#455 Geiler als Dingsbums? Jennys neues Reiterglück

Manchmal sind es die kleinen Dinge, die Pferdemenschen glücklich machen – und manchmal ist es eine riesige Wiese. In der neuen Folge des Pferdepodcasts erzählt Jenny von einem besonderen Moment mit Benny auf einer frisch gemähten Koppel. Weite, Freiheit und ein Pferd, das einfach nur entspannt und glücklich seinen Job macht: Für Nicht-Reiter vielleicht schwer nachzuvollziehen, für Pferdeleute ein echtes Gänsehautgefühl.


Unser Werbepartner in dieser Folge: Annimally

Zum Werbepartner dieser Folge – Annimally – geht es hier entlang.

Der Rabattcode für das in der Folge erwähnte Produkt lautet „derpferdepodcast15„.


Melde Dich jetzt für unseren neuen Newsletter bei Steady an und unterstütze uns, wenn Du unseren Podcast magst und Dein Herz ebenso für Pferde schlägt wie unsere. Unterstützer*innen hören den Podcast als Dankeschön schon früher:


Link zu Steady

Wann passt die Chemie zwischen Trainer und Reiter?

Außerdem gibt es ein Update aus dem neuen Zuhause an der Ostsee. Nach nur wenigen Wochen haben sich Benny und AC/DC erstaunlich gut in ihre neue Herde integriert. Besonders berührend: Die beiden verlieren sich trotz neuer Freundschaften nicht aus den Augen. Wenn AC/DC nach dem Training zurückkommt, wird er von Benny regelrecht abgeholt – ein Anblick, der Jennys Herz höherschlagen lässt.

Sportlich wird es ebenfalls spannend. Mit Blick auf das nächste Turnier steht eine anspruchsvolle Dressurreiter-M-Aufgabe auf dem Plan. Warum ausgerechnet fünf fliegende Wechsel für Gesprächsstoff sorgen, welche Trainingsschwerpunkte aktuell gesetzt werden und weshalb Springunterricht plötzlich auch für die Dressur hilft, erfahrt ihr in dieser Folge.

Und dann wird noch über Trainer gesprochen: Was macht eigentlich eine wirklich gute Reitstunde aus? Wann passt die Chemie zwischen Trainer und Reiter – und wann eher nicht? Zwischen handfesten Trainingstipps, ehrlichen Erfahrungen und einer gehörigen Portion Humor entsteht eine Diskussion, in der sich viele Reiter wiederfinden dürften.


Hören kannst Du den Pferdepodcast auf allen großen Podcast-Plattformen. Klicke auf diesen Button, um die aktuelle Folge bei iTunes beziehungsweise ApplePodcasts zu starten:

Listen on Apple Podcasts

Hier hörst Du uns bei YouTube Music:

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist listenonyoutubemusic-white-2xpng.png

Du findest uns aber auch zum Beispiel bei Spotify, Deezer, Podcast.de oder TuneIn. Auch Dein Alexa-Gerät sollte den Pferdepodcast kennen. Probier’s mal aus. Oder starte das Video bei YouTube:


Den Pferdepodcast unterstützen – das geht jetzt auch per PayPal:

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist img_6216.jpg

CampfireFM: Bring den Pferdepodcast ans Lagerfeuer

Und dann haben wir noch eine Bitte in eigener Sache: 👉 Wenn ihr den Pferdepodcast unterstützen wollt, helft uns beim Onboarding bei CampfireFM – das bringt unsere Community einen großen Schritt nach vorne. Die neue App ist ein großartiger Podcast-Play und bietet darüber hinaus grandiose Möglichkeiten, sich als Community auszutauschen und zu interagieren. CampfireFM würde den Pferdepodcast gerne ans digitale Lagerfeuer holen, möchte aber zunächst checken, ob unsere Hörerinnen und Hörer diese Vorfreude teilen. Helft uns deshalb bitte mit eurem Klick, dieses Signal zu senden!


📲 **So erreichst du uns!**

Ihr könnt uns auf allen gängigen Social-Media-Plattformen, per E-Mail oder über verschiedene Messenger erreichen. Alle Wege zu uns findet ihr hier. Bleibt dran und teilt uns eure Gedanken mit – wir freuen uns auf eure Nachrichten und Kommentare! 🐴❤️ #Pferdepodcast #Turnierreiterei #Freizeitreiter #Pferdegesundheit #Pferdezähne #PodcastCommunity #Lieblingsviecher

Du magst unseren Podcast? Dann schau gerne auch in unserem Shop vorbei. Du hast eine ältere Folge verpasst oder möchtest gerne noch mal was nachhören? Kein Problem. Schau einfach in unserem Archiv vorbei.


Hier geht’s zum vollständigen Transkript:

[0:00] Jenny, it’s a summer in the city. Hallo, hallo. Hallo? Hallo. Hallo. Hallo. Hallo. Späßchen, wir wissen ja, dass die Leitung steht. Wobei es ist immer extrem wackelig. Wir sehen uns nicht, wir hören uns nur. War eine komische Telefonleitung. Ich mit Knopf im Ohr, dein Knopf im Ohr funktioniert nicht. Du hast dein Handy so halb ans Ohr gedrückt. Es ist alles so ein bisschen provisorisch, ne? Naja, du musstest ja unbedingt nach Berlin gehen. Wie unser ganzes Leben provisorisch ist. Was aber eine Konstante ist, auch in Folge 455 des Pferdepodcasts, er beginnt.

[0:44] Mit der Hymne, das ist jetzt so ein bisschen verwirrend, weil die kommt ja noch von Manni, mit dem Hafer- und Bananenblues aus Baden-Württemberg. Damit legen wir jetzt los. Das ist der Hafer- und Bananenblues. Das ist das, was jedes Pferd haben muss. Ach, es ist sehr heiß geworden in Berlin, mein Gehirn brutzelt, die Zündschnur ist kurz, muss ich auch gleich mal sagen, so aggressivitätsmäßig. Bei mir nicht, bei dir. Ist das so? Hier ist es nicht so heiß, ja, hier ist es angenehm. Ah. 24 Grad, geht gut. Hast du schon gemerkt im Vorgespräch, dass meine Zündschnur kurz ist, ne? Ja. Ja, ich bin immer so unterwegs, so bam, bam, bam, wir müssen jetzt mal festlegen, was sind die Themen, über die wir reden? Themen, Themen, Themen. Und du so, das darf man gar nicht sagen, sonst schalten alle ab. Also die Folge wird ein Knaller. Es wird ein absoluter Knaller. Du hast fünf Megathemen genannt, irre Sachen, die dir passiert sind im Norden mit deinen Pferden und man weiß gar nicht, was man zuerst erzählen soll. So sprudelt es aus dir raus. Stimmt gar nicht. Also ein Irrsinn. Und die erste Geschichte, die ist heute Morgen passiert, wo man auch, also wir haben ja in der letzten kleinen Folge festgestellt, oder was in der letzten großen Folge, weiß ich gar nicht mehr, dass wir nicht den gleichen Humor haben.

