
Manche Entscheidungen trifft man nicht an einem Tag – sie wachsen über Jahre. In Folge 433 des Pferdepodcasts geht es um genau so eine: den Abschied von Klex. Ein Pferd, das so viel gegeben hat, das geprägt hat, das Teil der Herde – und irgendwie auch Teil der Familie war. Und trotzdem steht am Ende die Frage: Was ist eigentlich das Beste für das Pferd?
Wann sollte man ein Pferd gehen lassen?
Jenny nimmt euch mit in einen Prozess voller Zweifel, Hoffnung und ehrlicher Selbstreflexion. Denn auch wenn Klex und sie viel erreicht haben – bis zur L-Dressur und darüber hinaus – hat sich ein Gefühl nie ganz eingestellt: Leichtigkeit. Stattdessen war da oft Arbeit, Mühe und die leise Ahnung, dass dieses Pferd vielleicht woanders glücklicher sein könnte.
Dann kommt dieser eine Moment, der alles verändert: Ein Proberitt, eine junge Reiterin – und plötzlich passt es. Sofort. Mühelos. Harmonie auf den ersten Blick. Und genau das macht diese Entscheidung gleichzeitig leichter und schwerer. Denn loslassen bedeutet auch, anzuerkennen, dass jemand anderes besser passt.
Diese Folge ist ehrlich, emotional und stellt eine Frage, die viele Pferdemenschen kennen: Wann ist es Zeit, ein Pferd gehen zu lassen? Und ist Loslassen vielleicht manchmal die größte Form von Verantwortung?
Hören kannst Du den Pferdepodcast auf allen großen Podcast-Plattformen. Klicke auf diesen Button, um die aktuelle Folge bei iTunes beziehungsweise ApplePodcasts zu starten:
Hier hörst Du uns bei YouTube Music:

Du findest uns aber auch zum Beispiel bei Spotify, Deezer, Podcast.de oder TuneIn. Auch Dein Alexa-Gerät sollte den Pferdepodcast kennen. Probier’s mal aus. Oder starte das Video bei YouTube:
Den Pferdepodcast unterstützen – das geht jetzt auch per PayPal:

📲 **So erreichst du uns!**
Ihr könnt uns auf allen gängigen Social-Media-Plattformen, per E-Mail oder über verschiedene Messenger erreichen. Alle Wege zu uns findet ihr hier. Bleibt dran und teilt uns eure Gedanken mit – wir freuen uns auf eure Nachrichten und Kommentare! 🐴❤️ #Pferdepodcast #Turnierreiterei #Freizeitreiter #Pferdegesundheit #Pferdezähne #PodcastCommunity #Lieblingsviecher
Du magst unseren Podcast? Dann schau gerne auch in unserem Shop vorbei. Du hast eine ältere Folge verpasst oder möchtest gerne noch mal was nachhören? Kein Problem. Schau einfach in unserem Archiv vorbei.
Hier geht’s zum vollständigen Transkript:
[0:00] Hier ist der Pferde-Podcast, Folge 433. Wir starten mit dem Hafer- und Bananen-Blues. Das ist der Hafer- und Bananen-Blues. Das ist das, was jedes Pferd haben muss. Ich wiehe jetzt nicht. Das kannst du schon selber machen. Ja, ich bin hier der Mann, der fürs Wiehern zuständig ist. Wir melden uns aus dem Osterurlaub, wenn man das so sagen kann. Wir sind beide im Schwarzwald. Ich bin gestern am, was ist das dann? Der grünen Donnerstag, ne? Am grünen Donnerstag mit der Bahn.
[0:34] Nahezu pünktlich. Hier eingeritten sozusagen und toll, toll. Das Wetter ist schön, alles super. Wobei, ist alles so super? Ich weiß es nicht so genau. Unser Orchestermusiker, also wir sind relativ monothematisch unterwegs heute. Es gibt ein großes Thema. Wir lüften das Geheimnis, dass wir in der geheimnisvollen Folge für unsere Steady-Hörer ja vergangene Woche quasi, also da haben wir das Geheimnis schon angelupft, angelüftet sozusagen. Und jetzt machen wir die Fenster auf, lüften richtig durch sozusagen. Das Geheimnis wird gelüftet für alle. Und es geht um Klecks heute, nahezu monothematisch. Wir gucken mal, ob es sonst noch irgendwie wirklich erwähnenswerte, dringende Dinge darüber hinaus gibt. Und bevor wir in das Thema einsteigen, das auch nicht nur schön ist, also ich werde gleich, also wenn der Manni die Pferde-Podcast-Hymne gespielt hat, werde ich mal die Fallhöhe aufbauen, die es so braucht, aus meiner Sicht für dieses Thema.
[1:45] Aber erstmal ist unser Orchestermusiker dran, unseren Manni mit der Pferde-Podcast-Hymne.
[2:11] Ja Jenny, wir zeichnen auf am Karfreitag. Das ist ja der Tag, bekanntermaßen, an dem Jesus ans Kreuz genagelt wurde. Und die Frage ist, kann es noch schlimmer kommen? Also gibt es noch traurigere Dinge, die passieren können? Die Antwort, ich will das jetzt mal nicht beantworten, weil es kann natürlich auch jetzt sehr leicht. Also gläubige Menschen, die uns zuhören, Entschuldigung. Ich bin irgendwann mal aus der Kirche ausgetreten, jetzt nicht aus… Wegen Geld, schnöder Mammon. Genau, schnöder Mammon und so weiter. Aber man will natürlich auch keine religiösen Gefühle verletzen. In diesem Sinne, das soll hier jetzt nicht gotteslästerlich werden. Entschuldigung für diesen billigen ans Kreuznagel-Gag, aber ich musste ihn einfach machen, weil gefühlt, also ich sag mal so, wenn man sagt, an so einem Tag, der eher so in Moll daherkommt, so von der Gefühlslage her, dann sind wir ja eigentlich mit dem Thema, was wir heute haben, also jedenfalls, was meine Gefühle angeht, goldrichtig.
