
Die erste Schleife für Benny ist da – und sie fühlt sich fast ein bisschen wie ein Durchbruch an. In Folge 448 des Pferdepodcasts erzählt Jenny von Bennys Turnierwochenende und der ersten Platzierung des jungen Pferdes in einer Dressurpferde-A. Platz vier mit einer 6,74 – und das, obwohl Benny noch immer deutlich zeigt, wie spannend die Welt außerhalb des Vierecks für ihn ist.

Schweißtreibende Rettungsaktion im Pferdehänger
Zwischen fremden Pferden hinter jedem Busch, Blicken in alle Richtungen und der großen Herausforderung „Konzentrier dich bitte auf deinen Reiter“ zeigte Benny trotzdem seine Qualität: starke Grundgangarten, gute Momente im Viereck und vor allem Fortschritte im Vergleich zu den vorherigen Turnieren. Die Botschaft des Richters war klar: Tolles Pferd – jetzt muss nur noch die Ablenkbarkeit besser werden. Genau daran arbeitet Jenny ohnehin schon.
Fast noch spektakulärer wurde es nach der Prüfung: Benny schaffte es innerhalb weniger Sekunden im Hänger, sich komplett von Trense und Halfter zu befreien. Die Heimreise begann also mit einer schweißtreibenden Rettungsaktion direkt im Anhänger. Trotzdem bleibt das Fazit positiv: Es wird besser. Langsam, aber sichtbar.
Außerdem spricht Jenny über den zweiten Turnierstart mit AC/DC, der bei großer Hitze solide unterwegs war, aber ohne Schleife blieb. Und über allem schwebt weiterhin der große Ostsee-Umzug: Wohnungssuche, Pferdetransport und die Frage, wie sich drei Pferde und ein neues Leben an der Küste organisieren lassen.
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Hier geht’s zum vollständigen Transkript:
[0:16] Hallo, hier ist der Pferde-Podcast Folge 448, die vielleicht letzte Folge aller Zeiten, die du jemals im Schwarzwald aufnimmst. Kann das wohl sein? Nee, stimmt nicht. Die vorletzte. Die vorletzte? Ach, stimmt. Die letzte nehmen wir noch, bevor wir an die Ostsee abdüsen, nehmen wir noch die große Folge auf. So sieht es aus. Aber man kann, also man kommt mit den Fingern seiner Hände aus, um die Tage zu zählen. So beschreibt man das doch immer, dass irgendwas ganz, ganz nah rückt. Und ja, es rückt ganz, ganz nah. Das kann man mal so sagen. Du genießt den Schwarzwald auf der Zielgeraden in vollen Zügen.
[1:04] Während ich heldenhafterweise, so wie das früher war, so wie bei den Neandertalers, dass der Mann, der geht mit der Keule in den Wald und haut einem Reh auf den Kopf und schleift es mit nach Hause und sucht eine Wohnung. Also so muss man sich das vorstellen. Eine Höhle am Strand. Genau, eine Höhle am Strand. Du drehst die Kringels in den Dressurvierecken der Schwarzwälder Welt und ich geister an der Ostsee am Strand rum und suche uns eine Höhle. Genau, Ergebnis, es gibt noch keins. Pending. Aber wir sind der Hoffnung voll. Absolut, ja. Ja, ja, bitte alle Daumen drücken, muss man mal sagen. Wenn jetzt alle kollektiv einmal die Daumen drücken, weil wir haben da so eine Höhle, haben wir im Blick. Das wäre toll. Genau, wenn wir die Höhle kriegen, würde die wirklich toll. Ach dann, genau, das wäre super. Also alle einmal kollektiv Daumen drücken und dann klappt es bestimmt. Und Jenny, das ist natürlich, also das beschäftigt uns und ich ahne mal, vielleicht ist es ja auch so ein bisschen interessant für die Hörer das so nachzuvollziehen, ein bisschen mitzugehen auf diese Reise.
[2:22] Aber für all das, der Ostseeumzug, neuer Stall, neue Umgebung, wie funktioniert es mit dem Pferdetransport, wie blablub. Und vor allen Dingen, es ist ja nur die kleine Folge nach dem Wochenende, Zuschriften der Hörer. Eigentlich, also wir brechen mit allen Regeln. Es gibt eine Menge Zuschriften von Hörern, sehr niedliche, sehr interessante. Aber in dem Fall heute würden wir der Aktualität mal den Vorrang geben und so alles andere, was uns so im Herzen bewegt, vielleicht mal auf die nächste große Folge schieben, weil, und das haben unsere Hörer ja in der letzten Folge auch mitbekommen.
