#322 Blockade am Sprung, zu viel Ehrgeiz: Mental-Coaching im Reitsport

Foto: Chat GPT

In unserer neuesten Podcast-Folge 322 haben wir uns mit einem ganz besonderen Thema befasst: Mentaltraining im Reitsport! Unsere Mentaltrainerin Constanze Wiesner ist wieder mit an Bord und gibt wertvolle Tipps, um Herausforderungen im Sattel mental zu meistern.

Eure Fragen, unsere Antworten

Wir hatten euch im Vorfeld nach euren größten Herausforderungen im Reiten gefragt – und ihr habt uns spannende Themen geschickt! In dieser Folge gehen wir auf einige eurer Zuschriften ein und besprechen mit Constanze, wie mentales Coaching euch helfen kann, Blockaden zu überwinden, Ängste abzubauen und den Spaß am Reiten zurückzugewinnen.


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Live dabei: Allegra aus Österreich

Unsere Stammhörerin Allegra hat sich mit einer Frage an uns gewandt, die sicherlich viele kennen:

„Ich möchte kleine Sprünge ins Training einbauen – als Gymnastik und zur Abwechslung. Anfangs lief alles gut, doch dann hatte ich einen Moment der Unachtsamkeit und rutschte plötzlich nach vorne in den Sattel. Danach fühlte ich mich unsicher. Als ich dann mit meiner Trainerin springen wollte, blockierte mein Kopf – ich hörte einfach auf zu reiten. Mein Pferd hat brav mitgezogen und den Sprung nicht gemacht. Jetzt üben wir wieder mit erhöhten Stangen. Wie kann ich meinem Gehirn klarmachen, dass alles sicher ist und wir das leicht schaffen?“

Constanze gibt hier wertvolle Tipps, wie Allegra – und alle, die sich in einer ähnlichen Situation befinden – ihr Selbstvertrauen zurückgewinnen und ihr Kopfkino positiv beeinflussen können.

Weitere spannende Themen aus der Community

Neben Allegras Anliegen beschäftigen wir uns mit diesen Fragen aus der Community:

  • Zu großer Ehrgeiz: Wie geht man damit um, wenn man sich selbst zu viel Druck macht? @eineselundeinjford schildert ihre Situation – und Constanze erklärt, wie man die richtige Balance zwischen Ehrgeiz und Gelassenheit findet. Zum „Ehrgeiz-Test“, den wir in der Folge erwähnen, geht es hier entlang.
  • Die richtige Prüfung für mein Pferd: @claudinevoss fragt sich, welche Turnierprüfung die richtige ist, ohne das Pferd zu überfordern. Außerdem: Wie reduziert man Stress auf dem Turnier und welche Helfer sollte man mitnehmen?

Hier siehst Du die Video-Weihnachtsfolge, die wir dieses Jahr mit Europameisterin Carmen Vollbach, Nicole Weidner und ihrem Daniel aufgenommen haben:



Updates aus Jennys Stall

Natürlich gibt es auch ein Update zu Jennys Pferden AC/DC, Klex und Benny. Im Stall der Rasselbande wurde wieder fleißig gewerkelt: Das Gestänge des Weidezelts auf dem großen Paddock wurde mit Holzbrettern verkleidet. Warum diese Veränderung nötig war und wie die Pferde auf die neue Umgebung reagieren, erfahrt ihr in der Folge.

Hört rein und lasst euch inspirieren! Viel Spaß mit Folge 322! 🎧🐴

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Hier geht’s zum vollständigen Transkript der Folge:

[0:00] Ja, fang an. Was denn? Aber du bist nicht entspannt, das muss man mal festhalten. Ja, ich bin unentspannt, weil der Hund unentspannt ist. Warum könnte der Hund wohl unentspannt sein jetzt? So werden hier Augen gerollt und du bist also sowas von, also für einen Samstag ist das Maß an Unentspanntheit, das du an den Tag legst. Wenn man dann hier so reingerät, also ich hatte Nachtdienst und stolpere jetzt so ins Leben rein und komme so in dieses Setting der Unentspanntheit, das ist unangenehm hoch. Also ich kann es gar nicht sagen, dass du so unentspannt bist. Warum bist du unentspannt? Kleine Therapiesetzungen, wir machen so um, wir kommen mal runter. Wir machen jetzt weiter hier. Ach, ich bin nicht unentspannt. So bist du nämlich drauf. Und ich wollte mit so zwei harmlosen Kleinigkeiten in die Sendung rein stolpern. Mit so, also Dinge, an denen ich so Spaß und Freude habe, wenn ich drüber nachdenke. Und also ich bin, ich habe Freude an meiner eigenen Doofheit manchmal. Weißt du, da kann ich mich dran erfreuen.

[1:08] Beispiel, ich finde es ja wirklich puppenlustig oder ich fand es in unserer kleinen Folge unter der Woche puppenlustig, dass du eine neue Gangart erfunden hast, als wir es von den Isländern hatten und ich habe gesagt, wie ist denn jetzt Tölt? Ist das mehr so Schritt oder Galopp? Und da hast du gesagt, das ist so Schrapp. Und dann hatte ich beim Joggen, hatte ich die Idee, das kann man ja noch weiter spinnen. Also was kommt nach Schrapp? Und dann habe ich das gepostet und habe gesagt, wer uns kreative Vorschläge macht, der kriegt einen Monats-Daddy umsonst. Unser werbefreies Unterstützerangebot und also unser Freundschaftsdienst, der Pferdepodcast Plus sozusagen. Und natürlich hatte ich im Kopf, was kommt nach Schrapp. Und du kommst auch drauf, wenn man ungefähr zwei Mühsekunden drüber nachdenkt, kommt man drauf, welche tolle Gangart mir quasi im Kopf rumschwebte. Und das ist eigentlich so doof. Aber trotzdem, unsere Hörer sind so nett und haben zum Teil geschrieben, na ist doch klar, das ist, was kommt nach Schrapp? Du kommst nicht drauf? Da musste man bis Montag auf die Folge warten. Also warte mal, jetzt muss ich mal, ja, ja, absolut, das ist ja Wahnsinn. Ich bin ja fast, ich bin ja fast geneigt, das hier einzuspielen. Sag mal, hast du kein Hirn? Nö.

[2:31] Also wir stellen das bis nach dem Manni hinten an und dann kannst du das sagen. Das zweite ist, es ist geklärt, als was du zu Narina Roh gehst an Karneval. Wir haben ein Karnevalskostüm. Darf ich das zum Folgenfoto machen? Dein Karnevalskostüm. Aus Gründen. Was ist das? Ein Hase? Keine Ahnung. Eine Freundin hat gesagt, die Kinder werden mich lieben auf dem Fastnachsumzug. Und dann, ob ich das will, dass die Kinder mich lieben? Also es ist so ein Ganzkörperkondom, aber du gehst nicht als Kondom, aber als so ein Fantasietier. Auch so mit Maske, wo man mich nicht erkennt. Crow. Sehr wichtig. Crow. Crow-mäßig so ein bisschen. Genau. Aber rosa. Alles klar. Und so ein Schwänzchen ist hinten auch dran. Du denkst jetzt noch drüber nach, was kommt nach Schrapp? Ich sag noch, was wir vorhaben. Was kommt nach Schrapp? Ach, scheiße. Das ist ja aber auch alt, Schätze. Tralopp ist ja, das ist ja nicht neu erfunden. Jetzt ist es. Tralopp machen immer alle die Westernpferde bei der Pleasure. Oh, jetzt werden mich die Westernreiter hassen. Aber das haben wir schon gesehen auf der Europameisterschaft, wenn die Pleasure reiten und dann galoppieren die nicht mehr, sondern die traloppieren die Pferde. Ganz schrecklich finde ich das. Aber es ist ja auch so subjektives Empfinden. Ich will ja niemanden denunzieren. Bist du sowas wie der Donald Trump, der Westernreiterei gerade? Kann man das so sagen? Du haust da mal alles. Du kannst gerne einen Anzug anziehen hier.

[3:57] Jenny, dann, wir haben ja keine Zeit, muss man heute wirklich sagen. Du bist unentspannt, weil der Hund unentspannt ist, erstens und zweitens, weil du bist so zwischen den Pferden, oder? Kurzer Transparenz. Jetzt war wieder gefroren, dann kann ich wieder nicht reiten morgens, muss warten bis mittags und jetzt muss ich nochmal los und muss noch zwei reiten. Eins habe ich schon.

[4:19] Und wir haben ja noch Anschlusstermine heute. Das kommt ja noch dazu. Wir haben nämlich ganz viele Gäste im Pferdepodcast. Konstanze Wiesner wird bei uns sein und wir beschäftigen uns mit den Themen und Problemstellungen sozusagen unserer Hörer, die wir ja eingesammelt haben. Und wir werden mal checken, inwieweit kann mentales Coaching, das ist ja die Spezialität von Konstanze, dabei helfen. Was sind so Lösungsansätze bei, zum Beispiel Entscheidungen, die unsere Hörerinnen und Hörer treffen, bei Ängsten, die man zum Beispiel hat, wenn man über Hallihallo, das kannst du mitfühlen, wenn man zum Beispiel so ein bisschen fremdelt mit, ich habe Schiss über Sprünge zu gehen oder die Cavaletti-Stange ist mir schon zu hoch. was tun? Fragezeichen. Solche Themen werden wir haben. Wir haben Hörerinnen in der Sendung zu Gast und wir haben Konstanze zu Gast und wir werden mentales Coaching hier bei uns im Pferde-Podcast haben in Folge 322. Und natürlich reden wir vorher auch über deine drei Pferde ACDC, Klecks und Benni, so wie immer.

