#490 Nie aufgeben! Erst Schreck, dann Schleife

Große Hoffnungen, mieses Wetter und ein ziemlich unheimliches Stück Blech: Für Jenny und ihren Haflinger AC/DC wird die M-Dressur beim Hamburger Reiterverein zu einem Turniertag mit unerwarteter Wendung. In der großen Wochenendfolge hatte Jenny noch erzählt, warum sie sich auf den Start freute und weshalb AC/DC auswärts normalerweise eine echte Bank ist. Doch diesmal kommt es anders als erwartet: Schon beim Einreiten erschrickt sich der Haflinger so heftig, dass Jenny beinahe aus dem Sattel fliegt. Und ausgerechnet dieses unscheinbare Blechstück in der Hallenbande wird später noch einmal zum Problem.


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Ein Stück Blech zum Fürchten

Auch während der Prüfung gibt es einen Schreckmoment. AC/DC springt zur Seite – und Jenny muss sich entscheiden: innerlich schon aufgeben oder konzentriert weitermachen? Die ersten Starterinnen haben mit Wertnoten von 8,2 und 8,1 ordentlich vorgelegt. Nach dem eigenen Ritt mit einer 7,3 scheint eine Platzierung für Jenny zunächst außer Reichweite. Das Pony wird bereits versorgt, der kleine Apfelkuchen ist verspeist – da zeigt sich, dass es sich lohnt, die endgültige Entscheidung abzuwarten. Am Ende reicht es tatsächlich für den vierten Platz! Die Freude ist entsprechend groß.

Doch der Erfolg ist nicht nur eine schöne Schleife für die Sammlung, sondern liefert auch wichtige Erkenntnisse für den nächsten Turnierstart. Warum ist es entscheidend, eine Lektion möglichst sauber zu Ende zu reiten, selbst wenn das Pferd sich erschreckt? Weshalb sollte man eine Prüfung niemals vorschnell innerlich abhaken? Und warum kann es gerade für junge oder unsichere Pferde wertvoll sein, auch nach einem schwierigen Moment weiterzumachen? Jenny erklärt, welche Erfahrungen sie im Laufe ihrer Turnierkarriere gesammelt hat und warum Durchreiten nicht nur eine Frage der sportlichen Leistung, sondern auch des Lernens für das Pferd ist.

Natürlich wäre der Pferdepodcast nicht der Pferdepodcast, wenn Chris nicht noch ein paar neugierige Fragen stellen und die Geschichte mit einer guten Portion Humor begleiten würde. Außerdem gibt es einen Blick auf das Videomaterial vom Turnier – inklusive des berüchtigten Blechs, das offenbar nicht nur AC/DC aus der Fassung gebracht hat. Folge 490 ist eine Geschichte über unerwartete Wendungen, sportlichen Ehrgeiz und die Erkenntnis, dass ein Turniertag längst nicht verloren ist, wenn einmal etwas schiefgeht. Denn manchmal wird es gerade dann noch richtig gut, wenn man selbst schon nicht mehr damit rechnet.


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Hier geht’s zum vollständigen Transkript:

[0:16] Hello, hier ist der Pferde-Podcast, Folge 490, Klappe die vierte. Es gibt so Tage, an denen sollte man nicht podcasten. Es ist irgendwie gefühlt der vierte Anlauf. Es ist dies und das schief gelaufen. Ich will jetzt nicht in die Details gehen. Wir reden über Pferde. Wir sitzen auf gepackten Koffern. Wir fahren morgen in den Schwarzwald. Heute ist Montag, wo wir aufnehmen. Genau, Transparenzhinweis. Da, wo wir aufnehmen. Da, wo wir aufnehmen, an der Ostsee. Und man kann so ein bisschen sagen, es ist ein Urlaub im Urlaub, so ein bisschen. Genau, zwei Tage haben wir Urlaub. Das ist unser Jahresurlaub. Ja. Und von diesem Jahresurlaub sitzen wir geschätzte 20 Stunden im Auto. Genau. Das ist aber auch schön. Wir sind ganz dicht zusammen. Wir freuen uns ja immer, wenn wir zusammen sind, weil wir sind ja nicht so oft zusammen. Und da sind wir ganz dicht im Auto, nebeneinander. Kann man sich einen erzählen, ein Hörbuch hören, wenn man will oder nicht? Oder streiten. Nein, bist du irre? Nein, streiten wir. Wann hätten wir jemals gestritten? So, ist doch auch so. Also wir streiten kaum.