[2:08] In dieser Folge werden wir etwas weiteres feststellen, wo wir nicht auf einer Wellenlänge funken. Also wo quasi die Situation die ist, dass du sagst, das ist das Tollste, das Allertollste auf der ganzen großen weiten Welt. Und ich gucke mir das dann an, bildlich, und ich denke, habe ich das falsche Bild oder ist es schon wieder gelöscht? Was meint sie? Ich habe gesagt, du würdest sagen, es ist geiler als Sex. So, das ist das Teasing. Warum komme ich bei Sex jetzt auf Money? Das weiß ich nicht. Unser Orchestermusiker, aber der ist jetzt erst noch dran, für den sogenannten Spannungsbogen, gleich am Anfang der Folge. Was Jenny geiler als Sex findet und wo ich sage, Donnerstag, weißt du, dann das ist, ja, schnallt euch alle an. Hier ist der Manni.

[3:30] So, ich habe jetzt, während der Manni gefiedelt hat, habe ich nochmal mein Handy geholt, weil ich es nochmal, also ich muss es nochmal nachlesen. Unser WhatsApp-Verkehr von heute. 4.56 Uhr. Ich schreibe dir eine sehr persönliche, private Liebesbekundung. 4.56 Uhr. Habe ich noch im Bett gelegen. Du hast mit einem Herzchen geantwortet. Und dann um 6.59 Uhr geschrieben, früh wach. Dann habe ich geschrieben, das Alter drückt. So, dann bin ich zur Arbeit gefahren. Das war um 7.09 Uhr. Dann bin ich zur Arbeit gefahren und dann war ich im Sender, im Studio. Und dann auf einmal kommt, während ich in Konferenzen sitze, in wichtigen Konferenzen. Ja, immer ganz wichtig. Total. Dann schreibst du, guckst du Status? Das ist so geil.

[4:28] Dann habe ich gedacht, okay, jetzt ist ja mal Alarm, Alarm, Alarm, Alarm. Und es kommt selten vor, dass du schreibst, das ist so geil, du musst in meinen Status gucken bei WhatsApp. Ja, das habe ich dann gemacht. Ich, also, erzähl du. Du hast es nicht verstanden. Da war halt Lacker. Genau, du bist ja kein Reiter, du verstehst es nicht. Also, in dem neuen Stall gibt es ja eine riesige Koppel. Also diese Koppel ist so groß, da gehen dann in ein paar Tagen, Wochen, wenn ein bisschen nachgewachsen ist, gehen unsere Pferde auf die Koppel. Aber bis dahin wird das erste, also der erste Schnitt wird abgemäht, da wird dann Heulage draus gemacht. Und dann dürfen wir zwei, drei Wochen über diese Wiese reiten. Also die Wiese ist so groß, da kann man mal galoppieren. Da kann man so richtig drüber fetzen, ohne dass man Angst haben muss, da sind Löcher drin oder so. Beim Stoppelacker ist ja immer ein bisschen gefährlich.

[5:25] Und da dürfen wir dann drüber galoppieren. Und das habe ich heute Morgen gemacht mit dem Benni. Und der war so brav. Also der war auf dem Platz, war wieder on fire, weil alle Pferde sind wieder runter nach dem Trinken, runter auf die Koppel und die laufen ja dann alle an dem Reitplatz vorbei und das findet er ja maximal scheiße und dann sagt er natürlich immer, ich will da auch mit. Nix, du bleibst hier, ich will da auch mit. Nein, du bleibst hier, ich will da auch mit. Und dann ist er an Reiten nicht zu denken. Also da ist er wirklich on fire und hört mir nicht zu und er ist unterm Sattel dann so, wie er auf dem Turnier im Handling ist. Und dann bin ich einmal auf diese Wiese und dann dachte ich so, komm, jetzt kannst du dich mal hier austoben. Aber er war mustergültig. Er war super brav. Ich konnte ihn am langen Zügel da wirklich traben, galoppieren, einmal hoch, einmal runter, einmal hoch, einmal runter. War super toll. Und du kannst es als Nichtreiter, kannst du gar nicht nachvollziehen, wie das ist, so dieses Gefühl, man hat so eine Weite vor sich und man kann einfach mal reiten und galoppieren und dieses Gefühl von Freiheit und das ist geiler als sechs.

[6:30] Okay. Für mich war es… Ja, genau. Also, Es ist halt eine Wiese. Es ist eine abgemähte Wiese, genau. Ja, genau. Aber die ist so groß, diese Wiese. Ja, stimmt, eine große Wiese. Das will ich gar nicht in Abrede stellen. Ich würde nur diese Begeisterung darüber zugegeben. Und das hast du richtig erkannt. Da habe ich als Lichtreiter so meine Schwierigkeiten, damit zu connecten. Aber du sagst, es ist verbunden mit dem Gefühl von Freiheit auch. Und das ist irgendwie ganz toll. Und die Weite. und… Denk wieder an Bo Derek auf dem Pferd.

[7:09] Warst du nackt? Nee. Nein, natürlich nicht. Nein, natürlich nicht. Okay. Ja, ich habe das ja tatsächlich, diesen Spruch mit dem geiler, das ist geiler als Sex. Das habe ich ja mal damit, also Transparenz hinweist. Das habe ich als Sportreporter habe ich mich mal dazu verleiten lassen, bei einem Fußballspiel als ein entscheidendes Tor gefallen ist und das ganze Stadion sich in den Armen lag. Da habe ich das gesagt. Deshalb ist es so ein geflügeltes Wort bei uns. Und ich hatte das ja in meinem Status und die liebe Esther, die Tierärztin, die mit uns befreundet ist, hat mir doch tatsächlich geschrieben, aber das sagt er doch nicht im Rundfunk, oder? Im Rundfunk? Im Rundfunk. Okay. Und dann habe ich ihr den Link geschickt und habe gesagt, hier kannst du hören, ab Minute 4, 3, 59 oder so kannst du hören, dass er das sehr wohl im Rundfunk sagt. Habe ich ihr den Link geschickt von der damaligen Reportage. Fand sie sehr witzig. Ach komm, Siehst du mal, sehr schön. Ja, lange her, lang, lang ist es her in einem früheren Leben. Genau, ich habe gesagt, du warst jung und brauchtest das Geld. Genau, so ist es. Und wir lernen, der Norden hat für Pferdemädels wie dich einiges zu bieten, wenn man im richtigen Stall ist. Du hast, Stand jetzt, immer noch alles richtig gemacht, sagst du. Die Jungs leben sich auch weiter gut ein, oder? Also da habe ich jetzt keine Nachrichten gelesen von dir, so nach dem Motto…

