen knaller coup den gab es ja erst unmittelbar nachdem wir die folge aufgezeichnet hatten sehr witzig und, Und wir haben eine tolle Zuschrift bekommen. Und es ist ein bisschen kompliziert. Also diese Zuschrift ist wirklich kompliziert. Man weiß nicht so recht, wie man damit umgehen soll. Jetzt spielt erstmal unser Orchester Musiker Manni wie immer die Pferde-Podcast-Hymne.
[2:34] Und dann geht’s los mit Folge 380.
[2:37] Music.
[2:57] Jenny, das ist wirklich schwierig mit der Zuschrift. Weil, ich habe es dir gerade gezeigt, auch auf dem iPad, unseren E-Mail-Eingang. Also eine sehr freundliche Zuschrift, aber da steht halt der magische Satz drin. Bitte nicht in einer Folge vorlesen. Nein, dann machen wir das auch nicht. Sehr nette Zuschrift von einer netten Hörerin, deren Namen wir jetzt nicht nennen und wir auch nicht sagen, was sie geschrieben hat. Aber das war nett. Das machen wir auch. Wir haben uns befreundet. Stimmt. Die Frage ist jetzt folgendes. Also die Zuschrift besteht ja, wenn man den Kern nimmt, also die Kernaussage besteht ja aus vier Worten. Wenn man das jetzt wie in so einer Slot-Machine, du hast doch mal bei Löwenautomaten, bei diesen Glücksspielautomaten mit den Sonnen, hast du doch mal gearbeitet. Ist doch so, oder? Ich habe gerade mit einer ehemaligen Kollegin telefoniert. Von Löwen. Grüße nach Berlin, liebe Svena. Grüße nach Berlin. Genau. Wenn man jetzt quasi diese vier Worte nimmt, die die Hörerin ohne Namen geschrieben hat und die in so einen Löwenautomaten reinschmeißen würde und auf den Startknopf drückt und dann kommt eine andere Reihenfolge raus. Was hältst du denn? Also das könnte man doch eigentlich machen. Dann hat man die Nachricht ja nicht vorgelesen.
[4:11] Okay, ich mache das jetzt mal. Warte mal, ich habe hier auch so einen Soundeffekt. Ich mach das mal, warte mal. Hab ich das hier? Bestimmt. Warte. Doch, ich hatte das doch hier. Genau, guck mal, Achtung. Der Löwenautomat. So, und jetzt kommt raus. Podcast Liebe den ich. Ja. Dank für die Zuschrift. Jenny, kurzer Rückblick nochmal auf die kleine Folge, die wir hatten. Es war ja wirklich lustig.
[4:42] Ich weiß das gar nicht mehr, was du jetzt erzählen willst. Das habe ich schon vergessen. Ich stelle es auch noch mal eins hin an, weil es ist die perfekte Rampe in das Thema hinein, das wir ja dann in Angriff nehmen wollen. Kurze Geduld, kurzen Moment Geduld, dann sage ich es dir. Perfekter Moment für die Werbepause. Perfekt, absolut.
[5:01] Sollte es eine Werbung geben können, dann wäre jetzt der perfekte Moment, sie abzuspielen.
[5:09] Hallihallo, hier sind wir wieder. Ja, wir hatten es doch von der Kita in der Nähe von dem Ort, wo ich Anfang nächsten Jahres hin umziehe, kleine Traber, weil die Kita in der Nähe einer Trabrennbahn ist in Berlin und da gibt es eine Kita kleine Traber und ich musste so schmunzeln, weil das so süß ist. Und wir hatten die Frage gestellt, weil wir hier ja ums Eck im Schwarzwald die berühmte Galopp-Rennbahn in Iffesheim haben. Da habe ich schon mal prophylaktisch rumgepöbelt, möchte ich fast sagen, warum gibt es in Iffesheim eigentlich keine Kita kleine Galopper?
[5:52] Ohne wirklich genau zu wissen, vielleicht gibt es ja eine Kita kleine Galopper. Und ich habe, bevor wir jetzt hier auf Aufnahme gedrückt haben, noch mal kurz gegoogelt, nicht, dass es am Ende tatsächlich eine Kita kleine Galoppa gibt und wir hätten Iffesheim Unrecht getan. Also Antwort, eine oberflächliche und schnelle Google-Recherche zeigt, haben wir nicht. Es gibt keine Kita kleine Galoppa oder so in Iffesheim. Es gibt aber eine ehemalige Galopp-Rennbahn in Gelsenkirchenhorst. Sagt dir das was? Nee, doch, Gelsenkirchen, ja, Horst. Gelsenkirchen, also Stadtteil Horst, Gelsenkirchen. Und da gibt es, die ist, glaube ich, sogar auf dem Gelände dieser ehemaligen Galopp-Rennbahn. Guck mal her.
[6:38] Galoppi. Willkommen in der Kita Galoppi. Und genau, also in Gelsenkirchen gibt es die Kita Galoppi auf dem Gelände dieser Rennbahn. Das ist Gustav, das Maskottchen, so ein Plüschpferd. Und dann, ich habe das mal so kurz nur so drüber geswiped über die Homepage von denen, wie diese Gruppen heißen. Das ist so nach Alter sortiert so ein bisschen und die kleinsten Kinder sind natürlich in der Fohlengruppe. Und dann zwischen zwei und sechs Jahren gibt es die Pony-Gruppe, dann gibt es die Pferde-Gruppe und dann gibt es die Reiter-Gruppe. Und jetzt ist aber auch Kita, also was haben wir mit Kitas zu schaffen eigentlich? Nix, gar nichts. Jenny trinkt, deshalb kann sie gerade nicht reagieren.
