
Ein Wochenende mit Jungpferd Benni, ein paar große Aha-Momente im Sattel, eine Portion Winterblues – und ganz nebenbei klären wir auch noch, woher eigentlich die Redewendung „sich Meriten verdienen“ kommt.
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Lehrgangswochenende mit Benny: Zwischen Chaos und Fortschritt
Der zweite Tag beim Lehrgang mit dem Nesthäkchen hatte es in sich. Wer schon einmal mit einem sensiblen Jungpferd unterwegs war, kennt das: Hänger auf – Pferd auf zwei Beinen. Geräusch hier, fremdes Pferd da, ein Hauch von „Ich will hier sofort weg“.
Im Handling erinnert Benni stellenweise an Jennys früheres Erfolgspferd Nixen – viel Energie, viel Meinung, wenig Geduld. Kleine Reize reichen, um die Stimmung kippen zu lassen. Und trotzdem zeigt sich ein spannender Gegensatz:
Unterm Sattel wird aus dem aufgeregten Jungspund ein Arbeitstier.
Mit Unterstützung von Trainerin Silke (die dem Pferd „große Zukunft“ bescheinigt) gelingen Übergänge, erste Trab–Galopp–Halt-Sequenzen und deutlich mehr Stabilität in Biegung und Stellung. Besonders beeindruckend: Das Vertrauen ist da. Trotz Aufregung gab es für Jenny keine einzige Sekunde Angst im Sattel.
Ein schönes Beispiel dafür, dass Fortschritt selten geradlinig verläuft. Manches wird besser, anderes bleibt Baustelle – und genau das ist ehrliche Ausbildung.
Wenn feine Hilfen plötzlich wirklich fein sein müssen
Während Benny noch lernt, wird bei AC auf höherem Niveau gefeilt: Serienwechsel, immer präziser, immer selbstverständlicher.
Je feiner das Pferd reagiert, desto klarer wird:
Ein gut ausgebildetes Pferd verzeiht weniger schlampige Hilfen.
Das ist eine spannende Erkenntnis für alle ambitionierten Reiterinnen und Reiter. Mit wachsender Qualität steigt auch die Verantwortung im Sattel. Konzentration wird zur Grundvoraussetzung – nicht zur Kür.
Ein schönes Beispiel dafür, wie man mit wenig Aufwand mehr Verständnis für sein Pferd entwickeln kann.
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Mentale Stärke im Winter – ein unterschätztes Thema
Am Wochenende sind Jenny und Chris zu Gast im Podcast „Winning Talks“ von Constanze Wiesner. Thema: mentale Stärke im Reitsport.
Winterblues im Stall?
Keine Lust bei Regen und Dunkelheit?
Motivationsloch zwischen November und Februar?
Jenny kennt solche Phasen – zumindest aus Zeiten mit 9-bis-17-Uhr-Job. Heute helfen ihr Struktur, Selbstständigkeit und eine grundsätzliche positive Haltung. Aber klar ist auch: Wer abends nach der Arbeit noch in die dunkle Halle fährt, hat andere Voraussetzungen.
In der Folge gibt es erste Gedanken dazu – und wir teasern an, dass das Thema noch größer wird. Mentales Coaching ist längst kein Luxus mehr, sondern Trainingsfaktor.
Sitzlonge statt Durchhalteparole
Ein weiteres Thema, das wir nur anreißen (und das definitiv noch vertieft wird): die Sitzlonge.
Was tun, wenn Reiterinnen oder Reiter zwar technisch „reiten“, aber nicht fühlen?
Wenn Anspannung im eigenen Körper die Kommunikation blockiert?
Die Lösung ist manchmal erstaunlich simpel: Reiten ohne Reiten. Sich auf das eigene Sitzen konzentrieren, das Pferd arbeiten lassen – und lernen, loszulassen.
Ein spannender Ansatz für alle, die merken: Das Problem sitzt vielleicht doch eher oben als unten.
Amira: Hoffnung aus der Schweiz
Auch von Amira gibt es gute Nachrichten. Nach schwerem Trümmerbruch und Operation in der Schweiz ist die Heilung auf einem positiven Weg. Wenn alles weiterhin gut läuft, darf sie bald zurück auf den Berg.
Eine Geschichte, die zeigt, was möglich ist, wenn Mut, medizinische Kompetenz und ein bisschen Pferdegott zusammenkommen. Ein ausführliches Gespräch mit dem Ärzteteam ist geplant – sobald Amira wieder zuhause ist.
Warum sich das Reinhören lohnt
Folge 419 ist ehrlich.
Nicht alles läuft glatt. Nicht alles ist heroisch. Aber genau darin liegt der Mehrwert:
- Wie geht man mit sensiblen Jungpferden um?
- Wie bleibt man mental stabil, wenn es schwierig wird?
- Wann ist Durchziehen sinnvoll – und wann Geduld?
- Und warum sind „Meriten“ eigentlich keine Blumen?
Wer Ausbildung, mentale Stärke und Stallalltag ohne Hochglanzfilter mag, wird hier fündig.
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Hier geht’s zum vollständigen Transkript der Folge:
[0:00] Du warst später als ich. Ich habe es gehört. Ich war später als du? Das kriege ich irgendwie noch gerettet. Jenny, hier ist der Pferde-Podcast, Folge 419. Wir legen wie immer los mit dem Hafer- und Bananen-Blues, weil es ist die große Folge, die am Wochenende erscheint. Das ist der Hafer- und Bananen-Blues. Das ist das, was jedes Pferd haben muss. Wir haben uns ja wieder so viel vorgenommen. Ich habe hier durch die Straßen joggend in Berlin unsere kleine Folge gehört. Und du und ich. Ich und du. Ich und du. Die zwei, die da in dem Podcast gesprochen haben, in diesem Pferdepodcast. Es ist ihnen gelungen, mich neugierig zu machen, wie es weiterging. Und obwohl ich ja, also kuriose Situation, ich habe uns zugehört und habe gedacht, wenn ich jetzt Hörer wäre und nichts wüsste, dann würde ich wissen wollen, wie es weitergeht. Kannst du mir folgen? Mhm. Sehr gut. Also das Lehrgangswochenende mit unserem Nesthäkchen Benni.
[1:01] Der Angsthase, der sich fürchtet vor allem, der Dünnpfiff bekommt. Einen flotten Otto, sagt man, glaube ich. Genau. Keine runden Äppel, sondern alles.
