
In Folge 473 des Pferdepodcasts geht es um zwei ziemlich unterschiedliche Pferdetypen: Während AC/DC gerade mit viel Energie ins Training einsteigt, hat Jungpferd Benny offenbar eine ganz andere Priorität – Schlafen! Jenny erzählt von ihren ersten Trainingseinheiten mit AC/DC an der Ostsee und einem Ausflug in einen Geländepark. Dort ging es gar nicht in erster Linie ums Springen, sondern um abwechslungsreiches Reiten: lange Galoppstrecken, bergauf und bergab, Schritt im Gelände und ein bisschen Klettern. Für AC/DC war das durchaus eine Herausforderung, denn der Haflinger findet im Gelände gefühlt hinter jedem Grashalm etwas, das dringend beäugt werden muss.

Krafttraining für die Pirouetten in der S-Dressur
Besonders spannend wird es beim Thema Krafttraining für die Dressur. Das kraftvolle Galoppieren mit großen Galoppsprüngen hilft AC/DC dabei, die Vorwärtstendenz zu erhalten, statt sich im Galopp zu sehr zusammenzuschieben. Und auch das Bergaufgehen spielt eine Rolle: Treppen und Steigungen trainieren gezielt die Hinterhand und damit genau jene Kraft, die später für anspruchsvolle Lektionen wie Pirouetten benötigt wird. Denn Pirouetten kann und sollte man nicht endlos üben – die dafür notwendige Muskulatur lässt sich auch auf andere, abwechslungsreiche Weise aufbauen.
Dann kommt der große Themenwechsel: Benny schläft. Und zwar gerne auch dann noch, wenn Jenny morgens zum Stall kommt. Der fünfjährige Youngster liegt auf der Wiese, schläft tief und fest und findet die Idee, jetzt aufzustehen und mit Frauchen etwas zu unternehmen, ausgesprochen wenig überzeugend. Während AC/DC sich mit einem Keks relativ problemlos zum Aufstehen bewegen lässt, wird Benny ungehalten und möchte schlicht seine Ruhe haben. Jenny hat deshalb irgendwann beschlossen: Dann soll er eben schlafen. Wenn sie mit AC/DC fertig ist, steht Benny meistens von selbst auf und ist anschließend bereitwillig dabei.
Und genau darin steckt mehr als nur eine lustige Pferdegeschichte: Schlaf ist für Pferde enorm wichtig – gerade für junge Pferde. In Bennys Herde legen sich morgens regelmäßig viele Pferde noch einmal in die Sonne und schlafen. Einige stehen währenddessen, aber das ist keine Frage einer festen „Nachtwache“ oder der Rangordnung. Entscheidend ist: Die Pferde fühlen sich offenbar sicher genug, um sich gemeinsam hinzulegen. Zu wenig Schlaf kann dagegen Stress und Probleme mit sich bringen und sich auch auf Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit auswirken. Vielleicht ist ein schlafendes Jungpferd also manchmal gar kein Motivationsproblem, sondern einfach ein Pferd, das gerade genau das Richtige tut: schlafen.
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Hier geht’s zum vollständigen Transkript:
[0:00] Das ist der Hafer- und Bananenblues. Das ist das, was jedes Pferd haben muss. Hallo, hier ist der Pferde-Podcast, Folge 473. Wir melden uns von der Ostsee. Ein vorerst letztes Mal gemeinsam an der Ostsee. Ab nächste Woche dann wieder der Remote-Modus. Papa in Berlin, Jenny in Lübeck am Meer. Wir haben uns Themen vorgenommen. und es ist, wie immer, ist der Pferde-Podcast eine Wundertüte. In dieser Folge gilt es umso mehr, weil während wir jetzt aufnehmen, während wir das aufnehmen, was wir jetzt salbadern, wissen wir noch nicht, ob manche Inhalte, die wir gerne in der Sendung hätten, ob wir die noch in die Sendung bekommen. Stichwort Hafflinger Weltrekord, die größte Quadrille der Welt. Wir hatten ja unsere Außenreporterin Nicole nach Aachen geschickt, die das Ganze beobachtet hat, die für uns kommentiert hat, diese weltgrößte, und jetzt auch Guinness Buch der Rekorde notierte Quadrille mit wie vielen Haftlingern eigentlich, fällt mir mal wieder auf bei den Postings, waren es jetzt 140.
