#443 Abschied aus dem Schwarzwald

Bild: ChatGPT

Der Pferdepodcast steht vor einem echten Neustart: Jenny, Chris und die drei Pferde verlassen den Schwarzwald und ziehen Richtung Ostsee. Was zunächst wie eine spontane Idee klingt, ist in Wahrheit das Ergebnis vieler Gedanken, Sorgen – und der Suche nach einer besseren Lösung für Pferd und Mensch. Vor allem AC/DCs Atemwegsprobleme haben gezeigt, dass es Zeit für Veränderungen wird. Zwischen Heu wässern, Hustenanfällen und Stallalltag wurde aus einem „Vielleicht“ plötzlich ein konkreter Plan.


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Turnierstart inklusive M-Platzierung im Südschwarzwald

In der neuen Folge sprechen Jenny und Chris darüber, wie sehr Pferde das eigene Leben beeinflussen können – emotional, organisatorisch und manchmal auch körperlich. Wann wird aus Verantwortung eigentlich Überforderung? Und woran merkt man, dass man dringend etwas ändern muss? Gerade viele Pferdemenschen dürften sich in diesen Gedanken wiederfinden. Denn irgendwo zwischen Leidenschaft und Alltag verliert man manchmal aus dem Blick, dass auch der Mensch hinter den Pferden noch Luft zum Atmen braucht.

Natürlich geht es auch um die große Frage: Was bringt der Neustart den Pferden? Viel Wind, große Herden, mehr Bewegung und hoffentlich endlich Erleichterung für AC/DCs Allergie und den Husten. Gleichzeitig beginnt ein komplett neues Kapitel – mit unbekannten Pferdegruppen, neuen Stallabläufen und jeder Menge Spannung, wie sich Benny, Klex und AC im Norden einleben werden. Besonders Klex’ innige Haflinger-Liebe sorgt schon jetzt für Gesprächsstoff.

Außerdem berichtet Jenny vom jüngsten Turnierstart mit AC/DC im Südschwarzwald – inklusive M-Dressur, Platzierung und der ewigen Geschichte vom einen Wechsel, der noch besser hätte klappen können. Warum sie trotzdem mit einem richtig guten Gefühl nach Hause gefahren ist und weshalb manchmal genau das wichtiger ist als jede Schleife, hört ihr in Folge 443 des Pferdepodcasts.


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Hier geht’s zum vollständigen Transkript:

[0:00] Das ist der Hafer- und Bananenblues. Das ist das, was jedes Pferd haben muss. Hallihallo, hier ist der Pferdepodcast. Was bist denn du so albern drauf? Das ist mein Text. Hallihallo, hier ist der Pferdepodcast. Jenny hat schon ein Weinchen getrunken und hat gesagt, na dann können wir doch heute schon mal aufnehmen und Geheimnisse verraten. Ach komm, alles muss raus. So war es. Wie beim Schlussverkauf. Ja, wie im Schlussverkauf. Hallo, hier ist der Pfäde-Podcast Folge 443. Ich habe jetzt nicht in die App geguckt. Ich glaube, es ist Folge 443 mit der großen Folge, die am Wochenende erscheint.

[0:48] Und wir haben, also für uns zumindest, Großes zu verkünden. Jetzt weiß ich, das ist ja immer, wir sind ja eitle Fritzen. Du, ich nicht. Ja, genau. Deshalb denkt man immer, wenn Dinge passieren, die für einen selber so wichtig sind, die ganze Welt müsste sich dafür interessieren. Die traurige Wahrheit ist ja meistens, kein Schwein interessiert sich so richtig dafür, aber für unsere Verhältnisse tun sich bedeutende Dinge. Und, und das ist ja das Entscheidende für den Pferde-Podcast, auch für deine drei Pferde, für ACDC, Benni und Klecks, wird sich eine Menge ändern in Zukunft. Wir enthüllen ein kleines Geheimnis. Wir lassen eine Katze aus dem sogenannten Sack und es wird spannend. Es wird auch viele neue Themen geben in der Zukunft. Also das ist ja so, Veränderungen ziehen ja manchmal so auch mit Blick auf die Pferde vieles nach sich. Es wird nicht langweilig werden im Pferdepodcast. Seid gespannt also auf diese Folge.

[1:53] Und, das sind wir ja noch so ein kleines bisschen schuldig geblieben, wir haben in der kleinen Folge uns beschäftigt mit der Frage unserer Hörerin Brina. Das war fast, kann man sagen, wie so eine Sonderfolge irgendwie. Es ging um Pferdekauf, monothematisch. Du hast mal so ein bisschen deine Erlebnisse geschildert, aus deinem langen Pferdeleben Tipps gegeben. Pferde kaufen, wo kommt es drauf an aus deiner Sicht? Was kann man falsch machen? Bli bla blub. War sehr hörenswert und wir haben zumindest in der kleinen Folge links liegen lassen, den jüngsten Turnierstart mit ACDC ist jetzt auch schon wieder fast genau eine Woche her, hier im Südschwarzwald. Ganz treue Hörer wissen, dass ich da eigentlich nicht reite. Ich wollte gerade sagen, es gibt hier so den Schwarzwaldäquator. In den Süden fährst du mit dem Haflinger. Also du hast dir eigentlich abgewöhnt, diesen Südschwarzwaldäquator zu überschreiten, weil du sagst, dass da viele der Richter so ein bisschen voreingenommen sind und die sagen, die Haflinger, die gehören, was weiß ich, in Österreich auf irgendeiner Almwiese für die Touristen oder vor die Kutsche oder so.

[3:04] Vielleicht bin ich ja auch voreingenommen aber ich habe irgendwie so zwei, drei Erlebnisse gehabt im Süden die den Haflinger immer irgendwie nicht ernst genommen haben und dann da gab es mal einmal diesen komischen Turniersprecher meine Damen und Herren, jetzt eine ganz besondere Sensation. Ein Pferd mit zwei Köpfen und geht in eine L-Tressur oder M-Tressur ich weiß gar nicht, was ich da geritten bin das war schon so ein bisschen da wurde dann der ACDC als Weltsensation verkauft bloß weil er in einer relativ.

