
Manchmal sind es die kleinen Folgen, die große Aha-Momente auslösen.
In Folge 420 melden wir uns mit einem Lebenszeichen aus dem Schwarzwald – klare Luft, gute Stimmung und ein Thema, das erstaunlich viele Reiter betrifft: Wie lernt man eigentlich, „gut“ zu sitzen auf dem Pferd? Und vor allem: Wie schafft man es, loszulassen, ohne die Körperspannung zu verlieren?
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Zwischen „nasser Sack und Daueranspannung
Es gibt sie beide:
- Die Reiter, die eher wie ein berühmter „nasser Sack“ im Sattel hängen.
- Und die, die vor lauter Ehrgeiz und Konzentration so unter Spannung stehen, dass sie kaum noch fühlen, was unter ihnen passiert.
Gerade Letzteres ist tückisch. Denn wer permanent festhält – mit den Oberschenkeln, im Becken, im Oberkörper oder in den Händen – blockiert nicht nur sich selbst, sondern auch das Pferd. Loslassen heißt eben nicht, alles aufzugeben. Es heißt, positiv gespannt zu sein und trotzdem mitzugehen.
Und genau da kommt sie ins Spiel: Die Sitzlonge.
Bei einer Sitzlongenstunde übernimmt der Trainer die Kontrolle vom Boden aus. Das Pferd läuft an der Longe – der Reiter darf (oder muss!) sich komplett auf sich selbst konzentrieren.
Kein Herumspielen an den Zügeln.
Kein „Kopf ist nicht in Anlehnung“-Gedanke.
Kein Dauer-Korrigieren.
Stattdessen Fragen wie:
- Sitze ich wirklich mittig?
- Wo ist meine Balance?
- Klemme ich unbewusst mit den Oberschenkeln?
- Was passiert, wenn ich mein Becken kippe?
- Kann ich nur über meinen Sitz durchparieren?
In der aktuellen Folge erzählt Jenny von einer Reitschülerin, die im normalen Unterricht sehr angespannt wirkte – besonders im Galopp. Mit Zügeln in der Hand wurde aus dem schwungvollen Galopp schnell ein „Hasengalopp“, weil oben drauf einfach zu viel passierte.
An der Sitzlonge dagegen?
Plötzlich Mitschwingen. Geschmeidigkeit. Losgelassenheit. Ein komplett anderes Gefühl.
Ein schönes Beispiel dafür, wie man mit wenig Aufwand mehr Verständnis für sein Pferd entwickeln kann.
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Warum Sitzarbeit kein Rückschritt ist
Viele Reiter denken: „Sitzlonge? Das machen doch Anfänger.“
Falsch.
Lernen hört im Reitsport nie auf. Egal ob E-Niveau oder S-Dressur – wer seinen Sitz verbessert, verbessert alles. Jenny erzählt in der Folge sogar von ihrer eigenen, ziemlich herausfordernden Sitzlongen-Erfahrung auf einem riesigen, schwungvollen Pferd. Muskelkater inklusive.
Denn „locker mitschwingen“, wie es in Lehrgängen oft heißt, ist eben alles andere als locker gelernt.
Manchmal helfen Bilder:
- Das Becken kippen wie beim Schließen eines zu engen Jeans-Reißverschlusses.
- Sich vorstellen, das Pferd würde unter einem verschwinden – landet man gleichmäßig auf beiden Füßen?
Solche gedanklichen Anker machen den Unterschied.
Praktischer Mehrwert für deinen Stallalltag
Das Schöne: Für eine Sitzlongen-Einheit braucht es keinen großen Aufwand.
Eine Longe, ein halbwegs erfahrenes Pferd – und jemanden, der unten steht und schaut.
Das kann auch eine Stallkollegin sein.
Wenn du das Gefühl hast:
- Du kannst im Sattel nicht richtig loslassen.
- Du arbeitest zu viel mit der Hand.
- Dein Pferd fühlt sich „fest“ an.
- Im Galopp wirst du steif.
Dann probier es aus.
Nicht aufs Reiten konzentrieren.
