
Das Turnierjahr ist vorbei – zumindest für Haflinger AC/DC. In der neuesten Folge des Pferdepodcasts (#382) nehmen Jenny und Chris die Hörer:innen direkt aus dem Auto mit in die Sendung – und berichten quasi „live“ von der Heimreise zurück in den Schwarzwald. Es geht um die sportliche Bilanz und die Erlebnisse beim spannenden „Feine-Leute-Turnier“. Gleichzeitig ziehen die beiden ein Fazit der ganzen Saison.
Ein Haflinger zwischen den „Feinen“
Schon beim Abreiten war klar: Das Starterfeld war hochkarätig. Neben Jenny und AC/DC traten Reiterinnen wie Ann-Kathrin Lindner an – eine Reiterin, die längst zu den großen Hoffnungen des deutschen Dressursports zählt. Dass Jenny mit ihrem Haflinger in dieser Liga startet, sorgte direkt für Respekt im Umfeld: „Oh, du traust dich aber was?“ bekam sie zu hören.
Die Antwort war typisch Jenny: Locker, selbstbewusst und mit einem Augenzwinkern. Und tatsächlich: AC lieferte in der M-Dressur eine ordentliche Runde ab. Zwei kleine Patzer – ein verspäteter Wechsel und die etwas mühsame Schlusslinie – verhinderten ein noch besseres Ergebnis. Doch das Wichtigste: Über 60 Prozent standen am Ende auf dem Protokoll, die persönliche Zielmarke war damit geknackt.
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Warum getrenntes Richten so wichtig ist
Besonders schätzte Jenny an diesem Turnier das getrennte Richten. Jeder Richter vergibt für jede Lektion direkt eine Note – und nicht, wie sonst üblich, ein gemeinsames Endurteil. Für Jenny bedeutet das mehr Fairness und Nachvollziehbarkeit: „So kann ich genau sehen, wie die Richter einzelne Lektionen einschätzen und gezielt daran arbeiten.“
Saisonfazit: Höhen, Tiefen und jede Menge Stolz
Der letzte Start des Jahres ist auch ein Anlass, Bilanz zu ziehen. Jenny blickt auf eine Saison zurück, die alles hatte: schwächere Runden, aber auch absolute Höhepunkte – allen voran den M-Sieg mit ACDC und Prüfungen mit einer „7 vorm Komma“.
„So gut waren wir noch nie“, sagt Jenny stolz. Gleichzeitig macht die Saison demütig: Reiten auf M-Niveau verlangt höchste Konzentration. Fehler passieren schnell, und nur wer konsequent vorbereitet ist, kann vorne mitmischen.
Blick nach vorn: Wintertraining und neue Erfahrungen
Für AC/DC beginnt nun das Wintertraining. Statt Kandare und Lektionen stehen Spaß, Ausdauerarbeit und viele Ausritte im Gelände auf dem Programm. Ziel ist es, Kraft und Durchhaltevermögen für die kommenden Saisons aufzubauen.
Doch auch der Nachwuchs klopft an die Tür: Benny wird Mitte Oktober sein erstes Turnier „außer Konkurrenz“ gehen – ein unkomplizierter Weg, um jungen Pferden Erfahrung zu ermöglichen, ohne den Druck des direkten Wettbewerbs.
Was kommt als Nächstes?
Langeweile wird es im Pferdepodcast nicht geben. Schon in der nächsten Woche steht ein Orientierungsritt in Iffezheim an – gemeinsam mit Europameisterin Nicole Weidner und ihrem „Gedönsminister“ Daniel, die als Studiogäste angekündigt sind.
Fazit
Folge 382 des Pferdepodcasts ist eine Mischung aus Turnier-Emotionen, ehrlichem Saisonrückblick und Vorfreude auf kommende Erlebnisse. ACDC hat bewiesen, dass auch ein Haflinger auf M-Niveau glänzen kann – und Jenny schaut mit Stolz, aber auch mit Bodenhaftung in die Zukunft.
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Hier geht’s zum vollständigen Transkript der Folge:
[0:00] Das ist der Hafer- und Bananenblues, das ist das, was jedes Pferd haben muss.
