#475 Turnierfieber, Klex-Comeback & Haflinger-Weltrekord

Für AC/DC wird es ernst: Nach dem Umzug vom Schwarzwald an die Ostsee steht der erste mögliche Turnierstart im neuen Zuhause an. Zwei M-Dressuren sind genannt – und eigentlich fühlt sich Jenny mit ihrem Haflinger bestens vorbereitet. Noch einmal gab es Feinschliff mit einer Richterin als Trainerin, die vor allem auf korrektes Reiten, präzise Lektionen und die richtige Einwirkung achtete. Auch Stangentraining für mehr Variation im Galopp stand auf dem Programm. Einen kleinen Haken gibt es allerdings: Eine Mauke-Stelle an der Fesselbeuge ist noch nicht vollständig verheilt. Sollte die Wunde beim Training wieder aufgehen und bluten, will Jenny kein Risiko eingehen und den Start absagen.


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Turnierstarts für AC/DC und Klex rücken näher

Während AC/DC möglicherweise sein Turnierdebüt im Norden gibt, steht für Klexi ebenfalls ein ganz besonderer Tag bevor: Das Pony, das inzwischen in einem neuen Zuhause lebt, soll erstmals mit seiner neuen Besitzerin und deren siebenjähriger Tochter aufs Turnier. E-Dressur und Reiterwettbewerb Schritt-Trab stehen auf dem Programm. Und obwohl wir Klecksi natürlich gerne mal als etwas verpeilten „Hampelmann“ aufziehen, zeigt sich im neuen Zuhause vor allem eines: Er ist angekommen, wird von der ganzen Familie geliebt und entwickelt sportlich offenbar neue Ambitionen. Sogar L-Dressur und M-Dressur stehen als mögliche Ziele im Raum. Eine spannende Frage bleibt dabei: Kann Klexi vielleicht doch noch lernen, was ihm bisher nicht zuverlässig gelungen ist – den fliegenden Galoppwechsel?

Außerdem lösen wir in dieser Folge endlich ein kleines Rätsel auf: Wie viele Haflinger waren bei der Weltrekord-Quadrille im Rahmen der Reit-WM in Aachen tatsächlich dabei? Teilnehmerin Anika Laubner erzählt uns aus erster Hand von ihrem Erlebnis. Besonders eindrucksvoll war der Moment, als die Pferde vom Trainingsplatz auf den großen Platz ritten und plötzlich vor einem riesigen Publikum standen. Die größte Herausforderung sei dabei weniger das eigentliche Reiten als die Organisation im Vorfeld und das Training mit einer gewaltigen Anzahl von Pferden gewesen. Gleichzeitig berichtet Anika von einer beeindruckenden Hilfsbereitschaft innerhalb der Teilnehmergemeinschaft.

Und dann ist da noch die Sache mit den Zahlen: In Aachen war von 158 Pferden die Rede, in sozialen Medien kursieren aber auch andere Teilnehmerzahlen. Tatsächlich wurden einige Pferde bei der eigentlichen Quadrille nicht gewertet, weil sie die geforderten Bewegungen nicht ausreichend zuverlässig ausführten. Damit dürfte das Rätsel gelöst sein.

Außerdem gibt es in dieser Folge einen kleinen popkulturellen Ausflug: Karsten Dusse, Autor von „Achtsam Morden“, hat mit „Filmriss auf Immenhof – Trippel, Trappel, Tod“ einen Pferdekrimi geschrieben. Ob Jenny ihre innere Literaturkritikerin noch davon überzeugen kann, dem Buch eine Chance zu geben?


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Hier geht’s zum vollständigen Transkript:

[0:00] Das ist der Hafer- und Bananenblues. Das ist das, was jedes Pferd haben muss. Hallo, hier ist der Pferde-Podcast, Folge 475. Und ich habe jetzt schon einen Hals. Hallo aus Berlin. Hallo, von der Ostsee. Ja, wirklich. Also, es ist… Wir dürfen keine Vorgespräche führen. Ich meine, jetzt wirst du sagen… Ich bin spontan viel besser, als wenn du vorher alles schon runtergeeiert haben willst. Jetzt genau, du wirst sagen, es ist meine Rede und es stimmt ja leider auch.

[0:38] Aber ich bin auch zu leicht reizbar. Meine Zündschnur ist kurz, um das auch gleich an der Stelle zu sagen. Und ich wollte nämlich, also ich habe gesagt, ich wollte so anfangen mit Wir sind der Pferde Podcast, Der Podcast, der den Haflinger ACDC begleitet in Essdressuren. Soweit sind wir noch nicht. Große Ziele. Wird Jenny, die ambitionierte Hobbyreiterin, es schaffen? Begleitet uns auf dem Weg? Drückt die Daumen? Und also das wollte ich aufbauen und dann sagen, wir sind aber nicht nur so ein sportlicher Pferdepodcast, sondern wir sind auch der popkulturelle Pferdepodcast. Von der Ostsee und aus Berlin. Da bin ich nämlich. Weißt du so? Also so der Rundumblick. Und ich wollte dich als die Popkultur, Ikone, Kritikerin, wie auch immer quasi jetzt hier einführen und dass also quasi du dich äußerst zu dem perfekten Produkt, was jetzt auf den Markt gekommen ist.

[1:44] Und dann sagst du, nee, das finde ich alles totale Scheiße. Und also das wirklich, das hat bei uns gar nichts verloren. Kitschiger Kram hier, echt. Also ich muss das kurz aufklären. Du warst Fan und bist Fan der Netflix-Serie Achtsam Morden. Aber nur Staffel 1. Nur Staffel 1. Staffel 2 war pottenlangweilig. Staffel 1. Ich lerne gerade Carsten Düsse. ist der Autor des zugrunde liegenden Romans. Und du findest jedenfalls achtsam Morden. Du hast mir in den Ohren gelegen. Wir haben ein Spotify Plus Premium. Hast du nicht gesehen? Drei Sterne kostet mehr als 50 Euro im Monat. Abonnement abgeschlossen. So viel. Das kündigen wir. Nur für dich. Dass du auch das Hörbuch dazu hören kannst. Auf Empfehlung der mit uns befreundeten Tierärztin. Du weißt schon. Aus dem Schwarzwald.

