#410 „Die Pferde haben frei“: Warum das oft nicht gut ist

Manchmal sind es nicht die großen Trainingspläne oder spektakulären Turnierstarts, sondern genau diese kleinen Alltagsmomente, die den Pferdealltag prägen – und herausfordern. Folge 410 des Pferdepodcasts ist genau so ein „kleines Lebenszeichen“: persönlich und erstaunlich lehrreich.

Im Mittelpunkt stehen diesmal drei Themen, die viele Pferdemenschen gerade im Winter beschäftigen: Was tun bei Eis und Schnee?was bedeutet eigentlich „frei haben“ fürs Pferd? – und lohnt sich ein Pferdeanhänger mit Schräg darin stehenden Pferden wirklich?


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Wenn Eis den Stallalltag bestimmt

Glatte Wege, vereiste Paddocks und keine nutzbaren Reitplätze – Winter kann Pferdebesitzern schnell einen Strich durch alle Trainingspläne machen. In der Folge wird offen darüber gesprochen, dass es Tage gibt, an denen schlicht nichts geht. Kein Reiten, kein Gelände, kein Arbeiten.

Ein wichtiger Gedanke dabei:
👉 Nicht jeder trainingsfreie Tag ist automatisch schlecht – aber die Umstände zählen.

Take-away für dich:

  • Sicherheit geht immer vor Training – rutschige Böden sind ein echtes Verletzungsrisiko.
  • Pferde mit Sozialkontakt und Bewegungsmöglichkeiten verkraften solche Pausen deutlich besser.
  • Kleine Maßnahmen wie Stroh auf glatten Betonflächen können helfen, das Risiko zu minimieren.

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„Die Pferde haben heute frei“ – wirklich?

Ein besonders spannender Teil der Folge dreht sich um Sprache. Denn was für uns Menschen nach Entspannung klingt, kann für Pferde etwas ganz anderes bedeuten.

Ein Pferd, das wegen Wetter oder Organisation in der Box bleiben muss, hat nicht „frei“ – sondern verliert Bewegung, Reize und Sozialkontakt. Die Folge regt dazu an, das eigene Wording (und Denken) kritisch zu hinterfragen.

Konkreter Impuls aus der Folge:

  • Begriffe bewusst wählen – Sprache beeinflusst, wie wir Situationen bewerten.
  • Sich ehrlich fragen: Ist das wirklich eine Pause fürs Pferd oder eher eine Notlösung?
  • Wo immer möglich: Alternativen schaffen, statt Stillstand schönzureden.

Neuer Pferdeanhänger: Schräg stehen, entspannter fahren?

Ein echtes Praxis-Highlight der Folge sind Jennys erste Erfahrungen mit einem neuen Pferdeanhänger, in dem die Pferde schräg stehen und vorne aussteigen.

Ohne Technik-Nerdtum, aber mit ehrlichen Eindrücken geht es um:

  • Unsicherheit nach dem Kauf („War das eine Fehlentscheidung?“)
  • Alleine verladen mit neuen Stangen-Systemen
  • Die ersten Fahrten mit zwei Pferden – inklusive Jungpferd

Das Fazit nach mehreren Fahrten: spürbar mehr Ruhe, weniger Gepolter und deutlich entspanntere Pferde.

Was du daraus mitnehmen kannst:

  • Schrägstehende Systeme bieten Pferden mehr Spielraum zum Ausbalancieren.
  • Besonders für junge oder unausbalancierte Pferde kann das ein Vorteil sein.
  • Neue Technik braucht Eingewöhnung – für Mensch und Pferd.

Ob das wissenschaftlich belegt ist? Nicht wirklich.
Ob es sich in der Praxis bewährt? In dieser Folge gibt es dazu sehr ehrliche Einblicke.

Eine Folge also, die zeigt:
Pferdealltag besteht nicht nur aus Training, sondern aus Entscheidungen, Abwägungen – und manchmal auch aus bewusster Zurückhaltung.

🎧 Folge 410 lohnt sich für alle, die im Winter zwischen schlechtem Gewissen, Sicherheitsbedenken und neuen Lösungen jonglieren.


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Hier geht’s zum vollständigen Transkript der Folge:

[0:16] Hallo alle zusammen, hier ist der Pferde-Podcast Folge 410.

