
Keine Halle, kein Platz, dafür Wald, Feldwege und ein Acker vor der Tür – für viele Pferdemenschen klingt das erst einmal nach einem massiven Trainingsnachteil. Gerade im Winter oder in der Übergangszeit, wenn Plätze matschig, gefroren oder schlicht nicht nutzbar sind. In Folge 411 des Pferdepodcasts sprechen Jenny und Chris darüber, warum genau diese Bedingungen enorme Chancen bieten – wenn man weiß, wie man sie nutzt.
Denn gutes Training braucht nicht zwingend Bande, Viereck und perfekte Böden. Manchmal braucht es vor allem eins: Platz, Ideen und saubere Hilfen.
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Geradeaus statt Bande: Was draußen plötzlich besser funktioniert
Einer der zentralen Gedanken dieser Folge:
Pferde „lehnen“ sich auf dem Reitplatz gerne an der Bande an – im übertragenen Sinn. Die äußeren Hilfen werden oft unbewusst vernachlässigt, weil ja „nichts passieren kann“. Draußen fällt diese Krücke weg.
Auf einem schmalen Grasstreifen, einem Feldweg oder einer freien Linie gibt es keine Bande, keinen Zaun, keine Ausrede.
Das Ergebnis:
- Der Reiter muss korrekt einrahmen
- Das Pferd muss gerade bleiben
- Hilfen werden klarer, präziser und ehrlicher
In der Folge beschreibt Jenny sehr anschaulich, wie genau diese Situationen draußen helfen können, an Dingen zu arbeiten, die in der Halle oft stagnieren – zum Beispiel Geraderichtung, Durchlässigkeit und Reaktionsbereitschaft.
Platzmangel? Draußen wird er plötzlich irrelevant
Ein klassisches Problem vieler Reitplätze:
40 Meter sind schnell zu Ende – besonders bei anspruchsvollen Lektionen.
Im Gelände sieht das anders aus. Lange Wege ermöglichen:
- flüssige Übergänge ohne ständiges Abwenden
- echtes Vorwärtsreiten mit Kontrolle
- mehr Zeit zum Vorbereiten und Nachspüren
Gerade für Galopparbeit, Tempowechsel oder anspruchsvollere Lektionen ist das ein unschätzbarer Vorteil. Nicht, weil man „mehr macht“, sondern weil man zusammenhängender arbeiten kann.
Mehr Spannung, mehr Fokus – fast wie auf dem Turnier
Ein spannender Aspekt aus der Folge:
Pferde sind draußen oft wacher, aufmerksamer und „mehr an“. Geräusche, Weite, kleine Ablenkungen – all das sorgt für eine natürliche Grundspannung.
Der Clou:
Diese Energie lässt sich nutzen.
Nicht für wildes Vorwärts, sondern für konzentrierte, versammelte Arbeit.
Jenny beschreibt sehr offen, dass viele Dinge draußen sogar besser funktionieren als auf dem heimischen Platz, weil:
- das Pferd motivierter ist
- Reiter und Pferd präsenter sein müssen
- Fehler sofort spürbar werden
Training im Gelände wird so zu einer Art „Realitätscheck“ für die eigene Hilfengebung.
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Der Wald als Muckibude: Kondition und Muskulatur ganz nebenbei
Neben Feldwegen und Ackerrunden geht es in der Folge auch um den Wald – und zwar nicht als Ausreitidylle, sondern als Trainingsraum.
Bergauf im Schritt:
- fordert Hinterhand und Rücken
- ist anstrengender als Trab
- baut nachhaltig Muskulatur auf
Bergab:
- erfordert Balance und Fairness
- ist für junge Pferde oft besser zu Fuß zu begleiten
Ein wichtiger Gedanke dabei: Training darf fordern, aber nicht überfordern. Gerade im Gelände zeigt sich schnell, wie ausbalanciert ein Pferd wirklich ist – und wann Rücksicht und Absteigen die bessere Entscheidung sind.
Kein Luxus, sondern Handwerk
Diese Folge räumt mit einem verbreiteten Mythos auf:
Dass anspruchsvolles Dressurtraining nur unter perfekten Bedingungen möglich sei.
Stattdessen wird klar:
- Gute Ausbildung beginnt bei klaren Grundlagen
- Saubere Hilfen schlagen perfekte Böden
- Kreativität ersetzt oft Infrastruktur
Oder anders gesagt:
Was später elegant im Viereck aussieht, entsteht häufig auf dem Acker, im Wald oder auf dem Feldweg.
🎧 Warum reinhören?
Weil Folge 411 zeigt, wie man aus scheinbaren Einschränkungen echte Trainingsvorteile macht – praxisnah, ehrlich und ohne Hochglanzfilter. Eine Folge für alle, die improvisieren müssen, aber trotzdem ambitioniert trainieren wollen.
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Hier geht’s zum vollständigen Transkript der Folge:
[0:00] So Jenny, dann wäre es mal wieder Zeit für die Berlin-Schwarzwald-Connection und für den Hafer- und Bananen-Blues.
[0:07] You are ready, hast du gesagt. Wenn unsere Hörers mitbekommen hätten, wie wir uns hier synchron geschaltet, also wir werden keine Olympiasieger im Synchron schwimmen und im Synchron sprechen auch nicht. Was die noch, und ich weiß nicht, was komplizierter ist, Synchron schwimmen oder Synchron sprechen. Gibt es auch noch Springen, also Turmspringen. Das gibt es auch noch. Wir sind immer zu unterschiedlichen Zeiten ins Wasser getaucht. Genau. Kleine Erklärung für, also unnützes Wissen für die meisten unserer Hörerinnen und Hörer. Wir nehmen jeder seine Spur gesondert auf und ich muss das hinterher übereinanderlegen. Und wenn es einem am Anfang gelingt, so mal eine Sequenz, zum Beispiel ein Runterzählen von Zahlen, zeitgleich synchron hinzukriegen, dann ist dieses Übereinanderlegen der beiden Tonspuren synchron viel einfacher. Wir sind aber in diversen Anläufen daran gescheitert, das hinzukriegen.