[3:20] Also das passt in diese Moll-Stimmung. Wenn du mich fragst, du bist so hin- und hergerissen, du hast aber heute auch schon geweint, wenn ich dieses Geheimnis mal lüften darf. Also dann, wir müssen ja nicht lange drum herum reden. Wir können ja erstmal, also der Fakt ist, glaube ich, schnell erzählt. Aber was sich dahinter verbirgt? Da kann man dann jetzt drüber streiten, ob man da länger oder, also ich glaube, man braucht ein bisschen länger dafür als einen Satz oder so. Und viele werden sich dann auch die Frage stellen, warum, wieso, weshalb. Der Fakt ist, also ich fange mal mit dem Fakt an, du musst dann erklären, warum, wieso, weshalb. Wollen wir das vielleicht als Rollenverteilung so machen? Der Fakt ist, dass die Pferdepodcast Herde, die ja bekanntlich aus dem Haflinger ACDC, dem erfolgreichen Turnierpferd, aus Nesthäkchen Benni und aus Klecks besteht. Diese Pferdepodcast Herde ist heute um ein Mitglied kleiner geworden. Klecks hat uns verlassen, Klecks hat ein neues Zuhause gefunden.
[4:33] Und jetzt fragt man sich, warum, wieso, weshalb? Da müssen wir aber der KI ein neues Lied, also die muss ein neues Lied komponieren. Okay. Das ist sowieso schon, also als würde man, ja. Ja, du haderst sehr damit, aber ich fange mal beim Anfang an. Ich habe ja Klecks vor sechs Jahren gekauft, weil er einfach ein Charmeur ist. Ich habe ihn gesehen bei eHorse und habe sofort gesagt, da müssen wir mal hinfahren, den will ich angucken. Und ich habe ihn gesehen und habe mich sofort in dieses Pferd verliebt, weil der super empathisch und direkt so dem Menschen zugewandt und natürlich, dann wollte ich auch Probereiten, habe ich gemacht und ich habe damals beim Probereiten schon gedacht.
[5:18] Das ist aber jetzt nicht das leichtrittigste Pferd unter der Sonne, habe aber in meiner Arroganz damals gedacht, naja, der ist erst vier, der ist jetzt zehnmal unterm Sattel, kriege ich schon hin.
[5:28] Dass wir zwei eine Einheit werden Ja, also ich habe auch wirklich lange, lange, lange alles, alles Mögliche probiert, dass wir zwei eine Einheit werden. Das ist uns leider nicht gelungen. Wir haben es leidlich mal besser, mal weniger besser hinbekommen, aber wir waren nie ein richtiges Team, Klecks und ich. Also am Boden ja, unterm Sattel nein.
[5:52] Hat der den Pferdepodcast inhaltlich auch, sagen wir mal so, also viele Folgen wären nicht entstanden, wenn die Konstellation nicht so gewesen wäre, wie du das gerade beschreibst. Also es lebt ja immer auch ein bisschen davon, wie geht man mit den Problemen um, die man mit einem Pferd so hat. Und sagen wir mal so, davon hat Klecks jetzt auch einige geliefert, also Herausforderungen. Absolut. Ich habe viel, viel gelehrt von diesem Pferd, aber ich trage mich ja schon viel, viel länger als jetzt seit gestern mit dem Gedanken, eigentlich müsste ich ihn verkaufen. Renommierte Trainer haben mir auch gesagt, verkauf ihn, ihr passt nicht zusammen. Herr Wille hat mir vor fünf Jahren schon gesagt, das ist nicht dein Pferd, den musst du verkaufen. Aber ich habe immer gedacht, ach, pappelapapp, ich verkaufe doch mein Pferd nicht und ich liebe den doch und… Wir haben uns ja auch wirklich so bis zur L-Tressur und wir haben auch siebener Noten in L-Tressuren gehabt. Wir haben viele Schleifchen auch mitgenommen. Wir hatten auch fünfer Noten in L-Tressuren. Aber wir haben uns durchgeackert bis zur L-Tressur. Und was bei mir so geblieben ist, ist, dass er nie so wirklich Spaß an der Arbeit im Viereck hatte. Also er hat das dann irgendwann alles gemacht.
[7:00] Gewisse Dinge sind ihm etwas schwerer gefallen.
[7:03] Aber er hat das auch dann mitgemacht. Aber es war nie so, dass ich so aus einer Prüfung rausgeritten bin und gedacht habe, oh, das hat jetzt Spaß gemacht. Das war immer viel, viel Arbeit, dieses Pferd so vorzustellen, wie ich ihn vorgestellt habe und da auch mal eine Siebener Note rauszuholen. Und es war nie so wirklich Leichtigkeit und Freude dabei. Und deswegen habe ich auch immer mal wieder gedacht, eigentlich müsste ich ihn verkaufen. Und ich habe dann auch immer ganz oft mit meiner lieben Nadine darüber gesprochen und habe gesagt, ach, wenn mal jemand kommen würde, wo ich sage, das passt, dann würde ich ihn auch hergeben. Und irgendwann Anfang des Jahres habe ich mich mit Nadine nochmal darüber unterhalten und dann sagte Nadine, naja, dann müsstest du aber mal kundtun, dass du ihn hergeben würdest, weil die Leute kommen nicht und fragen, würdest du dein Pferd verkaufen? Da hatte sie natürlich vollkommen recht. und mal inserieren bei eHorse, da habe ich mich sehr, sehr schwer getan. Und dann habe ich so eine Anzeige entworfen und habe wirklich hin und her überlegt, was will ich denn, will ich denn, dass mir jetzt tausend Leute schreiben, kann ich mal Fotos und Videos und kann ich mal dies, nein, könnt ihr alle nicht. Also ich habe auch in dieser Anzeige, ich habe dann wirklich eine entworfen, habe sie formuliert und habe in diese Anzeige geschrieben, dass ich keine Videos oder Fotos verschicke, ohne mit einem potenziellen Käufer persönlich am Telefon gesprochen zu haben. Das ist ja schon mal so eine Hürde, die man als Interessent nehmen muss. Ich nehme den Telefonhörer in die Hand und rufe da an, obwohl ich nur ein einziges Foto von dem Pferd habe.
