
Ein Turnier auf dem eigenen Hof klingt zunächst nach der denkbar entspanntesten Variante: keine lange Anfahrt, vertraute Umgebung und jede Menge Stallkollegen, die gemeinsam anpacken. Doch ausgerechnet für die Pferde kann ein Hofturnier zur echten Herausforderung werden. Denn plötzlich ist die vertraute Umgebung überhaupt nicht mehr vertraut: Wo sonst der Reitplatz liegt, stehen Richterhäuschen, Blumentöpfe oder Getränkewagen, Lautsprecher hängen irgendwo herum und auf einmal sind jede Menge fremde Pferde auf dem Hof. Für Pferde, die Veränderungen besonders aufmerksam registrieren, kann das deutlich irritierender sein als eine völlig fremde Turnierlocation.

Was kostet eigentlich ein Pferd im Ruhestand?
Jenny kennt dieses Phänomen aus eigener Erfahrung. AC/DC kann sich beispielsweise schon von einem plötzlich auftauchenden Getränkewagen nachhaltig beeindrucken lassen – und auch Benny ist ein Pferd, das Veränderungen in seinem gewohnten Tagesablauf nicht unbedingt mit Begeisterung quittiert. Deshalb hat Jenny entschieden, ihre beiden Sportpferde beim Hofturnier lieber gar nicht erst mitreiten zu lassen. Statt sie „zur Gewöhnung“ in den Trubel zu schicken, dürfen AC/DC und Benny an diesem Tag einfach auf der Koppel bleiben. Eine interessante Frage für alle Pferdebesitzer: Wann ist Gewöhnung sinnvoll – und wann macht man seinem Pferd eine ohnehin schwierige Situation nur unnötig schwer?
Außerdem beantworten Jenny und Chris eine Hörerfrage, die vermutlich viele Besitzer älterer Pferde interessiert: Was kostet eigentlich ein Pferde-Ruhestand? Bei Globus liegt die reine Unterbringung derzeit grob in einem Bereich von 200 bis 300 Euro im Monat, abhängig davon, was an Haltung und Service enthalten ist. Dazu kommen Futterkosten – und gerade bei älteren Pferden kann dieser Posten erheblich werden. Bei Globus kommen beispielsweise Heukops und zusätzliche Futtermittel hinzu. Hufe, Impfungen und weitere laufende Kosten verschwinden mit dem Renteneintritt schließlich ebenfalls nicht.
Und dann gibt es noch die schwierigere Frage, die irgendwann auf viele Pferdebesitzer zukommen kann: Wann ist ein Pferdeleben trotz aller Fürsorge nicht mehr ausreichend pferdegerecht? Jenny beschreibt ihre Gedanken dazu bewusst vorsichtig, denn eine solche Entscheidung lässt sich nicht nach einer einfachen Checkliste treffen. Am Ende kennt niemand das eigene Pferd so gut wie sein Besitzer – und muss individuell beurteilen, wie viel Lebensqualität noch vorhanden ist. Außerdem gibt es in dieser Folge natürlich noch eine Entschuldigung für einen etwas zu flapsigen Kommentar über eine Stallkollegin und deren Pferd, eine kränkelnde Jenny und einen Ausblick auf den nächsten sportlichen Test: AC/DC soll in einer L-Dressur zeigen, was der neue „Performance-Booster“ tatsächlich kann.
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Hier geht’s zum vollständigen Transkript:
[0:00] Das ist der Hafer- und Bananenblues. Das ist das, was jedes Pferd haben muss. Hallo, hier ist der Pferde-Podcast Folge 485. Hier meldet sich Berlin und die Ostsee ist verschnupft. Aber nur in einem gesundheitlichen Sinne. Hallo Jenny. Hallo, ich bin so krank. Ja, wenn ich jetzt du wäre, dann würde ich sagen, heul doch. Weißt du, das wäre so, aber das wäre ja unangemessen. Genau, richtig. Heul doch. Aber ich wollte ja nett sein und du erinnerst mich so ein bisschen an das Bergkind Silvia. Hast du mich heute daran erinnert? Weil ich habe dann gesagt, oh scheiße und du klingst ja wirklich noch verschnupft heute Nachmittag wie wollen wir das machen mit dem Aufzeichnen, wollen wir das noch machen, wenn ich hier in Berlin bin oder wollen wir es lieber vielleicht auf den Samstag schieben, weil ich schon in der Ostsee bin und dann würden wir dann halt sofort veröffentlichen und so und dann war die Antwort, nee, heute Aufzeichnen, Samstag ist Turnier.
