
Manchmal entsteht eine Podcastfolge genau dort, wo Pferdesport stattfindet: auf der Rückfahrt vom Turnier. In der aktuellen Folge des Pferdepodcasts melden wir uns direkt aus dem Auto aus dem Schwarzwald – mit frischen Eindrücken vom Turnier in Altensteig. Der Anlass: Jennys Reitschülerin Silvia ist ihr erstes Gelände L geritten. Wer schon einmal an einer Vielseitigkeitsstrecke stand, weiß: Diese Sprünge sehen aus der Nähe deutlich größer aus als auf dem Papier.
Mit Püppi nur knapp an der Platzierung vorbei
Trotz tiefem Boden, viel Matsch und einem anspruchsvollen Kurs meisterte Silvia die Aufgabe mit beeindruckender Ruhe. Besonders spannend war zu sehen, wie sie ihr Pferd Püppi auf den Punkt an die Hindernisse brachte – auch dort, wo es bergab ging und das Pferd lieber Tempo gemacht hätte. Das Ergebnis: eine starke 7,7 in der ersten Geländespringprüfung und nur knapp an der Platzierung vorbei. Ein schönes Beispiel dafür, dass gutes Training und Vertrauen zwischen Pferd und Reiter auch unter schwierigen Bedingungen tragen.
Neben Turniergeschichten gab es aber noch einen zweiten Moment, der hängen blieb: eine Begegnung mit einer Hörerin am Turnierplatz. Dass man auch ohne Kamera erkannt wird, ist für einen Podcast immer noch ein kleines Wunder – und zeigt, wie eng die Verbindung zur Community inzwischen geworden ist. Noch spannender wurde es später mit einer Zuschrift einer Hörerin aus der Tiermedizin, die sich nach einer früheren Folge nicht ausreichend gesehen fühlte.
Hören kannst Du den Pferdepodcast auf allen großen Podcast-Plattformen. Klicke auf diesen Button, um die aktuelle Folge bei iTunes beziehungsweise ApplePodcasts zu starten:
Hier hörst Du uns bei YouTube Music:

Du findest uns aber auch zum Beispiel bei Spotify, Deezer, Podcast.de oder TuneIn. Auch Dein Alexa-Gerät sollte den Pferdepodcast kennen. Probier’s mal aus. Oder starte das Video bei YouTube:
TFAs werden in der Tiermedizin gerne unterschätzt
Genau solche Rückmeldungen sind wichtig. Sie erinnern daran, dass hinter vielen Berufen – ob Tierärztinnen, Tierärzten oder tiermedizinischen Fachangestellten – Menschen stehen, deren Arbeit oft unterschätzt wird. In der neuen Folge sprechen wir offen über diese Kritik, ordnen sie ein und sagen auch ganz klar: Feedback gehört dazu. Wer wissen will, wie ein Turniersonntag im Matsch endet, warum eine 7,7 ein großer Erfolg sein kann und welche Rolle ehrliche Hörerreaktionen spielen – sollte unbedingt reinhören.
Den Pferdepodcast unterstützen – das geht jetzt auch per PayPal:

📲 **So erreichst du uns!**
Ihr könnt uns auf allen gängigen Social-Media-Plattformen, per E-Mail oder über verschiedene Messenger erreichen. Alle Wege zu uns findet ihr hier. Bleibt dran und teilt uns eure Gedanken mit – wir freuen uns auf eure Nachrichten und Kommentare! 🐴❤️ #Pferdepodcast #Turnierreiterei #Freizeitreiter #Pferdegesundheit #Pferdezähne #PodcastCommunity #Lieblingsviecher
Du magst unseren Podcast? Dann schau gerne auch in unserem Shop vorbei. Du hast eine ältere Folge verpasst oder möchtest gerne noch mal was nachhören? Kein Problem. Schau einfach in unserem Archiv vorbei.
Hier geht’s zum vollständigen Transkript:
[0:16] Hallo, hier ist der Pferde-Podcast Folge 428, das kleine Lebenszeichen nach dem Wochenende. Und wir hatten ja gesagt, es wird spannend zu hören, von wo aus wir uns denn jetzt nun melden. Aus unserem improvisierten Pferde-Podcast-Studio zu Hause oder aus Altensteig? Und die Antwort Altensteig ist fast richtig. Wir melden uns aus dem Auto zurück vom Turnier in Altensteig und wir haben die Daumen gedrückt für Jennys Reitschülerin Silvia vom Berg, die ihr erstes Gelände L heute hinter sich gebracht hat, erfolgreich hinter sich gebracht hat. Jenny sagt gleich ein bisschen was zu den Details dazu. Vor allen Dingen nehmen wir ja auch im Auto auf, weil wir mal zeigen wollten, wie viel Gebimmel, Gebammel so ein modernes Elektroauto so macht. Das führt mich gleich zur ersten Frage. Was sagst du zu den aktuellen Spritpreisen?