[1:22] Waren es 150, Ich glaube, es waren 147. Also manche schreiben 150, 152, 158, habe ich auch schon mal gelesen. Ich glaube, es waren tatsächlich 147. Wir würden es ja gerne besprechen mit einer Teilnehmerin, die uns, wenn man so will, zugelaufen ist via Instagram. Die hat sich gefreut über unser Posting in Sachen Haflinger Weltrekord. Wir haben dazu gratuliert und sie hat uns geschrieben, hey, wenn ihr Lust habt, mit einer Teilnehmerin zu sprechen, Mal ein Interview in der Sendung, wie das alles so war, im Camp, die Stimmung, die Teilnehmer. Was für ein Gefühl das ist, wenn man es dann tatsächlich geschafft hat, das große Ziel erreicht. Dann, ich stehe zur Verfügung.
[2:08] Es gab, eigentlich sollte das Gespräch schon eingetütet sein, wie wir Fachleute vom Radio sagen. Es gab aber einen Notfall im Stall unserer Interviewpartnerin und wir hoffen, dass wir das noch in den nächsten Stunden sozusagen nachholen können, um es am Ende dieser Folge dieses Interview noch in diese aktuelle Pferde-Podcast-Folge reinzukriegen. Worüber wir auf jeden Fall sprechen werden, ist über deine beiden Pferde ACDC und Benni. ACDC, das ist ja der Haflinger, den wir begleiten, mit dem du nächstes Jahr bei der Europameisterschaft in Österreich, wenn alles gut läuft, in der Estressur antreten willst. Und du bist jetzt hier an der Ostsee wieder so richtig eingestiegen mit ihm ins Training. Wir haben schon viel darüber erzählt. Du hast Raimund Wille, deinen Trainer, wiedergefunden. Und in dieser Folge soll mal im Mittelpunkt stehen, so ein bisschen das Thema abwechslungsreiches Training und Krafttraining für die Essdressur. Du warst in einem Geländepark, auch das haben wir in einem kleinen Video schon mal gezeigt und du könntest ja heute mal so ein bisschen was darüber erzählen, was habt ihr da gemacht, wie habt ihr ACDC gefunden und so weiter.
[3:26] Und dann sollte man ja eigentlich meinen, Benni ist der Jungspund deiner Pferde, der sollte sprühen vor Elan, kann kaum erwarten, wenn Frauchen morgens zum Stall kommt, wann machen wir was, was machen wir, ich habe Lust Bäume auszureißen, die Welt will aus den Pferdeangeln gehoben werden. Du hast einen Pennpot, der Youngster ist ein Pennpot. Der wächst gerade viel, der muss viel schlafen. Also das ist so, wie man sich das mit den Teenagern so vorstellt, die nicht aufstehen wollen, wenn sie in die Schule gehen. Und zwar im wahrsten Sinne, also das klingt jetzt lustig, dass du kommst und der schläft noch. Aber das ist immer so gegen halb zehn. Das ist so eine Jungpferde-Schlafenszeit. Halb zehn morgens, dann liegen die alle da und pennen. Da gibt es doch diese Werbung für irgendeinen komischen Knoppers, oder? morgens halb zehn in Deutschland. Ist das nicht so? Ja. Machen sie alle Pause und essen dann Knoppers. Ja, absolut. Also alle eigentlich, die Typen auf dem Bau, die Lehrer, die… Das ist aber schon eine ganz alte Werbung. Ich glaube, die jungen Hörer unter uns kennen die nicht mehr. Aber die Älteren werden sich erinnern. Knoppers, das Frühstückchen. Das Frühstückchen.
[4:42] Genau. Da sagt dir aber dein Jungspund, also ich will jetzt hier nicht mit Kraft ausdrücken, um die Ecke kommen, aber so Arschlecken und so. So was, ne? Der schläft halt einfach. Und, also, ich habe ja schon gesagt, das klingt lustig, dass du kommst und dein Pferd liegt flach auf der Wiese und, lässt sich nicht dazu bewegen, aufzustehen. Aber es ist gar nicht so lustig, wenn man in der Situation ist und es ist ein Problem, das du tatsächlich hast. Wir werden das vertiefen in dieser Folge und die geht jetzt auch los. Einer, der keine Motivationsprobleme hat und der immer am Start ist, wenn man ihn ruft, halb zehn, morgens, abends, ganz gleichgültig. Unser Orchestermusiker Manni, der Mann, der jede Folge die Pferde-Podcast-Hymne spielt, so auch diese Woche. Das macht er jetzt, die Pferde-Podcast- Hymne und Manni und dann, Jenny, dann legen wir uns doch, aber bevor wir hier.