[8:35] Die machen sich unbeliebt. Benni prügelt sich mit dem Chef, besteigt irgendwelche Stuten, spielt mit seiner Eintrittskarte. Nee, ist alles gut. Ja, und sie sind wirklich total süß. Jetzt hatte ich ja heute Abend mit dem AC Springstunde. Und Benni ist ja dann immer ganz traurig, wenn ich AC hole und er muss dann draußen bleiben. Und dann wiehert er immer ganz herzzerreißend. Dann lässt er sich aber doch immer hinreißen. Und dann gehe ich mit den anderen auf die Koppel. Und dann geht er mit der Herde runter und ist auch dann ganz zufrieden. Und wenn AC dann fertig ist und ich den dann oben rauslasse und sage, geh mal nach unten und dann ist ja der Weg schon relativ weit. Und dann fängt er dann so in der Mitte des Weges, fängt AC dann mal an zu traben und fängt dann schon mal an zu wieren und dann sieht man in der Herde, wie der Kopf hochgeht von Benni. Und Benni löst sich von der Herde und galoppiert AC entgegen und holt ihn ab und es ist so herzerwärmend. Er galoppiert dann bis zu AC und sagt, komm, wir gehen schnell wieder runter und dann freut er sich, der Benni, und bockt und ist ausgelassen und dann galoppieren beide zurück zur Herde. Da geht mir das Herz auf. Also das ist wirklich so schön anzugucken und das habe ich heute Abend nochmal beobachtet und dachte so, die sind einfach happy, also die sind wirklich glücklich.

[9:50] Das ist ja aber auch wirklich interessant, dass also quasi, wir haben ja die letzten Folgen erzählt, Benni hat sich kurzzeitig verliebt. Ich weiß nicht, ist er es noch? Hat er noch diese Stute, mit der er da… Nee, ich glaube, es war nur ein kurzer Flirt. War nur ein kurzer Flirt, aber es war ein Flirt immerhin. Und man muss ja schon sagen, die beiden kommen dann in so eine große Gruppe und die wahrscheinlich, oder dass die dann auch mit anderen Pferden connecten. Das ist ja einfach so, die haben mit denen dann zu tun. Das ist dann so Pferdesprache und so weiter. Aber dass die trotzdem sich nicht aus den Augen verlieren und immer noch irgendwie wissen, wir gehören zusammen und dass diese Pferdefreundschaft hält, das ist ja schon interessant. Weil du ja auch mal gesagt hattest, dass deine Prognose ist, dass der Benni sich da irgendwie abkoppeln wird. Das war aber auch noch Stand der Dinge, als wir gedacht hatten, dass der Klecks auch noch mit hoch in den Norden geht und dass die als Dreier-Kombo da hochgehen. Genau, dann wäre das ganz sicher so gekommen, dass der Klecks und Acey wären weiterhin ein Paar gewesen. Und Benni wäre da außen vor gewesen und hätte sich einen neuen Freund suchen müssen. Benni ist aber sowieso, der ist sehr viel sozialer und sehr viel offener. Also der hat auch schon Freunde.

[10:58] Der zieht den AC so ein bisschen mit und das ist wirklich schön anzugucken. Dann gibt es so eine Dreiergruppe, also ist noch ein junger Wallach drin von den Stallbesitzern. Der ist wirklich, der ist auch noch verspielt und der ist noch klein und der ist total neugierig und die drei hängen oft zusammen rum. Also das sehe ich ganz häufig, dass die drei zusammen sind. Und dann noch das kleine Pony von meiner Schwester, der Donner. Der hat irgendwie so einen siebten Sinn dafür. Die gehören, glaube ich, zur Familie. Die gemein ich hier mal ein. Also irgendwie hat er das.

[11:30] Aber Anja und meine Nichte haben ja die Pferde auch schon geholt. Und dann hat Donner das schon gesehen. Ah, die holen die zwei. Die gehören irgendwie dazu. Das sind Ponys, die sind so schlau. Die verstehen das sofort. Ach, deine Schwester hat ja quasi deine Pferde auch schon mal reingeholt, also das Frauchen von Donner sozusagen und dann rallert Donner, okay, Frauchen hat mit den anderen beiden da irgendwie…, Ist da Buddy-Buddy, dann muss ich die mal im Auge behalten. Alles klar, ich verstehe. Also ich verstehe jetzt die Logik dahinter und dass es nicht komplett absurd ist, weil sonst hätte ich gedacht, also wenn, also ja, Pferde viel schlau, aber. Doch, doch, die sind schon so schlau. Und das ist wirklich so, also wie lange sind sie jetzt drin in der Herde? Drei Wochen sind es, glaube ich, morgen. Ja, drei Wochen.

[12:13] Und die haben sich wirklich gut integriert. Also es gibt keine Macken mehr, es gibt keine Verletzungen und ich komme da morgens auf die Koppel und die stehen alle ganz dicht beisammen. Also auch mittags, wenn es so heiß wird und dann kommen die ganz oft hoch, um sich in den Schatten zu stellen und ein bisschen auszuruhen. Und dann stehen die, also es gibt da so einen Durchgang, wir nennen es alle nur den Gang, also der Durchgang unten von der Heurauf und von der Koppel hoch zu einem anderen Paddock und auch hoch, wo Wasser und so ist. Und dieser Gang, der ist nicht so breit. Und dann stehen diese 20 Pferde dicht getränkt in diesem Gang. Also es ist nicht der einzige Schattenplatz, aber alle stehen in diesem Gang. Der ist dunkel, der ist, also alle kacken dann auch dahin und dann stehen die aber wirklich wie die Ölsardinen ganz dicht zusammen. Und dann denkt man immer so, jetzt habt ihr genug Platz, wieso drängt ihr euch alle zusammen auf einen Haufen? Aber alle friedlich. Also da gibt es kein Gezicke, da gibt es kein Gequietsche. Die stehen da einfach ganz dicht zusammen und halten Mittagsschlaf. Und es ist schon schön anzugucken, wie sehr die beiden da schon integriert und akzeptiert sind. Also die haben auch schon ihren Platz gefunden in der Herde und das ist wirklich schön, dass das so problemlos geklappt hat.