[7:31] Dann, zweite Anmerkung, ich mache nochmal Werbung für das Video, das wir mit der kleinen Folge veröffentlicht haben, weil wir hatten ja gesprochen über deinen Start mit Nixen vor zehn Jahren in Mailand. Und das hat dich dazu gebracht, da hatten wir noch drüber gesprochen, ob es da schon Clip My Horse gab. Und ich glaube, du wolltest, nachdem wir aufgenommen haben, auch nochmal sicher gehen, also gab es da wirklich noch nicht Clip My Horse, gab es noch keine Videos aus Mailand. Und du hast nochmal alte Videos bei Clip My Horse von dir und Nixen angeguckt. Und du hast gesehen einen Start von dir in Altenstadt, als Altenstadt noch in Altenstadt war und hast rübergerufen, Chris, komm mal her, wie fett du damals warst. Ute hat geschrieben, das war, weil das Essen so gut war in Altenstadt. Stimmt, das Essen war immer sensationell. Wahnsinn. Ja, absolut, muss man sagen. Vielen Dank für die Reaktion, Ute. Wir haben auch sehr darüber gelacht und sehr gelacht haben wir aber tatsächlich auch über diese Aufnahme, wo du in Altenstadt, das muss irgendwie vor oder nach Mailand gewesen sein, weiß ich gar nicht mehr. Das war nach Mailand, das war die erste L-Tressur für Nixen, Tressurpferde-L. Da war er auch so ein bisschen Gaga in der Birne.
[8:47] Und da sieht man dich halt reiten, wie das so ist bei Clip My Horse und die Kamera verfolgt dich und ich stehe so am Rand und bleib bei mir hängen, wie ich mit meinem Handy in der Hand, in der einen Hand und der Hundeleine in der anderen Hand, da stehe mit meiner wirklich enormen Wampe, muss man sagen. Ja und Clip My Horse konnte gar nicht mehr die Kamera von dir wenden, die haben dich die ganze Zeit gefilmt und nicht mich. Absolut. So nach dem Motto, wo ist eigentlich Greenpeace, wenn man sie braucht, um den Wal wieder ins Meer zu ziehen. Es war jetzt kein Meer da, aber du weißt, was ich sagen will. Und dann hattest du noch mein Westchen an. Wie reingeschossen, wie die Presswurst in einer Weste. Weil du zu dem Zeitpunkt auch sehr schlank warst, muss man auch noch dazu sagen. Also der Kontrast hätte kaum grün. Ich bin immer noch schlank. Ja, natürlich. Ja, natürlich.
[9:39] Jenny, dann und deshalb habe ich auch vorhin so ein bisschen rumgeeiert von der Reihenfolge her, da sind wir ja quasi bei dem Thema so ein bisschen, das wir uns vorgenommen haben. Wir spulen nochmal oder wir blicken nochmal so ein bisschen zurück auf vor zehn Jahren. Das war ziemlich genau der Jahrestag. Das gab so eine Facebook-Erinnerung, wie das immer so ist. Heute vor zehn Jahren, Nixen, kurz vor der Abreise nach Mailand und so weiter. Das sind ja auch so Momente, an die man sich einfach gerne erinnert, muss man da einfach mal sagen.
[10:11] Und wir haben gesagt, wir können ja vielleicht mal, das ist ja auch so ein bisschen ein Teil der Reise, die wir hier mit dem Podcast irgendwie, also zumindest in Teilen, mitverfolgen. Und es ist ja mal ganz cool zu gucken, heute im Vergleich zu vor zehn Jahren. Da hat sich ja eine ganze Menge getan. Wir hatten in der kleinen Folge schon besprochen, nach Mailand kamen dann noch zwei weitere Europa-Championate, beide in Österreich, in Stadelpaura. Und du hast dann davon gesprochen, dass du mittlerweile ja ein alter Hase bist und so weiter und, also da hört man ja auch so durch, so manche Dinge, die du damals gemacht hast, würdest du vielleicht nicht nochmal so machen oder du hast vieles verbessert und ja, vielleicht können wir da einfach mal drauf gucken und das ist der Moment, wo wir zu meinem Zettel kommen, und du hast ja wieder keinen Kopfhörer auf, aber ich habe so einen Megafon-Effekt und das könnte ich jetzt mal, würde ich jetzt mal für die, also wenn du mit den Kategorien einverstanden bist. Also ich habe hier so als Überschrift, Haflinger EM vor 10 Jahren die wichtigsten Learnings seit Mailand und dann würde das so klingen, also Kategorie 1, vor der Abreise. Da ist das mega unausgefallen. Vor der Abreise. Coaching vor Ort. Also am Wettkampfort, ne? Und dann im Dressurviereck.
