
In unserer Jubiläumsfolge 400 widmen wir uns zunächst den letzten offenen Punkten aus der Hörer*innen-Mail von Leni. Danach berichtet Jenny von ihrer aktuellen Experimentierfreude mit AC/DC, Klex und Benny – und schließlich begrüßen wir einen besonderen Gast: Nicola Wolsdorff, Dressurtrainerin aus Österreich, selbst bis S erfolgreich und voller innovativer Ideen.
Nicola könnte den Pferdepodcast künftig regelmäßig begleiten – und nach diesem Gespräch ist klar: Das wäre ein echter Gewinn für alle, die neugierig auf fundierte und zugleich motivierende Trainingsimpulse sind.
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Leni fragt – wir antworten: Konsequenz, Sicherheit & unberechenbare Pferde
Zum Start der Folge greifen wir die noch offenen Fragen von Hörerin Leni auf. Unter anderem geht es darum,
- warum Pferde manchmal unberechenbar reagieren,
- welche Gefahren das besonders für Kinder bedeutet,
- und wie Konsequenz im Umgang gleichzeitig Sicherheit und Fairness schafft.
Wir beleuchten, warum auch gut erzogene Pferde in bestimmten Situationen plötzlich „explodieren“ können – und weshalb klare Regeln und wiederkehrende Abläufe im Alltag entscheidend sind. Gerade Kinder brauchen hierfür ein Umfeld, das ihre Fähigkeiten nicht überschätzt und gleichzeitig ihre Lernfreude unterstützt.
Jennys Experimentierphase: Springen? Working Equitation? Why not!
Jenny steckt mitten in einer kreativen Phase – und alle drei Pferde sind Teil des Plans:
- AC/DC, der M-erfolgreiche Dressur-Haflinger, geht am Wochenende auf einen Springlehrgang in den Schwarzwald.
- Klex wird beim Working-Equitation-Lehrgang neue Erfahrungen sammeln.
- Benny ist – natürlich – ebenfalls Teil der Überlegungen für neue Trainingsreize.
Warum diese neue Vielfalt? Was steckt dahinter?
In der Folge sprechen wir über Motivation, Abwechslung und das spielerische Herantasten an neue sportliche Herausforderungen.
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Im Gespräch mit Dressurtrainerin Nicola Wolsdorff
Der Hauptteil der Folge gehört Nicola Wolsdorff, die mit ihrem Trainingsmotto „Von E nach S, trotz Ackergaul“ direkt ins Herz vieler Freizeit- und Amateurreiter*innen trifft.
Denn Nicola ist überzeugt:
Nicht die Abstammung entscheidet über Erfolg – sondern korrekte, systematische Ausbildung.
Haflinger-Connection? Check!
Nicola besteht die obligatorische „Haflinger-Hürde“ spielend.
Sie hat selbst auf einem Haflinger reiten gelernt – einem, der regelmäßig in derselben Ecke des Reitplatzes „musste“, was sie als Kind mehrfach abgeworfen hat.
Später bildete sie einen Haflinger in ihrer Reitschule sogar bis zur Klasse M aus.
Ihr Credo:
„Wenn die Basis stimmt, kommt vieles von selbst.“
Ein Satz, der perfekt zum Weg passt, den Jenny und AC/DC gerade gehen.
Warum korrekte Ausbildung wichtiger ist als spektakuläre Gänge
Nicola bringt einen zentralen Gedanken auf den Punkt:
Große, ausdrucksstarke Pferde bringen zwar Show-Faktor mit, sind aber oft schwieriger korrekt zu reiten. Kleinere, kompaktere Pferde – etwa Haflinger – verlangen dafür mehr Fokus auf Takt, Linienführung und Hilfengebung.
Und genau dort entstehen die echten Punktesammler:
- sauber gerittene Linien,
- korrekte Übergänge,
- ein stabiler Takt,
- und ein Pferd, das willig an den Hilfen steht.
So kann auch ein Pferd ohne spektakuläre Bewegungen locker über 70 % in einer Prüfung erhalten.
Struktur, Community & viel Know-how
Nicola gibt ihr Wissen auf vielfältige Weise weiter – offline und online. Besonders spannend ist ihr neues Programm:
Level Up – Von E auf L in neun Monaten
Ein ambitioniertes, ganzheitliches Ausbildungsprogramm, das Reiter*innen an die Hand nimmt.
Es umfasst:
- individuelles Training und Anleitung
- Expertenmodule mit Mentaltrainerin, Hufschmied, Futterberatung u.v.m.
- Community-Elemente für Austausch, Motivation & Teamgefühl
- regelmäßige Video- und Online-Termine
Der Fokus:
Echte Weiterentwicklung – ganzheitlich gedacht, individuell begleitet.
Dazu gibt es weitere Angebote wie „Trainer im Ohr“, ein Audioformat für selbstständiges Lernen beim Reiten.
Warum Nicola perfekt zu vielen unserer Hörer*innen passt
Ihre Grundhaltung – jede*r kann sich verbessern, jedes Pferd kann gut ausgebildet werden – deckt sich mit unserem Podcast-Motto.
Sie arbeitet praxisnah, mutmachend und ohne elitären Dünkel.
Und sie zeigt, dass moderne Trainingskonzepte viel mehr sein können als klassische Reitstunden: interaktiv, digital, communitybasiert und fachlich breit aufgestellt.
Wir würden uns freuen, sie künftig regelmäßig im Podcast begrüßen zu dürfen.
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Weiterführende Links
Dressurtraining von Nicola Wolsdorff – Homepage
https://www.dressurtraining.at/ Dressurtraining
Online-Angebote & Trainingsprogramme bei Nicola (z. B. „Trainer im Ohr“, Online-Kurse, 1:1 Coaching)
https://www.dressurtraining.at/onlinekurs Dressurtraining+2Dressurtraining+2
Webinar-Angebote von Dressurtraining.at (z. B. Warm-up, Anlehnung, etc.)
https://www.dressurtraining.at/webinare Dressurtraining
Moderne, ganzheitliche Reitausbildung – KlassischeReitkunst.com: Online-Kurse für Reiter mit Fokus auf feine Hilfen, Balance und Partnerschaft mit dem Pferd.
https://klassischereitkunst.com/ bzw. https://kurse.klassischereitkunst.com/ KlassischeReitkunst.com+1
Überblick über offizielle Trainingsstruktur im deutschen Reitsport – Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN): Die DOKR-Rahmentrainingskonzeption im Reitsport: Hinweise, wie langfristige und systematische Ausbildung aussehen kann.
https://www.pferd-aktuell.de/trainerportal/trainerausbildung/dokr-rahmentrainingskonzeption/dokr-rahmentrainingskonzeption Deutsche Reiterliche Vereinigung
Hier geht’s zum vollständigen Transkript der Folge:
[0:02] Es gibt so blöd zu lachen. Du bist schon wieder blöd am Lachen. Wie du mit deinen beiden Fingern bei beiden Handys auf Start trommst. Man darf, also man, jetzt fangen wir schon wieder an mit unserer Aufnahmetechnik, aber es ist so, also man muss froh sein, dass wir nicht mit irgendwelchen Keulen hier aufnehmen und in der Höhle sitzen, aber es ist, also der technische Fortschritt, mit dem wir hier arbeiten, ist nicht weit weg davon. Ah, der SWR hat heute Morgen auch technische Probleme gehabt. Die konnten keine Nachrichten machen. Skandal. Absolut. Ich dachte so sieben Uhr. Echt? Wieso gibt es keine Nachrichten? Ja, technisches Problem. Die Nachrichten werden nachgeholt. Also wir sind gar nicht so hinterwäldlerisch. Also Hauptsache Pegel, alte Technikerweisheit, Hauptsache man sendet. Hallihallo, hier ist der Pferde-Podcast Folge 400.
[0:49] Andere Podcasts würden jetzt eine Riesensache draus machen, Runde Zahl, Jubiläum, Heureka. Aber bei uns ist ja, wir haben ja irgendwann mal die Zählweise geändert, dass die kleinen Folgen als vollwertige Folge mitzählt. Und ich glaube, in Wahrheit liegen wir schon bei, wenn man die kleinen Folgen immer so mitgezählt hätte, wie wir das seit einiger Zeit tun, dann, also stimmt alles nicht. Aber offiziell Folge 400, herzlichen Glückwunsch, Jenny. Ja, gleichfalls. Wahnsinn. Kriege ich eine Torte?
