
Abschiedsstimmung im Schwarzwald, Vorfreude auf Meerluft und ein Umzug, der immer greifbarer wird: In Folge 446 des Pferdepodcasts sprechen Jenny und Chris über diese seltsame Zwischenzeit, wenn Kartons voller werden, Lieblingsplätze langsam verschwinden und man merkt: Das Leben steht kurz vor einem großen Umbruch. Zwischen leeren Schubladen und eingepackten Lautsprechern wird klar – nicht nur die Menschen, auch die Pferde stehen vor einem neuen Kapitel.
Warum Jenny wenig von Gamaschen und Bandagen hält
Außerdem gibt Jenny spannende Einblicke in ihren Pferdealltag – und sorgt vermutlich für Diskussionen: Warum nutzt sie eine Schabracke für alle drei Pferde? Weshalb hält sie nichts von Bandagen und Gamaschen im Dressuralltag? Und warum ist weniger manchmal tatsächlich mehr? Dabei geht es nicht nur um Faulheit, sondern auch um moderne Erkenntnisse rund um Pferdegesundheit und Trainingsalltag.
Natürlich wird auch über Benny gesprochen: Nach dem Lehrgang mit Silke Ramschütz laufen die Vorbereitungen für die nächsten Turnierstarts weiter. Dabei zeigt sich einmal mehr, wie herausfordernd junge Pferde sein können – und wie beruhigend es ist zu merken, dass andere Reiterinnen dieselben Fragen, Sorgen und Baustellen haben.
Und dann ist da noch das Thema „Pferde-Burnout“: Dieses Gefühl, immer verfügbar sein zu müssen, ständig neue Baustellen zu managen und dabei selbst manchmal auf der Strecke zu bleiben. Eine ehrliche Folge über Veränderung, Pferdeliebe und die Erkenntnis: Man ist mit diesen Gedanken oft weniger allein, als man denkt.
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Hier geht’s zum vollständigen Transkript:
[0:16] Hier ist der Pferde-Podcast, Folge 446. Es ist die kleine Folge nach dem Wochenende, einem unserer letzten Wochenenden im Schwarzwald. Es wird das Herz ein bisschen schwer. Oder ist es so, also, hm? Ja, schon, wenn ich hier so rausgucke in die Berge, in den Schwarzwald. Ja, da wird natürlich auch das Herz schwer. Das wäre schlimm, wenn es nicht so wäre. Aber ich freue mich auch auf das Neue, aufs Meer, auf nicht so heiß im Sommer. Das mag ich ja gar nicht. Jetzt steht der Sommer vor der Tür und ich denke schon so, ich will nicht schwitzen und es ist irgendwie warm. Und ich glaube, da oben ist es ein bisschen angenehmer im Sommer. Und wenn es nicht angenehm ist, dann gehen wir an den Strand und gehen ins Wasser und lassen uns ein bisschen das Wasser auf den Bauch plätschen. Die Gischt. Die Gischt. Und die Füße spülen. Genau. Also es ist so eine ganz eigentümliche, wie soll ich sagen, Übergangszeit.
[1:22] Und also mir geht es ja so, dass ich es auch schon, also man merkt schon an so Kleinigkeiten, dass große Dinge bevorstehen. Also dass manche Sachen einfach, also du bist ja die Meisterin im Einpacken, Wegpacken, Dinge für den Umzug vorbereiten und das sieht man dann also ganz konkret, wenn man zum Beispiel irgendwie eine Schublade aufmacht, wo normalerweise ganz viele Tassen drin stehen, da stehen jetzt nur noch drei Tassen so. Gar nicht, sind noch mehr. Aber deutlich weniger. Ja, aber du kannst ja nur als einer trinken. Jaja, schon klar. Oder ich möchte gerne, also wenn ich hier zu Hause bin, das ist ja dann so ein bisschen auch hier so verwöhntes Arschloch mäßig, dann mache ich ja gerne Musik an in der ganzen Wohnung. Und dann in meiner App, weißt du, wo unsere Stereoanlage drin ist, alles über Tralala, WLAN verbunden und so. Und dann sage ich, ich möchte jetzt gerne die Platte von Hösner auch in meinem Badezimmer ablaufen lassen und dann fehlt die Box in der App in meinem Badezimmer. Und dann laufe ich ins Badezimmer und gucke nach und sie fehlt wirklich. Also nicht nur in der App, sondern die Box ist einfach weg. Ja, ohne Musik kacken. Weggepackt. Ja, gewöhnlich dran. Frage. Wir sind ja hier der Pferde-Podcast und nicht der Grumpy Chris-Podcast. Wollen wir ja mal festhalten.
