#459 Pferde tauschen = Besser reiten?

Manchmal hilft ein Perspektivwechsel – und manchmal reicht dafür schon ein anderes Pferd. In dieser Folge des Pferdepodcasts sprechen Jenny und Chris darüber, warum das Reiten unterschiedlicher Pferde den eigenen Sitz, das Gefühl und das Verständnis für die Ausbildung enorm verbessern kann. Gerade wer immer nur sein eigenes Pferd reitet, übersieht oft kleine Fehler oder festgefahrene Muster.


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Wenn eine Abäppel-Aktion Dich Schachmatt setzt

Jenny erzählt aus ihrer Erfahrung mit ganz unterschiedlichen Pferden – vom Haflinger AC/DC über den sensiblen Benny bis hin zu Klex. Jedes Pferd reagiert anders auf die Hilfen und verlangt vom Reiter neue Lösungen. Genau das macht einen langfristig vielseitiger und feinfühliger. Auch der Tausch mit anderen Reitern kann überraschende Aha-Momente bringen und dabei helfen, Probleme objektiver zu betrachten.

Zum Schmunzeln gibt es ebenfalls einiges: Ausgerechnet eine ausgedehnte „Abäppel-Aktion“ hat Jenny mit einer schmerzhaften Muskelzerrung außer Gefecht gesetzt. Statt intensiver Dressur standen deshalb nur entspannte Schrittrunden auf dem Programm – und die Erkenntnis, dass ungewohnte Stallarbeit manchmal mehr Muskelkater verursacht als ein anspruchsvolles Training.

Eine Folge über neue Blickwinkel, typische Reiterfehler und die Frage, warum ein Pferdewechsel manchmal der beste Trainingspartner sein kann. Dazu gibt es wie gewohnt persönliche Geschichten, ehrliche Erfahrungen und jede Menge Unterhaltung aus dem Pferdealltag.


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Hier geht’s zum vollständigen Transkript:

[0:00] Hallo, hier ist der Pferdepodcast, Folge 459. Wir müssen heute schnell machen und wir müssen heute irgendwie vorsichtig sein. Vorsichtig mit dem Teil des Pferdepodcasts, der sich an der Ostsee abspielt. Ich melde mich aus Berlin, aber an der Ostsee ist, wie soll ich sagen, ist es am Brodeln. Also da sind Schmerzen, Schmerzteufel sind am Werk. Jenny sitzt auf glühenden Kohlen. Sie ist kaum ansprechbar und die Zündschnur ist, glaube ich, kurz. Hallo Jenny. Es tut nur nicht weh, wenn ich liege. Ich habe irgendwie eine Muskelzerrung oder sowas. Jedenfalls tut mir alles weh auf der linken Seite. Ich konnte noch nicht mal reiten, nur Schritt reiten. Wahnsinn. Heute. Gestern bin ich geritten, war aber nichts, war nicht gut. Und gestern war es noch schlimmer als heute oder wie ist das? Gestern nach dem Reiten war es viel schlimmer und dann dachte ich so, okay, meine Schwester hat gesagt, schon dich doch mal. Ich mache doch gar nichts. Doch, du reitest. Ach ja, stimmt.

[1:16] Sollte man nicht machen. Okay. Wir werden das mal aufklären. Wir werden auch mal vielleicht kurz darüber, also nochmal, ich muss mal ganz kurz so von vorne anfangen. Wir hatten uns ja eigentlich vorgenommen, nachdem wir jetzt in den letzten zwei, drei Folgen uns viel mit dem Thema Hitze beschäftigt haben, wie sehr das Deutschland ausbremst. Jetzt haben wir gesagt, jetzt ist es aber auch mal gut mit irgendwie die neue Herde, Integration und es ist warm in Deutschland. Ja, ja, ja. Jetzt so langsam normalisiert sich alles. Wir müssen jetzt auch mal wieder mal was ganz anderes machen. Wir reden mal wieder über das Reiten. Wir reden über deine Trainingsinhalte. Was machst du mit den Pferden? Und vielleicht auch mal so ein ganz anderes Thema, was sich so mit dem Thema Training und wie komme ich reiterlich weiter beschäftigt. Und sagen wir mal so, du als Taktgeberin fällst jetzt so mit deinen eigenen Erlebnissen aus. Das muss man schon mal festhalten. Naja, nicht so ganz.

[2:16] Also keine aktuellen Erlebnisse. Du musst aus deinem reichen Erfahrungsschatz schöpfen. Das können wir ja mal versuchen. Dann haben wir uns ein Thema vorgenommen, Stichwort reiterlich besser werden. Wie kann man das machen? Pferdetausch. Regelmäßig Pferde tauschen. Ich habe mal wieder die Cavallo gelesen und da stand das auf einem seitenlangen Artikel. Ist das also lange beschrieben worden? Vorteile, warum das Sinn macht? Was das für Effekte haben kann? Und ich hatte viele Fragen. Kennst du das?