[1:23] Also, man muss ja… Jetzt, bevor du jetzt wieder, bevor wir wieder nochmal neu anfangen müssen, kommen wir jetzt mal zum eigentlichen Sinngrund des Podcasts. Pferde, Pferde, genau, Hotte Hüs, Pferde spielen die Hauptrolle und es gibt ja, also manche Folgen sind ja einfach thematisch Folgen einer Logik. Wir haben in der großen Folge am Wochenende gesagt, wir fahren aufs Turnier mit ACDC, eine M-Dressur im Norden. War das die erste M-Dressur im Norden? Nein. Nee, okay. M-Dressur im Norden jedenfalls, in Hamburg. Und die Folge hatte, wenn man so will, ein bisschen Teaser-Charakter, weil du hast über die Vorbereitung gesprochen und welche Hoffnungen du mit dem Start verbindest. Und natürlich will man in so einer kleinen Folge dann wissen, wie war es denn? War es erfolgreich? Was hat geklappt? Was hat nicht geklappt? Welche Schlüsse hast du so aus dem Ganzen, was da passiert ist, gezogen? Und genau das wollen wir in dieser kleinen Folge uns anschauen. Learnings, wie auch immer. Ich hatte ja so eine große Fresse in der großen Folge.

[2:38] Ich habe ja gesagt, also AC, auswärts ist der ja echt eine Bank und der erschreckt sich für nichts. Der glotzt nicht, nie. Das macht der nie, das macht der nur zu Hause. Richtig, aber auswärts nie. Das war das erste Mal, dass der so weggesprungen ist, dass ich beinahe runtergefallen wäre. Ich habe sofort gepostet und hatte sofort ein schlechtes Gewissen und dachte, hoffentlich ist das jetzt okay. Ja, es war spektakulär damit. Also stolpern wir mitten mal rein in deine Prüfung. Machen wir auch. Aber eins noch vorneweg, ich habe ja gedacht, Hamburg, das ist ja so, ich habe das verbunden mit Noblesse, das Tor zur Welt, Hamburg, meine Perle. Ich habe diesen Jungfernstieg vor meinem geistigen Auge gehabt. Also so wie, was weiß ich, Olympia in Paris, Reiten und das Bild, was man im Fernsehen gesehen hat, war halt Reiten bei Olympia in Paris, das Eiffelturm, der Viereck und ich habe dich reiten. Du weißt schon, das Dressurviereck, Noblesse, was weiß ich, Macron macht noch die Pferdeäppel weg, so, weißt du? Und das Bild, was ich im Kopf hatte, zu Hamburg war, der Jungfernstieg, die Wasserfontäne… Der Viereck? da auf? Das waren so meine Fragen, die ich so hatte. War ja nicht direkt in Hamburg. An der Alster und also dann Hamburger Reiterverein.

[4:06] Ja, es war halt auch neblig und feucht und daran lag es wahrscheinlich, dass es nicht so toll aussah. Nein, es sah wirklich ein bisschen traurig aus, war aber dem Wetter geschuldet. Also eigentlich auch großes Dressur für ihr Eck draußen und so und viele Paddocks für die Pferde, aber es war echt so mieses Wetter. Da sieht alles scheiße aus. Da sieht alles scheiße aus. Aber eine 80er-Halle, das heißt, wir konnten auf 40 Metern abreiten und die anderen 40 Meter war die Prüfung. Es war ein bisschen trocken geblieben, nicht auf Wiese parken, keine Matsche an den Füßen. Also es war, trotz Regen war es ein tolles Turnier, das hat mir gefallen. Nur es gab wieder nicht so guten Kuchen.

