#424 Darth Vader im Offenstall: Wenn Pferde inhalieren

Frühling im Schwarzwald, Sonne im Gesicht – und ein Pferd mit Darth-Vader-Maske. In Folge 424 melden wir uns mit einer kleinen, aber inhaltlich ziemlich gehaltvollen Episode aus unserem „Wohlfühl-Wochenende“. Zwischen Joggingrunde, Podcast-Nostalgie und einer sehr herzerwärmenden Hörer-Mail geht es diesmal vor allem um ein Thema, das viele Pferdebesitzer früher oder später betreffen kann: Probleme mit den Atemwegen beim Pferd.


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Wieviel Bewegung tut dem angeschlagenen Pferd gut?

Klex – Jennys „Enfant Terrible“ – wird aktuell inhaliert. Nicht dramatisch krank, aber eben auch nicht ganz frei. Wir sprechen darüber, warum Inhalieren oft sinnvoller ist als Tabletten oder Pulver, wie so ein Gerät funktioniert, was ein Vernebler wirklich leistet – und warum man ihn behandeln sollte wie ein rohes Ei (Stichwort: 75-Euro-Verschleißteil). Ganz nebenbei gibt’s ehrliche Einblicke in Kosten, Pflegefehler, Improvisationslösungen und die Frage, wie viel Bewegung einem Pferd mit angegriffenen Atemwegen eigentlich guttut.

Ein weiterer spannender Aspekt: Turnierstarts und Medikamente. Was bedeutet inhalatives Kortison im Hinblick auf Dopingregeln? Wie schnell steht man – gewollt oder ungewollt – im „Pranger“? Und warum sind selbst vermeintliche Kleinigkeiten im Reglement keine Lappalie? Wir erzählen offen von Erfahrungen, Fehlern und den Lehren daraus.


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Eine herzerwärmende Mail von Hörerin Emelie

Trotz Inhalationsmaske ist Klex kein Pflegefall. Wir sprechen darüber, wie man Training anpasst, ohne ein Pferd „krank zu parken“ – warum Schritt manchmal die beste Medizin ist und weshalb Geduld im Heilungsprozess mehr bringt als Ehrgeiz. Eine Folge für alle, die ihr Pferd verantwortungsvoll begleiten wollen, wenn es mal nicht zu 100 Prozent läuft.

Und dann ist da noch Emelie. Ihre Mail erinnert uns daran, warum wir das hier eigentlich machen. Für Pferdemenschen – egal wie alt – die mitfiebern, mitlernen und mitfühlen. Folge 424 ist ein kleines Lebenszeichen. Aber eines mit Tiefgang.


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Hier geht’s zum vollständigen Transkript der Folge:

[0:17] Jenny. Was? Machst du immer? Dass ich sage Jenny? Ja.

[0:23] Nee, mache ich nicht. Okay. Folge 424. Hier ist der Pferde-Podcast. Wir melden uns aus dem Schwarzwald. Wir haben Frühling. Also nicht nur… Meteorologischer Frühlingsanfang. So sieht es nämlich aus. Weil wir nehmen heute auf. Am 1. März. Wir nehmen heute, Klammer auf, am 1. März auf. Wir sind beide im Schwarzwald. unser Wohlfühl-Wochen, unser gemeinsames Wochenende. Die Sonne scheint. Die Sonne scheint. Und, nee, ist toll. Ich habe, ich war zweimal joggen, lange Runde immer. Gestern habe ich unseren Podcast gehört, die lange Folge, wo wir zu Gast waren bei Konstanze Wiesner. Wir durften ja so ein ganz schönes Filetstück präsentieren, auch bei uns im Pferde-Podcast von unserem Gastauftritt bei Winning Talks. Mir hat es gefallen.