[1:19] Jetzt geht das schon wieder los. Mit 400 Gramm Buttercreme drauf. Auf… Jenny ist gerade auf Diät. Na, Zucker, Zucker, kein Zucker. Und es zieht sich und sie nutzt jeden Ausweg in einem Gespräch, jede Möglichkeit, links oder rechts abzubiegen, um auf Kalorien, Lebensmittel und Buttercremetorte zu kommen. Es wird konsequent genutzt. Es war damals, als ich aufgehört habe zu rauchen, vor langer, langer, langer Zeit, war das auch so, dass ich mich immer neben Leute gesetzt habe, die geraucht haben und habe dann immer so… Um noch so ein bisschen zu schlüffeln. Ja, irgendwann mache ich heute noch. Also ich mag es gerne, wenn neben mir jemand raucht. Ehrlich? Ja, also dann, doch, ich rieche das schon ganz gerne. Also jetzt nicht, wenn ich irgendwo drin sitze, sondern draußen so auf dem Weihnachtsmarkt oder so und es macht so nebendran jemand eine Kippe an und dann geht meine Nase schon mal so, jetzt könnte ich auch eine rauchen.
[2:12] Mache ich natürlich nicht. Also geht mir total anders, ehrlich gesagt. Kleine Geschichte von mir, ich habe ja auch jahrelang geraucht und bin auch jahrelang davon weg und bin froh drum. Aber ich bin so zu der Abteilung übergewechselt, militanter Nichtraucher, das gibt es ja so. Also Raucher empfinden solche Leute ja als die größten Arschgeigen, also mich jetzt. Ja, ich kann das verstehen. Und ich habe, also als ich noch geraucht habe im Fußballstadion, da saß ich dann da und dann hat mich ein Kollege, der Nichtraucher war, beschimpft, wegen dir Arschloch kriege ich Lungenkrebs und der hat es ernst gemeint und so. Und heute, also bei mir ist es oft fünf Minuten davor, dass ich andere so attackiere. Kann ich mir gut vorstellen bei dir. Nein, aber ich kann mich ja beherrschen. Nicht immer. Nimm mir doch einen großen Teller, du kümelst mit dem kleinen Teller.
[3:05] Militant ist das perfekte Wort für dich. Jenny, worüber sprechen wir in dieser großen Folge? Wir schließen so ein bisschen an an die Kleine, weil wir haben von der Mail, die uns die liebe Leni geschickt hat, das waren fünf Punkte, die sie uns reingegeben hat, war ein bisschen viel für die kleine Folge und wir wollen noch mal rangehen, haben wir gesagt. Das war ja irgendwie eine auf der einen Seite putzige Zuschrift, fand ich. Aber es waren auch so ein paar, also es waren wirklich Themen dabei, über die man gut reden konnte. Zum Beispiel die Frage, ist Reiten eigentlich ein Sport? Was sagt ihr zu diesem Klassiker der Vorurteile? Und also man merkte so richtig von 0 auf 100 in 10 Sekunden, Jenny ist bei dem Thema dabei und lässt sich auf die Palme bringen. Es sind noch zwei, drei Punkte offen. Darüber sprechen wir. Wir reden über deine Experimentierfreude mit ACDC. Oder mit Klexi.
[4:07] Ja, da ist sie, die Experimentierfreude, was du alles, also alles ist möglich, sozusagen. Ja, und es wird ein Working Equitation Lehrgang angeboten im Januar.
[4:21] Dann habe ich mich mal angemeldet, aber mit welchem Fertig ich hingehe, weiß ich noch nicht. Heute Springlehrgang, auch so eine Geschichte, mit ACDC. Wir haben uns dazu entschieden, weil du dann viel unterwegs bist und wir sonst nicht, kleiner Spoiler, wir sonst nicht gewusst hätten, ob wir das mit dem Aufnehmen an diesem Wochenende vernünftig schaffen, weil morgen gibt es auch wieder irgendwie Termine. Wir sind unterwegs und so. Und deshalb haben wir gesagt, wir nehmen vor dem Springlehrgang auf, wobei ich das ja auch immer interessant finde. Was sagt so ein Dressur-Haflinger eigentlich dazu, wenn er mal mit Frauchen in so einen Springparcours geht? Und also ich ahne mal, er wird mutiger sein als du. Vielleicht können wir so einen kleinen Ausblick geben. Und also jetzt Working Equitation ist dann jetzt das Neueste, was sozusagen hier so durch den Schwarzwald geistert. Und können wir vielleicht auch mal kurz drüber quatschen, was dich da sozusagen reizt, was dich bewegt und warum das alles eigentlich keine gute Idee ist, weil die Zeit wird immer knapper in neun Jahren, die wir miteinander zur Verfügung haben. Und da ist am Wochenende, sind die Pferde einfach, kann man die da verliesen, vermieten? Da könnte ich ja bestimmt Geld mitverdienen, wenn ich die drei einfach fürs Wochenende vermiete. Also genau. Kannst ein bisschen M-Tressur reiten mit dem AC. Willst du Erfolg haben auf dem Turnier, nimm den AC mit oder so.
[5:48] Willst du ein richtiges Workout machen, dann nimm den Klecksi mit. Ja, genau. Also könnte ja vielleicht noch so ein Modell sein, weißt du? Also Hashtag Teilen ist das neue Haben. Kennst du den Spruch? Also denk mal drüber nach. Ich teile doch meine Pferde nicht mit niemandem. Du bist auch im Zeugenschutzprogramm über das, was du gerade am Frühstückstisch gesagt hast, ne? Was habe ich gesagt? Bist du jetzt im Zeugenschutzprogramm? Weiß ich nicht, ob ich auf die Finger geklopft bekomme, aber du hast gerade so gesagt, manchmal ….
[6:23] Also nagt so diese Verpflichtung mit den Pferden, das zerrt schon so an mir. Ja, das kann man ruhig sagen, da bin ich nicht im Zeugenschutzprogramm. Ich glaube, das geht allen so, die Tiere haben und auch die Pferde haben, dass man manchmal so denkt. Wenn ich die Verantwortung nicht hätte, wäre es auch gut. Und die Verpflichtung und immer da sein und es macht ja mehr Spaß, als dass es eine Verpflichtung ist. Aber so manchmal habe ich so diesen Gedanken, frei sein, was mache ich mit dem ganzen Geld? Aber dann kommt der Gedanke, was mache ich mit der ganzen Zeit? Genau, was mache ich mit der ganzen Zeit? Und ich kann mir ja immer nicht vorstellen, was machen eigentlich Leute, die kein Pferd haben? Was machen die mit ihrer Freizeit? Das ist für mich ja so ein schwarzes Loch. Und dann habe ich so überlegt, was habe ich eigentlich damals gemacht? Ich hatte ja mal so eine pferdelose Zeit. Was habe ich denn da eigentlich gemacht? Na ja, geraucht, auf meinem Arsch gesessen, arbeiten gegangen, dick geworden.
[7:19] Also alles klar, das mit den Pferden ist doch ganz okay. Ich bin, also lass uns da, wir schieben das jetzt mal beiseite. Also über all das sprechen wir und wir haben einen tollen Gast und dieser Gast kommt aus Österreich. Ich bin ja ohnehin der Meinung, wenn es sozusagen zwei Institutionen gibt, die die Weltherrschaft in dieser Pferdewelt übernehmen sollten, Dann sind es Institutionen, die zum einen die Internetdomain haben, derpferdepodcast.com und dressurtraining.at. Also an die Internetadressen muss man ja erstmal kommen. Wir sind der Pferdepodcast und zu Gast bei uns ist die Nicola und sie besitzt die Internetseite dressurtraining.at. Und guck mal.
[8:09] Ich habe die jetzt gerade mal aufgemacht, die Internetseite. Also Nicola reitet selber Essdressur, ist uns zugelaufen, würde gerne mal mit uns reden, möchte uns gerne als Expertin zur Verfügung stehen. Auch so immer wieder mal, so wie Constanze Wiesner im Bereich mentales Training. Fände Nicola das spannend, bei uns im Podcast so zu diesem und jenem Thema mal quasi aufzutauchen. Sie bietet selber Dressurtrainings an auf verschiedene Arten und Weisen, auch ein Audiotraining, also man kann Nicola als Knopf im Ohr mit aufs Pferd nehmen und also ganz spannende Modelle werden wir alles mit ihr besprechen. Und der erste Spruch auf ihrer Homepage ist von E zu S trotz an- und abgeführt Ackergaul. Ich finde es sympathisch. Ja, absolut.
[8:58] Von Jungpferd zu S trotz Haflinge. Man kann gucken, ob wir es schaffen. Ich hatte auch das Gefühl, das passt irgendwie zu uns und Nikola ist also total inspirierend und wir haben uns länger unterhalten.
[9:12] Und ja, dieses Gespräch heute bei uns im Pferde-Podcast. Jetzt spielt unseren Manni die Pferde-Podcast-Hymne und dann geht’s los.