[2:47] Könnte es auch sein, dass die Pferde auf ihre Art Dinge suchen und vermissen, weil sie schon weggepackt sind? Nee. Im Stall ist noch alles da, aber alles, was ich nicht mehr brauche, habe ich schon gepackt, also weggepackt, so die ganzen Decken und so, das brauche ich ja alles nicht mehr. Ist das so? Ja, das habe ich schon in… Schabrackendecken. Genau. Ich benutze ja eh immer dieselbe Schabracke für alle drei Pferde. Die wasche ich dann einmal und die benutze ich so lange, bis sie auseinanderfällt und dann nehme ich die nächste. Ich bin ja keine, die die Schabracken wechselt. Also Pia, genau. Pia hat mir mal ihren Schabrackenschrank gezeigt. Ich bin bald rückwärts umgefallen. So viele Schabracken auf einem Haufen habe ich noch nie gesehen. Und ich wäre total überfordert, wenn ich die alle benutzen wollte. Also ich benutze wirklich immer nur einer. Ich wechsle dann mal, aber nicht innerhalb der Pferde, sondern ich benutze eine Schabracke für alle drei Pferde, bis man sie waschen muss und dann nehme ich eine andere für alle drei Pferde. So, nämlich. Okay. Ach so, eine Schabracke, dann, wenn Sie aufs Turnier gehen. Also nur dann ziehen Sie ja eine an, richtig? Nee. Ach so, Entschuldigung. Ja, beim Reiten, für unter den Sattel. Ja, ja, ja, alles klar. Sorry, jetzt hatte ich gerade hier auf der sogenannten Leitung gestanden.
[3:59] Wie, eine Schabracke für alle drei Pferde? Ja. Das ist ja so wie, also Kinder nach dem Krieg. Jeder zieht dieselbe Unterhose an. Ja, so ungefähr. So ein bisschen ist es so. Ja, genau. Ja, und der Klecks, der ist immer als letztes dran und der muss immer das Badewasser von den anderen zwei. So was, so was gab es früher, dass man das Badewasser von den Geschwistern benutzen muss. Ja, sie darf immer als erstes, dann der Benni, dann der Klecks. Also wenn die sprechen könnten, dann würden die sagen, Frauchen, ja meistens ganz nett, aber eine Meise hat sie schon. Und das würden sie anprangern. Ja, aber das ist ja viel zu aufwendig für jeden eine Schabhacke. Da muss ich ja immer drei waschen. Und so kann ich nur eine waschen und alles gut. Der Benni hat seinen eigenen Sattelgurt, aber AC und Klecks teilen sich auch einen Sattelgurt. Nur es hat jeder einen eigenen Sattelgurt. Und eine eigene Trense. Das ist klar, ne? Alles klar. Okay, also manche Sachen können die sich teilen. Andere Sachen aber dann wieder nicht. Das ist ja schon irgendwie auch lustig auf eine Art. Also schlummert da auch ein Rezept drin, weil ich sage mal so, Geld sparen ist ja eigentlich jetzt nicht so unbedingt dein Thema. Oder nicht dein vorrangiges Thema. Du machst es ja nicht nur wegen aus Geldspargründen. Das wollen wir ja immer festhalten. Ja, ein bisschen aus Faulheit. Aus Faulheit. Ja, aus Faulheit. Also es ist halt viel einfacher, wenn man so ein Ding für mehrere Pferde benutzen kann. Gamaschen und Bandagen und sowas benutze ich ja sowieso nicht, ist ja komplett schädlich für die Pferdebeine.