[1:16] So, auch im Nachhinein noch. Ich fand’s gut. Du findest es immer gut, was wir machen. Du bist so selbstverliebt. Total. Na, ich hab so eine kindliche Freude an dem, was wir tun. Und heute habe ich mal wieder gehört, einen Podcast-Klassiker. Also gestern einen Podcast-Klassiker, unseren Podcast. Und heute, seit länger mal wieder reingehört, in einen anderen Podcast-Klassiker. Also die Mutter aller Podcasts sozusagen. Jan Böhmermann und Olli Schulz, fest und flauschig. Und ich musste sehr schmunzeln, weil das nahm so ein bisschen Bezug tatsächlich auf diese Situation Februar, März und so. Jan Böhmermann hat festgestellt, dass angesichts dessen, was unser Bundeskanzler immer fordert, wir müssen mehr arbeiten und mehr performen. Er hat festgestellt, der Februar ist ein Low-Performer eigentlich, weil der nur so wenig Tage hat.

[2:07] Kannst du das nachvollziehen? Das ist ja nichts Neues. Hat er das jetzt erst gemerkt? Trotzdem ein witziger Spruch. Du bist abgelenkt. Es ist furchtbar. Gefühlt. Das können unsere Hörer jetzt ja nicht sehen. Aber du bist mit den Augen nicht bei mir, sondern du hast den Hund rausgelassen auf den Balkon. Aber unser Hund ist halt blind. Und jetzt guckst du, dass sie wieder reinkommt. Willst du den Hund nicht mal retten vielleicht? Ah ne, das schafft die schon. Sie tapert jetzt da halt rum. Ja, die Sonnenschein ist warm. Lass mich doch hingucken. Sieht doch keiner. Außer dir. Aber ich sehe es und das lenkt mich total. Das ist irgendwie ein ganz mehr, ich bin überhaupt nicht gechillt. Das ist so furchtbar.

[2:42] Jenny, wir machen, es ist ja die kleine Folge, das kleine Lebenszeichen. Wir sagen so ein bisschen, was uns gerade aktuell bewegt. Wir haben, es gibt auch eine sehr süße Hörerinnen-Mail, die ich gerne, wir freuen uns ja immer, wenn wir mit unserer Hörerschaft im Austausch sind. Das können manchmal ganz konkrete Fragen sein, die an uns herangetragen werden und wir versuchen, die dann zu beantworten. Jenny, hast du reiterlich mal einen Tipp zu diesem und jenem? Jenny, mein Pferd hat Haarspliss. Was machst denn du in solchen Fällen? Was auch immer.

[3:13] Und in dem Fall ist es eine Erkennbar, eine Mail eines ziemlich jungen Mädchens, würde ich jetzt mal so tippen. Und es ist einfach herzerwärmend. Was uns so bewegt? Thema Frühling, gefühlten Frühling hat unser lieber Klecks, dein Enfant Terrible aus der Herde, der hat ja jetzt keinen, also der Verrückte, der durchgeknallte. Ja, ich weiß, es gab einen Film, der so dies, als ich noch ein Kind war, Enfant Terrible, der Rebell.

[3:51] Genau, unser Terribel-Minister, der hat ja keinen Frühling, dass der so strotzt vor Kraft, sondern du bist ja immer noch dabei, ihn zu behandeln ein bisschen. Und ich war gestern mal wieder mit am Stall, mache ich natürlich immer, wenn ich hier im Schwarzwald bin. Besuch bei den Pferden ist ja Logo und dann habe ich gedacht, okay, weiß jeder, wie das ist, dieses Thema Inhalieren, das hast du gemacht mit ihm, weil das ist noch nicht ganz auskuriert, so sein Schmodder in den Atemwegen und so, muss noch ein bisschen weg, alles jetzt nicht dramatisch oder so, Aber das mit dem Inhalieren und dann dachte ich mir, weiß jeder, wie so ein Gerät funktioniert und das sieht ja irgendwie spannend aus. Und was wir jetzt machen können gedanklich, weil ich habe ein Video gefilmt, dass wir quasi so ein bisschen…

[4:45] Was dazu sagen, was man auch auf den Bildern sieht.

