#404 Unser Aschenbrödel Carina Harnisch reitet besser

Manche Folgen altern einfach gut. So gut, dass man sie – ganz ohne schlechtes Gewissen – noch einmal auspacken darf. Folge 404 des Pferdepodcasts ist genau so eine Ausgabe: ein Mix aus aktuellem Stall- und Sportgeschehen und der Wiederholung eines Interviews, das für viele Hörerinnen und Hörer längst ein Klassiker ist.


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Ein Blick zurück – und nach vorn

Im aktuellen Teil der Folge nehmen Jenny und Chris euch zunächst mit in die winterliche Realität des Reiteralltags. Zwischen Trainingspausen, dicken Beinen, mentalen Zielen und ganz konkreten Entscheidungen für die kommende Saison geht es um eine große Frage:
Welche sportlichen Träume sind realistisch – und wann ist Loslassen vielleicht der bessere Weg?

Dabei stehen gleich drei Pferde im Fokus:

  • Klex: Intensives Training mit offenem Ausgang. L-Turniere nur dann, wenn Zuverlässigkeit da ist – sonst heißt es bewusst: raus aus dem Viereck, rein ins Spaßprogramm.
  • Benny, der Nachwuchs: Talent ohne Ende, ein großartiger Charakter – aber noch Baustellen bei den Nerven. Ziel für 2026: Dressurpferde A, wenn die Turnieratmosphäre nicht mehr alles überlagert.
  • AC/DC, der Haflinger: Das sportliche Flaggschiff. Nach dem Erfolg in Stadl-Paura geht der Blick Richtung Zwei-Sterne-M – mit Bedacht, Selbstvertrauen und mentaler Vorbereitung.

Es geht um Trainingsphilosophie, ums Zuhören, um Muskelaufbau, Nervosität, Fütterung, Hängerfahren, Kinder als Trigger 🙈 – und immer wieder um die Frage: Was ist wirklich pro Pferd?


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Unser Aschenbrödel: Warum dieses Interview zurückkehrt

Dann wird es nostalgisch – und gleichzeitig hochaktuell.
Denn laut Spotify war das Interview mit Dressurreiterin Carina Harnisch die meistgehörte Folge des gesamten Jahres. Grund genug, dieses Gespräch in der Weihnachtszeit noch einmal hervorzuholen. So wie „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ gehört auch dieses Interview für viele einfach zur gemütlichen Jahreszeit dazu.

👉 Wichtig: Das Interview mit Carina ist eine Wiederholung und wurde bereits im Februar veröffentlicht.

Und trotzdem: Es lohnt sich. Denn Carinas Geschichte ist zeitlos inspirierend.

Worum geht es im Interview mit Carina Harnisch?

Carina Harnisch spricht offen über ihren außergewöhnlichen Weg an die Spitze des Dressursports:

  • ihren schweren Unfall mit neun gebrochenen Rippen
  • mentale Stärke als Schlüssel zum Comeback
  • den Sieg im Louisdor-Preis-Finale in Frankfurt
  • den mutigen Schritt, ihren sicheren Job aufzugeben und voll auf die Pferde zu setzen
  • und die Frage, wie nah Träume wie Nationalmannschaft und internationale Starts wirklich sind

Ein Gespräch über Ehrgeiz, Rückschläge, klare Entscheidungen – und darüber, was passiert, wenn man konsequent an sich glaubt.

Einordnung aus heutiger Sicht

Spannend: Während das Interview selbst Anfang 2025 aufgezeichnet wurde, hat Carina inzwischen sportlich noch einmal nachgelegt – mit internationalen Erfolgen, Grand-Prix-Siegen und einer klaren Perspektive Richtung Weltcup 2026. All das macht das Gespräch rückblickend fast noch eindrucksvoller.

Folge 404 – warum reinhören?

Diese Episode ist mehr als eine Wiederholung. Sie verbindet:

  • ehrliche Bestandsaufnahme aus dem Stall
  • realistische sportliche Zielsetzungen
  • emotionale Vorfreude auf das, was kommt
  • und ein Interview, das vielen gezeigt hat, was im Reitsport möglich ist – trotz aller Umwege

Oder anders gesagt:
Ein bisschen Jahresrückblick, ein bisschen Zukunftsmusik – und ein echtes Pferdepodcast-Aschenbrödel.

🎧 Jetzt reinhören in Folge 404 des Pferdepodcasts – überall, wo es Podcasts gibt.


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🔗 Weiterführende Links zu Carina Harnisch und Turnierhighlights 2026

🔗 Rimondo-Profil von Carina Harnisch – Übersicht über Startlisten und Turniereinträge (inkl. Stadl-Paura Starts). Carina Harnisch – Turnierergebnisse & Profil

🔗 Gerade Saison 2025/2026: Weltcup Dressurstationen & Termine – Überblick über Stationen der Weltcup-Saison, bei der Carina ggf. (je nach Start) relevant sein kann. FEI Dressur Weltcup 2025/2026 – Termine & Stationen


🎯 Ziele setzen fürs kommende Turnierjahr

🔗 Tipps zur Turnierplanung & Turnierkalender 2026 (FN Turniersuche) – offizielle Turniersuche & Kalenderübersicht für Veranstaltungen 2026. FN Turniersuche & Turnierkalender 2026

(Hinweis: Während sich dieser Link konkret auf die Turniersuche bezieht, hilft er sehr gut dabei, Ziele zu setzen und Veranstaltungen für 2026 zu planen.)

👉 Tipp für Leser: Damit Ziele wirklich funktionieren, lohnt es sich, sie schriftlich festzuhalten, zu terminiert und in Trainingsblöcke zu unterteilen (z. B. via Trainingstagebuch oder Zielplaner).


📅 Turnierhighlights 2026

🔗 FEI Weltmeisterschaften Aachen 2026 – Dressur & mehr – offizielles Portal zur Weltreiterspielen-Veranstaltung vom 11. – 23. August 2026, mit Dressurklassikern und Medaillenentscheidungen. FEI Weltmeisterschaften Aachen 2026 – Offizielle Seite

🔗 Offizieller Turnierkalender der FN (Beispiele & Veranstaltungssuche) – gibt Überblick über viele Turniere in der Saison 2026 und ist ideal für die Planung der eigenen Highlights. FN Turniersuche & Turnierkalender 2026 (Detail)



Hier geht’s zum vollständigen Transkript der Folge:

[0:00] Aber jetzt exakt. Jetzt ist besser, oder? Ja. Oh, die Aufnahme läuft.

[0:06] Die Aufnahme läuft für Folge 404 des Pferdepodcasts. Ich wollte noch schnell das Scheiß jetzt sehen. Gehst du jetzt nochmal pinkern? Unterhalten mal die Leute. Was machst du hier? Oh Gott, das sagst du mir. Ich soll jemanden unterhalten. Ich weiß nichts. Was passiert? Ich bin wieder da. Ich bin wieder hier am Start. Er ist wieder da. Ja, ich bin wieder da. Hattest du eine gute Zeit mit unseren Hörerinnen und Hörern? Ja, wir haben eine Party gemacht. Habt ihr euch gut unterhalten? Hast du ein bisschen einen Schweig aus deinem Leben erzählt? Ich bin ja jetzt nicht so der Alleinunterhalter.

[0:44] Jenny, Folge 404 des Pferdepodcasts. Ich habe einen Vorschlag. Und zwar, wir waren ja in der kleinen Folge vor dem Wochenende.

[0:55] Hashtag aus Gründen ein bisschen schläfrig unterwegs. Du hattest dieses enorm süße Schlafvideo von Benni mitgebracht und wir haben es zum Anlass genommen, mal darüber zu sprechen, wie schlafen eigentlich deine drei Jungs, dass sich das auch alles sehr zum Positiven entwickelt hat. Aber mal Butter bei die Fische, der Leitstern, das Leitmotto von unserem Podcast ist ja, wir begleiten den jungen Haflinger ACDC die vom Pferdekindergarten ins große Dressurviereck. Hier sollen sportlich die Bäume ausgerissen werden. Was kostet die Welt? Du willst sportlich diese Pferdewelt erobern. Und das macht Männer bekanntlich nicht im Schlaf. Und wir lassen uns wieder inspirieren, denn wir haben ja schon gesagt.

[1:44] Dass wir sozusagen uns ein bisschen orientieren an unseren Spotify-Zeugnissen. Und da haben wir gelernt, die erfolgreichste Folge des Jahres bei Spotify war die Folge, in der wir Carina Harnisch zu Gast hatten.

[2:02] Top-Reiterin aus Baden-Württemberg, total erfolgreich. Sie hatte Anfang 2025 im Februar mit uns über ihren bis dahin größten Erfolg gesprochen. Sieg beim Louis-Door-Cup-Finale in der Frankfurter Festhalle. Und wir haben gesagt, und also was dem Fernsehen recht ist, das soll uns doch nur billig sein, wenn im Fernsehen so Sendungen, so Erfolgshits, möchte ich fast sagen, wie Aschenbrödel zum Beispiel, zur Weihnachtszeit wiederholt werden, dann haben wir doch in Form von Carina Harnisch und in Form des Carina Harnisch Interviews von Anfang des Jahres Das ist unser Pferdepodcast Aschenbrödel im sogenannten Köcher in der Satteltasche.

[2:51] Und das können wir doch jetzt in dieser Folge 404 auspacken. Das machen wir auch jetzt. Ich glaube, also Folgentitel wäre sowas in die Richtung. Die Lokomotive. Die Quotenlokomotive. Ja. Also mein Vorschlag wäre, unser Aschenbrödel Carina Harnisch reitet besser. Weißt du? So irgendwie. Als Aschenbrödel. Als Aschenbrödel. Das muss man sich dann dazu denken.

[3:16] Genau. Also das ist nach wie vor, ich finde, also das Interview ist sehr gut gealtert. Man kann da wirklich nochmal reinhören. Das ist total inspirierend. Und wir sind ja auch Lose für kommendes Jahr schon verabredet, dass wir dann nochmal ein neues Interview machen, auf 2025 blicken. Aber ich finde jetzt so in dieser Weihnachtszeit, wo man nochmal sich so muckelig irgendwie einmummelt auf der Couch und so, im Fernsehen, Klassiker wie Aschenbrödel genießt, gibt es in dieser Folge Pferdepodcast, ein Pferdepodcast-Klassiker. Carina Harnisch ist nochmal bei uns, das aufgezeichnete Interview von Anfang des Jahres. Und ich finde, wenn wir schon so sportlich unterwegs sind, dann könnten wir doch vielleicht am Anfang der Folge auch so ein bisschen auf deinen Sport gucken und nicht gucken, also quasi an der Schlafzimmertür lauschen, wie wir das in der kleinen Folge gemacht haben.

