
Manchmal entstehen die besten Ideen aus einer Notlösung. Seit Jennys Pferde bereits an der Ostsee stehen, ihre Reitschülerinnen aber weiter im Schwarzwald sind, stellte sich die Frage: Muss der Unterricht jetzt zwangsläufig enden? Die Antwort überrascht – und zeigt, wie einfach moderne Technik den Pferdealltag verändern kann.
Unser Werbepartner in dieser Folge: Annimally
Zum Werbepartner dieser Folge – Annimally – geht es hier entlang.
Der Rabattcode für das in der Folge erwähnte Produkt lautet „derpferdepodcast15„.

Welche Grenzen hat der Online-Unterricht?
In dieser Folge des Pferdepodcasts berichten Jenny und Chris von ihrer ersten Online-Reitstunde. Ohne teure Spezialtechnik, ohne komplizierte Software und mit deutlich weniger Aufwand als gedacht. Was zunächst nach einem Experiment klang, entwickelte sich schnell zu einer echten Alternative für Unterricht über größere Entfernungen.
Dabei geht es nicht nur um die technischen Möglichkeiten, sondern auch um die Frage, was guten Reitunterricht eigentlich ausmacht. Kann eine Trainerin Bewegungen, Sitz und Hilfengebung über eine Kamera genauso beurteilen? Wo liegen die Grenzen – und welche überraschenden Vorteile ergeben sich sogar daraus?
Außerdem sprechen Jenny und Chris über die besondere Stimmung kurz vor dem endgültigen Umzug an die Ostsee. Wenn Pferde, Alltag und Gewohnheiten plötzlich fehlen, wird deutlich, wie eng das eigene Leben mit den Vierbeinern verbunden ist. Eine Folge über Abschiede, Neuanfänge und die Frage, wie man auch über viele Kilometer hinweg verbunden bleiben kann.
Hören kannst Du den Pferdepodcast auf allen großen Podcast-Plattformen. Klicke auf diesen Button, um die aktuelle Folge bei iTunes beziehungsweise ApplePodcasts zu starten:
Hier hörst Du uns bei YouTube Music:

Du findest uns aber auch zum Beispiel bei Spotify, Deezer, Podcast.de oder TuneIn. Auch Dein Alexa-Gerät sollte den Pferdepodcast kennen. Probier’s mal aus. Oder starte das Video bei YouTube:
Den Pferdepodcast unterstützen – das geht jetzt auch per PayPal:

CampfireFM: Bring den Pferdepodcast ans Lagerfeuer
Und dann haben wir noch eine Bitte in eigener Sache: 👉 Wenn ihr den Pferdepodcast unterstützen wollt, helft uns beim Onboarding bei CampfireFM – das bringt unsere Community einen großen Schritt nach vorne. Die neue App ist ein großartiger Podcast-Play und bietet darüber hinaus grandiose Möglichkeiten, sich als Community auszutauschen und zu interagieren. CampfireFM würde den Pferdepodcast gerne ans digitale Lagerfeuer holen, möchte aber zunächst checken, ob unsere Hörerinnen und Hörer diese Vorfreude teilen. Helft uns deshalb bitte mit eurem Klick, dieses Signal zu senden!
📲 **So erreichst du uns!**
Ihr könnt uns auf allen gängigen Social-Media-Plattformen, per E-Mail oder über verschiedene Messenger erreichen. Alle Wege zu uns findet ihr hier. Bleibt dran und teilt uns eure Gedanken mit – wir freuen uns auf eure Nachrichten und Kommentare! 🐴❤️ #Pferdepodcast #Turnierreiterei #Freizeitreiter #Pferdegesundheit #Pferdezähne #PodcastCommunity #Lieblingsviecher
Du magst unseren Podcast? Dann schau gerne auch in unserem Shop vorbei. Du hast eine ältere Folge verpasst oder möchtest gerne noch mal was nachhören? Kein Problem. Schau einfach in unserem Archiv vorbei.