[1:13] Ein trauner Strahl. Ein bisschen panisch sozusagen. Mir war die Aufgabe zugedacht, das zu entfernen vom Reitplatz, muss man ja auch mal sagen. Ich habe also wirklich, hast du mich schon angemessen dafür gelobt? Ich glaube nicht. Hör auf, echt jetzt? Ich war der Mistboy. Ja, hallo? Ja, das kannst du ja aber auch mal machen. Andere Männer machen ganz andere Dinge. Guck mal, der Gedönsminister. Ja, was macht der denn? Was der alles macht, der macht der Nicole das Pferd fertig, der führt es warm, der hat die Hufe aus. Der kauft Pferde und macht Nicole das Leben schwer. Also jetzt wollen wir mal bei der Wahrheit bleiben. Wie der kauft Pferde und macht Nicole das Leben schwer. Ihm gehört doch die Nuki und er drangsaliert die arme Nicole, dieses bemitleidenswerte Wesen, dass sie gefälligst mit dem Viech erfolgreich zu sein hat. Ja wehe, wenn sie nicht erfolgreich ist, dann zieht der Daniel aber schon eine Fresse. Jetzt sprechen wir doch. Also wir reden jedenfalls über den zweiten Teil des Lehrgangswochenendes. Wir dürfen noch nicht so tun, als wäre der erste Tag irgendwie eine Katastrophe gewesen. Das war ja gar nicht so, aber du hast schon beschrieben, dass das Jungpferd, also dass du nicht umsonst, dass es nicht ganz einfach ist, dass er seine Zeit braucht, dass er so ein bisschen obendrüber ist und ja, seine Zeit braucht, sich zu beruhigen, um dann dir zuzuhören und mit dir zusammen Leistung zu bringen und das ist natürlich die Voraussetzung dafür.
[2:38] Um vielleicht auch mal bei einem Dressurturnier erfolgreich zu sein. Und die Frage war so ein bisschen, wie wird er sich denn benehmen am zweiten Tag, wenn man quasi das Gleiche nochmal macht? Fängt es dann wieder so aufgeregt an? Steigt er dann ein bisschen gelassener aus? Kann man schneller ins Arbeiten kommen und so? Also schon eine interessante Frage, sage ich mal.
[3:03] Dann sprechen wir an diesem Wochenende mit Mentaltrainerin Konstanze Wiesner. Und zwar sind wir beide zu Gast in ihrem Podcast Winning Talks.
[3:17] Wie cool, ich war noch nie in einem Podcast. Also Gast. Ja, also außer in deinem eigenen logischerweise, aber als Gast. Ja, aber da bin ich ja kein Gast. Ja, genau. Da sind wir ja zu Hause. Host sind wir da, genau. Ja, das ist schon spannend. Und also der Zufall will es. Ich frage ja auch immer unsere KI, hast du mal ein paar Themenvorschläge, worüber wir so reden könnten? Nicht, dass der ständig irgendwas total Sinnvolles einfallen würde, aber es kann ja sein. Und es war tatsächlich bei den Themenvorschlägen heute dabei, habt ihr nicht mal Lust, über das Thema mentale Stärke im Sattel zu sprechen? Stichwort auch Winterblues. Wie kommt man so ein bisschen raus aus der Winterdepression? Was kann man machen, um sich zu motivieren? Und da dachte ich, ach, da kommt doch irgendwie eins zum anderen. Wir werden uns eh mit dem Thema mentales Coaching beschäftigen an diesem Wochenende im Gespräch mit Konstanze. Dann können wir das Thema zumindest mal so ein bisschen auch bei uns im Podcast anreißen. Es gibt praktische Tipps von dir aus deiner Erfahrung als Partner. Dressurtrainerin, die du ja auch ein bisschen hobbymäßig so bist, für die Kinder da oben auf dem Berg. Die Reitschule im Schwarzwald. Und dann gucken wir mal, es gibt noch eine Hörerzuschrift, die wird dich sehr freuen. Überraschung.
[4:37] Und die kommt nach dem Manni. Damit fangst du an. Der Manni fiedelt jetzt unsere Pferde-Podcast-Hymne. Der Manni würde übrigens gerne umziehen nach Berlin, hat er mir gesagt. Na, soll er doch machen. Also quasi… Geh halt, geht alle weg. Der will ins Berghain, weißt du? Das ist ja dieser legendäre Techno-Club, da will der mal gucken. Die härteste Tür Berlin, die Frage ist, ob die den da reinlassen. Weiß ich nicht. Aber so ausgefallene, ausgeflippte Musikertypen, die sind da ja eigentlich gerne genommen.
[5:09] Jedenfalls, unser Orchestermusiker Manni spielt jetzt die Pferde-Podcast-Hymne und dann geht’s los.
[5:36] So, ausgefiedelt hat er der Manni.
[5:40] Die Zuschrift hat uns erreicht über Spotify eine gewisse Allegra. Und ich will nicht ausschließen, dass das eine gewisse Lieblingshörerin von uns sein könnte, die in anderen sozialen Netzwerken als Schwarz T07 firmiert. So viele Allegren kennen wir ja auch gar nicht. Heißt denn die Mehrzahl von Allegra Allegren? Also wie ist denn die Mehrzahl von Jenny? Also das ist ja Jennys. Jennys. Allegren. Allegras. Es hat ja auch nur eine geschrieben, von daher müssen wir uns da ja auch gar keine Gedanken drüber machen. Nicht wahr? Und sie hat sich bei dir bedankt. Bei mir? Ja. Habe ich gerne gemacht. Hast du gerne gemacht. Und zwar hat sie sich bei dir bedankt dafür, dass du bei mir nachgefragt hast, was denn die Redewendung, du hättest dir deine Meriten verdient. Was das bedeutet, weil wenn du nicht gefragt hättest, schreibt sie bei Spotify.
[6:40] Dann hätte sie es googeln müssen. Siehst du? Und so geht es bestimmt auch noch an den Hörers. Du immer mit deinen Fremdwörtern. Und jetzt wusste ich nämlich, ich habe dann gedacht, alles klar, jetzt könnte ich mir ja theoretisch ganz besonders schlau vorkommen und sagen, tja, ich habe es gewusst, die anderen Idioten nicht, inklusive du. Aber so bin ich ja gar nicht gehickelt. Und ich habe dann gedacht, okay, warum ist das? Also ich kenne zwar die Redewendung, aber warum eigentlich Meriten? Also was hat es denn damit jetzt auf sich?
