#489 Junges Pferd außer Kontrolle

Ein junges Pferd auszubilden, ist manchmal eine echte Herausforderung – vor allem, wenn es zunächst gut mitarbeitet und dann scheinbar aus dem Nichts durchstartet. Genau mit diesem Problem hat sich Hörerin Susann an den Pferdepodcast gewandt. Ihre vierjährige Haflingerstute macht bei der Ausbildung Fortschritte, doch immer wieder gibt es Momente, in denen sie völlig unberechenbar reagiert. Jenny und Chris nehmen die Frage zum Anlass, über mögliche Ursachen und sinnvolle nächste Schritte zu sprechen. Dabei wird schnell klar: Eine einfache Antwort gibt es aus der Ferne nicht.


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Auch Schmerzen oder Probleme mit dem Sattel können eine Rolle spielen

Unsicherheit, Übermut, fehlendes Gleichgewicht oder eine Überforderung können ebenso eine Rolle spielen wie körperliche Beschwerden. Jenny erinnert sich an eigene Erfahrungen mit Klex, der als junges Pferd ebenfalls gelegentlich unvermittelt loslegte. Bei ihm legte sich das Verhalten mit der Zeit. Doch daraus lässt sich nicht automatisch ableiten, dass bei anderen Pferden dieselben Gründe dahinterstecken. Gerade wenn ein Pferd so deutlich reagiert, ist es wichtig, genau hinzuschauen und sich Unterstützung von erfahrenen Fachleuten zu holen. Auch die Frage, ob Schmerzen oder Probleme mit dem Sattel eine Rolle spielen könnten, gehört auf den Prüfstand.

Neben diesem Höreranliegen geht es natürlich auch um den ganz normalen Turnierwahnsinn. Jenny verfolgt aus der Ferne die Haflinger-Konkurrenz in München, während für sie selbst ein Start in Hamburg ansteht. Dabei verrät sie, warum sie Dressuraufgaben am liebsten auswendig reitet, weshalb ihr das mentale Durchgehen einer Prüfung enorm hilft und wie sie sich vor dem inneren Auge bereits vor dem Start das gewünschte Ergebnis vorstellt. Außerdem gibt es Neuigkeiten aus dem Training mit ACDC – inklusive einer Lektion, die Jenny besonders knifflig findet: den Volten.

Und auch abseits des Vierecks ist einiges los: Ein Besuch bei Oldtimer Globus im Schwarzwald steht an, und vielleicht gibt es dabei sogar ein Wiedersehen mit Klex. Wie es mit den Pferden weitergeht, warum ein Blick über den eigenen Reitplatzrand manchmal besonders hilfreich ist und welche Erfahrungen andere Hörerinnen und Hörer mit jungen, temperamentvollen Pferden gemacht haben, darüber sprechen Jenny und Chris in Folge 489. Wer eigene Tipps für Susann hat, darf sich gerne melden!


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Hier geht’s zum vollständigen Transkript:

[0:00] Das ist der Hafer- und Bananenblues. Das ist das, was jedes Pferd haben muss. Jenny, es löft schon. Was machst du jetzt an deinem Handy noch rum? Du guckst jetzt. Ein bisschen stalken, was die Lieblings-Europameisterin in München so reißt. Oh, großes Turnierwochenende für die Haflinger-Welt sozusagen. Haflinger mit einem F. Haflinger. Nicht Haflinger, sondern Haflinger. Ja, während du in deinem Handy Lucky Lucky machst, kann ich ja mal, also würde ich gerne erstmal um Entschuldigung bitten, wir sind mit der Folge ein bisschen spät dran, ausgründen dies und das. Aber wir haben uns viel vorgenommen und es wird sehr interessant. Wir haben uns übrigens auch vorgenommen, ab dem neuen Jahr wieder in den alten Modus zurückzukehren, dass montags die große Folge erscheint und donnerstags die kleine Folge. Das ist irgendwie viel entspannter. Und warum das alles so kommen wird, verraten wir später. Das ist ein Riesenknaller.

[1:08] Es ist nicht langweilig, unser Leben. Auf gar keinen Fall. Manchmal wünsche ich mir ein langweiliges Leben. Ja, genau. Unser Leben ist nicht langweilig und es gibt, neue Dinge, die sich andeuten. Neues aus Ohlenbusch. Ja, das aber auch für die ganz Älteren unter uns. Jetzt habe ich dieses Lied im Kopf. Das ist ja so ein Ohrwurm. Ich kenne den Text nicht. Ich müsste jetzt mal die KI fragen. Er soll mal das Lied singen oder sie, ich habe ja eine weibliche KI, sie soll mal das Lied Neues aus Ohlenbusch singen. Wir sind der Pferde-Podcast. Nur falls da Zweifel aufkommen sollten, ihr seid schon richtig. Wir sind der Podcast, der den Haflinger ACDC vom Pferdekindergarten ins große Dressurviereck begleitet. Und wir erzählen über ihn, über deinen Youngster Benni und was uns so an Pferdethemen sonst noch so für die Füße fällt. Wir springen mitten rein in ein Turnierwochenende, in ein weiteres und deshalb gibt es ja schon mal so naturgemäß viel zu erzählen. Wir erzählen auch ein bisschen über die Turniere, an denen wir gar nicht teilnehmen, zum Beispiel München. Da gucken, glaube ich, im Moment viele Haffi-Leute so hin. Und wir haben tatsächlich eine Zuschrift einer Hörerin, Susanne, die habe ich genannt.

[2:37] Die habe ich übersehen. Selbstanzeige. Und es ist eine total interessante Frage, die sie hat. Und ich glaube, es ist auch eine Frage, die viele Reiterinnen und Reiter so beschäftigt. Ein Problem, mit dem Susanne nicht alleine ist. Und wir wollen uns in dieser Folge mal damit auseinandersetzen. Fun Fact, du weißt noch gar nicht, worum es geht. Das ist nämlich, also das muss man auch sagen, wir schneiden in dieser Sendung ja nichts. Und die Vorbereitungszeit ist bei ganz vielen Folgen. Minus eins. Minus eins, genau, null hätte ich jetzt gesagt. Also es ist, und weil du, ich habe dich vorhin gefragt, möchtest du die Frage vorher hören, damit du mal drüber nachdenken kannst?