Nur aufs Sitzen.
Oft liegt der Schlüssel nicht im „mehr tun“, sondern im weniger machen.
Außerdem in der Folge
Neben dem praktischen Tipp gibt es ein bisschen Schwarzwald-Atmosphäre, Winter-Gespräche und einen kleinen Ausblick: Wir waren zu Gast im Podcast „Winning Talks“ von Constanze Wiesner – dort geht es um Mentaltraining, Jennys reiterlichen Weg und große Ziele mit AC/DC. Mehr dazu bald in der großen Folge.
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Hier geht’s zum vollständigen Transkript der Folge:
[0:00] Jenny, die Stimmung im Schwarzwald ist gut. To Mono, sagt die immer. Wir sprechen mit unserem Aufnahmegerät, das wiederum in englischer Sprache mit uns spricht. Ja, aber kein gutes Englisch. Die sagt To Mono anstatt Duo. Zweimal Mono. Zweimal Mono ergibt den Pferdepodcast. Die kleine Folge aufgezeichnet im Schwarzwald. Wie schön das ist, das Wochenende im Schwarzwald. Wir nutzen das immer für, also dass ich wieder Heimatgefühle tanken kann. Und wir haben gesagt, wir machen nicht ganz so viel Podcast, sondern wir nehmen immer die kleine Folge. Die nehmen wir hier zusammen auf. Zwinker, zwinker. Ja, wir haben ja schon festgestellt, eigentlich hätten wir es so lassen können, wie es war. Und hätten die große Folge im Schwarzwald aufnehmen können und die kleine unter der Woche. Aber jetzt machen wir es einfach umgekehrt. Wir werden das noch zu schätzen wissen, weißt du, wenn dann das Wetter noch besser wird und es wird wieder Sommer und wir wollen vielleicht mal ins Schwimmbad gehen und der Freizeit… Du gehst noch ins Schwimmbad? Echt? Du schämst dich nicht? Und der Freizeit… Hä? Bist du beschämt? Du hast aber einen faltigen Körper da im Schwimmbad auf die Wiese zu leben. Und der Freizeitstress wird noch größer als das jetzt in den eher usseligen…, Usulik ist gut. Meine Schwester schickt gerade ein Foto von wegen nächste Woche wieder minus neun Grad im Norden. Berlin wird auch wieder unter null rutschen. Es ist ein krasser Winter, habe ich nur in der Familiengruppe geschrieben.
[1:29] Winter ist krass. Jenny, ich habe beim Joggen auch gerne genommen. Im Schwarzwald, frische Luft. Anders als so Abgase einatmen bei mir in Treptow-Köpenick. Mal wieder so frische Luft und da habe ich die große Folge gehört. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt tatsächlich und wir haben ja uns zwei Themen auf den Zettel geschrieben, wo wir gesagt haben, da wollen wir so ein bisschen dranbleiben. Serienwechsel mit ACDC finde ich ja spannend. Das können wir uns vielleicht
[2:02] für die große Folge aufheben. Aber wir hatten noch eine Geschichte auf dem Zettel und das war das Hashtag Sitzlonge. Und vielleicht.
[2:14] Also ich fand, ehrlich gesagt, also ich finde es super, wenn wir das hier mal besprechen könnten. Du hast auch gesagt, kann man auch relativ, also muss man nicht ewig totlabern, das Thema. Und ich fand es cool, weil da so ein Thema aufgegriffen wird oder so ein Problem aufgegriffen wird, was möglicherweise wirklich die ein oder andere, der ein oder andere hat auf dem Pferd. Ich habe es ja schon kurz erklärt, es gibt ja so Vögel wie mich, der nicht reiten kann und da sitzt man auf dem Pferd wie der berühmte nasse Sack. Und es gibt aber auch motivierte Reiterinnen, die im Gegenteil extrem angespannt sind, den Körper unter Spannung haben und so viel Spannung in sich tragen, dass es ihnen schwerfällt. So hast du es in der Folge formuliert, zu spüren, was unter ihnen das Pferd macht. Und genau so einen Fall hattest du mit einer Reitschülerin. Also dass es ihr so ein bisschen schwergefallen ist, offensichtlich dann auch mal nachzugeben, wenn das Pferd irgendwie, keine Ahnung, also wenn es sinnvoll gewesen wäre, jetzt mal ganz in die Tüte gespuckt wäre.
