#450 Moin.

Der große Umzug ist geschafft: AC/DC und Benny sind nach vielen hundert Kilometern Fahrt sicher an der Ostsee angekommen. In Folge 450 des Pferdepodcasts melden sich Jenny und Chris erstmals direkt vom Strand – genauer gesagt aus einem Strandkorb mit Blick aufs Meer. Nach den aufregenden Tagen rund um den Pferdeumzug ist endlich Zeit für ein erstes Durchatmen und ein erstes Zwischenfazit.

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Bange Frage: Fliegen die Fetzen bei der Eingliederung?

Besonders spannend war natürlich die Frage, wie die beiden Pferde ihre neue Herde aufnehmen würden. Wer schon einmal ein Pferd in eine bestehende Gruppe integriert hat, weiß, dass dabei durchaus die Fetzen fliegen können. Doch die Eingliederung verlief überraschend entspannt. Ein paar Rangordnungsdiskussionen gehörten dazu, doch insgesamt wurden die beiden Neuankömmlinge deutlich freundlicher aufgenommen als erwartet.

Ganz ohne kleine Blessuren ging es allerdings nicht – alle Einzelheiten hörst Du in der Folge.

Neben den Pferden sorgt auch die neue Umgebung für Begeisterung. Moderne Reitanlagen, großzügige Ausläufe und sogar die berühmten Ostsee-Möwen, die angeblich Fischbrötchen aus der Hand klauen, gehören nun zum Alltag. Der Start an der Küste ist jedenfalls gelungen – und die nächsten Kapitel dieses großen Abenteuers werden sicher nicht lange auf sich warten lassen.


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Hier geht’s zum vollständigen Transkript:

[0:16] Jenny, wie sagt man jetzt richtig zur Begrüßung? Moin. Moin. Hier ist der Pferde-Podcast, Folge 450. Und wir nehmen auf, wie wir noch nie aufgenommen haben. Wir bedauern sehr. Man kann es noch nicht mal in einem Foto so richtig festhalten, weil… Wir sitzen im Strandkorb und wir haben keinen Selfie-Stick dabei. Und man sieht, wenn man ein Selfie macht, sieht man nur die Streifen der Strandkorbhaube. Genau, so dieses typisch blau-weiß gestreifte Nord-Ostsee-mäßige und da sitzen wir drin. Wir müssen es irgendwie nachreichen, weil wir besitzen natürlich einen Selfie-Stick und wir haben ihn nur nicht dabei an der Ostsee.

[1:00] Um die Folge möglichst reißerisch zu belabeln und zu betiteln, Könnte man ihr den Titel geben, Blutankunft an der Ostsee, damit es, sie lacht schon, genau. Es ist ja nur die kleine Folge nach dem Wochenende, das durchaus anstrengend war, das muss man ja auch mal sagen, weil ihr habt es mitbekommen, wir sind umgezogen mit den Pferden vom Schwarzwald an die Ostsee und wie das alles ausführlich ist, auch wie es Klecks geht, der ja nicht mit an die Ostsee gezogen ist. Ich glaube, diese ganzen Details, die werden wir dann nachliefern in der großen Folge. Aber ich sage mal so, das Gröbste ist jetzt erstmal durch. Wir sind umgezogen und wir sitzen an einem noch… In den Pferden sind wir umgezogen. Wir sind noch nicht umgezogen. Genau, wir sind ja nur in einer Ferienhöhle und ziehen noch in die richtige Höhle. Genau.

[1:56] Treue Hörer unseres Podcasts wissen das. Genau, und wir atmen gerade so ein bisschen durch an einem Sonntag. Noch ist es ein bisschen verschlafen und wir sitzen tatsächlich am Strand, in einem Strandkorb. Wir haben gerade gefrühstückt und geben mal so ein kleines erstes Update. Sind alle Beine noch dran? Das sagst du ja immer, wenn du bei den Pferden guckst, sind alle Beine noch dran. Keins blutet, alle Beine noch dran, dann ist alles okay. Genau, dann ist alles okay. Okay, und dieses Update wollen wir kurz geben, hat alles funktioniert, weil ich sage mal so viele hundert Kilometer Pferdetransport, neue Umgebung, da fragt man sich ja schon, funktioniert das alles und man macht sich auch ein bisschen Sorgen, also tippe ich mal, ne, also tippe ich mal. Man schläft nicht ganz so ruhig in den Nächten davor und man drückt alle Daumen, dass das alles gut funktioniert. Deshalb vielleicht die Frage, die sich total aufdrängt, hat denn alles gut funktioniert? Sind alle Beine noch dran? Und Blut ist aber wirklich geflossen. Also das wäre jetzt noch nicht mal so ganz gelogen. Aber wir machen das einfach.

[2:59] Blutankunft an der Ostsee. Erzähl, wer hat geblutet? Ich fange mal von vorne an, bevor wir von dem Blut reden. Also der Transport, das hat alles wunderbar geklappt. Also die Pferde sind ganz brav gefahren. Also ich habe sie ja fahren lassen von einem Profi und die hatten auch eine Kamera und sie haben wirklich gesagt, also super brav, alle beide, war überhaupt gar kein Problem.