[11:37] Und als letzte Kategorie habe ich noch aufgeschrieben. Da kann man so alles reinpacken, was es so noch sonst noch so gibt. Und sonst so. Also könntest du damit leben? Ja. So irgendwie am Ende des Tages, Labe? Soll ich das jetzt erzählen? Sappelst du ja sowieso, wie dir der Schnabel gewachsen ist und ach, ich pfeife doch was auf die Kategorien. So wird es ja wahrscheinlich am Ende sein. Nein, aber es ist ja einfach nur so, keine Ahnung. Also ich finde es spannend, Wie war das vor zehn Jahren und was würdest du heute auf keinen Fall machen? Das Foto oder diese Facebook-Erinnerung war ja sozusagen keine aus Mailand direkt. Es war ja kein Posting, das du direkt in Mailand gemacht hast, sondern man kann die Nächsten sehen. Zu Hause noch. Das war auf dem Weihnachtshof. Weihnachtshof, Aktivstall, da stand er noch ein letztes Mal im Futterautomat und hat sich noch seine letzte Portion Hafer abgeholt für den Tag. Und dann ging es abends los. Und damit würden wir jetzt starten mit der Kategorie… Vor der Abreise.
[12:39] Damals habe ich, also es gab auch so eine EM-Gruppe, ich weiß gar nicht, bei Facebook oder WhatsApp gab es da schon, weiß ich gar nicht. Oh, ich glaube schon. Ja, gab es schon. Jedenfalls war das damals so, dass auch angeregt wurde, Fahrgemeinschaften zu bilden und so. Und ich habe gedacht, ich traue mich ja niemals, never mit dem Pony alleine mit dem Hänger bis nach Mailand fahren. Fährt man durch die Schweiz und oh Gott, oh Gott, oh Gott. Und da hat jemand geschrieben, dass er noch einen Platz frei hat und an Frankfurt vorbeifährt. Die aus Norddeutschland. Genau, aus Norddeutschland. Und gegen eine Beteiligung an den Kosten und würden sie eh nix mitnehmen. Und das war ein super toller Deal. Also die hatten einen großen Hänger. Die kamen dann am Weihnachtshof vorbei, haben da einmal übernachtet und sind dann, glaube ich, abends losgefahren. Genau, die sind übernacht gefahren. Richtig, und die hatten auch was davon, weil du quasi noch so eine Gästebox auf dem Beinhartshof organisiert hattest. Genau, die konnten sich auch ein bisschen ausruhen, das Pony konnte sich ausruhen auf halbem Weg und… Genau, und die haben den Nixen mir damals mitgenommen und ich war heile froh, dass ich diese Verantwortung nicht hatte, dieser weite Weg. Ich hatte ja null Erfahrung im Fahren von wirklich hunderten von Kilometern, stundenlang das Pony im Hänger. Ich hatte da auch ein bisschen Angst vor und deswegen war ich ganz froh, Pony da drin, das sind Profis, die wissen, was sie tun. War auch so und ich habe den Nixen wirklich mit ganz leichtem Herzen in die Hände von Yvonne und ihrem Lebensgefährten gegeben. Jan hieß der, glaube ich, genau.
[14:08] Und die haben das super gemacht, die haben mir das Pony sicher nach Mailand gekrutscht und wir sind mit dem Auto gefahren. War, glaube ich, Westernreiter, wenn ich mich recht entsinne. Genau, war Westernreiter, ja. Wir haben heute noch ganz, ganz losen Kontakt über Facebook. Und Alice, meine liebe Schwarzwaldheide, hat ja vor ein paar Jahren auch einen Haflinger gekauft und zwar bei Yvonne. Ach komm, das wusste ich gar nicht. Genau, der Kontakt entstand, ich habe gesagt, geh mal dahin, die haben gute Ponys, die züchten auch. Und so kam Alice damals zu ihrem Haflinger.
[14:38] Aber, also wenn man so ganz unerfahren ist, ist das glaube ich ein guter Move, dass man jemanden, das würde ich heute wieder so machen, das war wirklich eine goldene Entscheidung, gerade mit dem jungen Pferd, Nixon ist nicht so gut Hänger gefahren. Benni erinnert mich heute total an Nixon, wie der damals gefahren ist, der war auch ganz oft unruhig und es hat mir immer Stress gemacht, wenn das Pony im Hänger nicht ruhig stand. Und das war für mich eine große Erleichterung, dass ich da jemanden hatte, wo ich sagen konnte, ihr wisst, ihr habt das schon mal gemacht, ihr wisst, wie das geht. Ich verlasse mich auf euch. Also wenn man sich ganz unsicher fühlt, guter Ratschlag, such dir Hilfe, hab keine Hemmungen, guck ein bisschen rum, telefonier ein bisschen rum. Auch solche, auch wenn es manchmal nervig ist, wir sind ja beide jetzt nicht so die großen WhatsApp-Gruppen-Fans. Also das hat ja auch, okay, wir wollen jetzt nicht in die Einzelheiten gehen, aber wir sind jetzt nicht so die Superfans von WhatsApp-Gruppen. Aber ich sage mal so, wenn da so viele Teilnehmer unterwegs sind, Und dieses Potenzial so ein bisschen zu nutzen und auch so diesen.
