
Folge 471 des Pferdepodcasts steht ganz im Zeichen des Neustarts: Nach Umzug, Urlaub und einigen Unterbrechungen im Training geht es für Jenny und Haflinger AC/DC wieder darum, die dressurlichen Ziele in den Blick zu nehmen. Eine Trainingseinheit bei Reimund Wille zeigt dabei ziemlich schnell, wo es aktuell hakt: AC/DC hat an Ausdruck verloren, macht sich im Genick fest und zieht nicht mehr gleichmäßig an beide Zügel. Die gute Nachricht: Mit den richtigen Impulsen lässt sich das vergleichsweise schnell wieder korrigieren. Inneres Bein an den äußeren Zügel, äußeres Bein an den inneren Zügel, Konterstellung und vor allem Lockerheit – keine Raketenwissenschaft, sondern solide Basisausbildung. Aber eben Dinge, die im Alltag gerne einmal aus dem Fokus geraten.

Zwischen Glamour und Tierwohl: Sehenswerte ARD-Doku
Und dann bringt Reimund Wille die große Frage ins Spiel: Warum eigentlich nicht S-Dressur? Ein Turnier ganz in der Nähe steht an, und theoretisch könnte Jenny dort sogar eine S-Prüfung reiten. Praktisch sieht sie das deutlich anders: Wenn fliegende Wechsel noch Glückssache sind und Piaffe und Passage ohnehin noch Zukunftsmusik sind, hat eine S-Dressur aktuell nichts im Turnierkalender verloren. Denn Jennys Grundsatz lautet: Was auf dem Turnier verlangt wird, sollte zumindest zu Hause schon funktionieren. Dass dieser Grundsatz nicht immer selbstverständlich ist, zeigt ein Blick zurück auf AC/DCs Qualifikation für die Europameisterschaft der jungen Dressurpferde – damals musste Jenny ausnahmsweise eine Prüfung reiten, obwohl sie wusste, dass AC/DC die geforderten Lektionen noch nicht zuverlässig beherrschte.
Außerdem geht es um einen besonders schönen Moment nach der Trainingseinheit: Als AC/DC auf den heimischen Hof zurückkehrt, hört Benny ihn schon von der anderen Seite der großen Koppel. Die beiden Pferde finden schließlich zueinander und begrüßen sich so überschwänglich, dass selbst der hartgesottene Chris gerührt ist.
Und dann wird es wieder etwas kritischer: Jenny und Chris sprechen über die sechsteilige ARD-Dokumentation rund um die Reit-WM in Aachen. Sehenswert finden sie die Serie durchaus – gerade wegen der Einblicke hinter die Kulissen des internationalen Reitsports. Beim Thema Tierwohl bleibt allerdings ein Fragezeichen: Besonders die Darstellung des Einsatzes von Schlaufzügeln bei Springreiter Christian Kukuk stößt auf Kritik. Eine „Momentaufnahme“ sei das aus ihrer Sicht eben nicht, wenn eine solche Trainingsweise bewusst angewendet wird.
Die Doku zeigt zugleich eine Welt, in der Pferde Millionenwerte sein können, Sponsoren und finanzielle Gönner eine große Rolle spielen und Reiter ihre Pferde nicht unbedingt selbst besitzen. Auch die emotionale Seite dieses Geschäfts wird sichtbar, etwa wenn ein erfolgreiches Pferd plötzlich verkauft werden könnte. Folge 471 ist damit eine Mischung aus Training, Turnierphilosophie, Pferdefreundschaft und einem durchaus kontroversen Blick auf den internationalen Reitsport.
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Hier geht’s zum vollständigen Transkript:
[0:00] Das ist der Hafer- und Bananenblues. Das ist das, was jedes Pferd haben muss.
[0:07] Hallo, hier ist der Pferde-Podcast, Folge 471. Jenny, Notiz an uns selbst. In zehn Minuten müssen die Bohnen ins Chili. Wir haben Essen auf dem Herd. Und es ist alles wie immer just in time bei uns. So, dass alles gut passt. Es ist nicht so ganz anspruchsvoll, also nicht so eine ganz banale Aufgabe, aber wir kriegen es hin. Und wenn es ist, dass wir kurz für eine kleine Werbeunterbrechung den Podcast unterbrechen, du trägst währenddessen dann die Chili, also einer von uns kippt die Chilis in den Topf und die Bohnen ins Chili und dann ist ja auch schon gut. Ja. Hello, hello. Hello, hello. Kurzer Blick auf die Themenliste. Es geht ja so langsam wieder los. Jetzt ist mal Schluss mit der Umzugsthematik, mit Urlaub und Gedöns, Gedöns. Jetzt wird auch mal wieder was geschafft. Jetzt werden mal wieder die Dressuraufgaben, die Ziele in den Blick genommen. Auch hier bei uns im Podcast. Wir sind der Pferdepodcast, der den Haflinger ACDC begleitet vom Pferdekindergarten. Klammer auf, da ist es schon ganz lange raus, Klammer zu. Ins große Dressurviereck. Hin in Richtung Estressuren. Klammer auf, da ist er noch nicht. Aber auf dem Weg dorthin. Man traut es ihm aber schon zu. Ich wollte gerade sagen, Raimund Wille hat ja das Wort Estressur.