[0:21] Jenny, im alten Jahr habe ich an der Stelle immer noch gesagt, unser kleines Lebenszeichen kurz vorm Wochenende. Ich bin noch nicht so ganz drin im Rhythmus, jetzt muss man sagen.

[0:31] Unser kleines Lebenszeichen nach dem Wochenende. Ich hoffe, unsere Hörerinnen und Hörer gewöhnen sich so langsam an den neuen Rhythmus, dass die in Anführungszeichen großen Folgen jetzt immer samstags erscheinen. Ich glaube, das ist gar nicht so schlecht, weil wenn man so die Statistiken anguckt, dann wird am Wochenende immer gerne und viel Podcast gehört. Aber. Beim Misten im Stall und jetzt fängst du gleich an mit einem Aber. Genau, ich muss dich rügen. Unsere Steady-Kundenhörer, Steady-Hörer, haben es ja gar nicht gehört. Aber ich bin ja kein Steady-Hörer. Ich höre ja ganz normal mit Werbung. Und da sagst du in unserer Eigenwerbung für Steady. Stimmt, die große Folge am Samstag. Ich muss die ändern. Ja, ich muss die ändern. Da sagst du nämlich, unsere Steady-Hörer können die Folge schon am Samstag hören, ohne Werbung. Das stimmt. Ja, und das musst du jetzt ändern, dass sie sie ja schon am Freitag. So much to do. Ich muss auch mal mit dem Amino-Ralf, muss ich auch nochmal reden. Ja, mit dem Herbst. Egal, Aminosäuren, immer eine gute, immer gut. Egal, ob Sommer, Frühling, Winter, Herbst. Nein, aber es gibt mit Sicherheit viele gute Gründe für dieses fantastische Produkt. Auch in dieser Folge werden wir in den Nicht-Steady, du weißt schon, also in der allgemeingültigen werden wir ja wahrscheinlich die Werbung drin haben. Aber nur, dass die Hörer es nicht denken, wir werden bescheuert. Wir haben es schon auch gemerkt.

[1:53] Aber es ist halt einfach viel zu tun auch. So rund um so einen Jahreswechsel. Nein, jetzt mal ohne Scheiß.

[1:58] Ja, und der Herr Ralf Amino hat ja auch viel zu tun. Ja, eben drum. Das meine ich doch. Das spricht total. Und was auch, also das kann man vielleicht an der Stelle, ist es jetzt eine Werbung außerhalb der Werbung? Ich weiß gar nicht, aber es kommen tatsächlich immer wieder mal Nachfragen bei uns zu dem Produkt und irgendwie dann heißt es, der Rabattcode funktioniere nicht. Das Rätsels Lösung war bis jetzt in allen Fällen, in denen das zum Tragen kam. Gilt nur für die vier Wochen. Genau, es gilt nur für dieses spezielle, also auch für diese Menge, für diese, was war das? Der Basismix, genau richtig. Also dieses Vier-Wochen-Produkt, was konkret in dem Werbespot, der auch in dieser Folge eingebaut sein wird, genau, ist dieses Vier-Wochen-Produkt, der Basismix.

[2:43] Dafür gilt die Rabattierung. und der nächste Fellwechsel geht ja bald schon wieder los. Eigentlich können wir es durchsenden. So sieht es aus.

[2:50] Jenny, es ist das kleine Lebenszeichen, wo wir uns ja gerne mit Hörerfeedback beschäftigen. Es gab es jetzt rund um den Jahreswechsel. Da sind wir wieder bei dem Thema. Die Menschen haben viel zu tun. Es gab es jetzt gerade aktuell nicht so furchtbar viel. Wir gucken so ein bisschen auch, was haben wir vor. Da kann ich so ein, zwei Sachen erzählen. und wir greifen uns sehr gerne immer mal so einen kleinen Aspekt raus, der irgendwie noch eine Ergänzung zu unseren großen Folgen und so weiter. Und wir haben uns, also ich habe mit Bleistift ein Thema aufgeschrieben und wir haben diesen Aspekt neuer Hänger, Schrägsteher, fahren mit beiden Pferden, wenn sie schräg stehen. Und wir haben gesagt, sobald du was zu den ersten Erfahrungen, ersten Eindrücken und so sagen kannst, dann geben wir das hier an der Stelle einfach mal kurz weiter. Ja, so, also lohnt sich, kann man kaufen.

