Schlechte Kommunikation ist tödlich im Stall: Kann die neue Jutta!-App Reitern helfen?

Eine Stallgemeinschaft kann das Schönste auf der ganzen Welt sein. Alle verbindet das gleiche Hobby. Man hilft sich gegenseitig, tauscht sich aus, ist füreinander da. Aber: So eine Stallgemeinschaft ist auch ein kompliziertes Konstrukt. Arbeiten und Abläufe wollen organisiert sein. Und wenn die Kommunikation nicht passt, dann entstehen ganz schnell Streit und böses Blut.

Um genau dieses heiße Eisen geht es in der aktuellen Folge des Pferdepodcasts („Hallo Jutta!“). Jenny berichtet (ab Minute 9:20) aus eigener Erfahrung über einen Stall in Hessen, in dem es regelmäßig Streit bei der Belegung einer kleinen Longierhalle für 80 Einsteller gab.

„Es gab dafür lediglich eine Belegungstafel am Eingang, auf der man sich mit einem Edding eintragen musste. Regelmäßig entstanden Chaos und Unmut, weil man so ein Thema eigentlich ganz anders organisieren müsste.“

Ganz generell misst Jenny den Themen Kommunikation und Organisation in Stallgemeinschaften eine große Bedeutung bei. Schließlich kommen dort regelmäßig ganz unterschiedliche Charaktere zusammen, die gleichwohl ihr tägliches Miteinander zu regeln haben.

„Stallgemeinschaft – das kann supertoll sein. Aber auch mega-anstrengend. Denn es treffen sehr viele unterschiedliche Ansichten aufeinander. Wie reite ich, wie pflege ich mein Pferd. Wie machen wir dies, wie machen wir jenes. Wenn es dann funktionierende Tools gibt, die bei der Kommunikation helfen, dann ist das super.“


Hören kannst Du den Pferdepodcast auf allen großen Podcast-Plattformen, zum Beispiel bei iTunes, Spotify, Deezer, Podcast.de oder TuneIn. Benutze den Fyyd-Skill, um den Pferdepodcast auf Deinem Alexa-Gerät von Amazon zu hören.

Du kannst die neue Folge aber auch über YouTube anhören. Klicke dafür bitte einfach unten auf das YouTube-Video. Viel Vergnügen:


Genau an dieser Stelle setzt eine neue App an, die seit wenigen Wochen für Smartphones und Tablets zur Verfügung steht: Jutta! Die App will nicht weniger, als die Kommunikation unter Reiterleuten auf eine neue Stufe heben. Sie ist eine Art Facebook für die Pferdecommunity und bietet darüber hinaus diverse Organisationstools speziell für diese Zielgruppe.

Anne Kwella, eine der Jutta!-Macherinnen aus Schwerin in Mecklenburg-Vorpommern, erzählt (ab Minute 15:13) im Pferdepodcast-Interview:

„Jutta! macht die Pferdewelt einfacher, ein bisschen moderner und verbindet vor allem Reiter. Unser Ursprungsproblem war, dass wenn man sein Pferd zum Beispiel mit anderen Leuten zusammen pflegt, superviele Absprachen zusammenkommen. Es hat uns genervt, darüber Buch zu führen oder uns in WhatsApp-Gruppen auszutauschen. Wir wollten das alles zusammenbringen. Wir haben dafür eine App gebaut, die die ganze Pferdewelt miteinander verbindet: Vom Stream, in dem man über sein Pferd berichten kann und über andere Leute was erfährt. Dazu das ganze Trainingsmanagement, wo man seine Pferde verwalten kann. Bis hin zum Marktplatz, wenn man mal wieder eine neue Schabracke braucht.“

Foto: Screenshot Jutta!

Du würdest dem Pferdepodcast gerne finanziell etwas Gutes tun? Das musst Du nicht. Nein, wirklich nicht. Du willst uns trotzdem gerne ein paar Euro zustecken, weil es ja auch technische Kosten gibt und Du magst unseren Podcast halt einfach gut leiden und wir sollen uns jetzt mal nicht so anstellen? Also gut, dann mach mal. Hier:


Sicher: Vieles von dem, was Jutta! kann, haben auch andere soziale Netzwerke wie zum Beispiel Facebook drauf. Dennoch sieht Anne Kwella einen erheblichen Mehrwert in Jutta! Sie verweist dabei vor allem auf die Profile, mit denen sich einzelne Pferde verwalten lassen. Anne:

„Diese Profile für einzelne Pferde kann man mit anderen Leuten teilen. Ich kann zum Beispiel meine Reitbeteiligung einladen, mein Pferde mit zu verwalten. Und Verwaltung heißt nicht, dass ich einfach nur eintragen kann, dass ich heute Dressur geritten bin. Sondern ich kann mich zum Beispiel auch an Termine erinnern lassen: Dass die nächste Wurmkur ansteht oder die nächste Impfung. Und das wird super angenommen von den Nutzern.“

Screenshot Jutta!

Für Nutzer ist Jutta! dabei komplett kostenlos. Geld in die Kasse der sympathischen Programmierer soll Werbung bringen, die aber nicht nerven soll. Weil die Zielgruppe in der App so klar umrissen ist, gehen Anne Kwella und ihr Team davon aus, dass die Werbe-Einblendungen nicht nur nicht nerven werden, sondern im Sinne eines Tipps auf Produkte aufmerksam machen, die man vielleicht noch nicht kannte.

Was den Jutta!-Machern außerdem wichtig ist: Die App ist zwar seit wenigen Wochen live, aber noch nicht fertig. Die Programmierer haben noch viele Verbesserungen auf dem Zettel, die sie einbauen wollen. Dazu zählten zum Beispiel Lösungen für das eingangs beschriebene Problem eines Hallenbelegungs- oder Abäppelplans. Anne Kwella:

„Uns ist wichtig, mit den Leuten zu reden, die unsere App benutzen. Dabei ist uns aufgefallen, dass es noch ganz viele Punkte gibt in so einer App, die man noch erweitern kann. Und hier sitzen vier Leute, die den ganzen Tag darüber nachdenken und daran arbeiten, die App noch ein bisschen zu machen.“

Foto: Screenshot Jutta!


Umfrage der Woche:


Und darüber reden wir außerdem in Folge 14:

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