#412 Barhuf oder Eisen: Ein Winter-Dilemma

Foto: Chat GPT

Der Winter stellt viele Pferdeleute jedes Jahr vor dieselbe Frage:
Soll mein Pferd im Winter barfuß laufen – oder bleiben die Eisen lieber drauf?

In Folge 412 des Pferdepodcasts, einer unserer „kleinen“ Ausgaben unter der Woche, greift Jenny genau dieses Thema auf. Ausgelöst wurde die Folge durch die Nachricht einer Hörerin – und wie so oft zeigt sich: Was auf den ersten Blick nach einer simplen Ja-oder-Nein-Entscheidung klingt, ist in der Praxis alles andere als einfach.


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Warum „Eisen ja oder nein“ selten eine einfache Antwort hat

Jenny nimmt die Hörerinnen mit in ihren eigenen Stallalltag – und macht schnell klar:
Es gibt keine pauschale Lösung, sondern nur individuelle Entscheidungen für jedes Pferd.

Ihre eigenen Pferde zeigen das sehr deutlich:

  • Ein Pferd läuft im Winter problemlos barfuß, selbst bei Schnee.
  • Ein anderes braucht Eisen zwingend, etwa wegen spezieller Einlagen.
  • Und wieder ein anderes bleibt barfuß, weil Eisen schlicht nicht halten würden.

Allein daran wird klar: Der Zustand der Hufe, die Vorgeschichte des Pferdes, der Untergrund und die Trainingsziele spielen eine enorme Rolle.

Barfuß im Winter – Freiheit oder Risiko?

Ein großer Vorteil ohne Eisen:
Kein Aufstollen von Schnee, weniger Rutschgefahr, weniger Grübeln bei Eis und Frost. Viele Pferde können so ganz entspannt raus auf Koppel oder Paddock.

Aber Jenny spricht auch offen über die Schattenseite:
Mehr Abrieb, empfindliche Hufsohlen und Pferde, die anfangen „zu autschen“, also sich sichtbar unwohl zu fühlen. Spätestens dann wird aus einer guten Idee schnell ein echtes Problem.

Training zurückfahren – geht das überhaupt?

Ein spannender Punkt der Folge ist Jennys ehrlicher Blick auf den eigenen Ehrgeiz.
Natürlich möchte man sein Pferd auch im Winter sinnvoll beschäftigen und nicht komplett aus dem Training nehmen. Gleichzeitig stellt sie die entscheidende Frage:

Was bin ich bereit, meinem Pferd zuzumuten – und wo muss mein sportlicher Anspruch auch mal zurückstehen?

Jenny erzählt, wie sie ihr Training im Winter bewusst angepasst hat:
Weniger spektakuläre Lektionen, kein Fokus auf Ausdruck oder Mitteltrab, dafür Grundlagenarbeit, Gymnastizierung und ein klarer Blick aufs große Ganze.


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Jennys wichtigste Gedanken zum Mitnehmen

Ohne alles vorwegzunehmen, kristallisieren sich aus der Folge ein paar sehr wertvolle Leitlinien heraus:

  • Schmerz geht nie: Wenn ein Pferd fühlig läuft, muss reagiert werden.
  • Training ist kein Selbstzweck: Pausen gehören dazu – auch wenn sie schwerfallen.
  • Optionen bewusst abwägen: Eisen, Hufschuhe, Untergrund, Wetter, Ziele.
  • Mit der Entscheidung leben können – auch wenn das Wetter am Ende anders kommt als gehofft.

Jenny beschreibt sehr anschaulich, warum es hilft, sich die eigenen Optionen klar vor Augen zu führen – samt Vor- und Nachteilen. Die Entscheidung wird dadurch nicht leichter, aber ehrlicher.

Für wen lohnt sich die Folge besonders?

Diese Episode ist ideal für dich, wenn du:

  • im Winter zwischen Barhuf und Eisen schwankst,
  • ein sportlich gerittenes Pferd hast,
  • dich oft fragst, ob du „zu viel“ oder „zu wenig“ machst,
  • oder einfach hören willst, wie andere Pferdeleute mit genau diesen Zweifeln umgehen.

👉 Folge 412 liefert keine Patentlösung – aber genau die Denkanstöße, die man in dieser Jahreszeit braucht.