[5:29] Und wir haben auch noch eine kleine Reitstunde, L-Dressuren, der Außengalopp. Wobei, weiß ich nicht, müssen wir es heute machen? Wir können doch nochmal aufheben. Genau, weil wir müssen gucken, dass der Pferde-Podcast so während der Fasenachtszeit hier nicht aus allen Nähten platzt. Die Gefahr ist jedenfalls da. Was heißt Gefahr? Ist ja auch schön.

[5:50] Es gibt viel zu besprechen. Und es geht jetzt los. Wir lassen erstmal unseren Manni die Pferde-Podcast-Hymne spielen, der Orchestermusiker. Und bitteschön.

[5:59] Music.

[6:16] Der Manni spielt doch noch, dass du nie einen Kopfhörer aufsetzt. Warum lachst du in die Hymne rein, bloß weil ich einen Schluck Kaffee trinke? Ja, aber du trinkst immer so laut. Und dann immer so, du setzt dann die Kaffeetasse an und machst, dann setzt du die Kaffeetasse wieder ab und überlegst, trinke ich noch einen Schluck? Ja, ich trinke noch einen Schluck. Muss ich immer lachen. Wie ist das Geräusch nochmal? Kannst nochmal zweimal hintereinander machen, dann kann ich es rausschneiden. Da muss ich manchmal an den Film denken, der Rosenkrieg. Und dann sitzt sie nämlich auch ihm so gegenüber beim Essen und die hassen sich ja dann irgendwann. Und dann fragt er dann, was sie denn so gegen ihn hätte. Und dann platzt es aus ihr heraus, wenn ich sehe, wie du isst, wenn ich sehe, wie du schläfst. Muss ich manchmal dran denken, wenn ich sehe, wie du Kaffee trinkst, vor allem, wenn ich höre, wie du Kaffee trinkst. Jetzt kriege ich gerade Angst. Ja, das ist immer gut so, wenn du Angst hast vor mir. Das ist die nackte Angst. Hast du Rosenkrieg gesehen? Ja, der hat ja schon Staub angesetzt, der Film. Der ist schon ziemlich alt, ja. Die junge Generation wird ihn nicht mehr kennen. Fantastischer Film. Aber es gewinnt gerade wieder eine neue Aktualität, möchte ich ja fast sagen. Also für mich persönlich jetzt. Ach du Scheiße. Und das ist vor allem ganz witzig, als die Kinder noch klein sind, sagt sie dann, gibt den Kindern nicht so viel Schokolade. Und dann sagt er, ja, aber wenn man ihnen die Schokolade vorenthält, dann werden sie fett. Und dann, Zeitsprung, fünf Jahre später, beide Kinder sind fett.

[7:44] Also du musst zu den Pferden und hast Zeitdruck. Wir schwimmen gerade wieder schon ganz weit raus. Ich trinke noch ein Schlückchen Kaffee.

[7:54] Und habe ich schon erwähnt, dass Constanze Wiesner bei uns sein wird, die Mentaltrainerin. Ich freue mich voll. Ich freue mich auch. Unter anderem hat auch Allegra, unsere Hörerin aus Österreich, zugesagt. Sie ist nämlich so eine Kandidatin gewesen, die in der Cavaletti-Stunde, wenn ich es richtig gelesen habe, also nicht runtergefallen ist, aber sie hat quasi zwischen Pferdesattel und Pferdehals gesessen. Kennst du das? Ja. Und manche Pferde finden das gar nicht gut. Fangen dann das Bocken an. Das war jetzt bei ihrem Pferd wohl nicht so, aber das hat bei ihr so eine so… Manchmal kann man sich auch wieder zurückschubsen. Was gemacht im Kopf jedenfalls. Ja, verstehe ich total. Ich lerne es übrigens auch nie mit diesem über die Cavalettis galoppieren oder über Stangengaloppieren am Boden. Ich sage zu Hubert immer, das lerne ich nie. Also dann fühlst du ja schon mal das Anliegen, was Allegra hat und wir wollen mal gucken, was Constanze heute, mit… Genau, ich bin ganz gespannt, weil morgen früh habe ich Kavaletti-Stunde. Mal gucken, ob ich das schon anwenden kann.

[8:55] Bevor wir das machen, ich habe es gesagt, haben wir ja so ein paar, wie soll ich sagen, Standards, aber Standards klingt jetzt fast schon so ein bisschen abwertend, weil es ist ja der Kern unseres Podcasts. Wir machen ein bisschen schneller vielleicht, als wir das normalerweise machen, aber natürlich reden wir über ACDC, Benni und Klecks. Wie das immer so ist, in so Arbeitswochen, wo ich auch viel in Nachtschichten verklappt bin und dann gar nicht so, also tagsüber oft starte, wenn du mit den Pferden zu Gange bist. Ich habe nur eine Sache mitbekommen und das hat jetzt gar nicht so viel mit Reiterei zu tun, aber es hat mal wieder bauliche Veränderungen in deinem kleinen Ställchen gegeben in der Pferde-Podcast-Herde. Und zwar, es gibt ja, wir haben ja schon gesagt, die große, den großen Stall mit zwei Ausgängen und es gibt das Weidezelt. damit, was auch immer passiert.

[9:43] Deine drei, also dass das so eine Art Interconti ist für Pferde. Benni durfte ja am Anfang oft nicht rein, wenn es geregnet hat. Aber das Gästehaus ist so wie quasi… Er ist aber auch nicht reingegangen. Das stand da, aber er stand trotzdem vor der Tür oben und hat, lass mich rein. Und dann stand er immer betröppelt im Regen. Also ich gucke gerade so eine Serie bei Netflix, da geht es um so einen ehemaligen Präsidenten, der ein fantastisches Anwesen hat in der Nähe von New York. Und da gibt es ein Gästehaus und also so wollen wir auch wohnen. Das gibt es bei deinen Pferden auf in die Pferde übersetzt auch. Und du hast das Gästehaus noch mal ein bisschen aufgemöbelt. Ich finde es ja immer ganz interessant, was du da gemacht hast, weil du sagst, es ist jetzt nicht nur, wie soll ich sagen, fürs Frauchen, scheiße fürs Auge, damit es hübscher aussieht, sondern es hat ja auch alles einen Sinn. Was hast du da quasi veranstaltet? Finde ich ja auch immer mal ganz interessant, bevor wir ans Reiterliche kommen. Also das ist ja so ein Rundbogenzelt und das hat ja so Panels unten, also es steht auf so Panels. Und diese Panels, da bin ich ja gar kein Fan von. Ich habe mal mitgekriegt, dass ein Pferd in diesem Panel hing und sich das Bein gebrochen hat, weil es irgendwie rauskommt, man dann schon. Also die Lücken sind groß genug. Aber ich habe dann immer Angst gehabt, oh scheiße, wenn da mal einer drin liegt und hängt in diesem Panel drin.

[10:59] Und dann hatte ich als Übergang, habe ich diese Planen, die dann an der Seite sind. Das sind ja an der Seite dann so Windschutznetze. Also Panel kann man vielleicht Stangenrohre, also für jemanden, der jetzt… Ich weiß nicht, was ein Panel ist. Muss man, glaube ich, nicht erklären. Denk an die, wie hieß er gleich wieder, Tim. Der Tim, genau. Also das sind so Eisengatter, also Panels. Und dann habe ich die Windschutznetze anstatt außen hin, habe ich die innen hin gemacht. Sollte eigentlich so nicht sein. Damit die Hufen nicht durchgehen. Genau, dass diese Panels zu sind und da keiner drin hängen bleibt. Das ist aber keine Dauerlösung gewesen und dann habe ich einen netten Schreiner aus der Nachbarschaft gebeten, kannst du mir das innen mit Holz verkleiden. Der ist mal in den Schwarzwald gewandert mit einem, das Wandern ist des Schreiners Lust, wenn wir was haben im Schwarzwald, dann ist es ja Wald. Und viele Schreine. Und viel Holz auch. Und viel Holz. Und der hat mir das wunderschön verkleidet von innen. Ich habe die Windschutznetze nach außen gemacht, so wie sie es gehört. Und dann kam der mit seinem Holz und hat das wirklich fantastisch gemacht. Sieht total schön aus, sieht aus wie so ein kleiner, wie soll ich sagen, so ein kleines Ranch-Häuschen. Also es ist wirklich schön geworden. Die Pferde finden es auch gut.

