
Ein Turnier im Dauerregen, tiefer Sand und ein Haflinger, der unter erschwerten Bedingungen trotzdem ordentlich durch die Prüfung kommt: AC/DC und Jenny landeten in der M-Dressur zwar nicht dort, wo sie sich das gewünscht hätten, ein Richter sah die beiden sogar deutlich besser als seine Kollegen. Und am Ende war die wichtigste Frage ohnehin eine andere: Wie bekommt man den Hänger möglichst schnell wieder aus der Matsche? Das vollständige Turnierfazit gibt es dann in der großen Folge am Wochenende.

Tensegrales Training: Bei Benny funktioniert’s
Das eigentliche Thema dieser kleinen Folge ist aber ein Trainingsansatz, den Jenny gerade mit Benny und AC ausprobiert: tensegrales Training als Unterstützung vor dem Reiten. Die Idee: Über bestimmte Druckpunkte und Übungen wird zunächst Muskulatur gelockert, bevor das Pferd anschließend wieder stabilisiert wird. Bei Benni zeigt sich dabei erstaunlich schnell eine Reaktion. Schon wenige Minuten vor dem Reiten reichen offenbar aus, damit der junge Wallach den Hals fallen lässt, entspannter wird und mit deutlich mehr Ruhe in die Arbeit startet.
Spannend wird der Vergleich mit AC: Während Benny die Übungen geradezu mustergültig annimmt, erweist sich der Haflinger als deutlich härtere Nuss. Viel Muskulatur, weniger Beweglichkeit und ein Pferd, das sich beim Reiten auch gerne einmal kräftig gegen die Hand stemmt – da braucht es offenbar mehr Geduld. Nach drei Tagen gibt es trotzdem erste Fortschritte: AC reagiert inzwischen zumindest auf bestimmte Punkte am Genick, auch wenn die Entspannung noch nicht von Dauer ist. Für Jenny ein Grund, dranzubleiben – gerade weil sie bei AC offenbar besonders viel Potenzial für diesen ergänzenden Ansatz sieht.
Und noch etwas nimmt Jenny aus den ersten Erfahrungen mit: Die Angst, bei solchen Übungen grundsätzlich etwas falsch machen zu können, ist vielleicht größer als das tatsächliche Risiko. Ihr Ansatz ist eher pragmatisch: ausprobieren, die Reaktion des Pferdes beobachten und daraus lernen. Das Reiten selbst bleibt für sie dabei ganz klar die Basis – das Training soll nicht zum Ersatz werden, sondern unterstützend wirken.
Hier hörst Du uns bei YouTube Music:

Du findest uns aber auch zum Beispiel bei Spotify, Deezer, Podcast.de oder TuneIn. Auch Dein Alexa-Gerät sollte den Pferdepodcast kennen. Probier’s mal aus. Oder starte das Video bei YouTube:
Den Pferdepodcast unterstützen – das geht jetzt auch per PayPal:

CampfireFM: Bring den Pferdepodcast ans Lagerfeuer
Und dann haben wir noch eine Bitte in eigener Sache: 👉 Wenn ihr den Pferdepodcast unterstützen wollt, helft uns beim Onboarding bei CampfireFM – das bringt unsere Community einen großen Schritt nach vorne. Die neue App ist ein großartiger Podcast-Play und bietet darüber hinaus grandiose Möglichkeiten, sich als Community auszutauschen und zu interagieren. CampfireFM würde den Pferdepodcast gerne ans digitale Lagerfeuer holen, möchte aber zunächst checken, ob unsere Hörerinnen und Hörer diese Vorfreude teilen. Helft uns deshalb bitte mit eurem Klick, dieses Signal zu senden!
📲 **So erreichst du uns!**
Ihr könnt uns auf allen gängigen Social-Media-Plattformen, per E-Mail oder über verschiedene Messenger erreichen. Alle Wege zu uns findet ihr hier. Bleibt dran und teilt uns eure Gedanken mit – wir freuen uns auf eure Nachrichten und Kommentare! 🐴❤️ #Pferdepodcast #Turnierreiterei #Freizeitreiter #Pferdegesundheit #Pferdezähne #PodcastCommunity #Lieblingsviecher
Du magst unseren Podcast? Dann schau gerne auch in unserem Shop vorbei. Du hast eine ältere Folge verpasst oder möchtest gerne noch mal was nachhören? Kein Problem. Schau einfach in unserem Archiv vorbei.