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Hier geht’s zum vollständigen Transkript der Folge:

[0:16] Hier ist der Pferde-Podcast, Folge 412, die kleine Ausgabe. Ich habe es mittlerweile jetzt schon intus. Nach dem Wochenende, das kleine Lebenszeichen. Vorher war es immer vor dem Wochenende. Vorher war es vor dem Wochenende, aber gut, vor dem Wochenende ist nach dem Wochenende. Also egal, Folge 412 jedenfalls. Eine kleine Folge, die wir gedanklich ja immer so ein bisschen reservieren für Feedback, Fragen, Kommentare, Anmerkungen. Gesprächsbedarf generell unserer Hörerinnen und Hörer. Da kommt ja immer wieder mal was. Manchmal werden uns so Stichworte hingeworfen. Könntet ihr nicht generell euch mal beschäftigen hier und damit? Manchmal gibt es aber auch so konkrete Fragen. Uns erreicht es oft auf den unterschiedlichsten Wegen. Es sind ja auch viele Wege einfach offen, Social Media und so. Und wir sagen, also wenn es sowas gibt, dann nutzen wir diese kleine Folge immer, um das einfach weiterzugeben. Weil wenn eine Hörerin zum Beispiel eine Frage ein Problem hat, wie auch immer, dann gibt es ja eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass sie nicht alleine damit ist.

[1:24] Entschuldigung. Sie muss aber wegschneiden. Noch Müsli im Dings. Vor drei Stunden hast du Müsli gegessen. Wie lange bleibt es denn im Dings? Ach, Kopfgino aus. Wir gehen jetzt mal. Was immer das Dings ist. Was immer das Dings ist. Genau, wir gehen da jetzt einfach mal drüber hinweg. Das hat nie stattgefunden. Genau, also der Gedanke war, wenn es eine Hörerin umtreibt, dann ja vielleicht auch die ein oder andere mehr und dann macht es doch total Sinn, wenn wir das einfach teilen. Es war tatsächlich so, dass eine Hörerin dich konkret angeschrieben hat mit einer sehr gezielten Frage, die, das ist ja manchmal, Fragen sind ja manchmal einfach und die Antworten sind vielschichtig und kompliziert. Du hast mir schon im Vorgespräch gesagt, das ist so eine. Ein Stichwort ist… Im Winter Eisen ja oder nein? Im Winter Eisen ja oder nein. Die Pferde beschlagen ja oder nein. Sportliche Ambitionen und so. Und mit Eisen, habe ich gelernt, laufen die ja dann häufig auch. Also man kann irgendwie sicherer. Und also das hat Vorteile mit Blick auf den Sport und so.

[2:29] Und wo man so sagen würde, jetzt die einfache Antwort ist, naja, wenn du sportlich erfolgreich sein magst, dann mach halt Eisen drauf. Was fragst du mich? Warum stielst du mir meine Zeit? Nee, so ist es ja. So funktioniert es ja auch nicht. Wir spulen nochmal zurück. Aber also du konntest die Frage total nachvollziehen und ich habe das, also du hast dir auch sehr viel Zeit dafür genommen, der Hörerin sehr individuell zu antworten. Weil da lag noch irgendwie so eine zweite Ebene dahinter. Aber ich weiß nicht, vielleicht fangen wir erstmal mit der einfachen Ebene an. Eisen, ja oder nein, im Winter. Genau, also die Frage war einfach, oder beziehungsweise die Gegebenheit ist so, dass ich ja auch im Winter zum Beispiel bei AC die Eisen runter mache, wegen Eis und Schnee und weil es einfach im Winter einfacher ist ohne Hufeisen. Man muss nicht so viel überlegen, stolz der auf, rutscht der aus oder kann der auf die Koppel wegen Schnee und Eis. Und dann ist es einfach, ohne Eisen muss man sich gar keine Gedanken machen, ah ja, geh doch raus, die stolz nicht auf. Das ist viel, viel einfacher. Verletzungsgefahr, Hashtag auch so ein bisschen. Genau, also mit Eisen ist natürlich auch die Rutschgefahr immer ein bisschen größer. Klexi hat ja auch die Eisen vorne, der kann leider ohne Eisen nicht laufen, weil der ja auch noch diese Einlagen hat, die ihn so ein bisschen in der Trachte höher stellen. Deswegen muss ich da die Eisen drauf lassen.

[3:48] Benni ist sowieso unbeschlagen, weil der sich nach dem dritten Tag beim Traben die Eisen beim Reiten schon abtritt. Deswegen habe ich da irgendwann gesagt, alles klar, du bleibst einfach barfuß. Die ungestüben Youngster ist das dann so ein bisschen. Vielleicht kriege ich das irgendwann mal hin, dass ich den beschlagen kann, aber solange der ohne Eisen läuft, ist alles tutti. Also dann lasse ich den auch unbeschlagen. Also man merkt allein schon an dem Setting gar nicht so einfach, also gar nicht so simpel die Sache mit den Eisen. Aber natürlich ist es so, dass AC nicht so schön trabt ohne Eisen. Also das ist ganz klar. Ich habe die Eisen abgemacht, das ist immer so ein bisschen eine Gewöhnungsphase.