[15:41] Also wir haben ja schon mal gesagt, diese Haflinger Community ist ja jetzt nicht nur durch Nächstenliebe geprägt. Es gibt da ja auch ein ausgeprägtes Konkurrenzdenken und so. Aber irgendwie so, wenn es darauf ankommt, dann hilft man sich schon gegenseitig. Und innerhalb von so einem deutschen Team, das ist schon auch, hätte ich jetzt mal gesagt, also dieser Teamgeist könnte hier und da noch größer sein vor Ort, finde ich. Aber man kann dieses Potenzial, also was heißt, das klingt jetzt auch so nach Ausnutzen, also man ist ja auch selber bereit zu geben. Weißt du, was ich meine? Also wir haben uns an den Kosten beteiligt, für die war das glaube ich, das war so Win-Win. Ich hatte was davon, die hatten was davon und deswegen, das war eine Win-Win-Situation und das hat gut funktioniert. Also würde ich immer wieder so machen. Und dieser Teamgeist vor Ort, ich glaube, es war nirgends so schlecht wie in Mailand. Da gab es viel Zoff. Wir waren da ja ganz neu in diesem Team. Ich kannte ganz viele Leute nicht. Konnten uns deshalb auch gut raushalten. Genau, wir haben da von außen so drauf geguckt. Also ich kannte wirklich niemanden, weil ich war ja ganz neu in diesem Hafi-Game. Und die kannten sich untereinander alle und haben auch gestritten wie die Kesselflicker. Also teilweise sind da echt die Fetzen geflogen, weil man nicht einer Meinung war, weswegen auch immer. Ich weiß gar nicht, um was es da ging, aber da wurde ganz schön gestritten und da wurde ganz schön auch geschrien und wir standen dann im Hinten und so, okay, was haben die eigentlich miteinander? Die mögen sich nicht so machen, alles klar. Und da war noch dieser Vorfall mit diesem Hengst, der Nixen bestiegen hat.
[17:11] Und das weiß ich noch damals, also ich war am Zöpfeln und die geht mit ihrem Hengst da durch diese Stallgasse an mir vorbei und der reißt sich los und besteigt Nixen und ich war da mittendrin unter den, fliegenden Hufen und ich bin, ich dachte so, Nixon war ja angebunden, der konnte ja noch nicht mal weg und das war echt eine Situation, die sehr brenzlig war und damals hat Andrea Pitz, leider ja verstorben und Andrea Pitz hat damals den Nixon gerettet, die hat ganz beherzt eingegriffen und hat diesen Hengst darunter geholt und also da ziehe ich heute noch den Hut vor so viel Mut, dass man da einfach, ohne drüber nachzudenken, einfach da eingreift, das war eine ganz, ganz großartige Move von Andrea. Also da bin ich wirklich heute noch tief beeindruckt, was sie sich getraut hat. Also auch das war Andrea Pitz. Sie gehörte nicht nur wie also.
[18:02] Sie war nicht nur eine wirklich feste, feste, feste Größe in dieser ganzen Haflinger-Welt, sondern wenn sie kamen, dann haben auch Hengste gekuscht. Also das muss man schon mal sagen. Aber alles in allem war Mailand eine tolle Atmosphäre. Diese Italiener sind ja immer ein bisschen anders. Es gab auch ein Galopp-Rennen, also eine Europameisterschaft der Haflinger-Galopper. Das gibt es in Österreich ja leider nicht und das war total spannend. Also alles in allem war Mailand total vom Flair, von der Stimmung war ganz anders als Österreich, aber total schön. Wir haben super tolle Erinnerungen. Und ja, so reitmäßig. Ja, da kommen wir ja noch dazu. Ja, das Megafon kommt ja noch ganz bremstig. Wir sind noch bei vor der Abreise.
[18:46] So, ich sag mal so, Orga-mäßig warst du ja eh immer schon gut organisiert. Das ist, glaube ich, auch, da gibt es dann so Checklisten. Was braucht man eigentlich? Da hilft einem auch der Verband, oder? Nee, der Verband hilft dir gar nicht, aber Diana Stange. Ach so, alles klar. Also auch da sucht ihr Hilfe, aber das kriegt man schon in den Griff, auch so, welche Dokumente man da braucht. Also auch da hilft es, erfahrene Menschen zu fragen. So, dann drücke ich jetzt mal den Themenwechselknopf. Mein Megafon, unser Hund wandert wieder.
[19:18] Autsching vor Ort. Ich sage das deshalb, du weißt, warum ich sage. Super nötig. Und würde ich auch jedem empfehlen, sich also wirklich mal zu gucken, ob man jemanden an seiner Seite hat, der einen gut coacht. Ich hatte niemanden, ich war ganz alleine und mir hat einfach auch diese Erfahrung bei so großen Turnieren, ich hatte diese Erfahrung nicht. Ich hatte Turniererfahrung, ja, nicht ganz so viel, weil ich lange Jahre raus war und mit Nixen erst wieder angefangen habe, Turnier zu reiten. Aber in dieser Kulisse, also solche Turniere zu reiten, ist schon eine andere Hausnummer. Man reitet ganz anders und man hat es auch gemerkt, es gab ja zwei Teilprüfungen und in der ersten Prüfung habe ich halt echt verkackt. Also das war, ich bin total ängstlich geritten, ich habe mich gar nicht getraut, mal zu reiten, weil ich so beeindruckt war auch von diesem Ganzen, oh Gott, oh Gott, oh Gott.