[7:13] Und ich habe irgendwie in meinem Kopf gedacht, Meriten, das ist bestimmt irgendwie, das ist eine Pflanze, dachte ich, so eine Blume, weißt du? So wie man sich einen Lorbeerkranz, also das war so meine Assoziation. Und dann habe ich das heute nämlich mal gegoogelt. Also das, was weder du noch Allegra gemacht haben, ich habe es gegoogelt. Woher kommt eigentlich die Redewendung, sich seine Meriten verdienen? Und… Perplexity sagt dazu Folgendes. Die Redewendung »Sich Meriten verdienen« kommt ursprünglich aus dem Lateinischen und wurde über das Französische ins Deutsche entlehnt. Das Substantiv »Meriten« ist die Pluralform von »Meritum« und bedeutet im Deutschen »Verdienste, Leistungen«. Es geht auf das lateinische Meritum, verdienst gute Tat zurück, das wiederum vom Verb, bla bla bla, ich glaube weiter müssen wir nicht lesen. Also es geht aufs lateinische zurück. Gut, dass wir das jetzt alle wissen. Kein Mensch benutzt dieses Wort außer dir. Aber gut, dass wir jetzt alle wissen, wo es herkommt. Also ich habe mir jetzt mal meine Meriten verdient, mich darum verdient gemacht, dass alle das jetzt wissen, wo das herkommt. Genau, und kein Mensch benutzt das Wort.
[8:37] Deswegen haben wir es auch noch nie gehört. Erster Themenwechselknopf. Kann ich mir damit auch einen Meriten verdienen, indem ich den jetzt drücke. Indem ich den jetzt drücke. Ich habe heute Wortfindungsstörung. Entschuldigung, es war ein langer Tag. Ich drücke den jetzt mal. Wir kommen zum ersten Thema und das bietet sich total an.
[8:57] Anzuschließen an die kleine Folge, die wir hatten. Lehrgangswochenende mit Benni. Du bist ja, ich habe das, glaube ich, eben gerade habe ich dem, so einen leicht falschen Spin gegeben, indem ich die Probleme so ins Schaufenster gestellt habe, mit irgendwie das Pferd, sehr nervös, auch ein bisschen Durchfall bekommen. War nicht leicht, diese Nicht-Apple wegzukratzen. Habe ich schon erwähnt, dass ich das gemacht habe? Nee, Spesschen. Echt, erzähl mal. Hast du das gemacht? Habe ich gemacht. Habe ich gerne gemacht. Ist ja auch eine Selbstverständlichkeit. Nicht der Rede wert. So super ist das. Da könnte sich der Daniel mal ein Beispiel nehmen. Nicole, ihr Daniel. Ja, der kauft nur Pferde und drangsaliert sie. Also was ist denn das für ein Typ? Jetzt mal ernsthaft. Späßchen. Also das stimmte natürlich. Das war Teil dieses Tages ein bisschen. Aber eigentlich muss man ja sagen, an dem Tag hatte es schon im Vergleich zu vergangenen Ausflügen, in Anführungszeichen, in solche Situationen hat es schon viel besser geklappt. Das hast du auch gesagt. Und es ist dir auch gelungen, ihn dazu zu bringen, dass er zuhört, dass du Zugang zu ihm bekommst. Und du konntest dir sogar quasi…
[10:12] Und vieles von dem auch umsetzen, was du dir im Vorfeld vorgenommen hattest. Und da hast du gesagt, das war eigentlich gar keine Selbstverständlichkeit und eigentlich hast du ein sehr positives Fazit gezogen. Trotzdem blieb so ein bisschen die Frage, wie würde er sich denn wohl benehmen am zweiten Tag? Du hast es dann ja auch durchgezogen und hast gesagt, okay, es war keine Katastrophe, kann man machen. Und es macht auch Sinn, weil die Hoffnung ist, es wird dann am zweiten Tag ein bisschen besser. Er gewöhnt sich daran und das war der Move. Und die Frage ist, wie hat er denn geklappt, der Move? Also er ist tatsächlich am zweiten Tag total unentspannt ausgestiegen. Im Hänger hat er schon, als wir geparkt haben, schon geklopft und es hat ihn irgendwas aufgeregt, irgendein Geräusch oder ich weiß nicht, was ihn aufgeregt hat. Auf jeden Fall stand er schon auf zwei Beinen, als ich die Tür aufgemacht habe und dann dachte ich schon so, okay, das war jetzt nichts mit dem gechillten Aussteigen, das machen wir nochmal.
[11:14] Aber er war, als er dann ausgestiegen ist und gesehen hat, ach, ich bin da, wo ich gestern auch war, war er relativ schnell wieder unten. Und wir waren aber leider an dem Sonntag nicht auf dem Außenplatz, sondern in der Halle, weil das Wetter echt so ein bisschen doof war. Also es sollte eigentlich gutes Wetter werden mit Sonne, aber der Nebel hat sich nicht verzogen und dann war das echt ungemütlich. Und deshalb sind wir in die Halle. Aber er war jetzt auf dem Außenplatz so zum Führen und ein bisschen Ablongieren, war er wirklich okay. Also er hat immer noch geguckt und er war immer noch sehr, sehr groß. Aber im Gegensatz zu dem Tag vorher war er schon…
[11:51] Sehr viel aufgeräumter und sehr viel schneller unten. Und wir haben das dann so gemacht, weil ich ja auch weiß, wie Benni ist, wenn er dann ganz neu in diese fremde Halle geht und da ist noch ein Pferd drin, das dann natürlich rausgeht. Wenn wir dran sind, habe ich dann gesagt, ich gehe erst rein, wenn das Pferd draußen ist, weil dann habe ich wieder keine Chance, wenn das Pferd geht und dann fühlt er sich komplett alleine gelassen und dann muss ich erst wieder fünf Minuten warten, bis er wieder unten ist und die Zeit ist ja schon kostbar in so einem Lehrgang. Und dann habe ich gesagt, ich komme rein, wenn sie fertig ist, wenn sie draußen ist mit ihrem Pferd. Wenn er alleine irgendwo direkt drin ist, dann ist es überhaupt kein Problem. Also alleine in eine Halle reingehen ist ganz super. Also das klappt auch ohne große Probleme. Aber in eine Halle reingehen und Pferde, die da drin sind, gehen dann raus und lassen ihn alleine. Das geht noch nicht. Also dafür ist er einfach noch zu klein. Und ich kann mich erinnern, dass das bei AC auch anfangs immer ein Problem war, Wenn die Pferde die Halle verlassen haben und dann wollte der natürlich mit und dann fing der das Bocken an und gesagt, also ich kann auf gar keinen Fall hier alleine bleiben. Konnte man da jetzt gut organisieren, bei einem Turnier hätte man das Problem und unter Umständen hätte man das Problem?