[12:12] Und es wirkt halt ein bisschen mehr wie ein Stall und nicht mehr wie ein Zelt. Es ist auch so ein bisschen windgeschützter jetzt, flattert nicht mehr so viel, wenn es stürmisch ist. Und es sieht halt auch einfach cool aus. Für kleines Geld hat er mir das gemacht. Ich war ganz dankbar. Das war für mich die eigentliche Überraschung. Wie günstig das war. Dass es relativ günstig war.

[12:34] Und die Pferde finden es auch gut. Die Pferde finden es auch gut. Der Benni schläft jetzt drin. Der lag ja immer mal wieder im Zelt, aber nicht so entspannt. Und heute habe ich ihn auf der Kamera gesehen. Der lag er auf der Seite. Wirklich komplett platt im Zelt. Geratzt. Das finde ich ja cool. Das heißt, wer gut ausgeschlafen ist, der hat natürlich auch dann die Kraft. Also wenn die so ein Fitnessarmband hätten, so wie ich, habe ich ja. Und das sagt mir ja jeden Morgen, wie fit ich bin. Also quasi wie so eine Ampel. Oder wie unfit. Das gibt es auch. Wenn ich am Abend vorher einmal die Woche ein paar Bier getrunken habe, dann bin ich im roten Bereich. Wenn ich eine Nachtschicht hatte, wie heute, bin ich im gelben Bereich. Und wenn ich Bäume ausreißen kann, dann zeigt das grün an. So muss man sich das vorstellen. Also deine drei Jungs sind also sowas von grün im Moment. Wahnsinn. Was hast du mit denen veranstaltet in der zurückliegenden Woche, in denen ich mich nachts mit der Weltlage beschäftigt habe?

[13:41] Also dem Wetter geschuldet gar nicht so viel. Es hat viel geregnet und wir waren relativ viel im Geländer. Vor allem der Klecks der Benni und ich. Also wir waren glaube ich viermal in der Woche. Ich bin den Benni nur einmal auf den Platz geritten, weil ich so ein bisschen mehr auf hartem Boden. Ich will auch seine Hufe so ein bisschen daran gewöhnen, unterschiedliche Böden. Dann gehen wir mal über Schotter, wir gehen mal über Beton, weil ich eigentlich vermeiden will, dem auch irgendwann mal Eisen drauf zu machen. Und ich habe jetzt eine ganz fantastische Huftechnikerin gefunden, die die Hufe wirklich super toll bearbeitet und die hat mir geraten, viele unterschiedliche Böden, der Huf wird gut durchblutet, da bricht auch nichts mehr aus. Also am Anfang sind seine Hufe ja extrem ausgebrochen. Du erinnerst dich, da hat er sogar mal gelahmt, weil ihm ein ganz großes Stück rausgebrochen war. Das haben wir total gut in den Griff gekriegt. Die Hufe sind ganz fest. Und das ist natürlich auch so der Tatsache geschuldet, dass ich das wirklich so mache mit unterschiedlichen Böden und viel Barfuß. Ich ziehe auch keine Hufschuhe mehr an, sondern er muss da wirklich jetzt auch mal barfuß drüber laufen. Ach komm. Das habe ich diese Woche ganz viel gemacht. Und Kleksi natürlich dann, der geht ja dann als Reitpferd und der findet das natürlich immer gut. Wenn ich zu Kleksi sage, Gelände, oh ja, toll, machen wir. Der ist ja immer beim Platz nicht so begeistert. Genau, der ist nicht so begeistert vom Kursurreihen. Das Bild, der Huf ist durchblutet.

[15:05] Also das ist aber auch irgendwie, also wenn ich mir jetzt in den Finger schneide, dann fließt Blut. Wenn ich jetzt dem Pferd in den Huf schneide, bei allem Respekt.

[15:15] Aber okay, man sagt. Ja, aber der Huf hat ja auch irgendwo Leben. Also natürlich ist da ganz vorne kein Leben. Aber natürlich ist der Huf auch durchblutet und die Huflederhaut. Und überhaupt, also kannst du dir mal ein Foto angucken von dem Aufbau eines Hufs. Natürlich ist da Leben drin und natürlich ist der auch durchblutet. Also ich weiß jetzt schon, wie ich die Zeit zwischen unserer Aufnahme und Konstanze ist, werde ich also erstmal irgendwie sämtliche künstlichen Intelligenzen, die wir am Start haben, Zeige mir den Aufbau eines Hufs. Aber egal, okay. Benni ist ja eins dieser modernen Pferde, der natürlich auch sehr weich gefesselt ist. Ja, ja, haben mich schon einige darauf hingewiesen. Ja, ich habe ja Augen, ich habe das gesehen. Da freust du dich immer, ne? Da freue ich mich immer sehr darüber. Ist aber gar nicht unüblich bei diesen Gummipferden. Ich nenne sie ja immer Gummipferde, dass sie halt super elastisch sind.

[16:05] Und da hat natürlich auch, also jeder hat geraten Tierarzt und auch Hufbearbeiter, Hufschmied, viel harten Boden. Das stärkt die Sehnen. Wenig weichen Boden. Und deswegen mache ich das auch so wirklich regelmäßig mindestens zweimal in der Woche eher öfter, dass ich mit dem rausgehe ins Gelände und wirklich harten Boden mit ihm laufe, um die Sehnen einfach zu stärken. Jetzt gerade, wenn er noch so jung ist, ist es total wichtig. Und die Hufbearbeiterin bestätigt das ja auch und animiert dich auch dazu, bestärkt dich darin und sagt, okay, also auch so ein Wechsel von verschiedenen Böden ist einfach gut. Interessant. Welche Rolle spielt ACDC in diesem ganzen Spiel dann so? Also der, weil der hat bis jetzt noch in dem besagten Interconti-Zelt gelegen und… Ein bisschen rumgeschnarcht, ja. Wir haben diese Woche eigentlich relativ intensiv trainiert. Wir haben ja jetzt nächste Woche unser erstes Turnier der Saison.

[16:59] Nächste Woche? Ja, wir sind ja schon im März. Wir müssen jetzt so ein bisschen dranbleiben. Nochmal die Wechsel und nochmal den Trab. Kadenz, die Wolken, den Schwung nicht verlieren. Ich bin jetzt auch mal wieder, habe die Kandare mal wieder ausgepackt und seit langem mal wieder die Kandare drauf gemacht, dass er mal wieder so ein bisschen sich daran gewöhnt, weil es sind zwei Prüfungen auf Kandare ausgeschrieben. Ist eine M, ne? Es sind zwei L-Tressuren und zwei M-Tressuren. Und dann muss ich mal gucken, was ich davon reite. Mit Sicherheit nicht alle vier Prüfungen. Das ist zu viel für ein Wochenende. Du hast aber schon vier genannt, oder was? Ja, ich kann mich immer vorher nicht so genau entscheiden, was ich reiten will.

[17:37] Das muss ich immer alle nennen. Okay. Um dann ein oder zwei vielleicht so als Streichergebnis zu haben. Okay. Kommt immer so ein bisschen auch auf die Fitness von AC an. Wie ist das Wetter? Es ist ja ein sehr wetterfühliges Pferd. Und dann kann ich halt kurzfristig entscheiden, ist er fit genug für zwei Prüfungen oder reicht heute eine? Und das möchte ich gerne dann kurzfristig entscheiden. Das bedeutet aber auch ein abwechslungsreiches Training, wobei du ja aber auch immer sagst, dass du jetzt nicht so trainierst, so nach dem Motto, ich reite am Wochenende eine M-Dressur und dann reite ich genau diese Prüfung immer und immer wieder, sondern eigentlich das Gegenteil ist ja der Fall. Also du sagst, du reitest eigentlich gar keine kompletten Prüfungen oder also allenfalls immer mal so Versatzstücke daraus. Ist er denn fit? Also so Stand jetzt, wenn es jetzt Schnips machen würde und du würdest irgendwie jetzt aufs Turnier gehen können, dann hättest du die freie Auswahl sozusagen.

[18:33] Ja, er ist fit. Jetzt war es heute Nacht wieder frostig. Wenn es so eisekalt ist, dann hat er immer so ein bisschen Probleme mit den Atemwegen, weil die Luft einfach so kalt ist und weil das die Atemwege so ein bisschen reizt. Aber es soll ja die Woche jetzt wieder ganz mild werden und über Null bleiben. Und die ganze Zeit war er super fit, als es über Null Grad war. Jetzt heute Morgen war er so ein bisschen angeschlagen mit der Luft, hat ein bisschen gehustet. Aber das ist normal bei der Kälte, dass er dann auch wirklich mal hustet. Und man merkt auch selber, wenn man bei der Kälte so rausgeht, dass diese kalte Atemluft schon auch bei mir die Atemwege so ein bisschen reizt. Ich muss heute Morgen auch ganz viel husten.

