#465 Mit der Europameisterin am Ostseestrand

In dieser besonderen Folge des Pferdepodcasts kommt das Studio direkt an den Ostseestrand: Gemeinsam mit Haflinger-Europameisterin Nicole Weidner und ihrem Mann Daniel nehmen Jenny und Chris die Episode am Hundestrand von Scharbeutz auf. Zwischen Meeresrauschen, bellenden Hunden und Urlaubsstimmung sprechen sie über Training, Turniersport und die kleinen und großen Fortschritte ihrer Pferde.


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Europameister Ariano geht es mittlerweile etwas ruhiger an

Im Mittelpunkt stehen Jennys Pferde Benny und AC/DC. Nach einer überstandenen Mauke und einer Trainingspause ist AC/DC wieder fit und arbeitet bereits an den nächsten Lektionen Richtung S-Dressur. Benny sorgt derweil für echte Aha-Momente: Ein neuer Trainer zeigt Jenny, dass ihr fünfjähriges Nachwuchspferd längst mehr kann, als sie ihm bislang zugetraut hat. Außengalopp, Kurzkehrt und ein konsequenteres Reiten bringen sofort sichtbare Fortschritte – sehr zur Freude von Jenny und auch von Nicole, die das Training beobachtet hat.

Natürlich geht es auch um Nicole Weidners eigene Pferde. Ihr Europameister Ariano genießt inzwischen einen etwas ruhigeren Turnieralltag, sammelt aber weiterhin Platzierungen in M-Dressuren und zeigt, wie viel Freude ihm der Sport noch immer macht. Nachwuchshoffnung Nuki entwickelt sich ebenfalls hervorragend, auch wenn Nicole betont, dass echte Versammlung vor allem eines braucht: Zeit, Geduld und konsequentes Training.

Eine Folge voller Trainingsgedanken, ehrlicher Einblicke und maritimer Atmosphäre – mit der Erkenntnis, dass erfolgreiche Pferdeausbildung nicht durch Abkürzungen entsteht, sondern durch Geduld, Vertrauen und den Mut, manchmal auch etwas mehr zu fordern.


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Hier geht’s zum vollständigen Transkript:

[0:00] Hallo, hier ist der Pferde-Podcast, Folge 465 und wir starten, wie immer, mit dem Hafer- und Bananen-Blues und danach müssen wir erstmal erklären, in was für einem geradezu unglaublichen Setting wir hier unterwegs sind. Der Pferde-Podcast betritt nämlich gerade Neuland und wir werden auch gerade fotografiert und zwar vom Gedönsminister persönlich. Wir haben Besuch an der Ostsee, Daniel macht ein Foto. Und deshalb bitte, wenn ihr das normalerweise vielleicht auch ignoriert oder, nicht beachtet, das Folgenfoto für diese Ausgabe ist sehenswert. Und der Fotograf ist berühmt, Daniel, der Gedönsminister. Jetzt kommt erstmal der Hafer- und Bananenblues und dann sagen wir, was wir so vorhaben. Das ist der Hafer- und Bananenblues. Das ist das, was jedes Pferd haben muss.

[0:57] Jo, der Pferde-Podcast. Daniel, du bist ein echter Profi. Daniel hechtet durch den Sand. Der ist ein echter Profi. Man fühlt sich wie bei so einem Fotoshooting, so richtig. Also Red Carpet Vibes am Ostseestrand. Ich war ja bis jetzt immer so ein bisschen neidisch, wenn so berühmte Podcaster Podcasts machen wie Barack Obama und Bruce Springsteen. Die haben immer so moderne Studios. Bruce Springsteen in seiner Villa da irgendwie in New Jersey. Aber also geiler als das, was wir jetzt hier haben, an Podcast-Studio geht es eigentlich nicht. Wir nehmen am Hundestrand in Scharbeutz diese Folge 465 auf. Nicole Weidner ist bei uns, Daniel ist bei uns, der Gedönsminister Jenny ist da. Ich sage erst mal, also Gäste natürlich zuerst. Hallo Nicole, herzlich willkommen bei uns im Podcast. Ja, hallo, schön bei euch zu sein, hier so am Hundestrand mit Mona und allem.

[1:53] Genau, Mona ist Mona und Alfie und da ist einer, der ganz penetrant bellt ich weiß nicht, wie er heißt und Aaron und ihr kennt schon alle Hunde mit Namen, die hier rumlaufen Ja, tatsächlich, wir haben uns überlegt ich meine, der Klassiker wäre natürlich gewesen, wir hätten die Folge bei dir im Stall aufgenommen, damit es irgendwie so ein Pferdesetting ist, aber es ist ja auch ein bisschen Urlaub für Daniel und Nicole und deshalb haben wir gesagt, okay, wir nehmen am Strand auf, das tun wir auch gleich Aber der Manni, der darf natürlich nicht, der hat sich extra die Badehose angezogen, heute. Der war schon im Wasser und man sieht, es ist ganz klein geworden, das Manni. Der kleine Manni ist ganz klein geworden und das Wasser ist ein bisschen gelb jetzt von der Ostsee, aber na gut, so ist es. Manni spielt die Hymne, dann geht’s los.