[1:36] Dann reitest du halt hier jetzt in der Estressur. Das hat er ernsthaft gesagt. Wir werden es aufdröseln. Er hat es wirklich gesagt. Ja, und ich habe ihn ganz ungläubig angeguckt. Auf gar keinen Fall, habe ich gesagt. Oh Gott, oh Gott. Aber nicht. Ja, wieso nicht? Diese Frage werden wir unter anderem klären, weiß ich nicht. Wir werden es ansprechen. Sehr lustig jedenfalls. Also das Training beim im Norden wiederentdeckten, was man hier alles so entdeckt am Strand, weißt du? Eine Qualle, eine Muschel. Hey, da ist ja Raimund Wille. Guck mal, was machst du denn hier? Also man kann ihn leicht übersehen. Ist er jetzt eher eine Qualle oder eher eine Muschel? Er ist eher ein Seepferdchen, würde ich sagen. Weißt du, also das finde ich gar nicht so schlecht eigentlich als Bild. Seepferdchen, verstehst du? Da steckt ja See und Pferdchen drin.
[2:28] Ich habe wieder Spaß an so einem Scheiß und du null. Ich bin schwer zu unterhalten, das gebe ich ja zu. Total. Also ich finde Schenkelklopfer schon, aber gut, hilft ja nichts. Also du hattest eine Trainingseinheit mit Hafi ACDC bei Raimund Wille. Haben wir schon gesagt, darüber wollen wir sprechen. Und ich würde vorschlagen, wir ballern diese, auch wenn es eine große Folge ist. Wir überladen es nicht. Wir sprechen auch noch mal kurz über die Doku, oder? Ist auch ein aktueller Anlass. Ich glaube, die Reit-WM in Aachen hat auch schon, begonnen, richtig? Ja, klar. Ja, klar. Läuft, ne? Deutschland hat schon Gold.
[3:11] Hast du nicht mitgekriegt? Oh, Schande. Asche auf deinen Hauch. Wie glücklich du bist, dass du jetzt diese Karte spielen kannst. Ich lasse es dir. Willst du es nicht noch mal sagen? Du hast es mitgekriegt? Nee. Deutschland hat Gold. Ach so, jetzt müsste ich lügen. Deutschland ist Weltmeister in der Tresor.
[3:30] Hast du mitgekriegt? Das ist ein Insider, jetzt ist gut. Du guckst, das ist wirklich ein Insider, weil ich Jenny manchmal damit aufziehe, wenn sie zu irgendwelchen deutschland- und weltpolitischen Dingen nicht ganz so auf, wie sagt man? Zack. Also beim Fußball würde man sagen, auf Ballhöhe ist. Und wie sagt man das so in der Pferdesprache, so auf Höhe des Widerrisses oder sowas? Eher nicht. Eher nicht. Aber man will sich mit der Weltpolitik nicht beschäftigen, weil das macht einem nur schlechte Laune. Also ignoriere ich das konsequent. Ja, stimmt. Ist auch manchmal ernst, manchmal aber auch lustig. Wenn sich der US-Präsident in irgendwelchen Catering-Containern aus der Türkei davon stehlen muss, dann finde ich, hat das auch komische Momente so. Naja, die anderen können ruhig abgeschossen werden. Hauptsache Trump kommt davon. Ja, genau. Die anderen Idioten, die mit dem Präsidenten Flugzeug fliegen. Journalisten zum Beispiel. Egal, wir schwimmen schon wieder raus. Wir sind der Pferde-Podcast. Und wir sprechen über die Trainingseinheit bei Ram & Wille. Und wir reden über die ARD-Doku, die sehr springreiterlastig war. Um nicht zu sagen, es ging monothematisch um die Springreiter.
[4:47] Anlässlich der Reit-WM in Aachen. Und wir haben es angeschaut, sechs Folgen. Und wir fanden es gute Unterhaltung. Reitsport zwischen Wettkampf, Glamour und Tierwohl. Genau, Reitsport zwischen Wettkampf, Glamour und Tierwohl. Geht es um Jenny? Ja, auch. Aber in dem Fall ist es der Subtitel der ARD-Dokumentation. Aber ich sage mal so, das sind ja so Schlagworte. Glamour, Tierwohl, Wettkampf. Also spielt alles bei dir auch eine Rolle. So klein ist die Welt. Jetzt spielt ihr erstmal unser Glamour-Boy, der Manni. Unser Orchester-Musiker spielt die Pferde-Podcast-Hymne. Dann geht’s los mit der Folge. Wir freuen uns drauf. Jo Jenny, dann mal bunter rein in Folge 471. Ich labere schon wieder viel zu viel. Eigentlich it’s your turn, möchte ich fast sagen. Wir haben es erzählt, der Zufall wollte es. Du hast Raimund Wille, den renommierten Reitlehrer, hier aus dem Norden, im Norden wiedergefunden und du bist mit ACDC hin.
[6:16] Diese Woche eine Unterrichtseinheit, 30 Minuten, das ist glaube ich das Maß, was es auch im Schwarzwald immer hatte, also irgendwie anderer Ort, trotzdem irgendwie vertraute, Entschuldigung, ich bin angestoßen, anderer Ort, trotzdem vertraute Setting, möchte ich mal sagen. Es war das erste Mal, dass ACDC den Hof jetzt nach dem Umzug an die Ostsee wieder verlassen hat, wieder unterwegs war und dann seid ihr da hingekommen und dann. Also quasi, was ist passiert von der Ankunft auf der Trainingsanlage bis hin zur Empfehlung von Raimund Wille, doch nächste Woche, morgen eine Estressur zu reiten. Nicht nächste Woche, nächsten Monat. Nächsten Monat, na dann ist ja noch reichlich Zeit.