[3:19] Oder sollen wir es live machen? Antworten, nö, nö, wir machen es live. Alles klar. Bin spontan immer viel besser. Ja, ja, genau. Da wollen wir mal gucken. Du sagst immer allen Interviewpartnern, die sollen sich nichts aufschreiben, weil das würde dann immer abgelesen klingen. Und wenn ich vorher schon üben muss, was ich sage, dann klingt das geübt. Also davon sind wir hier sozusagen meilenweit entfernt, dass sie irgendwie, also von aufschreiben kann schon überhaupt gar keine Rede sein, geschweige denn von, also ich versuche mir so anderthalb Gedanken zu machen vorher, du minus eins halt, ne, auch, das ist einfach, kütt wie kütt, Aufnahmeknopf drücken, los geht’s. Das ist der Pferdepodcast, Folge 489. Eins ist immer, es wird sich wohl auch nie ändern und das ist auch gut so. Es gibt unseren Orchestermusiker Manni, der spielt jetzt die Pferdepodcast-Hymne, und dann jumpen wir rein ins Turnierwochenende mit unserem Hafitier ACDC.

[4:40] Jenny, theoretisch hätte es so ein richtiges Jet-Set-Wochenende für mich werden können, wenn man es folgendermaßen gemacht hätte. Ich bin ja jetzt aus Berlin angereist und theoretisch hätte ich ja jetzt gestern Abend auch Berlin-München machen können. Weißt du, mitten ICE, erster Klasse, Romso, Olympia-Anlage München, heute Turnierstart in München, und dann abends einpacken, weiter geht’s, München, Hamburg, weißt du, und die Frisur sitzt. Ganz so ist es nicht. Also es ist jetzt Berlin-Ostsee und aber es ist tatsächlich morgen Hamburg. Vielleicht einmal unsere Hörer teilhaben lassen. Wir schielen mit einem Auge auch nach München. Du hast eben gerade live quasi während der Sendung reingeguckt in die Ergebnislisten. Muss man vielleicht kurz erklären. Sie sind ja selten geworden. Die HAFI-Turniere, die reinen HAFI-Turniere und an diesem Wochenende findet eins statt. Ich glaube, seit gestern schon in München auf der Olympia-Anlage. Und da sind viele Leute, die wir so kennen, die wir verfolgen, die wir mögen und so weiter. Und wir wären ja auch gerne dabei gewesen. Wir haben in der letzten Folge, hast du auch erklärt, warum du das.

[6:04] Wegen der Reisestrapazen, das ist der Hauptgrund. Ja, ist schon weit, durch ganz Deutschland zu fahren, also über 850 Kilometer. Wir sind halt jetzt auch weit weg. Genau, also vom Schwarzwald aus wäre überhaupt gar keine Frage gewesen. Natürlich fahre ich nach München, also auf jeden Fall. Und ich habe ja auch das Hotel schon gebucht. Damals, als der Termin festgelegt wurde, habe ich direkt schon ein Hotel gebucht in München, weil da wusste ich ja noch gar nicht, dass ich hier bin. Also das war ja auch eine spontane Entscheidung. Dann kam es wieder anders. Das ist also Hashtag in unserem Leben. Es kommt immer irgendwie anders, als wir so denken. Überraschung. Aber deshalb gucken wir jetzt so ein bisschen aus der Ferne. Guckst du natürlich in die Ergebnislisten rein. Nicole Weidner, habt ihr eine Standleitung eigentlich? Ja, eigentlich schon. Also wir sind täglich im Kontakt und ich kriege die Videos, von den Prüfungen und darf auch immer meinen Senf dazugeben und man muss ja wirklich sagen, also diese kleine Nuki hat sich ja mega entwickelt. Ein tolles Pony ist sie geworden. Sie ist ja noch sehr jung und ich versuche Nicole immer ein bisschen zu bremsen.

[7:08] Wenn sie sagt, die war da und das hat sie gemacht und das hat sie nicht gemacht. Hab doch mal ein bisschen Geduld, sie ist erst fünf, sie darf auch nochmal Fehler machen, Aber sie ist für ihre fünf Jahre wirklich schon richtig, richtig gut. Also Respekt. Da ziehe ich wirklich den Hut vor, Nicole, wie toll sie dieses Pony jetzt wirklich ausgebildet hat und auf den Weg gebracht hat. Das ist kein Vergleich. Ich habe sie ja das erste Mal gesehen vor zwei Jahren in Ruppigterrot in der Reitpferdeprüfung. Da war sie noch so ein bisschen langweilig, also so vom Traben und vom Schritt. Und also insgesamt die Grundgangarten dachte ich so, naja, ist jetzt kein Reißer. Aber Nicole hat es wirklich gut hingekriegt. Also sie hat einen Reißer aus dem Pony gemacht. Ja, ja, genau. Und gestern war irgendwie ein zweiter Platz auch mit dabei. Ich glaube, eine Achternote. Irgendwie hast du mir erzählt. Genau, die erste Prüfung war nicht so doll. Also da hat sie sehr geklotzt. Da hängen ja immer diese Bänder, wenn du dich noch erinnern kannst, diese Bänder in der Halle an der Bande. Ja, ja, ja, klar. Und da hat sie wirklich geklotzt und wollte nicht vorbei. Und da war halt die Prüfung wirklich, ist nicht so gut gelaufen. Und dafür war die zweite Prüfung umso besser. Genau, da ist sie zweite geworden mit einer, ich weiß gar nicht mehr, 8, irgendwas. Großes Starterfeld, gute Reiter dabei und wirklich tolle Leistung. Und jetzt heute in der Dressur Reiter L ist sie auch weit vorne und in der Dressur Pferde A, glaube ich, war sie dritte.