[2:40] Dann haben wir das alles gemacht und jetzt wird mir heute in meinem, du machst dann auch meinen Spotify-Algorithmus kaputt, und dann wird mir angezeigt, dass dieser Autor von Achtsam Morden ein Buch geschrieben hat mit dem Titel Filmriss auf Immenhof, Trippel, Trappel, Tod. Der Titel schon. Also allein der Titel schon ist ja quasi, also das spielt auf dem historischen Immenhof, auf dem Trippeltrappelpony-Innen-Immenhof. Und ich dachte, du bist unsere Literaturkritikerin, du musst dir das anhören. Wir werden den Autor zu uns in den Pferdepodcast einladen. Das wird jetzt ein Riesending zum Auftakt. Und dann sagst du, das interessiert mich einen alten Pferdearsch, um es jetzt mal so ganz hart zu formulieren. Das ist so ein bisschen wie die Nele-Neuhaus-Bücher. Auch eine, wir haben sie getroffen in Hessen auf diesem Reiterhof da in Kerkheim. Genau, genau. Ja, also, ja, das ist so seichte Unterhaltung. Auch nicht so deins. Du bist mehr so für die… Ja, ich bin mehr für andere Unterhaltung.

[3:59] Egal. Ich muss mal gucken. Ich kann ja trotzdem mal eine Mail an den Autor schreiben, dann höre ich mir halt an. Weißt du? Trippel, trappel Tod. Genau, hör du es dir an. Tod auf dem Innenhof. Das interessiert mich. Ich weiß jetzt schon, wie es ausgeht. Wir können… Tod. Genau. Steht ja schon im Titel. Wir können noch nichts dazu sagen. Vielleicht gibt es ja auch schon eine Hörerin oder einen Hörer von uns, der das Buch, der oder die das Buch schon quasi gehört, gelesen hat und sagen kann, wie es ist. Meldet euch bei uns und kommt zu uns in die Sendung. Erzählt ein bisschen davon. Wir sind auch für solche Themen offen. In erster Linie beschäftigen wir uns aber mit dem Haflinger ACDC, den wir begleiten hin zu Estressuren. Wir sind kürzlich vom Schwarzwald an die Ostsee umgezogen. Vielleicht, wenn alles gut geht, ist ein bisschen wackelig noch, startest du zum ersten Mal in unserem neuen Zuhause an der Ostsee sozusagen. Ich bin am Wochenende dann ja auch da, beruflich unter der Woche in Berlin. Das heißt, wir nehmen hier remote auf. Das ist unser ausführliches Gespräch in der Woche über die Pferde, zu dem wir alle einladen. Also das ist das Lagerfeuer, das wir einmal die Woche anzünden, auch für uns selbst.

[5:18] Ja. Es gibt ja auch wieder Sommerhaus. Ich habe es noch nicht geguckt, habe auf dich gewartet. Das ist das andere Lagerfeuer. Das zünden wir zwei zusammen dann am Wochenende an und da kommt aber dann keiner rein. Da können uns alle mal gestohlen bleiben. Das gucken wir privat, also TV nennen wir das immer, intern. Genau. Genau. So sieht es aus. Also, der Turnierstart, der mögliche Turnierstart von ACDC am Wochenende wird uns in dieser Folge beschäftigen. Außerdem, unsere treuen Hörer kennen ihn natürlich, Klexi, das Pferd, das nicht mit in den Norden gezogen ist, sondern das kurz vorher ein fantastisches, aus verschiedenen Gründen neues Zuhause gefunden hat. Auch Klecksboy soll am Wochenende zum ersten Mal Turnier laufen. Und wir haben auch gesagt, also quasi, er ist ja mit dir schon bei Turnieren gewesen, aber er soll zum ersten Mal aufs Turnier gehen mit seiner neuen Besitzerin und auch ihre Tochter durch eine Prüfung tragen. Und wir sind alle sehr gespannt, wie das klappt. Ja, total. Also ich bin wirklich ganz gespannt, wie ihr das macht im Reiterwettbewerb Schritttrap.

[6:35] Es ist fantastisch. Wird es Videos geben davon? Ja, ne? Ich glaube, ja. Vom Reiterwettbewerb auf jeden Fall und von der Prüfung mit der Mama. Mal gucken, wenn jemand filmt. Also ich drücke auf jeden Fall die Daumen und hoffe auf Schlüppchen. Absolut. Und wir hoffen auf Bewegtbilder natürlich.

[6:54] Darüber sprechen wir so ein bisschen und, und das haben wir in der kleinen Folge, wir haben alle Daumen gedrückt, dass das klappt. Es hat ja so ein bisschen geholpert mit unserem Interview mit einer Teilnehmerin, Haflinger Weltrekord, die weltgrößte Quadrille, die auf die Beine gestellt worden ist, von der Haflinger Community am Rande der Reit-WM in Aachen. Und das verabredete Interview mit der Teilnehmerin Annika aus Gütersloh ist beim ersten Mal leider geplatzt wegen eines Notfalls in ihrem Stall und wegen Terminschwierigkeiten. Und hast du nicht gesehen, ihr wollt es gar nicht wissen, hatten wir uns darauf verständigt, liebe Annika, vielleicht schaffst du es, uns per WhatsApp-Sprachnachricht ein paar Fragen zu beantworten. Und obwohl Annikas Terminplan total voll ist, das hat funktioniert. Das heißt, wir werden noch einmal sprechen und Erlebnisse aus erster Hand hören in Kurzform. Wie war es in Aachen? Wie war es, dabei gewesen zu sein bei diesem historischen Ereignis? Weltgrößte Quadrillen. Wie kriegt man das auf die Kette mit rund 150 Pferden, eine Quadrillen zu reiten? Also das ist ja auch gar nicht so einfach, das zu trainieren und so viele Pferde und ein Gewusel. Und wie ist das alles abgelaufen?

[8:19] Welche Erlebnisse sind am meisten haften geblieben? Und wie viele Pferde genau waren es eigentlich? Jenny, das hatten wir uns immer gefragt, weil da so verschiedene Zahlen irgendwie, durch die Welt geisterten, Wir begeisterten in so Postings und so. Mal war von 100 Paaren 40, dann von 100 Paaren 50 die Rede. Annika klärt’s auf. Du kennst das Gespräch auch noch nicht und ich glaube, du bist auch gespannt drauf. Gespannt? Sind wir auch auf unseren Manni? Ja, du sagst nix. Ich wollte dir jetzt die Gelegenheit geben, noch so. Ja, ich war mir jetzt nicht ganz sicher, ob du fertig bist oder nicht, weil du bist ja wieder so im Redefluss und dann bin ich dann immer… Still, weil ich nicht weiß, ob du noch redest oder nicht. Ja, also ich bin immer froh, wenn du so im Travers sozusagen, weißt du, so mit Diagonalschritten nochmal so kurz reingrätscht. Kannst du machen. Oder auch mal hinten auskeilen oder so. Kein Problem.