[0:07] Hallo und herzlich willkommen, hier ist der Pferde-Podcast, Folge 382. Hier sind Jenny, das Pferdemädchen, und Chris, der die blöden Fragen stellt. Und wenn es sich ein bisschen anders anhört als normalerweise, dann ja, stimmt. Wir nehmen tatsächlich oder wir machen was, was wir normalerweise nur bei so großen Übernachtungsturnieren machen. Altenstadt, Europa-Championat, Nordrhein-Westfalen, Kieferhof, genau. Genau, aber weil es heute so schön ist und weil es gewissermaßen der Saisonabschluss von ACDC ist, weil er zum letzten Mal heute in einer M-Dressur gestartet ist und dann für den Rest des Jahres keine Turniere mehr gehen muss, nehmen wir heute auch im Auto auf der Rückfahrt auf. Und du hast gesagt, Jenny, in dir brodelt es noch so und du bist noch so sprudelig, inhaltlich irgendwie. Und du hast einfach Lust, quasi jetzt schon auf der Heimfahrt zu sabbeln. Wir waren beim Feine-Leute-Turnier.
[1:15] Wie war es denn so? Beim Feine-Leute-Turnier mit dem Haflinger.
[1:19] Music.
[1:40] Lauter feiner Leute waren hier und wir mittendrin, der Hafe und ich. Und es war ganz witzig, beim Abreiten sagte einer so zu mir, oh, du traust dich aber was? Nicht sowieso. Naja, mit dem Haflinger hier in dem Starterfeld, Respekt. Und dann habe ich gesagt, auch bei uns ist die Halle gesperrt, und irgendwo muss ich hier reiten. War schon mal eine coole Antwort und ja, Stichwort Starterfeld. Wir haben ja auf der Hinfahrt, waren wir ganz frech, haben ein kleines Video gedreht von der Abreise zu Hause im Schwarzwald am Stall und haben eine Kampfansage gesendet an Ann-Kathrin Lindner, die, da musste mir jetzt helfen. Du musst jetzt erstmal besser sein als wir, ne? Also die reitet ja erst um zehn vor vier. Genau. Also ich wollte das auch nur kurz erwähnt haben, um das enorm starke Starterfeld zu illustrieren an Katrin Lindner.
[2:31] Würde mich nicht wundern, wenn man sie irgendwann mal bei Olympischen Spielen sieht. Sie ist ja in, ich weiß nicht wie vielen, Nachwuchskadern und ist also quasi eine der Reithoffnungen in Deutschland. Das war das Starterfeld. Du hast vorgelegt jetzt.
[2:46] Sportlich. Also ja, na, also du hast vorgelegt, kann man schon so sagen. Du bist jedenfalls zufrieden, auch sportlich. Also nicht nur die coolen Sprüche beim Abreiten haben gestimmt, sondern du bist ja da auch geritten und du bist da nicht in Schimpf und Schande raus aus der Halle mit dem Hafitier. Nein, wir haben wirklich eine ganz ordentliche Vorstellung abgeliefert. Also es sind uns zwei kleinere Patzer passiert. Eigentlich der gute Wechsel, der normalerweise immer sehr gut klappt, der war irgendwie aus und den hat er erst auf die dritte Hilfe gesprungen. Also zu spät, das war so ein bisschen schade. und was immer so ein bisschen problematisch ist, ist die Schlusslinie. Wenn dann halten ist bei G oder bei I in dieser Prüfung und wir sind über X und dann ist immer das Benzin leer und dann will der Haftling ja schon aufhören und dann ist es immer ein bisschen mühsam, ihn dann noch ein paar Meter weiter zu kriegen. Das bringt natürlich dann den Rhythmus so ein bisschen durcheinander und dann können wir nicht mehr so gerade gleichmäßig auf die Mittellinie und dann zum Halten kommen. Aber daran muss ich noch ein bisschen arbeiten. Zu Hause klappt es immer prima. Also wenn ich zu Hause auf der Mittellinie reite, dann halte ich nie an, aber der weiß genau, wann Turnier ist und wann nicht. Also so schlau ist er schon. Und ansonsten hat alles super geklappt. Er war sehr motiviert, er war an. Ich hatte ihn schön vor meinen Hilfen.