[6:08] Mit dem Lausejungen, mit dem Teenager, mit dem Flausen im Kopf, Schlags, der halt wie so ein Teenie sich nicht aus dem Bett quält, den können wir vielleicht mal noch ein Momentchen schlafen lassen und wir fangen mal mit deinem Vorzeigesportler, mit dem Jungdynamiker ACDC an. Der hat ja nun keine Motivationsprobleme und du warst mit ihm in einem Geländepark. Was war die Motivation dahinter? Wie war es? Was habt ihr gemacht? Wie bist du drauf gekommen? Ist es doch einfach nur so Neugier, so nach dem Motto, ach, Stallkolleginnen fahren da immer hin, da will ich auch mal gucken? Also, das ist es bestimmt auch, aber ja nicht nur, sondern du willst ja, das hast du immer schon gesagt, deinen Pferden auch ein abwechslungsreiches Training bieten. Und so ein Geländepark, also wenn der mal eins zu bieten hat, dann ist es ja Abwechslung. Erzähl mal, wie war es?
[7:07] Ja, also es war mehr oder weniger Zufall. Ja, die Stallkolleginnen fahren da öfter hin und ich habe immer gesagt, ich will da auch mal hin. Aber dann hat es der Zufall gewollt, dass eine sonntags hingefahren ist und dann habe ich mich einfach angeschlossen. Und das war, also es ist wirklich ein großartiger Park. Also das ist total weitläufig. Wir hatten ja in der kleinen Sendung schon mal kurz darüber gesprochen, dass es da alles gibt, was das Vielseitigkeitsherz begehrt. Und vor allem gibt es da also wirklich viel Platz, lange Galockstrecken. Man muss gar nicht springen, wenn man das nicht will, aber es ist auch so ein bisschen wie in so einem Pferdewald ausreiten. Also extra ausreiten, die Wege sind gemacht für Pferde und man muss nicht aufpassen, ob irgendwelche Radfahrer kommen oder Fußgänger, sondern man kann halt einfach mal Gelände reiten.
[7:54] Also man muss überhaupt gar nicht über diese ganzen Hindernisse springen, sondern man kann auch einfach nur da hinfahren, um Gelände zu reiten. Also wie so abwechslungsreiches Ausreitgelände sozusagen. Und da muss man nicht darauf achten, dass die Fußgänger, Hunde, Fahrräder oder sowas irgendwas vor die Hufe springt, sondern das ist ja nur für Pferde. Und es ist halt auch groß genug, dass man wirklich auch so eine Stunde, anderthalb, zwei vielleicht auch da verbringen kann und da rumreiten und bergauf, bergab und traben, galoppieren, Schritt bergauf gehen lassen. Dann hat es ja auch diese Aufsprünge, nennt man das, wo man die Pferde klettern lassen kann. Also es ist wirklich super abwechslungsreich. AC ist natürlich bei sowas immer erstmal klotzig. Also der geht ja nirgendwo hin. Also das ist wirklich…
[8:41] Zu Hause ist der ja in jeder Ecke, gruselt er sich. Wir fahren dann irgendwo hin, wo Gelände ist und so, da gruselt er sich auch. Und wir fahren aufs Turnier und dann ist er die coolste Socke ever. Also da hat er vor nichts Angst, Gott sei Dank. Also lieber so rum. Und dann war er im Geländepark ein bisschen on fire. Also er hat nach allem geguckt, er hat alles angeblasen und links und rechts. Und nein, da kann ich auf gar keinen Fall hin. Doch, wir gehen. Nein, doch, wir gehen. Wir sind natürlich überall vorbeigegangen, wo ich gesagt habe, ich will da vorbei. Das erinnert mich an Louis de Finesse. Nein, doch.
