#439 Reitbeteiligung: Darauf kommt es an

Manchmal beginnt eine Podcastfolge mit einem kleinen Chaos – und genau das macht sie so charmant. In Folge 439 des Pferdepodcasts kämpft Chris hörbar mit den letzten Ausläufern einer Erkältung, während Jenny schon mitten in den Vorbereitungen für ein spannendes Wochenende steckt. Zwischen „Hafer- und Bananen-Blues“ und heiserem Humor entsteht eine Folge, die sich anfühlt wie ein Gespräch unter Freunden im Stall: ehrlich, lebendig und mit einem Augenzwinkern.


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Auf Timing und Gefühl kommt es im Training an

Im Mittelpunkt steht diesmal Haflinger AC/DC – und die Frage, wie man ein Pferd nicht nur korrekt, sondern mit Ausdruck und Gefühl auf ein Turnier vorbereitet. Jenny gibt spannende Einblicke in ihr Training, ihre eigenen Herausforderungen im Sattel und warum es manchmal genau die kleinen Details sind, die den Unterschied machen. Es geht um Timing, Gefühl – und darum, sich selbst als Reiter immer wieder zu hinterfragen.

Gleichzeitig bringt die Community ein Thema auf den Tisch, das viele Reiter irgendwann betrifft: Reitbeteiligungen. Was auf den ersten Blick wie die perfekte Lösung klingt, entpuppt sich schnell als feines Zusammenspiel aus Vertrauen, Kommunikation und klaren Regeln. Jenny kennt beide Seiten – als Reitbeteiligung und als Pferdebesitzerin – und teilt ihre Erfahrungen offen und praxisnah.

Diese Folge ist kein Lehrbuch, sondern ein ehrlicher Blick hinter die Kulissen des Reiteralltags. Mit kleinen Geschichten, großen Gedanken und genau der Mischung aus Humor und Tiefgang, die den Pferdepodcast ausmacht. Perfekt für alle, die Pferde lieben – und wissen, dass es nie nur ums Reiten geht.


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Hier geht’s zum vollständigen Transkript:

[0:00] Jenny, unsere Hörer hören jetzt den letzten Hafer- und Bananen-Blues vor der Autobahn. Also vor der Autobahn in die Ferien. Ach stimmt, du hast ja schon wieder Urlaub. Ja, mein Leben besteht aus Urlaub. Das ist der Hafer- und Bananen-Blues. Für mich ist das immer eine anstrengende Zeit. Der Blues läuft schon. Oh, Entschuldigung. Das muss jetzt nochmal. Das ist der Hafer- und Bananen-Blues. Das ist das, was jedes Pferd haben muss. Zur Sicherheit nochmal mitgewirrt. Ja, und in der letzten Folge war das das richtige Viren und dein Viren durcheinander. Ach, das macht gar nichts. Man kann gar nicht oft genug viren. Hallo, Folge 439 und man hört es vielleicht und denkt sich, was ein Glück macht der Mann, der da versucht zu sprechen, beruflich nichts mit seiner Stimme. Jetzt hör auf zu heulen. Ich habe alle nochmal Glück gehabt.

[1:01] Ich war ein bisschen erkältet und da hat der liebe Gott nicht aufgepasst bei mir, dass er nicht geguckt hat, dass ich Radiojournalist werde von Beruf. Er hat nämlich gemacht, dass wenn ich eine leichte Erkältung habe, dass immer die Stimme das Letzte ist, was dann sozusagen noch glatt gebügelt wird, dass man sagt, jetzt ist er wieder völlig fit. Also hier mein Fitnessarmband hat mir heute Morgen die grüne Ampel gezeigt.

[1:32] Okay, gestern war es Totenkopf. Da gehört man zu dem einen Prozent auf der Welt, das ganz unten ist, so auf der Fitness-Skala. Aber heute schon wieder grün. Aber meine Stimme ist immer noch Totenkopf. Tut mir leid.

[1:47] Schlimm ist es gar nicht. Jetzt mach doch nicht so viele Worte. Okay, dann ist es vielleicht… Ich glaube, die Hörer hätten es gar nicht gemerkt, wenn du es nicht gesagt hättest. Also für mich ist es so ein bisschen wie die akustische Aufführung von Die Schöne und das Biest. Und ich bin das Biest. Also, aber gut. Gut, dass du das jetzt dazu sagst.

[2:06] Aber gut, wenn es nicht so ins Gewicht fällt, dann ist ja auch gut. Die große Folge am Wochenende. Es gibt ein bisschen was zu erzählen über deine Pläne, die du hast an diesem Wochenende. Da steht nämlich mit ACDC, dem Haflinger, der ja auch das Cover unseres Podcasts ziert, einiges auf dem Programm. Du wirst drüber erzählen. Du hast ja zuletzt, wolltest du mit ihm starten beim Turnier und du hast es aus, also es war so ein bisschen Verwirrspiel um die Gründe. Man wusste nicht so genau, tust du es dem Pferd zuliebe, tust du es dir zuliebe. Also es war von irgendwie der Lunge des Pferdes und von Regen aber auch die Rede. Also was sich negativ auf deine Frisur ausgezahlt hat. Nein, wenn es regnet, dann werden die Pollen schwer und fallen runter. Und dann hat AC im Frühjahr immer zu kämpfen mit der Allergie. Alles klar. Aber so diese Vorstellung… Und mein Sackle wird nass. Und ich werde nass. Ich wollte gerade sagen, das hat schon auch eine, wenn auch vielleicht nachrangige, aber doch eine Rolle gespielt. Ja, wir saßen da und haben geguckt. Wir haben zugeguckt, die M-Tressur. Und dann kam der liebe Hubert und guckt mich so an. Wieso reitschneit? Ja. Hubert, es regnet. Das hat ihn fassungslos gemacht, zu Recht. Total. Auf eine Art. Genau.

