
In Folge 444 des Pferdepodcasts geht es emotional und ein bisschen chaotisch zu: Zwischen Abschiedssektchen auf dem Berg, letzten Stallmomenten und der Vorfreude auf die Ostsee wird klar: Der geplante Umzug in den Norden ist längst mehr als nur eine spontane Idee – und der Abschied vom Schwarzwald fällt auch schwer. Gut, dass es zahlreiche Zuschriften der Hörerinnen und Hörer gibt, mit denen wir uns ausgiebig beschäftigen können!
Mit Ganzkörperpanzer aufs Turnier?
Besonders spannend: Eine junge Hörerin möchte gemeinsam mit ihrer Freundin ein eigenes Pferd kaufen – scheitert aber bislang an den Eltern. Jenny und Chris denken laut darüber nach, warum Eltern bei solchen Plänen oft skeptisch reagieren und welche Alternativen vielleicht sinnvoller wären als ein gemeinsamer Pferdekauf.
Außerdem geht es nochmal um das große Thema Pferdekauf und die berühmte Frage: Bauchgefühl oder Sicherheitsdenken? Hörerin Nina erzählt ihre ganz persönliche Geschichte von Pferden mit fragwürdigen Diagnosen, fehlender AKU und überraschendem Happy End. Eine Folge voller ehrlicher Erfahrungen, die zeigt, dass Pferdekauf manchmal eben nicht nur Kopfsache ist.
Und dann wäre da noch Benny. Der sorgt nach einem intensiven Lehrgangswochenende für kleinere Blessuren und größere Sorgenfalten. Warum Jenny inzwischen über einen Ganzkörperpanzer fürs nächste Turnier nachdenkt und weshalb das lädierte Gesicht trotzdem für gute Stimmung sorgt – das hört ihr in Folge 444 des Pferdepodcasts.
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Hier geht’s zum vollständigen Transkript:
[0:16] Hier ist der Pferde-Podcast. Jenny, Schnapszahl. Folgenummer.
[0:21] Wo ist der Schnaps? Ja, ja, wo ist der Schnaps? Ich will erst den Schnaps, dann sage ich die Nummer. Folge Nummer 444. Ja, du wirst ja sowieso Schnaps brauchen, um den Abschiedsschmerz zu betäuben, der jetzt einsetzt. Mit dem heutigen Tag. Zwei Wochen Urlaub sind vorbei. Ich noch im Schwarzwald. Ach so, du machst den Abschiedsschmerz von dir? Deinen. Der Abschiedsschmerz vom Schwarzwald.
[0:49] Und den Abschiedsschmerz von dir habe ich gar nicht gedacht. Also meinen Abschiedsschmerz, weil wir jetzt wieder Abschied nehmen müssen. Dachte ich, dass du dann… Ja, auch. Jetzt, wo du es sagst, klar, fällt es mir auch auf. Fällt es dir auch ein, sozusagen. Ein und auf. Fällt mir ein, dass ich eigentlich traurig sein muss. Jetzt war zwei Wochen lang war ich da und jetzt kannst du wieder allen, also quasi so auf der Schwarzwald-Zielgeraden, kannst du allem frönen, pferdemäßig, was Spaß macht im Schwarzwald. Da ist ja nicht gerade wenig. Ja, du musst auch viel essen. Viel essen auf dem Berg nochmal. Der Dienstag ist der neue Donnerstag und was war da? Und Abschiedssektchen und dies und das. Und Geburtstagssektchen muss ich ja auch noch ausgeben auf dem Berg. Nachfeiern ein bisschen und alles ungestört. Du musst nicht auf die Uhr gucken. Zu Hause könnte jemand dumm rumsitzen und warten. Ganz schön stressig, wenn du da bist. Und so nach dem Motto. Also ich sehe mich so hecheln. Oh Gott. Ja, weil der vorwurfsvolle Blick. Ich glaube, das kennen viele Paare, bei denen die Frau Pferde hat, so dieses Gefühl, irgendwie…
[1:52] Scheiße, wenn ich jetzt nach Hause komme und der Typ hat einen Hals, sind die Pferde wichtiger als ich eigentlich? Und die ehrliche Antwort lautet, ja natürlich, was denn sonst? So ist es doch.