[3:24] Relativ zügig sind wir auch durchgekommen, also minimal Stau, so ein bisschen so um Hamburg rum, aber ansonsten war das echt super toll, ist geflutscht und wir waren nachmittags da. Ankunft im Stall und dann sagte die Stallbesitzerin gleich in die Herde, oh Gott, da hatte ich ja so ein bisschen Angst, aber Koppel, genug Platz, Gras und wir haben die beiden wirklich ausgeladen und sofort runter auf die Koppel, Also durch den ganzen Offenstall vorbei an Reitplatzhalle und Liegehallen und so und diesen Pfad runter auf die Wiese und dann, ja okay, jetzt machen wir mal los. Und es war relativ unspektakulär. Also es war wirklich, AC und Benni sind mal so ein bisschen rumgaloppiert und es gibt einen Pony, also das ist mein Neffenpony sozusagen, Pony meiner Schwester, der Donner, der war natürlich, der hat dicke Arme gemacht. Der ist nur 1,30 groß, aber der hat so dicke Arme gemacht und das ist meine Herde und ihr bleibt hier weg. Aber dann haben AC und Benni mal müde gelächelt und verpiss dich.

[4:31] Aber Donner hat schon nachgesetzt und hat gesagt, ja, das ist aber meine Herde und die muss ich verteidigen. Aber es war total… Friedlich und wirklich harmlos. Na klar, werden die noch weggejagt und da gibt ein Herdenchef und der sagt, nee, ihr dürft hier nicht vorbei und ihr dürft auch jetzt nicht fressen und mit dem Trinken, das ist natürlich, wenn alle trinken wollen, die laufen dann hoch von der Koppel an die Tränke und dann müssen sie warten, bis sie dran sind und das ist natürlich alles, das muss sich alles finden. Jeder muss seinen Platz in der Herde finden. Und nach der ersten Nacht hatte Benni so wirklich einen ganz kleinen Cut am Vorderbein. Aber das sieht natürlich immer dramatisch aus. Auf dem weißen Fell dann Blut. Oh Gott, er blutet, er blutet. Aber es ist wirklich nur, also ich glaube, er hat einen Tritt abgekriegt und der hat so ein bisschen geblutet, bisschen Tapete ab. Aber das Blut war schon getrocknet. Also es war, ich habe es ein bisschen sauber gemacht, Silberspray drauf, dann sieht man auch die rote Farbe nicht mehr und alles gut, das Bein ist auch nicht dick geworden, es ist so ein kleiner Knubbel, ich glaube, das ist getreten, also so ein kleines bisschen angeschwollen, aber nur an der Stelle, wo die Wunde ist. Also wirklich ganz, ganz glimpflich. Auch keine Bisswunden. Also AC hat gar nichts. AC ist komplett ohne Macken, ohne Bisswunden, ohne irgendwas. Und Benni hat, wie gesagt, nur diesen einen Cut am Vorderbein.

[5:49] Aber also wenn es so bleiben würde, wäre das echt super. Ich hätte jetzt erst gedacht, es gibt Bisswunden oder es gibt halt wirklich mal auch so Fell ab, wo sie weggebissen werden und so. Aber das ist überhaupt gar nicht. Also dadurch, dass sie auch zu zweit sind, haben sie es ein bisschen leichter. Sie bleiben sehr viel zusammen, aber Benni ist auch ein bisschen verliebt. Der ist immer ganz hin und her gerissen, ob er jetzt mitgehen soll, wenn ich AC hole oder ob er lieber bei seiner neuen Liebe bleibt. Also es sind ja auch Stuten in der Herde und das ist wirklich, das hätte ich nicht erwartet, dass so eine Eingliederung in einer gemischten Herde…

[6:24] Sehr viel ruhiger verläuft, als wenn das nur Kerle sind, weil die Stuten bringen da irgendwie so ein bisschen Ruhe rein. Die fangen alle an zu rossen, die sind alle verliebt, deswegen würde keine der Stuten auf die Idee kommen, da irgendwie zu beißen oder zu treten, weil die alle erstmal in Lauf sind und dadurch gibt es ein bisschen mehr Ruhe und das ist auch nicht so krass, wie ich das auch schon erlebt habe oder eine Freundin gliedert gerade ihr Pferd in einen Aktivstall ein, Also da gibt es Videos, wo der Herdenchef wirklich mit aufgerissenem Maul und angelegten Ohren auf das Pferd meiner Freundin zurast und den halt auch einfach beißt, also richtig dolle beißt. Und auch bei Kleksi gab es jetzt, also der kam gestern am Samstag das erste Mal zur Gruppe dazu, der war ja die ganze Zeit so abgetrennt in dem Offenstall und auch da gibt es, hat mir die neue Besitzerin ein Video geschickt, dass der Herdenchef auch erstmal sagt, du bleibst hier weg und das sah schon ganz schön heftig aus. Aber Klecks hat sich gut behauptet. Also der war vor allem schneller, also der konnte schneller rennen. Gut trainiert.