[3:30] Ich habe es gerade piepen gehört. Hast du aus Versehen das Aufnahmegerät ausgeschaltet? Nein. Nee, okay. Dann höre ich Gespenster. Ich wollte nur sicher gehen, dass wir nicht quasi sabbeln und umsonst sabbeln. Das wäre blöd. Wegen der Stimme. Weißt du? Es läuft. An diesem Wochenende soll alles anders werden. Du startest mit Haflinger ACDC, der ja das, wie soll ich sagen, Das Pferd in deinem Stall ist, das sportlich am weitesten ist. Er ist platziert in M-Dressuren. Du warst mit ihm bei der Europameisterschaft, warst da erfolgreich in der M-Kür und so. Also sportlich ist das mal die größte Hausnummer, die du dir so aussuchen kannst, wenn du bei deinen drei Jungs da zugreifst und dir überlegst, mit wem fahre ich denn jetzt unter Umständen mal zeigen, was ich kann. ACDC also, sehr spannend finde ich das immer. Und dann gibt es noch ein Thema, das aus der Community kommt. Und zwar, das ist sehr lustig, ich habe doch erzählt von der noch sehr jungen Hörerin.

[4:39] Die geschrieben hat, sie würde uns ja auch gerne über Steady was spenden sozusagen, aber sie sei eher so in Richtung 10 bis 15 und sie dürfte das einfach noch nicht. Also sie hoffe, es sei nicht schlimm und sie kann es einfach nicht, selbst wenn sie es wollte. Ist natürlich nicht schlimm. Und sie hat aber dann, glaube ich, so ein bisschen entdeckt, dass ich auf diese Spotify-Fragen, dass ich die beantworte. Wir haben sie ja auch gegrüßt über den Podcast und dann wurde sie so ein bisschen…

[5:12] Ja, wie soll ich sagen, mutiger, auch mal so, das finde ich ja total super, auch mal so Themenwünsche zu äußern, worüber wir denn reden sollen. Und sie hat aus ihrem Stallleben erzählt. Also wir haben eine rege, wie soll ich sagen, irgendwie Hin- und Herschreibe-Verbindung aufgebaut. Ja, ja, genau. Und sie hat geschrieben und sich gewünscht, könnt ihr nicht mal über das Thema allgemein Reitbeteiligungen sprechen? Weil sie hat ja geschrieben, dass es da ein Pferd gibt namens Fritz oder Fritzi. Und von dem würde sie wahrscheinlich die Reitbeteiligung werden. Und sie will deshalb mal so ein bisschen schon mal hören offensichtlich, Reitbeteiligung, was bedeutet das, worauf muss man da möglicherweise achten, was ist irgendwie wichtig und so. Und dann habe ich so gedacht, ja, cooles Thema. Ich habe auch geantwortet, hey, cooles Thema machen wir. Und dann hat sie zwei Tage später geschrieben, wann kommt denn das? Ich will aber nicht quengeln oder drängeln und so. Da musste ich dann schon sehr schmunzeln. Da war ich kurz geneigt zu sagen, du willst nicht drängeln? Okay, dann mach es doch einfach nicht.

[6:21] Aber wir machen es, also es ist schon sehr zeitnah, muss ich sagen. Reitbeteiligungen, wenn du dazu was sagen kannst. Aber du kannst, glaube ich, sogar ganz sicher dazu was sagen, weil die meisten aller Pferdemädchen waren doch bestimmt irgendwann auch mal Reitbeteiligung, oder? Ja, ich war Reitbeteiligung und ich hatte auch schon Reitbeteiligung. Achso, also sowohl von beiden Seiten des Pferdes sozusagen. Genau. Du hast das Pferd von beiden Seiten aufgezäumt mit Blick sehr gut. Ja, das ist doch toll. Dann kann man ja so, also dieser Perspektivwechsel auch spannend. Oder? Also… Ja, ja. Die Hörer erinnern sich, die Duschkabine war meine Reitbeteiligung. Pollux.

[7:10] Genau, der Pollux. Ja, ich kann mich an den Namen immer erinnern, weil du hattest anfangs nur den Namen gesagt. Und ich habe dann gesagt, Pollux, das klingt ja wie eine Duschkabine. Und dann hat sich das so eingebürgert. Genau. Dann spielt jetzt, Entschuldigung, meine Stimme. Oh je, oh je. Unser Manni. Ein Stück Brot dazu? Ach, unseren Manni spielt jetzt die Pferde-Podcast-Hymne und dann geht’s los mit der Folge. Jenny, ich glaube, ich halte nicht ganz so lange durch heute. Wir geben alles, du musst viel reden.

[8:07] Wir fangen ja traditionell immer an mit deinen Pferden und ich weiß nicht, ob das ein neuer Kult werden könnte bei uns, aber die Frage, geht es Alessio gut, geht es Klecks gut, ist ja nach wie vor eine, die mich wägt. Da gab es auch noch eine sehr lustige Hörerinnenzuschrift zum Thema Klecks. Geht es ihm gut, dem Bub? Es geht ihm gut, es geht ihm sehr gut. Er hat heute, ja, wie soll ich sagen, gezeigt, wie gut es ihm geht. Gestern bin ich ihn geritten und heute da, ich komme, ich baue mir ein Sprüngelchen auf auf dem Platz und lasse ihn mal so ein bisschen hüpfen und er ist auch ohne Sprünge gehüpft und wie. Und er hat sich mal so richtig ausgaloppiert und ja, er hat aber viel Luft gehabt. Also er konnte lange galoppieren, bestimmt fünf Minuten am Stück ist er einfach im Kreis galoppiert. Aus Freude an der Bewegung. Wo ich immer so gedacht habe, das Pferd hat gar keine Freude, sich zu bewegen. Doch hat er wohl. Ich habe ihn auch einfach galoppieren lassen, weil ich gedacht habe, naja, wenn er von alleine schon so viel galoppieren will, dann braucht er es einfach. Und das hat ihm total gut getan. Er war super zufrieden danach. Wir haben zwar jetzt nicht gearbeitet, aber er hat sich mal, er hat mal so richtig so gebockt und hat mal so richtig, ja, so diese ganze…