[9:16] Und das muss man aber auch vielleicht so als Entschuldigung dazu sagen. Wir sind jetzt nur über eine Telefonleitung miteinander verbunden. Und das heißt, es ist immer so ein bisschen schwierig, tatsächlich abzuschätzen. Hält der andere jetzt gerade die Klappe? Kann ich da reingehen? Und das birgt immer so ein bisschen die Gefahr, dass wir uns gegenseitig ins Wort fallen. Und deshalb, weil wir das wissen, sind wir so ein bisschen, und weil es danach auch Schimpfe gibt natürlich, wenn das über Gebühr passiert, dass man sich gegenseitig ins Wort fällt. Und deshalb sind wir so ein bisschen zurückhaltend. Muss aber nicht sein, Schätzchen. Na gut. Lass mal den Manni fiedeln, der ist schon ganz ungeduldig. So, unser Orchestermusiker Manni spielt die Pferde-Podcast-Hymne. Dann geht’s los mit Folge 475.

[10:21] Ja Jenny, dann erzähl mal, wir haben es ja in der kleinen Folge sozusagen nur, angedeutet oder nur angerissen, dass das der Plan ist und der Wunsch, mit ACDC beim Turnier anzutreten. Zwei M-Dressuren hast du genannt. Es gibt noch so ein, zwei kleinere Sorgenfalten, weil dieses Mauke-Thema und das Thema so ein bisschen irgendwie eine wunde Stellen an der Fesselbeuge, sagt man, ne? Genau. Ist irgendwie noch nicht ganz weg. Genau, also es ist noch nicht ganz weg, also an dem schlimmen Bein ist es gut verheilt, aber dann ist es ja hinten nochmal ausgebrochen und da ist tatsächlich nochmal so eine Stelle, die, wenn diese Kruste abgeht in der Bewegung, dass das tatsächlich nochmal blutet und das ist natürlich an einer Stelle, die auch sofort sichtbar ist.

[11:19] Und jetzt habe ich heute nochmal trainiert und habe nochmal, also ich habe auch die ganze Zeit, ich pflege das sehr gut und versuche das dann auch immer.

[11:27] Mit Salbe und so wirklich sauber machen, verschließen, aber es ist immer noch nicht ganz von innen zugeheilt und deshalb ist dieses Problem, Blut am Pferd könnte eventuell ein Thema sein auf dem Turnier. Und wenn, ich werde jetzt morgen nochmal ganz normal trainieren und wenn dann morgen auch wieder diese Wunde nochmal so aufgeht, dass da einfach ein bisschen Blut rauskommt, dann werde ich den Turnierstart canceln, weil das Risiko, dann disqualifiziert zu werden, das ist mir zu groß, obwohl das natürlich an keiner verdächtigen Stelle ist. Also das ist nicht irgendwo Spureneinsatz oder, oder, oder. Aber ich weiß, ich kann das nicht so genau einschätzen, ob nicht da auch so ein Aufsichtsrichter sagen würde, also nee, das geht ja gar nicht. Also das Pferd blutet und der hat da eine Wunde und eine Verletzung. Und deswegen bin ich so ein bisschen unsicher, ob man da disqualifiziert werden würde oder nicht. Aber das Risiko gehe ich auf gar keinen Fall ein. Okay, kurzer Einschub, bevor du vielleicht dann über dein Training auf die M-Dressuren hin, weil das hast du ja schon gesagt jetzt gerade, das hast du natürlich trotzdem gemacht, ist ja auch weiterhin drin, dass das alles stattfindet und so. Bevor wir darauf kurz kommen, wir hatten ja auch mal so Videoaufnahmen gemacht und Asche auf unser Haupt, wir haben die noch nicht verarbeitet, wie du diese Mauke-Stelle versorgst und wo man auch so ein bisschen sehen kann, also quasi wie…

[12:57] Tja, wie soll ich sagen, wie aufwendig das letzten Endes auch ist, das alles zu reinigen. Ich war wirklich erstaunt, wie gewissenhaft du das auch machst und so weiter. Also man muss da wirklich dranbleiben. Und du hast doch irgendwas von Zaubersalben erzählt, ne? Also vielleicht können wir das, also auch irgendwie tschechische Zaubersalben, ich weiß gar nicht, ob ich jetzt irgendwelche Geheimnisse hier ausplaudere, ne eigentlich nicht.

[13:19] Aber es ist da tatsächlich irgendwie, also das ist so eine kleine Wissenschaft für sich und vielleicht können wir dieses Material, das haben wir ja tatsächlich auch noch, vielleicht können wir das bei Gelegenheit am Wochenende irgendwie nochmal zusammenstellen. Interessiert vielleicht auch den einen oder anderen Zaubersalbe ganz kurz, was hat es damit auf sich? Ja, also es gibt ja ganz viele Zaubersalben. Also ich hatte ja dann auch die selbst gemischte Salbe von dem Tierarzt. Die hat ganz gut geholfen. Da war natürlich auch Kortison drin. Da muss ich natürlich jetzt vorsichtig sein, wenn ich einen Turnierstart vor der Brust habe. Aber deswegen konnte ich das natürlich jetzt nicht anwenden bei AC und bin dann auf die Sudocreme, heißt das glaube ich.

[14:04] Gab es früher hier bei uns auch mal, gibt es jetzt nur noch in Tschechien und das bringt immer eine Stahlkollegin mit. Und das pflegt einfach so ein bisschen die Haut, das verschließt die Wunden und ist natürlich diese ganze Haut drumherum auch so ein bisschen empfindlich und gereizt. Bei Benni ja auch, der hat ja vier weiße Füße und wenn diese Grasmilben da aggro sind, dann ist diese Haut da in den Fesselbeugen auch einfach gerötet und empfindlich und da hilft diese Sudocreme wirklich total gut. Es beruhigt die Haut und dann kann man das schön eincremen und da fallen auch die Grasmilben irgendwie so ein bisschen dran ab. Also die müssen sich dann erstmal durch die Creme durchsetzen.