[4:12] Sondern mal so durchaus auch mit Blick auf 2026, was sind so sportliche Ziele. Im Moment gibt es ja nur gerade nicht so viele Turniere, aber wenn du mal so die Augen schließt, auch ein Gedenk Konstanze Wiesner. Man soll ja quasi, um über die graue Jahreszeit wegzukommen, durchaus mal die Augen schließen. Wie stelle ich mir das vor? So soll es sein im neuen Jahr. Was hast du da? Also was kommen dir da so für Gedanken in den Sinn? Und wir kennen uns ja jetzt wirklich gut, aber ich könnte das jetzt im Detail ehrlich gesagt nicht sagen, was du dir da so vorstellst. Und umso mehr, finde ich, könnte man doch mal drüber reden. Und wenn es dies und das Aktuelle noch gibt, dann gerne her damit.

[4:59] Und damit haben wir uns, glaube ich, relativ viel vorgenommen für die Ausgabe und jetzt spielt unser Orchestermusiker, der eine Christbaumkugel am Körper trägt. Ich verrate nicht, wo.

[5:15] Unser Orchestermusiker spielt jetzt die Pferde-Podcast-Hymne und dann geht’s los. Folge 404 ist Weihnachtet im Pferdepodcast und diese Weihnachtszeit, apropos Weihnachtszeit, das haben wir jetzt nicht abgesprochen. Also wir sind ja jetzt Aschenbrödel-mäßig, Carina Hanisch-mäßig, schon ziemlich weihnachtlich unterwegs. Wir haben ja auch so eine Weihnachtsgeschichte noch vor. Kann man darüber eigentlich schon, kann man darüber schon sprechen oder nicht? Also ich würde warten, bis es wirklich gut ausgegangen ist, weil das ist immer so, wenn man schon, weißt du, wenn man in der sechsten Woche schon sagt, man ist schwanger, dann geht es immer böse aus. Also ich bin nicht schwanger oder so, es ist auch sonst niemand schwanger, aber das nur so als Beispiel soll man nicht machen. Erst wenn man so einigermaßen sicher sein kann, alles wird gut. Aber, also alles klar, aber das kann man vielleicht schon mal dann doch so, also wir haben möglicherweise vielleicht eine Geschichte im Köcher, die wirklich sehr ans Herz geht. Die für das, soll ich Satteltasche sagen? Die für das gute Herz der Menschen hier im Schwarzwald spricht.

[6:45] Pro Pferd, möchte ich sagen. Es ist ja immer die Rede von Pro Pferd. Also hier sind Entscheidungen getroffen worden, die Pro Pferd sein sollen. Und vielleicht geht alles gut aus. Wir haben begründete Hoffnung und dann werden wir ein Weihnachtsgeschenk auspacken können. Gibt es die Bereitschaft, mit uns darüber zu sprechen? Auf jeden Fall. Auf jeden Fall, alles klar. Sehr gut. Dann der Reihe nach. Die Vorfreude ist ja die eine Sache, aber es ist ja, man muss sich ja auch an der Gegenwart freuen und an den Gedanken, also zum Beispiel so an den sportlichen Träumen und Zielen und so weiter, daran kann man sich ja auch erfreuen, zumal du bist ja jetzt keine Traumtänzerin, sondern du steckst dir immer realistische Ziele und überlegst dir das immer ziemlich gut. Und ich weiß gar nicht, ob du dir das für kommendes Jahr schon so, also ob du dir diese Gedanken schon gemacht hast.

[7:39] Hast du dir solche Gedanken schon gemacht? Wenig. Wenig. Wenig. Also was ich ja schon mal gesagt habe, wenn ich mit dem Klecksi nochmal aufs Turnier gehe, also dann soll der aber auch gewinnen können. Und das hatte ich ja bisher nicht immer. Da war ich ja immer so ein bisschen davon abhängig. Wie ist er drauf? Und wie ist so seine Laune? Ist er gut drauf, ist er nicht so gut drauf? Das würde ich nächstes Jahr tatsächlich nicht mehr machen. Erst wenn ich ganz sicher bin, dass er in dieser L-Tressur auch gewinnen kann und dann werde ich starten. Ansonsten werde ich den nicht mehr auf dem Turnier reiten, weil mir das auch einfach zu, es ist mega anstrengend, also dieses Pferd durch eine L-Tressur zu reiten ist wirklich anstrengend und es macht Spaß, wenn es funktioniert, aber es muss einfach zuverlässig funktionieren. Also ich will nicht mehr mit Klexi aufs Turnier fahren mit diesem, vielleicht klappt es, vielleicht klappt es auch nicht. Also wir hatten Prüfungen mit der 7 vorm Komma und die nächste Prüfung danach musste ich aufgeben, weil gar nichts mehr ging. Also das möchte ich, glaube ich, nicht mehr machen. Und dann nehme ich ihn lieber raus aus dem Turniersport. Das ist schon so der Gedanke mit Klexi, der schon relativ fest ist. Aber AC Ja, das heißt, du hast dir eigentlich also bevor du jetzt zum nächsten.

[8:53] Hoppst, also eigentlich hast du dir eine Entscheidung vorgenommen für nächstes Jahr oder du willst entscheiden, ob du das Thema angehst, Oder ob du sagst, ich sehe davon ab, mit Klecks auf Turniere zu fahren und lasse ihn mit Turnieren in Ruhe. Und weil, ich sage mal so, abseits der Turniere kann man ja recht zuverlässig mit ihm Spaß haben, oder? Also ich gehe es ja gerade an. Also wir sind ja auch fleißig am Trainieren. Jetzt hat er eine Woche ein dickes Bein, dann ist er immer mal wieder raus, dann gehen wir nur einen Schritt ins Geländer. Aber ich arbeite ja auch mit ihm daran, dass er halt einfach durchlässiger wird und dass er auch ein bisschen mehr Last aufnimmt.

[9:32] Versammlungsbereitschaft. Das ist ja das, wo wir jetzt so die ganzen Wochen schon dran trainieren. Was sagt er so dazu? Mal so, mal so. Also das ist immer noch nicht beständig und es ist immer noch nicht so, dass ich aufsteige und sage, komm, wir reiten jetzt los. Und da möchte ich gerne hinkommen. Also dass wir mit unseren obligatorischen zehn Minuten, ja, na klar, aufwärmen und so locker machen. Aber dann muss er eigentlich funktionieren. Und wenn ich das zu Hause nicht hinkriege, dann möchte ich nicht mit ihm aufs Turnier. Aber wir arbeiten jetzt dran. Also ich habe ihn wirklich kontinuierlich im Training, und versuche auch diese Muskeln entsprechend aufzubauen, dass er mehr Kraft kriegt, dass er das auch einfach leisten kann, was ich von ihm verlange.

[10:13] Und dann schauen wir einfach mal, wie weit er im Frühjahr ist und ob wir sagen, okay, jetzt hast du so ein Level erreicht, wo ich sage, damit kann ich guten Gewissens losfahren, und kann auch guten Gewissens in eine Ältere zu reiten mit dem Anspruch. Also eigentlich wollen wir aufs Treppchen. Und wenn du das Gefühl hast, das geht nicht, dann würdest du dann auch guten Gewissens loslassen sozusagen und sagen, ich habe es ehrlich versucht. Aber irgendwie, ich komme nicht weiter und dann gibt es auch ein Ende der Mühen und man kann auch anderweitig Spaß haben sozusagen. Genau so. Also der ist ja ein prima Geländepferd und er macht ja auch zu Hause immer mal wieder Spaß. Aber ich würde ihn dann nicht mehr so ins Training nehmen und würde dann, glaube ich, mehr so ein bisschen so diese Spaß-Ecke mit ihm ausfüllen, dass wir viel ausreiten, dass wir dieses Working Equitation würde ich mit ihm probieren. Vielleicht hat er da wirklich Fun dran an diesen Trail-Parcours und sowas würde ich einfach mit ihm ausprobieren. Turnier ist nicht alles und wenn Kleksi wirklich sagt, das ist nicht seins im Dressur-Viereck, dann ist das so.

[11:16] Also wenn ich dich richtig verstehe und das finde ich ja echt total cool, ist es so ein, also du hast dir vorgenommen wirklich ganz, also A, intensiv zu arbeiten, zielstrebig auch, ohne jetzt riesen Druck aufzumachen und während dieser Phase wirklich genau zuzuhören, was hat das Pferd dir zu sagen. Genau und er sagt mir immer sehr viel, der Klecksee. Da sind wir ja fast im Reich dieser Tierkommunikation, also nein, ein bisschen jetzt. Nein, aber er sagt ja auch schon ganz deutlich, also die ganze Zeit auch beim Satteln hat er wieder so Probleme gemacht und jetzt kriegt er wieder sein Kuli und jetzt kann ich den Sattel drauflegen, ohne dass er mich angiftet. Also es sind schon so ein paar Dinge, die ich ja auch selber immer mal wieder in die richtige Bahn lenke und was ich jetzt natürlich auch noch probiere…

[12:05] Ist das Eindecken, wenn es ganz arg kalt ist oder windig. Und dann würde ich diesen Versuch nochmal machen. Das habe ich ja mitgenommen von der Hörerin, die auch gesagt hat, sie deckt ihren Moritzburger ein. Und das würde ich auch nochmal versuchen. Das ist auch nochmal so ein Punkt, den ich bisher nicht gemacht habe. Aber vielleicht hilft es ja, wenn der einfach ein bisschen wärmer im Rücken ist und die Muskeln nicht so auskühlen. Ja, letzte Frage zu Klecks. Und das ist noch so eine kleine Referenz an die Aktualität, wenn man so will. Du hast gesagt, er humpelt ein bisschen oder er hat einen Schlag wegbekommen. Den hat er lustigerweise, was heißt also lustig war es für ihn wahrscheinlich eher nicht, den hat er von Benni bekommen und zwar beim Spielen. Genau, beim Freilaufen lassen in der Halle und beim Rumalbern hat er den Benni in den Arsch gebissen und ziemlich böse sogar und Benni hat dann mal zurückgeschlagen und hat ihn dann unglücklich am Vorderbein, so zwischen den beiden Vorderbeinen, so seitlich an der Brust getroffen und dann war das schon ein relativ großer Bluterguss, der dann auch das Bein runtergerutscht ist und dann hat er ein paar Tage ein dickes Bein gehabt, ein bisschen gelahmt, aber jetzt habe ich ihn heute longiert, er läuft ganz klar, es ist alles okay.