[3:32] Vielleicht schilderst du einmal ganz kurz den Fall. Was war genau das Problem? Und was ist das Geheimnis der Sitzlonge? Geiler Folgentitel, das Geheimnis der Sitzlonge. Könnte auch so ein Drei-Frage-Zeichen-Krimi sein. Was war das Problem? Ja, also es heißt ja immer, die Pferde sollen loslassen. Aber der Reiter muss auch loslassen. Und es gibt so Reiter, die das nicht so können. Und wenn die nicht loslassen, dann fühlen sie nicht, was unter sich passiert. Also loslassen bedeutet ja schon, dass man zwar immer noch Körperspannung hat, gar keine Frage, aber eine positive Spannung. Und trotzdem noch spüren, was unter einem passiert. Und da war so ein bisschen das Problem, dass das Kind nicht mehr gespürt hat, was passiert eigentlich unter mir, merkst du dies, merkst du jenes, schwierig.
[4:24] Weil der Körper wirklich so unter Anspannung war, um sich auf das Reiten zu konzentrieren, dass da so einige Dinge zusammenkamen und dann irgendwie so dieses Gefühl für das Pferd völlig verloren ging. Und da habe ich zusammen mit Nadine, haben wir uns überlegt, das wäre doch gut, wenn man da mal so eine Sitzlonge macht, dass mal die Konzentration nicht aufs Reiten, sondern auf sich selber, dass man wirklich mal sich konzentrieren kann, wie sitze ich denn, wo ist denn meine Mitte, sitze ich denn in der Mitte des Pferdes, habe ich denn Gleichgewicht, wie fühlt sich das an, kann ich mein Pferd.
[5:04] Durch parieren zum Beispiel über meinen Sitz, dass ich, wenn ich gar keine Zügel in der Hand habe und alles über meinen Sitz machen muss, dass ich dann viel bewusster auch meinen Körper einsetze, um das Pferd zu reiten und viel weniger die Hände und die Zügel benutze, um das Pferd zu reiten. Und das, finde ich, ist eine tolle Sache, um einfach so ein bisschen zu sensibilisieren, was passiert da unter mir, wie fühlt sich das an, was passiert, wenn ich mit meinem Körper dies mache oder jenes mache oder.
[5:33] Also es gibt ja auch ganz, ganz viele Übungen, die man an der Sitzlonge machen kann, wenn zum Beispiel jemand mit den Oberschenkeln so ein bisschen klemmt, dann ist es ja für so ein Pferd auch unangenehm. Also alles, was von oben klemmt, bringt ja auch das Pferd so ein bisschen zum Klemmen. Also zu viel Druck und quetschen und so. Genau, zu viel Druck, quetschen, drücken, sondern genau. Und dann muss man wirklich mal so ein bisschen Fokus darauf legen, dass der Reiter loslässt und dann halt auch wirklich mal so zum Beispiel so einfach mal die Beine komplett aufmachen. Die Oberschenkel mal weg vom Sattel und dann die Beine danach einfach runterhängen lassen. Das sind solche Übungen, die wirklich dazu führen, dass der Reiter viel mehr Gefühl für die Bewegung des Pferdes hat und auch viel mehr den Fokus auf den eigenen Körper legen kann und wirklich auch wahrnimmt, was passiert denn, wenn ich den Arschbacken anspanne, das Bein mehr, das Bein weniger, mich ein bisschen steifer mache in der Hüfte. Und so diese ganzen Abläufe, die man eigentlich als Reiter ganz oft unbewusst macht, die man irgendwann mal gelernt hat, wenn ich zum Beispiel mein Pferd durchparieren will zum Halten, brauche ich nicht meine Zügel, sondern das mache ich nur über meinen Sitz. Und das hat man irgendwann mal gelernt und macht das beim Reiten ganz unbewusst. Aber man muss erst mal lernen, was muss ich denn tun, damit mein Pferd nur über den Sitz durchpariert. Das fällt nicht vom Himmel, ne?