[20:15] Und das war in der ersten Prüfung, wir waren glaube ich, keine Ahnung, 16. Oder so. Also wir waren im letzten Drittel, war nicht so besonders gut. Und weil ich halt auch einfach nicht geritten bin, weil mir dieses Selbstbewusstsein einfach gefehlt hat. Ich wusste nicht, wie gehe ich denn mit dieser Situation um. Heute würde ich da ganz anders reinreiten mit dem, was ich heute weiß. Man muss auf solchen Turnieren, muss man sich selber sagen, ich bin die Geilste. Ich rock das hier alles. Sonst kommt man da nicht weit. Also wenn man da wie ein verschüchtertes Häschen auf dem Pferd sitzt und denkt, oh, wird schon klappen, dann klappt gar nichts.
[20:50] In so einer Kulisse, in so einer Atmosphäre muss man selbstbewusst reiten, weil das überträgt sich aufs Pferd und dann klappen auch die Dinge ganz anders. Danke an Constanze, die mir das ja auch wirklich… So beigebracht hat, dass ich das auch so verinnerlicht habe, dass ich gar nicht mehr, dass ich wirklich selbstbewusst reite. Auch wenn ich merke, oh scheiße, das klappt hier heute gar nicht, reite ich trotzdem selbstbewusst weiter, weil was soll schon passieren? Aber damals war ich wirklich unerfahren. Und mit einem guten Trainer an der Seite wäre mir, glaube ich, die erste Prüfung auch besser gelungen. Die zweite ist mir ja sehr gut gelungen. Da warst du fünfte, glaube ich. Da habe ich ganz lange auch geführt. Und am Ende des Tages habe ich den fünften Platz erreicht. Und dank Michael Börner, der damals ja eingeflogen ist nach Mailand und zwar für Stanges. Ich wollte gerade sagen, der war mit den Züchtern so ein bisschen verbandelt.
[21:46] Und hat die Reiterin von Amore Mio trainiert. Also Amore Mio, ACs Papa, der war damals auch vier und der hat auch an der gleichen Prüfung teilgenommen wie Nixon und ich. Und Michael Börner kam dann so an und man hat sich ein bisschen unterhalten. Und dann hat der angeboten, soll ich dich ein bisschen coachen, weil der hat auch meine erste Prüfung gesehen und auch, das war mir nix. Nee, ich kannte ihn nicht und habe das Angebot natürlich dankend angenommen. Den Namen kanntest du schon, also ihm ging ein Name voraus wie Donnerhall. Ich dachte, die lassen hier zu so einem, naja, Hafi-EM, aber es ist halt auch noch weit entfernt von Olympia, da fliegt einer aus Deutschland ein echt jetzt. Wir waren extrem beeindruckt und irgendwie, Genau, und dieses Angebot hast du dankend angenommen. Genau, und der hat mich auch dann tatsächlich an dem, ich glaube, ein Tag Pause und dann für die zweite Teilprüfung hat der mich beim Abreiten schon gecoacht, hat mir… Hat jetzt nicht das Rad neu erfunden, hat mich aber vom Kopf her mental so fit gemacht, dass ich mit einem ganz anderen Selbstwertgefühl da reingeritten bin. Und er stand dann so am Rand und er hat mir gesagt, ich gucke dich an und wenn ich nicke, ganz unmerklich, dann ist das gut, so wie du es machst. Und wenn ich nicht nicke, dann weißt du, im Drab mehr Tempo und wenn ich den Kopf ein bisschen schüttle, weniger Tempo.
[23:07] Und dann wusste ich, dann hatte ich so einen Faden. Ich wusste genau, ich kann mich auf ihn verlassen. Er steht da und wenn irgendwas falsch ist, dann sagt er mir das. Und das hat mich total sicher gemacht, dass ich nicht so alleine war auf dem Pferd. Und das hat mir auch super geholfen. Wir hatten damals, wir haben eine tolle Prüfung abgeliefert mit Hilfe von Michael, der auch wirklich am Rand stand und immer mal wieder so Zeichen gegeben hat und jetzt mach so, jetzt mach so. Und ich glaube, wir hatten über 74 Prozent in dieser Teilprüfung und haben, glaube ich, bis die letzten drei, vier Starter, fünf Starter kamen, haben wir geführt. Und das waren dann die ganzen Hengste, die dann danach kamen. Und die haben uns natürlich dann alle geschlagen. Aber wir waren super zufrieden mit einem fünften Platz damals. Das war die erste FEI-Platzierung für den Nixen. Da war ich natürlich mega stolz. Und am Ende des Tages dann auch, als man beide Prüfungen zusammengezählt hat, war das auch eine Platzierung? Nee, da waren wir neunte.
[23:59] Also wir waren in den Top Ten der jungen Dressurpferde. Das war super toll. Aber in der einzelnen Teilprüfung war ich halt fünfter. Ja, und da wurden ja immer, bis fünf wurden immer platziert. Okay. Und da war ich natürlich schon auch stolz, eine Platzierung auf so einem Turnier. Das war schon ein Riesenerfolg auf jeden Fall. Und nach dem ersten Tag dachte man so, huiuiui, hier hängen die Kirschen ganz schön hoch.
