
16 Jahre Ehe, Umzugskisten, Turnierplanung und mittendrin die Frage: Wie werden Jennys Pferde künftig an der Ostsee leben? In Folge 447 wird es überraschend persönlich – und gleichzeitig ziemlich pferdig. Denn der Blick geht nach vorne: weg vom bisherigen Stallalltag im Schwarzwald, hin zu einem neuen Kapitel im Norden.
Kreative Wege zur Extraportion Hafer
Besonders spannend: Jenny erzählt ausführlich von den Plänen für die Haltung ihrer drei Pferde in einem Aktivstall. Mehr Bewegung, Herdenleben, automatische Fütterung und deutlich mehr Freiheit – nicht nur für die Pferde, sondern auch für die Besitzerin. Gleichzeitig geht es um die Vor- und Nachteile gemischter Herden und darum, warum „Pferd hat heute frei“ nicht immer das bedeutet, was viele denken.
Natürlich darf auch der Sport nicht fehlen: Pfingsten steht vor der Tür und damit ein volles Turnierwochenende. Während AC auf M-Niveau an den Start gehen soll, bleibt bei Benny alles etwas offener – nicht wegen mangelnder Vorbereitung, sondern wegen Staus, Timing und der besonderen Mischung aus Talent und fünfjähriger „Wundertüte“.
Eine Folge zwischen Aufbruchsstimmung, Stallphilosophie und Turnierfieber – und mit jeder Menge Geschichten aus dem Aktivstall-Alltag, die zeigen: Pferde finden immer kreative Wege zum Extra-Hafer.
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Hier geht’s zum vollständigen Transkript:
[0:00] Jenny, hier ist der Pferde-Podcast Folge 407 und doch schreien. Ich muss schreien, ich muss meine Freude rausschreien, dass in diesem ganzen Wahnsinn des Hauptstadtbetriebs dann auch noch sowas Tolles obendrauf kommt wie der Pferde-Podcast. Ich bin bejeistert, so zu sagen. Du sagst jetzt sowas Tolles wie Wedding Day, den wir heute haben. Also am heutigen Tag, an dem wir aufnehmen, haben wir Wedding Day Baby. Weißt du, wie viele Jahre?
[0:35] Na klar, das ist einfach zu merken. 16. Genau, weil wir haben geheiratet im WM-Jahr. 2010. Die Fußball-WM in Südafrika. Eine tolle Reise war das. Absolut. Du als Reporter und ich als liebende Ehefrau. Als Spielerfrau sozusagen. Als Spielerfrau sozusagen. Ich habe mit den berühmten Spielerfrauen auf der Tribüne gesessen in Durban. Südafrika, an der Küste. Ja, so ist es. Wir fangen schon wieder nicht pferdemäßig an. Und erzählen hier Schwenke aus unserem Leben. Aber der eine schwank. Da hatte ich nämlich das Pferd noch im Aktivstall. Da konnte ich sowas noch machen. So, das ist doch die Brücke, die wir brauchten. So sieht es mal aus. Wir fallen uns extrem ins Wort heute, falls es dir aufgefallen ist. Entschuldigung.
[1:31] Und den einen Schwank, also den muss ich ja noch erzählen, weil das ist auch wirklich auf eine Art romantisch. Als du mit dem Standesamt telefoniert hast, wann wir denn wohl heiraten könnten, wann da noch was frei ist. Und quasi du hast die Termine gemacht. Und du hast es gemacht anhand des Bundesligaspielplans. Richtig, die Eintracht darf nicht spielen, ja. Da geht es nicht, da hat Eintracht Frankfurt ein Heimspiel, da hat Eintracht Frankfurt ein Auswärtsspiel, da könnte es gehen. Da ist irgendwie, was weiß ich, DFB-Pokal oder so. So, jetzt kommt aber der Hafer- und Bananen-Blues und dann geht es mal los. Das ist der Hafer- und Bananen-Blues, das ist das, was jedes Pferd haben muss.
[2:18] Und wir sprechen ab jetzt nicht über Privatzeugs, sondern wir sprechen über die Pferde. Eins müssen wir doch sagen, diese Standesbeamtin hatte einen sehr netten Spitznamen von uns. Das Dokumentenluder. Die hört wahrscheinlich keinen Pferdepodcast, die weiß nicht, wer wir sind. Aber du hast sie liebevoll das Dokumentenluder genannt. Aber man muss erklären, warum. Also es wurden Urkunden aus meiner grauen Vergangenheit verlangt und es wurden nur Original-Urkunden akzeptiert. Und ich hatte die nicht mehr. Irgendwelche, weiß der Teufel, ich weiß gar nicht mehr.
[2:58] Das Dokument über die frühere Ehe, über die Scheidung, ich kriege es nicht mehr zusammen, wie auch immer. Und es war schlimm. Es war ein Kampf mit dieser Frau. Am Ende war sie aber ganz nett. Das muss man sagen. Ja, sie hat uns sehr schön verheiratet. Total. Jetzt der Pferde-Podcast. Oder wollen wir noch so einen Wedding-Podcast machen?