[1:06] Ein Wunder eigentlich, dass wir das koordinativ, dass du das koordinativ mit den Pferden so gut hinkriegst was darauf schließen lassen könnte, dass ich das Problem bin das würdest du jederzeit unterschreiben ja, du bist das Problem natürlich immer ich haue jetzt mal den Hafer und Bananen Blues rein und dann könnten wir mal sagen was wir in dieser großen Folge wobei klein, groß, Folge was wir in dieser Folge vorhaben Das ist der Hafer- und Bananenblues, das ist das, was jedes Pferd haben muss.
[1:41] Wir haben Folge 411 und man muss ein bisschen sagen, es ist so ein allgemeines Aufatmen, was die Schnee- und Eissituation angeht im Schwarzwald. Also wir haben Frühling, voll toll. Was Schnee und Eis angeht in Berlin, da hinken wir ein bisschen hinterher. Heute Morgen waren hier noch, also wirklich so echte Eisreste auf den Straßen, aber es hat auch hier jetzt angefangen zu tauen und das ist so, also jetzt heute Abend, als ich nach Hause gegangen, nach Hause gekommen bin, da war es dann so größtenteils auch weg. Und bei dir schon seit, also wir nehmen Mitte der Woche auf, Transparenzhinweis, bei dir war gestern schon Frühling im Schwarzwald. Genau, Dienstag ist der Frühling eingezogen.
[2:30] Temperaturmäßig. Zwölf Grad. Krass, ne? Plus. Krass. Ja genau, plus muss man dazu sagen, weil hier in Berlin waren es vor zwei Tagen noch zwölf Grad. Minus. Das ist natürlich, also wir haben ja schon darüber gesprochen, dass dieses Schnee und Eis so die Trainingsmöglichkeiten und was man generell mit den Pferden machen kann, wegfahren, die Plätze, die Freiplätze sind zugeeist, also das schränkt einen schon sehr ein. Und jetzt geht halt wieder eine ganze Menge und du hast mir heute Morgen, als wir uns so drüber unterhalten haben, worüber können wir denn mal reden, da hast du gesagt, das wäre ein Thema, dass du jetzt tatsächlich wieder rausgehst und dass du ein Trainingselement im Freien eingebaut hast in die Arbeit mit dem Haflinger ACDC, wo du sagen würdest, da lohnt es sich mal drüber zu reden. Und ich habe dann so vorgeschlagen, wir könnten ja vielleicht so generell mal drüber sprechen, was sind eigentlich Sachen, die man mit Pferden gut im Freien trainieren kann? Stichwort auch Konditionstraining, im Wald die Berge hochlaufen und so, das haben wir vor x Folgen schon mal gemacht. Vielleicht gibt es da ja noch das ein oder andere, wo du sagen würdest, ach ja, das kann man ruhig als Tipp vielleicht nochmal so mitgeben.
[3:50] Ansonsten weiß ich ehrlich gesagt gar nicht so furchtbar viel. Hast du noch irgendwas auf dem Zettel, was wir irgendwie besprechen müssten, könnten? Wir haben das mit dem Hänger durchgekauft. Die Trennwand ist unterwegs. Die Trennwand ist unterwegs. Das könnte ja auch nochmal so ein Game Changer sein. Was mir noch so einfällt, weil ACDC ja gleich am Anfang von dieser Folge 411 ist es, glaube ich, wenn ich richtig gezählt habe. Weil es ja viel um ACDC gehen wird. Man könnte nochmal, das haben wir traditionell eigentlich auch immer zum Jahresanfang so gemacht. Gibt es, wenn du mal so gedanklich durchgehst, Turniere, die so stattfinden? Der Turnierkalender, was wären so Geschichten, an denen du konkret teilnimmst? Wir haben Ende letzten Jahres, im Dezember 2025, haben wir ja schon so ein bisschen durchdekliniert, was sind so die Ziele mit deinen einzelnen Pferden? Vielleicht gerade mit Blick auf ACDC, wo ja dann der Fokus jetzt in dieser Folge so ein bisschen drauf liegt.
[4:56] Gibt es so Turniere, von denen du schon weißt, die finden statt und da können alle hinkommen. Alle Hörer des Pferde-Podcasts können da hinkommen und dich anfeuern. Da freust du dich, ne? Da freue ich mich riesig, ja. Riesig freue ich mich. Ach ja, genau. Ich bin ja immer so gerne so ein bisschen anonym und möchte eigentlich nicht erkannt werden. Ja, also genau. Das werden wir natürlich ändern. Gute Vorsätze dieses Jahr. Wir werden so einen Online-Kalender anlegen, den man auch abonnieren kann, sodass also jeder das dann in seinem persönlichen Kalender auch sieht. Jenny, Pferde Podcast, ACDC, kommen jetzt nach, was weiß ich, Mannheim, Karlsruhe, sonst wohin. Da startet sie in der M-Dressur. Zwei Sterne, Serienwechsel, Ahoi. Das ist aber S-Dressur. In der Zwei Sterne M gibt es noch keine Serienwechsel. Ach, das erfinden wir ein bisschen. Jenny, das wäre so grob der Rahmen in der Regel. Also ich sage mal so, uns führen ja manchmal auch immer noch so Themen dann links und rechts des Weges. Also ich will nichts ausschließen, aber das wäre so thematisch grob der Rahmen, den ich mal so stecken würde. Ach so, eine Sache fällt mir auch noch ein, können wir am Ende auch noch erzählen. Wir nehmen an einer grandiosen, tollen, weltweiten Podcast-Bewegung teil. Habe ich das schon mal erzählt eigentlich? Mir nicht.