[5:28] Mittlerweile sind auch die eingefleichtesten Bandagierer draufgekommen, dass das nicht gut ist für die Pferdesehnen. Wenn man die Pferde einbandagiert, zum Springen sehe ich es ja noch ein, Gamaschen anziehen zum Schutz der Beine. Aber dieses Bandagieren zum Pressurreiten hat sich mir nie erschlossen. Und mittlerweile ist man ja so weit, dass man tatsächlich festgestellt hat, dass das nicht gut ist für die Sehnen, weil da viel zu viel Wärme entsteht. Und bis die Sehnen wieder runtergekühlt sind, dauert wirklich lange, lange. Und das ist nicht gut, wenn die Szenen so lange so warm sind. Ehrlich? Und ich reite schon immer ohne Bandagieren, ohne Gamaschen. Ich ziehe noch nicht mal in der Cavaletti-Stunde Gamaschen an. Weil also für mich hat sich der Sinn nie erschlossen, warum soll ich denn die Pferdebeine einwickeln? Könnte es sein, dass wir jetzt von einem Gamaschen- und Bandagenhersteller verklagt werden wegen Geschäftsschädigung und stimmt alles gar nicht? Nee, glaube ich nicht. Ich habe aber alle, ich habe ja ganz viele Bandagen auch schon gewonnen auf dem Turnier. gibt es ganz oft als Ehrenpreise. Die habe ich alle verschenkt an die Kinder vom Berg. Komplett alle, weil ich die nie benutze. Die sind noch original verpackt und es gibt halt so…
[6:33] Aber heutzutage ist das, glaube ich, auch viel ein Accessoire. Es gibt ja viele so Reiter, die haben das passende T-Shirt mit dem Fliegenmützchen zur Schabrecker und dann die Bandagen. Genau, sieht schön aus. Ich wäre da viel zu faul dafür. Und das alles dann noch Ton in Ton mit dem eigenen Outfit. Ja, das wäre toll. Ja, das machen ja wirklich viele, wo man so denkt, wie aus dem Ei gepellt, Träumchen. Aber du sagst von der Sache her, also der eigentliche Sinn, dass da was geschützt wird, wird gar nicht interessant. Was soll man denn schützen? Also das wäre wie, wenn du dir die Beine einbandagierst zum Joggen. Wozu soll das gut sein?
[7:11] Keine Ahnung. Jedenfalls habe ich nie, ich habe das noch nie gemacht. Auch damals, wenn die Leute dann gesagt haben, du bandagierst den nicht ein. Nee, warum sollte ich denn? Ich habe es nie gemacht. Klobus war halt auch, der war immer fit auf den Beinen. Und Klecksi zum Beispiel, wo ich so gedacht habe, da bei der AKU, da kommt vielleicht was beim Röntgen. Oh, ein zehnjähriges Pferd, da sieht man bestimmt was. Gar nicht. Der war top in Ordnung auf den Röntgenbildern. Also besser hätte es gar nicht sein können. Also habe ich ja nicht alles falsch gemacht. Cool. Bevor ich mich noch bei einer Hörerin in aller Form entschuldigen muss, Für mein Gehirn, das ungefähr einem Nudelsieb gleicht, so von den Kapazitäten her. Mini-Nudelsieb.
[7:58] Noch die Frage. Ich habe heute beim Joggen unsere große Folge gehört, hatte sehr viel Spaß und Freude und fand das nochmal ganz spannend. Die Reise, auf die du uns mitgenommen hast mit Benni bei Silke Ramschütz. Da hast du ja intensiv drüber gesprochen, wie das auch war, das Lehrgangswochenende, die Verrücktheiten wieder rund um den Reitplatz, galoppierende Pferde auf der Koppel, die Benni völlig aus der Fassung bringen. Ist ja immer so ganz interessant, was passiert dann in so einer Woche danach, wie lässt sich es an, weil, das muss man ja auch sagen, jetzt mit dem Erscheinen von dieser kleinen Folge nach dem Wochenende rückt ja das Pfingstwochenende näher. Und da hattest du schon gesagt, also am Pfingsten stehen theoretisch praktisch sogar zwei Turnierstarts. Sind es eigentlich zwei Turnierstarts bei zwei verschiedenen Turnieren? Ja. Okay.