[2:05] Jenny, es ist ja die kleine Folge, die, wenn wir denn Zuschriften aus unserer Hörerschaft haben, eben diesen Zuschriften vorbehalten ist. In allererster Linie, wir beantworten so Fragen oder lesen auch mal Anmerkungen vor. Es sind ja alle eingeladen zu kommentieren, sich mit Themenvorschlägen, mit eigenen Erlebnissen, wie auch immer, an uns zu wenden. Das muss ja noch nicht mal ein Themenvorschlag sein. Es kann auch einfach nur sein, ich bringe mal was zum Ausdruck, meine Meinung oder wie auch immer. Und da hat sich ein bisschen was angesammelt nach den letzten Folgen, die wir gemacht haben. Und so gesehen, dieses Wochenende ist ja auch Lehrgangswochenende. Du warst mit Benni unterwegs, aber das würden wir uns… Also du lebst noch, das ist ja schon mal… Mein Kopf tut noch ein bisschen weh da im Gesicht. Es ist auch ein bisschen gezeichnet. Ein bisschen. Das Gesicht jetzt? Ja. Du hattest eine Wunde am Arm gestern auch, du hast es gar nicht gemerkt, wegen des vielen Adrenalins. Und als ich dich daran erinnert habe, du siehst ein bisschen aus wie John Rambo in seinen besten Zeiten im Dschungel, wo er sich selber genäht hat. Das wissen nur die Älteren, höre er. Die Älteren können sich erinnern, genau. Aber es war kurz davor, dass du dich selber genäht hast im Auto.
[3:28] Das Blut war schon getrocknet. Ich habe es wirklich nicht gemerkt. Und als du es dann gesagt hast, fing es dann an, weh zu tun. Da hat es dann auch weh getan. So wie mit dem Abschiedsschmerz. Man weiß gar nicht, dass man ihn hat. Aber wenn man darauf hingewiesen wird, dann hat man ihn.
[3:43] Jenny, ich versuche das mal zu ordnen. Und es ist jetzt natürlich auch wieder hier professionellste Vorbereitung. Also die Nachrichten alle rausgestrichen, schon mal so redigiert und in Form gebracht, dass man das jetzt professionell vorlesen kann. Habe ich natürlich nicht gemacht, einfach nur Screenshots gemacht und jetzt versuche ich auf meinem… Mini-Telefon. Ich habe ja ein iPhone Mini nur. Und da versuche ich das jetzt mal so hinzuklabastern, dass das hier immer noch nach Podcast klingt. Eine echte Herausforderung. Die Mutter aller Zuschriften von unserer Hörerin Luisa kommt gleich am Anfang. Und ich sage das jetzt, weil also ich sage es gleich vorneweg. Es ist eine Zuschrift, und die, in der wir aufgefordert werden, zu helfen. Man kann im Vorhinein schon sagen, wir können da nicht helfen. Tut uns leid, geht nicht, bitte gehen Sie weiter, es gibt nichts zu sehen.
[4:49] Aber trotzdem fanden wir es höchst amüsant. Und vielleicht hast du ja doch ein, zwei Gedanken, oder vielleicht entwickeln wir gemeinsam ein, zwei Gedanken, wie man, wie wir, Luisa, helfen können. Luisa schreibt, ich will mir mit meiner Freundin ein eigenes Pferd kaufen. Das ist ja schon mal wiu, wiu, wiu. Alle Alarmlampen gehen an. Aber wir stellen fest, Luisa ist nicht 45 und die Freundin 50 und sie könnten das einfach zusammen machen, sondern die Mail geht noch weiter. Ich kann aber meine Eltern nicht überreden. Vor allem wegen des Geldes. Könnt ihr mir bitte helfen?
[5:37] Also ich muss dir ganz ehrlich sagen, wenn ich Eltern von Luisa wäre, würde ich mich auch nicht überreden lassen. Vor allem wegen mit meiner Freundin gemeinsam ein Pferd kaufen. Das ist schon mal das erste Ohr. Also was ist der springende Punkt? Ist das irgendwie, genau, könnte das, also wenn Luisa quasi einen neuen Anlauf machen würde und die Freundin aus dem Spiel nehmen, das könnte eine Strategie sein. Vielleicht. Ich weiß ja nicht, wie die Eltern so drauf sind. Bei mir wäre das eine Strategie, okay, nicht mit der Freundin, wir machen das alleine. Dann haben wir auch alleine das Sagen und können alleine entscheiden. Aber wenn die Eltern schon sagen, in allererster Linie wegen des Geldes, dann wird es wahrscheinlich ohne Freundin erst recht nichts. Und dann kann man eigentlich, also wir können da nicht helfen, wir können nur sagen, warte, bis du groß bist, eigenes Geld verdienst, kannst du dir eins kaufen. Das klingt jetzt sehr hartherzig. Ich kann dir das auch nett sagen. Das wäre toll, wenn du noch ein bisschen warten würdest, bis du streng dich an in der Schule, dann kannst du Abitur machen, was Anständiges lernen, dass du so viel Geld verdienst, dass du dir deinen Traumpferd einfach ohne deine Freundin leisten kannst. Guter Plan. Oder? Also in der Schule anstrengen und echt viel lernen und dann kann man sich den Traum erfüllen. Pädagogisch total wertvoll, der Tipp.