[7:09] Ja, wir haben, also ich habe ihm auch gesagt, AC war so ein bisschen, also er war nicht so kontinuierlich im Training. Durch die Mauke und so habe ich oft so, habe ich ihn wieder rausgenommen. Weil jedes Mal, wenn er dann natürlich trainiert, dann geht es wieder auf, dann blutet es wieder. Und deswegen haben wir gar nicht so viel gemacht in letzter Zeit. Das merkt man ihm aber an, es tut ihm nicht gut. Also er wird dann so ein bisschen fest, er lässt sich nicht so gerne biegen und stellen und dann geht er über die Schulter weg und so. Natürlich hat Herr Wille das sofort gesehen. Also der hat auch gesagt, dem ist der Ausdruck verloren gegangen, der kann aber viel besser traben. Oh Gott, alles klar. Ach du Scheiße, das ist ja… Aber er hat natürlich recht. Aber coming home gleich. Genau. Klare Ansagen. Daran haben wir gearbeitet. Also während dieser Einheit, ihn wieder so ein kleines bisschen Brustkorb heben. Er muss im Genick locker werden. Er darf nicht so dagegen pullen mit dem Unterhals. Und er muss sich einfach locker stellen lassen im Genick. Also wir müssen da wieder hin, dass er am kleinen Finger zu reiten ist. Haben wir auch in relativ kurzer Zeit wieder geschafft. Aber das ist natürlich so, wenn man so viel für sich alleine reitet, dann verliert man solche Dinge manchmal so aus dem Fokus. Und man muss schon sehr diszipliniert sein, um daran halt auch immer konsequent zu arbeiten. Ich habe dann auch mal auch, komm, heute mache ich mal nicht so viel. Und heute habe ich mal, oh, will ich nicht. Ich springe lieber oder mache ein paar Stängelginnen oder ich longiere oder ich mache mal gar nichts. Du, die missvorbildlich. Ja, ja.
[8:36] Ebenfalls haben wir es relativ schnell gut hingekriegt. Also das war, Raimund Wille war zufrieden. Und dann auch mal eine Trabverstärkung, ja, war super. Genau so. Und wir haben ihn wieder so einigermaßen in die Spur gebracht. Und ich habe natürlich auch am nächsten Tag, war ich ganz motiviert und bin auch geritten. Und es war ein Unterschied wie Tag und Nacht. Er war ganz weich, er war ganz fluffig, locker, er hat nachgegeben. Und Raimund Wille sagte auch, bei ihm ist ja so ein bisschen das Problem, der stellt sich dann dahin, der lässt aber am Widerest nicht los und der macht den Rücken nicht auf. Obwohl er dann immer noch ganz nett aussieht und bei dem Haflinger ist es so ein bisschen schwer zu erkennen, wenn er den Rücken wegdrückt. Aber ich fühle es natürlich obendrauf und geschulte Augen, wie Herr Wille, sehen das natürlich auch, dass das nicht so reell ist. Und ihn wirklich dazu zu bringen, dass er den Rücken aufmacht, dann trabt er auch ganz anders. Dann hat er viel mehr Schwung, dann trab der viel größer und das haben wir irgendwie wieder rausgeholt aus der Mottenkiste. Und ich habe auch den Unterschied gemerkt, als ich am nächsten Tag alleine geritten bin, hat uns sehr gut getan, der Unterricht bei Herrn Wille. Und wir haben dann am Schluss noch so ein bisschen geplaudert und da sagte er ja so, nächsten Monat hier in der Nähe, großes Dressurturnier. Und dann habe ich gesagt, ja, habe ich schon geguckt, aber… Ich habe Zwischenfragen.
[9:53] Du willst es jetzt mit der Estressur, da kommen wir jetzt gleich hin. Wir merken uns, dass diese Stelle, wir kommen da gleich hin, nur zwei Zwischenfragen im Grunde genommen. Ich stelle sie mal beide, dann hast du sie mal gehört. Erstens, wir hatten kürzlich den Gedanken, eine Pause tut einem Pferd manchmal auch gut. Und du erinnerst dich, Nikola Wulstorf, als wir das so ein bisschen thematisiert hatten unter der Überschrift, ein Pferd oder die Reiterin werden auch mal krank. Wie schlimm ist das, eine Pause zu machen? Verlernt so ein Pferd das? Wir lernen, und das wollte ich nur noch mal nachfragen sozusagen, so eine unkontrollierte, ganz lange Pause ist dann aber auch nicht gut. Und zweite Frage ist, wenn du sagst, wir haben das dann auch relativ schnell wieder hinbekommen mit dem Ausdruck, wenn Raimund Wille sagt, er kann das aber schöner, ausdrucksstärker.
[10:46] Da hast du so ein bisschen unterschlagen, wie kriegt man es denn wieder hin? Also relativ schnell, demnach scheint es ja keine Raketenwissenschaft zu sein, sondern es reicht dann wie so eine Art Weckruf irgendwie. Und dann weißt du schon auch, alles klar, jetzt hat mich der Wille mal geschüttelt. Und dann weißt du offensichtlich, was zu tun ist. Was ist denn zu tun? Also die erste Frage ist so, Pausen, ja, aber das ist damit offensichtlich nicht gemeint, Weil die lange Trainingspause hat ihm nicht so gut getan. Und die zweite Frage ist tatsächlich, wenn du sagst, ihr habt es schnell wieder hinbekommen, also welche Knöpfe habt ihr gedrückt? Ich hoffe, ich drücke mich nicht zu blöd aus und ich hoffe, du weißt, was ich meine. So eine grobe Idee. Also er hatte ja keine Trainingspause in dem Sinne, sondern ich habe immer so zwischendurch mal wieder so Ringelpilz mit anfassen, das tut ihm nicht gut. Also eine Trainingspause, wo man dann mal sagt, okay, jetzt ist er mal zwei Wochen raus oder ein Monat oder keine Ahnung. Das ist nochmal was anderes. Ich glaube, da verlernt ein Pferd nichts und da kann man auch wieder einsteigen. Aber so zwei Tage Dressur und dann mal wieder kein Bock, das tut Acey nicht gut. Also das meine ich mit mal so ein bisschen raus.