[4:49] Also das wäre jetzt so sinngemäß. Hallihallo, hier ist der Pferde-Podcast Folge 424. Herzlich willkommen bei Jenny im Stall und ihren Flitzpiepen. Und wir sehen hier unseren Patienten. Klecks. Belastete Atemwege. Und er sieht ein bisschen aus wie Darth Vader. Jenny, das ist das Inhalationsgerät. Und du erklärst ein bisschen im Podcast, wie das funktioniert und so weiter. Das würde man in dieser Folge so ein bisschen lernen. Es dampft richtig. Man sieht es auf dem Video. Vielleicht können wir es im Video machen. Wie heißt das? Flexi-Nap. Flexi-Nap. Alle Einzelheiten. Den habe ich irgendwann mal angeschafft für AC. Gott sei Dank habe ich ihn. Alle Einzelheiten hört man bei uns im Pferde-Podcast.

[5:43] Angeschafft für AC, weil der hat ja mit den Atemwegen tatsächlich intensiver zu tun, haben wir schon häufiger mal zum Thema gemacht, aber man kann es für alle Pferde benutzen, die sozusagen, wo man sagt, inhalieren ist sinnvoll. Erklär doch vielleicht mal kurz, wie dieses Ding funktioniert. Also es ist ja wirklich so ein, mich wundert der ehrlich gesagt, dass der nicht, wenn du mit dem Ding schon ankommst, dass der dann nicht die Flucht ergreift. Ah, der hat es ja, doch, der will schon, der weiß schon genau, was ich will, wenn ich komme und hole ihn. Nee, will ich nicht. Ist das so, ja. Ja, aber er lässt es ganz geduldig über sich ergehen morgens und abends, wird inhaliert.

[6:17] Also man könnte natürlich diese Medikamente, die die Entzündung der Atemwege behandeln oder bekämpfen, natürlich auch in Tablettenform oder Pulverform oder so geben, aber wenn man es halt inhaliert, dann landet es genau dort, wo es wirken soll, in den Atemwegen. Und deswegen ist so eine Inhalation ein bisschen besser, belastet den Körper nicht so arg, als wenn man jetzt sagt, es geht in den Körper und geht überall hin, auch dahin, wo es soll, aber halt auch dahin, wo es eigentlich gar nicht gebraucht wird. Und so sagt man halt, inhalieren und dann kommt das Medikament direkt dahin, wo es wirken soll. Wolle auf die Atemwege sozusagen. Und er bekommt zweierlei, er kriegt so Aerosole.

[6:56] Um die Bronchien ein bisschen zu beruhigen und zu erweitern. Und danach bekommt er halt den Entzündungshemmer, also ein kortisonhaltiges Medikament, das halt die Entzündung bekämpfen soll, die er auf den Bronchien hat. Und deswegen per Inhalation, das dauert ungefähr so 20 Minuten, je 10 Minuten pro Inhalationsgang. Und dann gibt es, also es gibt so eine Maske. Maske mit einem, mit so einem Becher vorne dran und auf diesen Becher wird ein Vernebler, heißt der, die sind schweineteuer und man muss die behandeln wie rohe Eier. Man muss die sorgfältig sauber machen, man muss die spülen hinterher, weil die gehen ganz, ganz schnell kaputt und die sind, so ein Vernebler kostet 75 Euro und je länger er hält, umso besser. Also deswegen muss man die immer ganz sorgfältig desinfizieren und reinigen und trocken machen nach jeder Behandlung. Hilft mir ganz Nur damit man es sich vorstellen kann, es ist ja wie diese Darth-Vader-Maske gefühlt so ein bisschen, wird auch wie eine Trense über die Ohren festgeschrieben. Genau, wie so ein Halfter.