[6:59] Ich bin mir nicht so sicher, ob das heute unter Pädagogen noch so die präferierte Herangehensweise wäre. Als Kleingeld so ein bisschen, ich bin ganz erstaunt. Also wenn ich das jetzt gesagt hätte, dann hättest du wahrscheinlich gesagt, boah, du klingst wie Opa aus dem Krieg. Das ist so unmodern wie nur irgendwas, aber ich meine im Kern. Aber wie wäre es denn modern?
[7:23] Ach, weiß ich auch nicht. Siehst du? Ja. Weiter machen wir jetzt. Luisa, wir können dir leider nicht helfen. Sorry. Also.
[7:30] Was man, also was glaube ich sinnvoll wäre, mit den Eltern im Gespräch zu bleiben, mal rauszufinden und das ist jetzt mal wirklich ernsthaft, ganz kurz, diese Sache, ich möchte mir mit meiner Freundin zusammen ein Pferd kaufen, das könnten Eltern kritisch sehen, weil dann immer die Frage ist, wer hat denn die Verantwortung eigentlich, wer muss denn zum Beispiel sowas bezahlen wie Tierarzt, wie Hufschmied, Also jetzt kann man theoretisch natürlich sagen, wir teilen uns das alles, aber die Gefahr, dass man über sowas in Streit gerät, wem denn das Pferd denn jetzt eigentlich gehört? Und auch wenn man sich vielleicht mal nicht mehr so gut verträgt, wie kriegt man es dann? Man kann es ja schlecht in der Mitte auseinandersägen. Wer hat dann das Sagen und so? Das ist immer so ein bisschen ein kritischer Punkt. Und eigentlich ist es nicht. Es hat auch seine Vorteile, wenn nur einem alleine das Pferd gehört und der andere vielleicht Reitbeteiligung ist. Also das könnte man vielleicht mal so ausloten. Wenn es jetzt nur ums Geld geht, in Anführungszeichen, was heißt schon nur ums Geld, dann wäre ja vielleicht so ein Mittelding zu sagen.
[8:34] Reitbeteiligung, das könnte ja so ein Kompromiss mit den Eltern sein, dass die Eltern vielleicht zu einer Reitbeteiligung das entweder ganz bezahlen oder was dazugeben. Wäre das vielleicht, guck mal, jetzt hätte ich mal so eine kurze Kompromisslinien zumindest so, aufgemalt, so mit Bleistift. Okay, jetzt stehe ich wieder da. Nein, nein, das ist schon auch, es ist ja immer Good Cop, Bad Cop. Jetzt warst du halt mal Bad Cop, mein Gott. Ja, halte ich aus. Laurel und Hadi, also das ist doch egal. Halte ich aus, aber gute Idee.
[9:04] Luisa, bleib dran. Dann hat unsere Hörers beschäftigt, unser Umzug, unser geplanter Umzug. Die Folge ist ja am Wochenende erschienen, an die Ostsee in den Norden. Wir haben ausführlich darüber gesprochen, warum wir dem Schwarzwald zumindest vorerst mal auf Wiedersehen sagen, uns auch schweren Herzens, aber auch so mit einem ordentlichen Maß an Vorfreude dem Schwarzwald den Rücken kehren und uns aufmachen in Richtung Ostsee. Und da hat uns geschrieben, Dörte, O mit mehreren O und mehreren H, ich werde verrückt. Du gehst in meine alte Heimat, liebe Jenny. Ich bin der Liebe, nicht der Pferde wegen, vor 15 Jahren von der Ost an die Nordsee ausgewandert und habe viele Jahre in Lübeck gearbeitet. Mich würde sehr interessieren, wohin genau es dich verschlägt, welcher Reitverein etc. Pp. Alle Daumen sind euch gedrückt.