[2:54] Kannst du da was dazu sagen? Jenny hat gesagt, ja, kann ich. Ich bin sehr gespannt auf dieses Thema. Dann ist natürlich, okay, ausgebremst sein und man kann nicht so, wie man will, ist, glaube ich, kann man zumindest auch mal anreißen. Und ansonsten habe ich noch so Sonstiges auf dem Zettel und das ist ja häufig der spannendste Tagesordnungspunkt. Sonstiges. Ja, absolut. Das gilt für Eigentümerversammlungen zum Beispiel, wenn man eine Eigentumswohnung hat, Späßchen Insider. Das gilt aber auch für Vereinssitzungen, so, Jahreshauptversammlungen, so bei Sonstiges, da sagen manche, auch so nach drei, vier Bier, was ihnen schon immer gestunken hat und wer doof ist und so. Und du kommst ja auch manchmal mit überraschenden Themen um die Ecke. Also so ein bisschen Wundertüte. Wir haben kein langes Vorgespräch geführt, weil du auch gesagt hast, du musst eigentlich liegen und wieder ins Bett. So ist es, ne? So ist es. Entweder mich bewegen, laufen oder liegen. Aber sitzen ist ganz doof. Und das ist der jetzige Zustand. Also das ist ganz, ganz schlecht.

[4:02] Das sind natürlich die besten Voraussetzungen, wenn ich hier anfange zu schwafeln, dass du also quasi im Fußball würde man sagen, dass du dann die Blutgrätsche auspackst und mich, weggrätscht oder checkst, so wie im Eishockey. Bandencheck, weißt du? So. Ich spiele den Hafer- und Bananenblues. Das ist der Hafer und Bananenblues. Das ist das, was jedes Pferd haben muss.

[4:28] Komm, spendier mal wieder ein selbstgemachtes Viren und wir hauen gleich. Das war aber nicht gewirrt. Das war nicht gewirrt. Das war nur geschnaubt. Ja, das war so ein Berliner Viren, weißt du? Die Pferde in Berlin, die vieren auch nicht, die schnauben nur und knurren manchmal auch. Du kannst es ja nicht leiden, wenn ich die Berliner nachmache. Dann sagst du ja immer, das ist ganz doof, das kannst du partout nicht leiten.

[4:52] Und deshalb lasse ich es auch, weil muss er pfleglich mit dir umgehen. Ja, ich bitte darum. Ja, genau, absolut. Ich habe es mir fest vorgenommen, so machen wir es auch. Dann lassen wir den Manni wie immer noch die Pferde-Podcast-Hymne spielen und wir denken aber trotzdem in einer kurzen, kompakten Folge, Gucken wir mal, ob wir unseren Hörern so ein bisschen was mit auf den Weg geben können. Diesmal, was sie reiterlich besser macht. Das wäre so mein Wunsch. Und wenn wir das Gefühl haben, ja, damit können die Hörers was anfangen, dann kannst du dich sofort in die Waagerechte begeben. Und dann drücken wir auf Stopp und Tschüss. Und dann ist gut. Jetzt spielt der Manni die Pferde-Podcast-Hymne im Liegen übrigens. Und dann geht’s los.

[5:59] Jenny, jetzt muss man eine Sache vielleicht aufklären. Ist das beim Reiten passiert, deine körperliche Verletzungen, die du hast? Das ist was Muskuläres, hast du gesagt. Oder du weißt noch nicht mal so genau, was du hast eigentlich. Es tut nur weh. Also du weißt, dass es weh tut. Genau, es tut weh und ich mache gerade die Almut-Therapie. Almut hat immer gesagt, manchmal hatte ich ja auch so Rückenschmerzen, hat Almut immer gesagt, ach, nimmst du Ibu. Morgens zwei, mittags zwei, abends zwei und in fünf Tagen ist es weg. Ich bin jetzt, glaube ich, bei Tag drei oder so. Ist noch nicht weg. Ich habe noch zwei Tage. Also, keine Ahnung, passiert. Ich glaube, letzten Sonntag…

[6:38] Habe ich seit langem mal wieder abgeäppelt. Und diese Bewegung mit diesem Appleboy, den so in die Schubkarre kippen, das ist ja mittlerweile eine ganz ungewohnte Bewegung für mich. Und sonntags hat der Stallmann, der das normalerweise von Montag bis Samstag macht, hat der frei. Und dann sagen die Einsteller, ach komm, wenn ich gerade mal zehn Minuten Zeit habe, dann kann ich ja auch mal so ein bisschen Paddock abäppeln und da, wo die Pferde immer so rumlaufen, mal ein bisschen Scheiße wegschaufeln. Kein Problem, habe ich gemacht in der Zeit, als die beiden gefressen haben und dann dachte ich, komm, ich hole mir schnell eine Schubkarre und mache da mal so ein bisschen Ordnung. Habe aber dann doch so, keine Ahnung, eine halbe, dreiviertel Stunde da rumgeäppelt und immer wieder diesen Mistboy angehoben und da reingeleert. Und ich glaube, diese Bewegung, die ist so ungewohnt für mich mittlerweile, dass das einfach meine Muskeln total übel genommen haben. Und dann fing das am Montag, fing das an, dass ich echt so gedacht habe, boah, scheiße, ich kann mich ja fast gar nicht mehr bewegen. Und das wurde dann so Dienstag, Mittwoch so richtig schlimm. Jetzt heute ist ein kleines bisschen besser.

