
Die Hitze hat an diesem Wochenende nicht nur Pferde und Reiter ausgebremst, sondern auch gezeigt, wie wertvoll gute Stallkonzepte sein können. Während vielerorts Turniere abgesagt wurden und die Temperaturen kaum auszuhalten waren, konnten Jenny und ihre Pferde den Alltag deutlich entspannter angehen. Frühmorgens eine lockere Runde, viel Ruhe und vor allem: das gute Gefühl, dass die Pferde auch ohne ständige Kontrolle bestens versorgt sind.
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Futterstation? Läuft bei AC/DC und Benny…
Ein kleiner, aber entscheidender Moment sorgte dabei für echte Erleichterung: Benny und AC/DC haben gelernt, die Heustation und den Futterautomaten selbstständig zu nutzen. Was zunächst nach einer Kleinigkeit klingt, ist für viele Pferdebesitzer ein echter Wendepunkt. Denn je selbstständiger die Pferde in einer gut organisierten Herde leben können, desto flexibler wird auch der Alltag der Menschen.
Gerade für Berufstätige ist das ein großer Gewinn. Nicht jeden Tag mehrmals zum Stall fahren zu müssen, bedeutet nicht weniger Liebe zum Pferd – sondern oft mehr Gelassenheit und eine bessere Vereinbarkeit von Hobby, Familie und Beruf. Moderne Aktivställe können genau das ermöglichen: Pferde artgerecht in der Gruppe zu halten und gleichzeitig den Druck von den Besitzern zu nehmen.
Natürlich wird Jenny auch weiterhin gerne Zeit mit ihren Pferden verbringen. Aber die Erkenntnis bleibt: Es tut gut zu wissen, dass man auch einmal einen Tag am Strand genießen kann, ohne sich Sorgen machen zu müssen. Vielleicht ist genau das eine der größten Stärken eines gut funktionierenden Aktivstalls – er schenkt Pferden und Menschen ein Stück mehr Freiheit.
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Hier geht’s zum vollständigen Transkript:
[0:16] Hallo, hier ist der Pferde-Podcast, Folge 458. Es ist die kleine Folge. Wir nehmen auf an der Ostsee am Ende, auf der Zielgeraden des heißesten Wochenendes des Jahres.
[0:37] Das Jahrtausendst. Nee, ohne Z. Mindestens, ne? Also so hat es sich zumindest angefühlt. Es gab eine Push-Meldung nach der anderen, dass wieder ein Hitzerekord geknackt worden ist in Deutschland. Nicht bei uns an der Ostsee, muss man sagen. Aber es war schon knackig heiß und wir hoffen, ihr habt das alles gut überstanden. Das kleine Lebenszeichen nach dem Wochenende ist diese Folge. Jenny, du willst was sagen? Du robbst dich so an mich ran und es ist hier so ein bisschen so ein Balance halten in unserer Ferienhöhle, weil nah aneinander kommen bedeutet auch gegeneinander sich Wärme spenden und, das ist so ungefähr das Gegenteil von dem, was man möchte. Es gibt positive Nachrichten und die wollten wir euch kurz mit auf den Weg geben. Aber du siehst so aus, als wolltest du was sagen. So scheiße mit einem Mikro, ich komme nie zu Wort. Echt nicht. Ich sage immer, das ist ja dann immer nur ein Monolog, weil du das Mikro nicht hergibst. Darf ich dir jetzt, also jetzt passiert was Einmaliges. Ich drücke Jenny jetzt das eine Mikrofon in die Hand, das wir haben. Ha, dann höre ich nicht mehr auf zu reden. Nee, ich habe vergessen, was ich sagen wollte.
[1:55] Jenny, dann. Ich habe aber nicht vergessen, was ich fragen wollte. Und zwar zwei Dinge. Wir haben eine gute Nachricht, betrifft Integration von ACDC und Benni in die Herde. Stichwort Heuautomaten. Aber vorher wollte ich dich tatsächlich fragen, das heißeste Wochenende des Jahres, ich glaube, ganz Deutschland hat es beschäftigt, auch alle Reiterinnen und Reiter. Und wir haben ja auch schon in der großen Folge viel darüber geredet. Jetzt haben wir es sozusagen erlebt. Wie war das denn für dich? Was hast du gemacht mit den Pferden? Und was hast du vielleicht auch nicht gemacht? Hier an der Ostsee ist das ja alles nicht ganz so dramatisch, vielleicht wie im Backofen Schwarzwald, aber hier war schon auch ziemlich Backofen. Also wir hatten hier auch 39, 40 Grad und so. Am Meer geht ein bisschen ein Lüftchen, aber trotzdem, es war ja total eingeschränkt. Turniere sind abgesagt worden. Wie war es denn jetzt so für dich mit den Pferden? Wie bist du damit umgegangen? Ja, ich bin eigentlich ganz normal geritten. Ich reite ja immer wirklich gottfrüh. Also und morgens um sieben oder um acht waren die Temperaturen echt noch erträglich. Also man konnte… Ganz normal die Pferde bewegen habe ich auch gemacht, habe sie dann auch abgeduscht und so, aber ich habe jetzt nicht irgendwie so Pirouetten geübt oder so, sondern ich bin ganz viel über dieses Feld geritten.