[13:27] Sehr cool. Ich drücke mal den Themenwechselknopf. Wir kommen jetzt zu den Themen, von denen du im Vorgespräch gesagt hast, das ist ja noch gar kein Thema. Also da kann ich, also weiß ja gar nicht, was ich dazu sagen soll. Also mein Ansinnen wäre jetzt gewesen, lass uns mal wieder über den Sport reden, weil, wir sind ja der Pferdepodcast, wo du, in dem du als Pferdemädchen, jetzt nicht als professionelle Reiterin, aber schon so als ambitionierte Hobbyreiterin, die auch nach den Sternen greift, sportlich. Du warst mit ACDC M platziert und sogar M siegreich. Genau. Du hast mit ihm M gewonnen und du möchtest mit ihm nächstes Jahr bei der Europameisterschaft in einer S-Dressur starten, bei der Haflinger Europameisterschaft. Also deshalb der Gedanke, wir müssen auch mal darüber reden, was sind so sportliche Herausforderungen. Ich will jetzt nicht sagen, dass die Zeit wegläuft, bis nächstes Jahr ist ja noch viel Zeit, aber trotzdem, gemessen an dem, was ihr bis dahin angeht.

[14:33] Bei euch drauf schaffen müsst und ihr wollt ja auch gut sein. Du fährst da ja nicht hin nach dem Motto, dabei sein ist alles. Das ist dir ja eher so als Motto. Ist jetzt nicht so dein Motto, sondern du willst dann da ja auch gut abschneiden. Und von daher ist ja, ja, die Konkurrenz schläft nicht und musst du was tun. Und deshalb dachte ich so, okay, wir reden mal so über alles, was so in dieses sportliche Umfeld passt. Und da dachte ich mal so das Erste, okay, ein Haflingerturnier im Norden, Padenstedt, Heißt das? Ist abgesagt worden. Du hattest das nur ganz kurz erwähnt in der letzten Folge und ich dachte, okay, warum, wieso, weshalb? Wir sind ja auch dieser Haflinger-Community so ein bisschen verbunden und deshalb dachte ich, wenn man so wüsste, warum die es abgesagt haben oder so, was sind die Hintergründe? Wäre ja mal ganz interessant für so Haflinger-Fans, aber am Ende des Tages, du hast gesagt, du kriegst einfach nur eine Nachricht von der FN, Turnier ist abgesagt, aber mehr weißt du nicht. Also ich könnte mal auf die Homepage gucken, vielleicht steht da, was habe ich bisher noch nicht gemacht, aber wenn man bei Neon halt so ein Turnier nennt oder vorgemerkt hat und das Turnier wird abgesagt, dann kriegt man automatisch einen Push. Turnier ist abgesagt. Also wenn Nenngeld schon eingezogen ist, dann wird es zurück überwiesen und so, aber da steht keine Begründung, warum das Turnier abgesagt ist. Aber es gibt in der Nähe…

[15:55] Auch nochmal ein Haflingerturnier, das ist aber noch nicht online bei Neon. Also da muss ich nochmal gucken, ich habe vergessen, wie der Ort heißt, aber es gäbe nochmal eins, aber da müsste ich einfach mal in die Ausschreibung gucken, wenn das online ist.

[16:07] Ob es da was gibt, was ich reiten könnte und ob sich dann der Weg, also es ist schon relativ lang zu fahren, eine anderthalbe Stunde, ob sich der Weg lohnt, dass ich da einfach mal hinfahre, weil so Haflingerturniere sind ja schon immer irgendwie was Besonderes. Und deswegen so nochmal eins reiten wäre schon schön. Aber wie gesagt, ich muss die Ausschreibung mal abwarten. Die sind noch nicht online. Und dann gucke ich einfach mal, ob das was für uns ist. Jetzt bist du die Frau mit dem einzigen Hafflinger bei dir im Stall und deshalb gibt es da auch, also da gibt es jetzt keine Hafflinger-Leute, die das irgendwie so mitverfolgen würden. Und man muss ja aber auch dazu sagen, du bist ja keineswegs nur auf Hafflinger-Turniere geeicht und darauf angewiesen, sondern du startest ja mit ACDC, du trittst mit dem ja auch gegen die Warmblüter an und so weiter. Und von daher, das, was du erzählt hattest, diese Nennung bei dem Turnier in Hamburg oder einem Vorort von Hamburg, das hat ja weiterhin bestanden. Genau, also das habe ich genannt und dann gucken wir einfach mal, wie wir jetzt mit dem Training dahin kommen. Also ich habe jetzt ihm auch wieder vorne Hufeisen machen lassen, weil er einfach ein kleines bisschen.

[17:12] Füllig war, dass viele laufen auf dem Sandboden, das reibt die Hufe doch extrem ab und jetzt seit Dienstag hat er Hufeisen und ich merke den Unterschied, dass er viel besser läuft, viel freier und nicht mehr so. Also er war so ein bisschen verhalten und hat so ein bisschen geautscht. Und dann dachte ich so, ich glaube, man muss wieder einen Beschlag drauf machen, dass er wieder ordentlich laufen kann. Und das tut er auch. Und wir sind fleißig am Trainieren. Ausgeschrieben ist auf diesem Turnier die RM3. Die bin ich noch nie geritten und die hat fünf fliegende Wechsel da drin.

[17:42] Und dann bin ich ja noch so ein bisschen am Überlegen. Ich bin ja immer froh, wenn zwei gut klappen. Aber fünf ist schon eine Herausforderung. Aber auf 60 Meter eine Dressurreiter-M-Mann.

[17:51] Ist ja eigentlich, ja, ist eigentlich unsere Prüfung, eine Dressurreiter. Und wenn wir das mit dem Training diese Woche ganz anständig hinkriegen, dass ich die Prüfung mal durchreite und auch wirklich mal so fehlerfrei durchreite, dann würde ich fahren. Aber ich kann noch nicht so genau sagen, ob ich wirklich bis Ende der Woche.

[18:10] Das so hinkriege, auch mit den fünf wechseln, weil das sind dann diese Lektionen, folgen dann Knall auf Knall. Und das ist schon auch schwierig zu reiten. Also auf 60 Meter und diese Dressurreiter M ist eine Herausforderung. Also die ist richtig schwer und ich habe mir die angeguckt und dachte so, wow, also die M1 ist relativ einfach. Also die ist auch auf 40 Meter und normalerweise, wenn Dressurreiterprüfungen ausgeschrieben sind, ist es immer die M1 und die schreiben hier die 3 aus. Muss ich mal gucken, ob ich mich traue. Okay. Ich habe ja noch als Thema auf meinem Zettel stehen, wie Jenny neue Trainerinnen auscheckt oder neue Trainer, wenn es denn soweit kommt und so. Du warst so mittelbegeistert, aber ich werde dich dazu verdonnern, dass du da nochmal ein bisschen näher drauf eingehst und.