[7:44] Aber also wirklich so, dass man so alles anspannt und gar nicht mehr loslässt, weil man so viel Schmerzen hat, dass man sich gar nicht mehr bewegen kann und nicht mehr atmen kann. Also das war schon, gestern war glaube ich der Höhepunkt. Aber gestern bin ich auch geritten, weil es sollte eine Springstunde sein und Kabarettistunde. und ich wollte mit beiden Pferden reiten und dann hat es aber echt geregnet in Strömen und dann haben wir Springstunde ausfallen lassen, hätte ich auch gar nicht machen können. Aber dann bin ich dann trotzdem geritten, ich saß dann schon auf dem Pony und dann dachte ich so, ach komm, dann kannst du auch ein bisschen reiten. War keine gute Idee. Also gestern Abend war es wirklich die Hölle. Da dachte ich so, okay, jetzt muss ich sofort mich hinlegen und nochmal zwei Schmerztabletten nehmen und schlafen. Habe ich dann auch gemacht. Heute Morgen war es ein bisschen besser, Aber wie gesagt, Sitzen ist irgendwie immer noch sehr mühsam.

[8:37] Also man könnte sich als Folgentitel überlegen, eine Scheiße mit der Scheiße, so, also wäre jetzt mal so ein erster Gedanke, den man mal so reinwerfen könnte. Okay, also es hat indirekt, indirekt tatsächlich dann mit den Pferden zu tun. Du wusstest am Anfang, ja, also du hast lange gerätselt, aber tja, hättest du mich mal gefragt. Also ich bin jetzt über 50 Jahre alt und vermeide konsequent körperliche Arbeit, weil ich auch immer wieder diese Symptome merke, wenn ich da schwach werde. Und das ist halt einfach keine gute Idee. Also klingt jetzt unsympathisch hochtausend, aber ist so. Aber kannst du dich noch erinnern, als Nixen noch gelebt hat und AC Frisch da war und wir da in diesem Offenstall standen und wir einmal eine Aktion gemacht haben, wir äppeln die Koppel ab. Da hast du auch geholfen und du warst am nächsten Tag tot. Absolut. Du konntest dich nicht mehr rühren. Also das ist eine ganz ungewohnte Arbeit, wenn man das nie macht und beansprucht Muskeln, von denen man gar nicht wusste, dass man sie überhaupt hat.

[9:39] Genau, also nicht das Abpäppeln an sich ist irgendwie doof, aber wenn man es quasi nie macht und dann macht man es mal und sagt, ach komm, jetzt mal eine halbe Stunde, dreiviertel Stunde, der Typ, der Urlaub hat, macht das den ganzen Tag, dann werde ich es ja wohl mal eine halbe Stunde können, aber keine gute Idee. Also ich bin relativ sicher, dass das wahrscheinlich der Grund ist. Du warst ja am Rumrätseln so ein bisschen, aber ich glaube, wie beim Topfschlagen, es wird wärmer, also das wird es wohl schon sein.

[10:07] Und, tja, also du sagst die Rippengegend ist das, ne?

[10:13] Ja, also es ist irgendwie die ganze linke Seite. Und beim Autofahren, dann verspannt man sich ja dann noch ein bisschen mehr und dann lenken mit dem linken Arm und da ist es ganz schlimm beim Autofahren. Also deswegen Rippengegend, ja, irgendwie so da. Aber so genau kann ich es gar nicht sagen. Es ist irgendwie die ganze linke Rippenseite. Ich habe erst gedacht, ich hätte mir eine Rippe gebrochen oder sowas. Aber nee, wann soll ich mir denn eine Rippe gebrochen haben? Ich bin nicht aus dem Bett gefallen oder so. Also das ist es ganz sicher nicht. Aber so fühlt es sich an, als hätte ich eine Rippe gebrochen.

[10:50] Also wo wir jetzt gerade thematisch dabei sind, ist ja, lass uns mal keinen Themenhopping machen. Vielleicht nur noch mal nachgefragt, macht das was mit dir, dass du jetzt dann quasi nicht so kannst, wie du vielleicht gerne würdest mit den Pferden, wenn du nicht so drauf sitzen kannst, wenn du nicht trainieren kannst. Also ich muss dazu sagen, ich frage das deshalb, weil ich ja zum Beispiel jemand bin, der das Laufen, also das Joggen, also ich glaube, ich bin nah dran an so einer Sucht irgendwie, dass ich denke, okay, ich kann mich noch so beschissen fühlen, aber irgendwie, ich muss das machen, weil sonst fehlt mir irgendwie was, sonst gehe ich die Wand hoch, so ungefähr. Und ich könnte mir vorstellen, weil du das ja eigentlich wirklich jeden Tag machst, dass das mit dir was anstellt, vielleicht, also so mental, keine Ahnung, dass dir was fehlt, dass du unzufrieden bist.

[11:46] Oder ist es so, dass du, weil es gibt ja auch den anderen Fall, also meine Fitness-App sagt immer, mach doch auch mal eine Pause, weil wenn man dann wieder einsteigt, dann geht es umso besser. Ist jetzt vielleicht bei deinen Rippenschmerzen dann nicht unbedingt so dieser Effekt, aber du weißt schon, was ich meine, dass man so ab und zu mal eine Pause ist, auch gar nicht so schlimm. Macht das was mit dir oder ist das eher, dass du sagst, ah ja, ist halt so, mir geht es scheiße?