[8:52] Jeweils eine Dressur. Pferde A. Pferde A, genau. Sollte er am ersten Tag ein Schleifchen mitnehmen, würde ich am zweiten Tag nicht mehr fahren, weil ich gerne nächstes Jahr auch noch Dressur Pferde A reiten würde. Und als Sechsjähriger darf er nicht mehr als eine Platzierung haben. Und stell dir vor, er wäre am zweiten Tag auch noch platziert. Dann dürfte ich nächstes Jahr keine Dressurpferde A mehr reiten. Und das möchte ich nicht haben. Ich würde gerne nächstes Jahr auch noch Dressurpferde A reiten. Okay, jetzt geht das wieder los, dass man anfangen muss mit Leistungsklasse, finden als im Sinn, Platzierungen. Genau, weil ich mit meiner Leistungsklasse keine A-Tressur reiten darf. Und deswegen würde ich mir das mit dem A-Tressur reiten gerne noch ein bisschen aufheben, weil ich glaube nicht, dass der nächstes Jahr schon Dressurpferde L fertig ist. Und so lasse ich mir den Weg noch offen, dass ich nochmal Tressurpferde A reiten kann. Weil das darfst du mit allen Leistungsklassen. Genau, weil das sozusagen die Prüfung ist für die Jungpferde. Und da sagt man dann, okay, mit Jungpferden dürfen auch die Leistungsklasse mäßig etwas höher angesiedelten Reiter, noch dann Reiterinnen und Reiter an den Start gehen. Ist ja so ein bisschen der Grundgedanke dahinter. Man will nicht, dass jetzt Superprofis gegen Amateure, die es nicht so gut können, antreten, sondern dass das so ein bisschen einheitlich ist von denen, die da antreten. Im Prinzip ein sinnvoller Gedanke, aber wir lernen. Man muss dann halt immer so ein bisschen hin und her schieben.
[10:18] Und wenn man so wie ich mit einer Reiterin zusammen ist, so wie du, und die dann Freundinnen hat, wie zum Beispiel unsere Lieblings-Europameisterin Nicole, dann weiß man, dass man sich über sowas per WhatsApp-Sprachnachrichten sehr lange austauschen kann. Absolut. Und Nicole hat ja das Glück, dass da im Rheinland manchmal so Adressuren auch für LK3 ausgeschrieben sind. Davon träumen wir ja nur. Das habe ich noch nie gesehen, außer auf den Haflingerturnieren. Waren also auch die Adressoren immer für LK2 sogar ausgeschrieben. Mhm. Da konnte jeder mit reiten, aber das ist auf den normalen Turnieren, ist normalerweise die Adressur bis LK5 manchmal so eine Zwei-Sterne-A auch für LK4 ausgeschrieben, aber ganz niemals für LK3. Deswegen habe ich keine Chance, mit dem jungen Pferd eine Adressur zu reiten, außer ich fahre dahin außer Konkurrenz. Das ist irgendwie doof. Ja, zur Übungssache kann man das machen, aber so Turnierreiten finde ich so, eigentlich will ich ja auch die Chance haben, da irgendwie. So nach dem Motto, wenn man gut ist, dann will man eigentlich auch Blumentopf gewinnen. Eigentlich schon. Deswegen finde ich das außer Konkurrenz reiten. Ja, kann man machen. Also das würde ich vielleicht auch dieses Jahr noch ein, zweimal machen. Einfach, dass er in der Routine bleibt. Aber ich würde jetzt keine Trissot Pferdeaar mehr reiten, um da halt wirklich nichts zu riskieren. Der hat zwei Platzierungen und dann darf er nächstes.