[13:07] Nicht unbedingt, ich kann ja auch erst reingehen, wenn der Vorreiter draußen ist, das kann man ja machen, also das ist überhaupt gar kein Problem. Und ganz oft ist es ja so, wenn diese Sommerturniere, ist es ja ganz oft so, dass die Abbreiteplätze neben dem Prüfungsplatz sind. Also dass er auf jeden Fall immer noch ein Pferd zieht und nicht dieses, oh ich bin ganz alleine Gefühl hat. Also bei den Winterturnieren, Hallenturnieren ist es natürlich so, dass er wahrscheinlich alleine ist, aber dann kann ich auch wirklich abpassen, ich gehe erst rein, wenn das Pferd vor mir die Halle verlassen hat, aber an Turnier denke ich jetzt erstmal nicht, weil das Handling war schon schwierig mit ihm am zweiten Tag, also war schwieriger als am ersten Tag, das muss ich wirklich sagen.
[13:48] Und Reiten hat super gut geklappt. Also wir waren wirklich, so reiterlich ist er auch überhaupt gar nicht problematisch. Er kommt auch relativ schnell runter und wir sind wirklich ans Arbeiten gekommen an dem zweiten Lehrgangstag. Silke war total begeistert von dem Pferd und hat uns sehr gelobt, dass wir gute Arbeit gemacht haben, dass wir das hingekriegt haben, dass er sich nicht mehr so da oben hinstellt. Das hat er ja anfangs beim Reiten auch gemacht, also wirklich so ganz da oben hingestellt, den Unterhalt so ein bisschen festgemacht und dann sich einen abgestrampelt. Das macht er alles nicht mehr. Also der zieht schön vorne ran, er hat noch ein bisschen Probleme mit Biegung und Stellung, aber auch das ist ganz normal in diesem Alter. Da sagte Silke auch, jetzt kannst du ruhig mal ein bisschen mehr anfassen und kannst mal verlangen von ihm, dass er sich wirklich auch auf der Linie auch mal biegt und sich stellen lässt, ohne dass er da direkt dagegen mault. Weil da ist er immer noch so ein bisschen, wo er sagt, eigentlich möchte ich das nicht. Und dann mault er halt vorne so ein bisschen rum und hebt sich raus. Aber dieses Dranbleiben, das ist schon jetzt so ein Weg, den ich jetzt auch mal konsequent auch wirklich einschlagen muss. Weil sonst habe ich nachher wirklich das Problem, der lässt sich nicht biegen und stellen und mault dann immer dagegen. Aber wir haben es wirklich gut hingekriegt, auch auf der Zickellinie. Also ich konnte ihn auch schön einrahmen und wirklich auch mit dem äußeren Zügel in der Wendung bleiben und weg von dem inneren Zügel. Das hat wirklich gut geklappt.
[15:13] Und wir sind auch Übergänge geritten, also sowohl innerhalb der Gangarten als auch Schritttrab, Trabgalopp und Trabhalten.
[15:22] Das haben wir jetzt das erste Mal gemacht. Das hat ganz gut geklappt. Also natürlich hält er noch nicht prompt an. Er kennt die Hilfe auch noch gar nicht. Aber so mit diesem Stimmkommando Ho hat er sofort verstanden. Ah ja, Ho heißt ja immer stehen bleiben. Und dann funktioniert das auch.
[15:39] Es ist gar nicht so leicht, da jetzt so ein… So ein Fazit zu ziehen, also so hundertprozentig ist der Gedanke nicht aufgegangen, am nächsten Tag ist der bestimmt viel gechillter und alles geht viel einfacher. Du hast gerade gesagt, so vom Handling her war wieder schwierig, aber reiterlich war es dann, also quasi, wenn du im Suche bist, war es dann schon super. Also das ist so ein bisschen, tja, ja, so ein bisschen diffus oder wahrscheinlich auch normal, oder? Dass man sagt, okay, manches klappt gut und andere Sachen sind halt wirklich noch eine Baustelle irgendwie und tja, so ist halt das Hobbyreiten. So ist es wahrscheinlich. Ja, also im Handling erinnert er mich total an Nixen, der ja auch regelmäßig am Rad gedreht hat auf Turnieren. Also der ließ sich nicht führen, der ließ sich nicht verladen, der wollte nicht im Hänger bleiben, der wollte nicht im Stallzelt bleiben, der ist mal über eine Boxenwand gesprungen, weil er nicht in dieser Box bleiben wollte. Also so im Handling erinnert er mich wirklich an den Nixen. Nur Nixen war noch so ein bisschen…
[16:45] Da hatte ich immer so ein bisschen das Gefühl, also wenn er mich dabei umbringt, findet er das jetzt auch nicht so schlimm. Und da ist Benni ein bisschen freundlicher zu mir, obwohl er dann auch wirklich nach der Einheit, wir sind dann raus zum Hänger und dann haben zwei Einsteller, die haben ihre Pferde irgendwie auf die Koppel gebracht und ich habe es gar nicht gesehen, entweder sind die abgehauen oder sie haben sie laufen lassen auf diesem großen Reitplatz. Jedenfalls sind die dann da rumgepupst und rumgebockt und da ist Benni schier durchgedreht. Also das war wirklich, wo ich so gedacht habe, boah, Mädels, echt jetzt? Und dann ist er mir auf den Fuß gesprungen und dann dachte ich nur so, okay, meine Zehe ist jetzt ab. Hat echt wehgetan und er war total außer sich und der hat sich an den Hänger geschmissen und ich will hier jetzt weg.
[17:30] Also das war wirklich so, wo ich gedacht habe, meine Güte, wir sind doch nicht das erste Mal hier. Und dann hat es halt auch wirklich gedauert, bis er wieder runterkam. Also selbst mit dem, ich habe ihm dann irgendwann sein Futter gegeben und selbst mit dem Futter war er immer noch so, ich muss jetzt hier gucken, ob hier was passiert. Und immer wieder der Kopf hoch und immer wieder geguckt und immer wieder rumgetänzelt. Also es war wirklich schwierig an diesem zweiten Tag so nach der Reiteinheit ihn runter zu kriegen und dann traue ich mich ja auch immer nicht ihn zu verladen, weil also er geht ganz brav in den Hänger, das ist nicht das Problem, aber wenn er dann da drin ist, dann fängt er im Hänger das Toben an und deswegen muss ich immer so lange warten, bis er einfach ein bisschen runter fährt und dann auch im Hänger einfach ruhig steht. Weil es gibt ja viele, die dann sagen, lass ihn doch toben. Ich halte das immer nicht aus, wenn die Pferde im Hänger toben. Das ist so für mich, ist das ganz fürchterlich. Und es gibt ja auch Leute, die dann sagen, auch zumachen und weggehen. Das kann ich nicht.