[12:10] Ach, aber wenn das nur zwei, drei Tage sind, dann ist das nicht so schlimm. Und jetzt heute Morgen, das Wetter war fantastisch. Es war wirklich angenehm kühl. Ich glaube, es waren nur so 15 Grad heute Morgen. Und da bin ich im Schritt über unsere Riesenkoppel geritten. Einmal hoch, einmal runter, wieder hoch, wieder runter. Das war total toll. Also so ganz gemütlich ausreiten quasi. Das geht ja immer. Also nur halt so mit Anspannen und Körperspannung und Dressurreiten und so. Das ging jetzt tatsächlich heute nicht und gestern auch nicht so gut und das wird auch morgen noch nicht gehen, aber ich bin ja trotzdem bei den Pferden und deswegen ist es so, ja, ist es nicht so schlimm und klar würde ich jetzt gerne so morgen, da kribbelt es mich dann schon, könnte ich mal wieder so ein bisschen arbeiten mit den Pferden, aber wenn es noch nicht geht, dann geht es noch nicht, dann mache ich nur ein lockeres Programm und so ein bisschen Traben geht auch, nur was halt nicht funktioniert, ist jetzt wirklich so Lektionen mit dem AC Reiten, da muss ich dran sitzen, da muss ich viel Körperspannung haben, Das kann ich im Moment nicht, aber, das ist nicht so schlimm und so ist ja nicht so, dass ich gar nicht aufs Pferd kann. Ich kann nur nicht so reiten, wie ich gerne würde.

[13:18] Okay, nee, aber dann verstehe ich, also die Dosis Pferd ist groß genug, um dass du nicht sozusagen irgendwelche Entzugserscheinungen bekommst und so. Und Körperspannung, das ist wahrscheinlich im Moment, weil du sagst, die Muskeln werden es wahrscheinlich sein, die Bösewichter, wenn man dann den Körper anspannt, dann hast du das natürlich volles Rohr, den Schmerz. Und das kann man sich vorstellen, dass das dann keine gute Idee ist. Dann lass uns doch vielleicht mal.

[13:51] Sprechen über, und ich bin seit langem mal wieder dazu gekommen, die Kavalle durchzublättern und dachte, da stehen ja irgendwie einfach immer interessante Sachen drin, so irgendwie Anregungen und Tipps. Und ich bin gestolpert über das Thema mit dem Pferdetauschen, dieser Rat, Und dass einen das reiterlich weiterbringen kann, wenn man das macht sozusagen in der Trainingsarbeit. Ich glaube, es zielt ganz besonders auf, ich weiß noch nicht mal, ob es nur auf diejenigen zielt, die vielleicht auch so Unsicherheiten haben oder noch relativ viele Fehler machen oder so, dass die besonders davon profitieren. Aber ich weiß noch nicht mal, ob du möglicherweise auch davon profitieren könntest, wenn man sozusagen, einfach mal ein anderes Pferd reitet und das eigene sozusagen beiseite stellt, weil einem dann auf einmal Dinge auffallen.

[14:52] Die einem mit dem eigenen Pferd nicht widerfahren und dass man davon reiterlich profitieren kann. Mich würde mal interessieren, das war ein langer Artikel, würdest du sagen, das hat seine Berechtigung, dass, die Autoren der Cavallo darauf hinweisen und sagen, das ist eine Idee, da kann man mal drüber nachdenken oder kannst du mit dem Gedanken so gar nichts anfangen? Also ich als ehemalige Besitzerin von drei Sportpferden, na klar.

[15:21] Damit kann ich natürlich was anfangen. Und ich hatte ja jetzt mit Klecks, Benni und ACDC Treibpferde, die unterschiedlicher beim Reiten nicht sein könnten. Und dann bin ich ja gelegentlich auch auf dem Berg noch das eine oder andere Pferd mitgeritten. Also das macht das Reiten schon, wie soll ich sagen, Besser, anders, man reagiert ganz anders auf bestimmte, ja wie soll ich sagen, Verhaltensweisen von Pferden. Also jetzt gerade mal so, Klecks und AC waren ja beide, die habe ich ja quasi beide komplett ausgebildet von der Pike an und AC und Klecks waren ja auch gleich alt und da habe ich auch schon den Unterschied gemerkt, wie schnell AC Dinge umsetzen konnte und wie langsam Klecks das gemacht hat. Und ich musste mir auch immer wieder neue Dinge einfallen lassen, weil die, wenn ich das so angegangen bin, zum Beispiel eine Lektion wie rückwärts richten oder so, wenn ich das mit AC probiert habe, erst am Boden mit Stimme und dann von oben drauf und der hat das sofort verstanden und Klecks hat drei Wochen gebraucht, bis er das verstanden hat. Da musste ich einfach andere Methoden anwenden bei Klexi, bis das so gesessen hat, dass man es also wirklich auch korrekt reiten konnte. Und dadurch lernt man als Reiter auch immer wieder individuell auf das Pferd einzugehen. Also mir hat das reiterlich sehr, sehr viel gebracht.