[9:42] Mal auf die Uhr geguckt, Jenny. Der Manni, dass der zehn Minuten bis zu seinem Einsatz warten musste, das gab es, glaube ich, auch noch nie. Aber er hat ein Glühchen getrunken und ist schon so ein bisschen lustig drauf. Wir labern immer länger rum. Apropos Glühchen. Die Vorbemerkung muss ich jetzt noch schnell machen. Ich muss alle Männer von Pferdefrauen vor etwas warnen. Wir sind ja morgen zum Weihnachtsmarkt verabredet und zwar mit den Pferdeleuten, mit unseren Freunden von der Reitschule vom Berg? Die Buschis. Die Buschis. Auf dem Berg wird monothematisch über Pferde gesprochen. Wenn es dann heißt, wollen wir nicht mal auf den Weihnachtsmarkt gehen und man hat so als Mann die vage Hoffnung, ach, das ist ja, das könnte mal so.
[10:28] Also das könnte sich mal alles anders anfühlen und anders ablaufen. Nee, das ist nur ein anderer Ort. Wir reden über das Gleiche. Exakt. Ist das gleiche Pferdegelaber, die gleichen Themen, warum Gab es hier nur eine 4,8 und was ist eigentlich an dem Trainer, der hat Haarspliss und was ist hier falsch und das Pferd hat, also das ist ja auch, das sieht ja gar nicht gut aus, ist einfach nur, anderes Ambiente ist halt eine Wurstbude daneben und nicht der Reitplatz, aber ansonsten, also macht euch keine Invasion. Halbwegs. Ja, schon. Ich ziehe die Stallschuhe an. Es sind die wärmsten, die ich habe. Obwohl, morgen soll es ja gar nicht so kalt sein. Aber regnen soll es.
[11:11] Jenny, lass uns kurz fertig machen, bevor wir zu deiner Experimentierfreude kommen mit der Mail von der Leni.
[11:18] Hast du deiner Meinung nach die Frage, worüber freuen sich Pferdeleute Kleinigkeiten am meisten? Da hast du ja angefangen mit Leckerlis, die man, also du hast es so interpretiert, Geschenke, die Pferdeleute in der Weihnachtszeit gerne in Empfang nehmen sozusagen. Ich hatte die Frage eher so interpretiert, so nach dem Motto, was sind so kleine Erfolge, die man im Training mit einem Pferd erzielt, weißt du, also Kleinigkeiten, die ein Pferd macht oder auch nicht macht. Der Wechsel ist durch. Bitte? Der Wechsel ist durch. Der Wechsel ist durch. Darüber freue ich mich immer. Geht es noch als Kleinigkeit durch? Ja, schon. Schon? Schon. Okay. Also so ein Durcherwechsel ist schon immer super. Es ist immer ein Highlight in jeder Einheit.
[12:14] Jenny, zwei Punkte waren ja noch offen. Ich droppe mal eine Frage rein, wobei wir nicht ganz genau wussten, was Leni jetzt genau damit meint. Aber das Thema, können Kinder nicht vorhersehen, was Pferde machen? Die Frage ist so ein bisschen, ist das, wenn man jetzt quasi als Reiterin und Reiter mit dem Pferd dann quasi einem Kind begegnet? Oder auch, also so generell, also man könnte vielleicht generell mal auch sprechen, irgendwie Vorsicht im Umgang und Respekt vor dem Umgang mit Pferden. Es ist jetzt nicht so, dass das für dich ein völlig unbekanntes Thema ist. Und es ist ja schon auch so, dass man immer wieder mal so Situationen sieht, beobachtet, wahrnimmt, wo man so denkt, ernsthaft jetzt? Also ihr traut euch was so? Also ich will jetzt ja keine Einzelheiten nennen, welche Situationen ich konkret im Kopf habe, aber ich habe konkrete Situationen sogar im Kopf und du ja vielleicht auch. Also manche sind schon, also manche Menschen sind schon sehr, wie soll ich sagen, also die denken, ach, die Pferde, alle lieb und von denen geht keine Gefahr aus. Ja, also bei Kindern hat sie, also da hat sie es auf den Kopf getroffen, man muss glaube ich für die Kinder, die mit Pferden umgehen, mitdenken. Das ist wie im Straßenverkehr.
[13:35] Da ist man ja als Autofahrer auch angehalten, das Kind läuft zwar ganz normal auf dem Bürgersteig, aber das kann jeden Moment auf die Straße springen, aus welchem Grund auch immer.
[13:44] Und deswegen muss man als Autofahrer für das Kind mitdenken und immer mit allem rechnen, was passieren könnte, was so ein Kind machen könnte. Und genauso ist es auch im Umgang mit Pferden. Also da habe ich auch schon manchmal Dinge gesehen, wo ich gedacht habe, ach du meine Güte, echt jetzt okay. Oft geht es ja auch gut und dann ist ja auch alles okay. Also Kinder und Kinder, da kommt es auch immer so ein bisschen aufs Alter an. Aber man muss natürlich für das Kind, wenn jetzt so ein Kleinkind, fünf, sechs, siebenjährig mit einem Pony daherkommt, dann muss man schon kalkulieren, dass das Kind nicht abschätzen kann, das Pony könnte sich jetzt, da kommt ein Motorrad, das Pony könnte sich erschrecken. Ich glaube, dass Kinder in dem Alter das nicht erfassen und auch nicht vorhersehen, sondern die leben im Hier und Jetzt und die machen sich keine Gedanken darüber, jetzt kommt da ein Motorrad, was könnte denn mein Pony machen? Also deswegen so für noch recht kleine Kinder immer mitdenken, gar keine Frage. Und je größer die Kinder werden, umso sicherer werden sie ja auch im Umgang mit den Pferden. Aber trotzdem sind sie bei vielen Dingen auch noch so mutig und arglos und machen sich keine Gedanken darüber, was könnte denn da passieren. Ich war genauso als Kind. Ich bin auf jedes Pferd gestiegen. Ich bin über jeden Sprung gesprungen. Kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen. Ich habe mir null Gedanken gemacht, was könnte denn da passieren oder könnte das gefährlich sein oder dies oder jenes.
[15:05] Deswegen so ein bisschen mitdenken als Erwachsene und wir haben ja schon dann auch so ein bisschen mehr Weitsicht und auch ein bisschen mehr Erfahrung, was in welchen Situationen passieren könnte. Das muss ja nicht sein, oder muss nicht heißen, dass immer was passiert, aber immer so ein bisschen im Blick haben, das könnte eventuell eine gefährliche Situation werden und dann lieber mal reingrätschen, wenn Kinder und Jugendliche mit Pferden umgehen und man sieht, oh, das könnte jetzt eventuell schief gehen. Und da würde ich mich lieber einmal zu viel einmischen, als einmal zu wenig. Ich möchte ja erwachsene Männer, also Menschen wie mich, mit einschließen. Selbst ich konnte noch was lernen. Als wir uns gerade kennengelernt hatten, kannst du mal das Pferd halten und ich habe wie selbstverständlich den Strick um meine Hand gewickelt. Und du hast sofort gesagt, auf keinen Fall machen, weil wenn der sich erschreckt und weg will, dann ist die Hand ab. Also wenn das sozusagen zu festgewickelt ist und man kriegt das nicht mehr so schnell los. Also was ich sagen will, die haben halt 500, 600 oder noch mehr Kilo und wenn die sich mal in Bewegung setzen, unkontrolliert, dann werden da Kräfte frei, bei denen ist es schwer, sich das vorzustellen.
[16:18] Quasi welche Wirkung die dann. Absolut. Also deswegen, wenn man so fair erfahren ist und sieht so manche Situationen, dann kann man da ruhig auch mal darauf hinweisen, oh, guck mal, das könnte gefährlich werden, sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen auch. Leni hat noch einen letzten Punkt in der Mail geschrieben, den wir noch nicht besprochen haben. Da freue ich mich besonders drauf.
[16:39] Die Sache mit der Erziehung, Stichwort Erziehung, wie hart manche Erziehung ist, man weiß jetzt ja gar nicht so ganz genau, was sie meint. Geht es um die Erziehung eines Pferdes? Geht es um die Erziehung, ich könnte mir fast vorstellen, es ist auf das Pferd gemünzt, aber… Wir sind ein Pferdepodcast, ich glaube, es geht um die Erziehung des Pferdes. Ja gut, aber ich sage mal so, ein Pferd zu reiten und die Ausbildung, also gut, wenn man jetzt so unter dem Oberbegriff, wie hart müssen Reiter gegen sich selbst sein, da haben wir auch schon mal drüber gesprochen oder so, aber ich denke auch, mit Blick auf die Pferde, so ist es wahrscheinlich zu verstehen und hart ist glaube ich so ein Wort, was man, also was vielleicht.