[3:14] Diese große Koppel, die wir ja noch benutzen dürfen, bis unsere Pferde da drauf gehen, das muss noch ein bisschen nachwachsen. Und dann habe ich das einfach mal das Wetter genutzt, um sie auch mal so ein bisschen locker einfach nur zu bewegen. Mal vorwärts traben, mal galoppieren und mal so ein bisschen Seele baumeln lassen. Und das war ganz okay. Aber die Pferde haben das gut weggesteckt. Also das war eine gute Zeit zum Reiten. Und jetzt mittags um zwölf oder so hätte ich, glaube ich, nicht mehr reiten wollen. Aber morgens früh war das echt noch okay. Es sind ja auch noch beides jetzt nicht die Oldtimer oder so, sondern die sind ja auch noch gut in Schuss. Und dann ist aber dann am Ende des Tages doch Vorsicht die Mutter der Porzellankiste und wenn es war halt einfach dann affig heiß und dann wurde es too much. Jenny, es gibt Positives zu vermelden, Stichwort Integration der beiden in die Herde und Futterautomat. Wir schreiben damit so ein bisschen ein Thema fort, was wir in der großen Folge angeschnitten hatten. Du hast ja gesagt, dass du die beiden Jungs in der Anfangsphase rausgeholt hast aus der Herde nachmittags, damit die auf jeden Fall ganz sicher ihre extra Portion, Futter, Kraftfutter und so weiter bekommen.
[4:29] Weil sie müssen sich ein Stück weit ihr Futter in der Herde ja auch selber organisieren. Dann hast du gesagt, okay, es gibt diese Heustation, da müssen sie rein in den Futterautomaten, das müssen die lernen. Dann hast du sie nicht mehr rausgeholt aus der Herde, sondern hast sie dort gefüttert.
[4:46] Wir haben darüber gesprochen, die nächste Brennstufe wäre ja jetzt, dass sie sozusagen, nicht von dir geführt in diesen Automaten reingehen, sondern dass sie sich in diesem Automaten auch selbstständig ihr Futter abholen können, ohne dein Zutun. Und Potsplits, manchmal bringen Tage einschneidende Veränderungen. Es gibt eine solche Veränderung und die hat dein Herz so ein bisschen aufgehen lassen. Erzähl.
[5:13] Genau, ich habe ja dann bisher die ganzen Tage immer das Kraftfutter in der Heustation gefüttert und dass sie einfach so lernen, so ein bisschen da zur Ruhe zu kommen und zu wissen, da stört sie keiner, da können sie einfach fressen, aber es ist keiner bisher alleine da reingegangen. Also wenn ich sie reingeführt habe und sie standen drin, haben sie auch Heu gefressen, aber sie sind nicht von alleine rein. Und dann war ich irgendwie vorgestern oder so, vor ein paar Tagen kam ich morgens und gehe dann immer zuerst mal runter Richtung Koppel und suche meine Pferde und finde sie nicht. Und dachte so, scheiße, wo sind die denn? Sind die abgehauen heute Nacht? Nee, da standen sie beide Seelenheu in der Heustation nebeneinander, so wie ich sie immer geparkt habe, der Benni rechts, der AC links und haben Heu gefressen, also ganz alleine. Und das war natürlich ein sensationeller Erfolg. Sie gehen da alleine rein zum Futter abholen, das ist toll. Also jetzt muss ich mir auch nicht mehr so Sorgen machen, kriegen sie genug Graufutter, gehen sie da rein, fressen sie dann auch ihr Futter. Also ja, offensichtlich machen sie es, sie gehen rein und holen es sich ab. Also fantastisch. Du bist ja bis jetzt hier in Lübeck immer sowohl morgens als auch abends zu den Pferden gegangen, hast alles nochmal gecheckt, ich gebe denen nochmal Futter.
[6:22] Jetzt bist du dazu übergegangen an diesem Wochenende, also es war für mich eine ganz neue Erfahrung. Wir waren heute am Meer zum Beispiel, gestern auch und du warst nachmittags nicht mehr da. Also kann man das so sagen, dass dieser Futterautomaten-Twist also zumindest mal so ein Schritt ist in die Richtung, dass du sowas dann auch guten Gewissens machen kannst, also dass du vielleicht doch nicht zu viel versprochen hast.
[6:47] Als es hieß große Herde und dann ist der Druck auf mir nicht mehr so groß.