[6:59] Und dafür ist es nötig, dass der Reiter spürt, was passiert.
[7:04] Also jetzt habe ich ja als Nichtreiter, gibt es ja so ein Bullshit-Bingo, so quasi Sprüche, wo du auf jeder Party, die du einfach sagen kannst. Mit der linken Hand an die rechte Hand, mit dem linken Bein an die rechte Hand. Im Zusammenhang einfach mit Pferden, Sätze, die immer funktionieren. Also goldene Regel, nett mit der Hand helfe. Ganz wichtig. Und nett rückwärts wirken mit der Hand. So und loslassen heißt nicht Zügel wegschmeißen. Auch wichtig. Richtig, genau. Aber man kann schon verstehen, also die richtige Balance eben zwischen Anspannung und dann aber eben doch spüren, was das Pferd macht und auch darauf reagieren.
[7:44] Also für Laienohren halt wahnsinnig oder wenn man auch schon mal drauf gesessen hat, wahnsinnig schwer, aber das ist halt Reiten und das macht sozusagen das Reiten aus und deshalb versteht man das schon, dass mit der Sitzlonge, okay, Also Pferd wird an die Longe gehängt. Man braucht jemanden idealerweise wie dich, der auch vielleicht ein bisschen guten Blick hat. Was passiert da? Trainer unten. Und das bedeutet, diejenige auf dem Pferd muss sich halt nicht mehr kümmern ums Reiten. Pferd hängt ja an der Longe, ist also quasi auf Automatikmodus eingestellt. Also nur noch um Gas und Bremse muss der Reiter sich schon kümmern, so weit es möglich ist. Sich ausprobieren sozusagen und so ein bisschen spüren, was passiert, wenn ich so die alte Grobi-Sesam-Straßen-Logik, was passiert dann? Wenn ich dies mache, was passiert dann? Fragezeichen. Okay. Und interessant ist ja, also habt ihr die Schülerin gefragt vorher? Nö, ihr habt gesagt, wir machen das jetzt so. Nein, wir haben sie schon gefragt. Was hältst du davon, wenn wir das mal probieren? und die Schülerin war ganz.
[8:51] Also sie hat gesagt, sie fand es super toll, möchte das nochmal machen, also auch nochmal mehrfach, weil wirklich so dieses Fühlen und sich nicht darum kümmern, wo ist denn der Kopf, ist der jetzt in Anlehnung oder nicht und also dieses Ganze mit den Zügeln, das fällt weg. Und dadurch, dass die Reiterin sich darauf nicht mehr konzentrieren musste, konnte sie viel entspannter sitzen. Und man hat es auch sofort im Galopp extrem gesehen, dass sie richtig schön mitgeschwungen ist. Sie konnte sich von der Bewegung mitnehmen lassen. Und wenn sie Zügel in der Hand hat, dann ist alles immer so ein bisschen angespannt. Und ja, Galopp, aber dann haben wir immer mehr so ein bisschen Hasengalopp gehabt, weil obendrauf zu viel passiert ist. Und da hat man total den Unterschied gesehen, alles klar, die galoppiert ganz entspannt, sitzt super schön drauf, geht geschmeidig in der Bewegung mit. Und das war für mich so auch so dieser Punkt, wo ich so gesagt habe, das ist jetzt so wirklich, wo sie spürt, jetzt fühlt sich der Galopp ganz anders an und diesen Unterschied merken. Natürlich kann man das nicht mit einer Sitzlongenstunde verinnerlichen, gar keine Frage. Man muss da so ein bisschen dranbleiben und ein bisschen üben und wirklich so dieses Feeling verinnerlichen und das auch öfter hintereinander machen. Und dann glaube ich, kann das richtig gut werden, dass so ein Reiter eine geschmeidige Einwirkung entwickeln kann und lernen kann und es auch fühlen kann.