Hier geht’s zum vollständigen Transkript:
[0:16] Hallo, hier ist der Pferde-Podcast Folge 480. Es ist die kleine Folge nach dem Wochenende. Das kleine Lebenszeichen. Ich bin wieder in Berlin in der Hauptstadt und Jenny ist an der Ostsee. Alles gut bei dir? Sind alle Beine noch dran? Welche jetzt? Meine? Ja, zum Beispiel. Meine und die Pferdebeine, alles noch dran. Sehr schön.
[0:43] Jenny, es ist ja die kleine Folge, die Hörerfeedback vorbehalten ist. Das ist das Lebenszeichen. Wir sagen manchmal auch, was wir in der großen Folge, am Wochenende vorhaben, was auf unserem Themenzettel steht sozusagen. Und wenn wir Kleinigkeiten auf der Pfanne haben, was man noch so, so eine kleine Pommes, weißt du? Wenn man sagt einfach, also man will jetzt nicht die ganze Currywurst noch haben, sondern einfach nur eine kleine Pommes. Mit Ketchup. Und gut. Und heute ist genau so eine kleine Pommes-Folge mit Ketchup. Wie komme ich jetzt auf Pommes? Wahrscheinlich hast du Hunger. Hm? Wahrscheinlich hast du Hunger. Ja, das stimmt tatsächlich. Ich habe wirklich Hunger. Ich habe den ganzen Tag noch nichts gegessen. Nichts gegessen. Entschuldigung. Gutes Stichwort. Nichts gegessen haben wir auch bei dem Turnier, bei dem du am vergangenen Wochenende gestartet bist. Und das lag nicht daran, dass es nichts zu essen gab. Es gab sogar Kuchen, hast du gesagt. Du bist dran vorbeigelaufen. Ganz viel Kuchen. Daran lag es auch nicht, dass es keinen Kuchen gegeben hätte. Im Gegenteil, es standen ganz viele sehr freundliche Vereinsmitglieder.
[2:01] Frauen in erster Linie, die da Kuchen gebacken haben. Und ich ging da so vorbei und die sagten so, droht da womöglich jetzt ein Kunde? Und ich bin einfach vorbei gerauscht, was nicht daran liegt, dass ich ein unfreundlicher Mensch bin, aber Rauschen, das ist das große Stichwort. Es hat vom Himmel nämlich gerauscht. Es hat so gepisst.
[2:28] Als ich weggefahren bin am Stall, hieß es noch auch, es dauert noch zwei Stunden oder so, bis es regnet. Hat es aber leider nicht. Von wegen. Wir können ja vielleicht in der großen Folge, also du bist mit ACDC gestartet, es war eine M-Dressur, es war matschig, der Boden war tief, das arme Pony, hat die Füße nicht so recht aus dem Matsch bekommen. Matschig war es nicht, aber der Sand wird, wenn es halt wirklich so doll regnet, wird der Sand wie so, da hat man immer so den Eindruck, dass der so die Füße anzieht, dass die da, wie so ein Sog in so einem Wattenmeer. Fühlt sich das, glaube ich, an. Und so, das ist für den total schwer, dann die Hufe da rauszukriegen. Total. Und es ist auch total schwer, gute Laune zu behalten im Sattel, ahne ich mal. Und irgendwie, also, du hast mir leidgetan, muss ich sagen. Ich mir auch. Ja, wirklich. Ich war nass bis aufs Höschen. Es war gar nicht so schlecht. Und, also, ich habe jetzt schon gesagt, man könnte im Zusammenhang damit mal, Also eigentlich, soll ich dir mal was sagen, was ich so dachte? Und du hast ja schon im Vorgespräch gesagt, das machen wir auf keinen Fall. Ich dachte tatsächlich, also es war jetzt sportlich keine Katastrophe, muss man auch dazu sagen, wir werden es ausführlich in der großen Folge sprechen.