Hier geht’s zum vollständigen Transkript:
[0:00] Hallo, hier ist der Pferde-Podcast, Folge 454, Transparenzhinweis. Es ist der dritte Anlauf, dass wir anfangen, diese Folge aufzunehmen. Und der Grund bin ich, also Schuld bin ich. Weil du immer wieder in Tränen ausbrichst, schluchst.
[0:20] Ich bin stammelig unterwegs, ich habe meine Gedanken nicht beieinander. Und die Situation ist, um das jetzt mal vorsichtig auszudrücken, emotional aufgeladen. Und noch ein Transparenzhinweis. Wir haben ja jetzt häufiger schon in diesem Podcast thematisiert unser Umzug vom Schwarzwald an die Ostsee, die Pferde, die schon da sind, wir in der Ferienhöhle und bald dann auch so richtig. Aber es gibt ja so diese Augenblicke, wo einem so klar wird, das ist jetzt erstmal so, es ist jetzt sozusagen ein Lebensabschnitt geht zu Ende, Ein Kapitel ist ausgelesen und man schlägt die Seite um und ein neues Kapitel wird aufgeschlagen. Jetzt werde ich hier gerade noch literarisch-philosophisch. Jenny verdreht schon die Augen und denkt sich, oh Gott, oh Gott, was habe ich hier für einen Luschi am Start? Ist es das, was du denkst? Echt so. Und vor allem zwingt uns ja keiner. Es ist ja jetzt nicht so, dass jemand gesagt hätte, ihr müsst das jetzt machen. Wir machen das ja alles freiwillig. Es sind aber trotzdem schon Tränen geflossen und das waren nicht Jennys. Und der Hund, können Hunde weinen eigentlich? Nee, ne? Jenny, deshalb, wir müssen schnell über irgendwas anderes reden. Das ist so ein bisschen unser finales Gastspiel, bevor der Möbelwagen kommt, im Schwarzwald. Deshalb bin ich, also ich bin hier das Weichei in unserer Beziehung und du bist…
[1:48] Der harte Knochen, Jenny Grins. Nee, aber man muss ja gewisse Dinge einfach tun. Und wir haben jetzt das quasi vorletzte Wochenende in unserer Wohnung im Schwarzwald mit Blick auf die Berge. Das tut schon ein bisschen weh, weil es wirklich, das ist schon sehr schön hier. Also an der Ostsee ist es auch schön.
[2:09] Jetzt komm, wir quatschen über Pferde und nicht über uns. So sieht es aus. Themenwechsel. Knopf, den ich hier gerade nicht habe. Es heilt auch so ein bisschen. Die Wohnung ist so leer. Ja, ich komme immer wieder darauf zurück, wie traurig das dann doch alles ist, auf eine Art. Nein, wir reden über ganz was anderes. Es haben sich wie immer einige Themen angesammelt, über die wir sprechen können. Wir greifen uns in der kleinen Folge ja immer nur so einen Teilaspekt raus. Das ist wie so ein Lebenszeichen zu verstehen. Aber du hast eben gerade schon das Stichwort gesagt, auch im Norden gibt es Haflinger Turniere. Eins und das ist schon wieder abgesagt. Da können wir in der großen Folge drüber reden. Padenstedt heißt das, glaube ich, oder? Genau, da hatte ich ja schon genannt und wollte auch ein kleines Spring reiten, weil die Haflinge-Turnierveranstalter haben ja immer so Haflinge-gerechte Höhen. Und dann dachte ich, oh, das kann ich auch, 50 Zentimeter, das schaffe ich, einen ganzen Parcours habe ich ja schon mal gemacht. Und da habe ich mich echt gefreut auf das kleine Springen und jetzt sagen die das Turnier ab. Echt so, Idioten, Mann. Oh Mann, und das im Watt, das gibt es aber noch, oder? Aber da muss man irgendwie ein Jahr vorher sich anmelden, hast es schon mal erzählt in der großen Folge. Also du wirst es rausfinden, an welchem Strand du mit Hufflinger ACDC da irgendwo an den Start gehen kannst. Wir haben uns als ein Thema für diese kleine Folge wirklich mal eine Kleinigkeit rausgepickt, die ich aber ganz interessant finde.
