
Frühling im Stall – für viele Pferde ist das eine herrliche Zeit. Sonne auf dem Fell, Wälzen im Sand, Fellwechsel und entspannte Stunden im Offenstall. Doch genau diese Übergangsphase bringt auch Herausforderungen mit sich. In Folge 425 des Pferdepodcasts sprechen Jenny und Chris darüber, warum gerade jetzt viele Pferde plötzlich wieder husten – und was man dagegen tun kann.
Staubfreies Futter: Leichter gesagt als getan
Ein Klassiker unter den Stall-Tipps lautet: staubfreies Futter. Doch in der Praxis ist das oft leichter gesagt als getan. Heu wässern oder bedampfen kann helfen, ist aber gerade in Offenställen oder bei mehreren Pferden logistisch aufwendig. Genau vor diesem Problem stand Jenny im Schwarzwald, als gleich mehrere ihrer Pferde anfingen zu husten. Die Lösung kam eher zufällig – und war etwas, dem sie lange skeptisch gegenüberstand.
Der Versuch: statt trockenem Heu einmal Heulage füttern. Also leicht angewelktes, siliertes Gras, das deutlich weniger Staub enthält als Heu. Viele Pferdehalter zögern bei diesem Futter, weil es energiereicher sein kann und nicht für jede Haltung ideal ist. Doch im Hinblick auf die Atemwege hat Heulage einen klaren Vorteil: Sie staubt kaum und kann dadurch empfindliche Bronchien deutlich entlasten.
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Vorbehalte prüfen, neue Wege testen
Jennys Erfahrung nach einigen Tagen Testphase ist zumindest bemerkenswert: Die Pferde husten deutlich weniger – teilweise sogar gar nicht mehr. Natürlich ist das keine Universallösung für jeden Stall, und es lohnt sich immer, genau auf Qualität, Fütterungsmenge und Bewegung zu achten. Aber der Versuch zeigt: Manchmal lohnt es sich, alte Vorbehalte zu überprüfen und neue Wege zu testen.
Neben diesem praktischen Stall-Thema sprechen Jenny und Chris auch über den Trainingsalltag mit den drei Pferden – vom jungen Benny, der langsam zum Sportpartner heranwächst, bis zu den Planungen für mögliche Turnierstarts. Eine Folge voller Alltagstipps, ehrlicher Erfahrungsberichte und der Erkenntnis: In der Pferdehaltung führen viele Wege zum Ziel – man muss nur den richtigen für die eigenen Pferde finden.
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Hier geht’s zum vollständigen Transkript der Folge:
[0:00] Hallihallo, hier ist der Pferde-Podcast. Wir nehmen Folge 425 auf. Es ist die in Anführungszeichen große Folge und wir sind getrennt. Allein, allein, jeder für sich. Chris in der großen, bösen Stadt Berlin, unserer Hauptstadt, wo es gefühlt keine Pferde gibt außer dem Brandenburger Tor, stimmt gar nicht. Es gibt ja viele Pferde um Berlin herum. Brandenburg ist das Land der Pferde. Und Jenny ist im Schwarzwald. Hallihallo. Steht der Schwarzwald noch? No. Die Sonne scheint auf den Schwarzwald jeden Tag. Toll. Ich habe das Gefühl, die Laune ist gut. Wenn man so deine WhatsApp-Nachrichten sieht, dann hat man das Gefühl, und wir werden es jetzt aber besprechen, ob die Laune wirklich gut ist oder ob nur sozusagen…
[0:53] Also ob du so eine Influencerin, also wie so eine Influencerin bist, die nur die schönen Seiten in Nachrichten packt und in Wirklichkeit ist alles trist und grau und doof. Bevor hier aber irgendwas passiert, spielen wir jetzt erstmal den Hafer- und Bananenblues, selbst gesungen von Jenny. Das ist der Hafer- und Bananenblues, das ist das, was jedes Pferd haben muss. Weißt du eigentlich, Jenny, dass ich den ganzen Tag schon Angst habe? Vor dir so ein bisschen? Du hast Angst vor mir. Du bist nicht der Einzige, der Angst vor mir hat. Absolut. Ja, ich weiß doch. Ich weiß doch. Ich wundere mich immer, dass die Leute Angst vor mir haben. Ich tue doch niemandem was. Ich habe auch Angst. Ich verstehe die alle. So gut. Ja, ja, klar. Du bist… Oh, da geht es schon los. Da geht es schon los.
[1:44] Besser, ihr habt Angst. Ja, also meine konkrete Angst bezieht sich auf Folgendes. Und wir werden, wenn der Manni die Pferde-Podcast-Hymne gespielt hat, unser Orchestermusiker, dürfen alle gespannt sein, wie ich dieses traumatisch, traumaauslösende Problem lösen werde. Und zwar haben wir uns ja mit Kugelschreiber ein Thema auf den Zettel geschrieben, wo wir gesagt haben, da wollen wir heute mal drüber reden. Und du hast aber gesagt, ja, finde ich gut, machen wir, aber es darf ein bestimmter Eindruck nicht entstehen. Und ich habe Angst, wie ich das löse, sozusagen. Wie ich das löse. Genau. Okay.
[2:30] Ich erinnere mich. Du erinnerst dich dunkel, ne? Also du weißt, wovon ich spreche und das ist nicht so leicht. Ich bin heute den ganzen Tag auch schon ziemlich schlecht darin.
[2:40] Also wie viele Texte ich heute geschrieben habe und verworfen und in die Tonne. Ich komme mir vor wie so ein… Wie so ein Schriftsteller, der nichts auf die Kette kriegt. Noch nicht mal irgendwie, also gar nichts, weißt du? Und dann gerate ich in diesen Hexenkessel. Und es ist einer, wir versuchen nur den Eindruck zu vermeiden, es sei wirklich einer. Na gut, ich spreche. Weißt du, das Gute ist ja, wenn es dir nicht gelingt, schneiden wir es einfach weg und machen es neu. Nee, wir schneiden nichts. Eher eine Regel haben wir noch nie gemacht. Hier wird nichts geschnitten. Also da müssen jetzt alle durch. Du auch. Ich auch. Wir müssen alle damit leben. Es ist gefährlich. Also wir sprechen über ein sensibles Thema, das aber vielleicht ein bisschen zur guten Laune bei dir im Stall beiträgt. Das kann man auf jeden Fall sagen, weil den Pferden geht es sehr gut gerade und die fühlen sich pudelwohl. Und es hat einen Move von dir gegeben, der das befördert. Gutes Teasing, sachlich richtig, keine negativen Vibes, alles top.