[3:43] Und meine Hochs und Tiefs, die sah ich dann auch noch. War eine krasse Fehlinvestition, genau. Also das finde ich spannend.

[3:51] Bevor wir auf den Hänger kommen, vielleicht ganz kurz kurz. Am Wochenende, das vor uns liegt, bin ich mal wieder verabredet mit unserer lieben Nicola aus Österreich, die ihr Ende vergangenen Jahres kennengelernt habt, die Dressurtrainerin, die Frau, die sehr spannende Trainings anbietet. Und wir haben ja gesagt, wir picken uns immer so kleine Themen auch raus, die für alle Pferdeleute interessant sind. Und wir sind verabredet fürs kommende Wochenende zu so einem kleinen handfesten Tip-to-go zu mitnehmen in Sachen Winter, Schnee, Eis. Wenn sich da jemand auskennt, dann ist es ja Nikola als Österreicherin, wir aktuell aber auch. Also so nach dem Motto, die Trainingsmöglichkeiten können eingeschränkt sein, weil alles zugefroren ist, zugeeist. Man kann nicht ins Gelände, man kann nicht auf den Platz. Was macht man mit den Viechers? Und das ist ja ein Thema, was auch ganz aktuell, wo wir jetzt die Folge aufzeichnen, Ein Thema ist es. Mit dem du zu tun hast. Also das ist ja Spoiler. Wir nehmen ein paar, zwei Tage auf, bevor diese Folge erscheint.

[5:00] Heute ging nichts. Wir sind zugeist. Genau, wir sind vereist. Und gestern hat es extrem viel geschneit. Heute Nacht wieder Minusgrade. Und dann habe ich heute, okay, ich wollte ein bisschen ins Gelände, aber es ist zu rutschig, zu glatt, zu gefährlich. Also haben sie heute einfach frei, die Pferde. Deine Lösung, die Pferde haben einfach frei. Ja, obwohl der Paddock ja auch vereist ist, aber die sind schon sehr vorsichtig. Also die passen auf, dass sie da nicht irgendwie rumalbern und rumspringen. Also sie sind alle drei sehr vorsichtig. Sie merken schon, wenn es glatt ist. Und ich habe so ein bisschen Strohreste da auf den Beton gestreut, wo es nass war, also gestern Abend schon, wenn es friert, dass die da nicht rutschen. Und ich habe sogar im Status einer ehemaligen Stahlkollegin im Aktivstall in Hessen, habe ich gesehen, dass da wieder aufgestallt wurde. Das habe ich ja auch zwei, dreimal mitgemacht. Was von denen aufgestallt? Aufgestallt, genau. Ich war ja da mit den beiden Pferden, mit Nixen und Globus im Aktivstall. Und wenn dann so Blitzes vorhergesagt wurde, dann wurden alle Aktivstallpferde in die möglichen Unterstände verfrachtet, eingesperrt. Und da ist der Fachbegriff aufgestallt? Aufgestellt, genau. In die kleine Longierhalle, in die Liegehallen und alle eingesperrt, dass da nichts passiert. Also wie so Notunterkünfte. Genau, hat immer wunderbar geklappt. Im ersten Jahr war ich echt so und dachte, mein Stinkstiefelklogus, ob der auf so engem Raum wirklich zurückgeht.

[6:27] Seine Aggressionen. Auf den Stall ausgeflippt, weißt du, so. Aber der war total brav. Also das hat super geklappt. Und im Moment ist es gerade wieder so weit, dass die Pferde in Hessen auch eingesperrt sind. Also in dem Aktivstall, weil halt einfach Blitzeis und die Klettegefahr und Verletzungsgefahr einfach zu groß ist. Krass. Also ich sage mal so, die Pferde haben frei, ist aus der Not heraus geboren. Jetzt muss man sagen, deine stehen ja halt zu dritt zusammen. Sie haben Sozialkontakt, die können sich miteinander ein bisschen verdullen. Klar ist denen auch langweilig, aber ich sage mal so, bei Pferden, die in einer Box stehen, ist es natürlich umso schlimmer. Also das muss man schon sagen. Ja, ich habe ja immer ein schlechtes Gewissen. Ich habe ja dann heute Morgen

[7:08] auch gesagt, scheiße, ich glaube, denen ist heute wieder langweilig. Aber dann denke ich wieder an Pferde, die 24 Stunden in der Box stehen, im Winter, den ganzen Winter, nicht rauskommen, keine Möglichkeit haben, sich irgendwie zu bewegen, Sozialkontakte zu pflegen.