[18:59] Vorher aber noch das Wohlfühlthema. Du hast gesagt, frag mich doch einfach, was genau ich trainiere mit ACDC diese Woche und so und wie meine Trainingsinhalte aussehen. Und das finde ich ja in dem Zusammenhang tatsächlich mindestens genauso interessant, weil, dass diese RM3 ansteht, das weißt du ja nicht erst seit gestern, sondern das hattest du, glaube ich, auch in der kleinen Folge schon erwähnt, als wir über Hamburg gesprochen hatten. Da hast du auch schon gesagt, dass da so viele von den fliegenden Wechseln quasi drin sind, ungewöhnlich viele. Irgendwie hast du noch nie gehabt und deshalb ist ja schon die interessante Frage, wie geht man sowas im Training an? Du hast ja schon mal erzählt, dass du eigentlich in den allerseltensten Fällen so eine Prüfung komplett durchreitest. Du machst ja immer Einzelteile draus, wenn ich es richtig verstanden habe. Und so das Zusammengesetzte, also ich weiß gar nicht, machst du das überhaupt im Training? Also wenn, dann einmal oder so. Ja, Maxi, also wenn überhaupt, dann einmal. Aber meistens reite ich die Aufgabe nicht komplett durch, sondern wirklich immer nur so Teile davon, wie zum Beispiel, wenn Mittellinie einreiten im Galopp, das übe ich natürlich.

[20:17] Übe das aber nicht immer auf der Mittellinie, sondern auch mal auf der Viertellinie oder mal ein Stück neben der Mittellinie, dann aber auch mal genau auf der Mittellinie, also das variiere ich schon und das Einzige, was ich nie mache ist, ist auf der Mittellinie die Großaufstellung üben, weil das ist so ein bisschen problematisch. Der Haflinger weiß sofort, wir sind auf dem Turnier und dann ist X halten. Jetzt ist aber bei diesen ganzen Tressuren durch die Änderung der LPO 2024 ist kaum noch bei X halten, sondern ganz oft bei G oder bei L oder bei I oder irgendeinem anderen Punkt. Und wenn AC dann zu X kommt, dann sagt er immer schon, alles klar, halten, grüßen. Nein, du musst nur ein Stückchen weiter bis G oder bis I oder wie auch immer, je nachdem, ob du 40 oder 60 Meter hast. Und das tatsächlich, also ich übe dieses Anhalten aus dem Galopp, aber ganz oft mal an der kurzen Seite. Oder dass ich mal einfach bei B links um und dann bei X den Übergang aus dem Galopp zum Halten, weil das sind so Lektionen, dieser Übergang zum Halten, der ist ganz oft stockend bei AC. Das passiert mir auch ganz oft bei dem Übergang vom Galopp in den Trab, Dass er da einfach vorne so runterfällt. Also solche Dinge trainiere ich natürlich auch. Und was mir jetzt sehr geholfen hat, ich reite ja jetzt auch einmal in der Woche Springtraining und die Trainerin, also das ist richtig gut, die sagte dann auch…

[21:43] Dass er halt gerade so linksrum in den Wendungen verliert, er so diesen Schwung im Galock, dann behalte ich ihn nicht vorm Bein. Und dann habe ich gesagt, das ist auch genau das Problem, was ich in der Dressur habe, dass ich ihn in den Wendungen einfach verliere und dass er dann einfach auf die Vorhand kommt und dass er dann so dieses Nicken anfängt und nicht mehr nach vorne zieht. Ich habe ihn nicht mehr vor meinem Bein. Und das ist natürlich, also im Springtraining haben wir das wirklich super toll trainiert und wir hatten heute die zweite Stunde springen Und dann sagte sie auch, wow, das ist viel besser geworden. Jetzt zieht er auch mal durch die Wendung durch und der bleibt oben und der Brustkorb bleibt oben, der Kopf bleibt oben und der fällt nicht mehr vorne so runter. Also solche Dinge sind natürlich dann im Training auch gerade so springen und so, da kann ich auch viel mitnehmen für die Dressur. Also das hat mir wirklich sehr geholfen und das habe ich die ganze Woche trainiert und siehe da heute wirklich Erfolg und Fortschritt und wir sind heute durch den kleinen Mini-Parcours gedüst. Hat richtig viel Spaß gemacht und das Springen hilft mir natürlich sehr für die Tressur. Und das Einzige, es war so ein bisschen peinlich heute, im Springen kann er die Wechsel nicht, es ist wirklich peinlich. Da muss ich immer durchparieren zum Trab und muss neu angaloppieren. Am Springen kann ich die Wechsel nicht reiten. Das ist halt so ein bisschen doof, aber das macht nichts. Also ich korrigiere den Galopp dann, wenn er falsch landet, über Trab ist nicht so schlimm. Fanden aber die Zuschauer auch so ein bisschen lustig. Der geht EM-Tressur und kann im Springen die Wechsel nicht. Finde den Fehler.

[23:11] Okay, also wann müsste er wechseln? Im Anlaufen an einen Sprung? Nee, wenn ich zum Beispiel über dem Sprung die Hand wechsle. Also wenn ich zum Beispiel links anreite und reite aber nach dem Sprung rechts weiter. Dann muss er ja eigentlich wechseln. Also entweder idealerweise über dem Sprung und wenn ich nicht richtig sitze, dann macht er das nicht über dem Sprung. Aber dann sollte er zumindest nach dem Sprung einen Wechsel, also einen fliegenden Wechsel machen. Der darf im Springen natürlich auch nachgesprungen sein.

[23:44] Ist natürlich für ein Tressurpferd, wenn man einen Wechsel reitet, der nach ist, das ist natürlich doof. Deswegen würde ich diesen Wechsel immer so reiten, dass ich ihn erst aufs Hinterbein setze, ihn versammle, das Hinterbein schnell mache, dann den Wechsel auslöse. So viel Zeit habe ich beim Springen gar nicht. Aber ich wechsle dann über Trab, um nicht zu riskieren, dass er mir einen Wechseln nachspringt. Verstehe. Deswegen ist das natürlich bei uns nicht so flüssig, das mit dem Wechseln beim Springen. Aber blöde Nachfrage ganz kurz, dass mit dem Wechseln, wenn man das mit einem Dressurpferd übt, da nimmt man doch auch gerne mal Stangen zur Hilfe und so, oder? Ist das nicht so? Ja, ich bin da nicht so der Fan von, mit über Stangen einem Dressurpferd die Wechsel beibringen, weil man….

