#384 Aua, Kastration: Tschüss Hormone, hallo Harmonie!

In Folge 384 des Pferdepodcasts geht es hochkarätig zu: Europameisterin Nicole Weidner ist zu Gast – gemeinsam mit ihrem „Gedönsminister“ Daniel. Inmitten von Nebel und Regen im Schwarzwald wurde es ein intensiver Tag im Stall, denn Nicole ist alle drei Pferde von Jenny geritten: AC/DCKlex und Benny.
Und: Der Besuch brachte jede Menge spannende Erkenntnisse, Trainingstipps und emotionale Momente.


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Ein Rendezvous mit Benny – der Jungspund begeistert

Für Nicole war es das erste Treffen mit Benny, Jennys jüngstem Pferd. Der vierjährige Nachwuchs zeigte sich von seiner besten Seite: verschmust, interessiert und voller Bewegungsfreude.
„Ein super sympathisches Pferd mit richtig viel Qualität“, schwärmt Nicole nach dem ersten Ritt. Benny habe schon jetzt eine tolle Rittigkeit und viel Spaß an der Arbeit. Jenny freut sich über das große Lob – schließlich ist der Youngster bislang kaum von anderen geritten worden.


AC/DC unter der Europameisterin

Auch Haflinger AC/DC bekam prominenten Besuch im Sattel – was ihn anfangs sichtlich irritierte.
„Er hat wirklich geguckt, als wollte er sagen: Das ist jetzt ein Scherz, oder?“, lacht Jenny. Doch nach ein paar Runden taut AC auf – und Nicole findet schnell den Draht zu ihm.
„Ich fühle mich auf Haflingern einfach sofort wohl“, sagt sie und lobt seinen tollen Galoppwechsel: „Macht wirklich Spaß!“

Dabei ging es nicht nur ums Reiten, sondern auch ums gemeinsame Lernen. Nicole beobachtet, gibt Tipps und hilft Jenny, kleine, aber entscheidende Details zu verbessern – etwa bei der rechten Hand, die manchmal „eine Sekunde zu spät loslässt“. Solche feinen Hinweise sind Gold wert, wenn man, wie Jenny sagt, „jahrelang in seiner Komfortzone reitet und manche Dinge einfach nicht mehr bemerkt“.


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Feinschliff mit Klex und Krafttraining für AC/DC

Natürlich durfte auch Klex nicht fehlen. Der wird von Nicole liebevoll als „der Gemütliche“ bezeichnet – ein echtes Kompliment.
Beim Training lag der Fokus vor allem auf Kraft und Lastaufnahme im Galopp. Nicole erklärt: „Er muss verstehen, dass ‚zurück‘ nicht gleich ‚durchparieren‘ heißt. Es geht um Kraftaufbau und Balance.“
Ihr Tipp: häufige Wechsel zwischen Schultervor und Travers, zwischen versammeltem Galopp und Mittelgalopp – so entwickelt sich die nötige Kraft für anspruchsvolle Lektionen wie Pirouetten oder sichere Wechsel.

Jenny bestätigt: „Das ist genau unser Thema. Ich merke, wie schwer das ist – aber auch, wie viel besser es wird, wenn jemand mit gutem Auge von außen draufschaut.“


Ein kleiner Blick zu Ariano – und zum „Gedönsminister“

Natürlich darf auch Ariano, Nicoles berühmter Hengst und Europameister, nicht fehlen. Er hat in letzter Zeit für Aufregung gesorgt, nachdem er sich im Stall unglücklich verletzt hat – ausgelöst durch eine Begegnung mit einer neuen Stute in der Nachbarweide.
Zum Glück geht es ihm wieder gut.
Und während Nicole erzählt, sorgt Daniel – liebevoll „Gedönsminister“ genannt – für gute Stimmung im Hintergrund. Denn auch das gehört zum Pferdepodcast: Humor, Herz und echte Stallgeschichten.


Fazit: Reiten ist Teamarbeit

Diese Folge zeigt wieder einmal, wie viel gegenseitiges Vertrauen, Geduld und Beobachtungsgabe im Reitsport stecken.
Jenny bringt es auf den Punkt: „Wenn jemand mit gutem Auge unten steht, sieht man plötzlich Dinge, die man sonst übersieht. Und dann wächst man gemeinsam – Reiter und Pferd.“


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Hier geht’s zum vollständigen Transkript der Folge:

[0:00] Das ist der Hafer- und Bananenblues, das ist das, was jedes Pferd haben muss.

[0:07] Hallo, hier ist der Pferde-Podcast-Folge 384 und es ist eine besondere Folge. Wir sitzen in der Nebel- und Regensuppe des Schwarzwaldes, aber wir haben tollen Besuch heute bei uns. Unsere Lieblings-Europameisterin Nicole Weidner ist da und ihr Gedönsminister Daniel, der so ein bisschen Mikrofonangst hat und der deshalb auch kein Mikrofon hat vor der Nase. Muss man sagen, wir respektieren das. Ich bin ein bisschen zurückhaltend und, wie soll ich sagen, ein bisschen großzügig geworden. Nicole, hallo, herzlich willkommen bei uns in der Sendung. Vielen Dank, dass ich hier sein darf. Hallo Jenny, hallo Chris. Hallo Nicole, hallo Daniel. Der knabbert gerade an den Fingernägeln. Wir wollen so ein bisschen sprechen. Jenny, du bist ja immer mega gespannt, was sagt Nicole, wenn sie deine Pferde so sieht. Die beiden Alteingesessenen, in Anführungszeichen, ACDC und Klecks, kennt Nicole ja schon. Mit Benni war es sozusagen das erste Rendezvous jetzt live. Und es war so, dass Nicole heute alle deine drei Pferde geritten ist. Ist das richtig? Das ist richtig. Und Benni hat, glaube ich, Fremdreiternote 9,0 gekriegt.

[1:24] Wahnsinn. Das ist ja so oft so bei den Jungpferden, da gibt es ja immer Fremdreiter und die Fremdreiter bewerten die Rittigkeit und das Ausgebildetsein des Pferdes. Großes Lob. Ist das so, ja? Okay. Ich kannte diesen Begriff Fremdreiternote, den kannte ich nicht. Aber wir können da vielleicht nochmal… Gibt es auch bei den Kutschpferden, hat uns Katrin Karosse im Interview, glaube ich, auch erzählt, der Fremdfahrertest. Habe ich da nicht aufgepasst, richtig? Vielleicht habe ich es auch irgendwie woanders her. Aber es gibt auch den Fremdfahrertest bei den jungen Kutschpferden. Das war in Moritzburg auch so. Also dann sind wir gespannt auf die Fremdreiternote. Fremdreiternote bei Klexi ist auch sehr spannend.