[13:15] Aber wir fangen dann jetzt nächste Woche wieder langsam an mit dem Training. Ja. Pferde, soziale Tiere, so wichtig das ist, dass sie sich sehen, dass sie miteinander Spaß haben, spielen. Auch das gehört dazu. Es kann halt dann auch immer mal Eintritt geben. Eine unglückliche, wie auch immer, war bestimmt keine böse Absicht von Benni, dass er ihn da… Doch. Doch, okay. Er wollte ihn verletzen, er hat ihn verletzt. Die dumme Sau!

[13:39] Entschuldigung. Natürlich nicht. Nein. Nein, natürlich nicht. Er hat ausgetreten und hat ihn halt unglücklich getroffen. Hätte auch ein bisschen höher treffen können, dann wäre es nicht so schlimm gewesen.

[13:49] Themenwechsel-Knopf, den wir gerade nicht haben, weil kein Klimperkasten, treue Hörer kennen die Geschichte. Wollen wir mit dem Benni, mit dem Treter, mit dem Rotzlöffel, wollen wir doch vielleicht mit dem weitermachen, weil, ja, also der sportlich ambitionierteste, das auch das Wissen unserer Hörerinnen und Hörer ist, natürlich der Haflinger ACDC.

[14:14] Und Nachwuchspferd Benni, hast du schon mal gesagt, rein von der Qualität her, Kann man ja tatsächlich die höchsten Hoffnungen mit ihm verbinden, dass man so denkt, wow, wenn der mal auspackt und zeigt, was er kann, dann kann das großartig sein, aber da fängt es an, das Problem, ich erinnere mich an meine Sportreporter-Zeit. Bei Eintracht Frankfurt, da gab es tatsächlich mal so einen Brasilianer, der da geholt wurde, wo man dachte, wow, das ist so ein Zauberer. Und wenn der mal, da war auch vom Weihnachtsgeschenk die Rede, wenn das ausgepackt wird, dann wird alles quasi, dann wird die Liga in Grund und Boden geschossen. Passiert ist relativ wenig. Also an diesem Brasilianer sollte man, sollte sich Benni hoffentlich kein Beispiel nehmen. Kann ja aber immer passieren. Wir haben unsere Hörerschaft auch immer Anteil daran nehmen lassen, welche Fortschritte, welche Rückschläge gab es und so. Wenn wir jetzt mal beim Träumen sind mit Blick auf 2026, was wäre denn mit Benni sozusagen das Ziel, wenn es optimal läuft? Also wenn es optimal läuft, ist Dressurpferde A das Ziel für 2026, aber optimal laufen heißt, er muss relativ cool und gelassen auf dem Turnier sein und wenn er seine Nerven im Griff hat.

[15:36] Dann kriege ich ihn auch, also dann lässt er sich auch reiten. Wenn der natürlich sich so aufregt und dann habe ich da oben drauf echt zu tun, dass der ein bisschen loslässt und eigentlich ist das größte Ziel, er muss seine Nerven im Griff behalten, weil zu Hause macht der super tolle Fortschritte. Also es ist wirklich Dressurpferde-Art zu Hause fertig. Das kann ich auch reiten ohne Probleme. Und der hat eine schöne Anlehnung, der hat ein schönes Go. Die Übergänge klappen ganz gut. Wir sind schon am Schenkelweichen im Trab. Wir sind auch eine Runde Außengalopp letzte Woche sogar schon geritten aus Versehen. Aber ich dachte, komm, jetzt kommt die Wendung, wir galoppieren mal durch die Wendung, gar kein Problem. Also so langsam richtet er sich auch so ein kleines bisschen auf, der Brustkorb kommt so ein bisschen hoch und er liegt mir nicht mehr so ganz so arg auf der Hand, natürlich immer nur ganz kurze Zeiträume, er kann das noch gar nicht tragen, aber er ist ein super rittiges, braves Pferd, er ist vor allem sehr, sehr brav unterm Sattel und das finde ich total wichtig, dass der unterm Sattel nicht irgendwie blöd ist, selbst wenn er sich aufregt, Selbst wenn er Angst vor irgendwas hat, er ist unterm Sattel immer total anständig, also wirklich ein toller Charakter und er versucht auch immer unterm Sattel alles richtig zu machen. Also manchmal sieht man ihm so an, das verstehe ich nicht, kannst du nur mal sagen.

[16:55] Und wenn man ihm alles in Ruhe erklärt, er macht auch alles. Also er macht wirklich alles und er ist total kooperativ, er ist total dem Menschen zugewandt. Also es macht wirklich sehr viel Spaß mit dem jungen Pferd zu arbeiten. Und die Sache mit dem Aufgeregtsein, die Nerven nicht im Griff haben, also das habe ich jetzt in meiner reiterlichen Unkenntnis eigentlich den Nagel wirklich auf den Kopf getroffen, das ist der springende Punkt, das ist so das größte Problem und die größte Baustelle und auch da hast du ja, ich sag mal, also so ein, zwei, drei Sachen in Angriff genommen, da ging es viel, oder wir haben intensiv gesprochen übers Fahren, damit er beim Zurückfahren ja in erster Linie nicht durchdreht im Hänger mit dem Stichwort, ich gebe ihm was zu fressen, damit er erstmal runterkommt, ganz wichtig, die Magensäuren, die da quasi nicht überschwappen sollen und er dann im Hänger irgendwie am Rad dreht. Du hast ja so eine ganze Menge Sachen in Angriff genommen.

[17:56] Einerseits die Sachen mit dem Zurückfahren, andererseits aber mit Sicherheit auch so mit Blick auf, der soll sich generell nicht so aufregen. Du hattest da auch mit der Tierärztin Esther mal drüber gesprochen, was kann man da machen. Es gab irgendwie diverse Ratschläge. Kann man schon so, weil das Ganze läuft ja schon seit ein paar Wochen, dass du dich sehr bewusst damit auch beschäftigst. Wie hat es sich denn so entwickelt? Also ist es immer noch so …, Also schwierig, wenn ihr wegfahrt oder wird es langsam besser? Weil ich glaube, wegfahren tut ihr ja nach wie vor, also jetzt nicht täglich, aber doch immer noch recht regelmäßig oder täuscht der Eindruck? Nee, also das mit dem Fahren hat sich wirklich gut entwickelt. Also er ist total gechillt, ganz gelassen. Ich fahre ja auch oft zusammen mit dem Klecks, also Benni und Klecks, aber ich fahre auch zwischendurch immer mal wieder mit Benni alleine und auch da ist es überhaupt gar kein Problem. Also er hat sich wirklich total gut entwickelt, auch beim Zurückfahren. Jetzt sind das immer nur kurze Strecken, das ist dann nur zehn Minuten im Hänger. Wie es ist, wenn er eine Stunde da drinstehen müsste, das habe ich jetzt noch nicht probiert. Aber wir waren ja auch bei Silke Rahmschutz auf dem Lehrgang, da war die Fahrt ein bisschen länger. Auch da ist er total brav nach Hause gefahren. Wir haben uns sehr viel Zeit gelassen nach dem Reiten, haben ihm Futter gegeben, haben ihn ein bisschen grasen lassen. Also und dann ist er auch ganz gechillt eingestiegen und ist auch ganz gechillt nach Hause gefahren. Auch da waren andere Pferde. Auch da waren andere Pferde. Ja, da war nicht so viel los. Es war relativ ruhig.

[19:26] Aber trotzdem ist es immer noch dieses Problem, da kommen Pferde oder Kinder. Also das sind so die zwei Trigger, wo er sich einfach aufregt. Also Kinder findet er ganz gruselig. Also auch wenn die lachen und schreien und rumrennen, dann hat er richtig Angst davor. Also der wird dann, die Augen werden ganz groß, schreiende Kinder findet er ganz schrecklich und kann das nicht zuordnen und kann überhaupt nichts damit anfangen. Das ist irgendwie mein Pferd. Das liegt in der Familie, ich wollte gerade sagen. Aber also tatsächlich spannend und klar, also diese Lehrgangssituation auf der Reitanlage, wo ihr da wart, ist natürlich nicht zu vergleichen. Also es ist so ein Mittelding, das stimmt schon. Also der Aspekt mit dem Fahren ist ja ohne Frage da, andere Pferde auch da, aber der, also das Maß an Trubel.

[20:19] Und also die ein, zwei spielenden Kinder, die da rumäumeln, also das ist alles sozusagen maximal halbe Kraft nicht zu vergleichen mit einem Reitturnier, mutmaßlich. Von daher bleibt das wahrscheinlich so ein bisschen wundertütig. Absolut, also ich glaube, wir müssen es einfach probieren nächstes Jahr. Ich habe das Futter auch ein bisschen umgestellt und ich glaube, dass das auch viel gebracht hat. Und habe auch so insgesamt wirklich so ein bisschen auch den Druck rausgenommen und gebe ihm auch immer mal wieder zwei Tage frei, dass er einfach mal runterkommt, dass wir mal nur spazieren gehen oder nur Bodenarbeit machen. Und er ist bei allem, was wir tun, ist er total brav. Also das hat sich so entwickelt, dass ich wirklich viel, viel Spaß mit ihm habe. Also wir sind an einer Weggabelung mit Klecks im nächsten Jahr. Entweder L-Sieg oder nur noch Spaß haben im Leben Arno Dübel 2. Wir sind bei Benni bei der Dressurpferde A auf einem guten Weg gesetzt, den Fall, dass er die Turnieratmosphäre nicht mehr als ganz so bedrohlich und als Anlass nimmt, dass die Nerven flattern. Und damit sind wir, letzter Themenwechsel, Knopf, du guckst schon wieder auf die Uhr, wo willst du hin? Ich will immer weg. Du wirkst immer wie auf der Flucht. Themenwechselknopf, und zwar in aller Ruhe.

[21:42] ACDC, der Haflinger …

[21:45] Der ja seinen größten Turniererfolg in Stadelpaura gefeiert hat in seinem Leben. Ich sage das deshalb, weil das Interview mit Carina Harnisch, die Aschenbrödel-Wiederholung, rückt ja auch näher.