[10:05] Das ist ja süß. Ich habe angekündigt, dass du dich meldest und alle Einzelheiten dann im persönlichen Dingsbums weitergibst. Also dort Einzelheiten kommen. Vielleicht. Jenny erfährt jetzt gerade davon, dass sie alle Einzelheiten preisgeben soll. Nein, aber wir werden natürlich auch über Einzelheiten hier im Podcast alle Hörers auf dem Laufenden halten. Und es ist ja irgendwie cool zu wissen. Es klingt jedenfalls so, dass Dörte die alte Heimat auch in bester Erinnerung behalten hat. Dann gibt es auch noch Uli, die der oder die geschrieben hat. Ich hatte doch drüber simmiert, ob jetzt Moin oder Moin Moin die richtige, weißt du, anstelle von Hallihallo. Moin, moin.
[10:50] Und jetzt, ich weiß gar nicht, ob das jetzt schon der Kommentar ist. Es liest sich fast so. Moin, moin. Yo, das ist richtig. So fängt das Schreiben an. Welch mutige Entscheidung. Ich ziehe meinen Hut. Für alle vier und Zweibeiner wünsche ich eine glücklich, gesunde Zeit im schönen Norden. Toi, toi, toi für den Umzug und die Ein-Um-Gewöhnung. Es grüßt Uli mit so einem Chica-Chaka-Smiley-Symbol.
[11:16] Vielen Dank, Geht noch weiter. Kannst du noch? Komm, wir machen jetzt mal hier Ablage. Es hat nämlich noch geschrieben Nina und die hat sich gleich zu zwei Themen geäußert. Du hattest doch gesprochen über die So vermeide ich einen Sturz von einem Rodeo Pferd, weil du darüber gesprochen hattest, dass Klecks.
[11:37] Der Sack dich abbocken wollte. War das nicht so? Oder war es Benni? Keiner. Keiner. Haben wir nicht im Podcast drüber gesprochen, habe ich dir zu Hause erzählt. Nein, nein, du hast da, wir haben hier im Podcast, es war sogar die Überschrift, es war sogar ein Folgentitel. Es ging aber ums Turnier, wenn die Pferde sich so ein bisschen aufbauen und aufgeregt sind und dann hat man immer den Impuls, ach nee, mach mal langsam, mach mal langsam und dann zügell lieber länger nach vorne reiten, dass sie nicht bocken. Also war Benni der Auslöser. Und Klecks macht das, wenn man ihn festhält, dann bockt er. Letzte Woche hat er gebockt, ohne dass ich ihn festgehalten habe. Das Schwein. Nina hat geschrieben, ich bin immer dankbar für die Tipps von Jenny. Ich kann sie echt gut bei meinen Pferden auch umsetzen. Ich muss mich bei meinem Billy auch echt zwingen, vorwärts zu reiten, als ihn festzuhalten, wenn er ein kleines Pulverfässchen ist. Genau, gut ausgedrückt. Das hat bisher auch immer besser geklappt als zurückhalten. Also Nina sagt, das hatte sozusagen Hand und Fuß, was du da erzählt hast. Und sie kann das gut nachvollziehen.
[12:42] Und Nina hat sich jetzt auch nochmal kurz… Jetzt kommt die längere Mail von Nina und ich muss hier versuchen, das so ein bisschen on the fly zu raffen. Aber es geht um das Thema Pferdekauf. Das hat ja tatsächlich auch viele bewegt. Es war ja die konkrete Frage der Hörerin gewesen, kann man auch alles nochmal nachhören? Deine Meinung dazu? Sollte man eine AKU machen, die große, die kleine? Sollte man röntgen? Wie hast du es gemacht? Wo siehst du Stolperfallen beim Pferdekauf? Was sind so deine Ratschläge? Und Nina hat auch dazu was geschrieben und zwar schreibt sie, ich habe heute eure Folge zum Thema Pferdekauf gehört.
[13:23] Ich glaube, ich bin auch das beste Beispiel, wie man es nicht machen sollte. Aber ich hatte Glück. Ich habe meinen Rubus vor über 15 Jahren ohne AKU mit dem Wissen gekauft, dass er zwei Sehnenschäden hatte. Eigentlich als Freizeitpferd. Und jetzt schreibt sie, Rubi hatte andere Pläne. Er ging noch vier Jahre, nämlich bis er 19 war, erfolgreich Dressurturniere und er hat es geliebt. Bei ihm war es einfach so, ich bin beim Probereiten aufgestiegen und es war wie Heimkommen. Und so eine ähnliche Geschichte hat sie wohl auch mit ihrem zweiten Pferd erlebt. Und Oskar, warte, Oskar hat sie als reinen Beisteller gekauft und sie hatte chronische Phlegmone. Weißt du, was das ist? Ja, das sind so Hauterkrankungen.
[14:19] Okay, also keine AKU für Oskar und ohne, äh, und mit irgendwie diesen Fleckmonen.