[6:53] Dass ich mich um alles kümmern muss? Ja, meine Schwester war ja da. Die hat die beiden Herzen rausgeholt und hat sie gefüttert oder halt auch im Automaten gefüttert. Also von daher, ihr Futter haben sie noch bekommen nachmittags und das werde ich auch beibehalten. Wenn jemand da ist, der es macht, ja, gerne. Aber sie werden auch nicht sterben, wenn sie jetzt nur einmal am Tag ihr Futter kriegen. Also das wäre überhaupt gar nicht so schlimm. Und ja, natürlich kann ich auch wirklich sagen, naja, dann bin ich halt auch mal drei Tage oder eine Woche oder wie auch immer nicht da. Aber die Pferde kriegen genug zu fressen. Und es ist auch im Stall immer jemand da, der sagt, soll ich mal Mütze anziehen, Mütze ausziehen, was auch immer, Decke an, Decke aus. Also man hilft sich da wirklich. Da sind ganz, ganz viele super nette Mädels, die auch wirklich sich untereinander, es gibt eine Gruppe, die sich untereinander dann auch kann mal jemand, da hat einer, keine Ahnung, eine Glocke verloren oder, oder, oder. Und das funktioniert alles super gut. Deswegen, also diese zwei Tage, wo wir jetzt den ganzen Tag am Strand waren, gestern mit Schwarzwaldheide, heute waren wir alleine am Strand und dann kümmert sich meine Schwester und alles gut. Also super, super Sache.
[8:00] Super Sach. Nur nochmal für mein Verständnis. Man macht es ja auch für sich selber und es ist ja auch gar nicht, also man kann ja auch manchmal Sachen machen, obwohl sie gar nicht unbedingt nötig wären. Kommen wir denn irgendwann dahin, dass man sagt, das wäre wirklich gar nicht mehr unbedingt nötig und die sind sozusagen voll versorgt? Also, dass man theoretisch gar nicht mehr hinmüsste. Man kann ja hingehen. Ich weiß, du machst es ja auch gerne und so. Du willst es ja auch, aber nur, also dass die quasi dann irgendwann mal so integriert sind, dass du einfach sicher sein kannst, die bekommen da alles, was sie brauchen. Und man könnte sie theoretisch auch für, was weiß ich, eins, zwei, drei, vier Tage sich selbst überlassen.
[8:42] Oder ist das gar nicht vorgesehen? Doch, das machen andere auch. Also es gibt wirklich Pferde in dieser Herde, da habe ich den Besitzer noch nie gesehen. Oder vielleicht kommen die auch zu anderen Zeiten, aber es gibt wirklich auch Pferde, da kommt der Besitzer nur alle zwei, drei, vier, fünf Tage, weil er einfach nicht mehr Zeit hat und deshalb sein Pferd in so einem Stall untergebracht hat, dass er sich keine Sorgen machen muss, dass es verhungert, sondern dass es wirklich mit allem versorgt ist. Kann man theoretisch machen. Ist halt immer die Frage, will man das? Solange ich, wenn ich ja da bin und Zeit habe, also dann mache ich das natürlich auch gerne, aber ich muss es nicht machen. Genau, du hast ja auch Freude dran und von daher, aber trotzdem ist es ja irgendwie, nur so für mein Verständnis. Wir hatten es ja auch die kleinen, die die letzten Folgen ein X für ein U vormachen und so. Du weißt, wovon ich spreche. Jetzt der Ausblick ist ja ein bisschen angenehmer nächste Woche. Wird es ein bisschen kühler, wobei kühl ist jetzt auch immer alles relativ. Das heißt, wir können vielleicht dann in den nächsten Folgen auch mal wieder über sportliche Dinge so ein bisschen sprechen. Ich würde sagen, wir lassen es bis hierhin mal gut sein lassen. Wir hatten ein sehr relaxtes Wochenende mit gar nicht so vielen Pferden, höchstens mit Seepferdchen. So am Strand in Scharbeutz. Quallen habe ich gesehen, kleine Seepferdchen. Gestern im Osten. Ja, im Osten waren wir auch. Auf der Insel Pöhl. Und da war keine Wale mehr, sondern einfach nur, ich fand es auch gut. Mir hat es gefallen.
[10:12] In diesem Sinne, wir hoffen, ihr hattet auch ein schönes und entspanntes Wochenende. Und wir hören uns in den nächsten Tagen wieder. Und dann auch ganz sicher wieder mit mehr Pferde-Thema, als es jetzt an diesem heißen, superheißen Wochenende in Deutschland bei uns der Fall war. Und ich denke bei den meisten anderen ja auch. In diesem Sinne vielen Dank fürs Zuhören und habt eine pferdige Zeit. Bis dahin. Tschüss. Tschüss. Der Hund hechelt. Ja, was soll ich machen?
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