[3:00] Ja, wir sind tatsächlich auch schon angequengelt worden von treuen Hörern. Entschuldigung. Rumgeschmatzt. Ich habe rumgeschmatzt, das stimmt. Wir sind schon angequengelt worden, weil wir ein bisschen spät dran sind mit der Folge. Stimmt. Wir nehmen samstags auf. Normalerweise wäre die Folge schon veröffentlicht, aber aus Gründen sind wir ein bisschen spät dran. Nicole, wir wollen natürlich von dir wissen, was ist los mit deinem Erfolgspferd Ariano zum Beispiel. Wir erwähnen ja auch immer mal, dass du auch junge Pferde, reitest. Nuki, was macht Nuki und so. Was mich aber so als allererstes mal interessiert, du hast ja jetzt auch Jenny so ein bisschen begleitet zu den Pferden. Hast dir angeguckt, wie sind die untergebracht? Gestern war, glaube ich, auch Lehrgang. Jenny ist da mit Benni unterwegs gewesen, oder? Habe ich das richtig? Mit Benni und mit Acy. Mit beiden, okay. Und die strenge Nicole ist ja immer eine begehrte Frau, die hier Ratschläge gibt und Einschätzungen und so weiter. Wir wollen natürlich auch dein Urteil wissen und so. Bevor wir alles das besprechen, würde mich ja mal interessieren, wir sitzen ja tatsächlich hier am Strand und wir waren auch eben gerade schon kurz zusammen im Wasser. Dieses Thema Reiten am Strand hatten wir ja auch kürzlich mal besprochen bei uns im Pferdepodcast und haben gesagt, okay, im Herbst, wenn das dann möglich ist, wollen wir das mal machen. Du hast das schon mal gemacht.

[4:24] Wie ist denn das so? Wie waren denn so deine Erfahrungen? Jenny hat zum Beispiel sich die Frage gestellt, ob AC überhaupt ins Wasser geht. Mit welchem Pferd hast du es gemacht? Und wie war es? Das war toll. Also ich habe das vor vielen, vielen Jahren mit meiner Stute Rosi damals gemacht. Aber das ist schon 15 Jahre bestimmt her. Das war ganz toll. Das war irgendwo in Holland. Ich weiß gar nicht mehr, wie es hieß. Müsste ich jetzt nachgucken. Weiß ich nicht mehr. Und mit Ari war ich vor sechs Jahren. Wir haben mal nachgeguckt. Es wird mir bei Facebook immer angezeigt, diese Erinnerung. Ich meine, es ist sechs Jahre her. Da waren wir auf Fehmarn mit einer Freundin. Und das war toll. Also das war schon…

[5:01] Und ein bisschen herausfordernd. Fehmarn, du hattest auch diese Wellen, du hattest diese Gicht im Wasser. Das war anfangs etwas gefährlich. Man musste ihn erst überzeugen, da reinzugehen. Dann war das ganz toll. Allerdings, wenn ich jetzt hier so aufs Wasser gucke, das sieht alles sehr ruhig aus. Man hat ein paar Leute, die hier schwimmen, Hunde, die hier rumrennen. Auf Fehmarn hattest du diese Kitesurfer. Das war auch für Pferde sehr herausfordernd mit diesem Segel und allem. Aber Ari ist eine coole Socke. Also es ging dann relativ schnell auch sehr, sehr gut. Wir haben da ganz tolle Bilder und Videos gemacht, so ein Galopp mit Vollspeed einmal durchs Wasser, durchs flache Wasser. Im Tiefen ist das schon schwierig, aber ja, das war wunderbar. Also ich kann verstehen, dass Jenny das machen möchte. Ich bin auch sofort gerne wieder mit dabei. Auch wenn wir in dieser Folge Nicole Weidner zu Besuch haben, wollen wir trotzdem, Jenny, unseren Standard so ein kleines bisschen treu bleiben. Und das ist ja eigentlich der Standard, der sich durch alle Folgen zieht, ist, du sagst kurz, was ist los mit deinen beiden Pferden, mit Benni und ACDC. Besonders lohnt sich, glaube ich, in der Folge jetzt der Blick auf ACDC. Wir hatten es ja in der letzten Ausgabe schon kurz erzählt. Der hatte ein bisschen mit gesundheitlichen Problemen zu tun, hatte Mauke, der hat gelahmt auch. Und jetzt haben wir ja schon gesagt, du warst mit beiden Pferden auf Lehrgang gestern. Also geht es ihm denn wieder gut? Also ist er wieder im Vollbesitz seiner Kräfte? Was ist der Stand bei den beiden?