[8:27] Wow. Glückwunsch. Tolle Leistung. Und wenn man sie so in so Sprachnachrichten, also es klingt auch alles sehr munter. Und ich stelle mir dann ja immer noch den Besitzer von Nuki dazu vor. Der Gedönsminister. Der Gedönsminister. Ihm gehört das Pony. Ihm gehört ja das Pony. Man stellt sich immer vor, wenn die sich mal trennen sollten, was ja, also wollen wir ja nicht hoffen, aber ob Daniel dann selber reitet, weil der kann ja auch reiten. Ein bisschen. Der kann auch ein bisschen reiten. oder? Dann müsste er es noch ein bisschen abnehmen.

[8:58] Also keine Süßigkeiten mehr essen. Ich glaube, der wäre ein bisschen zu mopsig für das Pony. Und das, ob das was wird? Mit dem Abnehmen? Also mit dem auf Süßigkeiten verzichten. Achso, nee, ich glaube nicht. Dann müsste sich jemand suchen, der auch reitet. Vielleicht eher auf der Rat. Die trennen sich ja nicht. Die bleiben ja zusammen, bis sie alt und krause. Ja, der Rainer Kallmund, der Haflinger Szene. Also schöne Grüße. Auch ein Hündchen. Themenwechsel. Brüller, schätze ich. Hamburg.

[9:31] Entschuldigung. Hamburg ist sozusagen das Ersatzprogramm. Kein reines Haftlingerturnier, sondern ein ganz, in Anführungszeichen, ganz normales Turnier. Klingt aber natürlich auch irgendwie, das ist ja schon cool, dass die großen Städtenamen, das ist schon irgendwie cool. Du reitest in Hamburg. Also das hat was. Klingt auf jeden Fall gut. Wir haben ja in der, also am vergangenen Wochenende hatten wir erzählt von diesem, also von deinem erfolgreichen L-Start mit dem Booster. Es war halt schon, boah, also ungemütliches Wetter. Werte Bedingungen, meine Güte, also der Regen, wir haben festgestellt, ihr könnt es auch ohne abbreiten. Aber besser klappt es mit abbreiten. Besser klappt es dann hoffentlich mit abbreiten. Jetzt dieses Wochenende sieht das Wetter ja insgesamt ein bisschen besser aus. Das war eine L-Dressur. Dressurreiter L und morgen eine Dressurreiter M. Genau, also jetzt darauf wollte ich hinaus. Jetzt bist du wieder in deinem natürlichen, Umfeld sozusagen irgendwie unterwegs. Also M-Dressur, das ist ja.

[10:46] Das Leistungsniveau, auf dem ihr euch im Moment bewegt und so. Eher Tendenzziel ist es dann irgendwann mal an die S zu klopfen demnächst. Ja, Dressurreiter M ist dir, also L hat gut geklappt, aber eigentlich ist dir M ja schon auch sympathischer von dem, was da abverlangt wird und also eigentlich willst du dich auch in der M beweisen, oder? Also das ist ja schon.

[11:13] Ja, macht auch zwischendurch immer mal Spaß, auch nochmal eine L-Tressur zu reiten. Gar keine Frage. Und wie gesagt, es gibt manche L-Tressuren, die finde ich schwerer zu reiten als manche M-Tressuren. Und letzte Woche diese Tressur-Reiter-L, die hatten schöne Linienführung, die mochte ich gerne. Und die war auch schön zu reiten. Und morgen, das ist die RM2, die bin ich noch nie geritten. Da habe ich schon lange gebraucht, die auswendig zu lernen, weil die nicht so normal sind. Diese Prüfung ja immer so ein bisschen symmetrisch, aber die hat so zwischendurch mal Schritt und dann mal wieder Trab und dann ja, die ist so ein bisschen, also ich habe so ein bisschen länger gebraucht, sie auswendig zu lernen, aber jetzt sitzt sie, ich bin sie jetzt heute Morgen noch mal durchgeritten und jetzt kann ich sie, aber ich habe die ganze Woche so ein bisschen geübt und habe immer irgendwas vergessen und dachte, jetzt komme ich auf der falschen Linie an, wieso denn, was habe ich denn vergessen? Also da ist so zwischendurch mal Traben mit Zügel aus der Hand kauen lassen und dann wieder Schritt und dann Wiedertrab und dann Traversalen. Also das ist nicht so logisch aufgebaut wie andere Prüfungen. Deshalb tue ich mich so ein bisschen schwer, die zu lernen. Ich finde es also jetzt mal, also vielleicht bevor wir drauf kommen, wie läuft es denn so? Wie fühlt es sich an? Klappt es gut? Dieses Ding mit dem Auswendiglernen. Ich bin ja immer wirklich erstaunt, also dass du das so gut hinkriegst, weil ich denke mir immer so.

[12:36] Also man muss sich da eine ganze Menge merken. Also gibt es da einen Trick eigentlich? Oder wenn du sagst, also viele Sachen sind logisch aufgebaut, weil man wird ja auch gnadenlos abgeklingelt, wenn da mal was schief geht. Also die Richter merken das ja sofort, verritten. Wir haben uns ja auch schon über, und es passiert ja auch sehr guten Reiterinnen und Reitern, wir haben uns ja lange Zeit, war es ja hier der Running Gag, als ich Nicole Weidner mal vor Jahr und Tag verbringte. In der S-Dressur mehrmals verritten hat. Also das kann schon mal vorkommen. Dass man einfach verwirrt ist und gar nicht so während der Prüfung auf einmal vergessen hat, wo es lang geht. Und ich muss aber sagen, ich reite besser, wenn nicht gelesen wird. Und in Baden-Württemberg war das ja so, dass prinzipiell immer gelesen wurde, auch die M-Dressuren. Obwohl man eigentlich sagt, so ab der Klasse M ist Lesen verpönt. Also bitte reitet doch auswendig und lasst euch nicht lesen. Aber auch da wurde vom Veranstalter immer ein Leser gestellt, da wurden immer alle Prüfungen gelesen. Ja, ich weiß. Mich irritiert das immer mit dieser Leserei. Und vor allem verleitet es dazu, dass man die Prüfung nicht lernt, weil man denkt, wird ja gelesen. Und ich reite immer besser, wenn ich das auswendig lerne, wenn ich genau weiß, wann was kommt, kann ich mich besser konzentrieren, als wenn ich dazu höre, was der da vorliest. Wo muss ich jetzt lang reiten?