[11:37] Verstehe. Also das ist tatsächlich, glaube ich, ein legitimer Gedanke. Und das ist aber auch bundeseinheitlich. Also es kommt auf die Ausschreibung an. Das steht in der LPO so. Ja, aber die Ausschreibung, genau. Also diese Dressurpferdeprüfung, die haben schon eine feste Ausschreibung. Und da sind halt einfach Sechsjährige nur mit höchstens einer Platzierung zugelassen. Außer Ponys, die dürfen auch mit mehr Platzierung Sechsjährigen noch in der Dressurpferde-Arsch starten. Okay. Ja, versteht man total. Und wir lernen, du bist ein optimistischer Mensch, dass du dich mit der Möglichkeit beschäftigst, mit Benni an einem Wochenende zwei Schleifen zu gewinnen. Wenn es nur vier Starter sind? Sind es denn? Nein, es sind mehr. Es sind mehr Nennungen, aber am Ende des Tages, ich war ja auch mit Klexi schon Frisurferde L platziert und es waren halt nur vier Starter und wir waren vierter, aber die Platzierung hat er halt einfach. Und dann ist das so, wie es ist. Und dann ärgert man sich, wenn man so eine Platzierung hat und darf deshalb dann nicht mehr heiten nächstes Jahr. Total.
[12:40] Wir sind gespannt. Hat er sich denn vernünftig angestellt in den Tagen nach Silke Rahmschütz? Das ist ja immer irgendwie so nachhaltlich. Also wenn er jetzt an so einem Lehrgangswochenende irgendwie bei Unterwegsgeschichten am Rad dreht oder so, dann heißt es ja nicht, dass der dann, wenn er wieder zu Hause ist, dann ist ja auch ganz schnell alles wieder in einem normalen Modus, oder? Dass die einfach, also die regen sich auf, die regen sich aber auch wieder ab. Ja, ja, also zu Hause ist er sowieso total gechillt. Und da geht es ja auch gut mit dem Training und so. Und die sind ja auch auf der Koppel. Der kann ja auch bocken und galoppieren, wenn ihm danach ist. Also der kann sich ja auch bewegen, wie er will. Aber ich bin jetzt diese Woche, ich glaube, zweimal geritten.
[13:24] Und ja, also wir üben immer noch das, was wir mit Silke Rahmschutz gemacht haben, dass er halt so ein bisschen die Anlehnung sucht, dass er nicht mehr ganz so grob ist mit mir, wenn er sagt, ich will die Zügel haben. Naja, genau. Aber ich habe mich auch dann gestern Abend auf der Jimmy-Party, wir waren gestern Abend auf der Jimmy-Party, Jimmy hatte Geburtstag. Jimmy ist ein kleiner Dackel, muss man dazu sagen. Von der lieben Mareike und dem Christian und die haben wieder eingeladen zur sehr beliebten Jimmy-Party. Also das war ein sehr netter Abend und da habe ich mich mit einer… Auch mit einer ehemaligen Stallkollegin unterhalten. Die hat auch eine junge Stute, fünfjährig, glaube ich. Und dann haben wir uns so ein bisschen ausgetauscht. Und sie sagte, das macht die auch. Also das ist ganz normal bei den Jungpferden, dass die noch nicht so stabil sind in der Anlehnung. Und dass die schon auch mal sagen, da gehe ich jetzt dagegen. Und da stoße ich mal.
[14:13] Und das tröstet mich immer, dass andere die gleichen Sorgen mit den Jungpferden haben wie ich. Also dass ich nicht so, manchmal denke ich so, oh Gott, mache ich denn irgendwas gravierendes falsch? dass das Pferd da nicht in der Anlehnung ist. Aber ich bin auch so ein bisschen verwöhnt, vor allem von Nixon. Nixon war ja unerschütterlich in seiner Anlehnung. Das war ein Traum. Man hat sich da drauf gesetzt, die Zügel aufgenommen und dann ist der an die Hand getreten, immer. Der war wirklich unerschütterlich. Und Acey ist auch recht leicht in der Anlehnung und geht, ja, also der würde jetzt auch nicht mehr die Zügel aus der Hand klauen wollen oder so. Also die sind, die Haflinger waren immer sehr fein in der Anlehnung und da bin ich schon auch ein bisschen verwöhnt. und auch von Klexi, auch der ist sehr fein zu reiten. Und Benny ist dann eher so ein bisschen die grobe Mettwurst. Genau, der ist zwar schon auch leicht in der Hand und so, aber also entweder haut er mir dann ab, indem er sich eng macht und dann sagt er, nee, nee, nee, will ich nicht. Oder er sagt halt, okay, dann gibt die Zügel halt her. Und da müssen wir halt jetzt noch das richtige Mittelmaß finden, dass er vertrauensvoll an die Hand tritt. Ich muss ja dazu sagen, die Veranstaltung gestern, so schön das war, Ja.
