
Folge 401 unseres Pferdepodcasts ist eine dieser Episoden, die man eigentlich mit einem Augenzwinkern beginnt – und dann merkt, wie tief man plötzlich in pferdigen Themen steckt. Es geht um kleine Stall-Mythen (ja, auch um „Hallengeister“ 👻), herzliche Hörerzuschriften und wieder einmal um die Frage: Was passiert eigentlich im Kopf und Körper unserer Pferde?
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Was tun, wenn ein Pferd sich festhält?
Die aktuelle Folge widmet sich ganz den Nachrichten unserer Community – vom „Hallengeist“ über österreichische Grüße bis hin zu einer Frage, die viele Reiterinnen und Reiter kennen:
Was tun, wenn ein Pferd sich festhält, nicht loslässt oder sprichwörtlich die Luft anhält?
Festhalten – ein pferdisches Phänomen, das Tiefe hat
Schon mal ein Pferd erlebt, das eigentlich alles kann, aber „nicht atmet“? Dass sich steif anfühlt, als müsse man es erst überzeugen, wirklich loszulaufen? Genau darüber spricht Jenny – sehr persönlich, denn ihr Deutsches Reitpony Klex zeigt genau dieses Verhalten.
Was sie beschreibt, macht Mut:
✔️ Es ist kein seltenes Problem
✔️ Training kann enorm viel bewirken
✔️ Loslassen ist bei Pferden oft ein Lernprozess
Und Jenny verrät, welche Ansätze bei ihr den Unterschied machen:
– Variantenreiches Training,
– Longenarbeit über Stangen,
– äußere und innere Balance herstellen,
– und vor allem Geduld, Geduld, Geduld.
🔸 „Irgendwann macht es Klick – und dann atmet das Pferd.“
Dieser Satz aus der Folge ist fast ein Leitmotiv.
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Was diese Folge so besonders macht
Jennys Geschichte zeigt, dass hinter Reitererfolgen oft ein Weg steckt, der nicht linear ist.
Dass kleine Fortschritte gefeiert werden dürfen.
Und dass es gut tut, darüber zu sprechen – auch wenn man keine fertigen Patentlösungen hat.
Und natürlich gibt es wieder typische Podcast-Momente:
Humor, Stallgeschichten, eine österreichische Hörerin mit geheimnisvollem Nickname, Vorfreude auf Weihnachtsfolgen und ein bisschen Behind-the-Scenes aus dem Podcaster-Alltag.
💡 Warum sich das Hören lohnt:
➡️ Wenn du Pferde hast, die „festhalten“ oder introvertiert sind
➡️ Wenn du wissen willst, welche Trainingswege bei Jenny funktionieren
➡️ Wenn du gerne lachst, schmunzelst und dich wiedererkennst
➡️ Und wenn du einfach gern Teil einer Pferde-Community bist, die ehrlich erzählt
🎙 Neugierig?
Dann hör in Folge 401 rein – sie ist klein, aber voll von Aha-Momenten, schönen Zuschriften und einem Thema, das viele Pferdemenschen bewegt.
Viel Spaß beim Hören und bis zur nächsten Folge! 🐴✨
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🔗 Weiterführende Artikel zur Losgelassenheit beim Reiten
- Mach dich locker: Praktische Tipps für die Lösungsphase — Artikel über Übungen und Ansätze, wenn ein Pferd „wie ein Steiftier“ aus der Box kommt. Pferderevue
- So reiten Sie Ihr Pferd locker — Hintergrund zu Gymnastizierung, Rückenmobilisierung und wie man ein Pferd Schritt für Schritt „frei bekommt“. CAVALLO
- Ausbildungsskala: So lässt Ihr Pferd leichter los — Vermittelt, wie mit wechselndem Rahmen, großem Zirkel und passenden Hilfen Losgelassenheit gefördert wird. CAVALLO
- „Zwei Geister müssen das Wollen, was zwei Körper können“ – Die Losgelassenheit beim Reiten — Artikel über die Bedeutung der mentalen und körperlichen Gelassenheit bei Reiter und Pferd. Pferde Unser Leben
- Das Pferd ist steif – Was kann man tun? — Beschäftigt sich mit Steifheit allgemein, und gibt Tipps, wie man einem Pferd helfen kann, beweglicher und losgelassener zu werden. Pferd Spezial
- Die Lösungsphase – individuell und abwechslungsreich (hufglueck.de) — Checkliste und Hinweise, woran man erkennt, dass ein Pferd „losgelassen“ ist, und wie man diese Phase unterstützen kann. hufglueck.de
Hier geht’s zum vollständigen Transkript der Folge:
[0:18] Warum lachst du immer? Witzig. Übrigens war unser Gag, was heißt Gag? Der Insider, der in dem alten Stall, der Geist, oder des Gespenstes um die Halle immer rumgewaltet ist, der kam gut an. Verstehe. Aber wir können… Ich könnte nochmal kichern. Aber wir können doch nicht immer Insider-Gags erzählen und sie dann nicht auflösen. Oh, das könnten wir mal in einer großen Folge auflösen.
