#408 Denk doch mal schräg! (Beim Pferdehänger)

Neues Jahr, neuer Rhythmus – und neue Herausforderungen. In Folge 408 des Pferdepodcasts melden wir uns mitten aus dem Winter zurück: zwischen Schwarzwald-Schneehölle, eingefrorenen Nebenstraßen, Silvester-Nachwirkungen bei sensiblen Pferden und einer großen Entscheidung, die viele Pferdebesitzer früher oder später trifft – ein neuer Pferdehänger.

Auch wenn aktuell keine Turniere anstehen und vieles ruhiger wirkt: Gerade jetzt zeigt sich, wie wichtig gute, durchdachte Lösungen im Pferdealltag sind. Denn Sicherheit hört nicht bei Helm und Hufschutz auf – sie beginnt oft schon beim Transport.


Zum Werbepartner dieser Folge – Aminohorse – geht es hier entlang: Klicke hier und sichere Dir das Angebot für Pferdepodcast-Hörer.


Link zu Steady

Wenn sich der Bauch nicht mehr gut anfühlt: Warum ein neuer Hänger nötig wurde

Der Auslöser für den Hängerkauf war kein Luxus, sondern ein ungutes Gefühl.
Ein Pferd, das während der Fahrt unruhig wird, bockt oder sich stark aus dem Gleichgewicht bringt, ist mehr als nur „nervig“ – es kann gefährlich werden. Besonders dann, wenn Autobahnfahrten anstehen oder längere Strecken nötig sind.

In der Folge sprechen wir offen darüber,

  • warum geschlossene Hecktüren für manche Pferde ein echter Gamechanger sind
  • weshalb ein Frontausstieg im Alltag (und beim Alleinverladen) Gold wert sein kann
  • und warum nicht jedes Pferd mit jedem Hängertyp gleich gut zurechtkommt

Die Entscheidung fiel schließlich auf einen Schrägsteher-Hänger, bei dem die Pferde leicht diagonal zur Fahrtrichtung stehen – eine Bauweise, die viele als besonders pferdefreundlich empfinden.


Schräg fahren – entspannter ankommen?

Das Prinzip des schrägen Stehens ist simpel, aber spannend:

  • Pferde können sich besser ausbalancieren (so heißt es – trotz fehlenden „wissenschaftlichen Beweises“ in Fachartikeln und nach Aussage zahlreicher Fachleute)
  • Bremsen und Anfahren wird oft ruhiger verarbeitet
  • viele Pferde verladen sich stressfreier, weil sie „gerader“ einsteigen können

In der Praxis zeigt sich schnell:
👉 Nicht jede Lösung passt zu jedem Mensch-Pferd-Team – aber genaues Hinschauen, Ausprobieren und Anpassenlohnt sich.


Hören kannst Du den Pferdepodcast auf allen großen Podcast-Plattformen. Klicke auf diesen Button, um die aktuelle Folge bei iTunes beziehungsweise ApplePodcasts zu starten:

Listen on Apple Podcasts

Hier hörst Du uns bei YouTube Music:

Du findest uns aber auch zum Beispiel bei Spotify, Deezer, Podcast.de oder TuneIn. Auch Dein Alexa-Gerät sollte den Pferdepodcast kennen. Probier’s mal aus. Oder starte das Video bei YouTube:


Den Pferdepodcast unterstützen – das geht jetzt auch per PayPal:


Zwei Pferde, ein Mensch – warum Handling entscheidend ist

Ein großes Thema in der Folge ist das Handling beim Verladen, vor allem wenn man alleine unterwegs ist:

  • Stangen oder schwenkbare Trennwand?
  • Wen lade ich zuerst aus?
  • Wie behalte ich Kontrolle, ohne Hektik zu erzeugen?

Hier wird klar: Technische Details sind keine Nebensache. Sie entscheiden darüber, ob ein Transport ruhig abläuft – oder in Stress ausartet.


Winter, Eis & Verantwortung: Wann man besser stehen bleibt

Neben dem Hänger geht es auch um eine Frage, die im Winter besonders wichtig ist:
Nur weil man fahren kann – sollte man es auch tun?

