
Zu Beginn der Folge geht es noch einmal um Klex, dessen überraschende Rückkehr viele Hörer bewegt hat. Nach dem gesundheitlichen Drama und der Rückgabe durch die Käufer gibt Jenny nun Entwarnung: Klex zeigt aktuell keinerlei Symptome mehr, ist fit, motiviert und sogar wieder unter dem Sattel. Eine Entwicklung, die nicht nur die beiden Hosts erleichtert, sondern auch die Community sichtbar aufatmen lässt.
Maßsattel oder von der Stange? Ein Zwischenfazit
Überhaupt zeigt sich einmal mehr, wie eng die Verbindung zwischen Podcast und Hörern ist. Zahlreiche Nachrichten spiegeln Mitgefühl, Verständnis – aber auch Nachdenklichkeit wider. Besonders die Frage, wie schnell manche Pferde „nicht mehr funktionieren“ und dann abgegeben werden, sorgt für Gesprächsstoff. Jenny macht klar: Für sie ist ein Pferd ein Familienmitglied, kein Sportgerät. Eine Haltung, die nicht selbstverständlich ist, aber umso mehr beeindruckt.
Sportlich wird es ebenfalls: Mit Nesthäkchen Benny wagt Jenny den nächsten Schritt und startet auf einem Turnier. Die Ausgangslage ist bekannt – viel Talent trifft auf noch mehr Nervosität. Und genau so läuft es auch: eine spannende, teilweise chaotische, aber dennoch lehrreiche Prüfung. Zwischen Anspannung, kleinen Durchbrüchen und ganz viel Geduld zeigt sich, welches Potenzial in dem jungen Pferd steckt. Für Jenny ist klar: Die Routine muss kommen – und dafür heißt es jetzt vor allem eins: machen.
Abgerundet wird die Folge durch eine praxisnahe Hörerfrage zum Thema Maßsattel. Jennys Fazit nach einem Jahr Nutzung: eine Investition, die sich gelohnt hat – zumindest im Fall von Benny. Doch auch hier gilt: Jedes Pferd ist individuell, und trotz aller Erfahrung bleibt ein Restrisiko. Oder, wie Jenny es selbst sagt: Ein bisschen Glück gehört immer dazu.
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Hier geht’s zum vollständigen Transkript:
[0:00] Jenny, nach einer ellenlangen Urlaubsphase. Echt so?
[0:04] Sind wir? Sehr lang. Es waren ein paar Tage. Eine Woche. Eine Woche, genau. Und wir haben diese Woche genutzt, um wirklich eine ganze Reihe Pferde-Podcast-Folgen, wie in alten Zeiten, vis-à-vis, gemeinsam im improvisierten Podcast-Studio mit unserem herumtapernden Hund und allem, so wie man das so wirklich kennt, also so Pferde-Podcast-Original-mäßig aufzuzeichnen. Jetzt ist es hier wieder die Zwei-Städte-Lösung sozusagen. Hier ist die Hauptstadt, hier ist Berlin und du bist im Schwarzwald. Ich bin wieder in meinem beschaulichen Berlin und in meinem sonnigen Berlin. Ja, schönes Wetter haben wir hier auch. Okay, also heute ist so gefühlt so der erste richtige, ich habe heute ein Spaghetti-Eis gegessen.
[0:53] Ein großes. Aufpassen, dass du nicht zu dick wirst, Baby. Ja, absolut. Und das war so ein hippes Spaghetti-Eis, wo man den Becher und den Löffel aufessen konnte. Und ich habe es erst später gerallert, weil ich es bei den Kollegen gesehen habe. Da kannst du mal sehen. Und da hast du es aus dem Papierkorb gefischt und hast gegessen. Nee, fast. Also fast wäre es so gewesen, aber ich will ja jetzt auch keine Pointen erschummeln, die gar nicht stimmen. Jenny, Hafer- und Bananen-Blues-Folge, was haben wir denn? 437, glaube ich. Keine Ahnung. Das ist der Hafer- und Bananen-Blues. Das ist das, was jedes Pferd haben muss.
[1:33] Was haben wir drin in der Sendung? Wir haben ja Hörers geschockt tatsächlich mit unserer kleinen Sonderfolge. Die Hörers. Ja, und auch uns selber nach dem Wochenende. Klecks ist wieder da. Und wir wollen das Thema jetzt nicht tot reiten, aber es hat doch so ein paar Zuschriften gegeben. Also man spürt wirklich, dass unsere Hörer, also dass es nicht nur uns, sondern auch unsere Hörers bewegt hat. Und es gab zum Teil sehr niedliche Zuschriften, sehr empathische Zuschriften. Und ich würde mal versuchen, so ein, zwei vielleicht mal hier zum Besten zu geben. Und du könntest ja vielleicht nochmal, weil das war ja auch so ein Ding, was hängen geblieben ist.
[2:21] Klecks ist ja zurückgegeben worden zu uns, weil er erkrankt war. Und deshalb ist, glaube ich, eine ganz wichtige Frage. Wie geht es ihm denn eigentlich aktuell? Wie hat ihm der Rücktransport in den Schwarzwald, wie ist ihm das alles bekommen? Wie ist es ihm ergangen? Was ist aus dem gesundheitlichen Bronchitis-Rückfall da geworden? Dazu würden wir nochmal so ein Update geben. Und dann haben wir ja versprochen, und eigentlich war das unser Plan schon für die kleine Folge gewesen, Du warst beim Turnier mit Nesthäkchen Benni. Du hast dich mal wieder in die Höhle der Löwen getraut, sozusagen. Und natürlich will man wissen, wie ist es denn so gelaufen? Alles gut? Hat er am Rad gedreht? Habt ihr euch blamiert? War es akzeptabel? Was ist dabei rausgekommen? Welche Erkenntnisse nimmst du mit nach Hause? Und es gibt noch eine höhere Frage zum Thema Benni und Maßsattel. Und ich habe gedacht, wenn wir eh gerade beim Thema Benni sind, kannst du da bestimmt auch noch was dazu sagen. Das würde ich mal, das hätte ich so auf meiner Agenda. Ich weiß ja nicht, was du noch hast.