[6:25] Ja, es ist alles soweit wieder okay. Die Mauke ist gut abgeheilt, ist noch nicht ganz weg, ist noch ein bisschen da. Und das ist auch noch so ein bisschen, dass es, wenn er sich bewegt und dann ist es immer so verkrustet und wenn die Kruste dann abgeht, tut es bestimmt auch immer nochmal so ein bisschen weh in der Bewegung. Aber er lahmt nicht mehr, das Bein ist nicht mehr dick und ich konnte ihn ganz normal reiten. Also es war kein Problem. Also die Zaubersalbe hat gut geholfen.

[6:48] Du warst mit beiden Pferden, sagst du, bei einem Lehrgang. Das war, glaube ich, der Dressurtrainer, dem hier im Norden ein guter Ruf irgendwie vorauseilt. Du bist ja immer mit, also es soll jetzt auch nicht um den Trainer gehen, den kennt ihr wahrscheinlich sowieso, da ist jetzt hier vielleicht regional bekannt.

[7:06] Trotzdem die Frage, was stand denn im Fokus von diesen Trainingseinheiten? Das ist ja immer so ein bisschen, wenn man einen neuen Trainer hat, man muss sich erst mal aneinander gewöhnen, man muss erst mal erklären, ich bin die und die, ich habe dieses und jenes Niveau, da und da will ich hin. Also das ist ja immer so ein Prozess, du schmunzelst schon so, das verunsichert mich jetzt gerade.

[7:28] Genau, also aller Anfang ist immer erst mal so ein bisschen erklärungsbedürftig, jedenfalls wenn man es so anpackt, wie du es anpackst. Wie war es denn und was habt ihr in den Blick genommen? Und dann hören wir unser strenge Urteil von Nicole an. Dann fangen wir mit Benni an, weil Nicole hat nur Benni gesehen. Bei AC war sie leider nicht mehr da. Aber ja, wahrscheinlich werden die Hörer gleich Peter anrufen, weil der Trainer hat was gesagt, was mir sehr, sehr sympathisch war am Anfang.

[7:56] Hau da doch mal drauf! Nee, aber er hat gesagt, mit Wattebällchen werfen geht es halt nicht. Du willst weit kommen. Dann musst du den auch jetzt mal reiten und dann muss der mal da durch und du musst auch mal da durch. Also ich habe ja Benni bisher immer sehr vorsichtig angefasst. Also der ist ja ganz fein im Maul und am Bein und da wollte ich immer nicht so grob sein. Und wenn er sich rausgehoben hat, dachte ich, naja, junges Pferd und so. Aber wir haben den gestern, also ich habe dann auch so meine Probleme gesagt, der zieht nicht so richtig ran. Ich kriege den immer nicht vors Bein, der macht sich dann fest und klotzt und drückt den Unterhaltshaus. Und okay, aber da muss man jetzt mal ran. Der muss lernen, dass der bei dir bleibt und dass er sich auf dich konzentriert. Und wir haben es tatsächlich super gut geschafft. Also wir haben wirklich angefangen, kurz kehrt. Wir sind außengalockt mit ihm geritten. Also ich hätte gar nicht gedacht, dass das schon geht. Aber Frank hat dann wirklich gesagt, also du musst den jetzt reiten, der ist jetzt so weit, der ist jetzt fünf, der kann das schon, das machst du natürlich nicht jeden Tag, das machst du dreimal in der Woche, dass du den reitest, aber der muss nach vorne ziehen, der muss traben, der darf nicht da vor sich hinschlurfen.

[9:02] Und wie gesagt, nicht zu viel, nicht jeden Tag, aber wenn du reitest, dann ordentlich und dann hat der zu lernen, dass der bei dir bleibt und das geht halt nicht mit mit Streichel, Streichel, sondern man muss dann halt auch wirklich mal zupacken und das fand ich ja wirklich, gar nicht böse, hat er das gesagt oder hau mal drauf oder so, gar nicht, also überhaupt gar nicht, aber Hand dran, Bein dran und reiten und, das fand ich schon eine gute Ansage und ich bin ja eher immer so der Typ, ich würde gerne mit Wattebällchen alles erreichen, aber das funktioniert halt nicht.