[2:11] Du willst das alles wissen. Natürlich alle Fremdreiternoten für deine Pferde. Also darüber quatschen wir so ein bisschen. Über den Orientierungsritt in Ifezeim können wir ja noch nichts sagen, weil das findet erst morgen statt. Wenn es nicht ins Wasser fällt. Sollte es nicht ins Wasser fallen, genau so ist es. Wir hatten in der kleinen Folge unter der Woche angesprochen auch das Thema Haflinger Weltrekord in Aachen. Und Jenny hat dich, ich weiß gar nicht, ob zu Recht oder zu Unrecht, Nicole, als die Expertin bei diesem Thema irgendwie hier eingeführt. Also da können wir vielleicht mal, vielleicht weißt du noch ein bisschen mehr über diese. Ist ja noch ein Jahr. Das ist ein, bin ich Experte. Ist noch ein bisschen hin. Wir hatten auch angerissen in der kleinen Folge das Thema, dass du böse Erlebnisse hattest mit deinem Hengst Ariano. Das kann man ja vielleicht mal so ein bisschen, wo du schon mal da bist, haben wir gesagt, sprechen wir kurz mit dir drüber. Ariano ist ein Hengst, hengstig, berühmtes Pferd, Europameister geworden und es gab aber unschöne Erlebnisse im Zusammenhang oder ausgelöst von einer Stute bei dir zu Hause im Stall. Hat sich verletzt auch. Wir wollen auch ein bisschen wissen, geht es ihm wieder gut? Ist wieder alles okay? Er hat zuglückt, ja. Ja? Ja, er hat zuglückt. Okay. Genau, und dann reden wir noch so ein bisschen über dies und das, wo es uns so hinführt alles. Wir gucken mal.

[3:36] Soll ich jetzt was sagen? Der Manni könnte die Hymne spielen. Ja, lass mal den Manni, der tanzt hier schon nackig rum und der will wieder

[3:42] ins Bett. Und dann könnte es losgehen. Ja, lass mal den Manni spielen. Dann könnten wir so ein bisschen mal einsteigen.

[4:09] Nicole, Jenny ist immer so gespannt, was du sagst zu ihren Pferden. Den AC und den Klecksi, mit denen bist du ja quasi schon per Du. Ich erinnere mich an ein Turnier in Altenstadt, als Altenstadt schon nicht mehr Altenstadt hieß. Da hatte Jenny extra den Klecks mitgenommen, um quasi, da war er noch mehr Problembär, als er jetzt ist. Oder kann man das so sagen? Jedenfalls sollte Nicole mal drauf und sollte mal ihre Meinung sagen. Und jetzt an diesem Wochenende hatte ich zumindest so das Gefühl, ein bisschen wichtig, und das hat eine gewisse Bedeutung für dich, was würde wohl Nicole zu dem Benni sagen? Ja, absolut. Das Nesthäkchen der Youngster, von dem du ja auch sagst, okay, der hat, also von dem du sagst, Jenny, der hat viel Qualität und so.

[4:58] Wie fühlt es sich denn so aus deiner Sicht an? Ich war gestern, ich war heute beim Reiten nicht dabei. Gestern hatte ich das Gefühl, ihr habt auf so einer erstmal nicht reiterlichen Ebene, sondern einfach nur, da ist das Pferd, da ist Nicole, da ist Daniel. Also er war sehr schmusig. Er ist irgendwie anschawenzelt gekommen und man hatte das Gefühl, er sucht so die Nähe. Er war total interessiert und heute hast du auch drauf gesessen. Wie war denn so dein Eindruck, mal ganz offen gefragt? Und ich kenne Benni ja auch nur von Videos, von Jennys Erzählungen. Ein super sympathisches Pferd, der total verkuschelt ist. Und ich habe mir heute Morgen an den Stall gefahren und Jenny hatte ihn schon an der Longe. Also das Pferd, der, glaube ich, richtig viel Qualität mitbringt. Man sieht einfach, der hat Spaß daran zu bewegen. Das macht er auch. Ich regiere mich, aber es haben noch nicht viele andere Leute auf ihm gesessen. Keiner außer dir. Keiner. Und die Bereiterin damals, die ihn kurz angeritten hat. Also ich habe mich drauf gesetzt. Ich hatte von Anfang an erstmal ein ganz tolles Gefühl. Das, was man so unter Jenny sieht, fühlt man auch. Der ist noch schmal, der hat noch eine ganz schmale Brust und natürlich noch, wie alt ist er jetzt? Vier, genau. Natürlich noch ein Baby, aber unheimlich rittig. Macht richtig Spaß, also kann ich verstehen, dass Jenny da ein grinsendes Gesicht hat, wenn sie drauf sind.

[6:14] Jetzt hat Jenny erzählt, dass du tatsächlich auf, also dass du alle Pferde geritten bist von ihr. Also wie hat man sich das vorzustellen? Also alle so im Schnellformat oder also? Nee, wir haben erst den Benni gemacht heute Morgen, ganz in Ruhe und dann haben wir gesagt, die anderen beiden.

[6:34] Und haben die zwei geputzt, gesattelt und dann Nicole erst mal auf Klexi und ich AC. Und dann sind wir beide losgeritten auf dem Platz und dann jeder so für sich so ein bisschen. Und dann hat Nicole mir noch so ein kleines bisschen geholfen mit dem schweren Wechsel und das Hinterbein schnell machen und ihn wirklich auf den Arsch setzen und Last aufnehmen. Das, was ja immer so ein bisschen unser Problem auf den Turnieren auch ist, dass ihn die Kraft verlässt und er schwunglos wird, auch im Trab und den Schwung zu halten und das Hinterbein aktiv zu lassen. Und dann halt auch den Wechsel entsprechend korrekt zu reiten und zu springen. Und das ist immer noch ein bisschen unsere Schwierigkeit. Und da hat Nicole mir so ein paar Tipps gegeben. Und wir haben den ein oder anderen guten Wechsel auch hingekriegt. So ein bisschen Galopp-Pirouette angeteast. Und das hat ganz gut geklappt. Und dann haben wir gesagt, komm Pferdetausch. Auf AC hast du das erste Mal gesessen. Also normal kommt mir ja keiner auf den Haflinger. Da hat der AC auch geguckt. Genau. Er hat wirklich gesagt, das ist jetzt ein Scherz, oder? Also er stand erst mal da nach dem Motto, was jetzt? Was will sie von mir? Er ist schon sehr, sehr auf mich eingenordnet. Und das ist für ihn eine ganz komische Situation, wenn da jemand anders drauf sitzt. Das ist erst mal für das Pferd so, das ist was falsch. Merkt man ihm das an? Ja, total. Er hat erst mal da gestanden, hat wirklich blöd aus der Wäsche geguckt. Dann haben wir, ich glaube, so zwei, drei Runden. Genau, also er braucht dann immer so ein bisschen sich.