[3:32] Hochwertigen L oder M oder so gestartet war. Du hast es jedenfalls nochmal gemacht und man muss sagen, also so ein bisschen bist du wieder mit dem Südschwarzwald ins Reine gekommen oder es war jetzt nicht irgendwie, also es war zum einen, war dir ganz erfolgreich und du hattest nicht das Gefühl, dass da jetzt völlig.

[3:50] Völlig durchgeknallte blinde Tomaten auf den Augenlichter gesessen haben. Nein, überhaupt nicht. Und es war auch ein Friese mit in der Prüfung, der war auch platziert. Stimmt. Also Sonderrassen waren gerne gesehen. Genau, also man wurde nicht allein aufgrund der Pferderasse da irgendwie einsortiert, in irgendeine Schublade abqualifiziert, wie auch immer. Von daher war es ganz spannend und auch darüber werden wir nochmal sprechen, Weil es ja immer, haben wir auch schon mal gesagt, ACDC ist ja wirklich das deiner drei Pferde, das am weitesten ist sportlich. Du hast auch große Ziele mit ihm nächstes Jahr. Europa-Championat. Das wird eine weite Reise, ne? Das wird eine weite Reise, wie wir übernachten bei Nicole. Österreich. Ui, ui, ui, ui, ui. Das wird sehr weit. Doppelt so weit wie jetzt. Und wir haben ja zur Begrüßung gesagt, hallo, hier ist der Pferde-Podcast. Müsste man nicht sagen jetzt in Zukunft Moin oder Moin Moin. Ich weiß gar nicht. Wollen wir das geheime Sommer? Nehmen wir den Manni mit. Ja, den nehmen wir mit. Ja, na klar. Der fiedelt jetzt die Pferde-Podcast-Hymne und dann würde ich vorschlagen, lassen wir die Katze aus dem Sack. Und dann wird es im zweiten Teil der Folge auch noch gehen um ACDCs Turnierstart im Südschwarzwald und dann haben wir uns, genau, dann denke ich.

[5:09] Ja, also da haben wir genug zu erzählen, dass es nicht langweilig wird. Jetzt der Manni mit der Pferde-Podcast-Hymne, dann geht’s los.

[5:38] Ja Jenny, die Katze, der Sack, wir haben ja mal Abstand davon genommen, eine geheime Folge draus zu machen, nur für die Steady-Hörers und so. Ganz so weltsensationell ist es dann ja auch wieder nicht, aber trotzdem ist es gefühlt irgendwie eine Zäsur. Aber man merkt es auch immer irgendwie, also wenn ich so unsere Shownotes schreibe, zum Beispiel der Pferdepodcast aus dem Schwarzwald. Man kann bei uns in der Podcast-App, da gibt es die Möglichkeit, auch irgendwie noch so einen Standort einzugeben. Bei der Podcast-Aufnahme kann man sagen, irgendwie Schwarzwald, so als Geo-Dingsbums, das klicke ich immer an. Und dann ist immer die Frage, die Folge handelt von diesem Ort oder ist an diesem Ort aufgenommen? Und das habe ich dann immer angeklickt und dann konnte man sehen, der Pferde-Podcast ist zu Hause im Schwarzwald. Und das wissen ja auch irgendwie alle, das gehört irgendwie zusammen und es wird sich ändern. Und das ist die Katze, die sagt jetzt einmal laut Miau und jetzt ist sie aus dem Sack. Wir sagen dem Schwarzwald erst mal vorerst Tschüssikowski. Wie sagt man hier? Ade, ne? Irgendwie Ade, oder? Ist das nicht so? Weiß ich nicht. Das ist ja so grenzendig. Tschüss, halt. Tschüss, tschüss. Wir kommen vielleicht wieder. Wir kommen vielleicht wieder. Wer weiß das schon, was die Zukunft so bringt.

[6:59] Aber genau, wir ziehen um. Ich bin ja schon so halb umgezogen. Das muss man ja auch sagen. Damit hat es auch so ein bisschen was zu tun, dass ich nur noch am Wochenende im Schwarzwald bin und unter der Woche in Berlin. Jetzt könnte man ja annehmen … Jenny und ihre drei Pferde kommen auch nach Berlin oder nach Brandenburg oder so.

[7:24] Aber weit gefehlt, genau. Und da fängt es dann jetzt an, ich sage mal so, was ja in unserem Podcast immer wieder auch mal so durchgeklungen ist, dass man so als Pferdemensch auch so ein Stück weit Geisel seiner Pferde ist. Absolut. Und dass viele Entscheidungen, die man so trifft im Leben, also ich will jetzt nicht sagen, dass man sich das alles nur nach den Pferden richtet.

[7:55] Okay, ich hatte noch Resthoffnungen, also für alle, die in meiner Rolle sind. Alle Entscheidungen in meinem Leben haben sich nach den Pferden gerichtet. Ich hätte jetzt gesagt, also zumindest sind sie sehr stark davon beeinflusst. Du gehst sogar so weit, dass du sagst, ach, im Prinzip geben die Pferde da den Takt vor. Aber man denkt es sozusagen ja immer mit. Okay, es ist irgendwie blöd, so weit voneinander getrennt zu sein. Wie kann man das irgendwie, ach, man dann wächst so ein Gefühl. Man muss das vielleicht doch ändern. Wobei ich bin nicht schuld. Also ich bin klaglos gependelt, muss man sagen. Absolut. Bahn Premium-Kunde. Du warst toll. Ich war toll. Du warst toll. Und ich will nicht nach Berlin. Also das ist dann so, du bist ganz brav gependelt und ich habe mich sehr schwer getan. Du hast immer gesagt, komm doch nach Berlin, guck es dir doch mal an. Aber irgendwie, ich will nicht nach Berlin. Das sieht doch mal gut aus, wa? Also alles, was ich so gesehen habe, war für dich jeden Tag pendeln, mindestens drei Stunden. Das war auch nichts. Du wolltest, nee, so lange kann ich nicht fahren, das ist ja scheiße. Okay, dann muss ich in Berlin in der Stadt wohnen, das will ich auf gar keinen Fall. Da hättest du mal zu den Pferden gependelt, weißt du? So ein bisschen, eine Stunde oder so. Tolle Sache.