[3:18] Pferdemädchen haben ja auch immer so eine Ader für so Romantik und gucken Sex in the City und so ein Zeug. Also eigentlich, man könnte das ausbauen, theoretisch, aber ich habe auch Angst davor. Also Pferde sind, und dass ich das mal sage, sind das vergleichsweise sichere Terrain, inhaltlich jetzt so. Wir könnten ja auch so einen Beziehungspodcast machen. Wie ist man 16 Jahre glücklich in der Ehe? Auf gar keinen Fall. Wie bist du denn eigentlich drauf heute? Das ist Wahnsinn. Und ich hatte eigentlich gar nicht so gute Laune, weil ich bin ein bisschen erschöpft und so. Aber es geht los und die Laune ist schon mal gut. Wir haben immer noch nicht über Pferde geredet. Doch, wir haben über den Aktivstall. Das haben wir schon gestreift. Eines der Stichworte im Pferdepodcast haben wir beim letzten Mal versprochen. Wir wollen mal so ein bisschen einen kleinen Einblick geben. Wir wissen es ja selber noch nicht so ganz genau, wie werden denn nach unserem Umzug in den hohen Norden an die Ostsee, an dem wir ja gerade arbeiten, Kisten packen und so und Wohnungen suchen. Gar nicht so einfach, Klammer auf, Klammer zu. Aber da hast du ja zumindest so eine Idee, wie deine drei Pferde wohl so untergebracht sein werden. Also du kennst so die Eckdaten. Und da kann man ja mal so ein bisschen was, und das ist dir sehr sympathisch, man kann so ein bisschen was dazu erzählen. Das wäre so eine Idee.
[4:42] Und die zweite Idee ergibt sich so ein bisschen aus deinen sportlichen Ambitionen, die du ja unabhängig von dem ganzen anderen Kram natürlich auch noch hast. Die Turnierstarts waren eigentlich mal avisiert, aber es ändert sich immer so schnell alles, mit dem Benni. Und diesmal ist nicht Benni schuld, das muss man mal sagen. Nee, diesmal ist Pfingsten schuld. Ja, Pfingsten, die dumme Sau! Also nein, Pfingsten, toll, toll, Feiertage. Aber du hast heute den Fehler gemacht, Radio zu hören und hast gelernt, der Freitag vor Pfingsten soll der staureichste Tag des Jahres werden. Das ist der Tag, an dem unser Podcast rauskommt. Genau, immer ab dem Nachmittag, weil vormittags sind ja die Kids noch in der Schule, aber ab Nachmittag, Schulschluss, haben sie prognostiziert, dass die Autobahnen verstopft werden. Und wann ist diese blöde Dressurpferde? Ah, die ist normalerweise immer morgens um acht und die machen das um 14.30 Uhr. Seid ihr denn verrückt? Kann doch mich mit dem jungen Pferd nicht in den Stau stellen.
[5:48] Genau. Armageddon auf der Autobahn. Ist übrigens falsch. Also der Podcast kommt raus für die Steady-Hörers. Am Freitag und auf allen Plattformen am Samstag. Ich habe unsere eigenen Veröffentlichungstermine. Ja, ich wollte dir nicht ins Wort fallen, weil ich habe es gemerkt, den Fehler. Du hast es gemerkt? Ja. Alles klar. Sehr lüblich. Genau. Niemals widersprechen. Weißt du? Also ganz wichtig.
[6:11] Immer so tun, als hätte das wohl schon alles so seine Richtigkeit. Jetzt spielt unser Manni die Pferdepodcast-Hymne. Dann können wir doch mal kurz durchatmen und dann Tads mal losgehen. Entschuldigung, wenn ich ein bisschen verstrahlt bin, dann liegt es an Summer in the City in Berlin. Und du hast aber auch schon irgendwie mit einer ganz alten Stall, nee nicht Stall, aber mit einer Schwarzwaldfreundin heute gefeiert, so in der Art. Genau, ein Abschieds-Säckchen haben wir schon mal getrunken. Vielleicht trinken wir nächste Woche nochmal ein Abschieds-Säckchen, weil es so schön war. Doppelt hält besser, genau. Jetzt der Manni dran, dann geht’s los.
[7:19] Jenny, die Sache mit den Pferden und mit den Turnieren, das ist ja immer ein Hin und Her, da kann es natürlich aktuelle Entwicklungen geben. Fakt ist, du willst ja an Pfingsten, es ist ja nicht so, dass alle Turnierstarts abgeblasen sind, du willst nur an dem Freitag vor Pfingsten. Der ist ja dann für die allermeisten Hörer der Folge auch ohnehin schon durch. Da hast du gesagt, okay, ich verzichte lieber wegen staureichster Tag. Am Pfingstwochenende willst du trotzdem starten. Wir können so ein bisschen darüber sprechen in der Folge, wie ist er denn so drauf? Unser Nervenbündel, das Nesthäkchen. Aber bevor wir das machen, finde ich ja total spannend und spannend, Ändert sich ja jetzt erstmal nichts. Noch bist du im Schwarzwald.
[8:02] Vorfreude ist da auf den Norden. Es wird den Umzug geben. Ja, und es gibt so eine, also erstmal ja quasi eine Beschreibung. Du machst dich ja immer sehr kundig vorher. Ist ja logisch. Wo werden denn meine Pferde untergebracht sein? Klammer auf, Klammer zu. Es ist fast die wichtigere Frage als die Frage, wo werden wir denn untergebracht sein? die Menschen. Kein Witz, also vieles richtet sich nach den Pferden. Und von daher, da guckst du drauf, wie es dann am Ende tatsächlich ist. Weiß man ja vorher immer nicht so genau. Wir werden das natürlich hier dann auch im Podcast berichten. Aber so wie es sich anhört, klingt es erstmal nicht schlecht, ist dir sympathisch und es ist so ein bisschen back to the roots. Erzähl doch mal.