[3:39] Darüber sprechen wir. Wir sprechen darüber, was dich reiterlich auch so ein bisschen umtreibt und was so der Stand der Dinge ist, auch sportlich gesehen. Mir fällt irgendwie auf, wir haben in den letzten Folgen intensiv über ACDC gesprochen, Stichwort Serienwechsel. Wir haben über Klecks gesprochen, der gesundheitlich ein bisschen angeschlagen war. Wir haben schon länger nicht mehr über Benni gesprochen. Weiß nicht, vielleicht gibt es bei dem irgendwie was. Ich bin ja nicht vor Ort. Von daher ist es für mich auch immer so ein bisschen Wundertüte, was die Themen sind, von denen du sagst, das lohnt sich mal zu erzählen und das liegt mir so auf dem Herzen.
[4:17] Wir haben ChatGPT gebeten. Gibt es aktuelle Pferdethemen, die wir besprechen sollen, die wir vielleicht übersehen haben? ChatGPT hat uns gemahnt, wir sollen einen Stall-Mythos-Check machen. Wir haben beide Bauklötze gestaunt, was da die Vorschläge und Gedanken sind. Du hast gesagt, mega, machen wir sofort. Perfekt.
[4:40] Und dann habe ich noch so dies und das, so Kleinigkeiten. Ein Podcast-Tipp, es gibt ein bisschen was zu erzählen, was es im Pferde-Podcast demnächst thematisch so ansteht. Und es ist auch wichtig, was die Hörers dazu sagen, weil die Hörers können davon profitieren. Es wird alles toll. Und bevor wir hier jetzt lange um den Brei rumreden, lassen wir jetzt unseren Orchestermusiker Manni rein, der spielt die Pferde-Podcast-Hymne, dann geht’s los mit Folge 425.
[5:30] Jenny, bevor wir zu dem gefährlichen Thema kommen, fangen wir mit etwas Leichtem an zum Aufwärmen. Deinen drei Jungs, geht’s gut? Zumindest hat man den Eindruck, wenn man, so wie ich das jetzt so, also aus der Ferne betrachtet und so den kleinen Videoclips irgendwie glauben kann, die du so schickst. Und ist das so? Trügt der Eindruck? Was machst du mit denen? Denen geht es wirklich gut. Die genießen auch die Sonne und die genießen keine Decke mehr anzuhaben. Ich decke die auch nicht mehr ein, obwohl es nachts relativ kalt wird. Also so leicht, sogar fröstelig. Aber ich habe die Decken jetzt weggelassen. Also das ist ja kein kalter, nasser Wind, sondern das ist eine trockene Kälte. Das können die Pferde schon ganz gut ab. und die genießen das sehr, sich im Sand zu wälzen und ihr Fell zu schubbern und sich gegenseitig die Mähne zu knabbern. Jetzt so im Fellwechsel, da juckt auch immer alles und das finden die total gut, dass die da jetzt auch sich überall mal ein bisschen das Fell abkratzen können und die Sonne genießen. Die liegen auch mittags wirklich platt im Stall und lassen sich die Sonne auf den Pelz scheinen und schlafen. Also das ist wirklich schön anzugucken und die sind alle drei munter. Klexi ist wieder fast ganz gesund, also der ist auch munter und vor allem AC ist so richtig aufgeblüht in den letzten paar Tagen.
[6:54] Kurze Frage oder also eine Anmerkung. Das Wetter im Schwarzwald und in Berlin gleicht sich offensichtlich. Es ist also hier exakt das Gleiche. Heute Morgen habe ich Autos gesehen, da musste noch gekratzt werden. Also nachts ist es tatsächlich noch frostig, aber tagsüber blauer Himmel, Sonne, mega, 16, 17 Grad. Also das macht wirklich Spaß. Das ist eine Frage, bevor wir vielleicht kurz so diese sportlichen Themen nochmal so anschneiden.
[7:24] Wenn du sagst, die genießen das Leben, die genießen die Sonne, Stichwort Koppel, raus können die noch nicht auf die Wiese, oder? Geht es jetzt schon so langsam in die Richtung, dass man auch darüber schon nachdenken kann oder ist es noch nicht so weit? Nee, ist noch zu früh, noch zu gefährlich. Also gerade wenn es nachts frostige Temperaturen hat und tagsüber Sonne, dann wächst das Gras natürlich extrem schnell und bildet natürlich auch viele Fruktane. Und es ist noch sehr kurz, das Gras. Und das ist mir jetzt noch zu gefährlich, die Pferde da drauf zu lassen. Und vor allem, also es gibt halt auch nichts zu fressen. Es wäre, also das ist wirklich noch mini kurz, das Gras. Dafür, dass es wirklich größer wird und wirklich wächst, dafür muss es kontinuierlich warm sein. und das ist es einfach noch nicht. Dafür ist es nachts einfach noch zu kalt. Also ich lasse die noch nicht auf die Koppel. Da bin ich sehr vorsichtig und das ist mir noch zu gefährlich. Also einerseits aus Vorsichtsgründen den Pferden gegenüber auch und es hätte auch keinen Wert, dass die quasi jetzt im Vorhinein dann schon irgendwie dann die Koppel vielleicht sogar kaputt treten oder so und dass dann gar nichts geht, oder? Genau, oder halt wirklich die Stummel abfressen und dass das Gras gar keine Chance hat zu wachsen. Ja, genau, genau. Nee, okay. Nee, okay.
[8:37] Dann, sportlich, wir haben uns ja mit ACDC schon ausführlicher beschäftigt in den letzten Folgen. Wir hatten erwähnt, das Hafflinger-Championat, das ansteht in diesem Jahr. Wir hatten erwähnt auch, reiterlich hast du ein bisschen über die Serienwechsel gesprochen. Ich ahne mal, du wirst an all diesen Themen weiterarbeiten. Mit Klecksi geht es jetzt nach seiner Krankheit. Das war ja ein größeres Thema jetzt in dieser Woche. Hat man das auch nochmal ausführlich besprochen mit dem Inhalieren und wie viel kann man mit so einem leicht angedutschten Pferd eigentlich machen? Also irgendwie gefühlt habe ich so ein Informationsdefizit, was das Nesthäkchen, was den Benni angeht. Wie geht es denn mit dem voran? Wir haben ja relativ viel gesprochen.