[4:04] Natürlich ist es so ein bisschen schwierig, den Schwung über diese ganzen viereinhalb Minuten zu halten, gerade im Trab. Also ich versuche schon, dass er so ein bisschen mehr Kadenz kriegt und sich ein bisschen mehr aufrichtet. Und man merkt schon, je weiter die Prüfung fortschreitet, dass ihn dann auch die Kraft verlässt, so mit diesem Ausdruck auch zu traben und zu galoppieren. Dann ist es immer noch so, dass er vorne wieder so ein kleines bisschen runterfällt und man merkt einfach, dass die Kraft noch nicht reicht, um diese Lektionen in dieser schnellen Abfolge und dann trotzdem noch wirklich aufgerichtet und die Kadenz halten und den Ausdruck halten. Das fällt ihm wirklich noch schwer und wir werden das jetzt in das Wintertraining einbauen, einfach die Ausdauer und die Kraft entwickeln. Das ist jetzt mal Fokus im Wintertraining. Die Lektionen sind dann am Ende gar nicht das Problem, aber er muss durchhalten, diese komplette Prüfung mit diesen Lektionen in dieser schnellen Abfolge. Und wenn wir das, glaube ich, hinkriegen, dass er da genug Kraft dafür hat, dann wird es auch nächstes Jahr, glaube ich, schon ein gutes Stück besser, als es in dieser Saison war. Ist ja eigentlich krass und also Notiz an mich selbst, da würde ich gerne gleich nochmal nachfragen, wenn du sagst, die Kraft ist noch nicht da.
[5:18] Weil, also ich als Laie stolper so ein bisschen drüber, weil bei einem Jungpferd sieht man einen, wenn ich jetzt so heute Morgen auch den Benni gesehen habe am Stall, so ein bisschen schmalbrüstig und so, also da merkt man, der ist noch ein Kind.
[5:33] Aber also die Frage ist so ein bisschen, ist ACDC, müsste der nicht eigentlich aus diesem in Anführungszeichen Kindesalter, ist der doch schon raus? Ich stelle es mal kurz hinten an, weil du hast, also wir haben über die sportliche Leistung gesprochen. Du hast schon gesagt, du warst super zufrieden, gab diese ein, zwei, zweieinhalb Patzer, die auch mit der Kraft zu tun hatten. Du hast nur noch nicht über Zahlen gesprochen. Können wir ja vielleicht auch noch mal kurz machen. Und was die hier beim Feine-Leute-Turnier ja gemacht haben in dieser M-Dressur, ist das, was du eigentlich sehr magst und schätzt, nämlich Stichwort getrenntes Richten. Da hast du auch, also als wir gerade noch mal kurz über die sehr schöne Anlage gegangen sind, hast du noch mal gesagt, wie sehr du das eigentlich auch schätzt. Da gab es keine, also nicht so dieses Gemurmel, die Richter stecken die Köpfe zusammen, auf welche Note einigen wir uns denn, was sagen wir denn zu dem Haflinger,
[6:26] sondern drei getrennte Wertungsrichter, die ihr Votum abgeben. Und da haben dich also zwei immerhin bei 63 und ein Einrichter, eine Richterin bei 61, irgendwas Prozent gesehen. Also über 60 Prozent. Das war auch so eine Marke, als wir gestern so zusammensaßen, da hast du so dieses über 60 Prozent kommen. Das ist irgendwie immer so eine…
[6:50] Irgendwie so eine gefühlte Schwelle, die man gerne überschreiten würde, oder? Habe ich das richtig irgendwie empfunden oder kam es mir nur so vor? Ne, genau. Also das ist immer so das Ziel in diesen Prüfungen, die getrennt gerichtet werden. Da wird ja jede einzelne Lektion bewertet mit einer Note.