[22:00] Carina hat in diesem Jahr aktuell auch einen bedeutenden Erfolg in Stadelpaura gefeiert. Werde ich dann gleich nochmal erwähnen. Ja, wir sind bei den Zielen für 2026. Wenn du jetzt an AC so denkst.

[22:16] Ich glaube, EM ist noch nicht, Haflingerturniere ist auch ein kleines… Ich glaube, nächstes Jahr keine HFI-Turniere. Großes Fragezeichen irgendwie, ne? Ja, nee, kein Fragezeichen. Also ich glaube, es haben alle schon kundgetan, dass sie keins machen, die, die immer welche veranstaltet haben, weil aus einem sehr traurigen Grund, also allen fehlen die Helfer. Und für die Haflinger Zucht- und Sportverein Altenstadt, denen fehlt auch zusätzlich zu den Helfern auch immer noch eine Reitanlage. Die haben ja keine eigene Anlage. Ja, das dauert Probleme. Und das ist halt echt ein schwieriges Ding, eine Reitanlage zu finden, wo man ein Turnier veranstalten kann. Vor allem so ein vielseitiges Turnier, also Dressurspringen und Gelände und vielleicht noch Kutsche. Das wäre der Traum, alle vier Disziplinen unter einen Hut zu kriegen. Aber das ist extrem schwer. Und ich glaube, es scheitert immer an den Helfern, weil einfach man kriegt so ein Turnier nur gestemmt, wenn viele Freiwillige, viele Ehrenamtliche und viele Helfer einfach mit anpacken. Und das ist halt, glaube ich, wirklich ein schwieriges Ding.

[23:17] Deswegen wird es, glaube ich, im nächsten Jahr keine HFI-Turniere geben und EM übernächstes Jahr. Deswegen gibt es aber natürlich trotzdem, so bedauerlich das ist, trotzdem sportliche Ziele für 2026.

[23:32] Welche sind es denn? Da bist du ja gerade so mit AC, bist du ja eigentlich immer auch so sehr bewusst unterwegs und versuchst so abzuschätzen, gerade auch, weil es ja so ein Zwischenjahr ist vor der EM. Da hast du ja schon gesagt, da würdest du gerne in die Prüfung mit dem Buchstaben S rein reiten. Das hat ja gewisse Implikationen für nächstes Jahr schon, ahne ich mal. Also Stadel Paura war ja Zwei-Sterne-M und das ist eigentlich das Ziel für nächstes Jahr. So ein bisschen Zwei-Sterne-M reiten wollte ich eigentlich dieses Jahr schon machen, aber wir waren noch nicht so weit. Es ist einfach noch so, dass ihm dafür noch die Kraft gefehlt hat. Und da sind die Galopp-Traversalen drin, da sind schon schwierige Lektionen drin, an die ich mich einfach noch nicht so herangetraut habe auf 60 Metern. Aber nächstes Jahr mal die ein oder andere Zwei-Sterne-M, je nachdem, was so ausgeschrieben ist, wo ich vielleicht auch so ein bisschen ein kleineres Turnier jetzt nicht so riesengroß, aber wo ich auch für mich so mental sage, ja, da traue ich mich hin, da reite ich jetzt mal mit. Also das ist so das Ziel, M-Tresor, zwei Sterne M für nächstes Jahr. Nicht so viel Turnierreiten mit AC, aber so ausgewählte Prüfungen würde ich schon, würde ich glaube ich schon in Angriff nehmen.

[24:49] Weil angenommen, du würdest jetzt aus Versehen in eine Prüfung mit Carina Harnisch geraten und würdest sie hinter dir lassen, dann könntest du sagen, du hast mit ACDC in deiner Laufbahn Carina Harnisch und Ann-Kathrin Lindner geschlagen. Ja, da muss Carina Harnisch aber ein schwieriges Pferd mitnehmen. Also ein ganz schwieriges Pferd mitnehmen und vielleicht so, alles klar, ich verstehe schon. Also das ist schwierig. Das ist ja wieder das alte Problem. Also je höher das natürlich wird, umso mehr wird natürlich auch bewertet der Grundschwung des Pferdes, die Kadenz, der Ausdruck. Und dann ist natürlich, je höher diese Klasse wird, umso schwieriger ist es für uns mit einem Hafi da natürlich auch zu bestehen. Gar keine Frage.

[25:31] Deswegen, also das ist schon ein großes Ziel, in der Zwei-Sterne-M halbwegs zu bestehen. Und ich muss, glaube ich, mit Konstanze noch so kleine Mentaltrainings machen, dass ich das selbstbewusst reinhalten kann. Ich glaube, das macht sie bestimmt gerne. Sie hat ja jetzt ihren eigenen Podcast, auch sei an dieser Stelle vielleicht auch nochmal erwähnt, Winning Talks. Die ersten, weiß gar nicht, ein, zwei Folgen sind erschienen mit interessanten Gästen. Sie hat auch schon gesagt, dass sie dich gerne mal einladen. möchte. Oh, okay. Ja, super gerne. Und genau, da sind die… Je nachdem, was es zu trinken und zu essen gibt.

[26:05] Da sind die Türen natürlich immer gerne oder wir freuen uns, also bei uns sind diese Türen natürlich immer sehr weit geöffnet und umgekehrt ist das logischerweise genauso. Dann die Frau, die du noch nicht geschlagen hast und die du vielleicht auch nie schlagen wirst, die aber bei uns Anfang des Jahres im Podcast zu Gast war und die Folge mit ihr war die erfolgreichste Folge, zumindest bei Spotify des Jahres 2025.

[26:33] Und wir sind jetzt einfach mal so frech und machen Carina Harnisch zu unserem Aschenbrödel. Also hier nochmal der Hinweis vorweg, dieses Interview ist im Pferdepodcast Anfang des Jahres im Februar schon einmal erschienen. Es ist eine Wiederholung.

[26:53] Trotzdem möchte ich vorneweg sagen und ich lese das jetzt mal so ein bisschen quer. Ich habe heute recherchiert, was hat Carina Hanisch denn 2025, also in diesem Jahr, so gerissen? Antwort, auch wieder eine Menge. Viele Erfolge im Dressurreiten, darunter Siege und Topplatzierungen auch auf internationaler Ebene. Sie gewann mit DSB Sheldon Cooper den CDI 3 Grand Prix in Stadelpaura. Da war es unser Stadel und sicherte sich den zweiten Platz im Grand Prix Special. Und im Grand Prix Special, das ist natürlich ihr Heimspiel, der Stuttgart German Masters. Da sind sie Fünfte geworden. Dann war sie im I-West Dressur Cup. Das ist, glaube ich, auch so eine super renommierte Dressur-Serie. Das habe ich sogar gesehen bei Clip My House. Da hat sie gewonnen. Ja. In Stuttgart. Das habe ich mir angeguckt. Genau, das war nämlich auch während dieses German Masters, das war im November, ist also noch gar nicht so lange her, hat sich damit auch international für diverse Wettbewerbe qualifiziert. Sie hat das Finale mit ihrem Jungen, mit dem Snickers, das Finale der Fünfjährigen erreicht.

[28:07] Dann hat sie auch noch, und ich würde aber sagen, das soll sie uns dann im neuen Interview, im neuen Jahr dann erzählen. Sie hat ja quasi sich komplett auch beruflich aufs Reiten konzentriert. Da sind auch viele Dinge passiert in ihrem Leben. Sie hat ja ein Sabbatical gemacht und dann ihren Job an den Nagel gehängt und sich ganz aufs Reiten konzentriert. Auch in der Hinsicht hat sich viel getan bei Carina Harnisch. Also so viel zu den aktuellen Ereignissen und wir machen jetzt einen kleinen Zeitsprung zurück Anfang des Jahres 2025 im Februar. war sie bei uns zu Gast und das war auch so eine Phase in ihrem Leben.

[28:46] Die war super erfolgreich. Sie hatte gerade das Louis-Door-Cup-Finale in Frankfurt gewonnen. Das war Ende 2024, der bislang größte Erfolg ihrer Karriere. Und das war umso bemerkenswerter, weil sie gar nicht so lange vorher schwer gestürzt war und neun gebrochene Rippen hatte. Und wir hatten uns im Pferde-Podcast noch darüber unterhalten, wie viele Rippen hat eigentlich ein Mensch, also wenn schon neun gebrochen sind. Wenn ich mich recht entsinne, sind wir auf kein richtiges Ergebnis gekommen. Ich weiß es auch nicht. Aber krass, neun gebrochene Rippen. Und dann Sieg im Louis-Dor-Cup-Finale Ende 2024.

[29:26] Und an dieser Stelle begann unser Gespräch im Februar. Und wir sagen Hello Again, das Pferde-Podcast Aschenbrödel, die Wiederholung des Interviews mit Carina Hanisch. Hallihallo, herzlich willkommen. Hallo Chris, ich freue mich sehr, bei euch zu sein. Carina, dein Name ist ja so in der Dressurreiterszene wirklich zum Begriff geworden, schon seit vielen Jahren. Aber im vergangenen Jahr, wir haben ja im Vorgespräch schon kurz uns darüber unterhalten und das sagst du ja auch selber, das war tatsächlich das erfolgreichste Jahr in deiner Karriere, das du hattest. Mit mehreren Pferden hast du wirklich Erfolge gefeiert, die so große Ausrufezeichen bedeuten. Und ich glaube, der größte Erfolg war dann in der Frankfurter Festhalle. Das ist dann auch so die hochwertigste Prüfung gewesen.

[30:22] Wenn mich nicht alles täuscht, das Finale des Louis-Door-Cups, ein Grand Prix für Nachwuchspferde. Würdest du das so unterschreiben, dass du sagst, so 2024 hat einfach alles geklappt, was nur klappen kann? Ja, absolut. Also ich habe das selber gar nicht so richtig realisiert eigentlich, bis zu dem Zeitpunkt, als ich dann in Frankfurt in der Pressekonferenz gesessen bin mit den ganzen Leuten und ich gefragt wurde, wie denn mein Jahr war und dass ich doch mal erzählen soll. Und dann habe ich angefangen zu erzählen und habe erzählt, dass ich eben einen Vize-Bundeschampion der vierjährigen Pferde habe, auf dem Bundeschampionat in Warndorf, dass ich den I-West-Cup-Sieger, achtjährig quasi, dieses Jahr hatte in der Stuttgarter Schleierhalle und er ist erst acht Jahre alt gewesen, also der jüngste Teilnehmer quasi.