[16:47] So unterschiedliche Pferde auszubilden und auch jeden Tag zu reiten. Und dann kam ja dann vor zwei Jahren oder zweieinhalb Jahren Benni noch dazu, und der ist wieder ein ganz anderer Typ Pferd. Also der ist ja diese moderne Zucht, die sind ganz leicht im Genick, die sind ganz leicht in der Anlehnung. Also das ist nochmal wirklich ganz was anderes als ACDC und Klecks. Da muss ich wieder überlegen, okay, wie mache ich das denn, dass der wirklich vorne ranzieht, dass der so ein bisschen hochkommt mit dem Brustkorb, dass der nicht irgendwie sich einrollt und so. Weil diese Probleme hatte ich ja jetzt bei AC und bei Klecks eher weniger. Bei Klecks war es am Anfang so ein bisschen das Rumgehirsche und bei AC DC ist eigentlich die Anlehnung, der büffelt manchmal so ein bisschen dagegen, gegen meine Hand. Und Benni ist jetzt wieder so einer, der stellt sich da oben hin, drückt zwar den Unterhalt so ein bisschen raus, das merke ich aber nicht in meiner Hand. Aber der geht nicht reell von hinten nach vorne über den Rücken an meine Hand ran. Und das sind halt wirklich so Probleme, die man wirklich individuell bei jedem Pferd. Anders lösen muss. Und ich finde, dass ein Reiter, der sich immer wieder auf neue Pferde einstellen muss, auch flexibel bleibt in seinem Reiten und auch in seiner Reaktion.

[18:08] Auf bestimmte Dinge, die so ein Pferd macht. Und mir hat das reiterlich sehr, sehr viel geholfen, so viele unterschiedliche Pferde zu reiten. Und auch oben auf dem Berg, die Springpferde halt manchmal bereiten so ein bisschen dressurlich und so, auch das hat mir reiterlich sehr viel gebracht. Also auch mal so den Unterschied zu sehen, was macht denn so ein Springpferd, wenn ich zum Beispiel Silvias Püppi geritten bin und es standen Sprünge auf dem Platz und ich bin galoppiert und ich kam oben rechts aus der Wendung, dann sieht die die Sprünge und dann ist die einfach losgezischt, da konnte ich oben drauf gar nichts machen. Und das sind halt so Dinge, die mir mit einem Dressurpferd natürlich nie passieren. Aber da musste ich auch erst mal, okay, wie gehe ich denn das an, dass die mir da oben in der Wendung nicht jedes Mal abzicht. Aber als Springpferd, klar, die kommt aus der Ecke, sieht den Sprung und sagt, da soll ich drüber, mache ich gar keine Frage. Nee, da sollst du nicht drüber. Das hat sie erst nicht verstanden, weil normal soll sie immer drüber. Nur wenn ich drauf sitze, soll sie nicht drüber. Deswegen, auch das hat mir für mein Reiten wirklich sehr viel gebracht. Die Springpferde vom Berg zu reiten. Also das war auch so manche Aha-Effekte hatte ich da auch mitgenommen.

[19:19] Der Artikel in der Cavallo, das muss man glaube ich dazu sagen, also du hast jetzt natürlich eine besondere Konstellation, dadurch, dass du Besitzerin von mehreren Pferden bist. Du hast gerade gesagt, es waren mal drei. Es sind jetzt immerhin noch zwei, die ja auch total unterschiedlich sind. Du hast es auch gerade so beschrieben, Benni und Acy und so. Ich glaube, der Artikel in der Cavallo geht so ein bisschen von dem etwas normaleren Fall aus.

[19:44] Also Durchschnittsreiter, die ein Pferd reiten und die möglicherweise, so, also wäre es schon fehlerfrei, Reiterinnen, die vielleicht immer den gleichen Fehler machen, also aber gar nicht merken, weil das Pferd sich irgendwann auf den Fehler einstellt und damit umgehen kann. Und aber auch so Konstellationen sind beschrieben, das Pferd hat in einer Ecke immer Angst oder die Reiterin hat Angst. Weißt du, also das, was du ja auch kennst mit deinen Pferden und man kommt dann da irgendwie nie vorbei und so. Und auf einmal sitzt du auf einem anderen Pferd, das dieses Problem gar nicht hat und dann hat man so Aha-Effekte, wo man so denkt, also ich kann mir das richtig gut vorstellen, dass ein Pferd B, das man reitet, das hat eben in der Ecke keine Angst, weißt du? Also das stelle ich mir eigentlich cool vor, dass man dann so auf einmal so Aha-Momente hat, so nach dem Motto, okay, das muss gar nicht schlimm sein, wenn ich dies und jenes mache. Also das ist tatsächlich irgendwie, also mir hat es eingeleuchtet.

[20:48] Ja, aber das ist so ein Effekt auch. Wir hatten zum Beispiel auf dem Paulshof war das ja immer oben, diese Tür. Da gab es oben so ein großes Tor, wo hinten dran, ich glaube, der Tierarzt seine toten Tiere aufbewahrt hat. Ich weiß nicht. Aber jedenfalls haben viele Pferde da geklotzt. Und Hubert hat immer gesagt, egal, das hast du auf dem Turnier auch. Ja, liegen überall tote Tiere drumherum, ist klar. Aber das ist tatsächlich so gewesen, wenn zum Beispiel Schüler kamen von auswärts, die um dieses Problem gar nicht wussten. Die Pferde sind da alle vorbeigegangen. Also jedes Pferd ist an diesem Tor vorbeigegangen. Nur unsere nicht, weil wir so in diesen Köpfen hatten, da ist dieses Räumchen mit diesen toten Tieren. Und dann kommt der, so viele tote Tiere lagen da, aber auch gar nicht. Nur wenn mal zufällig eins eingeschläfert werden musste bei der Tierarztpraxis. Aber das war auch nicht so häufig. Aber das war in unseren Köpfen drin. Also das war wirklich so, bei manchem Reiter, der hat sich sogar oben dieses Stück mit Stangen abgetrennt, dass er erst gar nicht dahin reiten muss an dieses Tor, sondern hat sich die Halle immer so ein bisschen kleiner gelegt mit Stangen, um dann halt wirklich zu vermeiden, dass das Pferd da an diesem Tor vielleicht erschreckt oder wegspringt. Und jedes Pferd, was von auswärts kam und ist in diese Halle geritten, hat an diesem Tor nicht mehr im Ohr gewackelt. Und das ist halt, glaube ich, auch noch so ein Effekt, dass ganz viele Dinge…