[1:18] Mir doch egal, ich fahre Elektroauto. Genau, ich fahre nur noch Bus und Bahn, von daher mir auch egal. Bevor wir uns jetzt den kompletten Hass aller Hörerinnen und Hörer auf uns ziehen. Nein, wir finden die hohen Spritpreise auch ganz, ganz schlimm. Und Jenny fährt ja auch noch Benziner, wenn sie die Pferde ziehen muss. Aber lass uns erst mal vielleicht die aktuellen frischen Eindrücke jetzt aus dem tiefen Schwarzwald, aus Altensteig verarbeiten. Wir haben ja gesagt, Mensch, wenn Silvia zum ersten Mal Gelände L, das ist ja schon eine Hausnummer. Ich habe ehrlich gesagt auch so ein bisschen so da an der Bande gestanden und dachte, oh mein Gott, ist das hoch. Also das ist schon jetzt nicht so ganz ohne, was Silvia da gemacht hat mit ihrem Pferd. Und sie hat super gemacht, oder? Ich habe ja gedacht, Vielseitigkeit. Wie war es in der Dressur? Und du hast mich gleich mal belehrt. Nee, nix, war nur Gelände. Es gab gar keinen Dressurteil. Hat Silvia trotzdem von deinem Dressurtraining profitiert? Wie war es? Also es war super gut. Ich war wirklich begeistert, wie souverän Silvia das gemeistert hat. Und ja, das war hoch. Und da waren Sprünge dabei. Da muss man erst mal dran reiten. Also ohne, dass man sich in die Hose kackt, ganz ehrlich. Also ich habe den Parcours gesehen und dann war der Boden, naja, so semi gut. Es hat viel geregnet, es war viel Matsch. Der Boden war recht tief.
[2:43] Und also wir sind da hingekommen und ich habe diesen Parcours gesehen und die Hindernisse und dachte so, ach du Scheiße, wenn es mein Kind wäre, ich glaube, ich könnte nicht hingucken. Und Silvia hat es großartig gemacht. Also es war, Püppi ist natürlich auch so ein Pferd, die zieht da hin, die hat da Bock drauf. Man sieht richtig, dass die das will und die zieht nach vorne und, aber Silvia hat das.
[3:06] Gemacht. Also es sah alles sehr rhythmisch aus. Ich weiß ja auch, wie Püppi dann so sein kann, dass die schon ein bisschen zu viel zieht und dass man da alle Hände voll zu tun hat, die auch zu kontrollieren. Aber Silvia hat es so souverän gemacht, dass man nicht gesehen hat, ob sie jetzt ein Problem hat, sie zu kontrollieren oder nicht. Also es sah alles so aus, als wäre das gewollt. Es gab so eine Stelle, da ging es so ein bisschen bergab. Da hat man schon gesehen, da wäre Püppi gerne ab. Aber Silvia hat es super gelöst und hat sie wirklich zurückgenommen, dass sie gut an den Sprung gekommen ist, weil der auch relativ hoch war.
[3:39] Und ja, alles in allem natürlich immer noch so, man kann immer meckern. Also es gab viel Kreuzgalopp, sie kann die fliegenden Wechsel noch nicht. Aber das ist so für das erste Gelände, sie hat eine 7,7 gekriegt. Das war tatsächlich auch mein erster Gedanke, als sie durch war. Und dann war mein erster Gedanke 7,7. Aber ich traue mich dann nicht, das zu sagen, weil ich dann so denke, vielleicht war es auch viel schlechter, weil ich bin ja jetzt auch nicht so der Geländespring-Profi. aber für mich war das so, Mit den Abzügen für die kleinen Zähler, mit dem Kreuzgalopp und Außengalopp und nicht umspringen, dachte ich so, alles andere war so gut, dass das noch eine hohe Siebener Note geben muss. Und die gab es dann tatsächlich. 7,7 war sie leider eins aus der Platzierung, aber trotzdem, das ist immer so ein bisschen der undankbare Platz, erste Reserve, das wäre natürlich fantastisch gewesen und ein Knaller, sich in ihrer ersten Geländespringprüfung zu platzieren. Aber alles in allem hat sie toll gemacht. Also es war schön zuzugucken und man, ja, also Großlob an Silvia, Hut ab, toll gemacht. Mich wundert dann ja immer, also wie viele Teilnehmer dann da letzten Endes dann in dieser Matschepampe an einem Sonntagmorgen dann doch am Start sind. Knapp 30, also ja, und dann eins aus der Platzierung. Also das konnte sich schon sehen lassen, knapp hinter dem ersten Drittel mit dabei.