[4:48] Das stimmt, aber eine sehr herzliche italienische Gastro-Familie da irgendwie. Da habe ich ein Stück Apfelkuchen bestellt und auch gekriegt und das war so klein, dass ich gedacht habe, okay, wollte ich jetzt meinen Hamster füttern und mir Kuchen. Du bist aber auch, also was das Essen angeht, ist ja einfach so, also Hauptsache viel erstmal. Aber das Stück Apfelkuchen, das habe ich ja weggeatmet. Du hast, weißt du, also wir nehmen zum vierten Mal auf, weil du sagst, ich würde immer Unsinn reden und irgendwelche blöden Witze machen und wir reden jetzt über Pferde. Aber jetzt redest du über Apfelkuchen. Aber ich hatte doch Hunger nach der Prüfung. Jedenfalls, genau, fangen wir mal an. Die Prüfung. Genau, es war wirklich schön da, also wir sind trocken geblieben und es hat ja gepisst den ganzen Weg, es hat ja die ganze Nacht gepisst und es hat morgens noch gepisst und überhaupt es war echt übles Wetter, normal fahre ich bei so einem Wetter nicht aufs Turnier, aber ich habe mir das vorher auf Google Earth angeguckt und habe geguckt, wo parkt man denn da? Ah, die haben einen befestigten Parkplatz, das ist sehr gut. Und in der Ausschreibung 80er Halle, also abbreiten entweder draußen oder drinnen, dann drinnen, okay, wir fahren. Und AC war auch gut drauf. Ich habe den Booster wieder ins Pony.

[6:04] Der war wirklich gut drauf. Also am Anfang hat er so ein bisschen gehustet. Die Halle war so ein kleines bisschen staubig. Und dann dachte ich erst noch, aber das war nur so ein paar Mal abhusten. Dann war alles gut. Wir halten so schön ab und die erste Starterin. Ich habe dann nur so mit so einem halben Auge immer mal wieder hingeguckt und habe immer so gedacht, ach ja, ist ganz ordentlich, ist ganz okay. Und ja, jetzt nicht irgendwie, dass es mich aus dem Sattel gehoben hätte vor lauter Bewunderung und dann ist sie fertig. Und ich habe auch nicht die ganze Prüfung gesehen, aber da sagen die dann Wertnote 8,2. Und dann dachte ich, okay, die fangen aber hoch an. Und dann die zweite Starterin 8,1. Und dann habe ich schon gedacht, alles klar, er hat keine Chance. Also eine 8. Note reitest du mit dem Hafling ja ganz sicher nicht. Und ich war dann auch ganz cool und bin halt dann weiter abgeritten und war, ich glaube, 5. Starter und reite da so rein. Lange Seite und auf einmal das Pony geht voll in die Eisen und springt so zur Seite. Ich wusste erst gar nicht, was er gesehen hat, aber da war unten in der Hallenbande war so ein Stück Blech eingearbeitet. Das sah halt anders aus. Es hat so ein bisschen geblinkt und da hat er sich wirklich total erschrocken. Also ich habe ihn dann, das war ja beim Einreiten, wir haben ja noch nicht angefangen mit der Prüfung. Ich habe ihn dann da ein, zweimal vorbeigeritten und dann hat er immer noch mal geschielt und immer noch, aber es ging dann.