[9:30] Und nicht so viel machen und so, das hat er heute alles rausgelassen. Scheiß auf schonen, brauche ich nicht. Sehr cool. Also er hat auch nicht mehr gehustet und er hat auch keinerlei Anzeichen von Rotz aus der Nase. Ich bin immer wieder erstaunt, wie schnell dieses Pferd sich so erholt hat. Also vielleicht ist doch was dran mit diesem, naja, das war nur wegen der Trennung von seinem Freund. Ja, wieder daheim. So langsam glaube ich da dran, wirklich. Weil das ist schon so ein bisschen spooky. Weil ich habe ja auch gesehen, als er ankam, hat er ja auch so ein kleines bisschen diese Bauchatmung gehabt und hat auch so ein bisschen Rotz aus der Nase gehabt. Aber das ging innerhalb von kürzester Zeit, ist das Pferd wieder komplett hergestellt. Also spooky ist es schon. Also ich glaube, man kann tatsächlich davon ausgehen, also eine Rolle hat das bestimmt gespielt. Die Frage ist, wie groß war die Rolle, die es gespielt hat und wäre es in einer anderen Umgebung oder in der damals sehr neuen Umgebung, hätte das da auch funktioniert mit ein bisschen Geduld. Das ist halt ja so die Frage, die man dann, das haben die Fragen ja an sich, abschließend beantworten kann man es nicht, weil man weiß es natürlich nicht. Ist jetzt anders gelaufen, aber total toll zu hören, dass es ihm ja wieder gut geht.

[10:53] Benni, da habe ich ja auch jetzt so ein Video, ein aktuelles irgendwie vor Augen gesehen. So, also Stichwort Bocken und Lebensfreude, das kann der ja schon auch. Und das war nicht auf dem Platz, sondern quasi auf dem engen Paddock. Das war schon auch sehr lustig. Ja, dann denke ich immer, bis einer heult. Wirklich, so lange bis einer heult, wie bei den Kindern. Aber also hier im Schwarzwald sagen sie ja, das hebt schnitt. Also man kann das nicht verhindern, dass die halt so rumtoben und manchmal denke ich wirklich so, wenn der so mit allen Vieren in die Luft springt und dann auch den Acy in den Arsch knufft und den Klecksi ärgert und dann machen alle mit und alle galoppieren über das Paddock und dann, ich muss immer weggucken, weil ich immer so denke, oh Gott, oh Gott, oh Gott, tut euch nichts, brecht euch nicht den Hals. Aber man muss sie lassen, weil man kann es nicht verhindern. Und wenn man sie einsperrt, gehen sie auch kaputt. Weil Teil des Spiels ist es ja auch, nach hinten auszukeilen, ausdrücklich. Und man sieht das auch nicht mit dem Ziel, andere zu treffen. Aber wenn halt einer blöd im Weg steht, dann ist es doof. Dann kann es schon auch passieren, dass einer getroffen wird, sagen wir mal so. Er trifft sich auch manchmal selber, der Benni. Ach so, okay, selbst das kriegt er hin. Das kriegt er auch hin, genau, dass er sich selber tritt und dann halt so die eine oder andere Macke davon trägt. Wahnsinn. Naja, aber wenn es Spaß macht, an dir soll es nicht liegen, dass sie es nicht machen.

[12:21] Dann unseren AC, der soll mal wieder im Mittelpunkt der Folge stehen, zumindest, wenn man so will, des sportlichen Teils der Folge. Du hattest ja, wir haben darüber erzählt, diese Turnierpläne mit ihm stehen ja mit Blick auf dieses Jahr und vor allen Dingen dann auch mit Blick langfristig dann aufs nächste Jahr Europachampionat. Also es ist ja schon so, dass du da einen Plan hast mit dem Haflinger und du willst da nochmal erfolgreich sein. Klingt jetzt so nach die große alte Frau des Reitsports auf dem Weg zu ihrem letzten Höhepunkt. so, keine Ahnung. Wahrscheinlich wird es so sein. Ja, vielleicht ist es auch so. Jetzt, wo ich es so ausspreche, denke ich mir, es ist ja gar nicht, also ich dachte erst ein guter Witz und dann tja. Ein bisschen Wahrheit ist auch dabei, ja. Genau. Aber gut, noch bist du ja also von der alten Frau weit entfernt natürlich. Ganz weit. Ganz weit. Und Dank Nicoles Zaubercreme. So?

[13:31] Und dieser finale Abschnitt sozusagen, also da sind wir ja auch wirklich noch ganz, ganz, ganz am Anfang. Von daher, ich habe ja ein Gehirn wie ein Sieb, gab es schon einen Turnierstart mit ACDC dieses Jahr? Nee, der ist dieses Jahr noch gar nicht aufs Turnier gefahren. Okay, alles klar. Also es gab den mit Benni und das war es im Prinzip. Genau, die Saison geht jetzt gerade los. Es gab schon vereinzelt so ein paar Turniere, aber wenn es noch so arschkalt ist und so, dann habe ich immer keinen Bock auf Turnierreiten. Genau, genau, genau. Also dann wäre das sozusagen die Turnierpremiere in diesem Jahr für ACDC verschoben, weil du wolltest den Achan ja schon starten. Da war dann die Geschichte mit den Pollen, mit dem Regen, wie auch immer. Und jetzt am Wochenende steht aber volles Programm, hast du dir zumindest mal vorgenommen. Und es besteht ja nicht nur aus Turnier. Erzähl doch mal.