[6:17] Oder habe ich es im Podcast erzählt und du hast innerlich abgeschaltet? Das kann auch sein. Das ist erahne. Oder ich habe es vergessen, weil mein Glück so voll ist. Du schließt es nicht aus. Ich kann es nochmal erzählen, weil es wird ein Interview geben, das Teil eines weltweiten Podcast-Events wird. Und das Interview hat stattgefunden. Das kann man zumindest schon mal sagen. Also das ist, glaube ich, eine sehr coole Geschichte. Dann kommt jetzt unser Orchestermusiker Manni, der virtuelle Musiker, der die Pferde-Podcast-Hymne spielt. Und dann geht’s los mit Folge 411.
[7:15] Es kommt ja selten genug vor, Jenny, dass ich von dir eine Sprachnachricht bekomme, Klammer auf, ich hasse Sprachnachrichten, Klammer zu. Ach, halter Maul. Und du, das ist eine Faulheit. Und jetzt mit diesem S-Bahn-Gefahre, da kann ich es noch viel schlechter hören. Du musst einfach das Handy ans Ohr halten und dann hören es die anderen nicht. War ich. Jedenfalls, es kommt selten vor, dass du mir eine Sprachnachricht schickst, deren Inhalt ein Themenvorschlag für den Pferdepodcast ist. Weil normalerweise sagst du ja immer, du bist der Redakteur, du sagst, worüber die reden. Ich mache mir da genau gar keine Gedanken drüber bis zu dem Zeitpunkt, wo ich mir den Kopfhörer aufsetze und dann bin ich zu will. Ich war es aber doch auf dem Pferd, deswegen konnte ich nicht schreiben. Also, auf dem Pferd. Themenvorschläge für den Pferdepodcast. Ein Wahnsinn. Diese Spielfreude. Und ich fand es auch mega spannend. Es hat damit zu tun, dass man wieder rausgehen kann.
[8:14] Und du hast irgendwie eine neue Trainingsmethode erfunden. Hast du die erfunden? Nee, so neu ist die auch gar nicht. Und erfunden habe ich sie auch nicht. Also ich mache das schon ganz lange und habe das auch mit Globus früher ganz oft gemacht.
[8:29] Trotzdem fand ich es, also ich, Pferdeleihe, du weißt ja, ich fand es innovativ. Und ich finde es tatsächlich bemerkenswert, wenn man so über die ganz hohen Lektionen spricht und das ist ja so ein bisschen die Mission, auf der wir unterwegs sind, auf dem Weg hin irgendwann mal zu Estressuren mit dem Haflinger ACDC, außergewöhnlich genug. Dann hat man immer, wenn man diese Anmut und diese Eleganz dann in den großen Turnierhallen dieser Welt sieht, dann denkt man immer, das wird auch in genauso feinen Turnierhallen trainiert. Aber weit gefehlt, man kann es auch auf dem Acker machen. Das ist so das Stichwort so ein bisschen. Wahnsinn. Erzähl. Ja, also man kann ja auch wieder draußen reiten und ich war auch so hängerfahrmüde heute Morgen. Und dann bin ich wirklich, unser Platz war noch so ein bisschen.
[9:20] Ja, nicht matschig, aber schon noch so ein bisschen weich, also nicht so griffig, noch so ein bisschen tief. Und ich bin nur so, keine Ahnung, 20 Minuten auf den Platz geritten und habe auch gemerkt, das fällt AC schwer, da jetzt die Füße aus dem Sand zu kriegen, weil der Sand auch relativ schwer ist. Und dann bin ich kurzerhand, wir haben so direkt am Stall ein großes Feld, ein sehr großes Feld und um dieses Feld geht ein Weg rum und da sage ich immer, das ist meine Galoppstrecke. Ganz oft benutze ich das, um den Klecksi so ein bisschen locker zu machen, einmal auf die Rennbahn und dann auf den Platz und das hilft total gut, dass der sich so ein bisschen strecken kann und mal traben und galoppieren kann und da bin ich heute Morgen dann mit dem AC hin.
[10:04] Und zwar, um zu üben, die gerade Richtung. Und ich bin ja gerade auch so ein bisschen dabei, diese Serienwechsel anzufangen. Und auf den 40 Metern ist es natürlich ein kurzer Weg. Da habe ich nicht so viel Platz, um ihn vorher vorzubereiten, bis ich ihn dann aus der Wendung habe und gerade habe. Und dann reicht es mir gerade mal für zwei Wechsel. Und das ist eigentlich von der Strecke her und er soll ja im Fluss bleiben, ist das eigentlich zu kurz. Dann kommt schon wieder schnell die Wendung und da kann ich das nicht so richtig gut trainieren. Und dann bin ich auf unsere Rennbahn und da hat es, also das ist so ein Weg, der ist so ein bisschen geschottet und in der Mitte hat es einen Grasstreifen.
[10:47] Und auf diesem Grasstreifen bin ich wirklich galoppiert. Dann habe ich erst so Tempowechsel, vor, zurück, vor, zurück. Und da muss er natürlich komplett gerade bleiben. Und ich muss ihn komplett an meinen Hilfen halten, dass er wirklich auf diesem schmalen Grasstreifen bleibt. Also da muss er sich wirklich gerade richten. Und ich muss mich total konzentrieren und muss ihn wirklich am Bein behalten, dass er auf der Linie bleibt. Und ich kann ja diesen Weg dann fünfmal außenrum reiten. Und die Strecke ist relativ lang und dann bin ich so beim zweiten Mal, habe ich dann, okay, jetzt gehen wir das mal an mit den Serienwechsel. Und habe dann erst so sechs Galoppsprünge dazwischen und dann habe ich das probiert mit fünf und auch mit vier Galoppsprünge dazwischen. Und das hat total gut geklappt. Jetzt sehe ich natürlich draußen im Gelände nicht, sind die Wechsel immer durch.