[0:50] In der Weihnachtsfolge. In der Weihnachtsfolge. Also, ja. Also, man kann es aber auch ganz schnell, ganz kurz machen. Es gibt manchmal Stallbesitzer, die sind so ein bisschen waldschratig, so kann man das vielleicht, oder die sind so ein bisschen so… Anders. Anders, einfach. Das würde ich mal sagen. Und die haben Spaß daran, wenn jemand reitet in der Halle, den sie nicht leiten können und dann waltet man mal so um die Außenwand der Halle rum und macht dann mal so Geräusche und klopft mal an die Bande und so. Und freut sich darüber, wenn die Pferde sich erschrecken. So was gibt’s. So was gibt’s. Das ist aber nicht nett, muss man sagen. Das sag ich ja, sie, die sind anders. Also es gibt ja auch gute Geister und so unscharmante Geister und ja, und so war das jetzt dann quasi. So war das dann mal. So ein Geist halt.
[1:37] Der ist da rumgewaltet, ne? Genau. Naja. Folge 401. Hallihallo, hier ist der Pferde-Podcast mit der kleinen Folge, die ja immer reserviert ist für Zuschriften unserer Hörerinnen und Hörer. Und wir freuen uns wirklich immer total, dass da doch regelmäßig total nette Sachen kommen, zum Teil aber auch konkrete Fragen. Und heute haben wir quasi beides.
[2:03] Also was Nettes und eine konkrete Frage. Ich muss vorneweg ganz kurz Dankeschön sagen. In der letzten Woche, bemerkenswert, gab es einige Anmeldungen für unser Steady-Abonnement, das wir ja parallel auch noch anbieten. Hast du erfolgreich gebettelt. Damit kann man uns so ein kleines bisschen unterstützen, wenn man will. Wenn man sagt, mein Lieblings-Podcast, die haben ja auch Ausgaben, die müssen den Hoster bezahlen, die kaufen sich ab und zu mal ein neues Mikrofon oder sowas und dann gebe ich denen einen Euro im Monat oder drei oder so. Wir sprechen ja immer, wenn alle unsere Hörer bei Steady wären. Exakt, genau. Und das haben die eine oder der andere, haben das gemacht. Und ganz offiziell herzlichen Dank. Wir geben auch ein kleines Goodie. Man kann die Folgen immer werbefrei hören und man bekommt sie ein bisschen vor allen anderen. Wir wollen es natürlich auch nicht übertreiben, dass unsere in Anführungszeichen ganz normalen Hörer da irgendwie verstimmt sind oder so. Ist ja klar, aber so. Das kleine Goodie für zwischendurch.