[5:02] Und das war ja dann mein Highlight dieses Turnierbesuchs an diesem Sonntagmorgen. Und das hat mich ja wirklich nachhaltig beeindruckt. Wir sind erkannt worden. Also wir sind erkannt worden. Das ist ja, also besser wird der Sonntag nicht mehr. Ja, also das war so. Eine Frau hat so zu uns rübergerückt, als wir da vorbeigelaufen sind und lächelte so. Und dann habe ich so in meinem Gehirn gekrübelt. Kenne ich die? Die lächelt mich so an. Die kenne ich aber nicht. Oder kenne ich die doch? Weil ich habe ja nicht so ein gutes Gesicht der Gedächtnis. Und manchmal sagen mir Leute, du, ich habe dich gesehen und du hast so gemacht, als hättest du, würdest du mich nicht kennen. Oh, Entschuldigung, nicht erkannt. Und dann kam diese Frau tatsächlich auf uns zu und der Pferde-Podcast ist hier. Das ist dann immer so ein Moment, oh scheiße, jemand hat uns erkannt. Tatsächlich, obwohl wir ja nur ein Podcast sind und keine Sendung, wo man uns sieht. Und das war total nette Begegnung und sehr sympathisch. und wir haben sogar noch einen Tipp mitgenommen, wie wir vielleicht den Benni noch ein bisschen ruhiger kriegen im Hänger. Über den reden wir dann in der großen Folge, das ist.
[6:08] Genau. Hashtag Batman-Maske. Wahnsinn. Schnallt euch alle an. Jetzt gibt es noch ein Hörerinnen-Feedback, das sich unmittelbar anschließt an unsere große Folge, die wir hatten.
[6:24] Und zwar, und Jenny, ich habe dich schon heiß gemacht, du hast es nicht gelesen. Wir haben gemeinsam das Interview heute auf der Fahrt nach Altensteig gehört von der Wethilfe, die Telefonseelsorge für Tiermediziner und Menschen, die in der Tiermedizin beschäftigt sind. Und ich habe schon gesagt, es gibt eine Zuschrift einer Hörerin, die enttäuscht war von diesem Interview und sie war enttäuscht. Und du warst sehr am Rätseln, wie genau, warum kann man jetzt eigentlich enttäuscht sein von dem Interview? War doch interessant. Die Frau hat Geschichten erzählt oder hat das Problem gut geschildert. Tolles Angebot. Und ich habe dich auf die Folter gespannt. Also auch für dich ist es neu. Jetzt versuche ich mal, ob mein Handy gleichzeitig aufnehmen und Instagram öffnen kann. weil über den Kanal Instagram hat uns folgende Zuschrift erreicht. Und zwar von Christine, eine Hörerin, die wir schon kennen, die uns schon häufiger mal geschrieben hat. Und ich war also ganz verblüfft, wie das so ist. Weißt du, wenn man so eine Push-Nachricht bekommt, und dann sind so die ersten zwei Zeilen, kann man dann so anlesen. Ich war super gespannt und muss leider sagen, ich war enttäuscht. Ich dachte, hä, was ist denn da passiert? Alles klar, jetzt geht’s los. Christine schreibt.
[7:42] Hallo, ich war super gespannt auf das Interview mit der Wethilfe und muss leider sagen, dass ich ein bisschen enttäuscht bin. Ich bin selber TFA, in Klammern tiermedizinische Fachangestellte, mit dem Schwerpunkt Anästhesie, aber natürlich auch Behandlungsassistenz und alles, was dazu gehört. Ich weiß, in einem Interview kriegt man nicht immer alles unter, aber mir sind die TFAs mal wieder etwas hinten übergefallen bzw. Gar nicht erwähnt worden. Was ich persönlich natürlich etwas schade finde. Denn wir sind diejenigen, die an erster Stelle stehen. Bei uns beschweren sich die Patientenbesitzer über die Preise. Bei uns weinen sich die Patientenbesitzer aus, wenn ein Tier gestorben ist. Wir bekommen den meisten Stress ab. Wir sollen Termine vergeben. So, wir müssen links abbiegen. Wir sollen Termine vergeben, gleichzeitig aber auch puffern, dass die Tierärzte genug Zeit haben für ihre Behandlung, damit die Tiere adäquat versorgt sind. Wir sind diejenigen, die auch die OP-Termine planen. Genug Zeit einen Plan und genug Zeit blocken, dass die OP mit Einschlaf- und Aufwachphase funktioniert. Wir sind die erste Anlaufstelle am Telefon. Ich könnte ewig so weitermachen. Ich hatte mir wirklich viel von dem Interview, auch für uns TFAs erhofft, dass man uns auch sieht.
