#469 Die Basis ist alles

In Folge 469 melden sich Jenny und Chris aus ihrem ersten Urlaubstag an der Ostsee – und haben trotzdem jede Menge Pferdethemen im Gepäck. Bei AC/DC und Benny gibt es nach dem Umzug in den Norden weiterhin Probleme mit Grasmilben und Mauke. Besonders Benny zeigt beim Reiten noch Empfindlichkeiten, während AC/DC nach einer heftigen Reaktion inzwischen deutlich besser aussieht. Einen Turnierstart in Travemünde hat Jenny deshalb vorsichtshalber abgesagt – auch mit Blick auf die strengen Regeln rund um Blut am Pferd.


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Unterstützung aus der Ferne beim Bundesnachwuchs-Championat

Dafür gibt es eine richtig gute Nachricht: Reimund Wille ist wieder da! Jennys langjähriger Trainer lebt inzwischen ganz in der Nähe und das erste Training mit AC/DC steht bereits an. Auf dem 60-Meter-Viereck kann Jenny mit ihm auch gezielt an den Anforderungen für die S-Dressur und eine mögliche Kür arbeiten. Dabei geht es vor allem um das, was Jenny an seinem Training so schätzt: solide Basisarbeit, logische Vorbereitung und Übungen, die sich anschließend auch zu Hause sinnvoll weiterreiten lassen.

Außerdem geht es um Silvia Hofer von der Reitschule vom Berg und ihren Start beim Bundesnachwuchschampionat der Vielseitigkeitsreiter. Jenny unterstützte Silvia vor dem Start per Sprachnachricht mit Tipps zur mentalen Vorbereitung, zum Abreiten und zur Dressur. Mit Erfolg: Silvia erreichte eine starke 6,9 in der Dressur, überzeugte auch im Springen und wurde am Ende erste Reserve. Ein tolles Ergebnis bei einem hochkarätig besetzten bundesweiten Wettbewerb – und für Jenny ein weiterer Beleg dafür, wie wichtig eine gute Dressurbasis auch für die Vielseitigkeit ist.

Eine Folge über Mauke, No-Blood-Rule, Trainer-Comeback, Basisarbeit und einen richtig schönen Erfolg im Schwarzwald – und natürlich mit jeder Menge Pferdepodcast-Humor.


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Hier geht’s zum vollständigen Transkript:

[0:00] Das ist der Hafer- und Bananenblues. Das ist das, was jedes Pferd haben muss. Hallo, hier ist der Pferde-Podcast, Folge 469. Wir melden uns. Ersten Urlaubstag, am ersten Urlaubstag von mir. Und wir sind beide an der Ostsee. Wie toll das doch ist. Wir sind ein bisschen spät dran, aber wir haben gedacht, wenn wir schon mal die Chance haben, beide gemeinsam in einem Raum aufzunehmen und quasi sozusagen als Startschuss vor so einer schönen Zeit, dann machen wir das doch. Und wir haben so viele Themen in der Lostrommel, dass ich fast schon so halb den Überblick verloren habe. Hallo Jenny erstmal, gute Mosche. Moin. Moin. Und Moin ist also für alles. Ich weiß schon, Moin ist für alles. In der Wahrnehmung von allen Menschen, die nicht Norddeutsche sind, ist Moin, guten Morgen und wir nehmen tatsächlich am Morgen auch auf, auch wenn das nur so.

[1:08] Am Rande spannend ist natürlich. Themen sortieren. Wir haben Zuschriften unserer Hörers. Es ist so ein bisschen was aufgelaufen, auch nach der letzten großen Folge und nach der letzten kleinen Folge. Und man weiß ehrlich gesagt gar nicht, wie viel passt eigentlich in so eine Podcast-Folge rein. Ich sammle mal so ein bisschen oder ich würde mal so ein bisschen so picken und gucken, also wir müssten reden nochmal über Raimund Wille.

[1:42] Hast du eigentlich den Sendungstitel gesehen, den ich draus gemacht habe? Es war so nach dem Motto, Jennys S-Trainer ist wieder da. Ja, hast du das? Ja, das dachte ich so, das ist aber echt jetzt. Also große Fußstapfen. Ja, hauen jetzt mal einen raus. Jennys S-Trainer ist wieder da. Da könnte man auch so ein bisschen draus schließen, wenn man es nicht besser wüsste, dass du auch schon mal S geritten bist, weißt du? Oder S reitest. Und jetzt ist halt nur der Trainer, der dazugehört, wieder da. Ach, ich habe gedacht, komm, geht schon. Bisschen großspurig sein. Schatt nix.

[2:18] Wir haben ja darüber erzählt, dass du ihn wieder getroffen hast. Raimund Wille, treue Hörer, kennen ihn. Und er ist der Trainer, der dich in die S führen soll mit dem Haflinger ACDC. Weil das ist ja das große Ziel und das ist die Überschrift unseres Podcasts. Und es ist echt ein großer Zufall. Wir sind in den Norden gezogen. Raimund Wille kommt auch aus dem Norden. Und der Zufall will es, dass er hier quasi ums Eck in Travemünde, jetzt regelmäßig sozusagen der Hometrainer ist. Und von daher wäre mal spannend. Gibt es schon den ersten Termin? Gibt es schon konkrete Planungen? Wie sieht es denn eigentlich aus? Große Chancen tun sich auf. Darüber sprechen wir. Dann, es gibt ja immer noch unsere Verbindungen in den Schwarzwald. Die Kinder aus der Reitschule vom Berg, denen du nicht nur freundschaftlich natürlich weiter verbunden bist und immer verbunden sein wirst, sondern die nehmen natürlich auch weiterhin, an Turnieren teil, an Wettkämpfen teil. Und im Fall von Silvia ist es so, dass sie sogar am Bundesnachwuchschampionat, teilgenommen hat. Und du warst die Handytrainerin sozusagen.

[3:35] Und wir können mal kurz drüber sprechen, was ist denn eigentlich aus dem Bundesnachwuchschampionat von Silvia geworden? Wann war das? Letzte Woche, ne? Ist eine Woche her jetzt. Zwei Wochen schon. Zwei Wochen, oder? Nee, eine Woche. Eine Woche. Genau, letztes Wochenende, genau. Genau, da haben wir am Handy gehangen, haben die Ergebnisse gecheckt. Genau, ja. Und ich glaube, das kommt daher, dass du sagst, es ist schon ein bisschen länger her. In den Tagen davor warst du als Handytrainerin gefragt, um Silvia da vielleicht auch nochmal umso letzte Schubser zu geben. Und ich finde es ja auch, und du bist ja natürlich auch aktive Sportlerin. und.