[3:07] Das geben wir dann doch raus. Vielen herzlichen Dank. Sollen wir mit den Zuschriften vielleicht loslegen? Deinen Pferden geht es sehr gut. Wir haben noch nicht gesprochen über den Springlehrgang vom vergangenen Wochenende mit ACDC. Und wir haben schon gesagt, es gibt viel zu erzählen. Das heben wir uns auf für die große Folge. Genau. Also du warst da und es war aber schön auch. War es schön? Ich war da, es war schön. Ich bin nicht runtergefallen. Sehr gut. Und wir haben es gut gemacht. Vor allem AC ist so ein Multitalent, der kann einfach alles. Das hat richtig Bock gebracht. Total. Nächste Woche fahre ich nochmal. Ach komm, ist der geil. Der kommt gleich nochmal nächste Woche und dann habe ich mich nochmal angemeldet. Also ich finde es spannend, was macht es mit so einem Pferd, das ja nun Dressur-mäßig sehr begabt ist. Wir haben darüber gesprochen, M-Dressur gewonnen diese Saison, riesen Erfolg bei der Europameisterschaft erfolgreich gewesen. Und dann, also ihr werdet jetzt keine Springturniere gewinnen oder so, aber dass der das so, ja, was macht es mit so einem Kameraden, der eigentlich im Dressurviereck zu Hause ist? Oh, der hat schon Spaß da dran.
[4:11] Okay. Also, wir freuen uns auf die nächste Folge, die wir am Wochenende dann aufnehmen und das kleine Lebenszeichen unter der Woche jetzt mit euren Zuschriften. Und es gibt eine Zuschrift von unserer Lieblingshörerin Allegra alias SchwarzT07 aus Österreich. Haben wir eigentlich schon mal gefragt, wo dieser Nickname herkommt, Schwarztee 07? Haben wir noch nie gefragt. Aber tatsächlich, also warum nennt man sich Schwarztee 07, wenn man Allegra heißt? Genau. Also vielleicht mag sie Schwarztee 07 geboren. Nee, das glaube ich nicht.
[4:48] Nein, 2007, da wäre sie ja noch ganz, ganz jung. Sie ist jung, genau. Lieblingshörerin, weil sie aus Österreich kommt und uns besucht hat, unangemeldet beim Haflinger Europachampionat in Stadelpaura und wir haben uns wirklich sehr gefreut, uns nett unterhalten und das war eine tolle Begegnung und Allegra hat so zwischendurch einfach so jetzt in der Vorweihnachtszeit geschrieben. Sie schreibt, ich vermute, ihr seid im vollen Umzugsstress. Liege ich schon vorbei? Genau, ich gehe ja nach Berlin. Aber ist schon alles vorbei. Ich habe eine kleine Besenkammer mir nur anbieten dürfen. Mehr hat Jenny nicht erlaubt. Wegen der Pferde. Also so war es ungefähr.
[5:31] Also ihr seid im vollen Umzug, Stress. Nein, sind wir nicht. Und habt wie alle genug zu tun in der Vorweihnachtszeit. Daher in aller Kürze vielen Dank für die tollen 46 Podcast-Stunden. Wow, so viel. Ja, Klammer auf, Klammer zu. Offensichtlich, wenn man so überschlägt. Kommt schon ungefähr hin. Die schönen Einblicke in das Leben eurer Pferde und die Mut-Mach-Momente, wenn etwas einmal nicht klappt. Ich freue mich auf nächstes Jahr und halte die Daumen, dass Klecks Freude an der Working Accretation hat. Da hast du ja gesagt, das hast du vor.
[6:07] Ich finde die Teildisziplin Trail unglaublich spannend und motivierend zu reiten. Also offensichtlich, Allegra hat damit auch Erfahrungen und sie sendet liebe Grüße aus Österreich. Traill hilft mir ganz kurz, was das ist … Das ist mit den Hindernissen, wo man ein Tor aufmachen muss, über eine Brücke reiten, in das Gatte rein. Alles klar. Und eine Glocke läuten und eine, dann ist das auch mit dieser, ich glaube, das nennt man Garocha, ich weiß gar nicht, dieser Stab, wo man den Kringel holen muss. Tanisha, verzeih uns, wenn wir es falsch sagen. Also da muss man doch immer mit diesem Stab, diesem Kringel von dem Oxtkuhhorn da wegholen und muss das dann irgendwo in eine Tonne stellen. So was zum Beispiel. Mit Karacho, im Zweifelsfall. Wenn es der Speed Trail ist, dann bitte mit Karacho. Dann mit Karacho, alles.
[6:56] So, und dann gibt es noch eine konkrete Frage und das ist ja tatsächlich, haben wir immer gesagt, dafür nutzen wir die kleinen Folgen, schnelle Fragen, schnelle Antworten. Ich weiß gar nicht, ob es darauf eine schnelle Antwort gibt, gar keine Antwort.