[17:18] Also korrigiere mich, aber was nicht ganz das treffende Wort ist in der Arbeit mit Pferden, oder? Oft geht es nicht um Härte, sondern mehr um Konsequenz, Fragezeichen, oder? Also es geht nur um Konsequenz und es geht um, dass so ein Pferd halt ein Vielfaches von dem wiegt, was ich wiege und das im Zweifel immer stärker ist und dass man, dass das Pferd verstehen muss, ich bin der Boss und du rempelst mich nicht an, du rempelst mich nicht um, du schubst mich nicht an. Das sind so Dinge, die ein Pferd einfach lernen muss, jedes Pferd, dass es sich in der Herde, zu der ich ja dann auch gehöre, einfach hinter mich stellt und sich integriert und nicht denkt, ich bin jetzt hier der Chef und ich nocke mal den Menschen da um. Und dann ein gutes Beispiel, also uns ist ja, oder wird jedem noch ein Begriff sein, der Herr Weinzierl war ja so ein bisschen in Verruf geraten durch die Pferdeprofis. Wir haben gestern darüber gesprochen. Ich hätte das Stichwort jetzt auch gebracht, weil es so gut passt in den Zusammenhang. Genau, wegen so … Ein bisschen zweifelhafter Methoden, wie er Pferde erzieht. Und ruppig zu sein auch, also grob, oder? Ja, aber der hat auch schon auch Dinge gemacht, wo auch ich geoutscht habe, also das Pferd irgendwie in Stromzaun wickeln und da mal Strom geben, dass es nicht durch den Zaun geht. Also das sind schon so Methoden. Da bin ich, genau, die fand ich auch so ein bisschen grenzwertig oder viel grenzwertig, nicht nur ein bisschen.
[18:43] Aber der hat bei TikTok so ein Video gemacht, das habe ich mir angeguckt. Und zwar hat er da einem jungen Pferd einfach so ein bisschen klar gemacht, dass es nicht in seinen Tanzbereich einzudringen hat. Und das hat er sehr ruppig gemacht und sehr klar und sehr deutlich und hat das auch erklärt. Also wenn man so eine Herde beobachtet, wenn man beobachtet, wie die Pferde untereinander miteinander umgehen, dann ist das nicht zart. Das ist nicht fein und das ist ruppig und dann bufft es auch mal. Also wenn ich manchmal so meine kleine Herde beobachte und jetzt Benni und Acey sind alleine und Benni hat Futter und Acey will da ran, dann ist der aber, dann ist der nicht freundlich.
[19:22] Dann haut der den mal ordentlich auf den Sack und sagt, du hast hier wegzubleiben, wenn ich esse. Und genauso ist das, wenn Klexi… Das sagt der AC dem Benni oder umgekehrt? Das sagt der Benni dem AC. Also es ist ja bei uns so ein bisschen eine merkwürdige Konstellation. Benni sagt dem AC, geh weg. Klexi sagt dem Benni, geh weg. Und AC sagt dem Klexi, geh weg. Also es gibt Keinen eindeutigen Herdenchef, aber die sind nicht zimperlich miteinander. Also da ist auch mal wirklich ein Knuff dabei, der mehr ist als nur so, ich buffe dich mal kurz an. Und Pferde verstehen diese Sprache auch. Und auch ich bin manchmal, wenn jetzt wirklich der Kleine, wenn Benni mal so ein bisschen ungestüm ist und wirklich da über mich drüber will, dann bin ich auch nicht zimperlich. Dann kriegt er mal eine vor den Bug gefeuert und dann macht er das nicht mehr. Und der Herr Weinzel hat das auch sehr, sehr gut erklärt und ich fand auch nachvollziehbar erklärt. Also Pferde müssen wirklich lernen, da zurückzustehen und den, und.
[20:22] Diese Distanz einzuhalten und manchmal muss man da einfach ein bisschen grober sein und das kann man nicht mit, ich schmeiß mal hier ein Wattebällchen hin und dann bleibst du da weg, wo das Wattebällchen gelandet ist, das funktioniert nicht und deswegen, also so die Erziehung eines Pferdes finde ich ganz, ganz wichtig, dass die Pferde wirklich respektieren, das ist mein Tanzbereich und da kommst du nur rein, wenn ich dich dazu einlade und wenn ich sage, du bleibst weg, dann bleibst du weg, ohne nachzufragen, bleibe ich wirklich weg und das bedarf manchmal etwas, Ja, wie hat sie es ausgedrückt, Nina? Ich glaube, das Adjektiv war hart. Genau, das bedarf manchmal etwas härterer Methoden. Da war es doch nicht so falsch, wie ich erst sagte. Ja.
[21:03] Alles klar. Also ich wäre auch hier vielschichtig, aber ich habe gelernt, also es ist nicht ganz falsch, wenn man auch manchmal von hart spricht, aber ich glaube, also hart ist in dem Sinne jetzt dann doch falsch, als dass man sagen kann, es ist kein Selbstzweck oder so. Also man muss schon im Blick haben, warum macht man das? Und natürlich muss trotzdem, wir das vielleicht als hart empfinden, muss auch so ein gewisses Augenmaß dabei sein. Und es geht am Ende des Tages, wenn ich es richtig verstehe, so ein bisschen darum, auch so die Pferdesprache nachzuahmen regelrecht, weil man ein Teil der Herde ist und also sich so zu verhalten.
[21:40] Und wenn man gesehen hat in diesem Video, hat er ja weder Peitsche oder irgendwas zum, er hat ja nichts in der Hand, er hat ja nur das Pferd am Strick und er hat halt wirklich nachdrücklich, also ist er in seine Richtung und hat, du bleibst dein Zweck und hat halt wirklich nachdrücklich dieses Pferd von sich geschubst. Mit Gestik und so. Also das war alles nicht brutal. Der hat auch kein Pferd geschlagen oder so, aber nachdrücklich und nicht zimperlich. Und das Pferd hat es sofort verstanden. Der blieb auf Abstand. Er blieb dann stehen und hat weiter geredet. Und das Pferd hat sich keinen Meter in seine Richtung bewegt. Der hat wirklich respektvollen Abstand gehalten, bis er gesagt hat, so jetzt darfst du herkommen. Wir gehen jetzt zusammen. Und dann kam er. Also das war schon sehr beeindruckend, wie schnell das auch wirkt, wenn man den Pferden ganz deutlich sagt, du bleibst jetzt weg.
[22:34] Liebe PETA-Aktivisten, die bei uns zuhören, ihr könnt euch jetzt wieder beruhigen. Das Thema ist jetzt rum.
[22:43] Resozialisierung ist auch wichtig. Hashtag Weinzierl, Hashtag Pferdeprofis. Späßchen. Nein, aber ich glaube, es ist angekommen. Wie so alles bei diesem Pferdethema, sage ich jetzt, kompliziert, nicht einfach, nicht leicht, da das richtige Maß zu finden. Gilt auch für die Reiterei und ich kann ja immer nur sagen, ich verstehe, warum das so ein faszinierendes Hobby ist, aber es ist auch ein total anspruchsvolles Hobby und man muss ganz viel wissen und ausprobieren und immer wieder neu und, Genau, was gestern richtig war, ist heute vielleicht falsch. Das kommt doch immer aufs Pferd an und es kommt auf die Situation an und man muss sich immer wieder neu fragen, mache ich das hier richtig im Sinne meiner Pferde. Joggen gehen ist einfacher. Absolut. Ehrlich gesagt und sich danach auf die Couch setzen und Zeitung lesen. Zum Beispiel, also denk mal drüber nach. Themenwechselknopf. Ich habe ja Knie, ich kann ja nicht joggen. Themenwechselknopf. Deine Experimentierfreude.
[23:43] Zum Springlehrgang, über den wir ja noch sprechen, kommt jetzt dann auch noch der Gedanke Working Equitation. Mensch, gute Idee, will ich mal ausprobieren. Es gibt ja mit der Tanisha aus der Hufflinger Welt ein prominentes Beispiel, war ja auch schon bei uns im Podcast. Eine Frau, die das also quasi auch ziemlich konsequent durchgezogen hat. Und sehr erfolgreich. Sehr erfolgreich ist, also quasi die sich da ganz rein gefräst hat in dieses Working Equitation Thema. War ja auch Demonstrationswettbewerb beim Europa-Championat in Stadel. In dem Zusammenhang hatten wir uns auch mit Tanisha ja unterhalten.