[4:14] Deshalb finde ich es schon auch eine spannende Frage, so dieses Tipps am Handy geben. Was bringt es überhaupt? Also bringt es überhaupt was? Und also ist es sinnvoll? Und glaubst du, dass du vielleicht ein klitzekleines bisschen zu dem Erfolg beigetragen hast, den es ja gab? Also sie hat jetzt nicht gewonnen, aber sie war schon erfolgreich. Das kann man, glaube ich, schon sagen. Und dann ist es ja so, dass ich immer auch so ein bisschen gucke in so Zeitschriften. Und was gibt es eigentlich? Was sind so die letzten News im Reitsport? Und ich bin gestolpert über eine Geschichte. Tatsächlich in der Cavallo, da ging es um Blut, Blut, überall Blut. Blut am Pferd, das ist ja so eine neue Regel. Dass die Verbände oder dass der Weltverband und das Turnierveranstalter sehr streng sind, was das Thema Blut am Pferd angeht. Und ich habe in der Cavallo gelernt, dass es aber von Disziplin zu Disziplin, dass es da auch nochmal unterschiedlich gehandhabt wird. Also in der Dressur ist es gefühlt irgendwie strenger als zum Beispiel in der Vielseitigkeit.

[5:23] Fand ich ganz interessant und das Thema Blut am Pferd hat ja tatsächlich auch, deinen ersten Turnierstart hier im Norden zunächst mal verhindert. Mauke, wir haben darüber gesprochen und das hat dazu geführt, dass du auf einen Turnierstart verzichtet hast. Finde ich ja auch mal so ganz interessant. Wie kam es dazu und ja, was hat da alles so eine Rolle gespielt?

[5:50] Dann würde ich vorschlagen, wir legen mal los. Unseren Manni ist natürlich auch dabei, der spielt jetzt die Pferde-Podcast-Hymne. Dann geht’s los mit Folge 429.

[6:20] Jenny, wir fangen ja immer an mit deinen Jungs, mit ACDC, mit Benni. Wie geht es ihnen? Wie geht es ihnen im neuen Stall, in der neuen Umgebung? Wir haben schon gelernt, Mauke war so ein Stichwort, die Pferde reagieren, das Immunsystem war so ein bisschen angeschlagen, hast du vermutet, nach dem Umzug in den Norden. Wie ist es denn mit den beiden? Fühlen die sich, also geht es denen gut? Gibt es immer noch gesundheitliche Probleme? Oder sind die jetzt sozusagen auf dem Weg, dass sie hier so vollends angekommen sind? Dots, das war der Hund, unseren Hund. Nein, denen geht es gut. Die sind im Moment sehr viel auf der riesengroßen Koppel, weil das Wetter es halt auch einfach zulässt. Hier oben ist viel Wind, schönes Wetter, aber keine 30 Grad. Also es ist so angenehm, dass die Pferde nicht morgens um acht schon sagen, okay, wir gehen jetzt hoch, wir gehen in den Schatten, wir stellen uns irgendwo.

[7:21] Ich muss den Hund gerade mal retten, wir stellen uns irgendwo in den Schatten und flüchten vor Fliegen oder Hitze oder Sonnenstrahlen. Also im Moment sind sie wirklich den ganzen Tag quasi draußen. Sie kommen mal hoch zum Trinken und dann gehen sie wieder runter. Und ja, die Mauke ist tatsächlich noch ein Thema. Also Mauke ist, glaube ich, das falsche Wort. Also die sind einfach, die reagieren auf die Grasmilben, weil die das ja auch gar nicht gewohnt sind, in so viel Gras zu stehen und halt auch 24 Stunden quasi auf Gras. Und Benni mit seinen vier weißen Beinen ist natürlich besonders empfindlich auf sowas. Und bei Essie kannte ich das gar nicht mit der Mauke, aber der ist ja so explodiert, dass ich sogar Antibiotikum geben musste. Und das an dem Bein, wo das wirklich so schlimm war, vorne links, ist schon viel, viel besser. Also das heilt jetzt auch langsam ab. Das war sehr großflächig. Und jetzt haben wir noch so einen kleinen Rest, wo noch die Wunde da ist. Und dann hat es jetzt an einem Hinterbein noch ein bisschen angefangen, aber das habe ich relativ schnell ganz gut in den Griff gekriegt. Also er lahmt nicht, er geht auch, man kann ihn auch reiten, das ist alles gut, aber was natürlich passiert, wenn in der Bewegung gehen diese Krusten ab und dann kann es auch passieren, dass das mal blutet.

[8:35] Also das ist natürlich, wenn man zum Beispiel, wo wir den Turnierstart hatten, oder gehabt hätten, wo ich dann gesagt habe, nee, also wenn du dann Blut in der Fesselbeuge hast, Das kommt nicht so gut. Und bei Benni ist es so, dass es immer noch mal so ein paar kleine Stellen hat und dann geht auch die Kruste ab und dann utscht er so ein bisschen. Also man merkt es ihm beim Reiten tatsächlich auch an. Also da geht der Trable so ein bisschen vorsichtig. Er kommt nicht so aus sich raus und ist immer so ein bisschen ouchig. Deswegen habe ich viel Schrittarbeit gemacht und habe ja auch Führanlage getestet und das tut ihm total gut, dieses kontinuierliche Schritt gehen und dann wird er ganz locker und er schreitet schön durch den Körper und das hält natürlich diese Mauke Krusten ein bisschen geschlossen. Also da reiße ich das nicht jeden Tag wieder auf. Ich bin auch mal geritten die Woche, aber ich versuche das Training noch so ein kleines bisschen zurückzuschrauben, dass es wirklich mal komplett abheilen kann.

[9:31] Und ich habe auch dann tatsächlich überlegt, hole ich sie von der Koppel runter, stelle ich sie vielleicht nachts auf den Paddock, dass sie nicht mehr auf das Gras kommen. Aber dann habe ich wirklich nochmal so überlegt, also meine beiden sind die einzigen, die das haben in der Herde. Alle anderen Pferde haben das nicht. Und ich glaube, sie müssen einfach einmal durch, dass das Immunsystem da mal so ein kleines bisschen gestärkt wird. Ich fütter dann zur Unterstützung auch Echinacea, das soll ganz gut helfen, um das Immunsystem anzukurbeln. Und ich glaube, sie müssen einfach einmal durch, sonst habe ich nächstes Jahr das gleiche Problem wieder. Wenn ich sie immer gleich wieder raushole aus der Situation, dann können sie ja auch irgendwie gar nicht, der Körper kann ja gar nicht lernen, damit umzugehen. Und bei AC ist es natürlich extrem, weil der ja gegen viele Dinge allergisch ist. Und der hat natürlich auch extrem reagiert auf die Grasmilben mit allergischer Reaktion und Wunden und dickes Bein und so. Aber auch er muss da, glaube ich, einmal durch, um auch vielleicht im nächsten Sommer einfach ohne irgendwelche Mauke-Probleme durchzukommen. Ich bin gespannt und es wird langsam besser. Es ist immer sehr langwierig und, man muss sehr viel pflegen. Man muss das sauber halten, man muss es desinfizieren, man muss gucken, dass die Wunden geschlossen bleiben. Also es ist so ein bisschen nervig, aber ich hoffe, dass ich es jetzt in absehbarer Zeit auch in den Griff kriege. Aber wenn du sagst, die beiden sind die einzigen, also das ist ja schon eine sehr klare Abgrenzung sozusagen.