[18:30] Ja, wenn die Alternative ist und die Strategie, dass man sagt, okay, man wartet ein bisschen und er tobt dann eben nicht. Und das ist ja die Idee. Und das klappt ja auch. Das muss man ja schon sagen. Er hat ja nicht getobt. Ja, also er ist dann irgendwann, genau, ich habe ein bisschen länger gebraucht und habe ihm auch sein Futter dann vorne in den Hänger reingehängt und dass er halt auch wirklich was zu tun hat, dass er was zu fressen hat. Fressen beruhigt ja dann auch immer und er ist tatsächlich ganz brav nach Hause gefahren. Also ich habe ihn nicht gehört, bis wir im Hof eingebogen sind. Da bollert er natürlich immer, dann sagt er, hallo, ich bin wieder da, aber ansonsten ist er wirklich total brav nach Hause gefahren. Ja, also es bleibt schwierig. Es sind manchmal so vergleichsweise kleine Reize. Ein Pferd, das dann über seinen Platz läuft, frei, wo man sich auch fragt, naja, ob das jetzt an der Longe oder frei, weiß ich nicht. Also das ist schon bemerkenswert, wie wenig ausreicht, um ihn dann aus dem Häuschen zu bringen.
[19:29] Absolut, ja. Und dann hat man erst mal den Salat. Das braucht ein bisschen ihn runterzukriegen. Und bemerkenswert ist aber wirklich, dass wenn du im Sattel sitzt, dass es dann gelingt, wirklich auch gut mit ihm zu arbeiten. Und dass dann eine Trainerin und auch Zuschauer, die so an der Bande stehen, sagen, dass man so diesen O und A-Effekt hat. Und alle sagen, oh wow, das ist aber ein ansehnlicher Kamerad und das wird bestimmt mal gut. Also das muss man dann ja auch sagen. Mit großer Zukunft, hat Silke gesagt.
[20:01] Hat mich natürlich sehr gefreut und an dem ist alles richtig. Das fand ich auch irgendwie, also hat mich super toll gefreut, dass dann halt auch so eine Profitrainerin sagt, an diesem Pferd stimmt einfach alles.
[20:14] Und das macht mich auch so ein bisschen stolz. Und ja, auch reiterlich ist er ja wirklich, er ist total rittig, er lernt die Dinge total schnell und er ist auch willig und er ist arbeitswillig. Also er ist überhaupt gar nicht, dass er sagt, nö, das mache ich alles nicht, sondern er will das alles machen und er ist sehr kooperativ unterm Sattel. Und ich muss natürlich auch sagen, also es ist ganz komisch, so viel Angst ich auch oft auf Klecks hatte oder auch heute manchmal immer noch habe, wenn der Klecks sich aufbaut, dann habe ich immer noch mal die Hosen voll. Also das gebe ich wirklich zu, aber ich meine, Klecksi baut sich ganz selten noch auf. Also der guckt mal, aber der würde jetzt nicht mehr bocken oder so. Diese Phase ist einfach vorbei. Aber seltsamerweise hatte ich auf dem Benni noch keine eine Sekunde Angst. Egal, wie aufgeregt er war, ich hatte noch nie Angst auf dem Pferd. Ich habe irgendwie so ein Vertrauen, dass da nichts passiert. Toi, toi, toi. Absolut.
[21:13] Jenny, ich hau mal den Themenwechselknopf rein. Und ich bin ja die ganze Woche in Berlin. Ich bin ja gar nicht da. Ich weiß ja gar nicht, was passiert. Was ist so, keine Ahnung. Und deshalb, was machen denn die anderen beiden? AC und Klecksen.
[21:31] Okay. Es gibt in dem Sinne jetzt dann offensichtlich, wenn du sagst, kacken und schlafen, dann … Also gibt es reiterlich, gibt es irgendwie, keine Ahnung, du machst ja manchmal auch irgendwelche besonderen Dinge mit denen oder wo du sagst, ach, das war heute irgendwie mal, das stach so ein bisschen raus, wir haben es noch nicht vorher abgesprochen. Die Gefahr ist ja immer, dass ich dich danach frage und du sagst dann, Bullen langweilig. Und dann denke ich mir, okay, warum langweilen wir unsere Hörers eigentlich mit langweiligen Dingen? Aber du verstehst schon, ich meine, die sind ja, die spielen ja in der Herde schon auch eine wichtige Rolle und so weiter. Und ACDC soll Heldentaten verbringen dieses Jahr. Der soll sich für das Championat qualifizieren. Jetzt mache ich ja mal den Gedönsminister.
[22:19] Und dann will man natürlich wissen, was ist denn, sind die auf einem guten Weg? Sind die willig? Haben die den Winterblues? Du merkst schon, ich muss schon hier die Fährte legen zu dem anderen Thema. Nee, haben die nicht. Also ich bin auch tatsächlich, vor allem mit AC, wirklich fleißig am Trainieren, auch an den Serienwechsel. Und das wird immer mehr zur Routine. Also der Wechsel wird immer mehr zur Routine und ich spüre auch, wenn sie gut sind.
[22:46] Also das ist mittlerweile so, auch wenn ich habe ja keinen Spiegel bei uns auf dem Außenplatz, den habe ich ja nur in der Halle. Aber ich trainiere trotzdem die Wechsel auch auf dem Platz, auch ohne Spiegel, weil ich mittlerweile ganz gut fühlen kann, oh der war gut oder oh der war nicht so gut. Also das gelingt mir schon immer besser und jetzt teste ich das natürlich auch mal auf den 40 Metern, mal drei Wechsel auf dieser Diagonale. Aber wie gut das klappt, komme ich zurecht mit dem Zählen, mit der Hilfe, dass ich halt wirklich vier Galoppsprünge wechsle, vier Galoppsprünge wechsle. Also das muss natürlich, das muss auch bei mir so ein bisschen in Fleisch und Blut übergehen und da muss ich auch die Routine kriegen. Aber auch diese Wechselauslösen klappt auf immer weniger Hilfe. Also ich muss wirklich kaum noch ein Bein umlegen oder einen Schenkel dran machen, sondern es reicht wirklich schon, mich einfach das Gewicht so ein bisschen verlagern von links nach rechts. Also das ist wirklich mittlerweile so fein abgestimmt, dass ich manchmal sogar, wenn ich unabsichtlich mich anders hinsetze, dass er dann in Wechsel springt. Und man muss schon sehr aufpassen, dass man korrekt sitzen bleibt, gerade im Galopp, auch an der langen Seite, wenn es mal so mit Mittelgalopp oder zulegen, dass man wirklich korrekt sitzen bleibt, weil sonst haut er mir halt da auch den Wechsel rein. Und das ist ja auch gut so, dass er das macht und dass er so fein auf diese Hilfe reagiert. Aber man muss halt immer…
[24:12] Immer konzentrierter reiten. Also das ist halt nicht mehr so, dass man einfach so, ich galoppiere mal und ich trappe mal und so, sondern man muss wirklich ganz konzentriert reiten, seinen Körper gut unter Kontrolle haben und wirklich aufpassen, dass die Hilfen ganz, ganz korrekt kommen, um das Pferd halt auch nicht durcheinander zu machen. Dass man da nicht die falschen Signale sendet und dann, ja, ja, dann macht er alles klar. Je feiner diese Hilfen natürlich abgestimmt sind und umso feiner muss man natürlich auch sitzen und muss darauf achten, dass alles korrekt ist mit den Hilfen. Da sind wir dann auch wieder bei dem Thema, aber ich will das jetzt nicht auswalzen, aber trotzdem, dieses ein gut ausgebildetes Pferd bringt dich weiter. Ja, ja schon, aber man muss es auch reiten können. Absolut. Die zahlt ja jetzt also wirklich auf dieses Konto, auf dieses Argument so ein bisschen ein. Kann man sich auch sehr gut vorstellen, wenn man da, also je mehr der kann und je feiner der ist, desto sensibler reagiert der natürlich auch auf Dinge. Und wenn man die falschen Knöpfe drückt, dann macht der halt. Und dann ist immer die Frage, ob man das auch wirklich will. Ja, sehr cool. Wir können das ja vielleicht in der nächsten Folge oder so auch nochmal so ein bisschen vertiefen. Wechsel, Serienwechsel, mal so über die anspruchsvolleren Lektionen sprechen. Aber ich lerne so ein bisschen, in dem Moment, wo man die Sachen anspruchsvoller macht, Stichwort Serienwechsel.