[11:39] Also das ist so ein bisschen, also ich fühle es schon jetzt, wenn er durch ist und ich fühle es auch, wenn er hinten nachkickt. Und der Vorteil da im Gelände ist, dass er so ein bisschen spritziger ist. Er ist so ein bisschen an, weil er immer mal ein bisschen links, rechts guckt. Also es ist so ein bisschen vergleichbar mit Turnieratmosphäre. Und ihn trotzdem bei mir zu behalten und ihn trotzdem versammeln und aufs Hinterbein setzen und diese Wechsel auslösen, das ist für ihn eine anstrengende Kopfarbeit. Also mehr als vier Runden, also viermal außenrum hat er auch dann nicht mehr geschafft. Dann war er auch wirklich durch und jetzt kann ich aber nicht mehr. Aber das ist ein super Training für die gerade Richtung, für an den Hilfen behalten und wirklich diese Serienwechsel, weil ich da einfach Platz habe, weil ich dann auch nochmal einen Galoppsprung mehr machen kann und ihn trotzdem gerade behalten kann und nicht dann abwenden muss, weil dann halt die 40 Meter zu Ende sind. Und das ist ein super Training, um sowas zu üben. Und auch dieses Zurücknehmen und nochmal rausgaloppieren und nochmal zurücknehmen und rausgaloppieren und das alles auf diesem schmalen Grasstreifen. Das ist ein super, super Training für die gerade Richtung, für das er auch bei mir am Bein bleibt und nicht irgendwie sich an die Bande anlehnt oder an den Zaun anlehnt. Das machen die Pferde ja immer ganz gerne, dass sie halt wirklich so ein bisschen sich abstützen an der Bande.
[13:00] Und Hubert sagt ja deshalb immer, weg von der Bande, weg vom Zaun, also immer zweiter Hufschlag reiten. Aber wenn man so alleine vor sich hin reitet, dann reitet man ganz oft auf dem ersten Hufschlag, weil es einfach bequemer ist. Man muss die Pferde nicht so am äußeren Zügel behalten und nicht so am äußeren Bein und da draußen im Gelände ist es halt wirklich so, dass man sich total konzentrieren muss und wirklich korrekte Hilfen geben muss, weil sonst funktioniert es nicht mit den Wechseln und mit dem Zulegen und Einfangen und dabei auf der Linie bleiben.
[13:31] Frage vielleicht für die Laien, wie ich einer bin, Serienwechsel. Du hast jetzt gesagt, du hast es schon runtergeschraubt bis auf vier Galoppsprünge zwischen den jeweiligen Wechseln, bis die dann auf quasi das andere Bein wechseln. Wenn das dann in Perfektion geschieht, dann hat man quasi gar keinen Galoppsprung mehr dazwischen als Zwischenschritt, oder? Richtig? Das ist aber schon Grand Prix, also die einer Wechsel. Und der Serienwechsel beginnt ja erst bei vier Galoppsprüngen dazwischen. Alles, was mehr ist, ist kein Serienwechsel. Ach so, aber vier, also du bist Serienwechsel gesprungen. Also ab vier und dann aber auch weiter runter sozusagen, oder? Also drei Galoppsprünge haben wir noch nicht geschafft. Wir sind jetzt dabei vier Galoppsprünge. Und dann werde ich jetzt so langsam auch mal dazu übergehen mit drei Galoppsprüngen. Man muss auch seine Hilfe wirklich gut koordinieren, weil also man löst diesen Wechsel aus und dann ist es ja immer, man macht es ja in dieser Flugphase und
[14:28] man muss wirklich rechnen, wann springt er um? Jetzt gebe ich die Hilfe, wann springt er um? Also man macht das so ein bisschen automatisch, aber mir ist es auch schon passiert, dass ich gezählt habe, eins, zwei, drei, Wechsel, vier und dann hat er noch einen Galoppsprung gemacht. Also man muss schon sich auch sehr konzentrieren und genau mitzählen. Ich glaube, das ist einfach Übungssache, das ist Routine.
[14:52] Dass man selber zum richtigen Zeitpunkt auslöst sozusagen. Genau, das können Leute reiten, die nicht so gut reiten wie ich. Also werde ich das auch hinkriegen. Aber das mit dem Zählen ist noch so ein bisschen, das muss ich erst noch so verinnerlichen. Aber du hast dich jetzt gerade über die Putzigkeit meiner Frage ja köstlich amüsiert. Danke dafür. Aber es ist schon so, die Zahl der Galoppsprünge dazwischen, je höher und je schwieriger das wird, desto weniger Galoppsprünge dazwischen sind es. Also das ist schon richtig. Also in St. Georg hat man einmal eine Tour mit Viererwechsel, drei Stück glaube ich. Und Dreierwechsel. Und wenn es dann höher wird in den Estressuren, dann kommt es dann auch Zweierwechsel. Und die Einerwechsel ist ja dann erst ab Grand Prix, dass man dann elf oder fünfzehn Einerwechsel drin hat. An Katrin Lindner. Genau, aber da sind wir noch ganz, ganz, ganz, ganz weit weg. Die du aber schon mal ganz, ganz, ganz, ganz geschlagen hast. Also gut. Aber nicht mit Einerwechsel. Nicht mit Einerwechsel. Nein, konnte, Globus konnte das tatsächlich, der konnte auch einen wechseln, ich glaube drei oder vier am Stück, habe ich mit dem mal hingekriegt. Aus Versehen? Nee, geritten. Ach komm. Also der konnte das mit den Wechseln, konnte der wirklich gut und da habe ich das tatsächlich mal hingekriegt.
[16:07] Und das habe ich damals mit Globus auch im Gelände ganz viel trainiert, die Wechsel. Also das hat mit ihm auch besser draußen funktioniert als auf dem Platz oder in der Halle, weil die Pferde da einfach so ein bisschen mehr an sind. Und weil man die, also ich habe immer so das Gefühl, dass ich im Gelände das Pferd so ein bisschen mehr vor mich kriege und dass ich da so ein bisschen mehr diese positive Spannung so umwandeln kann in dieses nach vorne oben, gerade in der Galopparbeit. Also ich finde, das ist viel einfacher draußen als auf dem heimischen Platz, wo es manchmal so ein bisschen langweilig ist und wo AC auch dann manchmal sich so ein bisschen bitten lässt und komm, jetzt galoppier doch mal. Und draußen ist er halt sehr viel spritziger. Ich will das Thema nicht totreiten, aber trotzdem noch mal ganz kurz zu diesem Faktor. Also draußen habe ich schon gelernt. Also das spielt eine Rolle. Das Pferd ist irgendwie, also erstmal generell, der ist so ein bisschen mehr an. Turnieratmosphäre, der ist wacher, der ist spritziger.