[7:07] Jeder Richter, also drei Richter, und jeder Richter bewertet jede Lektion. Und am Ende werden die Punkte zusammengezählt. Und das, also für mein Verständnis ist das sehr viel objektiver, weil das wirklich so ist, man reitet eine Lektion und dann muss der Richter sagen, fünf, sechs oder sieben oder acht, also je nachdem, der muss sofort eine Note geben für diese eine Lektion. Und dann ist das nicht so, dieser Eindruck, der entsteht, wenn man zum Beispiel am Ende der Prüfung vielleicht mal einen Patzer reinhaut oder so, dass sich das dann auf den Eindruck der ganzen Prüfung legt und man sagt, naja, war ja ganz okay, aber die hatte ja da am Ende dies und dies und dann geben wir nur eine 6,4. Also das passiert da nicht und das schätze ich eigentlich sehr, weil ich das empfinde als faireres Richten, als dieses gemeinsame Richten und auch dieses Köpfe zusammenstecken. Also ich würde es so sehen und der andere Richter, der sagt dann, nein, ich würde es aber anders sehen und dann muss man sich immer auf eine Note einigen. Finde ich auch schwierig. Aber das getrennte Richten, ich mag das sehr und ich kann auch dann nachvollziehen im Protokoll. Es gibt auf jede Lektion eine Note und dann kann ich auch mal so sehen, wie sehen die denn so den Haflinger zum Beispiel im starken Trab? Was geben die mir da für eine Note? Wie war das denn? Wie waren die Wechsel? Wie war das Einreiten? Also jedes einzelne wird bewertet und ich kann damit sehr viel mehr anfangen, als mit diesem, wenn da unten im Protokoll noch so ein Schlusssatz steht, sehr korrekte Vorstellung und ich kriege eine 6,8. Damit kann ich nichts anfangen. Also deswegen mag ich das sehr und ich weiß jetzt gar nicht mehr, was wollte ich eigentlich sagen.
[8:37] Wie war die Frage? Die Frage waren die über 60 Prozent. Also das war so dieses persönliche Ziel. Genau, also über 60 Prozent ist immer so die magische Grenze. Ist ja in Noten, also die 62 Prozent wäre, glaube ich, in einer Note. Keine Ahnung, ist immer ein bisschen mehr als diese Wertnote.
[8:56] Aber das ist wie bei der Wertnote, wenn die fünf vorm Komma steht, ist immer doof. Und deswegen ist so immer das Ziel, ich würde gerne mehr als 60 Prozent der Prüfung ordentlich reiten. Also und das haben wir bisher fast immer geschafft. Wir hatten, glaube ich, einmal unter 60 Prozent, ganz am Anfang mal. Aber wenn ich so ein, zwei, drei Prozent über 60 bin, dann bin ich super zufrieden mit AC. Und übersetzt in eine Wertnote, also das wären dann irgendwie, was weiß ich, eine 6,4, 6,5 oder so roundabout oder schwer zu sagen? Ja, man kann das, glaube ich, nicht eins zu eins umrechnen. Nicole hat mir mal gesagt, das ist dann immer so ein bisschen, wenn 62 Prozent ist, immer so ein bisschen mehr. Ja, 6,4, 6,5, keine Ahnung. Also ich weiß nicht, ob man, man kann das nicht eins zu eins umrechnen, aber so in etwa in diesem Dreh bewegt sich das schon. Also Jenny hat heute eine 6,7 erreicht und da, Späßchen, also nein, aber jedenfalls, es ist auch, also wir wollen es auch gar nicht umrechnen, soll man ja auch nicht, es ist diese Prozentangabe und über 60 war das Ziel, über 60 hast du geschafft, alles gut, du fährst heim, du bist schon jetzt nicht Letzter, also von denen, die geritten sind, hast du schon welche hinter dir gelassen und also auch wenn es jetzt witzig klingt, aber es ist ja natürlich auch was dran, Also Ann-Kathrin Lindner muss es auch erst mal übertrumpfen. Also das wollen wir mal festhalten. Und es gab ja, schafft sie vielleicht.