[7:59] Dann fühlte er sich voll an. Also ich bin halt eben Haftlinger weiter. Also ich kann es nicht anders sagen. Ich bin auf diesem Haftlinger sofort wohl. Toll. Ganz, ganz toll. Also ein bisschen gekrabt, ein bisschen galoppiert. Und dann habe ich das einfach mal versucht mit dem Wechsel. Wie oft haben wir es gemacht? Dreimal? Ja, drei, viermal. Einmal, glaube ich, war es nix. Einmal war es nix. Und die anderen Male war es gut. Toller Wechsel. Also, ja. Toll. Macht wirklich Spaß. Also beide. Alle drei. Klexi auch.

[8:31] Fliegt Klecksi da raus aus der… Nein, Klecksi fliegt nicht raus. Klecksi ist einfach nur gemütlicher. Das ist jetzt aber nett ausgedrückt, ja. Wenn wir mal darüber reden, also das eine ist ja, du sitzt auf den Pferden drauf und beobachtest es so und hast dann so ein Gefühl für die Pferde und wenn ich es richtig verstehe, du guckst natürlich auch drauf, wie reitet Jenny und was macht, also welche Tipps kannst du ihr geben, also im weitesten Sinne, so wie eine Reitlehrerin, also ist natürlich jetzt nicht die Konstellation bei euch, aber du guckst ja schon so mit deinem Blick drauf und, versuchst irgendwie Ratschläge zu geben, was kann Jenny besser machen, also was ist, wo könnte der Hase im Pfeffer liegen, wenn wir jetzt, also dieser Wechsel, wir hatten jetzt.

[9:18] Beim letzten Turnier darüber gesprochen, da sagtest du irgendwie erst nach der dritten Aufforderung hat es geklappt. Das war aber der gute Wechsel. Das war eigentlich der gute Wechsel und dann gab es ja den Wechsel auf der anderen Seite, wo du sagst, du bist da immer so ein bisschen am Kämpfen. Genau, weil er immer so ein bisschen nach ist oder gleich. Also dann springt er hinten mit beiden Hinterbeinen gleich. Die Richter haben es nicht gesehen. Also ich hatte nicht, das waren glaube ich sechs vorm Komma bei dem Wechsel, der nicht funktioniert hat. Da haben die alle geschlafen und Und also worauf ich raus will, ist die Frage, gibt es denn oder also hast du den Fehler gefunden? Blöd gefragt oder hast du, also Fehler ist ja immer jetzt, so einfach ist es nicht. Nein. Ich glaube, Jenny und AC sind schon wie so ein altes Ehepaar ein bisschen. Die haben sich beide miteinander arrangiert. Der eine weiß genau, was der andere macht oder will oder wie auch immer. Und das Erste, was mir auffällt, ist, dass Jenny rechte Hand, was heißt am Kämpfen ist? Kämpfen ist das falsche Wort. Aber sie möchte ihn immer wieder sehr locker machen und hält eigentlich rechts einen Tick zu sehr fest.

[10:24] Das ist immer so eine Sekunde zu viel, wo sie vielleicht nachgeben könnte. Er bietet das an, Jenny bleibt bis aber dann etwas vorsichtig, zu spät mit der Hand, wieder loszulassen, und da macht er sich einfach fest, ich habe mich drauf gesetzt und habe gedacht, das sieht von unten aus, als wäre der unheimlich fest auf der rechten Hand und möchte sich gar nicht nach innen stellen, das war gar nicht so, das ist einfach, weil Jenny da glaube ich diese Erfahrung gemacht hat er hält sich da schon mal fest und hält dann lieber ein bisschen gegen nach dem Motto und immer zu lang und meine Hand macht dann was sie will, Und was den Wechsel angeht, wie lange habe ich jetzt geguckt? 20 Minuten oder was?

[11:01] Ich glaube einfach, dass der hinten etwas zu langsam ist. Der müsste mehr Last aufnehmen. Deswegen war meine Idee, reite den auf den Zirkel, verkleinere den Zirkel, mach das über deine äußeren Hilfen. Sprich reite den so ein bisschen im Travers, hol dir die Hinterhand rein, dass der wirklich hinten die Hanken biegen muss, dass der das Becken abkippen muss und Last aufnehmen muss auf dem inneren Hinterbein. Das hat sie gemacht und er hat zum Teil ganz, ganz tolle Pirouettenansätze gezeigt. Zu Jenny sagt, es reicht, wenn er das zwei Galoppsprünge macht, aus, weiter, weiter reiten und neu ansetzen. Einfach nur diese Kraft hinten immer wieder herstellen und das hat gut geklappt. Und dann ist auch der Wechsel gut. Dann war der Wechsel. Genau, wenn das Hinterbein schnell ist und der da reagiert und ich mit meiner Hand rechtzeitig nachgebe, dann ist auch der Wechsel gut. Und das ist so, das ist ja auch wie Andrea das gesagt hat im Training, Also so Mechanismen, die man zweieinhalb Jahre lang einfach so drin hat und sie falsch macht, die kriegt man nicht so einfach von heute auf morgen raus.

[11:58] Und da muss ich immer wieder an mir auch arbeiten, dass ich wirklich bewusst, okay, rechte Hand loslassen, nachgeben, geh vor oder ist nicht fest. Und dann ist es immer so, ich komme dann so ein bisschen ins Ziehen mit der rechten Hand und dann ziehe ich zu viel. Ja, aber so ein bisschen so, ich halte ihn da innen und ich merke das auch beim Traben, wenn er zum Beispiel, dann macht der Mann Stolperer im Traben und dann merke ich wieder, oh scheiße, zu viel Hand dran, zu viel rechte Hand dran und dann stolpert der auch ganz gerne mal, weil er dann über seine eigenen Füße fällt, weil ich ihn dann so ein bisschen rumziehe. Also das liegt schon an mir und das ist wirklich so lange Jahre irgendwie so unkorrigiert geblieben. Kein Trainer hat mir mal gesagt, also ich bin ja viel Training geritten und Andrea war die Erste, die dann auch mal gesagt hat, jetzt lass doch innen mal los, du musst ihn doch am äußeren Zügel in die Wendung reiten und nicht am inneren Zügel. Und du hast es heute ja auch gesagt. Aber ganz lange hat keiner mal gesagt, ja, du musst da innen mal, lass doch mal los, innen. Und dann habe ich das halt wirklich so auch so jahrelang einfach so gemacht und ich merke es auch an meinen anderen Pferden, dass ich immer mit der rechten Hand so viel dran bin.