[17:15] Du hast eine größere Strecke. Das ist ja jetzt auch nicht überall gegeben. Bei dir ist es so mit dem Acker. Also du hast einfach weitere Wege als auf dem Platz. Das spielt jetzt gerade bei dem Thema dir auch in die Karten. Frage und das war ja der Ausgangspunkt dessen, was du gesagt hast, gerade richten. Er muss da gerade bleiben. Inwiefern ist dieser Grasstreifen in der Mitte eine Hilfe für dich und für ACDC? Weil, ich sage mal so, er könnte ja auch einfach sagen, naja, dann latsche ich halt auf den Schotter, mir doch egal. Aber offensichtlich scheint es ja ganz gut zu funktionieren, dass er, und du sagst auch, er konzentriert sich und er muss auf dem Grasstreifen bleiben. Spielt das eine Rolle oder ist es jetzt nur in meinem Kopf passiert?
[17:57] Das spielt eine große Rolle. Das ist dieses Thema, dass die Pferde sich ganz gerne an die Bande anlehnen. Also wenn man so auf dem Hufschlag reitet, dann lehnen sich die Pferde da ganz gerne an, an diese äußere Wand. Also nur im übertragenen Sinne, nicht tatsächlich, dass die da so pöckig an die Bande lehnen. Ich wollte gerade nachfragen, aber ich glaube, es ergibt sich, klar, aber gefühlt, okay.
[18:19] Gefühlt lehnen sich die Pferde da an, um es einfach so, um sich so ein bisschen leichter zu machen. Und auf der freien Linie muss man als Reiter das Pferd wirklich auch an den Hilfen haben, um es gerade zu halten, ohne dass es sich anlehnt. Und da müssen die Hilfen auch wirklich außen dran sein, also sowohl die äußere Hand, das äußere Bein muss dran sein, dass die Pferde gerade gerichtet auf der freien Linie bleiben. Und das ist wirklich eine schwierige Aufgabe und das ist halt auf diesem Grasstreifen, er hat ja nichts, wo er sich anlehnen kann. Ich habe aber eine Linie, die ich reite und die ich so vor mir sehe und ich weiß, ich will auf dieser Linie galoppieren und ich will, dass das Hinterbein in der gleichen Spur fußt wie das Vorderbein. dann ist er gerade gerichtet. Und das ist natürlich für mich als Reiter sehr viel leichter, ihn da einzurahmen und ihn da gerade zu halten, als wenn ich diese Bande als Anlehnung habe. Dann ist man immer so ein bisschen, oder ich bin dann auch ein bisschen schluderig und denke so, er kann ja eh nicht weg, weil da ist ja die Bande, da muss mein äußeres Bein gar nicht so doll dran. Und sobald ich auf die freie Linie komme, dann geht mir der Hintern weg und dann wird der schief, weil ich mein äußeres Bein nicht genug dran habe. Also das ist immer so dieses…
[19:33] Dieses Spiel, wenn man zu viel auf dem Hufschlag reitet und als Reiter dann wirklich das Pferd auf der freien Linie an den Hilfen zu halten und das muss man einfach üben. Und das finde ich ist perfekt im Gelände zu üben auf so einem Grasstreifen in der Mitte. Der ist mehr Hilfe für dich als für das Pferd. Also den AC juckt der Grasstreifen jetzt nicht so, aber es ist wie so eine Hilfslinie für dich als Reiterin. In der Folge führt es dann dazu, ACDC bleibt gerade, weil du das mit den Hilfen besser auf die Kette bekommst. Genau. Also das ist mehr so eine Stütze für mich als Reiter. Genau.
[20:07] Jenny, ich drücke mal den Themenwechselknopf, wenn wir hier, jetzt habe ich glaube ich in den Themenwechselknopf reingelabert. Ich drücke hier nochmal.
[20:16] Der Klimperkasten ist wieder da. Hast du übrigens das tolle Kompliment für Benni gelesen von einer Hörerin? Du hast doch das Video gepostet, wo sie den Dschungelbuchmarsch machen. Stimmt. Und da hat eine liebe Hörerin geschrieben. Oder Leserin geschrieben, wie toll Benni sich entwickelt hat mit einer schönen Oberlinie. Genau, das finde ich auch. Genau, so ist es. Ich gucke jetzt mal, ob ich das finde. Bei den Namen ist eine treue Hörerin oder quasi eine treue Hörerin, die unsere Insta-Postings gerne kommentiert. Ich…
[20:56] Während ich die nächste Frage stelle und du antwortest, würde ich mal gucken, ob ich das nochmal finde, damit wir die Hörerin auch namentlich erwähnen können. Weil das freut uns ja tatsächlich immer sehr, wenn also Leute ihren Senf abgeben zu dem, was wir so veröffentlichen. Ja, aber bitte nur guten Senf.
[21:14] Ja genau, nur süßen Senf. Ich mag das. Den anderen, den löschen wir kommentarlos. So machen wir das, genau. Nicht, nein, man kann auch kritisieren. Aber es ist natürlich immer schmerzhaft. Hat wehgetan. Jenny, wir wollten ja noch kurz drüber sprechen, weil wir auch gerade bei dem Thema sind, draußen sein mit ACDC, was man auf dem Acker alles anstellen kann, was dann irgendwann in einer geschmückten, festlichen Dressurhalle zu, keine Ahnung, Musik und Pipapo, du weißt, was ich meine, was dann elegant aussieht. Man übt es auf dem Acker.