[7:09] I don’t know. Die liebe Anja hat uns geschrieben, hallo Jenny, hallo Chris, ich bräuchte eventuell mal einen Rat von Jenny, beziehungsweise bestimmt wird es eher Zuspruch sein. Ich habe die Folge gehört von dem jungen Irish Sport Horse, wir erinnern uns, unsere Hörerin aus Irland, die geschrieben hat, dass ihr junges Pferd so aufgeregt ist und so schlecht alleine bleiben kann beim Dressur-Turnier, dass das Pferd aus dem Dressur-Vieereck rausspringt. Jetzt schreibt nun Anja, ich habe einen Moritzburger Wallach. Eigentlich sind die ja ziemlich cool und gelassen. Meiner ist achtjährig und erst seit Februar diesen Jahres in meinem Besitz. Unser Problem ist, er ist immer total festgehalten.
[7:58] Egal ob Gelände, alleine oder in Gesellschaft, auch in der Halle oder auf dem Platz. Er ist immer brav, fährt super Anhänger. Wir fahren auch viel raus zum Reiten in verschiedene Hallen und Plätze, damit er viel sieht. Er ist ein recht introvertierter Kerl und immer super skeptisch. Vielleicht weißt du ja noch was, was ich weitermachen könnte. Er bekommt jetzt erstmal kein Getreide mehr, falls MLM ein Thema sein sollte. Mim. Mim, Entschuldigung. Mim ein Thema sein sollte. Du merkst schon, es gibt diverse Fragen, die ich schon zu dieser Mail habe. Und ansonsten bekommt er Futter für Magenpferde, Zucker und Stärke reduziert und das Collie von Kristallkraft. Sorry für die lange Nachricht, einen schönen Advent euch beiden, Anja. Und dann hat sie noch hinterher geschoben zum Thema Alter. Er ist achtjährig, wobei das hatte sie oben schon geschrieben. Und er war nur leicht angeritten, als er zu mir kam. Allerdings wurde er eingefahren in einem fremden Stall, so vierjährig und danach nur selten gefahren und fast nie geritten. Also wenn ich es richtig verstehe, eine Pause zwischen den Jahren vier und acht von dem Pferd.
[9:13] Ich habe also eine Frage zum Verständnis der Kern scheint ja zu sein, Er ist wie Klecks. Aber er ist immer total fest gehalten. Das heißt, also das ist ja oft so ein Fachbegriff aus der Reitersprache, der macht sich total fest. Also werden die dann… Oder der lässt nicht los. Das ist ja auch so ein Klecksi-Problem. Also die sind immer so ein bisschen, als würden sie den Atem anhalten, Luft anhalten.
[9:39] Nicht unbedingt angespannt, Luft anhalten. Okay. Ist, glaube ich, das passendste Wort. Das Problem habe ich ja auch immer auf dem Turnier mit Klecksi. Der kann beim Abreiten super toll sein und ich reite da rein und der hält die Luft an und atmet nicht. Das ist schon, also angespannt ist, glaube ich, das falsche Wort. Nicht wegen Nervosität.
[9:59] Also Klecks, sie ist eigentlich nie nervös, aber was sie da beschreibt, passt 100% auf Klecks. Eins zu eins. Ich mache auch genau das Gleiche, was sie auch macht. Kein Getreide. Der kriegt auch das Kuli von Kristallkraft. Ich hatte es jetzt mal, es war leer und ich glaube, ich habe zwei oder drei Wochen keins gefüttert, weil ich gedacht habe, ach, das passiert eh alles nur in meinem Kopf und das ist alles nur Kommerz und Geldmacherei. Nee, da muss ich doch wirklich sagen, also wenn er das Kuli nicht kriegt, ist er wesentlich schwieriger locker zu kriegen als mit dem Kuli. Also das hat schon eine Wirkung auf das Pärt. Und genau, also magenfreundliches Futter und so, da macht sie schon alles richtig. Aber … Jetzt verrate doch noch, was du noch machst, was sie nicht macht und …
[10:46] Spaß. Nee, also im Prinzip mache ich genau das Gleiche und ich bin ja auch immer noch, ich habe immer noch das gleiche Problem. Also Kleksi ist auch kein Pferd, wo man sich draufsetzt und direkt losreitet. Also den muss man locker machen, den muss man dahin reiten, dass er freiwillig an die Hand zieht, dass hinten der Motor angeht. Man hat immer so ein bisschen das Gefühl, er hat so keinen Spaß an der Bewegung, man muss ihn immer nach vorne treiben und man muss immer so, bitte nochmal und immer auffordern. Und irgendwann legt es dann ein Schalterchen um und dann läuft er. Und dann hat man ihn auch vor den Hilfen, dann hat er auch eine schöne Anlehnung. Und es ist aber, ja, es ist nach wie vor auch für mich immer mal wieder schwierig. Ich probiere immer noch rum. Also im Moment fahre ich ganz gut mit achten Reiten im Trab, wirklich mit ganz tiefem Hals, Nase nach vorne, Nase so Höhe, Buggelenk, frisch nach vorne reiten.