[9:03] Die erzählen ja, ich habe ja Arbeitskollegen, die haben auch Lebensgefährtin mit Pferden, die haben das jahrelang praktiziert. Das ist jetzt auch kein Witz.

[9:10] Also wenn man sagt Hauptstadt, dann kann das tatsächlich die Konsequenz sein, dass man, wenn man in Berlin wohnt, dann zu den eigenen Pferden. Einfach eine anderthalbe Stunde. Recht lang pendelt, jetzt nicht übertreiben. Du neigst zu Übertreibungen, aber das kann passieren. Also lange Rede, kurzer Sinn, in dir ist so eine Unruhe gewachsen, aber trotzdem, es muss sich was ändern. Weg vom Schwarzwald, nicht unbedingt Berlin und jetzt wird es ja spannend. Also ich fange mal vom Anfang an, also von vorne an. Also ausschlaggebend war tatsächlich… Und der Husten von AC. Also das war der Ursprung des Gedankens, weil ich hatte ja im Winter diese Heulage gefüttert. Das war der absolute Game Changer. Das war eine super Sache. Keins der Pferde hat gehustet. Das war toll. AC war fit wie nie. Irgendwann war die Heulage leer. Also der Bauer, der mir die gebracht hat, der hat keine mehr gehabt, der konnte mir keine mehr verkaufen. Dann war die Alternative, diese eine Hörerin hat mal geschrieben, sie kaufen diese 20 Kilo Ballen im Netz. Für euer Geld. Und das war einfach finanziell, das hätte es echt gesprengt. Also bei zwei Pferden wäre es vielleicht noch gegangen, aber Klecksi kam ja dann zurück. Und da alle drei zusammenstehen, heißt es immer für alle drei Pferde das gleiche Futter. Also ich kann da auch nichts abtrennen zum Fressen oder die stehen in einem Offenstall zusammen und die fressen alle das Gleiche. Das heißt, wenn ich für ein Pferd Heulager habe, habe ich für drei Pferde Heulager.

[10:38] Und als Klecksi ja dann ausgezogen ist, haben wir das ja wieder probiert mit dem Heuballen, also großer Heuballen in die Box und gucken, was passiert. Essie hat innerhalb von einem Tag das Husten angefangen. Der hatte Atemnot. Also der konnte kaum atmen, kaum schnaufen. Und dann habe ich gesagt, okay, das geht überhaupt nicht. Trockenes Heu geht einfach im Moment nicht. Die Pollen fliegen. Es kamen so viele Aspekte zusammen, die die Allergie so bestärkt haben, dass er wirklich aus dem Husten nicht rauskam. Die Rheinebene, muss man dazu sagen, ist ja hier in der Region, das ist ja auch dafür bekannt, dass das nicht ganz unproblematisch ist. Genau. Also nur so Fußnote, weil man könnte auf die Idee kommen, na dann wechselt das Heu irgendwie, aber es ist nicht ganz so einfach. Also es liegt nicht am Heu oder am Stall, sondern es liegt insgesamt hier auch an der Gegend. Also der Pollenflug ist extrem, also die Pollenbelastung war extrem hoch zu dieser Zeit.

[11:35] Dann bin ich dazu übergegangen und habe gesagt, okay, dann wässere ich das Heu. Ich habe den ganzen Heuballen, das waren glaube ich noch 400 Kilo mit der Hand, also manuell mit der Schubkarre wieder raus aus dem Offenstall und habe dann zu dem Stallbesitzer gesagt, hör mal, ich muss das Heu nass machen, weil der Essie kann nicht atmen, der kriegt keine Luft. Okay, mache dann Heu nass und hat das dann auch alles so für mich so gemacht, dass ich das relativ leicht habe, also so mit nass machen und muss nicht irgendwie weite Wege oder so. Also hat ganz gut geklappt. Dann kam Klecksi zurück und auch für den Heunass machen, gar keine Frage, wenn ich es für AC mache, muss ich es für alle machen.

[12:10] Und das nimmt dann wirklich Ausmaße an, die mich an meine Grenzen bringen. Also sowohl zeitmäßig als auch körperlich. Also ich war manchmal drei Stunden im Stall und habe noch nicht ein Pferd bewegt. Und wo ich dann irgendwann auch mal so gesagt habe, ich kann auch nicht mehr, ich muss irgendwas ändern, weil so geht es nicht, so kann ich nicht weitermachen und der Winter kommt ganz bestimmt. Was mache ich denn im Winter, wenn ich kein Heunass machen kann, wenn ich keine Heul, also dann hätte ich vielleicht Heulage bekommen, ist auch wieder eine finanzielle Frage. Diese Heulage zusätzlich zu kaufen, ist nochmal ein Kostenfaktor von 400 bis 500 Euro im Monat zusätzlich, die ich auch einfach, wo ich gesagt habe, irgendwo ist eine Grenze, also irgendwo ist auch mal Ende und das kann ich nicht leisten. Und eigentlich soll es ja Spaß machen, das darf man ja all dem ja dann auch nicht vergessen. Also irgendwie die Liste wird jetzt immer länger von Dingen, wo man sagt, boah, das ist schwierig und das kommt dazu und eigentlich soll es Spaß machen. Genau. Und ich war auch irgendwie echt so der Sklave meiner Pferde zweimal am Tag. Also wen bitte ich denn? Kannst du bitte Heuners machen morgens und abends? Also ich konnte keinen Schritt machen. Ich konnte ja noch nicht mal sagen, oh, wir treffen uns heute Abend. Ja, aber entweder gehe ich erst zu den Pferden oder ich muss danach zu den Pferden. Also muss ich das zeitlich immer ganz genau abpassen, dass das alles klappt. Dann hatte ich einen geschäftlichen Termin in Frankfurt. Oh je, wie mache ich denn das vorher? Dann stehe ich halt um vier Uhr auf, gehe vorher zu den Pferden, mache das alles. Dann fahre ich um sieben Uhr nach Frankfurt.