[7:23] Also da sind meine Pferde ja wirklich gut dran, auch wenn sie mal einen Tag nichts tun und denen ein bisschen langweilig ist. Also ja, macht es nicht besser, aber im Vergleich zu manch anderen Pferden, die wirklich immer eingesperrt sind auf drei, vier Meter, vielleicht nur mit einem kleinen Balkon, wenn überhaupt.

[7:41] Und dann denke ich immer, naja, sie haben es ja nicht so schlecht. Ich bin gespannt, ob Nikola, wir haben da jetzt noch kein Vorgespräch dazu geführt, wir haben nur das Thema so mit Bleistift notiert irgendwie, im Winter Eis, Schnee, was fällt einem dazu ein, Strategien, wie auch immer. Ich bin gespannt, was so die Gedanken von Nikola dazu sind, das nur so als kleiner Spoiler. Und also ich habe aber auch noch einen Appell als Nicht-Pferdemensch, dieses Wording dazu. Die haben heute frei. Eigentlich ist das so. Eine Stoffe. Ich wollte gerade sagen, also als Mensch ist da schon mit angelegt der Gedanke, man tut denen ja eigentlich was Gutes, weil der Mensch hat ja immer gerne frei. Weißt du, ich muss heute nicht arbeiten, ich habe heute frei, ich gehe ins Café, ich gehe. Also ein Boxenpferd, das frei hat, das ist die Höchststrafe. Ich wollte gerade sagen, also das ist glaube ich, also sensibel sein, Sprache, du weißt, also mein Beruf ist ja Sprache, also würdest du unterschreiben. Absolut, ja. Vorsichtig, ich meine, klar, du hast ja selber gesagt, meinst du es nicht so? Genau, manchmal hat man keine Wahl, aber das Wording ist also eigentlich, das ist so ein bisschen irreführend und das führt sofort dazu, sich in die eigene Tasche zu lügen und Vorsicht. Ich kenne ja auch den einen oder anderen, der sein Pferd in der Box hat und im Winter keine Möglichkeit hat, das irgendwie rauszulassen auf eine Koppel oder so. Und sich das dann so schön regelt, weißt du? Genau, und wenn dann jemand, also die hat ja gestern was gemacht, dann haben die heute frei. Echt? Du gibst deinem Pferd frei? Du bestrafst es ja, weil es halt in der Box steht.

[9:10] Also jeder nochmal so sich an die eigene Nase fassen, bitte den Pferden nicht freigeben, wenn es irgendwie geht, nicht freigeben.

[9:17] Wenn es denn irgendwie geht. Genau, Jenny, ganz kurz noch Thema. Und wir haben es gesagt, wir geben es weiter, sobald es erste Erkenntnisse dazu gibt. Wir haben es erzählt, du hast einen neuen Hänger gekauft.

[9:28] Der Grund war, hinten die Türen sollten komplett zugehen, damit, falls das Nesthäkchen Benni in so einem Hänger wirklich mal irgendwie bockt und randaliert, dass da nicht die Hinterbeine über die Rampe, also über diese Hintertür gelangen können. Wir haben schon die verrücktesten Dinge gesehen, wenn sich jetzt jemand es selber erlebt und so. Also deshalb, man sollte das nicht unterschätzen, was Pferde da an gymnastischen Übungen in so einem Hänger veranstalten können und was da quasi dann möglich ist, wo so die Extremitäten dann irgendwie landen. So kann man es sagen. Also das war der eigentliche Grund. Du hast dich dann für ein Modell entschieden, wo die Tür hinten eben nicht nur zu ist, sondern wo die Pferde auch schräg fahren. Und… Du hattest Jungfernfahrt jeweils, aber einzeln, wo du da immer ein Pferd nur transportiert hast. Genau, und auch nur AC und Klecks. Und mit Benni bin ich noch gar nicht gefahren. Genau, die beiden pflegeleichteren Kandidaten und der Kamerad, für den der ganze Zinnober eigentlich veranstaltet wurde, der war jetzt dann kürzlich dran. Und ihr seid zu zweit gefahren. Ich glaube, in der Konstellation Benni und Klecks war das so. Und schildere doch einfach mal, weil es gibt ja noch mehr Besonderheiten. Hinten hat es keine Rampe, sondern eine Stufe. Genau, sie klettern einfach so rein. Sie müssen nicht über eine Rampe gehen. Genau.