[11:39] Trab, Galopp, Übergänge reiten und immer wieder die Hand wechseln, große gebogene Linien und irgendwann macht es dann bei dem Pferd klick klick. Und dann hat man richtig das Gefühl, er atmet aus und er atmet auch weiter. Aber das dauert immer ein bisschen. Und was ich ganz viel mache, was ihm sehr, sehr gut tut, ist über Stangen longieren, also ganz viele Stangen hintereinander und zwar am Kappzaum nicht ausgebunden, so dass ich ihn auch immer so ein bisschen stellen kann im Genick, dass ich ihn auch immer mal wieder so ein bisschen rumprobieren kann, ein bisschen engere Wolte, ihn mal wieder rausschicken. Und er macht es auch wirklich ganz toll. Also er läuft auch schon an der Longe dann in Selbsthaltung mit schönem, langem Hals. Er lässt Fallen aus dem Widerriss. Also diese Longe-Arbeit tut ihm sehr, sehr gut. Je öfter ich longiere, umso besser ist er zu reiten. Also diese Erfahrung habe ich auch gemacht, aber ich bin immer noch am Probieren. Also es ist immer noch nicht so, dass ich sage… Das ist ein ganz normales Pferd. Das wird der wahrscheinlich auch nie sein. Also ich glaube, ich werde immer dieses Problem haben, dass er auch die Luft anhält und dass er sich festhält und nicht loslässt. Aber mit gezieltem Training kriegt man das ganz gut in den Griff. Nicht aufgeben.
[12:53] Also ja, also fällt mir jetzt eine Menge dazu ein, was ich dazu noch so anmerken wollen würde. Aber also wenn ich dich richtig verstehe, den tieferen Grund oder den tieferen Sinn, was die Ursache für dieses Luftanhalten, sich festhalten ist, also für dieses Verhalten von dem Pferd. Man kann ja fast sagen, das kennt man ja auch bei Menschen, also irgendwie Luft anhalten ist ja jetzt nichts. Also man kann sich das gut vorstellen und man kann sich auch vorstellen, was das mit einem macht. Du bist der Mensch gewordene Klecks, wenn man dich sieht. Das hat doch deine Logopädin auch immer gesagt. Schultern fallen lassen. Lassen sie doch mal die Schultern fallen. Du bist der Mensch gewordene Klecks. Du ziehst so die Schultern hoch und gehst so ein bisschen. Du lässt auch nicht los. Du atmest auch nicht beim Laufen. Aber genau, genau das ist es. Ob das jetzt einen medizinischen Grund hat, das habe ich nie abklären lassen. Natürlich hätte ich das machen können, dass ich zum Beispiel auch einen Testmacher auf MIM oder dass ich ihn mal, irgendjemand hat mir mal gesagt, schick ihn doch mal in die Sinti, da siehst du ganz genau.