[13:32] Dass ich auch am Nachmittag oder am Abend wieder da bin, dass ich halt die Pferde wieder versorgen kann. Und das war einfach so irgendwann, wo ich dann gesagt habe, jetzt ist Schluss, jetzt kann ich nicht mehr und ich brauche eine Lösung. Ein Befreiungsschlag muss her. Genau, ein Befreiungsschlag muss her. Und der Befreiungsschlag war irgendwie in Form von, stell doch die Pferde einfach an die See. Oh ja, gute Idee, wo denn da hin? Und dann ist mir eingefallen, ich habe ja eine Schwester an der Ostsee. Das ist ja mega. Ja, Spaß. Nein, wusste ich, hatte ich die ganze Zeit auch irgendwie im Kopf.

[14:05] Dass ich so überlegt habe, was wäre denn, wenn ich die Pferde einfach an die Ostsee stelle und einfach nur über den Sommer. Und dann kam aber so der Gedanke, kann ich denn den ganzen Sommer ohne meine Pferde? Oh nee, das ist ja doof. Dann muss ich da mal mitfahren, dass ich mir die angucken kann, jeden Tag zumindest, wie die die Aerosole einsaugen. Ich bin ja an der Nordsee tatsächlich größer, aber meine Schwester wohnt nun mal an der Ostsee. Hätte die nicht noch umziehen können, kurz so, weißt du, von der Ost an die Nordsee, aber ist nicht, also Ostsee. Der Gedanke, okay, meine Schwester ist da oben und dann dachte ich so, dann kann ich die doch da mal hochbringen und dann bleibe ich den Sommer über mal und gucke, was passiert. Das war so der erste Gedanke. Und dann kriegt es ja so eine Dynamik. Man macht dann einfach mal. Und dann so Schritt für Schritt, wie beim Knödelessen. Und guck mal, da gäbe es einen Stall. Und da könntest du eine Ferienwohnung haben. Und da kannst du das haben und jenes haben und überhaupt. Und dann reifen die Gedanken so. Und dann geht man so immer einen Schritt weiter. Wieso denn eigentlich nur über den Sommer? Und wieso gehen wir denn eigentlich nicht ganz dahin? Der ICE fährt in zwei Stunden 45 von Lübeck nach Berlin. Mega geil, Baby, lass uns nach Lübeck ziehen.

[15:10] So ist es passiert. Und jetzt machen wir es tatsächlich heute in drei Wochen. Also heute ist Freitag, wir nehmen Freitag auf. Heute in drei Wochen geht es los. Stimmt, es ist Freitag, ja. Die Pferde ziehen um. Wir haben erstmal eine Ferienwohnung und wir werden dann da oben einfach eine Wohnung suchen, wenn ich vor Ort bin. Wir haben erstmal eine Ferienwohnung gemietet, wo wir unterkommen. Also ich, du bist ja nur am Wochenende da.

[15:35] Und die Pferde haben einen tollen Stall gefunden bei meiner Schwester. Also große Herde, viel Weide, 24-7 Koppel mit Infrastruktur dabei, also mit Reithalle, mit Reitplatz. Ich kann auch weiter reiten. Ich muss aber nicht. Ich könnte auch einfach sagen, lass den Sommer die doch einfach mal da rumtrödeln und mach einfach mal nichts. Ich kenne mich, ich werde das nicht tun. Ich will ja reiten. Du hast ja schon den Verein, hast du mir im Auto gerade erzählt, du hast ja schon den Verein im Blick, wo du Mitglied wirst, damit, also was die Voraussetzung ist, dass man da Turniere reiten darf. Also das ist natürlich auch, aber gut. Und ich habe natürlich ganz, ganz große Hoffnung, dass AC sich da oben so erholt, viel Wind, Meeresluft, also das Klima ist da oben einfach ein ganz, ganz anderes. Also viel Wind, sagt meine Schwester, da müsst ihr euch dran gewöhnen. Aber auch viel kälter im Winter, glaube ich, mehr Regen. Das Wetter ist hier unten ja total toll. Also wir haben ja die meisten Sonnentage in Deutschland. Absolut, also normale, was heißt normale Menschen, aber viele Menschen sagen, das ist unschlagbar hier, Baden und Schwarzwald. Wo ich ja sagen muss, ich bin ja jetzt in einem Alter, wo ich den Sommer gar nicht mehr so mag. Also ich mag keinen Dauerregen, aber ich mag den Winter. Ich mag es, wenn es nur 5 Grad sind und ich nicht schwitze und ich mich dick anziehen kann, aber ich mag keine 35 Grad. Also ich bin kein Fan vom Sommer, mir reichen 20 Grad, wenn das Wetter schön ist, nachts Regen, tagsüber muss noch nicht mal die Sonne scheinen, aber trocken, da bin ich ja schon total happy.

[17:01] Und genau, und das war eigentlich so, also das hat sich dann so entwickelt, dieser Gedanke zu dieser Entscheidung, wir machen das. Und manchmal kriegt man so ein bisschen Angst vor der eigenen Courage, weil das dann auch so ein bisschen schnell geht. Wenn man die eigene Wohnung im Internet sieht, zum Beispiel, wolle Wohnungen kaufe, also jetzt nicht wir. Das ist schon ein bisschen komisch, dass wir halt auch wirklich dann so weit gehen und sagen, okay, wir kommen nicht zurück, zumindest in nächster Zeit nicht. Wir werden vielleicht irgendwann zurückkommen, wenn du wieder in Baden-Baden bist, dann kommen wir wieder zurück in den Schwarzwald. Also gar keine Frage.