[9:28] Die letzte größere Haltestelle war, korrigiere mich die Sache, als du bei Silke Ramschütz warst und wo wir auch nochmal diesen Test hatten, wie benimmt er sich, wenn er auswärts ist, wenn da andere Pferde sind. Oh Gott, oh Gott, wir hatten es von denen. Er benimmt sich unverändert schlecht auswärts. Ja genau, genau so ist es. Aber das ist ja jetzt auch schon wieder ein paar Wochen her. Was ist denn in der Zwischenzeit so passiert? Erwähnenswertes oder hast du ihn in Ruhe gelassen? Wie muss man sich das vorstellen? Nein, im Gegenteil. Also ich habe das Training schon weitergemacht, sehr regelmäßig.
[10:09] Ende April wird er ja fünf und das heißt, er kann auch ruhig fünfmal in der Woche auch was arbeiten, nicht unbedingt fünfmal in der Woche drauf sitzen, aber es ist schon relativ regelmäßig. Ich arbeite ihn jetzt wirklich so auch mal mehrere Tage hintereinander, dann hat er mal wieder einen Tag frei oder dann machen wir mal nur einen Tag Bodenarbeit oder sowas. Aber er ist schon relativ regelmäßig auch jetzt in der Arbeit und ich habe ganz viel an den Dingen gearbeitet, die ich mit Silke gemacht habe. Also so dieses bisschen Aufnehmen, ihn ein kleines bisschen zusammenschieben, dass er sich ein bisschen aufrichtet, das Genick hochkommt und dann auch wieder rausreiten und dieses Anhalten aus dem Trab. Das ist ja noch sowas, was noch nicht so gut klappt. Und auch das Stillstehen, das mag er auch noch nicht so gerne. Ich nehme immer das Stimmkommando dazu, also diese installierte Bremse, die ich ja bei allen Pferden habe, dieses Ho.
[11:03] Und übe das erst aus dem Schritt und dann Ho. Dann hält er natürlich an und dann übe ich das genauso. Auch aus dem Trab klappt immer besser, ist aber noch sehr wackelig und noch nicht so konstant. Und dann, wenn er steht, dann muss er natürlich auch erst mal sich umgucken, was denn hier so passiert, wenn man nur so rumsteht. Das wäre beim Turnier auch nicht so günstig. Ja, bei den Jungpferden ist es noch, da wird noch drüber weggeguckt. Also in einer Erwachsenenpferdeprüfung, da darf das natürlich nicht sein, dass das Pferd dann rumirscht, wenn man sich zum Grüßen aufstellt, aber bei den Jungpferden ist das noch, da wird noch ein Auge zugedrückt. Aber also er lernt total schnell und er ist nach wie vor, er ist so ein braves Pferd. Also ich kann auch alleine mit ihm auf unsere Galoppstrecke und kann da draußen traben, galoppieren. Das macht er alles total brav. Also er macht keinen falschen Schritt, auch wenn er sich mal erschreckt oder so. Ja, dann zieht er den Schweifer ein und macht mal einen Satz nach vorne, aber dann ist er sofort wieder bei mir. Also er ist wirklich so ein toller Charakter und ist wirklich total ehrlich, macht gerne mit und es macht total viel Freude, mit ihm zu arbeiten.
[12:12] Und so langsam wird er auch richtig Pferd. Also wenn man ihn so anguckt, hat man so das Gefühl, dass er so ein bisschen, ja, so ein kleines bisschen aufgeht, wie so ein Hefekuchen. Jetzt kommen so langsam, sieht man so ein bisschen eine Oberlinie, man sieht, dass sich Muskeln entwickeln, also es geht ja alles total langsam, aber wenn ich ihn jetzt so, wenn er so da steht in der Sonne und ich gucke ihn so an und dann denke ich, er hat eine tolle Figur und er entwickelt sich wirklich mega geil. Jetzt muss er nur noch seine Nerven in den Griff kriegen, ich würde ihn ja gerne vorstellen, aber ich habe noch die Hosen voll, ich traue mich noch nicht. Also körperliche Entwicklung, super, ist ja eigentlich jetzt auch kein wirkliches Wunder, weil du ja auch was mit ihm machst. Du machst vernünftiges Training mit ihm, also dass der dann auch Muskeln aufbaut und ein Athlet wird, ein bisschen in Anführungszeichen. Das kann man sich schon vorstellen, aber gut, die Sache mit den Nerven, das ist halt okay.
[13:09] Ich habe ja auch schon so ein paar Turniere geguckt und habe so gedacht,
[13:12] da ist am gleichen Tag eine M und eine Dressurpferde A. Vielleicht nehme ich AC und Ben mit, aber ich erinnere mich noch an das erste Mal, als ich mit Klecks und mit AC auf dem Turnier war und Klecks vollkommen ausgerastet ist und der kaum zu händeln war und davor habe ich natürlich so ein bisschen Angst. Irgendwie nicht funktioniert, dass Benni nicht zu handeln ist, wenn AC weggeht. Also ich glaube, für AC DC wäre es kein Problem.
[13:38] Also der würde auch zurückbleiben, der würde da mal vieren, aber der würde da nicht irgendwie ausrasten. Aber ich weiß nicht, wie Benni sich benimmt. Wir waren ja einmal mit Klecks und Benni im Training in der Cavaletti-Stunde. Da war er schon so, als Lisa dann auf Klecks aufgestiegen ist und weggeritten ist, das fand Benni gar nicht so lustig. Also da war er schon so, wo geht der jetzt hin? Der geht weg und ich will da auf jeden Fall mit.