[3:03] Du warst an diesem Pfingstwochenende bei Turnieren unterwegs, beim Turnier unterwegs. Ich glaube, es war tatsächlich nur einmal, wegen Wetter und Staugefahr hast du es eingedampft. Zweimal war ich auf dem Turnier. Genau, stimmt. Zweimal warst du auf dem Turnier. Und das ist ja immer, also das hatten wir ja auch schon quasi angekündigt. Und dann ist so, mein Gefühl ist unser Gefühl, ist es ja auch ganz schön, wenn man dann sozusagen in der nächsten Folge immer die Quittung nachreicht. Was ist denn jetzt dabei rausgekommen? Hat es geklappt und so weiter? Du hattest ja auch gesagt, genau, ich habe es jetzt auch wieder präsent. Ein Tag, zwei Turnierstarts. Du hast auf den Freitag verzichtet, staureichster Tag des Jahres und so. Und dann am Pfingstsamstag, da warst du aber im Einsatz. Du hattest gesagt, ich gucke mir das mal an, ob das reicht tatsächlich und klappt, mit zwei Pferden unterwegs zu sein, weil zwei Starts, zwei verschiedene Turniere zweimal hin und her fahren auch. Das war so ein bisschen die Problematik, richtig? Genau. Ja, genau. Und man kann sagen, das hat alles geklappt.
[4:12] Und Trommelwirbel. Ich glaube, ich habe jetzt im Klimperkasten keinen, ich weiß gar nicht, habe ich einen Trommelwirbel, müsste ich jetzt suchen. Aber wenn ich einen hätte, man möge sich den jetzt bitte vorstellen, den Trommelwirbel, Tusch, Manni, fiedelt sich die Seele aus dem Leib, Es ist Schleifenpremiere für Benni. Das ist auch der Folgentitel. Schleifenpremiere für Benni. Ist es denn zu glauben, mit dem Viech ist ja doch was anzufangen? Erzählen.
[4:43] Dressurpferde, ah, ja, also es war sogar dieses Mal bei der Hinfahrt gar nicht so anstrengend. Also ich habe nicht wieder den Fehler gemacht und bin ihn nackig gefahren, sondern ich habe ihn komplett angezogen, habe mich komplett angezogen. Also alles bis auf den Helm und die Handschuhe hatte ich schon an und Benni war gesattelt und getrenzt, half der drüber rein in den Hänger losfahren, sodass ich wirklich da ankam und direkt ausladen, Helm anziehen, Handschuhe anziehen, draufsetzen. Das ist immer das allerbeste. Und ich war just in time, also das war perfekt, auch vom Timing. Dressurpferde A, 10.30 Uhr ging es, glaube ich, los. Zehn nach zehn saß ich auf dem Pferd und bin dann so langsam Richtung Dressurviereck geritten. Und ich war, glaube ich, vierte Starterin. Wir durften auch vorher auf das Viereck. Er war mega aufgeregt. Und als wir dann auf diesen Reitplatz kamen, Dressurferd, die anderen Pferde, es war hinter jedem Busch ein anderes Pferd, das war wieder sehr klotzig, sehr viel zu gucken für ihn. Also er wusste gar nicht, wo er zuerst hingucken soll, aber er bleibt ja trotz allem immer brav. Also er ist nicht so, dass er dann kopflos wird oder so, er spannt sich nur einfach an, reißt den Kopf hoch und will einfach da hingucken. Und das ist ja genau das, wo wir jetzt dran arbeiten, dass er einfach sich auf mich konzentrieren muss. Aber natürlich geht es nicht von heute auf morgen. Das ist eine lange Übungssache. Ich muss ihn immer wieder zur Ordnung rufen und sagen, du bleibst hier, du konzentrierst dich auf mich, klappt mal mehr, mal weniger gut.
[6:13] Wir haben dann abgeritten. Es war auch wirklich alles okay. Also er hat immer mal wieder sich rausgehoben, immer mal wieder geklotzt. Es war noch nicht so beständig, aber er hat sich schon besser angefühlt noch als auf dem letzten Turnier. Also da war er wesentlich angespannter. Wir waren weit weg von Gelassenheit, aber es war schon besser. Also wir machen so kleine Schritte. Und in der Prüfung selber, das war die Tresurpferde auf 60 Meter, kommt ihm natürlich sehr entgegen.