[11:56] Und dieses ihn wieder rund und locker kriegen, ganz klassisch mit dem inneren Bein an die äußere Hand oder mal mit dem äußeren Bein an die innere Hand. Der muss ja an beide Zügel gleichmäßig ranziehen. Und das hat er nicht gemacht. Der hängt mir sehr auf der linken Hand. Und das kommt halt auch immer darauf an, in der Wendung, Wolken und so weiter. Also der ist dann schon auch mal so ein bisschen stark, wo er dann wirklich nicht an beide Hände, sondern nur an einer Hand zieht. Und das liegt daran, dass er im Genick nicht loslässt, dass er nicht beweglich ist im Genick. Und daran haben wir einfach gearbeitet. Inneres Bein, äußerer Zügel dran.
[12:30] Äußeres Bein, innerer Zügel dran, der muss gleichmäßig an beide Hände ziehen und das im Wechsel gemacht auf der gebogenen Linie und dann auf einmal lässt das Pferd los und du hast einen gleichmäßigen Zug auf beide Hände und dann kann ich auch alles reiten. Also dann kriege ich den auch vors Bein, dann zieht der auch, aber wenn der sich so auf einer Hand so festmacht und geht dann über die Schulter weg und dann habe ich keine Chance und man kriegt dieses Genick locker mit auch mal Konterstellung, mal kurz, mal das Genick ein bisschen ausschütteln. So habe ich es auch bei meinen Reitschülern auf dem Berg immer gesagt, schüttel mal das Genick ein bisschen aus, mach mal so ein bisschen das Genick beweglich, ganz kurz nach außen stellen, wieder nach innen stellen, inneres Bein an die äußere Hand, äußeres Bein an die innere Hand und das funktioniert ganz klassisch, Basisausbildung ist das. Also von daher, wir haben nicht das Rad neu erfunden und ich weiß das auch alles. Aber das dann wirklich so diszipliniert auch im Training zu machen, wenn keiner unten drauf guckt, ist nicht immer so einfach. Also da ist man schon auch manchmal so ein bisschen faul und schluderig und dann schleichen sich so Kleinigkeiten ein. Und dann hilft so der Hinweis von außen so und dann macht man es, was man vorher so verschludert hat. Und es ist keine Kraftsache, lerne ich, wo man erst langwierig Kraft und Kondition aufbauen müsste, sondern mehr auch was mit locker sein, loslassen. Er muss fallen lassen, hast du jetzt so mehrfach gesagt. Und dann kommt man quasi dahin.
[13:55] Jetzt, Entschuldigung für diesen kleinen Umweg, aber wir sind jetzt wieder genau an der Stelle, wo ich dich unterbrochen habe. Ihr wart sozusagen durch mit der Trainingseinheit und das Gespräch kam auf, was sind denn jetzt so die nächsten Aufgaben, die anstehen, was sind mögliche Turniere und so. Und genau, und dann habt ihr gesprochen über ein Turnier in wenigen Wochen. Genau, in wenigen Wochen hier in der Nähe, ist also wirklich um die Ecke, wäre nicht weit, großes Dressurturnier, sehr schöne Anlage, also habe ich auch geguckt in der Ausschreibung, oh, kann ich denn da was reiten? Nee, ich bin zu alt. Also ganz viele Prüfungen sind ausgeschrieben für U25 oder noch jünger, also das sind die Meisterschaften für die jungen Reiter. Junge Reiter, ich wollte gerade sagen. Und natürlich, die S-Tressur ist ausgeschrieben für alle Altersklassen, sagte der Wille auch, dann reitest du halt die S. Nee, wir können noch keine Pirouetten, die Seelenwechsel sind Glückssache und.
[14:51] Na und, kannst du doch nennen. Nee, kann ich nicht, also wenn es zu Hause noch nicht klappt, dann gehe ich natürlich nicht in eine S-Tressur, auf gar keinen Fall. Und die Einsteine-S ist sogar, glaube ich, auch ausgeschrieben für die Jungen unter 25 und die Dreisteine-S, die könnte ich, glaube ich, reiten, super, ist sogar offen für LK3. Dürfte ich sogar reiten, aber ist natürlich ein Corprix, kann ich natürlich nicht reiten mit Passage und Piaf und also das wäre, das habe ich ja nicht meinen Gedanken dran verschwendet, das können wir einfach nicht. Also das ist toll, dreist in deiner Welt sozusagen. Ja und ich würde mich auch nicht in einer Einsterne S trauen im Moment, weil einfach verschiedene Lektionen.
[15:28] Einfach noch nicht klappen. Also ich kann das noch nicht abrufen. Das ist einfach viel zu früh und ich würde auch so nicht in eine Prüfung reiten, weil mein Anspruch ist immer, es soll zumindest zu Hause klappen. Ob es dann auf dem Turnier klappt und der Atmosphäre, das ist immer nochmal was anderes, wenn man ein bisschen aufgeregt ist oder andere Umgebungen. Irgendwas kann immer passieren auf so einem Turnier, aber wenn ich es zu Hause, nicht hinkriege, dann fahre ich erst nicht los. Das ist Blödsinn, da auf dem Turnier zu fahren. Also das willst du guten Gewissens sagen können, dass er das zumindest, das was da gefordert ist, er hatte schon mal gekonnt irgendwie und dann, klar, wie du gerade sagst, besondere Situation, es kann immer alles schief gehen, aber er soll es mal gekonnt haben. Auf jeden Fall, also wenn es zu Hause klappt, dann fahre ich auch los. Weil du hattest kürzlich noch erzählt mit einer Qualifikation, das war die Corona-Zeit für eine Europameisterschaft.