[3:55] Ihr seid auch so einigermaßen, also ein Richter hat euch sogar sehr gut gesehen. Die anderen Richter haben den fehlenden Schwung wahrscheinlich irgendwie vermisst. Also die Richter lagen, zwei Richter lagen fast zehn Prozent auseinander. Das ist schon ein Zeichen. Also mag man den Hafi oder mag man ihn nicht? Das war sehr deutlich. Es war wieder so eine Hafi-like or dislike. Also das war tatsächlich so zu sehen.
[4:25] Also es war ganz okay, du hast das Video angeguckt, du hast auch gesagt, du bist eigentlich also wirklich zufrieden gewesen mit der Leistung, ich glaube die Wechsel waren auch wieder die waren okay, die waren jetzt kein Knaller aber die waren okay genau, aber ich dachte so dass es so Turnierstarts gibt, wo man so das Bedürfnis hat oder wo man so denkt, man muss vielleicht aus so einem Loch wieder rauskrabbeln danach, weil es einfach so eine insgesamt so eine beschissene Erfahrung war, weißt du weil es so überhaupt keinen Spaß gemacht hat. Und dann war die Bewertung, war jetzt nicht irgendwie abgestraft, aber es war auch irgendwie nichts Tolles. Und eigentlich war es spannender, ob man den Hänger aus der Matsche wieder rauskriegt. Genau. Und was legt man auf den Autositz, dass der Sitz nicht auch noch nass wird, weil man ja trieft vor Nässe. Genau. Und wo ich so dachte, braucht man da jetzt eine Konstanze Wiesner, um so ein bisschen Aufmunterung zu bekommen, dass man auch am nächsten Wochenende sagt, ach komm, Schwamm drüber, nicht nur, um das Regenwasser von irgendwo wegzuwischen, sondern auch Schwamm drüber, um so diese schlechten Gefühle wegzuwischen, damit man das nächste Mal wieder an den Start geht. Aber du hast gesagt, so schlimm war es am Ende des Tages gar nicht. Nee, also es war wirklich okay. Ich habe mir das Video angeguckt und…
[5:47] Ich muss schon sagen, er hat da eine ganz ordentliche Leistung gebracht. Ich habe mich einmal verritten, leider. Natürlich gibt es dann auch immer nochmal Punktabzug, aber ich fand jetzt nicht, dass er irgendwie besonders schlecht war und also diese schlechte Bewertung von dem einen Richter kann ich auch nicht nachvollziehen, also absolut nicht. Ich habe aber leider wegen des Regens mein Protokoll nicht abgeholt. Also da war ich dann wirklich, es hat so geschüttet und ich war nur froh, dass ich das Pony im Hänger hatte und ich dachte, wenn ich jetzt noch ein bisschen warte und wieder den weiten Weg da vorne hingehe bis zur Meldestelle, um mein Protokoll abzuholen, dann kriege ich meinen Hänger da nicht mehr aus der Matsche. Und ich wollte so schnell wie möglich von dieser Wiese runter, weil je mehr das geregnet hat, umso matschiger wurde der Boden und der Trecker stand schon in den Startlöchern, um die Autos da rauszuziehen. Und das wollte ich halt wirklich vermeiden, weil ich gedacht habe, also so schnell wie möglich jetzt einfach nur da raus und nach Hause fahren, weil das hat keinen Spaß gemacht. Und deswegen habe ich leider mein Protokoll nicht abgeholt. Deswegen kann ich noch nicht mal sagen, was hat euch eigentlich nicht gefallen.