[17:40] Vielleicht muss auch nur ich wieder zurück und du bleibst dann da. Das kann auch sein, das weiß ich nicht. Also das bleibt offen, aber wir haben jetzt erstmal den Plan die nächsten viereinhalb Jahre, in denen du in Berlin bist. Und wenn das wirklich so viel mit der Gesundheit der Pferde macht, da oben, dann ist auch zu überlegen, bleibt man da einfach. Aber das bleibt offen, das wissen wir noch nicht. Ich wollte gerade sagen, es brechen jetzt ja wirklich… Also neue Zeiten, wenn man Dinge ändert, ist es ja immer irgendwie interessant. Wie wird das wohl werden? Werden Hoffnungen oder Erwartungen, die man hat, erfüllen die sich? Werden die enttäuscht? Du hast gerade eines der wichtigsten Stichworte genannt. Wie entwickelt sich das mit ACDC? Der doktort ja schon länger darum mit diesen Problemen, Allergiker, Pollenflug und irgendwie Husten und so weiter. Das ist ja auch immer mal besser gewesen, da muss man ja auch sagen. Aber also quasi wird sich das möglicherweise dauerhaft verbessern durch diese Meeresluft und so weiter? Ist ja wirklich eine spannende Frage. Ja, und was natürlich auch noch ein Punkt war, dass Benni ein bisschen das Husten angefangen hat. Und das hat mich total aufgerüttelt, wo ich gesagt habe, das fünfjährige Pferd, das kann doch nicht sein, dass jetzt alle husten. Also der Einzige, der nicht hustet, ist Klecks.

[18:58] Okay, der kam zurück wegen Husten. Und das ist der Einzige, der nicht hustet. Benni hustet nicht schlimm, aber Pferde husten nicht. Wehret den Anfängen so ein bisschen. Genau, Pferde husten nicht. Das ist das, was ich von klein auf gelernt habe. Wenn ein Pferd hustet, dann stimmt irgendwas nicht. Und als der dann so die ersten hustet beim ersten Antra, oh Gott, das junge Pferd. Und auch das war noch so mit ein Punkt, der mich darin bestärkt hat, dass ich jetzt einfach irgendwas ändern muss, auch zum Wohl der Pferde. Also total spannend. Wie entwickelt sich das? Und das ist wahrscheinlich der allerwichtigste Punkt. Aber auch so Kleinigkeiten. Wie kriegt man die da hoch? Der Transport wird das alles okay sein. Du hast gerade schon gesagt, sie werden dort und das wird dann hoffentlich dazu führen, dass du nicht mehr ganz so stark Sklavin deiner Pferde bist. Du hast gesagt, sie stehen ja jetzt für sich in einer Herde zusammen, aber du musst da jeden Tag quasi alles machen. Im Norden werden sie in einer großen Herde zusammenstehen, was natürlich auch eine Menge spannender Fragen aufwirft. Wie werden sie sich denn wohl so da einfinden in die neue Gruppe? Man hat ja schon so Ahnungen, zum Teil auch Befürchtungen. Also zum Beispiel, was passiert, wenn unser Klecks-Boy… Seinen Haflinger nicht nur gegen Benni verteidigen muss, sondern auf einmal einer Vielzahl von Pferden, von Feinden sich gegenüber sieht, dann hat er viel zu tun.

[20:26] Wie wird sich das anlassen? Wird sich möglicherweise Benni so ein bisschen abnabeln von der, so aus dieser Dreier-Kombo, der ist da ja so ein bisschen gefühlt das dritte Rad am Wagen? Also ich glaube, Benni wird neue Freunde finden und ich glaube, Benni wird sich ganz schnell abnabeln. Ja, freut er sich, dass er neue Freunde findet. Absolut. Und vielleicht auch, Klecks und Benni spielen natürlich auch immer noch nicht mehr ganz so viel wie vor seinem Auszug. Also man hat so das Gefühl, dass Klecks den AC nicht mehr aus den Augen lässt. Seit er da eine Woche weg war, ist es noch schlimmer geworden und es ist auch noch schlimmer geworden mit Benni, du gehst weg, das ist mein Haflinger. Also das ist wirklich so ein bisschen, wo ich auch so sage, diese Entwicklung gefällt mir gar nicht, weil vorher waren sie schon so ein bisschen alle drei. Und jetzt ist es wirklich so, also Klexi klebt dem AC am Arsch wie ein Geschwür. Das ist wirklich, das ist echt, wo ich so denke. Es gibt doch diesen TikTok-Affen mit diesem Stoffaffen.

[21:23] Ja, wie heißt der? Hat der einen Namen sogar? Ja, der hat einen Namen. Also Klex wäre sozusagen dieser TikTok-Affe und AC ist der Stoffaffe. Das Kuscheltier. Das ist das Kuscheltier von Klecks. Und das wird umklammert, festgehalten und Wahnsinn. Also das ist wirklich spannend, wie sich das entwickelt. Also wie Klecksi sich in dieser Herde zurechtfindet. Ich glaube, Acey ist überhaupt gar kein Problem. Den Acey kann man überall reinstellen. Der ist total problemlos und ich glaube auch Benni ist problemlos. Also ich glaube nicht, dass es mit dem Benni irgendwelche Schwierigkeiten geben wird. Der wird sich gut in die Herde einfügen. der ist in der Herde groß geworden, in der großen Herde.

[22:06] Und der hat auch Erfahrung mit großen Herden und der ist ja auch super sozial, der will spielen, der ist auch ungestüm, der lässt sich nicht alles gefallen, der wird sich irgendwo so im oberen Drittel des Rangs einordnen. Aber ich glaube nicht, dass der Chef sein will, also das glaube ich nicht, dafür ist er nicht tough genug. Und bei Kleksi habe ich wirklich so ein bisschen Bedenken, ob das funktioniert. Also da bin ich mir auch nicht so ganz sicher. Das muss man abwarten. Die Stallbesitzer sind ganz entspannt. Die sagen, wir gucken, was passiert und wenn es nicht geht, dann finden wir eine andere Lösung. Alles klar. Das lässt sich ja schon mal gut an. Und meine Schwester ist in diesem Stall. Also man kennt dann schon so ein bisschen Leute. Man kommt nicht so ganz neu irgendwo hin.