  • vereiste Nebenstraßen
  • tiefe Gräben ohne Leitplanken
  • ein schwereres Zug-Gespann als gewohnt

Manchmal ist Nicht-Fahren die beste Entscheidung fürs Pferd. Und auch das gehört zu verantwortungsvollem Pferdebesitz.


📲 **So erreichst du uns!**

Ihr könnt uns auf allen gängigen Social-Media-Plattformen, per E-Mail oder über verschiedene Messenger erreichen. Alle Wege zu uns findet ihr hier. Bleibt dran und teilt uns eure Gedanken mit – wir freuen uns auf eure Nachrichten und Kommentare! 🐴❤️ #Pferdepodcast #Turnierreiterei #Freizeitreiter #Pferdegesundheit #Pferdezähne #PodcastCommunity #Lieblingsviecher

Du magst unseren Podcast? Dann schau gerne auch in unserem Shop vorbei. Du hast eine ältere Folge verpasst oder möchtest gerne noch mal was nachhören? Kein Problem. Schau einfach in unserem Archiv vorbei.


Hier geht’s zum vollständigen Transkript der Folge:

[0:16] Hallihallo, hier ist der Pferde-Podcast, Folge 408.

[0:22] Haben wir schon ein frohes neues Jahr gewünscht? Ich glaube ja. Wir haben so eine Hello-2026-Folge, so eine Mini-Folge aufgenommen. Das war ja letztes Jahr. Noch im alten Jahr. Oder haben wir nicht ein frohes neues Jahr gewünscht? Es war ja noch gar kein frohes neues Jahr. Ich glaube, wir müssen noch mal zurückspulen. Doch, ich habe gesagt, frohes neues Jahr, wenn ihr die Folge erst jetzt hört. Aber jetzt ist es sozusagen richtig überzeugend. Wir haben das neue Jahr. Wir nehmen im neuen Jahr die erste Folge auf. Hallo, hier ist der Pferde-Podcast. Nicht aus Berlin, aus dem Schwarzwald. Ja genau, wir gruven uns so langsam ein. Das erste Heimfahrwochenende ist schon eingetroffen. Wir waren sehr lange getrennt, muss man sagen. Total, ja. Sehr lange. Ich hatte meinen ersten Arbeitstag am Freitag, bin ein Neujahr dahin, dann der Freitag und Freitagabend schon wieder zurückgekommen. Genau. Sehensucht. Das ist wahre Liebe.

[1:16] Und wenn ihr die Folge hört, bist du schon wieder in Berlin. So sieht’s aus. Ein Hin und Her ist das. Ich werde Bahn-Premium-Kunde. Jenny, darum soll’s nicht gehen. Und wenn man so eine Stufe erreicht hat, dann gibt’s umsonst Wein in irgendeiner Lounge. Haben mir Kollegen erzählt. Genau. Der alte Gag. Bring mir den Wein mit. Du trinkst ja keinen. Den gibt es da nur im Bordding. Den kann man nicht mitnehmen. Kannst du nicht irgendwie klauen? Weiß ich nicht. Der Bahn noch den Wein klauen.

[1:43] Wir gruven uns so langsam ein, muss man sagen. Ein neuer Rhythmus, neue Erscheinungstermine. Ich weiß, nach sechs Jahren Pferdepodcast kann sowas den Biorhythmus, also zuvorderst meinen Biorhythmus, natürlich schon sehr durcheinander bringen. Also Podcast-Hörerinnen und Hörer sind ja oft so Gewohnheitsmenschen. Und dann hat die Folge zum Beispiel, wir sind seit Jahr und Tag kommen wir montags morgens, ist der neue Pferde-Podcast da? Das ändert sich jetzt gerade. Wer das noch nicht mitbekommen hat, die kleine Folge in Anführungszeichen dienstags, die große Folge in Anführungszeichen samstags. Wir gucken mal, dass wir das immer hinkriegen. Und der Hintergedanke ist so ein bisschen, dass ich das im Zug zusammenbasteln kann. Ja, aber ihr könnt ja trotzdem montags hören. Das ist ja egal. Das wäre gut. Was die Hörers dann damit machen, das ist natürlich ihnen selbst überlassen. Jenny, in unserem kleinen Neujahrsgruß zum Jahreswechsel haben wir schon so angeteast. Es ist ja, obwohl es so eine stille Jahreszeit jetzt ist, die Zeit zwischen den Jahren, es gibt keine Turniere. Klar gibt es Turniere, nur nicht für mich. Ich bin nicht froh, bei minus acht Grad will kein Mensch aufs Turnier.