[8:29] Und das hat mir so gezeigt, da hat jemand wirklich ernsthaftes Interesse. Also jemand, der mich dann anruft, der will jetzt nicht nur gucken, ach, wie läuft der denn so, wie ist der denn so? Und es hat tatsächlich jemand angerufen, also es haben ein paar Leute angerufen, aber es hat jemand angerufen, mit dem ich dann auch, also eine Frau, mit der ich über zwei Stunden telefoniert habe, beim ersten Mal schon. Sie hat mir ganz viel erzählt von ihrer zwölfjährigen Tochter, Was sie reitet, was sie vorhaben mit dem Pferd. Ich habe ganz viel über das Pferd erzählt. Wir haben uns sofort auf Anhieb, so durchs Telefon, wir waren uns sehr sympathisch. Wir hatten sofort einen Draht zueinander und dann haben wir einen Probereittermin ausgemacht und das war im Januar. Das war so Mitte, Ende Januar. Ich habe es weggingnoriert alles. Genau, du hast es weggingnoriert, absolut. Ich habe es wirklich weggingnoriert und ich habe mir noch bis heute noch nicht mal diese Anzeige angeguckt. Die ist auch nicht mehr online. Ja, aber ich finde es interessant, wenn du mich jetzt danach gefragt hättest, wie war die Anzeige, ich hätte diese Details, also für mich ist das jetzt tatsächlich, du hast mir bestimmt irgendwann mal erzählt. Nee, habe ich dir tatsächlich nicht erzählt, weil du wolltest nicht darüber sprechen. Stimmt, so war es. Also ich hätte jetzt auch gesagt, ich hätte es auch wieder vergessen und wahrscheinlich, und wenn du sagst, ich habe es nie erfahren, genau, weil ich habe es einfach wegignoriert, weil mir das sehr gegen den Strich ging. Aber mein großer Auftritt in dieser Folge kommt ja noch, also wo ich das alles…
[9:58] Auch nochmal sagen darf. Nein, das geht auch ganz schnell. Entschuldigung, ich wollte dich nicht unterbrechen. Okay, also im Januar Termin zum Probereiten. Da war das, und also nicht die Frau?
[10:10] Genau, die Frau mit ihrer Tochter. Also das Pferd ist eigentlich für das Mädchen. Eigentlich für die Zwölfjährige so ein bisschen Turnierreiten und die Mama reitet auch. Die Mama reitet auch sehr ordentlich, also wirklich gut und die ist früher deutsche Reitponys geritten, ist eine ganz kleine, zarte Person und die möchte so ein bisschen ins Gelände gehen und so ein bisschen Korrektur reiten. Das hat sich für mich alles so sehr stimmig angehört und ich habe dann auch Videos bekommen, also Reitvideos von der Tochter und das hat mich, also da war ich sehr angetan und dachte so, wow, mit zwölf reitet die wirklich schon super toll.
[10:45] Pferde Kauf andersrum, nicht du hast Videos verschickt. Ich habe gesagt, er geht nur, wenn das für mich 100% stimmt und wenn ich da 100% mit dem Herzen dabei bin. Also ich verkaufe ihn nicht, um ihn zu verkaufen, sondern ich… Ich habe gesagt, ich gebe ihn nur her, wenn er das wirklich das Zuhause findet, wo ich sage, das wünsche ich mir für ihn. Und es haben dann noch ein paar andere Interessenten angerufen, die ich erst mal verdröstet habe und gesagt habe, es kommt erst mal ein Interessent und wenn der ihn nicht nimmt, dann würde ich mich noch mal melden. Und dann war dieser Tag gekommen zum Probereiten und wir haben Klecks dann, also ganz sympathisch, die Filine war dann da, die Tochter.
[11:29] Und wir haben ihn gemeinsam geputzt und gesattelt und wir haben viel gesprochen und haben uns unterhalten und eigentlich, ich saß schon drauf auf dem Pferd und dann dachte ich so, nee, eigentlich, sie muss drauf, sie muss direkt von Anfang an fühlen, dass dieses Pferd so ein bisschen wie so ein Dieselmotor ist. Ich wollte überhaupt, also ich wollte, dass sie ganz genau weiß, auf was sie sich einlässt, wenn sie Klecks kauft und ich hätte ihn jetzt warm reiten können, dann hätte ich sie draufsetzen können. Dann hätte sie es nicht gemerkt. Genau, dann hätte sie es vielleicht nicht gemerkt. Der braucht immer so eine Zeit lang, bis er von selber zieht. Ich habe das auch gesagt, der ist ein bisschen triebig, also der ist jetzt nicht so, der zieht nicht so nach vorne. Und dann bin ich auch, ich bin zwei Runden Schritt geritten und dann habe ich gesagt, nee, das ist ja völliger Blödsinn, ich steige jetzt ab, du reitest zuerst. Du musst von Anfang an fühlen, wie das Pferd zu reiten ist. Und dann saß sie drauf, ist so ein bisschen Schritt geritten, in warm geritten. Und dann habe ich gesagt, so jetzt machen wir so ein bisschen Unterricht. Ich helfe dir ein bisschen, ich gebe dir ein paar Tipps.