[6:42] Also es war ganz okay, sage ich mal. Also er konnte schon zeigen, dass er eine gute Qualität hat im Trab und im Galopp. Er hat sich ein paar Mal rausgehoben, weil auf dem Platz nebenan, der ist so ein bisschen hinter den Büschen, wenn da ein Pferd vorbeigeritten ist und wir waren gerade an der kurzen Seite, dann hat er den Kopf hochgerissen, hat da hingeguckt. Das ist natürlich, das drückt natürlich alles die Durchlässigkeitsnote. Das war mir schon klar, aber ich bin einfach weitergeritten. Ruhig bleiben, weiter reiten. Gar nicht beirren lassen, nicht an ihm rumzerren oder so. Und wir sind die Prüfung dann auch durchgeritten. Wir konnten ein paar wirklich gute Reprisen zeigen. Also Mittelgalopp war wirklich super.
[7:23] Mitteltrab habe ich mich nicht so viel getraut, weil er mir da ganz gerne nochmal angaloppiert. Dann habe ich da eher so ein bisschen ohne Risiko, bin ich durch diese 60 Meter Diagonale. Aber es war alles, alles in allem war es wirklich okay. Der Schritt war leider ein bisschen gezackelt. Durch dieses Rausheben und Gucken und nervös sein kann er natürlich nicht zeigen, was für einen fantastischen Schritt er hat. Also normalerweise hat er einen Schritt für eine neun, aber wenn er natürlich angespannt ist, nicht fallen lässt, nicht loslässt, dann ist das ein Schritt für eine 6,5 oder nee, das hatten wir, ich glaube eine 6,7 auf den Schritt. Ja.
[7:59] In der Gesamtnote, es gab einzelne Noten auf die Grundgangarten, auf die Durchlässigkeit, auf den Gesamteindruck. Wir hatten mehrfach die 7 vorm Komma und die Durchlässigkeitsnote hat uns natürlich nach unten gedrückt. Da gab es nur eine 6,0, völlig gerechtfertigt. Aber das hat uns das ganze Ergebnis ein bisschen in den Keller gebracht. Aber wir waren trotzdem mit insgesamt, glaube ich, 6,74 noch Vierte. Das war total toll, die erste Schleife für Benni. Und der Richter hat auch noch ein paar Sätze zu mir gesagt bei der Siegerehrung. Tolles Pferd, gute Qualität, aber das müssen sie in den Griff kriegen, dass der nicht so viel klotzt. Der muss lernen, sich auf den Reiter zu konzentrieren. Ja, danke für den Tipp. Ich weiß, ich arbeite gerade dran und versuche ihn wirklich dahin zu kriegen, dass er sich nicht mehr von jedem kleinen Pups ablenken lässt. Aber insgesamt war ich super zufrieden. Das war dann… Natürlich auch für Benni total viel. Nach mir kamen noch zwei Starter, es waren insgesamt nur sechs Starter, glaube ich.
[9:06] Nach mir kamen noch zwei Starter, ich bin aber nicht abgestiegen, weil ich weiß, wenn ich absteige, vom Boden aus ist er mega schwer zu handeln. Und dann dachte ich, wenn ich jetzt wirklich platziert bin, muss ich da wieder drauf. Ich habe keine Chance, da wieder drauf zu kommen, weil der dann nicht stehen bleibt. Und dann war der natürlich, ich saß dann relativ lange auf dem Pferd, auch nach der Siegerehrung noch, da war der natürlich durch. Und dann nach müde komplett und da war die Heimfahrt echt anstrengend. Also ich habe ihn verladen. Er hat sich im Hänger komplett die Trense und das Halfter ausgezogen, vom Kopf gezogen. Wie er das geschafft hat, weiß ich nicht. Dann musste ich ihm natürlich alles wieder anziehen. War wirklich also ein Trabseilakt, weil ich komme dann nicht mehr ran an das Pferd. Und ich kann ihn ja auch nicht ausladen, weil er nichts anhat. Also muss ich in den Hänger und muss ihm im Hänger Trense und Halfter wieder anziehen. Also es war schon, ich war nass geschwitzt. Ich war wirklich fix und alle. Adrenalin 1000. Dann hatte ich ihn wieder angezogen, angebunden, Klappe zu, sofort nach Hause fahren. Und ich war dann froh, als wir wieder daheim waren. Aber er war insgesamt…
[10:10] Besser zu handeln als noch auf dem Turnier vorher. Also da warst du ja auch dabei. Da war es doppelt so schlimm als jetzt beim letzten Turnier. Ich habe die Hoffnung, dass das alles bis nächstes Jahr sich vielleicht wirklich so beruhigt hat, dass man mit dem ganz normal aufs Turnier fahren kann, ihn dort fertig machen, ihn reiten kann und wieder nach Hause fahren. Also das lässt mich wirklich hoffen, dass es von Turnier zu Turnier besser wird. Ich meine, also dieser Wertungsrichter hat natürlich weise Worte gelassen ausgesprochen. Absolut, ja. Was er ja nicht wissen konnte, ist, dass es schon eine Entwicklung zum Besseren hingibt. Und dass du das natürlich überraschenderweise auch schon original wusstest, was er da zu sagen hat. Hilf mir noch mal ganz kurz mit dem Timing.