[8:48] Genau, also es ist ein Aktivstall mit im Sommer 24-7 Koppel auf und auch, wie man so einen Aktivstall kennt, mit mehreren Paddocks, mit Laufwegen, mit einer guten Infrastruktur, also Reithalle, Reitplatz und so alles dabei. Also ich kann auch reiten, wenn ich will, aber sie könnten auch einfach mal so ein bisschen chillen und könnten einfach mal Pferd sein. Also diese Möglichkeit gibt es auch. Im Aktivstall sind die Pferde ja immer bewegt. Die bewegen sich ja selber, die haben genug zu tun und wenn die da neu ankommen, werden die sowieso erstmal viel zu tun haben. Und meine Schwester steht in diesem Stall und da habe ich natürlich auch dann Vertrauen, dass das alles gut ist. Und die sind sehr zufrieden und das ist alles gut.
[9:34] Und deswegen, da wurden dann zufällig drei Plätze frei und dann habe ich gesagt, na dann, kommen wir zu dir. Ich weiß gar nicht, wie meine Schwester das findet. Die war erst so ein bisschen verhalten.
[9:47] Okay, ich glaube, sie freut sich. Wir sind Schwestern. Wir werden streiten. Wir werden uns lieben. Das ist, glaube ich, ganz normal. Aber wir sind ja auch jetzt keine Kinder mehr und keine Teenager mehr und wir wissen uns ja auch aus dem Weg zu gehen, wenn wir uns auf den Wecker gehen. Deswegen glaube ich nicht, dass es da irgendwelche Probleme gibt. Und.
[10:04] Ich freue mich sehr darauf, dann auch mal spontan nach Berlin kommen zu können, ohne mir vorher Gedanken machen zu müssen, wen frage ich denn, der abends meine Pferde füttert, wer macht mir denn das Heuners, wer macht mir denn dies und jenes und sel und koppel auf, koppel zu, abäppeln, misten. Muss ich alles nicht mehr machen, muss ich mich nicht darum kümmern. Und so dieses wirklich nicht mehr so ausschließlich mein Leben nach den Pferden auszurichten, darauf freue ich mich. Ich weiß ja auch, wie das ist, wenn man sein Leben nicht ausschließlich nach dem Pferd richtet. Ich war ja vorher auch in dem Aktivstall und das war wunderbar. Man konnte in den Urlaub fahren, man konnte weggehen, man musste sich keine Sorgen machen und das habe ich mir zurückgewünscht, dass ich auch wirklich mal wieder ein bisschen freier bin und auch nicht immer darüber nachdenken muss, wer kümmert sich denn darum und wer macht dies und wer macht jenes. Also das war auch so das Ziel und ich hoffe, dass wir das auch so umsetzen können. Ja, dass das dann so kommt. Wenn du jetzt sagst, die Pferde können auch mal chillen, dann ist das ja nicht zu verwechseln mit diesem Spruch, den wir hier in der Folge oder hier im Podcast ja auch schon mal kritisiert hatten. Mit diesem, die Pferde haben heute mal frei.
[11:18] Wo wir gesagt haben, das ist häufig so derart Thema verfehlt und trifft den Kern so gar nicht, weil wenn man das über Pferde sagt, die Boxenpferde sind.
[11:33] Dann ist das fast schon so ein bisschen, wo man so sagt, okay, das ist einfach nicht richtig so zu denken, dass man dem Pferd einen Gefallen tun würde, in dem man sagt, okay, es steht nicht nur 18 Stunden am Tag in der Box, sondern dann eben in dem Fall 23 oder so. Also du weißt, was ich meine. Oder 24, genau. Und kein Besitzer… Holt sein Pferd sechs Stunden am Tag raus zum Reiten.
[12:03] Aber du weißt ja, was ich meine, dass das Pferd heute mal chillen darf, was ja so, wenn man es vermenschlicht, Menschen finden es ja ganz gut, wenn man mal einen Tag oder einen halben Tag hat, nur zum Chillen. Das ist ja bei Pferden nicht so. Und weil du das Wort gerade verwendet hast, das ist ja im Aktivstall, ist das ja tatsächlich, also Chillen in dem Sinne, Sie müssen jetzt nicht, also du sitzt nicht drauf und du verlangst ihnen nicht Dinge ab, die für eine sportliche Dressurprüfung irgendwie von Nutzen sind oder so. Aber das Gute ist ja, die sind tatsächlich immer in Bewegung. Vielleicht kann man ja so, für die, die es nicht kennen, gibt es Pferdeleute, die es nicht kennen? Also möglicherweise schon, die sozusagen in so konventionellen Stellen stehen. Also ich fand das ja als Laie damals, also fand ich das ja super spannend mit diesem, so nach dem Motto, dass viele Dinge auch einfach auseinander liegen in so einem Aktivstall. Es gibt eine Fressenstation und wenn man zum Trinken will als Pferd, dann muss man zum Beispiel latschen. Also man muss sich bewegen, fand ich irgendwie mega.
[13:10] Jaja, also auch ein Pferd in einer Paddockbox und da, also das ist ja so ein bisschen dieser Trugschluss, ja mein Pferd hat ja eine Paddockbox, naja das sind dann fünf Meter vor und fünf Meter zurück. Ein Pferd ist ein Lauftier, also eigentlich müssen die sich den ganzen Tag bewegen und wenn ich das so beobachte beim meinen, also wir haben jetzt nicht so große Koppeln, aber wenn die Koppeln auf sind.