[16:18] Junge Tressurpferde, genau, da war eine Tressurpferde L gefordert, da war er noch ganz jung. Und aber also da war es aber auch so, weil da bist du ja auch irgendwie abgestraft worden in einer Prüfung und konntest dann, weil Corona-Zeit mit dem Nachreichen eines Videos ließ sich das dann reparieren und ließ sich dann die Qualifikation erreichen. Aber da wart ihr, als ihr das beim ersten Mal versucht hattet, offensichtlich sehr schlecht und das hat nicht funktioniert. Dann konnte er es einfach noch nicht zuverlässig. Also die L-Lektionen haben einfach noch nicht gesessen. Also ich konnte es noch nicht mal zu Hause. Aber ich brauchte eine Qualifikation. Ich brauchte die 5,0 in einer L-Tressur. Damals war Elsie noch ein junges Pferd. Und die Anforderungen waren andere als in der EM die drei Jahre davor. Da war nämlich eine Tressurpferde A für die vier- und fünfjährigen Pferde ausgeschrieben. Und 2021 hat sie es ganz neu gemacht, die vierjährigen Dressurpferde A, die fünfjährigen Dressurpferde L. Da dachte ich, boah, das ist aber sportlich für ein fünfjähriges Pferd. Ja, manche können das schon, manche sind einfach fünfjährig noch nicht so weit. Und wir brauchten eine 5,0 in einer L-Tressur, um uns zu qualifizieren, um überhaupt die Chance zu haben, uns zu bewerben. Und dann habe ich genannt, es gab keine Turniere für Amateure, nur für die Profis. Es gab ein Turnier, ausgeschrieben für Amateure, mit ganz vielen Vorschriften, L-Tressur, alles klar nenne ich. Eine 5,0 werde ich ja schaffen, auch wenn wir es noch nicht können.
[17:43] Nee, habe ich nicht geschafft. Aber da hast du quasi was gemacht, was du jetzt heute nicht unbedingt machen würdest. Hätte ich auch damals nicht gemacht, wenn ich nicht gemusst hätte.
[17:51] Okay, verstehe. Also das war, und das war ja damals auch noch, ich glaube, es war vier Monate vor der EM. Und da wir ja wussten, es gibt keine Turniere, musste man das eine mitnehmen, obwohl ich wusste, eigentlich kann er das noch gar nicht. Also besondere Situationen, sollst du sagen. Bei der EM, wir haben uns ja dann, wir durften Videos dann schicken, das hat die FN dann auch eingesehen, dass manche gar keine Chance mehr haben, noch eine Quali zu reiten und wir durften dann Videos einschicken, die dann von den Richtern bewertet wurden und bei der EM konnte er es ja auch. Ich glaube, er war sogar einmal in einer Prüfung, war er, glaube ich, Sechster und also er war gar nicht so schlecht. Er war insgesamt, glaube ich, Achter von den Jungpferden von Paar und Zwanzig. Also er hat es damals auch gut gemacht bei der EM. Er hat es relativ schnell gelernt und das Ganze auf 60 Meter. Und das war auch, als ich probiert habe, es gab noch ein Turnier, da war ich aber schon qualifiziert, wo du dich in die Ecke gestellt hast, dass dich keiner sieht, dass ich auf dem Feine-Leute-Turnier mit dem Haflinger eine Frissurpferde-L auf 60 Meter reite. Das habe ich nie gemacht. Das ist ja ganz üble Nachrede. Das ist verjährt. Das ist nie passiert. Wir waren nicht Letzter. Wir hatten sogar noch zwei oder drei hinter uns gelassen. Ich schäme mich ja auch dafür, dass ich mich so geschämt habe und ich habe mich wirklich verpisst, so nach dem Motto, ich habe mit diesem Tier da nichts zu tun. Ist mir peinlich heute. Jedenfalls, Estressur ist AC einfach noch nicht so weit und ich auch nicht. Also auch ich muss das erst lernen.
[19:14] Ich bin noch nie an Estressur geritten, das sind Lektionen. Man muss sich sehr konzentrieren, auch als Reiter und ich muss es auch ordentlich reiten. Also ich will das zumindest zu Hause so hinkriegen, dass es in Ordnung ist. Aber trotzdem, ich finde es ja interessant, dass also dann so ein, also auch das ist ja interessant zu hören irgendwie, dass so ein Raimund Wille trotzdem so quasi, also.
[19:37] Das macht so ein bisschen deutlich, dass dein Weg nicht der einzig mögliche ist, sondern dass du jetzt so ein Wille auch sagen würdest, ist doch egal. Und selbst wenn du da dann durch den Rost fällst und das alles nicht klappt, du hast die Erfahrung gemacht. Und also ich weiß nicht, wie im Einzelnen jetzt eine Denke dazu ist, aber also interessant, dass er so denkt, finde ich, ist es ja schon. Ich kann aber eigentlich deine Haltung sehr gut nachvollziehen und finde das, ja, also ich glaube, es ist besser, nicht ganz so tollkühn zu sein. Und wir haben uns ja auch schon mal, es gab ja so einen anderen Fall, wo auch ein sehr renommierter Reiter mit einem Pferd, das es noch gar nicht konnte, in eine Estrezu ist, mittlerweile auch verjährt, reingeritten ist. Und irgendwie, das ist halt schon so ein bisschen schräg und immer auch so komisch anzugucken, wenn dann erkennbar, dass einfach noch nicht sitzt und so. Das also quasi innerhalb eines, also die Pferde können es und das dann ein schlechter Tag. Es gelingt gar nichts. Es kann ja trotzdem immer noch alles schief gehen. Das ist ja geschenkt, aber wenn man quasi schon rein reitet und weiß, okay, eigentlich können wir das noch gar nicht. Also das ist auch so ein bisschen, also wir würden davon abraten oder du machst es für deinen Teil zumindest nicht und hast es nur einmal gemacht, als es sich gar nicht verhindern ließ und du quasi dazu gezwungen warst. Kann man das so zusammenfassen? Genau, dann hauen wir jetzt mal den Themenwechselknopf rein.