[24:18] Ich glaube, ganz so weit willst du es jetzt nicht treiben. Also du wirst der Dressur jetzt nicht abtrünnig oder so, aber interessieren tut es dich schon. Absolut. Und ich will es mal ausprobieren. Und vor allem, glaube ich, möchte ich es mal mit dem Klecksi ausprobieren, weil der hat ja nicht so wirklich Spaß an der Tressur. Und mit ihm zu springen, habe ich zu viel die Hosen voll, weil er da schon auch manchmal so ein bisschen out of control werden könnte. Hat ja auch mal die Bereiterin runtergebracht. Ja, deswegen bin ich damit springen mit ihm, bin ich ein bisschen vorsichtig. Wenn er da halt genauso hirnlos ist wie bei der Dressur, dann kann es auch mal doof ausgehen. Und so dieses Trail reiten und so, ich glaube, vielleicht hat er da so ein bisschen Spaß dran und vielleicht ist es seine Passion. Ich weiß es nicht, ich würde es mal ausprobieren. Ich befürchte allerdings, dass er dafür auch wieder nicht spritzig genug am Bein ist, weil da müssen die Pferde schnell reagieren. Da gibt es enge Wendungen, da muss er Wechsel machen. Also wenn es wirklich höherklassig sein soll, sind auch die fliegenden Wechsel gefordert. Aber trotzdem würde ich gerne das mal ausprobieren, wie er sich da so anlässt, ob er da Spaß dran hätte.
[25:28] Ja, ich wollte gerade sagen, also diese, also das ist ja das Gegenteil von anspruchslos, wenn man jetzt, also man versteht, Dressur anspruchsvoll, die müssen sehr fein reagieren und so weiter und bei dem, bei dieser Working Equitation Geschichte, da hat man erstmal so Yellowstone im Kopf, weißt du, lässige Cowboys und also so, aber das ist natürlich, wenn man das richtig ernsthaft betreibt, dann, also da steht, also das steht ja dann in Sachen Anspruch, der Dressur in nichts nachvollziehen. Von daher darf man gespannt sein, was Klecksi dazu sagt. Und ob aber vielleicht dieses Element, also andere Umgebungen, es ist alles irgendwie spannender, aufregender, ob das möglicherweise positiv bei ihm einzahlt. Das ist halt nicht nur ein doofes Dressurviereck mit irgendwelchen Richtern, die da links und rechts sitzen, sondern das ist ja dann auch mit Toren und mit Bällchen und sowas alles. Und eigentlich auch die Rinderarbeit gehört ja auch dazu. Genau, also keine Ahnung, ob das…
[26:27] Ob das in irgendeiner Form auf so ein Pferd inspirierend wirkt und das wacher macht. Also ich halte es nicht für ausgeschlossen, aber wer bin ich schon, das zu beurteilen? Könnte ich mir aber schon vorstellen, dass ihm sowas einfach ein bisschen mehr liegt und dass er wirklich sagt, boah, dieses langweilige Dressur-Fee-Eck. Gibt es in der Working Equitation auch, da gibt es auch Dressur-Aufgaben ohne diese Trail-Hindernisse. Aber ich glaube so, dieses Trail ist, glaube ich, für ihn sehr spannend und da gibt es ja auch wirklich so ein paar Aufgaben, wo ich mir vorstellen könnte, dass er das wirklich gut macht, so über Brücken gehen, das Tor öffnen und so. Ich glaube, dass das mit ihm gut funktioniert. Ob dann natürlich so, da gibt es ja auch dieses Gatter, wo man ihm galoppt, dann wirklich eine ganz enge Wendung, ob das so das Wahre für ihn ist. Das müsste man mal probieren. Glücklicherweise steht er am Ende dieser Übung auf der einen Seite des Gatters und du liegst auf der anderen. Das könnte sein, ja. Aber trotzdem würde ich es mal ausprobieren und der Kurs ist im Januar und ich habe nur einen Tag gebucht, weil das ja unser erstes, mein Mann kommt aus Berlin nach Hause Wochenende ist und dann möchte ich das natürlich nicht den ganzen Tag irgendwie.
[27:33] Mit dem Pferd verbringen. Yellowstone, Spaß hier für Klecks jetzt. Irgendwann ist es auch mal. Gut, Jenny, dann mit Blick auf die Uhr und mit Blick auf deinen Abflug in Sachen Springlehrgang. Über den werden wir ja dann als nächstes erst mal berichten. Wie war es mit ACDC im Parcours bei dem neuen Trainer? Die Working Equitation-Sache, hast du gerade gesagt, ist dann im neuen Jahr, also auch nicht mehr allzu weit weg.
[27:58] Die Zeit rast ja, aber wir halten euch da auf dem Laufenden. Jetzt würde ich vorschlagen, eure Visionshymne im Pferde-Podcast und wir freuen uns, dass wir Nikola aus Österreich bei uns zu Gast haben. Von E nach S, trotz Ackergaul, cooles Motto. Hallo Nikola, herzlich willkommen bei uns im Pferde-Podcast. Hallo, ich freue mich wirklich sehr, dass ich bei euch sein darf und ein bisschen Zeit mit euch verbringen darf. Ich bin schon ganz, ganz gespannt, was ihr heute alles so euch mitgebt.
[28:35] Und wir erst. Wir nehmen die Hörerinnen und Hörer jetzt vielleicht mal so ein bisschen an die Hand. Das hat ja ein bisschen gedauert, bis wir zueinander gefunden haben. Es begann nämlich mit einer Nachricht von dir an uns und die ist bei mir irgendwie im Spam-Ordner gelandet. Und du musst wahrscheinlich gedacht haben, was stimmt denn mit diesem Pferde-Podcast aus Deutschland nicht? Dann will es der Zufall, dass wir eine gemeinsame Bekannte haben, nämlich die Mentaltrainerin Konstanze Wiesner. Und die hat mich dann mal so vorsichtig darauf hingewiesen, hör mal, Nikola, klingelt da irgendwas bei dir? Und ich kann es bis heute nicht richtig nachvollziehen, was da schiefgelaufen ist. Also es hat tatsächlich ein bisschen Vorlauf, dass wir miteinander sprechen. Und umso mehr freue ich mich tatsächlich, dass es jetzt dann doch noch geklappt hat und dass es klappt. Und das ist so ein bisschen der Hintergrund unseres Gesprächs. Nikola, du bist Pferdemädchen, du bist Trainerin, du hast ein umfangreiches Angebot, das du von Österreich aus machst. Jetzt muss ich eine kurze Vorbedingung vor unser Gespräch setzen, bevor wir überhaupt weiterreden können. Es gibt immer eine Einstiegshürde, die alle unsere Gäste theoretisch und praktisch nehmen müssen, nämlich…
[29:57] Der Hauptdarsteller in unserem Podcast ist ein junger Haflinger namens ACDC und den begleiten wir vom Pferdekindergarten ins große Dressurviereck. Und unsere Gäste, es wäre schon gut, wenn die so eine gewisse Connection hätten zu Haflingern. Es würde reichen, wenn du in deiner Jugend mal einen gesehen hast oder zum Beispiel weißt, welche Haarfarbe die haben. Also du müsstest was mit Haflingern anfangen können. Ist es bei dir der Fall, Nicola? Also ich sage es jetzt so, ich habe ganz viel mit Haflingern zu tun. Und zwar, A, habe ich reiten gelernt auf einem Haflinger, der relativ häufig verloren hat.
[30:36] Der Unterhandseher. Ich habe ihn abgöttisch geliebt. Es war das beste Pferd zum Reitenlernen, aber er hat immer nur in einer Ecke gemistet. Und ich mit meinen kurzen Beinchen bin halt nicht mal über das Sattelblatt gekommen und wenn ich leider in der falschen Richtung zu Hause unterwegs war, dann hat er umgedreht, weil er in die Ecke gemisten musste und ich bin schon wieder mal weggelebt. Okay. Und ja, dann habe ich mir sogar selber für meine Reitschule einen Hafling einmal gekauft. Den habe ich dann, weil Corona kam und die Reitschule nicht unterrichten durfte, selber geritten. Den habe ich dann in Corona-Zeiten bis M ausgebildet. Bis M? Bis M, ja. Okay. Es ging, er war so ambitioniert und so motiviert. Es ging relativ einfach, muss ich sagen. Und er hat richtig, richtig Spaß gemacht. Also ich, der normal immer eigentlich so typischer Warnblutreiter ist, aber es hat mir wirklich großen, großen Spaß gemacht, den auszufilden. In der Reitschule ging er dann nicht mehr, weil dann war er so gut ausgebildet, dass er lauter Mädchen mit den kleinen Mädchen gemacht hat und immer vorgeschlagen hat, wir könnten doch eine Traversale jetzt machen und die Mädels wollten eigentlich nur gerade ausreiten. Okay, Wahnsinn. Dann habe ich gesagt, gut, er ist so ambitioniert, ich werde jetzt jemanden suchen, der glücklich ist mit ihm und er steht immer noch bei mir. Es hat eine Schülerin gekauft, reitet immer noch bei mir. Ihm geht es wunderbar.