[22:47] Und das ist natürlich auch angenehm, dass man nicht so ganz fremd irgendwo ist, sondern dass ich Familie da oben habe und ich bin auch dann so nicht ganz so alleine, wenn du weg bist. Weil ich weiß, man muss sich nicht jeden Tag sehen, aber so alleine der Gedanke, Familie ist da, wenn irgendwas ist, bin ich nicht alleine. Das ist schon gut. Unsere Podcast-Hörer haben ja die Nordkombo auch hier schon mal kennengelernt. Also waren zum Teil ja auch sogar schon mal zu Gast hier im Pferde-Podcast. Es sind auch tolle Folgen entstanden, die wir hier im Schwarzwald zusammen aufgenommen haben. Also von daher auch sehr pferdeaffine Leute, muss man ja auch sagen. Also du kommst da in ein sowohl familiäres Umfeld, das aber zugleich auch genauso pferdeverrückt wie du, weiß ich jetzt nicht. Das würden sie wahrscheinlich weit von sich weisen, aber die sind schon auch Pferdeleute. Und ja, von daher total spannende Zeiten.

[23:45] Spannend auch, schaffen wir es zum, also du willst auch, du bist ständig am Luft holen, dir fällt das noch ein, das noch ein. Meine liebe Stahlkollegin Sonja hat das ja so schön ausgedrückt, die sagt, ich glaube, du hast einen Pferde-Burnout. Ich muss mal was anderes machen. Ich habe die letzten acht Jahre mein Leben nach den Pferden ausgerichtet. Monothematisch und ausschließlich. Wir waren nicht in Urlaub. Wir waren mal übers Wochenende. Ja, einmal, glaube ich. Aber so generell. Wo jetzt? Was hast du im Kopf? Wann? Ich sage es nur so. Du sagst jetzt so pro forma, ne? Wir waren mal, so einmal waren wir ja weg. Nee, wir waren, glaube ich, genau. Doch, wir waren in Moritzburg. In Moritzburg, da haben Pferde auch gar keine Rolle gespielt. Nein, aber wir waren weg von meinen Pferden. Und mal wieder. Um zu Nicole Weidners Pferden zu fahren und da zu gucken.

[24:35] Egal, aber wir waren weg von meinen Pferden übers Wochenende. Wir waren zwei Tage weg. Bei anderen Pferden. Also, okay. Also, war so. Nee, alles klar. Ja, war so. Und dann, genau, sie hat es so wirklich schön ausgedrückt und total treffend, dieses Pferde-Burnout. Und ich habe mal wieder so das Bedürfnis, ich würde gerne mal wieder was anderes in mein Leben lassen, zusätzlich zu den Pferden, aber nicht ausschließlich die Pferde. Naja, es geht glaube ich um einen Weg, das vernünftig unter einen Hut zu kriegen. Aber trotzdem die Pferde so halten, dass sie glücklich und zufrieden sind und nicht, dass ich ein schlechtes Gewissen haben muss, oh Gott, und die stehen in der Box oder dies, die werden nicht bewegt oder jenes. Und ich erinnere mich an meine Zeit in Hessen auf dem Beinhartshof, Aktivstall, perfekt. Wir waren vier Wochen in Amerika, das Pferd hat gar nicht gemerkt, dass ich weg war. Der war rundum versorgt und das habe ich natürlich sehr, sehr, sehr vermisst. Und leider ist es so, in der Gegend, in der wir hier wohnen, noch nicht so angekommen mit Aktivställen und mit Pferden raus, große Herden. Das gibt es hier einfach noch nicht. Ich glaube, es gibt einen Aktivstall ein bisschen weiter südlich, 30 Kilometer. Den hatte ich mir tatsächlich auch mal angeguckt. Aber ja, das hat mich nicht so 100 Prozent überzeugt.

[25:50] Aber ansonsten ist hier wirklich so mit großen Herden und Pferde raus. Das ist hier irgendwie noch nicht so ganz angekommen. Also teilweise schon, aber noch nicht so, wie das zum Beispiel auch in Hessen der Fall war. In Hessen gibt es ganz viele Aktivställe und die sind super innovativ, was Pferdehaltung angeht. und so, da kann man schon, wenn man bereit ist, ein Stückchen zu fahren, kann man da sich auch wirklich den Stall aussuchen. Also, Aber das kommt hier sicherlich auch noch an. Mal gucken, wann. Mal gucken. Bis wir zurückkommen, hätte ich hier gerne einen Aktivstein. Unser Hund rasselt. Jetzt ist die Stelle gekommen und wir denken uns es nicht aus, aber unser Hund rasselt tatsächlich an der Jalousie herum.

[26:32] Und das Spiel ist dann immer, also man rüttelt an der Tür, um dann nicht rauszugehen. Man könnte jetzt Pipi machen, man könnte es aber auch bleiben lassen. Und genau, so ist unsere Lulu. Tja, Jenny, für den ersten Aufschlag, man merkt schon, es gibt tausend Sachen zu besprechen.

[26:54] Wie funktioniert das dann auch mit? Also manche Wege werden weiter, haben wir auch schon festgestellt. Zu Guthafi-Turniere gibt es nicht mehr so viel, aber das Europachampionat in Österreich wird dann ja also eine viel weitere Strecke zurückzulegen sein. Aber also das ist damit nicht gestrichen oder so. Nein, wir machen einmal Stopp bei Nicole, übernachten da und fahren dann einfach weiter. Und vielleicht, je nachdem welches Pferd Nicole mitnimmt, können die Pferde ja vielleicht auch zusammen im Hänger fahren. Das wäre ja auch für AC. Weiß Nicole das jetzt schon alles oder erfährt sich es durch den Podcast? Nein, das weiß ich. Das haben wir schon so besprochen. Sehr gut. Dann lassen wir es, glaube ich, für den Moment mal gut sein, weil wir wollen ja auch noch über deinen Turnierstart mit ACDC sprechen. Es ist ja tatsächlich, sind ja diese M-Dressuren, die du gerne jetzt so verstärkt mit ihm reiten willst, gibt es ja nicht jetzt an jeder Ecke und an jedem Wochenende. Es gab eine im südlichen Schwarzwald. Wir haben schon am Anfang gesagt, war irgendwie jetzt keine blöde Erfahrung oder so.