[13:32] Dann laufen die schon den ganzen Tag da vor und zurück und suchen ihren Grashalm und bewegen sich eigentlich den ganzen Tag. Weil es ist keine fette Weide, die ist schon recht runtergefressen und dann haben sie immer wieder was zu tun, sich ein bisschen Futter zu suchen und müssen wieder zurück zum Trinken. Also sie müssen sich bewegen und stehen halt nicht auf, keine Ahnung, 16 oder 20 Quadratmeter und können im Prinzip nur im Kreis laufen. Und das ist halt wirklich eine Strafe für ein Pferd, dann zu sagen, der hat heute frei. Mal ganz abgesehen davon, dass ich auch 23 Stunden Box für ein Pferd als absolute Strafe empfinde. Also ich finde, so ein Lauftier, man sollte das artgerecht halten und artgerecht ist halt eben nicht einsperren auf ein paar Quadratmeter. Das ist nicht artgerecht. Ja, genau. Was ich auch damals so, also was ich ja wirklich spannend fand, war die Sache mit diesen Chips in der Mähne. Ich glaube, dass das für deine Pferde gar nicht nötig wäre, so einen Chip zu haben, mit dem man steuern kann. Und darauf will ich hinaus, dass du vielleicht noch mal kurz erklärst, diese Chips sind ja dafür da, die Futtermenge zu steuern. Das geht ja elektronisch mit Hilfe von so Futterautomaten.
[14:52] Korrigiere mich, aber deine Pferde haben ja Zugang, na gut, sie haben die ganze Zeit Zugang zum Heu, aber natürlich nicht zum Kraftfutter. Also mit Hilfe von den Automaten wird ja schon, alles klar, Denkfehler, auch für deine Pferde relevant. Man steuert damit ja die Menge an Kraftfutter, die so ein Pferd bekommt. Also weil in den Chip ist irgendwie eingespeichert, wie oft geht das Türchen zu dem Automaten auf. Genau und wie viel Futter wird freigegeben? Also man kann ja diese Menge dann auch eingeben und kann sagen, verteile mir zum Beispiel ein Kilo Hafer auf zwölf Portionen. Dann ist das natürlich nicht so viel, was das Pferd da jedes Mal kriegt, aber es ist gewährleistet, dass es über den ganzen Tag verteilt Futter kriegt und nicht eine Portion große Mengen und dann den ganzen Tag nichts mehr. Und in dem Aktivstall, in dem ich früher war, gab es ja tatsächlich auch diese chipgesteuerten Heuraufen.
[15:48] Also da gab es diese Dauerheuraufe, wo das Pferd aber auch nur mit Erlaubnis rein durfte. Also die fetten Pferde durften da nicht rein. Die durften nur portioniertes Heu in den Heuautomaten fressen. Und die dünnen Pferde, die durften auch ins Dauerheu. Das hat dann dieses Kraftfuttertörchen, hat das geregelt, indem es erkannt hat, das ist ein fettes Pferd. Da schwenken wir die Tür nicht auf zum Dauerheu, sondern der muss wieder dahin zurück, wo er hergekommen ist. Oder der hat gesagt, alles klar, das ist ein dünnes Pferd, du darfst nach dem Kraftfutter ins Dauerheu. War super klug gelöst damals, also das war ein toller Aktivstall und auch der Koppelzugang wurde genauso geregelt. Es gab auch Pferde, die durften nicht so lange auf die Koppel, da ging dieses Koppeltürchen halt erst nachmittags um 15 Uhr auf. Und nicht schon morgens um acht, wenn alle anderen auf die Koppel gegangen sind. Also so konnte man wirklich gut steuern, dass die Pferde mit der nicht so passenden Bikini-Figur noch ein bisschen abspecken, bevor der Sommer ganz da ist. Hat man mit der Stallbesitzerin besprochen, was ist da sinnvoll, was ist gewünscht und so weiter. Und dann konnte die Stallbesitzerin das über irgendwie so eine, keine Ahnung, Schnittstelle, Computer, wie auch immer, wurde dann der Chip so programmiert. Und der Chip hat dann diese Laufwege und diese Automaten und so weiter gesteuert.
[17:07] Meine persönlichen Lieblingsgeschichten waren ja immer die, wenn also Pferde gesagt haben, okay, der Chip will vielleicht nicht so, wie ich will, aber es geht möglicherweise auch mit Gewalt. Also das gab es schon auch. Genau, ja. Also es gab schon das eine oder andere Pferd, das halt wirklich so sehr Wutentbrannt im Kraftfutterautomat an diese Box gehämmert hat. Das war so eine Stahlbox, wo das Futter rauskam und das hat immer mächtig Krach gemacht. Also da waren schon welche dabei, die immer wieder versucht haben und wenn dieses Ding dann so vibriert hat, dann ist auch immer mal wieder ein Haferkörnchen irgendwo aus irgendeiner Ecke rausgefallen. Das war doch von Erfolg. Genau, sie waren immer erfolgreich, also haben sie es natürlich auch nicht gelassen, weil irgendwo war immer noch auf dem Weg von diesem Silo runter in die Futterschüssel war immer noch ein Haferkörnchen versteckt.
[18:00] Und so waren sie dann doch erfolgreich und hatten dann immer noch mal ein Haferkörnchen zusätzlich. Aber das sind Pferde. Also das wird man denen nicht abgewöhnen und die werden das machen. Und die Dinge sind so stabil gebaut, dass die das auch ausgehalten haben. Also da ist nichts kaputt gegangen oder so. Und es gab halt immer so bestimmte Pferde, die das halt einfach gemacht haben. Und man wusste genau, wenn es gehämmert hat, auch, das ist der Nero, der steht im Kraftfutterautomat. Alles klar. Und hat einen Brass und hat Hass auf die Welt. Aber die Pferde waren sehr zufrieden. Also ich kann mich ja noch erinnern, ich habe ja den Nixen damals dreijährig gekauft und den auch direkt in den Aktivstall gestellt.