[4:23] Und dann hatte ich ihn auch am Anfang an der Longe und dachte so, oh, mein Pony kann aber eigentlich viel besser traben. Aber dann habe ich meinen Egoismus ein bisschen zurückgestreckt und habe gesagt, ist egal im Winter, ich gehe auf kein Turnier, der muss jetzt keine Lampen austreten. Das reicht, wenn wir an der Basis arbeiten und vielleicht fliegende Wechsel und Lektionen. Ich habe keinen Einmal-Mitteltrab geübt im Winter, weil ohne die Eisen wird der sowieso nichts und der kann es. Also im Frühjahr zur Turniersaison kriegt er die Eisen wieder drauf und dann läuft er auch wieder anders im Trab. Und da war auch wirklich konkret die Frage, also die Hörerin hat auch ihre Stute die Eisen im Winter runter gemacht und das war bisher auch immer kein Problem. Nur dieses Jahr war es ja wirklich so, dass es viel Eis und Schnee gab und das halt durch dieses, also die hat auch so einen Teppichschnitzelplatz und wenn diese Schnipsel so ein bisschen gefroren sind, dann ist natürlich der Abrieb am Huf auch ein bisschen größer. Man kann da reiten, ohne Eisen, ist dieser Teppich-Schnipselplatz super toll, auch wenn der ein bisschen gefroren ist, aber man kann den trotzdem benutzen. Mit Eisen stollen diese Teppich-Schnipsel leider auf. Wenn die also gefroren sind, dann pappen die so zusammen im Eisen. Aber mit einem Barfußpferd ist es perfekt. Es ist ideal im Winter. Und jetzt war da natürlich auch so.

[5:35] Und das Problem, dass der Abrieb am Huf einfach ein bisschen mehr war als in

[5:40] den anderen Wintern davor und dass das Pferdchen so ein bisschen geautscht hat. Und dann hat sie sich natürlich die Frage gestellt. Doch Eisen. Genau, mache ich jetzt doch Eisen drauf. Der Schmied sagte doch lieber wieder drauf machen, die ist ein bisschen empfindlich in der Solo. Und dann ist so dieser Zwiespalt sportliche Ambitionen, trainieren oder das Pferd auch mal Pferd sein lassen und dann halt vielleicht mal zwei Wochen nicht trainieren. Ich kann das ja total nachvollziehen. Mir fällt es ja schon schwer, wenn ich einen Tag habe, wo ich wegen Eis und Schnee, oh Gott, ich kann nichts machen. Dann habe ich immer ein schlechtes Gewissen, weil meine Pferde, ich will sie ja auch beschäftigen, sie sollen arbeiten. Ich kann ja keine Leistung verlangen, wenn sie nicht trainiert sind. Und ich konnte das Problem der Hörerin super gut nachvollziehen. Und am Ende habe ich dann aber auch gesagt, also ich glaube, so ein bisschen egoistisch kann man als Sportreiter auch sein und kann dann sagen, okay, dann kommen die Eisen dann wieder da drauf, dann kann das Pferd wieder ordentlich laufen, das kann sich ordentlich bewegen und wenn wirklich nochmal eine Frostperiode kommt in diesem Winter, dann ist es halt so, dass mal drei, vier, fünf Tage einfach nichts gemacht wird.

[6:45] Das wäre jetzt so, oder das war so mein Rat, ich hätte es so gemacht. Ich nehme an, sie macht es auch wirklich so. Wir haben uns super gut unterhalten und haben auch lange darüber gesprochen. Und ich konnte auch ihren Zwiespalt total verstehen. Einerseits, ich will dem Pferd Gutes tun, ich will es im Training erhalten und will nicht einfach mal eine Woche raus sein wegen Wetter. Andererseits hat sie sich schwer getan mit Laufen, sie hat ein bisschen geautscht und dann muss man wirklich entscheiden, okay, lasse ich das Pferd halt barfuß und sage dann, ich ziehe dann Hufschuhe an oder gehe nur auf den Teppichschnipselplatz, weil sie da einigermaßen schmerzfrei läuft. Oder sage ich, ich mache die Eisen drauf und trainiere, solange das Wetter das zulässt, voll weiter, weil ich will ja auch was, ich erwarte ja auch sportliche Leistung von dem Pferd und dann kann ich nicht einfach mal zwei Wochen nicht trainieren. Also diese Gedanken konnte ich total nachvollziehen und.