[12:26] Und die trabt an und ich gucke da hin und dachte so, okay, wieso kann die das und ich kann es nicht. Das war so mein erster Gedanke, die kann den reiten. Und wie die den reiten konnte, der lief einfach total zufrieden in Anlehnung. Ich habe ihr ein paar Tipps gegeben. Du stellst nur die Hand hin, der ist ganz fein. Gar nicht fummeln, gar nicht zuppeln, Bein dranlassen, ganz in Ruhe reiten und das war, Es war so, ich habe da zugeguckt und dann ging mir das Herz auf und dann habe ich gedacht, das ist wie Arsch auf Eimer, das passt. Und Feline konnte ihn sofort reiten und sie hat sofort eine Verbindung mit ihm gehabt. Und wir haben dann, also wir sind getrabt, galoppiert, wir haben noch einen kleinen Sprung hingestellt. Sie ist ein paar Mal über den kleinen Sprung gesprungen. Ich denke, sie hat das alles super toll und sehr willig mitgemacht. Und dann sind wir noch eine kleine Runde außen um unsere Galoppstrecke. Dann konnte sie noch ein bisschen Gelände traben. Die Mama und ich, wir sind zu Fuß mitgegangen. Und es war wirklich schön anzugucken, wie harmonisch das beim ersten Mal schon war. Und Felina hat mich auch sehr beeindruckt durch ihre Art, mit dem Pferd umzugehen. Sehr vorsichtig, sehr pro Pferd, sehr dem Pferd zugewandt. In einer ganz ruhigen Art, was für eine Zwölfjährige wirklich total ungewöhnlich ist, wie mit viel Bedacht und mit viel auch vorausschauend und wirklich immer aufmerksam dem Pferd gegenüber und sehr bereitwillig auch Tipps entgegengenommen. Also das war wirklich eine Freude, den beiden zuzugucken.
[13:55] Und dann war das ja schon so, wir haben noch ein bisschen gesprochen. Ich habe gesagt, alle müssen erstmal überlegen, wir lassen uns bitte Zeit, wir brechen nichts übers Knie.
[14:05] Und so haben wir uns dann wieder getrennt und sind so ein bisschen in Verbindung geblieben und sie hatten auch ihre Trainerin dabei und natürlich müssen die dann erstmal sprechen, passt das denn und so. Ein bisschen überlegen und auch mit dem Mann sprechen und so. Und dann gingen so ein paar Tage ins Land und dann, wir würden gerne nochmal kommen. Na klar, jederzeit. Und dann ist auch der Papa mitgekommen, weil der sollte ja auch mitentscheiden, welches Pferd kommt denn in die Familie. Und da gab es leider Regenwetter und dann mussten wir mit dem Hänger in die Halle fahren. Also Filina hat den Klecks alleine verladen. Der ist eingestiegen, der ist ausgestiegen. Wir waren in der Halle. Wir haben eine tolle Reitstunde gehabt. Also wir sind Lektionen geritten. Sie konnte Mitteltrab reiten. Also es war alles wirklich total schön anzugucken, wie harmonisch Filine und der Klecks miteinander waren. Und auch die Mama ist dann noch so zehn Minuten geritten, hat auch super gut geklappt. Also die fanden sich auch sofort zusammen und haben ein paar schöne Runden gedreht.
[15:05] Stimmt, die Mama soll ja auch reichen. Genau, die Mama soll ja auch reichen, genau.
[15:09] Und ja, dann waren wir wirklich so alle, okay, wir schlafen auch doch nochmal drüber. Nochmal drüber und dann war schon klar, es würde in diese Richtung dann so gehen. Genau, dann war es eigentlich für alle Beteiligten schon klar. Also für mich war klar, die kriegen ihn oder keine. Also ich verkaufe ihn nicht an jemand anderes. Ich verkaufe ihn ausschließlich an diese Familie oder er bleibt bei mir. Und dann hat leider, hat er diese Bronchitis bekommen. Also da fing er schon beim zweiten Probereiten, hat er schon ein bisschen gehustet. Ich habe nochmal Hoffnung geschöpft. Genau. Und dann hat er ja wirklich, also dann wurde er wirklich krank und hatte diese Bronchitis und wir mussten alles stoppen. Also ich habe dann einen Tierarzt geholt, der hat Medikamente gekriegt.
[15:51] Dann haben wir, also wir waren dann auch schon handelseinig und haben gesagt, ja, sie wollen ihn, euch gebe ich ihn auch und wir haben einen Vorkaufvertrag gemacht, vorbehaltlich einer positiven Ankaufsuntersuchung, die wir aber jetzt dann einfach hinten anstellen mussten, nochmal vier, sechs Wochen, bis die Medikamente gegeben sind, bis er sich wieder erholt hat, bis er so einigermaßen wieder antrainiert ist, weil er ja dann auch wirklich vier bis sechs Wochen komplett aus dem Training raus war, nur locker bewegen mit der Bronchitis. Mehr war ja nicht drin.
[16:21] Und dann hatten wir Ende März, konnten wir dann endlich in die Klinik fahren und konnten ihn untersuchen lassen. Und das war auch soweit alles okay. Also das Pferd war klinisch völlig unauffällig. Er hatte diese Bronchitis so fast überstanden. Das dauert ja in der Regel schon ein bisschen länger, bis die Pferde wieder voll belastbar sind. Und das hat man auch an dem Lungenwert, konnte man das ablesen, dass er vorher halt eine Bronchitis durchgemacht hat. Aber ansonsten war alles fein und die AKU war positiv und damit war der Kaufvertrag natürlich auch wirksam. Und dann war das noch so ein bisschen, er kommt in einen Offenstall mit drei anderen Wallachen und der muss natürlich integriert werden, das geht ja nicht, man kann den nicht einfach so reinschmeißen und es gibt in dem Offenstall direkt dabei eine Integrationsbox mit Paddock, wo er erstmal reinkommt, bis die Koppeln aufgehen und dann wird der Herde zugeführt. Also das wird jetzt noch so drei, vier Wochen dauern, bis er wirklich zusammen mit seiner Herde steht. Aber deswegen haben wir gesagt, wir warten einfach noch ein, zwei Wochen, bis sie ihn abholen, dass die Zeit, die er in der Box stehen muss, nicht so lang ist. Weil er das ja gar nicht kennt, mit in einer Box stehen, obwohl er das total brav macht. Also ich habe ihn damals aus Boxenhaltung rausgekauft und das hat er immer total brav gemacht. Auch wenn ich ihn im alten Stall, wenn ich mit dem AC weggefahren bin, habe ich ihn auch immer in der Box geparkt, fand er immer total gut.