[10:56] Und einen deutlicheren Fingerzeig in die Richtung, okay, es ist kein allgemeines Problem und alle haben das irgendwie mehr oder weniger, sondern einfach deine sind die einzigen. Dann spricht ja schon tatsächlich viel für die Taktik, die du jetzt sozusagen versuchst. Aber schon krass, dass das dann auch das Reiten, das Training, also es ist dann doch so heftig, dass es das alles beeinflusst. Also finde ich schon auch. Ja, absolut. Also vor allem bei Benni, der ist natürlich super empfindlich. Der sagt natürlich sofort, wenn da unten irgendwas spannt oder wenn da irgendwas unangenehm ist, der kann ich nicht traben. Also ich kann Schritt gehen, aber ich kann nicht traben. Und man merkt es natürlich auch, wenn man draufsetzt. Der läuft so ein bisschen eirig und erst dachte ich so, geht der lahm? Aber nee, der lahmt nicht, sondern er ist einfach nur vorsichtig, weil er natürlich in dem Moment, wenn er so richtig ausholt und wenn er richtig schön nach vorne raus trabt, dann spannt er natürlich auch diese Fesselbeuge an. Und dann tut es weh, weil diese Kruste sich dann löst. Und wir lernen irgendwie, also mache ich mir jetzt nochmal so bewusst, ich hätte es ja auch, also ich hätte es ja gewusst, wenn du mich jetzt gefragt hättest, hätte ich gesagt, ja, ja, aber also es sind 24, 7.

[12:10] Sind die jetzt draußen auf der Wiese, es gibt keine Limits mit wie viel Gras dürfen die fressen und so weiter, also das ist rund um die Uhr. Also sie können rund um die Uhr, 24, 7 ist die Koppel auf. Die ganze Herde macht auch schon mal eine Pause. Also es ist auch jetzt morgen, sollen es glaube ich 30 Grad werden, da werden die den ganzen Tag oben am Stall sein und werden sich in Schatten begeben. In diesem Tunnel da. Und es gibt ja noch die große Liegehalle und oben auf dem Paddock sind ganz viele Bäume, da ist auch viel Schatten und ein bisschen Wind und die suchen sich dann schon angenehme Plätze aus. Aber es ist ganz witzig anzugucken, also wenn die Herde sich so am Nachmittag oder Abend sammelt, um gemeinsam auf die Koppel zu gehen, das ist wirklich witzig zu beobachten. Also es dauert ganz lange, bis der Erste sich dann in Bewegung setzt und dann stehen sie da manchmal unten noch eine Stunde oder so vor dem Koppelweg.

[13:04] Der dann nach unten auf die Koppel führt und keiner macht den Anfang. Also stehen alle da und sagen, wer geht denn jetzt zuerst? Und gehst du? Nee, ich habe heute nicht. Ich war gestern und heute gehst du zuerst. Nee, also ich kann heute nicht, ich bin erst übermorgen dran. Also das ist wirklich witzig zu gucken und die Herde geht immer geschlossen.

[13:21] Und wenn noch eins irgendwie oben bleiben muss, also der Geo hat mir erzählt, ich war die Woche morgens da und habe sie geholt zum Trainieren und zum Füttern und so und habe sie dann einfach nur oben rausgelassen. Und sie haben den ganzen Mittag den Weg nicht nach unten gefunden, waren den ganzen Mittag oben, haben Heu gefressen und haben da rumgemümmelt und sind erst nach Stunden, haben sie erst den Weg gefunden. Das ist irgendwie so, man hat immer so das Gefühl, sie gruseln sich so ein bisschen, da an den Heuballen vorbeizugehen, da flattert dann die Folie im Wind und alleine finden sie es total spooky, da runter zu gehen. Also das fällt ihnen total schwer und wenn sie mal dann da an den Heuballen vorbei sind, Dann gibt es natürlich Gummi und dann rasen sie natürlich zur Herde. Aber wenn sie können, bleiben sie alle geschlossen zusammen und gehen zusammen runter und kommen auch zusammen hoch. Also kann auch schon passieren, dass ich den weiten Weg auf die Koppel mache, meine Pferde hole und dann setze ich die ganze Herde in Bewegung. Ach, da gehen alle mit. Da gehen alle mit, aber die gehen da nicht Schritt. Die galoppieren, die rasen dann. Und okay, dann mache ich schnell die Stricke ab, lasse sie mit rasen.

[14:26] Und dann lade ich wieder zurück, weil alle Pferde schon vorgaloppiert sind, aber die gehen dann nur bis ans Ende der Koppel, gehen nicht hoch in den Stall, drehen wieder rum und rennen wieder zurück und ich den ganzen Weg wieder. Ich habe glaube ich eine Dreiviertelstunde gebraucht, bis ich meine Pferde hatte. Also die Wege sind dann schon weit, aber wenn so eine Herde sich in Bewegung setzt…, Dann halte ich die auch nicht. Dann wollen die mit und dann mache ich die los. Ich werde da gar keinen Kampf mit denen ausfechten. Also dann mache ich sie beide los und lasse sie laufen. Also das würde ich nicht machen, versuchen beide Pferde festzuhalten, wenn die Herde losgaloppiert. Aber dieses Pferde sind Herdentiere. Da merkt man dann schon, was das für eine Kraft hat einfach.

[15:03] Und dass das halt auch so ist. Also diesen Herdenverband und dieses Gemeinsammachen, das ist denen dann schon… Total wichtig und die fühlen sich auch total wohl. Und es gibt auch mal Rangeleien und es gibt auch mal geh du da weg, ich will da jetzt hin und so. Aber alles total harmlos. Also die Pferde haben keine Macken, keine Bisswunden, gar nichts. Also es ist wirklich relativ harmonisch. Die Stuten sind manchmal so ein bisschen zickig und dann sind die auch mal rossig und dann sind die so ein bisschen anstrengend, die Stuten. Aber meine beiden sind total gechillt und gehen dem auch relativ aus dem Weg. Und außer wenn Benni so, wenn er ans Futter will oder ans Wasser will, dann kann er schon ganz schön nachdrücklich sein. Also dann wird er auch richtig böse, dann erkenne ich mein Pferd nicht mehr wieder. Elsie hält sich immer so ein bisschen bedeckt im Hintergrund und geh du mal vor, also mach du uns hier mal Platz, dann komme ich mit. Aber Elsie würde niemals irgendwie so einen anderen aus der Herde angehen, das lässt er immer Benni machen. Und Benni kann es gut.