[14:32] Ja, es besteht aus einem halben Lehrgang. Also am Samstag ist Christina Boswede hier bei uns und gibt einen Dressur-Lehrgang. Und da habe ich mich angemeldet, zumindest für diesen einen Tag, weil ich ja wusste, dass ich sonntags aufs Turnier gehe. Ich habe gesagt, okay, dann möchte ich vielleicht wenigstens den einen Tag bei ihr reiten. Also die Hörer erinnern sich vielleicht aus München, die Trainerin, die war im letzten Jahr schon mal hier. Da bin ich einmal mit dem AC bei ihr geritten und einmal mit dem Klexi und hat toll funktioniert. Ich habe viel mitgenommen und dann nutze ich das natürlich am Samstag vor dem Turnier nochmal mit Christina zu trainieren und mir vielleicht noch so den einen oder anderen Tipp abzuholen für den Sonntag. Das ist eine M-Tressur auf Trense geritten, ist mir ja immer sehr sympathisch. Ich reite ja inzwischen viel, viel lieber auf Trense als auf Kandara. Auf 60 Meter. Und ja, wir sind gespannt, wie wir uns schlagen. Sehr viele Nennungen, über 50, glaube ich. Und großes Starterfeld, Feine-Leute-Turnier. Und dann gucken wir einfach mal, ob wir da mithalten können mit den großen Warmblüten. Feine-Leute-Lehrgang auch. Was war nochmal das, was Christina ausgezeichnet hat? Ich glaube, die war oder ist enorm erfolgreich, auch bis hin zur Klasse S, also mit international und so weiter. Und wenn ich es richtig im Kopf habe…

[15:56] Und trainiert sie ja nicht nur Leute in Deutschland, sondern glaube ich, sie hat Reitschüler europaweit oder so. War das nicht so? Und die sind irgendwie ihr Hand verlesen. Richtig. Sie gibt ja auch, glaube ich, Online-Unterricht. Also deswegen ist es auch gar nicht so schwer, bei ihr zu trainieren.

[16:11] Also auch die Reiterin, die den Lehrgang organisiert, ich glaube, die reitet regelmäßig bei ihr auch im Online-Unterricht. Und das funktioniert inzwischen, ja, dank der schönen neuen Technikwelt, funktioniert sowas natürlich auch super gut. Da braucht sich niemand in Bewegung setzen, weil München ist ja jetzt schon auch eine Ecke zu fahren. Oder Herr Wille, der aus der Nähe von Hannover, glaube ich, kommt und fährt ja schon immer eine ganz schön große Strecke, um halt Lehrgänge zu halten. Und das mit dem Online-Unterricht, das ist natürlich eine super Sache. Ja, wobei das jetzt mit Christina ausdrücklich nicht online ist, sondern sie ist tatsächlich da. Und genau, das hat natürlich nochmal eine besondere, wie soll ich sagen, Intensität, wenn sie dann wirklich da in der Halle steht. Und ich kann mich erinnern, dass das, du hast gerade gesagt, letztes Jahr, ne? Genau, das war im letzten Jahr. Letztes Jahr, okay, ich hätte jetzt sogar gefühlt gesagt, es ist noch länger her.

[17:05] Ist das schon zwei Jahre her? Ich weiß gar nicht genau. Ich meine fast ja, aber ist ja auch egal. Aber ich kann mich noch erinnern, dass du das sehr gut gefunden hast und dass du da einiges mitgenommen hast. Was sind denn so die Geschichten, wenn du sagst, okay, einen Tag vor einem Feine-Leute-Turnier, M-Dressur, da wirst du ja wahrscheinlich eine sehr genaue Vorstellung davon haben, was ihr euch gezielt in dieser Trainingseinheit nochmal anschaut. Also bringst du da einen Fragenkatalog mit und sagst, dies, das, jenes sind meine Themen, was meinst du denn? Oder sagst du ganz gezielt, ich würde gerne nochmal gezielt stärken dieses Thema? Also ich habe schon auch so zwei Punkte, die ich gerne nochmal trainieren würde. Und zwar ist das zum Ersten die Wolken, den Schwung erhalten in den Wolken. Das fällt uns immer so ein kleines bisschen schwer. Und die Rechtstraversale, da habe ich manchmal mogeln sich da so ein paar.

[18:13] Taktfehler wäre zu viel gesagt, aber Unregelmäßigkeiten rein, weil ich zu sehr aufs Gas drücke. Also ich muss in der Rechtstraversale wirklich aufpassen, dass ich den Takt behalte, ihn nicht so sehr jage, sondern ihn wirklich zusammenhalten, nur an Zulegen denken und darauf achten, dass ich ihn wirklich an meinem Bein habe und mit der Hand ganz ruhig bleibe, dass er gestellt und gebogen in Bewegungsrichtung bleibt. Und das sind so die zwei Punkte, an denen ich gerne nochmal arbeiten würde. Und natürlich immer will ich arbeiten an dem Wechsel von rechts nach links. Ja, das ist mittlerweile ja fast schon so ein Dauerbrenner geworden. Irgendwie wechseln die Dauerbrenner. Es gibt immer irgendeinen und ich kann mich erinnern, es war eine ganze Zeit lang, wo du irgendwie, also es gab mal so eine Phase, da hast du immer von Übergänge, Übergänge, Übergänge gesprochen. Hat sich wahrscheinlich auch nicht geändert grundsätzlich. Aber jetzt ist es der Wechsel von rechts nach links tatsächlich. Genau, immer noch.