[3:00] Trotzdem hat sich gefühlt irgendwie so viel Erzählenswertes angesammelt, was glaube ich auch für andere Pferdeleute interessant sein kann. Hoffentlich spannend ist mal so zu hören. Stichworte, ein neuer Hänger. Stichworte, ich gucke hier bei uns im Schwarzwald aus dem Fenster raus. Wir haben überlegt, ob wir heute ganz romantisch noch Schlitten fahren gehen und sagen, es ist zu viel Schnee. Ist auch so ein bisschen paradox. Ja, man muss ja aber auch den Berg hoch und vor allem wieder runterkommen mit dem Auto, nicht mit dem Schlitten und da traue ich mich jetzt glaube ich gerade nicht, weil so frisch geschneit, da will ich nicht den Berg runterfahren. Nicht nur auf den Arschrutschern runter. Genau, sondern mit dem Auto muss man ja wieder runter. Ja, absolut.

[3:45] Jedenfalls, obwohl das so ist, Schneehölle, keine Turniere, irgendwie alles liegt brach, trotzdem gibt es irgendwie gefühlt, mir geht es zumindest so, tausend Themen, über die es sich lohnt, tausend bisschen übertrieben, aber doch viele Themen, über die es sich lohnt, mal so ein bisschen zu quatschen. Wir wollen natürlich jetzt nicht alles abräumen in der, in Anführungszeichen, kleinen Folge. Es soll ja nur das kleine Lebenszeichen zum Wochenbeginn sein. Man muss sich noch irgendwie gewöhnen an diesen neuen Rhythmus. Und die große Folge dann, wie gesagt, am nächsten Samstag. Aber wir müssen mal so ein bisschen was abarbeiten. Wir haben schon gesagt, es gibt, es gab… Eine Springstunde. Du warst unterwegs mit zwei Pferden, mit Klecks und Benni und das war irgendwie auf vielen Ebenen sehr interessant und wir haben gesagt, das heben wir uns mal für die große Folge auf. Nicht, weil du eine Springerinnenkarriere anstrebst, nicht, weil das irgendwie sportlich so richtig jetzt von großer Relevanz ist, aber wir haben ja schon gesprochen über die Themen, was machst du generell mit Klecksi, woran hat der Spaß?

[4:56] Klammer auf, Klammer zu. Man hatte das Gefühl, an dieser Springstunde hatte er extrem viel Spaß. Und wir hatten es von dem Thema, und das ist, glaube ich, so bei dir auch sehr auf Bahn 1. Wie kriegt man den Benni dahin, stressfrei von A nach B zu kommen, zu akzeptieren? Da sind andere Pferde nicht durchzudrehen, sondern cool zu bleiben und so. Und das war schon ganz interessant, dann in so eine Springstunde zu fahren mit Benni. Und Klecks. Und Klecks, zwei so Patienten. Wobei, du sagst immer, mit Klecks kann man hervorragend reisen. Also ein auf vielen Ebenen interessantes Setting und darüber haben wir uns vorgenommen,

[5:34] dann unter der Woche zu sprechen und das am Samstag zu veröffentlichen. Heute bei uns auf dem Zettel ganz oben ein Thema, das besonders für unsere Haushaltskasse spannend war, herausfordernd, alles neu, macht das neue Jahr, ein neuer Hänger. Warum eigentlich, wieso, weshalb, haben wir schon so leicht angeteast, das finde ich ja wirklich mega interessant, hat zu tun, nicht weil du so Spaß hast am Geld ausgeben, sondern hat tatsächlich auch mit Benni zu tun, Und da kannst du ja vielleicht mal so ein bisschen was darüber erzählen, warum, wieso, weshalb. Und wir wollen über die Schneehölle Schwarzwald noch kurz sprechen und was das für deinen Reiterinnenalltag im Moment bedeutet. Ich kann gar nicht mehr reiten.