[31:20] Und dass ich jetzt den Louis-Dom-Reis gewonnen habe in Frankfurt, das war, in dem Moment dachte ich, wow, krass. Das ist ganz schön krass. Und es ist ja nicht so, dass die drei Pferde das Jahr ausgemacht haben, sondern ich habe noch so viele andere Pferde geritten, die genauso gut waren in ihrer Klasse. Es sind halt nicht alle auf Championaten gewesen, aber ich habe so viele Essiger, Ein-Sterne-Essiger, Zwei-Sterne-Essiger, Jungpferdeprüfung gewonnen. Wo ich mir denke, wow, krass.

[31:52] Wirklich krass. Da musst du mir jetzt mal helfen. Ich werde auch gleich noch erzählen, wie ich überhaupt sozusagen auf dich gekommen bin. Jetzt mal abgesehen davon, dass du ein großer Name bist in der Dressurreiter-Szene, aber den Impuls dazu zu sagen, ich schreibe die jetzt mal an, ich traue mich mal, hat noch so ein anderer Faktor gegeben. Das werde ich gleich noch sagen. Aber bei einer Sache musst du mir ein bisschen helfen. Also ich habe versucht, mich einzulesen und habe viel über diese, also du hast eben gerade so diese drei Titel genannt. Ist ja auch mit drei unterschiedlichen Pferden passiert, hast du auch gerade schon erklärt. Aber wenn du jetzt sagst, du bist noch so viele andere Pferde geritten, wie hat man sich das vorzustellen? Bist du eine Bereiterin, kann man das so sagen? Also arbeitest du irgendwie in einem Stall und man kann sozusagen deine Dienste in Anspruch nehmen und du stellst Pferde vor für andere Leute? Weil das sind ja nicht alles deine Pferde, oder? Genau, das sind nicht alles meine Pferde. Also ich habe ein Sabbatical gemacht. Seit Mai war ich nicht mehr arbeiten bei der Firma Wirt Elektronik. Ich habe 21 Jahre jetzt dort gearbeitet und habe dann angefangen, letztes Jahr, seit dem 1. November, nee Quatsch, vor letztes Jahr, also 2023, hat mein Sympathical angefangen. Ich habe quasi angespart.

[33:16] Und habe dann ab 1. Mai die aktive Phase begangen. Ich war erst in der passiven, dann in der aktiven. Und dann habe ich mich voll und ganz auf mein Reiten fokussieren können. Also ich habe schon eine Weile nebenberuflich immer Pferde ausgebildet. Für Züchter, aber auch für Pferdebesitzer einfach, die sagen, sie wollen ihr Pferd ausgebildet haben, auf dem Turnier vorgestellt haben.

[33:40] Und genau so war das eigentlich. Ich habe dann das Jahr über wirklich genutzt und mich voll darauf fokussiert. Und das war irgendwie so der Knackpunkt. Also der, ja, was heißt der Knackpunkt? Das war einfach so, wie wenn ein Stein quasi von mir abgefallen ist. Und das so war ja, jetzt kann es losgehen. Und so hat es auch geklappt, das ganze Jahr, muss ich sagen. Hat ja ganz gut funktioniert, ich wollte es gerade sagen. Und jetzt war in der Zeitung auch zu lesen, dass du sozusagen nach dem Sabbatical dich auch dazu entschieden hast, auch nicht wieder zurückzukehren in deinen Beruf bei Wirt, sondern zu sagen, okay, ich konzentriere mich jetzt komplett auf die Pferde.

[34:23] Also man kann sagen, du hast ein bisschen Blut geleckt, oder? Und das hat dir offensichtlich gut gefallen, diese zehn Monate im vergangenen Jahr. Ganz genau. Also das war eigentlich so das Probieren, sage ich mal, ob das dann auch wirklich so mir taugt, wenn ich es dann wirklich voll mache und nicht mehr nur so nebenher.

[34:43] Und ja, seit 1. Februar bin ich selbstständig und kann man zu mir kommen, Unterricht bekommen und ja, in erster Linie natürlich auch, dass ich die Pferde ausbilde. Am liebsten bilde ich natürlich auch junge Pferde aus, muss ich sagen. mag ich sehr, sehr gerne, Aber auch bereits ausgebildete Pferde sind immer herzlich willkommen bei mir. Und ja, das ist meine Leidenschaft. Und jetzt habe ich quasi mein Hobby, meine Leidenschaft zum Beruf gemacht. Also du hättest, wenn man dich so reden hört, theoretisch und praktisch auch noch Kapazitäten, um was zu machen sozusagen?

[35:21] Jein. Ah, okay. Jein, genau. Ich habe eine Warteliste aktuell, denn ich habe jetzt nicht unendlich Platz. Ich kann die Pferde nicht stapeln. bei mir.

[35:33] Und deswegen ist jetzt aktuell eine Warteliste, die es gibt. Aber trotzdem, also natürlich darf man mich dann trotzdem anschreiben und man darf trotzdem mit mir Kontakt aufnehmen. Das ist ja nicht verboten. Ja, klar, genau. Und dann kommt man irgendwie zueinander und wenn es nicht sofort klappt, dann klappt es vielleicht ein bisschen später oder so. Ich verstehe schon. Dann kommen wir aber doch nochmal zurück sozusagen auf deine Erfolgspferde, die du vorgestellt hast. Also bei Spitzname Shelley, lass mich hier Sheldon Cooper, also als ganzer Name sozusagen, da ist es ja tatsächlich so, der gehört dir. Genau, der gehört mir und meinem Mann. Und da kommt jetzt nämlich der Faktor ins Spiel, der mich getriggert hat, dich anzuschreiben, weil du hast, ich weiß gar nicht, das stand in irgendeinem Artikel, ich glaube Reiter-Revue oder irgendwie so, dass du ihn gekauft hast, geht, wenn ich es richtig verstanden habe, auch ein bisschen auf deinen Mann zurück und in dem Artikel stand, dass du über deinen Mann auch sagst, obwohl er eigentlich gar nicht so viel Ahnung hat von Pferden. Ihm hat einfach der Name gut gefallen. Das fand ich ja zutiefst sympathisch, weil ich ja bei uns im Podcast auch so ein bisschen leider zwangsweise den Part spiele, derjenige zu sein, der nicht so viel Ahnung hat von Pferden. In dem Fall hatte dein Mann aber dann unfreiwillig doch keinen so schlechten Riecher, muss man schon mal fairerweise sagen.

[36:57] Das muss man sagen, ja. Also ich habe es letztens auf Instagram gepostet, weil ich habe eine Fragerunde gemacht und da kam dann unter anderem öfters mal die Frage, ich soll doch mal erzählen oder wie ist es dann dazu gekommen, dass Shady in mein Leben gekommen ist. Und dann habe ich jetzt mal gepostet, wie denn das passiert ist. Und es war einfach so, dass wir, wir waren schon auf der Suche aktiv nach einem Nachwuchspferd für mich. Aber zu dem Zeitpunkt habe ich ja viel mehr gearbeitet noch. Also bei Virtual Elektronik habe ich noch mehr gearbeitet. Da habe ich noch nicht so viel Unterricht gemacht oder Beritt gemacht, sondern da war das noch viel kleiner, das Ganze. Und ja, dann waren wir auf der Suche und wir waren im Norden. Und dann ist uns ein Video zugeschickt worden von einem großen, schlachsigen Pferd, das ziemlich hektisch durch die Halle trat, einen riesen Galopp hatte und der Schritt war so, naja. Aber ich habe das Video gesehen und dachte, wow, weiß nicht, der hat irgendwas, ich konnte mir da einfach was drunter vorstellen.

[38:00] Und mein Mann fand ihn auch gut, auch schon, ohne dass er wusste, wie er heißt. Aber er fand ihn auch schon gut. Und dann ging das über ein paar Umwege etc. Ich muss das ja jetzt nicht alles erzählen, das kann man ja auch meinem Account lesen, wie das Ganze passiert ist. Auf jeden Fall hat mein Mann dann mit dem Züchter und dem Besitzer telefoniert und der hat dann gesagt, der heißt Sheldon Cooper und mein Mann sagt dann zu mir, okay, den kaufen wir. Und ich so, die, den kaufen wir. Ja, der heißt Sheldon Cooper, wie bei Big Bang Theory. Okay. Genau.

[38:35] Das ist ziemlich witzig. Absolut, absolut. Kleine Fußnote, bei unserem Haflinger war es fast genauso. Da hatten befreundete Züchter einen Namen für einen Haflinger gesucht. Und er sollte mit A anfangen. Und ich habe dann aus Spaß ACDC, so wie diese Hard Rock Gruppe, vorgeschlagen. und dann haben die den wirklich ACDC genannt und irgendwie, dann fühlten wir uns in der Pflicht und dann habe ich gesagt, jetzt müssen wir ihn auch kaufen. Und so kam das. Also es ist ganz lustig, wie man, also wie aus sozusagen so Albereien, dann auf einmal die Dinge ernst werden und dann steht so ein Pferd dann im eigenen Stall und, welche Rolle, also was auch auffällt auf deinem Instagram Account und so weiter, also die Wertschätzung für deinen Mann und du erwähnst ihn auch oft und du bedankst dich auch oft. Jetzt hast du gesagt, er hat nicht ganz so viel Ahnung von Pferden, aber eine wichtige Rolle spielt er offensichtlich in diesem ganzen Konstrukt schon, oder? Eine mega wichtige Rolle, muss ich sagen. Also ja, er hat jetzt wohl schon mehr Ahnung als damals, als Jenny quasi in unser Leben getreten ist. Er hat ja jetzt auch schon ein paar mehr Pferde mit mir gekauft und das war bisher eigentlich immer gut, muss ich sagen. Und er hat da ein gutes Händchen dafür, solche Pferde auszusuchen. Also irgendwas muss er schon dabei verstehen, ohne dass er weiß, dass er es versteht, wahrscheinlich. Okay.

[40:02] Genau, aber ja, er hat eine ganz, ganz wichtige Rolle. Der unterstützt mich extrem, fährt auf alle große Turniere mit. Er ist eigentlich meine mentale Stütze, ganz extrem.