[3:32] Die Mädels vom Berg, denen gibst du ja Dressurunterricht und Dressurstunden und wir sind ja jetzt schon seit dieser Umzug, der wird ja schon seit einigen Wochen vorbereitet, wir sind da schon und es gibt die ein oder andere Schülerin.
[3:46] Die den Wunsch geäußert hat, dass sie weiter bei dir gerne reiten möchte. Es gibt sogar eine Schülerin, die sagt, die möchte nur noch bei der Jenny reiten. Also die waren schon alle sehr traurig und haben dann auch, wir haben dann überlegt, wie könnten wir das machen? Naja, schöne neue Welt, wir können es online machen. Und wir hatten letzte Woche Premiere und haben die erste Dressurstunde online gemacht. Ging wunderbar, auf dem Berg hat es geschüttet ohne Ende und ich dachte so, ich sitze hier, in der Ferienhöhle auf der Couch, gucke raus, die Sonne scheint, tolles Wetter und sehe dann nur so auf der Kamera, okay, bei euch regnet es kaputzen an. Sturm, Kopf nach unten und dann dachte ich noch so, das Pony hat heute aber eine schöne Anlehnung und dann sagte dann die Mami, es regnet auch, da macht er den Kopf nicht hoch. Alles klar, okay. Okay, wir lernen. Also perfekte Pony-Anlehnung, Kopf nicht hoch. Öfter mal bei Regenreiten. Also das ist schon mal das erste Learning, was man mitnehmen kann aus dieser kleinen Folge. Und in der Tat ist es ja so ein bisschen verkehrte Welt. Ich glaube, es wird auch häufiger die Konstellation geben, dass es da bei uns im Norden an der Ostsee schütten wird. Und hier im Schwarzwald ist das schönste Wetter, ist ja eigentlich der normalere Fall. Weil Online-Training, jetzt hast du gesagt, tolle neue Welt, wir machen das einfach.
[5:05] Aber eigentlich ganz so einfach, hätte ich jetzt gedacht, ist es ja gar nicht, aber wir stellen fest, doch es ist eigentlich relativ einfach zu bewerkstelligen.
[5:14] Als die Frage an dich herangetragen wurde, hattest du das ja so weitergegeben. Weißt du, was man da technisch so braucht? Ich habe ein bisschen gegoogelt und da gibt es dann die verschiedensten technischen Lösungen. Der Pivo, da ist Pivo, heißt das System, da ist immer wieder die Rede davon, das sollte man haben. Ein Gimbal war dann auch die Frage. Das ist so ein Selfie-Stick, kann man sagen, aber super modern mit irgendwie eingebautem Motor, wo man das Handy reinhängt. So ein Ding habe ich ja auch für unsere Videoaufnahmen so ein bisschen von DJI, so heißt die Firma. Und ich habe das dann mal so alles weitergegeben, meine Rechercheergebnisse und wir hatten ja eigentlich gar keine Erfahrungen damit. Und ihr habt aber dann irgendwie eine Lösung gefunden, die viel, viel, viel, viel einfacher ist. Und ich finde es einfach mal ganz spannend. Vielleicht kannst du einfach mal sagen, wie habt ihr es denn gemacht? Also es gibt weder ein Pivot-System, noch gibt es einen Gimbal, noch gibt es sonst irgendwie was. Was man braucht, ist so ein bisschen menschliches Personal. Also eine Mama, die das Handy hält. Also das muss man sagen. Aber das reicht dann im Prinzip auch schon. Also man braucht das Pferd, die Reiterin und man braucht eine Mama oder sonst irgendwie ein Helferlein, das das Handy hält. Und dann, also wie habt ihr es gemacht? Vielleicht beschreibst du das einfach mal, wie das dann ging, dass du in der Ferienhöhle sitzen konntest, im Trockenen.
[6:37] Mit deinem Handy vor der Nase, wenn ich es richtig verstehe und auf dem Berg, da hat sich dann die Reitschülerin durch den Regen gefräst. Wie habt ihr es gemacht? Also ich hatte kein Handy, sondern ich hatte das iPad, um auch das Bild ein bisschen größer zu haben und auch wirklich gut zu erkennen, was die Schülerin da auf dem Pony macht. Genau und die Mama stand in der Mitte und hat gefilmt, weil noch kein technisches Equipment da war und wir wollten dann mal gucken, wie funktioniert es denn, wenn einfach nur Handy da ist, WLAN ist ja oben auf dem Berg, ich habe WLAN in der Ferienhöhle.