[7:59] Über die Ohren geht es dann und es hängt dann an seinem Kopf, an seinem Maul. Die Nase ist sozusagen drin und es ist dieser Behälter. Dann ist so quasi, es ist so eine Halterung, wo auch ein elektrisches Gerät, was mit Akkus, funktioniert. Da sind auch so Leuchtdioden und die erhitzen sozusagen. Dann ist es das? Das wird angeschlossen an den Vernebler. An den Vernebler, okay, alles klar. Und dann kommt das Medikament und Kochsalzlösungen gemischt, kommt so 10 Milliliter, kommt in diesen Vernebler, Deckelchen drauf, anschalten und dann macht dieses Akkugerät zusammen mit dem Vernebler aus dieser Flüssigkeit Dampf, den das Fett einatmet. Geht mit Hitze?

[8:40] Wahrscheinlich schon, oder? Nee, das ist nicht warm. Der Dampf ist kalt. Der Dampf ist kalt. Mich hat das immer schon mal, also was da jetzt quasi technisch passiert, ich dachte, okay, macht das das warm sozusagen? Ich habe ja sogar noch so einen kleinen Funfact. Ich habe im Internet so ein bisschen gesucht, wie kann man denn diese Vernebler irgendwie günstiger erwerben. Und es gibt tatsächlich diese Vernebler, die kosten einfach 75 Euro, aber es gibt so kleine Akku-Vernebler, die also eine Öffnung haben, die genau oben in das Loch reinpassen, wo auch der Vernebler von Flexinab reinpasst. Der macht genau dasselbe. Der einzige Nachteil ist, man muss dieses Gerät festhalten oder mit Panzerband festkleben, habe ich dann jedes Mal gemacht. Und der macht aber genau dasselbe, was der kleine Vernebler von Flexinab auch macht. Vernebeln. Und der kostet nur?

[9:32] Und das machst du jetzt immer, oder? Ich habe immer welche in Ersatz, falls mir mein Vernebler mal den Geist aufgibt und ich nicht so schnell einen Ersatz besorgen kann. Weil ich habe schon ganz viele, also ich habe mit dem AC schon bestimmt fünf oder sechs verbraucht. Und dann habe ich immer so einen Akku-Vernebler, habe ich immer im Ersatz. Den kann ich zur Not dann benutzen, wenn der Original-Vernebler mal den Geist aufgibt. Dann der Akku-Vernebler, der hält dann auch so bestimmt 30, 40 Vernebelungssitzungen. Okay, also du fährst zweigleisig. Einmal das Original-Ersatzteil sozusagen und die von… Einmal die günstige Version. Die Jenny-Eigenbau-Variante. Okay, interessant.

[10:11] Und das ist aber einfach ein Verschleißteil, das weiß man. Wenn man es pfleglich behandelt, verschleißt es weniger schnell. Okay, aber es geht irgendwann kaputt. Also das ist einfach so… Genau, irgendwann geht es kaputt und irgendwann vernebelt es nicht mehr. Okay, verstehe. Am Anfang wusste ich das nicht, dass man die so pfleglich behandeln muss und auch immer ganz trocken machen und also auch immer nochmal klar, also destilliertes Wasser durchnebeln lassen, dass wenn man so Kochsalzlösungen, dann setzt sich das Salz fest in diesen kleinen empfindlichen Kontakten. Und das wusste ich anfangs nicht und dann war ich immer ganz enttäuscht, dass nach 20 Behandlungen mein Vernebler kaputt war. Was mache ich denn falsch? Ach, man muss das so und so und so machen. Okay, okay, okay. Weil ich immer zu faul bin, die Zettel zu lesen. Das kann ja gar nicht sein. Nein, weil es immer so klein geschrieben ist, kann ich eh nicht lesen. Du bist ja gar kein fauler Mensch. Überhaupt gar nicht. Überhaupt 0,0 mit nichts. Was kann man da schon falsch machen in so einem scheiß Vernebler? Zeug rein, anschalten, fertig. Also da gibt es ja nichts. Aber wenn man es behandelt wie Arsch mit Birnen, wie du es am Anfang gemacht hast und wenn man es pfleglich behandelt, um wie viel steigert man dann die Dauer? Um das Vierfache mindestens. Um das Vierfache mindestens. Und das ist ja bei 75 Tacken pro Stück. Das ist ja dann schon mal ein Unterschied, ob das 20 Mal hält oder Oder wenn du sagst, es ist vierfache, 70, 80 Mal oder so? Ja, so sagt auch der Hersteller, hält ungefähr so lange. Okay, okay. Und ich habe immer gedacht, die haben mir Billigkram aus China verkauft.