[22:12] Im Reiterkopf passieren und nicht im Pferdekopf, sondern wenn ich als Reiter schon da drauf sitze, wenn ich zum Beispiel so ein fremdes Pferd in dieser Halle geritten wäre und wüsste um dieses, was hinter diesem Tor ist, dann hätte dieses fremde Pferd wahrscheinlich auch gescheut, weil ich gedacht hätte, oh, hinter dem Tor ist was. Und wahrscheinlich hätte sich das auf das Pferd auch wieder übertragen. Und deswegen, ganz viele Dinge passieren im Reiterkopf und ich glaube, wenn man mal unterschiedliche Pferde reitet, also auch mal tauscht und sagt so, dass der eine Reiter dann sagt, also mein Pferd hat an diesem Tor noch nie gescheut, probier doch mal, ob das geht. Und dass dieser Reiter, der mit dem nicht scheuenden Pferd auf deinem Pferd sitzt und auf einmal geht dein Pferd an diesem Tor vorbei. Also diesen Effekt hat es bestimmt auch, wenn man da mal tauscht und sagt, ich habe das und das Problem und auf einmal hat das Pferd das Problem bei einem anderen Reiter nicht mehr.

[23:05] Stichwort tauschen. Das ist in dem Artikel ja auch beschrieben. Also wie kann man sozusagen das erreichen, dass man mal zu anderen Pferden kommt? Und tauschen wird vorgeschlagen. Es ist auch von Schulpferden die Rede, die die Trainer möglicherweise mitbringen. Ich habe zwei Fragen dazu.

[23:23] Wie realistisch ist das? Es gibt ja den alten Spruch, ist ja nicht aus der Bibel, geben ist seliger, denn nehmen. Aber ich weiß ja zum Beispiel, dass du sehr eigen darin bist, wenn es darum geht, deine Pferde herzugeben.

[23:37] Ich weiß gar nicht, ob das Podcast tauglich ist, aber da gibt es da manchmal auch so Sätze, nie im Leben würde, also eigentlich gibt es nicht. Meine Pferde sind meine Pferde und da setzt sich niemand drauf. Insofern muss man mal sagen, Ausnahme deines Schwestern. Und unsere Lieblings-Europameisterin Nicole Weidner. Also meine Schwester und Nicole haben beide schon auf AC gesessen. Das waren aber die einzigen. Sonst hat noch keiner auf dem Haflinger gesessen. Genau. Außer damals Laura als Dummy. Das weiß ich nur, als er noch nicht angeritten war. Als erstes überhaupt saß Laura drauf, weil ich die damals als Dummy benutzt habe und gesagt habe, kannst du dich mal draufsetzen zum ersten Mal? Weil dann bin ich unten bei dem Pferd, mich kennt er. Und dich kennt er nicht. Dann kannst du draufsetzen und in den Sand fallen. Das ist wie der Hund, den die Russen in die erste Mondrakete gesetzt haben. So muss man sich das ungefähr vorstellen, weil man nicht weiß, ob die Rakete in der Luft explodiert und man irgendwie stirbt oder so. Also hast du da jemand ganz anderen drauf gesetzt. Genau, aber ich will das jetzt auch nicht so personalisieren, nur auf dich, weil ich habe es ja auch schon vom Berg mitbekommen, dass da junge Mädels, war jetzt eine andere Konstellation, da ging es so ein bisschen darum, es wäre gut, wenn auf dein Pony ab und zu auch mal jemand drauf sitzen würde, der es kann, um Korrektur zu reiten und so weiter. Also das macht ja, glaube ich, auch häufig total Sinn. Aber wo dann junge Mädels sagen, auf meinen Pony, das ist mein Pony und da kommt niemand drauf und die sich zum Teil dann auch durchsetzen mit dieser…

[25:06] Wie soll ich sagen, mit dieser Blockadehaltung dann so ein bisschen. Also du würdest schon sagen, eigentlich ist das eine gute Idee in vielen Fällen, das zuzulassen? Fragezeichen, schon irgendwie, ne? Ja, eigentlich schon, obwohl, wie du sagst, ich bin natürlich auch sehr eigen. Aber meine Pferde, ich habe immer versucht, sie so auszubilden, dass die jeder reiten kann. Also ich will überhaupt gar kein Pferd, was ein anderer nicht reiten kann. Im Gegenteil, ich hätte gerne ein Pferd, das von jedermann zu bedienen ist. Und da habe ich mir immer größte Mühe gegeben, die Pferde so realistisch und an der Basis wirklich so gründlich auszubilden, dass da jeder x-beliebige Reiter draufsetzen kann und auch mal, keine Ahnung, eine Traversale oder einen Galoppwechsel reiten kann. Also das finde ich schon immer ganz wichtig. Aber ganz oft ist es auch so ein bisschen, gerade so bei den jungen Mädels ist das so, ja, nur ich kann mein Pferd reiten. Jemand anders kann das gar nicht reiten. Der würde jemand anders runterbocken. Das ist, glaube ich, also das ist kein Ziel, was so wünschenswert ist, dass nur der Besitzer das Pferd reiten kann. Im Gegenteil, also eigentlich, also auch bei diesen Hengstleistungsprüfungen und so, da wird immer ein Fremdreitertest gemacht. Also das heißt, dass sich auf den jungen Hengst irgendein Reiter draufsetzt und dann bewertet, wie lässt der sich von mir denn reiten, wie ist der denn ausgebildet.