[7:10] Und dann einfach per WhatsApp Anruf, Kamera drehen, Mami filmt. Die Schülerin hat die Bluetooth-Kopfhörer in den Ohren und hört mich natürlich. Und dann reit los. Und ich sage dir, mach so, mach so, mach so. Hat super funktioniert. Also die Verbindung war auch gut, sehr stabil. Wir hatten keine Unterbrechung. Ich konnte gut erkennen, was die Schülerin geritten ist und konnte sie gut anleiten. Also es hat prima funktioniert. Alle waren zufrieden und es war wirklich einfach. Also über WhatsApp geht es super gut und hat funktioniert, ohne große technische Hilfsmittel. Natürlich ist es viel besser, wenn man einen Gimbal hat oder so und das Handy da einfach einstecken kann und der einen verfolgt. dann braucht man nicht unbedingt einen Filmer, weil nicht jeder hat immer einen Filmer dabei. Man muss immer zu zweit sein, wenn man kein technisches Equipment hat, weil immer einer da sein muss, der das Handy hält zum Filmen. Und das kann man halt umgehen, wenn man sagt, okay, wir machen das jetzt öfter, wir kaufen uns so ein Ding.
[8:09] Und es gibt ja mittlerweile auch die Gimbals, die so funktionieren wie der Pivo, die einen verfolgen. Man stellt es ein und das Handy verfolgt einen dann einfach. Aber mit dem Pivo sind wir ja irgendwie alle auf Kriegsfuß. Also ich habe ja auch einen. Ich habe ihn nie zum Laufen gekriegt, das hat nie funktioniert. Der hat mich immer wieder verloren. Also das ist, mit dem Pivot ist es so, dass es wirklich die Umgebung muss wirklich perfekt sein. Wenn ich zum Beispiel ein blondes Pferd auf Sandboden habe, dann verliert er mich, weil der dann nicht mehr erkennen kann, okay, ist das Pferd jetzt noch da oder nicht? Wenn ich ein schwarzes Pferd auf hellem Boden habe, dann geht das. Aber wenn ich ein helles Pferd auf hellem Boden habe, ist es immer schwierig. Das waren immer so die Dinge, wo ich so gesagt habe, das funktioniert nicht. Ich kann das nicht. Ich habe allerdings auch einen Pivo der, ich glaube, der noch der ersten oder zweiten Generation, der ist schon ein paar Jahre alt. Die sind mit Sicherheit inzwischen viel, viel weiter ausgereift und wahrscheinlich passieren solche Dinge heute nicht mehr bei den modernen Pivo-Geräten.
[9:09] Dann aber nochmal ganz kurz, ihr habt die WhatsApp-App, die hast du dir einfach aufs iPad gezogen. Das kann man ja recht easy machen mit so einem QR-Code, also das einfach mal googeln. Man kann sich ja auch WhatsApp zum Beispiel auf den Desktop-Rechner legen, also das ist ja kein Problem. Ich weiß nicht, wie gängig das und wie bekannt das vor allen Dingen ist, aber das kann man auf jeden Fall machen. Interessant finde ich ja, dass du sagst, es gibt jetzt keine technische Verzögerung, was den Ton angeht, Weil, ich sag mal so, Dinge, die du dann auf deinem Bildschirm siehst und dann darauf reagierst und sagst, mach jetzt mal so und so. Beim Reiten kommt es ja schon auch darauf an, dass die Kommandos dann relativ zeitnah ankommen. Aber da sagst du, geht. Also ist jetzt nicht so das große Problem, dass das dann erst mit einem Delay bei der Schülerin ankommt oder so. Nee, das hat also tatsächlich gut funktioniert. Es war mit Sicherheit eine minimale Verzögerung. Das einzige Problem war, die Mami stand ja in der Mitte und hat gefilmt. Jetzt sehe ich natürlich nicht die Mami, sondern sehe ja nur die Schülerin. Und wenn ich dann zum Beispiel sage, so jetzt reitest du mal halbe Volte links, dann machst du einen Übergang.