[19:11] Aber ansonsten körperlich ist er total fit. Also er ist wirklich, er sieht fantastisch aus. Er ist wirklich, ja, er strotzt vor Kraft. Mal gucken, was er am Wochenende so sagt zu dem Turnier. Jenny, dann stehen wir jetzt so an so einem Scheideweg und wir könnten jetzt sagen, wir würden es für diese Woche damit mit deinen drei Jungs mal gut sein lassen und sagen, um so ein bisschen mehr Entspannung da reinzubringen in das Thema Konstanze, Allegra, unsere Hörer, ihre Problemthemen. Was kann mentales Coaching da bewirken? Und wir würden uns… Das Stichwort Außengalopp, was wir uns ja mit Bleistift auch noch für die heutige Folge aufgeschrieben haben, das könnten wir uns sozusagen für die kleine Folge unter der Woche vornehmen, wenn du einverstanden bist. Ja, und wenn nicht? Ja, jetzt guckst du ja fast so ein bisschen enttäuscht, so nach dem Motto, ja, du wolltest ja jetzt eigentlich schnell machen, aber wenn es dann doch jetzt schon quasi, wenn es die Zäsur dann doch jetzt schon gibt. In der Zeit hätte ich es schon erklärt. Nee, wir können es aber in der kleinen Folge machen. Dann mach es jetzt mal schnipp. Würdest du als Trainerelement vielleicht noch einmal kurz, damit der Themenwechselknopf könnte ja neu definiert werden, dass du nochmal kurz nachmachst, wie sich das anhört, wenn ich Kaffee trinke und nach dem Gulb-Gulb sind dann unsere Gäste da.

[20:39] Ja, ich sage erst mal Hallo und herzlich Willkommen. Es ist wirklich ganz toll. Wir könnten heute auch wieder die Eurovisionshymne spielen, weil wir haben Konstanze zu Gast, unsere Mentaltrainerin aus Nordrhein-Westfalen und wir haben unsere Lieblingshörerin Allegra aus Österreich an Bord. Ich sage Hallo in die Runde. Hallo Konstanze. Hallo Chris, hallo Allegra. Freut mich total, hier in dieser Runde dabei zu sein. Allegra, hallo Österreich.

[21:11] Hallo an alle. Ich freue mich sehr, dass Sie dabei sein dürfen und bin ein wenig

[21:15] aufgeregt, im ersten Podcast mitzuwirken. Kein Grund, kein Grund. Es ist ja so, dass wir, wie lange ist es denn her, ein paar Tage, ein, zwei Wochen, Also da haben wir im Podcast sozusagen dazu aufgerufen, Hörerinnen und Hörer, gibt es Themen, die euch reiterlich sozusagen umtreiben? Probleme ist ja immer ein großes Wort. Gibt es Ängste, die entstanden sind? Konstanze, du hattest auch so ein bisschen aufgezeigt, was so mögliche Themen sein können, bei denen mentales Coaching weiterhelfen kann. Wir wollten das so ein bisschen aufzeigen und wollten das an konkreten Beispielen und Themen tun und wir haben gesammelt. Wir haben die Situation, Allegra ist jetzt bei uns, was uns total freut. Sie hat uns auch geschrieben und es gibt ein paar Geschichten, die wir noch in schriftlicher Form vorliegen haben.

[22:12] Allegra, das ist jetzt und also das Beste, um gegen die Aufregung anzukämpfen, ist, dass man in einem Podcast einfach drauf losredet und dass der Bann dann mal gebrochen ist und dann geht es ab einem gewissen Punkt einfach wie von selbst. Ich spreche aus Erfahrung. Also es liegt total nahe, Allegra, dass du vielleicht mal kurz schilderst, was sozusagen deine Schwierigkeit war, die sich aufgetan hat mit deinem Harfi, wenn ich es richtig in Erinnerung habe. Du bist auch eine Harfi-Reiterin. Ja, ich habe einen mittlerweile 17-jährigen Haflinger. Wir sind seit zwölf Jahren ein Team und haben die letzten Jahre mit einer Hufkrankheit gekämpft. Und das ist jetzt vorbei. Und jetzt geht der Spaß wieder los. Und mein Haflinger liebt Stangen und Sprünge. Und ich habe mir gedacht, jetzt geht es ihm wieder gut. Jetzt können wir das machen, was uns beiden Spaß macht. Mega.

[23:04] Und seinen Strich durch die Rechnung gezogen hat. Ich wollte gerade sagen, der Spaß war dann ja so ein kleines bisschen getrübt und damit kommen wir zum Thema Stangentraining. Ich glaube, Cavallettis haben eine Rolle gespielt, hat auch bei uns im Podcast immer schon mal eine Rolle gespielt. Jenny, die sagt, ich habe eigentlich, was das Thema Sprünge angeht, so ein bisschen Angst. Du hattest es offensichtlich nicht, aber es gab so ein Erlebnis, was dich so ein bisschen ins Straucheln gebracht hat. Alega, erzähl doch mal und das ist glaube ich so der Startschuss dann für den Dialog auch mit der Konstanze, die dann was dazu sagen kann. Was ist denn passiert mit deinem Hafi und mit den Stangen? Ja, also wir sind ganz normal über die Stangen, das hat alles gut funktioniert und dann haben wir Cavaletti genau auf der Mittellinie positioniert. Also dass man nur sozusagen den kurzen Seitenweg hat zum drüber springen.

[23:56] Und da hat mein Hirn ausgesetzt. Und ich habe zum Reiten und Lenken vergessen. Und ich habe einen superbraven Hafinger, der natürlich da drüber gesprungen ist. Und dann hat er nicht gewusst, rechts oder links. Und er hat halt direkt vor der Wand gebremst mit dem Kopf. Also es ist niemandem was passiert. Er hat es ja nicht angehaut. Nur ich bin vor dem Sattel gelandet. Und habe mir gedacht, scheiße, das hätte echt böse ausgehen können, wenn wir beide in der Bade gewesen wären. Und das war so der Moment, wo mein Kopf angefangen hat, ein Eigenleben zu führen. Und ich bin dann natürlich, also uns ist ja gar nichts passiert, niemandem, ich bin wieder richtig in den Sattel gesetzt und bin die gleiche Runde einfach nochmal dritten und nochmal drüber gesprungen und das war alles gut. Und habe mir dann gedacht, gut, ich merke, es passt nicht ganz, ich mache das mit meiner Trainerin das nächste Mal und dann sollen wir nicht über den Sprung kommen. Also unmöglich, der war 20 Zentimeter hoch und der ist davor stehen geblieben, weil ich mich im Kopf dagegen blockiert habe.

[24:53] Ja, ich finde es erstmal sensationell, Allegra, dass du das hier in dem Podcast so erzählst. Und was ich persönlich richtig toll finde, bist du ja an dem Tag dann direkt nochmal und dann richtig gut gesprungen. Das habe ich richtig verstanden, oder? Genau, ja. Ja, das ist super cool und das ist zum Beispiel was, wo man jetzt im Mentalcoaching drauf aufbauen und aufsetzen könnte. Dieses Gefühl, was du bei diesem Sprung eben hattest, dich da nochmal richtig gedanklich hinein zu versetzen, wie das gut geklappt hat. Wird dir das gelingen oder wie ist das, wenn du an diesen guten Sprung zurückdenkst? Ja, spannend, den weiß ich nicht mehr.

[25:34] Ich habe dann gestern in der Trainerstunde das nochmal versucht. Und es ist tatsächlich diese Cavaletti, die nicht auf dieser Mittellinie stehen, sind kein Problem. Das Cavaletti auf der Mittelrunde, ich kann nur sagen, ich fange einen Viertelkreis vorher an. Ich merke, dass mein Hirn dann ausschaltet. Also das denkt niemand. Und dann denke ich mal, was mache ich jetzt? Das Pferd denkt noch, ui, da könnte man springen, weil da steht was im Weg. Und dann hört es auf und dann kommt die Bande.

[26:09] Wenn ich das ganz kurz noch einhekeln darf, weil das passt ganz gut. Es gibt noch eine Zuschrift, die uns tatsächlich heute im Laufe des Tages erreicht hat per Instagram. Konstanze, ich habe dir das eben gerade auch, kurz bevor wir uns jetzt hier zusammengeschaltet haben, noch weitergeleitet. Diana hat uns auf eine Insta-Story geschrieben, sie würde gerne wissen, wie man weniger denkt und mehr reitet zu viele Selbstzweifel. Ich habe so das Gefühl, das spielt da ja auch so ein bisschen mit rein. Das ist schon kurios, dass manche Sprünge klappen, aber dass der Sprung, mit dem Allegra diese negativen Erfahrungen gemacht hat, offensichtlich, also was macht sie denn? Denkt sie zu viel? Also Jana schreibt sie mal, wie man weniger denkt und mehr reitet. Also das trifft ja, glaube ich, schon so ein bisschen das Problem, habe ich zumindest das Gefühl.