[7:25] Wir haben dann angefangen mit der Prüfung und einreiten und so hat alles gut geklappt, war auch alles okay. Wir mussten nicht an dieser Stelle vorbei, aber dann linke Hand, dann kommt halbe Volte links, halbe Volte rechts und nee, gar nicht, das ist das zweite Mal. Kannst du das wegschneiden? Ich muss ja wieder an dieses Blech ran, dann komme ich nämlich an dieses Blech. Scheiße. Also wirklich. Entschuldigung. Also jedenfalls halbe Volte links, halbe Volte rechts und dann geht es ins Schulter herein und das Ende dieser langen Seite ist dieses Blech gewesen. Und ich habe das Schulter herein noch beendet und dann springt er mir da wieder weg. Also während der Prüfung. Und dann habe ich schon gedacht, okay, also jetzt versuche ich halt so gut wie möglich zu Ende zu reiten. Aber der Ungehorsam, das gibt schon Abzug. Und ja, den Rest haben wir ganz gut hingekriegt. Also es war, der Rest war sehr harmonisch. Wechsel waren okay. Also es hat alles gut geklappt. Und dann reiten wir so raus und dann sagen die so Wertnote 7,3. Okay, ja, aber dann packe ich das Pony jetzt weg, wenn die so hoch anfangen und ich 7,3. Da bin ich nicht mehr in der Platzierung. Und dann haben wir das Pony weggepackt und waren noch den kleinen Kuchen essen.

[8:42] Und dann waren aber die Wertnoten wirklich alle so durchwachsen. Also 6,9, 6,8, gab auch mal nur 6,1. Aber es war nicht mehr, es war noch eine 7,5 und dann war nichts mehr besser. Und dann waren noch so drei Starter und dann dachte ich, okay, jetzt muss ich das Pony wieder mal ausladen. Ich hätte wirklich nicht mit einer Platzierung gerechnet, eben halt wegen dem Wegspringer und weil die auch so hoch angefangen hatten. Und deswegen habe ich gar nicht damit gerechnet, dass ich noch ein Schleifchen kriege. Aber am Ende war es dann wirklich der vierte Platz und ich habe mich total gefreut. Es war ein toller Erfolg und wir sind zufrieden heimgefahren. Ich habe Fragen und Versuche rauszuarbeiten, welche Learnings man mit nach Hause nehmen kann. Niemals nie sagen. Von anderen, genau. Also was können sozusagen Hörerinnen und Hörer mitnehmen? Erst nochmal die Frage, war das Erste, der wollte links oder der Erste, der wollte rechts, bevor ihr wieder ans Blech gekommen seid? Es war ein Spaß jetzt! Ich, es war ein Spaß! Ihr seid wieder ans Blech gekommen und das Pony ist weggesprungen und die Frage als Laie jetzt….

[9:48] Für mich als Zuschauer sah das so aus, okay, die ersten zwei kriegen 8,2 und 8,1, dann kommst du mit deinem verschrabbelten Hafflinger da rein und was macht der sich an einem Scheißblech erschrecken? Alles klar, das läuft ja mal super hier nicht. Frage, wie schlimm ist das mit dem Wegspringen? Offensichtlich ja nicht so schlimm. Nein, weil ich konnte die Lektion beenden. Also das war ja an dieser, also man kommt aus der Wolte raus und dann von B bis K Schulter herein, und dann habe ich ihn gerade gerichtet und dann hat er das ins Auge gekriegt, dieses Blech oder hinter K kurz vor der Ecke ist dieses Blech und dann ist er nochmal weggesprungen. Aber ich konnte die Lektion beenden und das war wichtig. Also er hat mir nicht irgendwie eine Lektion versaut oder dass ich eine Lektion nicht zeigen konnte, weil er sich erschrocken hat, sondern es war wirklich ein Satz, nachdem ich die Lektion beendet hatte und ich konnte dann auch einfach weiter reiten. Deswegen gab es wahrscheinlich auch gar nicht so viel Abzug, weil sie haben die Lektion bewertet, die war fertig geritten und dann musste ich ja nur weiter traben. Okay. Und das bedeutet, Abzug hat es wohl schon gegeben, aber wenn eine Lektion versaut ist, dann haut es auf jeden Fall dann offensichtlich schwerer rein, mehr rein. Also wenn er jetzt bei einer kurz kehrt oder beim rückwärts richten in die Luft springt und irgendwie den Hampelmann macht, dann ist es doof.

[11:14] Zweites Learning, du hast es im Prinzip selber schon gesagt, dieser Gedanke….