[13:05] Also hat es dir schon was gebracht, die Sache mit Nicole heute. Ja klar, also man macht es dann wieder ganz bewusst und verfällt nicht so in diesen Automatismus, was man schon immer falsch gemacht hat. Ich glaube, das ist immer so. Also wenn man irgendwo zu zweit ist und sich da gegenseitig korrigiert, das bringt einem jedes Mal was. Auf jeden Fall. Das geht mir auch so, wenn ich jetzt reite und Jenny sagt da irgendwas. Man denkt anders drüber nach, als wenn man eben für sich reitet. Man ist ja für sich in seiner eigenen Komfortzone. Und wenn ich mit der rechten Hand eben immer wieder die Stellung halte und gebe nicht nach, weil es ja jetzt so schön gestellt ist, dann ändere ich das vielleicht auch nicht, wenn mir dieser Gedanke nicht gerade in den Kopf kommt, ohne dass man mich darauf hinweist. Und Nicole hat schon Dinge gesagt, die du schon mal gehört hast. Das halten wir schon auch fest. Ja, ich glaube, keiner von uns erfindet das Rad neu, aber das ist, wie Nicole sagt, wenn man so vor sich in seiner Komfortzone alleine vor sich hin reitet, dann ignoriert man auch manche Dinge einfach oder bemerkt sie gar nicht. Und wenn unten jemand steht und sagt, oh halt, jetzt bist du aber gerade ein bisschen viel und dann merkt man es und dann reitet man auch ganz bewusst. Und das ist jetzt nicht irgendwie, einer weiß es besser als der andere, sondern das ist wirklich, wenn unten jemand steht, der ein gutes Auge hat, der auch viele Dinge sieht. Das ist ja manchmal auch so, dass ein Trainer nicht unbedingt ein gutes Auge hat, aber dafür muss man kein Trainer sein, um ein gutes Auge zu haben, um zu sehen, was der Reiter da oben gerade falsch macht.

[14:27] Und es selber besser zu machen, das ist nochmal eine andere Sache. Aber zu sehen, was falsch ist, finde ich enorm wichtig. Und da muss keiner einen Trainerschein haben dafür oder nicht. Also das ist für mich nicht zwingend notwendig. Letzte Frage zu dem Thema ACDC. Wir hatten es nach deinem Turnierstart beim Feine-Leute-Turnier davon von dem Stichwort die Kraft ausgelöst. Die, obwohl er ja schon neun Jahre alt ist, dass er da noch was draufpacken kann und so und dass ihm die Kraft auch manchmal fehlt, wenn es in so einem 60er-Viereck so über die langen Distanzen geht und so weiter. Jetzt kriege ich ja immer dann schon doch so gespitzte Ohren, wenn es dann heißt, er zeigt so gute Ansätze auch für Pirouetten, was ja, glaube ich, eine sehr kraftraubende Geschichte ist auch. Wie würdest du das denn so beurteilen mit dem Thema Kraft und Kondition und so? Also kennst du dieses Problem, weil ich sage mal so, Ariano, der ist natürlich jetzt wirklich ein alter Hase und das ist ja echt so ein Kraftpaket, kann man sagen.

[15:33] Deshalb hast du vielleicht so ein Gefühl dafür, ich sage jetzt mal so für den Weg, der noch zu gehen ist oder wie es sich auch anfühlt mit einem Pferd, dass dieses Kraftproblem jetzt nicht unbedingt hat, wie dein Ariano oder nicht mehr. Da muss ich erstmal sagen, ich habe mich tatsächlich getäuscht. Ich habe Jenny jetzt gesehen auf dem AC und habe gesagt, galoppier den, setz den aufs Hinterbein, dass der wirklich richtig vom Boden abfußt. Der muss nicht vorwärts, der muss erstmal richtig nach oben springen.

[15:59] Das sah toll aus wenn man unten steht und das sieht wirklich dieser Pirouettengalopp dass man sagt, man möchte in eine Pirouette reinreiten macht diesen Galopp klein, hält den ganz auf dem Hinterbein und dann habe ich selber drauf gesessen und habe diesen in Anführungsstrichen Pirouettengalopp, den ich bei Jenny noch gefeiert habe, gefühlt und habe gedacht, nee, der kommt aber so ein bisschen hinter mich, der zieht nicht.

[16:21] Es fühlt sich ganz anders an als es aussieht, es sieht von unten aus als würde der sich unheimlich setzen und dann kommt aber nichts mehr. Du kommst nicht mehr raus aus der Nummer. Mir ist er auch ein, zweimal dann wirklich ausgegangen, dass er aus dem Galopp, zack, im Schritt war. Ich habe gesagt, okay. Ich habe gesagt, ich würde es so machen. Kommt immer aufs Pferd drauf an. Bei mir hat es funktioniert beim AC, weil er mich einfach nicht kennt, nehme ich an. Ich habe die Gerte genommen und tippe ihn dann wirklich oben auf der Gruppe an. Wirklich am Schweifansatz und bitte ihn, dass er da hinten sich so ein bisschen mehr in die Hocke begibt, sagen wir es mal so. Dass er einfach sein Becken absenkt und hinten kleiner wird. Bei der Jenny sagt er dann schon mal, die kennt er, da hebt er den Hintern und macht genau das Gegenteil. Bei mir war er jetzt sowieso, glaube ich, etwas verwundert, wer da drauf sitzt. Merkt man das wirklich, ja? Ja, das hast du ganz extrem gemerkt. Das hat aber so geklappt. Also ich konnte wirklich merken, dass er sich auf einmal aus dem Widerriss anhebt und im Becken senkt. Und das ist es, was Jenny hinkriegen muss. Und das kann sie nicht Runde für Runde halten. Da würde es Sinn machen, wirklich den Zirkel zu verkleinern. Ich habe gesagt, ich würde mit ihm üben. immer wieder dieser Wechsel zwischen Schultervor und Travers im Galopp auf dem Zirkel und den Zirkel dann Traversartig verkleinern, wieder rausreiten, größer machen und dabei nach vorne reiten. Dass du immer diesen Wechsel hast zwischen Vor und Zurück. Gar nicht dieses einheitliche Galopptempo, nicht immer stundenlang in einer Tour im versammelten Tempo daher galoppieren, sondern diesen Wechsel reinbringen. Von ganz gesetzt zu wirklich rein in den Mittelgalopp und wieder aufnehmen.

[17:49] Und da kriegst du die Kraft mit. Und genau das ist das Problem, dieses von dem gesetzten Galopp in den Mittelgalopp. Und da verliere ich ihn vor mir, da zieht er nicht mehr, da zündet er nicht. Und das ist, glaube ich, einfach auch eine Kraftsache, wo er einfach mehr Kraft haben muss, um dann auch diesen Schub zu entwickeln, nach vorne zu galoppieren. Und das ist manchmal noch so, wie du sagst, also da geht er einfach aus. Ja, ich glaube, er muss es verstehen. Ich glaube, bei ihm im Kopf ist es dann dieses zurück, zurück, zurück, wir parieren durch. So hatte ich das Gefühl, dass er jetzt denkt, wir reiten wie in einer ältere Suhr einen einfachen Wechsel oder was. Und das ist ja gar nicht, was ich möchte. Ich möchte zurück, ich möchte diesen Zurückgalopp haben. Ich will daraus aber wieder ins Vorwärts kommen. Und da war er, glaube ich, wirklich etwas irritiert. Und das würde ich mit dem üben, immer wieder. Genau, das ist aber auch so meine Komfortzone. Ich übe das dann immer und merke, wie schwer das ist. Und es ist so schön, wenn er dann zurückkommt. Genau, und dann reite ich halt Schritt. Wenn er das schon so anbietet, mache ich mal einen schönen, einfachen Wechsel. Dann hat er sich durchgemogelt, erfolgreich bei dir, oder? So muss alles klar. Und das ist das Problem, wenn man so alleine vor sich hin reitet, dass man sich in seiner Komfortzone bewegt und da nicht rausgeht. Und von außen jemanden zu haben, der sagt, na, du machst das jetzt aber noch. Ich drehe doch weiter.