[27:02] Ja, am Ende geht es darum, dass wir unsere Gedanken und Emotionen steuern und idealerweise viel intuitiv und vom Unterbewusstsein her machen. Wenn sich dann der Kopf einschaltet, dann ist es meistens so, dass die Sachen nicht mehr klappen. Und ich nehme da mal gerade kurzer Ausblick in eine ganz andere Richtung, die aber jeder nachvollziehen kann. Jeder, wenn er zum Bankautomaten geht, gibt seine Banknummer ein, die vier Ziffern, easy peasy. Aber ich weiß nicht, wer das kennt. Wenn man dann anfängt, darüber nachzudenken, was war noch mal meine Nummer und man will sie sozusagen mit Gedankensteuerung eingeben, dann weiß man sie plötzlich nicht mehr. Und das ist genau das, was da passiert, wenn man Dinge dann zu sehr zerdenkt. So geht es mir zumindest auch beim Bankkonto. Ich habe es mir jetzt irgendwo aufgeschrieben, damit mir das nicht passiert. Und genau das ist die Kunst beim Reiten. natürlich, wie ihr sagt, den Kopf auszuschalten, beziehungsweise so zu steuern, dass er das tut, was wir wollen, weil am Ende ist unser Unterbewusstsein was in den entscheidenden Situationen umsetzt, was vorher im Kopf war.

[28:01] Ja, genau, ich habe Luft geholt. Kurios ist ja, das ist Allegra, also, denken tut sie ja offensichtlich was und das scheint das Falsche zu sein, aber kurios ist ja schon, dass es ihr sozusagen nicht gelingt, diese Erinnerung an den Sprung wachzurufen und sich das zu verbildlichen, als das dann geklappt hatte an dem Tag. Das ist schon irgendwie so eine schwierige Blockade. Wie kann man das knacken? Das scheint mir ja ein Knackpunkt zu sein bei dieser Geschichte. Ja, absolut. Und Aleka, war dir das eigentlich bewusst, dass du dich an den vollen Sprung nicht mehr erinnern kannst? Oder hast du dir das jetzt so in den Kopf bekommen, dass er eigentlich weg ist sozusagen? Ja. Das ist mir erst jetzt aufgefallen. Mir war klar, dass es uns beiden gut geht. Mir war ganz wichtig, dass wir unbedingt da noch mal drüber springen, um ein gutes Gefühl zu haben. Ich wollte dieses gute Gefühl haben. Ich bin dann drüber gesprungen und war so erleichtert.

[29:01] Mir ist erst heute bewusst worden, dass ich gar nicht weiß, wie wir da drüber gesprungen sind. Ja, spannend. Okay, auf jeden Fall sensationell, dass du ihn noch mal gesprungen bist. Da kannst du auf jeden Fall schon mal stolz auf dich sein und dir auch mal auf die Schulter klopfen. Spannend schien sich auch, was du ausgeführt hast. Es ist jetzt immer nur, wenn das Cavaletti auf dieser kurzen Seite steht. An der langen Seite, da springt ihr mittlerweile, habe ich verstanden. Ja.

[29:25] Okay. Und wenn du da zum Beispiel an der langen Seite drauf zu galoppierst oder trabst, was würdest du da sagen? Mach da deinen Kopf, das wäre nochmal spannend, sich anzuschauen. Ja, also ich habe versucht, das ganz bewusst zu machen, weil ich sehr sicher war, weil die Trainerin daneben standen ist sozusagen. sagen. Und also mein Kopf, der geht einfach im Galopp mit und sagt Sprung, Sprung, Sprung und dann geht mir was hindernis. Und dann geht es wieder weiter im Rhythmus.

[29:55] Das tut er oder tut er nicht. Ja, okay. Also ich antworte mal allgemein, was man jetzt so machen könnte. Und du kannst ja mal schauen, ob da was für dich dabei ist. Also zum Beispiel ist ein Tool, und ich glaube, das habe ich auch schon ein, zwei Mal im Podcast erläutert, ist das Thema Visualisierung. Da geht es im Grunde darum, dass man idealerweise mit geschlossenen Augen, mit allen fünf Sinnen in eine Situation reingeht. Beispielsweise in diesem Fall Allegra, dass du in die Situation reingehst, wie du auf deinem Hacken, wie heißt der eigentlich? Amigo. Amigo und Allegra, wie schön. Der Freund. Also wie du auf Amigo sitzt und in Gedanken dieses Cavaletti auf der kurzen Seite springst. Mit einem guten Gefühl, mit den Mundwinkeln zu den Ohren und so weiter. Und das einfach jeden Tag ein paar Mal zu machen, diese Visualisierung. Und ich zitiere da gerade meine Studie, um einfach zu zeigen, wie gut dieses Tool sein kann. Die haben das damals, ich glaube, in den 70er Jahren schon gemacht. Da haben die sowjetische Athleten in vier Gruppen eingeteilt und haben die, ich glaube, Basketballkörbe werfen lassen. Und die haben die eine Gruppe 25 Prozent visualisieren lassen und 75 Prozent der Zeit trainieren lassen, also physisch Korbwürfe. Dann das Ganze 50-50 aufgeteilt in Gruppe 2.

[31:16] Gruppe 3 hat 75 Prozent mental trainiert, also diese Visualisierung gemacht, wie gerade geschrieben, und 25 Prozent physisch. Und die letzte Gruppe hat komplett nur mental trainiert. Und da ist es tatsächlich so, dass da, wo ein bisschen physisches Training dabei ist, aber ein hoher Anteil an Visualisierung und Mentaltraining, 75 Prozent, die haben die besten Ergebnisse erzielt. Das heißt, dieses Tool der Visualisierung kann unfassbar viel machen, weil unser Gehirn nicht unterscheiden kann, ob wir das wirklich erlebt haben oder ob wir es uns nur vorgestellt haben. Und somit hättest du, Allegra, in diesem Fall die Chance, das jeden Tag 15, 20 Mal in perfekter Form mit einem besten Gefühl zu trainieren, in Gedanken immer wieder dieses Cavaletti zu sprengen. Und jetzt komme ich mit einer weiteren Ergänzung und dann bin ich gespannt, Allegra, wie das für dich klingt. Und es kann sein, das habe ich schon bei einigen meiner Coaching-Nehmer gemerkt, wenn eine dicke Blockade da ist, dann können die sich das noch nicht mal visualisieren. Dann kriegen die das Bild nicht in den Kopf, in deinem Fall zum Beispiel, wie sie auf der kurzen Seite des Cavaletti springen. Oder die kriegen, wenn sie es sich vorstellen können, dabei Herzrasen oder werden ganz aufgeregt oder wie auch immer. Dann müsste man nochmal rangehen und gucken, wie kann man die Blockade auslösen. Aber ein erster Versuch tatsächlich wäre.

[32:35] Diese Visualisierung immer mal wieder, jeden Tag ein paar Minuten durchzuführen. Das ist mal so eine erste Idee, womit schon viele Coachingnehmer tatsächlich Erfolge erzielt haben.

[32:46] Machst du diese Visualisierungsübungen, ich sage jetzt mal, daheim an einem Ort, wo man sich wohlfühlt? Oder macht man das direkt im Stall, bevor man aufstellt? Ja, eine sehr gute Frage. Es geht beides. Ich empfehle immer, das durchaus zu Hause zu machen. Ganz gut ist es sogar abends vorm Einschlafen, weil man da schon in so einen Modus kommt, wo der Kopf ohnehin meist ruhiger wird und dass da noch viel tiefer ins Unterbewusstsein geht. Aber durchaus machen das auch viele, ich persönlich auch als Ergänzung oder wenn man hinterher sehr geübt ist, kurz bevor ich drei, vier Sprünge mache, stelle ich mir nochmal in Gedanken wirklich vor, wie ich diese Sprünge springe, um auch das Gefühl mit reinzubringen, um mich in diesen Rhythmus zu bringen. Gedanklich einmal kurz vorher, beides geht.

[33:32] Eine Nachfrage von mir an Allegra. Du hast ja vorhin gesagt, dass du dich konkret an den einen Sprung jetzt nicht erinnern kannst, wie das jetzt genau war. Das ist quasi so ein bisschen weg gewesen. Wenn ich es richtig verstehe, hältst du es aber nicht für unmöglich, dir die Situation vorzustellen und dir gedanklich vorzustellen, dass sowas dann auch an dieser Stelle funktionieren kann? Oder würdest du sagen, die Blockade ist jetzt so stark, dass da alles zumacht? Also ich glaube, es fühlt sich für mich nicht so schlimm an, wie das alles blockiert und nichts funktioniert. Aber ich merke, so wie es die Konstanze gesagt hat, wenn ich mir jetzt ganz bewusst nochmal in meinem Kopf auf diese Reise und auf den Zirkel gebe und dann nochmal, gerade auf der rechten Hand, mir überlege, Sprung und dann, und dann fühlt sich das sehr gut. Ungewohnt an. Also es fehlt da in meinem Hirn Bilder dafür. Deswegen glaube ich, ist diese Visualisierung eine sehr gute Möglichkeit, das aufzufüllen, was da fehlt.

[34:41] Also dann wäre mein Vorschlag sozusagen es auf die Art und Weise, wenn ich Konstanze richtig verstehe, ist das, also könnte das ein Weg sein, der schon zu Erfolgen führt? Dann könnte man das ja mal ausprobieren und man gibt sich einfach mal, keine Ahnung, ein paar Wochen Zeit oder so und guckt mal, was daraus wird. Und wir sprechen uns ja noch mal wieder, also oder wir würden verabreden, uns noch mal wieder zu sprechen und mal zu schauen, ob das ein Weg ist, der sozusagen in die richtige Richtung führt. Also ich bin ja Laie, sage ich ja immer wieder in diesem Podcast, aber ich habe so das Gefühl, dass das erfolgversprechend sein könnte, Weil du nicht so den Eindruck vermittelst, Allegra, dass da jetzt sozusagen, keine Ahnung, also ich könnte mir vorstellen, wenn jetzt jemand wirklich einen ganz, ganz schweren Sturz hinter sich hat und wirklich mit ganz großen Ängsten zu kämpfen hat, dann hätte ich jetzt so gesagt, ui, das ist eine schwierige Aufgabe.