[19:16] Mittlerweile ist der schon sehr sicher geworden, also auch nicht mehr mit kickendem Hinterbein, sondern auch wirklich sehr unaufwendig. Ich muss nicht mehr so eine starke Hilfe geben. Also das ist schon viel, viel, viel besser geworden. Und jetzt gilt es wirklich, diesen Wechsel noch so ein kleines bisschen ausdrucksvoller hinzukriegen und ein bisschen mehr bergauf. Und da ist natürlich die Gefahr, wenn ich da so ein bisschen Kadenz reinbringen will und dieses bergauf haben will, dass ich wieder zu viel Druck mache und dass dann wieder dieses kickende Hinterbein oder auch die hohe Gruppe kommt. Und das gilt es jetzt so ein kleines bisschen so, ja, die Feinheiten einfach nochmal so ein bisschen zu schützen. Und der wechselt von links nach rechts. Der funktioniert ja wirklich super toll. Der hat Ausdruck, der hat Kadenz. Der ist richtig schön gesprungen. Und das hätte ich gerne mit dem anderen Wechsel auch. Aber wenn ich es richtig verstehe, es hat alles, und das weißt du auch, total was mit dir zu tun. Du sagst ja zum Teil sogar, da mache ich zu viel Druck. Da habe ich irgendwie die Hand zu viel dran. Oder was war das gerade? Ich weiß gar nicht mehr ganz genau.

[20:28] Also du weißt es schon ganz genau, aber trotzdem, obwohl man es im Kopf hat, ist manchmal die Umsetzung schwierig so ungefähr. Genau, also es sind auch dann, ich bin heute war ich nochmal auf dem 60 Meter Viereck, bin ich hingefahren mit AC und habe das nochmal so ein bisschen trainiert. Und da kommt ja zum Beispiel auch die Kurzkehrt links. Also das ist ja sowieso so ein bisschen unsere schwierige Seite. Links Galopp Pirouette und auch links Galopp.

[20:52] Und dann kommt man aus dem Trab auf die Linie und dann aus dem Trab in die Kurzkehrt. Da muss ich im Übergang natürlich auch aufpassen, dass er mir vorne nicht runterfällt. Da muss ich vorher das Hinterbein ein bisschen anmachen und muss ihn wirklich zusammenschieben und muss einen geschmeidigen Übergang hinkriegen, um dann auch einen Schritt nur noch zu machen, um dann direkt in die Kurzkehrt zu reiten. Aber das kann ich für mich alleine üben. Da brauche ich jetzt nicht einen Trainer, der mir sagt, mach so, mach so, mach so. Das weiß ich, wie ich das zu machen habe. Und wenn ich schluderig reite, dann gelingt es mir nicht. Aber wenn ich mich konzentriere und wirklich sage, okay, ein geschmeidiger Übergang, einen Schritt nach vorne, dann in die Kurzkehrstellung, Biegung, dreh dich mit, bleib im Takt, erhalte das vorwärts. Also das muss ich mir dann aber schon auch dann so sagen und dann kann ich das auch reiten. Also da habe ich auch kein Problem, diese Dinge selber für mich zu erarbeiten. Aber jetzt gerade so bei den Kleinen, also das ist Jammern auf hohem Niveau, aber in der Volte passiert es mir ganz oft, dass er mir in der zweiten Hälfte den Schwung verliert, dass ich ihn nicht mehr gebogen, also gebogen schon, aber dass er sich so ein bisschen gegen meinen Schenkel drückt und dass ich ihn dann nicht mehr so richtig in der Biegung habe und dadurch verliert er den Schwung und dann stockt er so ein bisschen. Und da bin ich noch nicht so richtig dahinter gekommen. Wie kann ich das denn?

[22:15] Gibt es irgendwie so einen Trick, dass ich dann in der zweiten Hälfte der Wolte genauso viel Schwung habe, ohne zu viel Druck zu machen und ohne, dass es dann irgendwie so aussieht, als würde ich ihn nochmal so nach vorne jagen, sondern ich hätte gerne eine schöne, runde, schwungvolle Wolte. Und das ist so, da weiß ich für mich selber noch nicht so genau, wie kriege ich das am besten hin, wie reite ich das am besten, dass mir das auf beiden Händen gelingt. Und da ist es mir dann, also da sage ich dann, okay, da brauche ich jetzt einen Trainer, der mir vielleicht nochmal einen anderen Weg zeigt.

[22:50] Also kann man total gut verstehen und tatsächlich ist man dann vielleicht, weil ich sag mal so, das ist ja schon, also was du jetzt beschreibst, ist ja schon sehr special interest, ne? So, also das ist jetzt… Auch nicht banal, sondern das ist schon auf einem sehr hohen Niveau und da kann dann vielleicht eine, die tatsächlich erfolgreich international es gestartet ist und die das aus eigenem Erleben auch kennt oder die vielleicht mal Pferde hatte, die so ähnlich drauf waren oder so. Oder die auch genau sagen kann, ja, ja, das bin ich auch schon geritten. Weil, also man, das ist ja schon spannend. Du dringst so langsam in so Regionen sportlich auch vor, wo, also ja, also womöglicherweise. Oder anders gefragt, kann der Hubert das?

[23:42] Da lacht sie. Du bist im Zeugenschutzprogramm. Du bist im Zeugenschutzprogramm, alles klar. Aber du weißt, was ich meine. Das ist dann, ja. Hubert ist ja eigentlich Springreiter von Haus aus. Ach so, nee, der musste es auch gar nicht kennen. Der kann das vielleicht auch, weiß ich nicht. Habe ich nie mit ihm trainiert, aber ich, keine Ahnung, vielleicht weiß er auch, wie man sowas reitet oder wie man diese Feinheiten dann einfach noch so ein kleines bisschen besser macht. Und das ist ja, also ich habe ja auch so in den letzten Jahren auch mit der Ausbildung von Nixen hat es ja angefangen Und dann auch AC, habe ich selber ja auch sehr viel gelernt und auch mittlerweile gelernt zu fühlen, wenn es nicht so gut ist. Dann ist es weit weg von schlecht, aber der Anspruch ist natürlich, ich hätte gerne, gerade für den Haflinger ist es ja ganz wichtig, ich möchte, dass der schwingt und ich möchte, dass der sich aufrichtet und ich möchte, dass der halt auch einfach Ausdruck hat. Ist mit dem Haarflinger natürlich wirklich ein bisschen schwieriger als mit einem tollen Warmblut, das sich von Natur aus eigentlich schon schwungvoll und kadenziert bewegt. Aber eigentlich ist das so mein Anspruch, dass ich auch den Haarflinger nicht einfach so da durchreite.