[9:32] Ich wollte aber gerade sagen, und ich glaube, das ist für, also Ironie im Radio und im Podcast ist immer schwierig und so weiter. Also es gibt ja immer so ein Spektrum von, weil du auch gerade gesagt hast, PETA, die Tierschutzorganisation. Also das ist jetzt, also es gibt ein Spektrum von, das reicht von Wattebällchen und Handauflegen, so wird das ja auch gerne genannt, hin zu Konsequenz und sich durchsetzen. Und es gibt Grenzüberschreitungen. Also ich weiß und deshalb traue ich mich natürlich jetzt auch die Frage zu stellen. Also natürlich sind da keine Grenzen überschritten worden im Sinne von Peter, Peter. Nein, natürlich nicht. Ich hatte noch nicht mal eine Gerte mit. Also aber, was ich bisher zum Beispiel nicht gemacht habe, wenn ich den auf der gebogenen Linie, wenn ich Übergänge geritten bin und er hat sich beim Übergang so ein bisschen rausgehoben, vor allem bei Galopp-Trab, da habe ich nicht energisch genug nachgetrieben. Also dann fällt er so in den Trab und dann mault er dagegen und da hat er gesagt, so und jetzt reitest du mal vorwärts. Jetzt gib dem mal einmal Impuls mit dem Sporen, mal zack, dass der weiß, wenn der durchperiert zum Trab, hat er zu traben und nicht da so rummaulen und gucken und Kopf wegstrecken und so. Lass die Hand da stehen und dann gibst du dir mal einmal in den Puls mit dem Bein, dass der nach vorne trabt nach dem Übergang. Und das habe ich zweimal gemacht und er hat sofort verstanden, was er soll. Und es hat wunderbar geklappt. Der hat sich nicht mehr rausgehoben. Der ist bei mir geblieben und ist nach der Parade super fleißig weitergetrabt.

[10:59] Und das verstehe ich schon auch richtig, man muss es da nicht jedes Mal machen, sondern das hat auch einen Lerneffekt und beim nächsten Mal geht es dann einfacher. Ja, er ist ja auch super, also er ist super schlau, er lernt die Dinge total schnell. Er hat, Frank fragte, dann hast du schon mal kurz gekehrt. Nein, auf gar keinen Fall, das ist ja eine versammelnde Übung, das habe ich noch nicht gemacht mit dem jungen Pferd, wie käme ich dazu? Kannst du ruhig machen, mach mal. Wir reiten mal, eine kurz gekehrt. Wir setzen mal an, reite erstmal eine Wolte, so und dann nochmal eine Wolte und dann versuch mal, du kennst ja die Hilfen, und dann versuch mal in die Kurzkehrt. Hat er sofort verstanden, Benni? Sofort, von beiden Händen. Wir sind also eine halbe Kurzkehrt geritten, auf jede Hand, hat er super gemacht, haben wir aufgehört. Und hast du schon mal Außengalopp probiert? Nein, natürlich nicht. Auch der Anfang der Versammlung, dafür ist das Pferd ja noch viel zu jung. Aber das hat geklappt. Also er konnte sogar im Außengalopp durch die kurze Seite Wendungen galoppieren. Also das war, hätte ich nicht gedacht, dass das schon geht, aber geht. Also du hast gelernt, dass mehr geht, als du bisher so dachtest. Nicole, ist Jenny da vielleicht manchmal zu brav und zu zurückhaltend? Und wie waren denn so deine Eindrücke von der Trainingseinheit?

[12:10] Und Benni ist ja, glaube ich, besonders interessant. Also ACDC hast du ja auch schon häufiger gesehen, aber Benni, der Youngster, ist ja auch noch nicht so lange im Sport sozusagen. Kaum Turniere gegangen, es gibt noch nicht viele Videos und so. Von daher schon ganz interessant. Wie waren deine Eindrücke? Und ist Jenny zu brav? Definitiv. Also Jenny ist zu brav, glaube ich. Und mein Eindruck erstmal, der Trainer war unheimlich sympathisch. Ich fand ihn ein ganz, ganz netter Mensch, wenn man ihn so gesehen hat. Und ich fand auch seine Tipps sehr, sehr gut, die er gegeben hat. Jenny sagt jetzt, ja, der ist ja erst fünf und und und. Und naja, Jenny ist auch mit Nixen mit fünf Jahren schon andere Prüfungen geritten. Ich glaube, bei Benni ist sie so ein bisschen vorsichtig mit allem. Wahrscheinlich auch, weil Benni schon eskalieren kann, wenn er möchte. Und das wird Nixon nicht so getan haben. Und ich glaube, da hat er bei Jenny so die richtigen Knöpfe gedrückt, dass Jenny sagt, naja, wir machen alles erstmal auf Halbgas, das reicht schon. Das sah gestern toll aus. Also der erste Außengalopp und es hat wunderbar geklappt. Sie ist durch die Ecken gekommen. Sie ist erstmal nur bis zur Ecke hin in einer einfachen Schlangenlinie im Außengalopp angaloppiert. Die ersten zwei, dreimal bis zur Ecke und dann sollte sie auch weiter galoppieren. Und siehe da, es funktionierte und Jenny saß auf dem Pferd und war am Grinsen, von einem Ohr zum anderen, weil sie da, glaube ich, selbst nicht mit gerechnet hat. Also Benni macht es toll. Ich habe Benni zuletzt gesehen, als ich im Schwarzwald bei euch war und das war ein Unterschied wie Tag und Nacht. Also da habe ich auch selber drauf gesessen und vom Reiten her ganz, ganz komfortabel. Also Jenny hat den so fein ausgebildet, da brauchte man wirklich nichts. Keine Hand und nichts, aber…