[28:00] Und du warst sogar platziert. Genau, AC war sogar platziert. Also ich hatte, es gab eine Tressurreiter M auf Trense und es gab eine M-Tressur auf Kandare. Ich hatte beide Prüfungen genannt und die waren auch relativ spät am Tag. Also ich glaube die erste Prüfung um 17.30 Uhr oder so. Also das war echt so, wo wo ich so gedacht habe, okay, zweite Prüfung, 19.15 Uhr, da schlafe ich ja eigentlich schon. Ob ich das noch reite, weiß ich nicht, weil wenn ich schlafe, kann ich nicht reiten.

[28:28] Nee, aber wir sind hingefahren. Also es war aber halt wirklich ein Tag, der war vom Wetter her für AC nicht so gut. Also ich habe ihn ja schon. Stimmt, es war sehr warm. Genau, es war sehr warm und ich hatte ihn morgens schon gezöpfelt und da hat er schon gehustet. Also starker Pollenflug. Und dann dachte ich noch so, ob wir das wirklich machen können. Das ist kein guter Tag für ihn. Und als wir dann mittags ihn geholt haben, um zum Turnier zu fahren, hat er auch schon wieder gehustet und dann dachte ich so, komm, jetzt ist er gezöpfelt, jetzt sind wir fertig, wir fahren jetzt hin, ich gucke, wie es ist und zur Not reite ich halt nicht und wir fahren wieder nach Hause. Also lange Fahrt, also über eine Stunde. Und wir kamen dann an, also auch die Bergkinder, das war auch ein Vielseitigkeitsturnier und die Bergkinder sind da auch geritten und alle waren da, also der komplette Verein und das war total nett. Und deswegen hatte ich auch mich entschieden, ich will da auch reiten. Alle sind da, dann nenne ich da mal die 2M-Tressuren. Und dadurch, dass die Prüfung so spät am Nachmittag war, war es nicht mehr ganz so warm. Der Reitplatz war schon im Schatten und ich habe mir vorgenommen, 20 Minuten abreiten. Mehr brauchte ich nicht für AC. Und dann merkst du ja auch, was los ist mit dem Pferd dann. Genau. Und dann hat er ein-, zweimal gehustet, aber er war relativ fit. Und dann dachte ich, komm, dann kann ich auch da reinreiten.

[29:46] Und insgesamt eine gute Prüfung. Er hat während der Prüfung tatsächlich zweimal husten müssen. Die Richter haben das, glaube ich, nicht gemerkt. Das war oben in der Ecke, weit weg von den Richtern. Also es hat nicht jeder mitgekriegt, aber er musste tatsächlich zweimal husten, aber in der ganz normalen Trabtour. Also es war keine Lektion oder so, es war keine Wolte oder sonst irgendwas. Ich glaube, es ist nicht so aufgefallen. Ansonsten hat alles wirklich gut geklappt. Also die traversalen Schulter herein und der Boden war ein bisschen tief. Da kam er nicht ganz so gut raus. Aber ich war erste Starterin, frisch gefahren, frisch nass gemacht, da ging es. Ich glaube, wenn da schon drei, vier, fünf Pferde durchgeritten wären, hätte er ein echtes Problem gehabt, da die Füße aus dem Sand zu kriegen. Aber erster Starter ist immer gut. In dem Fall war es wirklich total gut. Ich meine, es hat ja auch negative Seiten, dass man irgendwie so denkt, die Richter sind vielleicht noch ein bisschen zurückhaltend, zumal bei einem Hafi oder so. Nein, also gar nicht und es war wirklich auch alles gelungen bis auf den Wechsel von rechts nach links. Der war ein bisschen mit hoher Gruppe, der war ein bisschen knapp. Also es war keine Katastrophe, aber der war eine 5. Also das war nicht so gut.

[30:58] Und bei der Siegerehrung hat die Richterin tatsächlich gesagt, schade um den Wechsel, sonst wäre es die sieben gewesen. Und da war ich dann schon so ein bisschen, okay, immer dieser scheiß Wechsel, der uns das Genick bricht. Interessant, das hätte dich, ich glaube, ihr seid vierte geworden, war das nicht so? Wir sind dritte geworden mit 6,6. Ah, okay. Und ansonsten war das wirklich eine gute Vorstellung. Ich habe mir das Video ja auch angeguckt. Und natürlich ist es dann wieder, wenn man gegen Warmblüter vergleicht, also das Pferd, das gewonnen hat, das hat natürlich eine ganz andere Bewegung gehabt, sehr viel Schwung. Also natürlich schon, man muss das mit bewerten. Sogar in einer Dressur-Reiterprüfung muss man natürlich auch bewerten, wie viel Schwung hat das Pferd, wie ist es in den Lektionen und so weiter. Also da muss ich auch wirklich zugeben, da kann der H4 halt auch einfach nicht mithalten. Aber du hast Warnblüter hinter dir gelassen. Ja. Ich sage mal so, das ist ja immer so ein bisschen, wenn dies und das passiert wäre, dann immer ein bisschen blöd. Aber der zweite Platz war da auch total in Schlagweite. Ich glaube, da fehlte überhaupt gar nicht. 0,1. 6,7 war der zweite Platz und 6,5 war der vierte Platz. Also wir waren alle relativ dicht beisammen. Also dieser eine Wechsel hat es dann tatsächlich, wenn man so will. Hätte er zweiter werden können. Genau. Aber hätte, hätte Fahrradkette. Also der ist uns nicht gelungen.

[32:18] Aber ich war insgesamt total zufrieden und dann habe ich natürlich nach der Prüfung auch nochmal überlegt, Und reite ich jetzt noch die Kandaren-M oder lasse ich es sausen? Und dann, ich denke ja dann immer so, wenn das Pferd es gut gemacht hat, dann lassen wir es sausen. Und was natürlich noch dazu kommt, mit so einem guten Gefühl, mit so einer 6,6 dritter Platz in der M-Tressur nach Hause zu fahren, hat auch was. Und ich weiß nicht, wie viel Kraft er noch gehabt hätte für die zweite Prüfung. Und wenn er dann keine Kraft mehr hat und vorne runterfällt, habe ich keine Chance mehr.