[18:40] Und Pia hat immer geschimpft mit mir, hol den da raus, der ist zu müde. Ja, der war auch als junges Pferd öfter mal müde. Ja klar, der ist den ganzen Tag da rumgelaufen und dann bin ich gekommen und habe von ihm verlangt, er soll sich konzentrieren. Mit drei oder vier oder fünf war der ja noch ein sehr, sehr junges Pferd und das hat den natürlich auch müde gemacht, so ein Aktivstall. Und dann war natürlich bei der Arbeit in zehn Minuten die Luft raus, dann konnte der nicht mehr. Und Pier hat immer mit mir geschimpft, der holt den da raus, stellt den in die Box, der braucht ein bisschen mehr Kraft. Und der lernt es schon, der wird sich daran gewöhnen. Hat er ja auch. Es hat alles ein bisschen länger gedauert, aber er hat sich daran gewöhnt und er konnte das auch ganz gut kompensieren, dann diese Laufwege und das Spielen im Aktivstall und trotzdem Kraft genug haben für die Arbeit. Also Nixon war am Ende wirklich ein Muskelpaket. Also der war so stabil und der war so kräftig. Also dem hat es dann auch gar nichts mehr ausgemacht. Und im Gegenteil, ich glaube, das war eine gute Schule für das junge Pferd, dass er wirklich auch vernünftige Muskeln aufbauen konnte und auch Kraft aufbauen konnte, um dann später auch das zu machen, was ich von ihm erwartet hatte. Und ich finde diese Haltung immer noch.
[19:50] Dem artgerechten Halten der Pferde, das kommt dem noch am allerallernächsten im Herdenverband und den ganzen Tag Futter, nicht große Portionen auf einmal, nur zwei- oder dreimal am Tag, sondern wirklich kontinuierlich 24 Stunden Futter suchen und auch fressen. Also das ist schon der Natur sehr, sehr nah. Ja, jetzt, ich wollte noch, eigentlich wollte ich noch eine Futterautomaten-Randaletti-Geschichte dazwischen schieben. Ach komm, das machen wir jetzt auch noch schnell, aber dann Stichwort Herde, das wir es nicht vergessen.
[20:27] Herdenverband, das würde ich auch gerne noch besprechen. Stichworte Wallache und Stuten, das wird da ja im Norden ein Thema sein. Aber diese eine Randalletti-Geschichte sei noch kurz erwähnt, weil auch dein Oldtimer-Globus, den unsere Hörers ja nun auch kennen, Der war ja auch in dem besagten Aktivstall und der hatte auch so eine Randale-Phase. Und jetzt, ich weiß nicht mehr, ob ich das noch zusammenkriege. Da ging es um einen Automaten. Wenn man vorne rausgegangen ist, dann musste man als Pferd ja weite Wege gehen, um sich dann irgendwann an der Schlange wieder hinten anstellen zu können. Das gab natürlich noch den Shortcut sozusagen. Ich gehe mit Gewalt rückwärts raus. War es nicht so? Dann steht man wieder quasi vorne sozusagen. Globus hat es eine Zeit lang gemacht. Der ist immer rückwärts aus dem Futterautomat geschossen. Das hätte uns auch beinahe unseren Platz im Aktivstall gekostet. Aber es haben andere Pferde auch gemacht. Und irgendwann hat sich das auch so ein bisschen gegeben. Also das war dann auch irgendwann nicht mehr so schlimm. Und er hat es auch nicht mehr so oft gemacht. Aber manche Pferde haben das einfach gemacht, wenn ein anderes Pferd sich angestellt hat. Und Globus aber noch nicht bereit war, den Futterautomaten zu verlassen. Obwohl seine Schüssel schon leer war, ist er einfach mal kurzerhand rückwärts rausgeschossen und dann wieder reingegangen, um zu sagen, also ihr wartet jetzt, ich bin noch hier drin. Manche schlafen auch im Futterautomat. Die haben da drin gestanden und haben gepumpt.
[21:53] Ehrlich ist. Auch, ja. Also das war für manche Pferde der ruhigste Platz zum Schlafen. Die haben da wirklich ihre Ruhezeit drin verbracht, wenn die anderen Pferde irgendwie woanders waren, beschäftigt waren, was auch immer. Dann haben manche Pferde sich in den Futterautomaten gestellt und haben ihren Mittagsschlaf gemacht. Also auch die gab es. Da war es wirklich ruhig. Keiner hat einen gestört. Und da im Futterautomat ist man sicher, solange das Pferd ja vorne nicht rausgeht, geht hinten die Tür nicht auf. Also die Tür bleibt ja so lange zu, Also bis das Pferd vorne durch das Türchen wieder rausgeht und dann geht ja hinten die Tür ist wieder auf, dass der Nächste kommen kann. Solange ein Pferd da drin ist, kann kein anderes Pferd rein. Und die rangniedrigeren Pferde haben das oft genossen, da einfach mal Ruhe zu haben und ganz ohne Angst, dass man weggescheucht wird oder so ein Nickerchen zu machen. Also muss man sich vorstellen wie den Wohnungsmarkt in Berlin. Also da sind alle in der Wohnung drin, alle haben eine, gefühlt, aber es geht keiner raus. Und erst wenn einer rausgeht, kann ein anderer rein und das passiert quasi nie.