[40:16] Wir müssen vielleicht noch mal ganz kurz auf diesen Louis-Door-Cup kommen. Ich habe das auch noch mal nachgelesen. Man darf das ja, also man kann das ja gar nicht hoch genug einschätzen eigentlich, weil das ist schon ein sehr prestigeträchtiger und wichtiger Wettbewerb. Und was man sagen muss, Pferde, die diesen Preis gewonnen haben, also aus dem einen oder anderen Pferd ist ja dann schon was geworden. Also in der Siegerliste steht unter anderem auch die Olympiasiegerin Dallera von Jessica von Bredow-Werndl. Wenn man jetzt so eins und eins zusammenzählt und du entscheidest dich für 100 Prozent Pferd, du gewinnst diesen Louis-Dor-Cup, ich weiß nicht, wie oft du die Frage nach den Zielen, wo soll es denn hingehen, schon gehört hast, aber die Vermutung liegt ja schon nahe, dass man sagt, okay, wenn man solche Erfolge feiert, wenn man sieht, was aus Pferden, die diese Prüfung gewonnen haben, was aus denen mal geworden ist, Stichwort Nationalmannschaft für Deutschland reiten und so, Sind das so Gedanken, die dich auch beschäftigen oder beschäftigen die nur mich, wenn ich das sozusagen im Internet alles so nachlese und dann denke, ich bin da einer großen Sache auf der Spur? Absolut. Also ja, ich spreche das immer nicht so gern aus in der Öffentlichkeit.

[41:40] Aber ja, natürlich ist es so, dass ich jetzt gerne international reiten würde dieses Jahr und ich das auch mache. Also ich würde es nicht nur gerne, sondern das ist das Ziel für dieses Jahr, international mitzumischen. Und da Fuß zu fassen mit Shelly. Und natürlich ist es im Hinterkopf mit der Nationalmannschaft, mit dem deutschen Team etc. pp. Von dem her, ja, ich glaube, dadurch durch Frankfurt sind mir viele Türen geöffnet worden jetzt, so wie ich denke. Es gehört viel Glück jetzt auch noch dazu. Also natürlich muss alles reibungslos laufen. Das Pferd muss gesund bleiben. Das ist das Wichtigste überhaupt.

[42:22] Und ich glaube, dann kann man von uns noch einiges hören, glaube ich. Okay, aber dann habe ich das doch nicht so ganz verkehrt irgendwie wahrgenommen. Und ich finde ehrlich gesagt auch, das ist die richtige Einstellung. Ich glaube, wenn man verkrampft, ist doof. Aber wenn man sagt, also wenn man so ganz so irgendwie auch mal gucken, was passiert. Ich glaube, sich so Ziele formulieren ist schon eine wichtige Sache. Und ich habe in deinem Insta-Profil auch gelesen, dass du zum Beispiel, also Stichwort mentales Training, das spielt bei dir auch eine große Rolle. Und da geht es ja auch ein Stück weit schon darum, sich Ziele zu setzen und sie so zu formulieren, dass man sie auch erreichen kann. Also da passt auch so ein bisschen eins zum anderen. Für wie wichtig hältst du das? Extrem wichtig. Also früher hatte ich da eigentlich nicht so den Fokus drauf, aber ich habe jetzt jedes Jahr, muss ich sagen, für jedes Pferd am Ende vom Jahr oder im Januar quasi, einmal aufgeschrieben und zwar auf Papier, handschriftlich aufgeschrieben.

[43:27] Was für ein Ziel welches Pferd hat. Also was ich gerne in diesem Jahr erreichen möchte, wo ich hin möchte. Und es ändert sich auch nicht das Ziel. Weil auch wenn es zwischendurch irgendeine Sackgasse gibt, dann ist es so, es geht nicht immer geradeaus. Und das sind Tiere, mit denen wir arbeiten. Das kann nicht immer so funktionieren. Die geben einfach den Takt vor. Aber ich finde trotzdem, dass es ein Ziel geben muss. Ja, das ist richtig.

[43:57] Was auch so ein bisschen auffällt, Stichwort Shelly. Das habe ich bei Kim Krehling, der bekannten Reitsportjournalistin, nachgelesen. Die hat ja auch einen längeren Artikel. Ich glaube, das war vor dem Finale in Frankfurt über dich, über euch geschrieben. Was mir da aufgefallen war, war, also sie hatte aufgeschrieben, warte mal, und ich habe es mir hier auch notiert, dass Shelley im Jahr 2024, also bis zum Erscheinen dieses Artikels Ende des Jahres, bei vier Turnieren gestartet ist und also quasi in sieben Prüfungen angetreten ist. Ich habe das gelesen und habe gedacht, boah, das ist gefühlt sehr wenig.

[44:37] Ist das nur mein… Ist so. Ist so, ne? Ist so, absolut. Sehr, sehr wenig. Und dann so einen rauszuhauen, also das steckt da auch eine Strategie dahinter oder war das irgendwelchen Umständen geschuldet, wo du sagst, ach eigentlich wollte ich das gar nicht so und deshalb musste das so sein oder ist das auch, dass du sagst, ach man muss nicht jedes Wochenende bei zwei Turnieren antreten, andere Dinge sind wichtiger. Ja, also beides, also was heißt beides? Ich denke, dass man das, was du jetzt gerade sagst, abhängig von dem Pferd machen muss. Was es für ein Pferd ist, wie das Pferd von der Konstitution ist, ob das Pferd mehr sehen muss, mehr auf Turniere gehen muss, ob das Pferd nicht so oft auf das Turniere gehen muss. Also ich finde, man kann diese Fragen und die Antworten vor allem darauf immer nicht verallgemeinern. Deswegen habe ich ja auch vorhin gesagt, Ich schreibe für jedes Pferd ein Ziel auf und schreibe nicht nur, ich möchte jetzt Aachen reiten zum Beispiel. Jetzt war ganz hoch gegriffen.

[45:42] Nee, ich schreibe für jedes Pferd quasi ein Ziel auf. Und bei Jenny war es einfach so, ich hätte ja niemals gedacht, dass ich mich auf dem Schafhof qualifiziere für Frankfurt. Also ich bin dorthin gefahren und bin dort geritten und ich habe gewusst, dass ich mich nicht verstecken muss. Aber ich habe jetzt damit nicht gerechnet, dass ich dort zwei Prüfungen gewinne und so was raushaue einfach. Und von dem her war ich erstmal so, okay, wie mache ich jetzt eigentlich weiter? Das war komisch in dem Moment.

[46:14] Und dann war einfach klar, dass ich jetzt nicht auf noch fünf Turniere fahren muss, weil ich weiß, ich kenne ihn ja. Ich weiß, wie er auf dem Turnier ist. Ich kenne ihn einfach so gut, sondern dass ich lieber zu Hause trainieren möchte und dem mehr Kraft geben möchte, mehr Sicherheit in den Lektionen etc. Und ich glaube, das ist mir ganz gut gelungen. Na, absolut. Also wir hatten ja mal eine Bundeskanzlerin, die Dinge gerne vom Ende her gedacht hat. Also wenn man sich das Ende anschaut, dieses Turnierjahres 2024, dann hast du natürlich komplett alles richtig gemacht. Und also ich finde das auch ehrlich gesagt sehr sympathisch, weil also A, dass du sagst, man muss quasi jedes Pferd einzeln angucken und jedes ist irgendwie anders und braucht auch was anderes und du scheust dich, also du hast da auch eine sehr gelassene Art offensichtlich. Also ich habe auch irgendwo das Zitat gelesen, dass also manche Reiterkollegen sich über dich lustig machen, weil du immer oder viele Videos postest so von irgendwelchen Geländerausritten mit deinen Toppferden. Und auch das scheint ja einen absoluten Stellenwert in dem Trainingsplan von dir zu haben. Also ist so, ne? Auf jeden Fall. Also bei Shelley jetzt zum Beispiel, also die Jungen, die Vierjährigen reite ich natürlich jetzt im Winter bei minus drei Grad nicht ins Gelände.

[47:42] Weil die sind da eher ein bisschen witzig unterwegs, glaube ich. Da muss ich mich dann richtig anschnallen drauf. Die dürfen wieder ins Gelände, wenn es ein bisschen wärmer ist und die Sonne scheint. Aber die Älteren, die gehen ins Gelände und die müssen raus und die wollen auch raus. Die gehen jeden Tag auf ihren Paddock. Die brauchen das einfach. Die sagen mir eher, zeigen mir einen Vogel, wenn ich das nicht mache. Ja, also es wäre ein Fehler aus deiner Sicht, da zu verbissen zu sein im Training und zu sagen, und wir reiten noch in die Prüfung durch. Und so war alles klar, ich verstehe. Absolut.

[48:18] Stichwort Pferde sind lustig drauf und du musst dich anschnallen. Ich bin heute beim Einlesen in das Thema Carina an einer Paywall gescheitert. Ich wollte nicht Abonnent der Heilbronner Stimme werden, obwohl es mit Sicherheit eine fantastische Zeitung ist. Und ich habe nur in so einem Antext, also quasi in dem Teaser, das hätte fast funktioniert und ich wäre Abonnent dieser Zeitung geworden, konnte man nur lesen, dass du dir das selber nicht hättest träumen lassen. Da ging es um irgendein Turnier, über das die berichtet haben, dass du da so erfolgreich bist, weil vor zwei Jahren da warst du im Krankenhaus und hattest, lass mich lügen, neun Rippen gebrochen oder irgendwie so. Genau. Da wollte ich nachfragen, was ist denn da passiert? Ja, das war irgendwie so der komplette Wendepunkt in meinem Leben. Da war mal kurz irgendwie alles anders, weil es hätte auch anders ausgehen können. Okay. Ich wurde getreten, also ich bin nicht geflogen, sondern ich wurde von einem Pferd getreten und ich flog drei Meter durch die Luft in der Halle und bin dann auf dem Boden gelandet, auf der linken Seite und hatte dann rechts auf der rechten Seite neun Rippen gebrochen von zwölf. Wow. Genau.

[49:35] Aber diese Rippen, die haben mir das Leben gerettet wohl, weil die haben halt das Ganze abgefangen, da hätte auch mehr passieren können. Ich wurde also komplett getrieben mit einem Eisen, mit den Hinterfüßen und der hat gezielt nach mir getreten.

[49:51] Und ja, ab diesem Zeitpunkt ist irgendwie alles anders geworden. Ich habe so ein bisschen die Sicht der Dinge geändert. Mein Umfeld hat sich so ein bisschen geändert. Ich bin anders, also ich gehe Dinge anders an. und ich bin zum Beispiel ein Mensch, der sich jetzt noch ungern von Negativität irgendwie in irgendeine Richtung drängen lässt, sage ich mal. Also alles, was negativ ist, sage ich einfach, ja, ich weiß nicht, das bringt nichts und möchte ich auch nichts mit zu tun haben. Und das war eigentlich so der Wendepunkt in dem Moment.