[13:56] Weil das ist schon so, in der M kommen die Lektionen relativ zack, zack, zack hintereinander. Da hat man nicht so großartig Zeit zum Vorbereiten und sich konzentrieren. Und wenn man das im Kopf hat, für mich ist es leichter, wenn es nicht gelesen wird. Also wenn gelesen wird, gerade bei Dressuren, wo so viele verschiedene Elemente dann aufeinander folgen, dann hängt es auch viel ab von dem Rhythmus desjenigen, der liest, dass der das sozusagen so rechtzeitig liest, dass es also auch für deine Vorbereitung dann genau passt. Und wenn das nicht so ist, dann hängt man manchmal so und man weiß nicht, was kommt als nächstes und es kommt so leicht verzögert, dann kann einen das, aus dem Tritt bringen, oder? Also ich kann mir das gut vorstellen. Also ich habe mir angewöhnt, auch wenn gelesen wird, nicht mehr dahin zu hören. Ich habe mich ja auch schon verritten trotz Lesen. Dann fragen mich die Leute immer, wieso verreitest du dich? Es wird doch gelesen, weil ich die Prüfung im Kopf habe und weil ich da nicht zuhöre, was der liest, weil es sich aus dem Konzept bringt.

[14:52] Und ich habe aber auch trotz Verreiten und Lesen schon gewonnen. Also trotz Verreiten gewinnen ist auch nochmal so cool. Das können die wenigsten. Das können die wenigsten. Ich wollte gerade sagen, absolut. Aber ich höre nicht mehr zu. Also ich lerne die Prüfung auswendig und ich höre da nicht zu. Also klingt kurios, sich verreiten trotz Lesens, aber wenn du sagst, du hörst halt prinzipiell nicht zu und also für dich ist es immer aus dem Kopf und du sagst, es hat auch Vorteile. Finde ich es ja auch ein wichtiger, keine Ahnung, du weißt, ich habe ja immer gerne, wenn Leute sich Anregungen mitnehmen können aus unserem Podcast und wenn du sagst, es hat Vorteile und vielleicht auch junge Reiterinnen.

[15:29] Die sich daran gewöhnen, jetzt in unteren Klassen vielleicht, okay, da wird immer gelesen, würdest du schon sagen, auf jeden Fall mal ausprobieren, ob es nicht mit auswendig lernen besser geht. Und was ich ja von Konstanze Wiesner mitgenommen habe in diesem Mentaltraining, dass ich so, ein paar Tage vorher oder auch nochmal so eine Stunde vorher oder auch einen Abend vorher, also mehrfach immer durchreiten im Kopf und mir vorstelle, wie ich gerne hätte, dass es aussieht. Also, dass man wirklich so in seiner Fantasie, so wirklich, man lässt den Haflinger so ganz kardensiert traben und bergauf galoppieren und wirklich, also so stelle ich mir das vor, dass ich so reite. Ich brauche auch immer so ein bisschen Ruhe. So im Auto, deswegen fahre ich auch ganz gerne alleine. Du bist ja sowieso stumm im Auto, du störst mich nicht. Aber so beim Fahren und so, dann gehe ich das nochmal durch und wirklich so im Geiste und auch einen Abend vorher nehme ich mir nochmal so zehn Minuten und reite das nochmal im Geiste oder gehe in die Badewanne und reite da meine Prüfung.

[16:31] Das hilft mir enorm, so vor meinem geistigen inneren Auge, das alles nochmal durchzureiten. Und wenn man sich vorstellt, wie man es gerne hätte, dass es aussehen soll, dann funktioniert es auch in der Praxis. Also beim Reiten, man reitet dann auch so. Und das habe ich also mitgenommen von Konstanze Wiesner und das hat sich ganz fest in meiner Vorbereitung auf so Prüfungen etabliert und ich mache das schon ganz automatisch. Sage ich auch immer, Silvia zum Beispiel, die reitet ja jetzt auch ein bisschen mehr Tressur. Wir machen ja immer noch gelegentlich Online-Unterricht und dann sage ich ihr immer, bereite dich vor, nimm dir zehn Minuten, reite diese Prüfung durch, stell dir vor, wie du gerne hättest, dass es aussehen soll. Und hat ihr schon das ein oder andere Mal geholfen? Aber sie ist ja noch sehr jung. Ich glaube, manchmal lässt sie es einfach bleiben und macht es nicht und dann wird es nicht so gut. Dann gibt es nur eine 6,2. So ist das. Okay. Ja, ich habe es im Kalender gesehen, dass da wieder irgendwie Training Silvia war eingetragen. Haben wir auch gemacht. Ja. Und ich habe natürlich gestalkt, habe das Ergebnis gestalkt aus der Artressur und es gab nur eine 6,3. Zwei. So. Ja. Und das wird hier öffentlich gemacht? Das ist, weil dieser Podcast ist also quasi auch ein Pranger. Also ich hätte ja mindestens mal eine 6,5 erwartet. Wirklich. Absolut. 6,2, schäm dich. Also wir haben es uns vorgestellt, gedanklich auch, so 6,5 mindestens und ja. Da muss ich dir noch fragen, was war denn los? Was denn da los war?