[21:47] Was kann man denn generell noch gut draußen trainieren mit den Pferden? Du hast, glaube ich, irgendwann schon mal gesprochen über tatsächlich Trainingseinheiten im Wald. Waldlauf und bergauf und so. Ja, das ist eine Muckipode, genau. Also wenn ich Zeit habe und das Wetter wieder ein bisschen besser wird, dann werden wir auch wieder in den Wald fahren, bergauf, bergab. Das trainiert natürlich die Rückenmuskeln, die Arschmuskeln. Das gibt Konditionen, vor allem im Schritt bergauf gehen, ist anstrengendsten überhaupt. Also Pferde wollen auch immer ganz gerne dann mal antraben, weil es ein bisschen leichter fällt, als Schritt den Berg hoch gehen. Aber das ist in der Tat ein super tolles Muskeltraining. Und wir haben ja hier wirklich jetzt viele Berge im Wald. Das Blöde ist nur immer, was man hochreitet, muss man ja wieder runterreiten. Und das ist also…
[22:37] Bei Aisy, den kann ich schon bergrunter auch reiten. Der ist genug ausbalanciert. Aber als wir letztens mit Klecks und Benni im Wald waren, da bin ich bergrunter gelaufen, weil das junge Pferd mit Reiter drauf, der kann sich noch gar nicht so ausbalancieren. Und Klecksi wird das, glaube ich, nie lernen, mit Reiter bergab zu gehen. Der konnte das noch nie. Der stolziert dann wie mit Stöckelschuhen. Der kann gar nicht gerade bleiben, weil der gar nicht weiß, wo er seine Füße hinsetzen soll. Dem fällt es extrem schwer, mit Reiter bergab zu gehen. Aber das war immer schon so, der konnte das von Anfang an nicht und AC kriegt das schon ganz gut hin. Und Benni, denke ich, der wird, wenn er ein bisschen älter wird, dann wird er das auch können. Und wir fahren wirklich jetzt, wenn das Wetter wieder besser wird, fahren wir wieder regelmäßig in den Wald und trainieren da unsere Arschmuskeln. Okay, also machst du… Meine auch, weil ich ja bergrunter laufe.
[23:29] Ja, ja, Trainingseffekt für alle Beteiligten ist natürlich mit dem Laufen ein bisschen blöd, wenn man eigentlich reiten will. Ich verstehe das schon. Aber würdest du sagen, das ist auch ein bisschen gefährlich und deshalb steigt man auch lieber ab?
[23:42] Also gefährlich würde ich jetzt nicht sagen, aber es ist einfach für ein junges Pferd, das noch nicht so ausbalanciert ist, finde ich so ein bisschen unfair und das ist auch nicht gut für den Rücken, der kann das ja noch gar nicht so richtig tragen mit Reiter und bergab laufen, also das habe ich gelernt schon vor ganz langer Zeit, junge Pferde bergab, da steigt man einfach runter vom Pferd. Ich glaube, alle Vielseitigkeitsreiter lachen mich jetzt aus, aber gut, die haben ja auch nur mal so ein kleines Stück, so ein Wall hoch und runter. Aber wenn man wirklich so lange Strecken bergab im Wald hat, dann finde ich es einfach dem Pferd gegenüber nicht so fair, wenn der noch gar nicht die Muskulatur hat, um den Reiter bergab auch so zu tragen, dass man dann einfach auch mal ein Stück läuft.
[24:26] Ich wollte gerade sagen, also das Wort Fairness scheint mir da irgendwie eine größere Rolle auch zu spielen. Ich dachte noch so irgendwie, also besteht die Gefahr, dass sie das dann nicht halten können und tatsächlich ins Stolpern geraten können oder so. Das kann auch passieren. Also kann passieren, aber wäre dann eher der Extremfall, wenn ich es richtig verstehe. Und das ist einfach, also ja, wenn das junge Pferde noch nicht so ausbalanciert, ein bisschen auch ein Akt der Fairness zu sagen, komm. So ein kurzes Stück geht immer mal, da bleibe ich auch drauf sitzen, wenn das nur so ein kleiner kurzer Weg, der mal kurz bergab geht, dann bleibe ich auch drauf sitzen, aber wir reiten da schon sehr viel berghoch und die gleiche Strecke auch wieder bergrunter, das sind dann schon mal, keine Ahnung, 20 Minuten, die es nur stetig bergab geht und das finde ich schon lang, also da mache ich es meinem Pferd ein bisschen leichter und laufe auch mal eine ganze Strecke.
[25:16] Also, der Wald als Muckibude macht was mit den Pferden und ich habe das Posting auch gefunden, der Kommentar von der lieben Susanne, sie hat geschrieben, Benni hat sich sehr gut entwickelt, die Oberlinie hat sich super verbessert, hat sie geschrieben zu diesem Video, das allerdings beim morgendlichen Training in der Reithalle mit dem Klexi entstanden ist. Vielen Dank für die Zuschrift, liebe Susanne.
[25:44] Themenwechselknopf Turniere 2026. Du kannst gleich Themenwechselknopf drücken, weil es gibt noch gar keinen Turnierkalender. Den gibt es, glaube ich, so für den Verband hier im Umkreis, aber es sind noch gar keine Turniere bei der FN, also bei FN Neon. Es sind noch nicht so viele Turniere online. Die feine Leute Turniere? Okay. Ich habe wirklich noch gar keinen Plan. Also ich weiß, was ich mit Sicherheit nicht reiten werde. Also es gibt so ein paar Turniere, wo ich sage, da würde ich jetzt nicht mehr hinfahren. Also diese Erfahrung auch, wenn mir dann ein Richter sagt, du kannst dich rückwärts aufs Pferd setzen und wir platzieren dich trotzdem nicht, weil du hast halt nur einen Haflinger. Da werde ich natürlich schon gucken und sagen, okay, also das Geld und die Zeit, die kann ich mir einfach sparen. Das würde ich nicht machen.