[11:36] Oder so. Wahrscheinlich sind sie. Wenn sie jetzt hier die Chinesen madig machen oder so. Von Temu. Billig Kram von Temu. Weißt du, wenn es irgendwann mal wirklich nur noch vom China-Mann Vernebler gibt und dann sagen die. Nein, der verkaufen wir keinen, weil die hat gelästert. So sieht es nämlich

[11:53] mal aus. Entschuldigung, ihr lieben Chinesen, wollte ich nicht. Tolle Autos, tolle Vernebler, alles tip top. Alles super. Zwei Fragen noch. Erste Frage, wenn du sagst, es ist auch etwas Kortisonhaltiges drin, Also mal angenommen, dir würde jetzt heute einfallen, oh, wir starten noch auf einem Turnier, ginge nicht, weil er wäre dann, also würde das schon reichen, dass er sozusagen unter diese… Ja, Wartezeit von 28 Tagen, der geht in nächster Zeit sowieso nicht aufs Turnier. Nee, nee, ist schon klar, aber das wäre tatsächlich was, du könntest mit ihm jetzt nicht beim Turnier starten oder wenn doch, dann würdest du also Gefahr laufen, diese Anti-Doping-Tourier.

[12:33] Ich habe sogar eine Bekannte, die hat tatsächlich ihr Pferd inhaliert und wurde tatsächlich auf dem Turnier erwischt und war, ich glaube, ein Jahr gesperrt. Und man steht ja dann auch immer im Reiterjournal namentlich. Das ist wie so ein Pranger. Genau, das bleibt nicht geheim. Das ist total peinlich. Da war deine Bekannte ein bisschen vernebelt, als sie das gemacht hat. Ob sie das jetzt absichtlich oder unwissend gemacht hat, will ich ja jetzt keine Ahnung, weiß ich nicht. Aber ich glaube, wenn man inhaliert, weiß man, was man tut. Und man kann es darauf ankommen lassen. Ich meine, auf unseren Heckenfesten, wann wird da schon mal eine Blutuntersuchung gemacht? In dem Fall gab es das. Und es stand dann im Reiterjournal, daher weiß ich es. Das ist dann besonders schön, wenn es dann auch noch… Eigentlich auch so ein bisschen. Also ich glaube, man will da nicht stehen. Ich weiß noch, als ich den Brief bekam mit einem Bußgeld von der FN, als ich damals mit Nixen auf dem Kieferhof L&M-Tressur gestartet bin. Und dann haben die mich gefragt, uns fehlt noch ein Mannschaftsreiter für die A. Ich erinnere mich. Ja, klar reite ich mit. Und das darf man nicht.