[14:43] Also, ja. Tschechen-Keule gegen die Grasmilben, das ist doch fair. Also Zaubersalbe, ja, also die meisten Maukesalben, wenn sie helfen sollen, haben natürlich auch Kortison drin und das hilft auch. Also was ich auch manchmal schon gemacht habe, wenn es im Sommer nur so ganz kleine Stellen waren, Soventol drauf. Das hat auch immer geholfen. Zwei, drei Tage Soventol, auch wenn es schon anfängt, ein bisschen Soventol drauf und dann ist diese Stelle schon wieder weggegangen. Also wenn man so ein Pferd hat, was echt empfindlich ist, da hilft wirklich, das geht normal, glaube ich, so gegen Bienenstiche oder Wespenstiche oder so benutzt man das, glaube ich. Und das hat auch immer ganz gut geholfen. Ist so ein kleines bisschen Kortison drin und in drei Tagen war es wieder weg. Aber dieses Mal jetzt war es wirklich heftig. Also es war mehr als nur so ein kleines bisschen, wo man mal ein bisschen Salbe drauf tupft. Also das war schon extrem bei AC. Und deswegen bin ich jetzt auch sehr vorsichtig, dass das da hinten an dem Bein nicht auch so explodiert, wie das an dem Vorderbein war. So, Medizin, Einschub, Ende. Wie hast du trainiert? Was hast du trainiert? Gab es nochmal eine Session mit Raimund Wille, dem Trainer, den du ja wiedergefunden hast im Norden? Was ist der Stand der Dinge? Und das ist jetzt tatsächlich Lagerfeuer, weil wir reden, also wir haben darüber auch ohne Hörers noch nicht darüber gesprochen, wie das im Einzelnen aussieht. Ich bin wirklich gespannt.

[16:07] Ja, also bei Raimund Wille war ich leider nur das eine Mal. Danach gab es einen Lehrgang. Da konnten wir aber, also wir waren ja da letzte Woche mit unseren Freunden hier verabredet. Deswegen habe ich gesagt, da kann ich leider nicht teilnehmen. Und jetzt letzten Dienstag war auch noch mal Training bei Herrn Wille. Da hatte ich aber leider auch keine Zeit, nach Travemünde zu fahren. Und deswegen war es bisher das einzige Mal.

[16:27] Aber Dienstagabends kommt ja immer die Trainerin zu uns auf den Hof, bei der ich ja auch schon ein, zwei Mal geritten bin. Und mit der habe ich mich dann nochmal verabredet, so ein bisschen zum Aufgabenreiten. Sie ist auch Richterin. Und dann habe ich gesagt, ach, wenn du nochmal eine halbe Stunde einschieben kannst, für mich ein bisschen Aufgabe durchreiten und nochmal so ein bisschen Feinschliff. Und das war auch super. Also sie hat auch ein sehr gutes Auge. Sie sieht auch so Kleinigkeiten, auch wenn die wollte, die war jetzt ein bisschen groß oder ein bisschen klein. Oder Wechsel war gut, Wechsel war nicht gut, ein bisschen mehr durchspringen und so. So einfach so ein bisschen Handwerkszeug nochmal mitgegeben. Das waren gute Tipps und eine gute halbe Stunde. Jetzt haben wir heute noch mal ganz viele Stangen gemacht, um auch einfach den Galopp noch mal so ein bisschen vor-zurück, dass man so ein bisschen zwischen den Stangen vier Galoppsprünge oder drei Galoppsprünge, dass man da noch mal so ein bisschen variiert. Das macht ihn auch ziemlich locker, wenn man dann noch mal so ein bisschen Stangentraining macht. Und eigentlich sind wir gut vorbereitet. Also ich denke, dass wir ganz gut abschneiden würden, wenn wir fahren würden. Also ich habe ein gutes Gefühl, AC ist fit und wir wären bereit, wenn er dann wirklich, also wenn das morgen so weit verheilt ist, dass ich sagen kann, okay, wir können losfahren. Okay.

[17:49] Wenn du sagst, und Jenny sagt jetzt erstmal gar nichts, weil die Telefonleitung kaputt gegangen ist, ich muss Jenny jetzt nochmal neu anrufen. Das ist so ein bisschen kurios, weil ihr uns wahrscheinlich beide weiterhört im Podcast. Aber das Problem ist, wenn Jenny und ich, wenn wir uns nicht gegenseitig hören, dann ist es natürlich doof. Bist du wieder da, Jenny? Ich bin wieder da. Toll. Ich wollte noch eine Frage loswerden zu der Trainerin sozusagen, von der du ja gesagt hast, sie sei auch Richterin. Das ist ja.

[18:32] Gar nicht so eine schlechte Konstellation. Also wir haben ja schon mal gesagt, dass du Reim und Wille natürlich in einem besonderen Maße vertraust, weil ihr euch auch schon so lange kennt und man muss immer so ein bisschen raustüfteln, welcher Trainer passt am besten zu einem und es ist schon so, dass du da, also Reim und Wille genießt da viel Vertrauen bei dir, aber ich finde so eine Trainerin, so wie du es auch gerade geschildert hast, wo man sagt, okay, die hat so diesen Richterinnenblick nochmal auf die Sache. Das ist ja eigentlich schon ganz cool, wenn man sowas im Training quasi auch mitnehmen und nutzen kann. Und es war, glaube ich, auch eine Premiere so in der Form, also du bist schon mal bei ihr geritten, aber speziell, ich glaube, also dieses Richterinnen-Thema, das kam, das habe ich jetzt auch erst, als wir das letzte Mal, darüber gesprochen haben an der Ostsee, habe ich das so bewusst wahrgenommen.

[19:26] Gab so aus dieser Perspektive vielleicht noch irgendwie, keine Ahnung, irgendwie einen Punkt, den sie besonders hervorgehoben hat? Oder war es mehr so dieses Feintuning und Arbeiten an den Kleinigkeiten und man kann jetzt gar nicht irgendwas so highlighten? Nee, also es gab zwar mehr so dieses Feintuning und vor allem, was sie auch nochmal betont hat, was ganz, ganz wichtig ist, ist dieses korrekte Reiten. Also den Wechsel, wenn er da steht bei X, dann reit auch bei X und nicht eine Pferdelänge vor oder eine Pferdelänge nach X, sondern dieses korrekte Reiten, auch der Hufschlagfiguren ist ganz, ganz wichtig. Und vor allem, ich habe ja auch eine Tresur Reiterprüfung genannt und da kommt es natürlich auch so die Einwirkung des Reiters auf das Pferd, wird da nochmal mehr bewertet als in anderen Prüfungen und, da ist es natürlich auch schon wichtig, dass man einfach auch die Hilfen wirklich korrekt gibt und das Pferd sie dann auch ebenso umsetzen kann. Und das waren nochmal so diese kleinen Feintuning-Dinge, die wir nochmal durchgegangen sind und ich weiß natürlich viele Dinge, die bei uns nicht klappen oder einige.