[6:20] Deine Arbeit an- und abgeführt mit den Pferden. Genau, es gibt gar nichts zu arbeiten. Aber mal schön der Reihe nach. Ich würde vorschlagen, wir fangen vielleicht mit dem Hängerchen mal an. Hängerchen hier. Ja, eher ein Hänger. Also irgendwie gefühlt hat dieses, hat es ja alles nie ein Ende. Genau, du fragst immer, ist das irgendwann mal zu Ende? Nein, nie. Es kommen immer irgendwelche neuen Baustellen, wenn man Pferde hat. Immer. Absolut. Hat man es irgendwann mal? Hat man immer mal einen Stall gefunden, der einen zufriedenstellt? Hat man irgendwann mal das ganze Equipment, mit dem man auf Tour gehen kann? Dann muss man es wieder tauschen, weil es irgendwie doch nicht so toll ist. Nein. Das Problem war, dass ich mich mit Benni nicht auf die Autobahn getraut habe mit meinem Hänger.

[7:02] Weil der ja da hinten so bockt. Also der bockt richtig. Wenn der alleine fährt und das dauert ihm zu lange und dann geht der auch schon vorn hoch, hinten hoch. Und ich hatte immer Angst, die Hinterbeine fliegen mir mal über die Rampe. Und deswegen habe ich gezielt geschaut nach einem Hänger, der hinten geschlossene Türen hat. Also kein Planenrollo, sondern zwei Türen, die man einfach schließen kann. Und es gibt zwei Hersteller, die das machen und zwar einmal Ifor und einmal V-Trust. Und ich habe mir beide Hänger angeguckt und habe wirklich beide Hänger studiert und habe wirklich geguckt, was ist denn besser, was hat der für Vorteile, was hat der für Vorteile. Wenn ich das bestätigen kann, also nicht nur Jungs checken ihre Käufe. Wochenlang habe ich mich damit beschäftigt. Das war ja auch mal ein Transporter im Gespräch. Da bin ich aber wieder von abgekommen, weil die ja in der Anschaffung, selbst wenn sie gebraucht sind, echt teuer sind. Zehntausende Euro, ne? Also das geht bei 40, 45? Für ein zehn Jahre altes Fahrzeug zahlt man 40, 45.000 Euro. Das war mir zu viel Geld für ein Gefährt, das ich ja normalerweise nutze, zwei- oder dreimal in der Woche, um zehn Minuten zu fahren. Oder im Sommer aufs Turnier zu fahren. Und das tut dir so einem Lastwagen, was es letzten Endes ja ist. Nicht gut. Diesel-Dieselfahrzeuge, die wollen ja eigentlich auch lange Strecken gefahren werden. Und so wie du es gerade beschreibst, ist es, glaube ich, ein realistisches Szenario.

[8:24] Jeden Tag du zehn Minuten zu einer Trainingsstätte. Wenn überhaupt jeden Tag. Also wenn unser Platz ja bereitbar ist, dann reite ich natürlich zu Hause, gar keine Frage. Ich fahre ja nur in die Halle, wenn es halt regnet oder wenn der Platz unter Wasser steht oder, oder, oder. Und im Sommer turniere, okay, aber das ist halt auch jetzt nicht, also jedes Wochenende kann man auch nicht sagen, vielleicht wenn es gut läuft, in den Sommermonaten. Zweimal im Monat oder so.

[8:47] Jedenfalls habe ich dann halt wirklich diese Hänge studiert und habe mich entschieden, einen von den beiden. Also oben auf dem Berg hat jemand auch diesen I vor. Der hat, also der Frontausstieg ist obligatorisch. Ohne Frontausstieg möchte ich keinen Hänger, weil ich das mit dem Benni total toll finde, dass der vorne raus geht. Der AC geht super vorne raus. Das ist auch, wenn man zwei Pferde verlädt, ist ein Frontausstieg einfach praktisch. Also ich wollte das nicht mehr missen. Es war mir sehr wichtig, dass vorne rauszugehen ist und eine Sattelkammer. Und da ist der Ifo schon rausgefallen. Der hat zwar welche mit Frontausstieg und auch mit hinten geschlossener Tür, aber die haben keine Sattelkammer. Da muss man so eine externe Box da irgendwie an den Hänger tackern. Das fand ich total toll. Das hat mir nicht gefallen. Also V-Trust. Und der hat einen mit Sattelkammer, mit Frontausstieg und mit den geschlossenen Flügeltüren. Also so ein amerikanisches Modell.