[13:38] Man darf nur zwei nebeneinanderliegende Klassen reiten. Also A und L und L und M, aber nicht M und A. Das geht nicht. Und dann wirst du, dann wurde ich disqualifiziert von dem kompletten Turnier. Meine Platzierung wurde aberkannt. Mein Preisgeld musste ich zurückgeben und die Schleifen, Die Schleifen habe ich natürlich nicht zurückgegeben. Das Preisgeld auch nicht. Was habe ich denn gewonnen? 15 Euro oder so. Also ich glaube, dem Veranstalter war es egal. Wie du schuldest denen noch 15 Tacken? Den schulde ich glaube ich noch das Preisgeld damals von, ich weiß gar nicht, war ich Vierter in der L? Ich weiß es gar nicht. Aber ich hatte nur, in der M war ich nicht platziert, aber in der L war ich platziert, aber das wurde alles aberkannt und ich musste ein Bußgeld von 25 Euro an die FN bezahlen. Und der Turnierveranstalter, achso, das Bußgeld hast du bezahlt? Ja, an die FN und der Turnierveranstalter wird informiert und dann dachte ich, ja, dann lass die mal kommen mit ihren 15 Euro da. Das heißt, da bist du aber formal, bist du jetzt noch säumig bei dem Turnierveranstalter. Ich höre das jetzt gerne, wir wollen 15 Euro wieder haben. Also wenn es dann bald wieder im Reiterjournal steht irgendwie, so noch, weißt du, mit Zinsen? Die Schleife habe ich auch noch, die hätte ich auch zurückgeben müssen. Schwein. Das ist schon sieben Jahre oder so her, da hat der Nixen noch gelebt, dann ist der gestorben 2019. Also mindestens sieben Jahre her, eher länger.

[14:50] Letzte Frage zu dem Themenkomplex, dann haben wir es glaube ich auch rund. Irgendwie war mir die Frage gestern am Stall auch so spontan eingefallen, weil das sieht ja immer nach einem riesen Aufwand aus mit dem Inhalieren. Ist es ja auch ein bisschen, also 20 Minuten, das Ding da auf dem Kopf und irgendwie, also ist ja jetzt schon, wo ich so fragte, oder sagen wir mal so, das sieht nach kranker aus, womöglich, als er ist, das ist ja auch so ein bisschen, um Heilungsprozesse zu unterstützen und so, das heißt ja nicht, dass er jetzt zwingend am Krückstock geht, deshalb war so ein bisschen meine Frage, machst du eigentlich was mit dem, arbeitest du mit dem, oder ist der jetzt sozusagen wie im Krankenstand und also.

[15:34] Im übertragenen Sinne, der liegt im Krankenbett und muss das Bett hüten und darf sich nicht bewegen und so. Einfach da die Frage, okay, er wird inhaliert, das sieht halt sehr nach, ja, da wird ein Kranker behandelt, aber er ist ja jetzt nicht todsterbenskrank, das hast du ja auch schon mal beschrieben, er ist eigentlich munter. Wie viel kann man mit so einem Pferd, was gesundheitlich so ein bisschen angeschlagen ist, sage ich jetzt mal, eigentlich machen und was sollte man auch mit ihm machen möglicherweise? Hast du dich da auch mit einer Tierärztin oder so da mal ausgetauscht? Wie soll ich das denn angehen?

[16:08] Wie ist es denn jetzt im Fall von Klecksi? Ja, also natürlich darf der sich bewegen. Der soll im besten Falle jeden Tag ein bis anderthalb Stunden Schritt gehen. Okay. Das schaffe ich natürlich zeitlich nicht. Aber der ist ja auch im Offenstall, der läuft da ja viel rum. Und tatsächlich mache ich das so, dass entweder gehe ich ins Gelände mit ihm, obwohl das eigentlich so ein bisschen semi-gut ist, weil wenn er so alleine ist, dann regt er sich schon auch mal auf und kommt so ein bisschen außer Atem. Das soll er halt nicht. Er soll nicht außer Atem kommen. Und er soll sich auch nicht übermäßig anstrengen, sodass er mehr Tiefluft holen muss. Also die Lunge soll schon so ein bisschen in Bewegung bleiben, auch so ein bisschen locker joggen an der Longe, auf dem Platz und so. Das mache ich schon mit ihm. Ich lasse ihn auch mal galoppieren. Aber ich lasse ihn nicht, also ich arbeite ihn nicht so, dass er irgendwie… Außer Atem, in Schwitzen kommen. Genau, das mache ich nicht, weil diese Flimmerhärchen in den Atemwegen sind wohl wirklich noch angegriffen. Und man soll die noch so ein bisschen schonen. Also so hat es die Tierärztin auch erklärt. Natürlich habe ich es mit ihr besprochen. Dann habe ich auch Chachipi, die nochmal gefragt, wie bewege ich den am besten, was mache ich, was schadet, was nutzt. Und da kam wirklich raus, also am allerbesten wäre im Schritt.