[3:32] So. Nix, reicht doch auch, oder? Reicht auch, ja, ja, ja, alles gut. Dann spielt jetzt unseren Orchestermusiker Money die Pferdepodcast-Hymne. Und dann geht’s los mit dem Flitzpiepen-Podcast, der Pferdepodcast, Folge 437. Musik Musik Musik Musik Musik.
[4:14] Ja, Jenny, dann legen wir doch mal los. Ich glaube, das Allerwichtigste ist ja immer die Frage, Also so getreu dem Motto, Hauptsache Alessio geht’s gut. Das war doch mal so ein geflügeltes Wort zum Sohn von Pietro Lombardi. War das nicht so? Genau, als die beiden sich getrennt haben. Und dann haben immer die beiden gesagt, Hauptsache Alessio geht’s gut. Und das ist irgendwie so kultig geworden. Genau. Und bei uns ist ja das geflügelte Wort, Hauptsache Klecks geht’s gut. Also hoffentlich normalisiert sich das alles auch irgendwann mal wieder, dass er halt einfach so mit drum dusselt da bei uns und alles wieder so ein bisschen Normalität einkehrt.
[4:57] Diese ganz spektakuläre Rolle rückwärts, wir haben das ja alles in der kleinen Folge erzählt. Nur vielleicht nochmal kurz das Update, wie hat es sich denn entwickelt jetzt so in den letzten Tagen? Die Sache mit seiner Bronchitis von Atemnot war ja die Rede. Und das war ja sozusagen so mit der Grund, warum die neuen Besitzer gesagt haben, nein, wir können das irgendwie nicht, das Pferd ist todsterbenskrank und er muss leider wieder zurück. Wie geht es ihm denn so? Also Klexi geht es, wie soll ich sagen, super. Also ich habe ihn glaube ich heute, wir zeichnen Mittwoch auf, muss man sagen. Ich habe ihn glaube ich in den Tagen, seit er wieder da ist, das kann ich an einer Hand abzählen, wie oft ich ihn habe husten hören. Ich bin ihn heute sogar geritten, bin getraht, bin galoppiert, also ganz normal geritten und er hat nicht gehustet beim Reiten, also gar nicht, weder beim Traben noch beim Galoppieren. Er hat keinen Rotz aus der Nase, er hat keine Bauchatmung, also das Pferd ist augenscheinlich einfach okay. Also ich kann nichts anderes sagen, vielleicht stimmt es ja wirklich, es gab ja so die ein oder andere Stimme, die gesagt hat, ja, also der war nur krank, weil er getrennt war von seinem Zuhause und.
[6:18] Jetzt ist er wieder zu Hause und jetzt ist er wieder gesund. Also ich glaube ja nicht an sowas. Also ich glaube schon, dass der vielleicht ein Problem hatte mit der neuen Umgebung und das Immunsystem war runtergefahren und dass der dann halt wirklich gehustet hat und auch Schleim auf der Lunge hatte. Aber also der hat sich ja wirklich, wenn dann wirklich in Windeseile erholt, genauso schnell erholt, wie er krank geworden ist. Und ja, das nimmt man doch gerne. Also dem geht es wirklich gut. Und ich reite den jetzt auch wieder und bewege den ganz normal. Also wenn der rumsteht, hat der nur Flausen im Kopf und ich habe ihn jetzt die ersten Tage nur so ganz moderat bewegt. Und heute Morgen dachte ich so, komm, ich setze mich jetzt mal drauf und gucke einfach mal, was passiert und wie viel ich reiten kann. Und siehe da, ging relativ gut. Mhm. Das ist ja schön. Du hast auch keine Sorge, dass du irgendwie, keine Ahnung, Knick in der Optik irgendwas verkennst oder so. Also man ist ja schon so ein bisschen irritiert, aber da hast du, glaube ich, einfach auch genug Erfahrung, um beurteilen zu können, ist der jetzt sozusagen gesundheitlich okay? Du sagst, augenscheinlich hat er kein ernsthaftes gesundheitliches Problem und wenn er nicht hustet, wenn er nicht irgendwie diese Bauchatmung, ist ja immer so ein Zeichen dafür, dann ziehen die so den Bauch ein und das ist ein Zeichen dafür.
[7:42] Dass die Bauchmuskeln mit benutzen, um Luft zu kriegen. Das hatte er ja tatsächlich, als er diese Bronchitis auch bei dir hatte. Also da konnte man, da hast du mir das sogar auch mal gezeigt und du hast mir verboten, dass ich das Video poste, weil sowas zeigt man nicht. Okay, aber… Ich habe ein Video gemacht, wie es jetzt ist. Das kann man gerne posten. Man sieht halt nichts. Und atmen muss das Pferd ja. Also so ein bisschen. Natürlich sieht man, wie der Bauch sich ein bisschen bewegt. Ja, ja, klar. Aber ansonsten, ich habe das auch Nadine geschickt und habe gesagt, guck mal, sehe ich das jetzt nur nicht? Oder siehst du was? Und also ich habe es zwei oder drei Freundinnen gezeigt. Die haben alle gesagt, also das ist keine Bauchatmung. Auf gar keinen Fall. Und da war ich dann auch beruhigt. Und ja, deshalb, also augenscheinlich geht es dem Pferd gut und der ist fit. Genau, und du merkst es ja auch beim Reiten oder du würdest es merken, wenn er dann irgendwie, keine Ahnung, nach fünf Minuten nicht mehr kann oder so. Von daher, und also wir müssen jetzt auch nicht krank reden, ist doch gut, wenn sich das zumindest mal jetzt nicht als so ein Problem rausstellt, von dem man so sagt, huiuiui, ist er dann doch irgendwie schlimmer als gedacht. Genau, aber dafür hätte ich auch einen Plan gehabt, wenn es schlimmer gewesen wäre. Aber so ist es natürlich viel besser und wir warten einfach nochmal ein paar Tage ab und gucken, wie sich das entwickelt und wenn der wirklich so stabil bleibt, dann kann man da glaube ich auch Entwarnung geben.
[9:08] Sehr gut. Dann vielen Dank an alle Hörerinnen und Hörer, die uns im Zusammenhang mit Klecks geschrieben haben.