[32:50] Wenn er dann einfach nicht mehr fit genug ist und ich ihn vorne nicht mehr hochkriege, dann gelingen uns auch die einzelnen Lektionen nicht so. Und dann habe ich zugunsten des Pferdes entschieden und zugunsten von mir, dass ich früh ins Bett komme. Ja, und dass man möglicherweise sich eine drohende, also das ist ja eh immer, also einerseits soll man das nicht oder nicht so denken, so nach dem Motto, ich versuche eine Niederlage zu vermeiden. Also da sind wir Konstanze Wiesner, positiv denken. Aber trotzdem gab es in dem Fall ja auch ein paar ganz gute Gründe dafür, dass man sagen kann, okay, das wäre jetzt eine schwierige Nummer geworden. Und wenn man dann so sehenden Auges da so reinläuft, dann ist es, glaube ich, legitim, sich die Frage zu stellen, muss das jetzt sein oder kann man es nicht einfach mit dem guten Gefühl auch zu Ende gehen lassen? Genau, auch für ACDC, der ja sowieso an diesem Tag sehr zu kämpfen hatte mit Husten und so, habe ich dann wirklich gesagt, ach komm, lass gut sein, wir fahren nach Hause, obwohl wir jetzt so weit gefahren sind für nur eine Prüfung. Manchmal ist es so, wir sind dann wieder nach Hause gefahren, ganz glücklich und zufrieden und ich war ganz happy mit dem Pony. Also er hat seine Sache super gut gemacht und dann kann man es auch mal gut sein lassen.

[33:58] Jenny, dann freuen wir uns jetzt auf ein letztes Urlaubswochenende von mir im Schwarzwald, das auch, ich will jetzt hier nicht wieder das Sklavenbild, wir sind Sklaven deiner Pferde, aber die Pferde werden auch an diesem Wochenende im Schwarzwald eine große Rolle spielen. Das kann man da vielleicht abschließend noch zumindest kurz erwähnen, weil das ja dann in den nächsten Podcast-Folgen uns wahrscheinlich auf die eine oder andere Art irgendwie beschäftigen wird. Denn du hattest ja schon gesagt, nachdem du zuletzt mit Benni so diesen Aufwärtstrend hattest bei den Turnieren, aber auch festgestellt hast, da ist so nervlich und dieses Thema Turnier, da müsst ihr noch dranbleiben. Und jetzt willst du, du willst da auch dranbleiben und jetzt soll Benni aufs Turnier. Nein, der soll zum Lehrgang. Da wird sich, ich wollte gerade sagen, also du hast Turnierpläne mit ihm, aber jetzt am Wochenende steht dann erstmal ein Lehrgang an, also so greift dann eins ins andere. Es geht los mit Silke Rahmschütz jetzt quasi von jetzt aus. Richtig, genau, Samstag, Sonntag. Ich will beide Tage ihn mitnehmen und habe dann in zwei Wochen an Pfingsten nochmal zwei Turniere genannt, also Freitag und Samstag, er wird zwei Tage hintereinander aufs Turnier fahren, einfach auch der Routine wegen, also zwei unterschiedliche Turniere, zweimal Dressurpferde auf 60 Meter, hatten wir noch gar nicht, ich glaube die 60 Meter tun ihm besser als die 40 Meter.

[35:27] Und weil er dann einfach mehr Platz hat und traben und galoppieren kann. Anders als bei AC, also er ist natürlich auch körperlich, bringt er dann nochmal ein paar andere Voraussetzungen mit. Also für ihn sind die 60 Meter einfach besser, weil er sich da ganz anders bewegen kann. Und bei den 40 Metern ist immer so schnell die kurze Seite wieder da. Wir haben gerade mal so angefangen zuzulegen im Galopp und dann muss ich schon wieder bremsen, weil die kurze Seite da ist. Und da bin ich gespannt auf den 60 Metern, wie sich das dann so anfühlt. Und ich habe es wirklich, also mutig, weil die Heimfahrt ja vom letzten Turnier wirklich gut war, werde ich mich trauen, ganz alleine mit ihm da hinzufahren.

[36:04] Und ja, ich bin gespannt, wie es funktioniert, ob es gut wird. Es ist jetzt Generalprobe am Wochenende. Findest du da nicht noch einen Turniertrottel, der… Ich habe schon die liebe Anna gefragt, die kann leider nicht, die ist nicht da an diesem Wochenende. Vielleicht finde ich noch einen Turniertrottel, der zur Sicherheit mit mir fährt. Also nachdem ich beim letzten Mal gesehen habe, dass es ja auch wirklich schwierig ist. Na gut, du hast schon gesagt, du willst ihn dann vor Ort, also du willst ihn schon vor der Abfahrt sozusagen fix und fertig anziehen, damit du dieses Trensen und so weiter dann da nicht hast. Aber also das war nämlich schon fummelig und wenn er dir da mal durchwitscht und sich befreit sozusagen, dann weiß man, also das will man ungern erleben, also tatsächlich. Ja, also ich werde ihn da auch fertig machen zu Hause. Da muss er halt jetzt mal eine halbe Stunde oder eine Stunde mit Sattel und Trense im Hänger stehen. Er wird es überleben. Benni on Tour, an diesem Wochenende geht es los. Das ist sozusagen die Zukunftsmusik, die nähere Zukunftsmusik, die uns dann in den nächsten Folgen beschäftigt. Für heute bedanken wir uns erstmal fürs Zuhören. Der Umzug steht an. In ein paar Wochen geht es in den Norden in Richtung Ostsee.

[37:20] Schade, dass der Timmy ja jetzt wahrscheinlich tot ist. Und für mich? Jetzt hören wir hier so versöhnlich auf mit der Folge. Jetzt kommst du hier mit einem Buckelwal an. Geht es eigentlich noch? Wir schneiden ja nichts in unseren Sendungen, aber ihr vergesst es einfach. Wir bedanken uns fürs Zuhören. Ich fahre mal wieder in meine Hauptstadt und gucke, ob da alles beim Rechten noch ist. Und wir sagen für heute mal Tschüss und wir melden uns dann unter der Woche mit der kleinen Folge wieder. Tschüss. Tschüss.


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