[10:56] Wann hat er sich diese Trense und das alles da vom Kopf gezogen? Das war noch auf dem Turniergelände. Ich habe es jetzt so verstanden, er hat das auf der Heimfahrt im Hänger gemacht. Nee, ich war noch auf dem Turniergelände. Ich habe ihn in den Hänger verladen und habe hinten zugemacht. Und in der Zeit hat er sich komplett ausgezogen. Da hatte ich vorne aber noch nicht zu. Und dann stand er halt nackig da drin. Jetzt kann ich ihn natürlich nicht wieder ausladen, um ihm da alles wieder anzuziehen, weil er hat ja nichts an. Er steht ja quasi nackt im Hänger. Also muss ich da reinklettern und muss das im Hänger machen, ihn wieder anziehen und anbinden. Weil unangebunden würde ich ihn nicht fahren. Das ist zu gefährlich. Also wenn der da, keine Ahnung, auf die Idee kommt, sich hinzulegen oder sich zu wälzen oder was auch immer. Und man muss ihn dann wirklich rausholen. Also man muss ihn dann rausholen, dann hat man ja gar keine Chance, wenn dann irgendwas passiert. Ich verstehe schon, aber dann hat er sich ja innerhalb kürzester Zeit sozusagen rein in den Hänger und sofort ramba zamba. Das muss ja die Hölle gewesen sein. In fünf Sekunden. In fünf Sekunden hat er das. Also ich habe wirklich nur hinten die Tür zugemacht, dann hat es vorne gebollert. Dann dachte ich, was macht der denn da schon wieder? Und dann komme ich vorne hin und sage, okay, das hat er gemacht.
[12:05] Du Scheiße, irre. Ja, alles klar, weil ich war jetzt gerade gedanklich so, weil du sagtest, auf der Heimfahrt, das war schlimm. Dann dachte ich, also und auch das ist ja nicht so ganz ohne, dass ihr schon zu Hause wart am Stall und er ist nackig. Auch da kannst du ihn ja nicht am Stall einfach so Klappe auf und er wird dann schon heim ins Reich gehen, sondern wenn man da Pech hat und der galoppiert los, dann ist er auf der A5, das ist ja nah an der Autobahn und so. Aber okay, dann ist das alles noch auf dem Turniergelände passiert. Krass. Genau, ja. Was ja auch auf dem Turniergelände passiert ist, du hast es auch erzählt, ist die Ehrenrunde gewesen. Und da hattest du, du hattest es so in deinem persönlichen WhatsApp-Status und so gepostet und hast dann auch so dazu geschrieben, vor der Ehrenrunde hattest du auch Manschetten.
[12:52] Absolut, ja. Und aber das hat dann ganz gut funktioniert offensichtlich, ne? Total brav. Also wir waren, die Dritte wurde und ich, wir haben uns noch so ein bisschen unterhalten, als wir da noch standen und dann sagte sie, oh, ich habe Angst vor der Ehrenrunde. Ich auch. Wollen wir nur traben? Ja, ja, lass uns nur traben. Und dann war Benni aber so brav, dass ich dann doch galoppieren konnte und dann bin ich angaloppiert und dann bin dann ihr vorbeigaloppiert und gesagt, wir können doch galoppieren. Und Ira war, glaube ich, auch ganz brav bis zur letzten Kurve. Und da ist ihr Pferd dann ausgeflippt und hat dann da so ein bisschen rumgebockt. Aber Benni hat sich nicht anstecken lassen. Der war wirklich total brav. Und meine Schwester hat gesagt, wenn er das kann, kann er auch am Strand galoppieren. Davor habe ich ja auch ein bisschen Angst. So nämlich. Da geht es doch dann immer wieder gedanklich doch zurück an die Ostsee, bevor wir uns auch podcastmäßig dann den Blick mit den nächsten Folgen da noch intensiver drauf richten. Umzug und so, das wird ja auch alles eine Herausforderung. Drei Pferde da hoch zu transportieren, klappt das alles? Also ehrlich gesagt würde man sich wünschen, man könnte so einen Time-Switch machen und es würde einfach bumm machen und es wäre alles schon gut über die Bühne gegangen. Bevor wir uns also darauf konzentrieren, lass uns noch ganz kurz, und das glaube ich können wir dann vielleicht auch ganz kurz machen, auf den zweiten Turnierstart schauen.