[9:17] Jetzt gibt es eine Zuschrift, dazu muss ich was erklären. Die habe ich nämlich tatsächlich, als sie bei uns eintraf, ich habe sie nicht gesehen, erst weil sie über den Facebook Messenger kam. Und ich habe sie erst im Nachhinein gelesen, also nachdem Klecks schon wieder bei uns war. Die erste Zuschrift von Stefanie kam aber, sie hat nämlich zweimal geschrieben in dem Zusammenhang, kam aber, als er gerade weg war und sie war so ein bisschen geschockt und es ist jetzt herrlich nachzulesen, was sozusagen die Empfindungen… Von Stefanie zu diesem Klecks Thema waren. Sie schreibt, hallo ihr zwei, ich höre euch schon ein paar Jahre regelmäßig. Die Folgeabschied von Klecks hat mich kalt erwischt und ein bisschen geschockt zurückgelassen. Nach einigen Tagen nun aber ist mir klar geworden, dass auch ich nicht mein tolles Pferd hätte, wenn seine Vorbesitzerinnen nicht ähnlich mutige, aber auch schmerzhafte Entscheidungen gefällt hätten.
[10:18] Interessanterweise hat mein Mann kein Verständnis für den Kauf eines Familienmitgliedes. Zwinker-Smiley. Also Stefanies Mann ist ja mal, also mit dem bin ich immer sehr auf einer Wellenlänge.
[10:32] Klecks Geschichten waren für mich auch immer am interessantesten, da ich im Freizeit-Westernreiten unterwegs bin und mit dem Dressur-Viereck nicht zu viel anfangen kann. Aber ich hoffe, wir hören über euch ab und an von ihm. Jenny, dir wünsche ich ganz viele glückliche Berichte und Fotos von ihm, die dir zeigen, es war richtig. Liebe Grüße von Stefanie aus Sachsen. Das war quasi, als er gerade weg war. Sie hat dann noch geschrieben, ob das Ende des Podcasts droht, wenn Jenny jetzt mit ACDC in die nächste Klasse reitet. Und wie geht es eurem Pferderentner? Also das können wir vielleicht noch mal in einem abgetrennten Verfahren beantworten. Also ich habe ja auch schon mal geschrieben, es droht kein schnelles Ende des Pferdepodcasts auf jeden Fall. Genau, noch starte ich nicht in der nächsten Klasse. Da sind wir auch noch ein bisschen weg von. Es ist ja auch noch ein bisschen entfernt. Und jetzt also sehr lustig. Ich hatte das, wie gesagt, erst übersehen und deshalb auch erst verspätet geantwortet. Aber sie hat dann, nachdem sie die Klecks ist wieder da Folge gehört hat, nochmal geschrieben. Und das ging dann ganz schnell. Und ich musste wirklich sehr schmunzeln. Sie hat nämlich geschrieben Nachtrag, Doppelpunkt, Ich freue mich so, dass er wieder da ist. Ausrufezeichen. Ich hoffe, ich hoffe, das ist in Ordnung.
[11:57] Na klar, wir freuen uns ja auch, dass er wieder da ist. Genau, es ist sowas von in Ordnung und es ist wirklich sehr zum Schmunzeln. Ich habe, warte mal, es gab noch eine gewisse Svena. Könnte das sein, dass die mir näher ist, als ich denke? Mehr, als ich dir bin. Ja, Sveena, das könnte ich. Also wie viele Sveena gibt es, die wir so kennen? Ich kenne nur eine. Sie hat jedenfalls geschrieben, alles Gute für Klecks, dass er schnell wieder gesund wird. Die Käufer hatten wahrscheinlich noch nicht die emotionale Bindung zu ihm, um Geduld zu haben. Die neue Zukunftsperspektive ist für ihn jetzt aber doch auch toll. Und last but not least… Nina hat noch geschrieben, hallo ihr zwei, ich möchte mich mal zum Thema Klexi äußern. Es freut mich ehrlich gesagt, dass der Bub wieder bei euch ist. Mich überrascht es allerdings nicht, dass die neuen Besitzer so schnell aufgegeben haben. Ich mache immer wieder die Erfahrung, dass, wenn das Tier nicht in Anführungszeichen funktioniert, viele nicht die Zeit und Lust haben, da geduldiger zu sein. Ich arbeite als TFA und Tierheilpraktikerin und bin da echt manchmal traurig, was man in der Hinsicht erlebt. Ich finde Jennys Plan für Klecks super. Liebe Grüße, Nina. Es gab noch mehr, aber ich will jetzt auch nicht hier, du weißt schon, hier so monologisieren, aber toll, oder?
[13:26] Super, super, genau. Aber eins noch so zu Nina, ich stelle das so in der letzten Zeit auch vermehrt fest, dass es wirklich einige Pferdebesitzer gibt, die nicht die Geduld haben einem Pferd, wenn es mal nicht so ganz auf der Höhe ist und nicht funktioniert. Und dass dann die Geduld, mit dem Pferd zu arbeiten, beziehungsweise das zu schonen oder wie auch immer sich darum zu kümmern, dass es wieder fit wird, dass diese Geduld wirklich sehr begrenzt ist. Das habe ich wirklich so mit Erschrecken auch so in meinem Umfeld gesehen und da war ich dann schon so ein bisschen enttäuscht, dass das Pferd oder das Tier nicht an erster Stelle steht und das nicht an erster Stelle steht. Der muss gesund werden, egal wie. Und dafür tun wir auch alles. Also diese Bereitschaft ist gar nicht so da, wie ich das so gedacht hätte. Und ich glaube, wir ticken da vielleicht auch noch ein bisschen anders. Also für mich wäre das keine Option zu sagen, das Pferd geht zurück, weil der jetzt ein Zipperlein hat. Also für mich wäre das schon das Familienmitglied und dann würde ich das auch nicht mehr hergeben wollen.
[14:39] Ja, ja. Also, ja, tatsächlich. Genau. Und ich sage mal so, also dieses Wort, was Nina jetzt gebraucht hat mit das Pferd in Anführungszeichen funktioniert nicht. Also so ist es dann so ein bisschen. Also dieses, das hat zu funktionieren als das, was es soll. Also man kann darauf reiten und wenn man das nicht kann, dann ist der Geduldsfaden auf einmal sozusagen ganz kurz. Das ist irgendwie schon, ja, also.