[21:03] Wenn du einverstanden bist. Und wir müssen noch, bevor wir zu der ARD-Doku kommen, ich will dir noch ein Video produzieren. Du hast es in deinem privaten WhatsApp-Dingsbumsheimer-Kanal, hast du es schon gezeigt. Es ist so niedlich und ich verspreche, dass ich es parallel zu der Folge… Produzieren werde. Bevor ich sage, worum es geht, wollen wir die Bohnen schnell in den Pott tun? Nee, jetzt machen wir fertig. Jetzt machen wir fertig. Also virtuell tun wir jetzt die Bohnen in den Pott, dann können wir …
[21:42] Es ist so niedlich. Also wir haben ja gerade erzählt, Trainingseinheit, Raimund Wille, ihr verlasst den Hof zum ersten Mal seit dem Umzug. AC, oh ja, ihr kennt es ja im Prinzip, aber als er wieder nach Hause kam. Es war sehr herzerwärmend. Also wir sind mit ihm, alle anderen Pferde waren unten auf der Koppel und die Koppel ist ja riesig. Und die ist ja so geteilt durch so eine Hecke. Das heißt, die sehen nicht unbedingt, wenn ein Pferd wieder nach Hause kommt.
[22:08] Aber es war ein Geschrei. Benni auf der anderen Seite der Hecke und wir sind mit AC zusammen auf unserer Seite der Hecke. Diesseits der Hecke. Diesseits der Hecke, die Koppel runtergelaufen und gewirrt und gewirrt. Jetzt hat aber Benni nicht so richtig zuordnen können, wo kommt das Gewirr her. AC wusste sehr wohl, da könnte es lang gehen. Aber der will dann natürlich den direkten Weg. Aber sie müssen bis ganz runter, müssen durch den Durchgang und müssen dann wieder ganz hoch auf der anderen Seite. Der direkte Weg ist verbaut durch einen Zaun. Durch Hecke und Zaun, genau. Und man hört nur Benny wieren auf der anderen Seite in seinem hellen Babystimmchen. Und du erkennst die alle an der Stimme. Na klar, also wenn Benny wiert oder wenn AC wiert, natürlich weiß ich, dass das meine Pferde sind. Also man erkennt die an den Wieren. Und wir haben AC dann bis ganz runtergebracht. Ich habe ihn dann losgemacht, er hat aber den Durchgäng nicht gefunden. Er ist dann immer wieder zurück und ich will den direkten Weg. Und dann habe ich ihm gezeigt, wo es lang geht. Und dann ist er wirklich in einem Affenzahn auf die andere Seite galoppiert. Und Benni kam ihm entgegen, gesprungen, wirklich, also mit so einer Freude und mit so einem Wiedersehen, endlich bist du da. Und Benni hat sich so augenscheinlich gefreut, der ist in die Luft gesprungen vor Freude, dass AC wieder da war. Ich glaube, der hat irgendwie gedacht, der kommt nie mehr wieder, der ist da eingestiegen und ist jetzt weg. Und beide Pferde haben sich so gefreut, es war wirklich rührend, du hattest Tränen in den Augen. Ja, so ein bisschen, ich bin ja so ein Hartgesottener eigentlich und ich weine auch nicht bei irgendwelchen Filmen, weißt du?
[23:34] Also, mache ich nicht, aber das fand ich rührend, tatsächlich.
[23:41] Themenwechselknopf, die ARD-Doku, wie war es, zwischen Wettkampf, Glamour und Tierschutz oder so, Tierwohl. Ja. Sechs Folgen, der Countdown zur WM, sehr sehenswert, würde ich schon sagen. Also wir haben es angeguckt und irgendwie, wir haben nicht so, ach komm, jetzt quälen wir uns noch durch die letzte Folge, sondern es hatte auch so eine gewisse Dramaturgie, man hat so diesen, also darf ich, ich bin da schon dabei, was zu sagen, ist aber auch ganz kurz. Ich finde, es ist ihnen ganz gut gelungen, so diesen sportlichen Kitzel, so dieser sportliche Wettkampf, das konnte ich irgendwie sehr gut nachvollziehen. Und das Thema Tierschutz ist mir so ein bisschen, also wurde so abgefrühstückt über Christian Kuckuck und die Schlaufzügelnummer da. Und ansonsten irgendwie fand ich das so ein bisschen halbherzig. Also so ging es mir. Mir ging es ganz genauso. Ein bisschen halbherzig ist, glaube ich, das richtige Wort. Und ja, Wettkampf und Klemmer wurde sehr groß gemacht. Tierschutz wurde sehr klein gemacht. Ich glaube, es gab einen Einwurf von einer, ich habe den Namen vergessen, die das auch kritisiert hat. Vor allem diese Nummer mit Christian Kuckuck. Also nach dieser Doku finde ich ihn nicht mehr so sympathisch. Das muss ich ganz ehrlich sagen, weil…
[25:02] Es wird immer so darauf rumgeritten, das sind ja Momentaufnahmen, das sind ja Momentaufnahmen. Ja, das mag sein bei manchen Bildern, zum Beispiel Isabel Wert oder wie sie alle heißen, die ganzen Tressurreiter. Dann wird so ein Foto rausgeschnitten, ja, das sind Momentaufnahmen. Da bin ich auch völlig d’accord, da kann ich gar nicht sagen, ja, aber der reitet ja jetzt zehn Minuten da so durch die Gegend. Natürlich gibt es auch Reiter, die das tun, aber manchmal ist es nicht gerechtfertigt. Also so diese Fotos, die dann manchmal echt so zerrissen werden, das sind wirklich Momentaufnahmen. Das hatte Jana. Genau, Jana, wie hieß sie? Jana Vargas hat das, glaube ich, irgendwie geschildert. Was war noch mal, also wenn man… Da ist man mal ein bisschen hart mit der Hand und ja, das passiert und… So, ne, irgendwie und dann hat man, und das Pferd ist hart mit der Hand und das Pferd ist hart am Gebiss oder sowas. Du hast es manchmal auch geschildert, wenn die Pferde, manchmal sieht man Bilder, dass die so das Maul irgendwie aufsperren oder so. Das wäre mal ein Zeichen auch für. Passiert mir als Reiter auch manchmal. Ich wollte gerade sagen, da hast du schon mal gesagt, das ist dir auch schon mal passiert. Und das ist so. Und wenn man dann so dieses eine Foto rausnimmt, dann sieht das scheiße aus, ohne Frage. Aber da würdest du mitgehen, wenn man sagt, okay, das passiert mal. Genau, und ich gehe auch mit mit dem Momentaufnahmen. Also da gehe ich auch mit. Aber was mich wirklich.