[1:09] So habe ich das gar nicht gesagt. Nee, du hast es geschrieben. Du interpretierst das dann nur, dass es so geschrieben war. Absolut. Und da geht das Kopfkino dann los. Also dann denke ich mir… Habe ich doch nichts dafür, ist doch dein Kopf. Toll. Also und vor allen Dingen, wenn man jetzt hört, wie du wieder auf der Zinne bist, so schlimm kann es wohl nicht sein mit deinem komischen Alibi-Schnupfen da. Wer hat denn… Du hast mich ja angesteckt.
[1:39] Und du, nein, du tust so, als hättest du dich angesteckt. Das ist so ein Schnupfen im Eichhörnchen-Kostüm. Also du weißt schon, was ich meine. Das ist so, dem man auch so problemlos wieder, nee, nee, am Samstag ist Turnier. Tja. Ja, aber das ist ja nur Turnier bei uns am Stall. Das ist ja ein WBO-Hofturnier. Ich reite da ja nicht. Tja. Ich muss da ja nur, oder wir müssen alle zusammen Würstchen grillen und Bier ausschenken. Und du musst das Jump’n’Run moderieren. Das wird sehr witzig. Ich freue mich schon. Ja, ich nehme das auf und dann können wir das irgendwie in der Sendung, wenn du das Jump’n’Run moderierst. Das ist wirklich witzig, das hast du mal auf dem Hafi-Turnier gemacht, da haben alle gelacht, immer sehr. Ja, ja. Und das ist ja die größte Herausforderung jetzt so in Verbindung mit einem Mikrofon für mich in dieser Woche, muss man ja mal sagen, weißt du? Also das ist ja alles Kindergeburtstag, aber wenn quasi an der Ostsee Stallturnier, Jump’n’Run, da, das ist so gefühlt so, weißt du, Spotlicht an und da gilt’s. Genau, da gilt’s aber. Da musst du aber jetzt halt auch mal echt abliefern. Ich weiß. Jenny, weil ja du tatsächlich jetzt sehr erfolgreich eine frohe Miene zum eigentlich kränkelnden Spielgesamtzustand machst…
[2:56] Wir wollen ja oder haben gesagt, wir wollen trotzdem ein bisschen deine Stimme schonen, deine Kräfte schonen. Du hast, also wir nehmen auch tatsächlich recht früh auf, weil du sagst, ich will früh ins Bett. Eigentlich geht es dir wirklich nicht so gut. Man merkt dir an, du reißt dich wirklich sehr zusammen. Aber wir haben uns ein etwas schmaleres Programm gegeben, damit wir dich nicht überstrapazieren.
[3:18] Das Hofturnier, Stichwort, finde ich ganz gut, da vielleicht auch als Thema mal drüber zu sprechen, weil das ja, ich glaube, das kennen viele. Auf deinem Hof, auf unserem Hof an der Ostsee ist es gefühlt auch schon irgendwie so ein Dauerthema und alle reden drüber und der eine brät Würstchen und der andere macht dies und das und alle haben den Stall geputzt. Und ich bin mit einem interessanten Phänomen konfrontiert worden und dachte, das gibt es doch gar nicht, weil Pferde sind manchmal verstört oder reagieren manchmal verstört, wenn Hofturnier ist. Und das wollen wir mal auflösen, was sich dahinter verbirgt, warum, wieso, weshalb, ob du das kennst, vielleicht ja auch, was man dagegen tun kann. Und es gibt die Frage unserer Hörerin Dörte, ist eine ganz unverschämte Frage, nämlich.
[4:13] Sie fragt danach, was etwas kostet und zwar die Unterbringung deines alten Pferdes Globus, von dem wir es ja in der letzten großen Folge hatten, und sie möchte gerne mal wissen, wie tief greifst du eigentlich in die Tasche, damit Globus so untergebracht ist, wie er untergebracht ist. Wir haben ja in der letzten Folge gelernt, da hat sich ja jetzt auch was geändert aus Gründen und so. Und von daher kannst du da natürlich was zu sagen. Und wenn jemand die Finanzministerin in unserer Beziehung ist, dann bist es ja du. Also du weißt bei allem, was es kostet, was es bringt und so. Du weißt immer, welche Zahl aufscheinen. Und das ist also auf eine Art gut, aber auf eine Art auch schlecht. Wieso denn schlecht? Ist doch gut, wenn man weiß, was alles kostet und wie viel man hat und wie viel man ausgeben kann. Naja, aber also das Problem ist, wenn ich was ausgebe und du findest es aber nicht gut, wenn ich was ausgebe und du siehst es dann auf irgendeinem.