[24:55] Korrekte Lektionen und so, sondern schon auch so ein bisschen mit einem Hinguck- und Wow-Effekt. Das hätte ich schon gerne. Das ist jetzt so das, wo wir auch daran arbeiten, dass nicht nur die Lektionen korrekt sind, die Linien korrekt sind, sondern auch der Ausdruck und der Schwung und also alles, was natürlich im Rahmen der Möglichkeit des Pferdes sich bewegt, dass der nicht so einen Schwung entwickeln kann wie jetzt Benni.

[25:20] Das ist ganz klar, das ist selbstredend. Aber im Rahmen der Möglichkeiten des Pferdes hätte ich schon gerne das Bestmögliche rausgeholt. Und ich merke inzwischen ja selber, wenn es zu flach ist, wenn ich so merke, oh jetzt trabt er aber nicht so gut und jetzt hätte ich gerne noch ein bisschen mehr Wumms. Das kann ich auch alles ganz gut selber regulieren und korrigieren mit dem Pferd, bis auf so ein paar Dinge wie jetzt eben dieser Schwung in der Wolke oder auch diese Rechtstraversale, da weiß ich auch immer noch nicht so richtig, wie gehe ich da dran, dass ich einen guten Takt behalte, ohne dass es zu schnarchig wirkt, sondern dass es auch immer noch ein bisschen mit Ausdruck und mit ein bisschen Schwung ist. Ich kann diese Traversale natürlich auch einfach langweilig reiten, dann kreuzt er trotzdem und kann nicht auf Risiko reiten, dann habe ich das erreicht, dass er kreuzt und dass er in Bewegungsrichtung gestellt und gebogen ist, aber dann wirkt die Traversale ein bisschen langweilig. Und wenn ich zu viel Druck mache, dann, um halt so ein bisschen mehr Schwung und Kadenz reinzukriegen, dann passiert es mir häufig, dass er dann Taktfehler reinkriegt. Und dann macht man es kaputt. Genau, dann macht man es kaputt. Und da hätte ich gerne den richtigen Weg.

[26:33] Wie lasse ich es ganz und habe trotzdem ein bisschen mehr Schwung und Kadenz drin. Ja und jetzt ist es mir doch gelungen, dem Hubert noch einen mitzugeben, aber es war auch gar nicht so böse gemeint, weil in der Tat ist es ja glaube ich dann von Vorteil und also der Hubert wird es in der Theorie mit Sicherheit auch wissen, aber von einer Christina Boos kann man vielleicht annehmen, wenn sie selber ja auch noch aktiv reitet und das sehr oft auch sagt. Diese Lektion einfach geritten ist und aus eigenem Erleben kennt. Das hat dann halt schon Vorteile. Das will ich damit ja nur sagen.

[27:08] Außerdem hört Hubert unseren Podcast gar nicht. Nein, natürlich nicht. Und wenn er es doch macht, kann er sagen, er hat es nicht gemacht. Wenn er es doch hört, dann kann er mir einfach in der nächsten Cavaletti-Stunde kann er mir mal sagen, wie reite ich denn jetzt diese Traversale am besten. Ja, zum Beispiel. Und dann sagst du Christina Boos Geld zurück. Ist ja nicht wenig, weißt du. Genau. Ich gebe das Geld lieber dem Hubert. Ich gebe die Hälfte von dem Geld dem Hubert. Und dann sagt er, oh, du bist aber großzügig. Also auch ein kleiner Insider, aber genau. Ja, sehr spannend und wir sind gespannt und ich freue mich bei beiden Terminen dich zu begleiten dann. Und jetzt auf einmal? Ja, ja, genau. Ja, gestern war ich ja noch sehr krank und da habe ich so gedacht, oh Mann, ich bin krank hier und gehöre ins Bett und du schleifst mich wieder durch über alle Reitplätze dieser Welt, aber jetzt geht es mir besser, jetzt freue ich mich auch drauf. Toll. Sehr gut und das Wetter soll toll werden, also. Toll, toll, toll. Und du hast ja deinen komischen Ständer zum Filmen. Ich habe einen Ständer. Jenny. Ja, du weißt auch, wie heißt das Ding, wo das Handy reingeklemmt wird. Der Gimbal. Der Gimbal, genau. Der Simbel mit dem Gimbal. Dann kannst du ein bisschen Video drehen. Dann haben auch unsere Hörers was davon. Themenwechselknopf.

[28:29] Reitbeteiligungen. Das hat sich unsere junge Hörerin gewünscht, dass wir darüber mal reden. Wir haben das, glaube ich, auch vor ganz, ganz, ganz langer Zeit hier im Pferde-Podcast schon mal gemacht. Aber das Thema bekommt ja auch, das haben wir hier, glaube ich, auch schon erwähnt, ein bisschen sogar noch mal eine neue Aktualität, weil du gesagt hast, nachdem wir, ja gescheiterten und wieder rückabgewickelten Verkauf von Klecks. Er ist ja wieder da, wieder bei uns und so. Und da hast du ja schon gesagt, vielleicht wäre es auf Sicht dann auch eine gute Lösung, wenn du möglicherweise eine Reitbeteiligung für Klecksy findest. Also er bleibt unser Pferd sozusagen hiermit auch entschieden. Er wird nicht mehr verkauft. Er wird nie mehr verkauft aber vielleicht ist es ja so dass man sich mit einer Reitbeteiligung ich könnte ihn ja auch schenken dann ist er nicht verkauft ich könnte ihn ja auch verschenken dass man sich mit einer Reitbeteiligung arrangiert und dass das alles toll wird und eine Win-Win-Win-Win-Win Situation wird und alles ganz toll wird also von daher ist es gar nicht abwegig dass du tatsächlich in diese.