[24:23] Und irgendwie ist aber wirklich so hängen geblieben, auch so, also es kamen so Gedanken, ich erinnere mich da zumindest noch dran, was wäre drin gewesen, wenn Michael, also wenn man das vorher schon gewusst hätte, Also da hat dann einen Tag gefehlt, wenn man es vorher schon gewusst hätte, dass einem das so viel hilft. Also man lernt bei so Turnieren schon auch viel über sich selbst, muss man echt sagen. Und Nixen war ja von der Qualität ein super toller Haflinger, der hatte einen traumhaften Galopp. Also wir haben immer die Acht auf den Galopp gekriegt, weil der halt schon als Dreijähriger war der ja schon sehr drunter, der hat schon sehr viel Last aufgenommen, der hat bei den Haflingern Dressurpferde L hat ja immer gewonnen, weil der halt auch einfach von seiner Grundqualität wirklich ein gutes, gutes Pony war. Und im Vergleich zu den Haflingern, der hatte jetzt nicht so den Megatrab, also so Traben wie der AC konnte Nixon nicht, aber der hat mit seinem Schritt und mit seinem Galopp alles wieder rausgeholt. Und am Trab kann man immer arbeiten. Und das hat ihm halt als Jungpferd auch schon immer viel Punkte gebracht, dass er da halt wirklich eine gute Qualität hatte, Schritt und Galopp.
[25:28] So war das in Mailand. Ich drücke mal den Themenwechselknopf und mache meinen Megafon wieder an. Wobei, also da stehen jetzt noch zwei Punkte, ich weiß gar nicht, welchen ich jetzt vorlesen soll, im Dressurviereck. Haben wir ja jetzt schon gemacht. Und sonst so, haben wir ja im Prinzip schon gemacht, genau, weil vieles natürlich auch so ineinander spielt, so ein bisschen quasi diese unmittelbare Vorbereitung. Und dann sagst du natürlich, wenn ich da reite und dann wie das Häschen vor der Schlange, dann wird es halt nichts. Also das eine spielt ins andere. Ich glaube, man hat schon begriffen, was so zumindest für dich die Schlüssel waren. Muss man vielleicht auch nochmal als Fußnote mit dazu sagen, unterschiedlichen Menschen helfen wahrscheinlich auch unterschiedliche Tools und Hebel und so. Also das ist wahrscheinlich schon so. Aber ich glaube, so dieses halbherzig und ängstlich da reinreiten, also das hilft wahrscheinlich keinem. Also das muss man, glaube ich, auch mal festhalten. Ja, und man darf halt auch, also viele unterschätzen das ja immer mit diesen Haflingerturnieren. Wir auch, wir haben gedacht, ach Haflinge, ja, schaffen wir schon. Wir haben Reitpferde gegen Warnblüter gewonnen. Oh, Fehler, große Fehler, die Haflinger zu unterschätzen. Also das waren sehr, sehr viele gute Haflinger am Start, mega gute Haflinger. Und du hast noch so gesagt, ach, Micky Maus Veranstaltung hier, wir waren ein bisschen arrogant.
[26:54] Ach, waren wir? Ja, wir waren auch ein bisschen arrogant und wir wurden eines Besseren belehrt. Also wenn jemand arrogant war, dann glaube ich, ich, du eher nicht, weil du bist da… Du hast dich schon sehr beeindrucken lassen und du musst es ja immerhin reiten. Ob ich arrogant bin oder nicht, das interessiert am Ende des Tages ja auch keinen.
[27:14] Ich kann es ja gar nicht beurteilen. Das ist schon beeindruckend, was da auf die Beine gestellt wird, sowohl in Mailand wie auch in Stadel, diese ganze Atmosphäre. Und was für Ponys da am Start sind, ist sehr beeindruckend. Also die Österreicher sind kaum zu schlagen mit ihren Haflingern. Wirklich viele, viele gute Ponys. Und deswegen, also nicht zu unterschätzen, die Konkurrenz bei den Haflingern ist wirklich enorm groß. Manchmal größer als unter den Warmblüten. Ich mache mein Megafon an und sage, und sonst so?
[27:45] Ah, Dolce Vita, Italien, Spaghetti, Rotwein, es war schön. Ich hatte jetzt eigentlich erwartet, dass jetzt der Teil kommt. Von wegen, was sich in der Reiterei und sonst so allgemein geändert hat. Das war dein Wunsch in der kleinen Folge, darüber zu sprechen. Ich dachte, wir reden noch über Mailand. Dann machen wir jetzt mal einen Haken an Mailand. Ach komm, aber wir können auch. Unser Dolce Vita, Rotwein. Ich fand das italienische Bier toll. An dem Brunnen haben wir mittags in der Sonne gesessen und einen Pizza gegessen. Es war total schön. Total. Was hat sich in der Reiterei geändert? Viel. Gott sei Dank. Aber so gefühlt erst in den letzten, seit der Skandal war, Fünfkampf. Jetzt hau doch da mal drauf. So gefühlt ist seitdem so ein bisschen ein Umkuch. Viel passiert und viele Augen auf den Pferdesport gerichtet. Leider hauptsächlich auf den Dressursport. Warum guckt ihr nicht auch mal auf den Springsport oder auf andere Reitsportarten? Weil da geht es nämlich ähnlich zu. Beim Abreiten für den Springen will man manchmal nicht zugucken. Aber ich finde es ja gut, dass so viele Augen darauf gerichtet sind und dass so ein Umdenken stattfindet und dass man so ein bisschen dafür sensibilisiert wird, dass nicht mehr so an den Pferden rumgezogen wird oder.