[24:30] Weil man da wirklich die Gefahr halt auch hat, dass die lernen nachzuspringen, wenn sie keine Stange haben. Also deswegen, also da utsche ich immer so ein bisschen. Das habe ich mal gelernt, bring einem Dressurpferd die Wechsel nicht über Stangen bei. Okay, alles klar. Das nachspringen. Also bei einem Springpferd kann man das durchaus machen. Da ist es egal, ob der nachspringt oder nicht. Hauptsache der wechselt. Aber der Wechsel beim Dressurpferd, der wird anders trainiert und dem Pferd auch anders beigebracht. Ich verstehe. Okay. Jetzt eine Frage noch und ich weiß nicht, ob ich die Stelle nur verpasst habe oder nur zu doof war, es zu kapieren, als du gesagt hast, dieses, ich verliere ihn in den Wendungen und das hat mir jetzt im Springtraining total geholfen, das zu verbessern.

[25:18] Was genau hat dir dabei geholfen? Ist es dann schon das Springen an sich und quasi das nach einem Sprung abwenden und sich dem nächsten Sprung zuwenden? Also ist das sozusagen die Übung oder habe ich die Stelle verpasst, auf die es ankam? Also in der Wendung, genau. Also im Springen muss man ja natürlich, wenn ich jetzt zum Beispiel linke Hand und reite einen Sprung an auf der linken Hand und muss vorher eine Wendung reiten. Und dann muss ich natürlich durch diese Wendung durchgaloppieren. Er muss den Zug behalten, auf den Sprung zu auch. Und da war es ganz oft so, dass er einfach sich so ein bisschen verkrochen hat, und dann so ein bisschen Hasengalopp mäßig unterwegs war und ich den einfach vorm Bein verloren habe und er nicht mehr gezogen hat. Und diese Sprungsituation ist dann die, die der Gamechanger ist sozusagen. Genau, also der muss auch wirklich zum Sprung hinziehen und muss da halt auch so ein bisschen ran und ein bisschen rüber wollen. Und das hilft mir in der Dressurarbeit dann enorm, dass ich auch durch die Wendung, dass ich durchreite. Also ganz oft höre ich dann auch auf zu reiten. Oh Gott, kommt der Sprung? Der kommt ja jetzt und oh Gott, die Wendung. Und da habe ich wirklich mir jetzt mal so verinnerlicht, ja der Sprung kommt, na klar, aber du musst auch hinreiten. Also der braucht ja so ein bisschen Gas, um da drüber zu springen. Und genauso braucht er natürlich auch in der Tressur, in der Wendung, er muss ja vor mir bleiben, er muss ja einen Bergaufgalopp haben und muss immer die Tendenz nach vorne haben. Und das habe ich mir jetzt wirklich angewöhnt durch dieses Springtraining.

[26:43] Letzte Frage, bevor wir auf die Trainerinnen-Autobahn abbiegen. Wir haben ja gerade gesprochen, dass du in den allerseltensten Fällen, wenn überhaupt einmal hast du gesagt, reitest du in der Vorbereitung auf so eine komplizierte, M-Prüfung die komplette Aufgabe durch, sondern du machst immer Einzelteile draus. Du hast auch erklärt, welche Einzelteile dir besonders übenswert sind und alles klar. Und was das Stichwort Wechsel angeht, da macht es ja wahrscheinlich auch Sinn, das in Einzelteilen zu machen. Jetzt ist ja die Besonderheit bei dieser M-Aufgabe, dass es fünf Wechsel auf einmal sind. Also quasi fünf Wechsel relativ kurz hintereinander. Ist das etwas, was du auch auseinanderreißt und sagst, naja.

[27:38] In der Aufgabe müssen es dann halt fünf sein? Oder ist nicht dieses, oh scheiße, ich muss fünf reiten, also muss ich auch fünf am Stück mal trainieren, um sozusagen diese hohe Taktung da reinzukriegen? Also machst du das? Nein, ich reite das Sinn ja nicht, dass ich fünf Wechsel hintereinander reiten muss, sondern es ist ja eine Lektion. Schlangenlinie durch die Bahn mit drei Bögen und jeweils bei X ein fliegender Wechsel. Das sind ja schon mal drei. Und dann hast du ja dieses durch die halbe Bahn wechseln, glaube ich, und dann auch bei L überreiten den Wechsel und dann nochmal durch die halbe Bahn wechseln und bei I überreiten den Wechsel. Also das kann man natürlich hintereinander reiten, kann man aber auch auseinander reiten, dass man sagt, okay, ich übe jetzt erstmal diese Schlangenlinienwechsel und dann übe ich diese durch die halbe Bahn Wechselwechsel.

[28:27] Also das kann man hintereinander wegreiten, das kann man aber auch auseinanderreiten, dass man sagt, ich übe jetzt erstmal dies und dann übe ich die anderen wechseln. Aber ich will die auch gar nicht so viel üben. Also im Prinzip muss ich natürlich diese Schlangenlinien, das ist wieder das Problem, der darf in der Wendung den Schwung nicht verlieren. Und wenn ich den da vorm Bein behalte und bergauf behalte, dann ist der Wechsel auch gut. Wenn er mir dann in der Wendung vorne wieder runterfällt, dann wird der Wechsel auch scheiße. Also ich muss eher trainieren, dass er in der Wendung den Schwung behält und oben bleibt und nicht den Wechsel an sich. Also der ist ja nicht das Problem, sondern es ist immer die Vorbereitung. Und wie ist der Galopp? Also wenn der Galopp gut ist und wenn der bergauf ist und wenn er zieht, dann wird auch der Wechsel gut. Und wenn der Galopp so ein bisschen hinter meinem Bein ist und ich nicht so richtig den Zug nach vorne habe und dann wird der Wechsel auch schlecht. Also deswegen eigentlich so diese Lektion an sich muss ich nicht so viel üben, weil die sitzt ja, wenn sie richtig geritten ist. Aber diese ganze Vorbereitung und dieses Hinterbein schnell machen, das ist eigentlich viel wichtiger, dass man das trainiert, dass man das Pferd halt wirklich vorbereitet darauf, dass es sich versammeln muss und dass es halt wirklich mit einem schnellen Hinterbein auch den Wechsel springen muss.