[17:47] Ja, genau. Genau und deswegen war dann jetzt heute am Karfreitag der Tag, an dem er tatsächlich ausgezogen ist. Also während wir jetzt hier sprechen, wir wissen es jetzt nicht ganz genau, ist es entweder noch auf der Autobahn, auf der Landstraße oder möglicherweise schon in dieser besagten Integrationsbox in seinem neuen Zuhause. Genau.
[18:09] Und das war halt wirklich so, also ich hätte nie gedacht, dass jemand kommt, der so gut passt zu dem Pferd. Und das macht es mir auch viel, viel leichter, ihn herzugeben in solche Hände, als wenn ich so ein bisschen, ich weiß nicht so genau und so, also wenn ich nicht sicher gewesen wäre, dass das das Richtige ist für ihn, hätte ich es nicht gemacht. Und jetzt, Feline reitet noch Reiterwettbewerb, aber sie springt sehr gut. Und das wird jetzt in dieser Saison, wird jetzt so langsam so ein bisschen Reiterwettbewerb, E-Tressur, Springreiterwettbewerb, das ist jetzt so der Plan. Und dann mal gucken, wo es hingeht. Also ich könnte mir die beiden auch super gut in der Vielseitigkeit vorstellen. Und letzte Woche in Altensteig haben sie uns besucht und haben sich das mal angeguckt, wie das so ist. Und ich könnte mir wirklich den Klecks toll vorstellen in so einer kleinen Vielseitigkeit. Also eh wirklich nicht hoch, aber ich glaube, dass er das total toll machen würde.
[19:03] Und Feline ist total mutig, also die reitet auch ran an so einen Sprung und ich denke, dass er mit ihr wirklich ein Groß losgezogen hat und dass er noch ganz viele, viele tolle Abenteuer erleben wird. Okay.
[19:19] Die Geschichte des Verkaufs von Klecks, vielleicht noch so ein, zwei Fragen, die sich so anschließen. Also du sagst schon, dass du den Eindruck hattest oder dass der Auslöser, ich könnte ihn auch hergeben, waren ja dann irgendwie letzten Endes so das Gefühl auch, der ist nicht so hundertprozentig glücklich mit den Aufgaben, die du ihm mit Blick auf das Dressurviereck so stellst. Also der ist jetzt nicht so das prädestinierte Dressurpferd, obwohl du dachtest, er könnte es sein. Und Das, was das Mädchen sozusagen reitet, sie ist nicht eine reine Dressurreiterin, sondern da ist auch Springen und möglicherweise Vielseitigkeit. Das könnte ein Thema sein. Also die Aufgaben, also Klecks könnte andere Aufgaben bekommen sozusagen. Richtig, Klecks kriegt andere Aufgaben, nicht nur könnte, sondern er wird andere Aufgaben bekommen. Also er wird auf jeden Fall springen. Er hat ja jetzt überhaupt gar keine Erfahrung im Parcours springen, aber sie hat einen super guten Springunterricht. und ich glaube, dass die beiden das ganz schnell raushaben und dass sie vielleicht in dieser Saison auch noch so ein kleines E-Springen reiten werden. Also das macht sie auch schon? Das macht sie schon mit anderen Pferden. Ja, ja, also das kann sie auch und sie ist auch schon Turnier geritten mit anderen Pferden, auch E-Springen und also die.
[20:31] Und denke ich, wird für ihn, da wird er viel, viel mehr Spaß dran haben, als an meinen Lektionen und an Versammlungen und Kurzkehrt und Außengalopp. Und das war irgendwie, ich hatte ja nie so das Gefühl, dass er da so viel Spaß dran hat. Also im Gegensatz zu AC, bei AC merkt man diese Bereitwilligkeit, das auch zu lernen und das auch zu machen. Und der ist viel, viel bereitwilliger, wenn es darum geht, sich ein bisschen anzustrengen. Und das ist ja jetzt nicht so Klecks sein Ding. sich anzustrengen. Wie oft wir über den gelben Schein gewitzelt haben, den er sich irgendwie immer unterstellt. Genau, dass er das durchaus nicht schlecht findet, wenn man sich mühevoller Arbeit auch entziehen kann, sozusagen.
[21:19] Und das aber trotzdem auch begeisterungsfähig ist, dann, wenn es vielleicht an andere Sachen geht. Du hast Luft geholt. Und auch Geländereiten. Also er wird auch sehr, sehr viel ausreiten und das ist ja was, was ich auch letztes Jahr auf diesem Orientierungsritt festgestellt habe, dass er brennt fürs Geländereiten. Man kann mit ihm, also in der Gruppe galoppieren war überhaupt gar kein Problem und das habe ich ja vorher nie mit ihm gemacht. Also ich war ja dann immer nur alleine mit ihm draußen oder hatte Benni als Handpferd dabei, aber dass wir mal in so einer großen Gruppe, wir waren ja sechs oder sieben Pferde und dann dachte ich erst noch so, oh, kriegen wir das hin mit dem Galoppieren? Ohne Probleme. Also das war, und da habe ich so richtig gemerkt unter mir, wie toll er das findet mit diesem Gelt. Und da war er, dann hat er gezogen und er ist nach vorne und er hatte richtig Spaß daran, durch diesen Wald zu galoppieren. Und da war auch nochmal so der Gedanke, ich werde diesem Pferd nicht gerecht. Ich bin nicht so der Geländereiter. Ich gehe auch mal ausreiten, aber ich würde jetzt nicht fünfmal in der Woche ausreiten gehen. Da habe ich immer mehr darüber nachgedacht, ob es nicht eigentlich fairer wäre, er ist jetzt zehn Jahre alt, er ist im besten Alter, ob es nicht fairer wäre, ihn wirklich jemandem zu geben, der das mit ihm macht, was er mag, wo er auch Spaß dran hat.