[9:14] Aber so ist er ja immer schon gewesen, dass er auch im Gelände nach jedem Krashalm guckt, nach jedem Platt, das sich bewegt. Also das ist für ihn super spannend. Das war auch super anstrengend für ihn vom Kopf her, weil er so viel gucken muss. Er kommt aus dem Gucken ja gar nicht mehr raus. Und ich habe eigentlich auch so lockeres Training mit ihm gemacht. Einfach ein bisschen Traben, große Linien, lange Strecken galoppiert, ein bisschen bergauf, ein bisschen bergab. Ich bin, glaube ich, zwei-, dreimal gehüpft. Also gar nicht so viel, nicht den Fokus auf dem Springen. Und es waren auch noch so zwei Wasserpfützen da, also so übrig gebliebene Wassercreme. Ich glaube, jetzt sind die wieder voll, weil es auch echt geregnet hat. Aber als wir da waren, war es lange Zeit trocken und hat nicht geregnet. Da war nur noch so ein Rest da in diesen Tümpeln. Und ihr geht ja nicht ins Wasser. Also wir gehen immer rückwärts ins Wasser. Vorwärts geht er nicht rein. Also das mit dem Ausreiten am Meer wird auch noch sehr spannend werden. Also da bin ich wirklich gespannt, wie das funktioniert. Rückwärts geht er, glaube ich, rein. Aber vorwärts habe ich keine Chance, den irgendwo reinzukriegen. Und rückwärts gehen kann er ja wirklich gut. Aber wir sind dann rückwärts einfach rein bis zur Mitte des Tümpels. Einmal umdrehen, vorwärts wieder raus. Das ging. Aber so mal da durchgaloppieren, das hat er nicht gemacht. Also das müsste ich noch ein bisschen üben, wenn ich mal Gelände reiten wollte, so auf dem Turnier, weil da ist fast immer Wasserdurchritt und daran würden wir, glaube ich, scheitern.
[10:35] Aber insgesamt war es total entspannend. Es war wirklich schön. Es hat viel Spaß gemacht, also auch das Pony mal galoppieren zu lassen und einfach mal so Seele baumeln und nicht so den Fokus auf Lektionen und Ressour und du musst dich schließen und Last aufnehmen und versammeln. Und ich glaube, es hat ihm auch Spaß gemacht. Er war echt so ausgeglichen und war total fröhlich auch, als wir dann nach Hause gefahren sind. Also ich hatte den Eindruck, dass er ein ganz zufriedenes Pony war.
[11:04] Dann muss man ja, also eine Sache, wir haben auch ein kleines Video dazu produziert, kann man noch nachgucken bei uns auf Instagram. Ich habe einen Punkt so ein bisschen rausgearbeitet, weil du das auch geschrieben hattest. Ich weiß gar nicht mehr, in welchem Forum du es geschrieben hattest, aber du hattest es quasi auch rausgehoben, nämlich so unter dem Stichwort Arschmuskeltraining für die Pirouetten. Da ging es um das Treppensteigen, also so bergaufstrecken, tatsächlich auch mit so eingebauten Stufen drin in diesem Geländepark. Vielleicht kannst du nochmal, weil du auch mal geschildert hast, dass im Training mit Raimund Wille, dass manche Dinge schon auch so an die Kraftreserven gehen, wenn ihr so in die anspruchsvolleren Lektionen geht, dass du dann sagst, okay, das kann man nicht endlos machen oder viele Dinge wie zum Beispiel die Pirouetten.
[11:57] Dass das noch nicht geht. Und nicht nur, weil er es vielleicht noch nicht so hundertprozentig kann, was ja auch nichts Unnormales ist, aber auch, weil die Kraft noch fehlt. Also es ist schon so, dass ihr jetzt bei den anspruchsvollen Lektionen ja auch ganz gezielt gucken müsst, dass ihr die richtigen Muskelpartien trainiert. Und so habe ich das zumindest verstanden, so nach dem Motto, so dieses Treppensteigen, so die Gesäßmuskulatur, Kräftigen und so weiter. Das ist also quasi eine Zutat, die unbedingt noch dazugehört, wenn ihr in diese anspruchsvolleren Lektionen reinkommt. Und was habt ihr denn da so konkret gemacht? Stimmt auch die Beobachtung? Ist das so, dass ihr das quasi gezielt immer wieder mal machen solltet, so Arschmuskeltraining für die Pirouetten? Also welche Rolle spielt es auch mit Blick sozusagen auf deine Dressurarbeit, was ihr da in dem Park gemacht habt? Also wo dockt es direkt an?
[12:53] Also dieses schwungvolle Galoppieren ist natürlich, dafür ist halt der Geländepark perfekt, dass er wirklich auch aus der Hinterhand von hinten nach vorne galoppiert, richtig schön durchspringt, große Galopp-Sprünge macht. Und das habe ich da auch so ein kleines bisschen geübt, einfach mal kraftvoll nach vorne galoppieren und wirklich den Galopp-Sprung groß halten. Das ist nämlich auch so ein kleines Problem, dass er manchmal im Galopp einfach so sich zu sehr zusammenschiebt und dann so der Hasengalopp dann daraus wird. Also diese Vorwärtstendenz einfach erhalten. Das ist total gut für das Dressurtraining und ja genau das Arschmuskeltraining. Man kann ja zum Beispiel solche Pirouetten oder auch diese Vorbereitung auf die Pirouetten, das kann man ja nicht endlos machen im Training. Das macht man mal zwei, drei Mal, aber man muss halt einfach die Arschmuskeln.