[14:04] Deswegen, ich kann das noch nicht so einschätzen, wie der sich benimmt, wenn ich mit zwei Pferden fahre. Also das muss ich auch noch mal so ein bisschen üben mit dem Training, dass ich mal in unsere Halle fahre und vielleicht auch einfach mal ein bisschen weggehe mit dem AC. Mal aus der Halle raus und mal wieder rein und mal wieder raus, dass ich einfach mal teste, wie das ist, wenn das Pferd, also wenn AC aus dem Blickfeld verschwindet und wie er sich dann benimmt. Ja, man will da ja auch keine bösen Überraschungen erleben am Ende des Tages. Und wir haben da ja auch schon die dollsten Sachen. Du erinnerst, also wir erzählen ja heute noch gerne drüber, Klammer auf, weil es uns nicht betroffen hat. Aber da war dann ja auch so eine Konstellation bei dem Turnier da in… Als das Pony abgehauen ist. Ja, als das Pony abgehauen ist. Die haben die beiden Ponys, die sich nicht kannten, Wallach und Stute, in der Pause zusammen in einen Hänge gestellt. Blitzverliebt. Genau, Schock verliebt und dann sollte die Stute weggehen und dann hat der Wallach gesagt, nö, ich gehe mit, mir doch egal, ob da ein Mensch dran hängt. Genau, und so hat er es. Und weg war er, genau so ist es. Und ich sage mal so, da sind wir wieder bei dem Punkt, wenn 500 Kilo dann was wollen und dann kann der Mensch was anderes wollen, aber das hat dann im Zweifelsfall, wird es dann schwierig, sich dann da durchzusetzen oder anders. Das funktioniert halt nicht mehr und das will man nicht haben. Dann war im Prinzip die ganze Turnierfahrt.
[15:29] Für einen Arsch auf gut Deutsch und das ist dann halt doof. Also das würde ich tatsächlich machen bei einem Übernachtungsturnier. Ich würde mir eins ausgucken im Sommer irgendwann, wo es Prüfungen gibt, die ich mit zwei Pferden reiten kann und wo ich die Pferde einstrahlen kann. Dann würde ich beide mitnehmen, weil da ist so eine sichere Box, da muss man nicht direkt satteln und losreiten und er bleibt alleine, sondern die Pferde sind aufgestallt und das hat auch damals gut geklappt mit AC, DC und Nixon. Nixon war ja auch sehr, sehr aufgeregt, wenn der AC weggegangen ist, also das konnte ich so auf einem normalen Turnier auch nicht machen, das ging nur auf einem Übernachtungsturnier, also damals waren wir in Gunzenhausen, da hat er zwar so ein bisschen getobt in der Box, aber was sollte er machen, er war halt in der Box. Und er hat sich dann auch wieder beruhigt und es gab keine offene Boxenwand, über die er hätte drüber springen können, weil das hat er ja auch schon gemacht, dass er über die Boxenwand gesprungen ist. Die Box ist dann der entscheidende Faktor, ist ein bisschen unfair natürlich in Anführungszeichen, weil man das Pferd damit in die Situation rein zwingt und sagt, okay, jetzt hast du halt mal keine Chance. Aber es ist andererseits dann auch das Mittel der Wahl, dann kühlen die halt irgendwie dann runter. Und irgendwann, ich sage mal so, das Ziel ist ja eigentlich sowieso, dass die von sich aus dann wissen, okay, der geht weg, der kommt aber auch wieder. Wir regen uns mal gar nicht erst auf. Das wäre ja, dahin will man ja.
[16:51] Und in der Tat, ich verstehe das Problem. Wenn Nadine das hört, die lacht sich kaputt. Die macht das anders. Die hat nämlich auch so ein Pferd, das nicht alleine bleibt im Transporter. Die macht einfach die Tür zum Gehen weg.
[17:04] Genau, das ist natürlich eine Tob-Doch. Genau, ein Tob-Doch, ja.
[17:12] Ich bringe das immer nicht fertig. Dafür habe ich auch viel zu viel Angst, dass die Pferde sich verletzen. Meistens passiert nichts. Die sind ja auch nicht so doof. Eigentlich müsste ich ein bisschen cooler werden, gerade in der Beziehung, wenn ich mit zwei Pferden unterwegs sein will. Dann muss ich ein bisschen cooler werden. Also mit Klecks funktioniert es nicht. Brauche ich gar nicht probieren, das weiß ich, das geht nicht, aber mit AC und Benni zusammen könnte es vielleicht funktionieren.
[17:39] Jenny, ich drücke jetzt mal den Themenwechsel-Knopf. Und wie ich mir jetzt wünschen würde, wenn man dich quasi kurzzeitig einstallen könnte, dass du nicht anfängst zu toben, auszutreten, auszukeilen. Wobei, ich muss mir jetzt ja gerade vor Augen führen, ich bin ja in Berlin, du bist im Schwarzwald. Du kannst mir ja gar nichts, weißt du? Das ist ja, wir sitzen ja gar nicht uns gegenüber. Puh, gerade nochmal gegangen.
[18:08] Ja, wie sagt man es am besten? Und das ist, also ich wähle ja meistens das Mittel, dass man das quasi einmal ausspricht, so überhöht, dann lachen sich alle mal kaputt und dann, nein, nein, so ist es ja gar nicht gemeint. Also wenn ich das jetzt, wenn ich diese Strategie anwenden würde, dann würde ich sagen, also der Folgentitel in dieser Folge ist das Lungensanatorium im Schwarzwald für die Pferde.
[18:36] Höhöhihi. Das ist der Eindruck, der natürlich gar nicht entstehen darf. Ich sage es jetzt mal freundlich. Ich weiß gar nicht, was du so viele Worte machst. Dass du meiner Herleitung
[18:45] dass du da folgen kannst. Ah, okay. Der Klexi war ja ein bisschen angeschlagen mit Atemwege. Wir hatten darüber berichtet mit dem Inhalieren. Einen Bronchitis hatte er, genau. Bronchitis, genau. Und wir hatten ja, jetzt auch die Jahreszeit, wo und auch die menschlichen Allergiker können ein Lied schon davon singen, wo die Pollen wieder unterwegs sind und so dieses Thema gereizte Atemwege und treue Hörer unseres Podcasts wissen das ja auch. Das begleitet dich ja so ein bisschen, es treibt dich immer um, weil es tut dir auch immer leid, weil du sagst, das ist einfach scheiße, wenn Pferde auch mal husten müssen und so. Das ist einfach, also man will das nicht haben und man sucht nach Mitteln und Wegen, das zu lindern und denen das Leben ein bisschen leichter zu machen. Oder? So weit, so gut. Und AC hat es natürlich auch wieder erwischt. Also der hat auch wieder gehustet. Also das war ja immer mal, zeitweise war das immer besser. Und es gibt aber so Phasen, wo er einfach auch wieder hustet, also auch vermehrt hustet, auch beim Reiten und im Stall. Und dann fängt man wieder an zu inhalieren und überlegt wieder, was könnte ich denn wieder machen?