[5:16] Also mit diesem elektronischen Dingsbums Handy bezahlen, du siehst ja auch alles sofort. Also manchmal habe ich kaum bezahlt. Das wäre auch wenn du beim Burger King bist. Genau, dann habe ich kaum was bezahlt und dann kommt schon die WhatsApp Burger King Fragezeichen ernsthaft und so. Und also, wo man dann so denkt, man fühlt sich so ein bisschen, oder anders, ich verstehe schon, warum solche Arschgeigen Bargeld gut finden, weißt du, und sagen, so alles Überwachungsstaat hier. Das ist doch nicht Arschgeigen. Nein, das darf ich ja, wir sind ja neutral. Genau, wir sind neutral, aber es sind trotzdem Arschgeigen. Also jedenfalls in manchen Ansichten, so schon finde ich es manchmal so ein bisschen nicht gut.
[6:00] Unser Orchestermusiker Manni spielt jetzt die Pferdepodcast-Hymne und dann geht’s los mit der Pferdepodcast-Folge 485. Hof-Turnier, das ist ja eigentlich immer eine feine Sache. Und ich habe gelernt, ich hatte es erst so ein bisschen missverstanden, als du geschrieben hast, am Samstag habe ich ja Turnier oder ist Turnier, da dachte ich noch irgendwie, okay, du startest vielleicht mit einem deiner Pferde, ACDC oder, Benni, irgendwo im Norden auf einem, in Anführungszeichen, richtigen Turnier und am Sonntag ist es Hof-Turnier. Aber der ernsthafte sportliche Wettkampf mit ACDC und Benni und oder Benni steht dann erst eine Woche später wieder an, um vielleicht mit den beiden Flitzpiepen anzufangen. Benni und ACDC. Genau. Ich habe ja nochmal ein Turnier genannt, weil ich ja diesen…, Performance-Booster testen muss. Und dann habe ich nächste Woche eine L-Dressur genannt. Ich mache das lieber erst mal in der L-Dressur, um mal zu gucken, nicht, dass er explodiert oder so.
[7:28] Und deswegen, ich muss das ja testen und muss gucken, ob das funktioniert. Und das habe ich nächste Woche vor, dass ich nochmal eine schöne L-Dressur reite und mal gucken, was dieser Booster mit dem Haflinger macht. Okay, also L-Dressur und damit hast du ja auch überhaupt gar keine, Probleme nochmal sozusagen einen Schritt zurückzugehen und zu sagen, weil eigentlich, muss man ja auch sagen, unser Podcast begleitet ja den Haflinger, deinen Weg mit dem Haflinger ACDC, eigentlich auf dem Weg hin zu S-Dressuren. Und ihr seid ja auch schon ziemlich weit, nämlich beim Buchstaben M und das auch sehr erfolgreich. Aber also so eine L-Dressur mal so dazwischen zu schieben, kein Problem. Und es gibt auch anspruchsvolle L-Dressuren. Also ich finde manche Zwei-Sterne-L-Tressuren schwerer zu reiten als eine einfache M-Tressur. Ganz ehrlich, ich reite lieber die M, eine Tressurreiter M oder so, als eine Zwei-Sterne-L, sage ich ganz ehrlich. Also ich finde sowieso L-Tressuren, ich bin jetzt nicht so der Fan. Pierre hat immer gesagt, scheiß L-Dressoren, reit doch M.
[8:33] Also das mit diesem einfachen Wechsel und Außengalopp und diese Kurzkehrt. Und also ich bin jetzt nicht so der Fan von L-Dressort-Reiten. Und ich mag, wenn ich die Wahl habe, eine M zu reiten oder eine Zwei-Sterne-L, dann reite ich lieber die M. Okay, verstehe. Und das hat sich jetzt wahrscheinlich aber so angeboten. Ein Turnier, hast du die Ausschreibung angeguckt und das mit der L passt dir gerade gut in den Kram und dann machst du das. Genau, das ist nicht so weit und da kann man mal hinfahren und dann zum Testen dieses Boosters ist das, glaube ich, ganz, ganz gut. Okay, gut, also sportlich werden wir dann in der nächsten Woche vielleicht nochmal verstärkt auf den geboosterten ACDC gucken und was der Benni so macht.