[20:38] Um die weiß ich natürlich auch selber und ich weiß auch, wo unsere Probleme liegen und sie weiß auch, dass ich das weiß. Also deswegen, wir sind dann schon so auf Augenhöhe und wir sind so diese einzelnen Lektionen nochmal durchgegangen und sie hat dann wirklich nochmal so ein paar Tipps gegeben, wenn der dann irgendwie vor der Traversale, dann mach ihn nochmal richtig rund in der Ecke und also solche Kleinigkeiten sind wir dann nochmal durchgegangen, dass er auch wirklich korrekt gestellt und gebogen ist und beim Schulterherein nicht zu sehr abgestellt ist. Also sie hat da schon auch sehr genau geguckt und hat dann auch bei der perfekten Abstellung gesagt, jetzt sehe ich drei Beine, merkt ihr es genau so, ist es super, alles klar. Also so sind wir das nochmal durchgegangen und das war sehr hilfreich und nachhaltig. Cool. Wenn du sagst auf Augenhöhe, dieses Thema, was wir ja manchmal, also manchmal vor allen Dingen im Südschwarzwald, hattest du das mal bemängelt mit irgendwie, also wir erinnern uns, nach wie vor haben wir häufig im Pferdepodcast erzählt.

[21:38] Dieser Stadionsprecher, der so sagt, und jetzt meine lieben Zuschauer, schnallen sie sich an, sie werden es kaum glauben, was sie jetzt sehen. Ein Haflinger, nicht vor der Kutsche, nicht auf dem Acker, sondern im Dressur-Viereck. Also du weißt, was ich sagen will, so dieses irgendwie Haflinger werden schräg angeguckt. Das hatte jetzt diese Frau aber offensichtlich so gar nicht. Also hast du das Gefühl, dass da irgendwie, oder ist dir das schon begegnet im Norden, so dieses O.A., ein Haflinger, was der alles kann oder ist das irgendwie akzeptiert da? Also ja, er ist schon aufgefallen, positiv. Also wenn ich irgendwo hinkomme mit dem Haflinger und reite zum ersten Mal, dann merke ich schon, also wenn ihn jemand das erste Mal unter dem Sattel sieht, dann merke ich schon, dass dann manchmal auch erstaunte Blicke kommen. Oh wow, der ist ja richtig sportlich und der kann ja was.

[22:33] Aber das ist jetzt nicht negativ, also das überhaupt gar nicht, sondern eher positiv. Und die Leute sind manchmal überrascht, was er alles kann und wie toll er ist. Und er kann ja auch springen. Also der Stallbesitzer sagte auch bei unserer ersten Springen, oh Mann, der kann ja auch springen, der kann ja gerade mal alles. Also das freut mich natürlich dann schon, dass er dann auch so positiv auffällt, mit seiner Vielseitigkeit auch und er macht auch alles wirklich super toll. Also ich liebe meinen Pony ja auch sehr und deswegen, ich bin auch sehr stolz, dass wir so weit gekommen sind. Und also diese, was ich so im Südschwarzwald manchmal so hatte, dass wir gedacht haben, wir sind irgendwie der Elefant mit drei Beinen oder so, so eine Sensation, das habe ich hier überhaupt nicht. Ich weiß nicht, wie es auf dem Turnier ist, ich werde mich überraschen lassen. Also ich habe ja noch zwei Turniere genannt und wenn das jetzt diese Woche nicht klappt, dann auf jeden Fall in der nächsten Woche und übernächste Woche. Das ist hier um die Ecke und bis dahin wird es ganz sicher verheilt sein und dann werde ich auf jeden Fall noch einen Turnierstart mindestens hier im Norden diese Saison haben. Damit ist dann auch geklärt, was ich bei meinen Nachhausefahrten am Wochenende an die Ostsee so tun werde. Ja, danke auch für diese Info. Ich drücke jetzt mal den Themenwechsel-Knopf, wenn es recht wäre.

[23:54] Und ich drücke noch einen Knopf gleich hinterher, weil es gibt ja so, also wir haben ja immer dem Klecks unterstellt, Er sei nicht die hellste Kerze auf der Torte und deshalb drücke ich einfach mal den, sag mal, hast du keinen Hirnknopf? Sag mal, hast du keinen Hirn? Nö. Weil ich das so gerne höre. Hat seine neue Besitzerin übrigens auch schon gemerkt, dass er nicht so schlau ist.

[24:21] Also eine legendäre Sprachnachricht, wo sie irgendwie schildert, dass er im Gelände irgendwie über seine eigenen Hufe gestolpert ist und irgendwie fast sich auf die Nase gelegt hätte. Und die Besitzerin dachte ganz spontan. Sag mal, hast du kein Hirn? Nö. Das, was du auch immer gedacht hast. Genau, und ich habe ihr dann die Geschichte noch erzählt, als ich ihn mal als Handpferd mit hatte und er neben Acey hergelaufen ist und fuhr lauter, weißt, du, da guckt man in der Gegend rum und ruckzuck lag er auf der Fresse und lag dann so auf der Seite wie so ein Käfer und ich dachte so, jetzt steh halt wieder auf. Also er war aber ganz verdutzt, dass er wirklich über seine Füße gestolpert ist. Und sich einfach platt hingelegt hat, weil er nicht guckt, weil er in der Gegend rumguckt und dann völlig woanders ist mit den Gedanken und ruckzuck haut es ihn auf die Nase.

[25:13] Also er muss schon, wenn er so ein bisschen träumt und nicht bei der Sache ist, dann kann er auch mal über seine eigenen Füße stolpern. So, aber eigentlich wollten wir ja nur in den höchsten Tönen über Klecks in dieser Folge sprechen. Wir wollten ihn hier nicht als irgendwie den Stan Laurel irgendwie, weißt du, dick und doof irgendwie. So wollten wir ihn ja gar nicht darstellen, sondern es ist ja wirklich, das haben wir auch jetzt schon ein, zwei Mal erzählt. Es ist ja ganz toll, wie Klecksi sich in seinem neuen Zuhause, also zum einen, wie er sich da wohl fühlt, aber auch, wie er mit den Kindern umgeht und wie er da so ist. Also er ist der Liebling da, er ist die absolute Nummer eins der neuen Besitzerin, und es gibt da also auch Begeisterung auf der einen Seite und auch, also Entschuldigung.