[16:03] Der Stallbesitzer hat wohl schon zu meiner Schwester gesagt, ach der Benni, das ist ja so ein Zarter, mal gucken wie der im Winter. Und ob der ans Futter kommt. Und dann sagte meine Schwester, hast du den mal beobachtet in der Herde? Der kommt ans Futter, macht dir keine Sorgen. Also das glaube ich auch. Also der wird sich behaupten in der Herde, der ist auch schon relativ ranghoch und jagt halt auch die Alten manchmal richtig böse weg. Dann schäme ich mich für mein Pferd, dann denke ich, es ist nicht meins. Also wichtig wäre, den Stallbesitzer trotzdem möglichst lange in dem Glauben zu lassen. Das habe ich auch gesagt. Weißt du, dass das quasi, dass das ja so ein Zartes hier ist und dass man sich, Also dieses sich Sorgen machen ist ja nicht der schlechteste Zustand, in dem man den Stallbesitzer belassen könnte. Genau, habe ich zu meiner Schwester auch gesagt, sag das dem Timo doch nicht. Also lass den doch mal in dem Glauben, der Benni ist so ein ganz zarter und der braucht noch ein bisschen unterstößt. Das schadet ja nichts. Genau, im Zweifel schadet es nicht. Das schadet ja nichts. Aber deshalb habe ich mich auch dagegen entschieden, sie aus der Herde rauszuholen vom Gras runter, weil ich sehe, wie glücklich die da sind und wie angekommen die in der Herde sind. Und die fühlen sich einfach in dem Herdenverband wohl und sicher. Und deswegen lasse ich sie lieber da, dann dauert es ein bisschen länger mit der Mauke. Und dann pflege ich und creme ich noch eine Zeit lang. Dann lass uns aber doch ganz kurz, wo wir jetzt wieder quasi zurückkommen zu dem Thema Mauke. Und du hast ja auch gesagt, also wenn die sich dann bewegen, sportlich bewegen und das verkrustet dann, also…

[17:31] Du hast ja auch schon gesagt, es war viel schlimmer. Du hast jetzt auch viel gemacht, Antibiotikum bei ACDC und so. Und es ist auch viel besser geworden. Also man muss ja jetzt nicht sich das Bild im Kopf haben, deine Pferde würden da mit acht blutenden Beinen über die Weide stapfen. So ist es ja nun definitiv nicht. Aber als das vergangene Woche so schlimm war oder noch schlimmer war, man muss sich das schon so vorstellen, diese Grasmilben, die beißen sich da irgendwie rein. Es fließt, also es blutet schon auch, es gibt wundestellen, es gibt blutende Stellen, das Blut verkrustet und wenn man dann Sport macht und die Pferde sportlich bewegt, dann so wie bei Menschen, also wenn so eine Wunde irgendwie verkrustet ist und man, keine Ahnung, bewegt sich irgendwie blöd oder so, dann bricht die Kruste auf oder die Kruste fällt ab und dann blutet es wieder leicht nach. Genau, ja. Und das wäre der Fall gewesen oder absehbar der Fall gewesen, wenn du jetzt gesagt hättest, auch Dressur-Turnier, wo war es? In Travemünde. Travemünde, genau, Travemünde am Meer.

[18:39] Und dann führt das, und das ist ja diese neue No-Blood-Rule, glaube ich, also das hätte dann zwangsweise bei einem Dressur-Turnier laut Reglement, wäre die Wahrscheinlichkeit sehr groß gewesen, dass sie dich da sofort rausziehen. Also nicht zwangsläufig, weil die Regeln tatsächlich in unterschiedlichen Disziplinen auch unterschiedlich sind. Und ja, in der Tressur sind sie natürlich extrem, aber da wird auch vor allem auf die Maulpartie geguckt, auf die Partie, wo der Spuren und auch vielleicht Peitschenhiebe oder so. Also vielleicht wäre es auch gar kein Problem gewesen, wenn da unten in der Fesselbeuge aufgrund einer Mauke ein bisschen Blut gewesen wäre. Aber ich wäre das Risiko nicht eingegangen, da disqualifiziert zu werden, weil…, Also man redet ja jetzt auch nicht von ganz viel Blut, was da fließt, sondern das geht ein bisschen auf und blutet ein bisschen nach, so wie du sagst. Also das ist auch nur noch eine ganz kleine Stelle. Aber das Risiko wollte ich nicht eingehen. Es hätte natürlich auch sein können, dass da die Richter gesagt hätten, okay, das ist überhaupt gar nicht tierschutzrelevant.

[19:47] Weil das eine ganz normale Wunde ist und die einfach, wo die Kruste ein bisschen abgegangen ist und noch ein bisschen nachgeblutet hat. Wäre ja auch so gewesen, davon mal abgesehen. Oder eine Bremse sticht ein Pferd und dann blutet das Handy aus.

[20:01] Und das wäre natürlich auch so ein Ding, wo man sagen könnte, da kann ja der Reiter nichts dafür und das ist auch nicht tierschutzrelevant, weil bei manchen Bremsenstichen blutet es einfach. Und das ist ja auch unterschiedlich zum Beispiel, in der Dressur wird ganz, ganz streng geguckt und in der Vielseitigkeit zum Beispiel sind sie glaube ich ein bisschen großzügiger, weil, da kann es ja auch immer mal passieren, gerade weil das immer draußen ist und so, dass genau sowas mal passiert, dass ein Pferd von der Bremse gestochen wird, das blutet dann oder, dass es, wenn das zum Beispiel, keine Ahnung, eine kleine Wunde am Hals oder so ist, die nochmal aufgeht, die vorher schon da war. Ich glaube, dass da die Richter einfach ein bisschen großzügiger sind und dann auch wissen können, dass so ein Pferd auch mal eine Verletzung haben kann, die durch die Bewegung mal wieder aufgeht. Also da wird schon unterschieden und ich glaube, die Hauptstellen sind das Maul- und Sporeneinsatz. Also da wird natürlich drauf geguckt. Warum lese ich eigentlich die Cavallo, wenn du das innerhalb von zwei Sätzen referieren kannst, also den Kern eines solchen Artikels?