[10:19] Und es gab ja mal, also im Fußball gab es ja mal so ein Spiel, da hat der FC St. Pauli aus Versehen, glaube ich, gegen Bayern München gewonnen. Und da wurden dann so T-Shirts gedruckt, Weltpokalsieger, Besieger. Also wir überlegen uns noch was, wenn da zufälligerweise vielleicht dann doch noch irgendwie Frau Lindner, keine Ahnung, verwirrt ist, verstrahlt, aufgibt, wie auch immer, dann wäre das unsere Chance. Jenny, die Sache mit dem, er hat noch nicht die Kraft. Ist das so, dass AC auch von seinem Alter her noch, sagen wir mal, also mit noch zunehmendem Alter möglicherweise so sein Potenzial nochmal, also dass da noch ein bisschen mehr drin ist und man noch ein bisschen mehr aufbauen kann? Du klingst da ja ganz zuversichtlich. Ich hätte jetzt gesagt, okay, der ist jetzt neun und dann sind eigentlich körperlich doch alle Voraussetzungen eigentlich gegeben, oder? Also mit neun ist ja noch ein junges Dressurpferd. Die erreichen, also so diese richtig guten Dressurpferde erreichen so ihren Höhepunkt so zwischen zwölf und 15 Jahren, wo die dann so richtig in der Blüte ihrer… Schaffens stehen. Also für ein Tressurpferd auf diesem Niveau ist er noch ein junges Pferd. Okay, also dann ist ja auch wichtig zu wissen, das Ende der Reise ist tatsächlich noch lange nicht erreicht und dann, da geht noch was.
[11:47] Jenny, dann, da ist ja so ein bisschen eine Saisonabschlussfolge, also es war zumindest mal der letzte Turnierstart in diesem Jahr. Ja, wenn man so einen Strich unter das Jahr zieht, wir haben ja gestern auch, waren wir noch oben auf dem Berg, bisschen gucken, du hast noch eine Unterrichtsstunde gegeben, wir haben einen Freund getroffen, den wir irgendwie nur ganz selten mal sehen im Jahr und da ist dann ja immer
[12:12] tatsächlich so dann die Frage, wie läuft es denn so? Und da hast du dann auch so ein bisschen erzählt, dass du, dass ihr ein ganz erfolgreiches Jahr hinter euch gebracht habt. Vielleicht können wir auch jetzt in dieser Folge 382 nochmal so ganz kurz, weil wir ja immer so uns von Woche zu Woche hangeln und über viel Aktuelles auch sprechen. Wenn man jetzt mal so am letzten, am Tag des letzten Turnierstarts des Jahres so einen Strich drunter zieht und mal so kurz Revue passieren lässt, was waren denn so die Highlights und wie erfolgreich war es denn?
[12:50] Das Highlight ohne Frage war der M-Sieg mit AC. Und die Highlights waren die M-Tressuren mit einer 7 vorm Komma. Das waren wirklich die Highlights. Das ist uns einige Male wirklich gut gelungen. Aber es waren auch einige Starts dabei, die uns einfach nicht gelungen sind. Wir waren auch schlecht in dieser Saison, aber wir waren auch extrem gut. So gut, wie wir noch nie waren. Und das ist, also das hat mich sehr stolz gemacht, dass man mit dem Haflinger auch auf M-Niveau einfach die Warmblüter hinter sich lassen.
[13:22] Und es ist immer noch so ein bisschen, es ist immer das Pferd dabei, das Tier ist dabei. Man kann, also Elsie ist kein Schleifengarant. Man muss schon ordentlich reiten, dass man da vorne dabei ist. Und wenn ich mich nicht genug konzentriere oder so rumhudle, dann wird es nichts. Also das habe ich immer wieder festgestellt, dass wenn wir so schlecht waren, lag es auch ganz oft an mir, dass ich mich nicht genug vorbereitet habe, ich nicht mental so richtig dabei war, sondern auch manchmal so ein bisschen arrogant vielleicht auch da reingeritten bin. Ach, das ist eine Dressurreiter, das machen wir auf der linken Arschbacke. Nee, machen wir nicht. Also deswegen, Reiten macht ja auch immer sehr demütig und das habe ich dieses Jahr auch wieder gelernt, dass man, dass man einfach, es geht nicht von alleine, man muss alles reiten und man muss dranbleiben und so von alleine einfach mal so, ach, du reitest da rein und hast immer einen Schluck. Nee, das ist auf diesem Niveau nicht mehr so. So in der Artressur mit dem Klecksi und so war das ja, war das ja wirklich immer so. Also jede Artressur, ich glaube, es gab keinen, der nicht platziert war. Aber je höher das wird, umso anspruchsvoller wird das auch. Und man muss wirklich auch sich konzentrieren und es nicht auf die leichte Schulter nehmen. Ich habe diesen Fehler schon das ein oder andere Mal gemacht und bin dann auch direkt dafür bestraft worden.