[29:52] Situation Reitbeteiligung reinkommst demnächst und ist so ein bisschen die Frage, aus welchem Blickwinkel wollen wir es betrachten? Ich weiß nicht, wenn man sich in die Lage von diesem jungen Mädchen zwischen 10 und 15, hat sie geschrieben, jetzt mal so rein versetzt, dann muss man ja sagen, ist eine Reitbeteiligung erstmal per se ja wirklich eine tolle Sache, weil man die Möglichkeit hat, zu reiten, ohne dass Mama und Papa oder man selbst oder wie auch immer in die Verlegenheit kommen, viel Geld auszugeben, ein eigenes Pferd zu kaufen. Viele können das gar nicht und das ist erstmal die Möglichkeit, also wie so eine Art Eintrittskarte, die aber doch weit darüber hinausgeht, Keine Ahnung, irgendwie Reitstunden zu bezahlen und dann werden Pferde gestellt, aber man hat ansonsten mit den Pferden gar nichts zu tun. Also so eine Reitbeteiligung ist ja eigentlich schon erstmal eine gute Sache.

[30:54] Absolut, weil Reiten lernt man durch Reiten und je öfter man aufs Pferd kommt, umso besser ist es für das Reitenlernen. Also Reitbeteiligung ist natürlich von beiden Seiten so ein kleines bisschen schwierig. Man muss, also ich war ja sowohl Reitbeteiligung bei jemand anders. Da muss ich sagen, da habe ich eine sehr, sehr gute Erfahrung gemacht. Also das hätte besser nicht laufen können. Ich weiß gar nicht, wie lange ich den Pollux geritten bin, zwei, drei Jahre.

[31:22] Ich habe monatlich meinen Kostenbeitrag bezahlt. Also das gehört natürlich auch dazu, dass man sich so ein bisschen an den Kosten beteiligt. Und dann hatte ich feste Tage. Also das waren die Tage, an denen die Besitzerin keine Zeit hatte, ihr Pferd zu reiten. Und ich kam dann halt an diesen Tagen und die Besitzerin kam an den anderen Tagen. Das heißt, wir haben uns, glaube ich, in den drei Jahren einmal gesehen oder zweimal beim Hallo sagen und beim Verabschieden damals. Sie ist dann weggezogen und hat das Pferd mitgenommen. hat mir angeboten, ihn zu kaufen und dann habe ich gesagt, ach nee, also wenn ich eins kaufe, dann hätte ich gern eins, was mir irgendwie mehr zusagt, weil der war halt, der war schon sehr groß und sehr, ja, also schwierig zu reiten. Aber ich mochte ihn trotzdem und ich hatte auch viel Spaß und ich habe auch viel gelernt auf ihm. Aber zum Kaufen habe ich dann gesagt, nee, ist es dann nicht mein Pferd. Und dann habe ich aber tatsächlich dieser Gedanke Pferd kaufen und damals habe ich dann Wildfang gekauft. Und so fing alles an mit den vielen Pferden, mit dem Bildfang. Aber so gesehen lernt man, und auch das ist ja ein Vorteil, es muss nicht unbedingt zwangsweise die ganz große Liebe sein, Es kann auch noch eine Stufe drunter sein und es ist völlig okay.

[32:38] Absolut. Und man lernt auch so diese Verantwortung für das Tier so zu übernehmen. Man muss sich schon darüber im Klaren sein, auch wenn man nur in Gänsefüßchen Reitbeteiligung ist, hat man ja trotzdem eine Verantwortung für das Tier. Und an den Tagen, wo man das Tier anvertraut bekommt, hat man für das Tier zu sorgen, als wäre es das eigene. Also ich habe ja dann auch schon auch bei anderen so erlebt, dass die Reitbeteiligungen dann Dinge machen, die eigentlich nicht erlaubt waren. Zum Beispiel wild durchs Gelände galoppieren und solche Dinge. Also auch das hat man alles schon erlebt, dass Reitbeteiligungen sich einfach nicht an die Absprache halten. Und das finde ich dann halt auch schon einen groben Vertrauensbruch dem Besitzer gegenüber, weil der denkt sich ja auch was dabei, wenn er sagt, ich möchte nicht, dass das und das und das mit meinem Pferd gemacht wird. Der sagt es ja nicht, weil er jemanden ärgern will, sondern weil er vielleicht Angst hat um sein Pferd, weil er darum weiß, dass er vielleicht sich verletzen könnte oder oder und da finde ich.

[33:39] Dieses Einhalten der Absprachen ganz, ganz wichtig, dass man sich über keine Absprache hinweg setzt, ohne das mit dem Besitzer abzusprechen und dass man dieses Tier wirklich so behandelt, als wäre es sein eigenes und auch darauf Acht gibt und nicht denkt, ach, wenn der sich verletzt, ist ja nicht meiner, kostet ja nicht mein Geld.

[33:58] Also das finde ich schon ganz, ganz wichtig, dass man solche Menschen findet, die sich um das Pferd kümmern, wo man wirklich auch sagen kann, denen kann ich vertrauen, blind. Die machen nichts, was nicht mit mir abgesprochen ist oder nicht in meinem Sinne ist. Und das ist wirklich schwer zu finden. Also das muss man schon sagen, eine solche Reitbeteiligung zu finden, das ist wie die Nadel im Heuhaufen. Okay, ja, ja. Also von daher, das ist glaube ich tatsächlich ein Tipp, das sagt sich so leicht und man wird erstmal ganz spontan sagen, ja, ja, ist doch klar. Aber das sind Dinge, die stoßen auch relativ schnell an Grenzen und weil Menschen einfach unterschiedlich ticken. Dem einen ist das eine total wichtig, der andere sagt, ach, ob man es jetzt so macht oder so, ist doch egal und da geht es schon los. Also dann muss klar sein, dass letzten Endes, also dann hat glaube ich dann am Ende hat dann aber auch derjenige das Sagen, dem das Pferd gehört, oder? Also das müsste eigentlich auch ein klarer Fall sein. Es wird sicherlich immer Fälle geben, wo dann die Reitbeteiligung auch Dinge spontan entscheiden muss und wo man sagen muss, du wirst das schon richtig machen. Aber so, ja, Stichwort, also Dinge, die man im Vorfeld absprechen kann.