[13:44] Benutzen, dass sie auch einfach kräftiger werden. Aber man kann halt nicht permanent irgendwelche Pirouetten üben. Das geht zu sehr an die Substanz und auf die Knochen. Und deswegen ist dieses Treppensteigen in dem Geländepark ist perfektes Training für die Arschmuskeln. Und eigentlich habe ich mir vorgenommen, dass ich so mindestens zweimal im Monat da hinfahren will, wenn das Wetter so ist. Man kann auch unter der Woche fahren. Ich glaube, Dienstag und Mittwoch kann man auch fahren. Und dass ich dann einfach unter der Woche, solange das halt noch hell genug ist, Abend, dass ich unter der Woche nochmal fahre. Und also mindestens zweimal im Monat hatte ich das auf dem Schirm, dass ich das machen will mit ihm. Und dann bei nächster Gelegenheit auch mal den Benni mitnehme.
[14:25] Das wird ja dann nochmal, also wenn du ihn dazu überreden kannst, da kommen wir ja gleich noch dazu, zu dem Thema, wie überzeuge ich mein Pferd davon, dass es eine Maßnahme wäre aufzustehen, geschweige denn in so einen Geländepark zu gehen. Jetzt habe ich gerade den Faden verloren. Wie konnte das denn passieren? Nee, was ich noch, also Faustregel, das mit dem Treppensteigen, um noch kurz auf das Arschmuskeltraining, das ist gut und alles, was bergauf ist, ist wahrscheinlich gut dafür. Genau. Genau, also vor allem im Schritt bergauf gehen ist ja viel effizienter, als im Trab oder im Galopp einen Berg zu besteigen. Ach komm. Ja. Aha. Aha. Wieder was gelernt. Nee, okay, wusste ich nicht. Deswegen gehst du doch beim Joggen auch immer, wenn es bergauf geht, gehst du immer Schritt. Ja, ja, aber aus anderen Gründen. Alles klar, so könnte ich es aber dann doch schönreden. Es stimmt. Sag mal, beobachtest du mich heimlich? Also es stimmt nämlich leider wirklich. Ich weiß das. kann die Berge da nicht mehr so hoch hechten. Das Alter drückt. Das Alter drückt. Was ich nur noch sagen wollte, oder ich…
[15:33] Nur für den Transparenzhinweis, diese Anlage, den einen oder anderen interessiert es ja vielleicht dann doch, was ist das für eine Anlage, wie viel kostet es, was gibt es da so? Und ich habe ja bei unserer Lieblingseuropameisterin Nicole Weidner, die ja auch mal Vielseitigkeit, die auch mal Gelände und so weiter gemacht hat, die ist ja auch aus NRW damals nach Altenstadt hin zu der Geländestrecke, also weite Wege hat sie zurückgelegt, um da trainieren zu können. Und diese Anlage ist in der Nähe, es sind Schlagweite hier zu Lübeck und so weiter und eigentlich sind die, also du hast gerade schon gesagt, so die Voraussetzungen sind super und eigentlich auch so die Konditionen, zu denen man da, drauf darf auf die Anlage, sind ja eigentlich auch sehr benutzerfreundlich, also auch für Menschen aus dem Umland, die mal trainieren wollen und solche Möglichkeiten nutzen wollen. Du hast es jetzt im Einzelnen gar nicht gesagt nochmal, also Wellenbahn, Aber auch die ganzen Sprünge sind möglich. Also alles, was so eine Geländestrecke, was da so an Zutaten dazugehört, das ist da alles da. Und man kann, wenn man so will, einfach hin, muss einen Obolus bezahlen und dann kann man trainieren. Genau so ist es.
[16:43] Hatten wir in der kleinen Folge schon ganz ausführlich besprochen, du alter Mann. Ich weiß, aber man kann ja nicht davon ausgehen, dass jeder, der die große Folge hört, automatisch auch die kleine Folge sozusagen aufgesaugt hat. Deshalb sagt er nochmal ganz kurz, 25 Tacken, glaube ich. Genau, man kann ohne Trainer hin. Also man kann einmal gucken auf der Homepage, wann freie Trainingszeiten sind. Also dass der Park nicht belegt ist mit irgendwelchen Trainern und Trainings. und dann kann man einfach hinfahren, bezahlt und kann reiten, bis man müde ist. Wir packen es in die Shownotes und wen wir jetzt gelangweilt haben, Entschuldigung, ist meine Schuld, aber ich denke mir lieber zweimal erzählt, als dass Menschen.