[10:49] Ist für die Pferde, also sie machen das total easy und gerne. Also das geht wie das Brezelbacken, dieses Einsteigen. Ich glaube, die Pferde haben auch manchmal so ein bisschen ein Problem, so in dieser Schwebe über diese Rampe zu gehen. Das ist für manche Pferde, glaube ich, einfach gruselig. Aber meine sind ja eh eingestiegen, auch über die Rampe.

[11:08] Und letzte Woche, irgendwann gab es den ersten Tag, wo es morgens nicht gefroren war, wo ich gedacht habe, okay, jetzt kann ich mal gefahrlos fahren, den Hänger mal anhängen. Man will es ja mal probieren auch. Genau, es war noch dunkel. Ich habe es dann einfach gemacht. Erst den Glexi rein. Also man muss diese Handgriffe erst mal üben. Als ich den Hänger ganz neu hatte und habe dann so, okay, wie mache ich das mit den Stangen? Und dann war ich erst, dachte ich so, das ist ja scheiße und es geht ja gar nicht so einfach wie mit dem alten Hänger. Und oh Gott, was habe ich getan? Manchmal entscheidet man ja Dinge und dann hat man es und dann denkt man, war ich eigentlich völlig blöd, dass ich da nicht drüber nachgedacht habe. Aber so mit so ein paar Tagen sacken lassen und sich mal Gedanken machen und YouTube-Videos angucken. Komme ich auch ganz gut mit diesen Stangen zurecht, weil diese schwenkbare Trennwand, die ist ja noch nicht da, das dauert noch ein bisschen. Die soll ja auch noch kommen, um das Leben noch ein bisschen zu erleichtern. Ja, das ist im Handling sehr viel einfacher, weil ich da keine Trennstangen rausnehmen muss und dann wieder reinmachen muss. Also das ist halt alleine, wenn man alleine verlädt, ein bisschen tricky. Also man muss einfach diese Handgriffe machen, um zu gucken, wie es am besten funktioniert. Und dann habe ich an diesem Tag, okay, jetzt fahre ich mit Klecks und Benni.

[12:18] Klecksi steigt zuerst ein und dann steht der vorne schräg und guckt vorne aus dieser Tür raus. Also diese Vorderrampe kann man ja hochklappen und dann ist nur das Fenster offen. Der ließ sich total einfach da reinführen. Dann habe ich diese Stange schräg zugemacht. Also die habe ich nur so ausgehängt, dass er durchgehen kann. Und dann hebe ich die hoch, mache sie zu. Also Klecksi steht dann safe. Genau, Klecksi steht. Benni war noch im Stall. Das ist natürlich dann immer so dieser Moment. Klexi steht allein im Hänger und sieht dann den anderen nicht. Und dich nicht, weil du den ja holst, den anderen. Das war auch so ein bisschen, wo ich so gedacht habe, bleibt der da ruhig stehen, aber ich habe ihn angebunden, habe ihm Keks gegeben, bin schnell raus, habe den Benni geholt, dann hochklettern und auch so mit dem Arsch so ein bisschen rum, dass er so ein bisschen schräg steht und dann musste ich ja nochmal raus und musste diese Stange holen, um auch den Benni dann fest, also um auch die Stange bei Benni zuzumachen. Ich hatte die Stange direkt so hinten am Hänger, habe den Benni einfach stehen lassen, habe ihm eine Möhre gegeben, dass er erst mal kaut und nicht irgendwie wieder irgendwo hinläuft. Wir lernen, Keks, Möhre, Futter hilft. Genau, Futter hilft enorm, aber sie waren beide total gechillt, sie sind einfach stehen geblieben. Und ich konnte raus, konnte die Stange einhängen, habe Benni dann angebunden und dann habe ich hinten beide Türen zugemacht. Und dann gehe ich nochmal vorne hin an das Fenster, dann kriegt jeder nochmal einen Keks, weil es so gut geklappt hat, dann mache ich das Fenster zu und fahre los.