[9:41] Und tatsächlich ist die Wahl dann auch auf so einen gefallen. Und wir sind lange Stunden gefahren. Der Händler hat auch gesagt, er nimmt auch meinen Hänger. Also wir können tauschen. Er nimmt meinen. Ich nehme seinen mit, lege noch ein bisschen was drauf und dann kann ich den mitnehmen. und gesagt, getan, sind wir dahin geeiert, vier Stunden hin und vier Stunden wieder zurück. Das war ein langer Tag, meine Fresse. Ja, aber trotzdem, wir haben diesen V-Trust dann mitgenommen. Das ist einer, da stehen die Pferde so ein bisschen diagonal. Also die stehen nicht gerade in Fahrtrichtung, sondern so ein kleines bisschen schräg. Hat den Vorteil, dass sie sich besser ausbalancieren können. Und man sagt, die Pferde lassen sich stressfreier verladen. Also die steigen einfach hinten ein ohne Rampe. Die klettern da hoch und das klappt.

[10:27] Also alle Pferde sind auf Anhieb da reingeklettert. Das war überhaupt gar kein Problem. Ich war mega erstaunt, dass das so klappt. Also sind alle reingelatscht. Es ist natürlich gewöhnungsbedürftig mit diesem Schräg verladen. Da muss ich die Handgriffe erstmal lernen. Ich musste diese Trennungen richtig einstellen. Also ich bin noch nicht mit zwei Pferden gefahren, weil ich mir das noch nicht zutraue, weil ich noch nicht so richtig weiß, was mache ich zuerst auf, wen hole ich zuerst raus, wer kommt als zweites, kriege ich das alles hin mit einem Pferd an der Hand, das andere raus. Und mit meinem alten Hänger hat das super funktioniert. Zwei Pferde fahren.

[11:00] Klecks steigt ja nur rückwärts aus, den mache ich hinten auf. Die anderen beiden steigen nur vorwärts aus. Also egal, wen ich dabei habe, ich habe immer den Klecks und oder Benny oder Acey. Achso, und du bist mit dem neuen Gefährt noch nicht zu zweit gefahren. Weil das muss man ja vielleicht auch noch, das ist immer die Frage, wie nerdig und wie detailliert wird es jetzt. Aber dieses Teil gibt es mit Stangen, mit denen man quasi eine Mitte zwischen den Pferden oder eine Abtrennung herstellen kann. Und es gibt so eine Trennwand. So eine schwenkbare Trennwand. Und ich habe nicht geschaltet, als wir da bei dem Händler waren. Also der hat uns ja auch Hänger gezeigt mit diesen Trennwänden und der hatte nun gerade mal keine. Und du willst aber die Trennwand unbedingt haben. Auf jeden Fall. Ist Handling natürlich viel, viel einfacher, als Stangen raus und rein zu machen. Und ich habe schon mit ihm telefoniert. Er schaut, ob er noch eine auf Lager hat. Wenn das, bestellt er mir eine und die kann man ganz leicht einbauen. Also diese schwenkbare Mitteltrennwand ist einfach für mich, wenn ich alleine zwei Pferde verlade, brauche ich das einfach, weil das kann ich mit einem Handgriff machen. Und die Stangen kann ich nicht mit einem Handgriff machen, wo ich in der anderen Hand noch ein Pferd habe. Möglicherweise muss man sagen, es gibt Menschen, die nicht die Beeinträchtigung haben wie du, die kommen auch einfach mit der Stange klar.

[12:14] Aber gut, das ist nur so Fußnote. Es ist nicht obligatorisch, sagen wir mal so. Genau, aber insgesamt bin ich super happy mit dieser Lösung. Also die Pferde fahren auch relativ entspannt. Ich bin jetzt mit dem AC gefahren und mit dem Klexi schon gefahren.

[12:31] Waren beide total entspannt. Klexi muss erst lernen, dass er vorne die Rampe runter geht. Das hat er ja noch nie gemacht. Und für den war es so ein bisschen schwierig. Wir hatten auch das Video gepostet, wo er dann erst sagt, nee, so kann ich nicht.