[14:38] Aber wir haben viele Erfolge gefeiert und AC hat eine super tolle Saison gehabt und ich bin super stolz auf ihn. Jenny, dann lass uns doch, nachdem wir jetzt relativ viel zurückgeblickt haben, vielleicht noch kurz auf ein, zwei Ebenen nach vorne gucken.
[14:56] ACDC, wir haben es gesagt, letztes Turnier des Jahres. Als wir hier hingefahren sind, hast du auch schon gesagt, jetzt mache ich mit dem so nette Sachen, schöne Sachen. Eine Sache steht ja schon in einer Woche an. Stichwort dieser Orientierungsritt in Ifesheim. Wir bekommen Besuch. Also das ist jetzt mit ACDC der Plan, so ein bisschen auch die Zeit genießen und eine gute Zeit haben, so dieses Seele baumeln lassen. Ja, und so ein bisschen mehr Spaß haben und nicht mehr so viel Platztraining, Hallentraining. Also die Kandare, die werde ich jetzt mal wegpacken und die sieht er jetzt erst mal ein paar Monate nicht mehr. Er mag sie nicht und er lässt sich viel, viel besser auf Trense reiten und deswegen werde ich jetzt auch so mal so ein bisschen Spaßprogramm machen mit dem AC und keine Lektionen reiten, sondern wirklich so ein bisschen an der Kraft arbeiten und an der Ausdauer und viel ins Gelände reiten und das ist jetzt so der Plan.
[15:59] Stichwort Orientierungsritt, Stichwort Iffitzheim in der kommenden Woche. Damit ist ja auch verbunden. Wir bekommen Besuch im Schwarzwald. Die nächste Folge, die nächste große Folge, werden wir mit Sicherheit einen Studiogast in Anführungszeichen haben. Zwei Studiogäste signalisierst du gerade, nämlich unsere Lieblings-Europameisterin Nicole Weidner und ihren Gedönsminister Daniel. Das wird, also auch podcasttechnisch freue ich mich drauf. Es gibt was zu erzählen so irgendwie. Und was sind so die Erwartungen, die du damit verbindest? Also podcastmäßig gesehen, aber auch vielleicht reiterlich. Und man will ja auch immer gerne zeigen so.
[16:46] Ja, ich will Nicole natürlich Benni zeigen, gar keine Frage. Da freue ich mich ja schon drauf und bin auch ganz gespannt, was sie zu ihm sagt, wenn sie hat ihn ja noch nicht live gesehen. Und ihre Meinung und ihr Urteil ist mir natürlich auch sehr, sehr wichtig und ich bin ganz gespannt, was sie zu ihm sagt, wenn sie ihn live sieht. Und was natürlich auch ansteht, ist das Galoppieren über die Rennbahn und ich hoffe, dass Nicole sich traut mit Klexi, was ich mich ja nie getraut habe. Über die Rennbahn zu galoppieren mit Klexi. Das habe ich noch nie gefragt. Also, wer von euch beiden, wem von euch beiden du jetzt mehr Mut zuschreibst, sozusagen? Das würde mich ja tatsächlich…
[17:32] Weiß gar nicht, ob ich dich als besonders mutig einordnen würde. Ich würde spontan sagen, eigentlich nein. Also wenn man gerade auch so an dieses ganze Cavaletti-Gedöns und so weiter, also so mit Springen, der Hubert zieht dich ja häufig genug damit auf, dass du eben genau das nicht bist. Mutig, jetzt bist du eine erfahrene Reiterin und du weißt schon auch, was du kannst. Aber würdest du sagen, Nicole ist die Mutigere von euch beiden oder weiß man es nicht so genau? Ja, Nicole ist auf jeden Fall die Mutigere. Also wenn ich nur an Stade 2021 denke, da ist sie die Vielseitigkeit geritten mit dem Haflinger. Und wir sind gemeinsam die Geländestrecke abgegangen. Und dann habe ich zu Nicole gesagt, das würde ich niemals machen. Du könntest mir noch so viel Geld dafür anbieten. Ich würde niemals mit dem Haflinger über diese Geländestrecke reiten. Also Nicole ist eindeutig die Mutigere von uns beiden. Und deswegen hat sie auch den Klecks beim Orientierungsritt und ich den AC. Und zwar auf der Rennbahn in Iffitzheim. Ich werde mich da auf die Haupttribüne schleichen und werde euch anfeuern. Dann Jenny, vielleicht letzte Frage in dieser Von-Unterwegs-Folge. Und die betrifft, und von dem war eben gerade auch schon die Rede.