[32:06] Die schlauen Hafis, von denen ist bei uns im Podcast auch häufiger die Rede. Und bis M, Hut ab, ich weiß, du reitest ja noch höher. Du bist, ich glaube, bis Grand Prix Niveau sogar unterwegs. Aber also M, nur für deinen Hintergrund, das ist tatsächlich so, ich habe ja von ACDC erzählt, das ist im Moment der Stand der Dinge bei Jenny. Meine Frau, mit der ich den Podcast gemeinsam mache, sie hat mit unserem Haflinger tatsächlich eine M-Dressur schon gewonnen und der war mehrfach in M-Dressuren platziert und wir wollen noch weiterkommen. Also das ist sozusagen, also du, dann kannst du ja ganz gut nachvollziehen, an welchem Punkt der Reise wir gerade sind. Das ist schon mal, also du hast die Hafi-Hürde, ist hiermit absolut genommen und das Thema ist bestanden sozusagen. sagen.
[32:57] Nikola, wenn man auf deine Homepage schaut, dann holt uns das sozusagen extrem ab, weil man wird mit dem Spruch begrüßt und es ist so ein bisschen fast unsere Reise, die wir auch machen. Ich habe es beschrieben und zwar steht da auf deiner Homepage sinngemäß, ich habe es nicht mehr wortwörtlich im Kopf, von E nach S trotz Ackergaul. Ich habe da gedanklich trotz Haflinger irgendwie quasi so für mich eingefügt. Aber so dieses Thema von Anfängerniveau hin zu wirklich sportlich ambitioniert, das treibt dich ja tatsächlich auch um. Das verstehe ich schon richtig. Genau, genau. Mir geht es einfach im Großen und Ganzen darum, dass man so schön sagt, am Papier kann man nicht reiben. Und ich finde einfach ganz egal, welcher Typ Pferd das ist. Es gibt Norweger die Grand Prix, es gibt Haflinger die Grand Prix, es gibt irgendwelche ungarischen Straßenpferde, die einfach auch Richtung S gehen oder Springpferde ehemalige. Ich bin einfach da wirklich der Meinung, dass nicht das Papier, nicht die Abstammung, nicht die Rasse ausschlaggebend ist, ein Pferd korrekt auszubilden. Und dieses korrekt ausbilden ist das, wo ich so dahinter stehe, weil.
[34:21] Damit machst du diese Basis und dann ist ganz egal, wie dein Pferd strampelt oder wie es auch nicht strampelt. Damit ist alles erreicht. Und ich behaupte sogar, das ist vielleicht ein bisschen eine böse Behauptung, aber ich behaupte sogar, dass die, die zum Beispiel einen Haarfinger reichen, viel bewusster an dieser Basis arbeiten wollen und müssen, weil eben die Grundqualität vielleicht noch nicht ganz so, Also ein Haftlinger hat ja einen kurzen Rücken und bis der zum Schwingen anfängt, ist das einfach eine Herausforderung.
[34:58] Dann sage ich eben immer, aber weil man da so viel an der Basis gearbeitet hat, geht dann das Ausbilden eigentlich relativ einfach. Es wird dir dann fast viel in den Schoß gelegt, wenn das Bär so an den Hilfen steht und so viel da gearbeitet passt, dass es dann nur noch das I-Tüpfelchen ist, dass du sagst, komm, jetzt probieren wir mal, ob du einfach umspringst auf einen fliegenden Galoppwechsel. Zum Beispiel, genau. Also das ist tatsächlich ein Gedanke, der bei uns im Podcast auch schon häufiger aufgetaucht ist, was Jenny häufiger mal beschreibt. So diese, ich sage jetzt mal, so diese körperlichen Limits, die so ein Haflinger natürlich im Vergleich zu manchem Warmblut dann doch mitbringt, dass dann so dieses korrekte Reiten, dass das eine noch größere Rolle spielt und dass man möglicherweise so Wertungsrichter dann eben auch nochmal auf diese Art und Weise eben in einem besonderen Maße beeindrucken muss, um da dann auch zu punkten. Und von daher, also ich glaube tatsächlich, dass wir da so ganz ähnlich ticken. Das finde ich ja total sympathisch und vor allen Dingen auch so der Gedanke, es ist eben möglich. Also es ist allemal möglich und also genau, dass du das quasi auch so mitverkörperst, voll gut.
[36:15] Ich sage da immer so ein Beispiel, wenn du jetzt ein Pferd hast, das sehr, sehr viel Bewegung hat, sehr viel Temperament hat, sehr viel Ausdruck hat, sind die ja oft nicht immer ganz einfach. Und dann geht der erstens mal, sieht er vielleicht schon 30 Gespenster oder es passieren einfach im Reiten, weil man vielleicht als Reiter noch nicht so diese Erfahrung hat, man hat einen Taktfehler.
[36:40] Und dann bringt dir das aber alles nichts, weil dann sind die Punkte schon weg. Und wenn ich es jetzt schaffe, mit Haftlinger zum Beispiel, diese Prüfung ganz korrekt zu reiten, ohne Taktfehler, die Linie wirklich getroffen, in die Ecke gerichtet, die Übergänge, schön wirken. Und ich habe alles auf einen Siebener gerichtet, weil einfach alles sehr korrekt ist und habe ich 70%. Und auch diesen Gedanken muss man manchmal so einfach auch sich, um sich selber zu motivieren, einfach im Kopf haben.
[37:13] Diese Kleinigkeiten sind dann das, was dann irgendwie doch dieses Ich-reite-vorne-mit ausmacht. Ja, genau, was dann den Ausschlag geben kann, auch im Vergleich zu den in Anführungszeichen besonders ausdrucksstarken Pferden. Absolut. Ich unterstelle mal, dass unserem Podcast auch der ein oder andere folgt, weil er diese Gedanken auch teilt und weil er möglicherweise vielleicht auch so ein bisschen was mitnehmen will an Erfahrungen und sich vielleicht so ein bisschen was mitnehmen will in dem Sinne von, ich gucke mir was ab. Wie machen die das denn? Was sind so deren Ansätze? Was kann man möglicherweise lernen? Und das ist ja ganz stark auch das, was du machst. Du hast das Stichwort Reitschule erwähnt und ich habe das Stichwort erwähnt, Du hast auch ganz viele Online-Angebote. Erzähl doch darüber vielleicht mal so ein bisschen, weil das ist ja tatsächlich auch die Mission, auf der du noch viel stärker unterwegs bist als wir. Wissen weitergeben, Menschen helfen, auch sportlich voranzukommen.
[38:21] Welche Möglichkeiten haben Leute denn bei dir, da was mitzunehmen und sich sozusagen von dir inspirieren und auch helfen zu lassen? Ja, ich habe jetzt ein ganz, ganz großes neues Programm, was so mein Herzstück meiner Arbeit mittlerweile geworden ist, eröffnet. Und zwar heißt das Level Up. Und da geht es im Prinzip jetzt darum von E auf L in neun Monaten. Es ist sehr ambitioniert, aber ich habe wirklich alles, was so Connection und in meiner Macht steht, getan und da reingegeben. Und mir war es eben so wichtig, dass man jemanden hat, der einen wirklich an der Hand nimmt und sagt, komm, wir gemeinsam schaffen das. Und ich bin einfach, das habe ich vorher schon gesagt, dieses an der Basis arbeiten, dann kommen die Lektionen von alleine.
[39:17] Aber, das klingt immer gut und nett, aber du brauchst halt auch jemanden, der dir dann wirklich sagt, okay, wie machst du das mit deinem Pferd genau? Weil es ist zwar, wir haben unsere Richtlinien, unsere FN-Richtlinien, wo wir uns wirklich dran halten können, aber es ist halt jedes Pferd individuell. Es ist jeder Reiter individuell und das oft zusammenzubringen, das ist ja die Herausforderung. Und es gab von mir als Trainer, mir einen Weg zu überlegen, wie schaffe ich das, diesem Pferd beizubringen. Eben zum Beispiel, wie schaffe ich einem Haarfinger beizubringen, über den Rücken zu schwingen, der einfach mal einen kurzen Rücken hat.
[39:58] Und eben nicht nur Reitunterricht, sondern auch wirklich, also wir haben unsere gemeinsame Bekannte Konstanze Wiesner begleitet bei uns als Metalltrainerin. Und wir haben dabei eben Futter-Experten, die über Futter beraten, also ich habe einen Wurfschmidt mit, der beschlagt, dass man einfach mal wirklich lernt und selber sieht, okay.