[15:05] Traurig finde ich. Und es ist halt wirklich problematisch, muss man echt sagen. Ja, das stimmt schon. Aber zum Glück gibt es ja auch Pferdebesitzer, wie wir welche sind. Oder einige meiner Freundinnen sind auch solche Pferdebesitzer. Mittlerweile, ich habe ja eine Freundin, die fing mal an mit einem Pferd und hat sich noch ein tolles Dressurpferd gekauft, das dann, ich glaube, nach zwei Wochen oder so sich völlig zerstört hat. Und das ist jetzt einige Jahre her und dieses Pferd kam nie richtig ins Laufen. Ich glaube, die hat niemals einen Monat am Stück auf ihrem Pferd gesessen. Und jetzt ist der zehn oder elf. Und jetzt hat sie ihn in seine wohlverdiente Rente geschickt, also wirklich noch jung. Und da ziehe ich wirklich den Hut, wenn man das so durchzieht und sagt dann, nix, das Pferd wird jetzt noch bei mir alt, das geht auf eine Rentnerkoppel, das hat es gut. Ich kann es nicht mehr reiten, macht aber nichts. Das ist mein Pferd und es gehört zur Familie. Ja, wobei die Freundin hat es aber natürlich auch ganz dicke, also kohlemäßig. Also nicht Späßchen, das ist wirklich ein Insider. Ja, weil, also das kommt ja dann noch dazu, dass sie jetzt eigentlich keine Person ist, die, also ich weiß ja nicht, vielleicht hat sie noch irgendwie, keine Ahnung, irgendeine Erboma getötet oder so. Aber also ich glaube, sie schwimmt jetzt eigentlich per se erstmal nicht im Geld. Nein, ganz normal.
[16:25] Umso bemerkenswerter ist das tatsächlich, genau. Gut, dann drücken wir mal, ich habe jetzt den Klimperkasten wieder, den Themenwechselknopf und würden vielleicht mal tatsächlich auch über das reden, worüber wir eigentlich schon viel früher gerne auch geredet hätten. Ist jetzt schon ein paar Tage her, aber es ist ja am Ende des Tages dann auch wurscht, ob man jetzt ein bisschen früher oder ein bisschen später darüber spricht. Das geht ja so generell um die Sache Nestekien-Benni, Turnierstarts. Das war immer deshalb problematisch, weil du sagst auch zu Hause, der kann schon viel und eigentlich würde man das gerne vorzeigen, aber er dreht so am Rad, wenn er in einer fremden Umgebung ist und man bekommt ihn dann gar nicht so schnell erledigt, Und geerdet sozusagen, wie das bei einem Turnier nötig wäre, weil die können ja auch nicht ewig auf einen warten, so nach dem Motto, okay, jetzt sind die Nerven beruhigt, jetzt könnten wir mal zeigen, was wir können. Das muss dann ja irgendwie schnackeln und das ist nicht so ganz einfach. Ach, du hast dich getraut am vergangenen Wochenende mit Benni, Dressurpferde A, richtig? Genau, ja.
[17:39] Und ja, wie war es? Also du hast, wie soll ich jetzt sagen, wenn ich hier, also Blitzkrieg ist ein blödes Wort, aber es war so ein bisschen, es war ein bisschen so. Zur Zeit ist das tatsächlich ein blödes Wort. Du hast also quasi dich komplett gesattelt und vorbereitet und du bist ja quasi mit Helm schon ins Auto gestiegen und das Pferd hatte den Sattel auch schon drauf, oder? Und alles, also es war alles fertig. Also es war ja nicht weit. Das war ja das Feine-Leute-Turnier bei uns um die Ecke. Und ich habe tatsächlich Benni zu Hause schon komplett fertig gemacht, gesattelt, getrenzt, halfte über die Trense, habe ihm sein Equine 74 noch reingehauen, das so ein bisschen den Magen beruhigt, dass diese ganze Aufregung ihm nicht so auf den Magen geht. Und habe mich angezogen, Stiefel, alles komplett, Jackett, Helm, Handschuhe. Und so bin ich ins Auto gestiegen. Es waren ja nur fünf Minuten zu fahren.
[18:36] Und dann wirklich auf dem Turnier angekommen, Klappe aufmachen, Pferd ausladen, sofort drauf. Weil wenn ich anfange, den rumzuführen und dem Zeitlasse, diese ganzen Eindrücke bei ihm ankommen zu lassen, dann kann ich den nicht mehr händeln. Also dann wird der so groß, dass ich daneben dran wirklich mini klein werde und dann kann ich dieses Pferd nicht mehr händeln. Deswegen musste ich so schnell wie möglich aufsteigen. Das habe ich dann auch gemacht und bin dann auch in die, man durfte sogar schon in die Prüfungshalle Schritt reiten. Und da bin ich dann als erstes in die Prüfungshalle, bin mit den anderen Pferden noch so ein bisschen Schritt geritten. Da war er aber schon sehr, also sehr aufgeregt. Er war wirklich so, er hat sich alles genau angeguckt und dann stellt er sich ja ganz da oben hin. Und man, er wird wirklich fest wie Beton, auch wenn man drauf sitzt, wo ich dann schon so lachen musste und gedacht habe, oh Gott, wie wird das denn?
[19:29] Und wir sind aber dann in dieser Prüfungshalle, durften wir so fünf Minuten noch rumreiten. Da bin ich da so ein bisschen im Schritt rumgeritten und bin dann in die Abreiterhalle. Und also es war am Anfang schon relativ schwierig, ihn überhaupt so ein bisschen runterzukriegen. Also das war auch schon, das war im Schritt war das schon eine Vollkatastrophe in dieser Abreiterhalle. Einige Pferde mit dabei, das hat ihn völlig aus dem Konzept gebracht. Also er war wirklich so, er hatte sofort wieder Durchfall und oh Gott, es regt mich so auf und ich kann das hier alles nicht. Also er war wirklich drüber und durch. Und ich habe dann einfach nur gedacht, okay, komm, vorne gibt es Geld, jetzt bewegt dich mal, dass so ein bisschen die Spannung rausgeht. Und dann bin ich auch….