[19:03] Ja, aber von der Sache her, der dann schon sozusagen insistiert und dich dazu animiert, das dann zu machen. Und die Lösung ist, üben, üben, üben und auch ein Stück weit Geduld haben, weil die Kraft muss ja, also ich meine, das kommt vielleicht auch nicht von heute auf morgen. Nein, gewiss nicht. Woher auch? Und für, habe ich auch schon gesagt, neunjährig ist er ja noch jung. Auf jeden Fall.

[19:27] Sollen wir mal den Themenwechsel? Jetzt kommt Daniel dran, sonst schläft er uns ein.

[19:32] Der Herr Gedönsminister. Also, wir haben ja den Themenwechselknopf, da macht ja Jenny so ein Geräusch. Jetzt hast du keinen Kopfhörer auf Daniel. Das ist ja dieses, hat Jenny gemacht. Also es gäbe ein Themenwechsel-Signal, was man im Schwarzwald machen könnte, wenn man so sagt, ah ja, macht halt mal, weißt du, so, mir wurscht, macht mal. Das sind die zwei Worte aller gut. Aller gut. Aller gut, weißt du? Also der Themenwechsel-Knopf wäre, also wenn man jetzt sagt, komm, wir reden jetzt mal über, wo wollen wir reden? Über das Gedöns.

[20:07] Wir wechseln das Thema hin zu Ariano und wie es ihm aktuell geht. Und wenn ich jetzt den Themenwechselknopf drücke, Daniel, dein Einsatz, aller gut. Ariano, das war ja, wir haben gestern noch kurz drüber gesprochen, Nicole, so richtig eine sehr unschöne Erfahrung für dich, also im Stall. Ja, ja.

[20:31] Ariano steht neben einem Wallach, wenn ich es richtig verstanden habe. Der ist also quasi in einem Nachbar-Paddock-Stall zu Hause und die haben sich zehn Jahre lang gut verstanden und es ist nichts passiert. Was wir gut verstanden haben, weiß ich nicht. Es ist nichts passiert. Es ist nichts passiert. Es ist nichts passiert. Und das ist jetzt anders geworden. Also dein Hengst Ariano ist durch Stromzäune gestiegen. Gepanzert. Der ist durchgepanzert. Der Nixon-Vibes in Nordrhein-Westfalen. Leider, ja. Was ist da schiefgelaufen? Ach, was ist schiefgelaufen? Man sagt immer, je oller, je doller. Oder wie war das? Also Ariano wird jetzt 18 Jahre und er ist immer schon Hengst gewesen und hengstig gewesen. Also er wusste schon ganz genau, was los ist. Aber er hat immer großen Respekt vor dem Stromzaun gehabt. Und wir haben auch wirklich einen relativ hohen Zaun und mit ordentlich Strom drauf zur Nachbarwiese hin. Man muss wissen, also Ariano steht bei meinem Nachbarn direkt nebenan. Und es gibt dort insgesamt elf Pferde. und Ariano hat eine eigene Wiese und auf der Nachbarwiese befinden sich drei, vier Stuten, vier Stuten und ein Wallach.

[21:48] Wiese weiter drunter ist dann die Nuki mit ihrer Herde, aber auf der direkten Nachbarwiese diese drei Stuten, jetzt sind es vier und ein Wallach. Das ist zehn Jahre problemlos gegangen. Wir haben also einen Zwischenzaun dazwischen gemacht, das sind zwei Meter Abstand, die kamen nicht aneinander und wenn die Stuten mal rossig waren, Dann ist Ari am Zaun entlang gedackelt wie so ein Gockel und hat ein bisschen angegeben. Und dann war aber das Gras immer wichtiger. Das war immer so. Und das kannten wir auch so.

[22:17] Ja, es ist ein neues Pferd in den Stall gekommen. Mein Nachbar, die hat für die Mädels ein Springpferd gekauft, eine Stute, die er, glaube ich, ganz interessant findet. Und diese Stute findet auch ihn interessant im Gegensatz zu den anderen Pferden und hat dann schon mal den Hals lang gemacht über den Zaun und hat wohl auch an Ari geschnüffelt und er auch an ihr und das war immer anscheinend interessant. Ich wusste es nicht, es ist erst im Nachhinein rausgekommen. Ja, und daraufhin hat er angefangen, sich für diese Nachbarstuten zu interessieren. Und aufgefallen ist es mir, dass er die letzten Wochen vermehrt mit dem Wallach, der eben auch in der Box neben ihm steht, umgezankt hat. Wenn die beiden in der Box sind, dann gehen die immer an diese Gitter, die dazwischen sind. Und giften sich dann. Und giften sich an und jeder erklärt, dass er eigentlich hier der Geilere ist. Das passiert jedes Mal.

[23:06] Und das war aber jetzt wirklich vermehrt zu beobachten. Und dann sagte auch meine Nachbarin schon, ja auch keine Ahnung, im Moment haben die beiden es so miteinander. Ja und dann kam eben der Tag, dass der Wallach wohl böse geguckt hat oder wie auch immer. Also es hat da keiner mitbekommen. Ariano ist irgendwo durch den Zaun durch und hat diese ganze Herde gejagt. Und zwar die Stuten plus den Wallach. Und interessanter war eigentlich der Wallach. Die Stuten, ja, okay. Okay, also erst mal den männlichen Konkurrenten sozusagen attackieren. Und den hat er auch leider richtig attackiert. Also das war nicht ein bisschen, der hat ihn schon wirklich böse zerbissen. Das sah schon erschreckend aus.