[9:07] Leider ging es wieder unter. Ich weiß, die Tierärzte sind sehr belastet. Ich weiß, hohes Suizidrisiko. Aber bei den TFAs ist ein…
[9:20] Du hast mich gewarnt, wir sind in Freudenstadt. Aber, wo war ich stehen? Die TIA bei den TFA. Das ist ein sehr hohes Burnout-Krankenbild zu sehen. Für mich ist die Wethilfe leider sehr unattraktiv geworden. Schade. Wie gesagt, ich verstehe, dass in einem kleinen Interview nicht alles gesagt werden kann. Trotzdem ein kleiner Gedanke an unseren Berufsstand wäre schön gewesen. Liebe Grüße. So, und jetzt ist die Frage, was machen wir jetzt damit? Also eingangs in dem Interview war ja die Betonung auf alle im tiermedizinischen Bereich Arbeitendende. Das war jetzt so ein bisschen, hast du schon getrunken vielleicht, heimlich. Menschen, die da arbeiten, so. Also es bezog sich tatsächlich das Interview auf die Menschen, die in der Tiermedizin arbeiten, sowohl die TFAs als auch die Tierärzte oder, keine Ahnung. Die Putzhilfe weiß ich nicht, aber auf alle Menschen, die in diesem Bereich arbeiten. Und es kann natürlich sein, dass der Eindruck entstanden ist, dass nur die Tierärzte gemeint sind in diesem Interview. Aber das war tatsächlich nicht so. Also es hat sich wirklich auf den kompletten Berufsstand, nicht nur Tierarzt, sondern den kompletten…
[10:44] Berufsstand in der Tiermedizin bezogen. Deswegen vielleicht nochmal reinhören und nochmal ein bisschen genauer hinhören. Und dann wird man feststellen, dass das nicht ganz richtig ist, was Christine schreibt. Es waren aber auf jeden Fall auch die TFAs mit gemeint.
[11:03] Unser Dank auch des Pferdepodcasts im Allgemeinen gilt natürlich auch den TFAs. Wir sehen euch. Und ich sage das jetzt auch wirklich ganz ironiefrei. Tatsächlich hätte man das vielleicht in dem Interview auch nochmal deutlicher betonen sollen und müssen. Du hast bei Recht, Jenny, dass das am Anfang, dass wir das da auch gesagt haben. Aber während des Gesprächs ging es dann tatsächlich recht intensiv, war dann immer von den Tierärztinnen und Tierärzten die Rede. Und es konnte so der Eindruck entstehen, dass die im Mittelpunkt stehen und die anderen ein bisschen hinten überfallen. Von daher, die Kritik ist angekommen und es geht keinesfalls darum,
[11:49] dass TFAs nicht gesehen werden. Nach einer kurzen Redaktionskonferenz haben wir auch gerade beschlossen, dass wir den zynisch unsympathischen Kommentar uns schenken. Entschuldigung, Jenny, du hast gerade geschnipst und du wolltest noch was sagen. Du warst wieder böse und ich habe dich jetzt gerade gepremst, weil manchmal ist dein Humor so ein bisschen unter der Gürtellinie. Also es wäre ein Brüller gewesen, aber gut, wir lassen das.
[12:19] Und wir bedanken uns fürs Zuhören.
[12:24] In dieser Folge 428. Wir freuen uns immer auch, und das ist jetzt wirklich ganz im Ernst über Kritik, auch über so kritische Worte und hey, ich habe mich da nicht gesehen gefühlt und das hättet ihr anders machen sollen. Immer her damit. Das ist, glaube ich, auch ganz wichtig, dass man sozusagen, sowas sagt und wir ziehen uns gerne auch Schuhe an. Jenny schnippst schon wieder mit dem Finger, was hier los ist. Ja, ich kann ja nichts sagen, weil ich habe ja kein Mikro. ich fahre ja. Übrigens ist Elektroautofahren wie Autoscooter fahren. Das ist voll geil. Macht viel Spaß. Jetzt habe ich vergessen, was ich sagen wollte. So eine Scheiße. Tatsächlich habe ich jetzt vergessen, was ich… Du schnippst hier rum, störst mich in meinem wichtigen Monolog. Ach so, du weißt es wieder. Okay. Es ist sehr gut, dass du jetzt sieben Stunden im Zug sitzt und weil du musst die vielen Ähs, Ähs, Ähs rausschneiden, die du nämlich jetzt gemacht hast. Hör mal hin. Du bist doch ein Profi. Wieso machst du so viel Äh? Danke fürs Zuhören. Das war Folge 428. Unsere Hörer dürfen jede Form von Kritik äußern. Die Mit-Podcaster eigentlich nicht, Jenny. Denk mal drüber nach. Macht’s gut. Vielen Dank fürs Zuhören. Nächste Folge dann die Batman-Maske. Tschüss. Tschüss.
Entdecke mehr von Der Pferdepodcast
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.