[29:01] Also ich kann mich ja noch erinnern, bevor ich das, den Wildfang damals gekauft habe, hatte ich ja diese Duschkabine als Reitbeteiligung und bin da ja auch Unterricht geritten bei einer renommierten Trainerin, die mir tatsächlich im Unterricht gesagt hat, jetzt nimm mal die Gärte in einer Hand und hau doch da mal drauf. Ach du Scheiße. Keiner hat darüber gewundert, also keiner hat da mal gesagt, Entschuldigung, echt jetzt? Meinst du das wirklich oder machst du einen Spaß? Das war vor 20 Jahren einfach normal. Also ich finde Ich finde ja gut, dass so ein Umbruch stattfindet, sowohl in der Reiterei, in der Pferdehaltung, obwohl da manche noch echt hinterwälderisch sind in der Pferdehaltung. Das hat man auch im näheren Umfeld immer wieder, wenn der Mensch nicht denkt, muss das Tier leiden. Also da werden die Pferde eingesperrt, immer noch, obwohl man ja jetzt wirklich schon so weit ist, dass man weiß, so ein Pferd ist ein Lauftier, ein Herdentier, das braucht Licht, Bewegung, Kumpanen, das soll nicht alleine sein. Aber es gibt immer noch welche, die es einfach nicht verstehen, aber die sind wahrscheinlich dann auch irgendwie ohne Hirn. Aber es gibt immer mehr Pferdehalter, die sowohl auf feines Reiten als auf faires Reiten und das Pferd als Partner ansehen und nicht als Sportgerät und dass man wirklich auch, auch die Trainer gehen immer mehr dahin, nee, nicht grob sein, also wenn einer was falsch macht, dann du und niemals das Pferd, das hat nicht verstanden, was du möchtest.
[30:28] Und das finde ich ja schon gut, dass auch wirklich so alle Augen auf die Reiterei gerichtet sind und dass man sich dann dreimal überlegen muss, was man tut, behandelt man das Pferd jetzt grob oder nicht. Und dass auch die Reiter sich so ein bisschen bewusster werden, die gucken auf uns. Und das ist gut so, dass sie auf uns gucken. Also ich finde, ich nehme mich auch gar nicht aus. Ich finde es total gut, dass alle auf die Reiter gucken. Und bitte, fühlt euch alle beobachtet. Ja, weil dann nämlich solche unschönen Bilder nicht entstehen. Also man sieht ja jetzt auch immer wieder so Spots bei Facebook von der Europameisterschaft oder von Aachen, wo dann so Momente festgehalten werden, wo man wirklich ein aufgerissenes Pferdemaul sieht oder aufgerissene Augen oder, oder, oder.
[31:19] Da utsche ich so ein bisschen, weil das wirklich Momentaufnahmen sind und ich zweifle aber überhaupt nicht dran, lieber habe ich eine Momentaufnahme und einmal schimpfen auf so einen Reiter mehr als einmal zu wenig.
[31:31] Also du meinst, solche Momentaufnahmen können natürlich auch ein Stück weit täuschen. Aber es ist mir ja lieber, dass ich zehnmal ein falsches Bild.
[31:41] Wirklich poste und sage, so nicht, als einmal zu wenig. Also auch einfach zum Wohl der Pferde. Und ich finde, man müsste noch viel, viel, viel mehr drauf schauen. Und die Stewards müssten viel mehr reagieren, gerade auch auf so Heckenfesten, auf so kleinen Turnieren. Manchmal sieht man den Richter am Abreiterplatz, der sitzt da und klotzt in seinem Handy. Der kann nicht sehen, wenn einer sein Pferd unfair behandelt. Und da wünscht man sich auch noch so ein bisschen mehr Konsequenz. Sequenz und dass die halt auch wirklich ihren Job machen. Das vermisse ich manchmal. Und ich erinnere mich noch in Österreich letztes Jahr, der Stuart. Ich wollte gerade sagen, die waren doch da sehr hinterher. Und wie. Also da stand zum Beispiel im Reglement, dass die Zügel keine Martingaltstopper haben dürfen. Jetzt bin ich die Prüfung ja auf Kandare geritten und wir sind Tränen geritten auf Trense und ich hatte diese Martingaltstopper dran. Die haben mich rausgerufen. Darf man nicht. Abmachen. Also solche Kleinigkeiten schon. Dann hat AC einmal gehustet, dann ging sofort der Blick zu uns. Sofort. Und ich dachte so, oh Gott, wenn der jetzt hustet. Die hätten mich sofort rausgeschickt mit dem hustenden Pferd. Der hat einmal abgehustet und dann war es in Ordnung. Aber die waren halt wirklich aufmerksam. Die haben jeden, da waren immer zwei Stewards beim Abbreiten, zwei Stewards beim Training, auf jedem Platz, in jeder Halle. Also das fand ich wirklich großartig, dass die da so hinterher waren.
[33:01] Das war zehn Jahre Beiland, der Blick zurück.
[33:07] Coole Reise, wenn man mal überlegt, was da so alles passiert ist. Und die Reise geht ja noch weiter.