[10:16] Zum Draht galoppierst halbe Volte rechts nochmal neu an, da stand natürlich die Mami. Und das war, da haben wir dann festgestellt, okay, das ist so ein bisschen unglücklich, weil ich nicht sehe, wo die Mama steht. Aber wenn solche, wenn ich dann sage, reite mal die und die Lektion und die Schülerin sieht schon, oh, da steht die Mami, dann muss sie einfach mitreden und sagen, Mami, jetzt einmal halbe Volte links, halbe Volte rechts. Also dann weiß Mami auch, okay, jetzt gehe ich ein bisschen auf die Seite. Das war das Einzige, was wir dann festgestellt haben, okay, da müssen wir uns ein bisschen besser abstimmen und die Schülerin muss so ein bisschen mitdenken, wo reite ich denn lang, steht denn da meine Mami zum Filmen? Und vielleicht auch die Online-Trainerin muss sich ein bisschen reindenken in die Situation, ist ja auch nicht verboten. Eine Frage noch ganz kurz. Bluetooth-Kopfhörer, das bedeutet also theoretisch, wenn die Schülerin sagt, ich habe irgendwas nicht verstanden oder mir fällt das und das gerade schwer, auch das ist ja möglich. Also du hörst auch die Schülerin, richtig? Genau, ich höre, was sie sagt. Okay, das ist ja auch nicht so ganz unwesentlich, weil ja immer die Frage ist, manchmal hast du das verstanden, kommst du klar mit meinen Anweisungen? Also diese Form von hin und her erzählen, das ist kein Problem. Und ich sage mal so, das, was ihr da gebaut habt, ist im Prinzip die Basis ja eigentlich oder man hat so im Groben den Workflow auch für andere technische Lösungen. Also man muss sich das so vorstellen, dann am Ende des Tages, korrigiere mich, wenn es falsch ist, ersetze die Mami durch Pivo.
[11:46] Ersetze die Mami durch Gimbal, dann hätten Reitschülerinnen auch die Chance, das sozusagen alleine mit dir durchzuziehen. Sie müssten dann eben einmal diesen Pivot oder sonst wie was einstellen. Und wenn das dann technisch alles sauber läuft, dann bräuchte man keinen, in Anführungszeichen, Helfer oben auf dem Berg. Und dann würde das so gehen. Ich glaube ja tatsächlich, wenn du sagst, erste, zweite Generationen, Diese Steuerung, dass das Pferd verfolgt wird, das ist ja eher so eine Softwaregeschichte. Das hat ja weniger was mit der Hardware zu tun. Das kann ich vielleicht noch beisteuern, weil mein Gimbal, das ist ja dann am Ende des Tages auch mit dem Handy verbunden. Es gibt eine App dazu und man stellt dann ein, verfolge das Pferd oder dieses oder jenes Objekt und dann geht es automatisch. Aber das ist dann halt am Ende des Tages Software gesteuert und das kann schon gut sein, dass die Software da dann auch Fortschritte gemacht hat. Jenny, du wirst jetzt an die Ostsee fahren. Wir werden jetzt an einem Sonntag auseinandergerissen. Ich werde heute Nachmittag wieder nach Berlin fahren. Ein Gefühl dieses Wochenendes würde ich gerne zum Abschluss der kleinen Folge noch aufgreifen, weil wir haben die kuriose Situation, dass wir zusammen hier im Schwarzwald waren.
[13:09] Das letzte Mal so Hand angelegt haben, nochmal durch die Wohnung, klar Schiff gemacht, alles fertig machen, wenn dann die Möbelpacker kommen, dass die nur noch die Kisten einpacken müssen. Das war so unsere Mission an diesem Wochenende. Und so weit, so gut. Da ist ja jetzt nichts Spektakuläres dran, aber spektakulär ist ja irgendwie oder total ungewohnt ist eigentlich das Gefühl, dass man in einer gewohnten Umgebung ist im Schwarzwald und, der Normalfall ist, dass du morgens um sechs sagst, ich gehe da mal zu den Pferden. Und auch jetzt, also wir sitzen hier, aber es gibt halt keine Pferde. Also.