[50:28] Wenn man dir so zuhört, dann denkt man sich, wow, toll. Aber eigentlich, ich sage mal so, Wenn man quasi dann so auf der Nase liegt, dann die Schlüsse draus zu ziehen, ist glaube ich auch keine Selbstverständlichkeit, weil das ja wahrscheinlich so die eigene Stimmung erst mal sehr ins Negative dreht. Man kann nicht mehr das Liebste machen, was man gerne machen würde, nämlich mit Pferden arbeiten und so. Und Angst ist dann, glaube ich, auch möglicherweise ein Thema. Weiß ich nicht, ob das bei dir auch dann irgendwie, also das so ganz rauszukriegen aus dem Kopf, stelle ich mir auch alles nicht so leicht vor. Und dann zu sagen, Negativität, da will ich nichts mit zu tun haben und ich sehe die Dinge positiv. Also wow, das muss man erstmal hinkriegen. Ja, also ich muss sagen, in der Zeit, ich bin fünf Tage im Krankenhaus geliehen und ich habe eine ganze Woche gebraucht, dass ich das erste Mal wieder bei meinen Pferden im Stall war. Also sowas gab es eigentlich bis nicht, aber ich konnte mich ja auch gar nicht bewegen, also null. Und ich habe so viel Schmerzmittel in mir gehabt, dass ich glaube ich in dem Moment gar nicht drüber nach, so richtig, also die heiße Phase, sage ich mal, gar nicht drüber nach, die ersten zwei Wochen, gar nicht so wirklich drüber nachdenken konnte, was eigentlich passiert ist und wie es weitergehen könnte. Also darüber habe ich gar nicht nachgedacht. Und ab dem Zeitpunkt, wo dann die Medikamente so ein bisschen runtergefahren wurden.

[51:55] Ab dem Zeitpunkt war es dann für mich eigentlich ganz klar, dass es überhaupt gar keine Diskussion darüber gibt, dass ich so schnell wie möglich wieder aufs Pferd möchte. Und dass ich, ich habe null Angst gehabt, gar nicht. Also für mich gab es gar keinen Moment, wo ich gesagt habe, ich will an kein Pferd mehr hin oder sowas. Gar nicht. Ich wollte aufs Pferd. Ich wollte so schnell wie möglich zurück in den Sattel. Und ich bin tatsächlich sechs Wochen nach meinem Unfall das erste Mal wieder auf dem Pferd gesessen. Und das war einerseits das allerbeste Gefühl, Und andererseits war ich dann so, ich glaube, dann war die Zeit gekommen, um mich mental zu stärken. Weil ich bin nämlich nicht die Alte gewesen danach, sondern ich war wie Wackelpudding da oben drauf. Ich konnte keine Körperspannung halten, ich konnte ja gar nichts. Und das war viel schlimmer als die sechs Wochen zuvor. Also es hat offensichtlich was mit dir gemacht, was dich, also es ist vielleicht auch so fünf Euro ins Phasenschwein, aber es hat dich stärker gemacht. Also das hört man da so raus.

[53:00] Und wahrscheinlich das in Kombination, ich habe ein, was auch sehr spannend ist, das Video, was man von dir und deiner Trainerin Nadine sehen kann in sozialen Netzwerken. Da wird ja deine Trainerin nach deiner größten Stärke gefragt. Also was ist die größte Stärke von Carina und wie aus der Pistole geschossen kommt? Tatsächlich da dann der Satz ist ihre Nervenstärke, also quasi dieses im richtigen Moment voll da sein und keine Angst zu haben. Ist das was, was dir sozusagen, was auch da so ein bisschen mitgeboren wurde? Oder ist das einfach so? Musstest du das trainieren? Bringst du das so oder hast du das immer schon mitgebracht? Es gibt ja Leute, die tendieren dazu, in Prüfungssituationen nervös zu sein. Andere sind es eher nicht. Du bist es offensichtlich eher nicht.

[53:50] Also sie sagen, meine Mutter und alle, Nadine, die sagen, dass das früher schon so war. Zu Pony-Zeiten. Aber da kann ich mich ehrlich gar nicht dran erinnern. Also das weiß ich nicht, ob das wirklich schon da so war, dass es schon immer so war. Aber was ich weiß, ist, dass ich so einfach über die Zeit und hinweg einfach mir so Rituale auch genommen habe, die ich mache. Ich habe immer den gleichen Ablauf vor der Prüfung. Ich bin total fokussiert. Also ich will zum Beispiel auch nicht, ich mag es zum Beispiel gar nicht, wenn dann Trubel um mich herum ist vor der Prüfung. Da bin ich so fokussiert und da möchte ich meine Ruhe haben, da gehe ich noch mal meine Prüfung durch in dem Viereck, wo ich reite. Und da habe ich meistens meine AirPods an und will einfach meine Ruhe haben. Und das hat dann nichts damit zu tun, dass ich in dem Moment mega aufgeregt bin oder nicht aufgeregt bin, sondern da bin ich in meinem Tunnel quasi und bereite mich darauf vor. Und vielleicht ist das das, was das ausmacht.

[54:53] Und was dich dann so wirken lässt, offensichtlich auch, weil das war tatsächlich, hat das Nadine mit einer großen Bestimmtheit sozusagen vorgetragen. Als du dann gefragt wurdest zu deiner Trainerin, da hast du gesagt, sie schreit gerne im Training. Das fand ich auch bemerkenswert und mit so einem Smiley, aber man konnte schon auch sehen an deinem Gesicht, okay, du meinst das schon auch so, wie du es sagst. Und offensichtlich, also klare Ansagen in so einer Trainingssituation, damit hast du auch keine Probleme. Es gehört dazu. Es gehört absolut dazu. Also ich muss sagen, das war jetzt wie aus der Pistole geschossen. Ich würde es da nicht schlecht machen, dass sie mich nur an Streitigern sitzen.

[55:40] Aber das ist einfach so ein, ja, also klar sagen, um was es geht. Und ich glaube, sie motiviert mich damit auch ein Stück weit. Weil ich denke, so wie ich gesagt habe, ich mache ein rotes Kreuz im Kalender, wenn ich ein Lob bekomme, zum Beispiel von hier. Das ist einfach was, was mich anspornt. Ich bin sehr perfektionistisch veranlagt in der Hinsicht. Also ich suche immer noch was, was ich noch besser machen kann, was ich noch ändern kann, wie ich Dinge angehen kann, etc. Und, Ich glaube, da hat sie mir auch so ein Stück weit mich dorthin geschoben, weil einfach, ja, sie immer das Beste aus mir rausholen wollte.

[56:26] Genau. Und daher verstehen wir uns wahrscheinlich auch so gut und blind. Wir kennen uns ja auch schon sehr lange. Ich wollte gerade sagen, das war in dem Interview auch zu sehen, ihr arbeitet schon sehr lange zusammen. Und genau, also offensichtlich funktioniert es gut und so nach dem Motto Never change a winning team. Also ihr scheint euch da gesucht, also gesucht weiß ich nicht, aber ihr habt euch auf jeden Fall gefunden. Also das scheint so zu sein. Ja, Carina, jetzt, wir haben ja schon so ein bisschen über deine Ziele und Träume und so weiter auch gesprochen,

[56:59] gemeinsam mit Shelly, Fragezeichen, weil also wir wollen jetzt nicht alle Pferde einzeln durchgehen. Bei manchen von deinen Erfolgspferden hieß es auch, dass es möglich ist, dass du die dann nicht auf ewig reiten wirst, sondern dass die möglicherweise auch verkauft werden, in andere Hände kommen und so. Das ist irgendwie auch dann so dein Schicksal so ein Stück weit oder gehört auch zu deinem Pferdeberuf dann dazu. Aber also Shelly, haben wir ja schon geklärt, gehört dir und deinem Mann. Also von daher, es spricht nichts dagegen, diesen Weg dann mit Shelly gemeinsam weiterzugehen. Auf jeden Fall also Shelly bleibt bei mir es ist nicht angedacht ihn zu verkaufen.

[57:40] Habe ich also aktuell überhaupt nicht. Und wir wollen gemeinsam das Ganze weiter, die ganze Reise weitergehen. Und ich glaube einfach, dass wir ein mega tolles Team sind, er und ich mittlerweile. Verstehen uns blind. Er ist ein Nerd und er ist nicht so ganz einfach manchmal. Also nicht, wenn ich im Sattel sitze, sondern eher so unten, wenn ich im Management etc. Da muss man ihm schon viel Recht machen. Er ist halt ein Sheldon Cooper. Also wenn man die Serie kennt, der ist ja auch ein bisschen schwierig, der Shelton Cooper. Und genau so ist Shady auch. Er weiß, wer er ist und ist quasi, die Kim hat das richtig beschrieben in ihrem Artikel, der König in seinem Reich. Der König in seinem Reich, genau, so hat sie es geschrieben. Und ich fand ja tatsächlich auch noch bemerkenswert, ein besonderes Pferd in dem Sinne auch. Also er ist, das habe ich auch in einem Artikel gelesen, der größte Gewinner dieses, also von der Körpergröße her, der größte Gewinner dieses Louis-Dohr-Cup-Finales, den es je gab. 1,91 groß. Also das ist ein Riese. Also das ist schon auch bemerkenswert und eine echte Erscheinung. Und ich glaube, auch das, stelle ich mir vor, ist fürs Reiten doch auch nochmal eine besondere Herausforderung. Oder ist da jetzt der Laie in mir, der das irgendwie fällt? Also 1,91?

[59:08] Nein, ist schon so. Also 1,91 ist ja keine Normalkröße, sage ich mal. Und das fängt ja auch schon an mit Boxen auf dem Turnier. Also der braucht ja auch eine Doppelbox auf dem Turnier. Man kann den ja gar nicht in eine normale Box stellen. Dort dreht er sich im Kreis und da steht er mit dem einen Ende auf der Seite, mit dem anderen Ende auf der Seite. Also das geht ja auch nicht. Von dem her, also es fängt damit an, es fängt schon mit kleinen Sachen an oder beim Transport, dass er einen sehr, sehr großen Hänger hat, sonst kriegt er da Platzangst drin. Also das ist einfach so.