[33:13] Jenny, wir müssen es ja jetzt nicht künstlich in die Länge ziehen,
[33:16] aber trotzdem vielleicht der Blick hin zu heute und zu diesem Wochenende. Die Saison trudelt jetzt so langsam aus. Du hättest gestern, hattest du glaube ich sogar noch gemeldet oder genannt, eine Prüfung mit Klecksi. Ich habe auch abgehakt und habe wieder zurückgezogen, weil… Das letzte heiße Wochenende, es war wirklich hot im Schwarzwald. Sie hat schon Winterfell und dann wurde es gestern so warm, dass ich dann kurz entschlossen gestern Mittag um zwei gesagt habe, ach, wisst ihr was? Ich habe keine Lust. Der Kleck, sie bleibt bei seinen Kumpels. Der Kleck, sie bleibt einfach auf der Koppel. Ja, und es tut mir auch nicht leid. Also ich dachte mir so, es wird ja jetzt nur noch wärmer und dann fahren wir noch ein bisschen mehr dahin, wo es nochmal drei Grad mehr hat. In Karlsruhe ist es immer wärmer als hier bei uns und dann habe ich es einfach sausen lassen. Wir haben stattdessen Globus mal wieder besucht, in der Hoffnung, ihn zu sehen. Und wir hatten Glück, genau, wir haben ihn gesehen. Und er sieht gut aus, sagst du, ne? Die Herde ist gefühlt größer geworden, Es waren enorm viele Pferde. Da ist ja immer ein Kommen und Gehen. Und er ist da mittendrin. Ja, er ist schon sehr dünn. Also man erschreckt immer so ein bisschen, wenn man ihn sieht. Aber er macht einen total guten Eindruck. Also er ist munter. Und wir haben Hartmut noch mal kurz getroffen. Dann habe ich ihn noch mal gefragt. Und der hat auch, also im Brustton der Überzeugung, der ist fit. Der ist wirklich fit. Dem geht es super gut.
[34:40] Also angeblich frisst er wie einen Scheunendrescher, wenn man Hartmut Glauben schenkt. Doppelte Portionen wie die anderen und fließt immer noch die Reste von den anderen. Und man hat das Gefühl, dass Hartmut auch irgendwie eine besondere Beziehung zu ihm aufgebaut hat. Den Eindruck hatte man tatsächlich, dass die so, die sind ja, ich muss mich bremsen gerade, aber die sind ja beide so Unikate, möchte ich sagen. Weißt du, was ich meine? Ja, also Globus war immer sehr schwierig, vor allem mit Männern. Ja, genau. Und zu ihm hat er offensichtlich ein Draht gefunden. Absolut. Und Hartmut auch zu Globus. Also beide mögen sich, glaube ich, sehr. Und ich hatte ja am Anfang echt Bedenken. Ich habe dann immer so zu seiner Lebensgefährtin gesagt, also wenn man den Mann als Hafter nehmen muss, dann mach du das lieber. Der mag nicht von Männern angefasst werden. Und dann hat der Herr mit mich nur mit einem geringschätzenden Blick eingeschrückt. Die hat ja gar keine Ahnung, die Wendy da. Und ja, also er hat recht gehabt. Er hat mit super viel Einfühlungsvermögen das Vertrauen des Pferdes gewonnen. Und alles ist gut. Der geht mit dem überall hin. Ja.
[35:44] Und last but not least, wenn du nicht noch irgendwas auf dem Schirm hast, habe ich heute gelernt, wir werden, also wenn wir manchmal darüber reden, Mensch, wir könnten doch mal ein paar Tage in Urlaub fahren. Das wird niemals mehr funktionieren. In diesem Leben, weil wir beim Frühstück saßen. Draußen sind es 29 Grad, der letzte schönste Tag des Jahres im Schwarzwald. Also es schreit danach alles. Lass uns schnell aufnehmen und dann Stopp drücken, veröffentlichen und sofort nach draußen gehen, den Nachmittag genießen, Baggersee, rauf auf den Berg, was auch immer. Und du guckst in die Kamera von den Flitzpieten im Stall.
[36:30] ACDC hat seine Mütze verloren. Jetzt kann der gar nicht. Ohne Mütze geht der nicht auf die Koppel. Die Kumpel sind auf der Koppel und er ist dazu verdammt, im Stall festgetackert zu sein, weil man kann ja nicht. Er hat seine Mütze beim Wälzen verloren, denn dann geht der rein. Der geht nicht mehr raus ohne Mütze. Und die Frage ist ja, was passiert dann? Man guckt irgendwie. Ich fahre hin und ziehe dem die Mütze wieder an. Ist klar, oder? Und er war ganz dankbar, er hat gewirrt. Also ich kam, endlich bist du da, hast du gesehen? Meine Mütze ist weg. Klar habe ich das gesehen, deswegen bin ich doch hier. Aber du bist so toll, hat er gesagt. Ja, und Herrchen ist irgendwie, du kannst ja schon mal das Gemüse fürs Abendessen schnippeln in der Zeit. Oh ja, super. Ja, so viel zum schönsten Tag des Jahres.
[37:22] Also jedenfalls, die Folge endet mit der sehr versöhnlichen und beruhigenden und schönen Info. ACDC hat seine Mütze wieder auf. Und ist wieder bei seinen Kumpels auf der Koppel. Und kann den schönsten Tag des Jahres genießen. Und mal gucken, die Reste davon werden wir dann vielleicht auch noch irgendwie genießen. Hast du noch irgendwas? Wobei, das taugt für ein Schlusswort, würde ich sagen. Tschüss. Vielen Dank fürs Zuhören. Danke für eure Treue. Das war der Pferde-Podcast. Ich kann mich sehr bald und es ist für dich. Tschüss. Tschüss.
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