[21:06] Ja, ich frage mich das jetzt im Nachhinein, ist ja auch so ein bisschen verlorene Lebenszeit, also dass ich da jetzt so eine Zeitschrift durchblätter. Aber es ist tatsächlich genau so, dass das Reglement wird in der Vielseitigkeit, glaube ich, am weitesten ausgelegt und tatsächlich sind so Verletzungen, die durch… Gärte, Sporen, Maul und so weiter, also Reitereinwirkung, das ist das, was… Das ist das Aus, wenn das vorkommt, dann sind sie in jeder Disziplin raus.

[21:38] Das will man unbedingt verhindern und es wird aber schon der Tatsache Rechnung getragen, dass in der Vielseitigkeit eben also durch, man bleibt mal an einem Ast, also irgendwie ein Ast kratzt oder sowas, Also so kleinere Verletzungen am Hals, die einfach mal vorkommen können aufgrund der Disziplin. Da gibt es dann auch die Möglichkeit, dass sozusagen Reiter mal irgendwie auch einfach abwischen Blut und wenn es dann weg ist, dann ist es weg.

[22:06] Also fand ich ganz interessant auf jeden Fall, dass man dieser Unterschiedlichkeit der Disziplin auch so ein bisschen Rechnung trägt. Aber nochmal Thema Tierschutz. Also es gibt, ich habe gerade heute Morgen die Werbung gesehen, dass es jetzt in der ARD Mediathek ganz neu eine Dokumentation gibt. Eine Reitlehrerin hat diese Doku gemacht. Und ich habe es mir selber noch nicht angeguckt, aber da geht es genau um dieses Thema Turniersport und Pferdequälerei und sind alle Methoden, wer macht was mit welchem Pferd und sind diese Methoden tierschutzrelevant. Ich glaube, das ist sehr sehenswert und ist jetzt ganz neu in der ARD Mediathek. Ich habe jetzt nur halb Wissen. Bist du sicher, dass es neu ist? Ich wollte es die Woche schon gucken, da war es noch nicht verfügbar. Okay, dann ist es neu. Also vielleicht ist es neu in der Mediathek. Also ich bin am Donnerstag schon drüber gestolpert und da war es noch nicht verfügbar. Und heute Morgen habe ich nur mit halbem Auge irgendwie gesehen, dass es jetzt in der Mediathek verfügbar ist. Aber ohne Gewehr, ich muss noch mal genau lesen, ich habe es nur so überflogen. Okay, ohne Gewehr. Aber du recherchierst es nochmal und setzt vielleicht den Link auf unsere Homepage. Also wir hätten was zu gucken.

[23:12] Erstens, zweitens ohne Gewehr mit ganz neu oder vielleicht irgendwie kurz vorm Ablauf. Nicht gut recherchiert, das ist ja für dich. Ja, das ist ja für mich der Horror. Du schneidest es einfach raus. Nee. Wir machen es in der kleinen Sendung. Wir würden das nachreichen. Das gibt es auch in der Regierungspressekonferenz zum Beispiel. Das gibt es ganz oft, dass da die Pressesprecher sagen, kann ich gerade nicht beantworten, wir reichen es nach. Und dann kriegt man irgendwie 100 Mails mit, so würde ich damit umgehen wollen. Kann ich gerade nicht beantworten, aber wir würden es nachreichen. Wir reichen es nach, genau. Und wenn es wirklich neu ist und toll und wir gucken es uns ja auch an, ist ja auch wurscht, ob es neu oder alt, wir haben es noch nicht gesehen, für uns ist es dann neu. Wir können ja mal angucken und wenn es irgendwie spannend ist und wir beim Gucken denken, oh mit der oder dem oder mit derjenigen, die es gemacht hat, würden wir gerne mal sprechen. Man könnte ja dann den Versuch zumindest starten, ob man Jetzt, wo du ja auch berühmt bist und ab und zu im Fernsehen bist, vielleicht ist es dann so ebenbürtig, dass sie denken, oh mit dem, ich würde gerne mal reden, dann werde ich noch berühmter. Das stimmt natürlich gar nicht, also so Dokumentarfilmer, da kommt man ja gar nicht ran. Aber man kann ja mal ganz zart anfragen und vielleicht hat man da ja dann eine Chance. Das wäre toll. Das wäre doch gut. Wir gucken es.

[24:33] Und ich finde es ja generell, ehrlich gesagt, gut. Und das muss man ja mal sagen, dass so eine ARD dann sagt, sich auch mit solchen Themen beschäftigt. Also mal ganz blöd gesagt, weil das ist ja irgendwie immer gut, auf solche Themen auch so ein Schlaglicht zu werfen. Ja, Turniersport. Wir beschäftigen uns ja auch die ganze Zeit damit. Wir haben schon oft darüber gesprochen, Fairness gegenüber den Pferden und was ist zu viel und so. Und also, ja, ich glaube, jeder, der Turniersport macht, Der wird von dieser Frage immer begleitet und muss die Frage auch immer wieder aufs Neue beantworten. Wenn wir in zehn Jahren noch Podcast machen, dann gucken wir dann mal auf den Turniersport. Ich glaube, der wird sich ganz, ganz wesentlich ändern, der Turniersport. Wir gucken mal, wo es hingeht.

[25:19] Okay, ich bin gespannt. Warum ist das jetzt eine perfekte Brücke zu Raimund Wille eigentlich? Weil ich Profi bin. Und wie viel ändert sich mit Raimund Wille oder nicht? Oder weißt du, also ist das eine, was bedeutet das alles? Fragen über Fragen. Der Reitlehrer, der dich im Schwarzwald ganz intensiv begleitet hat und ganz, lange begleitet hat, viele Jahre, acht Jahre haben wir, glaube ich, gesagt in der kleinen Folge. Du hast ihn wiedergefunden hier im Norden und auf dem Weg hin zur Estressur. Das ist ja das Ziel, das du anstrebst mit ACDC. Haben wir auch schon gesagt, ist das wirklich eine coole Sache, dass er jetzt so sehr in der Nähe ist. Eine Viertelstunde, 20 Minuten mit dem Pferdehänger. Einmal die Woche gibt es theoretisch sogar die Chance, dass du das in Anspruch nehmen könntest. Hat sich das denn, also wir haben ja schon gesagt, letzte Woche per Zufall getroffen auf der Reitanlage da in Trabemünde und das war dann erstmal so, man macht sich miteinander bekannt, man wird in so eine WhatsApp-Gruppe, wo diese Trainingsstunden vergeben werden, aufgenommen.