[25:35] Dann ist auf einmal der einfache Wechsel, wo du ja auch lange dran rumgedoktert hast, dass das zuverlässig klappt, dass es mit so einer Leichtigkeit daherkommt, auf einmal geht das dann wie von selbst. Also das ist ja gar nicht mehr so das große Thema. Also das ist jetzt nicht mehr euer Problem. Ich schätze, ich bin ja ganz erstaunt, dass du kannst unterscheiden den fliegenden und den einfachen Wechseln. Oh, Stille. Stille. Klar, logisch.
[26:06] Du meintest jetzt wahrscheinlich den einfachen fliegenden Wechsel. Also keine Serienwechsel, sondern einfach nur einen fliegenden Wechsel. Das meinte ich tatsächlich. Einen, genau. Ja, ja, genau. Ich weiß schon, deswegen habe ich es so hinterfragt. Der einfache Wechsel ist der Wechselüberschritt. In L, ne? Also den L-Dressuren. Genau, den gibt es auch noch in M-Dressuren ganz, ganz wenig. Weiß ich doch, weiß ich doch alles. Ich wollte es nur nochmal auch für die Hörer, die es nicht wissen, erklären. Dieser Podcast ist wie ein gut ausgebildetes Pferd. Hier liegen auch so viele Knöpfe. Und jetzt habe ich den falschen gedrückt. Aus Versehen. Und den einfachen Wechsel mit dem einfachen fliegenden Wechsel verwechselt. Verwechselt.
[26:49] Spürst du den Wortwitz? Ich habe es verwechselt. Und ja, falscher Knopf gedrückt. Und sofort bist du darauf angesprungen. So ist das. Also das ist quasi, dieser Podcast ist fast wie eine Estressur reiten. Fast. Aber genau so ist es. Also diese Lektionen werden immer selbstverständlicher und das brauche ich auch dieses Jahr einfach für die M-Saison, weil diese Wechsel waren immer so ein bisschen Glückssache. Der klappt ja nicht und hoffentlich springt er durch und hoffentlich kickt er nicht. Und je selbstverständlicher die Wechsel werden, umso weniger Gedanken mache ich mir drum und reite sie einfach.
[27:26] Ich drücke den Themenwechselknopf und wir kommen mal zu dem Thema, das ist ja eigentlich mehr so ein Programmhinweis so ein bisschen. Wir sprechen am Wochenende mit Konstanze Wiesner. Wir wissen noch nicht genau, wann die Folge erscheint dann in ihrem Podcast Winning Talks. Können wir in der nächsten kleinen Ausgabe so ein bisschen drüber berichten, wie es war, wann man es anhören kann, ob es uns gelungen ist, dass man zumindest so einen kleinen Ausschnitt auch im Pferdepodcast so fürs Gefühl mal wird hören können. Entschuldigung. Ja, ja, ja. Entschuldigung. Mal wird hören können.
[28:03] Und es wird ja um mentales Coaching gehen. Es wird bestimmt nochmal darum gehen, um die Heldentaten, die ihr gemeinsam vollbracht habt beim Europa-Championat für die Haflingers in Stadelpaura. Auch, man wird vielleicht so ein bisschen gucken, dann auf die nächste große Aufgabe. Es haben wir ja auch schon drüber gesprochen. Du willst ja nochmal starten. Die KI hat vorgeschlagen, redet doch mal über den Winterblues und über mental fit im Sattel und wie petert man sich aus einem mentalen Loch raus, das im Winter entsteht. Da muss man ja sagen, gute Idee, künstliche Intelligenz, aber das Problem hast du einfach nicht. Warum eigentlich nicht? Keine Ahnung. weil ich bin so ein Sonnenschein.
[28:50] Themenwechselknopf. Nächstes Thema. Keine Ahnung, ich bin so ein Sonnenschein. Aber nimmst du das wahr? Also geben tut es ja schon. Ja, ich nehme das wahr und es regt mich immer auf. Wieso willst du nicht reiten? Wieso hast du keinen Bock zum Reiten? Verstehe ich gar nicht. Ich habe immer Bock zu reiten. Und wenn das Wetter mich ausbremst, bin ich immer so ein bisschen angefressen. Und im Moment ist ja wirklich so, scheiße, schon wieder Regen. Und dann, wenn ich zu faul bin, zu verladen und dann sage ich auch mal so einen Tag, okay, dann reite ich halt nicht. Also normalerweise ist unser Platz wirklich gut und fast immer bereitbar, aber wenn es halt wirklich wie aus Kübeln schüttet, dann steht da auch Wasser drauf und da kann man halt auch mal einen Tag oder zwei nicht reiten. Der Hund steht da an der Tür und muss, bittet um Auslass. Ich lasse den gerade mal raus. Lass den mal raus. Mach das mal. Ich hätte eigentlich auch noch was zu erledigen. Ich habe wieder Wäsche im Keller, im Waschsalon. Die müsste eigentlich raus. Ich hoffe, dass die anderen Hausbewohner mich jetzt nicht hassen. Und du bist doch gewöhnt, dass die Leute dich hassen. Ja, ja, weil ich der Idiot bin. Unsere Nachbarn hassen uns jetzt auch, weil wir eine Wallbox haben. Warum? Was ist denn schlimm an einer Wallbox? Naja, der Elektriker war noch keine fünf Minuten da und dann haben wir schon einen Anruf gekriegt. So nämlich.