[13:45] Ging dir das genauso, dass auf einmal, also das, was man jahrelang gewohnt war, normale Abläufe und was sozusagen der Inbegriff des Lebens war und jetzt sind wir hier und das gibt es halt nicht mehr. Ist das irgendwie komisch oder empfinde nur ich das so, dass das so komisch ist? Also auf einmal hast du lange neben mir im Bett gelegen zum Beispiel, wo ich so dachte, hast du kein Zuhause? Hast du denn keine Pferde? Weißt du, was ich meine oder rede ich in Rätseln gerade? Nee, ich weiß, was du meinst. 20 nach 5 bin ich wach geworden, wie immer, und wollte schon aufspringen. Und dachte, nee, brauche ich ja gar nicht. Ich kann mich nochmal umdrehen. Alles gut, ich kann noch ein bisschen schlafen. Also ich glaube, ich habe gefühlt seit Jahren nicht ausgeschlafen, weil ich immer früh aufstehen musste, Pferde kümmern, versorgen, füttern, was auch immer. Und das war seit Jahren das erste Mal, dass ich echt so, wie lange, wir waren lange, haben im Bett rumgedünnt bis halb sieben oder so.
[14:42] Also sieben, glaube ich, sind wir aufgestanden und das war echt ausschlafend für mich. Also ich meine, andere zeigen uns auch da mit natürlichen Vogel, Menschen, die am Wochenende bis, keine Ahnung, 10, 11, 12 im Bett liegen. Das gibt es ja auch. Das ist für uns ja völlig fremd. Aber in der Tat, da bin ich ja ganz froh, dass nicht nur ich das so empfunden habe. Es ist tatsächlich ganz merkwürdig. Und du bist auch nicht unglücklich jetzt oder du hast jetzt auch schon wieder so ein bisschen Hummeln im Hintern, weil du heute Nachmittag dann die Pferde gerne auch noch sehen würdest.
[15:16] Auf jeden Fall. Also der erste Weg ist in den Stall. Gucken, sind alle vier Beine noch dran? Klar sind alle Beine dran. Meine Schwester und meine Nichte haben sich gekümmert. Wirklich total toll und ich bin auch ganz beruhigt gefahren. Also gestern hat es wohl geregnet in Lübeck und es war windiges, kaltes Wetter. Oh, ich ziehe mal die halben Decken an. Ja, mach mal, dass die Ferne nicht nass werden. Super, super. Die haben gefüttert, Hufe gemacht, wirklich und alles, alles tutti. Also ich bin auch wirklich total relaxed und mache mir keine Sorgen, weil ich weiß, dass das wirklich alles gut funktioniert.
[15:49] Und trotzdem gibt es dieses Gefühl, ach, cool, wenn ich da heute Nachmittag selber dann noch mal gucke und hingehe. Und ich sage mal so, deshalb macht man das am Ende des Tages ja auch, weil es einen einfach so, ja, weil es einen so gefangen nimmt und weil man das ja auch total gerne macht und weil es halt einfach schön ist. In diesem Sinne bedanken wir uns fürs Zuhören. Hat Spaß gemacht. Der endgültige Cut-Umzug an die Ostsee steht sozusagen bevor. Der Möbelwagen ist gedanklich on the way. Das wird dann demnächst passieren. Und dann, genau, dann ist das Leben an der Ostsee sozusagen das Leben, was dann ansteht. Das war Folge 454. Und wir hören uns dann in Richtung Wochenende wieder. Habt eine pferdige Zeit. Bis dahin. Tschüss. Tschüss. Und am Wochenende wird es an der Ostsee 30 Grad. Und dann machen wir das erste Mal Hundestrand. Und dann will ich ins Meer.
[16:53] Klammer auf, Klammer zu. Das Meer hat ja keine 30 Grad. Das weißt du schon, ne? Ich gehe nur mit den Füßen. Tschüss.
Entdecke mehr von Der Pferdepodcast
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.