[17:22] Eine bis eineinhalb Stunden jeden Tag bewegen. Ich gucke, dass ich ihn zumindest eine halbe Stunde im Schritt bewege und dann vielleicht noch so ein bisschen an der Longe joggen lasse, dass er halt einfach so ein bisschen locker bleibt. Und das noch bis die Medikamente an. Also nach zwei Wochen kann man die Medikamente so langsam ausschleichen und dann kann er auch gefühlt wieder ein bisschen mehr machen. Aber also ansonsten ist er topfit, also er ist überhaupt gar nicht schlapp oder so 0,0. Er ist super entspannt, er ist wach und das ist alles gut. Also man merkt ihm das nicht an, außer wenn er halt wirklich so sich anstrengen muss, dann merkt man, dass ihm das Atmen einfach noch schwer fällt und das muss man halt einfach sich ausheilen lassen.

[18:06] Also dann sind wir guter Dinge und hoffen, dass er bald wieder zu 100 Prozent auf dem Damm ist. Bevor wir uns aus dieser Folge ausschleichen, geiles Wort, habe ich noch eine Mail von Hörerin Emily. Und sie hat uns, wenn ich es richtig sehe, über das Kontaktformular unserer Website eine Mail geschrieben. Und also ich fand es mega und wir haben uns sehr gefreut. Emily schreibt, hi Jenny und Chris. Ich liebe Pferde auch und auch besonders gerne Hafflinger. Ich reite auch manchmal und finde euren Podcast sehr hilfreich und sehr informativ. Die Geschichte mit Amira hat mich auch sehr berührt und ich habe sehr gehofft, dass Amira das überlebt und war daher sehr erleichtert, als ich gehört habe, dass sie es geschafft hat. Ich finde es auch cool, dass du mit ACDC trotz der manchmal etwas strengen Richter nicht aufgibst und immer weitermachst. Ich hoffe, ihr macht noch viele Folgen, denn mir macht es Spaß, euch zuzuhören. Liebe Grüße. Sehr herzlich. Vielen Dank. Das geht ja runter wie… Wie der flüssige Schmodder von Klextien. Entschuldigung, eklig.

[19:24] Nein, also das geht runter wie Öl, wie das berühmte Öl. Vielen Dank. Wir sind festen Willens, noch viele Folgen zu machen. Gibt immer was zu erzählen über die Pferdchen. Jetzt wünschen wir euch erstmal einen guten Wochenstart. Und genau, wir hören uns dann am nächsten Wochenende mit der großen Folge wieder. Und ja, Stichwort Amira, ich bin in einem regen Chat-Austausch jetzt, in einem regen Mail-Verkehr mit der behandelnden Ärztin von Amira. Ihr müsst einen Termin finden. Ihr seid beide sehr viel beschäftigt und ihr müsst einen Termin finden. Genau. Jetzt rette ich keine Pferdeleben. Deshalb ist das natürlich, was sie macht, viel wichtiger und dramatischer als das, was ich da veranstalte. Aber, also sagen wir mal so, beide Seiten sind festen Willen, sich miteinander zu unterhalten und wo ein Wille ist, wenn Mediziner, Tiermediziner aus der Schweiz, hochqualifizierte Tiermediziner aus der Schweiz und meine Wenigkeit was wollen, dann wird es wohl irgendwie einen Weg geben. Nun klar, schafft ihr schon, gebt alles. Ich höre da so ein gewisses, irgendwie, ich mache mich über… Nein! Und den kriegst du ja lustig. Macht’s gut! Nie tun! Nie, ne? Niemals. Kam dir nie in den Sinn. Nein, tschüss. Macht’s gut, tschüss.


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