[22:59] Und mir fallen noch mehr Berlin-Assoziationen ein. Also es gibt, also wenn man das jetzt so, manche Futterautomaten, wenn man die so Stadtteilen zuordnen würde, dann wären die mit der Randale und dem rückwärts rausschießen, das wäre so Neukölln. Und da, wo die Pferde drinstehen und pennen, das wäre so der feine Grunewald, so der Rentner-Kiet. Aber gut, wir schweifen schon wieder ab.
[23:23] Herdenverband, Herde, das finde ich jetzt noch vielleicht so als letzten Punkt in Sachen Ausblick an die Küste und so weiter ganz interessant. Du findest es ja grundsätzlich gut, wenn Pferde, also Pferde sind soziale Wesen und die mögen auch. Den Herdenverband und so. Und man muss ja sagen, auch deine drei sind ja schon eine kleine Herde und es tut denen ja total gut. Also es ist gut, dass die sich untereinander haben. So wird denen nicht langweilig. Die spielen miteinander. Und also auch wenn es da mal Reibereien gibt, aber grundsätzlich ist das ja schon mal eine super Sache, also dass du nicht nur eins hast, sondern dass es eben mehrere sind. Du hast aber immer gesagt, dass du das kritisch siehst, wenn männliche und weibliche Tiere zusammenstehen, weil das würde immer Stress geben. Und gut, jetzt kannst du dir ja auch, du bist ja nicht Pipi Langstrumpf, die sich die Welt macht, wie sie ihr gefällt. Es ist so, wie es ist. Und im Norden, da ist es eben so, dass das eine gemischte Herde ist. Siehst du das denn auch mit, Achtung, gemischten Gefühlen? Ein bisschen schon. Also um den AC mache ich mir weniger Sorgen.
[24:37] Ich glaube, dass für AC, der ist irgendwie, der ist so ein Sunnyboy, aber der ist so ein bisschen unnahbar. Ich glaube, dass das für den AC überhaupt kein Problem ist. Und in der Natur der Sache liegt ja, wenn neue Pferde kommen, werden alle Stuten rossig. Und das ist natürlich schon so. Ich glaube, dass der Benni da schon drauf anspringt. Oh, eine rossige Stute, das ist ja toll, die riecht aber gut.
[25:00] Ich hoffe, dass sich das alles so ein bisschen verläuft und relativiert, weil die sind ja die sind ja dann, die kommen ja in eine neue Herde, die werden erstmal, zusammenbleiben, also ich glaube nicht, dass die sich den ersten Tag trennen werden, die werden zusammenbleiben, die werden sich nicht trauen, woanders hinzugehen, und ich hoffe, dass bis sie sich trauen und ein bisschen mutiger sind, dass die Rosse der Stuten wieder vorbei ist und dann ist das alles entspannt. Also blöd wird es immer nur, wenn Stuten rossen und die Wallache sich darum streiten, wessen Stute ist das denn jetzt? Ist das jetzt meine Freundin oder ist es deine Freundin? Also das ist so meine Erfahrung. Aber es gibt auch Aktivstelle, in denen das wunderbar klappt. Also ich kenne auch einen in Hessen.
[25:42] Den hatte ich mir auch mal angeguckt und das habe ich damals nicht gemacht, eben weil das eine gemischte Herde ist, aber das klappt wunderbar. Also da sind auch Stuten und Wallache zusammen. Eine große Herde, ich glaube 30 Pferde oder so. Ich folge denen auch bei Insta und da sehe ich dann auch immer, alles klar, funktioniert ja prima. Auch die Integration und also die Pferde leben wirklich Männlein und Weiblein zusammen in einem großen Herdenverband. In der Natur würde man das nicht sehen. Also deswegen bin ich ja nicht so ein Fan davon, weil ich gerne so gucke, wie ist es denn in der Natur? Ist das so, ja? Sind die da getrennt? Ja, da gibt es eine Stutenherde mit einem Hengst und wenn die Stuten Fohlen haben und das sind halt Kerle, die bleiben eine Zeit lang in der Herde, solange sie noch Jungspunde sind, aber irgendwann werden die von dem Leithengst weggeschickt. Geht woanders hin und dann tun die sich zusammen zu einer Junghengsteherde also da sieht man keine, gemischten Herden und die Junghengste, die werden dann irgendwann auch mal sich selber Stuten klauen und werden sich eine Herde aufbauen, aber man sieht es nicht dass Buben und Mädchen zusammen in einer Herde laufen, das gibt es in der Natur nicht, Okay, sehr spannend. Du sagst ja immer, dass der Platz da eine große Rolle spielt, also wenn sozusagen auch die Fläche, also Platz im Sinne wirklich von Platz und Fläche und sich aus dem Weg gehen können und so, das ist ein wichtiger Faktor und das ist da gegeben sozusagen.
[27:11] Genau. Also es ist immer alles gut, wenn genug Platz da ist, wohin ausgewichen werden kann. Wenn das zu eng ist und man kann so ein Pferd in die Ecke stellen oder wirklich in die Not treiben, dann ist es blöd. Solange genug Platz da ist und immer alle weg können, da passiert in der Regel auch nichts. Also das ist wirklich so, der Platz ist das A und O. Wenn genug da ist, dass alle weglaufen können, dann ist es in Ordnung. Okay. Und dass in so einem Aktivstall per se natürlich mal mehr passieren kann an Verletzungen oder so, als wenn ein Pferd alleine in einer Box steht, da müssen wir auch nicht drüber reden, ist ja klar. Die Spielen, da gibt es auch mal einen Streit, die geraten mal aneinander und wenn es blöd läuft, dann kommt auch mal eine Schramme oder auch was Schlimmeres dabei raus. Klar, das ist jetzt aber, also darüber reden wir nicht, über so Kleinigkeiten. Aber grundsätzlich, okay, du sagst, das ist jetzt nicht quasi vorgegeben. Das kann ja nur schief gehen. Es kann im Gegenteil, es kann auch gut gehen. Wir sind gespannt. Ich drücke mal den Themenwechselknopf.