[20:12] Und galoppiert und habe ihn einfach mal so ein bisschen nach vorne geschickt. Das hat ganz gut geholfen. Also nicht so viel, dass er losgelassen hat, aber so viel, dass er nicht mehr ganz so spannig war. Das waren ja nur zwei Pferde vor mir abreiten. Ich kann ihn ja nicht so, ich kann ja nicht abkochen, dann ist er ja müde und dann kommt ja gar nichts mehr. Das wollte ich auch nicht. Ich wollte so zehn Minuten locker traben, galoppieren und dann reinreiten. Und so war das dann auch. Ich habe gewartet, bis die vor mir draußen war aus der Halle, weil wenn ich zusammen mit der reingehe und sie geht dann raus, dann verliert er wieder komplett die Nerven. Und dann hat das alles sich so ein bisschen gezogen, bis ich dann drin war. Und dann wollte er auch schon nicht zu den Richtern. Also er hat auch da schon, oh Gott, da kann ich nicht hin. Das ist ganz, ganz schrecklich.
[21:00] Aber die Richter waren dann… Ja, ganz gnädig. Komm reit hier nochmal vorne vorbei. Das haben sie schon gemacht. Das fand ich eigentlich auch ganz nett. Also man hatte nicht das Gefühl, also die haben schon gewusst, Jungpferdeprüfungen, die wollten nett sein. Aber ich sage mal so, man hätte sich gewünscht, noch ein bisschen mehr Zeit zu haben. Man hat aber gleichzeitig auch Verständnis dafür, dass die natürlich jetzt das nicht zu exzessiv machen können mit dem Zeitgewehren. Es war so ein Mittelding, also die wollten schon, oder meinst du, man hätte noch ein bisschen? Bei sieben Startern in der Prüfung hätte ich mir ein bisschen mehr Zeit gewünscht. Also niemand stand da hinten dran mit Zeitdruck, wir müssen durchkommen mit der Prüfung. Da hätte ich mir einfach noch so eine Minute oder so, hätte ich mir noch gewünscht. Die haben relativ schnell geklingelt. Ich war noch keine Minute in der Halle, also vielleicht eine halbe Minute. Ich bin da zweimal um den Zickel getrabt. Also das war nicht so besonders lange. So, jetzt haben wir das scheiß Pferdemafia wieder da hier.
[22:00] Ja, ich hätte mir einfach ein bisschen mehr Zeit gewünscht, dass man noch einmal galoppieren könnte. Und bei den Jungpferden, also da wünsche ich mir bei den Richtern einfach noch so ein kleines bisschen mehr. Ja, gebt mal noch eine Minute und lasst mal den jungen Pferden sich das alles in Ruhe angucken. Sie müssen es natürlich gerecht machen, für jeden gleich, ganz klar. Aber sie hätten es auch bei jedem machen können, weil wie gesagt, es waren nur sieben Starter. Es war kein Zeitdruck. Wir hatten alle Zeit der Welt. Und andere hatten das Problem auch. Also das muss man schon sagen. Das weiß ich nicht, habe ich nicht gesehen. Ich stand ja an der Bande und das war schon so, dass auch andere da Schwierigkeiten hatten, da vorbeizugehen und so. Egal, also das stimmt schon. Also man hätte, glaube ich, also alle hätten, glaube ich, hätten es jetzt nicht beschwert, ein bisschen mehr Zeit zu haben.
[22:50] Also jedenfalls gingen ja relativ schnell die Klingel und das Einreiten war schon, ich habe so ein bisschen… Bisschen geschummelt, weil das mit dem Halten bei X, das kann er halt einfach noch nicht. Also und ich habe dann wirklich nur X, das Halten angedeutet, sofort gegrüßt und weitergeritten. Also dass er einfach ein bisschen runterkommt. Aber also wir werden ja auch so ein paar Videoausschnitte werden wir ja auch zeigen. Also auch Ausschnitte, wo er sehr angespannt war. Aber er hatte auch tolle Momente, wo man so ahnen kann, wo es hingehen kann. Er hatte wirklich so einzelne paar Sekunden, wo er mal so durchgeatmet hat und wo er gedacht hat, ich könnte mich ja jetzt entspannen. Oh nee, kann ich doch nicht. Also das waren immer so Momente, wo ich dann so ein tolles Gefühl auch auf ihm hatte, wo ich ihn kurz vor mir hatte und wo ich gedacht habe, jetzt kriege ich ihn, jetzt lässt er los. Und dann war wieder irgendwo ein Geräusch, irgendjemand hat sich bewegt und dann war das wieder vorbei. Also es war insgesamt, war es eine sehr, sehr spannige Vorstellung mit ein paar wirklich tollen Momenten, aber das war natürlich, also wir konnten die Hufschlagfiguren nicht reiten, weil er nicht auf dem Hufschlag geblieben ist, weil er es dann einmal falsch angaloppiert und dann war er so durch den Wind, was soll ich galoppieren, das kann ich jetzt überhaupt nicht.
[24:08] Also das bringt ihn dann sofort aus dem Konzept, wenn irgendwas nicht so klappt und ich einmal sage, komm, mach das jetzt und ein kleines bisschen mehr Druck mache, dann ist er sofort nervös oder noch nervöser und dann sagt er schon so, ich gebe mir Mühe, aber ich kriege es gerade nicht hin. Es war auch okay. Und wir haben dann auch am Ende der Prüfung Zügel aus der Hand kauen lassen. Hätte ich noch so ein kleines bisschen mehr Dehnung mir gewünscht, aber er hat es für seine Verhältnisse und für diese Vorstellung hat er das super toll gemacht, wo ich da auch gedacht habe, jetzt könnte ich reiten. Da war es dann auch wirklich so der Moment, wo er dann mal so ein bisschen ausgeatmet hat und mal so überhaupt mal geatmet hat. Man hatte so das Gefühl, dass er während der ganzen Prüfung nicht geatmet hat.