[35:42] Aber irgendwie so wie du das schilderst, glaube, also könnte ich mir vorstellen, dass das funktioniert, ohne da jetzt schon vorgreifen zu wollen oder zu können. Würdest du da, also würdet ihr das unterschreiben so von, ja, also würdet ihr das unterschreiben?

[35:58] Ich denke, dass das eine gute Möglichkeit ist, weil es ist etwas, was man selber machen kann, wo man niemanden anderen dafür braucht. Und das lässt sich auch relativ gut dann überprüfen, ob es funktioniert hat oder nicht. Das auf jeden Fall, ja, genau. Dann würde ich vorschlagen, wir können, was das Thema angeht, vielleicht so verbleiben. Und Konstanze, wir haben ja noch sozusagen aus der Hörerschaft noch ein, zwei, drei andere Stichpunkte mit auf dem Zettel, über die wir noch sprechen können. Soll ich einfach mal einen raussuchen oder Konstanze, hast du schon einen rausgesucht? Also ich finde es super, wenn du raussuchst, sehr, sehr gerne. Und wenn du erlaubst, würde ich Allegra zu der Visualisierung noch einen letzten Hinweis geben, was die Visualisierung noch effektiver macht, was vielleicht auch für die Hörerinnen und Hörer nochmal spannend ist. Na klar.

[36:49] Allegra, es geht cool, dass du es ausprobierst und machst. Am besten jeden Tag einfach ein paar Minütchen. Und das Wichtigste ist, dass du in der Situation selber drin bist. Also dass du, wenn du dir das visualisierst, dich auf deinem Pferd siehst. Also nicht, dass du dich wie in einem Video siehst, sondern dass du du selber bist und den Hals sozusagen vor dir hast mit den Öhrchen. Und stell dir am besten immer die fünf Fragen, bevor du richtig den Sprung anreitest, indem du alle fünf Sinne einbeziehst. Indem du dich selber mal fragst und umschaust, was sehe ich gerade, dann was höre ich gerade in der Visualisierung, in der Reithalle oder auf dem Reitplatz, je nachdem, wo du bist. Was fühle ich innerlich? Mal darauf achten, wenn du da so auf der Allegro, Allegro sage ich schon, Amigo sitzt.

[37:30] Das ist ein Pferd, das kenne ich von früher, Allegro. Der war auch ziemlich cool. Und die vierte Frage wäre im Grunde, was kannst du schmecken? Und ich glaube, riechen hatten wir noch nicht. Was kannst du riechen? Also im Grunde einmal die fünf Sinne anzapfen, um dich so richtig in die Situation zu bringen und dann du selber zu sein. Das würde ich noch gerne mitgeben wollen, weil das so diese Visualisierung noch realer macht. Man sagt, man ist dann voll assoziiert in dieser Situation. Das vielleicht noch als Ergänzung.

[37:57] Okay, also wenn visualisieren, dann richtig. Ist, glaube ich, ein wichtiger Hinweis. Und genau. Vielen Dank. Dann würde ich mal dazu übergehen, was die Claudia uns geschrieben hat. Wir hatten ja auch noch so ein bisschen hin und her schreiben mit Claudia. Wir haben gelernt, dass es in erster Linie weniger um sie, sondern auch um ihre Tochter geht, für die sie sich gemeldet hat. Die beiden haben heute leider keine Zeit gehabt, weil ich glaube, unterwegs auf Turnier oder irgendwie sowas. Jedenfalls ist das Stichwort, um das es geht, auch so ein bisschen Turnier reiten. Claudia fragt, ihr Thema ist, welche Prüfung ist die richtige für mich und mein Pferd? Stichwort zu hohe Belastung, weniger Stress haben auf dem Turnier und auch die Frage, welche Helfer nehme ich mit? Das sind ja jetzt eine ganze Menge Themen auf einmal, aber Konstanze, du hattest gesagt, mentales Coaching ist jetzt sozusagen nicht nur hilfreich bei so Themen wie, also wo es um so Ängste geht, was wir jetzt bei Allegra hatten oder auch das sich konzentrieren auf eine Prüfung, sondern auch bei konkreten Entscheidungen und also Fragen, die man entscheiden muss rund ums Pferd. Das fällt ja so ein bisschen in diese Kategorie an dem konkreten Beispiel Turnierreiten. Wie packe ich das richtig an? Wie packe ich es erfolgversprechend an?

[39:26] Konstanze, was waren so deine Gedanken zu dieser Zuschrift?

[39:30] Ja, im Grunde ist es erstmal die Frage, will ich überhaupt aufs Turnier oder nicht? Und das ist erstmal schön, dass hier die Entscheidung offensichtlich getroffen wurde. Ich will aufs Turnier, was schön ist. Und da jetzt natürlich eine gewisse Leichtigkeit und Freude mit reinzugeben. Und ich glaube, beim allerersten Turnier ist es noch gar nicht so wichtig, alles super vorzubereiten und perfekt zu sein, sondern natürlich gute Vorbereitungen zu treffen, sich genau zu überlegen, welche Prüfung will ich halten für ein junges Mädchen. Ich glaube, die Tochter ist irgendwie so acht oder neun oder sieben, ich weiß gar nicht so genau.

[40:04] Und ja, da würde ich wahrscheinlich mit Führzügelklasse oder mit einem Reiterwettbewerb starten. Ich würde auch ganz viel mit dem Mädchen sprechen, was sie sich denn vorstellen kann, wo mich das Kind auch wohlbeifühlt. Und jetzt mal unabhängig von diesem speziellen Fall. Ich habe ja ganz oft Anfragen auch von Eltern. Kannst du mal mein Kind coachen? Was können wir da machen? Die ist so nervös auf dem Turnier. Da ist das Allerwichtigste, dass das Kind in dem Fall auch überhaupt Lust hat, sich zu helfen. Nicht sozusagen dann in eine Situation kommen, mit mir zu sprechen, wo die Mutter gesagt hat, mach mal. Und das Kind hat da gar keine Lust. Deswegen mache ich da auch immer Kennenlerngespräche zu dritt. Und dann sollen die Kids auch auf jeden Fall Bock haben. Von daher, was will ich sagen? Also ich würde ganz viel mit dem Mädchen sprechen, was sie sich auch denken kann, wo sie sich auch wohlbeifühlt. Und lieber erst mal kleiner und ruhiger anfangen mit einer Fürzügelklasse, um einfach erst mal Spaß in den Vordergrund zu stellen, das zu vermitteln, mit Spaß da hinzufahren und alles andere kommt von alleine.

[41:03] Aber wir haben ja auch ganz viele Menschen aus unserem Bekanntenkreis und auch in unserer Hörerschaft, wo tatsächlich das Thema ist, wir begleiten unsere Kinder auf die Turniere.

[41:15] Und ich glaube, das ist ein Thema, was ganz, ganz viele Eltern haben, das so richtig auszupegeln. So dieses Stichwort, wie viel ist denn eigentlich so das richtige Maß? Wann übernehmen sich Kinder? Also du würdest sagen, mit den Kindern zu reden.

[41:32] Ein so ein Punkt ist, glaube ich, halt auch tatsächlich, dass es ganz schwer ist, dass im Vorhinein, wenn man noch nicht so viel Erfahrung hat, das richtig abzuschätzen und richtig einzuschätzen. Ich nehme mir dies und das vor. Und auf einmal stelle ich fest, boah, das ist viel zu viel, ich kann das gar nicht leisten. Also ich will damit eigentlich nur noch mal so darauf raus, diese Aufgabe, die da zu lösen ist, die ist nicht so ganz banal. Also weil, keine Ahnung, wenn ich jetzt sage, ich will an einem Wochenende sechs Prüfungen reiten, auf einmal merkt man dann, huiuiui, sind vielleicht zwei oder drei zu viel. Und ich habe dann auf einmal Themen, mit Themen zu kämpfen, das wollte ich gar nicht. Also das ist schon nicht einfach zu lösen. Darum geht es mir so ein bisschen… Ja, du meinst jetzt generell, wenn man auf Turnieren fährt, wie man das alles gut managt, wenn man auch mit mehreren Pferden losfährt und dann zum Beispiel auch Zeitdruck hat, das gut managen muss oder in welche Richtung meinst du das? Ja, ich meine das genau in die Richtung, dass wenn man noch nicht so viel Erfahrung hat, dass man dann schwer abschätzen kann, welche Folgen haben meine Entscheidung. Darauf will ich hinaus so ein bisschen. Ja, absolut. Also was ich hier mal empfehle für Turniere, sowas wie einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess ins Leben zu rufen. Im Grunde nach jedem Turnier ein kurzes Review zu machen, was ist gut gelaufen.