[12:43] Soll ich jetzt hier raus? Nee, geht gar nicht. Wenn ihr das Video noch nicht gesehen habt, wir veröffentlichen ja zur Folge immer ein kleines Video, da ist die Szene natürlich auch mit drin, wie Klecks erstmal vor einem großen Mysterium steht und sehr lange mit sich ringt, ob man diesen Sprung in die Tiefe wagen soll oder ob das quasi ihm doch sehr zum Schaden gereichen kann. Also dieses Pferd kann sprechen in dem Moment. Also das Video kann man übrigens so ein kleiner Clip bei Spotify, das zappelnde kleine Videosymbol mal drauf drücken. Da kann man sich das dann auch angucken. Also es ist sehr lustig anzugucken. Absolut. Aber es geht. Ja, es geht. Also er ist auch dann mehr gesprungen als gelaufen, aber er wird es lernen, die Rampe da runter zu gehen. Und mit Benni bin ich tatsächlich noch nicht gefahren, weil wir haben ja den Hänger dann einen Tag vor Silvester abgeholt und Silvester hat ihn schon ein bisschen durch den Wind gebracht, den Benni. Er ist ja jetzt nicht so nervenstark und das hat auch noch am nächsten Tag, als ich das üben wollte, mit ihm zu fahren, hat es noch nachgewirkt.

[13:48] Er hat die ganze Zeit nur dahin gestarrt, wo in der Nacht vorher die Knaller losgegangen sind. Also der Schutz der Herde hat ihm schon Sicherheit gegeben, aber er war schon on fire und er hatte immer noch Angst an diesem Tag. Und deswegen habe ich gesagt, okay, wir laufen da jetzt einmal durch den Hänger. Wir bleiben mal einen Moment drin stehen, gehen wieder raus, aber er war einfach noch aufgeregt.

[14:10] Das muss ich mit Ruhe machen. Also mit Benni bin ich tatsächlich noch nicht gefahren, werde ich aber sobald es Plus gerade hat, weil im Moment sind wir ein bisschen eingefroren auf unserem Hof. Ich komme mit dem Hänger im Moment nicht vom Hof. Also wir können nicht wegfahren. Das ist zu gefährlich wegen Eis und Schnee. Und die Nebenstraßen sind nicht gestreut und da ist es mir mit dem Hänger einfach zu gefährlich. Da gibt es viele Nebenstraßen. Es gibt viele Nebenstraßen. Genau. Also sowohl zur Reitanlage hin sind es nur Nebenstraßen mit links und rechts tiefen Gräben. Naja, und wenn da was schief geht, dann das will man auf keinen Fall. Der eine Tag, der so ein bisschen getaut hat, das war okay, da bin ich ja gefahren, aber dann hat es wieder geschneit und es ist tief gefroren und das funktioniert dann leider nicht. Dann müssen wir warten, bis es wieder taut und dann werden wir auch die Jungfernfahrt noch mit Benni machen. Du hast den Schnee ja schon angesprochen.

[15:02] Zwei Sachen habe ich jetzt noch. Silvester, es ist ja erst zwei, drei Tage rum, aber natürlich ist die Frage, wie war es denn? Du hast gerade gesagt, Benni, also der hat offensichtlich dann am auffälligsten reagiert, weil man muss sagen, du warst ja in der Nacht.