[23:44] Und er hat sich selber verletzt dabei auch, ne? Nein, das bei dem ersten Mal tatsächlich noch nicht. Er war gerade wieder kuriert, muss man sagen. Er hatte wieder mit dem Fesselträger das Problem gehabt seit April. Und wir sind jetzt wieder wirklich richtig im Training gewesen. Er war fit, er lief toll. Und da ist auch alles gut gegangen. So, und das war an einem Mittwoch. Und wir haben sie dann erst mal getrennt rausgetan, die Pferde. Dann sind Daniel und ich hergegangen und haben noch eine dritte Litze gezogen am Zaun. Haben den ganzen Zaun freigeschnitten, weil wir uns jetzt nicht sicher waren. Vielleicht war da ja auch nicht richtig Strom drauf. Man weiß es nicht. Es war eben keiner dabei. Ja, und trotz dritter Litze und wirklich getestetem Strom, wir haben also es mit allem getestet, es war richtig Saft drauf, tatsächlich 6000 Volt Strom, das ist dieser Hausstrom, der da durchfließt, das ist schon ordentlich was. Ist es wohl am Sonntag wieder passiert. Mein Nachbar wollte die Pferde reinholen, hat die Stuten hochgeholt, die kommen hoch an den Zaun gerannt und er wollte zuerst Ari reinholen. Der Wallach kommt mit den Stuten hoch und ist wohl frecherweise, hat er böse in Richtung Ari geguckt mit angelegten Ohren. Ari hat da keine Gefangenen gemacht. Der hat Anlauf genommen und ist einfach durch diesen Zaun gepanzert auf den Wallach drauf und muss den richtig, richtig gejagt haben.

[24:59] Und ja, dabei hat er sich eben leider auch selber nochmal verletzt. Ich habe jetzt gedacht, es ist wieder der Fesselträger. Er war wirklich stocklarm. Ich habe der Jenny das Video geschickt. Also ich habe gedacht, das war es. Aber tatsächlich haben wir Glück im Unglück gehabt. Es ist eine Arthrose im Kronengelenk, die eben durch dieses abrupte Stoppen und so weiter ausgelöst wurde. Was heißt ausgelöst? Eine Arthrose ist da, aber dadurch hat sich das einfach dermaßen verschlimmert, dass er jetzt so lahm war. Er ist behandelt worden, der Wallach hat zum Glück auch nicht wirklich was abbekommen, das sind oberflächliche Bisswunden, nicht schön. Sieht schlimm aus natürlich. Das ist auch mittlerweile zum Glück abgeheilt und ich muss sagen, ich habe da auch einen sehr kulanten Nachbarn und Stallbetreiber, der natürlich gesagt hat, das kann passieren, es ist zehn Jahre gut gegangen, das kann passieren, aber das ist schon kein schönes Gefühl. Im Moment haben wir die Pferde getrennt draußen. Ari geht dann eben auf die Wiese, wenn die anderen drin sind und umgekehrt. Also nochmal werden wir das nicht vorkommen lassen. Und die einzige Möglichkeit, die ich jetzt habe und es ist mir schwer gefallen, es ist auch Daniel schwer gefallen, das muss man sagen, ihn jetzt kastrieren zu lassen mit 18 Jahren, das geht nur in Vollnarkose. Das macht keiner mehr. Dafür sind einfach die Hoden zu groß nach 18 Jahren und da ist meine Angst auch zu groß. Aber es gibt da noch andere Möglichkeiten einer chemischen Kastration, so nennt sich das. Sehr gut zu, Schätzchen.

[26:26] Geiler Folgentitel, mit 18 sind die Hoden zu groß.

[26:31] Naja, und das ist eben das, was wir tatsächlich jetzt gemacht haben, weil so wird es einfach nicht mehr funktionieren. Ich möchte Ari in keinen anderen Stall stellen. Wir wohnen direkt nebenan, wir sind da sehr, sehr glücklich. Ari ist da seit zehn Jahren glücklich, er hat seine Wiese, er ist immer draußen und wenn ich ihn jetzt in irgendeinen Pensionsstall stelle, ist es da nicht anders. Auch da ist er der Hengst und wenn man die Stuten dran schnüffeln lässt, wird er auch verrückt werden und auf die Wiese wird er nur können, wenn keine anderen Pferde da sind und das möchte ich einfach nicht. Also wir haben immer wieder mal drüber gesprochen, jetzt nicht so häufig Jenny, bei uns im Podcast über dieses Thema Hengste, schwierig, wir hatten es auch in dem Zusammenhang schon lange vorbei, aber ACDC war ja logischerweise auch irgendwann mal Hengst, ist gekürt worden und so weiter und also, Man lernt, ja, was lernt man daraus? Das Thema darf man quasi nie unterschätzen, ist mal so das Erste.

[27:26] Vor allem, also die Stutenbesitzer sollten ein bisschen sensibler werden im Umgang mit ihren Stuten und wenn ein Hengst in der Nähe ist. Also das beklage ich ganz oft und das beobachte ich auch ganz oft, dass die so manchmal so arglos sind. Och, aber die mögen sich ja und komm, wir lassen mal schnuffeln. Nein, bitte nicht machen, weil diese Aufnahme der Duftstoffe für einen Hengst heißt natürlich auch, meine, die will ich haben und dann geraten die Hormone in Wallung und dann drehen diese Hengste halt auch dann irgendwann mal am Rad, weil einfach, das ist ja Instinkt, die machen das ja nicht aus Bösartigkeit, sondern die folgen ihren Instinkten. Und so lange, also auch Hengste, die im Natursprung decken, sind natürlich ganz anders drauf als Hengste, die nur auf so ein Phantom hüpfen und niemals eine Stute bestiegen haben. Also die sind in der Regel schon ganz gut händelbar. Und wenn man wirklich dann als Stutenbesitzer da an so einer Hengstbox vorbeigeht und lässt die schnuffeln, dann tut man niemandem einen Gefallen damit. Im Gegenteil.

[28:27] Und das ist so das, was ich so ein bisschen wirklich auch beklage, dass die manchmal halt echt so arglos sind und gedankenlos. Und hier schaltet doch euer Hirn ein, das könnt ihr nicht machen. Auch das hat ja bei Ari eine Rolle gespielt und so. Da gehe ich von aus. Sonst wäre es ja zehn Jahre, war es kein Thema, nie. Genau. Also sowas kann was auslösen, Auch wenn man irgendwie denkt, ach ja, alles gut und alle haben sich abgefunden mit der Situation. Also das nimmt man tatsächlich so mit und was man finde ich auch mitnimmt und das ist ja wirklich in dem Fall keine Selbstverständlichkeit, dass der Besitzer des gejagten Wallachs, der ja eigentlich so ein bisschen, also wie soll ich sagen, der kann ja fast am wenigsten dafür, der steht da mit seinen Stuten auf der Wiese. Also dass der Besitzer das dann doch mit so einer gewissen, also mit sehr viel Verständnis aufnimmt, ist glaube ich jetzt auch nicht selbstverständlich. Weil häufig geraten Pferdeleute über sowas, über das, was ihre Pferde machen.