[22:37] Ein Aspekt, bevor wir zu meinen beiden letzten Fragen kommen, aber so ein Aspekt, man kann das natürlich jetzt, oder du stellst es ganz stark jetzt so da, quasi viel im Sinne des Pferdes gedacht und das ist ja ganz bestimmt auch so, was man glaube ich, also was aber vielleicht auch ein Aspekt ist, ist der, dass wenn man selber nicht so hundertprozentig, also wenn man das Gefühl hat, okay, das Pferd hat nicht so hundertprozentig Freude und es ist auch mühsam, Was man ja auch nicht vergessen darf, der Zeitaufwand für zwei, also jetzt mal aus deiner Perspektive auch gesprochen, der Zeitaufwand für zwei wird schon geringer sein als für drei. Also du profitierst in dem Sinne schon auch ein bisschen davon. Also die Pferde sind dein Leben, das haben wir häufig auch schon so gesagt und stimmt ja auch im Podcast, das macht dir extrem viel Spaß natürlich, aber es ist schon auch manchmal so, dass du nach Hause kommst und sagst, boah, das ist schon viel jeden Tag und wenn dann noch sozusagen dazukommt, dass man bei einem der Kameraden das Gefühl hat, okay, so ganz happy sind dann alle Beteiligten nicht damit, inklusive des Pferdes dann, also, dann ist die Hürde dann auch nicht mehr ganz so groß zu sagen, okay, ich selber habe ja auch was davon. Also das wollen wir jetzt nicht weglügen oder nicht verschweigen, dass das ein bisschen, also dass es jetzt nicht nur darum ging.
[24:06] Das Pferd happy zu machen, sondern du hast auch ein bisschen was davon. Ja, und vor allem werde ich, glaube ich, genießen, dass ich Zeit habe für die anderen beiden. Weil jetzt ist es ja ganz oft so, dass ich alle so husch husch nur schnell über die Sattellage putze, noch nicht mal das Stroh aus dem Schweif mache, weil ich ja immer ein bisschen in Zeitdruck bin. Der Tag hat zu wenige Stunden und mit dreien ist schon wirklich anstrengend. Und vor allem, wenn ich dann halt, wenn das Wetter schlecht ist und ich muss zur Halle fahren, dann muss ich immer mindestens zweimal fahren. Und das brauche ich jetzt nicht mehr. Also da erspart es mir schon so ein bisschen Zeit im täglichen Leben. Und ich kann mir diese Zeit einfach, die ich jetzt nicht mehr für Klecks aufwenden muss, die kann ich gleichmäßig unter den anderen beiden verteilen und mir da einfach ein bisschen mehr Zeit und Ruhe nehmen. Und ich muss nicht mehr so hetzen. Und das ist wirklich so für mich auch jetzt so ein bisschen mal durchatmen und mir Zeit nehmen für die anderen beiden und
[24:59] wirklich alles in Ruhe machen. Und das habe ich so in den letzten Monaten schon so ein bisschen vermisst, so alles in Ruhe machen. Unsere Hörerinnen und Hörer wissen natürlich, die alles entscheidende und die wichtigste Frage kommt natürlich am Schluss. Die Frage wird sein, was macht es eigentlich mit mir? Mit dir? Mit mir. Das ist die wichtigste Frage von allen, glaube ich zumindest. Aber vorher noch die Frage, was glaubst du?
[25:29] Es liegt in der Natur der Sache, dass es ein bisschen spekulativ ist. Aber was glaubst du macht es mit den beteiligten Pferden? Was macht es mit Klecks? Was macht es mit ACDC und Benni?
[25:41] Empfinden die das? Ich habe ja schon gesagt, du hast heute geweint. Ich war irgendwie gefühlt nah dran. und muss mir das irgendwie, also ich bin immer noch so in diesem Verdrängungsmodus, dass ich denke, also Teasing, die letzte Frage, was macht das eigentlich mit mir? Ich werde es ja gleich sagen, geht auch schnell. Aber was glaubst du, macht das mit den Pferden? Also haben die sowas wie, weil also, dass es so Pferdefreundschaften gibt, das ist ja, glaube ich, also da, das muss man jetzt nicht in Frage stellen. Ich glaube, das ist so, Pferde schließen Freundschaften, die reagieren ja auch aufeinander, die akzeptieren sich gegenseitig und so. Man hat ja schon das Gefühl.
[26:17] Oder du hast immer gesagt, der Klecks passt auf seinen Hafflinger auf, der verteidigt den. Also das war ja schon auch so eine Gruppe, die so zusammengewachsen war. Was macht das jetzt wohl mit denen, wenn du, schlechter Mensch.
[26:33] Den einen da jetzt rausreißt? Wie mir das Herz rausreißt, das Pferd aus der Gruppe. Jetzt mal sinnbildlich, du verstehst das Bild, ne? Aber ich muss ganz ehrlich sagen, ich glaube, dass es sehr viel ruhiger und entspannter wird, weil eben genau der Klecks immer sehr auf seinen Haflinge aufgepasst hat und das war mitunter schon ein bisschen nervig, sowohl für AC als auch für Benny. Also Benni wurde ganz oft weggejagt, wenn er nur in die Nähe von AC kam und eigentlich mögen die beiden sich. Und immer wenn ich den Klecks rausgenommen habe, haben die beiden schon Fellkraulen gemacht und geneselt und sich so ein bisschen angenähert. Aber wenn Klecks dabei war, keine Chance für Benni. Der hat dazwischen geschlagen. Genau, der hat dazwischen geschlagen. Ja, also und das war auch immer so, Klecks war immer an Acys Seite. Immer, immer, immer. Es gab kaum einen Moment, wo die beiden nicht nebeneinander standen. Und ich glaube, das war nicht Ac, das war Klecks. Und ich glaube, dass es für Ac ein bisschen entspannter wird, weil Benni auch sehr autark ist. Der wird sich nicht so sehr an Ac hängen. Der ist nicht so ein Pferd, der unbedingt ein anderes Pferd braucht. Der bleibt auch super gut alleine. Und Acey ist auch ein Pferd, der super gut alleine bleibt und der eigentlich auch nicht so ein Kleber ist.