[26:08] Auch irgendwie jetzt wirklich Pläne, dass er im Sport irgendwie da was leisten könnte und dass man auch auf Turnieren mit ihm Spaß haben kann und erfolgreich sein kann. Was steht denn da an? Und ihr habt ja viel kommuniziert jetzt auch so, also selbst als ich jetzt noch am Ende meines Urlaubs da war, habe ich es ein bisschen mitbekommen und es wird ja wahrscheinlich auch weitergegangen sein. So Fragen irgendwie, wie lange reitet man ihm ab? Wie kann man ihm am besten die Mähne zu diesen Zöpfe flechten? Und ihr gebt euch da ganz viele Tipps. Was ist denn so der Stand der Dinge? Was soll er denn? Und was sind auch die Fragen, die dann an dich herangetragen werden, wie man ihn da am besten einstellt?

[26:54] Ja, also vor allem war die Frage an mich halt, wie lange reitet man ihn ab? Wie reitet man ihn am besten ab? Und sie hat ja selber schon rausgefunden, dass das Klecksi total gut tut, wenn man ihn einfach anfangs mal so ein bisschen nur nach vorne reitet, gar nicht irgendwie versucht, ihn beizuzäumen, sondern wirklich nur die Hand so ein bisschen hinstellen und, gegen die Hand reiten und wirklich vorne gibt es Geld. Der Fokus liegt auf, du musst vorwärts laufen und da platzt dann auch meistens der Knoten bei ihm, dass er dann auch wirklich so ins Laufen kommt und auch das habe ich ihr jetzt geraten, beim Abreiten gar nicht so sehr müde machen wollen, sondern den, Fokus darauf legen, dass er einfach locker wird und dass er loslässt und das erreicht man am besten mit galoppieren und auch mal richtig nach vorne galoppieren, dass er mal, dass er so ein bisschen sich löst und dass er einfach so ein bisschen schlägt.

[27:44] Bisschen loslässt und das macht er halt am besten beim Galoppieren und sie reitet, also die Mami reitet vormittags eine E-Tressur und die siebenjährige Tochter reitet nachmittags einen Reiterwettbewerb Schritttrab, und dann war noch die Frage, ob er ausgebunden werden soll, also ich habe gesagt, lieber nicht und, sie hatte dann noch die Frage, ob ein Martingal vielleicht gut wäre, ich weiß gar nicht, ob das erlaubt ist im Reiterwettbewerb, ich habe ihr auch gesagt musst du nachgucken in der LPO, kann ich auswendig gar nicht sagen, Ob da ein Martingal erlaubt ist, ich befürchte es fast nicht. Also Ausbilderbinder oder gar nichts. Und dann hätte ich die Wahl auf lieber keine Ausbinder, weil da wird er, glaube ich, einfach zu langsam. Und da fühlt er sich eingeklemmt und das mochte er noch nie, auch an der Longe nicht. Und dann würde ich ihn einfach ohne Ausbinder, er ist ja kein Pferd, das rumhirscht und, die Kleine hat das auch gut im Griff und die kriegt den ja auch vorwärts, die konnte ihn ja von Anfang an wirklich gut reiten, obwohl sie noch nicht mal mit den Füßen unter das Sattelblatt kommt, hat sie ihn angetrabt, hat ihn gelenkt, also es hat wirklich von Anfang an super gut geklappt, und ja, ich bin jetzt ganz gespannt, wie es läuft am Samstag. Also ich drücke natürlich alle Daumen und wenn wir Fotos haben, wie schick er aussieht, Weil er ist einfach ein schönes Pferd. Er ist so schön. Und wenn er aufs Turnier gefahren ist, war er immer noch schöner mit seinen Zöpfen und er sah immer sehr elegant aus. Also wirklich.

[29:10] Sie war schon ein Blickfang. Also alle haben immer geguckt, weil er so schick ist. Und er wird sehr, sehr geliebt in seinem neuen Zuhause. Das macht mich total happy, dass er einfach da auch so angekommen ist und dass die ganze Familie ihn so ins Herz geschlossen hat. Wir werden unsere Hörers teilhaben lassen, versprochen. Und ich weiß gar nicht, ob wir das auch noch thematisieren sollen, jetzt hier in der Folge oder ob das möglicherweise was ist, was wir uns vielleicht auch mal aufheben können. So nach dem Motto, wie beim Knödel essen, immer eins nach dem anderen. Aber ich denke jetzt einfach mal laut nach. Der Gedanke ist, dass ja tatsächlich, weil wir haben schon gesagt, die Trainerin von der Mami, also von der Besitzer Mami, Die Trainerin hat Ehrgeiz und sagt, doch, das ist ein Pferd, das augenscheinlich was kann. Also das, was du gerade gesagt hast, E-Dressur- und Reiterwettbewerb, das kann der ja. Also du bist ja mit ihm in L-Dressuren gestartet, richtig? Genau, ja. Ja, ne? Und da war er auch erfolgreich, da hat er auch Schleifchen mit nach Hause gebracht.

[30:14] So? Ja. Ja, ja. Absolut, genau. Und die Trainerin hat quasi auch der neuen Besitzerin schon gesagt, also L-Dressur und sogar der Buchstabe M ist gefallen. Und da hast du gesagt… Große Pläne, ja. Große Pläne und der Plan ist möglicherweise ein bisschen zu groß. Und dann hast du gesagt, manche Pferde lernen, die wechseln nicht. Und also keine Ahnung, ob wir das mal nochmal thematisieren sollten. Also wir können mal drüber sprechen vielleicht. Ist vielleicht noch was für Nicola Wohlstorff, unsere Pferdeexpertin aus Österreich. Also ist es einfach so? Gibt es Pferde, die das nicht lernen? Oder sagt sie, naja, doch, man kriegt es schon hin.