[11:20] Und niemals aufzugeben und niemals so innerlich aufzugeben, weil das war das, was mir ehrlich gesagt so passiert ist von draußen. Weißt du, ich hätte am liebsten so, alles klar, Kamera aus, wir müssen das hier nicht, jetzt nicht auch noch Beweisvideos schaffen, damit man sich das noch, sondern so nach dem Motto, weißt du, die Ersten werden so gut bewertet, bei denen ist jetzt nichts Verrücktes passiert. Ich kann das als Laie ja auch nicht so gut beurteilen. Und dann kommen wir und er springt weg. Man sieht es schon, weißt du, dass er sich fürchtet bei dem Warmmachen. In der Prüfung habt ihr auch so einen Moment, du hast jetzt gerade erklärt. Und dass man dann so irgendwie so ein Gefühl entwickeln kann, ach, das wird eh nichts. Und man schenkt es her, weißt du. Also das gibt es auch in anderen Sportarten so, dass man irgendwie sich nicht reinhängt bis zum Schluss. Hattest du das Problem auch oder so einen Gedanken oder ist es bei dir schon so verinnerlicht, dass man genau den Gedanken eben nicht haben kann und so nach dem Motto abgerechnet wird zum Schluss. Also das ist ja schon total wichtig, weißt du, weil man hat es ja gesehen. Dass zum Schluss erst abgerechnet wird, jetzt in dem Fall. Ja, das musste ich aber auch erst lernen im Laufe meiner Turnierzeit. Am Anfang habe ich das auch ganz oft gemacht. Nixon war ja auch so ein Wegspringer. Und da habe ich auch, wenn der schon direkt so von Anfang an x losreiten und nicht zum richtigen Tisch wollte und da schon mal rumgezickt hat, dann habe ich schon gedacht, ach, wird eh nichts.

[12:44] Das darf man aber nicht machen, weil genau abgerechnet wird zum Schluss. Und es ist ja wirklich so, wenn eine Lektion trotz Wegspringen oder trotz einer Störung nicht irgendwie, dass man nicht dazu kommt, die Lektion zu zeigen.

[12:57] Dann gibt es natürlich schon Abzug. Aber wenn man jetzt wie bei mir, war das ja wirklich so, ich konnte die Lektion fertig reiten, diese Schulter herein, habe das Pony wieder gerade gerichtet und dann erschreckt er sich. Dann ist das nicht so schlimm. Und natürlich reitet man immer weiter. Also man hört nicht mittendrin auf und sagt, bringt jetzt eh nichts mehr. Also das macht man nicht. Also man hört auch nicht, man hebt auch nicht die Hand in der Dressurprüfung. Also man reitet immer fertig. Und wenn es noch so katastrophal ist, man versucht immer diese Prüfung zu beenden. Alleine auch aus Learning für das Pferd. Also wenn das Pferd auch jetzt irgendwie durch so eine Prüfung geht und ist völlig gaga.

[13:33] Trotzdem reitet man zu Ende, wie ich zum Beispiel auch in Aachen mit dem Benni in der Tressurpferde A. Der war ja auch, der ist ja an jedem Sandkorn, ist er ja weggesprungen und hat sich gefürchtet und hat da geklotzt und da geklotzt. Aber ich wusste, dass das nichts wird, aber ich wollte zu Ende reiten. Ich wollte, dass er einfach lernt, wir reiten trotzdem weiter und wir reiten da trotzdem durch und wir reiten immer bis zu Ende. Und ich finde das ganz wichtig auch für die Pferde, dass die so ein Learning haben, es wird immer zu Ende geritten, egal was ich da drin veranstalte und welchen Hampelmann ich da mache. Ist aber auch ein Learning, das Reiterinnen und Reiter haben sollten. Also die Gefahr ist schon auch da, dass man sozusagen das eben genau nicht macht und das wäre ein Fehler. Also das ist das, weil du es jetzt gerade so gesagt hast, man macht das nicht, das macht ja niemand. Doch, doch, das machen schon Leute und diese, also ich. Muss man aber wirklich lernen. Vielleicht erinnerst du dich, wir haben ja vor einiger Zeit zugeguckt, da gab es eine Stafettentressur.