[7:43] Am Ende des Tages muss es immer jeder für sich selber und für sein Pferd entscheiden. In diesem Fall würde ich es tatsächlich so machen, würde auf den Schmied hören, Eisen drauf und dann kann das Pferd wieder ordentlich laufen. Und ich glaube, wir haben jetzt schon fast Ende Januar so viele Frostperioden, wird es glaube ich in diesem Winter nicht mehr geben, das hoffe ich doch. Und wenn das so ist, dann ist es so. Dann muss man die Dinge auch einfach mal so als gegeben hinnehmen. Und natürlich, wir als Sportreiter, wir sind natürlich, uns ist daran gelegen, dass die Pferde auch im Winter im Training bleiben und dass wir da nicht sagen, die gehen jetzt in Winterschlaf und im Frühjahr zählen wir sie raus und dann geht es mal in eine L-Tressur oder in eine M-Tressur.

[8:22] Das geht halt nicht. Das ist ja auch ein bisschen viel verlangt. Genau. Okay. Deswegen, das war so die Frage und ich habe sie mir ja auch gestellt mit ACDC und ich habe Winter jetzt das Training an das Barfußpferd angepasst und habe halt auch im Gelände und so ziehe ich dann die Hufschuhe an, aber natürlich habe ich im Winter jetzt nicht so trainiert, wie wenn das Pferd Eisen drauf gehabt hätte. Das muss ich schon sagen. Also einige Dinge habe ich einfach nicht gemacht, weil das Pferd barfuß ist. Also du hast jetzt nicht das Schnipselplatzproblem gehabt sozusagen, aber so diese Logik, ein bisschen einen Gang runterschalten wegen dieser Barfuß- und Schnee- und Eissituation, also das war auch bei dir sozusagen gegeben, nur hat bei dir die Antwort jetzt in dem Fall anders ausgesehen, weil du nicht so viele Gänge runterschalten musstest, wie die Hörerin das jetzt im Fall mit dem Schnipselreitplatz sozusagen. Genau, also ich konnte ja die beiden Barfußpferde jetzt bei Eis und Schnee auch reiten, also das war überhaupt kein Problem, auf unserem Platz lag Schnee, da konnte ich reiten, den Klecks konnte ich zwei Wochen nicht reiten, also der hatte einfach zwei Wochen Zwangspause, weil mit den Eisen ging das nicht und das ist genau dieses Problem, will ich das eine oder will ich das andere, das ist halt, aber Acey ist gut klar gekommen mit dem Schnee und mit dem Eis, also der hatte nicht so übermäßigen Abrieb an den Hufen.

[9:39] Und er ist gut klargekommen. Wäre das nicht so gewesen, hätte ich die Eisen wieder drauf machen lassen. Also ich hätte nicht in Kauf genommen, dass das Pferd oucht beim Laufen, sondern dann hätte ich gesagt, okay, lieber ordentlich laufen. Der tritt sicher auf. Der hat keine Schmerzen an der Hufsode oder so. Und dann ist er halt zur Not mal zwei Wochen raus. Also diese Entscheidung hätte ich getroffen, wenn das bei AC so gewesen wäre.

[10:03] Ich finde es ja immer wichtig, wenn man im Kopf sozusagen klar hat.

[10:09] Was ist Option A und was ist Option B? Vorteile, Nachteile. Also das ist wieder, das ist immer wieder bei so einem, keine Ahnung, nimm dir ein Whiteboard oder einen Zettel oder wie auch immer und sich das dann erstmal so klar zu machen. Und wenn man das dann so vor sich sieht, dann fällt es, dann ist es immer noch eine schwierige Entscheidung mit Vor- und Nachteilen, aber dann ist sozusagen, dann steigt die Wahrscheinlichkeit, dass man sagen kann, okay, ich wähle Variante 1 oder 2 und man weiß, worauf man sich einlässt und welche Nachteile man sich unter Umständen dann so da ins Haus holt. Wenn sie ihr Pferd jetzt beschlagen lässt und wir haben nochmal vier Wochen. Dann hast du den schlechten Rad stark gegeben. Genau, dann war es doof. Dann hätte man besser vielleicht gesagt, lass mal die Eisen unten. Aber man weiß es halt vorher nicht. Und dann muss man die Gegebenheiten so hinnehmen, wie sie sind. Und dann muss man da auch als Mensch oder als Pferdebesitzer, der dann ein schlechtes Gewissen hat, scheiße, ich kann mein Pferd nicht bewegen, dann muss man das auch einfach mal aushalten. Wären wir möglicherweise auch als Lebensberater gute Coaches sozusagen. Ich weiß es nicht. Oder beschränkt sich’s. Nee, das wollen wir nicht anbieten.