[31:00] Also spannendes Thema auf jeden Fall, oder? Absolut, ja. Also ich habe es leider nicht geschafft, dem Klecksi zuverlässig Wechsel beizubringen. Also das Problem war halt bei ihm wirklich, dass er nicht elektrisch am Bein ist. Und dann ist es immer schwierig, so einen Wechsel auszulösen. Und über Stangen und so haben wir das ja auch geübt und das hat auch geklappt. Aber sobald die Stange weg war, war kein Impuls für ihn mehr da, irgendwie da diesen Wechsel auszulösen. Und ich habe es auch, also auch mit Zuckerbrot und Peitsche, ich habe es nicht hingekriegt. Wir haben es lange, lange, lange geübt, aber ich habe es leider nicht geschafft. Vielleicht würde ein Profi, würde das mit Sicherheit hinkriegen. Aber da habe ich dann gesagt, okay, also wenn er es partout nicht macht oder wenn ich es partout nicht hinkriege, ihm das beizubringen, dann soll das so sein. Dann geht er halt nur älteres so. Es ist auch okay. Ich hatte ja dann auch meinen Frieden damit gemacht. Und ich wollte auch nicht mehr länger daran rumprobieren und rumdoktern. Aber die neue Trainerin, die hat ganz große Ambitionen und ist ganz zuversichtlich, dass sie ihm das beibringen. Ich bin gespannt und ich würde es mir sehr wünschen, dass die neue Besitzerin das schafft mit ihm.

[32:11] Sehr coole Sache. Wir bleiben dran und können ja vielleicht auch im Podcast bei Gelegenheit das Thema nochmal so ein bisschen vertiefen. Finde ich auch total spannend. Und dann würde ich vorschlagen, den Themenwechselknopf habe ich schon gedrückt. Wir kommen zum letzten Thema unserer Sendung und ich freue mich ja wirklich sehr, auch weil es ein bisschen schwierig war, das auf die Beine zu stellen. Der Haflinger Weltrekord, die größte Quadrilität der Welt am Rande der Reit-Weltmeisterschaft in Aachen. Wir haben schon gratuliert. Unsere Lieblings-Europameisterin Nicole Weidner war ja auch da und hat sich das angeguckt und war so lieb. Ihre Eindrücke für uns in einer kleinen Folge, also wer nochmal nachhören will, da hatten wir schon drüber gesprochen und hatten die Eindrücke von Nicole Weidner in einer kleinen Folge, meine ich, drin. Und dann daraufhin hatte sich tatsächlich Teilnehmerin Annika Laubner aus Gütersloh bei uns gemeldet und hat einfach.

[33:16] Den kurzen Weg Instagram genutzt, eine Nachricht geschrieben und hat gesagt, hey, also wenn ihr nochmal vielleicht mit einer Teilnehmerin reden wollt, wenn ihr mal hören wollt aus erster Hand, wie es denn so war, ich würde es machen, ich würde gerne mit euch reden, sagt einfach Bescheid und das wiederum lassen wir uns dann ja nicht zweimal sagen. Und auf dem Wege, ich habe schon gesagt, Terminschwierigkeiten, auf dem Wege Sprachnachricht via WhatsApp, hat es dann endlich geklappt. Und wir haben Annika Laubner aus Gütersloh.

[33:50] Unter anderem gefragt, Annika, was waren denn so die Momente, die so im Nachhinein jetzt auch mit bisschen Abstand am meisten hängen geblieben sind? Ja, also wo ich mich am meisten daran erinnere, ist tatsächlich der Moment, wo wir auf diesen Hockeyplatz drauf reiten und wir kamen, für uns wurde extra die Straße gesperrt und dann kamen wir an so einer Hecke auf so einem Schotterweg entlang.

[34:15] Und direkt hinter der Hecke war auf einmal so Riesentrubel. Dann hieß es nur Stricke ab und direkt auftraben. Und dann warst du im Prinzip direkt von diesem Schotterplatz, von diesem Schotterweg runtergekommen, hinter der Hecke entlang auf diesen großen Platz. Und im ersten Moment war wirklich so, da standen einfach mal zigtausend Leute drumherum. Und du wusstest, die waren alle nur da wegen dir und wegen den anderen, weil wir hier versuchen, diesen Weltrekord zu halten. Annika Laubner, Teilnehmerin am Haflinger Weltrekord in Aachen. Was waren die größten Herausforderungen, um so eine Quadrillee mit so vielen Pferden auf die Beine zu stellen? Also die größte Herausforderung war im Vorfeld tatsächlich die ganze Orga, man musste ja echt immer, ja man muss dann alles denken. Also ich war am Anfang schon maximal verwirrt, als ich gehört habe, so, boah, es soll ein Camp stattfinden und jeder muss irgendwie seinen eigenen Pavillon mitbringen und jeder campt da irgendwie und wir kriegen so und so viel Platz und Fläche pro Pferd. Und da war ich dann am Anfang schon, dass ich gedacht habe, so, puh, klappt das überhaupt alles? Und ich wusste auch gar nicht, ob mein Pferd das alles mitmacht.

[35:27] Ja, und dann im Vorfeld wirklich an alles zu denken. Und die nächste größte Herausforderung war dann tatsächlich am ersten Trainingstag. Du kommst einfach mal auf diesen Abreiteplatz und da sind knapp 150 andere Pferde. Ich weiß nicht, wie viel wir an dem Tag wirklich waren zum Trainieren. Und es ist einfach mal riesenvoll, total geknubbelt. Klar, jeder versucht natürlich irgendwie sein Pferd zu lösen und das Beste da irgendwie rauszuholen. Und dann habe ich echt gedacht, okay, ausatmen, ruhig bleiben, nicht irgendwie Nervosität aufs Pferd übertragen, sondern einfach cool bleiben. Das waren auf jeden Fall zwei so Herausforderungen, wo ich es wirklich sagen muss. Da musste man wirklich, wie gesagt, im Vorfeld alles daran denken, dass man wirklich nichts vergisst, weil du bist halt einfach auch mal in Aachen so drei Stunden entfernt. Da kannst du halt nicht mal irgendwo so nach Hause und dir noch was holen.

[36:19] Und dann halt wirklich cool zu bleiben in der Menge der Pferde. Aber ich muss wirklich sagen, dass tatsächlich sowohl im Camp die Hilfsbereitschaft mega, mega gut und groß war. Es war wirklich, du hattest irgendwas vergessen. Du brauchst nur in die WhatsApp-Gruppe reinschreiben. Zack, hast du sofort Antworten bekommen. Hier, hol dir das an, was weiß ich, bei 33 ab, hol dir das bei 66 ab. Das war halt echt cool, muss ich wirklich sagen. und auch an dem Tag selber, wo wir da das erste Mal trainiert haben und da so viele Leute waren. Es waren zwar viele Pferde, aber trotzdem verhältnismäßig wirklich alles ruhig. Also es war jetzt nicht irgendwie, dass da wer weiß, wie viele Pferde aus dem Ruder geschlagen sind, auch im Camp nicht. Also das war wirklich richtig gut. Und Jenny, dann gab es ja eine Frage, da haben wir uns auch immer gefragt, was steckt da dahinter? Stichwort Teilnehmerzahl. Da kursierten immer verschiedene Zahlen. Genau, ja.