[26:26] So irgendwie sehr gestört hat und dass da auch nicht mal einer reingekrätscht hat in diesem Interview mit dem Christian Kuckuck, dass der uns diese Schlaufzügelnummer als Momentaufnahme verkauft, das finde ich so ein bisschen, da fühle ich mich veräppelt.
[26:42] Also das ist ja keine Momentaufnahme, sondern der weist ja an, wie das Pferd fertig zu machen ist oder macht es selber, keine Ahnung, wahrscheinlich hat er seine Helfer, die das Pferd einfach satteln und trensen. Ich glaube, er hat da selber drauf gesessen. Und er steigt ja natürlich auch sehenden Auges auf dieses Pferd auf und reitet auf planken Schlaufzügel. Völlig ungerührt und es hat ihn keiner gestoppt. Also er hat es einfach so mit einer Selbstverständlichkeit getan, dass er ja im Nachhinein nicht behaupten kann, halbe Stunde reiten ist eine Momentaufnahme. Also das kann ich ihm nicht glauben und das hat mich so ein bisschen enttäuscht, dass da nicht so ein kleines bisschen mehr Nachfrage und Kritik auch von dem, der diese Interviews geführt hat, gekommen ist, dass man mal fragt, ja aber, du setzt dich doch da drauf und du reitest doch los. Das ist doch keine Momentaufnahme, sondern das ist doch ein ganz bewusstes Doing. Ich steige so auf und reite auf einen blanken Schlaufzügel. Und da fand ich auch den Christian Kuckuck extrem unsympathisch.
[27:42] Wenn man dann das entschuldigt mit, ja, das ist eine Momentaufnahme, das kann ich nicht nachvollziehen. Und ja, er hat gesagt, er hätte da einen Fehler gemacht. Ach, also auch da bin ich so ein bisschen, okay, und was heißt das jetzt für die Pferde, dass du es nur noch machst, wenn keiner filmt oder also das auch mal so erklärt, warum ist das ein Fehler gewesen? Also so diese Einsicht, dass man damit das Pferd einfach in eine Haltung zwingt als Reiter, wo es gar nicht mehr rauskommt, wo es gar keine Chance hat zu sagen, hör mal, du tust mir gerade weh. Das Pferd hat keine Chance und das finde ich, als Reiter kann ich meinem Pferd, meinem Partner, sie haben alle ganz hoch gehängt, das Pferd ist ja ein Partner, wir müssen zusammen. Ja, aber wo bleibt denn die Zusammenarbeit eines Christian Kuckuck mit seinem Pferd? Also die bleibt doch da auf der Strecke. Also ich verstehe das und ich verstehe noch den Punkt, wenn er sagt, Also diese Viertelstunde oder diese zehn Minuten auf diese Art und Weise abbreiten, stehen nicht symptomatisch für alles, was ich tue. Das mag ja sogar stimmen. Weißt du, was ich meine? Ja, nicht für alles, aber wahrscheinlich für einiges. Für einiges. Oder zumindest mal steht es für das, was man sieht. Und im Gegensatz.
[29:00] Zu diesen Schnappschüssen, sage ich jetzt mal, wo das Pferd das Maul aufsperrt oder so, was, wie gesagt, was wirklich kurze Momente sind. Also das ist, glaube ich, was anderes, als bewusst eine solche Trainingsmethode anzuwenden. Weißt du, was ich meine? Also das ist quasi, also das ist der Unterschied. Und das dann zu entschuldigen mit, es ist eine Momentaufnahme, das ist wirklich ein Hohn. Also da habe ich wirklich hingeguckt und dachte so, echt jetzt? Glaubst du dasselbe? Wie lange ist ein Moment? Also ich, glaube auch, dass Laien, so wie ich einer bin, wenn ich das jetzt nicht von dir erklärt bekommen hätte, Schlaufzügel, ich kann mich erinnern, wir haben ja damals, als es passiert ist, als es diese Pressekonferenz gab in Stuttgart nach dem Olympiasieg.