[26:30] Ist daraus schon ein konkreter Termin oder ein Terminplan erwachsen? Was ist denn so der Stand der Dinge? Wann gäbe es sozusagen den Einstieg, dass man mal drüber reden kann, wie ist eigentlich Raimund Wille, wenn man nicht einen Lehrgang bei ihm reitet, sondern ganz normales Training? Wie unterscheidet sich das? Wie fühlt es sich an? Was habt ihr gemacht? Also solche Fragen. Was ist der Stand der Dinge mit Raimund Wille? Also es gibt einen konkreten Termin. Nächsten Dienstag 15 Uhr habe ich das erste Training. Cool. Mit ACDC. Und was natürlich auch ein großer Vorteil ist, also… Auch das Training auf 60 Meter. Also die haben da oben natürlich auch 60 Meter Dressurviereck. Und das ist natürlich für mich echt ein großer Vorteil, dass ich da auf 60 Meter auch trainieren kann mit ihm. Und weil wir müssen ja auch, wenn wir wirklich auf die S hin trainieren, auch für die Europameisterschaft, dann muss ich auch eine Kür einstudieren. Und das hatte ich ja auch für die EM24, habe ich ja auch auf dieser Anlage in Aachen, da gab es auch die 60 Meter Reitplatz und da haben wir ja auch.

[27:34] An einem Lehrgangstag diese Kür nochmal durchgeeiert auf den 60 Metern und haben wirklich ganz extrem an der Kür auch gearbeitet, der Herr Willer und ich. Und das hat uns ja auch wirklich weitergebracht und das ist wirklich noch ein großer Vorteil, dass wir die 60 Meter haben. Wir haben zwar zu Hause auch 60 Meter, aber da stehen immer Sprünge drauf, weil es halt ein Springplatz ist. Und da ist es natürlich ein bisschen schwierig, auch Aufgaben zu trainieren. Und auch das finde ich einen extremen Vorteil, dass wir da einfach auch gezielt an den 60 Metern arbeiten können. Und ich freue mich sehr auf das Training mit Herrn Wille und bin ganz gespannt. Ich kenne ja auch sein Training, auch er erfindet das Rad nicht neu. Also wenn man so von außen zuguckt, hat man manchmal auch so gedacht, ach, das hat er ja mit der anderen vorher auch gemacht. Ja, aber es sind ja immer dieselben Dinge, an denen man arbeiten muss. Das mache ich ja auch. Übergänge, Übergänge, Übergänge, Losgelassenheit, der muss da ranziehen. Also es sind immer dieselben Basisdinge, an denen man arbeitet und.

[28:31] Um dann alles reiten zu können, was man will. Aber wenn die Basis nicht stimmt, dann kann ich nichts reiten. Und das ist, glaube ich, so dieses, was so manche Trainer vielleicht auch noch gar nicht so richtig intus haben, dass man muss die Basis vernünftig aufbauen und dann kann ich die Aktion reiten. Das funktioniert halt nicht, wenn die Basis nicht stimmt. Und deswegen schätze ich auch das Training bei Herrn Wille so, weil der genau weiß, wie wichtig die Basis ist Und auch schon viele, viele Reiter begleitet hat von der Basis in das große Viereck oder in die große Vielseitigkeit. Und auch das Training bei Frank war so aufgebaut, dass einfach die Basis stimmen muss und dann probiert man Außengalopp mit dem Jungen. Und das hat funktioniert, weil wir im Training die Basis richtig aufgebaut haben und das finde ich ganz, ganz wichtig.

[29:20] Dass ein Trainer auch da ein Konzept hat und auch das Training richtig aufbaut und auch so ein bisschen logisch aufbaut, dass man am Ende des Trainingstags auch wirklich das machen kann, was man sich vorgenommen hat. Und diese Basics sozusagen nicht aus den Augen verliert, selbst wenn man dann so das Gefühl hat, irgendwie, er hat mit der Vorreiterin dasselbe gemacht, er gibt dir ja möglicherweise, sagt er ja was anderes, wenn du auf dem Pferd sitzt. Also das ist gleicher Inhalt sozusagen, aber andere Tipps und andere Hinweise und andere, du musst an der oder jenen Stelle irgendwie was anders machen. Ja, und wo ich ja auch am Anfang, was ich erst noch lernen musste bei dem Training bei Herrn Wille war, wenn ich zum, wer fragt ja dann immer, was sind die Probleme, woran wollen wir arbeiten und wenn ich dann zum Beispiel gesagt habe.

[30:11] Okay, der Wechsel oder so und dann sind wir in diesem Training nicht einen Wechsel geritten, aber wir haben diese ganze Vorarbeit auf ein schnelles Hinterbein und wie reite ich den Wechsel oder, wie bereite ich das vor, dass das Pferd wirklich vor mir ist, dass ich den vor meinen Hilfen habe und, dass ich diesen Wechsel dann einfach auslösen kann. Das habt ihr alles gemacht. Das haben wir gemacht, aber wir sind nicht einen Wechsel geritten, aber wir haben diese Vorarbeit intensiv gemacht. Und einen Tag später, wenn ich das genau so gemacht habe und bin dann einen Wechsel geritten und dann war es immer gut. Also das ist schon so, dass man auch merkt, das hat Sinn und Verstand und das hat Logik und das Training ist halt auch wirklich so aufgebaut, dass man das nachhalten kann. Also das ist mir immer ganz wichtig, dass ich alleine zu Hause mit diesem Training noch weitermachen kann. Ja, absolut. Das ist das, was du immer sagst bei jedem Trainer und, dass es nicht darum geht, in der jeweiligen Trainingsstunde jetzt irgendwie ein Feuerwerk abzubrennen und man sagt, ah, oh, wie schön, aber man geht dann nach Hause und dann irgendwie, man hat keine Chance, das zu reproduzieren. Genau, ja. Ja, Training, weitergeben, Effekte erreichen.

[31:22] Die perfekte Brücke. Die Brücke, genau, das ist der Brückenbauer-Podcast gerade. Die Brücke zu Silvia vom Berg aus dem Schwarzwald. Es ist so, also wenn man so drüber redet, das gibt manchmal so ein Gefühl irgendwie, alles klar, das ist jetzt so unsere Vergangenheit, nicht mehr die Gegenwart so richtig. Vermisst du es ein bisschen? Ja, schon. Jede Woche, ihr habt da ja immer, keine Ahnung, ein Sektchen getrunken und es gab diese Treffen, wenn der Hubert die Springstunde gegeben hat und am Rande dieser Springstunde. Wir eingestaubt saßen mit unserem Sektchen und ein bisschen essen. Also es war auch nicht nur schön, ne? Es war nicht nur schön. Also man musste immer duschen danach, wenn man nach Hause gekommen ist. Genau, also keine Haare waschen vorher, weil hinterher sah man aus wie eine Strohpuppe. Die Burger schmeckten auch manchmal ein bisschen staubig. Also bei dem Wetter im Moment, glaube ich. Also vor allem Wassersparen und so ist ja auch angesagt im Schwarzwald, weil im Moment gibt es nicht so viel. Aber das haben die mal vormütlich immer schon gemacht. Also gemessen an dem Staub, der da in der Luft lag. Also verschwenderisch mit Wasser umgegangen auf dem Reitplatz sind sie nie. Ja, aber es wurde schon vor der Springstunde, bevor Hubert kam, wurde auch immer mal gewässert. Ah, okay. Ja, weil sonst sieht man Hubert nicht mehr auf dem Platz.