[37:26] Von, hilf mir noch mal ganz kurz, Friesen, ne? Genau, und das waren, glaube ich, 132, wenn ich mich richtig entsinne. Exakt. Und was ich ja sehr cool finde, Annika hat, glaube ich, das Rätsel für uns gelöst. Wie viele Hafis in Aachen waren es denn nun eigentlich? Wie viele Pferde wir genau waren, das kann ich gar nicht so genau sagen. Auf dem Pferd selber kannst du ja gar nicht alle durchzählen, das funktioniert ja überhaupt gar nicht. Du bist ja auch mit anderen Dingen beschäftigt.

[37:54] Aber am Tag, als wir in Aachen waren, war auf jeden Fall von 158 Pferden die Rede. Wir sind den Weltrekord ja nicht in Aachen geritten, sondern sind in den Tag davor ja in Bosla auf dem Hof Meier geritten in Linnig. Einfach aus dem Grunde, weil ganz klar gesagt wurde, die Pferde kennen den Platz schon und das nimmt uns und den Pferden einfach auch wahnsinnig viel Druck raus. Und an dem Tag hieß es, es werden 152 Pferde. Und es wurden dann ja ein paar Pferde nicht gezählt, weil beim quadrilieren Reiten ist es ja schon auch so. Also klar ging es einerseits um die Anzahl der Pferde, aber andererseits halt schon auch um die Harmonie. Und dass Pferde halt jetzt nicht, im wahrsten Sinne des Wortes, besonders viel aus der Reihe tanzen. Und das war halt bei ein, zwei, drei Pferden aber der Fall. Das sind auch so Momente, wo zum Beispiel Schritt gefordert wird, aber das Pferd trabt halt permanent. Also einmal kurz antraben ist jetzt nicht das Problem, aber wenn halt einer die ganze Zeit da so am Rumzackeln ist oder es wird getrabt und das Pferd galoppiert längenmäßig doch etwas mehr als ursprünglich gewünscht. Auch ein kleiner Angaloppierer ist nicht schlimm. Also so wurde uns das erklärt und die Pferde, die wurden dann halt in dem Fall auch nicht gewertet. Jenny, ich würde sagen, also nach allem, was Annika jetzt so erzählt hat.

[39:11] Mein Impuls wäre, Rätsel gelöst, oder? Auf jeden Fall. Das erklärt diese Differenz, dass man sagt, okay, es waren irgendwie hundertpaaren 50 da, aber die Hampelmänner. Genau, die muss man abziehen. Alles klar, dann sind es nur noch 147. Exakt. Und also macht Sinn. Und damit wäre, glaube ich, auch das geklärt, woher diese verschiedenen Zahlen kamen, die so im Netz kursiert sind. Wir bedanken uns wirklich ganz herzlich bei Annika Laubner, dass sie trotz sehr viel Stress, trotz Notfall in ihrem Stall und so weiter, dass sie uns die Sprachnachricht geschickt hat und nochmal so ein bisschen erzählt hat vom Weltrekord in Aachen. Und Jenny, ich hoffe ja, dass Annika das vielleicht, oder ich gehe mal schwer davon aus, dass sie jetzt auch die Sendung hört. Ich habe ja mal gelupscht auf der Homepage vom Reiterhof Laubner in Gütersloh. Und auch in dem Instagram-Profil, da gibt es so als Untertitel.

[40:14] Also was so die Angebote angeht, es gibt ganz viele Angebote da, aber unter anderem wird dort angeboten, Reiterunterricht für Erwachsene. Also ganz gezielt sozusagen werden da auch Ü60 Leute angesprochen nach dem Motto, auch hier die Oldtimer, so wie ich zum Beispiel, könnten da das Reiten anfangen. Ja, könntest du nochmal reiten lernen. Also das wäre da möglich bei Annika. Also finde ich auch ein interessantes Konzept. So, weil so Reitschulen, ich bringe das ja immer in Verbindung mit den Youngs dann, weißt du? Und das also quasi da ganz gezielt das Angebot ist, Reitunterricht für Erwachsene, fand ich schon irgendwie, fand ich schon cool.

[41:02] Ja, gute Sache. Wir bedanken uns fürs Zuhören. Das war Folge 475 des Pferdepodcasts. Hat viel Spaß gemacht, war viel drin. Danke fürs Zuhören. Aber eins muss ich ja noch sagen, das heißt ja jetzt eigentlich, dass alle den Weltrekord geschafft haben, außer die Hampelmänner. Dann waren sie dabei, aber haben den Weltrekord nicht geschafft. Das ist ja irgendwie auch doof. Ich weiß gar nicht, ob es dann da so eine… Haben sie dann keine Medaille gekriegt? Ja, so wie bei den Bundesjugendspielen. Wie ist es denn noch? Also da gibt es Ehrenurkunden gab es doch immer und Siegerurkunden. Und Siegerurkunden und nichts. Und ich hatte immer nichts.

[41:43] Es gab auch nichts? Echt jetzt? Ja. War das so hart? Ja. Das war mir total unsportlich. Ich konnte nicht hochspringen. Ich konnte nicht schnell laufen. Ich konnte auch nicht weit springen und auch nicht kugelstoßen. Ich konnte bloß reiten, sonst nichts. Und Reiten gab es halt dummerweise nicht. Naja, genau, das gab es halt nicht. Reiten gab es nicht. Genau, also das, ich weiß gar nicht. Also wie sagen… Jedenfalls, ja, aber jedenfalls wahrscheinlich haben die Hampelmänner den Weltrekord nicht geschafft. Also wenn die rausgerechnet wurden, dann ist das so. Dann haben nur die anderen den Weltrekord geschafft. Aber jetzt sei doch nicht so hart. Aber das ist doch so. Wettkampf ist Wettkampf. Das hat doch mit Hartnicks zu tun. Aber die Hampelmänner, die da raus, also die nicht in der Quartilie waren, die haben den Weltrekord nicht geschafft. Aber das ist doch so. Also ich hätte jetzt gesagt, die, die es geschafft haben, kriegen eher eine Urkunde und die Hampelmänner kriegen immerhin noch eine Siegerurkunde. So, weißt du? Na ja, Allahopp dann. Danke fürs Zuhören. Tschüss.


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