[13:39] Die Anlehnung war halt nicht so konstant ans Gebiss ran, sondern das war eher so ein Kompromissreiten. Benni nimmt den Kopf runter, dafür habe ich nichts in der Hand als Reiter und so kommen wir schon klar. Und das sah jetzt schon ganz anders aus. Er trat jetzt ans Gebiss ran, Jenny durfte auch vorne mal was abparieren, was halt vorher gar nicht ging, weil er sofort eng wurde. Und jetzt hat er sich die Anlehnung gesucht und war, was ich gesehen habe, immer in einer schönen, konstanten Anlehnung, dass er vielleicht einmal die Nase hochgenommen hat. Das mag in der ganzen Zeit einmal vorgekommen sein. Also kaum zu sehen, die Übergänge schön und auch das Training, wie es aufgebaut war, fand ich richtig, richtig gut. Also sie sollte wirklich Schenkel weichen, sie sollte den Schenkel gehorsam fordern, sie sollte das Viereck vergrößern, solche Dinge und daraus hat er das Ganze weiter aufgebaut und ich glaube, das Ergebnis spricht für sich. Es hat wunderbar geklappt. Nicole Weidner, unsere Lieblings-Europameisterin zu Besuch im Pferde-Podcast. Bevor wir über deine Pferde sprechen und was sich bei dir im Moment sportlich so tut, vielleicht noch die Frage zu ACDC.

[14:39] Deinen Haflinger, mit dem du ja gerne im nächsten Jahr auch bei der Europameisterschaft antreten willst und in die Fußstapfen von Nicole treten willst. Es ging ihm nicht so gut. Du hattest ein Fragezeichen dahinter gemacht, ob das überhaupt klappen wird mit dem Lehrgang. Das hat jetzt geklappt. Und du bist auch, glaube ich, auf der heimischen Anlage, bist du mit ihm dann schon, also konntest du vorsichtig schon wieder reiten und so weiter. Was habt, also ich ahne mal vom sportlichen Niveau her, war das irgendwie dann nochmal eine Etage höher logischerweise als das, was du mit Benni veranstaltet hast. Was habt ihr denn so in den Blick genommen? Weil Estressur ist ja das nächste große Ziel und da wird es ja dann immer kompliziert. Ja, also unsere üblichen Probleme. Fällt runter in den Wendungen, dann verliere ich ihn vom Bein, er nimmt das Genick nicht mehr hoch, dann geht hinten der Motor aus. Wir haben leichte Taktfehler in den Wolken und der Wechsel von rechts nach links. Also das sind immer noch unsere Probleme. Und er hat auch da das Training super toll aufgebaut.

[15:48] Wir haben sehr viel Galopparbeit gemacht, Zickel verkleinern und wirklich behalten ihn am Bein, Travers, Rauwehr, Schulter herein, im Galopp auf der Zickellinie, und wirklich ihn am Bein behalten und dass er auch unter seinen Schwerpunkt springt und sich nicht schief macht, dass er nicht irgendwie mogelt und den Hintern, rausschiebt und sind viele Übergänge geritten, Trapp, Galopp, und haben auch Traversalen und so weiter Und dann haben wir weitergemacht, bevor wir an die Wechsel gegangen sind, haben wir weitergemacht mit halbe Tritte im Trab, um auch so ein bisschen das Hinterbein so zu aktivieren. Er ist dann mit der Tuschier-Gerte so ein bisschen neben uns hergegangen, fand AC semi-gut, findet er auch, hat er bei Herrn Wille schon total scheiße gefunden und am liebsten hätte er ihn getötet.