[17:27] Die sich dafür interessieren, jetzt die Infos nicht bekommen. Und ich würde vielleicht dann auch den Link zu der Anlage, kann man ja einfach mal in die Shownotes packen bei uns auf die Homepage. Wer da dann noch tiefer einsteigen will, kann dann da gerne nachgucken. Jetzt drücken wir den Themenwechselknopf, den wir in unserem Ferien-Setting gar nicht hier haben. Wir drücken ihn gedanklich und kommen zu dem Thema, das sehr lustig klingt. Man kommt morgens in den Stall, auf die Weide, wo die Herde ist, sucht sein Pferd, findet es auch und zwar liegend. Ein junges Pferd, nicht etwa schon ein bisschen älter, gemütlich, ein Rentner vielleicht, der sich halt auch mal hinlegt, wohl verdient, sondern, ein Jungspund, wo man sagen müsste, der müsste eigentlich hier über Tisch und Bänke springen, der müsste vor Tatendrang geradezu platzen, aber wir lernen, Benni tut’s. In letzter Zeit, also relativ häufig, einfach nicht, sondern er liegt da und schläft.
[18:34] Und du kannst, also du hast wirklich an ihm gerüttelt und er steht dann zum Teil auch nicht auf. Nein, er steht nicht auf, nicht nur zum Teil. Also wenn AC liegt und ich komme, dann gebe ich dem ein Keksteam, das halfte an und sage einmal, komm, hopp, dann steht er auf. Okay. Benni lässt sich nicht bewegen. Also das ist aber auch so eine Zeit jetzt, wo du jetzt Urlaub hast und so bin ich eigentlich ein bisschen früher da, als normalerweise komme ich etwas später, dann haben die schon ausgeschlafen. Aber so zwischen neun und zehn liegen ganz viele Pferde aus der Herde, die sich nochmal so die Sonne auf den Pelz scheinen lassen, wenn es nachts so ein bisschen kühl und frisch war. Und dann kommt morgens die Sonne und dann legen die sich gerne nochmal in die Sonne. Und das ist auch so ein bisschen der Uhrzeit geschuldet. Das ist ganz normal. Also Pferde schlafen oft am Vormittag nochmal so ein bisschen. Und ein ganz großer Teil der Herde liegt um diese Zeit. Aber wie gesagt, Elsie kann nicht einfach hingehen, Halfter anziehen, Keks geben. komm, hopp, dann steht der auf. Benni, kein Meter. Der wird auch ungehalten. Der wird auch sauer. Der legt die Ohren an.
[19:35] Der fletscht die Zähne. Der sagt, lass mich bloß in Ruhe. Ich will noch schlafen. Ernsthaft? Er ist total zickig, wenn er müde ist. Ich kriege ihn auch nicht dazu, dass er aufsteht. Ich gebe dann auf. Ich gehe dann einfach wieder. Du gibst ehrlich? Ja, ich lasse ihn liegen. Wenn das Raimund Wille wüsste, das wäre dem nicht passiert. Nee, auf der Glocke. Also ich lasse ihn einfach liegen, bis er ausgeschlafen hat, hol erst AC und mach den. Und meistens, wenn ich mit AC fertig bin, ist auch Benni dann schon wieder aufgestanden und steht dann. Dann geht er auch ganz bereitwillig mit. Aber wenn er so wirklich, und er schnarcht ja dann auch. Also er schläft halt richtig und er atmet schwer, ist so ein bisschen wie du nachts.
[20:21] So atmet er. Dann lässt sich auf die Seite fallen und macht wirklich die Augen zu. Also wir wollen es jetzt nicht austauschen über die Geräusche, die wir jeweils machen nachts, aber gut, wir lassen es mal so dahingestellt.