[42:54] Was mache ich beim nächsten Mal anders, worauf bin ich auch stolz, was mir dieses Wochenende gelungen ist, das einfach so wirklich strukturiert Revue passieren zu lassen. Und dann ist es immer schön, sich so eine Liste anzufertigen mit Entscheidungen, die man trifft oder Dinge, wie man sie auf dem Turnier tut und die man dann immer so tut. Ein technisches Beispiel ist, Fragestellung, soll mein Trainer mit aufs Turnier kommen oder nicht? Dann muss ich das mir vielleicht ein, zwei, dreimal anschauen. Klappt das gut, wenn der dabei ist? Oder macht das das Kind oder den Reiter oder mich selber, wer auch immer es dann ist, eher nervöser und dann einmal eine Entscheidung treffen. Ja, der kommt mit oder nein, der kommt nicht mit. Oder auch so Sachen wie, ja, ist ja immer nett, noch ein Würstchen vor so einer Prüfung zu essen oder eine Pommes. Man hat dann vielleicht ein, zwei Mal festgestellt, das mit dickem Würstchen und Fommels im Bauch reiten, ist schwieriger als, also kommt auf die Liste, die Wurst wird erst nach der Prüfung gegessen, was weiß ich, ne, also, dass man einfach so viele Dinge tut, mit Leichtigkeit rangeht, aber dann wirklich auch analysiert, was hat gut geklappt, was behalte ich bei und was mache ich dann aber auch anders. Und das Stichwort aufschreiben, würdest du sagen, hat da eine gewisse Bedeutung? Ja, definitiv. Also alles, was man aufschreibt, ist sowieso stärker im Kopf und es hat den Vorteil, ich kann vor jedem Turnier diese Liste noch einmal wieder rausholen. Was hätte ich mir eigentlich für generell Turniere vorgenommen an Entscheidungen gefällt und wie laufen die ab? Da kann zum Beispiel auch draufstehen, in Spielspringprüfungen wird immer eingefloppt. Dann muss man sich das nicht jedes Mal wieder neu fragen, sondern das ist dann einfach so.

[44:23] In der Zuschrift von Claudia steckt da auch noch ein Punkt drin, den man fast sogar so ein bisschen auskoppeln kann, der nochmal so eine gesonderte Rolle spielt. Du hast eben gerade auch gestreift, bei dem Aspekt nehme ich meinen Trainer mit, ja oder nein. Claudia hatte noch geschrieben, welche Helfer nehme ich mit?

[44:41] Auch das ist glaube ich was, also was sehr individuell ist und wo Menschen sehr unterschiedlich sind. Also wenn ich an Jenny so denke, die will zum Beispiel immer sehr gerne, also eher weniger Helfer haben und ist lieber für sich. Und das hat jetzt gar nichts mit irgendwie, also das ist gar nicht böse gemeint, aber sie kann sich besser konzentrieren, wenn sie das alles mehr oder weniger alleine macht. Andere Menschen sind da möglicherweise ganz anders und ich glaube, es gibt jetzt auch kein richtig und kein falsch. Hast du da auch so eine Handreichung, wie man mit dem Thema, welche Helfer nehme ich mit? am besten umgeht?

[45:19] Ja, auf jeden Fall. Also auch da, wie du das schon sagtest, da gibt es kein individuelles, kein Patentrezept, sondern es ist sehr individuell. Am Ende muss man es ausprobieren und immer die Frage stellen, wer tut mir gut und wer hilft mir, dass ich mein volles Potenzial ausschöpfen kann. Und da ist am Ende auch wieder eine gute Selbstreflexion gefragt. Wenn ich ein, zwei Leute dabei habe und bei zwei, drei Reflexionen nach dem Turnier kommt raus, also der hat mich jedes Mal, kurz bevor ich ins Vierecke ritten bin, total wuschig gemacht, dann ist das durchaus ein Indiz, dass das vielleicht dann nicht die richtige Person ist. Oder aber man bespricht es gemeinsam und passt Dinge an. Das kann ja auch dann eine Möglichkeit sein. Man muss ja nicht sagen, die Leute kommen da nicht mehr mit, sondern man kann Dinge auch besprechen. Also am Ende, gerade wenn man neu mit dem Turnier reiten anfängt oder auch wenn man sich einfach optimieren möchte. Da muss man viel hingucken, wie mache ich es heute, was tut mir gut, was tut mir nicht gut und was setze ich dann auch konsequent um und mache es anders.

[46:14] Also bei mir bleibt so ein bisschen hängen bei dem, was du sagst, Konstanze, so dieses Stichwort, man muss sehr bewusst und mit sehr offenen Augen durch die Weltgeschichte gehen und sich vielleicht mehr Dinge bewusst machen, als man das so normalerweise so tut, dass man so gedankenlos, was ich ja gar nicht schlimm finde, irgendwie auch mal gedankenlos durch die Weltgeschichte tapern. Das hat ja auch was sehr Entspannendes. Aber tatsächlich beim Thema Turnierreiten und wenn ich merke, okay, ich muss das rausfinden, dann hilft es, sich Dinge wirklich bewusst zu machen und sich das mal genau anzugucken und sich dann selber zu reflektieren, was hat es mit mir gemacht und was tut mir gut und was tut mir nicht so gut.

[46:52] Auf jeden Fall. Und ich meine, je öfter man das gemacht hat, und das ist eine Reise, Dann hat man am Ende seinen komplett fast immer gleichen Turnierablauf mit Routinen, mit Ritualen, mit Dingen, die man tut. Irgendwann hat man das ganze Mosaikbildchen sozusagen zusammengesetzt und natürlich muss man noch auf Unwägbarkeiten eingehen. Was weiß ich, der Start verschiebt sich oder es ist plötzlich schlechtes Wetter. Aber so ein Großteil dessen, was ich auf dem Turnier tue, wenn ich erfahren bin und mir diesen Plan gemacht habe und so reflektiere, wie ich es gerade erzählt habe, dann ist es irgendwann immer der gleiche Ablauf. Und dann wird es cool, weil dann muss man über immer weniger Dinge nachdenken, sondern macht mehr. Und dann ist man wieder bei dem, was ich vorhin gesagt habe. Dann ist man im Modus, wo man unterbewusst die Dinge einfach umsetzt und fühlt, wie man so schön sagt, und gar nicht mehr groß denken muss. Und das ist die Kunst, da hinzukommen. Und wenn man neu ist und am Anfang des Turnierlebens steht, dann muss man sich das erst erarbeiten und aufbauen. Okay, alles klar. Da will man hin. Das habe ich jetzt gelernt. Sehr schön. Ich habe noch eine Zuschrift und ein Stichwort auf dem Zettel. Vielleicht hat sich bei euch ja auch noch irgendwie jetzt was im Laufe des Gesprächs angesammelt. Kurze Zwischenfrage an Allegra. Das weiß ich ehrlich gesagt tatsächlich jetzt. Also wir wissen ein bisschen was voneinander, aber das wissen wir irgendwie noch nicht. Bist du auch eigentlich in der Turnierreiterei unterwegs oder ist das mehr so Stangenstunde und so just for fun?

[48:20] Es ist viel mehr just for fun. Allerdings viel sehr ernsthafte Gymnastizierung und Muskelaufbau beim Pferd. Das ist etwas, was mir sehr wichtig ist. Und in Österreich, das dürfte es aber in Deutschland auch geben, gibt es so virtuelle Turniere. Man filmt sich da und wird dann von anerkannten Richtern bewertet sozusagen. Das ist etwas, was mir sehr entgegenkommt, weil ich da in der Anführungsstrichen daheim reiten kann. Okay, verstehe. Sehr cool. Aber dann ist das Thema Turnierreiterei ja auch nicht ganz weit weg von dir und trotzdem für dich interessant, das auch mitzuverfolgen auf jeden Fall. War spannend, ja. Gerade das Routinen setzen, damit man dann in den Flow kommt, um das fühlen zu können und nicht mehr denken zu müssen. Das finde ich sehr spannend. Ein Stichwort habe ich noch auf dem Zettel. Eine Zuschrift und zwar von einer Hörerin, die bei Instagram das Insta-Handle ein Esel und ein Fjord hat. Und sie hat uns geschrieben, sie würde gerne, dass wir haben, dass wir kurz darüber sprechen, wie man mit zu großem Ehrgeiz umgeht.

[49:30] Zu ehrgeizig sein. Konstanze, kennst du das so aus deiner Praxis, dass Leute sagen, ich bin, ich gehe da zu verbissen und mit zu hohen Erwartungen dran, weil darum geht es ja so ein bisschen, sich die Ziele richtig setzen, oder? Das ist das Stichwort, was sich so ein bisschen dahinter verbirgt.