[26:26] Das finde ich eine ganz, ganz wichtige Note, gerade bei diesen Leistungsprüfungen, dass diese Fremdreiter-Testnote, dass die halt wirklich eine hohe Note hat.

[26:36] Aber es ist in der Tat leider so, dass gerade so bei den jüngeren Mädels oder bei uns war das früher auch so, dass wir gesagt haben, ja nee, also mein Pferd kann ja sonst keiner reiten. Also das ist aber so diese Arroganz der Jugend und wir lassen ihnen auch diese Arroganz, ist gar keine Frage. Aber gut finde ich es nicht und ich fände es tatsächlich auch gut, wenn man öfter mal so Pferdetausch macht und wenn man mal so sagt, komm ich reite mal deins, du reitest mal meins und dann fühlen wir beide mal, wo ist denn der Unterschied. Also prinzipiell finde ich die Idee super gut und es gibt aber auch so Reiter, die sagen, oh nee, ich will gar nicht dein Pferd reiten, ich habe Angst, dass ich was kaputt mache. Naja, also so schnell geht ja eine solide Grundausbildung nicht kaputt und auch ein Reiter, der vielleicht das Pferd anders bedient oder, sagt, ich reite ja ganz anders oder ich probiere mal da, ich drücke mal den Knopf und drücke mal den Knopf, da geht ja nichts kaputt, wenn man das bei einem gut ausgebildeten Pferd macht. Aber der Reiter, wenn der halt keine korrekten Hilfen gibt, zum Beispiel auf meinen Pferden, wenn da einer drauf sitzt, der keine korrekten Hilfen gibt, dann machen die das nicht. Also AC ist da sehr…

[27:47] Wirklich sehr korrekt ausgebildet, wenn du da ein bisschen falsch sitzt oder ein bisschen das Bein falsch dran hast, dann macht er das einfach nicht. Der ignoriert dich dann komplett. Und das passiert ja mir auch manchmal, wenn ich nicht ganz so konzentriert reite und will irgendeine Lektion reite, wie zum Beispiel eine Wolte oder eine Wendung und dann macht er sich steif und ich habe ihn nicht mehr vor mir. Und dann hatte ich das gerade letztens im Training, wo ich dann auch so gesagt habe, oh jetzt habe ich es gemerkt, ich habe im Moment nicht aufgepasst und habe im Moment falsch gesessen, hatte das äußere Bein nicht genug dran, die äußere Hand nicht genug dran und dann ist nichts mit Stellung und Biegung. Dann geht er über die Schulter weg und dann hebt er sich raus und war dann Reiterfehler. Aber das sind nur so ganz minimale Fehler, die man kaum sieht. Also ich merke das dann schon, aber man sieht es von außen nicht. Aber das ist wirklich so ein Phänomen, dass gut ausgebildete Pferde und wenn der Reiter oben drauf die nicht richtig bedient, dann laufen die nicht.

[28:48] Könnte ich den in Bewegung setzen? Also würdest du zulassen, dass ich mich da mal draufsetze? Nein, wahrscheinlich nicht, ne? Ah, jetzt bist du ja rank und schlank. Jetzt könntest du tatsächlich mal AC reiten. Theoretisch schon. Aber würde ich ihn, wenn ich draufsetzen würde, ich will es ja gar nicht, aber würde ich ihn, also könnte ich ihn dazu bringen, wenn du mir jetzt, also wenn ich jetzt sage, was muss man da machen? Die Beine so ein bisschen Druck ausüben mit den Schenkeln, oder? Also nur so ein bisschen. Genau. Würde der dann laufen? Ja, ich glaube schon.

[29:21] Aber nur Schritt. Ich glaube, mehr würdest du nicht hinkriegen. Aber wir können es ja mal testen. Du sitzt mal drauf und dann versuchst du mal, ihn zum Laufen zu kriegen. Ach, also ich bin ja jetzt, ich starte ja in ein XXL-Wochenende nach Lübeck. Vielleicht machen wir mal. Zwei freie Tage mehr, weil ich demnächst ein Wochenende hier noch zusätzlich verbringe und deshalb zwei Tage mehr am Meer. Also wir könnten das mal, wir werden das nochmal diskutieren. Ja, wir brauchen aber dann unbedingt jemand, der filmt. Unbedingt. Ja, ja, aber gut, da wäre ja deine bucklige Verwandtschaft sozusagen dann am Start. Oder der Stallbesitzer oder der Typ, für den du abgeäppelt hast.