[10:16] Das spricht aber voll für die Reitschülerin, muss man ja mal sagen, weil das ja auch, also das könnte man ja auch anders verstehen, so nach dem Motto, okay, die wollen jetzt, dass ich hier gefühlt, also wäre bestimmt nicht die richtige Deutung, aber dass man sagt, boah, jetzt muss ich hier Dinge machen erstmal. Wie die Anfänger. So wie die Anfänger, genau. Also du nimmst mir die Worte aus dem Mund. Ich habe gerade nach dem richtigen Bild gesucht. Aber man geht erst mal zwei, drei Schritte noch mal zurück.
[10:42] Aber das finde ich ja toll, dass sie sozusagen den Wert irgendwie erkannt hat. Und dass man sagt, okay, das hilft mir persönlich jetzt gerade bei meinem Problem weiter. Und also davon muss man sich, glaube ich, frei machen, oder? Es ist eigentlich kein Schritt zurück. Nein, überhaupt nicht. Im Gegenteil, so dieses Lernen beim Reiten hört ja nie auf. Also selbst wenn jemand drei Sterne S reitet, das Lernen beim Reiten hört nie auf. Und ich kann mich noch erinnern an meine Sitz-Longen-Stunde bei der Pia. Unsere liebe Pia. Du hast eine Sitzlongestunde gemacht. Das ist ja aber amateurhaft. Nein, Späßchen jetzt. Auf ihrem Pferd, das den Spitznamen Camus hatte. Und zwar die Mischung zwischen Kamel und Mu. Camus. Also man kann sich ungefähr vorstellen, was das für ein Pferd war. Mit einem Riesenschwung, über 1,80 Meter groß. Ich habe gedacht, ich komme da gar nicht drauf. Wie groß ist dieses Pferd und wie der trabt. Und darauf Sitzlongestunde zu machen, ist eine echte Herausforderung. Also da kann ich mich noch gut daran erinnern, wie viel Muskelkater ich damals hatte nach dieser Sitzlongenstunde und ich vom Haflinge und dann auf dieses Pferd. Aber ich fand das super lehrreich, so dieses Gefühl zu entwickeln, mitzuschwingen. Also wenn auch so Trainer, Herr Wille sagt es ja immer ganz, ganz gerne in seinen Lehrgängen, locker mitschwingen, locker mitschwingen, einfach nur sitzen, locker mitschwingen, ist gar nicht so einfach.
[12:06] Also es gibt auch so ein paar Bilder im Kopf, die man sich dann so holen kann, so wie als wenn du deinen Reißverschluss von der Jeans zumachst. Früher, wenn die Jeans viel zu eng war und man hat sich aufs Bett gelegt und hat dann den Reißverschluss zugemacht und dann kippt man so ein bisschen im Becken ab. Und das ist dieses locker mitschwingen und das ist so wieder dieses visuelle Verknüpfen mit dem, ah ja, so locker mitschwingen, Becken abkippen. Und das sind so Dinge, die man halt in der Sitzlonge wirklich total gut üben kann. Kipp mal dein Becken ab. Und dann entsteht dieses lockere Mitschwingen aus der Mittelpositur, was ja auch für die Dressur super wichtig ist und auch für das Springen, dass man in der Mitte des Pferdes auch sitzt. Und dann ist auch immer so ganz gut, stell dir vor, das Pferd wird auf einmal unter dir weg. Landest du gleichmäßig auf beiden Füßen oder knickst du links oder rechts ab? Also das sind wirklich so kleine Hilfsmittel, die total gut funktionieren.
[13:06] Die Frage, was es gebracht hat, hast du schon beantwortet, obwohl ich es dir noch gar nicht gestellt habe. Also es hat viel gebracht und die Reitschülerin war auch angetan davon.