[40:20] Steht mein Pferd korrekt da? Kann ich was optimieren? Kann ich mal meinem Rufschmied Fragen stellen, um zu verstehen? Und dass einfach dieses ganze Background-Wissen, was dich dann im Management dazu bringt, dass das Pferd erfolgreich wird, dass man dieses Wissen mal da ist und dass natürlich jemand da ist, den man fragen kann. Und das habe ich alles in ein Programm gestellt. Okay, also verschiedene Bausteine, ein Programm, neun Monate. Genau. Ich habe meine Reiterleins gerne weiter bei mir, weil es natürlich dann nach L schön weitergeht. Aber das ist jetzt mal so mein Hauchprogramm, mein Anfang sozusagen. Und dann schauen wir, was noch alles Schönes kommt. Ja, okay. Man kann sich das angucken bei dir auf der Homepage, habe ich auch schon gesehen. Muss man, also ist nicht umsonst, wäre auch ganz schlimm, wenn es das denn wäre. Man bezahlt monatlich einen Beitrag, quasi auch so ein Abo-Modell, so muss man sich das glaube ich vorstellen. Man kann jederzeit kündigen, so wie man… Das ist ein anderer Programm. Entschuldigung, dass ich die da ansprache. Okay, mehrere Programme, das ist alles klar? Ja, das ist auch noch eines, was ich habe. Das ist aber im Prinzip einfach wie, als wäre ein Trainer im Ohr. Richtig, der Trainer im Ohr, genau. Genau, Trainer im Ohr. Da geht es ums Selberlernen. Also du hörst mich zwar, aber es geht im Großen und Ganzen ums Selberlernen.
[41:49] Und ja. Mich im Prinzip nur als Stimme im Ohr zu haben, aber eben nicht mit Reiz unterrichtet. Okay, verstehe. Man kann sich dann aussuchen sozusagen, was besser zu einem passt. Sehr reizvoll ist natürlich das Neue, was du gerade beschrieben hast, wo sozusagen ganz viele verschiedene Aspekte auch so abgedeckt sind. Also den Gedanken finde ich ja schon ganz cool, dass man auch einen Hufschmied mit dazu nimmt, dass man das Thema Futter mit dazu nimmt. Ist dieser Community-Gedanke da auch verankert, wie in dem anderen Programm? Da war, glaube ich, noch von der WhatsApp-Gruppe die Rede und man schaltet sich irgendwie einmal im Monat über Zoom zusammen und so weiter. Also das ist schon alles sehr, wie soll ich sagen, also sehr vielseitig und da stecken enorm viele Ideen drin, die du da so reingibst, ist so mein Eindruck.
[42:38] Ja, absolut. Das steht ganz groß. Ich möchte auch verschiedene, also ich bin mir noch nicht ganz sicher, wie wir es gliedern, aber ich möchte auch, also Community im Allgemeinen auf alle Fälle, weil ich finde, man stärkt sich gemeinsam einfach sehr, wenn man auch sieht, andere haben dieselben Schwierigkeiten wie ich oder ein anderer hat es schon geschafft zum Beispiel und man motiviert sich gegenseitig. Und ich möchte das unbedingt, wenn es ein bisschen größer ist, auch in Richtung Turnierteams bildern, wo man sagt, jeder bildet sein eigenes Turnierteam und dann kann man vielleicht so ein paar Challenges machen. Aber im Großen und Ganzen geht es darum, dass wir uns gegenseitig auch unterstützen, dass man da ist. Ich finde das immer so schön, auch wenn man sich dann vielleicht mal live trifft.
[43:21] Und im Moment ist es halt über Zoom oder in WhatsApp.
[43:26] Aber ich bin ja nicht so. Ich habe ganz viele Ideen. Ich muss mich manchmal ein bisschen bremsen. Und ich merke das schon, man sieht es auch deiner Homepage an, dass da ganz viele Ideen und ganz viel kreative Power und vor allen Dingen, also du gehst halt auch sehr offen mit den Kommunikationskanälen um und mit den technischen Möglichkeiten, die es heutzutage so gibt, weil also eins bietest du ja auch zum Beispiel noch an und das ist tatsächlich Online-Unterricht, sodass man quasi live dich im Ohr haben kann, während man eine Unterrichtsstunde reitet, gemeinsam mit dir. Und du bist nicht in der gleichen Trainingshalle. Also auch sowas ist ja heutzutage möglich und du machst das möglich von Österreich aus. Genau, genau. Also das ist, ich mache das mit dem, also je nachdem welches System jeder hat, meistens ist das Niveau-System.
[44:16] Und das funktioniert wirklich, wirklich super. Also ich sage immer, ich bin die Kamera in der Halle, ich stelle mich die Stöpfe vor. Und das funktioniert wirklich ganz, ganz toll, dass man direkt live, also die Reitschüler haben dann einen Bluetooth-Stöpsel im Ohr. Und im Prinzip ist es wie ganz normaler Reit. Bevor wir uns darüber unterhalten, inwieweit die Hörerinnen und Hörer des Pferde-Podcasts von all dem möglicherweise ein bisschen profitieren können und wir gegenseitig ein bisschen davon profitieren können, weil wenn unsere Hörer profitieren, dann finden wir das natürlich auch super. Sag vielleicht noch ganz kurz was so zu deinem Background, weil da spielen auch wirklich sehr prominente Namen eine Rolle. Also sprich die Menschen, die dich reiterlich geprägt haben. Mir ist jetzt so, also wir kommen aus Deutschland und der Name Ulla Salzgeber steht zum Beispiel auch mit auf deiner Homepage. Du führst sie auf als eine deiner Trainerinnen, Lehrmeisterinnen, wie auch immer, Olympiasiegerinnen und Weltmeisterinnen, glaube ich auch, aus Deutschland. Also das ist ja schon, also ich sage mal so, das ist nicht die schlechteste Schule, die man so genießen kann als Reiterin, die dann eben auch selber bis es sehr erfolgreich ist. Erzähl ein bisschen was so zu deinem Background und zu den auch wirklich großen Namen, mit denen du schon gearbeitet hast.
[45:38] Ja, ich habe mit 16 meinen Eltern erklärt, ich möchte das beruflich machen und habe mich bei Ulla Salzgeber für ein Praktikum beworben und ich bin nächste Woche jetzt dann weg. Ich brauche meine Worte an meine Eltern und ich habe das auch gemacht. Ich habe meine Sachen gepackt, ich habe mein Pferd gepackt. Übrigens das Pferd, warum meine ganze Geschichte dann entstanden ist im Prinzip und warum ich jetzt so viel Wert darauf lege, dass man auch mit schwierigen Pferden viel erreichen kann. Bin ich zu Ulla Salzke. Und es war ein Jahr mit sehr vielen Höhen und Tiefen. Ich habe sehr viel über den Versursport gelernt, in guten wie in schlechten.
[46:23] Und habe mir gesagt, okay, ich werde einen Weg finden, erfolgreich zu sein, aber mit meinem Partnerpferd. Das war mir immer ganz wichtig. Ich finde, das muss auch eine Partnerschaft sein, wo man sich gegenseitig mit Respekt behandelt und mit Freude und mit Leichtigkeit. Ich möchte einfach, dass man es mit Leichtigkeit reitet und dass das Freude macht und dass einfach auch das Pferd freudet. Das war mir an dem Weg ganz wichtig. Und dann durfte ich wirklich, ich hatte irgendwie immer sehr Glück, dass ich irgendwie immer wo reingerutscht bin und bei solchen tollen Tränen reiten dürfen. Also ich durfte auch, das war schon davor bei Nina Stadringer, das war Olympiateilnehmerin von Österreich reiten, da war ich glaube ich 14.
[47:14] Und Gott, das ist schon so lange her, wo war ich denn überall? Ich war irgendwie sehr viel. Und dann war eigentlich so mein vorletzter Trainer, war, ich weiß nicht, Jürgen Hoffmann, der trainiert viel in Amerika und ist jetzt bei Kasselmann. Also den Namen habe ich schon mal gehört, ja. Das war, wenn du dann einmal gespürt hast, wie Reiten sich anfühlen kann, wenn du wirklich korrekt weiß, wie es funktioniert. Das ist schon Hammer.
[47:46] Jetzt treite ich im Moment bei meinem Trainer in Holland. Das ist Frank Jespers. Er hat unter anderem Meisterin der Chör-Kommission von KBPN. Und es waren ganz, ganz unterschiedliche Trainer, aber sie hatten alle eins gemeint, dass die Durchlässigkeit, die Korrektheit an den Hilfen steht, immer ihr Fokus war. Und ich weiß noch, wie ich damals geritten bin. Ich bin damals schon ganz, ganz, ganz viele Essgeräte und bin dann wieder nach Deutschland gekommen. Und ich hatte dann wirklich das Gefühl, okay, vielleicht kann ich auch nicht so viel, wie ich gedacht habe, was ich kann. Ich kann nicht mal eine große Tour reiten oder bei euch Zirkel reiten. Und das finde ich so spannend, ist dieser Unterschied von Essreiten und Essreiten.
[48:39] Wenn du mal wirklich verstanden hast und vor allem einmal dieses Gefühl hattest, okay, so kann es sich anfühlen. Und ja, das ist schon ganz, ganz toll. Das möchte ich eben meinen ganzen Schülern mitgeben. Dieses ehrliche Geduld haben an der Basis zu ab.