[9:21] Und das finde ich ja wirklich ein gutes Thema, dass wir jetzt mal schauen auf das Hofturnier. Bei euch am Hof, da kannst du ja tatsächlich mit deinen beiden Sportpferden, nicht teilnehmen, weil was da dressurmäßig so angeboten wird, wenn ich es richtig verstanden habe, wir haben jetzt auch nur ein ganz kurzes Vorgespräch gehabt, da sagst du, das ist alles WBO, das ist so Reiterwettbewerb und so. Nein, das ist keine Leistungsprüfung, das ist nur ein Wettbewerb und keine Leistungsprüfung. Genau, das ist ausgeschrieben auch nach Leistungsklassen und also mit LK3 kann ich da nichts reiten. Da gibt es E-Tressur, da gibt es A-Tressur und ich habe kurz überlegt, ob ich mit dem Benni vielleicht die A aus der Konkurrenz starte, einfach so, um ihn so ein bisschen an den Trubel zu gewöhnen. Dann habe ich aber aus Gründen, die ich jetzt gleich noch nennen werde, habe ich gedacht, nee, das ist keine gute Idee. Dadurch lernt er ja nicht irgendwo fremd cool zu sein. Ja, weil an den Trubel gewöhnen, das ist ja tatsächlich, und das würden wir gerne, glaube ich, jetzt in dieser großen Folge mal teilen mit unserer Hörerschaft.
[10:28] Dieses Hofturnierreiten, das ist ja irgendwie, Also ich finde das ja erstmal, ist das ja eigentlich eine grundsympathische Sache, wenn in so einer Hofgemeinschaft und die Einsteller und dann findet auf dem Hof, auf dem man selber steht, selber Einsteller ist, sein Pferd da hat und so, da ist auf einmal vieles anders. Es wird irgendwie vorbereitet, die Anlage wird vielleicht nochmal geputzt, gereinigt, auf Vordermann gebracht und dann gibt es ein Hofturnier und irgendwie, das merkt man so richtig, dann entsteht auch sowas wie ein Gemeinschaftsgefühl und es ist erstmal eine schöne Sache.
[11:08] Aber die Tatsache, dass so ein Turnier da stattfindet, die sorgt natürlich auch dafür, dass auf so einem Hof dann erstmal vieles anders ist. Da hängt dann vielleicht, also dann steht da vielleicht eine Lautsprecherbox, die da vorher nicht stand. Dann ist da vielleicht ein Richterhäuschen aufgebaut und so weiter. Und das irritiert schon, dass ein oder andere fährt. Und das ist offensichtlich auch ein Phänomen, das ist nicht gänzlich unbekannt, oder? Also ich war da irgendwie überrascht, weil die Anlage ist ja noch dieselbe, aber trotzdem ist es schon für viele ein Problem. Ja, zu Hause Turnier reiten ist tatsächlich extrem schwierig. Also das habe ich so in meiner Reiterlaufbahn immer wieder gelernt und immer wieder festgestellt. Also zu Hause Turnier ist nicht so gut, weil die Pferde kennen ja diese ganze Umgebung, die kennen ja die Anlage. Und schlimm ist, wenn auf der eigenen Anlage irgendwas anders ist, wenn da auf einmal Blumentöpfe stehen oder wenn da ein Getränkewagen steht oder ein Richterhäuschen oder, oder, oder, weil das war ja gestern noch nicht da. Und also die meisten Pferde sind da kuckig und auswärts ist es ja so.
[12:22] Dass die Pferde da hinkommen und es sieht aus, wie es aussieht. Die haben ja gar nicht so irgendwie, oh, das war ja gestern noch nicht da. Natürlich war das gestern noch nicht da, aber die Pferde wissen nicht, dass es gestern noch nicht da war, weil sie zum ersten Mal da sind. Und für die Pferde ist da, wo sie hinkommen, das ist so. Und da hat sich nichts verändert oder so. Und zu Hause ist es heute so und morgen so. Und das ist für viele Pferde tatsächlich schwierig einzuordnen. Auch Acy, mit dem war ich heute einmal so eine Runde auf der Galoppbahn und komme wieder auf den Hof. Und dann steht da auf einmal ein Getränkewagen. Okay, also das war ja so. Da kann ich auf gar keinen Fall bis auf 100 Meter rangehen, weil der frisst nur Haflinger.