[28:23] Und ja, gespannt sind wir auch auf das, was du mit Benni veranstaltest. Kriegen wir jetzt nicht rein, sonst wären wir zu spät mit der Folge rausgekommen sozusagen. Hätten wir das Wochenende noch so weites oder zur Hälfte abwarten müssen. Das wollten wir jetzt nicht. Und also nach der Folge ist dann ja auch vor der Folge und so. Also wir wissen noch nicht, was dabei rauskommt. Benni, beim Turnier, du hast schon gesagt, okay, der Freitag vor Pfingsten, da wolltest du ja eigentlich, hattest du auch gesagt.
[28:58] Da gibt es ein Turnier, bei dem du mit Benni hättest starten können, wegen Staugefahr. Machst du das jetzt lieber nicht? Und ich sage mal so, sportlich und so, das junge Pferd, einmal reicht ja, im Grunde genommen auch. Was hast du denn so für ein Gefühl?
[29:16] So, jetzt mit Blick auf den nächsten Start. Ich habe so das Gefühl, es ist mal so ein bisschen Puls. Also auch wenn du über den Stau redest, dann ist ja immer, also Stau ist ja immer blöd, aber mit Benni im Hänger ist die Angst besonders groß, dass es besonders blöd wird. Ja, und die Autobahn ist die A5 und am Freitagnachmittag vor Pfingsten werde ich das nicht riskieren. Vor allem auf dem Heimweg, glaube ich, wird das Staurisiko erheblich größer sein als auf dem Hinweg. Und wenn ich mir vorstelle, ich stehe mit dem tobenden Pferd im Hänger, im Stau, dann kriege ich jetzt schon Adrenalin 1000. Ich werde das nicht riskieren. Das ist es mir nicht wert, weil, also wenn ich jetzt fahren kann und kann sagen, alles klar, das ist ein ganz normaler Tag. Die Gefahr eines Staus ist relativ gering. Dann hätte ich das gemacht, aber die Gefahr eines Staus ist relativ groß. Dann macht man es lieber nicht. Das werde ich nicht riskieren an einem Freitagnachmittag. Ich hatte sehr gehofft, dass die Prüfung morgens ist, aber die haben es jetzt auf den Nachmittag, ich weiß gar nicht, ob es von Anfang an auf dem Nachmittag war, das habe ich gar nicht drauf geachtet, weil die Jungpferdeprüfungen sind eigentlich immer morgens. Und deswegen war ich ganz erstaunt, oh scheiße, 14.30 Uhr, das ist ja doof. Und am Samstag ist die Prüfung auf dem anderen Turnier um 10.30 Uhr.
[30:37] Da habe ich aber allerdings nachmittags mit dem AC um 15 Uhr auf dem anderen Turnier die M-Tressur. Das muss ich mal gucken, ob ich das zeitlich alles hinkriege. Das eine Pferd auf dem Turnier reiten, dann wieder nach Hause fahren und dann mit dem anderen Pferd auf das andere Turnier fahren. Das muss ich jetzt erst mal ausrechnen, ob das überhaupt funktioniert. Also, aber ja, wenn nicht, dann nicht. Voll gepacktes Wochenende, ne? Wahnsinn. Bitte? Also, das ist ja voll gepacktes Wochenende, so richtig. Ja, am Sonntag habe ich auch nochmal mit dem AC eine Prüfung und am Montag auch nochmal. Und wenn jetzt halt der Benni, wenn der Start von Benni jetzt nicht sein soll, dann ist das so. Also da bin ich jetzt nicht so verbissen, dass ich sage, der muss jetzt aber unbedingt, der wird noch aufs Turnier gehen, noch oft genug. Aber ich will mir da jetzt keinen Stress machen und der Start in der M-Tressur ist mir tatsächlich ein bisschen wichtiger mit AC. Das ist eine M-Tressur auf Trense geritten, auf 40 Meter. Das ist eigentlich unsere Prüfung und die würde ich lieber reiten als eine Tressurpferde A mit dem Benni. Weil ja, also wie gesagt, ich muss erst mal gucken, ob ich das zeitlich an diesem Samstag alles so hinkriege, dass das auch just in time ist und dass ich nicht irgendwo hetzen muss. Dann würde ich beide Pferde auf dem Turnier vorstellen. Aber wenn es eng wird, würde ich mich tatsächlich für AC entscheiden. Also du gibst es dir nochmal sozusagen auf der Zielgeraden im Schwarzwald.