[14:27] Aber auch er hatte andere Pläne. Er ist topfit, keine Fleckmone, kann vollgeritten werden, auch Springen. 0,0 Einschränkungen, war wohl eine Fehldiagnose bei ihm. Also die Mail von Nina geht noch. Fleckmone, gerade mal schnell gegoogelt. Eine bakterielle, meist eitrige Entzündung des Bindegewebes, die sich diffus im Gewebe ausbreitet und schnell lebensbedrohlich werden kann. Ui. Ja, doch ein bisschen mehr als eine Hautirritation. Also dann haben wir hier den Phlegmonen-Unrecht getan. Also wenn sie böse wüten, dann können sie ganz, ganz böse sein im Pferdekörper. Genau, und also Nina hat trotz dieser Diagnose, die wohl eine Fehldiagnose war, ihn gekauft und hat tolle Erfahrungen gemacht. Sehr lustig finde ich auch noch hinten raus, weil das so ein bisschen an deinen Globus erinnert. Sie schreibt nämlich noch, ach so, Rubi habe ich für unter 4000 Euro und Oskar für unter 2000 Euro gekauft, also für einen Appel und ein Ei.
[15:37] So viel Spaß für so, wenn nicht Geld. Exakt, genau. Das hattest du ja gesagt in der Folge. Also das ist auch der Gedanke dahinter. Liebe Nina, ich hoffe, ich habe deine Mail jetzt so on the fly vernünftig eingekürzt. Vielen Dank, dass du uns auch so lang geschrieben hast und sehr, sehr spannend. Also ich finde das ja auch sehr sympathisch, dass das Thema Vollkasko-Mentalität sozusagen, also dass es manchmal auch außer Acht gelassen wird, man seinem Gefühl folgt, so wie es bei Nina der Fall war und sie ist ja für dieses Ins-Risiko-Gehen dann auch ein bisschen belohnt worden. So, jetzt haben wir die Ablage. Ablage ist gemacht.
[16:16] Urlaub im Schwarzwald. Wir haben noch mal gut gegessen, gut getrunken gestern. Heute Abend geht es für mich zurück nach Berlin und für dich geht es jetzt früh ins Bett heute Abend und in eine neue Pferdewoche und total auf die Schwarzwald-Zielgeraden. Jetzt beginnt für dich so eine Zeit, wo du ganz viele Dinge zum letzten Mal machst. Heute hast du dich von Silke Rahmschütz verabschiedet. Richtig. Wir haben Nummern getauscht und vielleicht kann ich sie in den Norden locken. Genau.
[16:52] Du hast so eine Violine, so eine gedankliche, dir so unter die Schulter geklemmt und hast so irgendwie und Urlaubsregion und der tolle Norden. Also du hast schon Werbung gemacht für die Ostsee. Du lockst jetzt deine Trainer nach Lübeck sozusagen. Ja, Herr Wille ist ja schon oben. Der ist ja da oben in Hannover. Der ist schon da, glaube ich. Der ist schon da, ist nicht so weit. Auf dass das Trainerteam beisammen bleibt. Aber nee, also jetzt mal ernsthaft, das ist schon irgendwie, also viele Sachen zum letzten Mal, an dem Gedanken ist schon ein bisschen was dran. Und so ist es halt. Aber da darf man nicht drüber nachdenken, weil dann wird man traurig und ich will nicht drauf sein. Nein. Und das ist ja auch schön hier und wir kommen ja auch wieder. Also es ist ja kein Abschied für immer. Deshalb will ich gar nicht so traurig sein. Wir bedanken uns fürs Zuhören im nicht traurigen, im fröhlichen Pferde-Podcast. Habt eine pferdige Zeit. Wir melden uns in Richtung Wochenende wieder. Wir werden erzählen vom Lehrgangswochenende mit Benni bei Silke Rahmschütz. Und wenn wir dann die nächste große Folge veröffentlichen, dann rückt sie auch schon näher. Das nächste Turnier, Mit Nesthäkchen Benni. Man sieht schon die Sorgenfalten im lädierten Gesicht.
[18:08] Im gezeichneten Gesicht. Ich kaufe mir einen Ganzkörperpanzer, wenn ich das Pferd nochmal mitnehme aufs Turnier. Du könntest darüber nachdenken, die Batman-Maske dir von Benni auszuleihen, bis es ausgeheilt ist. Na so schlimm ist es ja wirklich nur ein bisschen. Naja, mach das Kopfkino nicht kaputt. Danke fürs Zuhören. Tschüss. Tschüss.
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