[48:58] Da wollen wir hinkommen. Wir sprechen da bei uns im Podcast auch sehr häufig drüber, viele Stichworte, die du auch gerade genannt hast. Vor allen Dingen dieses Stichwort, das Pferd als einen Partner zu betrachten, das Stichwort Leichtigkeit. Alles nicht so einfach, aber großartig sozusagen diesen Leitgedanken zu haben. Nicola, wir haben im Vorfeld, also wir haben ein bisschen gesprochen im Vorfeld, aber dann auch wieder ganz viele Dinge offengelassen. Unter anderem haben wir also auch wirklich offengelassen, mehr oder weniger, wo soll das sozusagen hinführen? Also wir haben gesagt, das ist ja total spannend. Erzähl doch mal, was du machst. Ich glaube, alleine das ist auch schon mal irgendwie ein Tipp für Menschen, die sagen, ich würde gerne weiterkommen und die mal was ausprobieren wollen und die dich noch nicht kannten. Lohnt sich auf jeden Fall, da mal drauf zu gucken. Aber du hast uns ja, das habe ich ja auch gesagt, du hast uns ja auch angeschrieben und du hattest sozusagen was im Hinterkopf und du hast gedacht, Mensch, man könnte was gemeinsam machen. Und ich glaube, wir müssen selber mal so ein bisschen raustüfteln, was könnte denn dieses Gemeinsame so sein?
[50:12] Hast du Ideen? Ich sage mal so, wir sind ja immer daran interessiert… Also einfach Inspirationen weiterzugeben, sich mal mit einem bestimmten Thema das mal rauszupicken. Keine Ahnung, wie reite ich einen fliegenden Wechsel? Das kann aber auch so was Banales sein wie mein Pferd will nicht in die eine Ecke, weil hinter der Bande garantiert böse Geister hausen, die junge Pferde fressen. Also das sind ja alles so Themen, die Reiterinnen und Reiter sehr wohl ketten und nicht jeder alle. Aber ich glaube, Reiterinnen sprechen da schon so dieselbe Sprache. Und die Frage ist, wie kommen wir da zusammen? Also was könnte man sich vorstellen? Bitte sprechen Sie jetzt.
[50:58] Und jetzt kommt die Idee des Jahrhunderts. Das ist eine gute Frage. Mein Gedanke war, dass ich weiß, dass es sehr viele Reiter gibt, die oft am Verzweifeln sind, weil sie an einem Punkt einfach festhängen aber aus diesem Hamsterrad vielleicht nicht raus. Oder nicht den richtigen Trainer haben, weil sie das Pferd zum Beispiel hinten bei sich am Haus stehen haben. So ganz banale Dinge einfach. Oder einfach auch mal jemanden hören, der einen motiviert und nicht immer nur sagt, mit dem Pferd geht das nicht.
[51:35] Und das ist, was ich irrsinnig gerne mache und das ist, wo ich irrsinnig gerne helfe. Und ich habe mir euren Podcast auch angehört und auch von eurem Kühl-Haflinger, den ich übrigens sehr cool finde. Vielen Dank. Und mir einfach gedacht, ich glaube, die Zuhörer werden vielleicht auch in der Richtung mal einen Haflinger haben und diesen Traum haben, auch mal Ess zu reizen. Und das ist ja das Schöne im Prinzip, dieses Träumen und man kann noch viel mehr erreichen, als wo man jetzt ist. Man muss nur den Weg finden, wie man dorthin kommt. Und das ist halt immer die Challenge, vor allem wenn man keinen hat, der einem mit Rat und Tat zur Seite steht und aber auch manchmal so ein bisschen sagt, komm, du schaffst das, probier mal das und das. Und vielleicht ist das so dieses Gemeinsame, wo ich euch helfen kann oder eure Community eigentlich besser gesagt helfen kann.
[52:38] Kann ich mir total gut vorstellen. Und ich glaube, man könnte ja vielleicht so einen zweigleisigen Ansatz fahren. Das Erste wäre mal, dass wir beide, glaube ich, so das Gefühl haben, das könnte passen und es könnte immer wieder mal Punkte geben, wo man sagt, zu dem Thema, da würden wir jetzt mal die Nicola mit ins Boot holen. Was denkt die denn dazu? Gibt es vielleicht Lösungsansätze? Wie könnte man dieses oder jenes lösen? Und das andere wäre, und du hast es gesagt, Community und die Herausforderungen sind, also der Wunsch ist vielleicht ein und derselbe, aber die Herausforderungen und die Probleme auf dem Weg dorthin sind unterschiedlich und man könnte den Ball tatsächlich mal in die Community spielen und sozusagen fragen, was ist denn so eine Hürde, über die ihr im Moment nicht wegkommt? Und worüber sollte man mal reden? Und dann hat man schon das Thema, über das man dann mal reden kann. Und in dem Sinne könnte ich mir gut vorstellen, dass wir diesen Stein mal ins Wasser werfen und mal gucken, was so zurückkommt aus der Community. Und dann wären wir sehr gespannt. Was sagt denn dann Nicola aus Österreich dazu? Wäre das vielleicht so ein Weg, den wir mal gemeinsam antesten könnten? Gerne. Klingt nach einem Plan, oder? Ja, das ist das.
[54:07] Voll gut. Dann wäre mein Vorschlag. Ich danke bis hierhin. Wir haben ja gesagt, also, oder ich habe gesagt im Vorgespräch, wir, also… Es gibt keine Zeitlimits bei uns natürlich. Es gibt so Pi mal Daumen Zeiten. Da sind wir jetzt schon lange drüber, weil es so spannend war und so interessant war und so vielseitig war, sich mit dir zu unterhalten. Aber ich glaube und mein Vorschlag wäre, dass wir vielleicht an der Stelle mal einen kleinen Break machen, ein Angebot an unsere Community vielleicht Themen zurückzuspielen an uns. Was sind denn im Moment so reiterlich Herausforderungen, wo ihr sagt, da wäre ein bisschen Input, cool, das wäre ein Thema, über das wir mal reden könnten. Und dann stündest du sozusagen aus Österreich parat und wir würden noch mal ins Gespräch kommen. Ich fände es mega gut. Ich auch. Ich bin wirklich gespannt auf die Fragen und auf eure Problemchen und freue mich dann wirklich, wirklich sehr, wenn ich euch da unterstützen und
[55:09] so den richtigen Schubs in die richtige Richtung geben kann. Nikola, das taugt für ein Schlusswort. Ich danke dir sehr bis hierhin für das Gespräch. Schöne Grüße nach Österreich und wir hören uns auf jeden Fall wieder.
[55:21] Dankeschön. Nicola, bei uns im Pferdepodcast, sie ist zu finden im Netz. Ich werde es natürlich noch mal verlinken, auch bei uns, der Pferdepodcast.com. Das ist die Seite zum Pferdepodcast, aber damit es hier auch einmal gefallen ist. Nicolas Homepage lautet dressurtraining.at und wir sind gespannt, was sich daraus entwickelt. Nicola hat ja gesagt, sie will auch gerne mal so zu kleineren Themen bei uns im Pferdepodcast mal was machen. Zum Beispiel, da ist ein Gespenst in der Halle, ich traue mich nicht in die Ecke, sagt das Pferd. Was sagen wir dem Pferd, dass es trotzdem in die Ecke geht und wie machen wir dem Pferd begreiflich? Es gibt gar nicht so viele Gespenster in Pferdehallen, weder in Österreich noch in Deutschland. Also man kann sich da eine ganze Menge Themen vorstellen und wir freuen uns drauf. »Ich war aber tatsächlich mal in einem Stall, dann ist außen an der Halle immer ein Gespenst rumgewaltet.«, Ach so. Insider. Späßchen. Insider, genau. Du hast gesagt, du würdest gerne mal so ein Probe-Abo haben von Nicola, ne? Habe ich vergessen, daraus zu verhandeln. Oh Mann, echt jetzt? Ich, also Nicola. Ich hätte es ja mal probiert, mal so ein, zwei, drei Wochen. Also Nicola im Ohr. Genau, vielleicht hört sie das und dann gibt es doch mal. Das will ich doch mal hoffen, dass sie es hört. Das ist sowieso alles, wofür wir Werbung machen. Musst du immer aushandeln, dass ich es probieren will.
[56:46] Stimmt, habe ich sträflich vernachlässigt. Absolut, ja. Und das ist ja das Mindeste, was immer dabei rausspringt, wenn wir da Werbung für machen. Vielen Dank fürs Zuhören. Es hat Spaß gemacht. Das war Folge 400 des Pferdepodcasts. Habt eine pferdige Zeit. Wir melden uns wie immer mit der kleinen Folge dann in Richtung Wochenende zurück. Macht’s gut. Tschüss. Tschüss.
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