[26:36] Aber ich habe noch gar nicht so einen richtigen Turnierplan für diese Saison. Also ich habe so ein paar im Kopf, wo ich gerne wieder hinfahren würde, wo es mir gefallen hat, wo eine schöne Atmosphäre war. Und die werde ich auch mit Sicherheit reiten dieses Jahr. Aber ich glaube, es wird sich so ein bisschen in Grenzen halten. Also ich werde nicht jedes Turnier hier im Umkreis von 100 Kilometern mitnehmen, weil ich schon sehr genau gucke, wo will ich denn reiten und wo will ich nicht reiten. Wenn das jetzt so ein bisschen höher geht in Richtung M, wird die Auswahl, also guckt man dann auch noch genauer hin sozusagen? Also wird die Auswahl dann auch ein bisschen enger oder kann man das so nicht sagen?
[27:19] Nee, kann man eigentlich nicht sagen, weil, also ich traue mich ja auch gegen die ganz Großen zu reiten. Also das ist überhaupt gar nicht das Problem, wie zum Beispiel auch letztes Jahr da bei diesem Feine-Leute-Turnier, da waren, wo Ann-Kathrin Lindner und so weiter am Start war. Also da traue ich mich ja schon auch rein und wenn das ein tolles Turnier ist mit guten Bedingungen, mit guten Böden, gut zum Abreiten, gut zum Parken und so weiter und dann fahre ich da natürlich auch hin. Also da fahre ich auch mit meinem Hafling ja hin, weil ich das sehr schätze, wenn man gute Bedingungen hat und wenn… Wenn einfach so das so profimäßig organisiert ist, so ein Turnier. Und dann ist es mir auch egal, wer da reitet.
[27:59] Und lustigerweise bist du da ja auch gar nicht abgekanzelt worden, sondern man hatte das Gefühl, dass du da einfach fair bewertet worden bist. Und das ist ja dann also umso besser. Dann hat man eine tolle Atmosphäre, ein professionell organisiertes Turnier. Also das ist ja tatsächlich mega und das ist jetzt auch nicht… So zu verstehen gewesen, was du gerade gesagt hast, mit dem, ich will nicht von Richtern bewertet werden, die dann sagen, du hast da nur so einen Ackergaul und du kannst machen, was du willst, aber du kommst auf keinen grünen Zweig. Das ist ja nicht irgendwie darauf gemünzt, dass das immer nur die, in Anführungszeichen, feine Leute turniere. Das habe ich immer mal angefangen, das zu sagen. Überhaupt nicht. Also im Gegenteil, auf den Feine-Leute-Turnieren habe ich immer das Gefühl, dass ich einfach reell bewertet werde. Da habe ich natürlich den, ich sage mal, Nachteil, dass da halt auch wirklich die Konkurrenz extrem groß ist. Und ich habe ja auch schon mal gesagt, dass wenn so ein Richter zu bewerten hat, ordentlich ausgeführte Lektionen, ein Haflinger, ein Warmblut, das einfach einen ganz anderen Schwung und eine ganz andere Grundqualität hat, muss ich natürlich das Warmblut immer besser bewerten. Das ist einfach so. Und da bin ich auch überhaupt gar nicht sauer darüber. Ich würde das ganz genauso werten. Und natürlich besteht die Chance, auf so einem Feine-Leute-Turnier ein Schleifchen abzukriegen, die ist nicht so groß als auf einem Heckenfest.
[29:22] Das muss man auch ganz klar sagen, weil eben einfach die Qualität der Pferde da eine ganz andere ist und auch die Qualität der Reiter. Also da ist die Konkurrenz einfach viel, viel größer.
[29:34] Das stimmt. Also wenn man darauf aus ist, auf einem Siegertreppchen zu stehen, dann wird da die Luft natürlich besonders dünn. Aber wenn es darum geht, sozusagen rauszufinden, wo stehe ich denn so und also dann ist man da natürlich an der richtigen Adresse. So kann man das schon sagen. Und wenn wir uns so in den 60 Prozent, also zwei, dreiundsechzig Prozent bewegen, dann ist das schon eine ganz ordentliche Leistung. Also man darf das wirklich nicht irgendwie schlecht sehen. Also wenn da eine 62, eine 63 oder so steht, dann ist das wirklich schon richtig gut. Und da sind auch Siebener dabei bei den einzelnen Lektionen. Also deswegen, da bin ich schon wirklich super zufrieden, was Essie da für eine Leistung bringt.
[30:22] Also wir werden so weiterhin daran festhalten, dass wir deinen Turnierkalender natürlich nicht veröffentlichen und dass jeder folgen kann. Also du schätzt auch so ein kleines bisschen, das für dich zu machen und die Anonymität. Aber es wird bestimmt der Zeitpunkt kommen, wo das dann auch veröffentlicht wird und wo man dann immer peu a peu sagen kann, wo du so unterwegs bist. Und es werden dann, also ich freue mich ehrlich gesagt auch wieder drauf, wenn es dann losgeht und du an dem einen oder anderen Wochenende dann auch wieder in Sachen Turnier unterwegs bist mit dem AC. Und vielleicht ja auch mit dem Benni. Wir schauen mal, wie er sich so entwickelt. Ganz genau.
[31:05] Also zu Hause entwickelt er sich super toll. Er macht so viel Spaß. Er ist wirklich ein goldener Charakter. Er ist super brav unter dem Sattel. Er macht das alles total willig, breitwillig. Er hat Spaß an der Arbeit und er ist super leichtrittig. Also ich glaube, der wird ein ganz, ganz feines Pferd. Ich gebe mir alle Mühe, ihn ganz fein auszubilden, ihn ganz fein an den Hilfen zu haben. Und ich denke, dass sich diese viele Arbeit und die große Disziplin, die ich auf dem Pferd habe, sich später auszahlt und es mir dankt als rittiges, feingerittenes Pferd. Da möchte ich hin und ich hoffe, wir sind auf einem guten Weg. Man darf gespannt sein. Wir sind ja noch im Januar, deshalb die Frage, wann man es dann mal vorzeigt und wo, ist noch nicht zu beantworten im Moment, aber ja, sobald das soweit ist.