[15:20] Auch da, also du bist um Mitternacht oder kurz vor Mitternacht hingefahren, also als das so auf den Höhepunkt zuging. Jetzt, wir haben schon gesagt, du bist inmitten von Nebenstraßen, also das ist jetzt nicht irgendwie Berlin-Kreuzberg gewesen, aber trotzdem, also auch da wurde geballert. Wie war es denn? Wie haben die reagiert? Also AC und Klecks waren total ruhig. Die haben mal geguckt und die Nachbarpferde, die waren auch total gechillt. Und Benni war schon wieder so dieser, er wird ganz groß und er klotzt und er steht da und klotzt. Und er wusste nicht so richtig, ich glaube, wenn er alleine gewesen wäre, hätte er mehr Angst gehabt. Aber die drei standen zusammen wie die Ölsardinen, ganz dicht. Und er hat sich immer zwischen AC und Klecks geträngelt. Also er hat schon den Schutz der anderen beiden Pferde gesucht. Aber trotzdem hat es ihn schon aufgeregt. Also er ist nicht so sehr nervenstark und er konnte das nicht zuordnen. Und diese Geräusche und diese Lichter am Himmel war für ihn schon aufregend. Aber es war relativ ruhig. Also es sind nicht rumgaloppiert oder so. Benni ist mal so ein bisschen über das Paddock getrabt, hoch erhobenen Hauptes. Aber dadurch, dass die anderen beiden total ruhig waren, hat er sich auch wieder beruhigt und hat gedacht, na ja, wenn halt da der Boss einfach ruhig stehen bleibt. Dann kann ich das auch so. Klexi lässt sich ja durch nichts aus der Ruhe bringen. Der hat noch nicht mal geguckt.

[16:39] Also Klexi hat dann mal einmal mit dem Ohr gewachsen. Das ist Silvester, jetzt reg dich ab. Also ist jedes Jahr. Aber dadurch hat Benni sich schon auch ein bisschen beruhigen lassen. Ist ja auch schön auf eine Art zu sehen, dass die sich sozusagen gegenseitig dann da so ein bisschen runterdimmen irgendwie und sich als Gruppe helfen. Ja, absolut. Das ist ja schon auch einfach mal so für sich genommen schön, ohne dass das jetzt großer Erkenntnisgewinn oder also der Erkenntnisgewinn ist, so Pferde in einer Gruppe können sich durchaus helfen und dass das bei deinen Jungs dann so gut funktioniert und die sich nicht gegenseitig auch aufschaukeln. Auch sowas wäre ja denkbar, weißt du, dass der eine den anderen dann noch wuschig macht und auf die Idee bringt, okay, man könnte jetzt auch wuschig sein und am Ende sind alle quasi steig der Pegel hoch. Also letztes Jahr war es sehr viel aufgeregter, weil halt die Pferde drumherum sehr wuschig waren und da haben sich natürlich meine drei auch anstecken lassen. Also da war es schon sehr, sehr viel aufregender und auch sehr viel länger, dass die Pferde einfach in Unruhe waren. Ich glaube, es hat zwei, zweieinhalb Stunden gedauert, bis es sich einigermaßen beruhigt hat. Und dieses Jahr war schneller wieder Ruhe? Oder es war gar nicht so ungerecht? Genau, es ging erst gar nicht so dolle los dieses Jahr. Und wie gesagt, Klexi war der Ruhepol und das hat den anderen beiden auch geholfen.

[17:53] Dann lass uns noch kurz sprechen über die Schneehölle Schwarzwald. Wenn wir hier bei uns aus dem improvisierten Pferde-Podcast-Studio rausgucken, dann sehen wir normalerweise ja Berge. Und heute sind die Berge einfach weg. Es ist wie so eine weiße Wand und die wird auch gerade immer dicker. Du hast schon gesagt, du kannst nicht wegfahren mit dem neuen Gefährt, das auch ein bisschen schwerer ist als das alte. Das haben wir gar nicht gesagt. Du hattest so einen Schwall, heißen die, glaube ich. Genau, der ist ja voll Alu und der war natürlich dann auch 150 Kilo leichter. Und du sagst, das merkt man schon. Also jetzt hast du nicht das allerstärkste Zugfahrzeug, normal irgendwie, so ein SUV. Und das merkt man dann. So 150 Kilo mehr ist dann schon. Okay, also du kannst nicht fahren in die Reithalle, wo du ja häufig dann mit allen trainierst. Und das ist ja auch der Grund, warum du so einen Hänger hast und so weiter. Trotzdem hast du die Tage ja zumindest mal mit AC und Benny auf dem Platz trainieren können. Zumindest in dem Sinne, sie an der Longe laufen lassen und so weiter. Trotz Schnee, bei Klecks geht es nicht.