[17:54] Wir sehen Sie ja Dienstag, dann frage ich. Genau, das habe ich als Thema vergessen, aber genau, das schieben wir noch dazwischen, bevor wir dann zu, dann haben wir jetzt drei Pünktchen noch vor uns und auch ganz wichtig, zum Mitnehmen aus dem Podcast. Hat jetzt nichts mit der Reiterei zu tun. Das Geheimnis unserer Ehe, öfter mal die Fresse halten. Also ganz wichtig. Du solltest öfter mal die Fresse halten. Wie läuft es denn so mit dem Haflinger, auch in der Vorbereitung? Da haben wir jetzt ja noch gar nicht darüber gesprochen. Ich war auch die ganze Woche nicht da. Das ist ja tatsächlich so durch dieses berufliche Wegsein.

[18:35] Viele Sachen kriegt man so im Vorbeigehen irgendwie mit oder man geht mal so einfach auch mal im Stall vorbei, guckt ein bisschen zu. Das fehlt mir total, ehrlich gesagt. Und wir, also, tja, also so kurios es jetzt klingt, aber wir arbeiten es hier auch in dem Podcast immer so ein bisschen, nach und führen also Gespräche, die wir dann so über die Woche verteilt, normalerweise auch geführt hätten, irgendwie dann jetzt so konzentriert und alle können zuhören. Aber tatsächlich, wie hat denn jetzt dann so die Woche ausgesehen? Weil so ganz so den Schlendrian, den lässt man ja, glaube ich, nicht so einziehen, Wenn man weiß, okay, jetzt ist dann wieder eine M-Prüfung. Und du hast ja auch vergangene Woche schon darüber gesprochen, wenn du dann losfährst mit dem Pony, du suchst dir ja schon, also du bist jetzt nicht jedes Wochenende unterwegs, sondern du guckst es dir dann schon an. Und man will dann ja eigentlich auch nicht, also ablosen will man ja eigentlich nicht. Also das ist ja, will man so oder so nicht, ist schon klar. Ich will immer gewinnen. Ich fahre da immer hin mit dem Anspruch, ich würde gerne gewinnen, ich gebe alles. Ja, und deshalb, also wenn das so, also wenn man weiß, am nächsten Wochenende ist es wieder so weit, das kriegt man ja auch nicht ganz aus dem Kopf raus, will man ja auch gar nicht, deshalb, wie war es denn so? Kommt der Booster nochmal zum Einsatz? Zwei Dosen hast du ja noch, genau. Ich habe schon in den Hänger gepackt, den Booster, dass ich ihn auf gar keinen Fall vergesse.

[19:54] Und sie ist gut drauf, also läuft auch im Moment wirklich gut. Er ist bei uns in der Halle immer sehr klotzig. Also das macht mir das Training ein bisschen schwer. Ich weiß ja, dass er auswärts nicht klotzt. Also er ist in fremden Hallen sehr viel entspannter und gelassener, als er das zu Hause ist. Also zu Hause habe ich ganz oft das Problem… Dass er nicht in diese Ecke will, dass er wegspringt vor irgendwelchen Schatten auf dem Boden, dass er sich festmacht, rausheben will, weil irgendwie tausend Dinge drumherum sind, die er immer wieder angucken muss. Das macht er ja immer schon, dass er zu Hause einfach nicht entspannt zu reiten ist. Also draußen auf dem Außenplatz geht es ein bisschen besser, kommt aber auch drauf an, in welcher Ecke ich reite. Also geht nicht an jeder Ecke und an jeder Seite. Du hast nur so Psychos. Ja, aber man lädt den Haflinger aus auf dem Turnier und dann ist der ja total gechillt. Der geht dann eine Runde Vorbereitung, wenn man in die Prüfung geht, eine Runde halber, einmal alles angeguckt, alles klar, da bin ich. Und dann guckt der nicht mehr links und nicht mehr rechts. Also das ist ja wirklich ein Vorteil, dass ich wirklich weiß, auf dem Turnier macht er das nicht. Lieber so als andersrum, also muss man klar sagen. Also man kommt dann halt wirklich nicht zum Reiten, wenn die sich so festmachen und wenn die dann so stocken, so wie Benni oder Nuki macht das zum Beispiel auch, also die von Nicole.

[21:22] Man hat das so auf dem Video gesehen, dass sie da so, da hat sie einen langen Hals gemacht und dann werden die ganz steif und dann hat man keine Chance mehr, die ignorieren einen dann komplett und ich bin wirklich froh, dass AC das nur zu Hause macht und auf dem Turnier eigentlich zuverlässig an allem vorbeigeht. Und Benni ist sowohl zu Hause, manchmal klotzig, als auch auf dem Turnier. Aber gerade auswärts, ne? Ja, genau. Also da ist natürlich extrem bei Benni Und da muss ich halt nächstes Jahr wirklich mal testen, ob es die Routine macht. Dieses Jahr hat er ja wirklich noch so ein bisschen Schonprogramm gehabt, aber nächstes Jahr darf ich ja Dressurpferde A reiten und dann werde ich schon versuchen, mal mehr Turniere zu nennen und zu gucken, ob die Routine ihn ein bisschen gelassener macht.

[22:03] Irgendwas, was man highlighten müsste, irgendwelche Besonderheiten. Du sagst ja häufig, es ist gar nicht so spektakulär, was ihr im Training macht, deshalb will ich dich da jetzt auch gar nicht mit quälen, aber keine Ahnung, gibt es irgendwas.