[19:57] Es gibt einen Game Changer aber irgendwie. Also jetzt sagst du doch mal, es gibt tatsächlich einen Game Changer. Und wie kamst du da nochmal drauf? Ich kam tatsächlich drauf, als die Tierärztin bei Klecks war, sagte sie, oh, das wäre natürlich toll, wenn du das Heu bedampfen könntest oder wässern. Ja. Und ich so schwierig, also mit drei Pferden, wir haben einen großen Quarterballen in der Heuraufe sitzen.
[20:19] Da müsste ich den abtrennen, müsste ihm extra Heu füttern, das ist in diesem Offenstall wirklich schwierig, Pferde abzutrennen und dann, ich habe auch keinen Heubedampfer, also dann hätte ich es nur nass machen müssen. Also es war alles in allem super aufwendig. Dann war es kalt. Also das wäre mir sowieso gefroren, das Heu. Also es war irgendwie alles nicht so eine gute Lösung. Und dann hat natürlich Klexi gehustet. AC hat auch angefangen zu husten. Und dann war ich wirklich so ein bisschen verzweifelt. Und dann war die liebe Marie da zum Hufe machen und hat natürlich die Pferde dann auch husten gehört und so. Und dann sagte sie, du, ich hatte es ja schon mal gesagt, also versuch das mal mit Heulage. Meine haben damit aufgehört zu husten. Jetzt bin ich nicht so der Fan von Heulage, weil das eigentlich nicht so das optimale Pferdefutter ist. Also das ist sehr gehaltvoll, das hat viel Eiweiß, das hat mehr Wumms als trockenes Heu. Und ich, also die Pferde, wenn sie ganz viel davon fressen, macht es auch, glaube ich, dick. Also die Pferde meiner Schwester, die haben in einem Stall gestanden, da gab es nur Heulage, die waren alle fett. Alle. Und die haben erst abgenommen, als sie umgezogen sind in einen Stall mit Heu.
[21:31] Aber gut, kann sein, dass das von der Heulage kommt. Kann aber auch sein, dass es einfach zu wenig Bewegung war oder, oder, oder. Jedenfalls war ich nie so der Fan davon. Und Nicole Weidner sagte ja auch, ihre kriegen auch Heulage. Also da oben im Rheinland gibt es gar kein Heu, die machen nur Heulage. Und dann habe ich so ein bisschen gelesen, mich schlau gemacht, Chatschipidi gefragt und was kann man denn machen und Heulage, ja, nein. Jedenfalls bin ich dann, habe ich mich mit so Gartensäcken bewaffnet und bin mit meinem Hänger zu Marie gefahren und habe gesagt, ich teste das jetzt mal und hole mir mal ein paar Portionen Heulage. Und ja, so am ersten Tag habe ich es noch gemischt mit Heu, am zweiten Tag auch, so langsam anfüttern und so. Und jetzt fütter ich die Heulage ohne Heu zu mischen seit, ich glaube, sechs Tagen. Und seit drei Tagen hat kein Pferd mehr gehustet. Keiner. Also weder der Klecks noch der AC. der Benni hat immer mal abgehustet beim Antraben und da dachte ich dann auch so, oh, das junge Pferd, jetzt fängt der auch an zu husten und das war aber noch also wirklich ganz.
[22:36] Unspektakulär, einmal abhusten beim Antraben, also ich sage immer so, kein Pferd hustet ohne Grund und husten ist immer so ein Alarmzeichen, auch wenn es nur einmal ist. Und mit deiner Geschichte, die beiden anderen Patienten da dabei, also, die beiden anderen Typen, nicht im Sinne von hier klinisch Patient und so, aber also wenn man so vorgewarnt ist, dann hört man da natürlich nochmal mit ganz anderen Ohren hin, ist schon klar. Absolut, ja, ja. Und bei AC war es halt wirklich, also im Moment, wenn dann halt so die Sonne scheint und die Pollen explodieren, hat der halt auch wirklich teilweise im Stall gestanden und dann wirklich gehustet und hat keine Luft gekriegt und immer wieder gehustet und immer wieder und das halt auch.
[23:22] Also mehrere Tage hintereinander, da hat auch das ganze Inhalieren, dann nichts mehr geholfen und, ich bin total überrascht, dass das so schnell so gut funktioniert, dass die Pferde nicht mehr husten und ich frage auch dann immer meine Stallkollegen, wenn du da bist, hast du die Pferde husten gehört? Hast du einen Husten? Nein, ich höre keinen Husten und man hört es auch auf der Kamera, wenn eins hustet, also ich bin dann irgendwie so, Dauergast bei der Stallkamera, um zu hören, ob eins der Pferde hustet, aber ich habe, keinen mehr gehört, heute Morgen hat AC einmal gehustet, lag mit Sicherheit daran, dass ich draußen in der Raufe hatte ich noch so, hatte ich noch Heu drin, also es waren noch so Reste und da war die Heulage oben drauf war, die habe ich oben drauf gelegt, die war leer und dann haben sie Heu gefressen. Und da hat AC heute Morgen einmal gehustet. Aber ansonsten sind seit drei, vier Tagen alle Pferde husten frei. Und das macht mich total happy. Und ich habe auch so das Gefühl, dass AC, der strotzt vor Kraft beim Reiten. Der ist total motiviert. Der ist viel freier.
[24:28] Der kann atmen. Der kann galoppieren. Wir haben heute trainiert und haben ganz viel Galopparbeit gemacht. Ich glaube, ich bin eine Viertelstunde am Stück galoppiert. Das Pferd hatte kein nasses Haar und hat noch nicht mal schwer geatmet. Also das war wirklich absolut toll und ich bin total hin und weg, dass das so gut funktioniert.
[24:46] Ja, hilf mir nochmal ganz kurz. Also du glaubst, oder es spricht einiges dafür, dass die Heulage dafür verantwortlich ist, dass das tatsächlich besser geworden ist. Du hast gesagt, du warst eigentlich gar nicht so begeistert davon, aber wir lernen, Nicole Weidner, unsere Lieblings-Europameisterin, also es gibt tatsächlich Ställe und Regionen, wo das viel verbreiteter ist. Du hast deine Schwester im Norden wähnt und so. Nochmal ganz kurz, zwei Fragen liegen mir sozusagen auf der Zunge. Für die, die es nicht wissen, ich weiß, also jetzt bin ich der Patient, der Dinge nicht weiß, aber vielleicht hört ja doch der ein oder andere zu. Heu, Heulage, der Unterschied. Also was ist erstens der Unterschied? Und zweitens, wenn wir jetzt über den Game Changer sprechen, es scheint ja zu tun zu haben mit dem Staub, der sich in trockenem Heu befindet. Also das muss man vielleicht auch nochmal sagen.