[6:50] Aber ja, wie das so ist mit Turnierreiten. Man reitet seine Prüfung und holt sich seine Noten ab und geht nach Hause. Man kann das ja sowieso nicht mehr ändern. Das ist, wie es ist. Aber ich habe mich jetzt davon nicht runterziehen lassen oder so. Also ich habe mir das angeguckt auf dem Video und habe gedacht, also alles okay, das war erschwerte Bedingungen mit so viel Regen, waren das wirklich erschwerte Bedingungen und dafür hat er das wirklich noch ganz ordentlich gemacht. Also wir können, ich glaube, mit diesen Basics in Basic-Infos können wir es in der kleinen Folge jetzt mal so stehen lassen. Vielleicht reicht dann in der großen Folge, Entschuldigung, ich rede gerade Unsinn. Vielleicht bietet es sich in der großen Folge dann doch an, noch mal so ein bisschen ausführlicher drauf zu gucken. Vielleicht gibt es noch irgendwelche Lehren, die man daraus ziehen kann. Und ja, auch solche Turnierstarts gibt es eben. Und Amen, abgehakt. Würden Menschen sagen, die uns sehr nahe stehen.
[7:50] Jenny, dann vielleicht auch noch Teasing und Programmhinweis auf die nächste Folge. Ich führe diese Woche, bin ich verabredet mit einer Frau namens Annika und sie hat ein Spiel erfunden.
[8:07] Ein Brettspiel und wo ich das erzähle, ist Jenny mir aus der Leitung geflogen, aber jetzt ist sie wieder da. Stimmt’s? Jenny, du bist wieder da. Ja, ich bin wieder da. Richtig. Wunderbar.
[8:18] Ich spreche mit Annika und sie hat ein Spiel erfunden, habe ich gerade gesagt. Jenny, du warst ja weg. Und sie hat uns eine Mail geschrieben und ich habe ja so viele Sympathien dafür. Kannst du dich erinnern, aus Spaß haben wir sowas, also es wäre falsch, wenn ich jetzt sagen würde, wir haben sowas auch entwickelt. Aber ich habe mal so ein paar Basic-Infos in die KI geschmissen und habe die KI gebeten, hättest du mal eine Idee für so ein Brettspiel? Das war irgendwie so eine Art Haflinger-Monopoli und man musste mit Haflingern aus dem Haflingergestüt Stange handeln und konnte dann irgendwelche Ställe kaufen und sowas. Kannst du dich da noch dran erinnern? Nee, weiß ich nicht mehr. Die KI hat sogar eine Schachtel für das Spiel erfunden und ich muss es nochmal raussuchen. Also es war fantastisch irgendwie, aber es war nur ein Fake, ein KI-Fake sozusagen und Annika hat ihr Mord im Mirabellenhof-Spiel tatsächlich entwickelt. Das gibt es und wir werden darüber sprechen, wie ist sie draufgekommen, wie funktioniert es, wo kann man es kriegen und wie kann man eigentlich so verrückt sein, dass man sagt, ich finde es eine coole Idee fürs Reiterstübchen oder so, so ein Spiel zu entwickeln. Ich freue mich da wirklich drauf.
[9:38] Und last but not least, und das ist ja eigentlich fast der Hauptteil für diese kleine Folge, hast du gesagt, ich habe noch eine Kleinigkeit auf der Pfanne und das könnte man, das ist perfekt für so eine kleine Folge. Und zwar haben wir ja gesprochen über das tensegrale Training, das du mit Benni angefangen hast. Und es ist ganz simpel, du bist jetzt, also du hast über die erste Trainingseinheit mit der Trainerin gesprochen. Und du hast ja auch gesagt, dass das wie so eine Art Anleitung war, was man auch selber machen kann, um so ein Pferd vorzubereiten aufs Reiten. Also ihr habt ja mit dem Lockern des Pferdes angefangen und das Suchen der Muskeln, die dafür sorgen, dass er den Hals fallen lässt und ein bisschen entspannter wird. Und du hast es jetzt zum ersten Mal oder ich weiß gar nicht, zum ersten Mal oder schon zwei oder dreimal. Direkt einen Tag danach, genau. Hast du es ausprobiert? Genau, vor dem Reiten. Genau. Und du wolltest mal erzählen, wie war denn dann so das Reiten und hat es geklappt und hast du die Druckpunkte wiedergefunden? Und das ist ja manchmal so, wenn dann so die Trainerin dabei steht, dann ist einem alles klar und danach steht man dann da grübelnd vor dem Pferd. Wo musste ich nochmal drücken?