[20:34] Genau, also er macht Geräusche wie ich. Genau, und dann lässt er sich auf die Seite fallen, macht die Augen zu und schläft auch. Und also ich lasse ihm diesen Schlaf. Er ist ein Jungpferd, wenn er da liegt und schläft, dann braucht er den Schlaf. Und dann lasse ich ihn sich auch ausruhen. Also am Anfang habe ich dann immer so ein bisschen an ihm rumgezerrt, aber ich habe noch keine Methode gefunden, wie ich ihn so auf die Füße kriege, dass alle zufrieden sind. Also vielleicht hat noch jemand einen Tipp von den Hörers. Wie kriegt man das Pferd dazu, dass es motiviert aufsteht, wenn es eigentlich noch ein bisschen liegen bleiben will. Also ist jetzt auch durchaus ernst gemeint, also wenn jemand einen Tipp hat, wir hören es uns an und du hörst es dir an und du probierst auch, also wenn es nicht Unsinn ist, dann probierst du es gerne aus. Wir lernen ja mehrere Dinge. Du findest es nicht so schlimm auch zu sagen, komm, also du musst nicht immer deinen Willen und deinen Plan durchsetzen, wenn es dann mit einer Viertelstunde, 20 Minuten getan ist, dann… Dann lasse ich ihn einfach, ja. Und ist auch nicht schlimm? Nö, ist nicht schlimm. Also der kann ruhig dann auch aufstehen, wenn ihm danach ist. Und wenn er ausgeschlagen ist, ich weiß ja selber, wenn ich so jetzt, wo du Urlaub hast, und ich komme dann vom Stall und dann würde ich gerne so eine halbe Stunde ausruhen und dann sagst du, hopp, hopp, jetzt geht’s los. Aber hallo. Oh, ich kann nicht immer nur fünf Minuten einmal so Power-Napping. Auf keinen Fall. Jetzt geht’s los. Fischbrötchen essen, das Meer. Also weißt du, vielleicht läuft’s weg, das Meer. Also weiß man’s besser, man fährt mal hin. Dann ziehe ich nach Berlin, wenn das Meer wegläuft. Ja, toll.
[22:01] Das, ich habe ja da, also ich bin da mehr im Team, wie soll ich sagen, man muss aufstehen, dranbleiben. Also man darf den Tag nicht verschlafen, aber wir lernen, du gestehst es dem Benni zu und du findest es auch nicht schlimm. Also man muss nicht immer mit aller Gewalt seinen Willen durchdrücken als Besitzerin, als Reiterin. Ich finde das ja auch ganz sympathisch dann auf eine Art. Und das Zweite, und das darf man, glaube ich, gar nicht unterschätzen, wir sagen das jetzt mit so einer Selbstverständlichkeit, so nach dem Motto, da liegen viele Pferde und, wenn die Nacht drum ist und es war ein bisschen kühl und die Morgensonne kommt und die genießen das dann, das ist ja eigentlich, schlummert da ja auch.
[22:50] Eine total gute Nachricht drin, Denn die Pferde in dieser Herde legen sich hin auf die Wiese, um zu schlafen. Und das darf man ja jetzt nicht geringschätzen. Absolut, ja. Also die fühlen sich alle wohl, die schlafen da. Es sind immer ein paar, die bleiben stehen und bewachen die Herde und ein großer Teil liegt immer und schläft.
[23:13] Ist das sozusagen auch, also die, die stehen, sind das dann die Herdenchefs? Also sieht man da auch ein Stück weit so diese Rangordnung? Nee, überhaupt nicht. Also alle Pferde liegen immer mal und das heißt nicht, dass nur der Chef aufpasst. Also überhaupt gar nicht. Das hat eine andere Struktur in so einer Pferdeherde. Weil der Chef muss ja auch mal schlafen. Okay, ich dachte immer, das wäre sozusagen dann die Aufgabe des Chefs, die anderen zu beschützen. Aber dann könnte der ja nie schlafen. Okay. Nein, also das ist, glaube ich, ich glaube, die brechen sich so ab, so hast du jetzt Nachtwache wie im Dschungelcamp. Also die wechseln sich dann so ab, weil jeder muss drei Stunden am Feuer sitzen und immer zu zweit, also nie einer alleine. Also so stelle ich mir das vor, dass die dann abends besprechen, wer macht denn die Nachtwache? Ah, du dann, du dann, alles klar. Und dann einfach wecken, wenn der Nächste dran ist und ihr habt dann schon ein Gefühl, wer jetzt wie lange schon Wache geschoben hat. Und dann weckt man den anderen einfach und dann müssen zwei aufstehen, müssen wieder Wache halten und die anderen können wieder schlafen. So stelle ich mir das vor. Das ist natürlich nur im Menschenkopf. Ich glaube, es ist in Wahrheit anders, gar nicht so kompliziert. Also wo du jetzt sagst, Dschungelcamp, da rattern ja jetzt gerade meine Synapsen durch. Also welche Dschungelcamp-Figuren wären deine Pferde? Also wäre einer von den beiden Martin Semmelrogge? Nee, auf keinen Fall. Also von seinem Verhalten her wäre vielleicht Benni im Moment Martin Semmelrogge, aber der ist ja auch schon ziemlich alt.