[22:15] Wo du ein besonderes Schlaglicht drauflegen musstest in der zurückliegenden Woche? Gibt es irgendwie, weißt du, also wo du sagst, oh Mann, da ist irgendwie was eingerissen, da muss man jetzt nochmal irgendwie was nachsteuern oder nachsteuern muss man bei dem Hund. Wir hören die tapsen gerade. Das Tier ist erwacht. Du musst sie retten. Genau, das macht Jenny jetzt, aber wir drücken natürlich wie immer nicht auf den Stopp oder Pausenknopf, sondern ich mache jetzt den sogenannten Pausenclown. Und ich könnte ja nochmal hinweisen zum Beispiel auf unser Steady-Angebot und auch ganz herzlich Dankeschön sagen an die Hörerinnen und Hörer, die das nutzen. Man kann sich das anschauen bei uns auf der Webseite, da gibt es einen Link, derpferdepodcast.com und dann einfach mal gucken, unser Steady-Angebot, das ist die Möglichkeit für diejenigen, die wollen.

[23:13] Uns einen kleinen Betrag als Unkostenbeitrag, wenn man so will. Das Wort Unkosten gibt es nicht, weißt du schon, ne? Also hier mit der Kohle einfach, uns zukommen zu lassen, Geld, Euronen, die wir dann wiederum dafür verwenden, diesen Podcast zu bezahlen. Also der Hoster, der ja Geld kostet. Jetzt hör auf zu Bett. Ja, das ist immer, ich sage hier sinnvolle Dinge, kostet zwischen ein und fünf Euro im Monat und man bekommt aber auch was dafür, nämlich die Folgen. Wenn wir nicht so einen Schlendrian drin haben, wie jetzt an diesem Wochenende, in der Regel immer einen Tag vor allen anderen und werbefrei.

[23:52] So, wieder da. Der Hund ist gerettet, liegt auf der Podcast-Besetzungs-Couch, und wir können weiterreden.

[24:00] Hattest du die Frage schon beantwortet, ob es irgendwelche Besonderheiten im Training gab diese Woche? Der Hund ist unzufrieden mit der Gesamtsituation. Man sieht, sie will gleich wieder runterspringen, aber gut. Ach, Besonderheiten? Ne, also was immer so ein bisschen unsere Hassdisziplin ist, sind die Wolken. Also die Wolken sind nach wie vor schwierig für mich und für AC. Also ich glaube, ich mache da immer viel zu viel. Und ich sehe auch dann immer auf den Videos, oh scheiße, habe ich schon wieder einen Taktfehler in der Wolke. Also die Wolken kriege ich einfach nicht so flüssig hin. Das so mit dem durchgehenden Schwung in der Wendung und vor allem diese 8 Meter Wolken. Ich finde das total schwierig zu reiten und muss mir dann immer von, also den Tipp von Herrn Wille, stell dir vor, die Wolter hat sechs Ecken, reite doch keinen Kreis, sondern reite ein Sechseck. Das funktioniert ganz gut. Und da habe ich auch die Woche, also ich habe es wirklich viel geübt und ich glaube ganz gut hingekriegt auf beiden Händen, dass wir wirklich Takt rein in dieser Wendung trotzdem die Versammlung behalten, aber den Schwung nicht verlieren. Also ich finde das mega schwer und bleibe dran. Okay. Bevor wir zu der Mail bzw. Zu der Nachricht über den Facebook Messenger von unserer Hörerin Susanne kommen.

[25:24] Das haben wir irgendwie, ich habe die ganze Zeit daran gedacht, da müssen wir in der Folge natürlich kurz drüber reden und hätte jetzt um ein Haar vergessen.

[25:34] Ich habe ja diese Woche Urlaub und wir fahren in die alte Heimat, in den Schwarzwald. Und wir besuchen den Oldtimer Globus. Und wenn es gut läuft, dann werden wir an einen anderen Termin noch anhängen können. Einen Besuch bei unserem alten, bei meinem Liebling. Ja, der ist schon vereinbart, der Termin. Klecks. Ja. Und toll. Wir fahren ja sowieso in die Richtung. Da wird das Herz ein bisschen schwer werden. Ich nehme ihn vielleicht dann doch mit heimlich. Die Kleine hat schon Angst gehabt, als die Mama erzählt hat, dass ich komme. Und dann hat sie Angst gehabt. Jenny nimmt den Klecks wieder mit. Nein. Bist du sicher? Nicht den Klecks wieder mit. Nein, ich nehme ihn nicht mit. Der bleibt da. Der Mann von Jenny nimmt den Klecks wieder mit. Der große Greif kommt. Die haben heute Reitabzeichen. Alle drei. Die Mama und die beiden Kleinen. Ich bin gespannt, wie sie sich schlagen. Okay. Also, diese Woche, wir können ja jetzt, also wird es nochmal persönliche Eindrücke dann einfach geben. Darum haben wir vielfach erzählt hier schon, dass wir das natürlich über WhatsApp und über die ganzen modernen Kanäle, die es so gibt, sehr eng verfolgen. Was passiert mit den Pferden? Aber es ist natürlich immer noch mal ein anderer Schnack, wenn man dann einfach auch mal mit eigenen Augen sieht und Globus mal wieder zu sehen, wie geht es ihm bei Nadine und so. Da hat sich ja wirklich jede Menge getan im Leben der Pferde und von daher, das wird auf jeden Fall cool.

[27:01] Jetzt zu Susanne. Ich habe immer gesagt Susanne, aber sie heißt Susann. Da wollen wir ja mal hier genau sein. Susann, Entschuldigung, dass wir erst recht spät auf die Nachricht reagieren. Ich habe es irgendwie verpeilt. Susann schreibt, hallo, ich bin Susann. Euren Podcast habe ich gerade erst entdeckt und höre jetzt von Anfang an. Na, da hat sie ja was zu tun. Meine Hafi-Stute ist jetzt vier und bei mir im Stall zu Hause geboren. Mit einer Trainerin bilde ich sie aus. Leider macht sie große Probleme.