[11:10] Also dann, wir reden über Hufeisen und damit hat es sich dann. Okay, aber interessant, interessant auch. Also vielen Dank. Gibt es einen Vornamen zu der Hörerin? Katrin. Die Katrin. Vielen Dank, liebe Katrin. Muss man ja tatsächlich mal sagen, für das Vertrauen, dass du quasi hier nicht als Scharlatanin. Ich habe gar nicht gefragt, ob ich das überhaupt erwähnen darf im Podcast. Hätte ich das fragen müssen? Nee. K. Hat sich gemeldet. Genau, K.

[11:37] Also vielen Dank für das Vertrauen. Wir haben ja immer mal gewitzelt, dass du keinen Podcast-Berechtigungsschein hast, den du ja wirklich nicht hast. Nee, tatsächlich. Den es auch gar nicht gibt, Klammer auf, Klammer zu, natürlich. Ich habe auch keinen Kurs gemacht. Für das Vertrauen, das dir dann doch entgegengebracht wird. Es gibt jetzt auch einen Bio-Podcast-Berechtigungsschein. Einen Bio-Podcast? Insider verstehen den Gag. Okay, dann, ich bin noch nicht Insider. Wir werden es vielleicht noch nachreichen, sogar mit Sicherheit. Ja, dann wollen wir mal hoffen, dass du da den richtigen Ratschlag gegeben hast. Ich habe es zumindest alles nachvollziehen können, die Argumente. Und klar, im Leben kommt dann eben alles dann doch manchmal anders, als man denkt. Wir hoffen in dem Fall jetzt nicht. Eine Bemerkung noch von mir hinten raus.

[12:25] Ich glaube, heute eine richtige Entscheidung getroffen zu haben. Und zwar kann ich schon mal ankündigen, dass wir am kommenden Samstag dann in der nächsten großen Folge Nikola aus Österreich zu Gast haben werden.

[12:37] Wir haben sie ja schon ausführlicher vorgestellt im alten Jahr. Und wir wollen ja so immer jetzt in kleinen Häppchen so über dieses und jenes konkrete Thema für Reiterinnen und Reiter sprechen. Und du hast es im Prinzip eben gerade so in einem Satz, was die Herausforderung ist, jetzt im Winter, bei manchen wird das Training dann ja doch so ein bisschen runtergedimmt und du hast so gesagt, naja, was ich ja nicht machen kann, ist die Pferde jetzt nach einem langen Winter, wo sie dann vergleichsweise wenig gemacht haben, rauszerren und dann eine L- oder eine M-Dressur laufen und davon ausgehen, dass die das jetzt so, dass die wieder im Vollbesitz ihrer Kräfte sind. Und genau dieses Thema bespreche ich mit Nikola. Es geht so ein bisschen um die Frage, wie mache ich das Pferde nach einem Winter vernünftig wieder aufzutrainieren? Und vor allen Dingen können wir dann in der nächsten Folge auch mal besprechen, was sind so Signale, die Pferde aussenden, wenn sie sagen wollen, jetzt wäre es auch mal genug. Die Folge lege ich dann Hubert besonders ans Herz. Ich wollte gerade sagen, wir haben ja hier im Podcast auch schon häufiger mal drüber gesprochen, tatsächlich wann ist ein richtiger Zeitpunkt aufzuhören.

[13:50] Wann überspannt man den Bogen, wann können die eigentlich nicht mehr, wann ist der Kopf auch müde.

[13:56] Würde mich dann auch mal interessieren, müssen wir jetzt nicht machen, aber können wir dann nächste Woche machen. Was sind so Signale, auf die du achtest und dann sagst, komm, ich höre jetzt auf. Wird ganz interessant, ganz sicher das Thema vernünftig auftrainieren und mit welchen Signalen sagt mir mein Pferd, du, jetzt wärst aber mal genug. Jetzt steig ab. Jetzt wärst aber mal genug mit der kleinen Folge. Was ist dein Signal, was du aussendest? Tschüss. Ja, genau. Vielen Dank fürs Zuhören. Vielen Dank, liebe Katrin, für deine Frage und dass wir das hier haben teilen können. Habt eine pferdige Woche. Bis denn. Tschüss.


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