[27:52] Und Klecksy hat schon so ein bisschen, also es war harmonisch im Großen und Ganzen. Und Klecks und Benni haben auch sehr viel miteinander gespielt und so. Aber insgesamt glaube ich, dass die Herde einfach ruhiger wird. Ich denke schon, dass Acey, Benni den vermissen werden, obwohl sie noch nicht mal geguckt haben, als er weggegangen ist. Also sie haben noch nicht mal geguckt, die haben null reagiert. Okay, aber das ist ja auch nicht ungewöhnlich, dass du mit einem, also dass ein Pferd rausgeht, also das ist ja jetzt nicht so verwunderlich, also erstmal ein Pferd geht da raus, ist ja ein normaler Vorgang für die. Also ich habe extra auch gesagt, also ich hätte ihn jetzt nicht gefahren, also dann hätte man irgendwie ein Transportunternehmen engagieren müssen, weil was ich nicht gemacht hätte, wäre, mit meinem Hänger wegfahren mit dem Klecks und mit einem leeren Hänger zurückkommen. Das hätten sie nicht verstanden. Und deswegen haben wir es anders vereinbart. Sie waren heute Morgen mit einem eigenen Hänger da und haben ihn abgeholt.
[28:48] Also ja, ich glaube schon, dass sie so ein bisschen trauern. Das könnte ich mir schon vorstellen, aber ich bin mir nicht so sicher. Also ich gucke jetzt auch die ganze Zeit auf die Kamera. Es ist total entspannt. Die beiden stehen nebeneinander und fressen und also ich weiß nicht so genau. Also ich kann es nicht so genau einschätzen, ob die Trauer so groß sein wird. Klecks für Klecks wird das halt alles neu sein. Für den ist das, er kommt neu irgendwo hin, er wird neue Pferdenasen haben, er wird neue Kumpels haben. Für den ist es, glaube ich, erst mal so ein kleines bisschen Stress. So ein Umzug ist immer Stress und der wird eine Zeit lang brauchen, bis er da angekommen ist.
[29:25] Ob Pferde dann wirklich so sich zurückerinnern, so nach dem Motto, jetzt habe ich hier nicht nur das Neue, sondern, dass die dann quasi dann in dem Zuge auch noch an das Alte denken, Das kann ich mir nicht vorstellen, dass Pferde so denken. Also das wäre sehr vermenschlicht. Und also ich denke, dass das für Klecks einfach so viele neue Eindrücke geben wird. Der hat gar keine Zeit sozusagen. Also das wäre jetzt auch sicherlich eine vermenschlichte Denke natürlich. Aber ich könnte mir sogar vorstellen, dass das so den Kern wahrscheinlich trifft. Der hat einfach so viel zu tun, in Anführungszeichen, und so viel zu verarbeiten, dass der wahrscheinlich gar nicht.
[30:05] Ja, und ob die das überhaupt können, sozusagen daran denken, jetzt wo ist denn mein Haflinger und so? Wir werden es nie rauskriegen, aber ich hoffe und ich rede mir das dann halt auch so ein bisschen schön, dass das für alle Pferde ein gutes Ende nimmt und dass das so ein bisschen mehr Ruhe reinkehrt, vor allem auch in AC, weil der war ja seit Benni in der Herde ist, hat er sich sehr verändert. Der hat sich so ein bisschen zurückgezogen, das habe ich ja auch immer gesagt, wenn ich mit AC unterwegs war, ist der aufgeblüht, da war der mein Haflinger von früher und der war oft sehr zurückgezogen in der Herde, stand manchmal so ein bisschen abseits und war glaube ich auch ab und zu immer mal ganz froh, wenn Klecks ihm nicht am Arsch geklebt hat. Also so den Eindruck hatte ich und ich könnte mir vorstellen, dass der jetzt einfach wieder so ein bisschen der fröhliche Haflinger wird, den ich eigentlich kenne und auch mal wieder zum Spielen kommt mit Benni zusammen und weil bisher war es wirklich so, dass Klecks und Benni zusammen gespielt haben und AC dann echt außen vor war und AC war immer nur gut für, ich klebe mich jetzt an dich und du weißt nicht von meiner Seite und ich hoffe, dass sich das jetzt so ein kleines bisschen entspannt. Unsere Hörer haben ja jetzt sehr lange warten müssen und also möglicherweise fast schon sozusagen, also waren fast schon verzweifelt, weil sie wollen natürlich wissen, was macht das eigentlich alles mit mir? Also die wichtigste Frage. Interessiert kein Mensch.
[31:32] Du bist so ein… Ich sag’s schnell, ich kann ganz schnell einen Satz. Du bist so ein schlechter Mensch. Kriegst du es in einem Satz hin? Nächste Woche fahren wir ihn besuchen, den Klecks. Also ich krieg’s in einem Satz hin und damit verknüpft es auch Die Frage, ob du den Gedanken nicht zumindest ein bisschen nachvollziehen kannst. Ich habe das ja praktisch.