[32:40] Genau, also wir vermissen es ein bisschen und werden uns dem wahrscheinlich auch immer sehr verbunden fühlen. Und das ist ja jetzt aber trotzdem auch nicht so aus den Augen, aus dem Sinn. Also du hast ja nach wie vor viel damit zu tun. Du hast doch schon mal gesagt, dass du einem Mädel immer noch Online-Reitstunden gibst. Da haben wir auch im Podcast mal drüber gesprochen, wie du das machst mit WhatsApp und so weiter. Und dass das eigentlich sogar einfacher und besser funktioniert, als man so denkt irgendwie. Dann sitzt du hier an der Ostsee auf der Couch und hast dein iPad auf dem Schoß und gibst dann da Anweisungen und so. Coole Sache. Und jetzt muss man sagen, Silvia Hofer, also wirklich eine große Aufgabe war das ja oder eine tolle Chance, Bundesnachwuchschampionat, dafür muss man sie erstmal qualifizieren. Da kommt nicht jeder hin und wenn man dann teilnehmen darf, das ist schon cool in der Vielseitigkeit und bei Silvia war das in der vergangenen Woche, was da alles passiert ist, letztes Wochenende, War das der Fall? Und, tja, Ergebnis?

[33:50] Insgesamt wurde sie erste Reserve. Das ist ein großartiges Ergebnis. Super, ne? Auch ein bisschen ärgerlich, aber großartiges Ergebnis. Deshalb habe ich gerade gestockt und habe so ein bisschen so die Worte nicht rausbekommen, weil ich so hin- und hergerissen war zwischen super Ergebnis und schade. Also weil Erste Reserve ist ja eigentlich so das beschissenste Ergebnis, was man sich so vorstellen kann, aber es ist halt nah dran an wirklich. Ich war auch mal Erste Reserve und es wurde im Nachhinein eine disqualifiziert. Ich glaube, die war nicht staatberechtigt wegen ihres Vereins und dann hatte ich noch eine Platzierung.

[34:29] Und wir haben ja schon in unserem Reiterleben Menschen kennengelernt, die das schon längst natürlich gecheckt hätten, anwaltlich auch, also mit mehreren Anwaltskanzleien gecheckt hätten. Absolut. Und dann, also da wären schon diverse Einsprüche am Laufen. Einfach mal so auf Verdacht oder so. Nein, machen wir natürlich nicht. Und bevor wir hier jetzt Menschen auf dumme Gedanken bringen. Erste Reserve, tolles Ergebnis, wirklich ganz nah an der Musik. Deutschlandweit darf man ja nicht vergessen. Die Baden-Württemberger darf man auch nicht vergessen, sind da traditionell. Also willst du Baden-Württemberg oben sehen, musst du die Tabelle drehen, ist der Spruch dazu. Obwohl bei den Ponys hat eine Baden-Württembergerin gewonnen. Okay, gut. Dann, also das galt mal und Baden-Württemberg holt auf. Das ist ja genau die Botschaft, die ich quasi vermitteln will. Und es ist ein tolles Ergebnis. Vielseitigkeit, Silvia, das war jetzt nicht Ponys, sondern mit den Großpferden logischerweise. Und ein toller Erfolg. Und die Schwachstelle bei den Kindern vom Berg.

[35:33] Es gibt ja eine Schwachstelle und da kommst du immer regelmäßig ins Spiel. Und das ist die Dressur. Die Dressur ist das ungeliebte Schmuddelkind sozusagen und das Uneheliche, wo man sagt, bleib doch scheiß Dressur und du sagst immer, das ist die Basis und da unterschließt sich wieder ein Kreis, die Basis für alles. Also quasi, wenn diese Grundlage nicht gelegt ist, dann wird es schwierig, auch im Springen, auch im Gelände.

[36:05] Und irgendwie so über die Jahre, die wir jetzt dann im Schwarzwald waren, hat das so ein bisschen was, glaube ich, bewirkt und das wird nicht mehr ganz so oder andersrum. Es hieß dann immer, alles klar, Dressur ist zwar immer noch scheiße, aber wir haben ja unsere Jenny und die macht das alles gut. Und deshalb warst du so ein bisschen mit im Spiel. Also sag doch mal, wie das so abgelaufen ist. Selbst über hunderte Kilometer Warendorf-Ostsee warst du ja da sehr nah dran am vergangenen Wochenende und gefühlt waren wir so halb mit auf dem Bundesnachwuchschampionat. Ja, also ich habe ja nach wie vor mit Nadine fast täglich Kontakt. Also wir sind ja auch befreundet und wir haben uns ja auch vorher ganz oft morgens so, Nadine bei ihrer Arbeit, ich bei meiner Arbeit, dann haben wir uns ja immer so ein bisschen unterhalten und haben geschwätzt über Gott und die Welt und so. Und das haben wir auch beibehalten, jetzt nicht mehr täglich, aber schon regelmäßig. Und Nadine hat so ein bisschen erzählt, wir sind angekommen und Silvia geritten und die ist so scheiße, Dressur geritten, echt jetzt. Und wenn die das morgen so macht, so unkonzentriert, scheiß Hofschlagfiguren. Und dann habe ich gesagt, ich schicke dir mal eine Sprachnachricht. Oh ja, bitte. Und dann habe ich Silvia wirklich so, ich habe nochmal so überlegt.