[29:50] Da musste ich auch erstmal nachfragen, Schlaufzügel, was macht das eigentlich, was bedeutet das? Ich könnte mir vorstellen, wenn jetzt Menschen mit Laienaugen diese Doku gucken, die geben sich möglicherweise damit zufrieden. Weißt du, was ich meine? Weil ihnen nicht bewusst ist, was ist so ein Schlaufzügel und was macht der? Aber selbst ein Laienauge kann sehen, dass dieses Pferd in einer ausweglosen Situation war. Das weißt du aber nicht. Aber du weißt als Laie nicht, dass es da nicht wieder rauskommt. Ja, das stimmt. Wobei das diese eine Expertin dann so ein bisschen erklärt hat, dass quasi das Fehlen eines anderen Zügels… Das Nachgeben unmöglich macht. Das Nachgeben unmöglich macht und dass das sozusagen das Gemeine daran ist….
[30:32] Das muss man der Doku zugutehalten, das wurde dann schon erklärt und man versteht dann so ein bisschen, also es sieht glaube ich auch nicht ganz so krass aus wie andere Dinge, die schon passiert sind in dieser Reiterwelt, so wie dieses Barren. Also es ist, glaube ich, einfacher für den Laien nachzuvollziehen. Da wird einem Pferd gegen die Beine geschlagen, als die Nummer jetzt mit den Schlaufzügeln. Das muss man erstmal quasi begreifen, was das heißt und so. Aber lange Rede, kurzer Sinn. Das war sozusagen das, was stellvertretend stand für das Thema Tierschutz in dieser Doku. Das war ein bisschen wenig. Das war wahrscheinlich ein bisschen wenig bei Sport auf diesem Niveau. Da passiert wahrscheinlich noch mehr. Das war ja Staffel 1. Ich nehme an, es gibt noch eine Staffel 2 für die Tresurreiter und vielleicht auch eine Staffel 3 für die Vielseitigkeitsreiter. Die werden immer so ein bisschen unterschlagen. Okay.
[31:27] War erkenntbar, dass es mehrere Staffeln geben könnte? Das ist Staffel 1. Dann gehe ich davon aus, wenn Sie das als Staffel 1 bezeichnen, dass sie vielleicht auch eine Staffel 2 produzieren. Dann sind wir gespannt. Tatsächlich sollte es so sein auf Staffel 2. Kannst du mal deinen Chef fragen, wie weit seid ihr mit der Staffel 2? Absolut. Ich könnte ja mal versuchen, das würde ich vielleicht dann auch mal tun. Das haben wir tatsächlich jetzt noch nicht gemacht. Wir haben ja schließlich Urlaub. Aber wir haben es immerhin zu Ende geguckt. Und ich glaube, diese Kritik, die wir jetzt sozusagen skizziert haben, ändert ja aber nichts an der Tatsache, dass wir schon sagen würden, das ist sehenswert irgendwie für Menschen, die sich für Reitsport interessieren. Absolut. Und da sind ja auch sympathische Reiter dabei. Also die Sendung ist ja jetzt nicht nur über und mit Christian Kuckuck, sondern auch wirklich durchaus interessant, auch mal so hinter die Kulissen. Wie ist denn die Karriere entstanden? Wie zahlen die das alle? Also das ist ja auch ein Sport, der jede Menge Geld kostet. Die Pferde sind ja mega teuer. Also ein Normalsterblicher kann sich das ja gar nicht…
[32:33] Nehme ich mal an. Und da wird auch noch mal so ein kleines bisschen deutlich, dass es da auch immer Sponsoren gibt. Da ganz oft gehören die Pferde nicht den Reitern, sondern halt … Da sind oft so Gönner sogar im Hintergrund. Also nicht nur Sponsoren, das ist ja eigentlich immer … Also Sponsoren wollen ja auch gerne was dafür, sozusagen den Glanz abhaben. Die Gönner bleiben ja tatsächlich häufig im Hintergrund. Im Hintergrund, genau. Als Besitzer der Pferde, aber die lassen dann reiten. Aber ganz oft ist es so, dass die Pferde diesen Reitern gar nicht gehören, sondern dass sie die Pferde für jemand anders reiten und vorstellen. Ja, auch interessant, weil da manchmal auch durchschimmert, dass das für die Reiter oft, also zwar Teil des Business in Anführungszeichen ist oder Teil dessen.
[33:19] Wie das halt so ist, aber dass denen das auch zum Beispiel oft schwerfällt, wenn sie quasi, und ich will den ja auch nicht allen absprechen, ganz im Gegenteil, also viele werden sehr intensive Bindungen zu ihren Pferden haben und dann dieses Wissen darum, möglicherweise nach dem nächsten großen Erfolg wird das Pferd verkauft, weil der Besitzer das so will. Dass das schwierig ist und so und auch eine belastende Situation. Da würde ich zum Beispiel auch sagen, also das würde ich den Reitern irgendwie so zugute halten, dass die das auch alles andere als lustig finden. Ja, aber das ist der Job, ja. Naja, das ist der Job, genau. Und also von daher, man lernt viel so über diese, Problemstellungen und wie du sagst, so Blick hinter die Kulissen sehr sehenswert.
[34:03] Unser Hund hat sich geschüttelt, das konnte man wahrscheinlich jetzt im Podcast nicht hören, aber wir würden, glaube ich, das jetzt mal nutzen, weil wir quasi ja auch so gedanklich an einem Ende waren und Ende ist ja immer, das ist ja wie der rosa-rote Panther. Heute ist nicht alle Tage, wir kommen wieder, keine Frage, schon in wenigen Tagen melden wir uns wieder zurück und wir bedanken uns bis hierhin fürs Zuhören. zuhören. Habt eine pferdige Zeit. Macht’s gut. Tschüss. Bis dahin. Tschüss.
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