[29:46] Jenny, wie mache ich jetzt das Thema interessant, von dem du gesagt hast, ich habe es doch schon gesagt, ich habe die neue Dressurtrainerin, mit der habe ich einmal trainiert. Da soll halt, weil ich, ich muss da halt was mitnehmen können. Man muss halt irgendwie dieselbe Sprache sprechen. Ich habe doch eigentlich schon alles gesagt. Ich kann es aber auch gerne nochmal ausführlich sagen. Das ist natürlich eine Attitüde, weißt du? Wenn man schon so bocklos in sowas reingeht, dann wird es ja mit Sicherheit das Gespräch darüber doof. Deshalb, wie kriege ich das jetzt sozusagen so gepimpt? Dass das interessant ist. Ich versuche es mal. Hier in Berlin wird ja getindert, bis die Schwarte kracht. Wenn man sich jetzt so dieses Trainer-Game wie so ein Tinder, und ich weiß gar nicht, wie das funktioniert, aber du hast es bei deinen Bekannten da. Also es gab Bekannte, die wir jetzt namentlich nicht nennen, im Schwarzwald, die die App aus Versehen sich aufs Handy getackert haben und du hast aus Versehen mal geguckt, wie es funktioniert.

[30:50] Wohin muss man wischen, wenn es gut ist? Man muss irgendwie in eine Richtung wischen, wenn es gut ist und in die andere, wenn es doof ist. Ich glaube, nach links ist gut und nach rechts ist weiter. Ich weiß es nicht mehr, ich habe es vergessen. Wann wischst du bei so einer neuen Trainerin? Also was ist sozusagen eine Eigenschaft, wo du sagst, ja, okay, will ich kennenlernen, da wische ich mal nach links. Und was ist so ein No-Go, wo du sagst, und weg damit. Okay, dann wäre das Gespräch jetzt schnell beendet, wenn du sagst. Also du hast ja bei der neuen Trainerin, da hast du ja noch nicht nach rechts gewischt, dass du gesagt hast, weg damit, sondern du hast ja immer so gesagt, okay, könnte ich mal so kennenlernen. Und also ich weiß noch nicht, ob es hier so ein Flirt wird, aber du bist noch in meiner Tinder-App drin. So kann man das ja sagen. Und ihr habt euch auch erst einmal getroffen, oder? Genau, also weil letzte Woche konnte ich leider nicht reiten, weil er ja da frisch beschlagen war. Und dann sagte der Schmied, mach mal so ein, zwei Tage ein bisschen langsam, der muss sich erst dran gewöhnen. Er lief von Anfang an gut, aber ich habe mich dann dran gehalten und habe an diesem Tag einfach gesagt, okay, Tressurtraining reiten ist jetzt doof, dann lassen wir das einmal ausfallen. Aber nee, also nächste Woche bin ich ganz sicher wieder dabei beim Training. Und also ich kann mal sagen, ich bin mal bei einer Trainerin geritten und.

[32:15] Die zum Beispiel solche Sätze sagte wie, gib ihm ein gutes Gefühl. Das ist mir zu wischi, waschi. Damit kann ich nichts anfangen.

[32:27] Ja, heute, ich weiß natürlich, wie ich meinem Pferd ein gutes Gefühl gebe, na klar. Aber das finde ich ist immer so… Also da kann ich immer mit so vagen Aussagen, kann ich immer nicht so viel anfangen. Also ich brauche immer schon so ein bisschen das Handwerk, brauche ich immer so ein bisschen mit, jetzt reite mal den Wechsel, lass mal dein linkes Bein ein bisschen mehr dran und behalte ihn mal ein bisschen mehr bei dir, sowas. Damit kann ich was anfangen. Weißt du, wenn ich so diese Technik mit an die Hand kriege, wenn du jetzt das machst mit deinem Bein und das mit deiner Hand und dann klappt es. Und wenn es dann wirklich klappt, dann ist es natürlich sensationell. Also das ist immer so mein Anspruch.

[33:10] Die Technik muss nachhaltig sein. Also das, was der Trainer mir an Techniken mitgibt, das muss nachhaltig sein. Oder ich reite auch immer ganz gerne nach Bildern im Kopf. Also das zum Beispiel, jemand hat mal zu mir gesagt, stell dir immer vor, du reitest hinter deiner Hand her. Das ist ein super Bild im Kopf. Man stellt die Hand so vor sich hin, ich trage meine Hände vor mir und reite hinter meiner Hand her. Solche Dinge, also das finde ich ganz wichtig, das ist so nachhaltig, das kann man sich behalten. Das ist so, das kann man auch, das kommt einem in den Kopf, wenn man alleine für sich reitet, wenn man so merkt, oh scheiße, meine Zügel sind wieder zu lang, meine Fäuste sind auf dem Oberschenkel und alles klar, reite hinter deiner Hand her. Also solche Dinge finde ich für mich ganz wichtig, dass ich bei so einem Training was mitnehme und mit so vagen Aussagen kann ich immer nicht so viel anfangen. Also es gibt sicherlich Leute, die auch damit was anfangen können. Für mich persönlich ist das nicht so gut. Ja, also du hättest wahrscheinlich gar nichts gegen die Aussage, du, ich glaube, es wäre wichtig, dein Pferd wirkt ein bisschen lustlos, du müsstest ihm jetzt ein gutes Gefühl geben, versuch doch mal das und das zu machen. Dann könntest du wahrscheinlich, also dann könntest du damit wahrscheinlich mehr anfangen, wenn der Vorschlag käme, mach doch jetzt mal das und das und vielleicht macht ihm das bessere Laune oder so. Genau. Verstehe.

[34:33] Und du sagst schon ganz richtig, Reitschüler sind wahrscheinlich auch sehr unterschiedlich und brauchen unterschiedliche Dinge und so. Deshalb kann man das wahrscheinlich jetzt auch gar nicht so nach dem Motto, das was Jenny sagt, so ist das quasi, so hat das zu sein. Aber trotzdem, also deshalb wäre glaube ich so der wichtigste Tipp, dass man sich selber mal hinterfragt, was bringt mir denn eigentlich wirklich was und was erwarte ich von so einer Reitstunde, oder? Ja, also will ich vielleicht nur ein gutes Gefühl haben, weil das gibt es ja auch häufig, dass der Reitlehrer in der Mitte steht und die Schülerin lobt und man denkt sich so, okay, so toll ist es gar nicht. Aber wahrscheinlich ist es auch ganz egal, ob das toll ist oder nicht, sondern es kommt auf das Loben an. So den Eindruck hat man manchmal. Genau, solche Trainerstunden habe ich auch schon gesehen. Wo viel Geld dafür bezahlt würde, dass ein Trainer in der Mitte steht und permanent sagt, super, super toll, das ist super, ja, das ist super toll. Ja, sehr gut machst du das, das ist so toll. Und wenn man das dann 30 Minuten hört und denkt so, okay, echt jetzt? Ich will das jetzt das ganze nächste Wochenende hören. Hallo? Da musst du viel Geld für bezahlen. Ehrlich, also muss ich da Stunden bezahlen bei dir? Ja, da musst du Stunden bezahlen, ja. Also das wäre meine Vorstellung vom nächsten Wochenende, dass ich an die Ostsee komme und du dann sagst, ich finde die schon toll. Also wirklich toll.