[16:33] Aber er ist dann natürlich brav, also er würde glaube ich da nie irgendwie treten oder beißen. Aber er will das ja alles machen und man merkt ihm immer so richtig an, ich will ja machen, was du willst, wenn ich verstehe, was du willst. Und er findet das immer total scheiße, wenn man ihn so bedrängt, das kann er gar nicht leiden. Aber er hat das gemacht und wir haben ein paar gute halbe Tritte hingekriegt und auch dann aus diesen halben Tritten Verstärkung reiten, wieder aufnehmen. Und das war so dieses aus der Verstärkung, er sagt, er hat einen super tollen Mitteltrab mit sehr viel Schwung und sehr viel Ausdruck und das musst du mitnehmen in die Versammlung. Und das ist noch so ein bisschen die Schwierigkeit. Wir haben in dem versammelten Trab, der ist immer eher langweilig, schwunglos und langweilig. Und eigentlich brauchen wir diesen Ausdruck, den der im Mitteltrab hat, auch in dem versammelten Trab. Und das haben wir gestern so erarbeitet, über diese halbe Dritte zulegen, wieder aufnehmen und dann aber so weiter reiten, als wollte ich Mitteltrab reiten, nur ihn vorne nicht ganz rauslassen. Und dann spürt man so dieses, dass er einem entgegenkommt und dass der Trab sehr viel schwungvoller wird. Halten wir natürlich noch nicht so lange durch. Also eine ganze Prüfung halten wir das nicht durch. Aber das hat gestern schon ganz gut geklappt und dann wurde auch das Hinterbein aktiv. Und dann haben auch, also ich weiß gar nicht, wie viel Wechsel wir geritten sind, bestimmt 10, 12. Und es war nur einer, der nicht durch war. Alle anderen waren durch, alle anderen waren okay. Aber er sagte auch, ja, die sind okay, die sind halt gut für eine 6,5, aber eigentlich willst du ja einen 8er Wechsel.

[17:57] Und da müssen wir halt wirklich daran arbeiten, dass er in dem Wechsel einfach mehr nach vorne oben springt. Und der hat mir einen ganz guten Tipp mitgegeben, reite dahin zu diesem Punkt, wo du den Wechsel reitest und stell dir vor, da ist ein Cavaletti und du willst über dieses Cavaletti mit einem ganz großen Sprung wechseln.

[18:16] Das hat super funktioniert. Also wirklich dieses Cavaletti vorstellen und dann richtig hinreiten, reinsetzen, ranschieben, hinreiten, Wechsel auslösen. Und dann wird der Wechsel groß und kommt nach vorne oben, wird der gesprungen. Also das hat gut funktioniert und das ist ein guter Tipp, den nehme ich auf jeden Fall mit. Dann haben wir noch ein bisschen an den Pirouetten gearbeitet. Also wirklich nur so die Anfänge nochmal, Hinterbein schnell machen, in die Pirouette reiten. Aber auch da fehlt auch noch ein bisschen die Kraft. Wir haben da nur die Ansätze, trainiert und sind da noch keine Pirouette geritten. Also so weit ist er auch noch nicht, dass er da einmal ganz rumkommt. Aber das waren gute Ansätze und ich habe auch mit ihm besprochen, er ist ja oft hier bei uns in der Nähe, dass wir es vielleicht hinkriegen, dass ich einmal die Woche da hinfahre und mit ihm zusammen trainiere. Das wäre toll. Also das würde ich mir sehr wünschen, wenn das klappen würde. Aber man merkt schon so, oder ich höre so aus vielem, was du erzählst, so raus, man merkt jetzt schon, spürt jetzt deutlich, dass die Kirschen jetzt dann immer höher hängen und dass das schon sehr anspruchsvoll ist, was ihr da in Angriff nehmt. Ja, absolut. Und das ist auch mega anstrengend. Ich bin so ein bisschen kränkelnd und musste gestern auch wirklich, also ich habe ganz viele E-Bus genommen.

[19:32] Dass ich irgendwie da, dass ich fit bin. Und ich habe aber gemerkt, ich habe keine Luft. Also ich musste oft mal zwischendurch, ich brauche mal eine Pause, weil ich nicht mehr, keine Luft mehr gekriegt habe und echt auch fertig war. Aber ich wollte natürlich da durchhalten, aber das ist auch für mich mega anstrengend, nicht nur für die Ponys, sondern auch für mich reiterlich ist das wirklich anstrengend. Von wegen Reiten ist kein Sport.

[19:55] Dann wollen wir noch, und das finde ich ja tatsächlich besonders spannend, ich glaube das letzte große Interview, Nicole, wobei wir haben dich immer interviewt, wenn wir uns getroffen haben, aber was mir noch so präsent ist, ist dieser große Erfolg gewesen, den du mit Ariano in Stadelpaura nochmal hattest bei dem letzten Europa-Championat, was es da gab. Und dann war ja klar, dass du mit Ariano, dass dieses Kapitel so große Turniere mit ihm zu besuchen, dass das dann erstmal durch ist. Du hast gesagt, es kann sein, dass er auch noch irgendwie so bei kleineren Veranstaltungen nochmal an den Start geht und habe das auch gemacht, Fragezeichen. Aber das war so eine Zäsur. Deshalb Ariano, Fragezeichen. Wie ist es denn quasi seit diesem letzten großen Auftritt dann weitergegangen? Ist sein Leben ein bisschen ruhiger geworden? Und bist du nochmal mit ihm angetreten?