[37:19] Wie ich das damals gemacht habe, zum Beispiel bei der Europameisterschaft, wie ich mich darauf vorbereitet habe, auf so eine wichtige Prüfung. Und habe auch so Konstanze noch so ein bisschen im Kopf, stell dir das vor, wie du das reiten willst, wie soll es aussehen. Und das habe ich Silvia nochmal so als Sprachnachricht nochmal geschickt. Sie soll sich an unseren Unterricht erinnern, wie wir Püppi abgeritten haben, wie wir sie… Durchlässig gekriegt haben, Übergänge, viele gebogene Linien, immer mal wieder Hintern rausschubsen, Schulter vordenken, mach sie dir locker im Genick und, bei Püppi macht es ja dann auch so Klick, also wenn man sie hat, hat man sie und dann ist es gut, dann nimmt sie einen mit, dann wird sie ganz leicht und Silvia hat ja auch schon ein paar Mal diesen Punkt, wo sie gesagt hat, oh das ist Dressurreiten, das ist ja toll. Es war immer schwer, da hinzukommen, weil ich bin ja Püppi auch selber oft geritten und weiß, wie schwierig es ist, dieses Pferd rund und durchlässig und locker im Genick zu kriegen. Also das ist wirklich eine Aufgabe und Silvia ist ja jetzt halt noch…

[38:21] Ist relativ jung und hat noch nicht so viel Erfahrung und kriegt es natürlich alleine auch immer schwer hin. Wenn sie so für sich alleine reitet, dann vergisst man ganz oft, oh, ich muss mich konzentrieren und muss dies und jenes und selten, dann reitet man einfach so Schritt, Trab, Galopp und ja, klappt oder klappt nicht. Also ich kann das total verstehen, dass man als so junger Mensch noch gar nicht in der Lage ist, sich bei jeder Reiteinheit so zu konzentrieren. Und ich habe ihr das nochmal als Sprachnachricht mitgegeben. Ich habe gesagt, nimm dir heute Abend mal so eine halbe Stunde, geh die Prüfung durch, reite jede einzelne Lektion im Geiste. Stell dir vor, wie du es reitest. Und auch wenn es im Geiste nicht klappt, reite es nochmal. Also stell dir wirklich vor, nimm dir die Zeit ganz für dich alleine, konzentrier dich, bleib da dran und reite das zwei-, dreimal durch, so wie du dir vorstellst, dass es aussehen soll. Und das Gleiche machst du morgen früh vor der Prüfung nochmal. Also wirklich konzentrieren. Nimm dir die Auszeit für dich alleine und dann reitest du sie so ab, wie wir das im Training immer gemacht haben. Und dann fühlst du den Punkt. Also mach nicht so viel. Wenn sie müde ist.

[39:30] Dann kriegst du sie nicht mehr. Dann rennt sie nur noch. Nach müde kommt blöd und dann hast du in der Prüfung keine Chance, aber du kennst sie gut genug. So lange reitest du Schritt, dann trabst du, dann galoppierst du und dann genau ausrechnen, wann ihr dran seid, dass du dieses Abreiten nicht überdrehst oder zu wenig machst. Also da muss der wirklich schon ganz genau sein, du hast eine Startzeit und genau so bereitest du dich vor.

[39:53] Und sie hat dann nochmal, sie hat sich nochmal bedankt, ja, ja, mache ich und so, hat sie auch tatsächlich gemacht. Und sie hat eine fantastische 6,9 in der Tresur geritten. Günther hat mir das Video geschickt, toll geritten, es waren so zwei, drei Kleinigkeiten drin. Aber sie hat es insgesamt super gut gemacht, sie ist tolle Hofschlagfiguren geritten. Sie hat das Beste aus dem Pferd rausgeholt, was sie imstande war rauszuholen. Und das macht mich total stolz und glücklich. Also ich habe mich super gefreut über diese Note, weil wir sind ja auch schon mit Fünfernoten daraus und diese 6,9 war wirklich ein toller Erfolg. Und ich glaube so dieses vorher nochmal sich konzentrieren und so hat ihr sehr viel gebracht und hat sie halt auch einfach fokussiert sein lassen. Also deswegen und das war ganz wichtig. Ich weiß, dass bei den Vielseitigkeitsreitern die Dressur immer so ein Stiefkind ist, aber ich habe versucht ihr zu vermitteln, nimm das ernst, nimm das wichtig. Das ist ganz, ganz wichtig für die Punkte nachher. Und das hat sie gemacht und das war ja bei Silvia immer schon, wenn man ihr vorher gesagt hat, das machst du so, das machst du so, das machst du so. Es hat sie immer gemacht, genauso wie man es ihr gesagt hat und auch dieses Mal ist es ihr gelungen.

[40:59] Absolut, total gut und es gab schon Wettkämpfe quasi, wo eine verhagelte Dressur, quasi schon die Chance genommen hat, dass man überhaupt in die Nähe der Platzierung kommt und so weiter. Das war jetzt nicht der Fall und es ist echt ein super Ergebnis dabei rausgekommen, auch in der Endabrechnung. Man muss wirklich sagen, da ist halt die Crème de la Crème Deutschlands unterwegs, da sind auch… Total teure, wertvolle Pferde und so weiter unterwegs. Also da sind Leute am Start, die dann vielleicht wirklich dann irgendwann, also die wir in ein paar Jahren mal bei Olympischen Spielen sehen oder so. Das muss man ja, also so ist das halt. Und dann von daher, wenn man dann mit doch am Ende des Tages relativ bescheidenen Mitteln, ohne jetzt ein Trainingszentrum zu sein, ich sage das, also mit aller Vorsicht und bei allem Respekt vor Püppi, aber die ist halt nicht irgendwie, was weiß ich, der Lehrer oder so. Weißt du, das ist halt so, oder? Aber Silvia hat natürlich auch mit dieser tollen Dressurarbeit auch den Grundstein gelegt für das tolle Springen, was sie dann auch noch hatte. Da war sie eine Einzelplatzierung, fünfter Platz mit einer tollen 7,87, ich weiß gar nicht mehr. Super Leistung und das hat sie natürlich auch nach vorne katapultiert. Und sie war in der Theorie super, sie war im Vormustern super, überall die 9 vorm Komma und also insgesamt ein tolles Ergebnis. Im Gelände war glaube ich ein bisschen zu viel Gas.

[42:29] Und da ist es natürlich für Silvia noch schwer, das Pferd geschlossen zu halten zwischen den Sprüngen und halt auch wirklich noch so ein bisschen schwer, sie dann auch zu kontrollieren. Das hat sich natürlich in der Note widergespiegelt, aber trotz allem super Erfolg mit erster Reserve. Tolle Leistung. Absolut. Ich würde sagen, das taugt für ein Schlusswort. Wir starten in 14 Tage Erholungsurlaub, an der Ostsee. Mal gucken. Ich bin gespannt. So wie wir immer unterwegs sind, ist es ja mit Erholung immer. Da kommt dann die Erholung, wenn man wieder anfängt zu arbeiten. Könnte passieren, vielleicht aber auch nicht. Es ist eine Wundertüte. Tschüss. So wie der Pferdepodcast. Tschüss, habt pferdige Zeit. Bis dahin. Tschüss.


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