[13:15] Du sagst, mit einem Mal ist es nicht getan, ist okay. Also man kann das auch immer mal so einstreuen, da spricht ja auch nichts dagegen. Und also wer das quasi noch nicht auf dem Zettel hatte, Gerne mal ausprobieren, ist wirklich eine super Sache, vor allem, wenn man so ein bisschen Probleme damit hat, dass man selber merkt, man kann gar nicht loslassen auf dem Pferd und dann finde ich das wirklich eine gute Maßnahme, das einfach mal auszuprobieren. Nicht aufs Reiten konzentrieren, nur aufs Sitzen. Es gibt ja auch so diese Franklin-Bälle und sowas, habe ich auch alles schon ausprobiert, war für mich irgendwie super schwierig, Aber trotzdem auch so diese Bälle, wenn man die nach dem Training mit den Bällen weglässt und sitzt dann im Sacki, ist ein Wahnsinnsgefühl, dass man denkt, okay, jetzt sitze ich ja im Pferd, das ist ja geil.
[14:06] Okay, ja. Also auch da gilt natürlich, nicht jedes Tool in Anführungszeichen findet jetzt jeder gleich gut und gleich sinnvoll. Da muss man so seinen eigenen Weg auch immer rausfinden. In dem Fall bei der speziellen Reitschülerin, Sitzlonge hat gut funktioniert und kann man mal machen. Kann man auch machen, wenn man jetzt keinen Trainer hat. Das kann man mal unter Stahlkollegen. Kannst du mich mal in die Longe nehmen? Das kann man einfach so mal einbauen und kann da einfach mal rumprobieren, wie das so ist.
[14:39] Stimmt, geht auch ohne großen Aufwand. Man braucht eine Longe und tatsächlich eine helfende Hand. Die ist eben dafür nötig. Jenny, dann soll es das mal gewesen sein mit der kleinen Folge 420. Ist ja nicht so, dass wir heute nicht schon genug gepostet haben.
[14:55] Wir waren zu Gast in einem anderen Podcast. Voll spannend. Genau. Ich habe jetzt gerade überlegt, ob wir das heute noch mal sagen. Also die Folge erscheint von jetzt aus betrachtet Mittwoch in acht Tagen. Wir würden das dann auch noch mal sagen, wenn es soweit ist. Was wir dürfen, das haben wir Konstanze Wiesner. Wir waren nämlich bei Mentaltrainerin Konstanze im Podcast zu Gast. Winning Talks heißt ihre Show, die sie vor einiger Zeit gestartet hat und hat sehr viel Spaß gemacht. Und ich sage es nur deshalb, weil es ist halt jetzt nochmal anderthalb Wochen, bis es erscheint. Aber weil wir das ja schon in der kleinen Folge oder in der jetzigen Wochenendfolge gesagt haben, im Sinne Transparenz, Hinweis kann man ja mal sagen, also anderthalb Wochen noch Geduld. Und dann erzählst du deine reiterliche Lebensgeschichte. So kann man das sagen. Es war recht umfangreich. Eine Stunde, uns brummt auch ein bisschen der Schädel. Und genau, du hast erzählt über dich, über deine Pferde, über uns. Wir, wie es zu unserem Podcast kam. Also ich glaube, es ist ganz und was das mentale Training mit mir gemacht hat und mit meinem Reiten. Genau. Ist natürlich bei Konstanze immer so ein ganz wichtiger Aspekt, mentales Coaching. Und du hast ja auch schon gesagt oder wir haben doch schon vereinbart, das wird nicht das letzte Mal gewesen sein. Und du hast mit ACDC ja noch Großes vor und da knüpfen wir in der großen Folge dann auch dran an. ACDC, die Serienwechsel, wollen wir uns mal ein bisschen genauer angucken. Und dies und das und jenes.
[16:24] Es gibt so Phasen, da muss alles raus, da muss alles erzählt werden, aber dann muss man auch wieder ein bisschen was reintanken. Erlebnisse, was lesen, was hören, ein bisschen reden und so, damit dann man wieder den Tank voll hat und dass dann auch wieder was rauskommt. In diesem Sinne bedanken wir uns erstmal fürs Zuhören. Folge 420, das kleine Lebenszeichen nach dem Wochenende. Macht’s gut. Tschüss. Tschüss.
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