[18:42] Unser Nesthäkchen, den Benni. Weil, wir haben schon gesagt, letztes Turnier des Jahres mit ACDC, aber der allerletzte Turnierstart deiner Pferde in diesem Jahr, der ist ja dem Benni vorbehalten. Da hast du gesagt, Mitte Oktober startest du nochmal mit ihm und das ist eine Besonderheit, weil du startest außer Konkurrenz. Was sind die Hintergedanken? Ging das so einfach? Ist ja vielleicht auch interessant für Menschen, dieses Stichwort außer Konkurrenz, das zu machen, wenn man nicht unbedingt jetzt diese sportliche Bewertung haben will, aber das Turniererlebnis. Wie ging es? War es unkompliziert? Und was verbindest du auch so an Erwartungen damit? Was sind die Gedanken dahinter?
[19:28] Ja, es war total unkompliziert, wird auch immer öfter gemacht von Reitern mit ihren jungen Pferden, dass sie so ein bisschen Erfahrung sammeln.
[19:36] Darf ich ja mit meiner Leistungsklasse keine A-Tressur mehr reiten und das ist auch gut so und das ist auch richtig so und es wird leider keine Tressurpferdeprüfung angeboten, also diese Jungpferdeprüfung darf man ja mit allen Leistungsklassen reiten und dann habe ich einfach angefragt, der braucht Turniererfahrung, kann ich da einfach mit reiten und ich will ja gar nicht in Konkurrenz mit den anderen Startern reiten, sondern ich will einfach nur, dass der Benni ein bisschen Turniererfahrung kriegt und es ist überhaupt gar kein Problem, man bezahlt sein ganz normales Nenngeld, schreibt dazu, startet außer Konkurrenz und dann ist alles fein. Es bleibt also spannend im Pferdepodcast. Jetzt die wirklich allerletzte Frage ist die folgende. Ich weiß ja, dass ich von meinen Fähigkeiten her auf keinen Fall, also als Turniertrottel, nicht an den Daniel als Gedönsminister ranreiche. Was ich aber gemacht habe, ist, ich habe dir einen Brötchen-Bausatz mitgebracht, bestehend aus einem Brötchen vom Bäcker, deinem Lieblingsbrötchen, einer verpackten Scheiblette und einer Scheibe Aufschnittwurst. Also ich könnte dir das jetzt sozusagen zusammenbasteln. Also magst du das schon oder soll ich mich darum kümmern oder sagst du, drauf geschissen nicht? Ach, drauf geschissen nicht. Jetzt mag ich kein Brötchen. Ich habe gerade so ein süßes Brötchen gegessen und jetzt habe ich gerade gar keinen Hunger. Da will man einmal als Gedönsminister, als Kalif anstelle des Kalifen glänzen, wieder nichts. Aber gut, ja.
[21:03] Nee, jetzt. Ich esse es später. Oder ich nehme es morgen früh mit in die Cavaletti-Stunde, weil nach dem Hubert habe ich immer Hunger. Vorher kann ich nie was essen, weil ich immer Angst habe vor Hubert. Aber danach kann ich dann umso mehr essen. Ganz zu vergessen, ich ziehe mir das jetzt rein. Wir bedanken uns fürs Zuhören. Das war Folge 382 des Pferdepodcasts von unterwegs, obwohl es kein Übernachtungsturnier war, obwohl es kein Europa-Championat und kein Haflinger mehr Tage sonst wie Turnier war, sondern einfach in Anführungszeichen nur der letzte Turnierstart des Jahres von ACDC. Vielen Dank fürs Zuhören. Und wir haben ja in dieser Woche eine Menge vor. Unsere Lieblings-Europameisterin kommt vorbei. Wir haben den Orientierungsritt in Iffesheim. Und unter der Woche machen wir auch wieder eine kleine Folge. Vielen Dank, habt eine pferdige Zeit und bis dann. Tschüss. Tschüss.
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