[14:00] Okay, nee, mache ich nicht, weil das Pferd ja in der Lage ist, loszulassen. Also ich kriege ihn ja mit dem richtigen Training, kriege ich ihn ja dazu, dass er loslässt und dass er ganz fein zu reiten ist. Wenn das nicht der Fall wäre, hätte ich das ganz sicher mal tierärztlich abklären lassen. Verstehe. Was ist denn da? Da ist doch irgendwas, stimmt doch da nicht, weil der so sich verhält und weil der nicht loslässt und weil er nicht atmet. Ich glaube, das ist einfach das Pferd. Und ich habe den ja damals gekauft und habe das erste Mal drauf gesessen und da war das ja schon. Also es war ja schon vierjährig, da war der gerade, keine Ahnung, wie oft haben die drauf gesessen, fünf, sechs Mal, als ich den ausprobiert habe. Und dann dachte ich schon so, der zieht ja gar nicht, der ist so ein bisschen klemmig. Und ich habe ja damals in meiner Arroganz gedacht, ach, kriege ich schon hin, Jungpferd, ganz normal, dass die nicht so nach vorne ziehen. Dass das so bleibt, hätte ich natürlich damals nicht gedacht. Aber ich habe das schon beim Probereiten, dachte ich schon so, ach, das ist aber anstrengend und der läuft nicht von alleine. Okay.
[15:03] Und dann? Leider ist es so geblieben. Aber wie gesagt, mit gezieltem Training und wirklich so ein bisschen auch einen Plan machen. Was mache ich heute? Was mache ich morgen? Was mache ich übermorgen?
[15:14] Viel Abwechslung ins Programm. Also wenn ich ihn dreimal hintereinander reite, dann kotzt er. Das will er überhaupt nicht. Also braucht schon viel Abwechslung. Ich mache mehr Longenarbeit als Reiten. Am langen Zügel ins Gelände, bergauf, ist auch super toll. Also da muss er sich so ein bisschen anstrengen. Aber da muss er auch die Rückenmuskeln loslassen, weil er da so ein bisschen klettern muss. Also das sind so Dinge, die ich halt ausprobiert habe und wo ich gemerkt habe, dass am nächsten Tag, wenn ich dann sage, jetzt bereite ich Dressur, dass es dann viel, viel besser ist. Ich will ja uns und dich, das ist ja immer blöd, wenn man sich selber lobt. Also Podcaster loben sich selber für ihren Podcast. Das ist ja schon auch irgendwie so ein bisschen plemplem. Aber Anja hat ja erkennen lassen, dass sie mit Zuspruch zufrieden wäre. Mehr kann ich ihr leider auch nicht geben. Naja, nein, also ich würde jetzt aber schon sagen, dass du auch reiterlich so die ein oder andere konkrete Handreichung gegeben hast. Ob das Anja jetzt entscheidend weiterhilft oder ob sie sagt, okay, das kann ich tatsächlich mal ausprobieren, vermag ich natürlich nicht zu sagen. Ich hätte jetzt so, weil sie hat ja auch schon eine Menge aufgeschrieben, was sie macht. Ich hatte den Eindruck, es war jetzt doch noch ein bisschen mehr an konkreten Handreichungen, was man reiterlich noch vielleicht ins Training einbauen kann, dabei. Weil einen Unterschied gibt es ja schon zwischen dem Klexi und dem Pferd von ihr.
[16:44] Nämlich zum einen die Sache mit dem Fahren. Ob das jetzt den großen Unterschied macht, weiß ich gar nicht. Eigentlich eher zum Positiven. Also Pferde, die gefahren werden, sind eigentlich in der Regel schon auch rittig. Aber so diese lange Reitpause, wenn ich es richtig verstanden habe, wo das Pferd vielleicht so reiterlich dann gar nicht so viel gemacht hat. Vielleicht aus dem Grund. Möglicherweise. Aber also das war bei Klecks ja nicht so. Du hast dich ja immer mit ihm beschäftigt. Weiß ich nicht, ob das jetzt bei Klecks deshalb vielleicht ein kleines bisschen weiter ist als Anjas Pferd. Dafür müsste man sich es wahrscheinlich mal angucken. Letzte Frage, kann es vielleicht was damit zu tun haben, also alles, was du so beschrieben hast?
