„Schaum am Pferdemaul ist immer ein gutes Zeichen“ – Stimmt das wirklich?

Es ist eine weit verbreitete Meinung unter Pferdeleuten: Schaum am Maul eines Pferdes sei immer ein gutes Zeichen. Es bedeute, dass das Pferd viel am Gebiss kaue, dass der treibende Schenkel das auslöse und das Pferd „an“ und motiviert sei. Aber stimmt das auch wirklich? In Folge 40 des Pferdepodcasts klären wir diese Frage im Gespräch mit Barbara Welter-Böller. Sie ist Autorin des Buchs „Die 50 häufigsten Irrtümer in der Pferdeausbildung“ (erschienen im Cadmos-Verlag).

Sie hat Pferdepodcast-Hörern in früheren Episoden bereits verraten, ob Laufbandtraining tatsächlich ein so guter Ersatz für normales Training auf dem Platz oder im Gelände ist. In der ersten Folge unserer Miniserie mit ihr ging es um das Wachstum von Jungpferden, ab welchem Pferdealter man bedenkenlos ins Training einsteigen kann und welche Grenzen dabei nicht überschritten werden sollten.


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Was Reiter über Schaum am Pferdemaul wissen sollten:

Barbara Welter Böller: „Man muss bei dem Thema Schaum unterscheiden zwischen einem Schaum, der über den Stress-Nerv, den Sympathikus, gebildet wird. Bei diesem Schaum bildet sich ein Klebestoff, wenn das Pferd hektisch kaut, vergleichbar mit dem nervösen Zähneknirschen bei uns Menschen. Wenn das Pferd also im Stress ist und zu viel kaut, dann ist das Pferd im Sympathikus, dem Leistungsnerv oder Stressnerv. Wenn das so ist, dann gibt es einen flockenartigen Schaum, der manchmal schon an der Brust klebt, vergleichbar mit einem Schokokuss. Hier weiss man, dass das Pferd vor Stress kaut.

Die Zunge des Pferdes wird aber auch vom Parasympathikus, dem Erholungsnerv, enerviert. Wenn das Pferd losgelassen und im Parasympathikus ist dann bildet sich der Schaum, den man haben möchte. Das ist so eine kleine Schaumlinie an der Oberlippe und Unterlippe. Sie ist flüssiger und wird vom Pferd sogar entwickelt, wenn man longiert ohne Gebiss. Wenn man das Pferd am Halfter longiert und das Kiefergelenk ist locker, dann sieht man, dass sich das auch ohne Gebiss bildet. Und dann weiss man, das Pferd ist sehr zufrieden und losgelassen.

Fazit: Man muss sehr genau hinschauen.“

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2 Kommentare zu „„Schaum am Pferdemaul ist immer ein gutes Zeichen“ – Stimmt das wirklich?

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