[13:01] Also das hat, für AC ist das ganz, ganz schlimm und ich hatte kurz überlegt mit Benni da diese Artressur außer Konkurrenz, einfach so ein bisschen zur Übung, aber dann dachte ich, da mache ich es ihm ja doppelt schwer. Also es ist ja jetzt nicht nur viele Pferde, die kommen und das ist ja nicht so, dass ich ihn in eine fremde Umgebung bringe, sondern ich verändere seine vertraute Umgebung. Und er hat ja schon ein Problem damit, wenn ich nachmittags um fünf reite, anstatt vormittags um elf. Das findet er ja schon total, da ist er ganz entrüstet, wie so, also um fünf Uhr reiten wir nicht mehr, also das ist ja der Tag schon rum. Und da ist er ja schon total außer seinem Rhythmus. Und ich glaube, wenn ich ihn jetzt reiten würde auf der Anlage, wenn da alles aufgebaut ist fürs Turnier, das würde ihn völlig aus der Bahn werfen. Und die Pferde haben am Samstag einfach frei. Also da passiert gar nichts. Ich werde die auch einfach auf der Koppel lassen und die sollen einfach da ihr Leben genießen. Ich reite morgen nochmal beide und dann haben die einfach den Samstag komplett frei. Das ist so weitläufig, dass die dann auch nichts davon mitkriegen, wenn die da auf der Koppel sind und so. Dann ist das einfach.
[14:05] Ja, die können zwar, wenn sie oben am Stall sind, können sie zwar gucken, aber der Offenstall führt ja am Reitplatz vorbei. Da wird abgesperrt, dass da keins hoch oder runter galoppiert, weil manchmal machen die das, dass da keine Prüfung gestört wird oder so. Also da wird schon abgesperrt. Entweder bleiben sie auf der Koppel oder sie bleiben oben, eins von beidem. Aber dass die Pferde dann da rumrennen, das wird es nicht geben. Also gibt es dafür irgendwie, also eine Lösung gibt es dafür einfach nicht. Das ist einfach so, viele Pferde reagieren so und es ist aber glaube ich wichtig für vielleicht noch nicht ganz so erfahrene Pferdeleute einfach zu wissen, so nach dem Motto, Achtung, das könnte passieren, weil ich könnte mir vorstellen, es hat vielleicht nicht jeder so selbstverständlich auf der Rechnung, dass das so sein könnte, oder?
[14:53] Doch, also es gibt ja auch Pferde, die damit ganz cool umgehen. Ich glaube, es gibt nicht so viele, aber es gibt durchaus auch Pferde, die das einfach gar nicht stört. Aber also die meisten Tresurpferde in meinem Leben hat es gestört. Ich weiß nicht, die Springpferde sind da glaube ich ein bisschen anders gehäkelt. Also es kann schon sein, dass so ein Springpferd sich da nichts bei denkt. Das kann aber auch sein, zu Hause jeden Mittwoch oder Donnerstag Springstunde und auf einmal gibt es andere Sprünge und es stehen Blumentöpfe neben den Sprüngen und das ist ein Startziel. Vielleicht hat das Pferd dann auch so, oh Gott, das ist aber sonst nie hier, und da kann ich nicht vorbeigehen. Also keine Ahnung. Ich glaube, man muss auch sein Pferd gut genug kennen, um das einzuschätzen. Funktioniert das zu Hause oder funktioniert das nicht? Alles klar. Mit meinen würde es, glaube ich, nicht funktionieren. AC, beim Springen, glaube ich, würde es funktionieren. In der Tresur hätte er, glaube ich, auch das Problem, dass er einfach überall klotzt. Weil er klotzt ja so schon auf dem Platz. Und wenn da jetzt auf einmal ein Tresurfierig aufgebaut wäre und Fähnchen und Blümchen und so, ich glaube, da hätte er echt ein Problem. Ich hatte ja auch kurz überlegt, das Jump’n’Run mitzureiten. Aber das ist ja erst nachmittags um 16 Uhr. Und da kann ich ja vorher, kann ich ja noch nicht mal einen Sekt trinken oder so. weil wenn ich hier Alkohol trinke, kann ich nicht mehr reiten. Da sind meine Beine immer so wie Gummi.
[16:12] Und dann habe ich gedacht, auf was verzichte ich jetzt? Auf den Sekt oder auf das Jump’n’Run? Dann hast du dich für das Jump’n’Run entschieden. Na toll. Also dann kann ich wenigstens auch vorher ein Sektchen trinken. Und so muss ich mich dann nochmal in die Hose, in die weiße Reithose, in das Jackett. Und da habe ich eigentlich keine Lust für. Und dann habe ich gedacht, ach, lass Jump’n’Run, Jump’n’Run sein. Und ich amüsiere mich lieber. Also Pferde tun sich bisweilen schwer mit Hofturnieren. Wer es nicht ohnehin schon auf dem Deckel hatte, habt es auf dem Deckel. Und es ist ja vielleicht auch eine Möglichkeit, wenn du auch sagst, zum Beispiel du hast darüber nachgedacht, ob du das mit Benni machst. Also gerade wenn es darum geht, irgendwie Pferde zu gewöhnen, auch an kritische Situationen, ist natürlich immer pferdeabhängig. Also dann kann man das natürlich, also möglicherweise kann man solche Situationen dann sogar für sich selber nutzen. Aber es ist auf jeden Fall sinnvoll, sich damit irgendwie im Vorfeld mal gedanklich auseinanderzusetzen. Wie wird mein Pferd wohl reagieren? Jenny, wir kommen mal zu Zuschriften unserer Hörerinnen und also wo ich das jetzt gerade sage.