[25:39] Das trockenes Heu ist ja wirklich im Verdacht, dass da viel Staub irgendwie drin ist, der durch das Nase rein schnuffeln, kauen. Das wird dann aufgewirbelt und dann sind die Pferde natürlich mit der Nase und den Atemwegen auch ganz nah dran. Und nehmen das dann auf. Also das muss man, glaube ich, einfach mal verstehen. Dann vielleicht, was ist der Unterschied zu Heulage? Warum staubt es nicht? Was ist Heulage? Also das ist auch gemähtes Gras, aber das wird zu Ballen gepresst, wenn es noch feucht ist und dann in eine Silierfolie gewickelt, also luftdicht verpackt quasi. Da kommt kein Sauerstoff mehr dran und dann passiert so ein Gärvorgang. So genau weiß ich es auch nicht, Aber das ist halt nur angetrocknetes Heu, also gemäht, angetrocknet und dann wird das zu Ballen gepresst und luftdicht verpackt in eine Folie.
[26:31] Und das ist natürlich auch nicht ganz ungefährlich, sobald da Luft drankommt. So ein Ballen hält sich halt nicht so lange wie jetzt ein Heuball, den kann man einfach aufmachen und dann kann man den verfüttern, von mir aus auch in vier Wochen. So ein Heulageballen muss man also bei warmem Wetter innerhalb von zwei bis
[26:47] drei Tagen verfüttern und bei kaltem Wetter hält er sich auch mal fünf bis sieben Tage, je nachdem. Also aber in der Regel sollte so ein Heulageballen spätestens nach fünf Tagen verfüttert sein. Also man kann das nicht unbegrenzt aufheben, wenn man den Ballen mal geöffnet hat, dann muss man ihn zügig verfüttern. Wegen Schimmelgefahr wahrscheinlich, oder? Ja, und das kippt auch um. Also das ist ja ein Gärprozess und sobald da Sauerstoff drankommt, dann… Verdirbt das irgendwann. Und deswegen kann man das nicht einfach unbegrenzt stehen lassen und sagen, ich hole mir jetzt mal hier so ein 500 Kilo Heulageballen und dann fütter ich da mal drei Wochen von. Das geht nicht. Deswegen ist das ein bisschen ein Problem, kleine Heulageballen zu kriegen, um drei Pferde zu füttern. Das ist wirklich ein Problem. Und dann habe ich das anfangs, also die ersten Tage habe ich das gemacht, dass ich mit meinen Gartensäcken zu Marie gefahren bin. Die hat im Moment nämlich auch das Problem, Die zwei Einsteller sind weggegangen und sie kriegt ihre Heulageballen auch nicht leer mit ihren wenigen Pferden. Und dann sagt sie auch, passt ja super. Dann teilen wir uns den Ballen, musstet ihr halt abholen. Ist natürlich mega aufwendig. Total.
[28:00] Mein Auto stinkt wie die Pest, aber habe ich gemacht. Und jetzt hat der liebe Lieferant von der Marie, hat noch drei Ballen übrig gehabt. Das reicht mir jetzt für zwei Wochen.
[28:11] Und dann habe ich die erst mal genommen. Gib her, alles was ich kriegen kann, gib erstmal her, bis die Weiden offen sind und dann entspannt sich das auch wieder. Im Sommer kann ich das nicht machen mit der Heulage, weil da verdirbt sie einfach zu schnell und mit zwei Pferden kriege ich das ja gar nicht weggefüttert. Mit drei Pferden kriege ich das ja gar nicht weggefüttert und deswegen ist das im Sommer keine Option, aber da sind die Pferde auch viel draußen auf der Wiese und ich hoffe, dass das dann nicht ganz so schlimm ist mit dem Heustaub, dass die Pferde dann einfach ein bisschen oder nicht so empfindlich reagieren. Und es gibt ja auch Pferde, die haben gar kein Problem damit. Die Nachbarpferde fressen trockenes Heu, da hustet keins.
[28:51] Also das liegt mit Sicherheit auch an den Pferden, sind sie empfindlich oder nicht. Also es liegt ganz sicher nicht am Heu. Unser Heu ist wirklich gut.
[29:01] Und also es ist nicht so, dass das Heu, ja, dass jemand hat auch gesagt, ja, euer Heu ist zu staubig. Nee, unser Heu ist wirklich gut. Also da kann man überhaupt nicht meckern, das ist gutes Heu, das sieht gut aus, das riecht gut, das staubt auch wenig, aber trotzdem ist es so, dass also einfach das Heu in 80 Prozent der Fälle verantwortlich ist für Husten bei den Pferden. Okay, krass. Und ich sage mal so, wir vereinbaren jetzt mal zwei Sachen. Wir sind ja hier nicht die letzte Instanz. Wir sind auch nicht der Pferdefutter-Podcast oder irgendwie sowas. Wir sind auch keine Pferde-Ernährungsexperten. Wir probieren aus und geben unsere Erfahrungen weiter. So muss man das, glaube ich, sagen. Und wenn es da irgendwie neue Erfahrungen gibt, Rückschläge, entweder her damit oder wir würden es natürlich auch weitergeben, wenn sich da was tut an dieser Front. Aber ich sage mal so, es spricht viel dafür, dass Leute, die das gleiche Problem haben, also du würdest sagen, es ist ein Versuch wert. Also so kann man es, glaube ich, auf den Punkt bringen. Absolut. Kommen natürlich dann auch immer wieder Stimmen, die dann sagen, oh, das ist ja so eiweißhaltig und Hufrehegefahr. Das ist ein Mythos. Also Eiweiß macht keine Hufrehe.