[20:48] Wie geht es Ariano? Was macht er so? Ariano geht es gut. Ja, es ist so, wie ich auch gesagt habe, die großen Turniere, also Estressuren, bin ich nicht mehr mit ihm gegangen. Das geht einfach zu sehr auf die Beine. Ari wird jetzt im November 2019, er hat natürlich auch so ein bisschen Zimperlizin überall, er hat Arthrose, er hat die Fesselträgerprobleme gehabt. Das ist zum Glück, toi toi toi, alles wieder in Ordnung, aber ich bin da schon vorsichtig, was das angeht. Wir sind dieses Jahr auch schon ein paar Turniere geritten. Wir waren viermal unterwegs. Davon war er dreimal in den M-Dressuren vorne mit platziert. Einmal zweiter, einmal dritter, einmal vierter. In der fünften Prüfung, das hat nicht ganz funktioniert. Da waren wir nicht ganz so gut in unserem Auftritt. Da waren wir nicht in der Platzierung. Aber Ari ist ein alter Hase. Was so eine M-Dressur angeht, das ist einfach ein ganz, ganz tolles Gefühl. Da kann man reinreiten und man weiß, ich kann mich darauf verlassen.

[21:40] Das soll jetzt überhaupt nicht abgehoben klingen, aber man kann wirklich sagen, zu 80 Prozent läuft er da so durch und weiß, was man möchte und man sitzt da drauf und muss nur die Klöpfe drücken und dann funktioniert das. Kann auch schon mal schief gehen, wie auf diesem einen Turnier. Da war ich, glaube ich, selbstsicher. Und da hat es dann nicht ganz so geklappt. Aber da ist Ari einfach ganz, ganz routiniert. Und er hat einen wahnsinnigen Spaß daran. Und das stelle ich immer wieder fest, auch jetzt, wenn wir ihn mitgenommen haben. Und das ist eben nur dosiert. Wirklich nur zu Turnieren, wo gute Bodenverhältnisse sind und wo das auch wirklich alles passt. Auch nur im 40er-Vieereck. Ich möchte keine 60 Meter starken Trapp mehr reiten müssen mit ihm. Aber sobald er auf den Hänger geht, man merkt, der wird einen halben Meter größer. Der steigt aus und gibt an wie Graf Rotz. Also das ist wirklich, das ist sein Ding. Ich meine, er hat das ja auch immer gemacht. Ich habe ihn immer mitgehabt auf Turnieren. Und dass er jetzt so ein bisschen von Nuki abgelöst wurde.

[22:35] Er kann von der Box genau dahin gucken, wo wir aufladen. Und manchmal habe ich das Gefühl, er wird wirklich sagen, hey Leute, ich stehe hier, warum nehmt ihr mich nicht mit? Ob es wirklich so ist, weiß ich nicht. Aber ich rede es mir ein und wenn ich ihn dabei habe, ist es auch so. Also er rennt von sich aus auf den Hänger, er ist dabei, er ist ganz präsent auf dem Turnier. Naja, mir geht es auch so. Ich reite in die Prüfung rein oder auch auf dem Abreiteplatz. Normalerweise gucke ich sehr ernst. Daniel sagt immer, ich sehe aus, als würde ich kleine Kinder frühstücken, wenn ich konzentriert bin. Das sagt der Richtige. Daniel sieht immer aus, als würde er Kinder frühstücken. Aber auf Ari kann ich da wirklich grinsend sitzen und finde das toll. Und ich muss auch zugeben, also so in der ersten Platzierung dieses Jahr, ich hatte wirklich Tränen in den Augen, weil ich einfach sage, das ist er.

[23:18] Das ist so mein Pferd, den hätte ich so gerne einfach zehn Jahre jünger nochmal da. Aber naja, habe ich ja fast. Mit Nuki ist ja jünger und sie ist da und sie ist auch toll. Aber Ari war, wow, da ist halt eben dieses eine Pferd, was man einmal im Leben hat. Ja, also klingt aber doch so, dass dann tatsächlich auch sehr auf sehr überlegte Art und Weise da dann so der Druck ein bisschen rausgenommen wird, dass das alles dann vernünftig ist und man ihn da nicht überfordert und so. Also das macht ja total Sinn. Und die nächste Frage ist mir dann zur Hälfte schon aus dem Mund genommen. Nuki ist dann natürlich ein anderer Schnack, viel jünger, naturgemäß noch nicht so weit. Das ist ja so ein bisschen analog zu dem, was Jenny jetzt auch mit, also diese Konstellation, die sie mit Benny und ACDC hat und so, so stelle ich mir das zumindest vor. Wobei man schon sagen muss, Nuki ist ja, glaube ich, ähnlich alt wie Benni, wenn ich es richtig weiß. Also ist, glaube ich, vergleichbar. Und du machst ja schon viel mehr mit ihr, haben wir auch schon mal erklärt im Podcast. Die Hafis, Hafi-Mädchen sind also tendenziell ein bisschen schneller in der Entwicklung. Aber trotzdem, Frage, wie weit würdest du sagen, bist du denn mit ihr? Und was sind dann so auch die nächsten Ziele, die man sich so vornimmt?