[29:25] Dann auch, also geraten häufig ja auch dann so die Menschen in Streit. Also das gibt es ja nur nicht gerade selten. Das haben wir zum Glück nicht. Also wie gesagt, wir kennen uns schon sehr, sehr lange. Es ist mein Nachbar. Wir haben da eine tolle Stallgemeinschaft. Das ist alles wunderbar. Und nein, also da muss ich auch sagen, hat er toll reagiert. Ich weiß nicht, ob ich da so gelassen gewesen wäre, aber man sieht sein eigenes Pferd. Ja, das sah wirklich nicht schön aus, wie der Wallach aussah, aber… Ja, ich denke, das ist jetzt einfach die Sache, die man machen kann. Ich kann das machen, was eben möglich ist. Das ist das, was wir mit Ari jetzt machen. Klar habe ich da auch ein bisschen Angst. Er ist 18 Jahre Hengst und wird er jetzt vielleicht ein langweiliger, dicker Wallach? Ich weiß es nicht, aber ich hoffe nicht, dass es ihm so wird. Ja, stimmt. Man sagt ja schon, dass die Wallacher auch wesentlich verändern kann. Und auch aussehende. Und auch aussehende. Also ich weiß nicht, ob der jetzt, wer weiß, wie zunehmen wird, aber für mich ist wichtig, dass er eben dieses Leben behält, was er hat. Ich möchte ihn nicht wegsperren, ich möchte nicht, dass Ari ein reines Sportpferd ist, sondern der soll ein schönes Leben haben. Dann müssen wir eben gucken, was wir diättechnisch hinkriegen, wenn er dick wird. Oder der bleibt halt dick, ich weiß es nicht.

[30:39] Aber anders wäre es halt nicht gegangen. Wir haben überlegt, wirklich noch den Zaun mit Holz zu verstärken und was nicht allem. Aber die Gefahr, wenn er dann doch da durchgeht und es ist ein Lattenzaun und er rennt durch diese Holzlatten. Ist ja auch wieder Verletzungsgefahr. Ja, und dann ramt sich die selber irgendwo in die Brust. Erstmal möchte ich das für ihn nicht und ich möchte es auch tatsächlich nicht für die anderen Pferde riskieren, dass das noch ein drittes Mal passiert. Und das erste Mal war schon einmal zu viel. Und er hat es eben durch das zweite Mal gezeigt, dass ihn auch nicht eine dritte Stromlitze aufhält und all diese Dinge. Und ich glaube, wenn die einmal im Kopf haben, gerade diese Hengste, das ist ein kurzer Schmerz, durch den Zaun zu gehen. Aber dann ist der Weg frei. Aber dann ist alles frei.

[31:21] Das ist da im Kopf drin. Das bleibt auch hängen. Kleiner Exkurs, Jenny, hat jetzt nicht unbedingt was mit dem Thema Hengst zu tun. Jetzt bin ich ja mal gespannt. Und ACDC, Wallach, euer Ritt auf den Berg, da war ja auch die Stute dabei und da hast du auch gesagt, wir halten die mal, wenn die danach dann auf der Wiese stehen, mal schön auseinander. Da spielte, glaube ich, nicht nur die Tatsache Wallach und Stute eine Rolle, sondern auch die Tatsache, die Stute war hinten beschlagen und die Gefahr, wenn sich Pferde da ins Gehege geraten, wo das eine Pferd beschlagen ist, wenn Pferde. Da, sagen wir mal, Treffer gelandet werden mit den Eisen an blöden Stellen, dann kann es sehr blöd werden und zwar sehr schnell. Ja, das kann auch ohne Eisen blöd werden, aber mit Eisen ist natürlich die Gefahr, dass da was aufgeschlitzt wird, viel, viel größer. Also weil das, und da muss noch nicht mal irgendwie sein, dass die Jungs sich um das Weib streiten, sondern das Weib ist ein bisschen zickig. Ey, sie geht da hin und denkt, kann ich mal riefen? Und sie sagt, nö, auf gar keinen Fall. Und dann schon ist die Fresse dick. Also deswegen haben wir das nicht gemacht. Oder das Bein durch. Ja, alles schon da gewesen. Ein Tritt, wenn der blöd kommt, dann ist es vorbei.

[32:39] Man kann es ja, die hier im Schwarzwald würden sagen, das hebst nicht. Aber ich kann ja ein bisschen vorausschauend denken und sagen, alles klar, dieses Risiko gehe ich auf gar keinen Fall ein. Lieber fahre ich mein Pony jetzt nach Hause. Da ist es sicher. Da weiß ich, dass keiner tritt. Oder man trennt es ab. Oder man trennt es ab, genau. Wo wir ja schon bei Schwarzwald-Sprüchen sind, des Hebschnett. Sollen wir den Daniel nochmal hier Themen wechseln? Aller gut.

[33:08] Haben wir noch ein Thema? Du hast schon signalisiert, dass du gar nicht so, also doch nicht so die Riesenexpertin bist, was diesen Haflinger Weltrekord in Aachen angeht. Aber ihr habt schon ein Zimmer gebucht. Also vielleicht weißt du doch noch ein bisschen mehr, als Jenny das wusste. Es war von 130, 132 Friesen oder so die Rede, die da eine Riesenquadille Drillje mal gemacht haben und jetzt sollen die Haflinger in Aachen da das übertrumpfen. Es waren erst die Haflinger, es gab ja erst die Haflinger, der Weltrekord wurde von den Haflingern gehalten, dann haben die Friesen es geschafft, das zu toppen und das ist jetzt der zweite Versuch, beziehungsweise der erste Versuch, den Weltrekord wieder an die Haflinger zurückzuholen. Das wollen die Haflinger Leute nicht auf sich sitzen lassen. So sieht’s aus. Ich verstehe. Und das ist wohl schon mehrere Jahre geplant gewesen, aber es gab nie die Location und… Aachen ist ja jetzt noch nicht so die schlechteste Location. Das ist absolut nicht die Schlechtung, das ist schon toll. Und es gab aber damals wohl jemanden, aber jetzt frag mich nicht, ich bin eben kein Experte. Dieser Mann ist wohl gestorben vor einem Jahr oder vor zwei Jahren, der das damals mit auf die Reihe gebracht hat und der auch jetzt gerne wieder dabei sein wollte und das hat leider nicht mehr geklappt. Er ist verstorben, ich habe es auch nur bei Social Media gelesen. Da gibt es tatsächlich andere Experten, die es wissen.

[34:27] Und jetzt ist es, wie gesagt, für den 17. August nächsten Jahres geplant. Also es gibt den Termin. Es gibt den Termin. Es gibt ein Hotelzimmer. Ein Hotelzimmer. Bei uns schon ein Hotelzimmer, von dem Daniel noch nicht weiß. Aber bei uns gibt es das schon. Also zwei der 130, die da gebraucht werden, sind schon mal sicher. Sie sind schon mal sicher.

[34:47] Vielleicht kann man schon mal nach Berlin schicken. Also bitte Urlaub. Absolut. Für den neuen Berliner. Ja, darum gebeten wurde ab Samstag, dass man da nochmal probt und Montag ist dann dieser Weltrekordversuch. Aber warum soll es ein Versuch sein? Das wird schon klappen, denke ich. Ja, ich habe auch gelesen, vorab gibt es die Choreografie, die soll man da zu Hause alleine sich verinnerlichen und dann wird Samstag, Sonntag da wohl geübt. Ich weiß gar nicht, ob das so ist, dass man zu Fuß übt. Ich weiß, ich bin in Meura damals mit Ari mitgeritten bei den, Daniel, wie nannte sich das?