[59:41] Aber ich habe es vorhin schon erwähnt, wenn ich im Sattel sitze bei ihm, er war schon immer so, ihm ist alles sehr, sehr leicht gefallen. Und er ist auch einfach so ein Arbeitstier. Der hat so einen Willen, der hat so einen Sportgeist. Der ist einfach, ich kenne wenige solche Pferde, muss ich wirklich sagen. Der will immer, der will es mir immer recht machen. Und er will immer verstehen. Wenn er nicht versteht, dann kann er sich ein bisschen stressen. Dann muss man ihm das gut erklären. Aber wenn er es verstanden hat, dann macht er das immer richtig. Also dann will er es auch immer richtig machen. Dann muss ich mir gar keine Sorgen machen eigentlich, dass irgendwas nicht funktionieren könnte. Wenn dann mal irgendwas nicht funktioniert, zum Beispiel auch wie beim Finale vom Lüder, da waren ja auch zwei Missverständnisse drin in der Prüfung. Die gingen auf mich. Ich habe es ihm nicht richtig erklärt in dem Moment. Und dann überlegt er kurz, sondern einen passierten Fehler, weil einfach verlässt sich da tausendprozentig auf mich, dass ich ihm das richtig sage.

[1:00:46] Und da kommen wir genau an den Punkt, ehrlich gesagt, wo sozusagen mein Laiendasein so voll und ganz durchschlägt. Und ich glaube, das, was du gerade beschrieben hast, ich finde das immer total interessant und spannend. Aber ich glaube, das sind auch so die Punkte, wo Nichtreiter dann Schwierigkeiten haben, das so nachzuvollziehen. Auch so Sachen wie, man spürt, der reißt sich ein Bein aus für mich. Also wie man das merkt sozusagen. Weißt du, was ich meine? Ich glaube, wenn man selber nicht reitet, dann ist es einfach schwierig, das nachzuvollziehen. Aber ich nehme immer wieder wahr, dass Reiter so über ihre Pferde sprechen und sehr genau einschätzen können. Wollen die, sind die engagiert, machen die mit, haben die Spaß, haben die keine Lust und so weiter. Also offensichtlich können Pferde doch sprechen. Ich kann es nur nicht verstehen, aber du als Reiterin wahrscheinlich. Also offensichtlich ist es so und das ist total faszinierend.

[1:01:50] Und du hast gesagt, es war nicht von Anfang an so. Also es hat eine gewisse Zeit gedauert, bis ihr da hingekommen seid. Ja, das hat gedauert. Fünfjährig auf sechsjährig. Dieses Jahr, das werde ich nie vergessen, glaube ich. Da waren wir kein Team. Da waren wir ja weit auseinander, würde ich sagen. Wir haben es aber geschafft. Wir haben die Kurve bekommen. Ich konnte davon überzeugen, dass es Spaß machen kann, mit jemandem zusammenzuarbeiten, dass man nicht alleine alles machen muss. Und ich glaube, das habe ich ganz gut hinbekommen.

[1:02:28] Jetzt noch mal kurz darauf zurückzukommen, was du gerade gesagt hast, in Bezug auf, dass man das spürt, dass er das tut oder dass ein Pferd grundsätzlich das tut. Das spürt man, diesen Willen. Wenn du auf dem Pferd sitzt und es einfach, es will alles richtig machen. Es ist kein Pferd, wo zum Beispiel sagt, jetzt muss ich noch einen Schritt vorwärts gehen. Also jetzt für einen Laie gesprochen zum Beispiel. Jetzt muss ich noch einen Schritt vorwärts gehen. Oder jetzt schon alleine, wenn man jetzt sieht, der Louisville-Preis ist ja ohne Gärte das Finale. Das ist ja für viele Grand Prix-Pferde, vor allem am Anfang, wenn sie am Anfang stehen, dann ist das natürlich schwierig, weil die einfach das ja sehr schwer auf der Stelle zu piratieren etc. Und dann hat man schon gerne mal so eine Gärte in der Hand, wo man sagen kann, jetzt machst du noch einen Schritt zum Beispiel.

[1:03:23] Das ist nicht nötig bei ihm. Brauche ich nicht, muss ich gar nicht drüber nachdenken. Okay, weil, also du, irgendwo war auch immer vom hohen IQ dieses Pferdes die Rede, also er ist sehr schlau einfach. Mega schlau. Okay. Mega schlau. Ist nicht immer leicht auch, also muss man wirklich auch sagen, weil er halt auch, wie gesagt, dann schon schnell nicht überfordert ist. Das ganz und gar nicht, also überfordert nicht, aber er will es richtig machen. Er will das richtig machen. Und wenn er was falsch macht, dann nervt ihn das, dass das falsch ist, weil ich ja ihm erkläre, nee, nee, wir müssen das anders tun. Und dann muss ich es ihm richtig erklären, weil ansonsten versteht er es nicht. Also ich habe, oder du vermittelst den Eindruck, als wenn da zwei sehr wohl wollten und also ganz dringend erfolgreich sein wollten. Und ich fand das total faszinierend. Gibt es schon irgendwie einen konkreten Termin, einen konkreten Plan, wo man dich sehen kann zum Beispiel? Oder ist es im Moment noch so ein bisschen, dass die Saison noch nicht so ganz so hundertprozentig losgegangen ist? Ist, glaube ich, so, oder? Also dauert noch ein bisschen, oder? Ja, also bei mir ist sie noch nicht losgegangen. Bei vielen anderen ist es schon mal losgegangen. bei mir noch nicht.

[1:04:46] Ich konzentriere auch gerade mich natürlich auf Shelly, natürlich. Der hatte zwar nach Frankfurt erstmal ein bisschen Pause, aber ist jetzt wieder voll im Training. Aber ich habe ja auch noch andere Pferde, die weiter ausgebildet werden. Deswegen konzentriere ich mich auch gerade da oder mehr drauf aktuell. Ich darf jetzt einen Lehrgang bei der Bundestrainerin reiten. Da freue ich mich schon sehr drauf. Das ist unser nächster Termin, der ansteht. Mhm.

[1:05:12] Und dann werden wir mal sehen, ob ich als nächstes ein nationales Turnier gehe oder doch vielleicht schon ein internationales. Es steht dann wahrscheinlich März, April an. Okay, das sind doch schöne Aussichten erstmal. Ein Lehrgang bei der Bundestrainerin ist ja auch nicht das Schlechteste, wenn man da mal die wirklich mit Sicherheit ohnehin auf dem Zettel haben und so nach diesem Erfolg in Frankfurt. Also alles sehr, sehr spannend, was da passiert. Carina, ich habe dir so gerne zugehört und man könnte oder wir könnten wahrscheinlich mühelos auch noch lange über deine Pferde, über das, was du machst und vorhast und so weiter sprechen. Mit Blick auf die Uhr würde ich gerne so langsam sagen, vielen Dank und dass wir auf die Zielgerade einbiegen. Trotzdem ist meine letzte Frage, die ich immer stelle, ist, haben wir noch irgendwas total Wichtiges vergessen, wo du sagst, das wäre ich gerne noch losgeworden? Wenn nicht, ist auch nicht schlimm, dann haben wir ganze Arbeit geleistet. Aber nicht, dass da irgendwie was zurückbleibt, so nach dem Motto, das hätte ich gerne noch gesagt und hatte keine Gelegenheit dazu. Nö, ich glaube nicht. Ich konnte alles erzählen und du hast ja auch sehr, sehr gut gefragt, muss ich sagen. Ja, muss ich jetzt das Kompliment mal an dich geben. Vielen Dank.

[1:06:32] Also du hast ja gesagt, du bist ehrgeizig in Bezug aufs Reiten. Ich bin dann auch so ein bisschen ehrgeizig, dass ich sage, also wenn wir schon Gäste in unserem Podcast begrüßen, also dann würde ich es blöd finden, wenn bei dir der Eindruck entsteht, dass da keine Wertschätzung da ist, weil das Gegenteil ist der Fall.

[1:06:52] Es ehrt unseren Podcast total, dass du da warst und es hat mega viel Spaß gemacht, einfach mal so ein bisschen zu hören, wie ticken so erfolgreiche Reiterinnen wie du es bist und wie gehen die Dinge an und so.

[1:07:06] Und ich glaube, da können auch einfach viele Leute von lernen und sich inspirieren lassen. Und also ich nehme so ein bisschen mit, dass da also klare Ziele, aber du bist nicht so total verbissen und vor allen Dingen guckst du sehr genau drauf, was ist das für ein Pferd und wie gehe ich mit jedem individuellen Pferd am besten um. Und also das ist mir sehr sympathisch. Dankeschön. Hat mir sehr, sehr viel Spaß gemacht. Und ja, wenn ihr mich mal wieder einleitet, komme ich natürlich sehr gerne wieder. Carina Harnisch im Pferdepodcast. Nochmal der Hinweis, das war eine Aufzeichnung und sie hat schon Anfang des Jahres zu uns gesagt, wenn ihr mich wieder einladet, dann komme ich auch gerne nochmal zurück in den Pferdepodcast. Darauf kommen wir zurück. Anfang 2026, wir machen einen Termin aus und weil es eben die erfolgreichste Folge des Pferdepodcasts im zu Ende gehenden Jahr war, haben wir dieses Interview mit Carina hier noch einmal wiederholt. Jenny, du guckst mich so, wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen, verliebt an.

[1:08:19] Ja, bin ich. Ist das so? Ja, toll. Toll. Das war Folge 404 des Pferdepodcasts. Wenn du nicht noch was auf der Seele hast, was unbedingt raus müsste. Morgen gehst du springen mit Cavaletti-Gedönsheimer-Stunde. Genau. Bei Hubert. Bei Hubert. Der freut sich schon auf mich. Mit welchem Pferd gehst du? Weiß ich noch nicht. Ach, das war, ach komm. Gibt es da noch die Pferdelotterie morgen? Gibt noch die Pferdelotterie. Wir halten euch auf dem Laufenden, vor allen Dingen in Sachen unserer Weihnachtsgeschichte, wenn das klappt. Also ich will die Vorfreude ja jetzt nicht irgendwie, dass man da doch, also ich glaube, man kann sich freuen. Das wird eine fantastische Geschichte. Alles wird gut. Wir wünschen eine pferdige Zeit, bedanken uns fürs Zuhören und bis in ein paar Tagen im Pferde-Podcast. Tschüss. Tschüss.


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