[30:15] Alles klar, okay. Wer hat denn eigentlich sonst keine Probleme, als um fünf nach acht die Hausverwaltung anzurufen? Jetzt wird aber alles ausgepackt hier und es wirft ja auch ein unter Umständen schlechtes Licht auf uns, muss man ja mal sagen. Weil man fragt sich ja vielleicht, warum sind die so drauf? Aber die ehrliche Antwort, wir wissen es nicht. Wir sind ganz harmlos. Wir sind eigentlich total nett und umgänglich und wir wollen niemanden irgendwie, also lasst uns in Ruhe und wir lassen euch in Ruhe. Genau, und das Allerwichtigste ist, wir lassen euch in Ruhe. Also wir sind quasi gar nicht da. Also ignoriert uns einfach weg, dann ignorieren wir euch auch weg. Und schwieriger Deal. Aber genau so machen wir das auch. Ja, ja. Guten Tag und auf Wiedersehen.
[31:03] Egal. Wo waren wir stehen geblieben? An der Tatsache, dass du diesen Winterblues nicht hast. Also du sagst, du nimmst es schon wahr, bei manchen Leuten und keine Lust zu reiten und keinen Bock. Also heute hat das Pferd mal frei. Da haben wir ja schon mal drüber gesprochen. Hasskappe und so. aber tatsächlich vielleicht wäre das mal interessant rauszufinden im Gespräch mit Konstanze weil wenn ich dich jetzt, also ich ahne auch die Antwort was ist dein Geheimnis, dass das so ist, wie es ist, dann wirst du wahrscheinlich sagen, weiß ich nicht, ist halt so aber… Ach es gibt bei mir auch Tage, wenn ich also morgens aufstehe und es schüttet aus Eimen oder es ist arschkalt, dann denke ich auch manchmal, ach warum habe ich nicht Tennis gespielt, aber wenn ich dann mal da bin und dann mal so in Fahrt dann habe ich auch immer Spaß dran und dann will ich auch reiten und dann will ich auch trainieren und dann will ich auch, ja, dann gehe ich nicht wieder nach Hause und sage, ach nee, heute haben die Pferde frei.
[32:02] Das ist irgendwie, ja, irgendwie habe ich das nicht auf der Festplatte und das ist, ich kann das auch so ein bisschen verstehen, als ich noch jung war und einen Job hatte von 9 bis 17 Uhr und dann hatte ich immer die Reitklamotten im Auto und bin dann nach der Arbeit in den Stall gefahren, mich umziehen, das Pferd reiten und bis ich dann zu Hause war, war es manchmal, keine Ahnung, 8, 9 Uhr abends. Im Sommer alles tutti, im Winter war das schon manchmal, wo ich gedacht habe, ich habe keine Lust und heute hat er frei und heute mache ich nichts. Also diese Tage hatte ich dann schon auch, aber das kann ich dann schon noch so ein bisschen verstehen, so nach einem langen Arbeitstag und dann ist es kalt und dann ist es dunkel und dass man dann vielleicht manchmal keine Lust hat und dann den Winterblues hat. Ja, verstehe ich schon so ein bisschen.
[32:49] Vielleicht, vielleicht ist das aber, also neben deinem sonnigen Gemüt, also das muss man glaube ich erstens mal festhalten, so eine gewisse positive Grundeinstellung. Und, keine Ahnung, dem Leben gegenüber und dem gegenüber, was man so eigentlich mag, ist, glaube ich, grundsätzlich nicht verkehrt. So ein gewisses Pflichtgefühl vielleicht auch und so Pflichtbewusstsein, also das kann schon auch helfen. Aber zur Ehrlichkeit gehört wahrscheinlich auch dazu, dass das vielleicht schon auch eine Rolle spielt. Weil das, was du gerade beschreibst, so nach einem langen Arbeitstag, sich dann nochmal zu motivieren, das ist, glaube ich, schon schwieriger, als wenn man in der Lage ist, als Selbstständige, die sogar, also die doch in einem größeren Maße Herren über ihre eigene Zeit ist, als andere das vielleicht sind. Und du bist jetzt auch nicht völlig frei, aber du hast schon die Möglichkeit, dir die Tage so ein bisschen frei einzuteilen. Das spielt dir schon in die Karten, das muss man schon ehrlicherweise sagen. Also wenn ich das Pferdeprogramm abends machen müsste, ich glaube, dann hätte ich es schon aufgegeben. Okay, oder die Überwindung wäre viel größer, sagen wir mal so. Ja, aber dann hätte ich wahrscheinlich auch keine drei Pferde, dann hätte ich maximal eins.
[34:09] Weil das auch einfach, wie gesagt, im Sommer ist immer alles tutti, dann ist es hell bis um zehn, aber der Winter ist schon relativ lang. Und in der Dunkelheit dann und bei Regen und bei Kälte ist das halt auch nicht immer so ein Vergnügen, wenn man ein Pferd hat. Ja, also wir verstehen die Probleme, die entstehen können, wenn man irgendwie, was weiß ich, blöde Arbeitszeiten und dann im Sommer toll, im Winter ist es dann aber wirklich scheiße und so. Also es ist nicht so, dass wir sagen, wir haben das Problem nicht und wir verstehen auch nicht, dass andere das Problem haben. So weit würden wir nicht gehen. Das können wir vielleicht mal festhalten.
[34:52] Themenwechselknopf und du sagst mir, was wir noch besprechen Ich? Ja, du bist jetzt mal so die Redakteurin Okay Wir reden ja schon relativ lange, was besprechen wir denn noch? Ja eben Also wir haben noch zwei Themen auf dem Berg die wir so mit Bleistift auf den Zettel geschrieben haben Wir könnten uns eins davon auch aufheben, da bist du ja immer du bist ja nicht so im Team aufheben, Wir haben ja auch noch Thema Amira. Da könnten wir ja mal einen Zwischenstand geben. Den Zwischenstand könnten wir geben. Und das mit der, ich glaube, du weißt gerade nicht, was ich meine, mit der Sitzlonge. Das könnte man ja.
[35:37] Mit der Sitzlonge. Das haben wir jetzt mal ausprobiert auf dem Berg. Das ist eine tolle Sache. Jetzt erzählst du es ja doch. Oder willst du es aufheben? Wir können es auch in der nächsten Sendung machen. Ach ja, mein Gott. Was man da alles machen kann. Also, es ist ein gutes Teasing. Es ist, glaube ich, ein guter Cliffhanger. Also, okay. Aber dann geben wir wenigstens mal den Zwischenstand von Amira. Ja, das machen wir jetzt. Aber der Cliffhanger in Sachen Sitzlounge ist, und das muss ich jetzt sehr freundlich formulieren, und es gibt auch gar keinen Grund, das nicht freundlich zu formulieren, aber die Frage ist, was kann man tun, wenn eine Reiterin, ein Reiter auf dem Pferd sitzt, so wie ich zum Beispiel, nee, anders als ich. Ich habe ja darauf gesessen wie ein nasser Sack auf dem Oscar.