[7:29] Der konnte schneller rennen als der Herdenchef und irgendwann hat er sich dann auch mal umgedreht und hat sich dem gestellt und hat dann so gesagt, das willst du eigentlich, dann komm halt. Und das ist ja wie, wenn man sagt, ja komm, dann mach doch, mach doch. Und dann gehen die dicken Arme, auf einmal werden sie dünn und dann haben sie sich erst mal beschnuppert und so und dann war es gar nicht mehr so dramatisch. Also ich könnte mir vorstellen, dass Klecksi sich da wirklich gut behauptet und da auch eine Stellung einnehmen kann, die Führung bedeutet. Er soll einmal meinen Rücken brühen, wird er sehen. Genau so. Ja, bei Klecksi. Ich merke schon, also die Ostsee-Luft tut auch dir gut. Du redest in einem Rutsch durch, ich komme da jetzt gar nicht reingekrätscht. Gott sei Dank, du willst ja immer reingrätschen. Ich muss mich immer beeilen, dass ich alles sagen kann, was ich will, weil du mir immer ins Wort fällst.

[8:20] Ja, hätten wir es dann. Also hier werden auch gleich Schwarzwälder Verhältnisse eingeführt. Es gibt einen Sekteinstand heute Nachmittag. Klar, muss ich ja machen. Also ich habe erstmal Sekt gekauft und Chips und Flips und Schoki und Gummibärchen, also alles, alles und habe dann gestern in die Gruppe geschrieben, also hallo, ich stelle mich vor und ich würde euch gerne ein Sektchen ausgeben und ein bisschen plaudern und euch alle kennenlernen. Super tolle Truppe, also ganz viele Herzchen und ich hoffe, dass ganz viele heute Nachmittag kommen und mit uns anstoßen und dass ich alle kennenlerne. Und die Anlage, ich will morgen reiten. Also das ist so, so geil. Dieser Springplatz, ein toller Boden, Ebbeflut-System und ich gucke auf den Boden und denke so, oh, mega, ich will reiten. Tolle Halle, es wird ein Longierzirkel gebaut, ein großer Longierzirkel, auch mit Ebbeflut. Und also richtig viel Platz. Ich glaube, das sind bestimmt 20, 25 Meter Durchmesser hat der Longierzegel. Es gibt eine Führanlage, die gar nicht gruselig aussieht, dass sogar ich sage, ich werde das testen mit der Führanlage, weil eigentlich ist das eine gute Sache.

[9:27] Und bisher war ich ja immer so ein bisschen skeptisch. Führanlage habe ich mich nie getraut, weil ich immer gedacht habe, wenn da mal eins rausspringt oder so, weiß nicht, da habe ich mich immer nicht so wohl gefühlt. Aber die sieht überhaupt nicht gruselig aus. Die sieht sehr einladend aus, die Führanlage. Und auch das werde ich testen. Fortsetzung folgt. Wenn sich Hörerinnen und Hörer fragen, wie kann es eigentlich sein, dass ein Springplatz und ein Longierzirkel an der Ostsee nach einem Ebbe- und Flutsystem funktionieren, obwohl die Ostsee doch gar nicht Ebbe und Flut, Hast du gerade gelernt von mir. Ja, habe ich auch gerade gelernt und fragte mich, warum eigentlich? Oh Mann, ich bin so dumm. Tut mir leid. Und ich weiß wirklich nicht, was sich hinter einem Ebbe- und Flutsystem bei einem Springplatz verbirgt. Aber nein, wir müssen ja auch nochmal Fortsetzung folgen, weißt du? Es gibt ja noch auch Folgen danach.

[10:19] Apropos, und es gibt hier, das muss man auch wissen, aber der eine oder andere, die eine oder andere wird es vielleicht auch wissen. Es gibt hier Kampfmögen. Kampfmöwen auch ganz gefährlich, die einem Fischbrötchen aus der Hand klauen. Ist uns zum Glück noch nicht passiert. Also es ist alles verhältnismäßig friedlich für die Pferde und für die Menschen. Du holst schon wieder Luft. Genau, also wenn man hier so Fischbrötchen kauft, hier am Strand, und dann sagen die auch schon aufpassen mit den Möwen. Also gut festhalten und nicht weggucken, aufmerksam sein, weil sonst kommen die Möwen und klauen dir das Brötchen aus der Hand. Das war Folge 450 des Pferde-Podcasts. Vielen Dank fürs Zuhören. Und wir hören uns wie immer in ein paar Tagen wieder. Der Start war nicht schlecht an der Ostsee. Mal gucken, wie es weitergeht. Tschüss. Tschüss. Was heißt eigentlich Tschüss auf Ostsee? Moin. Moin.


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