[27:43] Sie ist immer noch unberechenbar. Anfangs macht sie gut mit. Es gibt aus meiner Sicht in jeder Einheit Momente aber, in der sie komplett durchdreht. Sie wird derzeit mit Sattel longiert. Im Schritt ist jetzt alles gut, was Monate gedauert hat. Traben klappt nur kurz, bis sie durchstartet. Im Gelände ist sie beim Spaziergang sehr ängstlich. Wir haben bisher nur kurz drauf gesessen. Habt ihr Erfahrungen mit solchen Pferden? Gibt es Tipps, die ihr mir geben könnt? Ich glaube, bei ihr ist es eine Mischung aus Unsicherheit, Disbalance und Übermut. Liebe Grüße, Susann.

[28:30] Also man könnte das Pferd schätzen lassen, also wie viel Geld kriegt man dafür, und es hergeben. Nein, Entschuldigung, ist das jetzt Sarkasmus aus? Ist aber aus der Ferne schwierig zu beurteilen. Also ich glaube, sie hat schon, sie könnte recht haben mit ihrer Vermutung, dass mehrere Faktoren zusammenkommen. Aber ich will also ungern eine Aussage treffen von der Ferne, weil das kann man gar nicht. Man müsste das mal sehen, wie reagiert sie so auf manche Dinge und ich hätte, also man kann das abkürzen, ich würde glaube ich mal einen Profi drauf gucken lassen, also es gibt ja wirklich einige gute Pferdetrainer, die gerade mit solchen Pferden, die einfach so ganz unvermittelt auch durchstarten und so, große Erfahrung haben und da würde ich glaube ich wirklich jemanden, mir dazu holen, der damit Erfahrung hat und der auch vor Ort ist und der auch wirklich einschätzen kann, woran liegt es denn? Manchmal ist es auch Überforderung, manchmal haben die Pferde irgendwo Schmerzen.

[29:31] Dass sie sagen, okay, da will ich jetzt weg von und starten deshalb durch und das kann man, man kann es aus der Ferne wirklich nur, also nicht, Das wäre total unseriös, da irgendeinen Ratschlag zu geben. Nee, nee, okay, wir wollen, also unseriös wollen wir nicht sein. Und vielleicht, also das hilft ja vielleicht auch schon mal weiter, dass es, also du würdest schon sagen, es gibt einfach auch viele verschiedene Möglichkeiten. Und das ist jetzt nicht so nach dem Motto, also es gibt ja manchmal auch so Probleme, wo man so sagt, ja, habe ich schon tausendmal gehört. In der Regel ist es das und das. Und also sowas ist dann nicht so einfach. Also es gibt einfach viele verschiedene Möglichkeiten, woran es liegen könnte. Du hast zwei jetzt schon gesagt, Überforderung, Schmerzen, dass irgendwie was zwickt und so weiter. Das war ja, wenn ich es richtig verstanden habe, auch bei Klecks mal der Fall. Genau. Mit dem Sattel, ne?

[30:19] Also Klecks war ja auch so ein Kandidat, der so ganz unvermittelt einfach durchgestartet ist. Und wo man gar nicht so genau sagen konnte, woran… Und da habe ich einen Schreck gekriegt. Weißt du noch, du warst einmal dabei, ja. Ich habe das einmal erlebt und habe gedacht, ach, das war irre. Ja, aber das war damals einfach Übermut bei ihm. Also das war nicht, dass ihm irgendwas wehgetan hat, sondern der hat das gemacht, weil er es konnte. Und der war ja ansonsten am Boden beim Spazierengehen. Also das Klecksi war überhaupt kein unsicheres Pferd. Der war immer schon sehr in sich ruhend von Anfang an. Also so am Boden und an der Hand war der immer brav. Also der hat niemals irgendwie, dass der sich erschrocken hat vor irgendwas oder dass der irgendwo nicht hingehen wollte oder vorbeigehen wollte. Der hat mir auch immer vertraut und der ist auch überall hin mitgegangen, der ließ sich verladen, der ist überall ausgestiegen, ohne mit dem Ohr zu wackeln. Aber dieses an der Longe durchstarten, da kann ich mich auch noch erinnern, die Verkäuferin hat damals gesagt….

[31:16] Nicht reiten ohne ablongieren. Also das war, glaube ich, dem jungen Alter geschuldet bei Klecks damals, weil das hat sich irgendwann gelegt. Irgendwann konnte ich einfach reiten, ohne vorher abzulongieren und es war alles in Ordnung. Und bei ihm war das wirklich, glaube ich, so, ja, vielleicht auch so disbalanced, dass er einfach als junges Pferd noch gar nicht so richtig wusste, wo er seine Beine hinsetzen soll und deshalb auch vor lauter Wut, weil er manchmal einen Knoten in den, Beinen hatte, vor lauter Wut über sich selber einfach mal das Bocken angefangen hat. Und das hat sich im Laufe der Zeit einfach erledigt. Und ich habe ja damals auch alles gucken lassen. Wir hatten Steffi Schinkel da, die ihn wirklich durchgecheckt hat und alle haben gesagt, ja, der ist so ein bisschen verspannt, wir müssen das ein bisschen locker kriegen, aber alles nichts, wo man sagt, oh, das Pferd hat mächtige Schmerzen im Rücken oder wo auch immer. Also das war damals nicht. Und bei Klexi war es tatsächlich der Übermut und das junge Alter. Aber ich vermag das aus der Ferne nicht zu sagen. Ich kenne aber auch die ein oder andere Haflinger, es sind immer Stuten, die genau dasselbe gemacht haben. Und ja, wo ich aber auch gesehen habe, woran das liegen könnte. Also da war es bei der einen Haflinger Stute war es tatsächlich Überforderung, die auch einfach nicht mehr damit klarkam, dass sie sehr angepackt wurde von oben und dass sie dann gesagt hat, also mir ist das alles zu viel und wisst ihr was, jetzt gehe ich einfach und ich bin immer schneller als ihr.