[17:25] Fällt mir ein, es gab, also jetzt, es gibt die Frage von Dörte, die lese ich gleich vor. Aber es gab aber auch eine sehr nette Zuschrift noch und eine weniger nette. Die nette ist die von Hörerin Charlotte, die gefragt hatte, wie funktioniert es denn mit dem Fußwechsel bei den Hufschlagfiguren, was wir in der kleinen Folge gesprochen haben. Das haben wir aber erklärt. Ja, haben wir erklärt und sie hat einfach geschrieben, danke, danke, danke, danke. Gerne, Charlotte. Und dann hat Angela, wenn ich es richtig lese, geschrieben, da geht es um die…
[18:04] Stimmt alles nicht, was ich gesagt habe mit dem Fußwechsel. Nee, da geht es um eine andere Folge. Und zwar geht es um die, da hatten wir es, wir hatten es von Benni und den rossigen Stuten. Und genau, also wir haben sowohl über alte Pferde gesprochen und auch über Benni, mit den rossigen Stuten, dass er sich verliebt hat in eine, ich glaube es war sogar, also du hast, es war von einer Milf die Rede und du hast gesagt, die wäre nicht so, das Pferd wäre nicht so hübsch. Und Angela schreibt und ich glaube, also den Schuh musste ich glaube ich leider anziehen. Jenny, meinst du, deine Stallkollegin mag es, dass du so über ihre Stute redest? Das Pferd hat ja auch schon einiges erlebt und steht vielleicht nicht top da, aber ist natürlich für ihre Besitzer das schönste Pferd der Welt. Also das ist so ein, stell dich mal in die Boxenecke und schäm dich mal angemessen.
[19:07] Ja, das mache ich. Ja. Ich muss nochmal niesen, Entschuldigung. Das ist glaube ich, das könnte theoretisch schon die Rache sein, weißt du? Ja, genau. Deswegen hat mich die Erkältung ereilt, weil ich so böse war. Nein, sie hat natürlich recht, das tut man nicht. Es tut mir leid. Entschuldigung, ich kenne noch nicht mal, ich weiß noch nicht mal den Namen des Pferdes, ich weiß noch nicht, wem es gehört. Die sind alle braun, die Pferde, alle. In dieser Herde sind alle Pferde braun, ich kann sie nicht auseinanderhalten. Und das Pferd meiner Schwester ist auch braun und das erkenne ich nur, weil es eine Schnippe auf der Nase hat. Ansonsten würde ich da auch vorbeilaufen und sagen, ey, wieso seid ihr alle braun? Und deswegen, ich wüsste noch nicht mal den Namen des Pferdes oder dem es gehört. Das heißt also, es könnte jedes Pferd sein, es könnte theoretisch auch jede Besitzerin quasi, könnte theoretisch sauer sein. Wenn du Glück hast, dann denken sich die Besitzerin, mich hat sie bestimmt nicht gemeint, weil mein Pferd ist ja das Schönste auf der Welt, sieht ja jeder. Weißt du? Genau, und so sind doch alle wieder fein, weil es ja dann jeder denkt, weil ich ja gar nicht weiß, welches Pferd es ist. So nämlich. Aber trotzdem, ja, sie hat natürlich recht, das tut man nicht und das ist nicht nett. Entschuldigung. Genau. Und meine Mama hat früher immer gesagt, die kleinen Sünden bestraft der liebe Gott sofort.
[20:26] Das ist nämlich hier, ja, die Schniefnase. So sieht’s mal aus. Jenny, und dann die bereits erwähnte Zuschrift von Dörte. Sie hat uns in unserem Instagram-Kanal geschrieben. Moin, keine Ahnung, ob ihr drüber redet, aber mich würden tatsächlich die Kosten für Globus Rentner-Dasein interessieren. Ich selbst habe meine drei, ich ahne in Klammern Rentner, Klammer auf, Klammer zu, zu Hause. Aber es interessiert mich halt sehr. Meine Stuten kommen leider auch langsam in die Jahre. Stimmt. Also die Stuten sind noch keine Rentnerinnen, sind aber bei ihr zu Hause. Also alles jiggy, aber sie kommen langsam in die Jahre. Und offensichtlich ist das sozusagen die Frage, wenn man jetzt.