[30:23] Hufrehe kommt von zu viel Kohlehydrate, zu viel Zucker im Gras oder im Heu. Aber Eiweiß löst keine Hufrehe aus. Also das ist definitiv ein Mythos. Also das stimmt nicht. Natürlich ist das sehr gehaltvoll, viel Eiweiß, kann natürlich auch so zu einer Übersäuerung der Muskeln führen, wenn das ganz, ganz viel ist. Aber also meine Pferde sind topfit, da hat auch keins Durchfall gehabt oder so bei der Umstellung. Ich habe es auch nicht so langsam gemacht, sondern ich habe direkt rein, ein bisschen mit Heu gemischt und fressen. Und keins hatte Durchfall, keins hat Kotwasser oder sonst irgendwas gehabt, was man dann ganz oft auch liest. Oh, da kriegen sie Kotwasser oder dies oder jenes. Vielleicht kommt das alles noch, keine Ahnung. Aber im Moment habe ich den Eindruck, dass es den Pferden damit wesentlich besser geht. Ich habe den Eindruck, der Benni sagt, nee, nee, Durchfall hebe ich mir auf für die ganz harten Fälle, wenn wir irgendwo hin zum Trainieren fahren und da sind Kinder oder andere Pferde, dann Durchfall, Heulage ist okay.
[31:26] Genau so. Genau. Dann haue ich jetzt mal den Themenwechselknopf rein. Ich sehe gerade, wir labern hier schon wieder. Es ist ein Wahnsinn.
[31:37] Wir haben ChatGPT gefragt, was wären eigentlich so Themen, die wir nicht übersehen dürfen. Du kennst uns ja ein bisschen, sag mal, hau mal raus. Und dieses Ding hatte tatsächlich viele gute Vorschläge und uns hat, und das machen wir jetzt ganz schnell, der Stall-Mythos-Check irgendwie gepackt und du musstest bei ganz vielen Punkten, die da als Stallmythen aufgeführt wurden, musstest du schmunzeln und sagen, stimmt. Und das habe ich auch schon gehört. Und das ist, das habe ich auch schon gehört, das ist aber Schwachsinn und da müsste man ja auch nochmal was dazu sagen. Drei Stück und Jenny klärt auf und räumt auf mit den Stallmythen. Ich hau die jetzt mal hintereinander raus. Mach eins nach dem anderen, wie beim Knödelessen.
[32:31] Der muss erst mal richtig müde gemacht werden. Ui, ja, höre ich oft. Was ist damit? Okay, hörst du oft, oder? Höre ich oft, vor allem wenn Menschen junge Pferde ausbilden, dass dann zum Beispiel so, ja, bevor der Reiter da jetzt draufkommt, wird das erst mal abgekocht. Bin ich immer so ein bisschen semi-begeistert von, weil die jungen Pferde natürlich auch ganz schnell müde werden und ganz schnell die Konzentration verlieren. Und natürlich so einmal an der Longe bocken lassen, links, rechts, galoppier mal, bock dich mal aus, habe ich mit meinen auch gemacht, maximal fünf Minuten, länger nicht, weil sonst müde machen war ja nicht das Ziel, sondern die Spannung rauslassen, wenn das Pferd, also wirklich, die sind ja dann noch ein bisschen angespannt und bevor der Reiter draufkommt, habe ich es immer genannt, ich würde gerne ein bisschen die Spannung rauslassen, also gerade so bei Benni auch, dass der sich einmal bewegt, einmal galoppiert und dann ausatmet und dann war gut, aber dann war der nicht müde, also ich habe die Pferde nie müde gemacht, an der Longe, weil ich ja wollte, dass sie noch fit genug sind, mich zu tragen und sich zu konzentrieren und Dinge zu lernen. Deswegen finde ich das, also müde machen, nee, würde ich auf gar keinen Fall machen. Und hier, also Chachubi, der muss erstmal richtig müde gemacht werden. Also das ist natürlich gerade bei jungen Pferden kontraproduktiv, weil das Ergebnis davon ist, er ist dann halt müde und es geht nichts mehr. Genau, es geht dabei gar nichts mehr. Genau.
[33:59] Zweiter Mythos von drei, der testet dich nur. Oh ja, das hört man auch ganz häufig, wenn so ein Pferd, zum Beispiel in dem alten Stall war hinten in der Ecke eine Tür, eine große Glasfront, eine Tür und da war ein Räumchen, da hat der benachbarte Tierarzt die toten Tiere aufbewahrt, bis der, da gab es so einen Service, der die immer abgeholt hat, mir fällt der Name gerade nicht ein, aber alle Pferde sind an dieser Tür immer irgendwie so, oh, oh, oh, Und ich glaube, die haben das einfach gerochen. Aber da war ganz oft so die Aussage, ja, der testet dich jetzt nur, ob der da vorbeigehen muss. Nee, kein Pferd kann so denken, so logisch denken, dass er sich überlegt, so, jetzt reiten wir an der Tür entlang, jetzt teste ich die mal, ob die im Sattel bleibt.
[34:47] Pferde können ja gar nicht logisch denken, die reagieren ja immer instinktiv. Auf etwas sozusagen. Genau, die reagieren auf etwas, was sie sehen, hören, riechen, empfinden. Aber die würden ja niemals denken, ich teste jetzt mal meinen Reiter, ob der meinen Boxsprung aushält. Also das können Pferde einfach nicht, glaube ich. Vielleicht können sie es ja und wir wissen es noch nicht. Genau, vielleicht ist es doch kein Mythos. Nein, das ist ein Mythos. Natürlich ist das Käse und interessant ist natürlich, dass es an der Ecke, ich ahne mal, weil du mit der Tierärztin befreundet warst, kanntest du die Geschichte dahinter. Andere kannten die möglicherweise nicht. Deshalb konnte man das natürlich da wirklich sehr gut beobachten und war, und deshalb bist du in dem konkreten Fall, kennst du halt den wahren Grund. Also das finde ich ist dann, ja. Dass Pferde immer mal ihre Grenzen austesten, das ist natürlich gar keine Frage, das machen die auch. Aber die versuchen natürlich auch, auch Pferde gehen instinktiv den Weg des geringsten Widerstandes. Stuten ein bisschen weniger und Wallache ein bisschen mehr. Also bei Wallachen ist es immer sehr viel einfacher, den Widerstand zu umgehen, als bei Stuten. Stuten sind schon manchmal so, nee, mach ich nicht. Doch, machst du. Nee, mach ich nicht. Doch, machst du. Nee, mach ich nicht. Doch, machst du. Okay, mach ich. Und beim Wallach ist es, nee, mach ich nicht. Doch, machst du. Okay, mach ich.
[36:08] Also das ist, da testet so ein Pferd auch seine Grenzen oder auch die Grenzen des Reiters. Aber das kommt rein instinktiv und aus einer.