[13:44] Und aussteigen ist sogar einfacher als in dem alten Hänger, weil jetzt ja beide vorne rausgehen. Also ich mache nicht hinten die Türen auf, sondern mache dann vorne die Tür auf, lasse die Rampe runter, beide Pferde erstmal losbinden und dann geht der Glexi raus, die Rampe runter, das kann er inzwischen, er muss nicht mehr springen, er kann einfach laufen. Okay, was in dem Video ja noch zu sehen war mit diesem Jump, den er da macht. Und dann habe ich den Glexi draußen am Strick und dann muss ich innen nur einmal die Stange verschieben, muss sie einmal quasi öffnen für den Benni, dass der dann auch die Rampe runtergehen kann. Und das geht wunderbar. Das geht viel besser als mit dem alten Hänger. Und ich war dann auch ganz glücklich. Oh, geht ja alles. Zwischendurch habe ich gedacht, ich habe Blödsinn gekauft, das kriege ich alleine nicht hin. Aber jetzt habe ich zwei, dreimal gemacht. Die Pferde sind total brav gefahren, ganz entspannt. Benni steht da drin und pennt.

[14:40] Und ist wirklich total gechillt. Also der wartet auch ganz brav, wenn Kleck sie aussteigt. Und so, komme ich jetzt auch raus? Also sind beide Pferde völlig entspannt. Ich bin total erleichtert und fährt sich super. Ich höre nicht einmal ein Gepolter, Getrampel oder irgendwas. Also beide Pferde fahren ganz entspannt. Das hatten wir ja auch noch gesagt. Es gibt keine, ich sage jetzt mal in Anführungszeichen, wissenschaftlichen Belege dafür, dass Pferde, wenn sie schräg stehen, dass das dann für die entspannter oder sicherer ist zu fahren. Aber es gibt viele Pferdeleute, die diese Beobachtung machen und die sagen, ja, das ist eigentlich schon eine gute Sache, wenn die schräg stehen, weil es eben genau das ist, was ich gerade gesagt habe. Also dann könntest du das vorsichtig, ich meine, du hast jetzt noch nicht ganz so viel Erfahrung, aber vorsichtig könntest du es unterschreiben, dass das auf keinen Fall ein Nachteil ist zu den Gerade-Stehern, die man so kennt, sondern also tendenziell

[15:34] eher eine Verbesserung auch vom, was den Fahrkomfort angeht. Er hat auch viel mehr Platz, sich auszubalancieren. Der hat ja, wenn ich also mit dem alten Hänger, wenn ich hinten die Klappe aufgemacht habe, stand der mit dem rechten Hinterbein immer auf der Seite von Klecks, weil der steht dann ganz breitbeinig und jetzt hat er halt wirklich viel Platz, um sich breitbeinig hinzustellen.

[15:55] Dass er die Balance nicht verliert, weil er ja jetzt unten auch gar keine Begrenzung mehr hat. Also er kann auch mit dem Arsch so ein bisschen rum, er kann sich stellen, wie ihm das am besten behakt in den Kurven und auch bei Gas geben und so. Ich meine, ich fahre sehr vorsichtig, aber für Benni ist es wirklich, der noch so unausbalanciert ist, der fährt sehr viel ruhiger und steht sehr viel sicherer.

[16:17] Cool, dann haben wir diesen Aspekt auch noch nachgeliefert zum Thema neuer Hänger. Ich habe schon gesagt, am Wochenende sind wir verabredet mit Nikola. Das war die kleine Folge, das kleine Lebenszeichen nach dem Wochenende, aber es ist ja immer nach dem Wochenende, es ist vor dem Wochenende. Folge 410. Habt eine gute Zeit, kommt gut durch den Winter vor allen Dingen. Und die Reste davon, jetzt soll es ja zum Glück mal ein bisschen, in Anführungszeichen, wärmer oder weniger eisig werden. Nächste Woche plus gerade. Das wäre ja ganz schön. Dann geht das Training wieder los. Wir werden darüber berichten. Vielen Dank fürs Zuhören. Habt eine gute Zeit und bis dahin. Tschüss. Tschüss.


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