[21:17] Wenn dann irgendwann das Altenheim oder der Seniorenstift sowas ansteht, die Rentnerinnen, Rentnerwiese, was ist denn so Pi mal Daumen? Womit muss man denn so rechnen? Wie viel kostet es? Wie viel kann es kosten? Ich glaube, es gibt keinen pauschalen Betrag. Es gibt immer so eine Bandbreite. Das ist wahrscheinlich so wie, keine Ahnung, so wie im richtigen Leben und bei normalen Stellen auch. Aber du hast mit Globus ja auch schon so ein bisschen was durch. Also vielleicht kannst du so aus deinem Erfahrungsschatz ja doch mal so ein bisschen erzählen. Also die Preise sind tatsächlich auch unterschiedlich. Und das kommt auch immer darauf an, was geboten wird. Der stand ja dann bisher in einer reinen Weidenhaltung mit Heu Und alles Futter, was so extra war, musste ich auch extra bezahlen. Also das war nicht mit drin, es waren keine Extras mit drin, sondern das war rein die Weidepacht. Und dass der Besitzer der Weide halt auch einfach Wasser zur Verfügung stellt, Heut zur Verfügung stellt.
[22:20] Und den Pferden, die zugefüttert werden, morgens dieses Futter hinstellt. Also das war diese Dienstleistung nicht mehr. Und da habe ich 250 Euro bezahlt. Aber die Preise, die bewegen sich meistens so zwischen 200 und 300 Euro. Das kommt immer darauf an, was da alles noch so geboten wird und wie viel Service auch noch dabei ist. Und das Kraftfutter geht immer extra, egal wo man hingeht. Also geht das Kraftfutter separat, also so viel, wie das Pferd frisst. Wenn man jetzt Heukops braucht oder jetzt Globus kriegt auch noch Maisflocken und sowas, also alles, was ihn für den Winter einfach ein bisschen…
[22:58] Mehr auf die Rippen bringt und das zahle ich nochmal extra. Und was halt so ein Sack Heukops kostet und so, das wissen ja die meisten. Also die Getreidepreise oder die Futterpreise sind mächtig hoch geworden.
[23:11] Ja, also alles in allem kostet so ein Senior schon mehr als ein junges Pferd. Alleine die Futterkosten sind nochmal mindestens genauso hoch, also 200 bis 300 Euro im Monat. Das muss man schon rechnen, je älter die Pferde sind, umso mehr Futter braucht man halt auch einfach. Ach komm, ehrlich, jetzt bin ich tatsächlich überrascht. Ich hätte jetzt gedacht, na klar, da kommt noch mal was drauf, aber das ist ja schon auch ganz schön stabil, so Futterkosten und so. Aber du sagst, es ist auch teurer geworden jetzt, Getreidepreise und so. Futter ist auch echt sehr viel teurer geworden. Und ich habe auch zu Nadine gesagt, also wir können auch so ein bisschen auf Rübenschnitzel ausweichen. Also der braucht ja Futter, was ihn einfach so ein bisschen für den Winter so ein bisschen Speck auf die Rippen kriegt. Ich glaube, der kriegt keinen Speck mehr auf die Rippen, aber wir versuchen es zumindest. Und das geht auch zum Beispiel mit Zuckerrübenschnitzel. Die sind ein bisschen günstiger. Und auch da steigen wir jetzt um, einfach um auch ein bisschen Kosten zu sparen, dass man nicht, irgendwann geht es ja ins Uferlose. Und es gibt ja auch Pferde, Die können gar kein Raufutter mehr fressen, die ausschließlich mit Heukopps gefüttert werden. Da würde ich sogar sagen, okay, wenn ein Pferd kein Gras und kein Heu mehr fressen kann, dann sollte man auch überlegen.