[24:52] Aber es war alles in allem, war er brav. Also er hat sich durchreiten lassen und das war ja das Ziel. Also wir hatten wirklich ausnahmsweise mal nicht den Gedanken, oh, wir könnten das gewinnen. Ich wusste, dass wir das auf gar keinen Fall gewinnen, weil ich weiß, wie er sich benimmt. Aber ich wollte da, ich wollte reiten. Ich wollte so ein bisschen diese Routine mal beginnen. Und ich bin auch im Nachhinein, bin ich super froh, dass ich gefahren bin, weil je länger man das nicht macht, umso mehr wird dieses Gefühl, oh Gott, ich traue mich nicht, größer. Und jetzt habe ich es gemacht und ich habe gesehen, es geht. Ich kriege ihn auch gehendet auf dem Turnier. Wenn ich die Dinge so und so und so mache, dann funktioniert das. Und wir müssen einfach los. Also wir müssen einfach fahren. Der braucht Erfahrung. Ich glaube, nächstes Jahr lache ich darüber.
[25:42] Und wenn ich in dieser Saison einfach mit ihm losfahre und Turnier reite, was geht, dann glaube ich, dass der sich da dran gewöhnt. Und wie gesagt, diese Momente, die er hatte, ich habe mir das dann auf dem Video angeguckt und dachte so, ja, also da hat man wirklich so eine Idee davon, wo das mal hingeht mit dem Pferd. Und das wird, glaube ich, ganz, ganz großartig, wenn der seine Nerven im Griff hat.
[26:05] Cool, also es ist eindeutig sozusagen ein Aufwärtstrend, das sind Fortschritte erkennbar und ihr habt aber da jetzt nicht, also ich weiß nicht, kannst du noch die Note, es war eine 6, irgendwie was, 6,3 oder so? Nee, ich glaube 6,3, ich weiß es schon gar nicht mehr. Aber es war eine 6 vor dem Komma und es war absolut okay. Also war wirklich okay und ich habe auch so, habe das Video auch so ein, zwei Leuten gezeigt und dann war auch so dieser Kommentar, wie toll, dass du so ruhig geblieben bist und du hast dich gar nicht aus der Ruhe bringen lassen. Du bist einfach weitergeritten. Sehr gut. Und dem Pferd so ein bisschen Sicherheit geben und Ruhe vermitteln. Und das war mein Ziel und das ist mir, glaube ich, auch ganz gut gelungen. Zwar jetzt nicht die komplette Prüfung durchgängig, aber ich bin einfach immer weitergeritten, egal was er gemacht hat.
[26:58] Das wäre jetzt noch so eine Frage, eine abschließende Frage, die mir so auf der Zunge liegen würde. Wenn man so das Gefühl hat, der stellt sich da so hin und der atmet nicht. Hat man, also ist es dann nicht so, dass man, dass dann die Zündschnur, wenn man oben drauf sitzt, kürzer wird und man so geneigt ist zu sagen, also ihn so in die Seite zu knuffen oder so, jetzt hör doch mal auf, weißt du, so irgendwie, dass man quasi da eingreifen will und ihn schütteln will, so gefühlt und jetzt, jetzt atme doch mal aus, verdammt noch, weißt du, mit so, mit so einer Aggressivität oder und, also hat man den Impuls und ist es, Und was würde dann passieren, wenn man ihm nachgeben würde? Also das kommt bei mir tatsächlich darauf an, auf welchem Pferd ich sitze. Wenn AC das macht, dann sage ich, echt jetzt? Du gehst da jetzt weiter?
[27:50] Aber bei AC funktioniert das auch. Der kann das wegstecken und der AC ist immer so ein kleiner Schauspieler. Der klotzt ja auch nach der Blume zu Hause, die da aus dem Boden wächst. Also da springt der ja dann weg, weil da eine Tulpe steht und wächst.
[28:07] Und da würde ich dann schon sagen, aber geht’s noch? Da bleibst du jetzt und du gehst da jetzt vorbei. Bei Benni ist es aber so, dass der, also der hat wirklich Angst. Der ist wirklich überfordert mit diesen vielen Eindrücken, die da auf ihn einprasseln. Und ich glaube, wenn man ihm da zu viel Druck macht, dass man ihn dann noch mehr verunsichert. Und wenn man einfach cool bleibt und Hand vor, Bein dran, vorne gibt’s Geld, geh einfach weiter. Ich glaube, dass das bei dem Pferd die bessere Variante ist, weil den würde man verunsichern, wenn man ihn zu hart anfasst oder wenn man zu sehr reagiert auf das, was er da macht, dass er glotzt und dass er sich oben hinstellt und wenn man das zu stark kommentieren würde mit seinen Reiterhilfen, ich glaube, das würde ihn einfach noch mehr verunsichern. Und in dem Moment reite ich einfach ganz normal weiter. Also ich verändere ja auch meinen Druck auf ihn nicht, sondern reite einfach, du gehst einfach nur vorwärts. Alles gut. Und das gibt ihm Sicherheit, dass ich meine Reaktion, also dass ich mein Reiten nicht verändere. Und das gibt ihm so ein bisschen Kontinuität und ein bisschen Sicherheit. Und das kommt immer so ein bisschen darauf an, welches Pferd man hat. Also wie gesagt, bei AC würde ich das anders machen.
[29:20] Klecksi klotzt nicht. Also Klecks geht halt einfach überall vorbei. Bei dem hatte ich noch nie das Problem, dass der irgendwie abgelenkt war in einer Prüfung, noch nie. Also der ist immer voll konzentriert auf mich, der guckt nicht links, der guckt nicht rechts, der läuft da einfach seine Aufgabe durch und fertig und der lässt sich durch gar nichts ablenken oder beeindrucken. Der gute Klecksi. Der gute Klecksi. Wo wir jetzt gerade bei Nesthäkchen Benni sind, können wir vielleicht uns noch kurz beschäftigen mit der Frage, ich hatte es eingangs erwähnt, Stichwort Sattel und so, mit der Frage von unserer Hörerin Sabrina.