[14:15] ACDC, da hattest du ja gesagt, dass der, wenn du die Wahl jetzt gehabt hättest, mit Benni oder mit ACDC starten, dann hättest du ACDC genommen, wenn du dich hättest entscheiden müssen. Es hat ja beides funktioniert, war auch ein langer, anstrengender Tag dann demzufolge für dich. Ihr seid auch gestartet, alles gut soweit, aber es gab keine Schleife. Erzähl kurz. Nee, also die Prüfung wurde eine Stunde nach hinten geschoben. Es waren gefühlte 38 Grad.
[14:44] Wir waren pünktlich da, Prüfungsbeginn war geplant 15 Uhr und irgendwie so eine halbe Stunde vorher kriegt man so eine Push. Da war ich aber schon unterwegs, dass die Prüfung eine Stunde nach hinten gelegt wird. Und das ist natürlich immer doof, wenn man dann da rumsteht und wartet. Und es ist wirklich mega heiß. Also es gab da auch keinen Schattenplatz auf dem Parkplatz. Also es war wirklich anstrengend. Es war auch für AC anstrengend, da im Hänger rumzustehen und in der Sonne quasi zu brutzeln.
[15:13] Und das war dann irgendwie schon, das fing schon so ein bisschen schräg an. Und ich habe dann so noch ein bisschen die Zeit totgeschlagen und habe noch so ein bisschen rumgehockt auf dem Turnier, bis die Prüfung dann begonnen hat. Und ich bin nicht so lange abgeritten, weil ich die Gegebenheiten dort kenne. Da ist der Boden immer relativ tief. Und dann weiß ich, wenn ich da zu lange reite, dann ist die Luft raus bei AC. Und dann auch noch bei so einer Hitze. Also man darf auch nicht vergessen, Letzte Woche hatten wir hier drei Grad. Also wir haben oben auf dem Berg gehockt und hatten die Winterjacken an. Und jetzt auf einmal sind es 30 Grad mehr. Also das ist auch für die Pferde wirklich eine Herausforderung. Für die Hunde auch. Dieser Temperaturumschwung in so kurzer Zeit. Und man hat es AC auch angemerkt. Also das hat ihn furchtbar angestrengt. Der hat seine Sache super gut gemacht. Er ist da wirklich ordentlich durchgelaufen. Es war eine Dressur Reiter M. Aber es war jetzt nicht… Sehr ausdrucksstark. Also er war, ich glaube, er hat einfach, ja, diese Hausfrauen-Sex-Note gab es dann, weil es einfach, glaube ich, auch ein bisschen langweilig war. Also es gab keine Höhepunkte in der Prüfung. Er hat es super toll gemacht, er hat es alles ganz brav gemacht, aber brav reicht halt nicht für eine Schleife. und das ist auch okay, also ich habe damit auch jetzt nicht irgendwie gehadert oder so oder war nicht einverstanden mit den Wertungsrichtern, wie sie den Ritt beurteilt haben. Ich war da schon dabei und dachte so, ich glaube, das war jetzt heute nicht so der Burner.
[16:41] Aber das hatte natürlich auch den Vorteil, ich musste nicht mehr warten, bis alle anderen gestartet sind. Wir konnten nach Hause fahren und das war auch okay. Also wir waren, glaube ich, insgesamt dann Zehnte von knapp 20 Stadern, also damit kann ich auch wirklich gut leben.