[10:55] Wie war es denn und hast du alles gefunden noch, wo so alles ist? Also bei Benni muss ich gar nicht suchen. Also Benni, da gehe ich nur mit dem Finger einmal so an die Stelle und dann macht er sofort, alles klar, Hals fallen lassen. Also der ist wirklich total cool. Also smart hat sie ihn ja immer genannt. Ja, ist er tatsächlich. Also ich wusste auch gar nicht. Also ich habe das wirklich am nächsten Tag gemacht und er hat sofort reagiert. Also bei allen Punkten. Also wirklich prompt reagiert und dann habe ich das so, fünf, zehn Minuten vor dem Reiten gemacht und das war wirklich so, dass er von Anfang an, also der Fokus liegt ja dann so ein bisschen, der muss den Hals lang machen und das hat wirklich super geklappt. Der hat auch gar nicht so viel geklotzt. Der war super entspannt.
[11:42] Er war mir fast schon ein bisschen zu entspannt. Und dann muss ich schon auch dann aufpassen, dass das Genick dann auch wieder hochkommt. Weil sonst geht hinten der Motor aus, dass er nicht ganz da vorne runterfällt und dann da noch mit der Nase im Sand rumlümmelt. Das ist ja auch nicht gewollt. Aber mit dem Benni klappt das total toll. Also ich mache das auch jeden Tag, egal ob ich ihn reite oder longiere. Mache ich vorher mit ihm so ein kleines bisschen diese Druckpunkte, lasse den Hals fallen und fange jetzt auch schon so ein bisschen an mit dieser Stabilisierung. Also die Trainerin hat dann gesagt, jetzt machen wir sie erst alle locker, aber der soll ja nicht so bleiben wie Pudding, sondern der soll sich ja auch ein bisschen stabilisieren.
[12:22] Und da hat sie mir so eine Übung gezeigt mit dem Stabilisieren und das mache ich dann auch, dass er auch wirklich so vorne wieder hochkommt. Also bei Benni liegt der Fokus wirklich auf vorne. Das Hinterbein ist sowieso gut, also da muss man nicht so viel machen und bei Benni liegt wirklich der Fokus auf vorne. Der muss vorne stabil werden und der muss vorne die richtige Muskulatur aufbauen, also im Halsbereich und im Rückenbereich. Und ich habe es tatsächlich auch mit AC jetzt angefangen und AC war echt schwer zu knacken. Also der hat gar nicht reagiert am Anfang. Also mir haben wirklich die Finger weh getan, als ich diese Muskeln versucht habe zu lockern. Ich konnte fast gar nicht mehr drücken und AC hat null reagiert. Das ist wahrscheinlich auch so ein bisschen dem kurzen Hals geschuldet und der hat ja viel Muskulatur, auch überall. Und der ist natürlich auch beim Reiten, ist der halt auch ziemlich stark, wenn der das will. Der kann ganz arg dagegen drücken und nicht loslassen und nicht locker werden im Genick. Und das hat man wirklich gemerkt bei diesem Tensekralentraining, dass da ganz, ganz viel bei ihm zu machen ist. Und ich habe jetzt am dritten Tag, bin ich jetzt so weit, dass ich ihn zumindest dazu kriege, wenn ich zum Beispiel diese Druckpunkte am Genick anspreche, dass er dann schon fallen lässt. Aber er bleibt nicht entspannt da unten. Also sobald ich den Finger wegnehme.
[13:47] Geht er sofort wieder hoch. Also bei AC ist es wirklich eine härtere Nuss, die zu knacken ist. Und Benni ist sowieso ein sehr bewegliches Pferd und das ist AC überhaupt gar nicht. Aber ich glaube, für AC ist es fast noch ein bisschen wichtiger als für Benni, dass ich da dranbleibe und weitermache. Und ja, also wir haben schon ein paar Fortschritte gemacht in den drei Tagen und ich werde auf jeden Fall dranbleiben.