[18:56] Klecks hat Eisen. Und der hat ja auch diese orthopädischen Einlagen. Das heißt, da können keine Snowcribs rein. Und der stolz natürlich dann auf. Also das kann man nicht machen. Klecks hat jetzt Zwangspause, bis das Eis weg ist. Also den kann ich leider nicht bewegen. Und die anderen beiden sind ja barfuß. Beide, also Aces im Winter ja auch barfuß. Der läuft auch gut ohne Eisen. Und die kann ich auf dem Platz ganz normal bewegen. Also ich longiere nur, weil Reiten bei Schnee, ich glaube, dass ich dann so mehr der Hemmschuh bin und denke, ich kann nicht so ordentlich reiten. Vielleicht probiere ich es morgen mal, weil jetzt schneit es ja wirklich doller. Das heißt, morgen müsste der Platz komplett zugeschneit sein und dann kann man auch reiten, weil ich weiß, dass unten drunter kein Eis ist. Das gibt ja fast ein bisschen Grip, so kurios das jetzt klingt, aber so viel Schnee ist dann oft besser als wenig Schnee und das Eis oder so oder eine mögliche Eisschicht wird da sichtbar, dann okay. Aber sie können auf die Koppel, also ich habe sie rausgelassen, sie können auf die Koppel, sie können rumgaloppieren, sie können sich ein bisschen austoben. Sie bleiben natürlich nicht den ganzen Tag draußen, mal eine Stunde oder zwei. Oft lasse ich sie nachmittags nochmal raus, wenn ich nochmal zum Füttern hinfahre, da können sie nochmal eine halbe Stunde so ein bisschen rumdöseln auf der Wiese. Und das tut ihn ganz gut. Und Kleksi ist halt jetzt, wie es ist. Ich kann es nicht ändern, dass er jetzt einfach Zwangspause hat. Eine Woche, je nachdem, wie lange dieses Winterwetter noch anhält. Macht das was mit ihm?

[20:19] Normalerweise, der bewegt sich ja. Der steht ja nicht fest irgendwo rum, dass dann da die Muskeln irgendwie weggehen würden. Das glaube ich nicht, weil die ja schon in Bewegung sind, auch den ganzen Tag. Also bei Benni, weil als du so am Anfang dir das angeguckt hattest und es so losging mit dem Winterwetter, da warst du auch sehr zurückhaltend. Und da hast du gesagt, oh, dem Benni ist langweilig. Genau. Also es gibt unruhigere Vertreter oder die dann mehr am Rad drehen als jetzt Klecks. Also mental verkraftet Klecks das sehr gut, sich nicht zu bewegen. Das dachte ich mir doch. Aber körperlich ist das für ihn ja eigentlich nicht so ideal. Also da habe ich es immer ganz gerne, wenn der in Bewegung bleibt, wenn die Muskeln jeden Tag auch was tun, weil der ja sowieso so ein bisschen dieses muskuläre Problem hat. Ich habe ihn jetzt auch eingedeckt, also dass die Muskeln nicht so auskühlen und das tut ihm sichtlich gut.

[21:07] Gut. Gut. Tschüss. Jenny, dann wir grufen uns so langsam mal in unseren neuen Rhythmus ein. Wenn ich auf die Uhr gucke, wir neigen immer dazu, uns zu verquatschen. Von wegen kleine Folge.

[21:19] Sei es drum. Wir würden dann, wenn ich dann unter der Woche wieder in Berlin bin, die nächste Folge aufnehmen, die dann auch ein bisschen ausführlicher werden darf. Die Springstunde, von der die Rede war, mit Klexi und Benni. Sehr spannend. Das wird sicherlich eines unserer Themen sein. und mal gucken, was dann noch so an neuen Sachen dazukommt. Dann wünschen wir erstmal eine pferdige Zeit, soweit es in diesem Winter Deutschland im Moment so möglich ist. Wobei, wir werden ja nicht nur in Deutschland gehört, sondern auch in Österreich und der Schweiz. Da ist bestimmt auch Winter. Anderswo, genau. Aber ich glaube, Winter ist im Moment in ganz vielen Regionen so angesagt. Macht das Beste draus. Wir hören uns in Richtung nächstes Wochenende wieder. Und wir bedanken uns fürs Zuhören. Das war der Pferde-Podcast. Macht’s gut. Tschüss. Tschüss.


Entdecke mehr von Der Pferdepodcast

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Hinterlasse einen Kommentar