[15:20] Es hatte auch ein bisschen was von Stuhlkreis, so ein bisschen so anonymer Alkoholikermäßig, weißt du, man tauscht sich aus über gemeinsame Dinge, die einen umtreiben, beschäftigen, belasten, ist jetzt ein großes Wort. Aber es war dann auch, du hast ja in der letzten Podcast-Folge von Pferde-Burnout gesprochen und es ergab sich in diesem Stuhlkreis namens Jimmy Party, dass also auch andere Mädels aus dieser Kombo sagen, Pferde-Burnout habe ich auch original ich so. Also dieses Gefühl von ich bin nicht allein.
[15:58] Ich bin süchtig. Hallo Jenny. Wir sind alle süchtig. Oder wie geht es da bei den AAs? Du weißt schon, was ich meine. Also so ein bisschen war es so. Mein Name ist Jenny. Ich habe Pferde im Selbstversorgerstall. Das reicht schon als Problem. Danke für deine Offenheit, Jenny. Schön, dass du da bist, Jenny. Nein, also ich bin ja mit diesem Problem tatsächlich auch nicht alleine, dass man irgendwie so Sklaven seiner Pferde ist.
[16:21] Und die ehemalige Stellkollegin hat es auch echt so treffend ausgedrückt. So hier eine Wurmkur, da eine Impfung, da ein Hufgeschwürt, da ein Eisen verloren, da passt der Sattel nicht, da habe ich ein Eczem. Und du kannst nichts machen und deine Anwesenheit ist immer gefordert und es kotzt mich einfach nur abgrundtief an. Also so war, glaube ich, jetzt in meinen Worten gesprochen, aber so wurde das da recht unverblümt zum Ausdruck gebracht. Und sie hat mir voll aus dem Herzen gesprochen. Und dafür sind ja solche Veranstaltungen auch irgendwie wichtig und gut. Man ist nicht allein. Man ist nicht allein, genau. Total. So gerne ich dieses Hobby mache und es auch wirklich liebe, es zu tun. Aber diese Ausschließlichkeit ist jetzt wirklich so ein Punkt erreicht, wo ich sage, ich möchte nicht mehr dieses ausschließlich nur Pferde. Ja.
[17:08] Jenny, es ist ja nur die kleine Folge und wir sabbeln schon wieder eine halbe Ewigkeit. Ich möchte mich noch, das hatte ich vorhin gesagt, in aller Form entschuldigen bei einer Hörerin. Und zwar ist es die Hörerin namens Ulli, die vor kurzem, Mich darauf hingewiesen hat, wie man denn im Norden unserer künftigen Heimat dieses berühmte, also sagt man Moin, sagt man Moin Moin und sie hat sogar ein Video geschickt von Radio FFN, die das mal aufgedröselt haben. Also kurz vorm Moin Moin sagen nur Touristen, Idioten. Es heißt Moin und es gibt aber je nach Betonung verschiedene Bedeutungen dieses Moin. Also das kann einfach nur Hallihallo heißen. Es kann aber auch diverse andere Bedeutungen noch haben. Wir können es ja nochmal in einem gesonderten Verfahren aufdröseln.