[35:21] Ach, Gestütstagen, ich glaube, so nannte sich das. Das ist immer einmal im Jahr und die machen auch so eine ganz große Hafflinger-Quadrille. Aber da waren es auch um die 24 Haftlinger, die auch von überall her kamen zum Teil, also nicht nur aus dem Gestüt. Wir waren ja jetzt auch als Gäste da und waren Teil des Ganzen. Und da ist man tatsächlich das Ganze zu Fuß mehrfach gegangen, um zu wissen, wo man langweilig ist. Ja, natürlich. Wir haben zu Fuß geübt auf dem großen Paradeplatz.

[35:49] Damals unter der Herrschaft von, ich glaube Karin hieß sie, ne? Karin, ja. Das war eine strenge Reitlehrerin und da durfte auch keiner aus der Reihe tanzen. Da wurde wirklich in Reihe und Glied diese Quadrille abgegangen. Und das war toll. Das hat funktioniert. Der hessische Haflingezucht- und Sportverein hat ja auch eine Showgruppe mit den Haflingern und die treten ja auch jedes Jahr in der Festhalle auf und machen auch andere diverse Shows. Ich mache jetzt mal ein bisschen Werbung für den hessischen Haflingerverein. Die treten auch bei anderen Shows auf, so beim Friedberger Herbstmarkt und solche und die können gebucht werden. Ja, und wenn die da jetzt dann aber auch in Aachen noch mit… Genau, das wäre natürlich schon gut, wenn die da auch dabei wären, weil die sind ja auch geübte Quartillenreiter. Und sogenannte halbe Miete fast, ne? Genau, also obwohl da ist schon so der ein oder andere, hat man dann schon so gesehen, da haben die Haflinger so Reiter-Weitwurf gemacht in der Festhalle. Da ist immer mal wieder einer runtergepurzelt. Das sieht man dann so in der Quartille, bup, verloren, hoch. Peter Schreier hat bestimmt gesagt, Teil der Show, fertig. Genau, das ist ein Nussgeräusch. Das soll so sein und dann nicht. Nein, aber ich würde ja da auch immer gerne mal mitreiten, aber für mich ist es natürlich ein erheblicher Aufwand, zweieinhalb Stunden oder drei Stunden mit dem Hänger zum Training zu fahren und dann wieder zurück, ist natürlich für AC schon eine Hausnummer, obwohl ich dieses Jahr echt überlege.

[37:06] Ob ich mal mitreiten sollte. Mal gucken. Also ich bin ja in der Gruppe, wenn das Training anfängt. Bei den Altenstädtern, Festhalle und so. Haben die denn auch nicht angefangen mit dem Training? Ich glaube noch nicht. Jetzt irgendwann ist, glaube ich, das erste Training. Oh, man möge mich bestrafen, wenn ich das verpasst habe.

[37:22] Die Rheinländer haben ja auch so ein Messeteam gestellt. Aber das ist ja schon im November, die Messer. Ich glaube, die haben noch nicht angefangen. Ich meine immer, die haben so drei oder vier Trainings vorher. Also ich glaube, man ist noch just in time. Man könnte da noch Teil des Ganzen nehmen. Ja, das ist doch toll. Ja, schon eine tolle Kulisse. Ich weiß. Mit AC würde ich mich da auf jeden Fall reintrauen. Mit Nixon war das ja nie eine Option, weil der dann never ever reingegangen wäre. Aber AC, glaube ich, mit den anderen Haflingern würde der sich sicher fühlen, der würde das machen. Apropos tolle Kulisse. Bist du schon mal bei so einer Galopprennbahn geheizt? Nein. Nein? Nein. Bei strömendem Regen? Bei strömendem Regen. Allerdings muss ich sagen, bin ich heute nicht sicher, ob man mir nicht etwas länger Zeit einplanen müsste mit Klexi. Klexi war nicht ganz so flott heute. Ah, der kommt schon auf Touren. Meinst du? Ja, ja. Wenn es jemand schafft, dann du. Genau. Wir werden das nachreichen. Ja, ansonsten brauche ich halt eine Verlängerung. Irgendwann werde ich ins Ziel kommen. Ach, der wird auf jeden Fall langsamer sein als AC. Auf keinen Fall. Nein. Das wird er schon hinkriegen. Also ich denke mal vor allen Dingen, also das ist so oder so, Egal jetzt mit wie viel Speed der Klecks da unterwegs sein wird, so die Kulisse stelle ich mir vor. Also du kennst es ja schon, auch in etwas gemütlicherem Tempo, Jenny. Aber also da so über diese Galopp-Rennbahn. Wie gemütlicheres Tempo. Wir haben alles gegeben. Ja, alles gegeben. Wir sind zwischendurch noch eine Galopp-Pirouette geritten, deshalb hat es ein bisschen länger gedauert. Ja, genau.

[38:51] Also das ist aber schon, also ich glaube, das wird ein Erlebnis werden. Auch für Nicole, die ja schon viel gesehen hat in ihrem Heiterleben. Aber das ist schon gigantisch. Das ist schon cool. Da über die Rennbahn und dann ist es in ganz großen Lettern wie bei Hollywood, weißt du, so Efezheim steht da. Was ist eigentlich der Hollywood-Schriftzug, wenn man da auch in diesen weißen Efezheim lesen kann.

[39:12] Wir werden es nachreichen, wie es denn dann so war. Wir bedanken uns für den Besuch im Podcast. Der Besuch im Podcast ist ja, also der Besuch im Schwarzwald ist ja noch nicht beendet. der Podcast, Folge 384 würde ich sagen, ist dann jetzt mal so langsam beendet. Vielen Dank. Hat Spaß gemacht und genau. Das mit den dicken Eiern besprechen wir jetzt nochmal.

[39:36] Wolltest du auch, Die chemisch kastrieren. Mich chemisch irgendwie. Für Berlin. Sicher ist sicher. Sicher ist sicher. Kopfkippo aus. Podcast aus. Man sagt ja, nach dieser chemischen Kastration schrumpfen die Eier. So sieht es aus. Also die Aufnahme läuft noch, wisst ihr schon. Dann wird deine Stimme ganz hell bestimmt. Tschüss. Wäre es jetzt mal gut, vielleicht. Tschüss, tschüss. Das Benehmen wird sich auf jeden Fall ändern. Das wäre ja gut. Ja, ja. Sie reden immer weiter. Sie reden, ich drücke jetzt mal auf den Stopp noch. Tschüss, Daniel. Tschüss. Könntest du das mit einem Allergut vielleicht noch? Einmal Allergut. Ich schneide es. Allergut? Wegen.


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