[17:23] Klingt auch so, als könnte das für ein Pferd auch so für den Kopf, also für den Pferdekopf auch irgendwie, also anstrengend ist vielleicht auch ein großes Wort, aber doch irgendwie eine Aufgabe sein. Also wenn du sagst longieren und viele Stangen hinlegen und das mit den Achten
[17:37] reiten, das ist ja auch jetzt also was anderes als stumpf durch die Gegend eiern. Oder würdest du sagen, das hat damit eigentlich nichts zu tun, sondern es ist eher die Abwechslung, auf die es ankommt? Also natürlich muss er nicht, wenn er jetzt über fünf Stangen hintereinander traben muss, dann muss er schon hingucken, da muss er ein bisschen aufpassen. Aber also er ist ja jetzt…
[17:59] Er ist total willig und er macht auch alles mit. Er springt auch an der Longe. Ich lasse ihn ja auch ab und zu mal so ein bisschen springen, einfach um den Rücken so ein bisschen aufzumachen. Auch mal so rein mit Cavaletti stelle ich ihm hin, dass er da auch wirklich so für den Rücken alle Übungen, die das Pferd dazu veranlassen, aus dem Widerriss fallen zu lassen und den Rücken aufzumachen, sind für solche Pferde natürlich perfekt. Also das würde ich auf jeden Fall mindestens zweimal in der Woche ins Training einbauen. Und auch vielleicht genau so kleine Reihen mal aufstellen, drüber springen lassen an der Longe, dass wirklich diese Rückenmuskeln hochkommen und dass die beansprucht werden. Und natürlich ist es beim Reiten dann, ich steige auf am nächsten Tag und habe die ersten zehn Minuten keinen Spaß. Also das ist nach wie vor so, das ist aber so, seit ich dieses Pferd habe. Ja, aber es gibt Fortschritte, das hast du schon auch gesagt. Es hat früher länger gedauert. Es gab Zeiten, da hat es länger gedauert. Und wir kommen immer dahin, dass das Reiten Spaß macht. Und das ist ja eigentlich auch die Hauptsache. Ich fange zwar immer wieder von vorne an, bei jeder Reiteinheit muss ich wieder fragen, könntest du jetzt mal bitte ein bisschen rund und tief und fallen lassen, aber das muss ich bei den anderen beiden Pferden auch. Also bei AC reite ich auch nicht direkt los und reite fliegende Wechsel, den muss ich auch immer erst warm machen und da ist jedes Pferd individuell, also da muss man einfach so ein bisschen auf das Pferd eingehen.
[19:16] Geht halt nur schneller, ne? Bei AC geht es schneller und einfacher. Da muss ich nicht so viel, da reicht es, wenn ich locker trabe, galoppiere, auf jeder Hand zehn Minuten und dann kann ich den anfangen zu arbeiten. Und da muss ich mich vorher nicht anstrengen.
[19:28] Bei Klecksi muss ich mich immer vorher schon anstrengen.
[19:31] Anja, wenn du noch mehr Zuspruch brauchen solltest, also…
[19:35] Ich hoffe, du fühlst es, dass wir dir Zuspruch geben. Wenn du noch mehr Zuspruch brauchen solltest, dann schreib es uns auf. Wir lesen es dir vor und schicken es dir als WhatsApp oder so. Oder wir sagen es nochmal auf. Es ist alles drin, es ist alles möglich. Aber tatsächlich halt durch. Die Daumen sind gedrückt. Ich glaube, Jenny kann wirklich nachfühlen, dass das ein Problem ist, also was auch nervt und irgendwie an dem man gerne, wo man gerne weiterkommen würde und es braucht seine Zeit, deshalb dranbleiben. Nicht aufgeben. Und vielleicht, und das ist die Hoffnung, ist ja jetzt doch von den Sachen, wir reden ja im Vorfeld immer so ein bisschen drüber, kann man da dazu was sagen? Und dann sagt Jenny so, ja, ja, geht schon. Und dann bin ich jetzt, also ich war jetzt ganz erstaunt, wie viele konkrete Dinge du dann doch jetzt so genannt hast, von denen du glaubst, dass das auf das Konto und auf dieses Problem so ein bisschen einzahlt, dass es besser wird. Jenny, dann bedanken wir uns fürs Zuhören. Folge 401, die kleine Folge vor dem Wochenende. Und Wochenende wollen wir da mal den AC springen lassen. Macht’s gut, habt eine pferdige Zeit und ein schönes Wochenende. Tschüss.
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