[30:03] Sie hat geschrieben, hallo ihr Lieben, ich hoffe es geht euch gut. Könnte Jenny vielleicht im Podcast nochmal von ihrer Langzeiterfahrung mit dem Maßsattel für Benni sprechen? Ich beschäftige mich gerade intensiv mit dem Thema Sattelkauf und würde mich sehr über Jennys Erfahrungen freuen. Das kann man ja vielleicht auch nochmal kurz, also wir haben glaube ich sogar eine eigene, nee nicht glaube ich Quatsch, wir haben eine eigene Folge auch gemacht zum Thema Sattelkauf damals. Du hast ja verschiedene Maßsättel in deinem Leben schon angeschafft. Häufig war da die Firma Hennig aus Berlin sozusagen die Firma, die das für dich angefertigt hat.
[30:48] Und im Fall von Benni war es so, dass du einen Sattel gekauft hast von Luisa Köhne, Klammer auf, Klammer zu, die auch in der Sattlerei Hennig, glaube ich, ihr Handwerk gelernt hat und du hast aber gesagt, die hat so viele neue Impulse irgendwie und die macht da, also so auch viele progressive.
[31:07] Coole Sachen bei der Entwicklung von so Sätteln, kann man, glaube ich, alles nochmal nachhören in der Folge, die wir mit Luisa damals gemacht hat, als sie bei uns im Schwarzwald war und Wie lange ist das jetzt her? Ein knappes Jahr. Ein knappes Jahr. Genau, das war letztes Jahr im Sommer. Okay, von daher ist ja die Frage nach der Langzeiterfahrung. Also Sabrina kommt ja wie gerufen, würde ich sagen, weil in der Tat ist das ja immer, also es ist eine Sache, darüber zu reden, wie toll das wohl alles werden wird. Und ja, wenn man das Ding anfertigen lässt und wenn man es bekommt und so. Aber also Langzeiterfahrung, Fragezeichen, sehr spannend, finde ich. Ja, also Luisa war ja fast genau vor einem Jahr bei uns im Schwarzwald und hat Maß genommen. Also und ausgeliefert wurde der Sattel dann glaube ich im Juli, wenn ich mich richtig erinnere. Ja, Ende Juli glaube ich war es dann. Also jetzt fast ein Jahr. Zwischendurch war auch tatsächlich meine Sattlerin einmal da und hat ihn nochmal nachgepolstert, weil das Polster setzt sich ja dann auch anfangs immer so ein bisschen. Und da sollte man so nach drei bis fünf Monaten nochmal drauf gucken lassen.
[32:13] Dass da einfach nochmal so ein bisschen das Polster gerade gemacht wird. Also ich bin mit dem Sattel mehr als zufrieden. Also für Benni ist dieser Sattel wirklich perfekt. Der liegt auf diesem Pferd, ohne dass der sich bewegt oder dass der rutscht oder was auch immer. Also der liegt einfach. Ich lege den da drauf und dann liegt der. Und ich sitze wirklich im Schwerpunkt. Ich sitze mittig auf dem Pferd. Also meine Beine liegen da, wo sie hin sollen und also ich kann wirklich nur Positives sagen. Ich finde, dass Luisa da einen super tollen Job gemacht hat und also ich kann, ich habe nichts Negatives, was ich sagen könnte. Auch die Qualität des Leders. Also bei Hennig habe ich ja immer so ein bisschen beklagt, wenn man diesen Sattel, keine Ahnung, drei Monate geritten hat, dann sah der immer aus, als wäre der drei Jahre alt. Das war aber bei allen Hennig-Sätteln so. Aber dann bleiben die auch so. Die werden auch nicht schlechter, aber irgendwie sahen die immer relativ schnell so ein bisschen weg. Abgeranzt aus. Und bei Luisas Sattel, der sieht jetzt noch aus wie neu. Also den hole ich aus dem Sattelschrank, lege den drauf und dann sieht der Aussatzkäme, der direkt aus der Werkstatt. Und ich mache nur einmal im Monat ein bisschen Wachs drauf. Also ich mache den auch nicht mit Sattelseife oder sowas, soll man alles nicht machen.
[33:35] Ich mache dieses extra Sattelwachs oder was ist das? Ja, das ist glaube ich so Wachs. Das war so ein Zeug, was sie dir glaube ich auch direkt in die Hand gedrückt hat. Genau. Und damit reibe ich ihn einmal im Monat ein und der sieht immer noch aus wie neu. Also ich bin wirklich zufrieden und der ist jeden Cent wert.
[33:53] Wobei jetzt, also das muss man vielleicht auch sagen bei Hennig, also nicht das Material ist schlecht, also das ist jetzt nicht so. Das ist glaube ich vielleicht so ein bisschen so wie bei Levi’s, wo man sagt so wie Stonewashed und so, keine Ahnung. Also du weißt, was ich meine.
[34:06] Bei Hennig sind die Sättels Stonewashed, genau, deswegen sehen die nicht so neu aus. Aber es ist ja nicht so, dass die jetzt, also es sieht so nach gebraucht oder benutzt aus, aber das ist ja kein schlechtes Material oder so. Überhaupt gar nicht. Ich glaube, das ist einfach ein anderes Leder, das die verwenden. Ich weiß nicht, an was das liegt. Es war zumindest, es ist mir bei Elsie Sattel extrem aufgefallen, bei Klecksattel war es nicht ganz so schnell so schlimm, aber irgendwie war das so ein Thema, wo ich immer so ein bisschen geoutscht habe und wo ich so gedacht habe, boah, jetzt ist der Sattel drei Monate alt und sieht irgendwie schon so, weiß nicht, So abgerannt, also abgerannt ist auch übertrieben, aber relativ schnell sieht man bei diesen Sätteln Gebrauchspuren. Diese Gebrauchspuren so, ja, ja, genau. Vielleicht lag das auch an diesen Grip-Reithosen, das mag ich jetzt nicht so, die kamen ja dann, zu der Zeit waren die ja dann auch so relativ neu noch. Früher hatte man dieses Kunstleder, das strapaziert den Sattel natürlich nicht so sehr wie dieses Gummigrip, was jetzt heutzutage auf den Reithosen ist. Okay, ja.