[30:10] Bei dem hast du ja auch noch einen gut. Ich habe ja für unsere Pferde abgeäppelt und der Stallmann hatte seinen freien Tag. Ich habe nicht für ihn abgeäppelt. Der Stallmann, ja, sehr gut. Also was es hier alles gibt, es gibt den Tindermann, es gibt den Stallmann und keine Ahnung, also es gibt vielleicht demnächst noch mehr Männer. Ja, der hat auch einen Namen, der Stallmann und das ist ein ganz Hilfsbereiter. Der hat mir am Anfang immer sehr viel geholfen mit zwei Pferden, die da durch die Herde buxieren und rausbringen und so. Und der war super nett und hat mir dann immer ein Pferd abgenommen oder das Tor auf und zu gemacht. Also das war wirklich immer sehr, sehr nett. Der hat einen Namen, der heißt so wie die Ja, der hat auch einen Namen. Ja, der heißt so wie so diese Kandidaten aus diesen hier so prominent getrennt da heißt doch einer Göck, ne? Und so ähnlich heißt der doch auch. Ich habe es schon wieder vergessen. Geo heißt der. Geo, genau, Geo. Ja, der Geo. Wenn der ein Kind kriegt, dann heißt es Geolino, glaube ich. Egal, wir schwimmen schon wieder raus. Eine Frage hätte ich ja noch gehabt zum Abschluss, wobei das jetzt mit Geolino eigentlich auch ein schöner Rausschmeißer gewesen wäre. Aber meine Frage ist zu dem Thema Pferdetausch.

[31:26] Wenn man sich aussuchen könnte, mit welchem Pferd man mal reitet im Training. Wir haben ja jetzt gerade gelernt, das ist schon auch irgendwie interessant, Interessant mal mitzukriegen oder wenn du sagst, du hast Pferde vom Berg geritten, die jetzt Dressur-mäßig nicht so gut ausgebildet sind, auch sowas mal zu spüren und zu fühlen und wie ticken, Pferde, die nicht unbedingt das können, was du von ihnen so verlangst und willst. Aber würdest du grundsätzlich sagen, im Training ist es schon sinnvoll, gerade für nicht ganz so erfahrene Reiter, auf gut ausgebildeten Pferden zu trainieren? Oder sollte man mit dem Pferd so, ist es okay, wenn man mit dem Pferd zusammenwächst? Weißt du, was ich meine? Ja, sowohl als auch. Also normal sagt man ja auch, auf dem alten Rad lernt man fahren, nicht nur bei der Reiterei.

[32:21] Aber es kann auch gut funktionieren, wenn Reiter unerfahren, Pferd unerfahren und beide lernen zusammen. Auch diese Konstellation kann gut funktionieren. Das kommt immer auf das Pferd und auf den Reiter an. Also das kann man so pauschal gar nicht sagen. Aber früher hat man halt schon gesagt, wenn der Reiter noch relativ frisch in seiner Reiterkarriere war und noch so ein bisschen Anfänger war, hat man immer gesagt, lieber ein erfahrenes Pferd. Und von dem erfahrenen Pferd kann der unerfahrene Reiter lernen. Ist sicherlich auch richtig, aber es geht auch, dass beide unerfahren sind und sie zusammenwachsen. Auch das funktioniert in der Praxis.

[32:59] Jenny, dann würde ich vorschlagen, wir wollen es jetzt nicht übertreiben. Wir haben ja auch gelernt, dass du eigentlich Schmerzen hast, weil du anstelle von Geo die Scheiße geschippt hast. Wir wollen es jetzt mal so sagen, wie es ist und deshalb hast du Schmerzen und die ungünstigste Position mit Blick auf die Schmerzen ist die, die du im Moment gerade hast, nämlich sitzend. Also was geht, ist reitend. Jetzt bist du in der Ferienhöhle, kannst du gerade nicht auf einem Pferd sitzen. Das heißt, du könntest dich jetzt mal hinlegen und das sei dir auch gegönnt. Wir können ja dann vielleicht in einer der nächsten Folgen uns wieder damit beschäftigen, was du persönlich reiterlich so auf die Kette bekommst. Klammer auf, die letzten Tage war es ja gar nicht so viel, schmerzbedingt und wir würden es für heute mal gut sein lassen. Und wir überlegen mal, ob ich mal, so wie in Yellowstone, der eine Cowboy, der da zum Rodeo kam, weißt du, dieser Schlags, das wäre ich dann auf ACDC sozusagen, dann würdest du mich mit so Panzertape quasi auch festbinden und dann gucken wir mal, was passiert. Vielleicht, vielleicht aber auch nicht. Sie sagt nichts. Was soll ich dazu sagen?

[34:18] Ja, machen wir so. Machen wir so. Halter Maul jetzt. Gut jetzt. Das wollte ich jetzt so nett sagen. Okay, also. Ihr wisst schon.

[34:30] Wir bedanken uns fürs Zuhören. Es hat Spaß gemacht. Ich bin doppelt dankbar, weil Jenny, du trotz Schmerzen gesagt hast, komm, na klar, nehmen wir eine Folge auf. In diesem Sinne wünschen wir ein schönes Wochenende und wir melden uns aus dem XXL-Wochenende raus, dann im Laufe der nächsten Woche wieder mit einem kleinen Lebenszeichen von der Ostsee. Bis dahin, tschüss.


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