[14:28] Ich wusste gar nicht, dass es das gibt, aber da wird eine, da reitet eine E-Tressur und die andere reitet eine A-Tressur und die sind aber beide gleichzeitig in der Bahn. Und da ist es ja einem Paar passiert, dass die, die noch warten musste, also die erste Reiterin ist ihre Prüfung geritten und die, die noch warten musste, die ist ihr in den Weg geritten. Bei einer Wolter oder bei irgendeiner Hufschlagfigur ist sie zurückgegangen.

[14:51] Total in sie reingeritten, weil sie nicht aufgepasst hat. Und das hat die Reiterin so aus dem Gleichgewicht gebracht, dass man so richtig sehen konnte, okay. Sie hat doch auf dem Pferd geflucht, war das nicht so? Genau, sie hat auf dem Pferd vor sich hingeflucht. Das war schon sehr lustig. Und man konnte aber ganz deutlich sehen, alles klar, jetzt reitet sie nicht mehr. Sie hat so schön angefangen. Sie hat wirklich schön angefangen. Es war sehr harmonisch und es war schön gleichmäßig, schön anzugucken und dann reitet die Partnerin in sie rein und dann konnte man sofort sehen, wie sie aufgehört hat zu reiten. Und weil sie gedacht hat, jetzt ist es eh scheiße, jetzt brauche ich mich nicht mehr anstrengen. Und das ist echt ein Fehler, weil das hätte auch noch gut werden können, aber das war aber auch eine junge Reiterin. Ich glaube, das muss man einfach erst lernen, so im Laufe seiner Turnierkarriere, dass auch so Störungen in so einer Dressurprüfung überhaupt nicht schlimm sind. Man muss einfach immer weiter reiten.

[15:42] Und wir werden jetzt, nachdem wir den Stopp-Knopf gedrückt haben, werden wir noch das Laptop aufklappen. Ich habe da nämlich noch ein paar Bilder vorbereitet, all das, weil ich habe also quasi, weil ich das natürlich auch, weil ich das ja alles weiß, was du gerade erzählst, habe ich natürlich nicht das Handy ausgeschaltet. Ich habe die Kamera natürlich weiterlaufen lassen. Ich wusste, es wird gut. Ich wusste, es wird gut. Ich bin immer von euch überzeugt. Ich bin hier quasi ACDC Ultra und habe das alles im Video festgehalten. Auch dieses Vermalledeite-Blech, an dem sie auch noch andere Pferde erschreckt haben, die größer waren als ACDC. Angeguckt nach mir und jeder Zweite hat sich an diesem blöden Blech erschrocken. Also es kam schon auch vor, dass da jeder Zweite, aber es gab tatsächlich das eine oder andere Pferd hat sich da auch.

[16:34] Das hat man ja manchmal bei so Turnieren gerne genommen, auch irgendwie Richter, die in irgendwelchen dunklen Verschlägen sitzen und so und dann, oder? Also es gibt offensichtlich so Klassiker und das Blech, ehrlich gesagt, wenn man so, keine Ahnung, da aus diesem Reiterstübchen drauf geguckt hat, ich fand es jetzt gar nicht so spektakulär oder furchteinflößend, aber es, ist schon lustig irgendwie zu sehen, was Pferde so erschrecken kann. Genau, also all das kann man in dem Video sehen. Du wirst vielleicht auch ein bisschen da noch was dazu sagen, was hat ganz gut funktioniert, was war irgendwie, wo ist vielleicht noch Luft nach oben. Und in diesem Sinne bedanken wir uns fürs Zuhören. Wir müssen früh ins Bett heute, weil morgen ja unser Jahresurlaub ansteht. Im Schwarzwald und in Rheinhessen, sagt man, bei einer Party. Und bei der Gelegenheit werden wir auch den Klecks-Boy besuchen. Und ja, man kann der Tochter von der neuen Besitzerin schon mal sagen, wenn es dumm läuft und mich die Sehnsucht packt, dann nehme ich ihn mit. Nein, wir nehmen ihn nicht mit. Tschüss. Danke fürs Zuhören. Tschüss.


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