[32:00] Es ist wahrscheinlich schwer vorherzusagen, also wenn man jetzt so eine Frage stellt, wie sind die denn so drauf und so, dann also bei Ace ist es ja immer eine relativ konstante Angelegenheit und bei Benni ist es immer so ein bisschen Wundertüte und du arbeitest aber viel mit denen und also sagen wir mal so, du hast alles getan mit beiden. Dass es gut werden könnte. Das würdest du schon sagen. Ja, auf jeden Fall. Also AC läuft im Moment wirklich super gut. Der hat auch im Moment keine Probleme mit Husten. Also dem geht es auch gut. Der ist fit. Und ja, Benni ist halt…
[32:37] Er ist fünf Jahre alt, also es ist alles noch nicht so konstant und alles noch nicht so beständig und er hat mal gute und mal schlechte Tage und wie der auf dem Turnier ist, das kann ich immer vorher gar nicht so einschätzen. Das kann sein, dass er sich total aufregt und ich sitze drauf und alles ist gut. Es kann aber auch sein, dass er sich auch nicht reiten lässt, so wie an dem ersten Turnier, wo ich ja auch gar nicht zum Reiten kam vor lauter Klotzen und vor lauter Anspannung, kam ich ja gar nicht dazu, wirklich zu reiten. Und auf dem zweiten Turnier war das ja schon etwas besser, immer noch nicht gut, aber schon besser und ja, keine Ahnung, also das kann ich wirklich sehr schwer einschätzen. Zu Hause ist das alles gut, also auch noch altersgerecht, also seinem Alter entsprechend, so läuft er im Moment. Also das ist natürlich alles noch nicht so gefestigt und das ist alles noch ein bisschen manchmal auch so dem Zufall überlassen, klappt jetzt der Übergang oder klappt der nicht, aber das darf das auch in dem Alter. Also deswegen, er ist altersentsprechend ganz gut ausgebildet.
[33:39] Wenn es klappt. Kannst du immer sagen, es war genau so gewollt. Genau so, es ist überhaupt gar keine Frage. Und wenn es nicht klappt, dann Hashtag altersgerecht. Das ist recht komfortabel. Nein, ich mache mich jetzt ein bisschen lustig darüber. Aber ich finde das ja eigentlich auch total richtig. Man muss sagen, es gibt andere, durchaus auch befreundete Reiterinnen, die veranstalten mehr turniermäßig mit ihren Pferden in einem ähnlichen Alter.
[34:14] Auf wen spielst du denn an ja also Nuki von Nicole ist natürlich schon sehr viel weiter die geht schon L-Tressur, die ist genauso alt wie Benni aber die ist auch ein Haflinger das kann man nicht vergleichen also die sind ja auch körperlich schon, viel schneller fertig als die Warmblüte das ist einfach so, AC war fünfjährig auf dem Europa-Championat und ist L gegangen also deswegen man kann diese beiden Pferde nicht vergleichen manchmal bin ich so ein bisschen, oh die reitet schon L mit dem Pferd, das ist genauso alt wie meins. Aber dann vergleichen wir Äpfel mit Birnen. Also das kann man nicht vergleichen. Verstehe. Weil Essie war auch fünfjährig schon ältere Sour fertig. Das damals auf der Europameisterschaft. Genau, das war doch als ich die, was brauchte ich für eine Note? Ich glaube eine 6,0, ne, eine 5,0 brauchte ich für die Qualifikation. Das war Corona, ja. Und wir sind unsere erste ältere Sour gestartet und dann dachte ich, ne, eine 5,0 werde ich schaffen. Es gab nur eine 4,8 und scheiße Quali nicht geschafft Aber dann hat die FN uns ja, es gab ja keine Turniere. Ich hatte ja nur diese eine Chance, ich konnte ja gar nicht reiten. Und da hat die FN ja gesagt, ihr könnt auch ein Video schicken und könnt das dann von einem Richter bewerten lassen. Und dann hat natürlich den Vorteil, dass ich das 20 Mal üben kann, bis es klappt. Habe ich natürlich auch gemacht und dann gab es auch eine 6,8 oder so und dann war ich qualifiziert. Ein schwieriges Jahr war das für die Turnierreiter, für die Amateure auf jeden Fall. Das Corona-Jahr, bitte.
[35:41] Also man mag gar nicht daran zurückdenken, aber es kommt mir auch sofort wieder in den Sinn, jetzt wo du es so erzählst. Und okay, also der Ansatz meiner Pöbelei, es gibt ja eigentlich gar keinen Grund, Nicole Weidner anzupöbeln, weißt du. Aber manchmal, ich dachte so, ach komm, das ist so. Geht’s mit dir durch? Geht’s mit mir durch und dann, das ist so dieser Berliner Vibe, möchte ich sagen. Dafür bist du jetzt ausgeladen für den 50, ach nee, Nicole wird ja erst 49. Für den 39. Am Timmendorfer Strand. Genau. Es ist alles ein bisschen aggressiver hier in Berlin, weißt du? Einfach so, also nicht, weil es irgendwie böse gemeint ist, sondern weil es einfach, ist halt so, weißt du? Berliner Schnauze. Und es hat aber gar keine Grundlage. Das sind halt die Haflingermädels. Die sind halt schon weiter. Also gut.
[36:32] Wir bedanken uns fürs Zuhören. Hat Spaß gemacht. Wir machen jetzt mal den Deckel drauf. Das war Folge 447. Ist ja nicht so, dass es jenseits des Pferdepodcasts nicht im Moment auch noch jede Menge andere Dinge zu tun gäbe in Sachen Umzug. Du musst reiten, jede Menge, an Pfingsten, mit dem Benni, mit dem AC. Und Pfingsten ist ja auch irgendwann rum und direkt nach den Feiertagen hören wir uns dann ja auch schon wieder. Und du kannst erzählen, mit welchem der beiden hat es denn richtig gut geklappt? Was ist möglicherweise schiefgegangen? Alle Daumen sind logischerweise gedrückt. Und wir wünschen erstmal eine pferdige Feiertagszeit. Macht’s gut, bis dann. Tschüss.
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