[32:02] Wird man es hier dann zuerst erfahren, so kann man das glaube ich sagen. Jenny, ich bitte ein bisschen um Nachsicht, wenn wir uns, also wenn ich zum Beispiel manchmal den Themenwechselknopf reingehauen habe und es hat gar nicht gepasst, vor dem Benni eben gerade, oder wenn wir uns hier und da auch mal ins Wort fallen. Das liegt daran, dass ich, also das wäre cool, wenn die Leute das so ein bisschen im Hinterkopf behalten, dass wir 800 Kilometer auseinander sind und uns auch nicht sehen. Wir hören uns nur am Telefon. Und deshalb ist es so ein bisschen, dass so blind, also wir sind natürlich ein eingespieltes Team über 400 Folgen und so, aber ja, deshalb, also das ist die Erklärung, wenn es dann doch noch mal so ein bisschen holpert. Ich drücke jetzt mal den Themenwechselknopf. Schon wieder. Ja, du müsstest jetzt mal kurz leise sein, damit ich hier da drauf drücken kann.
[32:54] Oder wolltest du noch was sagen? Nee, drück. Ja, habe ich schon, habe ich schon. Ach so, okay. Ja, genau. Wenn du nichts mehr zu sagen hast, dann würde ich nur noch sagen wollen, und ich bin mir echt nicht sicher, ob ich es nicht schon mal erzählt habe,
[33:10] keine Ahnung, aber es schadet auch nichts. Es wird im März eine weltweite Aktion geben, einen sogenannten Podcast-Ton. Da gibt es auch ein Hashtag dazu und die Idee ist, dass also Podcasts aus aller Welt im März in einer bestimmten Woche in ihren Folgen eine Organisation vorstellen, die Gutes tut.
[33:36] Und es wird dann also einen einheitlichen Hashtag geben in sozialen Netzwerken und mit dem Ziel, dass man irgendwie so den Eindruck bekommt, Mensch, da ziehen viele Podcasts an einem Strang und ganz viele Podcasts stellen Organisationen vor, wo man sagt, Mensch, das ist eine gute Sache und cool, dass das ein bisschen bekannter gemacht wird. Und wir beteiligen uns auch daran. Und ich habe am vergangenen Wochenende, Habe ich festgestellt, ich hätte eigentlich hier in Berlin, weil die Dame, mit der ich da geredet habe, die ist in Potsdam zu Hause, habe ich ein Interview geführt, das wir dann im März veröffentlichen werden. Und zwar geht es um eine Organisation, die aus Tierärzten und Menschen, die in der Tiermedizin zu tun haben, besteht und die helfen Tierärzten in Form von Gesprächsangeboten, wenn die sich psychisch belastet fühlen und mental so ein bisschen aus dem letzten Loch pfeifen. Das ist in dieser Branche nämlich wohl extrem verbreitet. Und Jenny, man kann es sich lebhaft vorstellen, dass das ein belastender Beruf ist, der Beruf des Tierarztes oder Sprechstunden, Hilfen, wie auch immer.
[34:48] Absolut. Fand ich wirklich tatsächlich bemerkenswert. Das Angebot gibt es ja nicht so lange, seit letztem Sommer. Was heißt noch nicht? Naja, also jetzt dann auch ein paar Monate schon. Ist super angelaufen. Es gibt, leider Gottes, ist es nicht nur eine gute Idee, sondern es gibt auch ganz gut Bedarf dafür, wo man ja immer so ein bisschen als Macher dann auch so hin und her gerissen ist, ist man jetzt froh darüber, dass das Angebot angenommen wird. In dem Fall ist es ja nur ein Zeichen dafür, dass da Hilfe auch nötig ist und so. Also die liebe Maike wird jedenfalls sehr spannende Sachen zu erzählen haben. Kann man ja vielleicht schon mal an der Stelle ankündigen. Im März ist es soweit und dann haben wir das Interview mit der Wethilfe bei uns im Pferde-Podcast. Jetzt habe ich es ja doch schon mal gesagt. Wer Bock hat mal zu googeln, kann man schon mal gucken.
[35:36] Jenny, dann bedanken wir uns fürs Zuhören. Das war Folge 411. Hat viel Spaß gemacht. Ich bastel das wie immer auf der Heimfahrt im Zug zusammen. Und am Wochenende, wenn die Folge erscheint, bin ich wieder im Schwarzwald. Ist es nicht schön? Es ist super schön. Ich freue mich so. Das musstest du jetzt auch sagen. Das musstest du sagen, sonst hätte es Ärger gegeben. Aber massiv. Was soll ich sonst auch sagen? Wird Zeit, dass mal wieder jemand staubsaugt hier.
[36:03] Toll. Weil das kann ich ja nicht. Der Roboter ist ja auf dich programmiert. Ach so. Du meinst, ich habe den Roboter hörig gemacht, weil der ist mir hörig sozusagen. Letztens hast du mich erwischt und hast gesagt, du hast den Staubsauger fahren lassen und der hat sich festgefahren. An der und der Stelle habe ich auf der App gesehen. Von Berlin aus habe ich es gesehen mit der App. Wirklich. Und ich habe versucht, ihn zu befreien per App. Und das ist mir nicht gelungen. Und ich habe gedacht, das gibt es ja wohl gar nicht. Jetzt von Berlin aus versuche ich hier einen Staubsaugroboter im Schwarzwald zu befreien. Geht es eigentlich noch? Ja, weil ich immer zu faul bin, alles hochzustellen. Und ich schicke den einfach auf die Reise und denke immer so, guck halt, wo du hinfährst. Bist halt ein Roboter. Macht’s gut. Danke fürs Zuhören. Wir hören uns. Habt eine pferdige Zeit. Tschüss. Tschüss.
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