[49:47] Ja, das ist durchaus weit verbreitet, gerade auch im Leistungssport, dass so dieser Druck, dieser Ehrgeiz, das ist ja auch nicht nur was Schlechtes, also zumindest der Ehrgeiz, das ist ja auch was Gutes, das treibt Menschen an und bringt sie überhaupt dazu, sich weiterentwickeln zu wollen, aufs Turnier zu fahren und sonst etwas. Aber wie das mit, wenn man es mal als Stärke sehen will, überzogenen Stärken ist, dann werden sie zu schwächen oder sind zumindest hinderlich. Da gibt es auch wieder verschiedene Herangehensweisen. Bei sowas zum Beispiel könnte man sich die fünf Antreiber anschauen von der Transaktionsanalyse. Da gibt es so Antreiber, die uns Menschen antreiben, wie wir sozialisiert worden sind und die sind unterschiedlich stark ausgeprägt. Der eine, der hat so ein kleines Männchen im Kopf sitzen, der sagt immer, streng dich an. Der nächste, der hört immer, sei perfekt. Der nächste hört, mach es allen recht. Dann gibt es noch den, mach schnell. Das bin ich übrigens, schnell, schnell, bloß ungeduld und so weiter. Okay. Und dann gibt es noch den, sei stark. Und da kann man zum Beispiel so einen Test machen. Das mache ich auch in Coachings. Da kommen dann verschiedene Schwerpunktsetzungen raus. Man sieht dann sehr stark, wie man selber tickt. Und allein, wenn man erstmal weiß, zum Beispiel bei Ehrgeiz könnte jetzt sein, streng dich an oder mach schnell, könnt ihr da auch reinspielen, dass diese beiden inneren Antreiber vielleicht sehr laut sind. Da kann man sich erst mal anschauen, was ist daran eigentlich positiv? Wo hat mich das eigentlich schon hingebracht? Wo stehe ich heute? Das ist ja alles erst mal gut.

[51:08] Und was kann ich aber tun, wenn ich es schaffe, diese Antreiber vielleicht mit so einer virtuellen Lautstärkeregelung ein bisschen runterzuschrauben und die einfach mal ein bisschen leiser zu machen? Was ergeben sich dann für Möglichkeiten? Und vor allem in den Situationen, wo mein Antreiber sich wieder meldet und mein großer Ehrgeiz wieder da ist, wo es in mir drin sagt, hier sei stark, streng dich an oder was auch immer es ist, das einfach mal bewusst ein bisschen runterzuschrauben, mal durchzuatmen. Das könnte zum Beispiel schon mal eine Herangehensweise sein. Und, und ich glaube, das ist vielen Menschen gar nicht bewusst, wenn du sagst, also es gibt verschiedene Antreiber, weil ein Esel und ein Fjord schreibt ja jetzt erstmal pauschal von Ehrgeiz, das ist sozusagen das Schlagwort, also dann wäre Schritt eins, sie müsste so ein bisschen rausfinden, was genau ist es denn eigentlich, was sozusagen dieses zu viel ausmacht. Und dann sagst du, wenn man das rausgefunden hat, dann ist man auch in der Lage, das so ein bisschen runterzudimmen, wenn man sich das bewusst macht. Da sind wir wieder bei dem Thema, sich Dinge bewusst machen.

[52:09] Ja, definitiv. Und wie gesagt, was rausfinden kann man über so einen Test machen. Da beantwortet man 50 Fragen und dann bekommt man direkt raus, welche Antreiber besonders laut sind. Das Erkenntnis ist der erste Schritt, wie man so schön sagt. Das macht schon viel, wenn man die Sache erkannt hat. und wenn man sie dann noch am Shop befasst und in den Momenten, wo dieser Antreiber so laut wird, den dann runterzuregeln und das geht dann wiederum mit verschiedenen Mentaltons. Das mit der Lautstärkeregelung war jetzt ein Beispiel. Da kann man dann wieder überlegen, was passt am besten zu dem Menschen, wie kann der sich in der Situation auch daran erinnern, dass er was macht, wenn der Antreiber laut wird. Da gibt es wieder verschiedene Möglichkeiten. Aber ja, erst mal das sich bewusst zu machen, das macht schon echt einen Unterschied. Und ich muss manchmal grinsen, wenn ich wieder hier schnell, schnell und dann mein Pferd wieder so nicht loslässt und dann sage ich, Konstanze, mach schnell, schraub das mir gerade runter, dann ist auch alles gut.

[52:58] Okay, gibt es da einen Link zu diesem Test, den wir quasi, also gibt es einen Link, den du schicken könntest oder ist das nicht ganz so einfach? Ja, also es gibt da mehrere. Ich könnte da einen Link schicken, das wäre kein Ding. Da gibt es verschiedene im Internet, wie man das machen kann. Ich habe halt einen speziellen, den ich in Coachings anwende, aber ja, das können wir machen. Okay, das finde ich ja immer so ganz nett. Dann könnte man bei uns auf der Homepage sich da mal reinklicken, wer daran Interesse hat. Und auch das muss man jetzt ja dann glaube ich sagen, was dann eben auch noch da ist, ist die Erkenntnis, wir werden jetzt das bis ins letzte Detail. Nicht in diesem halbstündigen Gespräch alles klären können, wie man es dann quasi bis in die letzte Konsequenz in den Griff bekommt, weil das eben dann auch einfach wieder sehr individuell ist. Und du hast auch schon gesagt, es gibt einfach verschiedene Mental-Tools, wie man dann eben damit umgehen kann. Und auch das hängt dann immer so ein bisschen vom Einzelfall ab.

[54:03] Aber ich glaube, man hat so eine Idee bekommen, wie man mit dem Thema, also welche Kräfte da beim Thema Ehrgeiz so wirken und dass es sehr wohl verschiedene Wege und Möglichkeiten gibt, das dann auch in den Griff zu bekommen. Jetzt weiß ich nicht, wie es bei euch aussieht. Bei mir sieht es so mit Blick auf die Uhr so aus, dass ich sagen würde, wir sind jetzt so ungefähr in dem Zeitrahmen, den wir uns im Vorfeld vorgenommen haben. Ich bin ganz erstaunt. Ich hatte ehrlich gesagt so ein bisschen gedacht, weil wir ja alle gerne reden und weil das Thema eben auch einfach so unendlich viel hergibt, dass wir das nie und nimmer schaffen werden. Aber also ich bin ganz begeistert von uns, von dir, Allegra, von dir, Konstanze, dass wir das so diszipliniert und straight hinbekommen haben. Und trotzdem hatte ich aber das Gefühl, dass total viel drin ist. Ich weiß nicht, gibt es von eurer Seite aus noch irgendwelche Punkte, wo ihr sagt, das müssen wir jetzt unbedingt noch loswerden?

[54:59] Also ich könnte noch ergänzen, dass es einfach, wie du schon gesagt hast, Chris, immer sehr individuell ist und deswegen ist es auch in meinen Coachings so, und das weiß ja auch Jenny oder deine Zuhörerinnen und Zuhörer, dass ich in den Coachings immer mehrere Tools anbiete und derjenige dann wählen kann, was machen wir jetzt gerade für ein Tool zusammen, damit es dann auch wirklich ganz passgenau ist. Das ist mir persönlich sehr, sehr wichtig. Und ansonsten ist es natürlich die absolute Profession und Kompetenz eines Podcasters und einer Coach, den Prozess so zu steuern, dass man im Time fertig ist. Also dann ist die Überraschung doch nicht so groß, aber okay, man muss ja auch so ein bisschen die Illusionen aufbauen und lass es mich doch

[55:37] als Heldentat darstellen. Das ist ja auch nicht schlecht, wenn das so ein bisschen glänzt in der Vitrine. Allegra, wir haben auf jeden Fall noch einen kleinen, wie sagt man, Neudeutsch-Follow-up-Termin oder so. Wir wollen natürlich wissen, was aus deinen Cavaletti-Sprüngen an der kritischen Stelle wird in der Halle. Ja, vielen Dank an Konstanze für das tolle Gespräch und auch die Ideen inklusive der inneren Antreiber, die jetzt auch wieder präsent in meinem Kopf sind, auf die auch Acht zu geben. Und ich bin sehr gespannt, was das meinem Kavaletti wird.

[56:12] Sehr schön. Und die werden wir auf jeden Fall bei euch melden und erzählen, wie es war. Genau, wir wollen wissen, was draus geworden ist. Dann danke ich euch zwei beiden. Vielen Dank, es hat total viel Spaß gemacht. Toll, dass ihr dabei wart. Herzlichen Dank. Ja, danke euch. Mir hat es auch viel Spaß gemacht. Und Allegra war toll, dich kennenzulernen. Vielen Dank, Chris und Jenny, für die Einladung. Das war Folge 322 des Pferdepodcasts. Hat viel Spaß gemacht. Und während ich mit Konstanze und Allegra gesprochen habe, ist Jenny von den Pferden zurückgekommen und hat sich heimlich in die Badewanne gestohlen. Und wir haben jetzt ein unfassbares technisches Setting aufgebaut, das es ermöglichen soll, dass Jenny in dieser Folge 322 noch Tschüss zu unseren Hörern sagt. Und wenn das alles gut geht, dann wird sie jetzt per WhatsApp Sprachnachricht Tschüss sagen. Ich sag schon mal Tschüss und wir schalten jetzt in die Badewanne. Tschüss.


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