[35:56] Aber gibt es wirklich, also es gibt auch solche Reiter, die einfach nur jemanden brauchen, der unten steht und sagt, wie toll sie sind. Und dann reiten sie besser. Also das gibt es auch. Also für mich ist das immer schwierig. Also ich nehme ja Trainerstunden, um was zu lernen und nicht, um ein gutes Gefühl zu haben. Ich kann mir selber ein gutes Gefühl geben. Also das kriege ich selber noch hin. Aber ich will ja was lernen und will ja was mitnehmen und will es ja besser machen. Und man lernt ja nie aus als Reiter. Und ich finde auch, Trainingreiten ist immer was. Also von unten sieht man Dinge, die man von oben gar nicht merkt. Und selbst wenn man mal eine Trainerstunde für die Basics mal wieder nimmt, dann kann das auf gar keinen Fall schaden. Also deswegen, ich finde immer, bei einem Trainerreiten kann nie falsch sein. Und im Zweifel tut es einem gut und im Zweifel bringt es einen weiter und tut dem Pferd auch gut. Ich habe noch das Killerverhalten eines Trainers oder einer Trainerin bei dir. Mit dem man dafür sorgt, dass du großen Trainerinnen Tinder nach rechts wischt. Nämlich, wenn die Trainerin kommt mit großem Brimborium und sie wäre dann mal da und wenn sie dann da ist, dann fällt ihr ein.

[37:18] Sie muss erst mal aufs Klo und ist dann erst mal weg. Dann wird nach rechts gewischt. Absolut. Kleiner Insider. Und sei sie noch so berühmt. Eine Olympionikin für Deutschland. So. Ja, bin ich nie wieder geritten. Also das war eine teure Reitstunde. Zu Beginn geht die erst mal pinkeln. Okay, alles klar. Das von meinem Geld. Gehst du jetzt erst mal pinkeln. Toll. Fand ich semi gut, war ich nicht so amused drüber. Aber gut, man muss halt mal Pipi machen. Hätte sie es hinten dran gehängt, hätte ich ja gar nichts gesagt. Aber die sieben oder acht Minuten haben mir tatsächlich gefehlt in meiner Reitstunde und da war ich echt so ein bisschen pissig.

[38:04] In dem wahrsten Sinne des Wortes. Aber ich hatte ja auch bloß einen Haflinger. Ja, genau. Nein, ich will auch nichts unterstellen. Aber tatsächlich ist mir das mal passiert so, ja, bei einer berühmten Tressurreiterin, ja. Also jeder möge sich vielleicht fragen oder ich finde es aber trotzdem eine interessante Frage so nach dem Motto, also, es soll ja auch nicht der Appell sein, dass jeder jetzt seinen Trainer auf den Prüfstand stellt, aber wenn man irgendwie mal was Neues ausprobiert oder wenn man sich so überlegt oder auf der Suche ist, dann ist das doch glaube ich tatsächlich ein Punkt, mit dem man sich so mal bewusst auseinandersetzen sollte, auch mit der Frage, was will ich denn eigentlich und kriege ich das, was ich so gerne möchte? Und weil davon hängt ja dann tatsächlich reiterlich eine ganze Menge ab. Also wir sprechen hier ja ganz häufig über Lehrgänge, über Trainerstunden und so. Und ich glaube, das muss man schon so sagen, ohne die Trainerstunden und ohne die Lehrgänge, ohne die Raimund Willis, ohne die, du weißt schon, wie auch immer, ohne die Pia’s, ohne die, wie heißt sie jetzt wieder, Schätze, ich habe den Namen vergessen, nicht überfordert, die uns an der Ostsee besuchen will. Glaubst du das? Manchmal sind so Namen einfach weg. Nicole? Ne, nicht Nicole. Egal. Ohne die alle geht… Silke Rahmschütz.

[39:26] Silke Rahmschütz, genau. Da war es doch. Ohne die alle und vor allen Dingen ohne Silke Rahmschütz wärst du nicht so dann relativ weit gekommen, wie du gekommen bist. Das muss man ja schon einfach mal so sagen. Das stimmt so, ja. Und allen voran ist nach wie vor, also ohne Pia wäre ich nicht da, wo ich heute bin.

[39:45] Jetzt sagt es doch nicht so und dann flippt die wieder aus. Pia? Nein, die flippt nicht aus. Aber es ist eine Tatsache. Ohne Pia könnte ich nicht so reiten, wie ich heute reite. Sie hört ja diesen Podcast, heimlich. Ich glaube nicht, dass sie jede Sendung hört. Ehrlich nicht? Da müssen wir ihr den Ausschnitt mal schicken, dann freut sie sich. Ist ja auch ehrlich gemeint. Absolut. Und ich frage ja heute manchmal noch, ich habe das und das Problem, hast du einen Tipp? Klar hat sie einen Tipp. Und die Tipps von ihr funktionieren immer. Die Linkspirouette klappt immer besser. Danke, liebe Pia.

[40:19] In diesem Sinne bedanken wir uns fürs Zuhören. Ich freue mich, wir freuen uns auf ein Wochenende am Strand. Muss man mal sagen. Jetzt ist das Wetter, wird wahrscheinlich so sein, wenn keine verrückten Dinge passieren, dass wir unser erstes Wochenende am Strand verbringen können. An der Ostsee. Ist ja auch schön. Und wir werden da in irgendeinem Strandkorb dann wieder eine kleine Folge aufnehmen oder so. Aber genau. Wir genießen dann mal so ein kleines bisschen die neuen Locations und so. Und bis dahin wünschen wir dann bis zur nächsten kleinen Folge eine pferdige Zeit. Macht’s gut und hat Spaß gemacht. Jenny, war doch gar nicht so blöd mit dem Trainer Tinder. Du stellst dich immer so an. Jetzt werd noch frech, dann wisch ich auch mal nach rechts. Tschüss. Tschüss.


Entdecke mehr von Der Pferdepodcast

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Hinterlasse einen Kommentar