[14:09] Aber das ist ja schon faszinierend, dass du so eine Trainingsmethode oder so einen neuen Ansatz, von dem du eigentlich erst so, wo du so dachtest, ach, ob mir das überhaupt irgendwie was sagt oder was bringt. Also den Eindruck hat man jetzt schon, dass du so den Wert für dich und deine Pferde da schon erstmal drin, siehst und dass du sagst, ja, das ist schon ganz gut in die Richtung zumindest auch ein bisschen zu arbeiten, so unterstützend auch. Aber genau, der Fokus liegt auf Begleiten zum Reiten. Bei mir ist immer noch das Reiten im Vordergrund. Ich bin auch immer noch der Meinung, richtig Reiten reicht, aber manchmal reicht es nicht ganz. Und manchmal gibt es noch so bestimmte Dinge, die man einfach zur Unterstützung zusätzlich noch tun kann. Und das ist, glaube ich, eine ganz gute Sache mit dem tensegralen Training, dass man das Reiten einfach so ein bisschen unterstützt und dass die Pferde sich so ein bisschen leichter tun, loszulassen und locker in der Muskulatur zu werden.
[15:07] Okay, also wir wollen es nicht überhöhen, aber trotzdem ist ja ganz, ganz cool zu hören. Ich finde auch ganz cool zu hören, dass man eigentlich, weißt du, es gibt ja manchmal so Sachen, wo man erst einen Volkshochschulkurs lange absolvieren muss, bis man überhaupt erst mal anfangen kann und der Einstieg war ja jetzt bei dir, es ist jetzt keine Raketentechnik, oder so, weißt du, sondern man kommt offensichtlich zurück. Relativ schnell kann man schon so erste Dinge machen und wie man dann an Benni sieht, sogar auch schon erste Erfolge sehen. Das ist ja eigentlich schon ganz cool.
[15:43] Ich glaube auch, dass diese Schwelle, man könnte was falsch machen, bei vielen relativ hoch ist.
[15:50] Ich glaube, so viel kann man gar nicht falsch machen, weil das Pferd zeigt mit seiner Reaktion, ob man es richtig macht oder nicht. Also man muss so ein kleines bisschen fühlen und muss auch so ein bisschen mutig sein und probieren, bin ich denn da richtig oder nicht. Wenn das Pferd nicht reagiert, dann bin ich vielleicht auch an der falschen Stelle oder fühle irgendwas anderes und keinen Muskeln oder Faszien oder so. Also ich glaube, man kann da auch einfach probieren und kann einfach gucken, was macht denn das Pferd, wenn ich das mache und was macht das Pferd, wenn ich das mache. Also von daher glaube ich, so diese Scheu, die viele haben, dass sie Angst haben, sie könnten was falsch machen, das habe ich ja gar nicht. Ich probiere dann einfach und drücke drauf rum und denke so, ah ja, was soll schon passieren, außer dass ich an der falschen Stelle drücke. Also wahrscheinlich passiert nichts und wenn es gut ist, also wenn ich es richtig mache, dann zeigt das Pferd auch die richtige Reaktion. Cool, Jenny, das war Folge 480 des Pferdepodcasts. Wenn ihr mit uns nochmal eintauchen wollt, in den Regen und in den Schlamm Schleswig-Holsteins und wie ein junger Haflinger sich bei so widrigen Bedingungen schlägt. Und wie Jenny sagt, na klar reite ich auch bei, wenn es Bindfäden regnet, mir doch egal. Nie wieder mache ich das. Und ich als Begleiter werde einfach nur so mitgeschleift und gar nicht gefragt und bin aber auch nass wie, keine Ahnung, wie so ein Delfin.
[17:13] Wenn ihr nochmal diesen harten Gang mit uns antreten wollt, dann seid ihr eingeladen, auch in der großen Folge am Wochenende wieder zuzuhören. Außerdem die Frau, die das Spiel Mord im Mirabellenhof erfunden hat. Und mal gucken, was sonst noch so anfällt. Vielen Dank fürs Zuhören. Bis dann. Tschüss.
Entdecke mehr von Der Pferdepodcast
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.