[32:40] Aber wie gesagt, ich würde mir an Susannes Stelle einfach einen Fachmann dazu holen, der sich das mal anguckt und vielleicht mal eine Einschätzung abgibt und vielleicht auch den einen oder anderen guten Tipp hat, wie man damit umgeht. Jetzt hat Susanne ja schon geschrieben und das fand ich auch bemerkenswert. Also dann ehrlich gesagt bemerkenswert finde ich ja tatsächlich, dass sie schon viele Möglichkeiten in Erwägung zieht, die du jetzt auch alle aufgreifst und sagst, das könnte schon sein. Also das ist jetzt nicht irgendwie weit hergeholt oder so nach dem Motto, das kann man von vornherein ausschließen, sondern so Dinge wie Übermut, aber auch irgendwie was mit Schmerzen oder so. Also das sind schon Pferden. Und dann festhalten kann man vielleicht auch so jemand wie Steffi Schinkel, muss man vielleicht nochmal sagen. Das ist eine Pferde-Physiotherapeutin. Also die, oder wie sagt man.

[33:35] Tamahanken, oder war das nicht irgendwie der Hankenbeuger? Ich glaube, Physio, Tamahanken war ja eher der Osteo, der ja echt so, boah, wir rupfen mal die Beine aus. Also Physio, das könnte man ja als Tipp vielleicht auch geben, dass es nicht schaden kann, mal jemanden drauf gucken zu lassen. Im Sinne jetzt nicht von irgendwie nur Pferdefachmann, sondern auch jemand, der ein Auge dafür hat, hat ein Pferd körperliche Probleme oder ist da alles okay? Also so ein bisschen so nach dem Ausschlussprinzip, dass man sagt, okay, es wäre jetzt unwahrscheinlich, dass so ein Pferd Schmerzen hat, sondern es liegt an irgendwie was anderem. Dann wäre man ja schon mal einen Schritt weiter sozusagen. Ganz kurz noch mit Klecks, oder habe ich das falsch in Erinnerung? Der hatte doch auch mit einem Sattel Probleme und hat dann….

[34:28] Dann auch darauf reagiert, wenn man ihm den drauflegen wollte. Genau. Ich hatte ja ganz am Anfang, hatte ich ja einen Passier, der auch angepasst wurde von einem Fachmann, der aber auch dann innerhalb von… Kein Fachmann war. Doch, die war schon ein Fachmann, aber ich glaube, das war nicht so gut, was die damals gemacht hat. Und da, ich hatte ja zwei Sättel, bis ich dann wieder dahin kam, dass ich gesagt habe, ich lasse einen Maßsattel machen. Und da denke ich dann immer an Pia, mach doch gleich einen Maßsattel, weil am Ende des Tages zahlst du dreifach, wenn du immer mal wie der Sättel von der Stange probierst und dann doch nicht so wirklich passend ist. Und genau, und Klexi hat es ganz deutlich gezeigt, beim Satteln schon, wollte der mich beißen. Und der hat ganz deutlich gezeigt, ich möchte nicht, dass du das Ding auf meinen Rücken legst.

[35:15] Jetzt hat Susanne ja auch geschrieben und ich gehe immer da, oder man hat das Gefühl, dass sie sehr bewusst verschiedene Punkte auch reingeschrieben hat in das, was sie uns geschrieben hat, um sozusagen vielleicht abzuklopfen, reagieren wir darauf Ich bin jetzt noch, hatte noch die Frage, oder war bei mir noch aufgetaucht.

[35:34] Die Stute wird longiert mit Sattel auf dem Rücken. Ist das so, also macht man das? Ist das Sinn? Ja, kann man machen. Schon, kann man schon machen, ja, okay. Ist auch jetzt nichts, wo man sagen würde, dass man darüber stolpert, sondern nö, das ist eigentlich… Ja, also habe ich mit all meinen Pferden gemacht am Anfang, mit Sattel longiert, mit Sattel an der Longe gearbeitet und so, bevor man da das erste Mal draufsteigt, müssen die Pferde da wirklich ganz gelassen ertragen, das, was auf ihrem Rücken liegt. Mhm, okay. Dann, ich sag mal so, vielleicht ein kleines bisschen zumindest haben wir Susann insofern helfen können, als dass man eine Frage, die sie stellt, mit Ja beantworten kann. Hast du Erfahrung mit solchen Pferden? Ja, hast du, hast du gerade beschrieben. Und trotzdem ist es aber schwer zu beurteilen, was ist der Grund dafür in Ihrem speziellen Fall und da wäre sozusagen dann der Ratschlag, sich nochmal Rat auch von außen zu holen. Man muss sich das genau angucken, das wäre unseriös, da jetzt eine Ferndiagnose abgeben zu wollen und es kann.

[36:46] Tatsächlich viele verschiedene Gründe haben und vielleicht so nach dem Ausschlussprinzip, wäre jetzt so meine Überlegung, Physio, Fragezeichen, damit man so diese körperliche Schmerzvariante vielleicht so, das kann man vielleicht am leichtesten irgendwie abchecken, ob das Pferd da irgendwie ein Problem hat und es damit was zu tun hat. Und dann, genau, kann man weiter analysieren. Und möglicherweise haben ja auch Hörers noch Gedanken, Anregungen dazu. Wir stellen da, also wir vermitteln auch gerne, falls jemand noch irgendwie einen Tipp hat für Susanne oder eine Anregung, was könnte man tun, was wäre eine gute Strategie, gerne her damit. Wir leiten das dann auch gerne weiter. Welches Problem hat unser Hund? Sie ist blind. Sie ist blind und sie ist unruhig. Sie steht auf dem Sofa und kann nicht abschätzen, ob sie da runterspringen kann oder nicht. Ja, und deshalb würden wir jetzt den Hund retten. Wir bedanken uns fürs Zuhören. Es hat viel Spaß gemacht. Wir waren ein bisschen spät dran diese Woche. Sorry dafür. Und wir melden uns in der Urlaubswoche aus dem Schwarzwald wieder. Das wird schön. Von unterwegs. Danke. Bis dahin. Macht’s gut. Habt eine pferdige Zeit. Tschüss.


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