[24:25] Muss dann jeder selber wissen, aber da ist auch für mich so eine Grenze, wo ich dann mich frage, ist denn dieses Pferd noch, also ist das Leben denn noch so qualitätsvoll für das Pferd? Weiß ich nicht. Müsste ich selber sehen bei Globus, wenn das irgendwann mal so weit ist, wenn er kein Gras und kein Heu mehr fressen kann, sondern nur noch reines Matschofutter? Oder weiß ich nicht, wie ich dann in dem Moment reagieren würde, ob ich sagen würde, nee, also das möchte ich nicht. Oder ich sage, naja, klar, der ist ja happy und der frisst und alles ist gut und er macht einen munteren Eindruck. Lass den mal noch fünf Jahre Heukopf schlürfen. Also muss ich, glaube ich, in der Situation sein, um es genau sagen zu können. Aber ich habe auch schon Stahlkollegen gehabt, die ihre alten Pferde so lange halt gepflegt und gehegt haben, bis es soweit war, dass also kein Gras mehr, gekaut, also gezupft und verdaut werden konnte, dass das Heu nicht mehr ging und die dann gesagt haben, jetzt ist das Leben nicht mehr pferdegerecht und in der freien Natur würden sie jetzt sterben und die haben dann auch diese Entscheidung getroffen. Ich konnte das auch immer respektieren und ziehe dann auch den Hut, wenn dann so ein Besitzer Verantwortung übernimmt und sagt dann so bis hierhin und nicht weiter. Also deswegen, das muss, glaube ich, jeder für sich selber entscheiden und muss auch, jeder kennt sein Pferd ja auch am allerbesten und kann vielleicht auch einschätzen, ist das Pferd damit happy oder nicht.
[25:50] Ja, okay, aber ich verstehe schon, du drückst dich da auch bewusst vorsichtig aus, weil es tatsächlich ja immer so eine individuelle Entscheidung ist, aber ich verstehe schon, das wäre für dich zumindest mal so eine Marke, wo du.
[26:03] Also zumindest mal genauer hingucken würdest, wie das sich so verhält und so. Und am Ende des Tages ist es aber natürlich so, jeder muss das dann irgendwie selber beurteilen. Aber genau, und die Frage war ja auch die nach den Kosten. Und von daher, das hast du ja auch schon beantwortet, so eine Preisrange gegeben. Die Range hat sich jetzt ja durch den Umzug von Globus auch nicht großartig verändert. Also das liegt schon auch noch so Pi mal Daumen irgendwie so in diesen Regionen. Und da muss man schon sagen, es ist schon auch irgendwie, also das ist schon Geld. Man kann jetzt nicht sagen, auch die sind dann Rentner und dann kosten die nichts mehr oder so, sondern das ist eigentlich auch so wie im richtigen Leben bei den Menschen. Also die Kosten für ein altes Pferd.
[26:53] Das ist schon einfach ein echter Posten und das bleibt auch ein echter Posten. Und die brauchen ja auch genauso Hufflege, die müssen geimpft werden, die brauchen Wurmkuren. Also da fällt ja nichts weg, was bei einem jungen Pferd, was ich noch reiten kann, auch habe. Also nur, dass ich es halt wirklich nicht mehr reiten kann und dass es halt seine Rente genießt. Das ist der einzige Unterschied. Aber kostenmäßig sind die mindestens genauso teuer wie ein junges Pferd, manchmal sogar ein bisschen teurer. Je nachdem, was so ein altes Pferd braucht. Ja, ja. Okay, Dörte, ich hoffe, dass das vielleicht so als Orientierung dir schon ein bisschen weiter hilft, es immer ein bisschen vor und zurück hängt, gibt vielleicht auch regionale Unterschiede oder, je nachdem, wenn man Glück hat, ist es ein bisschen günstiger. Was man natürlich nicht braucht, Jenny, ist, dass man jetzt irgendwelche tollen Reitanlagen, Reithallen, Reitplätze, das braucht man für die Rentner natürlich nicht mehr, kostet auch immer Geld. Aber ansonsten hat man quasi das volle Paket dann doch mehr oder weniger weiter an der Backe. So ist es und ich habe noch zwei junge Pferde. Also der Benni ist erst fünf, wie alt muss ich werden? Oh mein Gott. Ja, ja, ja. Und da waren sie wieder. Und da waren sie wieder, unsere Probleme. Ja, aber ich kaufe keins mehr. Halte mich bitte davon ab, wenn ich noch mein Pferd kaufen will.
[28:21] Ja, alles klar, mache ich.
[28:25] Hiermit verabredet. Jenny, du bist ein bisschen krank. Wir haben unsere Schuldigkeit, glaube ich, hoffe ich, getan. Wir bedanken uns fürs Zuhören. Wir melden uns vom Jump and Run am Wochenende vom Hofturnier. Wir gucken mal, ob Benni oder ACDC, ob sie da irgendwie am Rad drehen oder doch alles irgendwie gut überstehen, weil sie auch irgendwie möglichst fern gehalten werden. Habt eine pferdige Zeit und bis demnächst. Tschüss. Tschüss.
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