[17:57] Jedenfalls wusste ich nicht mehr genau oder ich wusste nicht zu sagen, ist es jetzt die Uli oder der Uli. Und die Uli hat nochmal geschrieben und das war mir dann fast wieder peinlich, weil sie schrieb, Hallihallo, ich war sogar schon mal zu Gast bei euch im Podcast. Und da ist mir dann quasi das Blut in den Adern gefroren. Und zwar ist es die Uli, die in Folge, habe ich vergessen, 281, 283 oder so, davon erzählt hat, es ging um Pferdeversicherungen, was ist sinnvoll an Versicherungsschutz und was können Pferde Böses anstellen, was dann eine heftige Rechnung für den Pferdebesitzer zur Folge hat. Und das Pferd von Uli hat den eigenen Stall damals unter Wasser gesetzt, weil es irgendwie einen Wasserhahn aufgemacht hat und zwar im Winter. Und der Stall und die Stallgasse war dann quasi eine Eisbahn. Wir erinnern uns, ich habe mich jedenfalls sofort an die Folge erinnert, es war puppenlustig und das war also die Uli und ich hatte es einfach verdrängt. Aber gut, Folge 200 noch was ist halt auch schon ein bisschen her. In diesem Sinne Entschuldigung dafür. Vielen Dank für deine aktuellen sehr informativen Videos in Sachen Moin und Moin Moin. Das wird ja für uns dann bald eine größere Rolle spielen.
[19:24] Mal schauen, in der nächsten großen Folge könnten wir ja auch mal so einen kleinen Ausblick geben. Du weißt ja noch nicht alles, was dich jetzt erwartet im Norden, aber so ein bisschen was natürlich schon. Was ist das eigentlich für eine Herde, in die deine drei Flitzpiepen da rein sollen? Was ist das für eine Haltungsform? Ich glaube, ein Aktivstall, ne? Genau, ja. Irgendwie gemischte Herde, da hast du immer gesagt, es geht gar nicht. Weil genug Platz da ist, man muss gucken, ob es funktioniert. Also das ist so, kann ich gar nicht einschätzen. Wie die sich da auch dann so benehmen und so weiter. Obwohl doch AC wird, glaube ich, komplett unproblematisch. Wie ist die Integration geplant? Werden die erstmal so eine Isolationshaftzelle haben oder werden die gleich reingeschmissen? Gibt es Futterautomaten? Gibt es Futterautomaten? Ich glaube schon, ja. Wie schnell lernen die das? Ich kann mich erinnern, damals als du Futterautomaten hattest, es gab auch Pferde, denen es nicht schnell genug ging mit den Automaten. Die haben dann in dem Automaten randaliert und gegen den Automaten getreten. Ja, oder wenn schon zwölfmal abgeholt war am Tag und dann einfach nichts mehr. Dann kam nichts mehr. Und dann gab es den einen oder anderen Haflinger. Das ist dann so wie Boris Becker am Geldautomaten. Genau, der dann mal echt lautstark protestiert hat, wieso es denn hier keinen Hafer mehr gibt. In dem Saftladen. Ja.
[20:43] Also, da werden wir mal einen kleinen Blick riskieren. Was erwartet Jenny und ihre Pferde im Norden? Und also, was erwartet uns im Norden, ist ja auch scheißegal. Hauptsache den Pferden geht’s gut.
[20:55] Hauptsache Alessio geht’s gut. Wir sind ja wieder nur 23. geworden beim… Beim ESC, also dann. Manche Dinge erinnern sich nie, die Sachen mit den Pferden auch nicht. Ich glaube, das ist Schiebung. Das ist Schiebung. Du bist ja, glaube ich, einer ganz großen Sache auf der Spur. Das ist nicht richtig. Das ist so wie die Haflingers im Südschwarzwald ist Deutschland beim ESC, oder? Absolut. Du gewinnst da einfach nichts. Also sind die deutschen Künstler die Haflinger der internationalen Musikszene. So, und mit diesem gedanklichen, ihr wisst schon, mit dieser Gedankenaufgabe entlassen. Die Folge heißt heute der ESC der Haflinger. Genau, der ESC der Haflinger, wie auch immer. Danke fürs Zuhören, macht’s gut. Tschüssikowski. Hast du schon Tschüss gesagt? Ja, der Hund hat Hunger. Kannst du nochmal Tschüss sagen, bitte? Nochmal. Tschüss.
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