[31:52] Wir hatten ja keinen offenen Streit in dem Sinne, aber ich habe eigentlich, also wenn ich was dazu gesagt habe, ich habe versucht, es irgendwie wegzuignorieren und weil ich gesagt habe, okay, ich kann das nicht entscheiden, das mit den Pferden ist dein Ding und das wäre jetzt sozusagen anmaßend von mir jetzt vorschreiben zu können. Nein, das machst du nicht. Aber für mich war das irgendwie wie so eine grundsätzliche Frage, so nach dem Motto, man hat sich da irgendwann mal dazu entschieden, dieses Pferd zu kaufen. Damit wird es gefühlt so zu einem Teil der Familie. Und Familienmitglieder verkauft man nicht. Pass aus, dass ich dich nicht verkaufe. So, das wäre jetzt nämlich, also wann meldest du mich heimlich bei, wie heißen diese Apps, Tinder an oder so, weißt du, so nach dem Motto.
[32:38] Also ich gebe ihn aber nur ab, wenn einer anruft und vorher sich mit mir unterhält. Also nur in gute Hände abzugeben. Und nur Offenstahlhaltung. Und dass das alles irgendwie jetzt nicht so, du weißt schon, was ich meine. Also lebe ich hier gefährlich eigentlich? Willst du mich dann auch loswerden? Nein, aber also der Gedanke ist, irgendwann schafft man sich so ein Pferd an und dann ist es und dadurch wird es zum Teil der Familie und Familienmitglieder verkauft man nicht und die gibt man nicht einfach her,
[33:11] die sind sozusagen, die sind Teil der Familie und bleiben es auch. Und deshalb habe ich da sehr damit gehadert, mit dieser Entscheidung und hatte irgendwie aus so grundsätzlichen Erwägungen, so trotz aller Probleme, trotz all dem, was du geschildert hast.
[33:31] So, ich bin immer bei diesem … Einen Satz, hast du gesagt. … und trotzdem geblieben und trotzdem, der hat hier zu bleiben, wir machen das nicht, das macht man nicht. So, dieses, also, das macht man nicht. Man verkauft keine Familienmitglieder, das ist mein Satz. Habe ich doch gut geschafft, oder? Einen Satz. Amen. Kannst du das nachvollziehen? Das ist die Frage, die sich damit verbindet. Natürlich kann ich das nachvollziehen, gar keine Frage. Oh, danke schön. Aber … Das ist ja toll. Ich freue mich, ja. Aber das ist halt wirklich bei Pferden und weißt du, wenn ich jetzt noch zwei, drei Jahre gewartet hätte und der wird ja auch nicht jünger und jetzt war das beste Alter und ich habe eine Freundin, die liebe Mareika, die hat ihr Pferd selber gezogen, den Dasti damals, aus ihrer damaligen Stute hat sie in Fohlen gezogen und hat den 18 Jahre lang gehabt und hat 18 Jahre gedacht, eigentlich ist es nicht mein Pferd, wir passen nicht zusammen und hat 18 Jahre lang gebraucht, um dieses Pferd zu verkaufen. Und hat ihn dann tatsächlich 18-jährig verkauft. Und sie sagt, das war die beste Entscheidung meines Lebens. Manchmal passen Pferd und Reiter nicht zusammen. Das ist einfach so. Und du als Nichtreiter kannst das überhaupt gar nicht nachvollziehen. Manchmal ist es so, dass ein Pferd einfach einen anderen Menschen braucht. Und das Pferd ist heute glücklich mit seinem neuen Besitzer. So glücklich hätte es bei Mareike gar nicht sein können. Vielleicht stelle ich dich ja auch bei Tinder ein.
[34:55] Ich hätte dir so viel Telefonanrufe willst. Das kannst du gar nicht bewältigen oder zuschriften.
[35:01] Besser wird es nicht in dieser Folge 433. Wir machen das jetzt mal, ich glaube, das ist auch für die Hörerinnen und Hörer jetzt erstmal was so möglicherweise. Also wir machen jetzt erstmal vier Wochen Podcast-Pause, dass ihr das verdauen könnt. Möglicherweise was zum Verdauen, was zum Diskutieren, könnte ich mir vorstellen. Wenn es Meinungen dazu gibt, behelligt uns bitte nicht damit. Also behaltet sie für euch nicht.
[35:26] Späßchen. Also ja, wenn es kritische Stimmen gibt, dann vielleicht auf den Ton achten. Das wäre irgendwie nett, damit es nicht, weil es ist ja nicht so, dass uns das emotional kalt lässt. Wir haben uns, glaube ich, auch beide bemüht, zumindest die Fassung zu bewahren. Also es hat auch traurige Momente. Auch du hast ein Video zusammengestellt. Das würden wir auch mit dieser Podcast-Folge veröffentlichen. So die schönsten Bilder von Klexi. Haben sich zwei reingemischt, wo er nicht drauf ist, aber jetzt war ich zu faul, die wieder rauszulöschen.
[36:00] Und das sind dann natürlich, also wenn dann so, damit sind ganz viele Erinnerungen verbunden und es ist ja auch nicht, also ich will damit sagen, das lässt uns ja emotional auch dich jetzt nicht kalt. Das Gegenteil ist der Fall. Von daher, wenn jetzt jemand sagt, auf gar keinen Fall hätte man das machen dürfen und schafft, wie geht das? Also dann packt es bitte in empathische Worte so. Sagt man das so, ihr wisst, was ich sagen will. Genau, aber dann wäre mein Vorschlag, wir lassen mal die anderen Stichpunkte, die wir noch so auf dem Zettel hatten, können wir ja vielleicht dann in die nächsten Folgen verschieben. Ich habe jetzt auch erstmal ein Wöchelchen Urlaub und das ist ein bisschen entspannter. Für dich, ja. Für mich ist es nicht entspannt, wenn du Urlaub hast. Und wenn ich nicht bei Tinder eingestellt werde und in den nächsten zwei Tagen einfach auch schon weg bin, also kann ja sein, also hier ist alles möglich,
[36:55] dann würden wir uns in Kürze wiederhören. In diesem Sinne, vielen Dank fürs Zuhören. Macht’s gut. Tschüss. Tschüss.
Entdecke mehr von Der Pferdepodcast
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.