[16:55] Und dann habe ich aber beschlossen, bei dieser Hitze tiefer Boden nachmittags um 16.30 Uhr wäre die Prüfung am Sonntag gewesen und heute um 12 Uhr, heute sollen es 34 Grad werden. Deswegen habe ich die beiden Termine gecancelt und ich war also sonntags nicht mehr und Montag auch nicht mehr, weil das war mir einfach dann zu heiß. Auch für mich, also auch mich schlaucht dieses Wetter total und ich habe dann keine Lust mehr zu reiten, klatschnass zu sein und das Pony tut sich wirklich schwer, bei solchen Temperaturen Höchstleistung zu bringen. Ich habe ja gerade in deinen Redefluss reingemurmelt, du hast glaube ich gar nicht gehört, weil wir remote aufnehmen, ich bin ja in Berlin, es ist anstrengend für die Hunde auch. Ja. Unser armer alter Hund tut sich schwer gerade. Aber die hat sich jetzt draußen in die Sonne gelegt, also wo ich dann so denke, okay, ihr macht die Sonne nichts aus. Sie liegt da draußen und hechtelt. Ich sehe sie von hier und denke, komm doch rein, es ist doch viel kühler hier drin. Okay, jeder hat seine eigene Meise, auch unser Hund. Aber du hast schon gesagt, dieser Temperaturumschwung und so hat ihr auch sehr zu schaffen gemacht. Aber wir sind ja der Pferde-Podcast und nicht der Hunde-Podcast. Deshalb das nur am Rande. Wir freuen uns über die erste Schleife für Benni. Ist ja irgendwie auch ein gutes Gefühl, wenn der Knoten so ein bisschen platzt, wenn eine Entwicklung, wenn auch langsam, aber doch immerhin in die richtige Richtung zu sehen ist.
[18:23] Und irgendwie, dass der Qualität hat, das wussten wir ja schon vorher. Aber es muss halt auch so klappen und man, also so ein bisschen Boden unter die Füße kriegst du jetzt und das ist doch ein geiles Gefühl einfach. Ja, total. Also auch so, dass der Erfolg mir dann auch recht gibt, dass ich so, wie ich es mache, nicht ganz falsch bin und ihm genügend Zeit lasse. Und ich habe jetzt auch beschlossen, dieses Jahr, seine Turniersaison ist beendet. Und aus dem Grund, weil ich glaube nicht, dass der nächstes Jahr schon Dressurpferde 11 fertig ist. Und dann habe ich nächstes Jahr gar keine Chance zu reiten, weil in den A-Tressuren darf ich nicht starten. Wir hatten es ja in der letzten Sendung schon davon.
[19:04] Und dann hätte ich nächstes Jahr wirklich nur die Möglichkeit, außer Konkurrenz auf irgendwelchen A-Tressuren zu reiten. Und außer Konkurrenz, da muss ich mich in die Turnierklamotten schaffen und muss Geld bezahlen. Und da habe ich eigentlich keine Lust dazu. Es gibt noch nicht mal ein Protokoll, wenn man außer Konkurrenz startet. Also man darf da einfach mitreiten, aber es gibt auch keine Bewertung oder so. Dann kann ich auch einfach zum Training auswärts irgendwo hinfahren, um ihn da an diese fremde Umgebung zu gewöhnen. Und deswegen habe ich gesagt, ich glaube, dieses Jahr ist seine Turniersaison beendet. Außer es packt mich nochmal, wo ich sage, scheiß doch der Hund drauf, der wird jetzt so gut und der kann nächstes Jahr Dressurpferde L gehen. Dann würde ich auch nochmal Dressurpferde A reiten dieses Jahr. Aber wenn er noch eine Platzierung holt in der Dressurpferde A, dann darf er ja nächstes Jahr nicht mehr gehen. Dann bist du quasi gezwungen zu der nächsthöheren Klasse und das will vorher dann tatsächlich gut überlegt sein. Also, ja, keine Ahnung, frag doch mal die Pia, die sagt wahrscheinlich, lass L aus, der reit und nächstes Jahr geht er gleich in die M, weißt du, so würde sie es wahrscheinlich machen. Scheiß einfache Wechsel. Genau, Pia hat uns auch eine sehr lustige Nachricht geschrieben, aber das besprechen wir dann alles in der großen Folge. Jenny, wir lassen es mal gut sein für heute.
[20:22] Schleifenpremiere für Benni. Total cool. Wir bedanken uns fürs Zuhören. Das war der kleine Pferde-Podcast nach dem Wochenende. Wir tauchen jetzt ein in diesen Umzugsfiebertunnel. Wir suchen uns eine Höhle. Und wir haben uns aber vorgenommen, trotzdem weiter zu podcasten. Und wir hören uns also im gewohnten Rhythmus wieder. Macht’s gut. Tschüss. Tschüss.
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