[24:35] Ja, Nuki ist dieses Jahr die ersten L-Dressuren gegangen, Dressurpferde L&L-Dressuren mit mir. Ist auch da tatsächlich auch schon drei- oder viermal jetzt platziert gewesen.

[24:44] Der Hintergrund ist eigentlich der, ich darf mit meiner Leistungsklasse keine A-Dressuren reiten. Sonst wäre ich auch gerne noch weiter A-Dressuren geritten. Dressurpferde-A-Prüfungen sind bei uns sehr, sehr schwierig. Wir haben unheimlich viele Profis, die da am Start sind.

[24:57] Und ich weiß nicht, wie oft wir es geschafft haben, erste Reserve zu sein. Das ist dann einfach frustrierend. Und ich meine, dass Nuki das sehr, sehr gut macht. Und das zeigt sich ja auch an den Noten, aber immer dann so knapp raus. Also wäre ich gerne irgendwie Prüfungen geritten, wo ich auch Chancen habe. Im normalen A-Dressuren, klar, aber die darf ich kaum reiten. Also haben wir geguckt, wie sieht das aus mit L-Dressuren. Das Kurzkehrt und den Außengalopp hat sie ganz, ganz schnell verstanden. Das reitet ihr keine Schwierigkeiten. Was noch schwierig ist, und das ist eben das Problem, was Jenny auch sagt bei Benni, ist die Versammlung, die echte Versammlung. Ich glaube, ich kann das ganz nett aussehen lassen. Das ist aber nicht immer ehrlich. Also ich war auch jetzt bei einem Training, bei einem Trainer, der mir auch gesagt hat, das ist alles wunderbar, aber du musst es festigen und du musst es auch wirklich hinkriegen, dass das reell ist. Und da ist immer wieder so das Problem, dass diese Hankenbeugung hingefördert wird, dass die Lastaufnahme da ist. Und genau da arbeiten wir jetzt dran. Grundsätzlich macht Nuki das gut, die Lektion macht sie toll, aber das könnte auch noch ein bisschen, ich sage es immer, echter sein, also wirklich so ein bisschen reeller das Ganze und das ist so unser Ziel für dieses Jahr, da möchten wir hin und da arbeiten wir dran. Und ist dann wahrscheinlich aber auch einfach die Erkenntnis, dass solche Dinge eben nicht von heute auf morgen gehen, aber das ist ganz normal, das braucht dann einfach seine Zeit. Man kann ein bisschen schummeln und du mit deiner Erfahrung wahrscheinlich noch besser als andere, aber….

[26:20] Und die Zeit bringt es dann. Genau, ja, es fehlt einfach die Kraft. Und die kann ich auch nicht durch einen Schalter irgendwie erreichen oder durch irgendwelche Schummeln, sondern die kommt nur durch die Zeit eben, indem man es immer wieder trainiert, indem man es immer wieder wirklich echt reitet. Damit kommt auch die Kraft, die Kraft in der Hinterhand, die Kraft, das Ganze zu tragen. Und die Zeit muss man einfach haben. Die muss man sich nehmen und die braucht es auch einfach. Das ist so. Das ist dann vielleicht die Erkenntnis aus dieser Pferdepodcast-Folge, die wir in einer Strandmuschel am Ostseestrand, am Hundestrand in Scharbeutz, um genau zu sein. Man könnte darauf kommen, wenn man die Geräuschkulisse hier so, die Fritzis und Monas und Alfis und Arons. Und der eine, der immer noch bellt. Genau. Die ganze Zeit.

[27:10] Wir bedanken uns fürs Zuhören. Es hat viel Spaß gemacht. Wir werden jetzt mal vielleicht irgendwo gucken, ob von irgendeinem Laster ein Bismarckbrötchen oder ein Matjesfeld oder eine Pizza oder sowas an der Strandpromenade. Wir bedanken uns fürs Zuhören. Das war Folge 400 … Am Anfang hast du es gesagt. 46. Nee, 400, ich weiß es nicht. Ich habe mich, glaube ich, bei dir angesteckt. Und es geht bei mir direkt aufs Gehirn. Also macht man nix. Ja, genau. Eigentlich alles so wie immer. Danke fürs Zuhören. Vielen Dank für euren Besuch. Hat Spaß gemacht. Herzlichen Dank. Vielen Dank. Ich danke euch. Und habt eine pferdige Zeit und bis zum nächsten Mal. Tschüss.


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