[24:36] Also Benni ist Martin Semmelrogge in Jung. So könnte man… Ja, könnte hinkommen. Und AC? Ach, AC wäre… Er wäre irgendein Farbloser, glaube ich, irgendwie, oder? Sag mal! Nee, meinst du nicht? Überhaupt eine Sunnyboy. Der Bauer sucht Frau. Der wäre AC. Der ist aber unsympathisch, jetzt mal ernsthaft. Der ist doch nicht unsympathisch, das war doch voll der coole Typ. Ja, im Sommerhaus war der unsympathisch. Aber beim Dschungelcamp war der nicht unsympathisch. Der Patrick. Patrick hieß er. Also jetzt, also da, das werde ich dem AC nicht erzählen, dass du ihn mit dem Bauer sucht Frauentypen hast. Ja, ich sag ihm, du sagst ja, der wäre der Farblose. Ja, ich weiß nicht. Jens Büchner oder so. Also ich glaube, Benny würde man bis zum Ende sehen wollen. Der so, weißt du, weißt du, Benny, der dann auch mal das Lagerfeuer auspisst oder so, weißt du, einfach weil er es kann oder so. Das würde man ihm auch zutrauen. Oder der die Pizza frisst, die eigentlich für alle war. So. Oder der nebens Dschungelklo kackt. Weißt du? Sowas. Das würde der alles machen wahrscheinlich, würde ich sagen. Alles klar, komm doch. Mir doch egal. Genau so wäre der. RTL braucht mich hier für die Show. Ich brauche doch nicht RTL. So nämlich. Okay.
[25:50] Kurz, um es noch einmal einzufangen, wie wichtig würdest du sagen, ist Schlaf für die Gesundheit und für das Wohlbefinden der Pferde? Sehr wichtig. Also wenn Pferde nicht genug Schlaf kriegen, dann sind sie gestresst, dann entwickeln sie Magenprobleme, dann sind sie nicht ausgeglichen. Also Schlaf ist super wichtig für Pferde, vor allem für das junge Pferd ist das sehr wichtig. Ich kann mich noch erinnern, wie oft Elsie geschlafen hat als Jungpferd. Also ganz oft am Tag hat er einfach gelegen und hat geschlafen. Oder im alten Stall konnte ich ja auch immer in der Kamera sehen, wenn die drei da gelegen haben und haben gepufft. Also tief und fest und das mehrmals am Tag. Also durchaus vergleichbar. Ich habe ja jetzt auch so ein Fitnessarmband, wie unsere treuen Hörer wissen. Also bei uns Menschen ist es ja auch total wichtig. Man darf das nicht unterschätzen. Und ich glaube, vor ganz, ganz vielen Folgen, meine ich, hätten wir auch mal so eine Schlafforscherin im Pferdepodcast gehabt oder ich wollte mal eine interviewen. Und tatsächlich, also das ist bei Pferden vergleichbar wichtig, so ähnlich wie es auch beim Menschen wichtig ist, viel Schlaf und so weiter, für die Gesundheit, für die Erholung, für die, auch dann am Ende des Tages für die Leistungsfähigkeit als Sportpferd, das ist ja auch das, was du von den beiden dann auch möchtest, spielt das glaube ich schon eine große Rolle.
[27:14] Jetzt haben wir über ACDC gesprochen, jetzt haben wir über Benni gesprochen. Jetzt sind wir gespannt, ob jetzt an dieser Stelle im Pferde-Podcast ein Interview kommt oder nicht. Jedenfalls sagen wir an dieser Stelle nochmal herzlichen Glückwunsch an alle Teilnehmer der größten Quadrille der Welt. Die Haflinger Community hat in Aachen was ganz Tolles auf die Beine gestellt. Coole Sache. Und wir bedanken uns an dieser Stelle fürs Zuhören. Folge 473 war das, das Pferde-Podcasts. Habt eine pferdige Zeit. Schöne Grüße von der Ostsee. Und die Themen werden nicht weniger. Jenny. What? Jetzt wäre der Zeitpunkt, wo du quasi aus dem Zustand des Dich-Zurück-Lehnens noch einmal nach vorne wippen könntest, um Tschüss zu sagen. Hab ich doch. Ich wippe doch gerade. Vielen Dank fürs Zuhören. Tschüss.
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