[36:21] Angeborenen, also auch Faulheit beziehungsweise Bequemlichkeit. Wenn das anstrengend wird für das Pferd, dann probiert es natürlich, das zu umgehen und sagt, vielleicht kann ich da irgendwie schummeln und mach das einfach mal nett. Mal gucken, was der Reiter sagt. Das denkt natürlich so nicht logisch, aber so dieses Tun, nee, das ist jetzt anstrengend und, ach nee, da versuche ich irgendwas anderes zu machen. Also da ist das Testen schon auch, ja, dann kann man das auch nennen, der testet, ja. Okay, aber da sind wir bei dem Thema, also auch da bleiben wir bei dem Thema, das Pferd reagiert auf etwas, nämlich auf, das ist jetzt anstrengend und das ist die Reaktion darauf und es wird weniger der Gedanke sein, ich teste jetzt mal, was so geht und wie lang der Geduldsfaden ist, das Reiter ist der Reiterin, aber also da kann man doch am ehesten dann nachvollziehen, dass das so empfunden wird, da wird was ausgetestet und im weitesten Sinne, also es gibt Situationen, da kann man es offensichtlich dann so halb durchgehen lassen. Also letzter Mythos, also wenn jemand Expertin ist, dann bist du es. Der Haflinger oder Haflinger sind stur. Nicht alle, aber manche. Aber auch manche Warmblüter sind stur. Also das ist nicht den Haflingern vorbehalten, sondern es gibt natürlich auch Pferde, die einfach ein bisschen.
[37:39] Ja, da ist die Schmerzgrenze ein bisschen höher und auch die Reaktionsgrenze ein bisschen höher. Die sind einfach ein bisschen pragmatischer und es gibt auch Pferde, die sind ein bisschen sensibler. Also das ist glaube ich Charaktersache und keine Rassesache. Ich finde ja, also Nixen konnte schon stur sein, wenn es zum Beispiel darum ging, er geht nicht auf den Hänger. Ich kann mich noch erinnern, ich glaube, wir standen damals mehr als zwei Stunden bei, ich weiß nicht, 30 Grad. Ehrlich, da kann ich mich nicht dran erinnern. Da warst du nicht dabei. Okay. Aber wir haben wirklich, also die Springreiter kamen, es kamen so viele Leute und wollten uns helfen, das Pferd zu verladen. Ja, es hat keiner geschafft. Wir standen wirklich vor dem Hänger. Ich habe dann zu meiner Freundin gesagt, ich mache ihn jetzt los, ich lasse ihn einfach laufen, ich habe keinen Bock mehr. Und meine Freundin saß so in der Vordertür des Hängers und bis in einen Apfel und was macht Nixen? Latscht in den Hänger, weil er den Apfel wollte. Und ich so, oh Gott, schnell zumachen und losfahren. Und ich schnell die Klappe zu, da war hinten keine Stange, gar nichts, also einfach nur Klappe zu, dass das Pferd da drin bleibt. Und dann sind wir losgefahren und danach habe ich Pia geholt und habe gesagt, Pia, wir müssen das in den Griff kriegen, dass dieses Pferd in den Hänger geht.
[38:53] Habt ihr ja auch geschafft. Ja, Pia hat mir dann gesagt, sei einfach immer ein bisschen sturer als er. Das hat funktioniert. Also auch so meine innere Einstellung, so mein, ich glaube, das habe ich dann irgendwann ausgestrahlt, ich bin sturer als du. Und dann hat er gar nicht mehr lange rumgemacht. Und die ist sturer als ich, dann gehe ich lieber gleich rein.
[39:11] Okay. Aber wir halten fest, es ist nicht Haftlingern vorbehalten und vor allen Dingen, nicht alle Haftlinger sind so. ACDC ist dann ja wieder. Genau, ist das ein Paradebeispiel für das Gegenteil. Nicht stur zu sein. Genau. Deshalb, das kann man tatsächlich an dieser Stelle als klaren Mythos hier mal benennen.
[39:34] Und genau, stimmt nicht, nur bei manchen. Manche sind halt stur. Jenny, dann haue ich den letzten Themenwechselknopf hier rein und habe noch einen Aufruf zum Schluss. Ich habe noch zwei Kleinigkeiten. Es gibt einen Termin mit der behandelnden Ärztin von Amira, wenn alles gut läuft. Wir hatten es ja schon mal erwähnt, vielbeschäftigte Tiermediziner aus Zürich, aus der Schweiz. Aber wenn alles gut läuft, dann könnten wir uns nächste Woche unterhalten und das dann in die nächste Folge kriegen. Ja, so, also in die nächste große Folge. Wir schauen mal und wir werden wahrscheinlich auch im Laufe der nächsten Woche Nikola Wohlstorf aus Österreich nochmal bei uns haben. Treue Hörer erinnern sich, das ist die S-Reiterin aus Österreich, die Pferdeleuten Training gibt, wo man Online-Kurse machen kann, die auch.
[40:37] So diesen Knopf im Ohr, also quasi ganze Trainings-Sessions aufgelegt hat, audiomäßig die Videotrainings gibt. Also sie macht ganz viel und sie hat diverse Gastauftritte bei uns im Pferde-Podcast gehabt. Und wir würden über Themen sprechen, die beim Training weiterhelfen. Konkrete Tipps, 10 Minuten, Viertelstunde. Und die Frage an unsere Hörers wäre, wenn es konkrete Wünsche gibt, hey, redet doch mal über, hey, ich komme mit dieser oder jener Lektion einfach nicht klar, gibt es den goldenen Tipp, was auch immer, wie auch immer, wir sind da ziemlich flexibel, dann gerne her damit. Wir haben noch ein paar Tage Zeit, bis wir das Interview aufzeichnen und tatsächlich, wenn es einen konkreten Redebedarf gibt, konkrete Fragen an Nikola aus Österreich, dann freuen wir uns über ein Signal, sage ich jetzt mal. Alle Kanäle sind offen, Mail über die Website, Kontaktformular, aber auch Social Media, gerne eher damit. Jenny, das war Folge 425 des Pferde-Podcasts. Es war wieder viel drin, fand ich. Bist du zufrieden? Alles gut?
[41:56] Alles gut. Dann bedanken wir uns fürs Zuhören und wünschen eine pferdige Zeit, ein schönes Wochenende. Und wir melden uns dann, wie immer, mit der kleinen Folge wieder, die wir gemeinsam im Schwarzwald aufnehmen. Bis dahin. Tschüss. Tschüss.
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