[35:13] Da sollte man sich schon dran halten. Und wichtig ist, glaube ich, auch, dass man Absprachen trifft, also dieses Stillschweigende davon ausgehen. Bloß weil ich das so sehe, alle anderen werden es wohl schon auch so sehen. Das ist ja dann auch ein Denkfehler, der bestimmt dann und wann gemacht wird.

[35:33] Das ist ja auch weit gefehlt. Genau, also Absprachen sind ganz, ganz wichtig. Der Besitzer muss in jedem Fall sagen, was er möchte und was er nicht möchte und muss ganz klar … Regeln vorgeben oder sagen, damit keine Missverständnisse entstehen. Und auch die Reitbeteiligung muss natürlich sagen, ich würde gerne.

[35:53] Darf ich denn dies machen, darf ich jenes machen, kann ich ausreiten, kann ich springen, kann ich in die Kavalettistunde gehen oder, oder, oder. Das sind alles so Dinge, die man am besten, bevor man zusammenkommt, bespricht, weil alles, was man nicht bespricht und alles, was man so abtut mit wir werden uns schon einig, hat die Erfahrung gezeigt, es gibt immer Streit und es gibt immer lange Gesichter und nein, man wird sich im Nachhinein oft nicht einig. Deswegen finde ich es ganz, ganz wichtig, wenn jemand eine Reitbeteiligung vergibt oder annimmt, bitte einfach im Vorfeld klären, was man möchte, was man nicht möchte und ich glaube, dann ist es für alle Beteiligten ein guter Deal. Da ist jemand, der hat ein Pferd und kann jemanden reiten lassen, der vielleicht nicht so viel Geld hat, sich ein eigenes Pferd zu kaufen und dafür einen Kostenbeitrag zahlt und aber dafür zwei, drei, vier Mal in der Woche die Gelegenheit hat, ein Pferd zu reiten. Und das finde ich immer so, das ist dann Win-Win, wenn alle sich einig sind und wenn alle sich an getroffenen Absprachen halten. Das ist ganz, ganz wichtig. Absolut, genau. Und was wir jetzt sagen, soll auch überhaupt gar nicht nach Spielverderben klingen. Ja, stimmt schon, das ist ein bisschen anstrengend, aber das macht man ja auch nicht ständig. Man muss vielleicht ab und zu nochmal nachsteuern oder auch nochmal Dinge besprechen oder so. Aber meistens ist es ja so, wenn man sowas dann mal geklärt hat, dann ist es ja auch geklärt und alle können Spaß haben.

[37:20] Es ist ja nichts, was einen dauerhaft irgendwie anstrengt oder was die Sache kompliziert machen soll. Eigentlich im Gegenteil, dass man einmal das investiert und das ist dann vielleicht ein bisschen mühsam. Aber wenn Dinge dann klar sind, dann sind sie halt auch klar und alle können Spaß haben.

[37:42] Gibt es, glaube ich, also gar nicht so furchtbar viel. Also es gibt bestimmt noch tausend Sachen, aber vieles hängt auch von der speziellen Konstellation ab, muss man mal sagen. Also wie viel darf sowas kosten? Was ist üblich, was man da darf und was man da nicht darf? Also das hängt immer von so vielen Faktoren ab. Genau, das ist total individuell. Von daher sagen wir mal so, wenn es noch konkrete Nachfragen oder kuriose Konstellationen gibt und wir können unseren Senf dazu geben, was wir denn dazu meinen,

[38:17] dann gerne her damit. Aber ich glaube, so unsere goldene Regel ist, redet lieber einmal zu viel als einmal zu wenig vorher und dann vertragen sich auch alle. Und das Pferd fühlt sich auch wohl. Genau. Du wolltest nicht so viel reden. Ja, genau. Und das hat natürlich mal wieder super geklappt. Ich hoffe, ja wirklich sehr, dass es zu ertragen war. Ich finde ja die Stimme grausam. Ich hoffe, es ging trotzdem. Aber wir machen jetzt tatsächlich, glaube ich, mal den Sack zu. Kannst du mal die Verabschiedung sagen? Nee, mach du das mal, komm. Das war Folge.

[38:59] Sist du, das überfordert dich, das ist zum Piepen. Genau, das kann ich nicht. Das ist wirklich zum Piepen. Ich würde dann sagen, tschüss, macht’s gut. Ach so, und könntest du noch kurz die Werbebotschaft sagen, dass unsere Hörer uns bei Campfire.fm diese Online-Petition bitte unterschreiben, dass wir das wieder in die Shownotes packen? Unterschreib’s halt. Weil wir da auf diese App wollen auf diese tolle Podcast App wo man auch Sachen kommentieren kann und das digitale Lagerfeuer das wäre super ich fände es toll, ich will das nutzen und wir müssen da drauf sein es ist wirklich toll, guckt es euch mal an, Campfire FM, wir machen es in die Show Notes Du wolltest nicht so viel reden, Ja, aber das ist wichtig noch, deshalb sollst du es ja jetzt noch sagen und das kannst du jetzt nicht Also macht das, geht auf Campfire und unterschreibt, in den Schoen-Notes. Danke fürs Zuhören. Tschüss. Entschuldigung. Das kannst du noch drin lassen. Ich habe noch Netzstopp gedrückt. Gala. Jetzt drücke ich Stopp.


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