[36:22] Als blutiger Amateur. Und dann gibt es aber auch den Fall, dass Reiterinnen oder Reiter da drauf sitzen auf dem Pferd und sind sehr angespannt und können nicht so recht loslassen. Genau, sind nicht in der Lage zu fühlen, was das Pferd unter ihnen macht und das ist manchmal ein bisschen ein Problem und da hilft es wirklich, wenn man sich auf dem Pferd mal nur auf sich konzentriert und mal auf seinen Körper hört und mal fühlt. Was da unter einem passiert. Und das ist halt eine tolle Sache, wenn man so eine Sitzlongestunde macht. Da braucht man sich nicht aufs Reiten konzentrieren, sondern wirklich aufs Sitzen und auf sich selber und auf seinen eigenen Körper. Und wie man das genau anstellt und wie das abgelaufen ist und wie du die Probe aufs Exempel gemacht hast und welche Erfolge das gezeitigt hat.
[37:19] Das erfahrt ihr, wenn ihr auch die nächste Folge wieder einschaltet. Das Pferde-Podcast, die Sitzlounge. So, und jetzt Zwischenstand Amira. Das geht nämlich auch einigermaßen fix, kann man glaube ich sagen. Amira, ein Pferd, ein Studchen, Reitschule auf dem Berg im Schwarzwald. Wir hatten Nadine, die Reitlehrerin, treue Hörer kennen sie natürlich, auch im Interview dazu. Eine sehr schlimme Geschichte war das beim Longieren, ein Trümmerbruch, häufig gleichbedeutend mit dem Todesurteil für Pferde. Und in dem Fall haben sich Nadine und Günther dazu entschieden, weil es auch ein selbstgezogenes Pferdchen war, zu sagen, wir wagen das, wir lassen sie operieren. In der Schweiz ist das passiert.
[38:11] Also das zieht sich jetzt seit vielen, vielen Wochen hin und das Pferdchen ist
[38:16] auch noch in der Schweiz und zumindest aber einen Zwischenstand kann man geben. Du bist da näher dran, Jenny, und hast wahrscheinlich dich auch mit Nadine, ihr tauscht euch da ja immer wieder mal drüber aus, so auch einigermaßen regelmäßig, oder? Weil das schon Nadine bewegt. Dann sag doch mal. Also ich glaube, man kann auch drüber reden, weil es ist alles durchaus erstmal so positiv. Genau, also die Heilung verläuft wirklich gut. Sie ist auf dem besten Wege und wenn jetzt nichts mehr schief geht, dann wird sie auch in den nächsten Tagen nach Hause kommen. Also wir reden noch über ein oder zwei Wochen und dann kann sie entlassen werden nach Hause auf den Berg. Und dann muss man halt einfach sehen, wie sich das alles entwickelt, ob sie im Sport nochmal eingesetzt werden kann. Die Prognose war ja, sie wird wieder reitbar und da muss man aber erstmal sehen, das wird noch eine ganze Menge Zeit brauchen und der Plan ist auch, dass sie vielleicht erstmal munter wird und erstmal nicht zurückkehrt in den Sport und dass sie sich einfach mal erholen kann von diesen, ja das war schon eine schwere Zeit für das Pferd. Die ist es ja auch gar nicht gewohnt, alleine in einer Box zu stehen. Die ist ja frei geboren und frei aufgewachsen. Und dann ist es natürlich auch echt ein Kulturschock für so Pferdchen, auf einmal fast zwei Monate eingesperrt in einer Box zu sein.
[39:33] Also deswegen freuen wir uns alle, wenn Amira wieder zurückkommt auf den Berg und wir drücken alle Daumen, dass das jetzt bald der Fall sein wird. Sind da schon Feierlichkeiten geplant? Sektchen, Grill an, sowas? Sie feiern ja die Feste, wie sie feiern. Ich wollte gerade sagen, also manchmal werden ja auch krampfhaft Gründe gesucht oder manchmal sagt man auch, ach, der Grund heute ist Mittwoch oder Dienstag oder so, alles klar.
[40:00] Aber also wenn Amira jetzt dann kein Grund ist und die Rückkehr von ihr, dann weiß ich es natürlich auch nicht. Genau, und wir sind ja auch… Schon lose verabredet mit dem Medizinerteam in der Schweiz, weil das war auch alles keine Selbstverständlichkeit, dass Ärzte sich da überhaupt rantrauen. Deutsche Kliniken haben alle abgewunken und so. Und die Schweizer sind da auch ganz schön stolz drauf, dass sie das hinbekommen haben und haben ja zumindest angeboten, mit uns darüber zu reden. Das nehmen wir dann gerne. Genau, wenn alles gut ausgegangen ist, haben sie gesagt, reden Sie gerne mit uns. Und das machen wir dann natürlich auch total gerne. Also von daher dies nur als kleiner Zwischenstand, aber das sieht alles gut aus und so der Pferdegott weiter da mitspielt, wird das noch eine sehr spannende Geschichte. Jenny, dann das war Folge 419.
[40:55] Ja, genau. Ich komme durcheinander mit den Zahlen. Es ist auch schon spät. Du bist so alt. Wahnsinn. Es ist nicht spät, du bist alt. Es ist zauselig. Ich bin zauselig. Tut mir leid. Das war Folge 419. Wir bedanken uns fürs Zuhören. Es hat wieder viel Spaß gemacht. Ich hoffe, es war ein bisschen was dabei, was man so mitnehmen kann. Und sei es, dass jetzt jeder weiß, woher die Redewendung sich Meritenverdienen kommt. Aus dem Lateinischen, ihr Hirnis.
[41:24] Du Klugscheißer, du. Tut mir leid. Außerdem, weißt du, ist ja Bildung kein Garant für Intelligenz. Absolut nicht. Also ich bin nicht so gebildet, dass ich das weiß. Ich würde weder das eine noch das andere für mich in Anspruch nehmen. Ich kann hier nur halbwegs schwafeln und von Pferden habe ich am wenigsten Ahnung. Du bist hier der Boss. Könntest du mal Tschüss sagen und vielen Dank fürs Zuhören und macht’s gut. Und genau, am Wochenende dann wieder aus dem Schwarzwald. Tschüssi Kowski. Tschüss, tschüss.
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