Diese fünf Eselsbrücken wirken beim Reiten Wunder!

Die Jubiläumsfolge des Pferdepodcasts ist gerade erschienen: In Episode 10 („Geisterstimmen und Fantomas“) berichtet Jenny unter anderem über Eselsbrücken, die ihr im Training und im Dressurviereck enorm weitergeholfen haben.

Eselsbrücke 1: Scheinwerfer auf der Schulter

Bei dieser Eselsbrücke geht es um das Problem, dass manche Reiter Schwierigkeiten haben, ihren Körper in die Bewegungsrichtung des Pferdes zu drehen. Das ist nötig, um zum Beispiel gebogene Linien zu reiten. Ich hatte oft das Problem, dass Trainer gesagt haben: „Deine linke Schulter, Deine rechte Schulter, nimm die mal vor, nimm die mal zurück.“ Und ich war ganz durcheinander. Meine Eselsbrücke dazu lautet: Stell Dir vor, Du hast Scheinwerfer auf den Schultern sitzen und auf den Hüfthöckern.


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Stell Dir jetzt vor, Du musst die Strecke, die Du reiten willst, ausleuchten. Wie wenn Du mit dem Auto irgendwo hinfährst, musst Du den Weg, den Du reiten willst, ausleuchten. In dem Moment schaust Du automatisch dorthin, wo Du hinreiten willst. Und automatisch drehen sich Dein Oberkörper und Deine Schultern auch so mit, dass Du in die Bewegungsrichtung guckst und sitzt. Und Deine Beine legen sich automatisch in die richtige Stellung, um eine Volte oder einen Zirkel oder gebogene Linien korrekt zu reiten. Dazu kommt, dass Du mittig im Sattel sitzenbleibst und nicht verdrehst.

Eselsbrücke 2: Vorne gibt’s Geld

Diese Eselsbrücke habe ich dank Nixon entwickelt. Eine Trainerin sagte nämlich mal zu mir: Wenn Du in eine Prüfung reinreitest, dann siehst Du immer aus wie ein Kaninchen vor der Schlange. Das Pony, und Nixon als Hasenherz ganz besonders, merkt das sofort, dass Du nicht so wirklich weisst: Meinst Du es wirklich ernst? Willst Du da jetzt wirklich durchreiten? Deshalb habe ich mir angewöhnt: Ich reite aufs Viereck und habe den Gedanken: Vorne gibt’s Geld! Du sollst traben! Galoppieren! Und während der Prüfung habe ich immer den Gedanken: Vorwärts!

Das bewirkt, dass man sehr viel selbstbewusster auf dem Pferd sitzt. Man überlegt dann nicht mehr, klappt jetzt die nächste Lektion? Wenn man diesen Gedanken „vorwärts, vorwärts, vorwärts“ hat, dann reitet man sehr viel entschlossener. Gerade mit einem Pony wie Nixon, der ein Hasenherz hat und der sich immer vor unsichtbaren Geistern gruseln kann, ist es ganz wichtig, selbstbewusst auf das Pony zu wirken und entschlossen vorwärts zu reiten. Sobald er merkt, dass Du nicht wirklich willst und nicht wirklich reitest, lässt er Dich gnadenlos verhungern.

Eselsbrücke 3: Ziehharmonika

Das ist ein Tipp eines namhaften Trainers, Rolf Petruschke, den ich mir gemerkt habe. Dabei geht es um den Mitteltrab, der ja in den meisten Prüfungen durch die Diagonale geht. Dieser Weg ist weit, und Dir soll nicht die Puste ausgehen. Du stellst Dir also vor, Du sitzt auf einer Ziehharmonika, die Du langsam auseinanderziehst. Wichtig ist der Gedanke, die Sache langsam zu entwickeln, damit Dir das Pferd, die „Ziehharmonika“, nicht in der Mitte der Diagonalen verhungert und keine Kraft mehr hat bis zum Wechselpunkt durchzutraben.

Die Vorstellung ist also: Zusammenziehen in der Ecke, ab dem Wechselpunkt langsam auseinander lassen die Ziehharmonika, sodass Du ungefähr bei X am Höhepunkt bist und dann hältst Du den lauten Ton durch bis zum nächsten Wechselpunkt. Dann zieht sich die Ziehharmonika langsam wieder zusammen.

Diese Vorstellung hilft mir immer dabei, den Mitteltrab langsam zu entwickeln. Dann hast Du auch Schwung, die Hinterhand kommt mit – und das Pferd hält so lange durch wie es soll und die Kraft ist perfekt eingeteilt.


Du würdest dem Pferdepodcast gerne finanziell etwas Gutes tun? Das musst Du nicht. Nein, wirklich nicht. Du willst uns trotzdem gerne ein paar Euro zustecken, weil es ja auch technische Kosten gibt und Du magst unseren Podcast halt einfach gut leiden und wir sollen uns jetzt mal nicht so anstellen? Also gut, dann mach mal. Hier:


Eselsbrücke 4: Der Runterzieher

Der Runterzieher ist eine prima Sache für den perfekten Sitz und Schwung im Sattel. Ich gebe diesen Tipp manchmal Schülern, die sagen, sie können nicht sitzen und sie bekommen ihr Bein nicht runter. Der Gedanke ist, sich in solchen Fällen vorzustellen, dass man beim Traben die Fersen in den Boden schwingt, als zögen unsichtbare Gewichte daran. Das hat zur Folge, dass man viel besser sitzt und mitschwingt. Und man kann den Trab und auch den Mitteltrab aussitzen. Probiert es mal aus!

Eselsbrücke 5: Fantomas

Diese Eselsbrücke habe ich entwickelt als ich mal die Tendenz hatte, schief auf dem Pferd zu sitzen. Mein Trainer sagte: „Du sitzt rechts runter, Du sitzt links runter. Setz Dich doch mal gerade hin!“ Mir hat in diesem Fall die Vorstellung geholfen, das Pferd unter Dir wäre auf einmal weg. So wie Fantomas: Eben noch hier, jetzt aber auch schon wieder – in Luft aufgelöst. Wie landest Du dann auf Deinen Füßen? Dieser Gedanke hat mir geholfen, mich in der Mitte des Pferdes korrekt hinzusetzen.

Die Frage lautet also: Wenn Dein Pferd plötzlich wäre weg, landest Du dann gleichmäßig auf beiden Füßen? Probiert es aus. Mir hat es sehr geholfen.

 

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