[35:12] Na gut, aber jedenfalls, also wir halten fest, der Sattel von Luisa sieht noch super aus. Was man auch sagen muss, das ist, also du bist jetzt sozusagen ein Einzelfall. Also du kannst nur über deine Erfahrungen sprechen. Denn es gibt, also wir haben mal gehört, dass es auch irgendwie, also es gab irgendwie eine Freundin oder Bekannte von dir, die hat aber jetzt auch ein Pferd, was, sagen wir mal, nicht so eine gute Figur hat wie dein Benni, sondern was irgendwie so ein bisschen wie so eine wandelnde Tonne so, also so in die Richtung geht es irgendwie so ein bisschen, wo also auch, sagen wir mal, jeder Sattler oder jede Sattlerin oder vor einer größeren Herausforderung stünde. Absolut, ja. Da ist auch Luisa so ein bisschen, also wo man so sagte, okay, sie kann keine Wunderdinge vollbringen, was aber möglicherweise eher an dem Pferd als an dem Sattel liegt. Ja, aber das Pferd hat inzwischen ein bisschen abgenommen und die Besitzerin sagt tatsächlich, der Sattel liegt besser.
[36:12] Also es liegt ganz oft auch, wenn Pferde, also gerade Ponys, die so runde Rücken haben und wenn die dann noch ein bisschen zu dick sind und dieser Bauch ganz rund ist, dann drückt es diesen Sattel nach vorne und dann rutscht der Sattel einfach beim Reiten nach vorne. Also das ist, da kann glaube ich auch kein Sattler irgendwie zaubern, hexen, was auch immer. Also das liegt schon dann auch mit an der Figur des Ponys. Und schlanke Pferde, ich meine, es ist Benni ja wirklich sehr schlank und ratig und wahrscheinlich liegt bei dem der Sattel deshalb auch so perfekt, weil der halt noch die gleiche Figur hat, als damals, als der Sattel angepasst wurde. Also der hat nicht zugenommen, der hat ein bisschen mehr Muskeln aufgebaut, aber der hat ja keinen Bauch oder der ist ja auch nicht rund, sondern der ist ein ganz schlankes.
[36:59] Bei denen liegen die Sättel sowieso immer besser als bei den Pferden, die ein bisschen runder sind. Obwohl jetzt AC Haflinger ist ja auch immer nicht so einfach zu besatteln. Und es gibt ganz viele Haflinger Reiter, die wirklich lange gesucht haben, einen Sattel zu finden, der nicht rutscht nach rechts, nach links, nach vorne, nach hinten, wo auch immer hin. Und da muss ich wirklich sagen, da hat Hennig einen tollen Job gemacht. Also dieser Sattel liegt immer noch auf AC wie angegossen. Also den lasse ich auch regelmäßig polstern. Aber dieser Sattel passt einfach auf das Pferd. Und das ist bei einem Haflinger gar nicht so einfach. Und den haben wir damals anpassen lassen. Da war der drei. Also der war dann noch gar nicht angeritten. Und das war schon echt ein cooler Job, den der Hennig da gemacht hat. Das muss ich wirklich sagen.
[37:47] Bei Klecksi war es leider nicht so toll. Also bei Klecks passt der Sattel einfach nicht. Da sind falsche Kissen drunter. Also dieser Sattel hat nie so wirklich gut gepasst. Wir haben den dann immer so einigermaßen hingekriegt, aber mittlerweile ist es so, dass ich den Sattel gar nicht mehr drauflege, dass ich den auch jetzt abgebe, weil der wird auch nicht mehr auf das Pferd passen. Das glaube ich, kriegen wir nicht mehr hin. Da hat meine Sattlerin wirklich schon einige Dinge probiert, aber sie sagte dann auch, dieser Sattel ist einfach, der passt einfach nicht auf das Pferd. Das war auch ein Hennig, ne? Das ist auch ein Hennig, genau. Auch ein Maßsattel und das ist total schade, dass das irgendwie so ein bisschen schief gegangen ist.
[38:26] Also ich glaube, es ist uns jetzt wirklich auf eine sehr fundierte Art und Weise gelungen, die Hörerin komplett zu verwirren.
[38:34] Absolut. Also das muss man einfach mal so festhalten. Nein, also aber ich hoffe, dass vielleicht doch so ein, zwei, zwei, Und Learnings sozusagen, oder dass man, wenn man es wohlwollend betrachtet, dass vielleicht doch so ein bisschen irgendwie man raushört, dass du immer dazu tendiert hast, bei Sätteln lieber ein bisschen mehr Geld auszugeben, nämlich tatsächlich im Sinne von einen Maßsattel anfertigen lassen und man hat viel länger Freude daran. Und am Ende, wenn man immer Sättel von der Stange und anpassen und dass man dann, haben wir auch schon mal darüber gesprochen, dass man dann fast am Ende schlechter fährt, als wenn man einmal ein bisschen mehr Geld ausgibt und der Sattel passt dann und alles ist gut. Und du hast überwiegend positive Erfahrungen damit gemacht, speziell im Fall von Benni. Das hast du ja auch gerade geschildert. Aber es gibt halt keine Vollkaskoversicherung, dass das immer 1000 Prozent klappt und passt. Wie mit allem. Genau, wie mit allem. Und von daher, also wir können das empfehlen, aber bitte verklagt uns nicht, wenn doch irgendwie was schief gehen sollte. Also es ist halt tatsächlich immer eine sehr individuelle Geschichte auch, oder? Das muss man, glaube ich, einfach mal so festhalten. Absolut, und es ist wie beim Pferdekauf. Es ist immer ein bisschen Glückstag dabei.
[39:57] Jenny, dann wäre mein Vorschlag, Wir hätten Folge 437, die Folge 1 nach der Rückkehr von Klexi, nee, Folge 2 nach der Rückkehr von Klexi, erfolgreich zu einem Ende gebracht. Ich freue mich jetzt drauf, dann in den nächsten Tagen, in zwei Tagen, wieder zurück zu eiern in den Schwarzwald, wieder bei den Pferden zu sein und so. Und ja, wir bedanken uns fürs Zuhören. Hat Spaß gemacht. Und habt ein pferdiges Wochenende. Spaß mit der Folge und wir hören uns dann Anfang nächster Woche wieder. Mitte nächster Woche, ihr wisst schon. Tschüss. Tschüss.
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